Die polnischen Stammwappen : ihre Geschichte und ihre Sagen

,; 


, 
 



 


11' 


. t 


l
b 
\ " 


,- 


\ ", , 


- , 


.. 


dib.t.,1 i'ka 
 
l" 'b 
T9r
 K' r . 


, - 


--- 



2;91 
J OiROrZ. 



"" -",- 


, 


" 



 


" 


.. 
 


..
.'
>>>
................,- -
 


" 


g 
,
 
I
 
'-s: 
.I
 
tWJ 

 
 
I
 
t
 
,'i! 
i t
 
t
 
I

 
.
 
,,
 
;
 
+
 
tl
 
ii 
'
 

I
 
.
 I
 
l'
 
'f_ 

 
 

 
 

.
 
l 
 
'- 
q
 
1'
 
,
 
)
 
}i;j 

II
 

 
 
,

 


, 


# ;1 


", 


" 


.. 


0: 
. N'}' .... . .'.
' .....: . 


" 
:. 
 
, .... 


. ...' t ,. 
, " 
; , 
.. .:l'

" 


. z. .
. ' 


c. .. 


. ...::"' 
". 
,
 
..", 



 \. 


/\ 5:. " \
,\ 



 
.;;, t 


t \" 


,'-.. ......-. .... ,'.;, 



 . ... 


I. "".'i { "-{'.. 


... . 
 


''1' . 


" , 
;;. - . , ,
. .'. '.1
 ..: 


. f. 
 


. 
' 


, !' 


"
>>>

>>>
o-
 J
 ??
o 


VII I - ,2,
 
-
>>>
Die Polnifdten Sfammwappen. 





 


I,.
>>>
vu, 


\
>>>
. 
I
>>>
"- 
A 
1..- , . -, 
......... 
t . , 


 .. 
 
-?? 


Preussen. 


Livland. 


c 



 


/( 


I 


" 


, , 


'I __ 


/ 


\. 


16- 

, 
'l{I'e . 
leh Pole'" 



. 

'l; 

 
.
 
\.-' 
()rossf??rste"\

 


I 


" 


, 
(, ", 
 
"- 
.... ' 
, .rt 


\. 


'. 


Pommerellen, 


Russische Provinz.
>>>
z

 (JOJ (J.lj 


Die 


p olnirchen S tammwappen 
ihre 3efchichte und ihre Sagen. 


Von 
Emilion von Zernlckl- Szeligo. 


.. 


mit 185 Wappen auf 1" tafeln, 


oamburg 
Verlag von 5enri Grand 
1904.
>>>
I 
I 



81a.
>>>
I 
I 


Inhalt. 


Seite 
Vorwort . . . . . . 1 
Einleitung . . . . . 3 
Wappen des K??nigreichs Polen ...... 11 
Die regierenden F??rsten und K??nige von Polen 12 
1. Die alten polnischen Stammwappen 14 
11. In der Zeit der jagieUonen, bis 1569, aus Italien, Ungarn, B??hmen, 
Schlesien und Deutschland eingef??hrte Wappen . . . . . . " 100 
111. Die aus der Provinz Preussen seit 1466 hinzugekommenen Wappen 106 
A. Die preussischen Wappen . . . . . . . . . . . 106 
B. Die Wappen PommereIlens . . . . . . . . . . 125 
IV, Der dem polnischen Adel angeschlossene Adel in Livland 141 
Die regierenden Grossf??rsten von Lithauen 144 
V. Die Wappen Lithauens . . . 146 
Das Wappen der russischen F??rsten. . . 159 
Die Wappen der russischen Provinzen . . 159 
Seit der Mitte des 16. jahrhunderts bis 1700 entstandene und eingefiihrte 
Wappen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . " 167 
Die Namen der aufgefiihrten Wappen, unter Hinweis auf die Seitenzahl 181 


I
>>>
l
>>>
Das von dem Ahnherrn eines Geschlechts selbst gew??hlte oder 
ihm verliehene Wappen war ein ??usseres Zeichen seiner, wie seiner 
Nachkommen Standesw??rde, auch wohl seines pers??nlichen Verdienstes. 
Es wurde da c Waone r "ir 'r..". Pclil'l,  
. ... . -.. 'n 
e 
n 



 r;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.sr;:-.s 2 

 Die Verlagsbuchhandlung Ut bereit Sonderabdr??cke 2 

 der einzelnen Wappen, perforIert und gummiert als Siegel- 2 

 marken, zu liefern und bittet um gen. Huftr??ge.' 2 

 BIt-Rohntedt (5amburg), 2 

 5ochamtungs\1ol1 2 

 nenri Grand. 2 

 2 
























. 


g 
n 
e 
e 


Ij 


I. 


t 


, 

._.. 
 U_II ....n,- L.-UO UII:: t:11t:IIIUl1g 11 \.Je.. Arcmveh WOIII noch 
auffinden lassen; beim Uradel liegt die Entstehung des Wappens meist 
in tiefem Dunkel. Der Stifter w??hlte das Motiv zu demselben, sei es 
aus dem religi??sen oder aus dem ritterlichen Leben, vielfach aus dem 
ritterlichen frauendienste, oder er w??hlte sonst ein Zeichen, das ihm 
die Erinnerung an ein ihn betreffendes, ??ffentliches oder in seinem 
privaten Leben bedeutungsvolles Ereignis bewahren sollte; eine Deutung 
hat sich durch kein Schriftst??ck, meist nur durch eine oft sagenhafte 
Tradition in der familie erhalten. 
In den L??ndern, in welchen die Ritterturniere eine Rolle spielten, 
w??hlten die Ritter als Erkennungszeichen verschiedene farbenzusammen- 
stellungen, die sie auch in ihren Schild aufnahmen, der so in ver- 
schiedene Schilderfelder der mannigfachsten formen geteilt wurde. 
Wenn sie diese Schildesteilung nicht schon als volles Wappen gelten 
Hessen, was vielfach geschah, setzten sie in eins dieser felder das 
Wappenbild, das sich auch wohl wiederholte, auch wohl als Helmschmuck 
v. Zernicki, Die polnischen Stammwappen. 1
>>>

>>>
Das von dem Ahnherrn eines Geschlechts selbst gew??hlte oder 
ihm verliehene Wappen war ein ??usseres Zeichen seiner, wie seiner 
Nachkommen Standesw??rde, auch wohl seines pers??nlichen Verdienstes. 
Es wurde das Wappen ein unerl??ssliches Zubeh??r des Tr??gers, ein 
Talisman, den mit Stolz zu f??hren und in Ehren zu wahren als hohe 
Aufgabe galt. Und dieses so hochgesch??tzte Wappen ist als ein in 
Volk und Familie verbleibendes Denkmal den Nachkommen eine ehr- 
furchtgebietende und an gleiches Verhalten mahnende Ueberlieferung 
geworden. Und ein solches Erbteil ist und bleibt, auch unter den 
gegen fr??her abweichendsten Lebensverh??ltnissen erhaben, da es eine 
durch Herz und Sitte als w??rdig gestempelte, in keiner Zeit eine andere 
Auslegung zulassende Wahrheit verk??ndet. 
Das Wappen ist in seiner unver??ndert gebliebenen Form ein 
Kennzeichen der Zusammengeh??rigkeit der oft zerstreut lebenden 
Sprossen eines Geschlechts und ein Unterscheidungszeichen von 
anderen, ein anderes Wappen f??hrenden gleichnamigen Geschlechtern. 
Solche gleichnamigen, aber ganz verschiedenen Geschlechter bestehen 
vielfach auch im polnischen Adel. Es bietet das Wappen also auch 
einen der sichersten Anhalte bei Forschungen in die Vergangenheit 
hinein behufs Feststellung einer Familien-Genealogie. Bei solchen 
Forschungen liegt wohl auch der Wunsch zur Aufkl??rung nahe: Wann, 
wo und wie ist das Wappen entstanden? Was bedeutet das Wappen- 
bild, das eine Andeutung der Entstehung sein soll, f??r uns aber vielfach 
ein nicht zu l??sendes R??tsel geworden ist? Bei dem Briefadel, dem 
das Wappen verliehen worden ist, ist die L??sung meist zu finden, 
weil sich Dokumente ??ber die Verleihung in den Archiven wohl noch 
auffinden lassen; beim Uradel liegt die Entstehung des Wappens meist 
in tiefem Dunkel. Der Stifter w??hlte das Motiv zu demselben, sei es 
aus dem religi??sen oder aus dem ritterlichen Leben, vielfach aus dem 
ritterlichen Frauendienste, oder er w??hlte sonst ein Zeichen, das ihm 
die Erinnerung an ein ihn betreffendes, ??ffentliches oder in seinem 
privaten Leben bedeutungsvolles Ereignis bewahren sollte; eine Deutung 
hat sich durch kein Schriftst??ck, meist nur durch eine oft sagenhafte 
Tradition in der Familie erhalten. 
In den L??ndern, in welchen die Ritterturniere eine Rolle spielten, 
w??hlten die Ritter als Erkennungszeichen verschiedene Farbenzusammen- 
stellungen, die sie auch in ihren Schild aufnahmen, der so in ver- 
schiedene Schilderfelder der mannigfachsten Formen geteilt wurde. 
Wenn sie diese Schildesteilung nicht schon als volles Wappen gelten 
liessen, was vielfach geschah, setzten sie in eins dieser Felder das 
Wappenbild, das sich auch wohl wiederholte, auch wohl als Helmschmuck 
v. Zernicki, Die polnischen Stammwappen. 1
>>>
- 2 - 


galt. An diese feldesteilungen, die sogenannten Heroldsfiguren, kn??pfte 
sich dann wohl oft noch die Vermehrung des Wappens, das seine 
Einfachheit verlor und die Deutung noch schwieriger machte. f??r 
diese Zusammenstellungen entwickelten sich gewisse heraldische Vor- 
schriften. In Polen waren Turniere nicht ??blich, es kamen also auch 
keine Heroldsfiguren in die Wappen, diese haben sich in ihrer ur- 
spr??nglichen Gestalt erhalten und waren auch keinen heraldischen 
Regeln unterworfen. Das Wappenbild im farbigen ungeteilten Schildes- 
felde und der Helmschmuck bildeten das Wappen, Helmdecken und 
Schildhalter geh??rten nicht zu demselben, waren nur eine vom Aus- 
lande angenommene, ganz bedeutungslose Nebensache. 
Die Kenntnis der polnischen Adelswappen erweiterte sich nur 
allm??hlich: Dtugosz, der erste heraldische Schriftsteller Polens, gab in 
seinem Traktat: Insignia seu Clenodia regni Poloniae (geschrieben 
1466-70) Nachricht ??b
r 103 Wappen, von denen etwa 50 beschrieben 
waren, - Kromer (gest. 1589) erw??hnte 115 Wappen, - Paprocki 
(gest. 1614) gab in seinen Hauptwerken 1578 und 1584 schon Nachricht 
??her 220 Wappen, - Bielski (gest. 1595) nannte einige Wappen mehr,- 
Okolski (gest. 1654) brachte die Zahl bis auf 290, - Konopacki hinter- 
liess ein Manuskript ??ber die preussischen und - Kojatowicz (gest. 
1674) ??ber die lithauischen Wappen. Aus diesen Schriftstellern sch??pfte 
Niesiecki (gest. 1743) und beschrieb etwa 500 Wappen. Nach diesem 
letzteren schriehen ??ber familien und Wappen noch: Dunczewski, 
Warszycki, Kuropatnicki, Krasicki, Matachowski und Wielqdek. Was 
diese letzteren brachten, benutzte Bobrowicz, um in seiner Neu-Aus- 
gabe (1839 46) des Werkes von Niesiecki kritisierende, berichtigende 
und vervollst??ndigende Zus??tze zu machen. In dieser Neu-Ausgabe 
sind h??chst sch??tzenswerte (wohl von dem Historiker Lelewel ver- 
fasste) Abhandlungen ??ber die Entstehung und Entwickelung des 
polnischen Adels- und Wappenwesens. Als besonders wichtig, die 
Wappen- und familienkunde des polnischen Adels vermehrend, sind 
noch die Werke zu nennen von: Sinapius, der gleichzeitig mit Niesiecki 
lebte, ??ber Schlesien, - dann aus neuerer Zeit von: Milewski ??ber 

asowien, - K
trzynski ??ber Preussen, Borkowski ??ber Galizien, - 
Zychlinski ??ber Grosspolen. - Von ganz hesonderer Wichtigkeit sind 
die in neuester Zeit erschienenen Werke: 
franciszek Pie k 0 s ins k i : Rycerstwo polskie wiek6w srednich, 
(Die polnische Ritterschaft des Mittelalters) Krakau 1896; Antoni 
Matecki: Studya heraldyczne, Lemberg und Warschau 1890. 
Was durch die forschungen und Berichte der Heraldiker ??ber 
das polnische Wappenwesen als festgestellt zu erachten scheint, soll 
in der nachfolgenden Zusammenstellung wiedergegeben werden, die 
nur eine Beihilfe und Ankn??pfung zu weiteren forschungen bieten will. 


Pan k 0 w bei Berlin, 1903. 


Der Verfasser.
>>>
I 
I 
I 


Wenn neuere Geschichtsschreiber den Polen bis kurz vor der 
Annahme des Christentums ein organisiertes Staatswesen absprechen 
und alles, was fr??here Forscher ??ber deren ??lteste Zust??nde berichtet 
haben, als Mythe erkl??ren, weil ihnen keine unumst??sslichen Beweise 
f??r deren Angaben vorliegen, so fehlen ihnen aber auch die Beweise 
daf??r, dass es nicht so gewesen sei. Es kann.. deshalb den durch die 
alten polnischen Schriftsteller weitergetragenen Uberlieferungen, die uns 
Namen, Tatsachen und Vorkommnisse berichten, nicht jede Glaub- 
w??rdigkeit abgesprochen werden, weil sie nicht nur m??gliches, sondern 
h??chstwahrscheinliches enthalten, dem die Annahme des wirklic
. ge- 
schehenen nicht ganz versagt werden kann. Es k??nnen aber die Uber- 
lieferungen, wenn sie auch manches sagenhafte in sich haben, nicht 
als eine absichtliche Geschichtserfindung gehalten werden, denn wenn 
sie es w??ren, dann w??ren nicht gr??ssere Zwischenzeiten mit dem Ge- 
st??ndnis, dass man aus dieser Zeit nichts bestimmtes weiss, ??bergangen 
worden, sondern man h??tte auch f??r diese etwas erfunden, um einen 
fortlaufenden Faden der Geschichte zu haben. Dass die Polen schon 
bei ihrer Niederlassung in den Distrikten der Warthe unter ihrem 
F??rsten Lech oder Lach, nach dem sie zuerst Lechen oder auch Lachen 
genannt wurden, ein Staatswesen organisierten, das Lechen - Reich, dem 
sich hald die angrenzenden verwandten slavischen St??mme anschlossen, 
muss als geschichtliche Wahrheit gelten. Wenn Mieczystaw 1., unter 
dem die Polen 963 das Christentum annahmen, von den Geschichts- 
schreibern als f??nfter regierender Piast bezeichnet wird, so muss doch 
Piast, der Ahnherr dieses Dynastengeschlechts, existiert haben, er muss 
doch an die Spitze eines schon vorhanden gewesenen Staatswesens 
getreten sein; es konnten nur in einem solchen die uralten St??dte 
Gnesen, Kruschwitz, Krakau entstanden sein. Wenngleich es wohl 
keinem Zweifel unterliegt, dass die Lechen bei ihrer Niederlassung 
patriarchalisch zusammenhielten, wie es bei allen Urv??lkern der Fall 
sein musste; so muss doch als sicher vorausgesetzt werden, dass die 
Lechen schon bei ihrem Wanderungszuge eine Organisation f??r den 
Waffendienst unter Haupt- und Unterf??hrern hatten; und eine solche 
Waffenorganisation musste auch weiter beibehalten werden, schon zum 
Schutze gegen etwaige beunruhigende Einf??lle andrer in der Zeit der 
V??lkerwanderung umherschwirrender Volksst??mme. Aus der Waffen- 
1.
>>>
4 


ordnung, in der doch nur einer der Hauptf??hrer sein konnte, der im 
Falle der Notwendigkeit das Aufgebot nach den vorher bestimmten 
Sammelpl??tzen befahl, musste sich das Dynastenwesen herausbilden, 
aus dem oberen Kriegsherrn ein Dynast werden, dem auch ein Befehls- 
recht f??r andre Angelegenheiten, wie richterliche Entscheidungen, 
Regelung des G??tterdienstes u. s. w. einger??umt werden musste. Zur 
Beratung und zur Ausf??hrung seiner Anordnungen musste er von 
R??ten umgeben sein. Es bildete sich aus dieser Umgebung ein festes 
Hofwesen, das auch wieder ein Steuerwesen und eine Verteilung der 
Pflichten an die einzelnen bedingte. Es entstand also ein Staatswesen, 
eine geregelte Regierung, ohne die ein Volk nicht fortbestehen kann. 
Es sind uns aus der ??ltesten heidnischen Zeit der Polen keine ge- 
schriebenen Gesetze ??berkommen, denn es gab damals keine Schrift- 
sprache; wenn man 
ie wohl bekannte, aber nur selten angewendete 
und zu umfangreicher Anwendung ungeeignete, schwerf??llige und 
h??chstens f??r den Meissel geeignete Runenschrift ausschliesst. Erst 
als das Christentum im 10. jahrhundert durch die Polen angenommen 
war, Kirchen und Kl??ster gegr??ndet wurden, wurde durch die aus 
dem Auslande gekommenen Geistlichen die lateinische Sprache ein- 
gef??hrt und gelehrt und aus dieser wurde das Alphabet auch f??r die 
polnische Sprache entnommen. Es ist die Einf??hrung einer lateinischen 
wie auch polnischen Schriftsprache in Polen also erst am Ende des 
10. jahrhunderts erfolgt. Auf geschriebene Geschichtsdokumente bis 
zu jener Zeit haben die Historiker nicht zu hoffen, aber es m??ssen 
ihnen die von da ab erschienenen und wenn auch nur wenigen auf- 
bewahrten ersten Dokumente, namentlich die Stiftungsurkunden der 
Kl??ster, die Verleihungen von Besitz an diese, Gesetzeserlasse u. s. w. 
einen R??ckschluss auf die Vergangenheit aufdr??ngen, weil dieselben 
sich auf Verh??ltnisse st??tzen,.. die nur seit sehr langer Zeit begr??ndet 
sein konnten, auch mit den Uberlieferungen ??bereinstimmen, in denen 
sich eine, wenn auch nicht ganz sichere, so doch h??chst wahrschein- 
liche Logik der allm??hlichen Entwicklung zeigt. So k??nnen die den 
Charakter der Nation wiederspiegelnden Traditionen nicht ganz ver- 
worfen werden, und namentlich f??r die Geschichte des Wappenwesens 
muss man sie als eine wichtige Beihilfe gelten lassen. 
Schon in den fr??hesten Zeiten f??hrten die Polen, wie alle andern 
slavischen V??lker, Volksfahnen, die an heiligen St??tten von den Priestern 
bewahrt und f??r den Fall eines kriegerischen Unternehmens feierlich 
dem F??rsten oder sonstigen F??hrer des Volkes ??bergeben wurden. 
Zum Schutze der farbigen Fahne, auf der das Wahrzeichen des Volkes 
gemalt war, wurde noch ein besondrer Bannertr??ger gew??hlt. Aber 
auch die einzelnen Abteilungen, die aus den verschiedenen Bezirken 
dem allgemeinen Sammelplatze zuzogen, hatten ihre besondren unter- 
scheidenden Fahnen, die ebenfalls das Bild eines Wa h r z e ich e n s 
(godto=clenodium) des Bezirks trugen. Diese Wahrzeichen waren meist 
Gegenst??nde, die auf die Hauptproduktion des Bezirks, auf die jagd 
und sonstigen gew??hnlichen Besch??ftigungen des Lebens hindeuteten, 
z. B. ein Baum, ein Hirsch, ein Vogel, ein Beil, ein Rad u. s. w. Es 
war diese jedem sichtbare Fahne der Zusammenhalt der betreffenden 
Abteilung. Zum Zusammenhalt und Zuruf im Gewirr hatte jede Ab-
>>>
- 5 - 


teilung aber auch noch ein besondres Losungswort oder Feldgeschrei, 
(hasto, zawotanie, proclamacya=proclamatio), das meist dem 
Namen des Bezirks dieser Abteilung entsprach. Die Lechen waren 
schon w??hrend ihrer weiten Umherz??ge, nachdem sie ihr urspr??ng- 
liches Heimatsland Chrobatien verlassen hatten, ein Volk in Waffen 
und sind ein solches ??ber 1000 Jahre hindurch bis zum Untergange 
ihres neuen Vaterlandes geblieben. So ??bernahmen sie auch die Ver- 
teidigung des Landes, die Waffenpflicht, als die Polanen, die fried- 
liebenden Urbewohner der Warthe- und Netze-Gebiete, ihnen die nicht 
benutzten L??ndereien als Besitz ??berliessen. 
Die Lechiten haben ihre ersten Niederlassungen in dem neuen 
unbekannten Lande wohl vorzugsweise an den Ufern der Gew??sser 
gesucht, die ihnen einmal die Wegweiser in der Gegend waren, dann 
durch ihr Wasser schon und die meist vorhandenen Uferwiesen die 
Erhaltung des Vieh- und Pferdestandes erleichterten, zur Erg??nzung 
der Jagd auch noch den Fischfang gew??hrten. 
Die ersten Niederlassungen bestanden jedenfalls in einzelnen 
Geh??ften, die anf??nglich weniger, sp??ter weiter zerstreut lagen. Diese 
hatten noch keine besondren Namen, wohl aber hatten die Seen, die 
Fl??sse und B??che einen solchen, der nun zur Bezeichnung des Bezirks 
der betreffenden Niederlassung diente, wie auch als Feldgeschrei dieser 
??rtlichen, eine eigne Fahne f??hrenden Kriegsabteilung. Bei der Wahl 
der ersten Niederlassung und der Besitznahme weiterer L??ndereien 
blieben die einzelnen Familien der Lechen mit ihren Angeh??rigen in 
derselben Gegend, in der sie sich bei Ausbreitung der Familie weiteren 
Besitz w??hlten, den der F??rst best??tigte oder verlieh. Diese zusammen- 
geh??renden Familien w??hlten sich einen Stammes??ltesten (Starost), der 
gleichzeitig ihr Richter, auch ihr Kriegsanf??hrer (Wojewode) war. 
Da die Lechiten die Waffenpflicht allein ??bten, so bildeten sie 
auch allein im Falle eines dem Lande durch grosse Feuer signalisierten 
Aufrufs, die zum Sammelplatze ziehenden Abteilungen. Der Stammes- 
??lteste f??hrte als Wojewode die Fahne des Bezirks, die gleichzeitig 
die Fahne des ganzen Geschlechts war, das aus seinen Mitgliedern 
dann auch den Bannertr??ger w??hlte. Der Zur ufoder das Fe I d- 
ge s c h re i war ebenso bezeichnend f??r das ganze Geschlecht, es 
wurde der allgemeine Name f??rden zusammenh??ngenden 
Stamm. Es war aber das Wahrzeichen der Fahne kein Wappen 
f??r den einzelnen, das Wahrzeichen kennzeichnete nur den Bezirk und 
den in demselben ans??ssigen Stamm. Wappen konnten die Fahnen- 
zeichen, die die einzelnen Ritter wohl auch auf ihren Schilden f??hrten, 
damals nicht genannt werden, denn die Polanen, die auch weite Be- 
sitzungen hatten, auch wohl im Rate des F??rsten vertreten waren, 
waren mit den Lechiten, denen die Fahne geh??rte, gleichberechtigt. 
Wenn die Lechiten durch ihre Waffenpflicht, wie auch durch das in 
Anspruch genommene alleinige Waffenrecht, nicht minder dadurch, dass 
sie dem Stammesf??rsten und Stammeskriegsherrn n??her standen, den 
Polanen gegen??ber eine einflussreichere soziale Stellung einnahmen, 
so waren sie immer noch kein Adel, kein privilegierter Stand. Als 
der Polenf??rst Mieczystaw sich 963 mit der b??hmischen Prinzessin
>>>
- 6 - 


Dtbrowka verm??hlt hatte und das Christentum sich im Lechenlande 
zu verbreiten begann, traten n??here Beziehungen zu dem christlichen 
Auslande ein und von dort kamen manche hochgestellte Pers??nlich- 
keiten nach Polen, namentlich aus B??hmen solche, die dem Hofe der 
neuen F??rstin folgten, und liessen sich in Polen nieder, wo sie von 
dem F??rsten mit G??tern bedacht wurden. Diese fremden Herren 
f??hrten, nach dem in ihrem Heimatlande bereits ??blichen Gebrauche, 
pers??nliche Wappen, mit denen sie auch siegelten. Mit diesen Herren 
traten namentlich die einflussreicheren, dem Hofe am n??chsten stehenden 
Lechiten in Beziehung. Diese waren es, die dem Beispiele.. des F??rsten 
folgend, die Gr??ndung von Kirchen und Kl??stern durch Uberweisung 
von Grundbesitz an diese zu f??rdern suchten. Die Schenkungsurkunden, 
die sie unterzeichneten, mussten aber auch Siegel tragen, und es folgten 
nun die lechitischen Herren dem Beispiel der Fremden, ein solches 
zu gebrauchen, zu dem sie irgend ein beliebiges Emblem w??hlten, 
das sie auch nach Belieben wohl wechselten. Ja, wer noch kein 
Siegel besass, borgte sich ein solches f??r den Fall notwendigen 
Gebrauchs auch von einem andern. Vielfach wurde als Emblem des 
Siegels wohl das Bild der alten Kriegsfahne, oft aber auch der Anfangs- 
buchstabe des Personennamens aus der bisher nur allein bekannten 
Runenschrift gew??hlt. Aber diese Siegel waren noch keine Wappen 
wie die der fremden Herren, denn im Lechenlande gab es noch keinen 
Adel; es konnte der F??rst auch einen solchen nicht selbst??ndig ver- 
leihen, weil seine Beschl??sse durch den ihn umgebenden Rat wie auch 
durch die Meinung der Wojewoden, also der Stammes??ltesten beengt 
waren, es dann aber auch nicht ang??ngig war, einem Lechiten vor 
'seinen familienrechtlich gleichgestellten, ebenb??rtigen Stammesgenossen 
einen h??heren Familienstand zu schaffen. Es w??re dies ein Eingriff 
in die patriarchalische Gleichberechtigung aller Stammesgenossen ge- 
wesen, auf welcher Grundlage das Staatswesen sich ??berhaupt auf- 
gebaut und weiter gebildet hatte. 
Die oben schon betonte, bevorzugte und ..einflussreiche Stellung 
der Lechiten hatte wohl oft 'ZU einer sozialen Uberhebung gegen die 
Polanen gef??hrt, welche diese als beleidigende, ungerechte Zur??ck- 
setzung empfanden, wodurch eine Spannung zwischen den beiden 
Volksst??mmen entstand, die sich bei den Polanen zum Hass gegen 
die Lechiten steigerte, als diese dem Wunsche des F??rsten Mieczystaw, 
die Polanen, welche fest an ihrem heidnischen Glauben hingen, n??tigen- 
falls mit Gewalt zur Annahme des Christentums zu zwingen, aus- 
f??hrend dienten, dadurch eine neue Best??tigung ihres alleinigen Waffen- 
rechts erlangten. Die bisher sich immer noch ausgeglichen habenden 
Gegens??tze gingen nun in offenen Zwist ??ber. 
Die Polanen, denen zur Pflicht gemacht wurde, die L??nder der 
Lechiten, w??hrend diese den Waffendienst ausserhalb aus??ben mussten, 
zu bebauen, suchten einen offenen Kampf aufzunehmen, doch Bolestaw I. 
(992-1025), wollte dem B??rgerkriege vorbeugen und wusste sie da- 
durch zu beruhigen, dass er ihnen w??hrend der vielen Kriege, die er 
f??hrte, die Bewachung des inneren Landes anvertraute, w??hrend er 
mit den Lechiten die ??usseren Feinde bek??mpfte. Es organisierten sich 
nun die Polanen, den Lechiten gleich, zu einer bewaffneten Macht. 


.
>>>
7 


. 


Unter Mieczystaw 11. (1025-1034) waren von den Lechiten gegen 
die ??usseren Feinde viele K??mpfe zu f??hren und sie wurden durch 
dieselben geschw??cht. Dieses, wie die durch die K??nigin Rixa im 
Lande verursachten Wirren benutzten die Polanen zu neuem Kampfe 
gegen die Lechiten. Es entstand ein blutiger B??rgerkrieg, in welchem 
die Lechiten unterlagen, sie kamen in die vollst??ndigste Abh??ngigkeit 
von den Polanen, mussten diesen.. den gr??ssten Teil ihrer L??ndereien 
??berlassen und aus den h??heren Amtern weichen. 
Als K??nig Kazimierz 1041 zur Regierung kam, suchte er durch 
Vermittelung den fr??heren Bestand herzustellen, weil er nur unter Mit- 
wirkung der Lechiten wirksam regieren konnte. Da er aber bei den 
Polanen entschiedenen Widerstand fand, welche namentlich die festen 
k??niglichen Burgen nicht r??umen wollten, versuchte er dieselben durch 
die Lechiten dazu zu zwingen. Es entspann sich ein neuer erbitterter 
Kampf, in welchem die Lechiten Sieger blieben. Die Polanen mussten 
die an sich g
rissenen L??ndereien wieder herausgeben, wurden aus 
den h??heren Amtern entfernt und f??r unf??hig erkl??rt, solche ??berhaupt 
zu bekleiden, sie verloren gesetzlich ihre bisherige Gleichberechtigung. 
Von den Lechiten wurden sie von nun an nicht nur als viel geringer 
angesehen, sondern auch als ein dienstbares Volk, mit welchem sich 
ferner durch Heiraten zu verbinden, sie unter ihrer W??rde hielten; ja, 
sie hielten die Unterdr??ckten nicht einmal mehr w??rdig den Ehren- 
namen Polane oder Pole, nach welchem das Reich benannt war, zu 
f??hren, sie nannten sie fortan Kmieci (Ackerbauern). 
Bolestaw 11. (1058- -82) hatte auch mit ??usseren Feinden zu 
k??mpfen und wollte w??hrend seiner Abwesenheit auf dem Kriegs- 
schauplatze das Land nicht einem neuen Aufstande der Kmieci Preis 
geben. Er suchte ihr Vertrauen dadurch zu gewinnen, dass er ihnen 
wiederum die Bewachung der festen Schl??sser im Lande ??bertrug. 
An diesen Punkten setzten sie sich fest, nahmen die T??chter der 
Lechiten mit Gewalt zur Ehe, und traten dem mit den Lechiten aus 
dem Felde zur??ckkehrenden K??nige mit offener Waffe entgegen, So 
war ein neuer, mehrj??hriger, blutiger B??rgerkrieg entz??ndet. Doch 
Bolestaw besiegte die Kmieci 1077 und jetzt war ihr Los f??r immer 
entschieden. Zur Strafe f??r ihre Rebellion wurden sie als unter- 
geordnetes Volk im Staate, als abh??l]gig erkl??rt, verloren die Gleich- 
berechtigung, sollten zu ??ffentlichen Amtern und W??rden nicht zuge- 
lassen werden k??nnen, durften keine Waffen mehr tragen. Es war 
diese Abh??ngigkeit jedoch keine Leibeigenschaft, die in Polen ja niemals 
bestand, denn sie wurden in ihrer Person und in ihrem Besitz ge- 
sch??tzt; ihre Verpflichtungen gegen die Lechiten waren genau vorge- 
schrieben, was sie mehr leisteten, musste ihnen entsch??digt werden. 
Die geistliche Laufbahn blieb ihnen aber offen. 
So waren aus den zwei Bruderst??mmen zwei St??nde geworden, 
ein abh??ngiger: die Kmieci, und ein berechtigter: die Lechiten, welche 
nun einen wirklichen, privilegierten Ad e I bildeten, die Szlachta, deren 
jedes einzelne Mitglied Szlachcic (abgeleitet von z Lachcicow - von 
den Lachen) hiess. Alle ..Edelleute waren gleichberechtigte Staats- 
b??rger, konnten zu allen Amtern und W??rden gelangen, hatten das
>>>
- 8 - 


Recht immer Waffen zu tragen, gleiche Waffenpflicht und Waffenehre, 
hatten allein das Recht zur Berufung von Bezirks-Versammlungen, allein 
Stimme in denselben, allein das Stimmrecht bei der Wahl von Beamten; 
ihre Besitzungen waren unbeschr??nktes Eigentum, wurden zu adligen 
G??tern erkl??rt. 
Der Adel begann nun auch feste Familienwappen zu f??hren, zu 
solchen w??hlten die einzelnen Edelleute das Wahrzeichen der alten 
Kriegsfahne des Stammes, zu dem sie geh??rten und der den Namen 
des alten Feldgeschreis trug. 
Wir haben schon angedeutet, dass das alte Feldgeschrei ??ber- 
wiegend die Benennung des Bezirkes der ersten Niederlassung war. 
Als in dieser die einzelnen zerstreuten Geh??fte sich zu Gutsh??fen und 
D??rfern erweiterten und Namen annahmen, wurde der Sitz des Stammes- 
starosten wohl ausnahmslos nach dem Feldgeschrei genannt. Wenn 
nun die St??mme sich ausbreiteten, so w??hlten sie f??r ihre Zweige 
weitere Landgebiete, deren Besitz der F??rst best??tigte. Diese Zweige 
legten dann ihrer Ansiedelung dort einen besonderen Namen bei, und 
da sie von dem alten Stammesorte vielleicht zu weit abwohnten, einen 
n??heren Sammelpunkt haben mussten, so nahmen sie, da sie als be- 
sondere Kriegsabteilung zusammenblieben, auch eine besondere Kriegs- 
fahne an, f??r die sie das Bild der alten Stammesfahne beibehielten, 
zuweilen nur eine andere Farbe w??hlten; als Feldgeschrei diente ihnen 
der Name des neuen Besitzes, der nun auch Name des Stammzweiges 
wurde, der in der Zukunft als besonderer Stamm galt. 
Der Umstand, dass sich ein Dorf nach dem Feldgeschrei, oder 
dieses nach einem Dorfe nannte, das Feldgeschrei dem Kriegszeichen 
den Namen gab, den dasselbe als sp??teres Wappen beibehielt, ist ein 
Fingerzeig, dass bei Forschungen nach dem ??ltesten Sitze eines Wappen- 
stammes die Feststellung eine Ankn??pfung bieten kann, ob und wo 
ein Ort mit dem Wappen namen bestanden hat oder noch besteht. 
Und dieses gilt auch da, wo dasselbe Wappen sp??ter unter 2 
auch 3 verschiedenen Namen vorkommt; diese verschiedenen Namen 
k??nnen wohl nur die fr??heren Feldrufe und Namen der Zweige der 
alten St??mme und deren neuer Ansiedelung gewesen sein. - Diese 
Doppelnamen bestanden doch nur f??r das Wappen eines Stammes, 
dem ja auch seine Zweige angeh??rten, und sie gingen auch oft ganz 
ausser Gewohnheit und wurden verdr??ngt durch den Namen des 
Wappenbildes , also durch einen redenden Namen. Hierfiir gelte nur 
das Beispiel: die alten Feldrufe Starza und KoJki des gleichnamigen, 
ein Beil (topor) im Wappen f??hrenden Hauptstammes und seines 
Zweiges werden garnicht mehr gebraucht, das Wappen wird jetzt 
allgemein mit dem Namen des Wappenbildes H Topor benannt. 
Die Lechiten hatten schon seit den ??ltesten Zeiten durch ihre 
Intelligenz, ihre Waffen pflicht und Ritterlichkeit, wie durch ihre h??here 
Vertretung in der Verwaltung des Reiches das Wesen eines Adels 
repr??sentiert und haben hierdurch den privilegierten Adelsstand errungen. 
Sie sind deshalb ein wirklicher Ur-Adel und die Wappen, die sie 
f??hren, die ihnen von ??ltester Zeit her ein Stammes-Erbteil waren, sind 
als Ur-Wappen anzusehen. - Es ist eine unrichtige Annahme, dass 


I 


I 


I
>>>
- 9 - 


I 


der Adel und die Wappen den alten Geschlechtern von den F??rsten 
erst erteilt worden seien; es sei denn die Best??tigung der gew??hlten 
Kriegsfahne als Verleihung aufzufassen. Als die Stammes-Kriegsfahnen 
allm??hlich seltener wurden und auch eingingen, nach der Einf??hrung 
des Christentums sich der dem Auslande nachahmende Gebrauch 
fester Schildeszeichen einf??hrte, die aber, wie weiter unten angegeben 
wird, wohl vielfach gewechselt wurden, erteilten die F??rsten bei be- 
sonders hervorgetretenen Ereignissen dem Betreffenden ein besonderes 
Erinnerungszeichen in den Schild, das als Wappen von dem Beliehenen 
und seinen Nachkommen sp??ter fortgef??hrt wurde. Meist wurde aber 
dieses neue Zeichen als Nebenbild zu dem alten Zeichen in den Schild 
gesetzt, oder das alte oder neue Bild bildete den Helmschmuck. jede 
dieser Wappenvermehrungen, die auch durch Vereinigung zweier Wappen 
bei Verm??hlungen vorkam, erhielt einen besonderen Wappennamen. 
Bei Annahme des Christentums schm??ckten viele ihr Wappen noch 
durch ein Kreuz. 
Die Zahl der urspr??nglich alten polnischen Stammes-Wappen 
war eine begrenzte. Es kamen dann sp??ter neue Wappen in das Land, 
dadurch, dass ausl??ndische Edelleute, die ein besonderes Wappen 
bereits f??hrten und beibehielten, von den F??rsten und seit 1602 von 
dem Reichstage das Indigenat erhielten; - dann, dass auch neue 
Nobilitierungen durch den F??rsten, sp??ter durch den Reichstag, ein- 
traten und besondere Wappen, die dann auch besondere Namen er- 
hielten, verliehen wurden. Es kam zu dem alten Adel also ein Brief- 
Adel hinzu, der ebenso, wie es mit den Indigenaten geschah, in die 
Kronmatrikel eingetragen wurde, was bedauerlicherweise f??r den Ur- 
Adel vers??umt worden war; - ferner kamen durch die Vereinigungen 
Preussens, Lieflands, Lithauens, und russischer L??nder mit Polen weitere 
Wappen ins Land. Die Zahl aller Wappen in Polen wurde eine 
sehr grosse. 
Dagegen erscheinen in alten Gerichtsakten noch Namen von 
alten Wappen, die nur zum Teil beschrieben sind, die aber alle nicht 
mehr gef??hrt werden, weil die zugeh??rigen Geschlechter wahrschein- 
lich ausgegangen sind; - es k??nnen aber einzelne dieser Benennungen 
auch nur jetzt in Vergessenheit gckommene Doppelnamen noch be- 
stehender Wappen sein. 
Es war vielfach Gebrauch, dass die Edelleute solche, die neu ge- 
adelt wurden, oder solche, die noch kein Wappen f??hrten und doch 
dem polnischen Adelsstande hinzutraten, zu ihrem Wappen adoptierten, 
wie es namentlich auf dem Reichstage von Horodto 1413 und auf dem 
Reichstage von Lublin 1569, welcher die Union Polens mit Lithauen 
vollzog, geschah, wo die polnischen Edelleute die lithauischen, wappen- 
losen Herren zu ihren Wappen annahmen. 
Wenn nun die Zweige der alten St??mme vom 15. jahrhundert 
ab besondere Familiennamen annahmen, so muss man alle diese 
Familien, die das alte Stammwappen f??hren, als von demselben Stamme 
ausgehend, also als blutsverwandt erachten, - ausgenommen diejenigen, 
welche sich von einem zum Wappen adoptierten Geschlechte ableiten. 
Das Lechen-Polanen Reich hatte durch den Anschluss anliegender 
L??nder, namentlich um das jahr 700, durch die Vereinigung mit Nord- 


I 


I
>>>
- 10 - 


Chrobatien (dem jetzigen Schlesien und Kleinpolen) weite Grenzen er- 
langt. Dadurch, dass die Bewohner der einzelnen landesteile im all- 
gemeinen Verkehr, namentlich durch Verschw??gerungen durcheinander 
webten, durch Erbschaft und Erwerbungen sich auch einen anderen 
Wohnsitz w??hlten, konnte der bisherige gemeinschaftliche Stammes- 
Besitz sich auch nicht mehr erhalten und ging durch Teilung an die 
einzelnen Sprossen ??ber, die nun nicht mehr an eine feste Scholle ge- 
bunden waren, sich nach verschiedenen Gegenden hin zersplitterten. 
Es war mit der Erweiterung des Landes aber auch eine entsprechende 
andere Bezirkseinteilung notwendig geworden, an die Stelle der 
Wojewoden der sich zersplitternden Geschlechts-St??mme traten staat- 
liche Wojewoden, an die Stelle der Kriegsfahnen der einzelnen St??mme 
traten die fahnen der staatlichen Bezirke. Durch diese Verh??ltnisse 
war unter den, wenn auch immer gleichberechtigten Lechiten.. eine 
soziale Ungleichheit eingetreten. Die einen bekleideten hohe Amter 
und W??rden, die schon ihre direkten Vorfahren in ne gehabt hatten, 
sie waren reich beg??tert, konnten eigne f??hnlein unter ihrem alten 
Kriegszeichen den fahnen des Bezirkes zuf??hren, - andere, weniger 
beg??tert, fochten dann wohl auch in dieser Sonder-fahne, oder in einer 
anderen, sie f??hrten das eine oder andere feldzeichen, je nach ihrem 
Belieben auf ihrem Schilde. Es schlich sich hierbei die Gewohnheit 
des Wappenwechsels ein, wodurch die Zugeh??rigkeit zu dem alten 
Stamme, im Laufe von Jahrhunderten vielfach verdunkelt wurde. Es 
traf dies also vornehmlich den weniger beg??nstigten Teil der Ge- 
schlechter. - Die Lechiten hatten alle den privilegierten Adelstand er- 
langt; die soziale Ungleichheit wurde 1359 dadurch beseitigt, dass die 
Annahme von h??heren Adelstiteln, nach denen die Beg??nstigten strebten, 
verboten wurde, weil die Gleichheit aller Edelleute dadurch gest??rt 
werden w??rde. Es trat die fr??here patriarchalische und solidarische 
Gesinnung allgemein wieder in Geltung. Es bildete der Adel nun eine 
gleichberechtigte, gleichb??rtige, geschlossene Ritterschaft. Um dieser 
anzugeh??ren, musste jeder Edelmann seinen Adelsbeweis f??hren, seine 
Abstammung von einem Lechitenstamme nachweisen. Da suchten 
dann die Edelleute, die sich fremden fahnen und Wappen ange- 
schlossen hatten, ihre Zugeh??rigkeit zu ihrem Ahnenstamme wieder 
nachzuweisen, um derselben, wie ??berhaupt des Agels nicht verlustig 
zu gehen. Zum Beweise des gef??hrten Adels geh??rte das Zeugnis 
von sechs Edelleuten, die die Echtheit des Adels beschw??ren mussten. 
Wer diesen Beweis f??hren konnte, kehrte zum Stammwappen wieder 
zur??ck. 
Nach dem Entstehen des Adels trat wohl bald der Gebrauch 
der Wappen auf den Schilden ein, aber der Gebrauch des Siegelns 
mit den Wappen f??hrte sich nur sehr langsam ein, gegen 1400 war 
er allgemein; ein Edelmann ohne Wappen und ohne Siegel war nicht 
denkbar. 
Diese abgeschlossene Wappenzahl wurde, wie schon gesagt, in 
der Zukunft vermehrt durch die Wappen, die aus dem Auslande ein- 
gef??hrt, oder bei Nobilitierungen verliehen worden sind. 
Im 15. Jahrhundert und zwar von 1443- -1487 haben sieben 
Nobilitierungen stattgehabt; es sind also alle Wappen (ausser diesen
>>>
11 


sieben wohl neuerteilten), die bis 1500 bekannt geworden sind, als 
alte polnische Stammwappen zu erachten. Es sind unter denselben 
zwar einige aus dem Auslande, namentlich aus B??hmen, eingef??hrt, 
aber schon im 10. und 11. jahrhundert, so dass sie nach jahrhunderten 
als alte polnische gelten konnten. 


Wappen des K??nigreichs Polen. 


In rotem felde ein weisser, nach vorw??rts gestellter, mit dem 
Kopfe, auf dem eine K??nigskrone, rechts gekehrter Adler mit hoch- 
gezogenen fl??geln, gespreizten f??ngen und allsg
schlagener Zunge. 
Es wird Orzel bialy (weisser Adler) genannt. Uber den Ursprung 
dieses Wappens gilt die Tradition: 
Als f??rst lech, der sein Vaterland Chrobatien mit einem Teile 
seines Volkes verlassen hatte, um eine andere Wohnst??tte zu suchen, 
nach weitem und langem Umherziehen um das jahr 550 in die Gegend 
karn, wo heute die Stadt Gnesen liegt, lagerte er hier zwischen natur- 
sch??nen Seen und waldigen H??geln. Als dort das Nest eines weissen 
Seeadlers entdeckt wurde, hielt lech dieses f??r eine gute Vorhedeutung, 
als ein Symbol der in frieden sich ruhenden Macht und einer f??r die 
Zukunft zu erhoffenden friedlichen Erstarkung. Er beschloss dort 
eine feste St??tte zu nehmen und befahl seiner Ritterschaft auf die 
Kriegsfahnen, die bisher das Bild eines jungen Stiers trugen, den 
weissen Adler zu malen. Nach Vereinbarung mit den das land schon 
bewohnenden, sprachverwandten Polanen, ??bernahm er die leitung 
einer von ihm organisierten festen Staatsform und behielt seinen Zentral- 
sitz, seine Residenz in dieser anziehenden Gegend, wo er den Grund 
zu einer Hauptstadt legte, die er Gniezno (von gniazdo, das Nest, und 
- gniezdzic si
, sich nisten, niederlassen) nannte. - Hier fanden die 
Kr??nungen der Polnischen K??nige, zuletzt noch 1300, statt. Der weisse 
Adler blieb Wappen des Reiches und seiner f??rsten. Als nach dem 
Ausgange des Dynastengeschlechts der Piasten in Polen f??rsten aus 
anderen Geschlechtern den polnischen Thron einnahmen, belegten sie 
in ihren Siegeln die Brust des Adlers mit den goldnen Anfangsbuch- 
staben ihres Namens, oder mit einern Schilde, in welchem ihr Stamm- 
wappen war. Als 1569 die Union mit Lithauen geschlossen war, 
wurden das polnische Wappen, also der weisse Adler, und das 
lithauische (??ber welches nachfolgend geschrieben wird), d. i. ein sil- 
berner Reiter in rotem felde, als Staats wappen vereint, und zwar das 
erstere rechts, das letztere links in einem gespaltenen Schilde, ??ber 
dem die K??nigskrone schwebte. f??gten die K??nige aber ihr Stamm- 
wappen hinzu, so wurde dasselbe in einern Mittelschilde in einen 
quadrierten Schild gesetzt, in dessen 1. und 4. felde das polnische, 
im 2. und 3. felde das lithauische Wappen war, ??ber dem Schilde 
die K??nigskrone.
>>>
- 12 - 


Die regierenden f??rsten und K??nige von Polen. 


1. Lech 1., um 550. Ihm folgten seine Nachkommen. Der letzte 
derselben war: 
2. Visimir, um 690. 
Interregnum: 12 Wojewoden f??hren die Regentschaft. 
3. Krakus I., f??rst von Chrobatien und Schlesien, 710 -730. 
4. Krakus 11., 730, t 730. 
5. Lech 11., 730, abgesetzt 731. 
6. Wanda, Tochter des Krakus, 731, t 732. 
Interregnum: 12 Wojewoden f??hren die Regentschaft. 
7. Leszek I., Przemystaw, 750-780. 
8. Leszek 11., 780-800. 
9. Leszek 111., 800 815. 
10. Popiel 1., 815-830. 
1 1. Popiel 11., 830 -842. 
12. Piast, Gr??nder der Dynastie der Piasten, 842-861. 
13. Ziemowit, 861-901. 
14. Leszek IV., 901-921. 
15. Ziemomysl, 921-964. 
16. Mieczystaw I., 964 -999, nahm das Christentum an. 
K??nige: 
17. Bolestaw 1., Chrobry, 999, t 1025, 1001 als K??nig in Gnesen 
gekr??nt. 
18. Mieczystaw 11., 1025-1034. 
Interregnum. 
19. Kazimierz 1., Mnich. 1041 - 1058. 
20. Bolestaw 11., Smiaty, 1059-1082. Er wurde wegen Ermordung 
des Bischofs Stanistaw von Krakau verbannt; die Polen beschlossen, 
dass zur S??hne dieses Verbrechens ihre f??rsten fortan nur den f??rsten- 
titel f??hren durften, dass aber das Land selbst ein K??nigreich bleiben 
m??sse, und w??hlten deshalb die M u tt erG 0 tt e s zur K??nigin 
von Polen. 


f??rsten: 
21. Wtadystaw, Hermann, 1082 -1102. 
22. Bolestaw 111., Krzywousti, 1102-
1 139. 
23. Wtadystaw, 1139-1146. 
24. Bolestaw IV., K
dzierzawy, 1146 -1173. 
25. Mieczystaw, Stary, 1173-1177, entthront. 
26. Kazimierz 11., Sprawiedliwy, 1177-1194. 
27. Mieczystaw, Stary, wiederholt, 1194- -1202. 
28. Wtadystaw, Laskonogi, 1202-1206. 
29. Leszek V., Biaty, 1206- 1227. 
30. Bolestaw V., Wstydliwy, 1227-1279. 
31. Leszek VI., Czarny, 1279- -1289. 
32. Heinrich, 1290-1292. 


- 


.....
>>>
- 13 - 


K??nige: 
33. Przemystaw, 1292-1296, nahm 1295 den K??nigstitel wieder an. 
34. Wtadyslaw I., t.okietek, 1296-1300, entthront. 
35. Wactaw, K??nig von B??hmen, 1300-1305. 
36. Wladyslaw 1., t.okietek, wiederholt 1305-1333. 
37. Kazimierz 111., Wielki, 1333-1370. Er war der let z ted e s 
K ?? n i g s s tarn m es der Pi ast e n in Pol e n. Gew??hlt wurde dann: 
38. Ludwik, 1370-1382, auch K??nig von Ungarn. Er war ein 
Sohn der Schwester Elisabeth des K??nigs Kazimirz 111. und ihres Ge- 
mahls Karl Robert, K??nigs von Ungarn, aus dem Hause Anjou. Sein 
Hauswappen waren die drei franz??sischen Li lien. Seine Tochter: 
39. jadwiga, 1382, gekr??nt 1384, verm??hlte sich 1386 mit 
40. Wladyslaw 11. jagietto, Grossf??rst von Lithauen, der Christ 
wurde und Lithauen mit Polen verb??ndete, als K??nig von Polen ge- 
kr??nt, 1386-1434. Begr??nder der JagieHonischen Dy- 
na s ti e, deren Stammwappen : d er li t ha u i sch e R ei ter. 
41. Wladyslaw 111., 1434-1444, auch K??nig von Ungarn. 
42. Kazimierz IV., 1444-1492. 
43. Ja??. 1., Albrycht, 1492-1501. 
44. Alexander, 1501-1506. 
45. Zygmunt 1., 1506- -1548. 
46. Zygmunt 11., August, 1548-1572. Der letzte der Jagiel- 
tonen in Polen. 
47. Henryk Walezy (Henri de Valois), 1573-1574. Wurde K??nig 
von frankreich. Stammwappen : Die franz??sischen 3 Li I i e n. 
48. Stefan Batory, bisher f??rst von Siebenb??rgen, 1576
 -1586. 
Stammwappen : Trzy Z
by (3Drachenz??hne ??ber und an einander 
in Rot). 
49. Zygmunt 111., 1587-1632. Seit 1592 auch K??nig von Schweden. 

us dem Geschlechte Wasa. Stammwappen Snopek (ein goldnes 
Ahrenbund in Gr??n). 
50. Wtadystaw IV., 1632-1648 } 
51. jan 11., Kazimierz, 1648-1668 desselben Wappens Snopek. 
52. Michat, f??rst Wisniowiecki, 1669-1673. Wappen Korybut. 
53. jan 111., Sobieski, 1674-1696. Wappen Ja ni n a. 
54. August 11" Kurf??rst von Sachsen, 1697, entsagt 1706. 
55. Stanislaw Leszczynski, 1704, entsagt 1709. Wappen Wieniawa. 
56. August 11., wiederholt 1709-1733. 
57. Stanistaw Leszczynski, wiederholt 1733. 
58. August 111., Kurf??rst von Sachsen, 1733-1763. 
59. Stanistaw August Poniatowski,..1764 -1795. Wappen Ciotek. 
Letzte Teilung des Reiches zwischen Osterreich, Pr
ussen und Russ- 
land, 1795. Krakau wurde Republik, kam 1848 an Osterreich. 
fryderyk August, K??nig von Sachsen, wurde 1807 Herzog von 
Warschau. 
Durch den Kongress von Wien 1815 wurde ein K??nigreich Polen 
(Kongresspolen) wieder geschaffen, dessen erbliche K??nige die Kaiser 
von Russland sind.
>>>
- 14 - 


Nachstehend seien nun zuerst die alten polnischen Stamm wappen, 
die aus der Zeit der Piasten und aus der Zeit der Jagellonen bis 1500 
bekannt geworden sind, - dann die sp??ter hinzugekommenen behandelt. 


I. Die alten polnischen StaJllmwappen. 


Abdank (Taf. I). - In rotem Felde ein schwebender silberner 
Balken, der in Form eines W gebrochen ist; Helmschmuck: ein gleicher 
Balken. Der Ursprung dieses Wappens wird legenden haft in die Zeit 
des F??rsten Krakus (um 700) zur??ckgef??hrt und dar??ber gesagt: Ein 
einfacher Mann Namens Skuba habe dem F??rsten Krakus das Mittel 
angegeben, den in einer H??hle des Schlossberges Wawel zu Krakau 
hausenden und die Umgegend verheerenden Drachen zu t??ten, und 
habe daf??r von dem F??rsten ein W, als den ersten Buchstaben von 
Wawel, oder von W'lz (die Schlange) als Wappen erhalten. Nach 
diesem ersten Besitzer wurde das Wappen S k u ba genannt. - Dann 
wird gesagt: es sei dieses Wappen einem tapferen Manne Skuba ver- 
liehen worden, der unter den Augen des F??rsten einen kr??ftigen Deut- 
schen mutvoll besiegt habe, wohl in fr??her heidnischer Zeit. Es muss 
hierzu jedoch bemerkt werden, dass es in der heidnischen Zeit in 
Polen noch keine pers??nlichen Wappen gab, - ebensowenig hatten 
die Slaven zur Zeit des Krakus eine Schriftsprache, kannten also noch 
kein W. Es ist wohl richtiger, dass dieses Wappen ein altes Feld- 
zeichen war und dass das Wappenbild einen Schliessriegel vorstellen 
soll, wie er in fr??hesten Zeiten an den T??ren hing, um diese er- 
forderlichenfalls durch Eingreifen der Z??hne des Riegels zu schliessen; 
auch zum Verschliessen von Kasten hatten die Schl??ssel eine gezahnte 
Gestalt. Beachtet man, dass ein solcher Riegel im polnischen skobel, 
auch Skubel heisst, so l??sst sich daraus der Name Skuba ableiten, 
den das Wappen fr??her f??hrte. 
K??nig Bolestaw 111. sendete 1109, vor der Schlacht auf dem 
Hundsfelde, den Jan Skuba de G6ra zu dem Kaiser Heinrich V., 
um ihm einen Frieden anzubieten. Der Kaiser erkl??rte auf einen 
solchen unter der Bedingung einzugehen, wenn die Polen sich f??r 
ewige Zeiten lehnspflichtig unterwerfen w??rden, und um seinen Worten 
Nachdruck zu geben, zeigte er dem Gesandten einen offenen, gef??llten 
Schatzkasten und sprach, auf das Geld weisend: "Dieses wird die 
Polen bezwingen!?? Diese h??hnenden Worte trafen empfindlich den 
Polen, er zog seinen Ring mit dem Wappen Skuba vom Finger und 
warf ihn mit den Worten: ??SO geben wir noch Gold zum Golde!?? 
in den Schatzkasten, um dadurch anzudeuten, dass Gold, soviel es 
auch sei, die Polen nicht bezwingen k??nne. Der Kaiser, diese Antwort 
verstehend, bem??ntelte seinen Unmut durch eine gewisse Leutseligkeit 
und sagte kurz: 
 Hab Dank! ?? - Von dieser Zeit ab wurde das 
Wappen Habdank genannt, woraus in polnischer Aussprache Abdank 
wurde. Man findet auch mitunter die verst??mmelten Benennungen 
A wdancz und Gewdancz. Zur Erinnerung an dieses Ereignis
>>>
15 


wurde jan Skuba vom K??nige fortan S kar be k (von skarb, der Schatz) 
genannt, weIcher Name nun sein familienname, ebenso auch Name 
des Wappens wurde. Der Sitz des Wappenstammes war in der 
Wojewodschaft Krakau. Aus diesem Wappen entstand durch Ver- 
mehrung das Wappen Syrokomla. 
Das Wappen Abdank f??hren die: 
Abtamowicz, Abramowicz, Ankwitz, Bardziliski, Beszewski, Beynart, Biatobrzeski, 
Biatopiotrowicz, Biatosk6rski, Bieliliski, Bogucki, BoglIstawski, Boliiiski, Borowski, 
Borzykowski, Borzymiiiski, Borzymski, Bram, Buczacki, Budziszewski, Bystnejowski, 
??yszowski, Cekliiiski, Celiiiski, Chalecki, Chamiec, Chojeiiski, Choryiiski, Chorzewski, 
Ciekliiiski, Cieliiiski, Ciesliiiski, Czachorowski, Czachorski, Czahorski, Czarkowski, 
Czelatycki, Czeschaw, D'lbrowski, Dc:biiiski, Dtoto, Doboszyiiski, Dolinianski, Dowgiato, 
Dowgiatowicz, Dllnikowski, Dworakowski, Eygird, Gambarzowski, Gastold, Gembar- 
zewski, Gorski, Grocholski, Hankiewicz, Haraburda, Hromyka, Hgowski, jankiewicz, 
jankwicz, jazlowiecki, jedlenski, jugoszewski, jurkowski, Kaczycki, Kaimir, Karnicki, 
Karski , Kazimir, Kietczewski, Klonowski, Kobylinski, Kotaczkowski ,! Konarski, 
Koplewski, Korzybski, Kossowski, Kowalski, Kozietulski, Kozubski, Krobanowski, 
Kruszewski, Krzywinski, Kunicki, Leszczynski, Lewikowski, Lidzbinski, Lipski, Lubianski, 
I::.asicki, I::.ubnicki, Machowski, Magnuski, Ma1czewski, Malechowski, Mianowski, 
Mieczykowski, Mikotajewski, Milewski, Mitkowski, Mtynkowski, Narbut, Obornicki, 
Oborski, Odechowski, Oporowski, Orlikowski, Ossowski, Paliszewski, Pc:kostawski, 
Piotraszewski, Pibtrowski, Piwka, Pniowski, Pomorski, Posadowski, Probolowski, 
Przeborowski, Przezwicki, Psarski, Puczniewski, Pukoszek, Radonski, Raduiiski, 
I
adzanowski, Radzi'ltkowski, Rajmir, Raiek, Regowski, Rekowski, Rogowski, Rogo- 
zinski, RoglIski, Rohozinski, Rokuc, Rudzki, Salawa, Sczyjenski, Skarbek, Skoraszewski, 
Skoroszewski, Skuba, St'lka, Sl'omka, Stomowski, Stomski, Sl'ysz, Sokulski, 
Starosiedliski, Starosielski, Starski, Suchodolski, Swoszowski, Szepig, Szu1c, Tafitowski, 
Telszewski, Toczytowski, Toczyiiski, Toczyski, Traczewski, Trzebinski, Tworowski, 
Tworzyanski, Ustarbowski, Warakowski, Warszycki, Wat, Wazyiiski, Widawski, 
Wielobycki, Wiserski, Wiszowaty, Wojenkowski, Wojew6dzki, Wolczek" Wolynski, 
Woszczynski, Woyczynski, Wyhowski, Zawadzki, Zytynski. 
V er??ndertf??hren das Wappen die Ustarbowski, Labianski und Wiserski: 
??ber dem Abdank ein goldnes Doppelkreuz, ??ber diesem ein Stern; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern, - die Machowski, Buczacki und 
jaztowiecki: der Helmschmuck ist ein halbaufwachsender L??we, der das 
Abdank-Wappenbild in den Pranken h??lt; diesen Helmschmuck er- 
hielt Mikotaj Machowski von dem Kaiser Karl f??r Auszeichnung gegen 
die T??rken, - die Chalecki: das Abdank-Zeichen ist oben besetzt mit einer 
Pfeilspitze, Helmschmuck ist ein Geierfliigel, von links nach rechts von 
einem Pfeil durchschossen, - die jtgowski und Karnicki: das Abdank- 
Zeichen ist oben besetzt mit einem mit der Spitze nach oben gerichteten 
silbernen, ungefiederten Pfeil, dessen Schaft in der Mitte von einem 
goldnen Ringe HIngeben ist, Helmschmuck sind drei Straussenfedern: 
die Vermehrung durch Pfeil und Ring erhielt ein jtgowski von dem 
polnischen K??nige bei einem Ringschiessen in Breslau, wo er seinen 
Pfeil durch den in die Luft geworfenen Ring schoss; dieses neue 
Wappen wird nach ihm j t go w ski genannt, - die E ygird: feld 
silbern, der Balken rot, belegt mit senkrecht gest??rztem Schwerte. 
Alabanda. - In schwarzem felde ein silberner Halbmond, aus 
dem ein weisser, links gekehrter Pferdekopf mit Hals aufw??chst; 
Helmschmuck f??nf Straussenfedern. Es wird auch Alb a I a n t genannt.
>>>
16 


Beide Namen sind augenscheinlich eine Verst??mmelung von Alba 
Lu n a. Dieses Wappen f??hrte jasnach oder Lucidus, ein Italiener, 
der in Polen der erste Bischof von Kruschwitz war, 993 starb. Auch 
dem 1391 auf den Bischofstuhl von Ptock berufenen Italiener Mam- 
phiolus wird dieses Wappen zugez??hlt. Es wurde bisher angenommen, 
dass das Wappen in Polen nicht weiter gef??hrt worden sei, doch 
wird es in Krakauer Gerichtsakten vom jahre 1448 beschrieben und 
dort Be Ii n a genannt. Es muss das Wappen aber doch als ein, viel- 
leicht durch Angeh??rige der beiden Bisch??fe eingef??hrtes angesehen 
werden. Als Tr??ger dieses Wappens legitimirten sich um 1825 in 
Polen die: 
Dul
ba, Frezer, und Koproski. 
Amadej (Taf. I). - In rotem felde ein silberner, goldgekr??nter, 
linkssehender Adler, ohne Schwanz, mit ausgebreiteten fl??geln und 
f??ngen, im Schnabel einen goldenen Ring; Helmschmuck: f??nf Straussen- 
federn. Es wurde auch Amadrow und Opala genannt. Es ist aus 
Ungarn eingef??hrt. Amadej, ungarischer Wojewode, unterst??tzte mit 
Geld und Leuten Wladystaw Lokietek zur Wiedererlangung des pol- 
nischen Throns 1320, erhielt von diesem das Schloss Pelcz bei Wislica 
und liess sich in Polen nieder. Dieses Wappen wurde von den Ptaczek 
und Suskrajewski verlassen, die das W. Kownia annahmen. Dann 
f??hrten dasselbe die: 
Amadej, Msurowski, Walewski, Wtostowski. 
Belina (Taf. I). - In blauem felde drei silberne Hufeisen, mit den 
offnen Seiten je nach rechts, links und unten gekehrt, das mittelste 
oben mit einem gest??rzten Schwerte besteckt; Helmschmuck: ein gold- 
gepanzerter, hauender Schwertarm. Es stammt aus B??hmen und f??hrt 
seinen Namen nach der dortigen Stadt Bel in a. Einige dieses Ge- 
schlechts gingen mit der Prinzessin Dqbrowka 963 nach Polen und 
liessen sich hier nieder: Zelistaw Belina war Heerf??hrer des K??nigs 
Bolestaw 111. gegen Swentopetk von M??hren, zeichnete sich in diesem 
Kriege aus, in dem er einen Arm verlor; der K??nig vermehrte das 
Wappen mit dem Schwerte und dem Schwertarm, 1103. Die vielfach 
angenommene Abzweigung dieses Wappens von dem Wappen jastrz
biec 
ist nicht aufrechtzuhalten. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Barzymowski, Belina, Borkowski, Borystaw, Borzym, Borzymowski, Brzozowski, 
Bylina, Chwal
cki, Czechowski, Fal
cki, Ooleniowski, Orocki, Oruszczynski, Oule- 
zewski, Jaszczottowski, Kadtubowski, K
dzierski, K
dzierzynski, Kraska, Leszczynski, 
I::.ochowski, Mtochowski, Naropinski, Okun, Ossowski, Podhorecki, Porudenski, 
Praimowski, Proskowski, Rachowski, Sarbinski, Sekucki, Skup, Skupienski, Skupiewski, 
Stawski, Suski, Szczytnicki, Szpakowski, Tabulski, Taranowski, Tarapowski, T
goborski, 
Telatycki, Wandrowski, Wllgrowski, W
gierski, W
sierski, Wierciechowski, Wolski, 
Zalutynski, Zdanowski, Zeligowski. 
Belty (Taf. I). - In rotem felde drei silberne Bolzen - Pfeile 
(Betty) ??ber kreuz gelegt und zwar zwei je schr??gerechts und schr??ge- 
links mit der Spitze nach unten, der dritte senkrecht mit der Spitze 
nach oben stehend; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Es ist schon 
unter dem f??rsten Ziemowit um 880 einem Ritter, der sich im Kampfe 
gegen die M??hren besonders auszeichnete, erteilt worden.
>>>
17 - 


Dasselbe f??hren die: 
Bett, Bettowicz, Boltz, Chochonski, Chochorowski, Ci risser, Graniewski, 
januszowski, jodzieszko, Kierdej , Kol
dowski, Kolenda, Pietrzycki, Pilinski, 
Potarczycki, Pozarycki, Pozniak, Pozorzycki, Smiechowski, Sniechowski, Stradecki, 
Strzelnicki, Wolszleger, Zwierkowski. 
Biatynia (Taf. I). - In blauem felde ein silbernes, nach oben 
ge??ffnetes Hufeisen, das ein goldenes Kavalierkreuz umschliesst und 
oben mit einem aufrechten, silbernen Pfeil besetzt ist; Helmschmuck: 
f??nf Straussenfedern. Es ist eine Vermehrung des Wappens jastrz
biec. 
Ein Ritter dieses Stammes steckte in dem Kriege des K??nigs Wtadystaw 
Lokietek gegen den deutschen Orden 1332 das Lager des letzteren 
durch einen geschickten Pfeilschuss in Brand, wodurch ein voll- 
st??ndiger Sieg der Polen vorbereitet war. Zum Andenken erhielt der 
Ritter vom f??rsten diese Vermehrung seines Wappens, das nach dem 
Dorfe Biatynia in Masowien, wo der Sieg stattfand, seinen Namen 
erhielt. Dasselbe f??hren die: 
Biatobtocki, Bordzitowski, Chotodecki, Dziedziel, Eynarowicz, t.awrynowicz, 
M
czkowski, Mirski, Niemski, Rzepecki, SlItkowski, Wilczek, Wojcikiewicz, Zabtocki, 
Zyzniewski. 
Bibe

ztein (Taf. I). - In goldenem Felde ein rotes Hirschhorn 
mit vier Asten; Helmschmuck ein gleiches Hirschhorn. Es wurde 
schon im 11. jahrh. in Schlesien von den Biberstein gef??hrt, die von 
dort 1310 auch nach Polen ??bersiedelten. Eine Vermehrung dieses 
Wappens ist das Wappen Rogala. Das Wappen Bibersztein f??hren die: 
Biatkowski, Bibersztein, Btonski, Boiszewski, jazwiecki, Kazimirski, Odroclew, 
Odrwolff, Radziejowski, Rydalski, Sebienski, Starowiejski. 
Boduta 
 - In blauem Felde drei silberne, pfahlweise ge- 
stellte heraldische Lilien; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Es wurde 
in Gerichtsakten in den jahren 1414 und 1424 Godula und Mozgawa 
genannt. Ein Ort Mozgawa liegt im Kreise Miechow und war schon 
im 12. jahrh. bekannt. Dieses Wappen f??hren die: 
Boduta und Wstowski. 
Bo
orya (Taf. I). - In rotem Felde zwei silberne, abgebrochene, 
pfahlweise ??ber einander gestellte Pfeilspitzen, die obere aufrecht, die 
untere gest??rzt; Helmschmuck: ein Pfau mit ausgebreitetem Schweife, 
in dem rechtsgekehrten Schnabel eine Pfeilspitze haltend. Als Ursprung 
dieses Wappens wird angegeben: Als Bolestaw der K??hne (1059 -82) 
bei Snowsk die Polowcer bek??mpfte, trug sein Oberst Michat Bogorya 
durch Tapferkeit zum Siege bei, wurde aber durch zwei Pfeilsch??sse 
in die Brust schwer verwundet; Bolestaw zog ihm eigenh??ndig die 
abgebrochenen Pfeile aus der Wunde und gab ihm zur Erinnerung 
die zwei Pfeil spitzen in das Wappen, das aber den Namen Bogorya 
behielt. Es war dies wohl nur eine Vermehrung des Wappens, in 
welchem urspr??nglich vielleicht nur ein Pfau war. Die Heimat des 
schon viel fr??her hervorgetretenen Geschlechts war wohl Bogorya in 
der Wojew. Sendomierz. Dieses Wappen f??hren die: 
Bogorya, Bohomolec, Braczkowski, Buczkowski, Corski, Gorski, Gniazdowski, 
Gwiazdowski, jaminski, Kampka, Kolanowski, Kurzeniecki, Kwaskowski, Maciejowicz, 
Magnuski, Minowski, Mokronowski, Ochow
l'odlewski, Por
bny, Por
bski, 
v. Zernicki, Die polnischen Stammwappen. U \'I\Ui'OiE
 2 
r. \"' roPIlIO - ) 
,. 


)r..
>>>
18 


Skolnicki, Skotnicki, Staszkowski, Swiatkiewicz, Tarnowski, Tur, Wissyger, Wolowicz, 
Wystynga, Zakrzewski 
Boncza (Taf. I). - In blauem Felde ein silbernes, springendes 
Einhorn; Helmschmuck: ein halb aufwachsendes Einhorn. Dieses 
Wappen kam aus Italien nach Polen und zwar zuerst durch Klemens 
Mierzb, der als Bischof von Breslau 1027 (150 Jahre alt) starb, und 
dessen Bruder Bonifacius Mierzb, der schon mit Klemens 988 nach 
Polen gekommen war. Er wurde von Mieczyslaw I. mit G??tern be- 
dacht und legte bei dem Schlosse Koztow in Masowien unweit Czersk 
ein Dorf an, das er Boncza nannte, welcher Name polnisch gleich- 
bedeutend mit Bonifacius ist; doch wird auch wieder angegeben, dass 
der italienische Familienname Bontempo (gute Zeit) gewesen und daraus 
Bon czas (czas: die Zeit) und abgek??rzt Boncza entstanden sei, als 
Name der Familie, der Besitzung und des Wappens. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Badeni, Badowski, Bartoszewski, Bartynowski, Barwikowski, Biatobrzeski, 
Bochdan, Boniecki, Braciejowski, Brzeski, Brzostowski, BlIkowski, BlIkszewski, 
Bystrzycki, Charl
ski, Chmielecki, Chodnowski, Chom
towski, Chroscichowski, 
Chrosciejowski, Chyliiiski, Domagalski, Dyglllski, fredro, Gasparski, Gtuski, Gottar- 
towski, Gozimirski, Grochowski, GlIliiiski, liycki, jabtoiiski, jacimierski, Kamodziiiski, 
Kargowski, Klonowski, Kotarski, Krakaw, Krakowiecki, Kr
ski, Krzewski, Kulikowski, 
Kulwiiiski, KlItacki, KlInicki, Lisowski, t.ubkowski, Markowski, Miaskowski Miecz- 
kowski, Modzelewski, Moraczewski, Moraniecki, Niedabylski, Nympcz, Olfinier, Osmolski, 
Ottenhausen, Parchwicz, Pioro, Pokrzywnicki, Postolski, Postruski, Prawidlnicki, Przyw- 
niiiski, Radawiecki, Radowicki, Romanowski, RlItkowski, Rybczewski, Sienicki, 
Skarzyiiski, Skoczewski, Skokowski, Skorowski, Skrzynecki, Skwarski, Socha, Solikowski, 
Srzebiecki, St
piiiski, Stogniew, Strzebiecki, Strzebieliiiski, Strzeszkowski, Swaraczewski, 
Szabtowski, Szarewicz, Szerzeiiski, Szuszkowski, Tabiszewski, Tomaszowski, Tr
becki, 
Troszczel, Truszkowski, Turno, TlIrobojski, Uzdowski, Wasniewski, Wilga, Wilgierd, 
Zeromski, Zimnoch, Zotkiewski, Zrebiecki. 
Es f??hren die Bartoszewski das Feld rot. 
Boycza (Taf. I). - Ein goldenes dreifaches Kreuz in rotem Felde, 
auch wohl das Kreuz silbern, das Feld blau; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Es wird auch Modzele und Piaszczna genannt. 
Es war schon 1390 in Polen heimisch. Die Heimat des Geschlechts 
ist in Masowien anzunehmen, wo mehrere Ortschaften Modzele liegen. 
Dasselbe f??hren die: 
Babiiiski, Borawski, Drozdowski, Lesniewski, Modzelewski, Rekowski, 
Zakliczewski. 
Boiawola (Taf. I). In blauem Felde ein nach unten ge??ffnetes 
silbernes Hufeisen, das ein silbernes Kavalierkreuz einschliesst und 
ohen mit einem solchen Kreuze besetzt ist, unter dem Hufeisen ein 
nach oben ge??ffneter, goldner Halbmond; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Es wird angegeben, dass einem Ritter des Wappens Lubicz, 
der zur Nachtzeit den Feind ??berfiel und besiegte, von Ziemowit, 
F??rsten von Masowien, diese Vermehrung seines Wappens durch den 
Mond verliehen worden sei und rlen Namen Boiawola (Gottes Wille) 
erhalten habe. In Masowien liegen zwei Ortschaften dieses Namens. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Chrostnica, G
secki, Gorski, Goscimirski, jemielski, Kotllpajto, Komorowski, 
Koscimiiiski, Madyowski, Ostrowiec, Hadzimiiiski, Reymunt, Romanowski, Rowiiiski, 
Rzeczkowski, Siesicki, Szczyrski.
>>>
19 - 


Brochwicz. - Das Wappen bild ist ein Hirsch, urspr??nglich wohl 
schwarz in silbernem Felde; doch kommen verschiedene Variationen 
des Bildes wie auch der Farben vor. Es ist in Polen schon vor dem 
jahre 1300 heimisch und f??hrte in Kleinpolen den Namen 0 pol e, in 
Grosspolen aber Ni alk o. Hier war der Stammsitz des Geschlechts 
wohl das Dorf Nialko bei Wollstein im Grossh. Posen. Ein Geschlechts- 
zweig nannte sich Brochwicz (f??hrte den Hirsch schwarz mit rotem 
Geweih, die linke Stange abgebrochen, die rechte mit vier Enden), 
siedelte sich aus Polen fr??hzeitig in Schlesien an, nannte sich dort 
sp??ter Brauchicz und Brauchitsch. Nachdem die Benennungen Opole 
und Nialko wegen Besitz??nderung des Geschlechts in Vergessenheit 
kamen, trat der Name Broch wicz, aber auch die Bezeichnung leien 
(der Hirsch) an deren Stelle. Als Ver??nderungen des Wappens werden 
von den Heraldikern, unter Beisetzung einer besondren Nummerzahl, 
genannt: 
a) Brochwicz I. In silbernem Felde ein roter laufender Hirsch 
mit einer goldnen Krone um den Hals; Helmschmuck: ein Pfauen- 
schwanz. Dasselbe f??hren die Sobek. 
b) Brochwicz 11. (Taf. I). Wie das Wappen Brochwicz 1., nur 
hat der rote oder auch schwarze Hirsch keine Krone um den Hals; 
Helmschmuck: ein Pfauen schwanz. Dieses f??hren die: 
Arndt, Bornowski, Brochowicki. Brochwicz, Broszkowski, Bryszkowski, Buja- 
kowski, Burgrafski, Dobrocieski, Donimierski, Dubaniewski, fah:cki, foltynski, 
Gockowski, Goiszowski, Goszczewski, Grabania, Gustkowski, Katamaszek, Klltski, 
Kleman, Korczyc, Mokrzanski, Oreski, Orzelski, Ossowski, Palbicki, Pal??:cki, Para- 
siewicz, Polomski, Potkanski, Pruszkowski, Rogoyski, Stonski, Sobiewolski, Starory- 
pinski, Stocki, Stoschke, Szalowski, Szclllcki, Szmakowski, Szydtowski, Szymaniecki, 
Trawnicki, Trembecki, Wiktor, Witowski, Wojakowski, Worakowski, Wranski, 
Wronikowski, Wronski, Zakrzewski, Zeromski, Zielenski, ZucIita. 
Es f??hren die Kleman das Feld blau, - die Szucki in rot einen 
schwarzen Hirsch mit weisser leibbinde. 
c) Brochwicz 111. (Taf. I). In blauem Felde ein nach der unteren 
linken Schildecke offener, einen goldnen sechs eckigen Stern um- 
schliessender, goldner Halbmond, aus dessen ??usserer Seite der Ober- 
teil eines nach rechts springenden, roten Hirsches mit goldnem Geweih 
hervorw??chst; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz belegt mit einem ge- 
st??rzten Halbmond, unter dem ein Stern. Dieses Wappen f??hren die: 
Bach, Czapiewski, Gowinski, lewinski, Paraski, Poblocki, Pobolski, Slaski, 
Zelewski, 
Brodzic (Taf. 11). - In rotem Felde ein kleiner, goldener Ring, auf 
dessen ??usserem Rande, gleich weit von einander entfernt, drei goldene 
gr??ssere Kreuze stehen, das eine von ihnen genau nach unten ge- 
richtet; Helmschmuck: drei oder f??nf Straussenfedern. Der Sitz des 
Stammes war wohl das Gut Brody in der W ojew. Plock. Es wird 
angegeben, dass K??nig Kazimierz dieses Wappen einem Besitzer von 
Brody, der ihn 1041 im Kampfe gegen den Masowischen Wojewoden 
Maslaus und die jazdzwinger mit Auszeichnung unterst??tzte, ja ihn 
selbst, der von drei Feinden bedr??ngt war, durch tapfere Abwehr und 
Verjagung der Andr??ngenden gerettet hatte, verliehen hat. Dasselbe, 
Brodzic genannt, f??hren die: 


2-
>>>
20 


I 


Bonikowski, Borodzicz, Brodzic, Brodzicki, Dybowski, frllckiewicz, Kliczewski, 
Koniecki, Kulwiec, KlInecki, Kurzlltkowski, Lipiiiski, t.llcki, t.oski, Mojecki, 
Noyszewski, Ostrzykowski, Pilitowski, Pilityiiski, Piiiski, Podhorski, Poklltyiiski, 
Radomski, Radzimiiiski, Rzymski, Sieromski, Talibski, Wiplar, Wosiiiski, Wroczyiiski, 
Zacharkiewicz, Zawadzki, Zochowski. 


Es f??hren die Zawadzki das Wappenbild silbern. 
Cholewa (Taf. 11). - In rotem Felde zwei eiserne, mit den Spitzen 
nach ausw??rts gekehrte Klammern, zwischen i1.
nen ein gest??rztes 
Schwert; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Uber den Ursprung 
dieses Wappens wird gesagt: Als Bolestaw der K??hne (1059 bis 
1082) um 1065 die Preussen, welche in das polnische Land pl??tzlich 
eingebrochen waren und mit der r??uherischen Beute abzogen, ver- 
folgte, geriet er, in der N??he des Fl??sschen Ossa (im Kulmer Gebiet) 
in einen dichten Wald, der seinen Weg hemmte. Dort war ein 
Zimmermann mit Holzf??llen besch??ftigt. Dieser f??hrte den K??nig mit 
seiner Schar nicht nur aus dem Dickicht heraus, sondern auch auf 
k??rzerem Nebenwege auf den Feind, der sich im Walde umhertrieh, 
nun siegreich ??berfallen wurde. Als bei diesem Zusammentreffen einer 
der Feinde auf den K??nig eindrang, schlug der Zimmermann, dessen 
Name Cholewa war, der nur zwei eiserne Klammern in der Hand 
hatte, mit der einen dem Pferde des Feindes das Bein lahm, dass es 
st??rzte, und mit der anderen den Feind nieder, dessen Schwert ihm 
dann noch zu weiterem Kampfe diente. Als Belohnung erhielt dann 
Cholewa vom K??nige den Ritterstand. Schwert und Klammern als 
Wappen und den halhen Wald als Eigentum. Sein Geschlecht sass 
dann auch im nahen Masowien, auf Cholewy im Lande Lomza. Dieses 
Wappen f??hren di,e: 
Babecki, Biatochowski, Bobolicki, Rorawski, Borowiecki, Rrynnicki, Ch1!rczewski, 
Chllldzieiiski, Cholewa, Cholewicki, Cholewiiiski, Cholewski, Clmdzinski, Ciszewski, 
Czarnowski, Czerlllieiiski, Daniszewski, Dobrosielski, Gazdecki, Gazecki, Gtazewski, 
Gniewkowski, Grzymski, Kalllieiiski, Kitkowski, Kitnowski, Kleczkowski, Kotornyjski, 
Kotarski, Kramkowski, Krzybawski, Kwasieborski, Malonowski, Marszewski, MHo- 
drowski, Moczlllski. Moraczewski, Moszewski, Nowakowski, Obrt:bski, Opolski, 
.Opatkowski, Paprocki, Pawlikowski, Petrzyiiski, Peszeiiski, Pieszkiewicz, Rojowski, 
Sawicki, Sawiczewski, Skarbek, Sobieszczki, Sokotowski, Stypnicki, Szawtowski, 
Ttuchowski, Tytlewski, Ubysz, Ulllinski, Wielicki, Wiskiewicz, Zakrocki, Ztowodzki. 
Es f??hren die Borawski als Helmschmuck ein silbernes, senk- 
rechtes Beil mit goldnem Stiel. 
Ciel
tkowa (Taf. 11). - In blauem Felde ein goldner, nach oben 
offener Halbmond, aus dessen unterer Mitte ein nach der rechten 
Schildes seite aufw??rts gekehrtes Horn eines ebenfalls goldnen Halb- 
mondes hervorgeht; die drei Spitzen der Monde sind mit je einem 
goldnen Stern besetzt. Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wird 
in den Gerichtsakten von Krakau von 1399 und 1426 beschrieben und 
Ku c z e genannt. Der Zuruf Ci el q t k 0 wa d??rfte wohl von dem 
Geschlechtsnamen Cielqtkoabzuleiten sein. Die Heimatdieses Geschlechts 
wird in der Wojewodschaft Sendomierz oder Sieradz vermutet. Dieses 
Wappen f??hren die: 


Ciellltko, t.yko, Orlewski.
>>>
21 


Ciolek (Taf. 11). - In silbernem Felde ein rotes, gros ses Stierkalb 
mit H??rnern; Helmschmuck: ein gleiches Kalb halb aufwachsend. - 
Dieses Wappenbild f??hrte schon der erste polnische F??rst Lech, ver- 
tauschte es aber gegen den weissen Adler. In den Gerichtsakten von 
Radom von 1411 ist das Wappen beschrieben und B iala genannt. 
Als dieser Zuruf in Vergessenheit kam, wurde das Wappen nach dem 
Wappenbilde Ci 0 t e k (das Kalb) genannt. Es betrifft dies wohl ein 
altpolnisches Wappen. - Ein Parallelwappen wurde aus Italien ein- 
gef??hrt: Robert Vitellius aus Rom, der ein gleiches Wappen f??hrte, 
wurde Erzbischof von Gnesen 972, starb 996. Ihm war sein Bruder 
Paulin nach Polen gefolgt, wo er sich niederliess, seinen Namen 
Vitcllius in den polnischen Ciotek ??bersetzte, Stammvater der Familie 
Ciotek wurde. Das alte polnische und das aus Italien nach Polen ge- 
kommene lassen sich wohl nicht mehr unterscheiden. Das Wappen 
Ciotek f??hren die: 
Bieliiiski, Borkowski, Brzeski, Bzicki, Cetys, Ch'ldzynski, Ch
dzinski, Ciel'ltko, 
Ciotek, Czarnohlski, Czuszntowid, Dobroniecki, Dobrzyniecki, Drzewicki, Eynild, 
Ewil, Gertachowski, GhlSki, Gorczyczewski, Goryszewski, Gntowski, jarostawski, 
jaszewski, jazgarzewski, jezowski, Kania, Klausgielowicz, Komorowski, Korycki, 
Kossowski, Koszewski, Krzytowicz, Lipowiecki, Lipowski, Maciejowski, Malinowski, 
Ostrot
cki, Pilecki, Podfilipski, Poniatowski, Poswinski, Powsinski, Szadnrski, Wto- 
stowski, Wolczynski, Woznicki, Zaleski, Zat
cki, Zardecki, Zelechowski, Zielinski, 
Znlinski, Zylinski. 
Czerwnia (Taf. 11). - Ein schwarzer, viereckiger Schild ohne Bild 
in rotem Felde; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Es wurde einem 
polnischen Ritter, der mit seinem Schilde in der blutigen Schlacht von 
Grunwald 1410 gegen die Ordensritter seine Kraft bewies, von K??nig 
jagieUo erteilt und Czerwnia (wohl von czerwienic, blutrot werden) 
genannt. Dasselbe f??hren die: 
Czerwiakowski, Czulicki, Szeczypywo. 
Dllb (Taf. 11.) - In rotem Felde ein junger mit Wurzeln ver- 
sehener Eichenstamm (d'lb) der sicb in der Mitte, wo er auf jeder 
Seite ein gr??nes Blatt hat, in drei Aste spaltet, von denen jeder in 
einer goldnen Eichel endet; Helmschmuck: ein gleicher Eichbaum, doch 
ohne Wurzel. Stamm- und Wappen namen D '1 b bezeichnen also 
gleichzeitig das Wappen bild. Das Wappen war schon um 1340 
bekannt; es wird gef??hrt von den: 
Achler, Adamczowski, Bisknpski, D'lb, Dzieriek, jachowicz, Korzelinski, 
Knlminski, Skirmnnt, Szewinski, Worcel, Zborowski, Zelstawski, Zot'ldZ. 
Es f??hren jedoch die jachowicz in rot-schwarz geteiltem Schilde 
einen goldnen Ring, besetzt mit drei goldnen Eicheln. 
Dllbrowa (Taf. 11). -- In blauem Felde ein silbernes, nach unten 
offenes Hufeisen, das oben und an jedem Stollen mit je einem goldnen 
Kavalierkreuz besetzt ist; Helmschmuck: ein Geierfl??gel, schr??gelinks 
von unten nach oben von einem silbernen Pfeil durchschossen. Dieses 
Wappen ist eine Vermehrung und Um??nderung d.
s W. Pobog und 
war schon in ??ltesten Zeiten in Masowien bekannt. Uber den Ursprung 
desselben wird gesagt: Zahlreich war der Feind, die jazdzwinger, Pod- 
lachier, Lithauer und Preussen, in Masowien verw??stend eingefallen. 
Zur Abwehr sammelte sich der Adel einiger Kreise schnell zusammen,
>>>
- 22 - 


doch, da er dem Feinde an Zahl sehr unterlegen war, so wagte der F??hrer 
nicht sofort den Kampf, sondern lagerte unweit der Grenze bei Dt browa , 
um eine g??nstige Gelegenheit abzuwarten. Dieses Lager bemerkte der 
Feind, ??berfiel es und zerstreute die Polen. Ein Ritter des Wappens. 
Pobog wollte diese Schmach nicht dulden, wendete sein Pferd und 
sprengte in den Feind, um sich durchzuschlagen, t??tete auch mehrere 
Gegner. Dieses gewahrten die Polen, eilten ihm zur Hilfe und es 
wurde der Feind zur??ckgeschlagen. Zum Andenken, dass zwei Ab- 
teilungen der Feinde des Heiligen Kreuzes besiegt worden waren, 
nahm der Ritter Pobog zu seinem Wappen noch zwei Kreuze hinzu, 
Der Helmschmuck mag die Bedeutung haben: der Geier, welcher auf 
den Schlachtfeldern die Leichen aufsucht, galt in alten Zeiten als ein 
schlechtes Vorzeichen, sobald er sich vor dem Kampfe ??ber dem 
Heere zeigte; es hatte sich solch ein schlechter Vorbote auch hier den 
Polen gezeigt, war aber durch Pobog durch einen gl??cklichen Schuss 
get??tet worden, wodurch die Zuversicht der Polen gehoben und der 
Sieg errungen wurde. Von dem Orte Dtbrowa f??hrt das Wappen 
seinen Namen. Dasselbe f??hren die: 
Biatosk6rski, Biaty, Boczkowski, Boguta, Budzynski, Chociwski, Ciechanowiecki, 
Czechanski, D
browa, D
browicz, D
browny, D
browski, Dami
cki, Drocieski, 
Garlinski, Gtodowski, Gtotkowski, Grodkowski, Gromacki, jalHonski, jaczynski, 
jakimowicz, januszewski, jarz
binski, jazdowski, Kara8, Karasinski, Karniowski, 
Karniski, Kiszka, Kobuszowski, Kobylinski, Koc, Kocowski, Koldras, Kostka, laskowski, 
Lauxmin, I:.
pkowski, 1:.08, Mikoszewski, Mtodzianowski, Morawski, Mozerka, Mroczek, 
Napierski, Obidzinski, P
owski, ptodownicki, Podjaski, Podolec, Porzecki, Purzycki, 
Rostkowski, Rumiliski, Rzechowski, Secyminski, Siemienski, Sierzpowski, Sierzputowski, 
Smolechowski, Strumito, Szostak, Tab
cki, Talko, Tymowski, Watdowski, Wdzi
k, 
Zalkowski, Zetkowski, Zgierski, Zukowski. 
Dc: bno (Taf. 11). - In rotem Felde ein silbernes, fast den ganzen 
Schild ??berziehendes, aber schwebendes Balkenkreuz, unten links be- 
gleitet von einem kleinen Abdankzeichen; Helm
chmuck: zwischen 
zwei B??ffelh??rnern ein goldnes Kirchenkreuz. Uber den Ursprung 
wird gesagt: Als die Tataren 1240 Polen ??berfielen, pl??nderten sie 
auch das Kloster zum Heiligen Kreuze auf Lysa g6ra bei Sendomierz, 
aus welchem sie ein reich in Gold und Steinen eingefasstes St??ck 
Holz des heiligen Kreuzes mitnahmen. Als nun die Tatarei durch 
ungl??ckliche Naturereignisse und Krankheiten heimgesucht wurde und 
der Chan mit seinen Grossen in Beratung ??ber die Ursache dieser 
Heimsuchungen trat, wurde die Meinung ge??ussert, dass der Christen- 
gott die Wegnahme dieses Kreuzes r??che, dass man dieses zur??ck- 
geben m??ge. Der Chan entschloss sich hierzu und w??hlte zum Uber- 
bringer einen in tatarischer Gefangenschaft befindlichen Polen Dembrot 
und eine ebenfalls gefangene Polin vom Stamme Abdank. Als diese 
die heilige Reliquie nach der Heimat zum K??nige brachten, von 
dem sie dann dem Kloster wieder zugestellt wurde, erhielt Dembrot 
vom K??nige das Schloss D
bno mit weiten G??tern und das Kreuz 
als Wappen. Dembrot verm??hlte sich mit der ihn begleitenden Jungfrau 
und nahm deren Wappen als Nebenfigur in das seine auf. Dieses 
wurde nach dem Schlosse D 
 b n 0 genannt. Dieses D
bno lag wohl 
im Kreise Nowotarg (jetzt Neumarkt) am Dunajec. - Es wird dann 
aber auch wieder gesagt, dass Dembrot ein Gefangener der Skythen
>>>
I 


23 


gewesen sei. Es w??rde sich auch die jahreszahl verschieben m??ssen, 
da das Wappen schon 1178 bekannt war. Dieses Wappen f??hren die: 
Bidzinski, Bochotnicki, Bochotrycki, Boczarski, Borowiecki, Brodzieniec, Cie- 
minski, Czayka, Czaykowski, Czermienski, Czerminski, Czyminski, D
binski, Dembrot, 
Gemborzewski, Gtowacz, Gotogorski, Goworzynski, Hnatkowski, Karzel, Koreywa, 
Krzyzanowski, Mielinski, Natkowski, OIesnicki, P
kostawski, Piekarski, Pinczowski, 
Potworowski, Pozowski, Siemienski, Sieninski, Siennicki, Siennowski, Skronski, 
Stanski, Stamawski, Stojewski, Sulimowski, Zyra. 
Doliwa (Taf. 11). - In blauem Felde ein silberner, linker Schr??ge- 
balken, belegt mit drei roten vierbl??ttrigen Rosen; Helmschmuck: 
zwischen zwei Elephantenr??sseln drei.. rote Rosen pfahlweise gestellt. 
Einige Familien f??hren das Feld rot. Uber den Ursprung wird gesagt: 
Die Polen hatten erfahren, dass die jazdzwinger sich des Schlosses 
Liw in Masowien bem??chtigen wollten und hatten sich in der N??he 
desselben in Hinterhalt gelegt. Der Feind, der von Anwesenheit der 
Polen nichts wusste, sich auf der andern Seite des Schlosses gelagert 
hatte, schickte Einen zur Kundschaft vor. Diesen bemerkte ein Ritter 
des Wappens Poraj und n??herte sich ihm. Im Gespr??ch wusste er 
ihn in dem Glauben zu erhalten, dass er Befehlshaber in Liw sei, und 
ging anscheinend auf den Vorschlag des jazdzwinger ein, seinem 
F??rsten gegen hohe Entsch??digung zur Einnahme von Liw behilflich 
zu sein, begab sich auch in das feindliche Lager, um mit dem F??rsten 
selber das n??here zu besprechen, der ihm nach Erfolg reiche Geschenke 
und Ehren verhiess. Der polnische Ritter bezeichnete dem .f??rsten 
Zeit und Ort zur Aufstellung seiner Kr??fte, w??hrend er f??r OHnung 
der Tore sorgen w??rde. Der Pole begab sich darauf zur??ck, teilte 
seinem Hetman die Verabredung mit. Dieser liess, sobald der Feind 
an den Ort ger??ckt war, diesen umzingeln. Ein unerwarteter Angriff 
von allen Seiten ??berraschte die Jazdzwinger, die teils flohen, teils der 
polnischen Waffe erlagen. F??r seine Tat erhielt der Ritter von dem 
K??nige dieses Wappen: zu der Rose, die der Ritter im Wappen Poraj 
bereits f??hrte, wurden zwei Rosen noch hinzugef??gt und auf einen 
Balken gesetzt, der den Weg bedeuten sollte, auf welchen der Ritter 
zwei Parteien, Feind und Freund, zur Erlangung des Sieges gef??hrt 
hatte. Dieser Weg f??hrte do Liwa (nach Liw), deshalb wurde das 
Wappen D 0 Ii w a genannt. Es ist die Zeit nicht angegeben, doch 
war das Wappen s
hon 1099 bekannt. Dasselbe f??hren die: 
Andruchowicz, Andruszewicz, Badowski, BaIcerowicz, Berith, Bieni!\cki, 
Btotnicki, Bobrownicki, Bogdanski, Boma, Boruchowski, Brzezinski, Chanowski, 
Ciecholewski, Cieleski, Ciemierzynski, Czindalski, Daniewicz, D
binski, Dier, Dobiesz, 
Dobrot, Dobrowolski, Dobrucki, Doliwa, Drabsth, Drobot, Duniewicz, Dzieczenski, 
Dzik, falkowski, Gezek, Gtazejewski, Gtazowski, Gt
bocki, Gojski, Gonsecki, G6rski, 
Gorzycki, Goscinski, Gozdowski, Gozdzecki, Gozdzki, Gozimirski, Grajewski, Gra- 
niewski, Guzowski, Iraszewski, lruszewicz, jamiotkowski, janski, jelitko, jemiotkowski, 
Kadtubicki, Kadtllbski, Kleczkowski, Klichowski, Kloczowski, Knot, Kopacz, Kosinski, 
Koszczyc, Koszembar,' Kot, Kozuchowski, Kruszecki, Langenall, Lipski, Lubienski, 
LlItko, t.ukomski, t.yszkowski, Machwicz, Mitostawski, Mleczko, Moraczewski, Naczko, 
Naszyniec, Natko, Noswicki, Nowomiejski, Ochimowski, Olszynski Paszek, P
powski, 
Podleski, Porzecki, Przekllleja, PlIrzycki, Radecki, Rozrazewski, Rozycki, Rykalski, 
Rykowski, Rzeszowski, Sadkowski, Sawinski, Sicinski, Sielnicki, Siemakowski, Silnicki, 
Sk!\pski, Skarbek, Skawinski, Slesinski, Smolinski, Sobocki, Sokotowski, Sreczkowski, 
St!\pczewski, Starzynski, St
pczenski, St
pski, Strawinski, Stronski, SlIski, Syruc,
>>>
24 


Szczytski, Teuto, Trzecki, Wtodkowski, Wolski, Wrzebski, Z
charzewski, Zakrzewski, 
Zalchocki, Zat
ski, Zel
cki, Zembrzuski, Zielecki, Zielinski, Zydowski. 
Doh:ga (Taf. 11). - In blauem Felde ein silbernes, nach unten 
ge??ffnet
.s Hufeisen, oben besetzt mit einem goldnen Kavalierkreuz, 
in der Offnung des Hufeisens ein silberner gest??rzter Pfeil, dessen 
Spitze hervorragt; Helmschmuck: ein Geierfl??g
l, von links nach rechts 
von einem silbernen Pfeil durchschossen. Uber den Ursprung des 
Wappens wird angef??hrt: In dem Kriege des K??nigs Bolestaw 
Krzywousty (1102 -1139) gegen die Preussen schoss ein Ritter Dot
ga 
des Wappens Pobog aus einem Hinterhalte so gl??cklich, dass er den 
F??hrer der Preussen vom Pferde t??tete, dessen best??rzte Leute dann 
von den Polen mit Erfolg ??berfallen wurden. Als Belohnung erhielt 
Dot
ga zu seinem Wappen Pobog den Pfeil, und das neue Wappen 
wurde nach ihm genannt. Dasselbe f??hren die: 
Babicki, Baczewski, Bartnicki, Bielski, Bogaszycki, Boreyka, Borsa, Brudzewski, 
Burczak, Burnak, Bychawsky, Carnevalli, Chodacki, Chodakowski, Ciemniewski, 
Cieszkowski, Czyganski, Gzyndacki, Dllbrowski, Dtuzniewski, Dminski, Oobrzykowski, 
Dot
ga, Dot
gowski, Domniewski, Dusinkiewicz, Dziedzicki, Dziubinski, Dziublewski, 
Eminowicz, Gajewnicki, Galemski, Gizinski, G6recki, Grabianka, Grabowski, Grabski, 
Grz
bski, Gzowski, jarmntt, jasienski, jastrz
bski, jerzmanowski, jnrgielewski, Kalicki, 
Kamienski, Karniewski, Kawiecki, Kliczewski, Kobiernicki, Kohliiiski, Komorowski, 
Kossowski, Kostkowski, Koszkowski, Kowalewski, Kuzierowski, Kretkowski, Kretowicz, 
Krusinski, Krzymllski, Kubalski, Kuberski, Kurklanski, Kutklanski, Lamparski, Lasocki, 
Laszany, Leski, Lewandowski, Luboradzki, t.llczynski, t.ukowski, Makowiecki, Mazo- 
wiecki, Mdzewski, Melitz, Mlicki, Mohytowski, Monstwij, Monstwild, Mostowski, 
Mycielski, Mysliborski, Nalepinski, Narzymski, Nestorowicz, Nieslltowski, Niewiadomski, 
Niski, Nitostawski, Nosarzewski, Olszowski, Osiecki, Ossowski, Ostrowicki, Otocki, 
Owidzki, Piskorek, Piskorski, Podlewski, Podyminski, Proniewicz, Radzimin, 
Radzimowski, Radziwitowicz, Roscieski, Roszkowski, Rusienski, Rycharski, Rykas- 
zewski, Secemski, Sierakowski, Sktotowski, Skwarski, Stucki, Stuzowiecki, Sobiejuski, 
Sobierayski, Sobinski, Sobocki, Srehrowski, Srzenski, Starozr
bski, Sutocki, Swi
to- 
chowski, Szarszewski, Szczepanski, Szczerbinski, Szczutowski, Szczytowski, Szeptycki, 
Szornel, Szyrma, Szyszka, Tochman, Topczewski, Trupelski, Trzci(\ski, Turski, 
Ulinski, Werminski, Wierzbow!,ki, Wi(kowicki, Wrzosek, Wypczynski, Wysocki, 
Zabienski, Zakrzewski, Zaleski, Zeleski, Zelewski, Zieleniewski. 
Es f??hren die Sierakowski das Feld rot. 
Drogomir (Taf. 11). - Drei silberne, gepanzerte und gespornte, 
im Knie gebogene Beine, mit den Schenkelabschnitten in der Mitte 
des roten Feldes zusammenstossend; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. ??ber den Ursprung wird angegeben: Einem Ritter Drogomir 
wurden in der Schlacht gegen die Deutschen auf dem Hundsfelde 1109, 
in der er seihst gefochten hatte, zwei S??hne erschlagen, drei blieben 
leben, aher schwer verwundet, einem jeden musste ein Bein ahge- 
nommen werden. Als dann nach der Schlacht der K??nig Bolestaw 111. 
die Verwundeten sah, gab er dem betr??bten Vater nicht nur weite 
G??ter, sondern auch dieses Wappen. Dann wird aber wieder gesagt, 
dass dieses Wappen kein verliehenes sei, sondern urspr??nglich den 
Zuruf und Namen Bor z y m gehabt habe. Dasselbe f??hren die: 
Drogomir, Gorsicki, Kikllt, Kulikowski, Latostawski, Niesten, Potrykowski, 
Ramotowski, Romatowski, Rom
towski, Sadowski, Uszak. 
Drogoslaw (Taf. 11). - In rotem Felde ein silberner, nach unten 
ge??ffneter halber Ring, oben besetzt mit einem silbernen gefiederten, 


I
>>>
25 - 


I 


mit der Spitze nach oben gerichteten Pfeil; Helmschmuck: f??nf oder 
drei Straussenfedern. Es gleicht dieses Wappen dem Wappen OgOllczyk 
und wird mit diesem oft verwechselt. Es wurde um 1333 aus Schlesien 
von einem Ritter Drogostaw eingef??hrt, der sich in Grosspolen nieder- 
liess. Einem Vorfahren desselben soll dieses, nach ihm benannte 
Wappen verliehen worden sein, weil er, von dem Feinde ganz einge- 
schlossen, wie in einem Ringe, mit seinem Schwerte sich mutig einen 
Ausgang bahnte, den Ring also durchbrach. Dasselbe f??hren die: 
. Bakowiiiski, Bartoszewski,Buchowiecki, ??ukowiecki, Bukowiiiski, Chefstowski, 
Czapliiiski, Czieniowski, Dllbrowski, Gorzycki, Herstopski, Kuszel, Laskowski, 
Pierzcieii, Romankiewicz, Rduttowski, Sk6rzewski, Srzemski, Tolwiiiski, Truskowicz, 
Truszko, Truszkowski, Wic:ckowski. 
Druiyna "(Th+.-U.l). -- In goldenem Felde ein silberner, in Form 
eines umgekehrten S fliessender , schwebender Fluss; Helmschmuck: 
2 Jagdh??rner (Elephanten-R??ssel). Das Wappenbild wurde fr??her auch 
Krzywasn (wohl von Krzywa S = krummes S) genannt, sein Zuruf 
war Druiyna, und zwar nach dem Fl??sschen Druiyna, das neben 
dem Fl??sschen Sreniawa zur Weichsel fliesst. Es ver??nderte sich das 
Wappen sp??ter in das Wappen Sreniawa. Die Heimat des Geschlechts 
Druiyna, das sp??ter Sreniawa hiess, ist wohl in der Wojewodschaft 
Krakau. Dieses Wappen wird noch von einigen Familien gef??hrt, die 
sich aber zum Wappen Sreniawa rechnen. 
Drya (Taf. 111). - In goldenem Felde ein roter, linker Schr??ge- 
balken , belegt mit drei silbernen, viereckig in Gold gefassten Edel- 
steinen; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Der Name Drya be- 
deutet das Wappenbild , ist aus trzy (drei, n??mlich Edelsteine) ent- 
standen. Es ist das Wappen ein eingef??hrtes, man sagt aus B??hmen, 
richtiger wohl aus Burgund. Als erste Ansiedlung in Polen gelten 
die D??rfer Lubrze, Kt
bowo, Widzim usw. an der Westgrenze Gross- 
polens. Ein Zweig des Geschlechtes, Mutyna genannt, hatte sich schon 
im 13. Jahrh. an dem Einfluss des Dunajec in die Weichsel nieder- 
gelassen. Nach demselben wird das Wappen auch Mutyna genannt. 
Dasselbe f??hren die: 
Borysowicz, Borzejowski, Bozejowski, Chfapowski, Czyzewicz, Czyzewski, 
Drya, Dryniakiewicz, Dryon, Dyament, Dyamentowski, Dziechtarski, Dziembiiiski, 
Estka, Gabliiiski, Galc:zki, G6recki, Grabieiiski, Grodziecki, Jenicz, Kiszewski, 
Kopydlowski, KozarYIl, Krepsztul, Kwinta, Lisiecki, Lisiewski, t.ukomski, Modlibowski, 
Modliszewski, Mroczyiiski, Mutyna, Orzelski, Osiecki, Radecki, Rudzicki, Runowski, 
Sillski, Tawtygierd, Tomicki, TrllmbczYI1Ski, Troynik, Wysocki, Zernicki. 
Es f??hren die Osiecki einen rechten Schr??gebalken, die Steine 
gr??n, golden gefasst. 
Drzewica (T af. 111). - In blauem Felde ein goldener, nach oben 
offener Halbmond, oben und unten begleitet von je einem g9ldenen, 
sechseckigen Sterne; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Uber den 
Ursprung des Wappens wird gesagt: Arkadius, ein Ausl??nder, leistete 
unter dem F??rsten von Sieradz, Czarny Leszek, Kriegsdienste. Gegen 
die das Land um 1282 verheerenden Lithauer als Vorhut entsendet, 
bemerkte er dieselben sorglos umherstreifen. Mit den ihm anvertrauten 
Leuten warf er sich auf dieselben mit Erfolg, besch??ftigte diese, die 
mit Beute beladen waren, so lange bis die nachr??ckenden Polen,
>>>
- 26 - 


I, 
, i 


denen er Kenntnis hatte geben lassen, sich auf die Feinde warfen und 
deren viele niedermachen konnten. Zum Lohn f??r diese Tat erhielt 
Arkadius von dem F??rsten ausser Landbesitz dieses Wappen, das nach 
dem im Kreise Opoczno gelegenen Dorfe Drzewica, wo dies Ereignis 
stattgefunden hat, genannt wird. - Anstatt des Arkadius wird diese 
Tat aber auch einem Ritter Prokop aus Drzewica zugeschrieben, der 
einen Stern im Wappen f??hrte, zu demselben die Vermehrung durch 
Stern und Halbmond erhielt. Dasselbe f??hren die: 
Chmielinski, Czapiewski, Demrik, Dobrowolski, Drzewicki, Duchnowski, 
Gostkowski, Gostomski, Gran, Jei, Kadtubowski, Kieselewski, Kistowski, t.ugowski, 
Marcinkowski, Mikutowski, Mniszkowski, Pasz, Poptawski, Protaszewicz, Sierzchowski, 
Skorka, Sokotowski, Stokowski, Wasilewski, Zajllczkowski, Zychcki, Zychecki. 
Dzialosza (Taf, 111). - In rotem Felde neben einander ein Hirsch- 
horn rechts und ein Geier-Fl??gel links; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Als Ursprung des Wappens wird angegeben: Als K??nig 
Boleslaw 111., 1102-39, mit seinen Rittern auf der Jagd war und zuerst 
ein Hirsch aufgetrieben wurde, eilte diesem ein Ritter Dzialosza auf 
schnellem Pferde nach, holte ihn ein, fasste ihn beim Horn und hielt 
dieses so fest, dass es abbrach; das Horn brachte und schenkte er 
dem K??nige. An demselben Tage gelang es diesem Dzialosza einen 
Geier, nach welchem er in Gegenwart des K??nigs seinen Streitkolben 
warf, so gl??cklich zu treffen, dass er ihm den Fl??gel zerschlug, ihn 
darauf fing. Zum Ged??chtnis erhielt er von dem K??nige dieses Wappen, 
das seinen Namen f??hrt. Die Heimat der Dzialosza war wohl das 
Land Wielun, wo zwei D??rfer Dzialoszyn liegen. Das Wappen 
f??hren die: 
Bolko, Bredicki, Burzkowski, Cyryna, Dowgiato, Eytmin, Gietgud, Hincza, 
Jastroniski, Kokotusza, Kokutowicz, Krummensee, Kukutkowicz, Nadobny, Nassadel, 
Pietkowicz, Ratutt, Ratutkowski, Rogowski, Rokuzowski, Salisz, Stanczewicz, 
Szybinski, Wotczan, Wotczek. 
Es f??hren die Dowgialo in rot-silbern gespaltenem Schilde das 
Hirschhorn silbern, den Fl??gel schwarz. 
Glaubicz (Taf. 111). - In blauem Felde ein nach links gekehrter 
Karpfen; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Dieses Wappen wurde 
von den Glaubicz in Schlesien schon um 1361 gef??hrt, kam von dort 
nach Polen. Dasselbe f??hren die: 
Garwolinski, Glltkowski, Glaubicz, Glaubsowicz, Glinka, Goniewski, Gostkowski, 
Ptonczyk, Ptonczynski, Przeciszewski, Przedawski, Przutawski, Rokossowski, Sabinek. 
Glowa Trupia. - In blauem Felde ein Totenkopf (glowa trupia), 
in welchen oben ein S??bel eingehackt ist, dessen goldener Griff nach 
links steht. Dasselbe f??hren die: 
Pszonska, Racadowski. 
Godziemba (Taf. 111). - In rotem Felde eine Fichte mit drei gr??nen 
Wipfeln, unter denen am Stamm auf jeder Seite ein abgeschnittener 
Ast, mit f??nf Wurzeln; Helmschmuck: ein Mann in R??stung, die linke 
Hand in die Seite auf d
f1 S??belgriff gest??tzt, in der rechten Hand eine 
gleiche Fichte haltend. Uber den Ursprung wird gesagt: Als Sieciech, 
Wojewode von Krakau 1094 nach M??hren mit Truppen einbrach, 
h??rte er, dass der Feind in der N??he ??bernachte. Er wollte diesen 



 


--
>>>
27 


??berraschen. Bei dem Vormarsch stiess die Vorhut auf einen Hinter- 
halt und kam mit dem feinde in Kampf. Ein zur Vorhut geh??render 
Ritter Godziemba verlor hierbei seine Waffe, ritt deshalb nach einem 
nahen Walde. Dorthin verfolgte ihn der M??hre, der ihm gegen??ber 
gestanden und gesehen hatte, dass er waffen los war. Da sprang 
Godziemba vom Pferde, riss eine junge fichte aus dem Boden und 

.chlug damit auf den M??hren los. Dieser hieb mit seinem S??bel zwei 
Aste von der fichte, diese wurde aber dadurch von Godziemba nur 
leichter gehandhabt, er hieb ihn damit vom Pferde, entwaffnete ihn, 
nahm ihn gefangen und f??hrte ihn dem Hetman Sieciech zu. Zur 
Erinnerung an diese Tat erhielt er von dem K??nige dieses Wappen, 
das seinen Namen erhielt. Die Heimat des Geschlechts Godziemba 
war wohl im Kreise Inowrodaw, vielleicht auch in den Kreisen Gostyn 
und Lomza, wo Orte Godzi
by liegen. Dieses Wappen f??hren die: 
Aberwoj, BartI, Bosakowski, Bouman, Butowcowicz, Butowicz, Bllttmanowicz, 
Chodorowski, Cymdalski, Czekanowski, Czwalina, Czyi, D1\browski, D1\mbski, 
Danietowicz, falkowski, Gieduszycki, Gierowski, Gtowinski, Godebski, Godziemba, 
Gotaszewski, Gorzkowski, Ihnatowicz, Inszkiewicz, jamioIkowski, joCl, jukowski, 
Kaplicza, Kobylecki, Korzenianski, KowaIewski, Kowalkowski, Kreptowicz, Kretowicz, 
Krylinski, Kucharski, Laskary, Lubczynski, Lubianski, Lllbranski, Maleszewski, 
Maliszewski, Mintowt, Niiynski, Oborski, Paniewski, Parkosz, Paszewski, PawIowski, 
Pllcek, Puniewski, Radecki, RlIsinowicz, RlIsinowski, S1\cza, Sierawski, Skrzeczynski, 
Stawoszewski, Snopowski, Sosnkowski, Sosnowski, Starzynski, Sterninski, Sterpinski, 
Str-:kowski, StrzaIkowski, Swi-:cicki, Swi-:cimski, Sztembarth, W1\gleszynski, Wardenski, 
Wardynski, W1\sowski, Wasuczynski, W-:glinski, Wieniecki, Wilam, Wojarzynski, 
Wolski, Wozucinski, Wysocki, Zaleski, Zeromski, Zorawicki, Zurawski. 
Gozdawa (Taf. 111). - In rotem felde eine silberne heraldische 
Lilie; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einer Lilie. Der 
Annahme nach ist dieses Wappen einem Ritter Krystyn auf Gozdawa, 
der sich mehrfach ritterlich ausgezeichnet hatte, von dem f??rsten 
Wtadystaw Herman im Jahre 1090 erteilt worden; die Lilie soll das 
Sinnbild makelloser Ritterlichkeit, der Pfauenschwanz Sinnbild der 
Klugheit sein. Es wurde auch Gozdowa, Gzdow und Goidzie, 
nach dem Wappenbilde auch wohl Lilia genannt. Aus diesem Wappen 
entstand durch Vermehrung das Wappen Poronia. Die Heimat des 
Geschlechts Gozdawa war wohl Masowien. Dieses Wappen f??hren die: 
Apanowicz, B1\czalski, Bai, Biedrzynski, Bierecki, Boczkowski, Bohdanowicz, 
Bohnszewicz, Borowski, Bronicki, Brzozowski, Bux, Chlebowski, ChIusowicz, 
Chmielewski, Chrapowicki, Chroszczewski, Czekonski, Dandelski, Dedynski, Delpacy, 
Dobrzym-:cki, Drahow, Drw-:ski, Dryzna, Dydzinski, Dyszel, DyszIewicz, Dziersznicki, 
Dzierzanowski, fabiankowski, fedorowicz, Gazdzinski, Gdeszynski, Gierawski, 
Giiycki, GIowinski, Godaczewski, Godlewski, GoI-:biowski, Gorczyczewski, Gostkowski, 
Gozdowicz, Gozdowski, Grajewski, Grot, Hanski, Humi-:cki, Huminski, Hllmnicki, 
jwaszkiewicz, jackowski, jarz1\bkowski, jarzembowski, jasienski, jawornicki, 
jaworowski, jonemann, Kawecki, Kicki, Korff, Kormanicki, Kostro, Krasniewski, 
Kykieric, Lebowski, Lewon, Lipinski, Matowieski, Micuta, Miklllicz, MiIkont, Moczulski, 
MlIcharski, MlIskata, Narwosz, Nerka, Niemira, Osuchowski, Ozochowski, Pac, 
Pacewicz, Pampowski, Pankowski, PawIowski, Paidziernowicz, PepIowski, Piasecki, 
Pieczyhojski, Piotrowski, Podbereski, Pomarnacki, Popowski, Przedborski, Punikowski, 
Ramsza, Reklewski, Reut, Rossowicz, Roszkiewicz, RlIbinkowski, Rusieflski, Rymsza, 
Secimski, Siewruk, SokoI, SokoIowski, SoIowski, Stan, Stano, Stanowski, Stawiski, 
St-:pski, Strzemeski, Strzeszkowski, Strzyiowski, Suchszewski, SlIdrawski, SlIlimowski, 
SuIocki, Suzin, Telesnicki, Teleiynski, Trypolski, Tryzna, Trzcinski, Trzemeski,
>>>
28 


I 
" 
I 


Tllrczynowicz, Tllrkowiecki, Tyszkowski, Wahanowski, WitllSki, Wolczynski, 
Woykllnowski, Zatorski, Zdiarski. 
Es f??hren die Chtusowicz, Ozochowski und Pawtowski als Helm- 
schmuck drei Straussenfedern, - die Pankowski in silbern-rot geteiltem 
Felde die Lilie mit gewechselten Farben, doch mit goldenem Bunde. 
Grabie (Taf. 111). - ,In goldenem Felde auf einem gr??nen Drei- 
h??gel eine aufrechtstehende rote Harke mit sieben Zinken; Helm- 
schmuck: f??nf Straussenfedern. Dieses Wappen wurde zur Zeit des 
K??nigs Wadaw, 1300-05, durch einen B??hmen Grabia in Polen ein- 
gef??hrt, wo es nach demseihen und dem Wappenbilde Grabie, dann 
aber auch Kocina genannt wurde. Der Sitz des Geschlechts war 
wohl in der Wojewodschaft Sieradz. Dieses Wappen f??hren die: 
Arciechowski, Chocimirski, Czaplicki, Czarniawski, Czarnowski, Dobrogojski, 
Dobrogost, Dobrogowski, Dobrowolski, Domanski, Droiewski, G:}siorski, Gosciminski, 
Goscimski, Grabia, Grabie, Grabski, Gzowski, Jatbrzykowski, Kocinski, Kozikowski, 
Kroczewski, Kroczynski, Lessel, Lipski, t.llbkowski, t.lIszczewski, Mazowski, Misowski, 
Moktok, Niepartski, Olbracncicki, Piesciorowski, PSllcki, Radzinski, Rynski, Skaszewski, 
Stawiec, Swierczewski, SWierkowski, Swierszewski, Swieszewski, Szczuka, Szczypierski, 
Wabienski, W:}dotkowski, W:}dol'owski, Wisienski, Wiszenski, Wolinski, Wypyski, 
Wyszenski, Wyszynski, Zaruski, Zawisza, Ztoczowski. 
Die G,!siorski f??hren jedoch keinen Dreih??gel. 
Groty 
!}. - In goldenem Felde drei schwarze, nach ohen 
gerichtete Lanzenspitzen (Groty) neben einander; Helmschmuck: drei 

traussenfedern. Der Name bezeichnet gleichzeitig das Wappenhild. 
Uber dcn Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, doch wird es 
als ein altes Polnisches bezeichnet. Dasselbe f??hren die: 
Grot, Paszkowicz, Prokopowicz, Wtocki. 
Gryf (Taf. 111). - ' In rotem Felde ein silberner, goldhewehrter, nach 
links gekehrter, aufrechter, die Vorderpranken spreizender Greif; Helm- 
schmuck: ein mit Kopf, Hals und erhohenen Fl??geln, aber die Klauen 
verdeckt lassender, aufwachsender Greif, einem goldenen, aus der Kr. one 
aufsteigenden Jagdhorn (Elephantenr??ssel) links zugewendet. Uher 
den Ursprung kann folgendes gelten: Leszek 111., F??rst von Polen, 
805-15, hatte 14 S??hne, von denen der ??lteste Popiel zu seinem Nach- 
folger in der Regierung bestimmt war; den ??brigen S??hnen sicherte 
Leszek noch bei Lebzeiten besondere Teile des weiten Reiches zu, 
nachdem er sie vorher durch Schwur verpflichtet hatte, die Oberhoheit 
Popiel nicht streitig zu machen, ihm zur Sicherung der Freiheit (swoboda) 
des Landes jederzeit Heeresfolge zu leisten. Von diesen S??hnen er- 
hielten Barnim und Bogdal das Land Pommern, - Kazimierz und 
Wladyslaw, das Land Kassuben, - Wratyslaw, die Insel R??gen, - 
Przybyslaw, Cieszymierz und Otto, die Lausitz, Przemyslaw, Ziemowit 
und Zemomyst, das Land Brandcnburg, - Jaxa mit einem anderen 
Bruder, das Meissner Land, auch Serbien genannt. Allen diesen S??hnen 
gah Leszek einen Greif zur Kriegsfahne. Die Lechiten f??hrten urspr??ng- 
lich einen jungen Stier auf ihrer Kriegsfahne, nahmen erst um 550 den 
weis sen Adler als Reichsfahne an. Die Vereinigung beider Tierbilder 
zu einer Figur hat die Gestalt des Greif entstehen lassen; es ist also 
der obere Teil dieses fabelhaften Tieres der obere Teil eines Adlers, 
der untere Teil aber die hintere H??lfte eines Stiers; es ist also die
>>>
29 


Darstellung des Greif mit Adlerf??ngen auch an den Hinterf??ssen, oder 
halb als L??we wohl keine richtige. Die Bedeutung dieser zusammen- 
gesetzten figur war wohl die, dass der Stier die Zusammengeh??rigkeit 
der Br??der andeuten sollte, der Adler aber, dass sie unter der Ober- 
hoheit des den Adler f??hrenden regierenden f??rsten stehen und auch 
verbleiben sollten, Dieses Wappen wird auch Swohoda genannt 
wegen der freiheitlichen Rechte, die den Br??dern verliehen waren, 
aber auch wegen ihrer Pflicht der freiheit des ganzen Landes zu 
dienen. Die Nachkommen des jaxa, die von den Deutschen hart he- 
dr??ngt wurden und denselben trihutpflichtig werden sollten, kehrten 
um 900 etwa nach Polen zur??ck, die Rechte auf ihr Land an den 
Herzog von Polen zur??ckgebend, wof??r sie von diesem G??ter im 
Krakauischen und in Schlesien erhielten. Nach ihnen wurde ihr Wappen 
auch wohl jaxa, dann nach dem Wappenbilde zuletzt Gryf genannt. 
Dieses Wappen f??hren die: , 
Ankowski, Axamitowski, Babowski, Bllkowski, Bawotowski, Belicki, Bielicki, 
Bieniaiewski, ??obowski. Bobr, Bobrinski. Bobrowicz, Branicki, Brzezinski, Brzeinicki, 
Bllrzynski, Blltowd, Bykowski, Cedro, Cedrowski, Chamiec, Chamski, Charzewski, 
Chroniowski, Chronowski. Chycki. Ciepielowski, Czaykowski, Dt:bicki, Dobek, 
Domaradzki. Gt:bski, Getkin, Giedzinski, Gtadysz, Gotllbek, Grodzicki, Gryffin, 
Gllmieniecki, Gllnther. GlIstkowski. Hromyka, Hronowski, IIsinger, liyron, Jarken, 
Jaworski, Jaxa, Kanski, Kawecki, Kt:pski, Kijenski, Kilski, Kleszczynski, Kobr, 
Kotaczkowski, Komornicki, Komorowski, Konarski, Kosmynowski, Kossowicz, 
Kowalewski. Krobanowski, Krukowski, Krynicki, Krzeczewicz, Krzeszowicki, 
Krzeszowski, Krzyszewski, Kwiatkowicz, Kwiatkowski, Kwiecinski, Latoszyn!'ki, 
Lechowicz, Lesniowolski, Lesniowski, Lipowski. Loboowski. Luzenski, t.otwiszynski, 
t.owczowski, t.llpinski, Mllkolski. Makowski, Maleszowski, Matachowski, Marcinkowski, 
Micherowski, Michowski, Mielt:cki, Mikotajewski, Mikoszek, Milecki. Mirzowski, 
Molenda, Myrzowski, Nakwaski, Nasiechowski, Nast, Neczwojewicz, Nieklewicz, 
Noskowski, Odorski, Ossowski, Ostrowski, Otwinowski, Paciorkowski. Panterewicz, 
Papuski, Pobiedzinski, Podegrodski, Poylios, Prochanski, Radlinski, Ronikier, Rotarski, 
Rotaryllsz, Roien, Roinowski. Sierakowsk
, Skrzyszowski. Stanistawski, Stojowski, 
Stroniowski, Strzeszkowski, Studzienski, Swiatopek, Szczepanowski, Szczukowski, 
Treszka, Trojecki, Trzeciecki. Tllrski. Ujejski, Ulkowski. Wierzbicki, Wiktorowski, 
Wilkowski, Wolski, Zajezierski, Zakrzewski, Zamiechowski, Zamierowski, Zaporski, 
Zeromski, Znamirowski, ZlIkowski. 
Es f??hren die K
pski in rot-silbern geteiltem felde den Greif 
mit gewechselten farben, als Heltm:chmuck den Greif wachsend ohne 
jagdhorn, - die IIsinger: in blau-golden geteiltem Schilde den Greif 
mit gewechselten farben; als Helmschmuck: den Greif golden, halb 
wachsend, zwischen zwei Elephantenr??sseln, je golden-schwarz und 
blau - golden geteilt. 
Gryzima (Taf. 111). - In rotem felde drei weisse, nach links ge- 
kehrte f??chse, die ??hereinander stehen; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Es ist aus Pommern durch die Bork eingef??hrt. Diese kamen 
zuerst nach Schlesien, wo sie sich 1273 schon Borkowicz nannten, 
dann auch nach Grosspolen , wo sie 1346 im jetzigen Kreise Kosten 
das Gut Gryzyny (Grisina) besassen, nach dem das Wappen Gryzyna 
genannt wurde, das sich in Gryzirna ver??nderte. Es wird aher nach 
dem Wappenbilde auch Li s z k i (die f??chse) genannt. Dasselbe 
f??hren die: 


Borkowicz. DIlIski, Gostynski, Starzynski. Wilski.
>>>
30 


Es f??hren die Dulski jedoch nur einen nach rechts laufenden fuchs. 
Grzymala (Taf. 111). - In goldnem Felde eine rote Mauer von 
sechs Reihen, in derselben ein Tor mit zwei nach aussen aufge- 
schlagenen Torfl??geln und aufgezogenem Gitter, auf der Mauer drei 
gleich hohe T??rme mit je drei Zinnen; Helmschmuck: ein Pfauen- 
schwanz hinter drei f??cherartig gestellten T??rmen. Einige wollen dieses 
Wappen durch einen Ritter Zylberschweg oder Zelberszwecht aus 
Deutschland nach Polen eingef??hrt wissen, allein es ist eins der 
??ltesten polnischen Wappen, dessen Zuruf G r z y m at a war. Die 
Heimat dieses Geschlechts war urspr??nglich in Masowien, im Lande 
Lomza. Dieses Wappen wurde sp??ter vermehrt durch einen in voller 
Kriegsr??stung in dem Tore stehenden Mann, den linken Arm in die 
Seite gest??tzt, den rechten mit einem S??bel bewaffneten erhoben. Diese 
Vermehrung erhielt Przedaw Grzymata daf??r, dass er 1078 die Stadt 
Ptock tapfer gegen die Jazdzwinger verteidigt hatte, von dem sp??teren 
f??rsten Wtadistaw Hermann. - Dann wurde das Wappen auch 
wieder vermindert: Der F??rst Bolestaw Wstydliwy von Polen (1127 -79), 
der den Ritter Grzymata, Besitzer von Goslice in der Wojewodschaft 
Ptock, im Verdacht des Einverst??ndnisses mit dem F??rsten Kazimierz 
von Kujawien hatte, auferlegte dem Grzymata, aus seinem Wappen den 
Ritter fortzulassen und als weiteres Zeichen der f??rstlichen Ungnade 
auch das Tor im Wappen geschlossen zu f??hren. - Eine anderweite 
Verminderung fand auch noch statt: Als die Lithauer mit den Jazd- 
zwingern Masowien ??berfielen, traten ihnen die Grzymata, Besitzer von 
Zielony und Slasy, tapfer entgegen, brachten ihnen eine Niederlage bei 
und verjagten sie. Es wurde ihnen daf??r als Anerkennung die Ver- 
minderung des Wappens um Ritter und Tor verliehen, so dass sie 
nur eine glatte Mauer mit den T??rmen zu f??hren hatten, als Gleichnis, 
dass sie f??r jene Gegend eine Schutzmauer gewesen seien. In der 
einen oder andern Form f??hren dieses Wappen die: 
Baranowski, Bartold, Bieganowski, Bieszczycki, Borkowski, Borzewicki, 
Bossowski, Brodowski, Brogtowski, Brzozogtowski, BlIdziszewski, BlIkowski, BlI- 
sinski, Bzowski, Chrostowski, Chwalikowski, CZllrnpski, Czaplicki, Czapski, CZllS- 
zewski, Dtllgot
cki, Dtllgoski, Dtllski, Dobiecki, Dobrodziejski, Domarat, DOl11as- 
zewski, Dominikowski, Dzierianowski, Frankenberg, Garwaski, Gllsinski, Gllssowski, 
Gtogowski, Gorski, Goslicki, Grabowiecki, Grabowski, Grudzinski, Grzymata, 
Grzymllttowski, Hataczkiewicz, Hawranowski, Hertyk, Hoffmann, jabtonowski, 
jazwinski, jllrkowicz, Kaliborski, Kamienski, Kamodzinski, Kazanowski, Kaztowski, 
Kobylanski, Kobylellski, Koctowski, Koskowski, Krasnopolski, Krzernienowski, 
Lesniowski, Litwinski, Litwosz, Litynski, LlIbanski, LlIbiatowski, LlIdzicki, t.agiewnicki, 
t.agiewski, t.agona, t.aszewski, t.osowski, t.lIdzicki, Machwicz, Matachowski, Mar- 
gonski, Meisinger, Mniszewski, Modrzewski, Modrzynski, Morze, Moszczynski, 
Niecikowski, Niegolewski, Niemira, Ochenkowski, Odachowski, Oleski, OIesnicki, 
Ostrowski, Pllchowski, Parzniczewski, P
czkowski, Pilltkowski, Pierzchnowski, 
Podlecki, Podolski, Pogorzelski, Pogrell, Pokrzywnicki, Potlllicki, Prlldzenski, 
Przlldzewski, Przeciszewski, Przejrzenski, Przyborowski, Przybyszewski, Rachfatowski, 
Radowicki, Radziszewski, Raszowski, Remer, Rybczynski, Rybski, 
ychlicki,. Rymwid, 

ynwidowicz, Siedlecki, Siemianowski, Skoczynski, Skotnicki, Slaski, Sleiynski, 
Sliwowski, Stomowski, Smoglllecki, Sobolinski, Sojecki, Starzynski, Str
kowski, 
Strzelecki, SlIchywilk, Swidrygiett, Swiechowski, Swierad, Swiszowski, Szmerzynski, 
Targonski, Troszczewski, Trusczynski, TlIrczynski, TlIrzanski, Ujejski, Werecki, Wiel- 
gorski, Wielogorski, Wieszczycki, Wiewiorowski, Wilamowski, Wilkowski, Wiszniowski,
>>>
- 31 


Wkrynski, Wolski, .Woydzbun, Wskrzenski, Wydrzynski, Wysocki, Zaborowski, 
Zaleski, Zamojski, Zarnowiecki, Zasadzki, Zasiecki, Zbierzchowski, Zbigniewski, 
Zbikalski, Zbikowski, Zderkiewicz, Zielenski, Zielinski, Znatowicz, Zut, Zwierzchowski. 
Es f??hren die Litynski die rote, gezinnte, oben mit schwarzem 
Kreuz besetzte Mauer in goldenem Felde, in dem offenen Tore einen 
zerbrochenen schwarzen Sperrbalken. 
Helm (Taf. 111). - In rotem Felde ein geschlossener, silberner 
Helm, der auf jeder Seite mit einem silbernen Ochsenhorn geziert ist, 
- man findet neben den H??rnern auch wohl noch..zwei gr??ne Eichen- 
bl??tter; - Helmschmuck: drei Straussenfedern. Uber den Ursprung 
wird gesagt: Als im Jahre 1111 die Preussen, mit Pommern vereint, 
nach Masowien eingebrochen waren, wo der Wojewode Maslaus ihnen 
entgegenzog , war ein polnischer Ritter mit einem feindlichen F??hrer 
von riesenhafter Gestalt, der ganz in Stahl gepanzert war, mit einem 
solchen Helme auf dem Kopfe, in Zweikampf geraten und schlug ihn 
nieder, wodurch der Mut der Feinde sank, die geschlagen wurden. 
K??nig Boleslaw verlieh dem Ritter diesen Helm (hetm) ins Wappen. 
Dasselbe f??hren die: 
Helm, Segnicz, Starzynski. 
Herburt (Taf. 111). - In rotem Felde drei silberne Schwerter, die 
von unten und von oben schr??gerechts und schr??gelinks einen in der 
Mitte schwebenden gr??nen Apfel durchbohren; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses urspr??nglich deutsche Wappen ist 1378 durch 
die Herburt aus M??hren nach Polen gekommen. Die Herburt f??hrten 
urspr??nglich zwei Schwerter, erhielten jedoch durch Kaiser Kar l den 
Grossen ein drittes Schwert und einen Paradiesapfel ins Wappen, weil 
sie sich in Ungarn und Sachsen durch Tapferkeit hervorgetan hatten. 
Sie setzten sich in Ungarn und M??hren fest, wurden dort Pa w 
za 
genannt, welcher Name auch dem Wappen gegeben wurde. Von 
einigen Familien wird der Apfel im Wappen noch mit einem Kreuz 
besetzt gef??hrt. Dasselbe f??hren die: 
Guzikowski, Herburt, Hewell, Heybowicz, Koziek, Koziet, Mierzewski, 
;oI\odrzejowski, Modzelowski, Odnowski, Paw
zki, Paw
zowski, Skarga, Woronicz, 
Zawisza, Zyniew. 
Die Guzikowski, Modzelowski, Paw
zki und Skarga f??hren ??ber 
dem Apfel noch ein goldenes Kavalierkreuz. 
Hoiobok (Taf. IV). - In rotem Felde ein halber, mit dem Kopf 
nach oben gestellter lachs; Helmschl1}.uck: ein halber lachs zwischen 
zwei Jagdh??rnern (Elephantenr??ssel). Uber den Ursprung des Wappens 
wird gesagt: Als K??nig Bolestaw 1109 im Kriege gegen die Pommern 
war und in der Gegend von Bydgosc (jetzt Bromberg) das Fl??sschen 
Hotobok (sp??ter Brahe genannt) ??berschritt, sah er in diesem eine 
Menge aufspringender lachse. Nach diesen warf ein polnischer Ritter 
Ratuld mit seinem Beile so gl??cklich, dass ein Fisch in zwei H??lften 
gehauen wurde. Der K??nig hielt dies f??r ein gutes Zeichen, und als 
er am folgenden Tage die Pommern besiegte und Ratuld sich hierbei 
auszeichnete, gab er ihm dieses Wappen, das nach dem Fl??sschen 
Hotohok oder Otobok genannt wurde. Es wurde sp??ter auch wohl 
Ktopot und nach dem Wappenbilde t.ososia genannt. Dasselbe 
f??hren die: 


..-...
>>>
32 


Bierult, Borecki, Branicki, Cehrowski, Czekowski. Dllhrowski, Gtowniewski, 
Ktopotek, Latyczyiiski, Lipnicki, Lipski, Nieczwojewski, Niklowicz, Ratuld, Stud- 
zieiiski, T arto. 
Janina (Taf. IV). - In rotem Felde ein silberner Ritter?child mit 
stahlblauem Rande; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Uber den 
Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Nach dem Tode der F??rstin 
Wanda, um 732 wurde die Regierung von zw??lf Wojewoden gef??hrt, 
die aber uneinig lebten, wodurch im Lande eine allgemeine Zerfahren- 
heit eintrat. Diese machte das Land fast widerstandslos und das be- 
nutzten die B??hmen und M??hren zu siegreichen Raubz??gen, bei denen 
sie bis nahe Krakau gekommen waren. Da wusste ein Goldarbeiter 
Przemystaw in Krakau die verzagten B??rger und Landleute zu sammeln 
lind zu ermutigen. Unter seiner Anf??hrung zog er mit ihnen nach 
dem Fl??sschen Dlubnia (wo sich jetzt eine Meile von Krakau das 
Grabmal der Wanda befindet), wo die Feinde ein Lager bezogen hatten. 
Nicht stark genug die Feinde anzugreifen, ersann er eine List. Er gab 
einem geschickten Manne den Auftrag, die B??ume abzusch??len, aus 
den Rinden Schilde machen zu lassen und solche leuchtend weiss und 
gelb anzustreichen. Als dies in einem Tage geschehen war, liess 
er die Schilde in der N??he des Wald randes aufh??ngen, suchte aber 
mit seinen Leuten und den sich anschliessenden Rittern einen abge- 
legeneren Ort zum Hinterhalt. Einzelne, vom Orte der Schilde vor- 
sprengende Ritter mussten sich dem Feinde zeigen und zur??ckreiten. 
Der Feind vermutete nun, die Schilde sehend, die Polen im Walde 
und richtete, siegesgewohnt, seinen Angriff dorthin. Pl??tzlich brach 
Przemystaw aus dem Hinterhalt hervor und der Feind wurde ge- 
schlagen. Neuer Mut hatte sich der Polen bem??chtigt und der Feind 
wurde aus dem Lande verjagt. Bei der R??ckkehr nach Krakau wurde 
Przemystaw als Retter des Vaterlandes begr??sst und von den Woje- 
woden 750 zum F??rsten erw??hlt. Nun verlieh er dem, der die Schilde 
so schnell hatte fertigstellen lassen, einen Schild als Schildesbild. - 
Als in dem Kriege des K??nigs Bolestaw gegen die Pommern, um das 
Jahr 1000, ein Ritter Janik, der den Schild im Wappen f??hrte, sich 
besonders ausgezeichnet hatte, gab der F??rst, nach dem Namen des 
Ritters, dem Wappen den Namen Ja ni n a. Die Heimat des Geschlechts, 
aus dem der K??nig Jan Sobieski stammt, wurde Janina im Kreise 
Stobnica in der Wojew. Krakau. Das Wappen wird aber auch nach 
dem Wappenbilde Tarcza (der Schild) genannt. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Axt, Biatobtocki, ??iatohocki, Biatohrodzki, Uidziliski, Uielecki, Bielicki, Bie- 
lowski, Branicki, Branwicki, Chotelski, Danczykiewicz, Doruchowski, Gaboliski, 
Gotubicki, Guliiiski, Hotubicki, Hotubowicz, janik, janikowski, janowski, jaroszewski, 
jawicki, jaworski, Kaiiski, Karski, Kaszewski, Kietczewski, Kotaczkowski, Korzcni- 
owski, Kwasek, Lc:d7ki, Lipnicki, t.abc:cki, t.c:cki, t.c:ski, Maciejowski, Mszczllj, 
Narajowski, Necewicz, Olhiecki, Olbienski, Olszbank, Opocki, Pdka, Piasecki, Podlo- 
dowski, Pogtodowski, Potocki, Przezwocki, Pszonka, Rzeczycki, Rzezenski, Sadto, 
Smosarski, Sobieski, Srokowski, Stoinski, Stojewski, Stronski, Strzeszkowski, 
Suchodolski, Swic:cicki, Swierczkowski, Szczypiecki, Tarnawski, Tllrski, Unieszowski, 
Urzanowski, Urzazowski, Uszacki, Waszmuntowski, Wiernek, Wierzbic:ta, Winiarski, 
Wolicki, Woyszyn, Wrzazowski, Zaduski, Zawadzicki, Zawadzki, Zawieprzki, Zbilllta, 
Zerzyiiski, ZlIlicki.
>>>
- 33 - 


Jasienczyk (Taf. IV). - In blauem Felde ein goldner Schl??ssel mit 
dem Bart nach oben und nach rechts gekehrt; Helmschmuck: f??nf 
Straussenfedern. Als 1037 der Kronprinz Kazimierz, mit seiner Mutter 
Rixa, des landes verwiesen war, nach Paris ging und dort in das 
Benediktinerkloster zu Clugny eintrat, begleitete ihn dorthin sein treu er 
Knappe jasienek. Als Kazimierz 1041 auf den Polenthron berufen 
wurde, kehrte auch jasienek mit ihm zur??ck und focht an der Seite 
des K??nigs gegen Maslaus und die jazdzwinger. Das lager der letzteren 
galt besonders als Schl??ssel (Klucz) zur Besiegung derselben; es wurde 
mit Gl??ck ein Sturm auf dasselbe ausgef??hrt, der Feind besiegt. Hierbei 
wurde der K??nig verwundet. Auf dem Heimritt zu seinem lager war 
der K??nig durch den Blutverlust so ersch??pft, dass er im Begriff war 
vom Pferde zu gleiten. Da war jasienek, der sich auch bei dem 
Kampfe tapfer gezeigt hatte, selbst verwundet war, dem K??nige be- 
hilflich, nahm ihn auf seine Schultern und trug ihn zum Zelte, F??r 
die ihm bewiesene treue Anh??nglichkeit und f??r die kriegerische Aus- 
zeichnung verlieh ihm der K??nig dieses Wappen. Der Schl??ssel ist 
ein Zeichen zuverl??ssiger Treue. Die Heimat des Geschlechts war 
wohl jasion in der Wojewodschaft Sendomierz. Dieses Wappen, das 
auch jasieniec und jasiona, auch redend Klucz (der Schl??ssel) 
genannt wird, f??hren die: 
Barcikowski, Barczykowski, Bielski, Bogurski, Boski, Bucki, Burski, Buski, 
Chustka, Cwikla, Gamba, GoI, Grzt:bski, Gnegorski, Grzegorzewski, Hanow, Hayn, 
jaWonski, janowski, jasienczyk, jasinkowicz, jasinski, jaskowski, jasnogorski, 
Karczewski, Kluczynski, Klukowski, Kluszewski, Kotubulski, Kowalski, Krajewski, 
Krulikiewicz, Lichnowski, Lukianski, t.ukanski, t.ychowski, Michalowski, Mit:dzy- 
chowski, Mijakowski, Ochotnicki, Ostoniecki, Ostowiecki, Ploski, Przeradzki, Przybys- 
tawski, Pstrllgowski, Radonski, Radowski, Sliwowski, ShlChocki, Stocki, Strupiechowski, 
Warpt:chowski, Warpt:sz, Witowski, W oraiiiski , Zborowski, Zbroski, Zbroiek, 
Zebrowski, Zegocki. 
Abweichend f??hren die Kowalski den Schl??ssel mit einem Barte 
auf jeder Seite. 
Jastrz
biec (Taf. IV). - In blauem Felde ein silbernes Hufeisen, 
nach oben ge??ffnet, innerhalb desselben ein goldenes Kavalierkreuz; 
Helmschmuck: ein Habicht mit halb erhobenen fl??geln, mit dem rechten 
erhobenen fusse ein gleiches Hufeisen mit dem Kreuze haltend. Die 
urspr??ngliche Gestalt des Wappens war der Habicht (jastrzqb) allein, 
woher der Name des Geschlechts jastrz
biec, das seine erste Heimat 
wohl in der Wojewodschaft Sendomierz haUe, sich dann nach allen 
Gegenden des landes zahlreich verbreitete. Uber die Vermehrung des 
alten Wappens wird gesagt: Als zur Zeit des K??nigs Bolestaw, um 
999, der Berg lysa g6ra (jetzt Heiligkreuz genannt, zwei Meilen von 
Boi
cin) von heidnischen Feinden besetzt war, welche sich dort un- 
angreifbar hielten, und wie aus Hohn zum polnischen Heere sagen 
liessen , es m??chte doch jemand zu ihnen kommen, um f??r seinen 
Christus mit einem der ihrigen einen Zweikampf zu bestehen, dachte 
ein jastrz
biec ??ber Mittel nach, um dorthin zu gelangen und den 
Zweikampf zu bestehen. Er Iiess sein Pferd mit Hufeisen beschlagen, 
die damals in Polen wohl schon lange bekannt, aber nicht gebr??uch- 
lich waren, und konnte nun den steilen und glatten Berg hinaufreiten 
v. Zernicki, Die polnischen Slammwappen. 3 


........
>>>
34 


und sich zum Zweikampf stellen. In diesem besiegte er den prahlenden 
Heiden, der der Verabredung gem??ss sich ihm ergeben musste, und 
den er dem K??nige zuf??hrte. Es wurden nun alle Pferde des pol- 
nischen Heeres beschlagen, das nun den Berg hinanritt, den Feind 
angriff und besiegte. Der K??nig verlieh dem Ritter das Hufeisen mit 
dem Ritterkreuze ins Wappen; Jastrz
biec behielt den Habicht seines 
urspr??nglichen Wappens als Helmschmuck. Dieses neue Wappen be- 
hielt den Namen Jastrz
biec. Es wurde aber auch Bolesta, Bolescic, 
Boleszczycy, Kaniowa, Kudborz, Kudbryn, Kamiona, Lubrza, 
Nagora und Lazanki genannt. Aus diesem Wappen haben sich die 
meisten Wappen, die ein oder mehrere Hufeisen haben, entwickelt. 
Dieses Wappen f??hren die: 


Abrahamowicz, Abramowicz, Adamowski, Adamski, Albinowski, Arkuszewski, 
Balinski, Banty, Baranowski, Bartoszewicz, Bartoszewski, B
dzistawski, Bekierski, 
Betdowski, Betkowski, Betza, Betzecki, Beski, Beykowski, Bialowiejski, Bielanski, 
Bielewski, Bierczynski, Bierzynski, Bietkowski, Bieykowski, Bilawski, Bisiowski, 
Bitkowski, Bninski, Bobowski, Bobrowski, Bogdaszewski, Bogustawski, Bolesta, 
Bolesz, Borehart, Bordziakowski, Borejko, Borowski, Borszowicz, Boruta, Bossowski, 
Brodecki, Brodowski, Bromirski, Bruchowski, Brudkowski, Brudnicki, Brzechwa, 
Brzeski, Brzezicki, Brzozowski, Brzuchanski, Buchowski, Budko, Budkowski, Budny, 
Bukiewicz, Bukowski, Burski, Butkiewicz, Buykowski, Buzenski, Bylecki, Byszewski, 
Chabicki, Chamski, Charbicki, Chetmicki, Chetstowski, Chilenski, Chilewski, 
Chmielecki, Chmielowski, Chocholewski, Chochot, Chodkiewicz, Chorczewski, 
Chorzewski, Choszczewski, Chromski, Chrzllstowski, Chudkowski, Chwalibowski, 
Chwedkowicz, Chybski" Chylewski, Chylinski, Cieklinski, Ciesielski, Cieszejowski, 
Cieszewski, Ciotkowski, Cioromski, Cisowski, Ciszewski, Cudzinowski, Czapiewski, 
Czarnomski, Czayka, Czaykowski, Czepowski, Czerniawski, Czernicki, Czesiejko, 
Czeski, Czeszowski, Czezowski, Cziszewski, Czyzowski, Dllbrowski, Damianski, 
D
bowski, Dobkowski, Dobrski, Dobrzynski, Domaradzki, Domaszewski, Domaszyn, 
Doranski, Drl\&'owski, Drochowski, Drozdowicz, Drozdowski, Dziankowski, Dzi
ba- 
kowski, Dzi
cielski, Dzic:gielowski, Dzierzgowski, Dziewanowski, Dzirwanowski, 
Erlicki, Ezofowicz, fabecki, fal
cki, frykacz, Gaszynski, Gembart, Gerszewski, 
Gibowski, Gieraltowski, Glinski, Gliszciynski, Gtoczinski, Gtodzinski, Gtoskowski, 
Godziszewski, Golanski, Gotawski, Gotocki, Gomotka, Gorczycki, Gorczynski, Gorecki, 
Gosiewski, Gostawski, Gostynski, Goszycki, Grabkowski, Grabowski, Grampowski, 
Grazimowski, Grc:becki, Grodecki, Gronostajski, Grudnicki, Grzebski, Grzegorzewski, 
Grzywienski, Guzowski, Hermanowski, Idzkowski, Iwanski, Iwonski, jaczewski, 
jaczynski, jakucewicz, janczewski, janikowski, janiszewski, jankowski, janowski, 
jarocinski, jasinski, jaslikowski, jastrzc:becki, jastrzc:bowski, jastrzc:bski, jc:drzejowski, 
jewsko, jei:ewski, jodtownicki, jodtowski, jutkowski, jurkowski, Kaczynski, Kamienski, 
Kapica, Karasowski, Kardolinski, Karski, Karsnicki, Karwacki, Kaznicki, Kaznowski, 
Kc:pski, Kierski, Kierzkowski, Kierznowski, Kiwerski, Klamborowski, Klimaszewski, 
Kliszewski, Ktc:bowski, Kociubinski, Koczanski, Koczowski, Konarski, Konopnicki, 
Kopanski, Koperni, Kopeszy, Koscielski, Koscien, Kositowski, Kosmaczewski, Kos- 
nowicz, Kostka, Kosztowski, Kowalewski, Koziebrodzki, Koziobrocki, Koztowski, 
Krasowski, Krassowski, Krasucki, Kraszewski, Krc:pski, Kroszewski, Krzczc:cki, 
Krzesimowski, Krzywanski, Ksil4Zki, Kucharski, Kuczkowski, Kuczuk, Kudbryn, 
Kukowski, Kul, Kulesza, Kuropatwa, Kuimicki, Kwiatkowski, Lawdanski, Lazanski, 
Lemnicki, Lesinski, Leszczynski, Ligowski, Lipowski, Lgocki, Lutomirski, I::.agiewnicki, 
I::.azanski, I::.azicki, I::.azienski, I::.
tkowski, I::.obodzki, I::.ukomski, I::.ukowicz, I::.ukowski, 
I::.uzanski, I::.ysakowski, Machczynski, Maciejowski, Mllczynski, Majer, Majewski, 
Makomeski, Makowski, Malczynski, Maleczynski, Malewski, Matokl
cki, Matuski, 
Mankowicki, Mankowski, Marszewski, Maskowski, Maszkowski, Matczynski, Mi
dzy- 
lewski, Mierczynski, Miernicki, Mierzynski, Mietelski, Mikotajek, Milanowski, Milewski, 


. 


, 


., 


, 
I 


.......
>>>
35 


.. 


Mirz, Miszyno, Mniewski, Modrzycki, Modrzynski, Morchonowicz, Morski, Mosa- 
kowski, Moykowski, Moyski, Msciszewski, Mszczuj, Myslinski, Mysliszewski, Mystowski, 
Mystkowski, Mysyrowicz, Myszkowski, Nagora, Nagorka, Nasit;gniewski, Nasifowski, 
Necz, Nemir, Niedrowski, Niegoszewski, Niemira, Niemirowicz, Niemsta, Niemy- 
gfowski, Niemyski, Niesiol'owski, Niesmierski, Niewc;gfowski, Niezdrowski, Noniewski, 
Nowiewski, Nowomiejski, Nowowiejski, Nycz, Obf6w, Obniski, Ocieski, Olizarowski, 
Olszanski, Opatkowski, Opojewski, Opolski, Orfowski, Osiecki, Paczoski, Paczynski, 
Pakosz, Pakowski, Palczycki, Palkiewicz, Papieski, Paprocki, Pawfowski, Pc;dawski, 
Pefczewski, Pc;fczycki, Petka, Petkowski, Peszkowski, Pc;tkowski, Pienczykowski, 
Pieszkowski, Pilch, Pitchowski, Pininski, Piotrowski, Pniewski, Polikowski, Pol- 
kowski, Potubinski, Poptawski, Porczynski, Porc;ba, Powczowski, Preiss, Prokllli, 
Protaszewicz, Przedpefski, Przedpolski, Przedzynski, Przeradzki, Przestrzelski, Psarski, 
Pszcz6fkowski, Pszonka, Rachanski, Racibor, Raciborowski, Raczynski, Radicki, Rem- 
biewski, Rembiszewski, Rembowski, Rodecki, Rogalski, Rogowski, Rosaiitski, Rotkiewicz, 
Rozembarski, Roinicki, Roinowski, Rucki, Rudnicki, Rychfowski, Ryfinski, Rytwianski 
Rzestkowski, Sadfo, Sadzynski, Salomon, Sarnowski, Sasimski, Sasin, Sasinowski,' 
Sawicki, Secemski, Sc;dzikowski, Sc;k, Serafini, Siemi'ltkowski, Siestrzewitowski, 
Simowski, Skabajewski, Skfodowski, Skopowski, Skorczycki, Sk6rski', Skorycki 
Skowronski,
Skrodzki, Skrzeszewski, Skrzetuski, Skrzyszowski, Skubajewski, Skubniewski' 
Sfadkowski, Sfawecki, Sfawicki, Sfawiec, Sfodkowski, Sfugocki, Smiodowski, Smolski,' 
SobicLowski, Sokolinski, Sokolnicki, Somowski, Srokowski, Stanowski, Starczewski, 
Stawinski, Stawiski, Stawski, Stokowski, Strachowski, Stradowski, Strupczewski, 
Strzelecki, Strzembosz, Strzeszkowski, Strzy.zowski, Stuienski, Suchorski, Sulenski, 
SlIlinski, Sutaczewski, Sumowski, Swi'ltecki, Swic;cicki, Szafawski, Szantyr, Szaszewicz, 
Szczemski, Szczepanski, Szczepkowski, Szczc;snowicz, Szczyt, Szczytowski, Szebiszowski, 
Szeczemski, Szomanski, Szulenski, Szumski, Szwab, Szymonski, Taczanowski, Taiiski, 
Tarnawiecki, Temberski, Tempski, Tfokinski, Tfubicki, Tfubinski, Tomczycki, 
Trzciiiski, Trzebinski, Trzepienski, Trzeszewski, Turfaj, Tymicki, Tynicki, Uchacz, 
Uchanski, Ufniarski, Ulatowski, Unierzycki, Uznanski, Waczkowski, Wadaszynski, 
Wqdolkowski, Waga, W,!kczewski, Waszkowski, Wawrowski, Waiynski, Wc;glowski, 
Welinowicz, Wc;sierski, Wc;iyk, Wierciszewski, Wierzbicki, Wierzbinski, Wierzbowski, 
Wiewiecki, Wiktorowski, Wiroiepski, Witosfawski, Witowski, Witynski, Wnuczek, 
Wnllk, Wodzinski, Wojciechowski, Wolecki, Wolicki, Wolski, Worainski, Wroblowski, 
Wydiga, Wykowski, Wyrozemski, Wyrzykowski, Wzdulski, Xi,!iki, Z!ldorski, Zagorski, 
Zakowski, Zakrzewski, Zalesicki, Zaleski, Zalisfawski, Zamieiiski, Zarski, Zarzeczny, 
Zawadzicki, Zawadzki, Zawidzki, Zawilski, Zawistowski, Zaykowski, Zberowski, 
Zborowski, Zborzenski, Zdan, Zdanowicz, Zdunowski, Zdzierzek, Zegocki, Zela- 
zowski, Zendzian, Zendzianowski, Zernowski, Zielonka, Z6fkowski, Zub, Zykowski 
Zymirski, Zytkiewicz. ' 
Die Adamski f??hren ??ber dem Kreuze noch einen silbernen Ring, 
oben besetzt mit einer Pfeilspitze; die Chylinski: das feld rot. 
Jelita (Taf. IV). - In rotem felde drei sich kreuzende, goldene 
Ritterlanzen, die mittelste senkrecht mit der Eisenspitze nach unten, 
die anderen mit der Spitze nach oben schr??gerechts und schr??gelinks 
gestellt; Helmschmuck: ein bis zu den Hinterl??ssen aufwachsender 
weisser Ziegt;.nbock. Dieses Wappen ist aus dem Wappen Koziet 
entstanden. Uber den Ursprung wird gesagt: Als Wtadystaw tokietek 
im jahre 1331 das 40000 Mann starke Heer des deutschen Ordens bei 
Radziejowo in Kujawien geschlagen hatte und am folgenden Tage das 
Schlachtfeld umritt, sah er seinen Ritter floryan Saryusz des Wappens 
Koziet, das auch Kozlarog genannt wurde, im Blute liegen und sich 
mit den H??nden seine Eingeweide in den K??rper zur??ckschieben. Als 
der K??nig bei diesem Anblicke zu seiner Umgebung sagte: "Was muss 
dieser brave Held leiden!" antwortete Saryusz, der dieses h??rte: ,Das, 
3* 


r 


( 


..
>>>
36 


was Du K??nig hier siehst, schmerzt mich nicht so sehr, als der b??se 
Nachbar meines G??tchens mich qu??lt.?? Beruhige Dich, ich werde 
Dich von Deinem Nachbar befreien,?? erwiderte der K??nig, der diesen 
Wunsch auch sp??ter erf??llte, nachdem Saryusz, dank der ihm ge- 
wordenen Pflege, wieder geheilt worden war. Als Belohnung erteilte 
ihm der K??nig drei Lanzen (die drei schweren Verwundungen dadurch 
bezeichnend) ins Wappen, das den Namen J elita (die Eingeweide) er- 
hielt. Es kamen aber auch die Benennungen Kozlar6g und Nagody 
vor. floryan Saryusz war Besitzer des Gutes Mojkowice in der 
Wojewodschaft Sieradz, im Kreise Piotrkow. Dieses Wappen f??hren die: 
Alkiewicz, Anszenski, Badynski, Biatecki, Bielawski, Bielski, Biesiadecki, 
Biesiadzki, Boglewski, Borzobochaty, Borzemski, Bukowinski, Chilchen, Chorll z yna, 
Cielimonski, Cieszanowski, Czeczel, Czerkas, Czerkaski, Czerkawski, Czerminski, 
Czerninski, Dllbrowski, D
bowski, Dobnynski, Dziaduski, Dzibattowski, DzidllSki, 
Dziecilltkowski, Dziewattowski, Dzillgtowski, Dzyrytt, fanuel, frank, Gabanski, 
Gajewski, Gawlikowski, Gawtowski, Geometer, Gerdlld, Gierzynski, Gtowa, Golis- 
zewski, Gotocki, Gomolinski, Gorlewski, Gorliwski, Hatowski, Hilchen, jaklinski, 
jakowicki, janicki, jankiewicz, jasinski, jaworski, jaykowski, jelitowski, Kaczorowski, 
Kalinski, Kalisz, Katowski, Kamisowski, Kamocki, K
dzierzynski, Kicki, Kisielewski, 
Kobielski, Korytko, Korytkowski, Koslarowski, Kossowski, Koziaroski, Kozierowski, 
Kozlarowski, Kozlorog, Krainski, Krasienski, Krasowski, Krassowski, Lasochowski, 
Lasota, Leniecki, Lganowski, Libicki, Litostawski, Litwinski, Lnezelinski, Lochynski, 
Luczelinski, Lutostanski, t.
cki, t.apczynski, t.apinski, t.azinski, t.aznicki, t.azninski, 
t.ochynski, t.ukowski, Madurowicz, Makowski, Malecki, Marcinkowski, Micewicz, 
Michatowski, Mietelski, Mirski, Misiewski, Mninski, Modrzewski, Mokrski, Morawicki, 
Morozowicz, Moykowski, Mrowinski, Mysliborski, Neronowicz, Pacanowski, Pacho- 
towiecki, Paderewski, Pajowski, Paprocki, Pieczkowski, Pienillzek, Pietuch, Pijakowski, 
Piwakowski, Popczynski, Post
kalski, Promienski, Raciborowski, Radogoski, Rayski, 
Remiesz, Remiszowski, Reszczewski, Romer, Romiszowski, Rospanth, Rozniecki, 
Sancygniowski, Sary
sz, Secygniowski, Serny, Silnicki, Sk
pski, Skokowski, Skor- 
kowski, Skrzyniecki, Sliwicki, Stawianowski, Stowinski, Stupski, Sokolnicki, Stawowski, 
Stokowski, Strumienski, Sypniowski, Szczekocki, Szczepankiewicz, Szczerbicz, Szczukocki, 
Szydtowski, Szypienski, Tarnowski, Tchorznicki, Terlikowski, Wllg1eszynski, W
gles- 
zynski, Werburt, Wielkotucki, Wierzejski, Wilczkowski, Wilkoszewski, Wolski, 
Worszyto, Woyciec
owski, 
rzesinski, 
yrzejski, 
yrzyski, Zakrzewski,. Zaleski, 
Zamojski, Zawisza, Zelawski, Zelechenski, Zelezynski, Zeromski, Zielinski, Zurowski. 
jei. - In rotem felde auf gr??nem Boden ein zusammengerollter 
Igel (jez), nach links gekehrt, den sichtbaren Kopf aber rechts gewendet; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Gllsiorecki, Hiz, jez, Lisowski, t.osowski. 
jezierza (Taf. IV). - In rotem felde ein goldenes Kavalierkreuz, 
auf dem ein Rabe mit einem Ring im Schnabel sitzt; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. Die Heimat des Wappens d??rfte Masowien ge- 
wesen sein. Dasselbe f??hren die: 
Bogustawski, Cwiktowski, Drozdowski, Drzymalski, Galczewski, Grono
tajski, 
jezierzynski, t.ojewski, Niemierza, Szczycienski, Szymanowski, Zajllczkowski Zelazo. 
Es f??hren die Zajqczkowski den Raben mit dem Ringe auch als 
Helmschmuck. 
junosza (Taf. IV). - In rotem Felde auf gr??nem schwebenden 
Boden ein weisser, junger, geh??rnter Schafbock mit Blutflecken an der 
Seite; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Das Wappen wird auch 


L 


..
>>>
37 


mitunter Baran (Schafbock) genannt, das Wappen bild bezeichnend, es 
ist jedoch der alte Feldruf junosza. Die Wiege des Wappens und 
gleichnamigen Geschlechts ist wohl Masowien. - Einige wollen den 
Ursprung in Deutschland suchen und stellen den Namen junosza als 
eine Verst??mmelung des deutschen Wortes ??jungschaf?? hin, doch ohne 
jede Begr??ndung. Auch wird, ebenso unbegr??ndet, ??ber den Ursprung 
gesagt: Als ein Ritter junosza mit seinen Mannen ausritt, um den 
Feind aufzusuchen, lief ein junger Schafbock bl??kend und springend 
??ber den Weg. Dieses legte junosza als eine gute Vorbedeutung aus, 
und wagte deshalb, als er den Feind gefunden, einen Angriff auf den- 
selben und besiegte ihn. Von dem K??nige, der junosza der Waffen- 
tat wegen belobte, erbat dieser nun den jungen Schafbock, der ihm zum 
Angriff Vertrauen gegeben hatte, als Wappen. Der K??nig erteilte ihm 
ein solches und nannte es junosza. - Dem entgegen ist das Wappen 
als ein bis in die Zeit des Heidentums zur??ckzuf??hrendes anzusehen. 
Dasselbe f??hren die: 
Badyiiski, Blldzyiiski, Baiikowski, Baran, Baranowicz, Bieliiiski, Bojan, 
Bojanowski, Borawski, Borcikowski, Borkowski, Borowski, Borukowski, Borwicz, 
Bukar, Chabowski, Chlldrzewski, Chlldzeiiski, Chociszewski, Chodecki, Chrapuiiski, 
Chrosciiiski, Chrusciiiski, Chlldzewski, Ciesliiiski, Cieszyiiski, Czarnochowski, Czecha- 
nowski, Dllbrowski, Dadzibog, Dalecki, Derpowski, Dolecki, Domin, Dorpowski, 
Drewnowski, Druibic, DlIbkowski, Gatecki, Gigaiiski, Glinicki, Godlewski, Got
ski, 
Gorny, Goslinowski, Gostkowski, Gotsch, Grochowski, Gulczewski, Gzowski, 
Hermanowski, Humiecki, Ignaiiski, janicz, janiszewski, jankowski, jaworski, junosic, 
junosza, Kamieniewski, Kamieiiski, Karmaiiski, Karnkowski, Kiernoski, Kijowski, Kisie- 
Iiiiski, Kisielewski, Kliiiski, Koto, Komarnicki, Komiiiski, Konopacki, Konopnicki, Korrna- 
nicki, Koskowski, Kosmaczewski, Kowalewski, Kozak, Kozikowski, Krogulecki, 
Krosnowski, Krzykowski, Kurdwanowski, Kurnicki, Kurzewski, Kuszkowski, Kuszycki, 
Lelowski, Lipicki, Lipnicki, t.empicki, t.ochocki, t.ojewski, t.ugowski, Malicki, Mi
dzo- 
brocki, Mierzyiiski, Mi
szkowski, Mokrzski, Niewski, Niowski, Odnodzki, Omieciiiski, 
Oparski, Oraiiski, Ortowski, Orpiszewski, Orwitowski, Osiiiski, Ostasiiiski, Ostrza- 
kowski, Ostrzeniewski, Oswieciiiski, Oyrzanowski, Petka, Piaskowski, Pieskowski, 
Pijanowski, Piotrowin, Piotrowski, ptawiiiski, Podolski, Podoski, Polikowski, Pot- 
chowski, Poniatowski, Popkowski, Potoczki, Przedojowski, Prz
dzowski, Przerownicki, 
Przerowski, Przezwocki, Pucdrowski, Pulikowski, Rachaiiski, Rachocki, Radziejowski, 
Ratomski, Ratowski, Rautenberg Rosciszewski, Rosperski, Rubel, Runowski" Rzeiiski, 
Rzeszotarski, Saporowski, Scibor, Segrowski, S
p, Sergowski, Skoruszewski, Sliwiiiski, 
Stuszkowski, Smlodowski, Smogorzewski, Sobaiiski, Starzyiiski, Stefanowski, St
p- 
kowski, Stoiiiski, Stopiiiski, Strkwiiiski, Strozberg, Suchodolski, Sulerzyski, Swiszulski, 
Szaniawski, Szarleiiski, Szarzyiiski, Szetyiiski, Szymanowski, Tabasz, Trojan, Trze- 
biiiski, Ubniewski, Umieniecki, Uszacki, Wielecki, Wielicki, Winiecki, Wolski, Woys- 
taw, Woystawski, Wscislicki, Wyr
bowski, Wysokiiiski, Zakowski, Zaliwski, Zatuski, 
Zamoscki, Zawadzki, Zawtocki, Zdrodowski, Zdrojowski, Zieleniecki, Zukowski. 
Kierdeja (Taf. IV). - In langgeteiltem Schilde in dem rechten 
blauen Felde drei pfahlweise gestellte, silberne Lilien, das linke rote 
Feld leer; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wurde 
einem Kierdeja, der aus der Krimm stammte, in Polen focht und sich 
unter K??nig Ludwik von Ungarn und Polen 1377 bei der Erst??rmung 
des Schlosses Betz auszeichnete, unter Erteilung des polnischen 
Indigenats verliehen; das rote Feld sollte die blutige Kriegstat andeuten, 
die Lilien wurden als besonderes Gnadenzeichen aus dem Stamm- 
wappen des K??nigs, der dem Hause Anjou angeh??rte, genommen. 
Dieses Wappen f??hren die: 


--
>>>
n 


- 38 


Czaplic, Dziusza, Hoscki, Jarmund, Kierdej, Kiernicki, Kozifiski, Krzywiecki, 
Pohorecki, Wielhorski. 
Kopasina (Taf. IV). - In rotem Felde schwebend zwei silberne 
Fl??sse, welche in zwei Windungen von oben schr??grechts und schr??g- 
links nach unten so zusammenfliessen , dass sie zusammen beinahe 
die Form eines nach oben ge??ffneten Hufeisens bilden; zwischen 
beiden Fl??ssen ein senkrechtes Schwert, dessen nach unten gekehrte 
abgebrochene Spitze die Fl??sse in ihre.1)'! Ber??hrungspunkte ??berbr??ckt; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Uber den Ursprung wird gesagt: 
Zur Zeit des K??nigs Boleslaw des K??hnen, 1059- 82, hat ein Ritter 
Kopasina den zwischen den beiden Dunajec-Fl??ssen lagernden Feind, 
die Pieczynger, ??berfallen und vernichtet und daf??r vom K??nige dieses 
Wappen erhalten, wie auch den landstrich, auf welchem der Kampf 
stattgefunden hatte. - In einem Krakauer Gerichtsdokumente von 1423 
wird noch ein anderes Wappen Kopasyna beschrieben: Wappen bild: 
zwei Kugeln, jede besetzt mit einem Kreuze. Das erstere Wappen 
f??hren die: 
llit:dowski, CZllstecki, Kopasinski, Mit:dzygorski, Sikorski, Slanka, Stenszczewski, 
Zaborski. 
Korah (Taf. IV). - In rotem Felde eine goldene Gondel, in deren 
Mitte ein silberner, gezinnter Turm; Helmschmuck: das Wappenbild. 
Urspr??nglich war die Gondel mit einem schwarzen, besegelten Mast 
versehen, der sp??ter durch den Turm ersetzt wurde. Der Ursprung 
des Wappens ist wo
.1 auf eine maritime Beziehung zur??ckzuf??hren, 
was schon aus der Ubereinstimmung des Namens Korab (Gondel) 
mit dem des Wappenbildes anzunehmen ist. Es soll durch einen Ritter 
Miorsz, aus England oder Deutschland, nach Polen gekommen sein, 
wohl schon im 10. Jahrhundert. Dieses Wappen f??hren die: 
Adamczewski, Bielecki, Bieniedzki, Bobkowski, Bogustawski, Boguszewski, 
Boifiski, Bojanowski, Bojemski, Bolemski, Borzkowski, Bronowski, Brzozowski, 
Chajt:cki, Chociszowski, Chojecki, Chrzanowski, Chwalibowski, Chyianowski, 
Czachorowski, Czachowski, Czachurski, Czartkowski, Czechelski, Czepiel, Czermecki, 
Dllbrowski, Dolafiski, Droszewski, Drozdowski, Dubalski, Dulibifiski, Dyski, Dzie- 
konski, Eysymont, falibowski, Glldkowski, Gatt:ski, Gliniecki, Gtoskowski, Gniazdowski, 
Godzilltkowski, Gorzycki, Grodzielski, Grudzielski, Grzt:dzica, Hotowicki, Hordzie- 
jowski, Hotowicki, Jankowski, Katowski, Karpinski, Karski , Katorowski, Kiend, 
Ktodawski, Kobierzycki, Kocietkowski, Kokowski, Korabiewski, Koscietkowski, Kot- 
nowski, Kotowiecki, Kotwicki, Kowalski, Kozieradzki, Koztowiecki, Krllpiewski, Krynicki, 
Kucharski, Laskowicz, Laskowski, Lobeski , Lutenski, Lutomski, l.abt:cki, l.aski, 
l.obeski, l.odi, l.opatecki, l.oza, Marski, Milczewski, Mitaczewski, Mtodziejowski, 
Molski, Morawski, Moszczynski, Nadstawski, Nawoyski, Orzeszko, Orzeszkowski, 
Osowski, Ostrowski, Pacynowski, Pajecki, Pawtowski, Penza, Pilltkowski, Piecznowski, 
Pierucki, Ponikwicki, Poradowski, Przeniewski, Radlicki, Rayski, Rulikowski, Rusiecki, 
Rusocki, Saleniewicz, Skarszewski, Skulski, Sliwnicki, Sl'onecki, Sobocki, Sokotowski, 
Szczurowicki, Szczurski, Taniszowski, Tarusz, Wdziekonski, Wojciechowsk!, Wojsa- 
nowski, Wojstawski, Wolanowski, Zadzik, Zbikowski, Zdzienicki, Zdzienski, Zeromski. 
Korczak (Taf. IV). - In rotem Felde drei wagerecht ??ber einander 
liegende, schwebende, silberne Fl??sse, welche von oben nach unten 
sich verk??rzen; Helmschmuck: eine goldene verzierte Schale, aus der 
ein schwarzer, nach links gekehrter Jagdhund halb hervorw??chst. Die 
drei Fl??sse, die auch mitunter, wie selbst das ganze Wappen, St??be 
(Wr
by) genannt werden, werden auch wohl von unten nach oben 


k 


.. 


1 1 
I, 


....... 


...
>>>
39 


.. 


sich verk??rzend, gef??hrt. ??ber den Ursprung des Wappens wird 
gesagt: In fr??hester Heidenzeit wurde einem reichen und ritterlichen 
Ungarn der Thron von Ungarn angeboten; er schlug ihn aber aus und 
brachte einen aus der familie der Kaninus in Vorschlag, der auch vom 
Lande zum Herrscher erw??hlt wurde. Dieser Umstand gab zu der 
fabel Veranlassung, dass die Ungarn sich einen Hund zum f??rsten 
erw??hlt h??tten. Kaninus war grausam, weswegen der erw??hnte un- 
garische Ritter ihn, dem Volksgeiste huldigend, vom Throne stiess und 
erschlug, seinen Leichnam im Lande umherzeigen liess. Die ihm er- 
neut angebotene Herrscherw??rde schlug er wieder aus, nahm aber das 
von dem neuen Herrscher ihm verliehene Wappen an: ??ein Hund in 
einer Schale??, als Andeutung, dass er von dem von ihm vorgeschlagen 
gewesenen Kaninus das Land wieder befreit hatte. Dieses Wappen 
f??hrten seine Nachkommen fort, von denen Zoarda von dem Hunnen- 
f??rsten Attila als Unterfeldherr nach Italien gesendet wurde, das er bis 
Kalabrien und Apulien verw??stete, wo er die St??dte Katona und Regiona 
baute. Ein Nachkomme des Zoarda soll dann in Neapel geblieben 
sein und von ihm sollen die Karaffa abstammen, welcher Name ins 
Polnische mit Korczak ??bersetzt wurde. Einem weiteren Nachkommen 
dieses Geschlechts und Wappens, das Czasza hiess, und zwar dem 
Demetrysz de Boiydar gab dann K??nig Ludwig von Polen und Ungarn 
um 1375 als Vermehrung in das Wappen drei fl??sse, welche die drei 
Hauptfl??sse Ungarns, die Donau, Sau und Drau, bedeuten, zwischen 
denen die familie nicht nur weite Besitzungen hatte, sondern auch 
dem Vaterlande viele ritterliche Dienste geleistet hatte. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Bataban, Bannyiiski, Barzi, Bedlewicz, Bedlewski, Bibel, Bibelski, Biernacki, 
Biernaszewski, Biernawski, Bierzawski, Bliziiiski, Bohowityn, Boratyiiski, Bortnowski, 
Bozydar, Branicki, Brodzki, Chaiikowski, Chaiiski, Choderowski, Choiiiski, Choto- 
niewski, Chotecki, Chryczewski, Chyzewskl, Cuper, Czarnkowski, Czaryski, Czasza, 
Czerniejowski, Czupa, Czuryto, Dllbkowski, Daleszyiiski, Derewiiiski, Dermunt, 
Derszniak, Deubell, Dobraczewski, Dobraczyiiski, Dreling, Drochowski, Drohojewski, 
Dryniewicz, Drzemlik, Drzewiiiski, Dziechciewski, Gliiiski, Gluziiiski, Gorajewski, 
Gorajski, Goralski, Haiiski, Hotowicki, Hornowski, Horodeiiski, Horodyjski, Horo- 
dyiiski, Hoszewski, Hreczyna, Hubicki, Hyiiko, llinicz, Iwonia, jarkowski, jarmoliiiski, 
jaroszyiiski, jeleiiski, jesman, jewtaszko, Kadtubiski, Kazimirski, Klimkowski, Komar, 
Komorowski, Konarzewski, Korbut, Korczak, Korczakowski, Korczmiiiski, Korytyiiski, 
Kotowicz, Kozieradzki, Krasnodllbski, Kr
zylowski, Krukiewnicki, Krupski, Krynicki, 
Krzeczowski, Lachodowski, Leszczyiiski, Lipski, Luszkowski, t.ahodowski, t.aniewski, 
t.awrynowicz, t.uszczewski, t.uszczkowski, t.uszczyiiski, t.yszczyiiski, Malczycki, Melecho- 
wicz, Michalewski, Michalski, Mieleszko, Mleczko, Mogolnicki, Morochowski, Myszka, 
Newelski, Niwicki, Ornowski, Oscistawski, Ostrowski, Oszczystawski, Petczycki, 
Ptoskoiiski, Podgolia, Podhorodeiiski, Portanty, Porwaniecki, Porwiiiski, Prochnicki, 
Prokopowicz, Pruchnicki, Przytupski" Rocimirski, Rynka, Rynkowski, Saczko, Sadtocha, 
Salomoiiski, Satadykowski, Samptawski, Saporowski, Serebryski, Sielicki, Siennowski, 
Silicz, Silnicki, Siwicki, Skoruta, Sledziewski, Smiotanka, Sobaiiski, Sotomuiiski, ,Sottan, 
Sozaiiski, Stawski, Strasz, Strus, Struszkiewicz, Sutkowski, Swarzyczewski, Swidto, 
Swidtowski, Swiezyiiski, Szerebiiiski, Szumbarski, Szumlaiiski, Tllkiel, Tamanowski, 
Tankowski, Truchnowski, Truchowski, Tur, Ulczycki, Umiastowski, Warkowski, 
Wasiczynski, Wasielkowski, Wasilkowski, Wasiutyiiski, Wasuczyiiski, Waszczyiiski, 
Wereszczyiiski, Wesotowski, WesseI, Wierzchowski, Wotk, Wotod, Wotodyjowski, 
Wytyz, Zahorowski, Zaj
czyiiski, Zaranek, Zborowski, Zegart, Ziotkowski, Zoratyiiski, 
Zorawiiiski.
>>>
- 40 - 


Abweichend f??hren das Wappen die Dn)hojowski, Szumlanski, 
Kotowicz, jelenski, Sielicki, -I::.aniewski, Ulczycki, Swidto und Daleszynski: 
als Helmschmuck nur drei Straussenfedern, - die Hornowski: die 
fl??sse von unten nach oben sich verj??ngend, ??ber denselben ein ge- 
st??rzter Halbmond, Helmschmuck drei Straussenfedern, - die Dermunt 
und Siwicki: die fl??sse verj??ngen sich von oben nach unten, unter 
denselben ist das Abdank-Zeichen, Helmschmuck drei Straussenfedern, 
_ die Newelski: zwischen den beiden oberen fl??ssen ist ein gest??rzter 
Halbmond, Helmschmuck drei Straussenfedern, - die Korytynski: die 
fl??sse verj??ngen sich von oben nach unten, unter denselben ein die- 
selben halb umfassender Halbmond, Helmschmuck der Hundekopf, - 
die Konarzewski: die fl??sse sind schr??ge gestellt, ??ber denselben ein 
Stern, Helmschmuck drei Straussenfedern, - die Strus: das feld silbern, 
das Wappenbild rot. 
Korwin (Taf. IV). - In rotem felde ein auf einem wagerecht 
liegende!}, schwarzen Baumstamm, der oben und unten je zwei abge- 
hauene Aste hat, sitzender, nach links gewendeter Rabe mit einem 
goldenen Ringe, dessen Diamant nach unten steht, im Schnabel; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Man findet aber auch die Abweichungen, 
dass der Baumstamm senkrecht steht, dass der Rabe rechts gewendet 
ist, dass er auch, statt der Straussenfegern den Helmschmuck bildet, 
oder auch wohl keinen Ring hat. - Uber den Ursprung, der nach 
Italien verlegt wird, sagt die legende: Als der r??mische feldherr Marcus 
Valerius Messalius, um 26 vor Chr., von einem Gallier zum Zwei- 
kampfe herausgefordert war, setzte sich w??hrend des Kampfes ein 
pl??tzlich heranfliegender Rabe auf des Messalius Helm und beunruhigte 
den Gallier durch fl??gelschlag und mit dem Schnabel so, dass Messalius 
ihn t??ten konnte. Nach diesem Ereignis erhielt Messalius den Bei- 
namen Corvinus, der f??r seine Nachkommen familienname wurde. Ein 
Zweig der Corvinus wurde in der Walachei heimisch. Aus diesem 
dann walachischen Bojaren - Geschlechte stammte johannes Corvinus, 
der sp??tere Kronfeldherr von Ungarn, der f??r seine Verdienste von 
dem K??nige Sigismund 1409 mit der Stadt Hunyad belehnt wurde und 
dann diesen Namen f??hrte. Er war der Vater des K??nigs Mathias von 
Ungarn. Dann heisst es: Diesem K??nige war durch einen Raben ein 
Ring gestohlen, der K??nig verfolgte und schoss den Raben, erlangte 
so den Ring wieder; er gab dem Raben seines Wappens dann den 
Ring in den Schnabel. - Ein Wawrz
ta Corvinus (poln. Korwin) kam 
im 13. jahrh. nach Polen, verm??hlte sich mit einer Erbtochter des 
Hauses Pobog und vereinigte deren Wappen Pobog mit dem seinen. 
Wawrz
ta wurde Hetman und Hofmarschall des ,Herzogs von Masowien 
Konrad, der ihm 1224 den Besitz der G??ter Slepowroni, Strachowa, 
Drozdzino und W ola im lande Ciechanow best??tigte. Sein neues 
Wappe'1 wurde nach dem Wappenbilde, auch wohl nach dem Haupt- 
besitz Slepowron (der Nachtrabe) genannt. ,Da Wawrz
ta seinen 
Namen Korwin beibehielt, wurde sein Wappen Slepowron, wohl auch 
noch Korwin, genannt. Zu Anfang des 16. jahrh. trennten einige Nach- 
kommen, , die den Namen Korwin weiter gef??hrt hatten, aus ihrem 
Wappen Slepowron den Raben wieder heraus und kehrten so zu ihrem 
alten Stammwappen Korwin wieder zur??ck. Dasselbe f??hren die: 


I 


, 


I
>>>
41 


I 


Bachowski, Bienkowski, Bierzynski, Boczkowski, Botowic, Cetnerski, Chromecki, 
Omochowski, Dworakowski, Dzbanski, Gacki, Gllsiorowski, Gosiewski, Harazinski, 
jagodzinski, jahotkowski, jastrzc:bski, Kalinowski, Kamionowski, Kochanowski, Korwin, 
Kossakowski, Kossenda, Krc:czow, Kruczkowski, Kruk, Krukowski, Lipczynski, Lis- 
sowski, Lutostanski, l.osniewski, Mataczewski, Michalski, Mietelski, Mtodnicki, 
Moczulsky, Morzkowski, Odolski, Olszewski, Pawtowski, Piotrowski, Prendowski, 
Sakowicz, Sobierajski, Sotkowski, Sozanski, Starzynski, Szawrowski, Szwaronski, 
Terajewicz, Topczewski, Truskolaski, Wasilowski, Wolmer, Zarnowiecki, Zawistowski, 
Zorawski. 
Korzbok (Taf V). - In blauem Felde drei ??bereinander nach links 
schwimmende Karpfen; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Ein altes, 
wohl aus Polen um 1320 nach Schlesien gekommenes und von dort 
um 1400 in Polen wieder eingef??hrtes Wappen. Es ist das Stamm- 
wappen der Korzbok, die sp??ter in Schlesien auch Korczbach und 
Kurtzbach genannt wurden. Dieses Wappen f??hren die: 
Brzozogajski, Karchowski, Korzbok, l.llcki, Montigaito, Niesiotowski, Rybienski, 
Samotworski, Sarnowski, Stryjkowski, Suplica, Tuchotka, Witkowski, Wostrowski, 
Zajdlicz, Zawadzki, Zeydler. 
Kosciesza (Taf. V). - In rotem Felde ein senkrecht stehender, 
balkenf??rmiger, ungefiederter, silberner Pfeil, an dem unteren Ende nach 
links und rechts auseinander gespalten, in der Mitte von einem Eisen, 
das ein St??ck S??bel klinge ohne Griff bedeuten soll, durchkreuzt; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wurde von dem K??nige 
Bolestaw dem K??hnen einem Ritter Kosciesza verliehen, welcher sich 
in der Schlacht von Snowsk 1072 ausgezeichnet hatte. Der K??nig sah 
ihn schwer verwundet liegen, mit einem gespaltenen Pfeile im leibe, 
das zerbrochene Schwert in der Hand. Den Pfeil und ein denselben 
durchkreuzendes Schwertst??ck gab er ihm als Wappenbild, nannte das 
Wappen nach ihm selbst Kosciesza. Dobiestaw Kosciesza, wegen 
seines finsteren Blickes Strzegomia genannt, legte das Gut Strzegomia 
in der Wojewodschaft Sendomierz an. Es wurde das Wappen in 
dieser Gegend dann auch wohl Strzegomia genannt. Die erste 
Heimat des Geschlechts war wohl Grosspolen, wo Koscieszki bei 
Kruszwic und Koscieszyn bei Mi
dzyrzecz (Meseritz) lagen. Dann ver- 
breiteten sich die Kosciesza nach Schlesien, wo sie 1143 an der Er- 
mordung des Bischofs Magnus von Breslau beteiligt waren, dann auch 
nach Masowien, wo sie 1440 den eximierten Gerichtsstand erhielten. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Alexandrowicz, Astutowicz, Bereszniewicz, Blus, Bodurkiewicz, Bolsanowski, 
Boreyko, Bouffatt, Branwicki, Brzezinski , Brzostowski, Bujalski, Chodkiewicz, 
Chodzicki, Chodiko, Chotowski, Chrzllstowski, Ciborowski, Dalinski, Dalwicki, Dolski, 
Dorohostajski, Doroszkiewicz, Dylewski, Dzieszuk, Gniewosz, Golejewski, Gotaszewski, 
Gotocki, jatbrzykowski, jarmota, jarmotowicz, jaszkowski, jawor, jaworski, Kakowski, 
Karnicki, Klausgietowicz, Klimowicz, Kobelski , Kobylski, Kojatowicz, Kotakowski, 
Kotozc:bski, Kopytkowski, Kosciecki, Koscielski, Koscieski, Kosciesza, Kosciszewski, 
Kosmowski, Kossowiecki, Kossowski, Kostrzessa, Kroger, Kutakowski, Kurnicki, 
Lazarowicz, Listowski, l.llczynski, Mackiewicz, Mc:czynski, Merto, Mc:iynski, Michat- 
kiewicz, Mitoszewski, Miroszewski, Mniszewski, Murawicki, Nagurzewski, Nahorecki, 
Narwit, Narwitowicz, Nieczkowski, Nielubowicz, Olszewski, Opelewski, Oranski, 
Oiegalski , Prawecki, Przyborowski, Przybylski, Pudlinski , Pudtowski, Pukszta, 
Rakowski, Rakoyski, Ratomski, Reszczynski, Rudawski, Rudziejewski, Rzeiynski, 
Saniewski, Siechmowicki, Siekierzynski, Skorulski, Skrobot, Stawogorski, Stonczewski, 


, 


I
>>>
- 42 - 


Sopocko, Stanisfawski, Stetkiewicz, Stryszewski, Strzegocki, Suliszewski, Sufkowski, 
Szafapski, Szklillski, Szymczykiewicz, Szymkowicz, Targonski, Trojnowicz, Tronowski, 
Tukalski, Wawronski, Wereszczaka, Wesfawski, Wilamowski, Wnorowski, Wodynski, 
Wolski, Wofk, Wotkowicz, Wofodiko, Wronski, Zaba, Zakrzewski, Zaleski, Zafuski, 
Zambrzycki, Zberowski, Zbiruski, Zdzychowski, Zerzynski. 
Ver??ndert f??hren das Wappen die Chodkiewicz: Schild gespaltent 
rechts das Wappen Kosciesza, links in Rot ein weisser Greif mi, 
schwarzen F??ssen, gegen die Teilungslinie gewendet, in der rechten 
Vorderpranke ein zum Hauen erhobenes Schwert haltend, Helmschmuck 
ein gleicher, halb aufwachsender Greif, - - die Skorulski, Alexandrowicz 
und Blus: der Pfeil ist zweimal durchkreuzt, Helmschmuck ein Pfauen- 
schwanz, - die Pukszta: der Pfeil ist auch zweimal durchkreuzt, aber 
unten in drei St??cke gespalten, Helmschmuck drei Straussenfedern, - 
die Wotkowicz: die Spaltenden des einmal durchkreuzten Pfeils sind 
je mit einem Stern besetzt, - die Dolski: der durchkreuzende Balken 
ist rechts gest??mmelt, nur links vorhanden, - die Szymkowicz und 
Murawicki: der Pfeil ist nicht durchkreuzt, - die Dorohostajski: die 
Pfeilspitze bildet eine gerade Linie in Form eines T, - die Dalinski: 
der Pfeil ist nicht durchkreuzt, aber links und rechts von je einem 
Stern begleitet, - die Pudtowski: Helmschmuck zwei Palmen, links 
und rechts derselben je ein Kreuz, in deren Winkeln sich kleine Kreuze 
befinden, - die Gotaszewski: zwei Pfeile, schr??ge gekreuzt. 
Kosy. - In rotem Felde zwei silberne, nach innen gebogene, oben 
auseinandergehende, mit den Spitzen unten sich kreuzende Sensen eisen ; 
Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Dieses Wappen f??hrte Maslaus, 
Mundschenk der K??nigin Rixa und Starost von Masowien, welcher zur 
Zeit des 1034 eingetretenen Interregnums sich zum selbst??ndigen 
F??rsten von Masowien zu machen versuchte und sich dieserhalb mit 
den heidnischen Preussen verb??ndete. Nach der R??ckkehr des K??nigs 
Kazimierz wurde er von diesem geschlagen und kam um. Dessen 
Tochter, Erbin grosser G??ter, gab K??nig Kazimierz dem um dieselbe 
anhaltenden Hetman, welcher Maslaus besiegt hatte, zur Gemahl i n 
Dieser Hetman f??hrte das Wappen Prus I. und nahm zu demselben 
aus dem Wappen Kosy auch die Sensen, wenngleich in umgekehrter 
Stellung an, wodurch das Wappen Prus 11. entstand. Das Wappen 
Kosy f??r sich ging ein. 
Kot. - In rotem Felde eine nach links gewendete, sitzende, weisse 
Meerkatze mil ein
!TI goldenen G??rtel um den Leib; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Uber den Ursprung und die erste Heimat desselben 
ist nichts bekannt. Dasselbe f??hren die: 
Kot, Swarczynski, Swaroiynski, Wilkolewicz, Woysznar, Woysznarowicz. 
Kotwicz I. (Taf. V). - In silbernem Felde ein roter Querbalken 
Helmschmuck: ein gepanzerter, hauender Schwertarm. Dieses Wappen 
kam aus Oesterreich durch die Br??der Henryk und Jan Pochner 1281 
nach der Lausitz , wo sie das Schloss Kotwicz gr??ndeten, nach dem 
sie sich nannten, das sie aber verloren, weil sie Feindseligkeiten gegen 
ihren Landesherrn, den Markgrafen, ??bten; sie siedelten nach Schlesien 
??ber, wo sie sich auch ferner Kotwicz nannten; der Sohn des Jan 
liess sich dann in Polen in dem Lande Wschowo nieder. Eine Ab- 


, 


--..
>>>
43 


??nderung dieses Wappens wird als Wappen Kotwicz 11. bezeichnet. 
Dieses Wappen I. f??hren die: 
Bodner, Czaplicki, Dtuski, Dzieganowski, Gilewicz, Gilewski, Gotycki, Gorc- 
zynski,Grodlinski, Hemindowski, Herniczek, Ipohorski, Kalecki, Kaleczycki, Kalenkowicz 
Komorowski, Kotwicz, Krzycki, Kunigowski, Lenkiewicz, MIlchIinski , Mllczynski, 
Pochner, Rarlomicki, Silheim, Smolik, Smulikowski, Strupinski, Sw
derski, Sylchanowski, 
ToIkacz, W
zykowski, Wilkowski, Wryszkolski, Wyrzykowski, Zeceleraty, Zgorski. 
Es f??hren jedoch die lenkiewicz und Totkacz in Silber einen 
schwarzen Balken. 
Kotwicz 11. (Taf. V). - In silbernem Felde ein roter Pfahl; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Das Wappen ist eine Ab??nderung des 
Wappens Kotwicz I. Diese muss wohl zuerst durch einen Zweig der 
Kotwicz, der sich Strzata nannte, angenommen sein, weil dieses Wappen 
auch Strzata genannt wird. Nach dem Beinamen eines Zweiges der 
Strzata heisst das Wappen auch wohl Siestrzeniec. Zu demselben 
geh??ren die: 
Bandzinski, Bohusz, Chmielik, Dulski, Geppert, Henikowski, K
sminski, Kol
cki, 
Kuczuk, Olbrotowski, Silchen, Siestrzencowicz, Skibinski, Strzata, Szykier, Zdzitowiecki. 
Kownia (Tat. V). - In rotem Felde drei blanke Schwerter mit 
den Spitzen nach unten gerichtet und mit diesen in einem Punkte zu- 
sammentreffend; Helmschmuck: Pfauenschwanz oder drei Straussen- 
federn. Es ist das Wappen aber vielfach noch vermehrt durch einen 
goldenen Halbmond unter den Schwertern, einen goldenen Stern unter 
diesem und zwei Sternen zwischen den Handgriffen. 
s wurde auch 
Skowinia und, vielleicht richtiger R6wnia genannt. Uber Ursprung 
und erste Heimat ist nichts bekannt. Durch weitere Vermehrung ent- 
stand 1581 das Wappen Pskowczyk. Dieses Wappen f??hren die: 
Domaradzki, Juracha, Koniecki, Konwicki, t.osniewski, Niszkiewicz, Pachoto- 
wiecki, Ptaczek, Ptak, Seredynski, Suskrajewski, Tllchlinski, Tllr, Wysiecki, Zaszczynski. 
Kroje (Taf. V). - In rotem Felde drei silberne sicheif??rmige Pflug- 
eisen, die in der Mitte zusammenstehen, mit den Spitzen nach den 
Oherecks und nach unten gestellt sind; Helmschmuck: ein Pfauen- 
schwanz. Es stammt schon aus der Heidenzeit, doch ist die erste 
Heimat des Geschlechtes Kroje nicht bekannt. Aus diesem Wappen 
entstand das Wappen Rola. Dieses Wappen Kroje f??hren die: 
Domamewski, Kopec, Kroja, Krzeszowski, Skotnicki, Tarnawski. 
Krzywda (Taf. V). - In blauem Felde ein silbernes, nach unten 
offenes Hufeisen, welches ein silbernes Kavalierkreuz einschliesst, oben 
mit einem solchen, aber um den rechten Balken verst??mmelten Kreuze 
besetzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. ??ber den Ursprung 
wird gesagt, dass von zwei Br??dern des Wappens lubicz der eine 
dem andern bei der Erbteilung Unrecht (Krzywda) zugef??gt hahe, wes- 
halb ihm aus dem Wappen die H??lfte des einen Kreuzes genommen 
und das neue Wappen Krzywda genannt wurde. Die Heimat dieses 
Wappens ist wohl Krzywda in Podlachien. Das Wappen f??hren die: 
Antuszewicz, Bajkowski, Bogucki, Chmura, Chrzltstowski, Czarnocki, Danowski, 
Dembowicz, Dunczewski, Goski, Kierzkowski, Kieszkowski, Kobylinski, t.azenski, 
t.azowski, t.ozinski, Nahojowski, Pisulski, Pogorzelski, Poleski, Polewski, Rojek, 
Rzewuski, Sankowski, Sienicki, Slaski, Soczycki, Swi
cicki, Szankowski, W
glowski 
Wroblewski, Zgorzelski, Znaniecki.
>>>
- 44 


Krzyi (Taf. V). - In rotem Felde ein goldenes Kavalierkreuz, 
unter welchem ein goldener, sechsstrahliger Stern; Helmschmuck: ein 
Kavalierkreuz. Es wird auch Krucyn i oder Kruczyn genannt. Dieses 
Wappen, wie auch diejenigen Wappen, in denen ein Kreuz, wenn auch 
unter verschiedener Gestalt, ist, die auch Krzyz (Kreuz) genannt 
werden, sind wohl zu Anfang der Christenheit in Polen entstanden. 
Das Wappen Krzyz f??hren die: 
Barwifis,ki, Dalewski, Korniakt, Kosztulski, Kruszyna, Kulczycki, Pitschman, 
Skorobohaty, Swientopetk, Szczepkowski, Wrzezewski. 
Larysza (Taf. V). - In rotem Felde zwei neben einander stehende, 
silberne Pflugscharen, mit den Spitzen nach oben, mit den Schne.!den 
nach ausw??rts gerichtet; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Uber 
den Ursprung wird gesagt: Jaromir, F??rst von B??hmen, von seinem 
Bruder Wratyslaw verjagt, suchte Schutz in Polen, der ihm auch ge- 
w??hrt wurde. Wratyslaw r??ckte deshalb 1062 kriegerisch in Polen 
ein. Als K??nig Bolestaw der K??hne ihm entgegenzog, kam ihm ein 

ann entgegen, der zwei Pflugscharen zum Schmied tragen wollte. 
Uber die Gegend befragt, erkl??rte er sich bereit die Truppen durch 
den Wald zu f??hren, was er auch tat. Jenseits des Waldes lagerten 
die B??hmen. Der Mann, der Larysz hiess, schlich sich vor Tages- 
anbruch nach dem b??hmischen Lager, und es gelang ihm, da dort alle 
unbesorgt in tiefem Schlafe lagen, der Vorhut die Pferde fortzuf??hren. 
Der K??nig ??berfiel das Lager und erreichte einen vollst??ndigen Sieg. 
Zur Belohnung verlieh er dem Larysz ausser weitem Besitz in Schlesien, 
dieses Wappen, das nach ihm Larysza benannt, aber auch Laryssa 
und Larysz geschrieben wurde. Eine zweite Benennung des Wappens 
mit G leszyn oder Gleszyna kam zeitweise vor. Auch findet man 
die Bezeichnung Larysza f??r das Wappen Strzemi
. Das Wappen 
f??hren die: 
Chocholaty, Cchochotadzki, Domafiski, Dumafiski, lariss, larysza, lebla, 
t.astowiecki, Madalifiski, Mt;czalski, Mendalski, Niedzielski, Palimllczyfiski, Perzanowski, 
Szokalski, Wnuczek, Zdanowski. 
Leliwa (Taf. V). - In hlauem Felde ein goldener, nach oben ge- 
??ffneter Halbmond, ??herh??ht von einem sechsstrahligen goldenen Sterne; 
Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Wappenbilde. Es 
wird auch wohl ein rotes Feld gef??hrt. Es gilt als Urwappen, und 
die Annahme, dass es aus Deutschland eingef??hrt sei, ist durch nichts 
begr??ndet. Die erste Heimat des Wappens war wohl in der Wojewod- 
schaft Sieradz. Eine Vermehrung des Wappens durch ein Kreuz unter 
dem Halbmonde, die die Bobinski f??hren, wird Dekaloga genannt. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Adamowicz, Albicki, Anszewski, Bachrynowski, Bqdkowski, Bajer, Bakrynowski, 
Baszowski, Baurski, Bedlifiski, Bernatowicz, Besowski, Bielowski, Btocki, Bobifiski, 
Bobola, Bodzanta, Brazyfiski, Broniewski, Brzozdowski, Brzozogajski, Buthak, Cerkas, 
Chlebowicz, Chtasko, Choborski, Chociatowski, Chruscicki, Cichowicz, Czajowski, 
Czapski, Czarnecki, Czechowicz, Czelatycki, Czerczycki, Czeski, Czichowski, Czobor, 
Czubifiski, Czudowski, Czulski, Dllb, Dllbrowski, Damerau, Danecki, Daszkowicz, 
Daszkowski, Dobrzafiski, Dorohostajski, Dorpowski, Drastawski. fryjewicz, Gang- 
towski, Gintowt, Gotuchowski, Gorka, Gorkafiski, Gortatowski, Gozdzki, Graniewski, 
Granowski, Grochowski, Gwiazdowski, I-Jlaska, Irzykowicz, jaczewski, jarostawski, 
jaskmanicki, jelec, jerzykowicz, jozefowicz, juchnowicz, jurkowski, juskiewicz, Kalenik, 


.....
>>>
45 


Karsnicki, Kaski, Kiewlicz, Kiski, Kokoski, Koninski, Koppet, Kopystynski, Kostewicz, 
Kozielski, Krajewski, Kronicki, Krzesz, Krzywobtocki, Kuchmistrzowicz, Kucinski, 
Kumaniecki, Kummer, Kunter, Laskowski, Leliwa, Lgocki, Lipinski, Lisowski, Lostin, 
t.asko, t.ozinski, t.ubanka, t.ysakowski, Malszycki, Melsztynski, Miaskowski, Mierczynski, 
Mierzenski, Mtaszkowski, Mtodkowski, Monwid, Monwidowicz, Morsztyn, Mutykalski, 
Narmunt, Niemierzyc, Niesiotowski, Ninienski, Odyniec, Oklejski, Okuszko, Olechno- 
wicz, Olechowicz, Osostowicz, Ostaszkiewicz, Ostrowski, Ostrzeszewicz, Ostrzewski, 
Paalsknis, Pacyna, Parys, Paszkowski, Pawtowski, Pawsza, Pieczychowski, Pietraszewicz, 
Pigtowski, Pilecki, Piorun, ptawinski, Pobtocki, Podh;ski, Pogorski, Pokrywnicki, 
Potonski, Poptawski, Pruski, Pruszak, Przywidzki, Ptaszynski, Rllczkowski, Radwanski, 
Rakowic, Rekuc, Rezwic, Rogowski, Rohozinski, Rykowski, Ryx, Scierski, Sieniawski, 
Sienkiewicz, Sierpski, Skorupa, Stawinski, Stotwinski, Smoiski, Specimirski, Spiner, 
Sptawski, Srzedzinski, Staniewicz, Stanilewicz, Starowolski, Starzechowski, Staszkiewicz, 
Stiernski, Stryjkowski, Sudnik, Sworski, Szalkiewicz,Szaniecki,Szczepiecki,Szpiner, Tarto, 
Tarnau, Tarnowski, Towgin, Trzcienski, Tutkowski, Tyszkiewicz, Urak, Ustarbowski, 
Virion, Wapczynski, Wardc;ski, Warnsdorf, Wc;sierski, Wiaiewicz, Wic;ctawski, Wieros- 
zemski, Wietcki, Witski, Wodzicki, Wojakowski, Wojanowski, Wrzosek, Wyrozemski, 
Wyrzykowski, Wyskocki, Wysocki, Zaborski, Zabrzezinski, Zaglinski, Zajllczkowski, 
Zarski, Zienkowicz, Zurowski. 
Es f??hren jedoch die Adamowicz: in Rot einen gest??rzten, 
silbernen Halbmond ??ber einem aufrechten silbernen Pfeile, der links 
von einem silbernen Stern begleitet ist; als Helmschmuck: einen offenen 
silbernen Adlerflug. 
Leszczyc (Tal. V). - In rotem felde ein goldenes, auf vier silbernen 
Pf??hlen ruhendes Dach, also ein Heuschober (br6g); Helmschmuck: 
ein Pfauen schwanz, belegt mit dem Wappenbilde, das aber halbrechts 
steht. - Ein Urwappen, das mitunter auch Laska, und nach dem 
Wappen bilde auch Br6g genannt wurde. Die Heimat des Wappens 
war wohl die Wojewodschaft Inowrodaw. Dieses Wappen f??hren die: 
Belc;cki, Biatc;ski, "Bieganski, Boleminski, Boliminski, Bonczkowski, Chmielillski, 
Chodorowski, Dokowski, Donoski, Donowski, falc;cki, Grabionka, Guttowski, 
Gutowski, Holy, jabtkowski, jasieniecki, jaskolski, juszynski, Klonowski, Kossowski, 
Kostecki, Koszutski, Krotowski, Laskary, Laskowski, Leszczyc, Lubonski, Lubstowski, 
t.ukawski, Mierucki, Mierzejewski, Mierzewski, Mitaszewski, Mirostawski, Mroczek, 
Nagorski, Ostrorog, Piekarski, Pierzchlinski, Piesek, Ptodowski, ptomykowski, Po nc;- 
towski, Popkowski, Popowski, Pszczynski, Radoli,nski, Rysinski, Siemienski, Siestrzewi- 
towski, Skarszewski, Skolimowski, Stupski, Smietowski, Stawski, S!rzeszewski, 
Strzeiymins
i, Sulistawski, Suminski, Supinski, Surminski, Swiecki, Swieiowski, 
Swiszulski, Swiiowski, Szuminski, Walderowicz, Waliszewski, Wc;gorszewski, Wierus- 
zewski, Wtosinowski, Wtoszynowski, Wygraiewski, Zaleski, Zielonacki, Zyznowski. 
Lewart (Taf. V). - In rotem, mitunter auch blauem felde ein 
rechtsgekehrter, goldgekr??nter, aufrecht sitzender, naturfarbener Leopard; 
Helmschmuck: ein gleicher Leopard halb aufwachsend. Es ist ein ein- 
gef??hrtes Wappen, das durch seinen Namen Lewart, der im B??hmischen. 
Leopard bedeutet, auf B??hmischen Ursprung schliessen l??sst; doch 
wird angegeben, dass es vom Rhein stammt, und unter Kazimierz dem 
Gerechten, um 1180, durch einen Ritter Wichfried nach Polen gebracht 
wurde. Dieser war aus dem Lande K??ln, ein Sohn des Borgos und 
Enkel des Lamfried, welcher letztere dem Prinzen Kazimierz w??hrend 
seines Aufenthaltes am Rhein gute Aufnahme und freundlichkeiten be- 
wiesen hatte. In Anerkennung dessen verlieh Kazimierz, nachdem er 1177 
den polnischen Thron bestiegen hatte, ihm auf Lebenszeit die Schl??sser 
Sandecz, Oswiecim und Siewierz, neben anderen Privilegien. Wich-
>>>
46 


fried pflanzte den Stamm dieses Wappens, das auch Wal ny genannt 
wird, in Polen fort. Dieses Wappen f??hren die: 
Bakowski, Broniewski, firlej, Gorski, Kczewski, Konarski, Krwacki, Lewar- 
towicz, Lewartowski, Lewinski, Marczuszowski, Markuszewski, Metgiewski, Pety, 
Skwarc, Sztapa, Thokarski, Tretius, Wodpol, Zakrzewski. 
Lis (Taf. VI). - In rotem Felde ein silberner, ungefiederter, senk- 
recht nach oben gerichteter Pfeil, dessen Schaft zweimal durchkreuzt 
ist; Helmschmuck: ein nach 1if1
s gekehrter, aufwachsender Fuchs mit 
aufw??rts gerichteter Rute. - Uber den Ursprung wird gesagt: Ein 
Ritter, welcher einen Fuchs (Lis) im Wappen f??hrte, hatte zur Zeit 
des K??nigs Kazimierz I. im jahre 1058 in dem Kriege gegen die 
jazdzwinger und Lithauer eine gr??ssere Abteilung zu befehligen. Diese 
teilte er in zwei Teile, sendete den einen zur Umgehung des Feindes 
aus, der bei Sochaczew an dem Flusse Bzura, auch Mzura genannt, 
lagerte. Die umgehende Abteilung sollte dann einen Angriff machen, 
sobald er durch einen mit Brennstoff umwickelten, in die H??he ge- 
schossenen Pfeil das Signal dazu geben w??rde. Nachdem er die Be- 
reitschaft dieser Abteilung sicher voraussetzen konnte, liess er das 
Signal geben, die Abteilung griff an, ebenso er selbst mit der zur??ck- 
gebliebenen Abteilung, und der so von zwei Seiten unerwartet ange- 
griffene und dadurch verwirrte Feind wurde vernichtet. Daf??r erhielt 
der Ritter den Pfeil in das Wappen, zweimal durchkreuzt als Hinweis 
auf den Angriff von zwei Seiten. Der Ritter behielt aber den Fuchs 
als Helmschmuck bei. 'Dieses neue Wappen wurde nach dem Flusse, 
wo die Tat geschah, Bzura, auch wohl Mzura, genannt. Nach dem 
urspr??nglichen Wappen bilde behielt es aber auch den Namen Lis bei. 
Der Ritter f??hrte dann auch wohl selbst den Namen Bzura und legte 
in der Wojewodschaft Krakau ein Dorf Bzura an, das er sp??ter dem 
Kloster j
drzej6w schenkte. Er hinterliess einen Sohn, der den Stamm 
fortsetzte. Lokale Bezeichnungen des Wappens waren auch Orzi-Orzi, 
wohl nach dem Fl??sschen Orz in Masowien und Strempacz. Dieses 
Wappen f??hren folgende Familien: 
Biskupski, Boczka, Bolestraszycki, Borowski, BlIcela, Buchczycki, BlIkczycki, 
Bzura, Bzurski, Chom
towski, Chominski, Chrzelowski, Cieszowski, Cyrus, Czarnecki, 
Czarnocki, Czarnota, Czyz, flllko, Gatardowicz, Giebuttowski, Gielbutowski, Gliiiski, 
Gotuchowski, Gottard, Grodowski, Grudowski, Grzegorzewski, Grzywa, JIj(lski, 
j
czynski, jarnicki, jerlicz, jezewski, jodko, Kanigowski, Karnicki, Kasicki, Kempinski, 
K
sztort, Kieysztor, Kniehenicki, Kolesinski, Komonski, Komorowski, Komunski, 
Konstantynowicz, Korsak, Korzeniewski, Kosmowski, Koziegtowski, Koztowski, 
Kroinski, Kulczycki, Kwilinski, Lipicki, Lisiecki, Lisowski, 1::.1lcki, Makarowicz, 
Matuszenski, Medeksza, Metra, Michatowicz, Michniewicz, Mickiewicz, Mieszkowski, 
Mikotajewski, Mironski, Mnichowski, Naczowicz, Narbllt, Nieczycki, Niemierza, 
Niemsta, Ochab, Olszewski, Ottarzewski, Ossendowski, Piaseczynski, Pieczonka, 
Pieczynga, Postrumienski, Proszczowicz, Radziminski, Rappold, Roszczyc, Roinicki, 
Rudnicki, Ruszczyc, RlIszel, Rymwid, Sam;;onowicz, Sangayto, Sapieha, Sikorski, 
Sipowicz, Stupski, Starzynski, Suwigajto, Swiatopetk, Swierski, Szkudlski, Tausz, 
Tyminski, Ulinski, Wankowicz, Wankowski, Wasiencowicz, Werbski, Wereszczaka, 
Wichorowski, Wieilinski, Wilkanowski, Wolan, Wolski, Woronowicz, Worowski, 
Wr6blewski, Zabieto, Zadambrowski, Zajllc, Zaleski, Zawadzki, Zdan. 
Ver??ndert f??hren das Wappen die jerlicz: der Pfeil ist zweimal 
aber schr??gerechts durchkreuzt, - die Rymwid, Mickiewicz, Sipowicz, 
Tyminski, Doroszkiewicz: der Pfeil ist nur einmal durchkreuzt
>>>
47 


Helmschmuck: drei Straussenfedern, - die Makarowicz und Wasienco- 
wicz: der Pfeil ist von drei St??ben durchkreuzt, die sich nach oben hin ver- 
j??ngen, - die Sapieha und Samsonowicz: neben dem etwas nach 
links ger??ckten Pfeile ist rechts ein senkrecht gestellter, mit der Spitze 
nach oben, mit der Schneide nach innen gekehrter S??bel, - die K
sztort: 
der einmal durchkreuzte Pfeil ist rechts und links von je einem Stern 
begleitet; Helmschmuck: zwei Jagdh??rner (Elephantenr??ssel), - die 
Cyrus: als Helmschmuck zwei pfahlweise gestellte Sterne zwischen 
zwei fl??geln, - die Kosmowski haben an dem Schaft statt des Kreuzes 
nur einen linken halben Balken. 
Lubicz (Taf. VI). - In blauem felde ein silbernes, nach unten 
ge??ffnetes Hufeisen, in dessen Mitte ein silbernes Kavalierkreuz schwebt, 
mit einem gleichen Kreuze !
t das Hufeisen oben besetzt; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. - Uber den Ursprung dieses Wappens wird 
gesagt: In dem Kriege des K??nigs Kazil}lierz gegen die Preussen im 
Jahre 1190 nahm ein Ritter, der ein Hufeisen (Podkowa) mit einem 
Kreuze im Wappen, das mit Po d k 0 wabezeichnet wird, wohl das 
Wappen Pobog gewesen sein mag, f??hrte, den feindlichen f??hrer ge- 
fangen und f??hrte ihn dem K??nige zu, wof??r dieser dem Ritter ein 
zweites Kreuz ins Wappen verlieh. Nach dem flusse Lubicz, der jetzt 
Drewenz heisst, wo das Gefecht stattgefunden hat, vielleicht hei dem 
jetzt an der Drewenz belegenen Dorfe Lubicz, wurde das neue Wappen 
Luhicz genannt. Man findet es aber auch als Luba, Luby, Lubycze 
und Podkowa bezeichnet. Aus diesem Wappen stammt das Wappen 
Krzywda. Das Wappen f??hren die: 
Anczewski, Arynek, Babecki, Baczewski, Bakanowski, Bartikowski, Bartosiewicz, 
Baykowski, Bednarski, Biatoblocki, Biatochowski, Biatyiiski, Biecz, Bledzewski, 
Bolanowski, Borchowski, Borkowski, Borowski, Bortkiewicz, Borzechowski, Borzes- 
towski, Borzewski, Borzymowski, Brykczyiiski, Brzeziiiski, Brzowski, Brzozowski, 
Brzumieiiski, Buczyiiski, Buderaski, Budzistaw, Burzymowski, Chaborski, Chetchowski, 
Chojecki, Choromaiiski, Chotolski, Choynowski, Chromiiiski, Chrostowski, Cichocki, 
Cichowski, Ciecierski, Ciesielski, Cieslicki, Ci
zadtowski, Czaplicki, Czartoryski, 
Czerniewicz, Czerwiiiski, Czerwonka, Dllbkowski, Danitowski, Dernatowicz, Dobrze- 
wiiiski, Dobrzyjatowski, Domaniewski, Dryzdela, Duryewski, Dzierzeiiski, Dziezyc, 
fedkowicz, filicki, Gerkowski, Gieczewicz, Gierczyiiski, Giewartowski, Glaczyiiski, 
Gt
bocki, Goreczkowski, Goslicki, Gostyiiski, Gradowski, Greffen, Gregorowicz, 
Grochowski, Gruszecki, Gruzewski, Gryniewicz, Gurski, Guzkowski, Harynek, Hercyk, 
Hlebowicz, Hotowka, Horomatski, Hrehorowicz, IdZkowski, jagnilltkowski, janczewski, 
januszkiewicz, jaszowski, jawornicki, jaworowski, j
drzejowicz, jurewicz, Karwosiecki, 
Kiewnarski, Kijowski, Ktosiiiski, Kobliiiski, Kobylaiiski, Kochaiiski, Koczowski, 
Konopka, Kopec, Kosmiiiski, Kozicki, Koziiiski, Koztowski, Kozmiiiski, Kozmirski, 
Krosnicki, Krosnowski, Krzecz , Krzeczowski, Krzycki, Krzyczkowski, Krzyniecki, 
Krzywicki, Krzywonowski, Kucharski, Kulnow, Kurowski, Kuziemski, lig
za, lipski, 
lisowski, lissowski, Lopieiiski, Lubicz, Lutoborski, Lyskowski, t.apa, t.apiiiski, t.llzyiiski, 
t.
kowski, t.opaciiiski, t.opacki, t.opieiiski, t.oszewski, t.oziiiski, t.uba, t.ugowski, 
t.uzecki, t.ysakowski, Makowiecki, Mankowicz, Markiewicz, Meysner, Mieczllikowski, 
Mierzejowski, Mierzyiiski, Milewski, Mitosz, Misbacki, Miszewski, Misztott, Mtodyiiski, 
Mnichowski, Mniszewski, Mogilnicki, Moiikiewicz, Murzynowski, Myslecki, Nagrodzki, 
Nencha, Netrebski, Nieborski, Niebowski, Nietawicki, NieSwiastowski, Niezabitowski, 
Niiiski, Nitowski, Nowicki, Obrllpalski, Ortowski, Orzeiiski, Ossowski, Oszkowski, 
Oyrzynski, Pachowski, Pllczkowski, Pajllczkowski, Piadlewski, Piadzewski, Piczkowski, 
Piekutowski, Pieszkowski, Pietraszko, Pinski, Piwnicki, Plejewski, Pluszczowski, 
Ptaszczyiiski, Plazowski, Ptodowski, ptotowski, Pokrzywnicki, Potocki, Prostek, 


-
>>>
48 


Proszynski, PrzybysJawski, Przytuski, Punikowski, Puzewicz, Raczenski, Raczewski, 
Radziminski, Rakowski, Rapacki, Reder, Rembielinski, Reyczynski, Roder, Rokicki, 
Romanowicz, Rowicki, Rozycki, Rudnicki, Ruksza, Ruszkowski, Rymkiewicz, Rytel, 
Sadowski, Sammek, Sawicki, S
dzicki, Serek, Serkowski, Siel ski, Sieminski, Sierakowski, 
Sierkowski, Sierkuczewski, Skiwski, Skolimowski, Skotdycki, Smuszewski, Sp
dowski, 
Stabrowski, Stawecki, Stawicki, Stogniew, Stojanowski, Stowerowski, Strzatkowski, 
Strzemeski, Strzeszewski, Styputkowski, Suchorski, Sulimirski, Sulistrowski, SlIpinski, 
Suski, Swiderski, Swinski, Szantyr, Szeleszczynski, Szeliski, Szerokowski, Szomowski, 
Szpakowski, Szretter, Sztrem,Szumborski,Szydtowski,Szymonski, Targowski, Tarszenski, 
Tropianski, Tupik, Tyborowski, Tylicki, Uscinski, Uszynski, W1dotkowski, W1dotowski, 
Watlewski, W
grzecki, Widlicki, Wielicki, Wierzbicki, Wierzbowski, Wilpiszewski, 
Winski, Wisigierd, Wittinski, W ojciechowski, W ojnarowicz, W olinski, W olski, 
Wotkowicki, Wotunski, Wortkowski, .Woytkowski, Wroblewski, Wyczatkowski, 
Wygrazewski, Wyrzykowski, Wysocki, Zabka, Zadykowicz, Zagrzewski, Zahorski, 
Zakrzewski, Zaleski, Zatuska, Zaniewski, Zaorski, Zborzynski, Zbystaw, Zdzanski, 
Zotcinski, ZOtkiewski, Zorzewski, Zydowa, Zydowicz, Zylicz, Zylinski. 
Etwas ver??ndert f??hren das Wappen die Hercyk, Tupik, Kopec, 
MofIkiewicz, Stabrowski und Wotkowicki: das Kreuz auf dem Huf- 
eisen fehlt, - die Piadzews
i: beide Kreuze, ??bereinander, sind inner- 
halb des Hufeisens, - die Zabka: das obere Kreuz fehlt, das Hufdsen 
ist am linken Stollen von einem schr??gelinks nach oben gerichteten 
Pfeil durchbohrt, dann oben und neben dem Stollen von je einem 
Stern begleitet, - die Reder: das obere Kreuz erscheint mit dem 
unteren zusammenh??ngend, - die Pajlczkowski: das Feld rot, die 
Kreuze golden. 
tabc:df (Taf. VI). - In rotem Felde ein silberner, stehender, nach 
links gewendeter Schwan (t.ab
dz) mit goldenen F??ssen und goldenem 
Schnabel; Helmschmuck: ein gleicher, auf der Krone stehender Schwan. 
Dieses Wappen wurde 1124 aus D??nemark durch Piotr Dunin ein- 
gef??hrt, dem der K??nig Bolestaw die Herrschaft Skrzynno bei Opoczno 
in der Wojewodschaft Sendomierz verlieh. Dies war die erste polnische 
Heimat und Piotr der Stammvater des sich zahlreich verbreitenden 
Geschlechts. Der Wappenname war zeitweise Skrzynno, dann aber, 
dem Wappenbilde entsprechend, t.ab
dz. Dieses Wappen f??hren die: 
Balbas, Bataszko, Bartodziejski, Berwaldzki, Berzanski, Bielski, Blinstrub, 
lliaszkowski, Borkowski, Breanski, Brzezinski, Bujnicki, Damniowski, Dowgayto, 
Dowgird, Dunin, Ganckow, Ginwitt, Girski, Gliszczynski, Gtuszewski, Gtllszynski, 
Goligunt, Gotawinski, Goscikowski; Grajewski, Grodzinski, Grudzinski, Hotowc- 
zynski, Horodyjski, Horoszewicz, jagiettowicz, jatgoldowicz, jastrz
bski, Jawgiet, 
Jundzit, Kamionomojski, Kaniomojski, Karnkowski, Karwacki, Karwicki, K1sinowski, 
K
plicz, Kieyzgayto, Ktopocki, Komorowski, Konczewicz, Koninski, Kostrzejowski, 
Kozic, Kozicki, Kozielski, Krajewski, Kudrewicz, Kunczewicz, Kllnicki, lipczynski, 
lipski, Lubsienski, I::.ab
cki, Maciejowicz, Majewski, Marcinkiewicz, Markiewicz, 
Matuszewicz, Matyszewicz, Mieczynski, Minigaito, Missopad, Modliszewski, Monstold, 
Mozeyko, Niemieksza, Niemieszka, Ostrowski, Otoski, Owadowski, Pantkowski, 
Petrusiewicz, Pi
tkowski, Pilecki, Ploetz, Polib, Primus, Proklllbicki, Przychowski, 
Przystatowski, Przyszowski, Radonski , Radostowski, Rafatowski, Rajecki, Ratynski, 
Rostocki, Ruskowski, Rzuchowski, Sasulicz, Sebastyanowicz, Siemaszko, Siemniszko, 
Skrzynski, Slepsc, Smiatkowski, Smoszewski, Stos, Studzinski, Suligostowski, Szemiot, 
Szempinski, Szostakowski, Szpot, Szpotanski, Szpotowski, Sztorc, Szwichowski, Talenti, 
Talwosz, Tanajewski, Telefus, Todt, Tomasiewicz, Trzcinski, Trzebicki, Urbanowicz, 
Waleszynski, Warszewski, W1sowicz, Weyssenhoff, Widejko, Wo
ziradzki, Wojenski, 
Wolski, Wotodkiewicz, Woyszko, Zaleski, Zawisza, Zborzynski, Zuchowski. 


-
>>>
- 49 - 


Etwas ver??ndert f??hren das Wappen die Oirski: das Feld ist 
blau, der Schwan hat einen Fuss auf das Abdank-Zeichen gesetzt, auch 
als Helmschmuck, - die Kudrewicz: Helmschmuck drei Straussen- 
federn, - die Szemiot: das Feld ist blau, Helmschmuck: ein halb auf- 
wachsender silberner L??we, - die Widejko: der Schwan schwimmt auf 
Wasser; Helmschmuck: drei Straussenfedern, - die Woyszko: Helm- 
schmuck: ein Halbmond ??berh??ht von einem Stern, - die GinwiU 
und Goligunt: Helmschmuck: ein bewaffneter Arm, - die Szpot: der 
rechts gekehrte Schwan hat eine goldene Krone um den Hals und 
einen goldenen Diamantring im Schnabel; Helmschmuck der Schwan 
oder auch ein Spiess zwischen zwei nach innen gekehrten Halb- 
monden. - Es wird noch gesagt, dass ein Tatar, als er sich mit einer 
Dunin des Wappens t.ab
dz verm??hlte, zu diesem Wappen ange- 
nommen wurde, doch mit der Ver??nderung, dass in diesem neuen 
Wappen der Schwan goldenen Schnabel und goldene F??sse haben 
sollte, welches Wappen dann deren Nachkommen f??hrten. 
tada (Taf. VI). - In rotem Felde ein nach unten offenes, silbernes 
Hufeisen, oben besetzt mit einem goldnen Kavalierkreuz, das Hufeisen 
rechts und links begleitet von je einem gest??rzten Pfeil mit silberner 
Spitze, dessen schwarzer, ungefiederter Schaft oben gespalten ist, unter 
dem Hufeisen und unter den Pfeilen sind zwei nebeneinander stehende, 
mit den Mundst??cken sich zugekehrte, schwarze, unbeschlagene, kleine 
jagdh??rner; Helmschmuck: ein Adlerflug. Es wird das Wappen dann 
auch etwas ver??ndert gef??hrt: das Feld wohl auch blau, - dann als 
Helmschmuck drei Straussenfedern, oder, jetzt wohl allgemein, ein auf- 
wachsender gekr??nter. L??we mit beiden Pranken ein senkrechtes 
Schwert haltend. - Uber den Ursprung des Wappens wird gesagt: 
Ein Ritter des Wappens jastrz
biec, Besitzer auf t.ada in Masowien, 
wurde, als er auf seinem Lande bei den Feldarbeitern war, zur Zeit 
des K??nigs BolesJaw 1248, pl??tzlich von den jazdzwingern, die damals 
verw??stend in das Land fielen, umringt. Er verteidigte sich mit seinen 
Leuten und gewann den R??ckzug nach einem Walde, wo er durch 
das Jagdhorn' die jagdleute des Herzogs von Masowien herbeirief, mit 
denen er den Feind verjagte. Er erhielt daf??r von dem K??nige die 
jagdh??rner und die Pfeile oder jagdspeere als Vermehrung in sein 
Wappen, in dem auch die Stellung des Hufeisens ver??ndert wurde. 
Das neue Wappen wurde nach dem Gute t.ada ebenfalls t. a d a 
genannt. Sp??ter kam auch die Benennung Mancz vor. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Bartoszowicz, Bienkowski, Bilinski, Bogdanowicz, Borzymowski, Brodowski, 
Cybulski, Czarnowski, Czerniakowski, Czerniechowski, Dobrzyszewski, Glatowski, 
Gnatowski, Grlldzki, Grodecki, Grodzicki, Janikowski, Ktodnicki, Ktodzienski, Koby- 
linski, Kokoszka, Kopanski, Koronowski, Kotowski, Kowalewski, Krczytowski, Kroc- 
zowski, Kuczewski, Lipski, t.ada, t.adowski, t.adzic, t.azomski, t.azowski, Mandecki, 
Moczarski, Mozarowski, Noskowski, Pilch, Proszkowski, Radonski . Radostowski, 
R
dzina, R
dzinski, Skrzynski, Smerzynski, Sobolewski, Swidlicki, Trllbski, Walicki, 
Wllsowicz, Wllsowski, Wtad, Zabtocki, Zaleski, Zaorski, Zarciszewski, Zawistowski, 
Zwolinski. 
tagoda. - Ein roth und silbern quergeteilter Schild; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. - Ein sehr reicher Herr namens Wirsing siedelte 
sich in Krakau an, wo er Wierzynek genannt wurde. Er wurde um 
v. Zer n i c k i. Die polnischen Stammwappen. 4
>>>
. 


- 


50 


1340 ??konom und Schatzmeister des K??nigs Kazimierz, der ihn in 
den polnischen Adel mit diesem Wappen aufnahm. Dasselbe wurde 
nach seiner Besitzung t.agoda bei Szadek in der Wojewodschaft 
Sieradz, t.agoda, aber oft auch Wierzynkowa genannt. Dasselbe 
f??hren die: 
Garlicki, Platemberg, Werenko, Wernicki, Wernikowski, Wierzynek. 
todzia (Taf. VI). - In rotem Felde eine goldne Barke, ohne Mast 
und ohne Segel, deren Seiten w??nde, vier Bretter hoch, in der Mitte 
parallel sind, dann rechts und links in Spitzen zusammenlaufen; Helm- 
schmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einer gleichen Barke (t.odz). 
Die erste Heimat dieses nach dem Wappenbilde t. 0 d z i a genannten 
Urwappens war wohl die Umgegend von Posen, wo noch jetzt ein 
Gut t.odi: liegt. Dieses Wappen f??hren die: 
Baranowski, Baubonaubek, Bieczynski, Bieganowski, Bieniedzki, Bilil\ski, 
Bludowski, Bninski, Bobolecki, Bolewski, Borzykowski, Brocki, Brodnicki, Bylinski, 
Chrzqstowski, Czarnecki, Czarnkowski, Czotczynski, Dachowski, Dobratycki, Gtc:bocki, 
Gnoinski, Gorka, Gorski, Grqdzki, Grotowski, Itowiecki, Iwanowski, Iwinski, Jato- 
wiecki, Kobylinski, Kokorzynski, Komornicki, Korytowski, Kossowski, Krzc:cki, 
Krzeczkowski, Krzeszynski, Ksic:ski, Kunowski, Kurnatowski, Lachowicki, Lachowicz, 
Ludomski, t.abc:cki, t.odzic, Maniecki, Michalski, Miczucha, Mienych, Moscinski, 
Moszczenski, Moszynski, Naramowski, Opalinski , Ordc:ga, Osypowski, Pokonynski, 
Poninski, Powodowski, Przekora, Rqbinski, Radzewski, Rogalinski, Rostkowicz, 
Roszkowski, Rzeczycki, Sapkowski, Skatawski, Stabkowski, Stuzowski, Smigielski, 
Smog'OTzewski, Starczynowski, Starkowiecki, Starowolski, Sulinski, Sutkowski, 
Swierczewski, Szczypierski, Szkatowski, Szotdrski, Taczalski, Ttocki, Tomicki, Wc:gierski, 
Wic:cborski, Wyganowski, Zabinski, Zakrzewski, Zalinski, Zdziechowski, Zdzychowski, 
Zgorski, Zyrowiecki, Zytowiecki. 
tzawa (Taf. VI). - In blauem Felde zwischen zwei nach aussen 
ge??ffneten silbernen Hufeisen ein gest??rztes blankes Sch}Vert mit 
goldenem Griff; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Uber den 
Ursprung des Wappens wird gesagt: Zur Zeit des Leszek Biaty, 
1206- -27, tr??umte ein Ritter des Wappens Belina im Feldlager, dass 
die Feinde das Lager ??berfallen und rief erwachend Alarm. Alle 
wurden aufgeweckt und eilten ?U den Waffen, doch war kein Feind 
zu sehen. Zur Strafe f??r seine Ubereilung, die, wenn sie als absichtlich 
erkannt worden w??re, seine Bestrafung mit dem Tode verlangt h??tte, 
wurde dem Ritter aus seinem Wappen ein Hufeisen aberkannt und 
das neue Wappen wurde t.zawa (von tzawy, weinerlich, ??ngstlich zu 
Mut) genannt. Dieses Wappen, das mitunter auch C z a w i a und 
C z e w a genannt wurde, f??hren die: 
Boturzynski, Konarski, Pironski, Pruszkowski, Swiechowski, Zyrowski. 
Es f??hren das Wappen ver??ndert die Pruszkowski: statt des 
Schwertes nur eine einfache Linie; Helmschmuck: ein aufwachsender 
Hirsch. 
M
drostki (Taf. VI). - In rotem Felde ein silberner Kesselring, 
nach oben ge??ffnet, wie im Wappen Nowina, auf demselben ein mit 
der Spitze nach oben gerichteter, gefiederter, silberner Pfeil, dessen 
Schaft einmal durchkreuzt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - 
Dieses Wappen ist aus dem Wappen Nowina entstanden: Von zwei 
Br??dern des Wappens Nowina erschoss im Zorn der eine den andern 
mit einem Pfeil. Lange blieb der T??ter unentdeckt. Doch durch Ge-
>>>
- 51 


wissensbisse geplagt bekannte sich der T??ter freiwillig und bat um 
Strafe. Wegen seiner tiefen Reue wurde ihm die Todesstrafe erlassen, 
es wurde ihm jedoch zum Ged??chtnis seiner Tat das Schwert aus 
seinem Wappen abgesprochen und statt desselben ein Pfeil, weil mit 
einem solchen die Tat geschah, in dasselbe gesetzt, und zwar durch- 
kreuzt als Zeichen der Reue und Busse, auch wurde das blaue feld 
durch ein rotes ersetzt. Ob unter K??nig Bolestaw, 1227- -70? Das 
Wappen wurde M 'ld 1'0 s tk i genannt, wahrscheinlich nach dem Ort 
der Tat. Dieser Ort lag wohl in Grosspolen. Auch erscheint der 
Wappenname Szmiara und Zmiara, der sich wohl auch auf eine 
Ortschaft bezog. Mehrere familien kehrten zum Wappen Nowina 
zur??ck. Das Wappen M'ldrostki f??hren die: 
Borzniowski, Gotecki, Kruszyna, Lissowski, Mikutowski, Wilczek. 
Mictszaniec. - In gespaltenem Schilde in dem rechten roten felde 
ein an die Teilungslinie angelehnter halber polnischer, also silberner 
Adler, aber ungekr??nt, in dem linken ebenfalls rotem felde zwei 
silberne, zu 1 und 1 gestellte Rosen; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. - Dieses Wappen gab K??nig Kazimierz, 1133-70, seinen mit 
der J??din Esther erzeugten nat??rlichen S??hnen: Petka und Nierniera. 
Diese beiden starben kinderlos und das Wappen wurde ein verlassenes. 
Doch f??hren es jetzt die Salski. 
Mora (Taf. VI). - In rotem felde schwebend und rechts ge- 
wendet der Kopf eines Mohren, mit Rumpf bis zur halben Brust, mit 
einer weissen Binde um die Stirn; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Das Wappen kam aus Italien mit Wenancyusz, Bischof von Krus

ic, 
1034 nach Polen, wo sein Bruder oder Brudersohn verblieb. Uber 
den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein slavischer Ritter, der 
bei einem K??nige in Sardinien in Diensten stand und im Kriege gegen 
Korsika, nach getroffener Vereinbarung, den Sieg zur Vermeidung 
vielen Blutvergiessens durch einen Zweikampf zu entscheiden, den 
Zweikampf mit einem starken, im Dienst der Korsen sich befindenden 
Mohren bestand, diesen Mohren bezwang, wurde von dem K??nige 
daf??r mit diesem Wappen, jedoch das feld blau und als Helmschmuck 
sieben Straussenfedern beliehen. Die Nachkommen seines Bruders 
f??hrten aber das feld rot, als Helmschmuck nur drei Straussenfedern. 
Es wird der Ursprung des Wappens aber auch, anstatt nach Sardinien, 
nach Portugal verlegt. Es wird das Wappen auch wohl Murzynowa 
genannt. Dasselbe f??hren die: 
Busz, Cibarzewski, Grzymata, Grzymatowski, HosseIl, Kaszubski, Kobuzowski, 
Kobylka, Korytkowski, Korytowski, Kozuba, Kruszyna, Liszawski, Mieszkowski, 
Mora, Morenda, Nietyxa, Skai ski , Stawski, Stoessel, SlIlicki, Sw,:dorski, Szorc, 
Szulborski, Zwan. 
Nabram (Tat. VI). - Der Schild ist senkrecht in sechs felder ab- 
wechseln!) schwarz und silber geteilt; Helmschmuck: drei 
traussen- 
federn. Uber den Ursprung wird gesagt: In Preussen hinterhess wohl 
im 15. Jahrhundert ein Ritter des Wappens Korczak zwei S??hne, von 
denen der eine Nabram hiess, der nur eine Tochter hatte, die bei seinem 
Bruder erzogen wurde, welcher sie auch, ohne Wissen ihres Vaters, 
verheiratete. Als Nabram hiervon Kenntnis erhielt, machte er dem Bruder 
dar??ber Vorw??rfe und t??tete ihn in dem entstandenen Streite. Wegen 
4.
>>>
- 52 - 


, 


dieses Totschlags setzte er sich mit den S??hnen seines Bruders dahin 
auseinander, dass er als ewige Strafe in seinem Wappen die schwarzen 
Felder f??hren sollte. Dieses Wappen wurde nach ihm Nabram, auch 
wohl Nabra und Nabry, genannt. Vielleicht war Nawra (Nabra) im 
Lande Kulm der Besitz des Nabram. Da die Familie Waldorf in Krakau 
dieses Wappen f??hrte, wurde dasselbe in jener Gegend auch Wal dorf 
genannt. Es kommen auch Abweichungen vor: die sechs Felder wiederholen 
sich gold, rot, silbern, sind von einem blauen rechten Schr??gbalken 
??berzogen; als Helmschmuck: drei weisse Lilien; - oder auch nur ein 
weisser Pfahl in schwarzem Felde; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Boremski, Brodelski, Chotecki, Hondorf, Jedlinski, Kazimirski, Nadrowski, 
Nagorka, Pejszowski, Pielgrzym, Piels, Pielstowski, Por??:bski. Preiss, Rogowski, 
Rosperski, Sieroszewski, Sosnowski, Waldorf, Wendorf, Wolicki, Wulwanowski. 
Nalt:CI I (Taf. VI). - In rotem Felde eine weisse kreisf??rmig und 
mit den Enden unten kreuzweise ??bereinander gelegte Binde; Helm- 
schmuck: innerhalb eines Hirschgeweihes drei Straussenfedern, 
.iese 
von oben nach unten schr??gerechts von einem Pfeil durchbohrt. Uber 
den Ursprung wird gesagt: Dzierzykraj, F??rst von Czlopa (Schloppe), 
ein Nachkomme eines der mit eignern Lande bedachten S??hne des 
Polenf??rsten Leszek 111., liess sich auf Veranlassung des Polenf??rsten 
Mieczyslaw 996 taufen, der auch sein Taufpate war, aus Freude ??ber 
dieses Ereignis dem T??ufling das Tauftuch vom Kopfe nahm und es 
ihm als Wappenzeichen verlieh, das Dzierzykraj nun fortan statt seines 
bisherigen Wappens (zwei eine Porphyrs??ule haltende Greife) f??hrte. 
Dieses neue Wappen wurde Nalancz, sp??ter Nal
cz (von Nalonia, 
die Binde Christi am Kreuze, abgeleitet) genannt. Die Straussenfedern 
mit dem Pfeil wurden einem jan Czarnkowski, Kammerherrn von 
Posen, f??r kriegerische und politische Verdienste 1421 verliehen. Dieses 
Wappen f??hren nur die Czarnkowski und Morawski. 
Natt:cI 11 (Taf. VI). - In rotem Felde eine weisse, kreisf??rmig 
gelegte, unten zusammengewundene Binde, deren Enden nach beiden 
Seiten herunterh??ngen; Helmschmuck: innerhalb eines Hirschgeweihes 
eine aufwachsende bekleidete jungfrau, die mit den H??nden rechts und 
links das Geweih h??lt, um die Stirn eine weisse Binde, deren Enden 
rechts und links zu sehen sind. Es unterscheidet sich dieses Wappen 
durch die zusammengewundene Binde, von dem W. N
l
cz 1., in welchem 
die Enden der Binde nur ??bereinander gelegt sind. - Uber den Ursprung 
des Wappens wird gesagt: Nach der ungl??cklichen Schlacht 1138 bei 
Halicz half der K??nig Boleslaw selbst seine verwundeten Ritter ver- 
binden und gestattete ihnen, eine Binde im Wappen zu f??hren. Dieses 
Wappen wurde Nal
cz genannt, und aus diesem Namen und dem 
Geweih als Helmschmuck l??sst sich auf einen urspr??nglichen Zu- 
sammenhang dieses Wappens mit dem Wappen N.al
cz I schliessen, 
und es gewinnt an Wahrscheinlichkeit die Angabe, dass unter den 
Verwundeten auch ein Ritter des Wappens Nal
cz I war, dem der 
K??nig ein weisses Tuch um den Hals band und der dann den K??nig 
bat, diese Binde in seinem Wappen zu f??hren, was der K??nig mit der 
Bestimmung gestattete, dass das neue Wappen Nal
cz 11 genannt 
werden solle. Schon im 13. und 14. jahrhundert haben die Nal
cz 11
>>>
53 


hohe ??mter und W??rden bekeidet, waren zahlreich verzweigt und 
hatten weite Besitzungen in allen Teilen Grosspolens. - Im Anfange 
des 15. Jahrhunderts wird in den Gerichtsakten der Wojewodschaft 
Lublin das Wappen Nal
cz, in dem sich ein erpicurium (?) befindet, 
mit dem Namen Po m los z c z, - dann in den Gerichtsakten der 
Wojewodschaft Posen das Wappen Nal
cz mit drei feldern und einem 
Stern, mit dem Namen Pro t w i c z bezeichnet. Das Wappen Nal
cz 11 
f??hren die: 
Andrzejowski, Bllczkowski, Beklewski, Bethune, Bielakowski, Blc:dowski, 
Bloniewski, BlOllski, Bobolecki, Bobrowski, Bolochowiec, Botkoiiski, Boniuszko, 
Borsa, Brodzki, Brudzewski, Bukojemski, Buza, Buiaiiski, Charbicki, 
hetmicki, 
Chinowski, Chmiel, Chodakowski, Chwalibogowski, Cichocki, Ciechanowicz, Cwikliiiski, 
Dllbrowski, Darowski, Dtuski, Dobrostawski, Dobrowolski, Domastawski, Drohiciiiski, 
Drohiiiski, Druibicki, Drzewiecki, Dworczyiiski, Dwornik, Dybowski, Dyll!&'owski, 
Dzbaiiski, Dziewierzewski, filicki, filipecki, Gawarecki, Gembicki, Gigaiiski, Gilbas- 
zewski, Giiycki, Gliszczyiiski, Glowacz, Golian, Gotyszewski, G6rski, Gorzeiiski, 
Gostawski, Gostomski, Grllbczewski, Grochowalski, Grodziecki, Grzejewski, 
Grzymistawski, Herstopski, Horyszewski, Idzikowski, IIikowski, Imbram, jabtonowski, 
jakusz, jatowicki, janczewski, janowski, jarczewski, jargoski, jarzymski, jasieiiski, 
jawecki, J-:drzejowski, Jeleiiski, jetowicz, jeiowski, jodkowski, Kaczkowski, Kaliiiski, 
Kaliszkowski, Kalitowski, Kamieiiski, Kampiery, Kaniewski, Kllsinowski, Kazaiiski, 
K-:dzierski, K-:szycki, Kietbasa, Ktokocki, Ktonowski, Kobierzycki, Koczan, Koczanowski, 
Komornicki, Komorowski, Korzanowicz, Korzeniowski, Kostecki, Koimian, Kraszkowski, 
Kruchowski, Kulikowski, Kunowski, Kurowski, Kwasniewski, Lachowski, Lazaiiski, 
Lekczynski, Lesiecki, Lezeiiski, Leinicki , Lipka, Lippi, Lubodziejski, Lwowski, 
t.llczkowski, t.qczyiiski, t.aszowski, t.??yiiski, t.-:cki, t.c:kiiiski, t.oniecki, t.oniewski, 
t.owecki, t.ubkowski, t.uszczewski, Majewski, Malski , Matachowski, Matyski, 
Marcinkowski, Michalicki, Mickiewicz, Mitraszewski, Molski, Moszczyiiski, Moszyiiski, 
Mrocki, Mroczkowski, Mrozowski, Mystowski, Natc:cz, Niemierza, Nienattowski, 
Niepokojczycki, Niesiotowski, Niestuchowski, Ninieii ski, Niniewski, Nojewski, 
Nowodworski, Nowosieh
cki, Obiezierski, Oborski, Odachowski, Odrzywolski, 
Orchowski, Osiiiski, Ostropolski, Ostrorog, Ostrowski, Parczewski, Parul, Piegtowski, 
Pinoci, Piotrowin, Pirawski, Pniewski, Podkocki, Podlecki, Podolski, Pokl-:kowski, 
Popiel, Popielski, Popowski, Poradziiiski, Prusimski, Pruszyiiski, Przebora, Przetocki, 
Przybystawski, Raczyiiski, Radzicki, Regacki, Rogaski, Rokitnicki, Rokszycki, Rost- 
worowski, Rudnicki, Runowski, Russyan, Rychtowski, Sadokierski, Sadowski, Sempel- 
borski, Sernicki, Setnicki, Sieprawski, Sieroszewski, Sierzchowski, Skatawski, Skatecki, 
Skarszewski, Skomorowski, Skubaszewski, SI-:ski, Stawiiiski, Smietanka, Sobieszczaiiski, 
Sobocki, Socha, Sosnowski, Sozaiiski, Stanowsky, Starczewski, Starogrodzki, Stawiarski, 
Strumito, Suski, Swaryszewski, Swieprawski, Szadokierski, Szamotulski, Szubiiiski, 
Szujski, Taiiski, Ttukomski, Tolibowski, Toplicki, Topolski, Trzyeiiski, Tupalski, 
Tuszyiiski, Tymiiiski, Tynicki, Tyrzyiiski, Udrycki, Ward-:ski, Wqsowski, Watkiewicz, 
Watkowski, Wiellldka, Wieniecki, Wierszowski, Wierzbiiiski, Wierzbowski, Wierzchac- 
zewski, Wilkowski, Wilkszycki, Wtyiiski, Wodecki, Wojciechowski, Wolski, Woynicz, 
Woyniestawski, Woyno, Woynowski, Woy
tawski, Wujcikowski, Za.bicki, Zagajewski, 
Zarczyiiski, Zbaiiski, Zbqski, Ztotopolski, Zot-:dkowski, Zorawski, Zydowski, 
Etwas ver??ndert f??hren das Wappen die Pirawski: die Binde ist 
oben, rechts und links von je einem Stern begleitet, - die Dybowski: 
unter der Binde die drei St??be des Wappens Korczak: Helmschmuck: 
drei Straussenfedern, - die Nowosielski: die Binde ist oben besetzt 
mit einem mit der Spitze nach oben gerichteten Pfeil; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. 
Napiwon (Taf. VI). - In goldnem felde ein vorw??rtsstehender 
Hirschkopf, auf dem zwischen dessen Geweih ein rechts gekehrter,
>>>
- 54 - 


doch den Kopf nach links wendender grauer 
.olf mit erhobener 
Rute sitzt; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Uber den Ursprung 
wird gesagt: Der K??nig Bolestaw 111., 1102-1139, erhielt von einem 
Ritter einen lebenden Hirsch, den derselbe mit grosser Anstrengung 
im Walde gefangen, nachdem er ihn einem denselben verfolgenden 
Wolfe abgejagt hatte. Der K??nig verlieh dem Ritter daf??r dieses 
Wappen und sagte ihm dabei im Scherze: Na piwo (zu Bier). Das 
Wappen erhielt hierdurch den Namen Napiwo, woraus dann Napiwon 
wurde. Dieses Wappen f??hren die: 
Borkowicz, Gostyiiski, Ossowski, Radzimski, Wtoszakowski. 
Nieczuja (Taf. VII). - In rotem Felde ein senkrechter, schwebender, 
oben und ufJ'en abgeschnittener, schwarzer BaumstamIT!. mit drei ge- 
st??mmelten Asten auf der rechten und zwei solchen Asten auf der 
linken Seite, in dem oberen Ende des Klotzes steckt ein silbernes 
Kreuz, doch wird statt des Kreuzes wohl auch ein Schwert gefilhrt; 
Helmschmuck: innerhalb eines Adlerfluges das Wappenbild. - Uber 
den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Zur Zeit des K??nigs 
Bolestaw 111., um 1119, warteten die B??hmen, die einen offenen Krieg 
I))cht wagten, im Hinterhalte auf eine g??nstige Gelegenheit zu einem 
Uherfall. Die Polen, welche dies nicht vermuteten, schliefen sorglos, 
bis einer der ihrigen, der mit der Waffe in der Hand, den Kopf auf 
einen Baumstamm gelegt, schlief, wie durch Gottes Eingebung, im 
Schlafe laut rief: der Feind, der Fein
! welcher Ruf alle erweckte, die 
zu ihren Waffen eilten und die zum Uberfall bereiten, aber durch diese 
Wachsamkeit stutzig gemachten B??hmen schlugen. Der K??nig verlieh 
dem Ritter, der den Warnungsruf erschallen liess, dieses Wappen. - 
Es ist aber als sicher anzunehmen, dass dieser Ritter das Wappen 
Ostrzew f??hrte (nur den Baumklotz) und dass diese Verleihung nur 
eine Vermehrung des alten Wappens f??hrte, das schon fr??her mit dem 
Namen Nieczuja bezeichnet wurde; es werden jetzt auch beide Wappen 
nur demselben Geschlecht zugeh??rig erachtet. Die Heimat dieses 
Geschlechts war wohl in den Wojewodschaften Sieradz und Sendomierz. 
Dersztaw, Vorschenk des K??nigs Bolestaw, war wohl der mit dem 
Wappen beliehene, der um 1110 das Dorf Nieczuja in der Wojewod- 
schaft Sendomierz anlegte, das er entweder nach seinem Wappen so 
nannte, oder, was wahrscheinlicher gelten mag, nach dem sein Wappen 
und er selbst genannt wurde. Dieses Wappen f??hren die: 
Bartlewicz, Bartosina, Biatkowski, Biczysko, Branwicki, Bystrzejowski, Byszowski, 
Cebulka, Chtopicki, Chustka, Czechowski, Czerniewski, Domaszewski, Dymitr, 
Dzieriek, Fr'lcki, Galicz, Gembicki, Gtadysz, Goty, Grabyonek, Gr,??barski, Gr,??bos- 
zowski, Grzymuttowski, Jemielski, Jurkiewicz, Kochowski, Koci
cki, Konieiiski, 
Krasuski, Krzesiiiski, Krzyniecki, Kurek,' Kuropatnicki, t.askawski, t.oknicki, t.osiewski, 
t.ukawski, t.ukowski, Machocki, Miniewski, Mniowski, Mroczek, Murcz, Nieczuja, 
Niestuchowski, Orlik, Ostrowski, P,??chowski, Petka, Piotrkowski, Piotrowski, Praski, 
Roszkowski, Sadlenski, Sadlewski, Sekula, Slanka, Slaski, Smolinski, Snieszek, 
Starzechowski, Swider, Szumienski, Szumlaiiski, Trzebski, Utanowski, Urbaiiski, 
Wapowski, Wichorski, Wilczopolski, Wilczowski, Wilkocki, Witostawski, Wtodek, 
Wszeborski, Zakowiez, Zbigniewski, Zgierski, Ziemecki, Zientecki, Zuielnicki. 
Niesobia (Taf. VII). - In dem rot-golden geteilten Schilde unten 
ein an der Teilungslinie h??ngender schwarzer Adlerschwanz, der oben 
auf der Teilungslinie von einer silbernen Pfeilspitze besetzt ist; Helm- 


, ,
>>>
55 - 


l 


schmuck: drei Straussenfedern. ??her den Ursprung wird gesagt: Als 
K??nig Kazimierz, 1041-58, gegen den h??hmischen Herzog Wratyslaw 
zog, flog ein schwarzer Adler ??ber das polnische Lager. Einer der 
vornehmsten Obersten des K??nigs, namens Krzywosld, erkl??rte diesen 
Adler als ein Wahrzeichen und deutete dahin: wenn er den Adler er- 
lege, werde der K??nig siegen, wenn der Pfeil den Adler aber fehle, 
dann solle er die Schlacht nicht wagen, weil er dann unterliegen w??rde. 
Der Oberst schoss, traf den Adler in den Schwanz, der herunterfiel, 
und rief dem K??nige zu: Du wirst die Schlacht gewinnen. Als sich 
dieses best??tigte, gab der K??nig dem Obersten dieses Wappen, welches 
nach dem Fl??sschen Niesobia in der Wojewodschaft Sieradz, wo die 
Sch lacht geschah, wo auch Krzywos,!d beg??tert wu rde, Nie s 0 b i a 
genannt wurde, es wurde aber auch wohl mit Krzywos,!d bezeichnet. 
Eine Abweichung im Wappen: ??der Adlerschwanz von unten nach 
oben schr??glinks von einem Pfeil durchschossen, dessen Spitze sich 
im oberen Felde dem linken Schild rande zuneigt??, wurde auch Niemczyk 
genannt. Dieses Wappen f??hren die: 
Biskupski, Doruchowski, G'lszczynski, Kc:pinski, Kc:pisty, Kierzynski, Krzywos'ldzki, 
liwski, t.c:czycki, t.c:czynski, Mijomski, Mirowski, Niesobia, Omc:ta, Piekarski, Sc:pinski, 
Ztodzey. 
Niezgoda (T af. VII). --In blauem Felde ein silbernes nach unten offenes 
Hufeisen, welches einen mit der Spitze senkrecht nach unten gerichteten, 
gefiederten Pfeil umschliesst. Dieses Wappenbild ist wagerecht belegt 
mit einem blanken, mit der Spitze nach links gerichteten Schwerte; 
Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, .
och wurden auch ein Geierfl??gel, 
oder drei Straussenfedern gef??hrt. Uber den Ursprung dieses Wappens 
wird gesagt: Zwei Br??der des Wappens Dot
ga lebten in Uneinigkeit 
(niezgoda), die in Streit ausartete, in welchem der eine Bruder von 
dem anderen get??tet wurde. Diesem wurde als Strafe seiner Untat das 
Kreuz aus seinem Wappen genommen und das Schwert hineingelegt. 
Dieses Wappen, das den Namen Niezgoda erhielt, f??hren die: 
Gorsek, Ktonicki, lewandowski, t.c:towski, Minkowski, Naganowski, Napolski, 
Radoszewski, Radziszowski, Uderski. 
Nowina (Taf. VII). - In blauem Felde ein nach oben offener 
silberner Kesselring, auf welchem ein blankes, gest??rztes Schwert senk- 
recht steht; Helmschmuck: ein auf der Krone k.!1ieendes goldgepanzertes 
Bein, mit der Ferse nach links gekehrt. Uber den Ursprung des 
Wappens wird gesagt: In der Schlacht gegen die Deutschen auf dem 
Hundsfelde 1109 gab ein Ritter des Wappens Ztotogolenczyk dem 
K??nige Bolestaw, welchem das Pferd gefallen war, das seine und focht 
zu Fuss weiter, wobei er verwundet wurde. Als der K??nig die Nach- 
richt des Sieges erhielt, rief er: 
przyjemna nowina?? (erfreuliche Nach- 
richt) und gab diesem Wappen, welches er dem Ritter verlieh, den 
Namen No w i n a. Der Ritter behielt das alte Wappenbild, das goldne 
Bein, als Helmschmuck bei, weshalb das Wappen mitunter auch 
ztotogolenczyk genannt wurde. In Masowien hatte das Wappen auch 
wohl die Namen Bielina und Bielizny; auch kam die Benennung 
Wojnia vor. Aus dem Wappen ging sp??ter das Wappen Mldrostki 
hervor. Das Wappen Nowina f??hren die: 


, .
>>>
56 


Axt, Bagnar, Bandoszewski, Bissinski, Bodzanek, Borkowski, Boruta, Boynar, 
Boznanski, Brzoska, Brzostowski , Brzozy, Bzowski, Chmielewski, Chrzanowski, 
Chrz
stowski, Czerny, frykacz, Garbowiecki , Giszowski, Glasenapp, Glinski, 
Gliszczynski, Glizminski, Gtowacz, Goczat, Ooczatkowski, Gomor, Gosniewski, 
Grajewski, Hryszkiewicz, HlIlewicz, Ignatowski, jankowski, jezierski, jonata, 
K
dzierzawski, Konarzewski, Konopacki, Konopka, Kosla, Koslicki, Kowalewski, 
Koziot, Koznicki, Krasllski, Krowicki, Krysztoporski, Kwiatkowski, Legawski, Lestwicz, 
Lisowski, t.ab
cki, t.aganowski, t.
kawski, t.
kowski, t.opienski, t.osniewski, t.lIczycki, 
Macharzynski, Mantlll, Maszewski, Maszycki, Metwinski, Mielzynski, Milinski, Minocki, 
Mtoszewski, Mninoski, Moczydtowski, Msciwlljewski, Nabora, Naramski, Nar
bski, 
Niewieski , Nowicki, Nowoszycki, Ochocki, Ochotnicki, Orlicki, Orlik, Orlikowski, 
Pachotowiecki, Padniewski, Pasinski, Piestrzecki, Pilat, Pilchowski, Pitowski, Podleski, 
Popowski, Pruski, Prz
dzewski, Przanowski, Przer
bski, Przybylski, Przysiecki, 
Rampowski, Roznowski, Ryszkowski, Sapinski, Sawicki, S
pinski , S
powicz, 
Skocki, Slachcinski, Stadkowski, Stodzki, Stominski, Sokolnicki, Solikowski, Sroczynski, 
Starowiejski, Swi
tecki, Swirczynski, Szczepkowski, Szczygielski, Szeligowski, Szwarc, 
Ugyezdski, Ujejski, Wandrycz, Wilk
wski, Witkowski, Wojlltynski, Wolski, 
Wydzierzewski, Zarczycki, Zaszczynski, Zeromski, Ztotnicki. 
OdrowllZ (Taf. VII). - In rotem Felde ein silberner, unbefiederter 
Pfeil, dessen Schaft sich unten in zwei Enden spaltet, die nach unten 
herzf??rmig zusammengebogen sind, deren Spitzen sich aber nicht 
ber??hren, sondern ein wenig nach ausw??rts gebogen sind; Helm- 
schmuck: ein 
auenschwanz, belegt mit dem nach links gekehrten 
Wappenbilde. Uber den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein Vor- 
fahr aus M??hren hatte in fremdem Lande mit dessen Bewohnern um 
die Wette mit dem Bogen geschossen und auch gerungen, war aber 
immer gl??cklich gewesen und hatte durch diese seine Geschicklichkeiten 
die Gunst des dortigen F??rsten erlangt. Einer aus dem Gefolge des- 
selben war dar??ber eifers??chtig und wollte vor seinem F??rsten mit 
dem Fremden um Nasenst??ber wetten. Der Vorfahr, der dies f??r 
eine Schmach ansah, fasste den Gegner beim Schnurrbart und riss ihm 
diesen mit der Oberlippe aus, die er auf den Pfeil steckte und dem 
F??rsten 
eigte. Dieser gab dem Ritter zum Andenken an seine be- 
wiesene Uberlegenheit als Wappen: den durch den Schnurrbart gesteckten 
Pfeil und nannte dieses Wappen Odrzywlls (Schnurrbart-Ausriss), woraus 
sp??ter Odrowllz wurde. In dem Wappen sollten also die beiden 
heruntergebogenen Schaftenden den Schnurrbart bedeuten. Die Nach- 
kommen dieses Ritters sollen schon um 847 im Grossm??hrischen 
Reiche unter Ratistaw vorgekommen sein, um 1080 kamen sie nach 
Polen, 1158 nach B??hmen. In Polen war der erste Sitz des Geschlechts 
wohl in der Wojewodschaft Sendomierz. Dieses Wappen f??hren die: 
Abratowicz, Aramowicz, AlIgustynowicz, Baranowski, B
bnowski, Biataczewicz, 
Biataczowski, Bilicz, Blezowski, Btaszkowicz, Bohurynski, Brachowski, Buchta, 
BlIrkacki, Bylina, Cedrowski, Chlewicki, Chreptowicz, Chwatkowski, Cizowski, 
Czelo, D
binski, Dllracz, Dziewi
tI, Egrodzynski, Gatka, Giwanowski, Gliszczynski, 
Godowski, Gorski, Gostynski, Gostwicki, Iwanowski, jachnowski, jaczynic, jaczynski, 
jelenski, Kamienski, KaplIscinski, Kapllsta, Karsnicki, Kietlinski, Konecki, Kotlllinski, 
Krawarski, Kruzlowski, Krzyszkowski, KlIl:nski, Kllrzanski, KlIszel, Lasota, Lewiecki, 
Litawor, t.lIskina, Matllja, Maniewski, Mieszkowski, Miktasz, Milzecki, Minkiewicz, 
Minowski, Mironiski, Mleczko, Mniewski, Nieswienski, Oblllecz, Odrow
z, Olsztynski, 
Ossowski, Pacanowski, Pawtowicz, P
kalski, Pieni
zek, Ptoszowski, Pniewski, 
Pot
cki , Potempski, Potrykowski , Prllszkowski, przed wojewski, Przedworski, 
Ptaszynski, Rembieszycki, Rozdrazewski, Siedlecki, Siedlnicki, Skorzewski, Strasz, 


I 


11 


L
>>>
- 57 - 


I 


Straszewicz, Strusz, Szczekocki, Sypniewski, Szydtowiecki, Tworkowski, Wlidotowski, 
Waligorski, Wanikowski, Werda, Wilkonski, Wizgerd, Wolski, Wotynski, Wysocki, 
Zaba, Zaranowski, Zarszynski. 
Etwas ver??ndert f??hren das Wappen die jelenski: der Schaft des 
Pfeiles hat einen linken Kreuzbalken, Helmschmuck: der Pfauen- 
schwanlohne Wappen bild, auch wohl unter dem Pfeil noch ein rechts 
gest??mmeltes Kreuz, - die I:::.uskina und Zaranowski: der Pfejl ist 
einmal durchkreuzt, Helmschmuck: drei Straussenfedern, - Die Zaba: 
der Pfeil ist zweimal durchkreuzt, Helmschmuck drei Straussenfedern. 
Ogonczyk (Tal. VII). - In rotem felde ein silberner halber, nach 
unten offener Ring, oben besetzt mit einer silbernen Pfeilspitze; Helm- 
schmuck: zwei nach oben gestreckte, weiss bekleidete.. frauenarme. 
Mitunter halten die H??nde auch den halben Ring. - Uber den Ur- 
sprung des Wappens wird gesagt: der Volksstamm der Kumanen, der 
in Ungarn und auch in M??hren eingebrochen war, f??hrte von dort 
viele Leute gefangen fort. Als er im jahre 1250 mit reicher Beute ab- 
zog, f??hrte einer dieser Heiden auch die einzige Tochter des Edel- 
manns Odrowlz mit sich fort. Es kam durch Zufall Piotr de Radzikowo, 
ein tapferer j??ngling dazu, zu welchem die weinende jungfrau um 
H??lfe flehend ihre Arme ausstreckte. Piotr verfolgte den davon eilen- 
den Heiden, holte ihn ein und t??tete ihn, hob die jungfrau auf das 
Pferd des Heiden und setzte sie dann an sicherem Orte ab. Die 
jungfrau, von Dank durchdrungen, nahm von ihrem finger einen 
Ring, brach ihn in zwei H??lften und gab die eine H??lfte ihrem Ritter 
mit der Erkl??rung, dass sie keinem anderen angeh??ren wolle als ihm. 
Mit Dank nahm Piotr diese Erkl??rung entgegen, musste sich jedoch, 
weil Pflichten ihn abriefen, f??r die erste Zeit verabschieden. In l??ngerer 
Zeit, da Piotr nicht wiedergeketJrt war, liess sie sich, obgleich ihres 
Versprechens eingedenk, durch ihre Eltern bestimmen, einem um sie 
werbenden freier von Geburt und Verm??gen, wie liebensw??rdigem 
Wesen, die Hand zu reichen. Schon war der Tag der Hochzeit be- 
stimmt, als Piotr erschien und ihr den halben Ring vorzeigte und sie 
an ihr Versprechen erinnerte. Sie erkl??rte mit freuden, ihr gegebenes 
Wort nun, nachdem Piotr wiedergekehrt war, diesem zu halten. Die 
Eltern gaben ihre Einwilligung, sie wurde seine Gemahlin, und zur 
Erinnerung an die Befreiung nahm Piotr nun das Wappen Odrowlz 
seiner Gemahlin an, aber mit der auf die Errettung hindeutenden Ab- 
??nderung. Dieses neue Wappen wurde Pogonczyk (von POgOll, 
die Verfolgung) genannt. Piotr hatte zwei S??hne: Ogon und Powata, 
nach denen das Wappen sp??ter Ogonczyk und auch Powata ge- 
nannt wurde. Die Nachkommen des Ogon kamen nach Schlesien und 
von dort nach Grosspolen, die des Powata nach der Wojewodschaft 
Sieradz und nach Podlachien. Dieses Wappen f??hren die: 
Afri, Augustynowski, Balinski, Berewski, Biatobtocki, Biechowski, Bielicki, 
Blikowski, BIom, Bogorski, Bonistawski, Borowiecki, Borowski, Broniewski, Bllkowiecki, 
Butowiecki, Chmielewski, Chodorecki, Chudzinski, Ciecholewski, Cym, Czarnotucki, 
Czarnorucki, Czarnotlllski, Czerski, Czyszkowski, Dlibrowski, Dobiecki, Dobruchowski, 
Domajowski, Drwalewski, Drzewiecki, Dziatynski, Dzi
ciotowski, Gliwicz, Goczewski, 
Godziszewski, Golenski, Gotembski, Gornicki, Gorynski, Oorzechowski, Grodzicki, 
Grotkowski, Hayko, Horodenski, jakimowicz, janczewski, jankowski, jarosz, juszynski, 
Kadzidtowski, Kamienski, Kijewski, Ktoczko, Ktodzki, Ktodzkowski, Kochanski, Koncza,
>>>
58 - 


Konczyc, Korecki, Koscielecki, Koscielski, Kostolicki, Kotlinski, Kraft, Krynkowski, 
Kucinski, Kuczborski, Kutnowski, lesiowski, leznicki, t.
towski, Magnuszewski, 
Makowski, Mllkowski, Malanowski, Markus, Marsztyn, Mierzwinski, Mijakowski, 
Mikofajewski, Mirosfawski, Mniewski, Morawiec, Murzynowski, Mysfakowski, 
Niedrzwicki, Niedzwiecki, Nowacki, Oganowski, Ogon, Ogonowski, Opruth, Paczynski, 
Padzewski, Paprocki, Parul, Patynski, Pilltkowski, Piskarzewski, Pogonowski, Pogorski, 
Powafa, Proszynski, Pruszkowski, Radojewski, Radost, Radzikowski, Rosnowski, 
Roszkowski, Roznowski, Rozynski, Rucinski, Sakowski, Sangaw, Sidorowicz, Siecz- 
kowski, Sierakowski, Siewierski, Skarbek, Skarbienski, Skorzewski, Skrzypienski, 
Smogorzowski, Sokofowski, Stachowski, Stanski, Starosielski, Sulenski, Swic:cinski, 
Szwykowski, Tokarski, Tolwinski, Trojanowski, Trzebuchowski, Twardowski, Widlicki, 
Wiesiofowski, Wilamowicz, Wlewski, Wolinski, Wolski, Woyszyk, Wydzierzewski, 
Wysocki 1 Zabrodzki z Zagajewski, Zakrzewski, Zaorski, Zarpalski, Zboinski, Zegrowski, 
Zelski, Z6Uowski, Zofwinski, Zrzelski, Zwolski. 
Oksza (Taf. VII). - In rotem felde eine senkrechte, mit dem 
langen, schwarzen Stiele nach unten und mit der Schneide nach rechts 
gestellte silberne Axt; Helmschmuck: die Axt mit der unteren Spitze 
der Schneide in die Krone gehackt. Dieses Wappen ist aus B??hmen 
durch die Wierszowiec eingef??hrt. Der b??hmische f??rst Mnat, der 
Jagdleidenschaft ergeben, lebte fasst nur im Walde und k??mmerte sich 
fast garnicht um die Landesverwaltung, die er dem ihm vertrauten Ritter 
Wierszowiec vollst??ndig ??berliess. Dieser von Ehrgeiz getrieben, wollte 
sich die Herrschergewalt aneignen und zettelte eine Verschw??rung zu 
seinen Gunsten an. f??rst Mnat, der hiervon Kenntnis erhielt, erschien 
pl??tzlich in Prag, berief eine Versammlung seiner Grossen und stellte 
diesen die frage, was f??r eine Strafe der verdient habe, der seinem 
f??rsten, der ihm das vollste Vertrauen schenkte, hinterlistig die Treue 
breche? Die allgemeine Antwort war: ??den Tod??! Da sprach Mnat 
zu Wierszowiec: . Dieses allgemein gegen dich, der du mich vernichten 
wolltest, ausgesprochene Urteil best??tige ich, will dir jedoch die Wahl 
lassen, ob du dich selbst t??ten oder durch den Henker sterben willst!?? 
Wierszowiec t??tete sich mit dem eigenen Schwerte. Der f??rst befahl, 
dass das Geschlecht des Schuldigen, das mehr oder weniger mit diesem 
einverstanden gewesen war, das bisher gef??hrte Wappen Wiersza (d. i. 
in Blau eine goldene fisch reuse) abzulegen habe und auf dem Schilde 
fortan zwei gekreuzte Henkerbeile in rotem felde zu f??hren habe. 
Dieses neue Wappen wurde in B??hmen Bradacice, auch Bratczyc 
genannt. Das Misstrauen der f??rsten gegen die Wierszowiec vererbte 
sich und diese, sich immer gef??hrdet sehend, fl??chteten nach Polen, 
wo sie Landbesitz erhielten. Hier leistete Jan Wierszowiec dem K??nige 
Bolestaw, der von dem B??hmerherzog Swiatoptug in Glogau 1103 be- 
lagert wurde, dadurch einen gros sen Dienst, dass er sich aus eigenem 
Antriebe in das b??hmische Lager schlich und den Herzog Swiatoptug 
t??tete; dann focht er ritterlich auf dem Hundsfelde 1109 gegen den 
Kaiser und wurde daf??r von dem K??nige mit G??tern in der Wojewod- 
schaft Sieradz belehnt. Um die Schmach, die die flucht der Wers- 
zowiec aus B??hmen verursacht hatte, zu s??hnen, sammelten Raciborz 
Werszowiec und andere seines Geschlechts Leute und zogen mit 
denselben den B??hmerherzogen fryderyk und Przemysl, welche mit 
dem Herzoge Konrad von M??hren im Kriege lagen, 1160 zu H??lfe, 
zeichneten sich durch Tapferkeit aus und trugen viel zum Siege bei.
>>>
- 59 


Daf??r erlangten Raciborz und seine Geschlechtsgenossen' nicht nur 
die Gunst des F??rsten, sondern erhielten auch das Schloss Prynda 
an der Bayrischen Grenze und an statt der beiden Beile im Schilde 
als Wappen nur eine Axt, die zweite Axt als Helmschmuck. Dieses 
Wappen wurde dann Oksza (Axt) genannt. Es kam aber auch die 
Benennung Kotda vor. Dieses Wappen f??hren die: 
ffieszynski, Brzeski, Chocimowski, Chom
towski, Chudzinski, Czechowski, 
Domarat, Dulek, Dzierzbicki, Dziewi
cki, Gorlicki, Gostawski, Grabowski, Grochowalski, 
Gromacki, Jackowski, Jerikowski, Ktobllkowski, Ktomnicki, Miedzwiecki, Minimond, 
Nagtowski, Okszynski, Orzechowski, Ostrowski, Partheka, Pijanowski, Ptllskowski, 
Porowski, Radoszewski, Rey, Rokossowski, Rzuchowski, Siekierka, Siemikowski, 
Stablewski , Strzelecki, Strzezecki, Topolski , Trzcinski, Wlltrobinski, Wlltr6bka, 
Wlltrobski, Wielkowski, Wierszowiec, Witowski, Wtostowski, Zdrodowski, Zdrowski. 
Oliwa. - In gr??nem Felde eine halbe heraldische Lilie, unten 
mit Wurzeln versehen, oben von zwei zwischen den Bl??ttern stehenden 
roten Rosen begleitet; Helmschmuck: ein aufwachsender gekr??nter 
L??we mit ausgeschlagener Zunge. Dieses Wappen soll einem Ritter 
des Wappens Gozdawa verliehen sein, der an dem Orte des jetzigen 
Klosters Oliwa die alten Preussen geschlagen hat. Man findet auch 
die Benennung Olawa. Gef??hrt wurde das Wappen von Enold, 
Bischof von Kruswia 1157-60. Dieses Wappen f??hren nur die 
Grajewski. 
Orla (Taf. VII). - In silbernem Felde ein roter Adler mit nach 
oben ausgebreiteten Fl??geln, aber ohne Kopf, der Halsrumpf oben mit 
einem sechsstrahlige!), goldenen Sterne besetzt; Helmschmuck: f??nf 
Straussenfedern. - Uber den Ursprung dieses wohl aus Ungarn ein- 
gef??hrten und dort Szaszani genannten Wappens wird gesagt: Der 
Vorfahr, aus f??rstlichem Geschlechte stammend, hatte aus Rache seinen 
Bruder erschlagen und wurde ihm deshalb aufgegeben, den Adler, den 
er im Stammwappen hatte, k??nftighin ohne Kopf zu f??hren; Nach- 
kommen von ihm, die sich im Felde auszeichneten, wurde dann der 
goldene Stern, anstatt des Adlerkopfes ,verliehen. Dieses Wappen 
wurde in Polen auch Saszor und Szaszor, auch Opola, Opala und 
Zapale genannt. Dasseihe f??hren die: 
Bardzki, BlIkowski, Chobieniecki, Chynka, Gietbowski, Gierattowski, Gorajski, 
Grabowski, Jarogniewski, Kietbowski, Lgocki, Li
ocki, Myslinski, Olszewski, Ortowski, 
Osnicki , Pacewicz, Palczewski, Przetocki, Ptaczynski, Rogowski, Salmonowicz, 
Saszowski, Szarszawski, Wielamowski, Wilamowski, Wojenko, Zatoga, Ziemborowski. 
Osrnorog (Taf. VII). - In rotem Felde ein silbernes, ausgebogenes 
Kreuz, dessen vier Balken bis zur Mitte gespalten sind (ein sogenanntes 
geankertes Kreuz), in jedem Spalt am Ende ein Apfel oder eine Orange; 
Helmschmuck: ein auffliegender Birkhahn. - Dieses Wappen soll zur 
Zeit des Herzogs Mieczystaw, 963- -992, einem Ritter Gieralt, der lange 
dem eingef??hrten Christentum widerstand, sich dann abtr in Rom 
taufen liess, vom Papste verliehen sein. Den Birkhahn, den Gieralt 
bisher f??hrte, behielt er als Helmschmuck bei. Als Gieralt nach Polen 
zur??ckkehrte, wurde sein Wappen nach dem Wappenbilde Osmor6g 
(Achtspitz), auch wohl Osmina, dann aber richtiger nach seinem 
Namen Gieralt genannt. Die Heimat des Geschlechtes Gieralt, das 
auch Gerald und selbst Gerlach genannt wurde, war in der Wojewod- 
schaft Krakau. Das Wappen f??hren die:
>>>
'I 


- 60 - 


Dymienski, fasciszewski, Gieralt, Gierattowski, Gierczynski, Gierzynski, Ginejt, 
Gniewek, Koczonowski, Magnus, Mozgawski, Rzeszynski, Siemichowski, Skr
towski, 
Slonecki, Surgut, Surkot, Surzycki, Towianski, W
iycki, Wolski, Wrobilski, Wyiycki, 
Zemleszczery. 
Osorya (Taf. VII). - In rotem felde ein goldenes Wagenrad, dem 
die obere felge und auch Speiche fehlen, so dass nur sieben Speichen 
verbleiben, in dem vorhandenen Zwischenraum steht auf der Nabe ein 
Kreuz, das sich ??ber den ??usseren Kreis des Rades erhebt; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. - ??ber den Ursprung wird gesagt: 
Ein polnischer Edelmann Osorya bem??hte sich in B??hmen um die 
Hand einer Dame, die er auch erhielt, jedoch unter der Bedingung, 
dass er in B??hmen bleiben m??sse, andernfalls er die ihm gew??hrte 
reiche Mitgift wieder zur??ckzugeben habe. Osorya blieb einige Zeit 
in B??hmen, liess sich dann aber einen Wagen mit hohlen R??dern 
bauen, die er dann mit Geld f??llte. In diesem Wagen fuhr er nach 
Polen zur??.
k, wo er blieb und G??ter kaufte. Zur Erinnerung an die 
gegl??ckte Ubersiedelung nahm er dieses Wappen an, welches nach 
ihm Osorya genannt wird. Es findet sich aber auch der Name 
Szarza, woraus sp??ter Starza wurde, und auch die Benennung 
Ossolificzyk. In Masowien hiess dass Wappen auch wohl Poswist 
(d. i. der Pfiff) und will man diese Bezeichnung dadurch erkl??ren, dass 
ein Vorfahr, der sich fr??hlich etwas vorpfiff, pl??tzlich von feinden 
??berfallen wurde, die er aber schlug, - dann aber auch dadurch, dass 
ein Vorfahr dieses Wappens, der in einer Stadt viele Menschen hatte 
niedermachen lassen, bei dem Verlassen der Stadt von den B??rgern 
ausgepfiffen wurde. Dieses Wappen f??hren die: 
Billicki, Bochtowski, Bogdan , Boktowski, Brochocki, Bukowski, Buszkowski, 
Cieplinski, Dobiecki, filipowski, Koto, Kotomyjski, Konarski, Kondracki, Konradzki, 
Kostrzecki, Kowalowski, Krzywoszewski, Kurski, Lasowski, Lazanski, Niepoczottowski, 
Petka, Pieskowski, Rus, Rusecki, Schleewitz, S
dzimir, Stad nicki, Stensz, Swieczka, 
Szczaniecki, Terawski, Trojanowski, Twerbus, Tworkowski, Tyrawski, Ztocki, Ztotnicki. 
Ostoja (Taf. VII). - In rotem felde zwischen einem nach rechts 
und einem nach links ge??ffneten goldenen Halbmonde ein silbernes, 
mit der halb abgebrochenen Klinge nach unten gekehrtes, senkrechtes 
Schwert; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern... Es wird jetzt aber ??ber- 
wiegend ein ganzes Schwert gef??hrt. - Uber den Ursprung des 
Wappens wird gesagt: K??nig Bolesfaw der K??hne (1059-1082) sendete 
dem ins Land eingebrochenen feinde, den B??hmen, den Oberst Ostoja 
mit Truppen entgegen. Dieser wusste sich dem feindlichen Lager un- 
bemerkt zu n??hern, dieses zu ??berfallen und alle, die nicht get??tet 
wurden, gefangen zu nehmen. Einer der Gefangenen, dessen polnische 
Voreltern als Gefangene nach B??hmen gekommen waren, versicherte 
eidlich, gegen seine freilassung dem Obersten Ostoja zu einem noch 
gr??sseren Erfolge behilf/ich zu sein. freigelassen begab derselbe sich 
in das Lager des feindlichen Hetmans, dem er von der Niederlage nichts 
mitteilte, den er aber veranlasste, dem Truppenteil, dem er angeh??rte 
und der in der Vorhut war, Verst??rkung zuzusenden. Ostoja, von der 
feindlichen Stellung unterrichtet, umzingelte diese, verband sich mit 
anderen f??hnlein und ??berfiel in der Nacht den feind, der teils ver- 
nichtet, teils in die flucht geschlagen wurde. f??r diese Tat erhielt Ostoja
>>>
I 


61 


vom K??nige dieses Wappen, in welchem durch das gest??rzte und ge- 
brochene Schwert wohl die Niederlage des Feindes angedeutet werden 
sollte, und durch die Monde, dass er in zwei F??llen zur Nachtzeit be- 
siegt wurde. Ostoja, dessen Namen das Wappen f??hrt, wurde auch 
mit G??tern beschenkt. Auch der Gefangene, der zu diesem Siege be- 
hilflich war, erhielt dieses Wappen. Aus dies
m Wappen ging sp??ter 
das Wappen Przegonia hervor, und wegen der Ahnlichkeit dieser beiden 
Wappen f??hrten einige Familien bald das eine, bald das andere. - 
Es gibt mehrere G??ter Ostoja, die erste Heimat dieses Geschlechts 
mag Ostoja bei Kroeben im Grossh. Posen gewesen sein. Dieses 
Wappen f??hren die: 
Baduski, Balicki, Banczelski, Bankowsrd, Baranowski, B??:czelski, Biestrzecki, 
Blinowski, Blociszewski, Bogustawski, Boratynski, Broniowski, Bukowski, Byjel, 
Bzowski, Chetmowski, Chelmski, Chodkowski, Chodorkowski, Chotkowski, Chroscicki, 
Chrostecki, Chrostowski, Chrzllstowski, Chudzinski, Chyzewski, Chyzynski, Czapiewski, 
Czechowicz, Czernikowski, Danielewicz, Darowski, Dmosicki, Dobromirski, Domaradzki, 
Domosicki, Dreling, Dubaniewski, Dubkowski, Fink, Oajewski, Oawtowski, Olewski, 
Olokman, Ot??:bocki, Otoginski, Otowczewski, Oniady, Oodziszewski, Oralewski, 
Hetczynski, Hrebnicki, Itowiecki, jaklinski, janiszewski, jerzykowski, jotejko, 
Kaczanowski, Karabczewski, Kargowski, Karlewicz, Karlinski, Kaweczynski, Kiedrowski, 
Kiedrzynski, Kt??:bowski, Komorowski, Konczycki, Konradzki, Korabczejewski, Kostkowski, 
Kotkowski, Kotnowski, Kowalski, Kozak, Kozniewski, Kr??:pski, Kreza, Krzelczycki, 
Krzel??:zycki, Krzelowski, Krzesz, Krzywiec, Ksillznicki, Kurcz, Kurosz, lenski, leski, 
lniski, lubochowski, Maleczkowski, Marchocki, Marchowicki, Marylski, Masz, 
Miedzwiecki, Mietelski, Miklaszewski, Mikorski, Mioduszewski, Modliszewski, 
Modrzejowski, Mosalski, Moscicki , Moscisz, Nagorczewski, Nagorski, Nass, 
Niedzwiecki, Nieradzki, Nos, Nyko, Ochocki, Okotowicz, Olewinski, Oliwinski, 
Orda, Ordynski, Osieczkowski, Ostaszewski, Ostojski, Owsiany, Ozi??:btowski, Palecki, 
P??:kowski, P??:tkowski, Piaszczynski, Pilawski, Plat, Podgorski, Podwysocki, Pokroszynski, 
Politanski, Poniecki, Potocki, Przeszminski, Raczko, Radgowski, Radogorski, Rado- 
gowski, Redei, Rekosz, Roguski, Rokosz, Rozniatowski, Rudzicki, Rylski, Rzeplinski, 
Samborski, Samorok, Scibor, Sciborski, S??:dzimir, Siedlecki, SiedIiski, Siernonski, 
Sieradzki, Skorka, Skrzyszewski, Stonski, Stupski, Stuszka, Smuszewski, Solecki, 
Stachelski, Stachorski, Starzeski, Starzycki, Staszewski, Steblecki, Stobiecki, Strzatka, 
Strzatkowski, Strzelecki, Suchcicki, Suchorabski, Sultzen, Sutocki, Swierczynski, 
Szmigtowski, Szyszkowski, Targonski, Telinski, Totkacz, Tomkiewicz, Tucznia, Turkut, 
Turznicki, Ublinski, Ulejski, Unichowski, Ustarbowski, Wadowski, Wasilewski, 
Wojewodka, Wolski, Woynowski, Woyszyk, Wyrzek, Wysocki, Zahorowski, 
Zabierzowski, Zabokrzycki, Zaborowski, Zagorski, Zajarski, Zajerski, Zakrzewski, 
Zarogowski, Zawadzki, Z??:bedey, Ztociszewski, Ztoszcz. 
Mit folgenden Ver??nderungen f??hren das Wappen die Pokroszynski: 
das Schwert ist von den beiden Monden nicht beseitet, sondern von 
zwei ??bereinander stehenden, gest??rzten Monden belegt; als Helmschmuck 
nur drei Straussenfedern, - die Orda: statt des Schwertes zwei ??ber- 
einander stehende Sterne zwischen den Monden, - die Lniski, Fink, 
Plat und Skrzyszewski: kein Schwert, statten dessen sind die einander 
n??her gestellten Monde von einem Sterne ??berh??ht; als Helmschmuck 
die Monde und den Stern in gleicher Stellung, - die Zawadzki: statt 
des linken Mondes neben dem Schwerte zwei ??ber einander stehende 
Sterne. 
Ostrzew. - In rotem Felde ein senkrechter, schwebender, oben 
und unten abgeschnittener, schwarzer Baumklotz mit drei gest??mmelten 
??sten auf der rechten und zwei solchen auf der linken Seite; Helm-
>>>
62 - 


schmuck: f??nf Straussenfedern. Dieses Wappen soll zur Zeit des 
F??rsten WJadysJaw Herman um 1082 aus B??hmen in Polen eingef??hrt 
sein. Hier wurde es N ieczuja genannt und aus ihm ging durch Ver- 
mehrung das ebenfalls Nieczuja genannte Wappen hervor. Das Wappen 
wird auch wohl Pien genannt, aber durch die Worte Pien und Ostrzew, 
die beide einen Klotz bezeichnen, wurde nur das Wappenbild genannt 
und diese beiden Namen sind jetzt fast ganz ungew??hnlich und der 
alte Zuruf Nieczuja ist wieder allgemein. - Es wurde dieses Wappen 
auch wohl Cielepele genannt, aber irrt??mlich, es wird im 15. Jahrh. ein 
eigenes Wappen Cielepele genannt, das beschrieben ist: ein Baumklotz 
mit drei gr??nen Bl??ttern; es i
t aber wohl verlassen. Das Wappen 
Nieczuja-Ostrzew f??hren die: 
Berkowicz, Cebulka, Dernbiiiski, frllcki, Grzyrnuttowski, t.
towski, Nadt
towski, 
Wierzbicki, Wtodek. 
Owada. - - In rotem Felde, auf gr??nem Boden, ein goldener Turm 
mit zwei offenen Toren, auf dem Turme liegt als Zinne eine goldene 
Adelskrone; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wurde 
von K??nig BolesJaw dem K??hnen um 1070 seinem Soldaten Owada, 
der ihn in Kiew zu dem sogenannten goldenen Tore gefahrlos ge- 
leitete, erteilt und nach ihm genannt. Dieses Wappen f??hren die: 
Jaszowski. 
Paparona (Taf. VII). - -In blauem Felde eine weisse, auf gr??nem Boden 
sitzende Gans; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Der Ursprung 
dieses Wappens wird auf den im Jahre 360 vor Chr. von den Galliern 
versuchten n??chtlichen Uberfall des Kapitols in Rom zur??ckgef??hrt, 
wo dJe Besatzung durch das Schnattern der G??nse erweckt wurde und 
den Uberfall zur??ckschlug. Um die Mitte des 14. Jahrh. wurde dieses 
Wappen aus Italien nach Polen eingef??hrt, wo seine neue Heimat wohl 
die Wojewodschaft Sieradz war. Es wurde nach dem Wappenbilde 
auch G
s und Gtska (Gans und G??nschen) genannt, doch war sein 
vornehmlicher Zuruf-Name Budzisz (von budzic = wecken). Dieses 
Wappen f??hren die: 
Budziszewski, Chodowski, Karnionomojski, Papara, Parzniczewski, Parzniewski, 
Pstrokoiiski, Rawil, Szydtowski, Trzebicki, Wodziniecki, Wojucki. 
Paprzyca (Taf. VIII). - In silbernem Felde ein schwarzer hoch- 
gestellter M??hlstein mit einem Achs- oder M??hleisen (paprzyca) in 
der Mitte; Helmschmuck: die K??pfe mit Hals von.. acht jungen Jagd- 
hunden, in zwei Reihen ??bereinander geordnet. Uber den Ursprung 
dieses Wappens wird gesagt: Einer vornehmen Dame in B??hmen 
wurde mitgeteilt, dass eine ihr untertane, verheiratete Frau Drillinge, 
und zwar drei Knaben, geboren habe und sie beschuldigte diese Frau, 
in der Annahme, dass soviel Knaben nicht von einem Manne sein 
k??nnen, des Ehebruchs und lies sie auch strafen. In nicht zu langer 
Zeit gebar aber die Herrin selbst auf einmal neun Knaben. Sich 
hier??ber sch??mend, auch besorgt seitens ihres Gemahls einen b??sen 
Verdacht auf sich zu ziehen, gab sie einer alten Frau den Befehl acht 
dieser Knaben in dem nahen Flusse zu ertr??nken, behielt nur einen 
zur??ck. Der Gemahl war nicht zu Hause, traf aber bei der R??ckkehr 
die Frau auf dem Wege zum Flusse. Er fragte sie, was sie dort 
verdeckt trage, und erhielt die Antwort, es seien junge Hunde, die 


= ;;;: 


...
>>>
- 63 - 


sie ertr??nken wolle. Der Herr wollte nun die Hunde sehen, ob sich 
nicht einer von ihnen zur Aufzucht eignete, erfuhr auf diese Weise 
dann von der frau das Geheimnis. Er gab nun seinem M??ller den 
Auftrag diese acht Knaben geheim zu erziehen. Als diese herange- 
wachsen waren, lud der Herr ferne G??ste und Nachbarn zum feste 
ein und stellte an dieselben beim Gastmahle die frage, was f??r Strafe 
wohl eine Mutter verdiene, die ihre eigenen Kinder umbringen lasse? 
Alle hielten solche des Todes schuldig. Da rief der Vater mit den 
Worten: ??) Hier sind meine jungen jagdhunde?? seine acht S??hne herein, 
einer dem andern genau gleichend, erz??hlte dann ??ffentlich die ge- 
naueren Bewandnisse. Zur Gemahlin sich wendend, sprach er ihr, ob- 
gleich sie den Tod verdient habe, Verzeihung aus, weil Gott sie durch 
ihn vor Ausf??hrung des Verbrechens bewahrt habe. Die frau, ihrem 
Manne reum??tig dankend, trat mit seiner Genehmigung zur Busse in 
ein Kloster. Es wird auch gesagt, dass diese Mutter der neun Knaben 
jutta, Gemahlin eines Grafen von Querfurt, gewesen sei, dass ihr 
neunter, zur??ckbehaltener Sohn Meinhardus von Querfurt, 1286 
Ordensmeister des Deutschen Ordens in Preussen war. Von den acht 
S??hnen wurde dieses Wappen angenommen. Es m??sste dies mindestens 
um 1250 geschehen sein, doch erscheint das Wappen, aus B??hmen 
eingef??hrt, in Polen schon ??ber hundert jahre fr??her. Eine umst??nd- 
lichere Sage ??ber die Entstehung des Wappen lautet: Im jahre 1081 
gebar Protislawa, die Ehefrau des Dobrohost im Dorfe Radoschof in 
B??hmen, welcher allgemein Weitmiller genannt wurde, hintereinander 
mit kurzen Unterbrechungen neun S??hne. Die bei der Geburt an- 
wesenden zwei alten Weiber hielten dies f??r eine von zwei Zauberinnen, 
die unl??ngst in dem nahen Wischegrad verbrannt worden waren, her- 
stammende Zauberei, legten die ??beraus kleinen Knaben in eine 
Schachtel (b??hmisch Krabicze genannt), um selbige an einem heim- 
lichen Orte zu vergraben. Ihnen begegnete der von seinem Herzoge 
Wratislaw und Wischegrad heimreitende Dobrohost, dem die Weiber 
den Inhalt der Schachtel zeigten. Er lies die Kinder nach Hause 
tragen und ern??hren, allesamt erhielten die Taufe, drei starben klein, 
sechs erreichten das Mannesalter. Einige wurden wegen ihrer Klein- 
heit Krabicze genannt. Von ihnen stammt in B??hmen das Geschlecht 
der Woitmole oder Weytmille, das als Wappen in Rot einen silbernen 
M??hlstein f??hrt. Es wird dies Wappen in B??hmen noch von ver- 
schiedenen familien gef??hrt, wenn auch mit verschiedenem Helm- 
schmuck und verschiedenen farben des feldes. In Polen hiess das 
Wappen Kuszaba, wurde aber vereinzelt Bychawa und auch Ruchaba 
genannt. Dasselbe f??hren die: 
Baran, Bielicki, Bokun, Ciecholewski, Ciellltko, Czokotd, Dllbrowski, D\lI
ba, 
Ganowski, Grochowski, Grodzinski, Iwicki, Jatowka, Juicki, Koztowski, Lochowski, 
Lubowiecki, .tochowski, Monstold, Nieprzecki, Niwinski, Oczosalski, Paparzynski, 
Paprzycki, Peperzynski, Petrykowski, Pieczewski, Pluta, Potrykowski, 
rzesminski, 
Przesmycki, Rayski, Sieklicki, Sieprawski, Staszewicz, Swieprawski, Swieiawski, 
Szczeniowski, Tyski, Uchacki, Warszewicki, Wygonowski, Zaleski, Zberkmut, 
Zgliczynski, Zglinski, Zupek. 
Pielesz (Taf. VIII). -In rotem felde zwei schr??ge gekreuzte, mit den 
Spitzen nach oben gerichtete blanke Schwerter; Helmschmuck: drei
>>>
- 64 - 


Straussenfedern. ??ber den Ursprung des Wappens wird gesagt: Nach- 
dem 1109 die Polen den Sieg auf dem Hundsfelde gegen den Kaiser 
Heinrich erfochten hatten, war dieser zum Frieden bereit und zum 
Abschluss desselben begab sich K??nig Boleslaw nach Bamberg. Zur 
Befestigung der Freundschaft gab der Kaiser seine Schwester Adelheid 
dem K??nige und die Prinzessin Krystyna dem Kronprinzen Wladyslaw 
zur Gemahlin. Die Hochzeit wurde dort durch ein Turnier gefeiert, 
an dem alle anwesenden Ritter teilnahmen, nur der Ritter Pielesz, aus 
dem Gefolge des K??nigs, nicht, weil seine auf dem Hundsfelde er- 
haltenen Wunden noch nicht ganz geheilt waren. Ein deutscher Ritter 
legte dieses als Feigheit aus und verh??hnte ihn. Da forderte ihn 
Pielesz zum Zweikampf und erbat sich von dem Kaiser und dem 
K??nige die Erlaubnis, diesen in den Schranken ausfechten zu d??rfen. 
In diesem Zweikampf besiegte der nur kleine Pielesz den grossen 
Deutschen, dessen Schwert er zersplitterte, liess ihm aber das Leben. 
Der K??nig verlieh dem Pielesz dieses Wappen. Dasselbe f??hren die: 
Bialosuknia, Bieniewski, Ciborowski, Czapiewski, Dranuszwicz, jelski, jemielicz, 
Katyiiski, Kosnicki, Kurzyna, Kwasnicki, Kwasniewski, Mocarski, Pielesz, Pieleszyc, 
Pruszak, Pruszakiewicz, Smoniewski, Wloszek, Zloty. 
Piestnik. - In rotem Felde zwei mit blauen ??rmelaufschl??gen 
versehene, nach oben gerichtete H??nde, welche einen goldnen Apfel 
halten, dessen Stengel nach unten gerichtet ist; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Es wurde auch wohl PI es n i.k genannt. Es war 
schon um 1500 bekannt. Dasselbe f??hren die: Pi
tkowski. 
Pilawa (Taf. VIII). - In blauem Felde ein silbernes, senkrecht 
stehendes, dreifaches Kreuz, das um den rechten unteren Querbalken 
gest??mmelt ist, also rechts nur zwei ..und links drei Querbalken hat; 
f:ielmschmuck: f??nf Straussenfedern. Uber den Ursprung wird gesagt: 
Zyroslaw, ein Ritter des Wappens Prus, focht unter K??nig Bolestaw 
Krzywousty in der ungl??cklichen Schlacht bei Halicz 1133, dann auch 
sp??ter unter Bolestaw K
dzierzawy gegen die Preussen die ihre Bot- 
m??ssigkeit aufsagten und gegen welche der K??nig drei Heeresabteilungen 
absendete, die siegreich in Preussen vordrang
n. In einer Schlacht, 
die 1166 stattfand, zeichnete sich nun dieser Zyrostaw dadurch aus, 
dass er mit seiner Abteilung sich durch die Mitte des Feindes hieb, 
den Anf??hrer desselben vom Pferde riss und t??tete, wodurch die 
Preussen in Unordnung kamen. Durch diese Niederlage f??hlten sich 
die Preussen zu erneuter Huldigung gezwungen. Der K??nig Kazimierz, 
Nachfolger des K??nigs Boleslaw, w911te die Erinnerung an diese 
Schlacht verewigen, die Tapferkeit des Zyrostaw anerkennend belohnen 
und verlieh ihm eine Vermehrung seines Wappens um einen Kreuz- 
balken, nannte dieses neuertstandene Wappen nach dem Orte der 
Schlacht Pilawa (Pillau). Zyroslaw wurde auch mit G??tern in der 
Wojewodschaft Krakau beschenkt. Dieses Wappen f??hren die: 
Borowski, Buczacki, Chrzczonowski, Cieszkowski, Dmitrowski, Drozdowski, 
IIkusz, janowski, jeiowski, jurkowicz, jurkowiecki, Kamieniecki, Kaminiec, Kliczkowski, 
Knoth, Kot, lachowski, lechowski, Lichiiiski, Lichnowski, t.qcki, Manasterski, 
Maslowski, Misiowski, Modzelewski, Monasterski, Moskorzewski, Murca. MySJkowski, 
Nagorski, Niewiadowski, Niewodowski, Pc:czelski, Piec, Piecowski, Pilawski, 
Piotrkowczyk, Piotrowicki, Podfilipski, Pokutyiiski, Potocki, Rawa, Rudzki, Rynkowski,
>>>
- 


65 


Stostowski, SlI1alawski, Stanistawski, Stokowski, Swi
cicki, Twarowski, Tworowski, 
Wazynski, Woysza, Zagorski, Zakliczewski, Zelistawski, Zyrostaw. 
Pnieinia (Tat. VIII). - In rotem felde zwei nach oben gestreckte 
B??rentatzen , welche einen goldnen Apfel halten, der von unten nach 
oben senkrecht von einem silbernen, gefiederten Pfeil durchschossen 
ist; Helmschmuck: ein Adlerfl??gel, der w!:lgerecht von rechts nach 
links von einem Pfeil durchschossen ist. Uber den Ursprung dieses 
Wappens wird gesagt, dass es von einem Herzoge von Masowien 
einem j??ger erteilt sei, welcher einen vielen Schaden anrichtenden 
B??ren in dem Augenhlicke, als dieser einen Apfel zum Maule f??hren 
wollte, durch diesen hindurch mit einem Pfeile erschossen hatte. In 
Masowien wurde dieses Wappen auch K ni ej a (die Waldung) und 
C z wal i n a genannt. Dasseihe f??hren die: 
Czwalina, Gierowski, Grlldzki, Karwowski, Kotarbski, Olszynski, Pnieininski, 
Rostkowski, Starczewski. 
Pobog (Taf. VIII). - In hlauem felde ein silbernes, nach unten 
ge??ffnetes Hufeisen, ohen besetzt mit einem goldenen Kavalierkreuze; 
Helmschmuck: ein halh hervorwachsender Windhund mit einem Hals- 
bande, an dem ein Hetzriemen ist. - ??ber den Ursprung wird gesagt, 
dass es aus dem Wappen Zagtoha entstanden sei: Von zwei Br??dern 
des Wappens jastrz
hiec, die im Streite lehten, erschlug der eine den 
anderen und floh. Wegen dieser Tat wurde ihm und seinen Nach- 
kommen das Wappen jastrz
hiec abgesprochen und ein neues ver- 
??ndertes Wappen, das Wappen Zagtoha auferlegt. Ein Brudersohn des 
M??rders ging nach Rom, um von dem Papste Verzeihung und Gnade, 
und zur Ausl??schung der auf die familie gew??lzten Schande, eine Um- 
??nderung seines Wappens zu erbitten. Er erhielt eine solche dort, und 
gew??hrte der Papst ihm seine Vermittelung bei dem K??nige Bolestaw 
Chrohry (1001-25). Als er nach Polen zur??ckkehrte, genehmigte und 
best??tigte der K??nig dieses neue Wappen, dass er Po bog nannte (von 
pohozny =- fromm). Man findet auch die Benennungen Poboze und 
Pobodze. Der Wappenempf??nger war verm??hlt mit einer Ausl??nderin, 
die im Wappen einen Windhund f??hrte, den er als Helmschmuck 
annahm. Der Stammort dieses Geschlechts ist wohl Pobodze im 
Lande ptock. Dieses Wappen f??hren die: 
Adamczowski, Andrzejkiewicz, Raranski, Barberius, Benistawski, Bielicki, 
Bielski, Broll1irski, Bronak, Bronakowski, Brzllchanski, Burzynski, Catowanski, 
Cebrowski, C
tkowski, Choll1inski, Cieklinski, Ci
szkowski, Czenstkowski, Czetkowski, 
Czyzowski, Dllhrowski, Dadzibog, DllIzewski, Dmochowski, Dmowski, Doschot, 
DlIszewski, DlIszynski, Dziengett, EIert, faliszowski, fedorowicz, filemonowicz, 
filipkowski, filipowicz, filipowski, fryczynski, Gadzinski, Garlikowski, Gintowski, 
Goszczynski, Grabowski, Gumowski, GlIrski, Gwozdecki, Horwat, Iskrzycki,jameutowicz, 
janllszowski, jastrz
bowski, jaworowski, Kalo, Kielanowski, Kierznowski, Kobylillski, 
Kobylski, Komorowski, Konarzewski, Koniecpolski, Kossoblldzki, Kotlewicz, Kras- 
nod
bski, Krasnosielski, Krompole, Kruszynski, KlIcicki, KlItlewski, Lakon, Lenartowicz, 
Lgannoski, t.aniecki, t.awski, t.
kawski, Malinowski, Mazurkiewicz, Miecznikowski, 
Miedzwiedzki, Montowt, Mnchowiecki, Nesterowicz, Nieczaj, Nieprski, Nieroszynski, 
Olszewski, Orz
cki, Pagowski, Pakoszewski, PeteIczyc, P
tlinski, Pierzchalski, Pobozanin, 
Pocernacki, Polanowski, Pomarzanski, Popowski, Prusinowski, Radomski , Ralo, 
Remiesz, Remiszewski, Rodkiewicz, Rokszycki, Rossocki, Rucicki, Ruszkowski, 
RlItkowski, Rymaszewski, Ryminski, Rzyszczewski, Sawaniewski, Spendowski, 
Stanislawski, Staniszewski, Strzeszewski, Stlldniarski, SlIchodolski, Surgolewski, 
v. Zer nie k i, DIe polnischen Stammwappen. 5 


......
>>>
- 66 - 


Sutkowski, Sutowski, Swic:tochowski, Szankowski, Szantyr, Szczepkowski, SzczeSniewski, 
Szczc:snowicz, Szczucki, Szeptycki, Szukszta, Szydtowski, Terczikowski, Tereykowski, 
Totoczko, Trzcinski, Urecki, Wiekowicz, Wierzchowski, Wilkowski, Wodoradzki, 
WoIski, Woy
zyk, Zadarka, Zajllczkowski, Zapolski, Zarzecki, Zdzieszy.nski, Zengonski, 
Zengwirski, Zeranski, Zeromski, Zgaidzinski, ZgIiczynski, Ziolecki, Zurawski. 
Abweichend f??hren dieses Wappen die Krasnod
bski: anstatt des 
einfachen Kreuzes ein um einen Balken gest??mmeltes Doppelkreuz, - 
die Wiekowicz: kein Kreuz, unter dem Hufeisen ein Herz, besetzt mit 
einem mit der Spitze nach oben gerichteten halben Pfeil, als Helm- 
schmuck drei Straussenfedern, - die Szantyr: in geteiltem Schilde oben 
das Hufeisen, nicht mit dem Kreuze besetzt, sondern ein solches ein- 
schliessend, unten das Wappen Rawicz, als Helmschmuck drei Straussen- 
federn, - die Sutocki: unter dem Hufeisen noch ein kleiner, mit dem 
Kopfe nach oben gerichteter Fisch, als Helmschmuck drei Straussen- 
federn, - die Brzuchanski, Nieroszynski und Petelczyc: das Hufeisen 
anstatt des Kreuzes mit einem halben, mit der Spitze nach oben ge- 
richteten Pfeile besetzt, als Helmschmuck drei Straussenfedern, - die 
Nieczaj: das Kreuz fehlt, unter dem Hufeisen ein nach oben gerichteter, 
unten gespaltener Pfeil in rotem Felde, als Helmschmuck drei Straussen- 
federn, - die Sawaniewski und Szankowski: das Hufeisen ist mit dem 
Kreuze besetzt, umschliesst aber die aus dem Wappen Zagtoba beibe- 
haltene untere H??lfte des S??bels, 
Pogonia Litewska (Tit.- Tat). - In rotem Felde auf rechts jagendem 
Rosse, das einen roten Sattel mit Brustgurt, einen Hintergurt mit zwei 
diesen verbindenden Querriemen und eine rote Schabracke mit drei 
mit goldenen Franzen besetzten und tief herunterh??ngenden Enden 
tr??gt, ein Reiter in silberner R??stung mit hochgehobenem, wie zum 
Hiebe gez??cktem Schwerte in der rechten Hand, mit der linken Hand 
die Z??gel haltend, am linken Arm einen Schild, auf dem in rotem 
Felde ein goldenes Doppelkreuz. Es wird auch Pogon (von Gonie = 
verfolgen) genannt. Es ist das Erbwappen der Iithauischen Grossf??rsten 
und auch Landeswappen von Lithauen. Rimund, Sohn des Gross- 
f??rsten Trojden von Lithauen, der eine S??ule und den Hippocentaurus 
im Wappen f??hrte, war griechisch-katholisch und M??nch geworden. 
Als sein Vater Trojden durch dessen Bruder Dowmund 1282 ermordet 
war, trat er aus dem Kloster und sammelte Anh??nger, um diesen 
Mord zu r??chen. Er wurde 1283 zum Grossf??rsten erw??hlt, liess 
seinen Oheim t??ten, entsagte dann aber seiner W??rde und trat ins 
Kloster zur??ck. Vorher berief er jedoch seine Untertanen und empfahl 
ihnen, sich nur einen tapferen und w??rdigen Mann (als welchen er 
Witenes Buiwid von Samogitien aus palemonischem Stamme bezeichnete), 
der das Vaterland zu verteidigen verstehe, zum Herrn zu w??hlen. Um 
dessen eingedenk zu sein, befahl er ihnen, das Bild des Reiters auf 
den Fahnen zu tragen. Der dann erw??hlte Witenes best??tigte dieses 
neue Wappen. Durch den 1386 zum K??nige von Polen gew??hlten 
lithauischen Grossf??rsten JagieUo kam dieses Wappen zuerst nach 
Polen und wurde nach der Vereinigung Polens und Lithauens 1569 
neben dem weissen Adler im Staatswappen gef??hrt. Ausser den 
lithauischen Grossf??rsten f??hrten dieses Wappen Pogon auch die von 
denselben sich ableitenden meist f??rstlichen Familien, und zwar die: 


....
>>>
- 67 - 


Bielski, BoremIski, Chowanski, Czartoryski, Giedyrnin, Izastawski, Kobrynski, 
Korecki, Koryatowicz, Korybllt, Koszyrski, Kowelski, Lingwieniewicz, t.ukornlski, 
Nowosielski, Olelkowicz, Olgierd, Prunski, Rybicki, Sanguszko, Trubecki, Zastawski. 
Pogonia Polska (Taf. VIII). - In goldenem Felde ein aus einem 
am linken Schildesrande befindlichen Gew??lk hervorgehender gepanzerter 
Arm mit gez??cktem blanken Schwerte; Helmschmuck: derselbe rechte, 
aber nach links gekehrte, auf dem Ellenbogen gest??tzte Arm. ??ber 
den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: In den Distrikten an dem 
Meeresufer s??dlich der heutigen Herzogowina und Montenegros war 
die Bev??lkerung noch bis Ende des 9. Jahrhunderts dem Heidentum 
ergeben geblieben, bildete ein eigenes F??rstentum, das von den R??mern 
Pagania genannt wurde. Einer der F??rsten dieses unter byzantinischer 
Hoheit stehenden Landes gelobte, der Sage nach, vor einer Schlacht, 
dass er Christ werden wollte, wenn er siegte; es habe sich dann aus 
den Wolken ein Schwertarm herausgestreckt, was als gutes Zeichen 
den Truppen galt, die den Sieg errangen. Der F??rst w??hlte den 
Schwertarm zum Kriegszeichen und Wappen seines Landes. Michal 
von Paganien (t 1080) warf die byzantinische Oberherrschaft ab, ein- 
verleibte die umgebenden slavischen F??rstent??mer in sein Reich und 
nannte sich K??nig der S??dserben, welchen Titel Papst Gregor VII. 
best??tigte. Sein Enkel Michal, vom Throne gestossen, erhielt als 
Ersatz Paganien, aus welchem sein Enkel Istok von Serbien verdr??ngt 
wurde. Istok floh 1175 nach Polen, wurde dort in die Ritterschaft 
aufgenommen, nannte sich sp??ter nach einer von ihm gegr??ndeten 
Niederlassung, der er zur Erinnerung an seine alte Stammburg den 
Namen Plissa (sp??ter Pliszcza genannt) beilegte. Sein Wappen wurde 
in Polen zuerst Pogania genannt, woraus Pogonia wurde. Es hat 
aber auch die Benennung Zdarbozec. Dasselbe f??hren die: 
Berezko, Bielunka, Chrapkiewicz, Czarnowski, Czorb, Dziubandowski, Hauschild, 
Hllnorowski, Kamieniczny, Ktajowski, Kokatorowicz, Minezer, Niedzieski, Odtaniski, 
Petka, Pliskowski, Pliszka, Poczobod, Poternkin , Radarnski , Replinski , Rohland, 
Sando, Saniewski, SlIdyrnont, Ujejski, Wandzon, Zatuczski, Zarski, Zurawicki. 
Ein ??hnliches Wappen: der Schwertarm schwebend, ohne Gew??lk; 
als Helmschmuck ein schlank aufwachsender Mann mit erhobenem 
Schwert in der rechten, wurde von K??nig Stefan seinem Schatzschreiber 
Krzysztof Stefanowicz, der sich in dem Krie
e gegen Moskau bei 
Polock und Wielki t.uki ausgezeichnet hatte, ebenso bei der Belagerung 
von Pleszkow die einen Ausfall machenden Russen zur??ckwarf und 
verfolgte, 1581, gleichzeitig mit dem Adel und mit Beilegung des 
Namens Pleszkowski, verliehen. 
Pokora (Taf. VIII). - In blauem Felde ein nach unten offenes, 
silbernes Hufeisen, in der Mitte wagerecht mit einem silbernen Schl??ssel 
belegt, der mit dem Barte nach link.
 und nach unten g
kehrt ist; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Uber den Ursprung wIrd gesagt, 
dass es zur Zeit des Polen herzogs Wladistaw Herman, um 1100, einem 
Vorfahren, der nach Rom ging, um dort wegen irgend eines Vergehens 
Busse zu tun, dort vom Papste verliehen worden sei. Es wurde 
Pokora (Demut) genannt. Die erste Heimat dieses Wappens war 
wohl Masowien. Dasselbe f??hren die: 
Chmielinski, Cichnicki, Golimuntowicz, Gutwinski, Kulinski, Lichtanski, Pokora, 
Polakowski. 


5*
>>>
- 68 


P61kozic (Taf. VIII). - In rotem Felde ein grauer, vorw??rts ge- 
kehrter Eselskopf; Helf11
chmuck: ein halb aufwachsender, nach rechts 
gekehrter Ziegenbock. Uber den Ursprung des Wappens wird gesagt: 
Ein polnischer Ritter mit Namen Stawisz, war in fremdem Lande in 
einem Schlosse, das Eczech hiess, von den Heiden belagert, welchen 
es nicht gelingen wollte, das wohlbefestigte Schloss einzunehmen und 
die nun die Besatzung auszuhungern gedachten. Die Belagerung hatte 
schon einige Zeit gedauert, die Lebensmittel im Schlosse nahmen be- 
denklich ab, da liess Stawisz einen Esel und eine Ziege schlachten, 
mit dem Blute eine Menge Ochsenh??ute beschmieren, diese auf die 
Schlossmauern h??ngen, teils durch Wurfmaschinen in das feindliche 
Lager schleudern, um den Feind dadurch zu ??berzeugen, dass Lebens- 
mittel im Schlosse noch hinreichend vorhanden seien. Der Feind 
wurde hierdurch auch wirklich get??uscht und zog ab. Es war dies 
im Jahre 1022 geschehen. Der betreffende Landesherr verlieh dem 
Stawisz zum Danke dieses Wappen, das in Polen, wohin Stawisz 
zur??ckkehrte, P61kozic (halbe Ziege) genannt wurde. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Bietkowski, Bl"azowski, BI"
dowski, Bobryk, Bogumitowicz, Bogusz, Borz
cki, 
Breiiski, Brzostowski, Chmielowski, Chorllzyc, Czark, Czarnek, Czarnkowski, Czyzowski, 
Dllbkowski, Dankowski, Dtuski, Dobroszewski, GarliJlski. Gostyiiski. Gostyowski, 
Gradowski, Grodowski, Gutowski, HiJkza, Horecki, Jtdlttiski, JlIrkowski, JlIstymollt. 
Krzywkowski, Kukiel, KlIrdwanowski. laskowski, lesnitwicz, Lig
za. Lipnicki, 
Machnicki , Marszowski, Mikotajewski, Minor, Mlodecki, Mlodnicki. Moszgowy, 
Nasitowski, Niewiarowski, Nikiel, Niwiiiski, Nowowiejski. Obtllk, Pachowski, 
Pawtowski, Peraktadowski. Piestrzecki, Pikarski, Plichta, Potrykowski, Pritzelwitz, 
Przemankowski, Przeradowski, Radziejtwski, Rokosz, Rzeszowski, Sa wnowski, 
Sepichowski, Siestrzeniec, Skotnicki, Stawiec, Smok. Stamirowski, Stawisz, Strzatknwski, 
Swenderski. Swidtr!-.ki, Swidziiiski, Switczka, Swiezyiiski, Tabor, Wawrowski, 
Wielepnicki, Wielowiejski, Wilski, Wtodtk, Wojeiiski, Wolski, Wotczek, Wrocimowski, 
Zagwoyski, Zakrzewski, Zatazowski, Zaszada, Zawisza, Ziemblicki. 
Pomian (Taf. VIII). - In goldenem felde ein schwarzer vorw??rts- 
gekehrter B??ffelkopf , der von oben schr??ge von einem Schwerte so 
durchstochen ist, dass die Spitze des Schwertes auf der linken Seite 
erscheint; Helmschmuck: ein gepanzerter, mit erhohenem Schwerte 
bewaffneter rechter Arm. Es ist dieses Wappen aus dem Wappen 
Wieniawa entstanden und wird ??ber seine Entstehung gesagt: Wahr- 
scheinlich zur Zeit des Polen herzogs Wladyslaw, um 1140, ermordete 
Lastek Hebda alls Grabie, der das Wappen Wieniawa f??hrte, seinen 
Bruder Jarand, Dekan von Gnesen. in dem Dorfe Lubania, weil dieser 
ihm oft Vorw??rfe ??ber seinen str??flichen Lebenswandel gemacht hatte. 
Ausser anderer Strafe wurde dem Bruderm??rder auch diese auferlegt, 
sein Stamm wappen in dieses umzu??ndern, welches Pomian (abgeleitet 
von Pomni nan, d. i. denke an ihn, oder von Pomnienianie, der Austausch, 
n??mlich f??r das Wappen Wieniawa) genannt wurde. Es wird das 
Wappen aber auch abweichend in der Weise gef??hrt, dass das Schwert 
den B??ffelkopf nicht durchsticht, sondern wagerecht in denselben oben 
eingehackt ist, so dass es ganz zu sehen ist. Zum Wappen Pomian 
geh??ren die: 
Bagniewski, Besiekierski, Biatosuknia, Bicsiekierski, Biesierski, Boczkowski, Bogatko, 
Bohatko, Broniszewski, Brudzewski, ??rzllczewski, Hrzechowski, Brzozowski, Brzuchowski, 
Bukaty, Chaliftski, Chebda, Cieiiski, Ciesliftski, Ciesnowski, Ciosnowski, Czapiewski,
>>>
- 69 - 


D
browski, Dtuiniewski, Dziembowski, DziengeU, Gledzianowski, Glinski, Gorski, 
Grabinski, Grabowski, Grabski, Grochowski, Haniewski, Hllmel, Izdebski, janczynski, 
jarand, jarunt, jaiwinski, juraha, Kaczkowski, Kaczynski, Kasinski, Kc:paIski, Kc:sowski, 
Kietezewski, Ktobski, Ktodzinski, Ktopotowski, Kobierzycki, Kolkowski, Kotudzki, 
Komierowski, Kotowski, Krukowiecki, Kruszynski, Leszynski, Lewinski, Linowski, 
Lllbomc: ski , t.asko, t.aszko, t.awski, t.ubienski, Makowiecki, Malawski, Milewski, 
Modlibog, Netarbowski, Nieczatowski, Nietuchowski, Niewiesz, Nieiychowski, 
Nowowiejski, Odrowski, Ogonowski, Olszewski, Osiecki, Osinski, Ossuchowski, 
Ostromc:cki, Pezarski, Pic:tka, Pic:tkowicz, Pic:tkowski, Ptomkowicki, Ptomkowski, 
Poktatecki, Pomian, Pomiankowski, Pomianowski, Popkowski, Preuss, Przectawski, 
Przystanowski, Psarski, Puklatecki, Putaski, Racic:ski, R
dziszewski, Ruediger, Sagajto, 
Sakowicz, Sicinski, Sierzpinski, Sokotewski, Solecki, Srednicki, Stynwacki, Sulenski, 
SlIlewski, Suligostowski, SlIski, Swierzewski, Szczepanski, Toltzig, Warzymowski, 
Wc:dziagolski, Wichrowski, Wilkostowski, Wolski, Zagajewski, Zakrzewski, Zdanowski, 
Zdzenicki, Zdzienicki, Zerostawski, Zubrzycki, ZyUo. 


Poraj (Taf. VIII). - In rotem felde eine silberne, f??nfbl??ttrige 
Rose mit Butzen; Helmschmuck: eine gleiche Rose. Dieses Wappen 
stammt aus B??hmen. Dort f??hrte dasselbe Slawnik, Herr auf Libicz, 
welche Stadt jetzt Mielnik heisst. Er war verm??hlt mit einer Tochter 
des Herzogs Otto des Erlauchten von Sachsen, hatte einen Sohn: 
Slawnik, ebenfalls auf Libicz, verm??hlt mit Strzezyslawa, Tochter des 
Herzogs Boleslaw I. von B??hmen (935' -67), von der er acht S??hne 
hatte. Von diesen wurden bei inneren politischen Wirren f??nf ge- 
t??tet. Die ??brigen drei gingen nach Polen und zwar: W ojciech 
(Adalhertus), der 997 den M??rtyrertod erlitt, - Radzyn oder Gaudius, 
Erzbischof von Gnesen 1000-1006, und Poraj. Dieser war schon 
mit der Prinzessin D:tbrowka, der Schwester seiner Mutter Strzezyslawa 
und Gemahlin des Polen herzogs Mieczystaw, 963 nach Polen ge- 
kommen, wurde von dem Herzoge reich mit G??tern beschenkt und 
pflanzte den Stamm Poraj fort, nach dem auch das Wappen so genannt 
wurde. Es wurde f??r dasselhe nach dem WaP'.penbilde auch wohl 
die Benennung R6za (die Rose) gebraucht. - Uber dieses Wappen 
wird ferner gesagt: Nider B??r, aus dem Geschlecht der Grafen von 
Askanien und Ballenst??dt, das eine Rose im Wappen f??hrte, leistete 
um 630 dem r??mischen Kaiser Heraklius Hilfe gegen die franken- 
f??rsten Dagohert und Chlodwig, wof??r er vom Kaiser das r??mische 
f??rstentum Ursini erhielt. Von seinen S??hnen ??bernahm Aribert, 
nach dem Tode der S??hne seines Vaterbruders, das land Askanien. 
Einer seiner Nachfolger Ursini Witigo, slavisch Ursyn Witek genannt, 
eroberte die zwischen Baiern und B??hmen gelegene Provinz, ergab 
sich aber dem ihn hedr??ngenden B??hmenf??rsten Wogen, behielt seinen 
Besitz und trat mit demselben in den b??hmischen Untertanenverband 
und Adel. Er wurde dort nach der Rose in seinem Wappen Rozyn, 
dann auch Rozemherk, deutsch Rosenberg genannt. Dieser Witigo 
hatte vier eheliche und einen unehelichen Sohn, denen er das Wappen 
so zuteilte, dass die Rose von dem einen Sohne golden, von den 
andern je silbern, blau und rot, von dem unehelichen Sohne aber 
schwarz gef??hrt wurde, wodurch sich die von ihnen abzweigenden 
Linien der Rosenberg unterschieden. Ebenso wurden in dieser familie 
zur Unterscheidung in das Wappen auch zwei und drei Rosen gesetzt, 
,wie dies aus den in der S1. Vituskapelle in der Kirche zu Krumau in
>>>
70 


B??hmen sich erweist. Dieses Geschlecht starb in B??hmen mit Peter 
Wok Ursinus a Rosenberg 1606 aus. Es wird demnach angenommen, 
dass alle Geschlechter in B??hmen, die eine oder mehrere Rosen f??hren, 
auch bei abweichenden Farben, einem Stamm angeh??ren. Dieser An- 
nahme folgend nahmen im 18. Jahrhundert einige Familien des Wappens 
Poraj in Polen den Beinamen Rosenberg an. Ob das Geschlecht des 
Slawik nun wirklich mit dem Geschlechte Rosenberg identisch ist, 
ist noch fraglich, erscheint aber wahrscheinlich, weil beide Geschlechter 
sich mit souver??nen H??usern verschw??gerten, also ebenb??rtig waren, 
dann aber auch, weil berichtet wird, dass der heilige Adalbert drei Rosen 
im Wappen hatte, w??hrend sein Bruder Poraj nur eine Rose f??hrte, 
die vielen S??hne des Slawik also auch sich unterscheidende Wappen 
angenommen haben d??rften, nach Art der Rosenberg. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Alantowicz, Arnbroziewicz, Antoszewski, Badowski, Biernacki, Biligin, Bilirnin, 
BoguchwaJ, Boryszowski, Brzezitlski, BlIczenski, BlIdzinski, BlIkowski, BlIzenski, 
Chlebowski, Chrnielicki, Chodcza, Chorn
towski, Chornicz, Chorninski, Chotecki, 
Chrzqnowski, CzasJawski, Czestawski, Dqbrowski , D
bnicki , Dobrosotowski, 
Dobrzelewski, Dworzyszowski, Egierzdorf, Gadamowicz, Garkowski, Garlinski, 
Garrnuchowski, Garnisz, Garnkowski, Cazllba, Gedrojc, Gidzielski, Gidzinski, Gtuch, 
Gniewiecki, Goczatkowski, Golernowski, Goternbowski, Gorecki, Gorski, Gorynski, 
Gorzynski, Grochowicki, Grodecki, Gruszczynski, Grzybowski, Halicki, Hollak, 
Izbienski, Izkrzycki, jaktorowski, jakubowski, jarniotowski, jankowski, jaroszkowski, 
jasienski, jelec, jerniotowski, jezowski, juracha, Kadtllbek, Kalski, Kandzierzawski, 
Karszewski, Kaszlinski, Kaszowski, Kaszuba, Katerla, K
sowski, Kietpsz, Kobielski, 
Kodr
bski, Konarzewski, Kopec, Koszczyc, Koszyc, Kozlorog, Koztowski, Kozrninski, 
Kr
pski, Krolikowski, Krzepicki, Kuczewski, KlInczewicz, Kuniewicz, KlIroZW
cki, 
Kurzewski, Latkowski, Lipinski, Lipnicki, Lissowski, Lodorowski, LlIballski, LlIbelczyk, 
I::.agiewnicki, I::.atkowski, I::.yskowski, Mackiewicz, Madejski, Makowski, Malina, 
Matdrzyk, Matynski, Marszewski, M
cinski, Michatowski, Mickiewicz, Mieciecki, 
Mierucki, Mikorski, Mniszek, Mojaczewski, Mokrski, Naborowski, Niechrnirowski, 
Nieciecki, Niernsta, Niesiecki, Niesiotowski, Nowicki, Olsztynski, Paczorek, Patuski, 
Patuszycki, Piorllnowski, Pisienski, PJaskowicki, Podleski, Poleski, Poraj, Porajowski, 
Potocki, Prqzowski, Przedborowski, Przytllpski, Pstrokonski, PlItawski, Raczkowski, 
Radosz, Radzinski, Roginicki, Rosen, Rozanski, Roz
cki, Rozycki, RlIczowski, RlIdnicki, 
Rusiecki, RlIzycki, Sarnproch, Sielecki, Siestrzewitowski, Skotnicki, Skwyroszewski, 
Sobiekurski, Sobiesierski, Sokotowski, Sol ski, Sos nicki, Strzalkowski, SlIchecki, SlIchocki, 
Sulinski, Swierzynski, Swinarski, Swizynski, Szadlinski, Szatkowski, Szczerbicz, 
Szewczycki, Trebnic, Tryniszewski, Trzebinski, Tyniecki, W
g-ierski, Weiss, Werner, 
Wielewiejski, Wienskowski, Wieszczyciorowski, Wilczek, Wilczynski, Wilkowski, 
Witkowski, Wodzinowski, Wodzynski, Wybranowski, Wydrychiewicz, Zakrzenski, 
Zakszynski, Zalinski, Zarnojski, Zawadynski, Zawisza, Zbtotnicki, Zbrozek, Zdza- 
rowski, Zdz??;nicki, ZJobnicki, ZJotnicki, Zot??;dziowski, Zyrnicki. 
Poronia (Taf. VIII). - In rotem Felde eine silberne Lilie, rechts 
und links von je einer silbernen, vierbl??ttrigen Rose begleitet; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wurde f??r ritterliche 
Taten gegen den Deutschen Orden 1462 von K??nig Kazimierz dem 
Ritter Pawet Jasienski des Wappens Gozdawa erteilt, ist also eine Ver- 
mehrung des letzteren Wappens. Dasselbe f??hren die: 
jasienski, MlIcharski, Olearski, Porowski. 
Prawdzic (Taf. VIII). - In blauem Felde eine rote gezinnte Mauer, 
aus der ein goldner, links gewendeter L??we halb aufw??chst, der in 
seinen Vorderpranken einen schwarzen Ring h??lt, sein Schweif ist.
>>>
71 


ebenfalls sichtbar; Helmschmuck: ein gleicher, jedoch fast ganz auf- 
wachsender L??we mit dem Ringe, ebenfalls nach links gewendet. 
Dieses Wappen, jedoch ohne den Ring, f??hrte am Rhein ein Graf 
Andreas Dinheim, der zur Zeit des K??nigs Bolestaw Krzywousty an 
dessen feldz??gen mit Auszeichnung teilnahm und dann in Polen blieb, 
wo er sich um 1123 mit der einzigen Tochter des Jan Prawda, Land- 
richters von Gostyn, verm??hlte, die ihm die G??ter Szczawin und 
Tr'lbki zubrachte. Das Stammwappen seiner Gemahlin war ein eiserner 
Ring, den er nun als Vermehrung in sein Wappen aufnahm, diesen 
Ring dem L??wen in die Tatzen stellend. Nach dem Namen Prawda 
wurde dieses neue Wappen Pr a w d z i c genannt. Es wird mitunter 
aber das feld auch silbern, der L??we auch wohl rechts gewendet 
gef??hrt, auch ist als Helmschmuck der L??we wohl durch drei Straussen- 
federn ersetzt. Dieses Wappen f??hren die: 
Arciszewski, Baranowski, Bereza, Beski, B
tkowski, Biedkowski, Bieganski, 
Bielski, Bietkowski, Bogacki, Bratkowski, Bratoszewski, Brochocki, Brochowski, 
Brudzynski, Brzeski, BlIjaczewski, BlItakowski, Chotomski, Chrybski, Cichrowski, 
Ciemiewski, Ciemniewski, Ciemnot
ski, Cyblllski, Czebnowski, Czeczotka, D
bot
cki, 
D
bski, Dinheim, Domiechowski, Dominikowski, Dziatowski, Dzwonowski, filipowicz, 
Gat
ski, Gidzinski, Gietbutowski, Gockowski, Goczatkowski, Got
biowski, Gotemberski, 
Gotynski, Gorazdowski, Gorowski, Gonuchowski, Gosczewski, Gosk, Goski, Gos- 
tomski , Gowarzewski, Gowaszewski, Gradomski, Gradowski, Gratta, Grek, 
Grekowicz, Grodzanowski, Gromnicki, Grudowski, Gruja, Grzymuttowski, GlIlcz, 
GlIlczewski, Gytowski, Hunowski, Itowski, Izbicki, Izbinski, Jabtonowski, Jaraczewski, 
Kargoszynski, Kartowski, Kaski, Kinicki, Kinierski, Kobelski , Kobylnicki, Kokeli, 
Kokorski, Konojacki, Konsiadzki, Kornacki, Kozerski, Kruszynski, Kryski, Kucharski, 
Kukalski, Kuklinowski, Kuklinski, Kurski , Kuszelewski, Lasciewski, Lqszewski, La- 
talski , Leszkowski, Lewandowski, Lichtyan, LlItomski, t.abiszynski, t.ahiszewski, 
I:ahiszynski, t.akoszynski, t.aszcz, t.ayszczewski, t.azniewski, I:ukomski, t.uszczewski, 
Makosiej, Mankowski, Meciszewski, M
karski, Micowski, Misiewski, Mtocki, Molski, 
Mukanski, Narolski, Nieborowski, Nieborski, Nieledewski, Niemierza, Nieminski, 
Niszczycki, Nosielski, Obatkowski, Obodynski, Obrociwor, Obrowiecki, Olszewski, 
Oryszowski, Pakoslawski, Pakosz, Patucki, Partein, Parys, Piwo, Ptocki, Poczernicki, 
Policki, Porycki, Posienicki, Prawda, Pruski, Pu iss, Radzanowski, Rauschke, Rokit- 
nicki, Romocki', RlIbczynski, Rudzki, Ruszkowski, Rymaszewski, Rynarzewski, Sar- 
biewski, Sedlnicki, S
kowski, Sicinski, Sierakowski, Sierpski, Stugocki, Smariewski, 
Smijkowski, Smitkowski, Sojacinski, Sokotowski, Sottohub, Sowinski, Stepankowski, 
Strozewski, Strzatkowski, Strzemilecki, Strzyzowski, Szamota, Szczawinski, Szedzinski, 
Szopicki, Szubski, Szymakowski, Tarzecki, Thullie, Tomistawski, Tr1lmpski, Tuc- 
zampski, Wichrowski, Wierzbowski, Wilski, Wiszczycki, Wistostawski, Wtodek, Wolski, 
Wotczek, Wolkochowski, Wozniakowski, Wrzedzinski, Wszelaczynski, Wysocki, 
Wyszomierski, Zabicki, Zaj1lczkowski, Zaleski, Zaremba, Zelenski, Zmichowski, 
ZlIbczewski, ZlIbowski. 
Prus I. (Taf. IX). - In rotem felde ein schwebendes, silbernes 
Doppel-Hochkreuz, dem aber der linke untere Balken fehlt; Helm- 
schmuck: ein geharnischter, mit einem Schwerte b
waffneter, mit dem 
Ellbogen auf die Krone sich st??tzender Arm. - Uber den Ursprung 
wird gesagt: Bald nach dem Bekehrungsversuche des hl. Adalbert in 
Preussen, wo er 997 ermordet wurde, kamen mehrfach Preussen nach 
Polen, um das Christentum anzunehmen und hier zu bleiben. So 
auch drei Preussenf??rsten, die vom K??nige Bolestaw dieses Wappen 
und Landbesitz in der Wojewodschaft Krakau erhielten. Dort wurden 
auch die ??brigen Eintreffenden und auch sp??ter die gefangen ge-
>>>
72 


I 
I 


nommenen Preussen, die im lande bleiben wollten, in Kolonien an- 
gesiedelt. Die so entstehenden G??ter und Kolonien wurden nach 
der Nationalit??t der nunmehrigen Besitzer alle Prusy (Preussen) genannt, 
auch wurde dies der Name des Wappens und des Geschlechts der 
beliehenen Preussenf??rsten. Um 1500 trat jedoch die allgemeine Be- 
zeichnung Pru s statt Prusy ein. Aus diesem Wappen gingen die 
Wappen Prus 11 und 111 hervor. Ein Nachkomme dieser F??rsten und 
Tr??ger dieses Wappens war der heilige Stanistaw aus Szczepanowo, 
Bischof von Krakau, der vom K??nige Bolestaw 1079 ermordet wurde. 
Die sp??ter sehr zahlreichen, in der Wojewodschaft Krakau angesessenen 
Sprossen der Geschlechtslinie, welcher der heilige Stanistaw angeh??rt 
hatte, nahmen zur Bekr??ftigung ihrer Verwandtschaft mit demselben, 
in ihr Wappen einen kleinen Bischofsstab auf, den sie auf die rechte 
Seite des Kreuzes setzten. Sie nannten dieses neue Wappen Tu rzyna, 
woraus Turzyma wurde. Doch seit dem Ende des 15. Jahrhunderts 
sind die Turzyna wohl zu ihrem Stammwappen zur??ckgekehrt, denn 
diese Benennung kam ausser Gebrauch. Das Wappen Prus I f??hren die: 
Andrzejowski, Bednarowski , Biesiadecki, Biesiadowski , Biestrzykowski, 
Boguslawski, Borowski, Brzenski, Bystram, Chom
towski, Chwalkowski, Cillglinski, 
Cyganski, Czarnecki, mllgojewski, Dobrocieski, Drozdowski, Druszkowski, Dymitrowski, 
Frankowski, Frycowski, Garlicki, Gawlowicki, Glowacki, Gtuszynski, Gniewiewski, 
Gorski , Goworowski, Grochowalski, Grzymislawski , GrzymllHowski, Gllnicki, 
Hladowicki, HlIsarzewski, Izaykowski, jabtollowski, jabtoszewski, janowski, 
jaroszewicz, jeiowski, juchnowski, julewski, jurecki, Kaczkowski, Kiwalski, Klicki, 
Kliczkowski, Klimuntowski, Kobieski, Kobylinski, Korcicki, Korowicki, Korulski, 
Krasnosielski, Krzywoklllski, Krzyiakowski, Krzyiewski, lisicki, I::.llcki, I::.aski, 
I::.aszkowski, I::.lltkiewicz, I::.ososinski, Macinski, Michalczewski, Mierzwitlski, Mocarski, 
Morelowski, Motowidto, Mroczek, Mscichowski, Nadolski, Niedzinski, Nielepiec, 
Niemczynowski, Niewiadomski, Obrycki, Ogrodzinski, Ormienstd, Orzel, Ossowski, 
Otocki, Padkowski, Petryczyn, Piszczanski, Piszczatowski, PIonski, Ploski, Podleski, 
Polikowski, Por
binski, Prus, Przechowski, Przezdziecki, Raciborowski, Raczkowski, 
Rokotowski, Roiallka, Rudowski, Ruwski, Rywocki, Skarzeszowski, Skomorowski, 
Skowronski, Skrodzki, Slepczyc, Slawek, Shtbicki, Smolikowski, Snorowski, Spillek, 
Stradomski, Strzempillski, Stlldzinski, Swarocki, Szamowski, Szczepanowski, Szumanc- 
zowski, Szybalski, Szymanczewski, Tabaszowski, Tolstecki, Trembecki, Trembicki, 
Urbanowski, Wi
ckowski, Wiewiorowski, Wisniowski, Wolinski, Wolski, Zaj1jczkowski, 
Zat
ski, Zaykowski, Zbierzynski, Zurakowski. 
Es f??hren die Andrzejowski das Kreuz noch belegt mit einem 
wagerechten, nach rechts gerichteten Pfeil; auch wohl den Pfeil aufrecht 
links neben dem Kreuze. 
Pros 11 (Taf.IX). - In rotem Felde zwei silberne, mit den Schneiden 
nach innen gelegte Sensen, deren nach oben gerichtete Spitzen sich 
kreuzen, die unteren zusammenstossenden Enden sind mit einem goldenen 
Bande, dessen eines Ende herunterh??ngt, zusammengehalten. Die 
Sensen sind oben zwischen den Spitzen besetzt mit dem Anderthalb- 
kreuz aus dem Wappen Prus 1.; Helmschmuck: ein gleicher Arm wie 
in Prus I. Das Wappen wurde auch wohl Wilczekosy (Wolfseisen) 
genannt, weil so z!;)sammengelegte Sensen als Wolfs - Fangeisen ge- 
br??uchlich waren. Uber den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: 
Zur Zeit des K??nigs Kazimierz des M??nchs (1041-58) emp??rte sich 
gegen diesen Maslaus, Wojewode von Masowien, um sich zum Herrn 
von Masowien zu machen. Den Oberbefehl ??ber die gegen ihn
>>>
73 - 


gesendeten polnischen Truppen ??bertrug der K??nig einem Ritter des 
Wappens Prus 1., es wird auch gesagt einem der drei Preussenflirsten, 
denen dieses Wappen erteilt war. Dieser schlug und vernichtete den 
Maslaus. Als in seine Wahl gestellte Belohnung erbat er sich die 
Hand der einzigen Tochter des umgekommenen Maslaus vom K??nige, 
der nichts dagegen hatte, ihn auch noch mit vielen G??tern in Masowien 
beschenkte. Er vereinigte nun auch das Wappen des Maslaus, die zwei 
Sensen (wilczekosy) mit dem seinigen. Dieses Wappen flihren die: 
Bandkowski, Baworowski, Bielowski , Daniecki, Dc:bowski, Faszczewski, 
Glinojecki, Glinowiecki, Gtuchowski. Grochowalski, Grzybowski, jezierski, Kobyliliski, 
Kostecki, lisicki, t.azniewski, Matachowski, Misiewski, Miszkiel, Mitarnowski, Myslecki, 
Nakwaski, Niewierski, Nowomiejski, Olszowski, Ossowiliski, Preczkowski, Pruski, 
Radomiliski, Rogustawski, Stypiliski, Swic:tochowski, Szczutowski, Tobaczyliski, 
Wic:ckowski, Wotowski, Wspinek, Zaborowski, Zglinicki. 
Prus 111 (Taf. IX). - In rotem felde ein mit der Schneide nach 
innen und mit der Spitze nach unten gekehrtes Senseneisen, mit einem 
silbernen halben Hufeisen, dessen Stollen nach unten gekehrt ist, so 
zusammengesetzt, dass sie beide wie ein nach unten ge??ffnetes Huf- 
eisen erscheinen, oben besetzt mit dem silbernen (zuweilen auch 
goldenen) Anderthalbkreuze des Wappens Prus 1.; Helmschmuck: ein 
goldenes, gepanzertes, im Knie gebogenes und mit diesem auf die 
Krone sich st??tzendes Bein, dessen gespornter Fuss nach links gekehrt 
ist. Es wird mitunter statt des roten feldes dieses auch rot und blau 
gespalten gef??hrt. ??ber den Ursprung des Wappens wird gesagt, 
dass der Sohn des Preussenf??rsten, welcher zuerst das Wappen Prus 11. 
flihrte, sich mit einer Erbtochter des Wappens Pobog verm??hlte und 
aus diesem Wappen das halbe Hufeisen in das seine aufnahm, das er, 
wie oben beschrieben, umformte, als Helmschmuck aber den bewaffneten 
Arm beibehaltend. Als ein Nachkomme, Namens Sobor, in der Schlacht 
auf dem Hundsfelde 1109, ein Bein verloren hatte, schenkte ihm der 
Herzog Bolestaw von Polen als Ersatz ein goldenes Bein, mit der 
Bewilligung ein solches nunmehr, statt des Armes, als Helmschmuck 
in das Wappen aufzunehmen. Dieses Wappen, das den Namen Prus 
behielt, wurde anf??nglich auch wohl Nagody (na gody =-= zur Hochzeit), 
als Hinweis auf die bei ehelicher Vereinigung entstandene Umformung 
genannt. Dieses Wappen f??hren die: 
Augustowski, Betdycki, Blank, Bogdaliski, Byszyliski, Chrzanowski, Czarnecki, 
Dawidowski, Dluzniewski, DobrzYlliecki, Glazllocki, Gtuchowski, Gosciszewski, 
Groblewski , jabtollowski, jarulltowski, Kanniliski, Karniliski, Kobyliliski, Korewicki, 
Kowalewski, Krzemiliski, Kllblicki, t.allkulla, t.omiski, t.osowski. Manowski, Miliski, 
MI
cki, Mtocki, Mtyliski, Mroczek, Mroczkowski, Mrozowicki, Mrozowski, Napior- 
kowski, Nogatski, Ogrodzieliski, Opacki, Osowinski, Petrulewicz, Piottuch, Pisanka, 
Plewiliski, PreIIss, Prusiecki, Pruszkowski, Radomski, Radl11ski, Rosochacki, Rlldziliski, 
Rzeczkowski, Strc:kowski, Stucki, Studziliski, Tymiliski, Wichulski, Wic:ckowski, 
Wieczwiliski, Zatc:ski, Zglinicki, Zieleliski, Zieliliski, ZlIchorski, ZlIchowski. 
Das Wappen Prus im allgemeinen, ohne Angabe ob Prus 1., 11. 
oder 111., wird folgenden Familien zugeschrieben: 
Brzezaliski, Brzeziliski, Chladowski, Cianowski, Cieszanowski, Domillikowski, 
Fasciszewski, Gniewiliski, Gorny, Grot, Hurkowski, Kadtubek, Karmanowski, 
Klimuntowski, Kodziett, Konarzewski, Latyliski, Lllbiatowski, Mikotajewski, Mitkowski, 
Monastyrski, Mroziliski, Mystowski, Niedzielski, Opaleniecki, Patocki, Pielgrzymowski,
>>>
- 74 - 


Poklltynski, PlIchalski, Rosotowski, RlIdawski, Rzeszek, Sobor, Sochaczewski, 
St'tPkowski, Strowski, Wilkoszowski, Wystobocki, Zabka, Zaleski, Zdrodowski. 
Przegonia (Taf. IX). - Wie das Wappen Ostoja, nur ist das 
Schwert nicht zerbrochen, sondern ganz; Helmschmuck: ein aufwachsender 
gefl??gelter, nach links gekehrter, schwarzer Drache mit vorgestreckten 
Tatzen, aus dem Maule einen breiten Feuerstrom speiend, in welchem 
sich das horizontal gelegte Wappen
ild, also das Schwert zwischen 
den beiden Halbmonden befindet. - Uber den Ursprung des Wappens 
wird gesagt: Als der K??nig Bolestaw der K??hne (1059-82) gegen die 
M??hren, welche in Polen einfielen, eine Streitmacht aussendete, schickte 
der Hetman einen Ritter Sobor des Wappens Ostoja mit der Vorhut 
voraus. Sobald Ostoja die M??hren bemerkt hatte, die in grosser Anzahl 
anzogen, schickte er dem Hetman die Meldung zu mit der Bitte um 
Verst??rkung, schlug sich indessen mit dem Feinde, obgleich dieser 
ihn mehrfach zur??ckgetrieben hatte. Er hielt aber Stand und machte, 
als die Verst??rkung eintraf, einen neuen lebhaften Angriff, vor dem 
der Feind sich zur??ckzog. F??r diese Tat ver??nderte der K??nig ihm das 
Stammwappen, indem er ihm in dasselbe das ganze Schwert verlieh 
und als Helmschmuck den Drachen als Sinnbild des wutentbrannten 
und feurigen Vorgehens gegen den Feind. Um deshalb, weil Ostoja, 
vom Feinde mehrmals hin- und hergetrieben, dennoch den Platz nicht 
verliess, wurde das Wappen Przeggnia (von przegonic, hin- und 
hergetrieben) genannt. Wegen der Ahnlichkeit der Wappen Ostoja 
und Przegonia werden diese von den Tr??gern des einen oder anderen 
wohl auch verwechselt. Dieses Wappen f??hren die: 
Bartkowski, Bratkowski, Domaracki, DlIlski, Dyako, Dzwonkowski, Gtodowski, 
Gotllski, Hryniewicki, HlIba, Kowalkowski, Krynski, Kryski, Lisowski, Niewiescinski, 
Przepatkowski, Strzegocki, Wietrzynski, Zakobielski, Zotczycki, Zwiartowski. 
Przerowa (Taf. IX). - In rotem Felde eine goldne, schr??gerechts 
liegende Fahne, die um ihren mit einer Lanzenspitze versehenen und 
in der Mitte eingebrochenen, schwarzen Schaft einmal gewunden ist, so 
dass ihr in zwei Spitzen auslaufendes Ende nach oben flattert; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. - Als Bolestaw Krzywousty, F??rst von 
Polen (1102-39), dem deutschen Heere bei Breslau gegen??ber stand 
und die Schlesier, damals noch mit Polen vereint, vergebens das 
deutsche Fussvolk mehrmals angegriffen hatten, sprengte ihr Oberst 
Mirostaw mit eingelegter Lanze gegen dasselbe an und verursachte in 
demselben eine L??cke, in welche die im Keil formierten Schlesier 
eiligst eindrangen und nun den Feind in heftigem Kampfe besiegten 
und zur Flucht zwangen. Zur Belohnung seiner mutigen Tat beschenkte 
der F??rst den Mirostaw mit weiten O??tern und verlieh ihm dieses 
Wappen, das nach dem Durchbruch (przerwa) des wie eine Mauer 
stehenden Feindes Przero wa genannt wurde. - Dieses Wappen 
f??hren die: 
Cetner, Drogon, Drogonski, Drwalewski, Drwalski, Gtoskowski, Golian, 
Goslinski, Grotowski, Jarochowski, t.epkowski, Mianowski, Pi el ski, Strepa, Taszycki, 
Uleniecki, Zawisza. 
Przosna (Taf. IX). - In blauem Felde ein goldner, stehender 
L??we mit ge??ffnetem Rachen, ausgeschlagener Zunge, den Schweif 
zwischen den Hinterf??ssen gesenkt; der L??we tr??gt auf dem Kopfe 
einen Turm, auf dem R??cken zwei T??rme, die drei T??rme gleich hoch,
>>>
75 


jeder gezinnt und mit zwei neben einander stehef1gen ??ffnungen ver- 
sehen; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Uber den Ursprung 
des Wappens wird gesagt: Als das von nur dreihundert Polen besetzte 
Schloss Przem
t von den B??hmen belagert wurde und sich kaum mehr 
halten konnte,.. trat der Kommandant zum Schein mit den B??hmen 
wegen einer Ubergabe in Unterhandlung und erfuhr bei dieser Ge- 
legenheit durch einen der an seine Mitwirkung glaubenden B??hmen, 
dass sie die Absicht hatten, das Schloss an einem bestimmten Punkte 
zu st??rmen. Als er wieder zur??ckgekehrt war, befahl er auf den von 
ihnen wahrscheinlich zu nehmenden Weg einen Leichnam zu legen, 
so dass dieser leicht gefunden werden konnte, dem Toten aber steckte 
er einen Brief in die Kleider, der so lautete, als ob der K??nig ihn an 
den Kommandanten geschrieben habe, und diesem darin ank??ndigte, 
dass Ersatztruppen von ihm abgeschickt seien. Die B??hmen fanden 
den Toten und bei ihm den Brief, hielten ihn f??r wahr, ihre Lage ge- 
f??hrdet und zogen ab. Der Kommandant machte einen Ausfall und 
brachte dem abziehenden Feinde noch Nachteile bei. Hierf??r wurde 
der Kommandant vom K??nige, wohl Wtadystsw t.okietek (1320-33) 
reich mit Land belohnt und erhielt f??r sich und seine Nachkommen 
dieses Wappen, dass nach dem Flusse Przosna, an welchem Przem
t 
liegt, Przosna auch Pros na genannt wurde. - Dieses Wappen 
f??hren die: 
Baliftski, - Slopanowski, - Wilzyftski. 
Przjaciel (Taf. IX). - In blauem Felde ein auf einer silbernen 
Sch??ssel stehendes Menschenherz, das von einem silbernen Pfeile von 
oben nach unten schr??gelinks durchschossen ist; Helmschmuck: f??nf 
Straussenfedern. - Als der F??rst Henryk von Sendomierz die heidnischen 
Preussen 1164 bekriegte und gegen dieselben den Tod fand, hatte ein 
polnischer Ritter Mirostaw den F??rsten bis zum letzten Augenblicke 
verteidigt, wollte dann dessen Leichnam noch den Feinden entreissen, 
wurde aber selbst t??tlich verwundet und blieb. Seinen Nachkommen 
wurde vom K??nige Bolestaw K
dzierzawy (1159- -1173) zur Erinnerung 
an diese Tat dieses Wappen erteilt, das Przyjaciel (der Freund) ge- 
nannt wurde. Es kam aber auch die Benennung Brudne Misy 
(schmutzige Sch??ssel) vor. - Dieses Wappen f??hren die: 
Bogustaw, Bronak, Dawbor, Downarowicz, Drllkieftski, Dramiftski, Grabowski, 
Hryniewicz, Jurowski, Klimkiewicz, Kudzinowicz, Kurnach, Ladziftski, Langen, 
Legiecki, Liniewski, Lipiftski, Minasiewicz, Mirostawski, Musnicki, Mynasowicz, 
Nagrodzki, Netrebski, Nowaczyftski, Pawtowicz, Prosowski, Romanowski, Rossowiecki, 

awur, Skirmunt, Strawiftski, Szembel, Szumowiecki, Tessmar, Tomkowicz, Wolaftski, 
Zabiftski. 
Es wird das Wappen aber mehrfach verschieden gef??hrt. So 
f??hren die Szembel: keine Sch??ssel, das Herz von unten nach oben 
durchbohrt, als Helmschmuck: drei Straussenfedern, - die Dawbor 
und Musnicki: keine Sch??ssel und zwei Herzen neben einander von 
einem Pfeile nur beide von rechts nach links durchbohrt, als Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern, - die Bogustaw, Skirmunt und Stra- 
winski: keine Sch??ssel, zwei Herzen neben einander, zwischen diesen 
zwei senkrechte, mit den Spitzen nach oben gerichtete Pfeile, als 
Helmschmuck: drei Straussenfedern, - die Legiecki: zwischen zwei
>>>
76 


Herzen ohne die Sch??ssel nur einen Pfeil, - die Pawtowicz: auf der 
Sch??ssel zwei Herzen, jedes von einem besonderen Pfeile durchbohrt,- 
die Liniewski: in blauem Felde zwischen zwei roten, mit der Spitze 
nach oben gerichteten Herzen ein senkrecht gest??rztes Schwert, = 
die Lipinski und Romanowicz,: in rotem Felde zwei silberne Herzen, 
mit den Spitzen nach unten, zwischen diesen das gest??rzte Schwert. 
Puchala (Taf. IX). - In blauem Felde ein nach unten ge??ffnetes 
silbernes Hufeisen, oben besetzt mit einem dreifachen silbernen Kreuze, 
dem jedoch ger untere linke Balken fehh; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. - Uber den Ursprung dieses schon im 14. Jahrhundert gt"- 
f??hrten Wappens, ist nichts bekannt, man nimmt an, dass ein Ritter 
des Wappens Pobog, dessen Gemahlin das Wappen Prus f??hrte, 
beide Wappen in dieser Form vereinigt habe. - Dieses Wappen 
f??hren die: 
Cywinski, K
turnirski , Kotowski, L IItostanski, Mystkowski, Mystkowskl. 
Puchalski, Puchata, Swiniarski, Tyski. 
Es f??hren die Swiniarski indt'ssen statt des I )rittehalbkreuzes 
nur das Doppelkreuz des Wappens Prus auf dem Hufeisen, innerhalh 
dieses aher noch ein einfaches Kreuz. 
Radwan (Taf. IX). - In rotem F'elde eine an wagerechtem Stahe 
h??ngende goldne Kirchenfahne mit drei mit goldnen Franzen oesefi'ten 
viereckigen E:.nden, oben besetzt mit einem goldnen Kavalierkreuze; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. - In dem Feldzuge des K??nigs 
Bolestaw des K??hn,'n (1059 -82) gegen die Russen war der Rotmeister 
Radwan mit F??hrung der Vorhut betraut. Er stiess am Flusse Bug 
auf einen so starken Feind, dass an einen erfolgreichen Kampf mit dem- 
selben nicht zu denken war. Um aher vor dem Feinde nicht zu 
fliehen, bes(..hloss Radwan dennoch, mit seiner kleinen Truppe den 
Angriff, auf die Gefahr hin den Tod zu finden. Er wurde auch ge- 
schlagen und zum R??ck/uge gezwungen und verlor seine Fahne. Um 
seine Truppe wiedt"'r zu sammeln und zu nochmaligem Angriff zu 
f??hren, nahm er aus der Kilche des Dorfes in das sie gekommen 
waren, eine Kirchen fahne, die rlen Seinen vorgetragen wurde. Der 
Feind glaubte hei dem erneuten Angriffe der Polen, dass diese neuen 
Zuzug erhalten hatten. LOg sich eiJigst zur??ck, so das Radwan Herr 
des Gefecht
feldes blich. Der K??nig- verlieh dem Radwan als Aus- 
zeichnung die Kirchenfahne in das Wapp"n, welches nach ihm den 
Namen Radwan erhielt. - Es wurde aber auch, wohl nach dem 
Besitz von Geschlechtszwt'igt'n, Wierzhowa, Wiuzbowczyk, Kaja 
lind Radwany-Kaja genannt. - Dieses Wappen fiihren die: 
Babski, Bagienski, Batogowski, B"cki, Biatobfi'eski, Bieniewski, Bienkiewicz, 
Bochuwicz, Rochwicz, Brandysz, Branecki, Brnniewicz, BIIChwic, Rllnczyn, Bydtowski, 
Charmanski, Chetstowski. Chlewinski, Chtugwanski, Chtuski, Chormanski, Cikowski, 
CollIszanski, CZRpka. Czapla, 01J.browski, D"bski, Desznowski, Dobrosielski, Dobruski, 
Dostojowski, Dziewulski, fiedziuszko, folgierski, folkiewicz, frystacki, fulgierski, 
Glinski, Gtuchowski, Gorski , Grodecki, Orodziecki, Grudzki, Hhlszanin, jakacki, 
janowicz, jarz
binski, jasktowski, jastkowski, jeziorkowski, jozetowicz, judycki, 
Kania, Karmanski, Karski, Kaszyc, Kissowski, Kohatowski, Komar, Konarzt'wski, 
Kononowicz, Korabiewski, Kowalewski, Krotki, Krotkiewski, Krukowski, Kryczynski, 
Krzyczewski, Krzymaski, Krzystek, Kllnaszewski, KU7elewski, Lachowicz, Leszczynski. 
l.nbanski, Lubawski, t.odzinski, Lnkawski, Magnuszewski, Miemczewski, Miodnski, 


........
>>>
,I 


77 


Nabut, Nadarzynski, Nicki, Niegoszowski, Obarzankowski, Ok??:ski, Okuszko, Oles- 
nicki, Oleszynski, Osinski, Ostaszewski, Oswiecilll, Ozi??:btowski, Pakostawski, Pakos- 
zewski, Paszkiewicz, Paw??:cki, Petka, P??:perzynski, Pietruszewski, Piwko, Plichczynski, 
Ptuzanski, Potajewski, Prakowski, Prokowski, Proniewicz, Przygodzki, Przypkowski, 
Radonski, Radwan, Radwanski, Radziszewski, Rakowski, Rpinski, Rudecki, Rudgiesz, 
Rusiecki, Rybinski, Serny, Serwinski, Siemionowicz, Skarzewski, Stawkowski, Stu- 
zewski, Sotokaj, Stanistawski, Steck i , Straszewski, Suchorzewski, Suchozebrski, 
Swiszczewski, Swiszewski, Szarawski, Szczyt, Szemrawski, Szymanowicz, Toczyski, 
Tumalewski, Uchanski, Uklanski, Wiadrowski, Wierzbicki, Wilam, Wilk, Wirski, 
Wotkul1owski, Wotodk!ewicz, Woykunowski, Woystawski, Wytam, Wyzycki, Zabi- 
alski, Zacwilichowski, Zarski, Zebrzydowski, Zembocki. 
Etwas ver??ndert f??hren das Wappen die Dostojowski: statt des 
Kreuzes einen Ring, als Helmschmuck einen mit einem Schwerte be- 
waffneten, gepanzerten, aufwachsenden Arm, - die Hluszanin: als 
Helmschmuck f??nf Straussenfedern, die von rechts nach links von 
einem Speer durchstochen sind, der in der Mitte einen Ring tr??gt, - 
die judycki: das mittlere fahnen ende und das Kreuz fehlen, die fahne 
ist in der Mitte von unten nach oben von einem Pfeile durchbohrt, 
als Hdmschllluck ein Rabe mit dem Ring im Schnabel auf einem mit 
dem Eisen rechts gekehrten Pfeile stehend, - die Kohalowski: anstatt 
des Kreuzes eine Lanzenspitze mit fahne, - die Krzyczewski: wie 
die judycki, nur ist der Pfeil von oben nach unten gerichtet, als 
He:mschmuck drei Straussenfedern, - die Paszkiewicz und Solokaj: 
statt des Kreuzes eine Pfeilspitze, - die Siemionowicz: ersetzen das 
mittelste fahnenende durch einen f??nfstrahligen Stern, - dip Swiszewski: 
zwei fahnen ??bereinander, ohne Kreuze. 
Ramult (Taf. IX). - In rotem fdde f??nf silberne Rosen zu 2, I 
lind 2 gestellt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. - Dieses Wappen 
f??hrte der aus frankreich stammende Bischof von Kruswica Baldwin 
(t 111 -28), dessen Bruder Ramult in Polen verblieb lind hier den 
Stamm begr??ndetp, - Dieses Wappen f??hren die: 
Rombt:'k, C Lf:rminski, K rz??:cieski, t.agiewnicki, I::.osminski, P??:ski. Pierzcinski, 
Ramutt. Sicinski, Wisniewski, Wytr
ba. 
Ratuld (Taf. IX). -. In rotem felde ein goldner, nach oben 
offener halber Ring, in der Mj.tte besetzt mit..einem guldnen Hoch- 
kreuz; Helmschmuck: drei Strallssenfedern. - Uber den Ursprung ist 
nichts hekannt, doch wurde es schon 1296 gef??hrt. Die Hei!!lat des 
Wappens ist in der Wojewodschaft Krakau. Wegen seiner Ahnlich- 
keit mit dem Wappen Szeliga wird es mit diesem oft verwechselt. - 
Das Wappen Ratuld f??hren die: 
Olechowski, Plechowski. Ratuld, Robakowski, 
Rawicz (T af. IX). - In goldnem felde ein schreitender, den 
rechten vorderen fuss erheuender schwarzer B??r, auf wt'khem, nach 
vorw??rts gekehrt, eine jungfrau sitzt, in blauem Gewande, das den 
Hals frei l??sst, die Arme nur bis zum Ellbogen bedeckt, die Arme 
nach beiden Seiten ausgebreitet, das Haar offen, auf dem Haupte eine 
goldne Krone; Helmschmuck: zwischen zwei Hirschh??rnern, jedes mit 
f??nf Enden auf der Aussenseite, ein halb aufwachsenuer, nach links 
gewendeter schwarzt;.r B??r, der in der linken erhohenen Tatze eine 
rote Rose h??lt. - Uber den Ursprung des Wappens wird gesagt: 
Ein K??nig in England hinterliess eilH'n Sohn uno eine Tochter, welcher
>>>
78 


er als einstige Mitgift bedeutende Sch??tze bestimmt hatte. Der zur 
Herrschaft gelangte Sohn wollte so grosse Reicht??mer durch die Ver- 
heiratung seiner Schwester mit einem der vielen fremden Bewerber 
nicht verlieren und liess die Schwester, um sich ihrer zu entledigen, 
mit einem wilden gefr??ssigen B??ren zusammen bringen. Dieser tat 
ihr jedoch nichts, sondern zeigte eine anh??ngliche freundlichkeit gegen 
sie, liess sich von ihr streicheln und selbst mit einem G??rtelbande 
z??umen und leiten. Sie setzte sich auf denselben und ritt davon nach 
sicherem Zufluchtsorte. Der Bruder, der dieses Wunder h??rte, bat 
die Schwester um Verzeihung und willigte in ihre Verm??hlung mit 
einem f??rsten von lothringen, mit dem sie mehrere S??hne hatte, 
denen auf Ersuchen dieses Wappen verliehen wurde. Die Nachkommen 
dieser S??hne verbreiteten sich auch nach B??hmen, wo sie sich nach 
dem Wappenbilde auch wohl Ursyn nannten. Aus diesem Geschlechte 
war Wawrzeniec lorek, Bozej genannt, von dem b??hmischen Herzoge 
Bretyslaw, der seine familie des landes verwiesen hatte, beleidigt und 
erschlug ihn im Jahre 1100. Als Borzywoj, Bruder des Bretyslaw, zur 
Regierung kam, verzieh er Bozej und dessen Bruder Mutyna diesen 
Mord und gab ihnen die G??ter Bozej, Sanz, Mutyna und lewtomorzyce 
1101 zur??ck. Swiatopelk aber, zur Herzogsw??rde gelangt, liess 1108 
Mutyna und dessen zwei S??hne Bozej und Borszak, auch deren Ver- 
wandte Unislaw und Domislaw ermorden, weshalb die anderen familien- 
glieder, aus Besorgnis f??r ihre Sicherheit, nach Polen auswanderten, 
wo der K??nig Boleslaw Krzywousty sie freundlich aufnahm und ihnen 
landbesitz in der Wojewodschaft Rawa gab. Nach dieser neuen 
Heimat wurden Geschlecht und Wappen Ra wagenannt, woraus 
sp??ter Rawicz wurde. Vereinzelt kam auch die Benennung Kostro- 
wicz vor. Dieses Wappen f??hren die: 
Amszynski, Bllkowski, Bandrowski, Bar, Baranowski, Betdowski, Biedrzycki, Bielski, 
Bienieski, Binbink, Bliskowski, Bochenski, Bogucki, Boguski, Boryszewski, Borz
wicki, 
Brabantski, Broszniowski, Celgowski, Chobrzynski, Chodynski. Ciecierski, Cwikta, 
Czekierski, Czerski, Czeski, Czysta, Dllbrowski, Dalmat, D
bifIski, D
bski, Deplllt, 
Dergon, Dobroniewski, Dobrzeniecki, Dorostajski, Drzewicki, Dziekonski, Dziewulski, 
Fagel, Filipicki, Fribes, Glldecki, Gadzicki, Gajecki, Galimski, Gano-Lipski, Gawronski, 
Gieszkowski, Gniewosz, Gotynski, Gorski, Gowarczewski, Goworek, Grlldzki, Grot, 
Grotowski, Gut, Gutkowski, Homicki, jarocki, jarowski, jasienski, jasilkowski, jast- 
kowski, jaszczllrowski, jawoysz, jeziorkowski, KamiefIski, Karwowski, Kazimirski, 
Kiemlicz, Kieniewicz, Kliszowski, Ktoczowski, Ktopocki, Kochan, KonifIski, Kornitowicz, 
Kosibski, Kosinski, Kossecki, Kossowski, Kostro, Kostrowicki, KotlifIski, Kozicki, Kras- 
nicki, Krasowski, KruczyfIski, Krukowski, Krzyczykowski, Klljawski, Kurosz, Lasota, 
Lasotawicz, Lenk, Lesniewski, Lewicki,' Linowski, Lipicki, LipifIski, t.llcki, t.
towski, 
t.llpifIski, Magier, Makocki, Malina, Matgiewski, M
cifIski, Meleniewski, Metgiewski, 
Meysztowicz, Michowski, Miechowski, Miklllski, Miklltowski, Mitrowski, Mnichowski, 
Modliszewski, MofIko, MosifIski, Mystowski, Nadarski, Niedziatkowski, Niemczewicz, 
Niesielkowski, Niesutkowski, Niewierski, Niszczewski, Noskowski, Nowomiejski, 
Noiowski, Nurzynski, Okolski, Ol
dzki, Olszewski, Otdakowski, Oski, Ostrowski, 
Otremblls, Owsiany, Oiarowski, Oiegalski, Oiga, Pachniewski, Pankracki, Paroski, 
Piasecki, Ptocki, Podczaski, Podd
bski, PodkofIski, Poraiynski, Prandota, ProsifIskl, 
PruszyfIski, Przyjemski, Przystatowicz, PszczyfIski, Rllblewski, Raciborski, Radomyski, 
Radziejowski, Rakocy, Rapcewicz, Rawa, Reglllski, ReszczefIski, Roemer, Rogo- 
IifIski, Rojek, Rokicki, Rokotnicki, RlIdzifIski, RlIsiecki, RzepifIski, Saleniewicz, Sam- 
borzecki, Sib, Siedlecki, SkawifIski, Skinder, Skowieski, Skubisz, Stllgocki, Stllpecki, 
Smiarowski, Smorczewski, Snopkowski, Sofomerecki, Stachowski, Stanowski, Stocki,
>>>
- 79 - 


Stokowski, Strachocki, Suchodolski, Sulistrowski, Suliszewski, Sum, Swierz- 
bitlski, Swiniowski, Szabranski, Szachtacki, Szacinski, Szantyr, Szczerba, Szczy- 
cinski, Szuliszewski, Szumowicz, Szydtowski, Tadejowski, Tczynski, Tomistawski, 
Trzcinski, Urzelowski, Warsz, Warszawski, Warszowski, W;grzynowski, Wiercinski, 
Wilkowski, Wisimirski, Wojaczynski, Wojcinski, Wolski, Wotminski, Wotucki, Woy- 
cicki, Woyczynski, Woznicki, Woznienski, Wr;cki, Wroczenski, Wysocki, Wyszo- 
mirski, Zabinski, Zaborowski, Zacwilichowski, Zaczkowski, Zagrodzki, Zakaszewski, 
Zale ki, Zatuski, Zawada, Zdembinski, Zdziechowski, Zelasowski, Zelazo, Ziemacki, 
Ziemak, Znamierowski, Zot;dkowski, Zot;dowski, Zwan. 
Roch I (Taf. X). - In rotem Felde eine hohe steinerne (schwarze 
oder auch silberne), goldgekr??nte S??ule; Helmschmuck: eine gleiche 
S??ule. - Das Wappen stammt aus Italien, wo es nach dem Wappen- 
bilde Kolumna genannt wurde. Um 950 kamen die aus Etrurien 
stammenden Ritter Palemon Libo und Prosper Cesarinus, welche das 
Wappen Kolumna f??hrten, mit 500 Mann Gefolge, von S??den her, 
von der K??ste des Schwarzen Meeres, nach der w??sten Lithauischen 
K??ste, wo sie die Stadt Libau anlegten. Sie blieben dort und Palemon 
gelangte zur Herrschaft ??ber das dortige land und ganz lithauen, 
hegr??ndete die Dynastie der Palemonen. Hatto, Erzbischof von Gnesen, 
970- -72, Prokulf, Bischof von Krakau, 986-996 und Tymoteus, Bischof 
von Posen, 1001-20, stammten aus Italien und f??hrten dieses Wappen. 
Durch Nachkommen des Palemon und des Prosper Cesarinus, und 
vielleicht auch durch Verwandte der genannten Bisch??fe blieb das 
Wappen in Lithauen und Polen. Ein Sprosse dieses Geschlechts 
Kolumna, namens Pierzchata, erhielt 1238 ein anderes Wappen, in dem 
sich ein Schachspielturm (Roch) befindet, das Roch und auch 
Pierzchata genannt wurde, welche Namen sich auch auf das Wappen 
Kolumna ??bertrugen. Um diese beiden Wappen auseinander halten zu 
k??nnen, bezeichneten die Heraldiker das Wappen Kolumna mit Roch I, 
das Wappen Pierzchata mit Roch 11. Es wurden auch wohl dieselben 
Familien bald dem einen bald dem anderen Wappen zugez??hlt. Das 
Wappen I f??hren nach allgemeiner Annahme die: 
Chraplewski, Cieciszewski, Czosnowski, Klembowski, Kozuchowski, Larysz, 
Lesniowolski, Lesniowski, t.1lcki, t.azniewski, Myszczynski, Nadolski, Oborski, 
P;czynski, Pogroszewski, Pruszkowski, Pryami, Przeciszewski, Sabin, Tokarski, Turo- 
wicz, Walewski, Wylaztowski, Wysocki, Zaboklicki, Zotynski. 
Roch 11 (Taf. X). - In silbernem Felde ein ..schwarzer Schach- 
spiel-Turm; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Uber den Ursprung 
dieses Wappens wird gesagt, dass ein Ritter des Wappens Kolumna 
im Feldlager mit einem Herzoge von Mosowien Schach spielte und 
ihn mit dem Turme matt setzte, worauf der Herzog ihm diesen Turm 
(Roch) ins Wappen gab, das Roch genannt wurde. Roscistaw, 
Wojewode von Plock, ein Nachkomme des beliehenen Ritters, wurde 
von dem Herzoge Konrad von Masowien im Jahre 1238 gegen die 
Lithauer und Jazdzwinger entsendet, die den Kreis Czerwinsk mit 
Feuer und Schwert verw??steten. Roscistaw, der erfahren hatte, dass 
der Feind ihm in etwa gleicher St??rke gegen??ber stehe, griff ihn an, 
ohne seine Verst??rkung, die sich auf bestimmtem Punkte sammeln 
sollte, abzuwarten. Der Feind zog sich zur??ck, um den nachdr??ngenden 
Roscistaw dahin zu ziehen, wo gr??ssere T.ruppenmassen standen. 
Dieser merkte die Falle und zog sich vor der Ubermacht zur??ck, stiess
>>>
- 80 


durch Zufall auf seine inzwischen versammelte Verst??rkung, mit der er 
dann den Feind wieder aufsuchte, angriff und schlug. Es wurde dann 
Roscistaw, weil er vor dem Feinde geflohen war (pierzchat), scherz- 
weise Pierzchata genannt. Als Belohnung f??r seine Tapferkeit legte 
ihm Herzog Konrad den Namen Pierzchata bei, der auch auf sein 
Wappen Roch ausgedehnt wurde. Diese beiden Namen ??bertrugen 
sich auch auf das stammverwandte Wappen Kolumna, das zur Unter- 
scheidung von dem Wappen Pierzchata mit Roch I, das letztere aber 
mit Roch 11. bezeichnet wurde. Dieses f??hren die: 
Bielicki, Brulefiski. Chorllzyczewski, [)auksza. Gtowifiski, Grabie, Hotowczyc, 
Kamelski , Kllficzewicz. Luctawski, t.ukomski, Mroczek, Pawtowski, Perkowski, 
Piasecki, Pierzchata, Radomifiski, Roch, Serocki, Sienicki, Szczodrowski, Tokarski, 
Tllrowski, Umiastowski, Wiszowaty, Wr??blowski, Zalliewski. 
Roch 111 (Taf. X). - In rotem Felde drei wagerechte, silberne 
St??be ??ber einander, die sich von oben nach unten verj??ngen, der 
obere, also l??ngste Stab ist oben besetzt mit einer halhen ,
ilbernen 
heraldischen Lilie; Helmschmuck: eine gleiche halbe Lilie. Uber den 
Ursprung dieses Wappens ist nur soviel bekannt, dass es von dem 
K??nige Kazimierz 111. (1333 -70) einem Kosciuszko verliehen wurde, 
dem er f??r Verdienst auch das Gut Siechnowice schenkte. - Es wird 
der dem Wappen gegebene Namen Roch dadurch wohl auch zu 
erkl??ren versucht, dass man annimmt, dass die St??be Felsst??cke, und 
zwar die St??cke einer zertr??mmerten Felss??ule bedeuten sollen, deren 
Kapit??l durch die halbe Lilie angedeutet wird. Der Name Roch w??re 
dann von dem italienischen Rocca (der Fels) abzuleiten. - Dieses 
Wappen, Roch 111 genannt, fijhren die: 
Hurko, Karsza, Klimowicz, Koscillszko, Przezdziecki, Rosudowski, Suzin, 
Walllzyniec, Wyszyfiski. 
Rogala (Taf. X). - In gespaltene'1
 Schilde in dem rechten silbernen 
Felde ein rotes Hirschhorn mit vier Asten, in dem linken roten Felde 
ein schwarzes B??ffelhorn ; Helmschmuck: rechts ein schwarzes B??ffel- 
horn, links ein rotes Hirschhorn. - ??ber den Ursprung wird gesagt: 
Als K??nig Bolestaw Krzeywousty im Jahre 1109, aus dem Feldzuge 
in Preussen und Pommern zur??ckkehrend, bei dem Orte Raski ausruhte 
und sich mit der Jagd vergn??gte, kam er in Gefahr von einem wilden 
B??ffel ??berfallen zu werden. Ein im Gefolge des K??nigs befindlicher 
Ritter Bihersztein erfasste den B??ffel an einem Horn, riss ihn zu Boden 
und drehte ihm dabei das Horn aus. Der K??nig verlieh als Belohnung 
f??r seine Errettung dem Bibersztein zu dessen Stammwappen noch 
ein B??ffelhorn ins Wappen, unter Ver??nderung des goldenen Feldes 
in ein silbernes. Dieses neue vermehrte Wappen wurde von Rag 
(das Horn) Rogala genannt. Es wird dasseihe von einzelnen Familien 
auch etwas ver??ndert gef??hrt, sei es dass das Feld ungeteilt hleiht, 
die Stellung der H??rner gewechselt ist, auch die Feldfarben verschieden 
sind. Zu diesem Wappen geh??ren die: 
Bech, Bechowski, Bibersztein, Bielanowski, Bolko, Bolszewski, Brzezafiski, 
??lltkowski, Chlldzyfiski, Charmafiski, Chrzanowski, Chynowski, CiclellJ
cki, Czambor, 
Dllczyrniliski, Dziatkowski, Filcz, G6rski, Grunenberg, Grz
bski, tiarbaszewski, Hirosz, 
Hodicki, Iwanowski, jarzecki, jezierski, jlltrowski, Kaczorowski, Katllski, Karniefiski, 
Karniewski, Kazniewski, Kicifiski, Kietpiliski, Kohrzyfiski, Kociefiski, Koczorowski, 
Kolczyfiski, Koliczkowski, Kolitowski, Koscifiski, Kosiefiski, Kosillski, Kostkiewicz,
>>>
81 


Kostrowicki, Krasicki, Krasowski, Kummern, Kunstetter, Kurz
tkowski, lapanowski, 
lewicki, lewoniewicz, lichowski, lipski, lissonicki, loka, luka, t.apanowski, t.aski, 
t.oski, Machcillski, Machnacki, Mandywel, Marszewski, Maruszewski, Mirostawski, 
Modrzewski, Niwicki, Nowicki, Odrzywolski, Orczynski, Orzechowski, Osikowski, 
Ostrowski, Paruszewski, Pikulski , Pilchowski, Pilko, Popietowski, Poptawski, 
Powalski, Przecis7ewski, Punikiewski, Raszynski, Raykowski, Rc:czajski, Rembiewski, 
Rogala, Rogalinski, Rogalski, Rokicki, Rozwadowski, Roiycki, Rudgierz, Rynski, 
Sanchocino, Siecinski, Sierpinski, Skalski, Skatka, Skomowski, Skromowski, Skulski, 
Stawkowski, Stodzej, Sobiescianski, Swaracki, Swierski, Szczygielski, Targowski, 
Tchorzewski, Tittmansdorf, Trembinski, Troszynski, Trzylatkowski, Turski, Tyrau, 
Uwilinski, W
grodzki, W
growski, Wasilewski, Wc:drychowski, Wc:grzynowski, 
Wencki, We.ssel, Witunski, Wybicki, Wydraie
ski, Wysocki, Zaborowski, Zagorski, 
Zagorzycki, Zarnowski, Zawadski, Zembocki, Zernicki. 
Rola (Taf. X). - In rotem felde drei silberne, sicheIf??rmige 
Pflugeisen , die in der Mitte zusammenstehen, mit den Spitzen nach 
den Oberecks und nach unten gestellt sind, in der Mitte, wo sie 
zusammenstehen, mit einer ..silbernen Rose belegt sind; Helmschmuck: 
f??nf Straussenfedern. - Uber den Ursprung des Wappens wird 
gesagt: Ein Ritter Rola des Wappens Poraj hinterliess nur eine Tochter, 
die er dem Schutze des K??nigs, wohl Kazimierz I. (1041-58) anempfahl, 
der sie mit einem Ritter des Wappens Kroje verm??hlte. Dieservereinigte 
beide Wappen zu einem neuen, das Rola genannt wurde, sp??ter auch 
wohl Rolicz. Dieses Wappen f??hren die: 
Arciszewski, Bartochowski, Biataczowski, Bojanek, Bolkowski, Bork, Borucki, 
Brulenski, Chorkowski, Chrapicki, Chroscicki, Chrzanowski, Czernianski, DangeI, 
Danietowski, Dc:bski, Dobinski, Dobrogost, Domanowski, Drwalowski, Dworzanski, 
Dziankowski, Dzierzanski, Gadomski, Gajewski, Gawronski, Gtosowski, Gtoszkowski, 
Gocztowski, Gogolewski, Gogolinski, Golski , Gostowski, Grodzki, Gromadzinski, 
Groszkowski, GlIminski, Gumowski, Iwanowski, janicki, januszowski, jarochowski, 
jaroszewski, Kaliszkowski, Kamienski, Klimkowski, Ktoskowski, Ktosowski, Kobylinski, 
Kobylnicki, Kochanski, Komorowski, Konarski, Kot, Kozielski, Krc:ciejewski, Krzc:ciewski, 
Kucharski, Kuczek, lllbieniecki, Lubieniek, Lublinski, t.ubnicki, Magnllszewski, 
Marcinowski, Marynowski, Michatski, Mielicki, Minski, Modlibowski, Modrzewski, 
Niegibulski, Niemojewski, Ossowski, Ottuczony, Owsiany, Parzc:czewski, Piekarski, 
Piszczatowski, Pleszczynski, ptonski, Pniewski, Podczaski, Pruski, Pruszek, PSllrski, 
PlIcek, Rakowiecki, Rogaski, Rogilski, Rola, Rolicz, Roszkowski, Roiniecki, Roiycki, 
Rusienski, Rzeczycki, Rzeszewski, Sadkowski, Skibicki, Skibienski, Skorwid, Skotnicki, 
Sll1bicki, Sokoto
ski, Stanistawski, Stc:iycki, Stroitowski, Styl
owski, Styputkowski, 
Swic:tostawski, Swieiewski, Szadkowski, Szczycinski, Tarnowski, Topczewski, 
Truskawiecki, Ungern, Wargawski, Wawrzecki, Wc:gierski, Wioteski, Witowski, 
Witllnski, Wnorowski, Wolski, Wyszczelski, Zaleski, Zatuskowski, Zbijewski, Zbroiek, 
Zgleczewski. 
Rudnica (Taf. X). - In blauem felde ein silbernes, nach unten 
ge??ffnetes Hufeisen, das einen senkrechten, mit der Spitze nach oben 
gerichteten, .
ilbernen Pfeil umschliesst; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. - Uher den Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, 
es ist schon 1450 im Lande Ostrzeszow bakannt gewesen und wurde 
auch Nast
p (der Erfolg) genannt. Dieses Wappen f??hren die: 
Daniszewski, Kniainin, Kostecki, Mejer, Radecki, RlIdnicki, Sarnowski, 
Starzynski. 
Doch etwas ver??ndert f??hren das Wappen die Daniszewski: das 
Hufeisen ist nach oben ge??ffnet und links von dem Pfeile von oben nach 
unten schr??gelinks durchbohrt, - die Radecki: das Hufeisen nach unten 
ge??ffnet, aber von dem Pfeil von oben nach unten senkrecht durchbohrt. 
v. Zernicki. Die polnischen Stammwappen. 6
>>>
82 


Sas (Taf. X). - In blauem felde ein goldener nach oben ge??ffneter 
Halbmond, auf jeder Spitze mit einem sechsstrahligen goldenen Sterne, 
in der Mitte mit einem senkrechten, befiederten, goldenen, mit der 
Spitze nach oben gerichteten Pfeile besetzt; Helmschmuck: ein Pfauen- 
schwanz, von rechts nach links von einem Pfeile wagerecht durch- 
schossen, dessen linke H??lfte den halben Pfauenschwanz bedeckt, von 
der rechten H??lfte nur das halbe Gefieder sichtbar l??sst. - Dieses 
Wappen stammt urspr??nglich aus Sachsen, weshalb es auch Sas 
genannt wird. Von dort kam es nach Ungarn, wo es ein Graf Huyd 
f??hrte, der sich 1236 mit einer nicht geringen Anzahl von Rittern, die 
ebenfalls dieses Wappen ihrer Kriegsfahne f??hrten, dem russischen 
f??rsten lew anschloss, mit diesem und den lithauern im Verein 
Masowien verw??stete. f??r seine Kriegsdienste wurde Huyd von dem 
f??rsten lew mit reichen O??tern beschenkt, auch gab ihm dieser eine 
nahe Verwandte zur Gemahlin, worauf sich Huyd in den russischen 
landen (Galizien) niederliess, die sp??ter zu Polen kamen. Huyd und 
seine Ritter, die ebenfalls mit G??tern bedacht waren, wurden die 
Stammv??ter vieler familien, die das Wappen in Polen einb??rgerten. 
Dieses Wappen f??hren die: 


Baczynski, Badowski, Balicki, Bandrowski, Baraniecki, Batowski, Bejowski, 
Bereznicki, Berezowski, Berezynski, Bieniewski, Biernacki, Bilinski, BJazowski, 
Bojarski , Bonowski, Bosacki, Bratkowski, Branski , Broszniewski, Brylinski, 
Brzescianski, Brzuski, Buchowski, Buszynski, Charewicz, Chechtowski, Chodkowski, 
Ciemieriynski, Cieszkowski, Cisowski, Czapiewski, Czarnowski, Czemieriynski, 
Czothanski, Czotowski, Danitowicz, Danitowski, Dekanski, Dtugopolski, Dobrodzki, 
Dobrzanski, Dolinski, Drohomirecki, Dubanowicz, Dubrawski, Dunajewski, Duniecki, 
Duszynski, Dwojakowski, Dzieduszycki, Dziedzicki, Dziedziel, Golinski, Guttry, 
Gwozdecki, Hotynski, Hordynski, Horodecki, Hoszowski, Hrebnicki, Hubicki, 
Huhernicki, IInicki, lZycki, jaminski, janiszewski, jasinski, jaworski, jugiewicz, 
Kaczkowski, Kaminski , Kaniowski, Kanski, Karbowski, Karczynski, Kasprzykowski, 
K
dzierski, Kiedrowski, Kierzkowski, Kluczynski, Ktodnicki, Knihininski, Koblanski, 
Kobylanski, Kobylinski, Komarnicki, Kopystynski, Korczynski, Koztowski, Krasnicki, 
Krasowski, Krechowiecki, Kropiwnicki, Krupicki, Kruszelnicki, Krynicki, Krzeczkowski, 
Kulczycki, Kumarnicki, Kunicki, Leszczynski, Lewandowski, liskowacki, litynski, 
Lubieniecki, t.abinowicz, t.agorzewski, t.odynski, t.opuszanski, t.ucki, t.ukawiecki, 
Macewicz, Malikowski, Manasterski , Manczak, Matkowski, Medynski, Mikulski, 
Molitowski, Monasterski , Nah,ujowski, Nanowski, Nehrebecki, Nowakowski, 
Nowosielecki, Nowosielski, Obertynski, Odrzechowski, Olewnicki, Opolski, Ortowski, 
Parytowski, Paschalski, Pastawski, Pawlikowski, Pielecki, Podhorodecki, Podtuski, 
Podwysocki, Pohorecki, Popiel, Porudowski, Prusinowski, Rastawiecki, Raszkowski, 
Roztucki, Rozniatowski, Rubaszewski, Rudnicki, Rybnicki, Rybotycki, Rychlicki, 
Rzesniewski, Rzodkiewicz, Sarnowski, Sasimowski, Saski, Sasowski, Sasulicz, 
Siarczynski, Siemiasz, Siemiginowski, Skotnicki, Skulski, Smolnicki, Snitowski, 
Somkowicz, Sosinski, Sozanski, Stanistawski, Strutynski, Stryjski, Strzelbicki, Stupnicki, 
Sulatycki, Swaryczewski, Swiebodowski, Swierzpot, Swistelnicki, Szandorowski, 
Szczombrowski, Szeniowski, Szpakowski, Tarnawski, Tatomir, Terlecki, Tokarski, 
Topolnicki, Trachimowski, Turczynski, Turecki, Turzanski, Tustanowski, Tychowski, 
Tymowski, Tysarowski, Tyssowski, Tyszewicz, Tyzdrowski, Uhrynowski, Ulnicki, 
Uniatycki, Urbanski, Urocicki, Uruski, Wanczatuch, Wasilkowski, Winnicki, Wistobocki, 
Wistocki, Witkowski, Witwicki, Wolanski, Wotkowicki, Wotosianski, Wotosiecki, 
Wotoszowski, Woryski, Worytko, Wystoboc
i, Wyszynski, Zabinski, Zaptatynski, 
Zatwardnicki, Zawadzki, Zawisza, Zeliborski, Zerebecki, Zestelinski, Zielinski, Zubr, 
Zubrzycki, Zukotynski, Zurakowski, Zuroch.
>>>
83 


Slepowron (Taf. X). - In blauem felde ein nach unten ge??ffnetes, 
silbernes Hufeisen, oben besetzt mit einem silbernen Kavalierkreuze, 
auf weIchem ein auffliegender Rabe steht, der einen goldenen, mit 
einem nach unten gekehrten Diamanten versehenen Ring im Schnabel 
tr??gt; Helmschmuck: ein gleicher, auf der Krone stehender Rabe. - 
Wawrz
ta Corvinus (Korwin) kam im 13. Jahrhundert nach Polen, 
verm??hlte sich mit einer Erbtochter des Hauses Pobog und vereinigte 
deren Wappen Pobog mit dem seinen Korwin. Er wurde Hetman 
und Hofmarschall des ,Herzogs von Masowien Konrad, der ihm 1224 
den Besitz der G??ter Slepowron, Strachowa, Drozdzino und W ola im 
Lande Ciechanow best??tigte. Sein neues Wappen wurde nach dem 
Wappenbilde und auch nach dem HauptguteSlepowron (der Nachtrabe) 
genannt, 
r selbst f??hrte aber den Namen Korwin weiter, weshalb das 
Wappen Slepowron auch wohl noch Korwin genannt wurde. Zu 
Anfang des 16. Jahrhunderts trennten einige Nachkommen" die den 
Namen Korwin weiter gef??hrt hatten, aus ihrem Wappen Slepowron 
den Raben wieder heraus und kehrten so zu ihrem alten Stal1}mwappen 
Korwin wieder zur??ck. Von Zweigen des Geschlechts Slepowron 
wurde dieses Wappen auch wohl Buyny und Milan genannt. Dieses 
Wappen f??hren die: 
Adziewicz, Bagieiiski, Bagnicki, Baraiiski, Bierzyiiski, Bogucki, Bogustawski, 
Borewicz , Bossowski, Bratkowski, Bronicki , Brotkowski, Browiiiski, Bruszewski, 
Brzeski, Buchowiecki, Buczyiiski, Bujnicki, Bujno, Bystry, Chaliiiski, Chodzewski, 
Choynowski, Chudzewski, Ciecierski, Ciprski, Czaczkowski, Czartoszewski, Czaykowski, 
Czekotowski, Dllbrowski, Darowski, Dt:by, Dobrski, Drodzieiiski, Droieiiski, Druiyiiski, 
Drygalski, Duchnowski, Dworakowski, Dzit:cielski, Dziekuiiski, Falt:cki, Fiatkowski, 
Filichowski, Filochowski, Floryanowicz, Frllckiewicz, Frankowski, Gatczewski, 
Gllsiewski, Gllsiorowski" Gawkowski, Giegnatki, Gliiika, Gliiiski, Gtuchowski, 
Gtuszczyiiski , Gtyszyiiski, Goczanowski, Golimunt, Gorka, Gorski , Gosiewski, 
Gozdziewski, Grochowarski, Grodecki, Grotowski, Gryziewicz, Gumkowski, Gut, 
Gutkowski, Gutowski, Harbowski, Horn, Horodyiiski, Idzikowski, Idziiiski, jagoszewski, 
janowski, jaruzelski, jasiewski, jastrzt:bski, jaszewski, jezierski, josiewski, junkiewicz, 
jurski, jurzyc, jusciiiski, juszkiewicz, Kalinowski, Kamieiiski, Kamocki, Karulewski, 
Kt:pkowski, Klimaszewski, Klimkowski, Ktopotowski, Ktoskowski, Kobyliiiski, 
Kochnowski, Kochowicz, Kokoszczyiiski, Kolnarski, Komarczewski, Komecki, Komocki, 
Kopczyiiski, Kordecki, Korwin, Kosakowski, Kostro, Kownacki, Koztowski, Kozubski, 
Krasiiiski, Krasowski, Krokowski, Krukowski, Krzemieniewski, Krzewski, Krzymowski, 
Kuczkowski, Kuczyiiski, Kudelski, Kukowski, Kulesza, Kurp, Kurpiewski, Leontowicz, 
Leinicki, Lipczyiiski, Lipink, Lissowski, Lutostawski, Lutostaiiski, t.aniecki, t.asciszewski, 
t.opatyiiski, t.opuski, t.owkiaiiski, t.uniewski, t.upiiiski, t.ykowski, Malinowski, Marecki, 
Markiewicz, Materna, Meduniecki, Mierkowski, Mikucki, Mikuta, Milewski, Mitkowski, 
Mitobt: dzki , Mitodrowski, Miroszewski, Mtodziejowski, Mnichowski, Moczydtowski, 
Mokowski, Morzkowski, Moscicki, Mosiecki, Mrokowski, Mrowczewski, Mrzeski, 
Nachtraba, Nadolski, Nasurowski, Nowakowski, Nowosielski, Olizarowicz, Olszewski, 
Ostrowski, Oxtul, Padlewski, Pawtowski, Paidzierski, Perkowski, Pt: ski , Pt: za , 
Pienicki , Pit:tka, Piotrowski, Pisarzewski, Pi ski , Piskowski, Pniewski, Podczaski, 
Poktoiiski, Pokrzywnicki, Pomianowski, Poptawski, Powiatowski, Prlltnicki, Przestrzelski, 
Przytuski, Przysiorowski, Puchalski, Puklicz, Putacki, Putaski, Raczyiiski, Ramaiiski, 
Ratyiiski, Rembowski, Rogalski, Rogowski, Roman, Romaiiski, Romocki, Rosyniec, 
Rozanowicz, Rudziewski, Rybattowski, Rybczyiiski, Rymiiiski, Rzllca, R Z ll cz yiiski, 
Sarnecki, Sarnowski, Sawicki, Siedmiogrodzki, Sierhiejewicz, Sipniewski, Skibniewski, 
Skorupka, Skotnicki, Skrodzki, Skrzetuski, Sladowski, Slepowroiiski, stawiiiski, stawomier, 
stogocki, Snicit'iski, Soboboliiiski, Sobolewski, Sokotowski, Spadowski, Starzyiiski, 
Suchodolec, Suchodolski, Swiderski, Swit:cki, Symborski, Syromski, Szczucki, 
6.
>>>
84 


Szernplinski, Szepietowski, Szeplewski, Szerenos, Szlubowski, Szwander, Szyrnanowski, 
Szyrnanski, Szyrnborski, Taraskowski, Terajewicz, Topczewski, Tr
bicki, Truskolaski, 
Truskowski, Trzcinski, Tyborowski, Tychowski, Tyszarski, Ujazdowski, Warszycki, 
W llsowicz, W ??, W 
brychowski, Wiercinski, Wierzbicki, Wierzchowski, Wilk
ski, 
Wilkowski, Wolski, Woysiatycz, Wroblewski, Wroniecki, WyczaJkowski, WyczoJkowski, 
Wyrzykowski, Wyszkowski, Xi
zopolski, Zabawski, Zaleski, Zatorski, Zawadzki, 
Zawidzki, ZawisJowski, Zbikowski, Zbyszynski, Zelachowski, Zernbocki, Zera, 
Zielen ski, Zieleznicki, Zirn noch, Zrnijewski, Zuk, ZyUok. 
Etwas ver??ndert f??hren das Wappen die jurzyc und Kamienski: 
unter dem Hufeisen noch einen Stern, - die Olszewski: ein zweites 
Kreuz innerhalb des Hufeisens, - die Suchodolski: das Kreuz auf dem 
Hufeisen fehlt, nur innerhalb desselben ist ein solches, der Rabe steht 
auf dem Hufeisen, als Helmschmuck nur drei Straussenfedern, - die 
Wroblewski: der Rabe steht nicht auf einem Hufeisen, sondern auf 
einem mit einem Pfeil belegten Bogen, als Helmschmuck drei 
Straussenfedern. 
Sokola (Taf. X). - In einem gr??nen Felde die silberne Vorder- 
h??lfte eines Ebers und die Hinterh??lfte eines schwarzen B??ren als ein 
nach rechts schreitendes Tier zusammengesetzt, beide Tierh??lften scheidet 
eine senkrechte rote, auch den ganzen Schild spalt
nde Linie; Helm- 
schmuck: ein halb aufwachsender schwarzer B??r. - Uber den Ursprung 
des Wappens wird gesagt: der K??nig Kazimierz I. (1041-58) bemerkte, 
w??hrend der jagd sich ruhend, einen B??ren, der sich auf einen Eber 
warf, der ihn jedoch absch??ttelte und dann angreifend verfolgte. Es 
entspann sich ein heftiger Kampf zwischen den Tieren, die zuletzt beide 
vor Ermattung hinsanken. Da eilten zwei Br??der Namens Soko! dorthin, 
der eine t??tete den Eber, der andere den B??ren. Zur Erinnerung an 
dieses Wagnis erteilte der K??nig diesen Br??dern dieses Wappen, das 
nach ihnen Soko la genannt wurde. Dasselbe f??hren die: 
Bystrzonowski, Drozdenski, Galczewski, Gakzynski, Gorecki, Maniecki, Pig- 
Jowski, Sokol', Sokol'owski, Ulewicz. 
Sreniawa (Taf. X). - In rotem Felde ein senkrechter, schwebender, 
silberner Fluss, dessen oberes Ende etwas nach rechts, das untere 
nach links gebogen ist, der Fluss ist oben besetzt mit einem silbernen 
Kavalierkreuze; Helmschmuck: zwei jagdh??rner (Elefanten-R??ssel), jedes 
ausserhalb beh??ngt mit vier runden Schellen, zwischen den jagdh??rnern 
ein nach vorne gekehrter, goldener L??wenkopf mit langer M??hne. - 
Es stammt dieses Wappen aus fr??her heidnischer Zeit; s
ine erste 
Heimat war in der Wojc;wodschaft Krakau und sein Name Sreniawa 
ist von dem Fl??sschen Sreniawa abzuleiten, das neben dem Fl??sschen 
Druzyna zur Weichsel fliesst. Es unterscheidet sich dieses Wappen 
von dem Wappen Druzyna nur dadurch, dass in dem letzteren das 
Kreuz fehlt. Mit der Annahme des Christentums ist das Kreuz wohl 
in das Wappen Druzyna erst aufgenommen worden. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Adarnowski, Alexandrowicz, Arnborski, Arnfor, Arasirnowicz, Bielinski, Bielski, 
Bier, Bierkowski, Biskupski, Bohun, BorysJawski, Brawanski, Brzeznicki, Charzewski, 
Czerniewski, Czyernierz, Darowski, Dobszyc, Garbowski, GoczaJkowski, Jadald, 
Karnpowski, Klus, Kluski, Krnita, KoI'acki, Kornorski, Kozllltkowski, Krasowski, 
Krzesz, Kucharski, Kurczewski, Kurowski, Kurozw
cki, Kurzewski, Kwilecki, Ladajka, 
Langacz, Laskowski, Lasocki, Leben, Lipski, Lisiecki, Lubornirski, Lubowicki, Lubo- 
wiecki, t.apka, t.apski, Maciejowski, Miedzwiecki, Moniaczkowski, Mroczek, Mrocz-
>>>
85 


kowski, Mstowski, Oraczewski, Pernirowski, Pisarski, Ptaczkowski, Poniatowski, 
Por
bski, Potocki, Prandota, Proaczek, Przybel, Przyt??:cki, PlIkarzewski, Radwan, 
Rahoza, Rogowski, Rozbicki, Rozembarski, RlIpniewski, Rzecki, Sadlo, Sadtowski, 

aganowski, Sagatynski, Siedlecki, Skarbek, Skinder , Skotnicki, Stllpski, Sobienski, 
Sreniawa, Stadnicki , Stawski, Strachanowski, Strzatkowski, Szow, Szykowski, Szy- 
powski, T??:goborski, Telakowski, Treter, Trzebinski, TlIrowski, TlIszowski, Ujejski, 
W??:glenski, W??:gorzewski, Weryha, Wieruski, Wiewiorski, Wilkowski, Wrochey, 
Wzdowski, Zmigrodzki, Zmijewski. 
Starykoii (Taf. X). - In rotem felde ein silbernes Pferd mit 
goldenen Hufen, nach rechts schreitend, den linken Vorderfuss und 
rechten Hinterfuss erhoben, den Schweif senkrecht erhoben, um den 
leib einen breiten, schwarzen, golden ger??nderten Sattelgurt; Helm- 
schmuck: ein Beil wie im Wappen Topor, mit der Schneide nach rechts 
gekehrt, mit der u!1teren Spitze der Schneide schr??gerechts auf der 
Krone ruhend. - Uber den Ursprung d
eses Wappens wird gesagt: 
Von drei Br??dern S
dziwqj, Nawoj und Zegota, welche das Wappen 
Topor f??hrten, begab sich Zegota ins Ausland und verweilte dort lange 
Zeit. Als er nach Polen zur??ckkehrte, hatten seine Br??der die v??terlichen 
G??ter, Sieciechowice in der Wojewodschaft Sendomierz, unter sich 
geteilt, verweigerten ihm nicht. nur seinen Anteil, sondern verleugneten 
ihn auch als ihren Bruder. Zegota wendete sich an den Monarchen 
unter Darlegung der Beweise seiner Herkunft mit der Bitte um An- 
erkennung derselben und seiner Rechte, wie auch um Gew??hrung 
eines anderen Wappens, da er ein gleiches mit den ihn verleugnenden 
Br??dern, die er nun auch verleugne, nicht f??hren wolle. Der Monarch 
t;rf??llte seine Bitte und ??berliess ihm die Wahl seines ferneren Wappens. 
Zegota erbat sich nun in das Wappen das weisse Pferd (Kon), 
auf welchem er in das Ausland von Hause abgeritten war, als Helm- 
schmuck aber das Beil des Wappens Topor, um seine Herkunft anzu- 
deuten. Der f??rst best??tigte dieses Wappen und nannte es Starykon, 
und zwar nach dem Wappen bilde (Kon) und nach des Wappens Topor 
Zuruf Starza (von !}tary, alt). Es wurde dieses Wappen aber auch nur 
Starza genannt. Zegota nannte sich fortan Zaprzaniec (Verleugner), 
welcher Name dann auch.. wohl dem Wappen gegeben wurde, sp??ter 
in Szafraniec ??berging. Uber die Zeit dieser Wappen??nderung steht 
nichts fest, nur dass sie mindestens vor 1080 erfolgt sein muss. Dieses 
Wappen f??hren die: 
Bochnar, BoglImit, Bystronowski, Chorzemicz, Cyblllka, Czartoryski, Czeblllka, 
Gorzycki, Grodecki, Hynek, Kllkolowski, Kasprzycki, Knot, Kwasniowski, Majewski, 
May, Miedzwiecki, Miezwiecki, Mtodziejowski, Nahojowski, Nanayko, Nawojewski, 
Pietruski, Pisarzewski, Poborowski, Polanowski, Siemllszewski, Staniewski, SlIlimirski, 
Synowiec, Szafraniec, Wielogtowski, Wielopolski, Wroniecki, Zaprzaniec, Zarski, 
Zawadzki, Ziemiecki. 
Stern berg (Tat. X). - In blauem felde ein goldener, achtstrahliger 
Stern; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. - Als die Tataren nach der 
Schlacht bei Liegnitz 1241 in das M??hrische land zogen, best??rmte 
einer ihrer Anf??hrer, Pera genannt, die Stadt Olumiec (Olm??tz). Des 
K??nigs Wadaw von B??hmen Hetman jaroslaw griff ihn an, verjagte 
die Tataren und nahm Pera gefangen. Als Belohnung f??r diese Tat 
schenkte der K??nig dem Hetman das SchJoss Stern berg bei Olm??tz 
und verlieh ihm dieses Wappen, das nach dem Schlosse ebenfalls
>>>
- 86 - 


Stern berg genannt wurde, welchen Namen nun auch jarosfaw und 
seine Nachkommen f??hrten, die schon vor 1450 nach Polen kamen, in 
der Wojewodschaft Sendomierz sassen. Dieses Wappen f??hren die: 
D
bski, Golanski, Gorski, Pomorski, Sehewe, Sternberg, Temberski, Wit- 
kowski, W olski. 
Strzemi( (Taf. XI). - In rotem Felde ein go.
dener, dreieckiger 
Steigb??gel; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Uber den Ursprung 
des Wappens wird gesagt: Als der K??nig Bolesfaw Chrobry (1001- 25) 
in den russischen L??ndern Krieg f??hrte, fiel in einem Gefechte einem 
Ritter das Pferd und endete. In diesem Augenblicke sah sich der Ge- 
st??rzte, dessen Fuss im Steigb??gel h??ngen geblieben war, von einem 
Gegner bedroht, der ihm den Todesstoss geben wollte. Mit Kraft- 
anstrengung riss der Ritter den Steigb??gel mit dem Riemen los, be- 
nutzte denselben als Waffe gegen den Gegner, den er t??tete und dessen 
Pferd er nun bestieg. Von einem zweiten Gegner sofort angegriffen, 
benutzte er, da ihm die Zeit fehlte den S??bel zu ziehen, wiederum den 
Steigb??gel am Riemen als Waffe, hieb den Feind vom Pferde, nahm 
ihn gefangen und f??hrte ihn dem K??nige zu. Der K??nig verlieh daf??r 
dem Ritter dieses Wappen, das Lawsowa genannt wurde, ob nach 
dem Orte der Tat oder des Besitzes des Beliehenen? Doch wurde 
dieser Name durch die Bezeichnung des Wappenbildes Strzemi
 (der 
Steigb??gel) verdr??ngt. Auch findet man, wohl f??r Zweige dieses Stammes 
die Benennungen Larysza und Zaroze, diese letztere f??r eine Ver- 
mehrung des Wappens durch einen Stern. Die erste Heimat des 
Stammes Strzemi
 war wohl unzweifelhaft die Wojewodschaft Krakau. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Bodz
ta, Bojaneeki, Brostowski, Buezynski, Burzynski, Buszezynski, Chwalibog, 
CI1\p, Czerzawski, Czyiowski, Garlieki, Gezowski, Gofkowski, Grabinski, Grzywa, 
janiszewski, janowski, jeiowski, Kania, Kapusta, Kawaleez, Kijanski, KI1\p, Klee- 
zenski , Kleezkowski, Kleezynski, Klempowski, Koezanowski, Konwa, Korzefiski, 
Krolewski, Krotosz, Kulewski, Kurowski, Laeta, Lenezowski, t.1\eki. t.aneueki, t.yso- 
wieeki, Marszynski, Papl'onski, Pieezkowski, Pierzehata, Przytkowski, Rogoz, Rud- 
nicki, Saliewski, Slaski, Sroezynski, S!repa, Strojnowski, Strzemieezny 1 Strzemien, 
Strzemifiski, Sulikowski, Sutowski, Swiaborowski, Swieborowski, Swiebowski, 
Szalewski, Taszyeki, Trzeciak, Trzecieski, Tyszeeki, Wielopolski, Woynarowski, 
Wroblowski, Wrzosowski, Wsciekliea, Wsieborowski, Wsotowski, Wszeborski, 
Wysoeki, Zaborowski, Zagorowski, Zassowski, Zbylitowski, Zdulski, Zemboeki. 
Suchekomnaty (Taf. XI). -In rotem Felde ein schwarzes, halbmond- 
f??rmig nach oben gebogenes, mit dem Mundst??ck nach rechts gekehrtes 
jagdhorn mit goldenen Beschl??gen und mit einem goldenen Umh??nge- 
band, das sich oben in eine Schleife legt, auf der ej.n goldenes Hoch- 
kreuz steht; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Uber den Ursprung 
des Wappens wird gesagt, dass ein Ritter des Wappens Tr(!by, der 
Hetman des Herzogs Konrad von Masowien war, einen Krieger, der 
sich im Feldzuge gegen die Preussen (um 1220?) ausgezeichnet und 
zum Siege beigetragen hatte, zu seinem Wappen angenommen hat, doch 
mit der Einschr??nkung, dass er an statt dreier jagdh??rner, nur eins, 
besetzt mit einem Kreuze f??hren sollte. - Dann wird wieder angegeben, 
dass es aus Deutschland eingef??hrt sei. - Es ist aber wohl sicherer 
anzunehmen, dass dieses Wappen schon in der Heidenzeit auf der 
Kriegsfahne gebr??uchlich war und in der Christenzeit durch das Kreuz
>>>
87 - 


vermehrt wurde. Die Heimat dieses Stammes war wohl der Besitz 
Suchekownaty im lande Ciechanow, nach dem das Wappen den 
Namen erhielt, der sp??ter als Suchekomnaty erscheint. Es kamen 
aber auch die Benennungen Kownaty und Komnaty vor. Dieses 
Wappen f??hren die: . 
Beyner, Bteszynski, Bogdanski, Bogorski, Chrzanowski, Drlibinski, Draminski, 
Grodzanowski, Hamszej, Kaznowski, Kownacki, lipinski, t.ominski, Miliczynski, 
Milanowski, Niewodowski, Obl'oczymski, Owtoczynski, Ozi
bI'owski, Pienkowski, 
Ropelowski, Rydzewzki, SkaI ski, Stowikowski, Sopota, St
pokowski, Suchekomnacki, 
Toczikowski, Tuczkowski, Uhrowiecki, Zakrzewski. 
Sulima (Taf. XI). - In geteiltem Schilde oben in goldenem Felde 
ein aufwachsender schwarzer Adler mit ausgebreiteten Fl??geln, den 
Kopf nach links gewendet, in dem unteren roten Felde drei in Gold 
viereckig eingefasste weisse Edelsteine, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: 
ein gleicher aufwachsender Adler. - Dieses Wappen gilt als aus 
Deutschland eingef??hrt und zwar durch einen Zweig des jetzt gr??flichen 
und f??rstlichen Geschlechts Solms. Aus diesem Namen entstand die 
Bezeichnung des Wappens Sulima. Schon im 13. Jahrhundert wurde 
dieses Wappen in Polen gef??hrt. Zu demselben geh??ren die: 
Arczynski, Barzykowski, Bodywit, Borkowski, Bratkowski, Bratoslewski, 
Cellari, Chabinowski, Charbinowski, Charbowski, Chawtowski, Chodowski, Ciotek, 
Danitowicz, Deyma, Dzierzanski, farurej, Gajewski, Gamrat, Garbolewski, Garbowski, 
Godwadowski, Gostubski, Gotuntowicz, Gralewski, Grocholinski, Gryzewski, Hamszej, 
Jacimirski, Kaminski , Kielecki, Kiernowski, Kilewski, Konrady, Kurzyna, t.yczko, 
Mitonski, Obidowski, Ogrodzienski, Oporowski, Ozi
bI'owski,. Pligowski, P
gowski, 
Pieczymucha, Popiel, Przejuszyn, Przeuski, Przyborowski, Przygodzki, Przytuski, 
Rogaczewski, Rybienski, Ryczgorski, Rymidowicz, Samoitowicz, Samujlo, Sawicz, 
Stuzowski, Srobski, Stanistawski, Strawinski, Stromski, Sulikowski, Sulima, Sutkowski, 
Swiechowski, Szajowski, Szalowski, Szantyr, Szawtowski, Szrzobski, Szu1czewski, 
Trzcinski, Utanowski, Uzi
bI'o, Wlisowicz, Wtodek, Wolski, Zabl'ocki, Zabokrzycki, 
Zadarnowski, Zaleski, Zat
ski, Zawidzki, Zawisza, Ziemi
cki. 
Swienczyc (Taf. XI). - In goldenem Felde ein schwebendes 

jlbernes Doppel-Hochkreuz; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - 
Uber den Ursprung dieses Wappens, der wohl in die Zeit bald nach 
Einf??hrung des Christentums oder in die Zeit der Kriege mit dem 
Orden zu verlegen sein mag, ist nichts bekannt. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Chmara, Grabianski, Korczewski, Radziejowski, Sieskiewicz, Swi
cki, Swi
czyc, 
Urz
dowski, Wiland. 
Swierczek (Tat. XI). - In blauem Felde ein grosses, balkenf??rmiges, 
goldenes, lateinisches N, dessen mittlerer Balken in seiner Mitte eine 
kleine Ausbiegung nach unten hat; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Es wird angenommen, dass dieses Wappen aus Griechenland eingef??hrt 
sei; es war schon um 1400 in Polen bekannt. Dasselbe f??hren die: 
Arciszewski, Arciuszkiewicz, Kijewski, Kladrubski, Kraykowski, Orzek, Radzewski, 
Rewkowski, Streczan, Str
kowski, Swierczek, Swierczewski, Swierkowski. 
Swinka (Taf. XI). - In rotem Felde ein schwarzer, nach links 
gekehrter Kopf eines Ebers, dessen untere Kinnlade, aus der zwei 
Z??hne hervorstehen, von einer rechten Hand erfasst ist, deren dazu 
geh??riger, blaubekleideter Arm den Abriss des Schweinskopfes bedeckt 
und sich in dem unteren Ellenbogen nach oben biegt; Helmschmuck: 
eine bis zum Knie aufwachsende, blaugekleidete Jungfrau mit aufgel??stem
>>>
- 88 - 


I 


Haar, die Arme in die Seiten gest??tzt. - An dem Hofe des Herzogs 
Bolestaw IV. lebte ein bei diesem in hoher Gunst stehender Ritter, der 
alle ritterlichen Tugenden besass und in den sich judyta, des Herzogs 
Schwestertochter, wohl Tochter eines Markgrafen von Meissen, verliebte. 
Der Ritter teilte diese Leidenschaft, wagte aber nicht an die M??glichkeit 
einer Verbindung zu denken. Der Herzog, der diese Neigung kannte, 
den Scherz zuweilen liebte, h??nselte ihn ??fter wegen dieses Geheim- 
nisses, um durch diesen Scherz die Unm??glichkeit einer Verbindung 
anzudeuten. Der Ritter hatte keine Hoffnung. Als auf einer Hof jagd 
in den W??ldern von Sieradz, um 1148, ein Eber, von Hunden gestellt, 
sich gegen diese wehrte und einen Lieblingshund des Herzogs zu t??ten 
schien, rief der Herzog: Wer mir den Hund rettet, dem gebe ich 
alles!" Schnell wie ein Blitz sprang der Ritter auf den R??cken des 
Ehers, wie reitend, hielt mit einer Hand dessen Ohren, riss ihm mit 
der andern Hand den Rachen auf, warf dann den Eber um, hielt ihn 
mit dem Fusse fest, zog sein Schwert und hieb ihm den Kopf ab. 
Der Herzog verlieh ihm seif}e Schwestertochter und dieses Wappen, 
das nach dem Wappenbilde Swinka (von Swina, das Schwein) genannt 
wurd
, die jungfrau im Helmschmuck soll an die Prinzessin erinnern. 
Dasselbe f??hren die: 
Bogustawski, Bratkowski, Cholawski, Czacki, Czajewski, Danewicz, Dewknc:- 
towicz, Dziwosz, Gawronski, Grzebski, Ikierat, Kaczkowski, Kakanowski, Kakawski, 
Kaniewski, Krzyianowski, MIlCZYRski, 
ichelsdorf, Piotrowski, Porkus, Robaczyi1ski, 
Roszkowski, Semistowski, Stwolii1ski, Swii1ka, Tomistawski, Zajllczek, Zajllczkowski, 
Zielii1ski, Zmystowski, Zwystowski. 
Syrokomla (Taf. XI). - In rotem Felde der silberne, gehrochene 
Balken wie im Wappen Abdank, in der Mitte oben besetzt mit ei.!1 em 
goldenen Hochkreuze; Helmschmuck: wie das Wappenbild. - Uber 
den Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein den christlichen Namen 
l??sternder heidnischer Preusse forderte die polnischen Ritter zum Zwei- 
kampfe heraus; Syrokomla, ein Ritter des Wappens Abdank, nahm den 
Zweikampf an und t??tete seinen Gegner. F??r dieses tapfere Verhalten 
erhielt er, wohl vom K??nige Bolestaw 111. (1102-39), das Kreuz als 
Vermehrung seines Wappens. Nach ihm wurde das Wappen Syrokomla 
genannt, dessen erste Heimat wohl in Podlachien war. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Andronowski, Baranowicz, Beynar, Bllthak, Burdzicki, Chalecki, Chybicki, 
Czechowicz, Dziewoczka, Grocholski, Gumkowski, Halecki, Hotub, Horszewski, 
Itgowski, I wanowicz , Jatowski, Janowski, Karnicki, Karoi1ski, Kc:sicki, Kiii1ski, 
Kijankowski, Kondradzki, Kondratowicz, Konratowicz, Konratowski, Korzekwicki, 
Korzenicki, Kosciatkowski, -I::osowicz, Masto, Mingiel, Modzelewski, Montrym, 
Nieszyjka, Puciata, Puciatczyc, Pulia, Plltyatycki, Sapalski, Sehen, Siwczyi1
ki, SOUOhllb, 
Soltan, Sopocko, Starosielski, Stawecki, Stefanowicz, Stefanowski, Swieszkowski, 
Szwyaszkowski, Traczewski, Wahanowski, Wasilewicz, Wc:sierski, Wieliczko, Witoniski, 
Witowski, Woyczun, Woynitowicz, Wyrwicz, Zagrodzki, Zajllc, Zaklika, Zotlldi. 
Mit Ver??nderung f??hren dieses Wappen die Andronowski und 
Wasilewicz: statt des Kreuzes einen senkrechten ungefiederten Pfeil, 
dessen Schaft wagerecht zweimal durchkreuzt ist, als Helmschmuck 
drei Straussenfedern, - die Baranowicz und jatowski: ebenso, nur ist 
der Schaft des Pfeiles nicht wagerecht, sondern in Form eines X 
durchkreuzt, - die Chalecki und Sehen: statt des Kreuzes eine Pfeil-
>>>
- 89 - 


I 
I 


spitze, als Helmschmuck ein Adlerfl??gel von links nach rechts von 
einem gefiederten Pfeil durchschossen, - die Itgowski, Iwanowicz, 
Karnicki und K
sicki: statt des Kreuzes einen ungefiederten Pfeil, 
dessen Schaft in der Mitte mit einem Stechringe belegt ist, als Helm- 
schmuck drei Straussenfedern, - die Hotuh: statt des Kreuzes eine 
Pfeilspitze, der die linke Seite fehlt, als Helmschmuck drei Straussen- 
federn, - die Starosielski: statt des Kreuzes einen einmal durchkreuzten 
Pfeil, als Helmschmuck drei Straussenfedern, - die Sopocko und 
Wieliczko: ebenso, nur ist der Pfeil schr??gerechts durchkreuzt, - die 
Nieszyjka: statt des Kreuzes einen Pfeil, der aber ein Herz durchbohrt, 
Helmschmuck drei Straussenfedern, - die Sottan und Stawecki: anstatt 
des einfachen, ein Doppelkreuz, jedoch der untere Querbalken etwas 
l??nger als der obere, Helmschmuck drei Straussenfedem. 
Szeliga (Taf. XI). - In rotem felde ein goldener, nach oben 
ge??ffneter Halbmond, oben besetzt m
.t einem goldenen Hochkreuze; 
Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. - Uber den Ursprung des Wappens 
wird gesagt: Die lithauer waren im Jahre 1282 in das land lublin 
eingedrungen und es zog der f??rst leszek Czarny mit einer Streitmacht, 
die vorzugsweise aus dem Adel der f??rstent??mer Sieradz und Sendomierz 
bestand, ihnen entgegen. Er hatte einen Ritter Szeliga mit der Vorhut 
und der Aufkl??rung der feindlichen Stellung und St??rke betraut. Auf 
dessen Bericht hefahl leszek einen 
acht??herfall des feindlichen lagers. 
Dieser, von Szeliga ausgef??hrte Uberfall gl??ckte, es wurden viele 
lithauer get??tet und gefangen genommen, der Rest floh, eine reiche 
Beute wurde gemacht. Zur Belohnung verlieh leszek Czarny dem 
Ritter Szeliga, der einen silbernen Halbmond im roten felde als Wappen 
f??hrte, als Vermehrung desselben das Kreuz, das ??her den heidnischen 
feind gesiegt hatte, dieses golden, wie auch der Halhmond ferner 
golden sein sollte, wegen des gl??nzenden Erfolges und der reichen 
Beute, dann als Helmschmuck einen Pfauenschwanz, der die bewiesene 
viel??ugige Klugheit des Ritters andeuten sollte. Es behielt dieses 
neue Wappen den Namen Szel iga. Da dieser Krieg am Tage des 
Erzengels Michael, am 30. September, erfolgt war, liess f??rst leszek 
in lublin die St. Michael-Kirche zum Danke errichten. Es wird von 
einigen Heraldikern geglauht, dass in dem Wappen statt des Halhmondes 
ein halber Ring sein m??sse, also wie in dem Wappen Ratuld, weshalb 
es mit diesem oft verwechselt wird. Dann wird auch angegehen, 
dass statt des Kreuzes urspr??nglich der Mond mit einem gest??rzten 
Schwerte besetzt gewesen sei, dass aber Bodz
ta, Erzbischof von 
Gnesen, der das Wappen Szeliga f??hrte, nachdem er den Grossf??rsten 
Wtadystaw JagieUo 1386 zum Christen getauft hatte, das Schwert in 
seinem Wappen durch ein Kreuz ersetzt hahe. Die erste Heimat des 
Stammes und Wappens Szeliga war der Besitz Szeligi in der Wojewod- 
schaft Sendomierz im Kreise Opatow. Dieses Wappen f??hren die: 
Biatecki, Bielefiski, Bielifiski, Bodzanowski, Bodz
ta, Borzyszkowski, Bossowski, 
Bostowski, Bllkraba, Charzewski, Charzyfiski, Chlistowski. Czarnotuski, Czarnotlllski, 
Czernicki, D
browski, Dobiesz, Dobieszewski, Dowojna, Fargow, Gerwatowski, 
Gorecki, Gorski, Hrebifiski, Kamiefiski, Kozica, Kozierski, Krzczonowicz, Lancucki, 
Lasocki, Lasowski, Lisikiewicz, Losowski, -I::osowski, -I::ukomski, Magier, Markowski, 
Matkuszewski, Mirecki, Mirewicz, Mirzejowski, Nazarewicz, Niemojewski, Pi
tkowski, 


........
>>>
- 90 - 


Plucifiski, Podsofiski, Potocki, Prumiefiski, Przeczkowski, Pstr
g, Puztowski, 
Ramiefiski, Ratocki, Rostkowski, Rytel, Rytelski, Serwatowicz, Siemionowicz, Skompski, 
Stawski, Stanistawski, Strawifiski, Strusifiski, Sufczyfiski, Szczerski, Szeliga (Scheliha), 
Szeligowski, Szeliski, Szotkowski, Szpadkowski, Trojanowski, Trzebifiski, Turczynowicz, 
Turzenin, Wachowski, Wysokifiski, Zabawski, Zernicki, Ztocki, Zubrzycki, Zychlifiski. 
Ver??ndert f??hren das Wappen die Bukraba und Zernicki: der 
Mond ist nicht vom Kreuze besetzt, sondern dieses etwas erh??ht, als 
Helmschmuck drei Straussenfedern, - die Krzczonowicz und Strawinski: 
ein am linken unteren Balken gest??mmeltes Doppelkreuz, Helmschmuck 
drei Straussenfedern, - - die Puztowski: statt des Kreuzes ein ungefiederter 
Pfeil mit halbem Spitzeneisen, der Schaft in Form eines X durchkreuzt, 
- die Scheliha und Szotkowski: f??hren das Stammwappen, den Mond 
silbern ohne Kreuz, Helmschmuck drei Straussenfedern. 
Tarnawa (Taf. XI). - In rotem Felde ein grosses silbernes Kreuz 
mit gleich langen Balken, an der linken Seite des unteren Balkens von 
einem kleinen nach dem Kreuze zu offenen goldenen Halbmonde 
begleitet; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Die Annahme, dass 
dieses Wappen von der Insel Rhodos, wo der johanniterorden ein 
gleiches Kreuz als Ordenszeichen trug, nach Polen gekommen sei, ist 
nicht haltbar, denn die johanniterritter kamen erst 1309 nach Rhodos, 
w??hrend dieses Wappen schon um 1200 in Polen gef??hrt wurde. Es 
wird als wahrscheinlicher dann auch angegeben, dass K??nig Bolestaw 11. 
(1059-82) dasselbe einem Ritter Bogustaw um 1068 verliehen habe, 
der sich ritterlich am Berge Tarnawa ausgezeichnet hatte, nach welchem 
das Wappen genannt wurde. Dasselbe f??hren die: 
Borucki, Borycki, Broniewski, Bystram, Gat
zowski, Gorzkowski, jagnifiski, 
Kleczkowski, Kropski, Krupa, Malczewski, Patryk, Petryk, Petrykowski, Radkiewicz, 
Radlifiski, Sinicki, Slanka, Stryjefiski, Stryiewski, Tarczewski, Tarczyfiski, Targowicki, 
Tudorowski, Walczewski, Zaj
czkowski, lernicki. 
T??:pa Podkowa (Taf. XI). - In blauem Felde ein nach unten offenes 
silbernes Hufeisen, das ein goldenes Kavalierkreuz umschliesst; Helm- 
schmuck: ein Adlerfl??gel. - Unter den Personen, welche dem K??nige 
Bolestaw 1079 bei der Ermordung des Bischofs Stanistaw von Krakau 
behilflich waren, befanden sich auch die Ritter Borzywoj, Zbiluta, 
Dobrogost, Zema, j
drzej und Odolanga, alle des Wappens jastrz
biec, 
denen von dem Adelssenate nicht nur die G??ter konfisziert wurden, 
sondern neben anderen Strafen auch aufgegeben wurde ihr Wappen in 
das obige umzu??ndern, das T
pa Podkowa (stumpfes Hufeisen) 
genannt wurde. Diesen Rittern wurden aber von dem F??rsten Wtadystaw 
Herman die O??ter 1084 wieder zur??ckgegeben. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Borzywoj, Brodecki, Brzezicki, Dymowski, Dymski, Gierattowski, janczewski, 
janiszewski, Mi
czyfiski, Mianowski, Modlifiski, Ostrowski, Skowrofiski, Stawski, 
Trzetrzewifiski, Ztotaszewski. 
Es sind jedoch die Gierattowski wieder zum Wappen jastrz
biec 
zur??ckgekehrt, - die Brzezicki f??hren das Hufeisen mit einem Kreuze 
oben besetzt, das innere Kreuz fehlt, als Helmschmuck drei Straussenfedern. 
Topacz (Taf. XI). - In rotem Felde ein stehender, linksgekehrter, 
goldener Geierfuss, oben besetzt mit einem schwarzen Oeierfl??gel; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Dieses Wappen, das auch wohl 
Ootpacz und Kopacz genannt wurde, wurde um 1125 von K??nig
>>>
91 


Boleslaw einem Ritter Topacz erteilt, der auf der Jagd mit seinem 
Pfeile einen Geier, der auf einem Baume sass und sich am Kopfe 
kratzte, fuss und fl??gel zugleich abschoss. Dasselbe f??hren die: 
Bekesz, Btudnicki, Borzynowski, Bydtowski, Chalczynowski, Chalknowski, 
Chwalczniewski, Gederwoch, Gedroje, Grodzicki, Halknowski, Holcznowski, Iskra, 
Kogkowski, Kopycinski, Kotulinski, Krupski, Krypski, Kurzewski, lubowidzki, t.uwc- 
zycki, Meleniewski, Miedzwiecki, Mosiewicz, Nawoy, Ph:dzicki, Siegroth, Slawikau, 
Sroczkowski, Szaszorski, Szygrod, Tomkiewicz, Wystc:p, Zegartowski. 
Es f??hren die Kogkowski indessen nur den Geierfuss, doch ohne 
fl??gel, als Helmschmuck einen aufwachsenden goldenen L??wen, - 
die Bekesz, ebenfalls keinen fl??gel, doch ist der fuss rechts von einem 
Halbmonde, links von einem Stern begleitet; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. 
Topor (Taf. XI). - In rotem felde ein silbernes, senkrechtes, mit 
der Schneide nach links gekehrtes Beil; Helmschmuck: ein gleiches, 
schr??gelinks gestelltes, mit der unteren Spitze der Schneide auf die 
Krone gest??tztes Beil. - Der Ursprung dieses Wappens wird bis auf 
die fr??heste Zeit des ersten f??rsten Lech zur??ckgef??hrt. Sein erster 
Name und Zuruf war wohl, dem Wappenbilde entsprechend, Topor 
(das Beil), dann wurde es aber seines Alters wegen Starza (von stary, 
alt) genannt. Sp??ter wurde wieder die Bezeichnung Topor allgemein. 
Zweige dieses Stammes Topor f??hrten das Beil in goldenem oder blauem 
felde im Wappen und deren Zuruf war Kolka. Au.s dem Wappen 
Topor ging das Wappen Starykon hervor. Das Wappen Toporf??hren die: 
Balicki, Barluninski, Betchacki, Bc:tkowski, Biatosliwski, Bielicki, Biesiekierski, 
Biesierski, Bije, Birkowski, Bogucki, Bokiewicz, Boksza, Bokszanski, Boratynski, 
Bruniewski, Brzeski, Brzozowski, Butrym, Butrymowicz, Butrymowski, Byczkowski, 
Bye, Calinski, Chroberski, Chrystowski, Cikowski, Czesnicki, Czodlinski, Cryzowski, 
Danaborski, Decius, Dtugoborski, Dymski, Dzieribicki, Dzierikowski, Dziewczopolski, 
Faranowski, Giergielewicz, Golanczewski, Grabowski, Gramatski, Grocholski, Gry- 
lewski, Grzegorzewski, Gumowski, Hynek, jabtonski, jakubowicz, jakubowski, 
janowski, jarantowski, jarnowski, jasinski, jewtaszewski, jezierski, Kalinski, Kaminski, 
Kapustynski, Kisielnicki, Klimuntowski, Ktobuczynski, Ktonski, Konarski, Kornacki, 
Korycinski, Kownacki, Kozielski, Krakowczyk, Krasienski, Krasnopolski, Krzelowski, 
Krzetowski, Krzucki, Krzywczycki, Ksic:ski, Kunaszewski, Kunat, Kurzewski, lowinicki, 
t.abyszcki, t.owieniecki, t.ukowski, Matomillcki, Matzynski, Marcinkowski, Marci- 
nowski, Mastomiecki, Matuszewski, Miedzwiecki, Mic:dzygorski, Miniszewski, Mtod- 
zowski, Modliszewski, Morawicki, Morski, Moszgawski, Narbut, Naszyon, Nawoy, 
Nekanda, Nieborski, Niedrowski, Niemirowicz, Nieznanski, Norwid, Nos, Obodzinski, 
Obrycht, Odolikowski, Okotow, Okotowicz, Okulicz, Ossolinski, Ostrowicki, Otrowski, 
Paczottowski, Paczynski, Patuka, Panigrodzki, Petka, Pianowski, Piekarski, Pilczycki, 
Pilecki, Piotrkowski, Pisarzewski, Plaskowski, Plechowski, Pleszowski, ptaska. 
Ptaza, Ptocki, Poburski, Prusinowski, Przespolewski, Rakowski, Rllmbczynski, 
Raczynski, Rapczynski, Rapsztynski, Rokowski, Rykowski, Rykrski, Ryszkowski, 
Rytarowski, Ryterski, Rzeszowski, Sarnowski, Schaaf, Sieciech, Sieciechowski, 
Siekierzecki, Skrodzki, Skrzelowski, Skrzetuski, Sladowski, Slezanowski, Stawianowski, 
Slawiec, Stupowski, Slupski, Smoszewski, Solajski, Sosniecki, Starc:ski, Starotc:ski, 
Starza, Starzon, Starzewski, Straszkowski, Strazon, Subinski, Supinski, Szczawinski, 
Szotajski, Szylanski, Szymanowski, Tarto, Tarnowiecki, Tc:czynski, Toporski, Tram- 
bczynski, Trepka, Trlc:ski, Trylski, Trzcinski, TlItkowiecki, Watdowski, Wllsowski, 
Wilkowicki, Wizinski, Wtosciborski, Wtosto, Wtostowski, Wolski, Woynowski, 
Wronowski, Wscieklica, ZabieUo, Zagorzanski, Zaklika, Zakrzewski, Zalc:ski, Zatllski, 
Zbylllta, Zbyszewski, Zegota, Zemta, Ztotkowski, Zrc:cki, ZlIla, Zwierz.
>>>
92 


Tr
by (Taf. XII). - In silbernem Felde drei schwarze jagdh??rner, 
die am Mund- und Schallloch golden beschlagen sind, um die Mitte 
zwei goldne B??nder haben, von denen eine goldne Schnur mit einer 
Schlinge ausgeht; die H??rner, die zu 2 und 1 gestellt sind, stossen 
in der Mitte des Feldes mit den Mundst??cken zusammen, das obere 
rechte Horn ist nach oben, das linke nach unten, das untere nach 
rechts eingebogen; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Es gilt 
dieses Wappen als ein wahrscheinlich aus Deutschland durch das 
Geschlecht der jordan eingef??hrtes. Es erscheint in Polen schon 1039. 
Mehrere lithauische Familien wurden an dem Versammlungs tage zu 
Horodto 1413 von dem Unterkanzler, sp??teren Erzbischof von Gnesen, 
Mikotaj Trqba, zu diesem Wappen angenommen. Der Name des 
Wappens ist dem Wappenbilde (Tr'lby, die jagdh??rner) entnommen. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Amfor, llieszynski, Brzezinski, Chwaleczewski, Chwaliszewski, Ciarnowski, 
Cillzynski, Ciborowski, Cyryna, Czasnicki. Czaszawski, Czaszynski, Dawidowicz, 
Dewicz, Dobinski, Dolinski, Dotuski, Dowgielt, Dowiakowski, Dyakowski, Dziewaf- 
towski, Dziokowski, falczewski, Gorzkowski, Grobicki, Hryczyna, Iskrzycki, Iwasz- 
kiewicz, jaskold, jaszczold, jonakowski, jordan, Kiefkiewicz, Kierdej, Klichowski, 
Kolecki, Kolnicki, Kofek, Komajewski, Konkowski, Kosmowski, Kowinicki, Kownacki, 
Krllkowski, Krzykawski, Kumanowski, Kumorowski, Listowski, t.ukaszewicz, 
Michnowski, Mi
kicki, Mifakowski, Narbut, Niewier, Odyniec, Oscik, Oscikowski, 
Osniafowski, Ostyk, Oticz, Otwinowski, Pakoszewski, Piecek, Pieckiewicz, Piekiewicz, 
Pienkowski, Pietkiewicz, Pfowinski, Pszonka, Radziwiff, Roguski, Rokosz, Rozwadowski, 
Rudomina, Russagowski, Russanowski, Rzeczkowski, Sadkowski, Siesicki, Sirewicz, 

iruc, Skop, S?bocki, Sosnicki , Stanczykiewicz, Stecher, Stojowski, Swiatorz
cki, 
Swierczowski, Swi
torzecki, Syruc, Szalowski, Tokara, Tokarzewski, Walawski, 
Warzyki, Wierszul, Winiarski, Wfoczewski, Wnorowski, Wofk, Woyna, Wrzeszcz, 
Wyczofkowski, Wylam, Zagiel, Zbrawski. 
Es f??hren das Wappen etwas ver??ndert die Rudomina: das Feld 
blau, als Helmschmuck drei dem Wappen bild gleiche jagdh??rner 
zwischen zwei Adlerfl??geln, - die Siruc undjaszczold: in den Zwischen- 
r??umen der jagdh??rner je eine rote vierbl??ttrige Rose; als Helmschmuck: 
drei Straussenfedern, 
Trzaska (Taf. XII). - In blauem Felde zwei Schwerter mit goldnem 
Handgriff, die mit ihren abgebrochenen Klingen senkrecht sich zugekehrt 
sind, deren verst??mmelte Enden sich unter der Mitte eines sie be- 
deckenden goldnen, nach oben ge??ffneten Halbmondes verlieren; 
tfelmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit dem Wappenbilde. _ 
Uber den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Als der K??nig 
Bolestaw I. (1001-25) gegen einen Feind, der mit dem Schwerte auf 
ihn eindrang, in Gefahr war, parierte ein Ritter Biata den Hieb und 
schlug den Feind nieder, wobei ihm jedoch die Klinge seines Schwertes 
abbrach; er war nun ziemlich wehrlos gegen die weiteren Feinde, und 
der K??nig, dies bemerkend, gab ihm sein eignes Schwert, womit der 
Ritter die weiteren Andringenden zur??ckschlug und so den K??nig und 
sich gesichert hatte. Doch auch dieses Schwert war ihm dabei zer- 
brochen. Als er dieses dem K??nige wiedergab, verlieh ihm derselbe 
f??r den bewiesenen Mut das obige Wappen, das Trzaska (der 
Splitter) genannt wurde, wohl im Hinblick auf die zersplitterten 
Schwerter. Nach dem Besitz des Ritters wurde es auch Biata genannt.
>>>
93 - 


Als ein Ritter dieses Geschlechts in Grosspolen das Benediktinerkloster 
Lubien gegr??ndet hatte, dem drei dieses Geschlechts hintereinander 
als Abt vorgestanden haben, wurde auch der Wappen name Lubiewa 
gebr??uchlich. Dieses Wappen f??hren die: 
Biaty, Bielinski, Bielski, Btaiejowski, Bogusz, Buczkiewicz, Budkiewicz, 
Chojnacki, Chrzllszczewski, Chrszczonowski, Ciszkowski, Czusotowicz, Dtuski, 
Droienski, Droiewski, Durbski, Dutkiewicz, Glinka, Gniazdowski, Golininski, 
Gotuchowski, Gotynski, janczewski, jarzyna, jarzynski, Kleczkowski, Konopacki, 
Kotowski, Kotutewicz, Kotwicki, Krajewski, Kurnochowski, Lubiewski, I::.aszewski, 
Meydalon, Michalski, Michatowski, Mscichowski, Nartowski, Niemirowski, Olszewski, 
Palmowski, Panceriynski, Paplinski, Plltkowski, Pielasz, Podbielski, Pods
dkowski, 
Ponikiewski, P9ptawski, Popo
ski, Rojecki, Rotowski, Ryczycki, Sieklucki, Stupecki, 
Sokotowski, Swiecikowski, Swieykowski, Szczucki, Szygowski, Tarchominski, 
Truskowski, Truszkowski, Trzaska, Trzasko, Trzaskowski, Trzonkowski, Tyski, Tyszka, 
W 
drogowski, Wisniewski, W otkanowski, Wyleiynski, Zabielski, Zakrzewski, 
Zaleski, Zimoszarski, Zorawski. 
Trzywdar (Tat. XII). - In rotem Felde drei silberne Hochkreuze, 
die in der Mitte mit den fussenden zusammenstehen, also sch??cher- 
kreuzf??rmig stehen, dem unteren Kreuze fehlt jedoch der rechte Arm, 
die Kreuze sind von drei goldnen Sternen, in jedem Zwis!;henraum 
einer, begleitet; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Uber den 
Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, doch gilt es als eine 
Vermehrung des Wappens Brodzic, welche einem Ritter dieses Wappens, 
der mit wenigen Leuten w??hrend der Nachtzeit den alten Preussen 
eine Niederlage beigebracht hatte, verliehen war. Der Name Trzywdar 
wird ??bersetzt: tria in donum. Dieses Wappen f??hren die: 
Burzynski, jed wabinski, Moczarski, Moczulski, Modzelewski, Poletyto, 
Rakowski, Roginski, Schill, Wysienski. 
Wadwicz (Tat. XII). - In rot-silbern gespaltenem Schilde in jedem 
Felde ein mit dem Kopf nach oben gerichteter, etwas gekr??mmter, mit 
dem R??cken nach innen gekehrter Fi
.ch von gewechselter Tinktur; 
Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. ,- Uber den Ursprung des Wappens 
wird angegeben: Ein Ritter, Wadwicz genannt, wurde von K??nig 
Bolestaw 111. (1102-39) zweimal als Gesandter nach D??nemark ent- 
sendet, musste zur Ausf??hrung seiner Sendung eine Seefahrt unter- 
nehmen; auf der zweiten R??ckfahrt erlitt er Schiffbruch und rettete 
sich nur mit schwerer M??he ans Land. Der K??nig verlieh dann ihm 
und seinen Nachkommen dieses Wappen, das den Namen des Ritters 
Wadwicz erhielt; nach einem scherzhaften Worte des K??nigs sollte 
Wadwicz die Meerfische aus Dankbarkeit daf??r tragen, dass sie ihn 
nicht verschlungen haben. Jetzt wird das Wappen vorzugsweise von 
lithauischen Familien gef??hrt, welche dasselbe an dem Versammlungs- 
tage zu Horodto 1413 annahmen. Zu dem Wappen geh??ren die: 
Adamkowicz, Boreysza, Kamieniecki, Klimkowski, I::.odziata, Matyaszewicz, 
M
iyk, Montygierd, Nadarzynski, Naruszewicz, Roski, Roszkiewicz, Stankiewicz, 
Wadwicz, Wandatowicz, W
stawski, Wirutowicz, Wotczek. 
Warnia (Tat. XII). - In silbernem Felde ein roter, senkrecht mit 
dem Kopf nach oben gestellter, die Scheeren, die Beine und den 
Schwanz ausstreckender Krebs; Helmschmuck: ein gleicher Krebs. - 
??ber den Ursprung dieses Wappens ist nichts bekannt, es war in 
Polen schon 1250 heimisch. Man glaubt, dass dem Wappen der
>>>
- 94 -' 


Name Warnia nach der ungl??cklichen Schlacht bei Warna 1444 ge- 
geben wurde, wo sich Ritter dieses Wappens auszeichneten, dennoch in 
schwere t??rkische Gefangenschaft fielen. Dieses Wappen f??hren die: 
Boszkowski, Czymbajewicz, DlIbrowski, Gnoiftski, Gnojnicki, Lekszycki, 
t.ekszycki, Nosal, Ptaza, Raczek, Rapacki, Turski, Zarzecki. 
Wli f (Taf. XII). - In rotem felde eine schwarze Schlange, mit 
dem goldgekr??nten Kopfe nach oben gestellt, von wo aus sie sich 
in senkrechter Richtung nach unten dreimal schl??ngelt und dann nach 
oben zweimal um sich selbst windet; im Maul h??lt sie den mit einem 
gr??nen Blatt versehenen Stil eines herabh??ngenden gr??nen Apfels; 
Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. -, Nach dem Wappenbilde (Wqz, 
die Schlange, - W
zyk, die kleine..Schlange) wird das Wappen Wqz, 
auch wohl W 
zyk genannt. - Uber den Ursprung desselben ist 
nichts bekannt, doch wird es in Polen schon 1190 genannt. Es kommen 
im 14. und 15. jahrhundert auch die Benennungen Z ach 6 r z und 
Z at 0 r z a vor, namentlich in der Wojewodschaft Krakau. Diese, wie 
auch die Wojewodschaft Sendomierz sind 'wohl als die erste Heimat 
dieses Stammes anzusehen. Dieses Wappen f??hren die: 
Ambrozewicz, Borek, Brzostowicz, Cichoftski, Cichowski, Ciechomski, 
Cimochowski, Czechowicki, Dtotowski, Dobrzankowski, furs, fursewicz, Grozowski, 
Jasieftski, Koczalski, Koczelski, Koracz, Kostrowicki, Kostrowski, Koszarski, 
Kotuszowski, Kowacz, Koyczan, Kozanecki, Kozarski, Kuczkowski, Kurowski, Kuzarski, 
t.oyko, Magiera, Matdrzycki, Matdrzyk, Niedych, Oryftski, Osiftski, Piasecki, Pisecki, 
Podolecki, potajowski, Rudzki, Rzeszowski, Siedlecki, Siemla, Skrzyftski, Szamoszewski, 
Szemiosz, WllZ, Wt:zowski, Wt:zyk, Widawski, Wielawski, Zmigrodzki. 
Ver??ndert f??hren das Wappen die Podolecki, Cichowski und 
Wqz: in goldnem felde die Schlange ohne Krone, ohne Apfel und 
nur nach unten und nicht zur??ckgeschl??ngelt, - die W 
zyk, Kozarski, 
W
zowski, Osinski, Siedlecki und Widawski: die Schlange ebenfalls 
nur nach unten geschl??ngelt, aber gekr??nt und im Maule einen blauen 
Reichsapfel mit einem goldnen Kreuze, - die jasienski: zwei gekr??nte 
und ebenso gestaltete Schlangen mit den M??ulern einander zugekehrt,- 
die Kostrowski und Ambrozewicz: die Schlange windet sich um einen 
Spiess. - Ein andres Wappen Wqz: eine gekr??nte Schlange, die ein 
Kind halb verschluckt, f??hrte Bona Sforca, Tochter des Herzogs johann 
von Mailand, geboren 1494, verm??hlt 1518 mit dem K??nige von Polen 
Zygmunt 1. 
Wezele (Taf. XII). - Der ganze Schild ist gold-silbern geschacht, 
doch kommt auch eine Abwechselung von blau-silbern, auch von 
schwarz-golden vor. Es soll der Schild ein Schachbrett vorstellen, 
deshalb muss die Zahl der Reihen wohl als 8 und 8 angenommen 
werden; Helmschmuck: eine bis zum Knie etwa aufwachsende Mohrin 
mit goldner Krone auf dem Haupte und einer weissen Binde, deren 
Enden links und rechts abstehen, um die Stirn, mit den nackten Armen 
ein Schachbrett vor sich haltend, das bis zur H??lfte aus der Krone 
aufw??chst und bis zur halben H??he der weissbekleideten Brust der 
Mohrin reicht. - ??ber den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: 
Ein Slavonier namens Hotub kam auf seinen Reisen auch nach Spanien 
an den Hof eines maurischen f??rsten. Hotub, im Ritterdienste sich 
auszeichnend, war auch ein guter Schachspieler und wurde von der 
Tochter des f??rsten zum Schachspiel aufgefordert, f??r welches die
>>>
95 


in diesem Spiele sehr gewandte Prinzessin, ihres Gewinnes im Spiel 
sich sicher f??hlend, die Bedingung stellte, dass der Gewinner dem 
Verlierer das Schachbrett an den Kopf werfen solle. Holub gewann, 
wollte jedoch aus ritterlicher Artigkeit die Bedingung nicht erf??llen, 
worauf indessen die Prinzessin, wie auch der f??rst, der Zeuge des 
Spiels gewesen war, bestanden, und so warf er ihr gezwungen das 
Schachbrett an den Kopf, sie dadurch leicht an der Stirn verletzend. 
Der f??rst verlieh zur Erinnerung an dieses Ereignis dem Ritter Holub 
das obige Wappen. Dieses wurde zuerst .tebno (von leb, der Kopf), 
dann aber in Polen W czele (von w czolo, an die Stirn), auch 
Szachownica (das Schachbrett) genannt. Nach Polen kam es zur Zeit 
des K??nigs Boleslaw Krzywousty 1103. - Dieses Wappen f??hren die: 
Berkowski, Cema, Chetkowski, Chwatkowski, Daleszynski, Dobiejowski, . 
Droszewski, Dzberkowski, Dziekczynski, Dzieleczynski, Foglar, Gatc:ski, Gniazdowski, 
Golian, Grabski , Gurowski, Herman, Hotub, jabtkowski, Kaczanowski, Karminski, 
Karnicki, Karszanowski, Kemblan, Leben, Lechon, Ludzistawski, Lutenski, Mielinski, 
Myslecki, Naleski, Pelcz, Pogorzelski, Pretficz, Rumiejowski, Rzegnowski, Siekowski, 
Szotowski, Trzecki, Tumigrata, Wtosciejowski. 
Wieniawa (Taf. XII). - In goldnem felde ein schwarzer vorw??rts 
gestellter Kopf eines Bisonochsen mit halbmondf??rmigen kurzen roten 
H??rnern, mit einem gold-schwarz gewundenen Ringe durch die Nase; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es wird das Wappen aber auch 
abweichend gef??hrt, so wird der Ring mitunter ganz fortgelassen, oder 
Ring und H??rner sind rot, dann wird auch wohl der Stierkopf in den 
Helmschmuck gesetzt. Die Szczepanowski des Wappens Prus ver- 
einigten das Wappen Wieniawa mit dem ihrigen, indem sie dieses 
in den Helmschmuck, den Stierkopf in den Schild setzten, - die 
Leszczynski erhielten vom Kaiser friedrich 111. 1473 als Vermehrung 
des Wappens in den Helmschmuck einen auf':Yachsenden goldnen L??wen 
mit einem Schwerte in den Pranken. - Uber den Ursprung dieses 
Wappens wird gesagt: Ein f??rst von M??hren wurde auf der Jagd durch 
einen Bisonochsen bedroht, den der in Begleitung des f??rsten befind- 
liche Ritter .tastek bei den H??rner ergriff und zur??ckriss, ihm dann eine 
Gerte von einem jungen Eichbaum durch die Nase zog und ihn mit 
dem m??hrischen Zurufe ,Wien haw?? (d. i. Komm mit) wieder vor den 
f??rsten f??hrte. Als nun der Ochs einem H??flinge zum Halten ??ber- 
lassen war, riss er sich los, worauf .tastek ihn mit seinem Schwerte 
t??tete. .tastek wurde daf??r von dem f??rsten mit G??tern beschenkt 
und mit diesem Wappen beliehen, das nach dem Zurufe wien haw 
seinen Namen erhielt, der sich in Wieniawa ver??nderte. In B??hmen 
wurde es nach der dasselbe f??hrenden, hervortretenden familie Persztei n 
genannt. Durch einen Persztein, derim Gefolge der b??hmischen Prinzessin 
Dlbrowka, Gemahlin des Polenf??rsten Mieczyslaw 1., war, sich 963 in Polen 
niederliess, wurde dieses Wappen hier eingef??hrt. Dasselbe f??hren die: 
Bambelski, BedIenski, Biatozor, Blandowski, Bobbe, Bodzc:ta, Bognarewicz, 
Bognarowicz, Bossuta, Brodnicki, Bronisz, Chabielski, Chmielewski, Ciswicki, 
Czerminski, Denowski, Dtugosz. Dtugoszewski, Dziekanowski, Dzierzkowicz, Elgot, 
Gotuchowski, Gostawski, Gozdzikowski, Grabowski, Hadziewicz, Hordziewicz, 
Hulewicz, janwicz, jundzit, Kawc:czynski, Klimaszewski, Kotaczkowski, Kopsowicz, 
Kossowski, Kozinicki, Leszczynski, Libiszewski, Lingk, Lubieszowski, I::.astek, Mankszyc, 
Manowski, Marktowski, Mc:zyk, Mi'lcinski, Michatkowski, Narkiewicz, Nieprowski,
>>>
- 96 - 


ObichowskJ, Pelka, Persztein, Pohl, PuchaJa, Rostkowski, RyJo, Sacrarius, Skrzetuski, 
Sleiiski, Slesiiiski, Slabosz, SoczoJowski, Spargalth, Srzednicki, Strzembosz, 
Szczepanowski, Szymonkowski, Tszyrski, Twardawa, W
gierski, Wieniawski, Woyski, 
WoysJawski, Zadorski, Zebrowski, Zubrzycki. 
Wieruszowa (Taf. XII). - In silbernem Felde ein nach links schreiten- 
der den linken Vorderfuss erhebender Ziegenbock, dessen vordere H??lfte 
schwarz, die hintere H??lfte mit den Hinterf??ssen rot-silbern geschacht 
ist; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Man nimmt an, dass dieses 
Wappen eine bei einer Verm??hlung angenommene Vereinigung der von 
den Eheleuten gef??hrten Wappen Koziet und Wczele sei. Das Ge- 
schlecht dieses neuen Wappens sass, als Schlesien noch zu Polen 
geh??rte, in den f??rstent??mern Oswiecim und Zator, verbreitete sich 
von dort nach Sachsen in das Meissener Land und kam von dort 
'schon im Anfange des 15. jahrh. nach Polen zur??ck. Der Name des 
Wappens wird von der Stadt Wieruszow an der Przosna abgeleitet. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Bielski, Bokij, Galewski, Gorecki, Hackebeyl, K
piiiski, K
pski, Kostanecki, 
Kowalski, MichaJowski, Niemojewski, Pakisz, SaJecki, Stolecki, Walknowski, Wierusz. 
Wtoszek. - In rotem felde zwei mit den Klingen nach oben 
gerichtete blanke gekreuzte Schwerter, die von vier weissen Rosen, in 
jedem Zwischenraume eine, begleitet sind; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. - Dieses Wappen f??hrte der aus Italien stammende Bischof 
Marcellus von Kruswica oder Kujawien 1014 -35, dessen Bruder sich 
in Polen niederliess, wo er Wtoch (der Italiener) genannt wurde, welcher 
Name sich f??r seine Nachkommen und das Wappen in Wtoszek ver- 
??nderte. Dieses f??hren nur die: 
Smoniewski und WJoszek. 
Wukry (Tat. XII). - In rotem Felde drei wagerechte, schwebende, 
nach unten sich verkleinernde silberne Fl??sse, ??ber denen zwischen 
einem nach oben ge??ffneten und einem gest??rzten goldnen Halbmonde 
ein goldnes, an dem rechten Balken gest??mmeltes Kavalierkreu
; Helm- 
schmuck: drei goldne und zwei silberne Straussenfedern. - Uber den 
Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Als juhry oder Wukry, Chan 
der Tartaren, erobernd vordrang und auch nach Ungarn einbrechen 
wollte, erw??hlte er Attila, tatarisch Edele genannt, zum f??hrer seiner 
Horden. Dieser ??berschritt die drei Fl??sse Don, W olga und Dniepr, 
drang in Ungarn ein und setzte sich dort fest. Attila, der einen ge- 
kr??nten Vogel (Habicht oder Dohle) auf seinem Schilqe f??hrte, warf 
diesen ab und nahm die drei Fl??sse an. Er starb am Schlagfluss, 
sein Sohn Chabe ??bernahm um 744 die Verwaltung, wurde aber in 
die russischen L??nder zur??ckgetrieben, starb dort. Es folgte ihm sein 
??ltester Sohn Kusid, diesem folgte Mokosiej, dessen Nachkommen bis 
zur Zeit des Kaisers Konstantin dort herrschten. Die Tataren wollten 
wiederum nach Ungarn eindringen, wurden aber durch innere Zwistig- 
keiten daran gehindert; die einen wendeten sich in die jazyger Berge, 
die andern unter Mokosiej in die russischen L??nd,er und eroberten 
Krzemieniec, das Mokosiej dem Polenk??nige Bolestaw Smiaty, (1059- 82), 
unterwerfen musste, von dem er Privilegien erhielt. Dieses Wappen 
wurde W u kry und auch Ed el e und C habe und Trzy Rze k i 
genannt. Dasselbe f??hren die: 
Bakowiecki, Denisko, Gorajski, Mokosiej, Nowosielski, Szybiiiski.
>>>
- 97 - 


Wyszogota (Taf. XII). - Schild gespalten, rechts in Rot eine an 
den Spalt gelehnte, halbe, silberne Lilie, das linke Feld silbern - 
blau geschacht; Helmschmuck: ein bis zu den Knieen aufwachsender 
Mann mit langem glatten Gewande mit G??rtel, ohne Kopfbedeckung, 
in der rechten Hand ein halbes Rad, in der linken ein blankes Schwert 
haltend. - Dieses Wappen auch Wyskota genannt, ??ber dessen 
Ursprung nichts bekannt ist, das in Polen aber schon um 1350 heimisch 
war, f??hren die: 
Bendorski, Kawiecki, POdllChowski, Sowiftski, Wyskota, Zakrzewski. 
Zabawa (Taf. XII). - In gespaltenem Schilde ist das rechte Feld 
blau und leer, das linke Feld rot-silbern geschacht; Helmschmuck: 
f??nf Straussenfedern. - Dieses Wappen stammt aus B??hmen und 
kam wohl zur Zeit der Verm??hlung der b??hmischen Prinzessin Dtbrowka 
mit dem Polen herzog Mieczystaw 963 nach Polen. Ein Ritter dieses 
Wappens, namens Wislimierz, war im Jahre 1000 mit der Vorhut der 
polnischen Streitkr??fte betraut, wohl gegen die M??hren, stiess auf den 
im Hinterhalte versteckt gewesenen Feind und besch??ftigte und ver- 
weilte denselben durch verschiedene kleine Scharm??tzel und Neckereien 
so lange, bis der Hetman mit der Hauptrnacht herankommen konnte, 
dessen Reiterei den Feind dann siegreich schlug. Zum Andenken an 
diese Verweilung (Zabawa) des Feindes wurde dem Wappen des 
Wislimierz der Name Z a b a wagegeben. Dasselbe f??hren die: 
Bruski, Brzezinski, Bllbelwic, Dllbrowski, Drochecki, Ooliftski, Koczyftski, 
Piasecki, Piels, Pirucki, Spiczek, Swiracki, Szwyradzki, W 
chatdowski, Wichliftski, 
Wtodek, Zabawski. 
Zadora (Taf. X 111). -. In blauem Felde ein rechts gekehrter, 
schwarzer L??wenkopf, der aus offenem Rachen ein f??nf
!ammiges 
Feuer speit; Helmschmuck: ein gleicher L??wenkopf. - Uber den 
Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, es ist uralt. Es stammt 
aus Frankreich und kam ??ber Deutschland um das Jahr 1000 durch 
einen Ritter Z a d 0 ra nach Polen, nach welchem es den Namen erhielt; 
es wird aber auch nach dem Wappenbilde Ptomienczyk (von ptomien, 
die Flamme) genannt. Dasselbe f??hren die: 
Alantsy, Bqk, Bartoszewski, Bichall, Borch, Borek, Borski, Brochowski, Brohomir, 
Bychowski. Chrzllstowski, Ciesielski, Cimiftski. Ciszewski, Dowgiato, Oliszczyftski, 
HawnlllewicL, Hotowczyc, Jaszkowski, Karwaczian, Karwowski, Krz
towski, Kllrowski, 
Lanckoroftski, Lechnicki , Lenczewski, Leniecki, Lipiftski, t.llczkowski, Majewski, 
Marszatkowicz, Narbut, Niwicki, Paszkowski, Paszkudzki, Piasecki, Prondzyftski, 
Przectawski, Rosperski, Rusakowski, RlIssocki, Rwocki, Siekierzynski, Stryk, 
Strykowski, Strzyszka, Suchorzewski. Szwejcer, Walter, Wtodzistawski, Wojakowski, 
Wojenski, Wrzeszcz, Zadorski, Zawisza. Zuzelski, Zycieftski. 
Zagloba (Taf. XI1I). - In blauem Felde ein silbernes, nach unten 
ge??ffnetes Hufeisen, das von unten nach oben in der Mitte von einem 
blanken S??bel mit goldnem Griff durchbohrt ist; Helmschmuck: ein 

dlerfl??gel, von links nach rechts von einem Pfeile wagerecht durchbohrt. 
Uber den Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Zur Zeit des Herzogs 
Bolestaw V. und seines Oheims, des Herzogs Konrad von Masowien, 
waren 1240 die Tataren in Polen eingefallen, wurden von dem Woje- 
woden Wtodzimierz von Krakau bei dem Dorfe Turk in der Woje- 
v. Zernicki, Die polnischen Stammwappen 7
>>>
98 - 


wodschaft Krakau versprengt und mussten sich in den W??ldern ver- 
bergen. Das veranlasste den Tataren Sawan, einen Abk??mmling der 
tatarischen F??rstenfamilie Szyryn, sich dem Herzog Konrad zu unter- 
werfen und taufen zu lassen. Er diente dem Herzoge treu, der ihn 
lieb gewann und mit einer Verwandten der Herzogin, mit einer jewsko 
des Wappens jastrz
biec verm??hlte. Sawan nannte sich dann, durch 
Zusammensetzung beider Namen, Sawaniewski, vereinigte auch sein 
Wappen, ein tatarischer S??bel, mit dem Wappen jastrz
biec. Als 
Heiratsgut hatte der Herzog dem Sawan die Besitzung Szankow ver- 
liehen. Von seinen Nachkommen entstand bei Teilung dieser G??ter 
Streit, wobei einer einen seiner Br??der erschlug. Der M??rder entfloh, 
es wurde aber wegen seiner Tat ihm und seinen Nachkommen das 
Kreuz aus dem Wappen genommen, der S??bel durch das Hufeisen 
gesteckt, wodurch das obige Wappen entstand, das Zagroba (von 
grob, das Grab) genannt wurde, woraus sp??ter Zagtoba wurde. 
Dieses Wappen f??hren die: 
B'ldkowski, Bogusz, Braciszewski, D'lbrowski, Dubina, Dulinski, Gotc:mbiewski, 
Grabowski, jaroszewski, Kaniowski, Karwowski, Kleniewski, Kni'lzynski, Kordaszewski, 
Kraykowski, Kucharski, I:.abunski, Matowski, Mieczkowski, Orzc:cki, Sawaniewski, 
Sledziewski, Smardzewski, Smarzewski, Smolenski, Sniegocki, Sochacki, Tarchalski, 
Trzebinski, Trzeszkowski, Ulatowski, Wierzchowski, Zagfobski, Zatonski, Zygler. 
Es f??hren das Wappen ver??ndert die Sawaniewski: Der oben 
genannte Bruderm??rder aus diesem Geschlechte pilgerte zur Busse 
nach Rom und erbat im jahre 1316 von Papst johann XII. eine Ver- 
mittlung um seine Rehabilitierung und Wiedergabe des Kreuzes ins 
Wappen bei dem K??nige Wtadystaw I. Dieser machte die Best??tigung 
davon abh??ngig, dass der Bittsteller ode
 einer seiner Nachkommen 
erst eine auszeichnende Waffen tat vollbringe; sie erhielten alsdann das 
Kreuz auf dem Hufeisen, innerhalb desselben nur einen halben S??bel. 
Zaremba (Taf. XIII). - In rotem Felde eine die untere H??lfte 
desselben einnehmende silberne Mauer mit vier viereckigen Zinnen, 
aus welcher ein halber schwarzer L??we herausw??chst, mit ausge- 
schlagener Zunge, die linke Pranke ??ber die rechte erhoben, die 
Schwanzspitze sichtbar; die Mauer ist belegt mit drei zu 2 und 1 ge- 
stellten, viereckig golden eingefassten Edelsteinen; Helmschmuck: ein 
halb aufwachsender L??we. - Man nimmt an, dass dieses Wappen 
aus Deutschland oder B??hmen eingef??hrt sei, doch kommt es in Polen 
schon in den ??ltesten Zeiten vor. Die erste Heimat desselben war 
wohl in der Wojewodschaft Plock. Es geh??ren zu demselben die: 
Belakowicz, Belakowski, Bielakowski, Bielawski, Boxycki, Brudzewski, Celinski, 
Cerekwicki, Cielecki, Drzewoszewski, Gimel, Ginet, Gfoskowski, Oodurowski, 
Gorzewski, Grabowski, jabfonowski, jaraczewski, jaskulecki, jastrzc:bski, Kalinowskl, 
Korzkiewski, Kunczewicz, Mankowski, Milowicz, Noskowski, Perfowski, Rudzienski, 
Skrzynski, Skwarski, Strzyzowski, Suchorzewski, Tymieniecki, Wielewicki, Zaj'lczkowski, 
Zarc:bski, Zaremba, Zarembinski. 
Es f??hren die Cielecki das Feld golden. 
Zerwikaptur (Taf. XIII). - In rotem Felde drei ??bereinander- 
stehende, rechts gekehrte schwarze Ziegenk??pfe mit kurzen gr
den 
H??rnern und mit Hals; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Uber
>>>
- 99 


den Ursprung wird gesagt: dass ein Ritter in einem Gefechte geget1 
die alten Preussen, welche Ziegenfelle lilit H??rnern ??ber der Kopf- 
bedeckung trugen, drei feinde get??tet habe, wof??r er dieses Wappen 
erhalten habe. Die Zeit daf??r ist unbekannt, doch muss es vor 1106 
gewesen, sein; wo dieses Wappen, das nach seinem Bilde auch 
Koziegtowy (Ziegenk??pfe) genannt wird, gef??hrt wurde und ein 
Ritter dieses Wappens in der Wojewodschaft Krakau das Dorf 
Koziegtowy besass. Dieses Wappen f??hren die: 
Cieszkowski, Koziegtowski, Podbipi
ta, Zgleczewski. 
Es f??hren die Zgleczewski die Ziegenk??pfe silbern. 
Zgraja. - In silbernem felde ein Kriegsschild von Stahl; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wurde einem 
polnischen Ritter Zgraja erteilt, aus welcher Veranlassung ist nicht 
bekannt. Dasselbe f??hren die: 
Oniewski, Kanimir, Zgraja, Zieleniewski. 
Ztotogoleitczyk (Taf. XIII). - In blauem, auch wohl rotem felde 
ein goldgepanzertes Bein, mit dem Knie nach unten gebogen, 
en fuss 
nach links gekehrt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Uber den 
Ursprung des Wappens wird gesagt: Ein polnischer Hetman und 
sein Rotmeister wurden in einer verlorenen Schlacht gefangen und 
beide aneinander gefesselt ins Gef??ngnis gesetzt. Um dem Hetman, 
dessen das Vaterland bedurfte, die flucht zu erm??glichen, hieb sich 
der Rotmeister sein gefesseltes Bein ab. Der Hetman entkam. Als 
der K??nig, in dessen Gefangenschaft der Rotmeister verblieb, diese 
Tat h??rte, liess er diesen aus Hochachtung seiner Tugend und Opfer- 
freudigkeit nicht nur heilen, sondern schenkte ihm auch die freiheit 
und ein goldnes Bein, gestattete ihm auch dieses Bein im Wappen 
zu f??hren. Es wurde dieses Wappen nach seinem Bilde Ztotogolenczyk 
(goldnes Schienbein), aber auch wohl Wo j n i a genannt. Es muss die 
Verleihung noch in sehr fr??her Zeit geschehen sein, denn ein Ritter 
dieses Wappens erhielt von K??nig Bolestaw 111. 1109 eine Vermehrung 
desselben, die Nowina genannt wurde; es wird das Wappen Nowina 
aber auch Ztotogolenczyk genannt. Diesem Wappen geh??ren an die: 
Konopka, Sawicki, Witkowski, Wolski, Zarzycki. 
Znin. - Es werden mit diesem Namen zwei verschiedene Wappen 
bezeichnet, das eine in Blau ein goldnes lateinisches S, das andere in 
Blau ein goldnes lateinisches Z, beide ohne besonderen Helmschmuck. 
Beide Wappen sind wohl identisch zu nennen, da die Verschiedenheit 
wohl nur durch den ??hnlichen Laut beider Buchstaben entstanden sein 
mag. Es wurde schon Anfang des 15. Jahrhunderts in der W ojewod- 
schaft Krakau gef??hrt. Ein S f??hren die: Dobrycz (doch das S um- 
gekehrt, silbern mit silbernem Bande, oder schwarz mit rotem Bande; 
Helmschmuck: drei Lilien), - Mesenau (das S ist schwarz, silbern 
und rot abgeteilt; Helmschmuck: zwei Schaufeln), und - Kustynia. - 
Das Z f??hren die: 
Dambrowka, Jasinski, Kaminski, Komanski, Motochowiec. 


7.
>>>
- 100 - 


11. In der Zeit der Jagiellonen, bis 1569, 
aus Italien, Ungarn, B??hmen, Schlesien und Deutschland 
eingef??hrte Wappen. 


Berszten. - In goldnem Felde drei goldne Pflugr??der, zu 2 und 1 
gestellt; Helmschmuck: drei Pfauenfedern. Es kam schon Anfang des 
13. Jahrhunderts aus Deutschland nach Polen durch die Berszten. Ein 
Zweig derselben nannte sich Wierzchlejski. Ein Sprosse dieses Zweiges, 
in Schlesien geboren, diente als Rotmeister im polnischen Heere. Er 
war 1563 mit einer polnischen Abteilung in der von dem Czaren Iwan 
Wasilewicz belagerten Stadt Potock. Aufs ??usserste bedr??ngt ergaben 
sich die Lithauer dem Czaren, der sie gefangen nahm, Wierzchlejski 
jedoch setzte mit den Polen die Verteidigung fort, bis seine Kr??fte 
auch vollst??ndig ersch??pft waren und er dadurch gezwungen war, die 
Stadt zu ??bergeben. Auch der Czar ehrte die heldenm??tigen Verteidiger 
und gew??hrte ihnen freien Abzug. K??nig Zygmunt August verlieh 
dem zur??ckgekehrten Wierzchlejski eine Vermehrung des Wappens, 
indem er in diesem das untere Rad durch einen silbernen Staketen- 
zaun und die Pfauenfedern im Helmschmuck durch einen Adlerflug 
ersetzte. Es wird das Stammwappen mitunter als Wappen Berszten I, 
das ver??nderte als Wappen 11 bezeichnet. Das Wappen f??hren die: 
Berszten, Gaszynski, Giebuttowski, Karniowski, Klema, Tschapski, Wierzchlejski. 
Betman. - In rotem Felde ein schwebender Panzerarm, dessen 
nach rechts gekehrte Hand einen herunterh??ngenden Gebets-Rosenkranz 
h??lt; Helmschmuck: ein wachsender, gepanzerter, vorw??rts gekehrter 
Mann, der mit beiden H??nden vor der Brust einen gleichen Rosenkranz 
h??lt. Das Wappen kam um 1478 aus Deutschland nach Polen. Das- 
selbe f??hren die: Betman. 
Bonarowa. - In rot und silber gespaltenem Schilde eine Lilie, 
deren rechte H??lfte silbern, die linke schwarz ist; Helmschmuck: ein 
wachsender, silber-schwarz gepanzerter Mann mit einer Eisenhaube 
auf dem Haupte, die H??nde vor dem Leibe, in jeder Hand den Stil 
einer Fahne in gewechselter Farbe. Dieses Wappen wurde aus 
Frankreich um 1435 nach der Wojewodschaft Krakau eingef??hrt. Es 
wurde dies Wappen auch wohl Ibrida genannt. Dasselbe f??hrten 
die erloschenen Boner. 
Bozezdarz (Taf. XIII). - In blauem Felde ein silbernes, gleich- 
balkiges Kreuz, an jedem Balkenende mit einer schwarzen Lilie belegt; 
Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit gleichem Kreuz mit den 
Lilien. Es wurde 1442 von dem K??nige Wtadystaw dem B??rger und 
Rat in Krakau, Jerzy Szwarc, auch Czarny genannt, verliehen. Dasselbe 
f??hren die: 
Nieciszewski, Odejowicz, Rymkiewicz, Szwarc, Wieczorkowski. 
Budwicz. - In silber und rot gespaltenem Schilde zwei in der 
Teilungslinie senkrecht ??bereinander stehende gefiederte Pfeile von 
gewechselter Farbe, der obere Pfeil sich mit dem Schaft in Helm und 


:.
>>>
- 101 


.. 


Krone verlierend, ??ber dieser die Pfeilspitze als Helmschmuck; in jedem 
Felde dann auch eine Lilie von gewechselter Farbe. Das Wappen 
stammt aus B??hmen, kam um 1500 nach Polen. Dasselbe f??hren die: 
BIacha, Jachimowski, Kopczynski. 
Dangiel. - In gr??nem Felde ein silberner Querbalken, belegt mit 
zwei goldnen Weinbl??ttern; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es 
wurde 1498 von WIadystaw, K??nig von B??hmen und Ungarn, einem 
Ungarn Dangiel erteilt, dessen Sohn nach der Wojewodschaft Krakau 
??bersiedelte und dort verblieb. Dasselbe f??hren die: 
Dangiel und Danielecki. 
Dc:bor??g. - In gr??nem, mitunter auch blauem Felde ein Eichen- 
stubben, aus dessen Mitte ein Hirschgeweih herausragt; Helmschmuck: 
f??nf Straussenfedern. - K??nig Zygmunt August verlieh dieses Wappen 
1562 seinem j??germeister Stanistaw Bylczynski, aus dem Kreise Grodno, 
der w??hrend einer jagd einen Eichenstamm mit eingewachsenem 
Hirschgeweih gefunden und dem K??nige verehrt hatte. Dasselbe, 
auch Duboroch genannt, f??hren die: Bylczynski. 
Geschaw. - In geviertetem Schilde in dem ersten und vierten 
blauen Felde ein nach der Teilungslinie gekehrter weisser Kranich mit 
erhobenen Fl??geln, mit dem linken Fusse auf einem viereckigen weissen 
Marmorsteine stehend und an diesen mit kleiner eiserner Kette be- 
festigt, in dem rechten erhobenen Fusse einen Stein haltend; in dem 
zweiten und dritten roten Felde ein aus einer am Schildesrande 
befindlichen Wolke heraustretender rechter, nackter Arm, der ein 
blankes, erhobenes Schwert h??lt; Helmschmuck: ein aufwachsender 
weisser Kranich mit ausgebreiteten Fl??geln, mit goldner Krone um 
den Hals.- Dieses Wappen wurde 1555 von K??nig Zygmunt August 
dem Garde-Oberst Kasper, der einem Seitenzweige der jezewski 
W. jastrz
biec angeh??rte, welcher Zweig sich Oeschaw nannte, unter 
Erneuerung des angezweifelten Adels erteilt. Dieses Wappen f??hren 
die Geschaw, die sich auch wohl Oeschau-Oezewski nannten. 
Kietlicz I (Taf. XIII). - In blauem Felde drei in Schlingen gelegte 
goldne Ketten, welche, zu 2 und 1 gestellt, in der tAitte zusammengeknotet 
sind; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Uber den Ursprung des 
Wappens wird gesagt: Ein Ahnherr des Wappens Kietlicz 11 (s. folgend), 
der ein slavischer F??rst gewesen sein soll, der schon im 10. Jahr- 
hundert Christ geworden war, hatte vier S??hne. Da er diese aber 
nicht alle mit G??tern ausstatten konnte, erteilte er ihnen den Rat, 
der ??lteste sollte ihm im Besitze folgen, die andern m??chten aber an 
fremden H??fen als Ritter ihr Gl??ck suchen. I-Jiermit waren die S??hne 
einverstanden, und als die j??ngeren sich zur Abreise schickten, nahm 
ihre Mutter eine goldne Kette von ihrem Halse, riss sie in drei gleiche 
Teile, die sie den S??hnen als Talisman verteilte. Die drei S??hne ??ber- 
liessen nun ihrem ??ltesten Bruder den v??terlichen Besitz und das alte 
Wappen, nahmen aber f??r sich und ihre Nachkommen die drei Ketten 
in blauem Felde als Wappen an. Dieses wurde schon 1174 in Polen 
eingef??hrt. Dasselbe f??hren die: 
Brem, Cygan, Karwinski, 
iczki, Kietlicz, Pluzenski, Preteszewski, Rayski, 
Skidzinski, Skierkowski, Studenski, Zegota.
>>>
102 - 


Kietlicz 11. - In schr??gelinks geteiltem Schilde in dem oberen, 
etwas gr??sseren goldnen felde ein aufwachsender, rechts gekehrter, 
schwarzer Stier, das untere feld in rot und silbern schr??gerechts in 
sechs felder geteilt; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Stier inner- 
halb eines fluges, der rechte fl??gel silbern, der linke rot, jeder belegt 
mit sechs Rosen in gewechselter farbe. - Es wird aber auch be- 
schrieben: schr??gerechts geteilt, der Stier links gewendet, das untere 
feld geteilt: schwarz, gold, schwarz, rot, silbern, rot; Helmschmuck: 
sechs schwarze Kapaunenfedern , rechts eine rote, links eine weisse 
Rose. Wohl diese letzere form war das Stammwappen der Kietlicz. 
Es kam um 1550 nach Polen, nach Preussen und Liefland. Dasselbe 
f??hren die: 
Kietlicz und PiIIi. 
Kizinek I. - In rotem felde ein schwarzes, schr??gerechts ge- 
stelltes, mit dem Mundst??ck nach rechts gelegtes, nach unten ein- 
gebogenes jagdhorn, oben besetzt mit drei halben silbernen Lilien; 
Helmschmuck: zwei jagdh??rner (Elephantenr??ssel), jedes aussen mit 
drei halben weissen Lilien besetzt. Es kam aus Schlesien um 1550, 
ging dort aber nach etwa hundert jahren wieder aus. Dasselbe 
f??hrten die: Kizinek. 
Kizinek 11. - Siehe folgend: Aus Preussen hinzugekommene 
Wappen. 
Konczyc. - In rotem felde sieben schwarze Straussenfedern, als 

usch f??cherartig zusammenstehend; Helmschmuck: das Wappenbild. 
Uber die Entstehung wird gesagt: In diesem uralten b??hmischen 
Wappen war urspr??nglich nur eine Straussenfeder. Als dann Wandalin 
Mniszech sieben jahre in dem Heere Karls des Grossen mit Aus- 
zeichnung gefochten hatte, habe ihm dieser weitere sechs Straussen- 
federn in das Wappen verliehen. Um 1550 kam Mikotaj Mniszech 
aus Gr.-Konczyc bei frei stad in B??hmen nach Polen und verblieb 
dort. Dieses Wappen f??hren in Polen nur die Mniszech. 
Krupka. - In rotem felde zwei nebeneinander stehende silberne 
Lilien; Helmschmuck: eine silberne Lilie zwischen zwei jagdh??rnern 
(Elephantenr??sseln). Peter Kreutzberg (Kruczberg) kam aus Deutschland 
(franken) nach Polen, wo ihm dieses, seinen Vorfahren, wie er nachwies, 
von Kaiser friedrich erteilte Wappen, von K??nig Zygmunt I. 1515 be- 
st??tigt wurde. Sein Name wechselte sich in Polen in Krupek, dann 
Krupka um. Dieses Wappen f??hren die: 
Krupka, Przedawski, Tomaszewski. 
Kruszowski. - In blauem felde ein aufrechtstehender, rechts ge- 
kehrter B??r, der zwei von rechts und links bis zur H??lfte in den Hals ge- 
schossene, gefiederte Pfeile hat; Helmschmuck: ein gleicher aufwachsender 
B??r mit den Pfeilen. Dieses Wappen stammt aus Ungarn, wo es die 
Nedecki aus Nededy f??hrten, die sich nach B??hmen verzweigten, dort 
Skrauszewski nannten, von dort um 1550 nach Polen kamen, dort 
blieben und Kruszowski genannt wurden. 
Murdelio (Taf. XIV). - In rotem felde ein goldner, nach oben 
ge??ffneter Halbmond, auf welchem ein goldnes Hochkreuz steht, unter 
dem Monde ein goldner, achteckiger Stern; Helmschmuck: ein auf- 


-
>>>
103 


wachsender, rechts gekehrter Greif. Es kam mit Jerzy Karwat um 
1470 aus Kroatien nach Polen. Dasselbe f??hren die: 
Dyniatynski, Karwat, Mtodawski, Oskierka, Piotrowicz, Snarski. 
Prowana. - In rotem Felde der silberne polnische Adler, ungekr??nt, 
der auf seiner Brust einen gevierteten Schild tr??gt, in dessen erstem 
und viertem Felde eine gekr??nte, goldne S??ule in Rot, im zweiten 
und dritten Felde in Silber eine Rebe mit drei blauen Trauben; 
Helmschmuck: eine gleiche S??ule. Das Stammwappen des Geschlechts 
Prowana in Savoyen war die Weinrebe. Als ein Vorfahr den von 
dem Konzil in Konstanz zur??ckkehrenden Papst Martin V. gastlich 
bei sich aufnahm, erhielt er von diesem als Dank eine Vermehrung 
des Wappens durch die S??ule, die die Colon na f??hrten. Zur Zeit des 
K??nigs Zygmunt August kamen zwei Br??der Prowana nach Polen, 
erhielten das polnische Indigenat und vom K??nige 1557 als Vermehrung 
ihres Wappens noch den weissen Adler in Rot. 
Przestrzat (Tat. XV). - In rotem Felde ein senkrechtes Schwert, 
dessen Spitze ein schr??gerechter , mit der Spitze rechts gekehrter, 
silberner Pfeil durchsticht; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es 
wurde 1482 vom K??nige Mathias von Ungarn dem Stefan Janicz, auf 
Wajnag oder Unichow, in Siebenb??rgen im Kreise Husk, verliehen. 
Seine S??hne siedelten nach Polen ??ber, wurden f??r kriegerisches 
Verdienst 1509 vom K??nige mit G??tern im Lande Przemysl bedacht. 
Das Wappen wurde Przestrzat (przez strzat, durch den Pfeil) genannt. 
Dasselbe f??hren die: 
Berezanski, t.ysienko, Przewtocki, Przybystawski, Stebnicki, Terlecki, Unichowski, 
Ustrzycki. 
Radoniski. - In rotem Felde ein silberner, schr??gerechter Balken, 
oben und unten von je einer silbernen Rose begleitet; Helmschmuck: 
fehlt. Es wurde aus Schlesien nach Polen eingef??hrt, wohl um 1650. 
Dasselbe f??hren die: 
Radonic und Radoniski. 
Samson (Tat. XV). - In blauem Felde Samson (Simson), gelb 
gekleidet, der einem goldnen, rechts gekehrten L??wen den Rachen 
aufreisst; Simson h??lt mit der rechten Hand den Unterkiefer, mit der 
linken den Oberkiefer des L??wen, auf dessen R??cken er seinen linken 
Fuss gesetzt hat. Es wird auch wohl W a t t a genannt. - ??ber den 
Ursprung ist nichts bekannt, man h??lt das Wappen f??r ein eingef??hrtes, 
doch wurde es in Polen schon 1480 gef??hrt. Dasselbe f??hren die: 
Barczewski, Bielicki, B1
cki, Bulewski, Chalecki, Exner, Jabtonski, Jaromirski, 
Karczewski, Kobacki, Kokalewski, Kosicki, Kosinski, Kurczewski, t.ojecki, t.uczynski, 
Mastowski, Niemierzycki, Olewinski, Proski, Rosicki, Rosinski, Rychtowski, Samsonowicz, 
Skrzydtewski, Toczytowski, Watta, Zakrzewski, Zawadzki. 
Schilling. - In rotem Felde ein silberner Ring, in dessen Mitte 
ein Lindenzweig mit drei gr??nen Bl??ttern, die nach oben, nach rechts 
und nach links gerichtet sind; Helmschmuck: ein schwarzer (oder 
roter?) Adlerflug, jeder Fl??gel belegt mit dem Wappenbilde. Dieses 
Wappen wurde von Kaiser Maximilian 1507 den Schilling erteilt, die 
aus Deutschland nach Preussen, Schlesien und Polen ??bersiedelten, 
hier 1543 das Indigenat erhielten, dann auch Schyling und Szyling ge- 
schrieben wurden.
>>>
104 - 


Srocznik. - In rotem felde eine rechts gekehrte Elster (sroka), 
die auf einem in gr??nem Boden steckenden Aste steht; Helmschmuck: 
fehlt. Es soll einem Sroka f??r Auszeichnung im Kriege erteilt worden 
sein, doch wo? und wann? Es gilt als ein, vermutlich aus Schlesien 
eingef??hrtes Wappen, war in Polen, wo es Srocznik, auch Sroka 
genannt wurde, um 1550 schon bekannt. Dasselbe f??hren die: 
Brakstein, Rochcicki, Tuczkowski. 
Stankar. - In silbernem felde ein schwarzer, goldbewehrter, 
gekr??nter Adler, der auf seiner Brust einen Schild tr??gt, in dessen 
rotem felde ein senkrechtes blankes Schwert steht, dessen Spitze oben 
mit einem nach oben ge??ffneten silbernen Halbmonde besetzt ist. Auf 
der Krone des Adlers eine kleine senkrechte, einmal um den Schaft 
gewundene rote fahne. Aus Mantua in Italien siedelte franz Stankar 
nach Polen ??ber, erhielt hier 1569 das Indigenat. Das Wappen 
f??hren die: 
Stankar und Smoczynski. 
Taczala (Taf. XV). - In goldnem felde ein grauer, nach links 
gewendeter, auf dem rechten fusse stehender, in dem linken, erhobenen 
fusse einen Stein haltender Kranich, dessen Kopf bis zur H??lfte des 
Halses in ein schwarzes Schildeshaupt reicht, in diesem rechts und 
nnks von einem silbernen Stern begleitet ist; Helmschmuck: fehlt. - 
Uber den Ursprung dieses Wappens, das wohl ein Sinnbild der Wach- 
samkeit ist, ist nichts bekannt. Es kam aus B??hmen mit Henryk 
Oierko um 1500 nach Polen. Dasselbe f??hren die: 
Bartkowski, Benoe, Berent, Budzowski, Fischer, Frantzius, Oerkowski, 
Oerszewski, Oierko, Hejdukiewicz, Krahn, Roinowski, Skronski. 
Ver??ndert f??hren das Wappen jedoch die frantzius: nicht zwei, 
sondern drei Sterne zu 1 und 2 gestellt, als Helmschmuck den Kranich, -- 
die Krahn: die Sterne fehlen, der Schild ist blau-rot geteilt, - die 
Budzowski und Skronski: der Hals des Kranichs ist von einem silbernen 
Pfeile von unten nach oben durchbohrt; Helmschmuck: ein gleicher 
Kranich zwischen zwei blau -gold gewechselten Jagdh??rnern (Elephanten- 
r??ssel). 
Trzy Ksic:fyce. - In blauem felde drei goldene Halbmonde 
(Ksi
zyce), nach oben ge??ffnet, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck 
fehlt. Es wurde in Polen schon von dem Bischof Dyonis von Posen, 
1088 -1106, gef??hrt. Es stammt aus Italien, von wo Hannibal und 
Nicolaus de Strozze aus florenz, mit der K??nigin Bona 1518 nach 
Polen kamen, dort blieben und sich sp??ter Strocki nannten. Dasselbe 
f??hren die: 
Nowakowski und Strocki. 
Turzo. - In rot-gold geteiltem Schilde oben ein wachsender, 
gekr??nter, goldener L??we, unten drei zu 2 und 1 gestellte rote Rosen; 
Helmschmuck: ein aufwachsender L??we. Es stammt aus Ungarn und 
wurde schon 1477 von den Turzo in Krakau gef??hrt. 
Wierzbna (Taf. XV). - In einem durch einen goldenen schmalen 
Balken geteilten blauen felde in dem oberen wie unteren Teile desselben 
je drei neben einander stehende goldene Lilien; Helmschmuck: eine 
korinthische S??ule, die in der oberen H??lfte vQn unten nach oben von 
einem Pfeile schr??gerechts durchbohrt ist. Uber den Ursprung des 


I 


I 


I 


I 
l
>>>
105 - 


I 


Wappens wird gesagt: Werboslaw Graf von Wrbna in B??hmen, der 
um 895 gelebt hat, hatte in den Kriegen gegen Frankreich um die 
Abh??ngigkeit lothringens, sowie in denen um die Wiedervereinigung 
Deutschlands mit Italien mit Auszeichnung gefochten. Der Kaiser 
verlieh ihm drei Lilien ins Wappen und der K??nig von Frankreich, 
der diesem fr??her so gef??rchteten Gegner, nach der Weise ritterlicher 
Tafelrunde den Brudernamen beilegte, verlieh ihm ebenfalls die drei 
franz??sischen Lilien, die unter die zuerst verliehenen gestellt wurden. 
Als die R??mer besiegt worden waren, durchschoss Werboslaw mit 
seinem Wurfpfeil den r??mischen Feldherrn aus dem Geschlecht der 
Colonna. Darum verlieh Kaiser Otto I. dem Werboslaw die vom Pfeil 
durchschossene S??ule (colonna) als Helmschmuck. - Aus B??hmen 
kamen die Wrbna schon um 1220 nach Schlesien und von dort um 
1400 nach Orosspolen, wo sie, ebenso ihr Wappen, Wierzbna genannt 
wurden. Dieses Wappen f??hren die: 
Brantalski, Gronowski, Grynfar, t.aszczynski, Pawtowski, Rydzynski, Stonczynski, 
Wierzbna, Wierzbnowski, Wierzwinski. 
Es f??hren die Grynfar das Feld rot. 
Wide. - In rotem Felde auf gr??nem Boden stehen neben einander 
zwei silberne, schwarz gefugte, viereckige T??rme (wieze), jeder mit drei 
zu 2 und 1 stehenden viereckigen Fenstern 1;!nd mit einem spitzen 
Dach; Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Uber den Ursprung des 
Wappens wird gesagt: Als von dem Feinde ein Schloss an der Oder 
belagert wurde, schlug sich ein Ritter durch deren Linie und kam mit 
seinen leuten den Belagerten zu Hilfe. Es wurde nun die Verteidigung 
so tapfer weitergef??hrt, dass der Feind abziehen musste. Daf??r habe 
K??nig Bolestaw 111. Krzywousty dem Ritter dieses Wappen verliehen, 
also um 1125. Die Heimat des Wappens war Schlesien, von wo es 
nach Polen um 1500 kam. Dasselbe f??hren die: 
Borynski, Koztowski, Nidecki, Osynski, Raszyc, Welczek, Weprowski, 
Wieprzewski, Wotk. 
Doch ver??ndert f??hren das Wappen die: Raszyc, Borynski, 
Koztowski, Osynski, Wieprzewski: einen runden Turm mit ..Zinnen, 
auf dem zwei kleine T??rme mit Zinnen stehen, jeder mit einer Offnung; 
Helmschmuck: das Wappenbild. 
Zetynian. - Ein rechter Schr??gebalken , oben und unten von je 
einer Rose begleitet; Helmschmuck: drei Hahnenfedern. Die Farben 
sind nicht angegeben. Dieses Wappen kam durch KarlOuczy, der aus 
Florenz in Italien stammte, Hofbeamter der K??nigin Bona war, 1518 
nach Polen. Dasselbe f??hren die: 
Guczy, Gudowicz, Rodakowski, Zytynian. 
Ztota wolnosc. - In blauem Felde zwei in Form der Zahl 8 zu- 
sammen gewundene Schlangen, zwischen deren oben befindlichen, sich 
zugekehrt
n K??pfen ein goldenes Hochkreuz schw
bt; Helmschmuck: 
fehlt. - Uber den Ursprung des Wappens ist nichts bekannt, das 
Wappenbild scheint auf die Auss??hnung zweier Feinde hinzudeuten. 
Es war das Wappen schon im 16. Jahrhundert in Stein an dem Schlosse 
Brzezany, in Oalizien, das den Sieniawski des Wappens leliwa geh??rte, 
angebracht. Dasselbe f??hren die: 
Szymanski und Szymonski. 


I 


I
>>>
- 106 - 


fll. Die aus der Provinz Preussen seit 1466 
hinzugekommenen Wappen. 


In der Provinz Preussen sassen vorzugsweise deutsche, dann 
aber auch polnische Geschlechter, welche letzteren teils die alten 
polnischen Stammwappen , teils diesen nicht zuzuz??hlende Wappen 
f??hrten, ferner der Uradel Pommerellens, zu dem ebenfalls Deutsche 
und Polen hinzugetreten waren, mit besonderen Wappen. Diese 
Wappen waren teils aus dem Auslande mitgebracht, teils neu verliehene 
oder selbst gew??hlte, sie hatten, mit wenigen Ausnahmen, keinen 
besonderen Wappennamen, zur Bezeichnung dienen deshalb die Namen 
der sie f??hrenden Geschlechter, die aber, soweit sie nicht Polen waren, 
vielfach zu polnischen Wappen sich adoptieren liessen, ihre Namen 
polonisierten und auch in Zweigen polnische Namen annahmen. Teil- 
weise f??hrten diese Geschlechter den deutschen Namen als Beinamen 
noch fort. Neben diesen durch die Polonisierung deutscher Geschlechter 
entstandenen Doppelnamen erscheinen aber auch solche, ebenfalls halb 
deutsch, halb polnisch, die aber weiter nichts ausdr??cken als den 
deutschen und polnischen Namen des familiengutes, dessen urspr??nglich 
polnischer Besitzer sich nach demselben deutsch genannt hatte. Es 
seien nachfolgend die Pommerellischen Wappen von den ??brigen 
preussischen Wappen unterschieden. 


A. Die preussischen Wappen. 


Abstagen. - In Schwarz ein aus roter Zinnen mauer aufwachsender, 
goldner, doppelgeschw??nzter L??we; Helmschmuck: schwarzer, rot 
gest??lpter, mit sechs Hahnenfedern besteckter Hut. Wappen vom 
Kaiser 1453 erteilt. In Polen nobilitiert 1527. 
Alexwangen. - Schild silbern-rot geteilt, oben zwei rote Rosen, 
unten eine silberne Rose, alle drei durch einen stachligen Zweig 
verbunden. Nobilitiert in Polen 1524. 
Alkiewicz. - Schild silbern-blau geteilt, oben ein schreitender 
Elennhirsch, unten zwischen zwei silbernen Schr??gefl??ssen drei Kugeln. 
Auerswald. - In Schwarz zwei silberne, schreitende L??wen ??ber 
einander; Helmschmuck: ein schwarzer, vorw??rts gekehrter B??ffelkopf. 
Sie stammen aus Sachsen. 
Austen. - Schild rot-golden gespalten, vorne ein auf gr??nem 
Boden sitzendes, silbernes Eichh??rnchen, links zwei schr??gerechte, 
schwarze Balken; Helmschmuck: ein Eichh??rnchen zwischen zwei 
B??ffelh??rnern, das rechte gold-schwarz, das linke silbern-rot geteilt. 
Es wurde den aus Deutschland stammenden Austen von der Lemnitz 
1577 von Kaiser Rudolf erteilt. 
Bartsch. - In goldnem Felde ein rotes, sitzendes, links gewendetes 
Eichh??rnchen; Helmschmuck: gleiches Eichh??rnchen. 


11 
L
>>>
- 107 - 


Bauman. - Nannten sich Bouman Zaleski, nahmen das Wappen 
Godziemba an. 
Baumgart(en). - In Rot ein silberner, senkrechter Schl??ssel mit 
einem Haken statt des Bartes; Helmschmuck: Schl??ssel zwischen zwei 
H??rnern. 
Baysen. - In silbernem Felde ein rotes, an einer Nuss nagendes 
Eichhorn; Helmschmuck: ein gleiches Eichhorn. Sie nannten sich 
sp??ter Bazenski, hatten um 1450 in Spanien eine Wappenvermehrung 
erhalten: ein bis zu den Knieen aufwachsender Mohr, links gewendet, 
das Eichhorn auf dem Arme haltend; Helmschmuck: ein aufwachsender 
Mohr, den Stiel einer links gestellten weissen Fahne haltend, auf der 
das Eichhorn. Zweig: Pempowski. 
Becke, von der. - In Blau ein roter, schr??gerechter Balken, belegt 
mit drei silbernen, runden Scheiben, die mittlere mit einem schwarzen 
L??wen, die andere je mit einer goldnen Krone belegt. 
Bem (Behm). - In silbern-rot gespaltenem Schilde rechts ein 
gr??ner, nach innen gekehrter Greif, links ein auf den Hinterf??ssen 
stehender, silberner Schafbock; Helmschmuck: Greif und Schafbock 
einander zugekehrt. Poln. Adel 1526 und 1569. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Bem und M'lczewski. 
Biatosk??rski. -,In Blau ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, 
oben mit einem goldnen Kreuze besetzt, innerhalb des Hufeisens ein 
Adlerfuss; Helmschmuck: drei Straussenfedern, blau, gr??n und rot. 
Vordem f??hrten sie das Wappen Dqbrowa. 
Birken. - In Schwarz ein roter Sparren, unten von einem goldnen 
Stern begleitet. 
Blankenstein. - In Blau zwei rote Querbalken, auf beiden ein 
senkrecht nach oben gerichteter Pfeil ruhend, Es wird aber auch wohl 
nur ein Balken und der Pfeil gest??rzt gef??hrt; Helmschmuck: zwei 
blaue und eine silberne Straussenfeder. ' 
Blumstein. - In silbernem Felde eine gr??ne nach links ausgebogene 
Maiblumenstaude mit zwei Bl??ttern und f??nf ??ber einander stehenden 
Maiblumen; Helmschmuck: das Wappenbild. Nannten sich Quadkowski 
alias K wiatkowski. 
Bodek. - Schild quadriert, im 1. und 4. Felde in Blau ein goldnes 
Balkenkreuz, im 2. und 3. goldnen Felde ein roter, schreitender L??we; 
Helmschmuck: ein gleicher L??we zwischen schwarzem Adlerfluge. 
Borkowski. - In rot-blau gespaltenem Schilde ein nach oben 
ge??ffneter Halbmond, auf welchem ein Doppelkreuz steht, beide von 
gewechselten Farben. 
Brandys. - In rotem Felde eine goldne Adelskrone, aus welcher 
ein mit einem nach unten gekehrten Schwerte bewaffneter, gepanzerter 
Arm hervorw??chst; Helmschmuck: ein gleicher bewaffneter Arm. 
Brant. - In Blau eine schr??gerechts liegende brennende Fackel 
(pochodnia)j Helmschmuck: drei Straussenfedern. Ein Zweig, der sich 
Klecewski nannte, f??hrte aber in Blau auf gr??nem Boden einen 
dreiastigen, an jedem Aste brennenden Baumstamm. Das Wappen 
wird auch wohl Pochodnia genannt.
>>>
108 - 


Brauneck. - Schild quadriert, im 1. roten Felde drei silberne 
Rosen, zu 2 und 1 gestellt, im 2. und 3. Felde in Gold zwei schr??glinke 
schwarze Balken, im 4. blauen Felde ein nach oben ge??ffneter goldner 
Halbmond, ??ber demselben zwei Sterne; Helmschmuck: ein gepanzerter 
Schwertarm. Nannten sich auch Niepoczotowski. 
Braunschweig. - In Silber ein roter Querbalken, oben von zwei, 
unten von einer Rose begleitet, je sechsbl??ttrig und rot; Helmschmuck: 
ein Pfauenschwanz. 
Bruecken (von der Brucke). - In Blau zwei goldne Sparren, 
begleitet von sechs goldnen Lilien, zu 2, 3 und 1 gestellt; Helmschmuck: 
drei gr??ne, bl??hende Lilien. 
Buchwald. - In silbern - rot quer geteiltem Schilde ein gekr??nter 
B??ren- oder Eberkopf. Ein Zweig nannte sich Straszynski, nahm als 
Wappen an: ein L??we; Helmschmuck: der L??we wachsend. 
Budricki. - Schild geviertet, im ersten Felde in Blau ein silberner 
Pfeil, im zweiten in Gold ein Kranich, im dritten in Blau ein rotes 
Kreuz, im vierten in Rot ein silbernes Hufeisen. 
Burchard. - In Blau ein silberner Balken, belegt mit einem 
schwarzen Lindwurm; Helmschmuck: eine schwarze B??rentatze zwischen 
zwei H??rnern. 
Burtscheid. - In silbernem Felde drei rote Herzen oder Seebl??tter. 
Sie nannten sich Borzuta, nahmen das Wappen Pomian an. 
Chomllto (Taf. XIII). - In rotem Felde ein schr??gelinks gelegtes, 
silbernes joch (Chomqto), in welches man die Ochsen vor c!
n Pflug 
zu spannen pflegte; Helmschmuck: vier Straussenfedern. - Uber den 
Ursprung dieses Wappens wird gesagt: Dobrostaw, aus Cygenberg, 
??bergab seinem K??nige, unter dem das Pferd gefallen war, sein eignes 
Pferd, bestieg aber selbst einen im joch gehenden Ochsen und wusste 
mit demselben den auf den K??nig eindringenden Feinden ein solches 
Hindernis in den Weg zu legen, dass der K??nig der Gefahr entgehen 
konnte. Der K??nig gab daf??r dem DrQgostaw das joch in das 
Wappen, das Chomqto genannt wurde. Uber Ort und Zeit der Tat 
steht nichts fest, doch muss es wohl im 13.jahrhundert gewesen sein. 
Das Wappen f??hren die: . 
Bochliiiski, Buchwaldzki, Ciecholewski, Cygenberg, Czadliiiski, Knibawski, 
Krzybawski, Ortowski, Schaffter, Suchostrzycki, Wulkowski, Zaleski. 
Cichowski. - In Rot ein silbernes Agnus Dei mit Fahne. 
Cietrzew (Taf. XIII). - In rotem Felde ein auf gr??nem Boden 
stehender, rechts gekehrter Birkhahn; Helmschmuck: urspr??nglich ein 
Birkhahn, statt dessen sp??ter auch ein goldner, nach oben offener 
Halbmond, ??berh??ht von zwei ??ber einander stehenden goldnen Sternen. 
Es ist wohl durch die Berkhan aus Pommern eingef??hrt. Dasselbe 
f??hren die: 
Berkau, Berkhan, Kc:trzyiiski, Sikorski. 
Clementen. - In Rot ein silberner wellenf??rmiger Querbalken 
(oder Fluss?), oben von zwei silbernen Rosen, unten von einer Rose 
begleitet; Helmschmuck: zwischen zwei Fahnen, auf jeder ein Kavalier- 
kreuz , eine silberne Rose an gr??nem Stiele mit vier Bl??ttern. Sie 
nannten sich sp??ter Plemi
cki. 


.. 


10.....-
>>>
109 - 


Cyremberg. - In silbernem Felde ein roter, einen gr??nen H??gel 
anspringender Hirsch; Helmschmuck: ein rotes Hirschgeweih. 
Czaplicki. - Schild silbern-blau gespalten, vorn drei rote Kreuze 
??ber einander, links kein Bild; Helmschmuck: ein wachsender silberner 
Hirsch. 
Czarnolenski. - In silbernem Felde eine quergelegte, schwarze 
L??wentatze, oben von zwei Sternen, unten von einem Stern begleitet. 
Deben. - Schild gespalten und f??nfmal von Silber und Blau mit 
verwechselten Farben quergeteilt; Helmschmuck: zwei B??ffelh??rner, 
gewechselt silbern-blau geteilt. Sie nannten sich auch Samptawski. 
Demuth. - In silbernem Felde ein roter Lattenzaun, auf dem ein 
Rabe steht; Helmschmnck: der Rabe zwischen zwei B??ffelh??rnern. 
Deppen. - In Blau ein schr??gerechts liegender Baumstamm, oben 
mit drei, unten mit zwei gr??nen Bl??ttern; Helmschmuck: ein Hirschkopf, 
zwischen dem Geweih die Schildfigur. .. 
Dieben. - In goldnem Felde ein Baumstamm mit drei Asten; 
Helmschmuck: ein Busch silberner, nach rechts gekr??mmter Hahnen- 
federn. Oder auch: der Schild durch einen silbernen, schr??gerechten, 
abgek??rzten Zinnenbalken von Gold und Schwarz geteilt; Helmschmuck: 
ein Pfauenschwanz. Auch Diban, Dieban, Dieband, Diebes, Diewen, 
Dywan und Diebowski geschrieben. 
Diehle. - In Blau ein silberner, aus einer Krone aufwachsender 
Hirsch mit goldnem Halsbande; Helmschmuck: der Hirsch wachsend. 
Oder auch: in Silber drei abgehauene, ge??stete Baumst??mme (an statt 
dieser auch wohl drei Schwerter); Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, 
belegt mit zwei gekr@uztcn Baumst??mmen. Auch Diehlon und Dhele 
geschrieben. 
Dietz. - Mehrfach ge??ndert: in rot-blau geteiltem Schilde ein 
Messer, dann eine Sense, dann in rot- silber geteiltem Schilde ein 
doppelk??pfiger Adler, mit gewechselten Farben. Ein Zweig nahm das 
Wappen Topor an, nannte sich Decius. 
Dobenek. ---.:.. In blauem Felde ein roter Kardinalshut mit herunter- 
h??ngenden Schn??ren und Quasten; Helmschmuck: ein gleicher Hut 
mit kurzem, schwarzen Reiherbusch. 
Donau (Dohna). - In Blau zwei silberne, siebenendige Hirsch- 
h??rner, die sich mit den Kronenenden unten kreuzen; Helmschmuck: 
eine wachsende, gekr??nte Jungfrau mit offenem Haar, in langem, blauen 
Gewande, zwischen zwei silbernen Hirschh??rnern, die sie mit den 
H??nden h??lt. 
Drangwitz (Trankwicz.) - In rotem Felde zwei dreieckige, silberne, 
neben einander stehende Steigb??gel, die an einem schwarzen, durch 
einen silbernen Ring gezogenen Riemen h??ngen; Helmschmuck: ein 
Pfauenschwanz. Das Wappen f??hren auch die Wambkowski. 
Drozdowski. - In silbernem Felde drei rote rechte Schr??gebalken; 
Helmschmuck: ein wachsender, linksgekehrter Hirsch zwischen zwei 
B??ffelh??rnern. 
Dzierzinski. - In Gold ein blaues, nach unten offenes Hufeisen, 
das ein blaues Kavalierkreuz einschliesst; Helmschmuck: zwei goldne, 
je mit zwei roten Querbalken belegte B??ffelh??rner.
>>>
- 110 - 


Edling. - In Blau die linke H??lfte einer Lilie, an die sich rechts 
eine halbe Sonne lehnt; Helmschmuck: das Wappenbild, nur die Lilie 
unten, die Sonne oben. 
Eichholtz. - In Rot zwei silberne, oben ??bereinander gelegte 
Sensenklingen; Helmschmuck; drei Straussenfedern. Ein Zweig nannte 
sich Jabtonowski, nahm das Wappen Ksi
zyc an. 
Eilemberg. - Sp??ter Eulenburg. In golden-blau geteiltem Schilde 
unten drei goldne, zu 2 und 1 gestellte Sterne, oben ein schwarzer, 
rot bewehrter und rot gekr??nter, bis an das Schulterblatt in das untere 
Feld versinkender L??we, das Schweifende noch sichtbar lassend; Helm- 
schmuck: ein gleicher L??we, aber halbwachsend, mit Fl??geln, der rechte 
Fl??gel golden, der linke blau. 
Elsnic (Olschnicz, Oelsnitz). - In Blau ein roter rechter Schr??ge- 
balken, belegt mit drei silbernen Kugeln; Helmschmuck: ein schwarzer 
Adlerflug, jeder Fl??gel belegt mit dem Wappenbilde. 
Engelke. - In gold-blau geteiltem Schilde unten 3 zu 1 und 2 in 
einander geschlungene, goldene Ringe, oben ein auf der Teilungslinie 
rechts gekehrt stehender Habicht mit goldnem Ringe im Schnabel; 
Helmschmuck: ein gleicher Habicht zwischen zwei Elefantenr??sseln die, 
golden und schwarz, in der Mitte wechselnd tingiert sind. 
Epinger. - In rot-silbern gespaltenem Schilde zwei senkrecht 
stehende Hellebarden, die Eisen nach oben und ausw??rts gekehrt, 
zwischen diesen und dieselben ber??hrend ein kleiner Schild, in welchem 
ein Kavalierkreuz, die Bilder alle von gewechselter Farbe; Helmschmuck: 
das Wappenbild. Nannten sich auch Boreszowski. 
Esken (Estken). - Schild blau - rot geteilt, oben ein goldner 
sechseckiger Stern, unten ein silberner Querbalken; Helmschmuck: der 
Stern zwischen zwei blau-rot wechselnd geteilten Elefantenr??sseln. Ein 
Zweig kam nach Lithauen, nahm das Wappen Drya an, nannte sich 
Estka. 
Eysak (Eysachs). - In silbernem Felde eine bis zu den Knieen 
aufwachsende, schwarz gekleidete Jungfrau, deren Kleid vom G??rtel 
abw??rts goldene Streifen hat, die zwei H??rner zum Blasen an den 
Mund setzt; Helmschmuck: das Wappenbild. 
falken. - In blauem Felde ein fliegender, silberner Falke, der 
eine wilde Taube in den F??ngen h??lt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. 
Dieses Wappen, das auch Got'lbek und Haubicki genannt wird, 
f??hren die: 
falken, Haubicki, Pet, Plachecki. 
falkenhan (Falkenheyn). - In rot-silbern gespaltenem Schilde ein 
gr??ner Kranz mit Rosen ??ber einem nach oben ge??ffneten goldnen 
Halbmonde, der Kranz rechts und links von je vier goldnen Sternen, 
zu 2 und 2 gestellt, begleitet; Helmschmuck: das Wappenbild ohne 
die Sterne. 
felde (Feiden). -In silbernem Felde drei aus dem Boden wachsende 
Korn??hren. Ein Zweig nannte sich Kossowski, - ein zweiter Zweig 
Wypczynski nahm das Wappen Dot
ga an. 
felde. - In Blau zwei goldne rechts und links ge??ffnete Halb- 
monde; Helmschmuck: zwei gleiche Monde. 


-
>>>
- 111 


felden. - In Rot ein goldner, schr??gerechts liegender Baumstamm, 
oben mit drei, unten mit zwei Bl??ttern; Helmschmuck: zwei solche 
Baumst??mme, unten zusammenstehend, oben auseinandergehend. Ein 
Zweig nannte sich Zakrzewski, f??hrte dann im Schilde, wie auch als 
Helmschmuck, drei schr??gerechts liegende Baumst??mme. 
feldstedt. - In Rot ein silberner Querbalken, belegt mit drei roten 
L??wenk??pfen ; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
ferber. - Poln. Adel 1515. In goldnem felde drei schwarze 
Eberk??pfe mit silbernen Hauz??hnen, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: 
ein Pfauenschwanz, belegt mit einem Eberkopf. 
flanss (Pflantz). - In silbernem felde ein schwarzer, rotbewehrter 
Adler mit Kopf und Hals eines Wolfes; Helmschmuck: ein offener, 
von Schwarz und Silber viermal quergestreifter, mit zwei roten Schwertern 
belegter flug. 
foller. - Schild geteilt, oben zwei schr??g gestellte Keile, dazwischen 
eine Weintraube, unten zwei gekreuzte Keile. 
forhauer (Vorhauer). - Schild blau-silbern gespalten, rechts ein 
silbernes Hirschhorn, links drei rote Rosen ??bereinander; Helmschmuck: 
ein wachsendes frauenbild mit blauem Kleide, silbernem Mieder, in 
der rechten Hand das Hirschhorn, in der linken einen Stengel mit drei 
Rosen ??bereinander haltend. 
frllCki (frank von der franze, francki, franski, frentzki). - - Schild 
geteilt, oben in Silber ein stehender Rabe mit einem Ringe im Schnabel, 
unten in drei Reihen rot-silbern geschacht;. Helmschmuck: ein gleicher 
Rabe. Ein Zweig nahm das Wappen Nieczuja an. 
freyhold. - In Silber ein roter, linker Schr??gebalken, belegt mit 
drei goldnen Sternen; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Ein Zweig 
nannte sich Ustarbowski. 
froben. - In Blau zwei aus silbernen Wolken kommende, rot 
gekleidete Arme, deren H??nde einen senkrechten, goldnen Stab halten, 
an dem zwei gr??ne Schlangen sich emporwinden, auf der Spitze des 
Stabes sitzt eine Taube; Helmschmuck: ein gleicher Stab mit der Taube. 
froebner. - In goldnem felde ein links gekehrter, schwarzer 
Widderkopf mit Hals und roten H??rnern; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. 
frydewald (fredewald). - Schild geteilt, oben zwei bekleidete 
Arme, ein Schwert haltend, unten ein dreibl??ttriger Zweig. 
Gabelentz (Oabelenc, Oableniec, Oablenz). - In silbernem felde 
eine rote, gest??rzte Spitze, in welcher eine silberne Streu gabel mit drei 
nach oben gerichteten Zinken, ohne Schaft; Helmschmuck: ein Adler- 
flug, der rechte fl??gel rot, der linke silbern. 
Gllsiorowski (Helden-OClsiorowski, Oosierowski, Ooczorowski). - 
Schild silbern-rot geteilt, oben ein schwarzer, laufender Hund, unten 
ein silbernes Hufeisen. 
Gaudecker (Oaudecker genannt Siegier, Wargel, Wangen). - In 
Rot drei silberne, in der Mitte zusammenstehende Ochsenh??rner; 
Helmschmuck: ein wachsender schwarzer Stier mit silbernen H??rnern. 
Getz (Oec, Ooetz, Ooetzen). - Schild geteilt, oben in Silber ein 
aufwachsender schwarzer Adler mit ausgebreiteten fl??geln, das untere
>>>
112 - 


Feld rot-silbern-blau gespalten; Helmschmuck: ein offener Adlerflug 
mit rotem und blauem Balken belegt. 
??issa (Wappen). - Schild gold-blau (oder auch silbern-blau) 
geteilt, oben ein roter L??we, zuweilen mit einem Schl??sselringe in den 
Pranken, unten zwei silberne Fl??sse; Helmschmuck: aufwachsend ein 
gleicher L??we, mit oder ohne Ring. Dieses Wappen f??hren die: 
Gissa (Giza), Koboska, Nowowiejski, Taubneker, Tumberg. 
Glasau (Glasen). - In silbernem Felde ein blauer, rechter Schr??ge- 
balken mit drei goldnen Sternen belegt. Ein Zweig nannte sich 
Gtazejewski. Ein gleiches Wappen f??hren die Uzdau. 
Goctawski. - Schild silbern-rot geteilt, oben ein wachsender, 
schwarzer Adler, unten drei silberne Rosen, zu 2 und 1 gestellt; 
Helmschmuck: der Adler wachsend. 
Gotocki (Wappen). - In Rot zwei gekreuzte, gest??rzte Schwerter; 
Helmschmuck: eine Kolpakm??tze, an jeder Seite mit einer Hahnenfeder. 
Dasselbe f??hren die: 
GoJocki, Osztorp, Tieffenau. 
Goszynski. - In Blau drei Lanzen, die aus einem Schaft hervor- 
gehen, mit den Spitzen nach oben; Helmschmuck: gepanzerter Arm 
mit geballter Faust, aber ohne Waffe. 
Greben (Groeben). - Schild silbern-rot gespalten, rechts ein 
roter, abgerissener, ganzer Adlerfuss, links ein silberner Jagdspiess; 
auf dem Helme statt der Krone ein Kardinalshut mit halb roten, halb 
weissen Quasten, dar??ber vier Straussenfedern. 
Gretz (Gretcz, Grecz). - Schild geteilt, oben auf der Teilungs- 
linie zwei Adlerk??pfe mit Hals, das untere Feld gespalten, rechts ein 
rechter Schr??gebalken, auf welchem drei Kn??pfe mit Knopfl??chern, 
links in Blau zwei silberne Querbalken; Helmschmuck: zwei Elephanten- 
r??ssel. 
Grzebinski. - In blauem Felde ein nach oben ge??ffneter, goldner 
Halbmond, dar??ber ein silbernes, nach unten ge??ffnetes Hufeisen, 
zwischen beiden drei goldne Sterne nebeneinander; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. 
Gulcz (von der Goltz). - In Blau ein goldner Sparren, begleitet 
von drei goldnen Lilien; Helmschmuck: eine weissgekleidete Jungfrau, 
die Arme vom Ellenbogen ab verst??mmelt, mit aufgek??mmtem Haare, 
auf dem Haupte drei Spindeln; Schildhalter (die sonst bei polnischen 
Wappen garnicht vorkommen): auf jeder Seite ein Ritter mit offenem 
Visier, eine Lanze haltend. Dieses Wappen wurde in Frankreich dem 
Geschlechte verliehen, dessen Stammwappen das Wappen Prawdzic ist. 
Guldensztern (Guldenstern, Gyldenstiern). - In Blau ein sieben- 
strahlig
r goldner Stern; Helmschmuck: zwei gepanzerte Arme, welche 
einen Ahrenkranz halten, der mit sieben Pfauenspiegeln besteckt ist. 
Gutakowski. - In Rot ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, 
oben mit drei Straussenfedern besetzt, rechts, links und in der Mitte 
von je einem goldnen Stern begleitet; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. 
"acke. - In silbernem Felde ein mit den Wurzeln ausgerissener 
Baumstamm, an dem auf jeder Seite ein gebogener Stengel mit 


-
>>>
I 


113 - 


Lindenblatt; Helmschmuck: f??nf silberne Lilien auf gr??n beblatteten 
Stengeln. Ein Zweig nannte sich Watlewski, nahm das Wappen 
Lubicz an. 
Hanman. - In Silber ein schr??gelinks gelegtes, schwarzes 
Hakenkreuz. 
Hatten (Hatynski). - In Blau ein goldnes, mit dem Mundst??ck 
nach rechts gelegtes Jagdhorn, ??berh??ht von drei goldnen Sternen 
nebeneinander; Helmschmuck: zwischen zwei Elephantenr??sseln das 
Wappenbild. 
Haugwitz (Haugwicz). - In Rot ein weisser Widderkopf; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Ein Zweig nannte sich Pawlowski 
nahm das Wappen P6lkozic an. ' 
Heidenstein (H. Solecki, H. Sulerzycki). - Schild silbern-schwarz 
gespalten, rechts ein Adlerfl??gel, die federn nach aussen, links drei 
nebeneinander stehende silberne Pyramiden; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. 
Helden. - In Rot ein von einem Schwerte durchstochener silberner 
Schild. Den Beinamen Helden (ob als Zweige dieses Hauses?) f??hren 
die Domachowski, dann die OClsiorowski mit oben angegebenem 
Wappen, die Komarczewski und Przysiorowski, die das Wappen 
Slepowron, die Sarnowski, die das Wappen Korzbog, und die Oowarc- 
zewski, die das Wappen Prawdzic f??hren. 
Heselicht (Ezelik, Leselicht, Leski). - In blauem (?) felde unter 
einer vierreihigen schwebenden Mauer zwei sitzende, mit dem R??cken 
einander zugekehrte weisse Windhunde mit goldnen Halsb??ndern, 
zwischen ihnen ein aufgerichtetes blankes Schwert; Helmschmuck: ein 
nach links springender gleicher Windhund. Dieses Wappen wird auch 
Oonczy genannt. 
Heselicht. - Schild durch Zinnen rot-silbern quergeteilt, dar??ber 
ein schwarzer, schr??gerechter Balken gezogen; Helmschmuck: ein 
schwarzer Adlerfl??gel. 
Heydek. - Schild rot-silbern-blau quergeteilt; Helmschmuck: Kopf 
und Hals eines Strausses, wie der Schild tingiert, im Schnabel ein 
silhernes Hufeisen haltend. 
Hosius (Hosius - Bezdan). - Schild rot - silbern gespalten, rechts 
sechs Semmeln, zu 1, 2, 2, 1 gestellt, links ein nacktes Bein, vom 
Schenkel ab; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Hundertmark. - In silbernem felde eine schwarze fledermaus; 
Helmschmuck: zwei ??bers Kreuz gelegte spitze H??rner oder Z??hne, 
schwarz-silbern gespalten. 
Huttfeld (Huettfeld, Hitfeldt). - In silbernem felde ein roter 
Sparren, begleitet von drei schwarzen Adlerk??pfen mit Hals; Helm- 
schmuck: zwischen zwei hlau-gold und gold-blau geteilten Elefanten- 
r??sseln ein schwarzer Adlerkopf. 
Jaski (Koehn von Jaski, Kohn- Jaschki). - Schild geteilt, unten 
silbern-blau sechsmal wellenf??rmig quergeteilt, oben in Blau ein goldner 
L??we mit goldnem Dreschflegel; Helmschmuck: der L??we wachsend. 
Jungschultz. - In silbernem felde auf gr??nem Boden ein springender, 
naturfarbener Hirsch, der einen aufw??rts gekehrten Spiess im Maule 
v. Zernicki, Die polnischen Stammwappen. 8
>>>
- 114 - 


j 


tr??gt; Helmschmuck: ein gleicher wachsender Hirsch vor einem 
geschlossenen, schwarzen fluge. 
Kaganiec, Wappen. - In Blau ein schwarzes, mit feuer gef??lltes, 
aus St??ben geformtes feuerbecken (Kaganiec); Helmschmuck: ein gleiches 
feuerbecken zwischen einem blauen und roten fl??gel. Das Wappen 
f??hren die Borck und die Prek. 
Kanicz (Kanitz). - In silbernem felde ein rotes Andreaskreuz, 
zwischen den Balken desselben je eine rote Rose. 
Karwacki. - In Blau ein nach oben senkrecht gerichteter, im 
Gefieder gespaltener, silberner Pfeil ??ber einem goldnen Stern; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern, belegt mit drei horizontal von rechts 
nach links gerichteten Pfeilen. 
Kizinek (Kensing, K
sing). - Schild golden und rot gerautet; 
Helmschmuck: sechs Straussenfedern. 
Kleinfeld. - Schild silbern-schwarz gespalten, rechts drei schwarze, 
links drei silberne Querbalken; Helmschmuck: ein Hirschgeweih. Ein 
Zweig nannte sich Schoenfeld, f??hrt die farben des Wappens schwarz- 
golden , beide H??user nannten sich dann Krupocki. Ein gleiches 
Wappen f??hren auch die: Schulz-Straznicki. 
Knobelsdorf. - In Rot ein Querbalken, der siebenmal blau-silbern 
schr??gelinks geteilt ist; Helmschmuck: ein geschlossener Adlerflug mit 
gleichem Balken belegt. 
Knoff. - Schild gold-silbern gespalten, rechts ein an die Teilungs- 
linie gelehnter halber schwarzer Adler, li!1ks ein schwarzer, senkrechter, 
auf jeder Seite mit drei gest??mmelten Asten versehener Baumstamm; 
Helmschmuck: an zwei f??cherartig gestellten Stielen rechts eine goldne, 
links eine schwarze fahne. 
Knut. - Der Schild sch??cherkreuzf??rmig in drei Teile geteilt, in 
jedem felde eine Lilie; Helmschmuck: drei f??cherartig gestellte, ihre 
Stiele umwickelnde fahnen. farben? Dieses Wappen f??hren auch 
die Kr6likiewicz. 
Kobersee (Kobersyn). - Schild rot-silbern quadriert, darin eine 
Rose von gewechselten farben; Helmschmuck: die Rose inmitten eines 
gleichquadrierten, offenen fluges. Ein Zweig nannte sich Kobierzycki, 
nahm das Wappen Pomian an. 
Kojen (Koye). - In silbernem felde ein goldner rechter Schr??ge- 
balken, belegt mit t;
nem schwarzen Baumstamm, der oben drei, unten 
zwei gest??mmelte Aste hat, begleitet oben und unten von je einem 
schwarzen Jagdhorn mit goldnem Beschlage, jedes dem Balken zu- 
gebogen, das obere mit dem Mundst??ck nach oben, das untere mit 
demselben nach unten gekehrt; Helmschmuck: ein gleicher Baumstamm 
senkrecht gestellt, links neben demselben eine silberne fahne, auf der 
der schwarze Baumstamm. Es wurde dieses Wappen von den 
T oydenkuss, die ausgestorben waren, ererbt. 
Kolbe (Kolb, Colbe, Kotba). - In Silber ein roter Querbalken, 
begleitet oben von zwei roten Kugeln, unten von einer roten Kugel; 
Helmschmuck: ein wechselnd rot-silbern bekleideter Page, der eine 
silberne, rot aufgeschlagene Kolpakm??tze tr??gt, die linke Hand in die 
Seite st??tzt, in der rechten eine silberne Kolbe (Keule) h??lt. 


... 


-
>>>
- 115 - 


Kolbitz. - In silbernem Felde 3 gr??ne gest??rzte Lindenbl??tter, 
zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: die Lindenbl??tter auf silbernem 
Pfauenschwanz. 
Kolmer (C??lmer). - In Blau drei zu 2 und 1 gestellte goldne 
Sterne; Helmschmuck: auf einem Pfauen schwanz ein goldner Stern. 
Komorowski. - In rotem Felde ein silbernes Hufeisen, auf dem 
ein Vogel sitzt mit einer Schlange im Schnabel; Helmschmuck: ein 
geharnischter, mit einem S??bel bewaffneter Arm. 
Kopycki. - Ein senkrecht stehendes Liktorenb??ndel, aus welchem 
anstatt der Beile zwei ausw??rts stehende Lanzenspitzen oben hervorragen. 
Farben? Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Kos. Wappen (Tal. XIV). - In silbernem Felde drei rote rechte 
Schr??gebalken ; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dasselbe f??hren die: 
Kalksztein, Kobylinski, Kos, Kosak, Mas, Ostawski, Ostowski, Plastwig, Raba, 
Rossen, Rz
czkowski, Stolinski. 
Es f??hren jedoch die Kalksztein, Osfowski und Stolinski: keine 
Schr??ge-, sondern Querbalken, ebenso auch die Raba, die aber als 
Helmschmuck einen Raben mit dem Ringe haben. 
Kospoth. - In Blau drei silberne, f??nfstrahlige Sterne, zu 2 und 
1 gestellt; Helmschmuck: statt der Krone eine spitze, blaue M??tze mit 
silbernem Aufschlag, mit zwei Adlerfl??geln besetzt. In Zweigen nannten 
sie sich Lipinski und Pawtowski. 
Koztowski (K. von Wildenau, K. Gwiazda). - Der Schild ist durch 
drei Zinnen schr??gerechts geteilt, das untere Feld ist silbern, das obere 
durch eine rote Mauer ausgef??llt, deren drei Zinnen also unten sind; 
Helmschmuck: zwei rote Elefantenr??ssel, an jedem aussen vier goldne 
Falkenschellen h??ngend, oder auch nur ein Adlerfl??gel. Dasselbe 
Wappen, nur das obere Feld, statt der Mauer, rot und leer, f??hren die 
Krechowiecki. 
Kreutz (Kreutzen, Kreytzen, Kruczyn, Kreycz, Krajc). - In Silber 
ein schwarzer Pfahl; Helmschmuck: drei schwarze f??cherf??rmig gestellte 
Pf??hle, jeder oben besetzt mit einer Flamme. Dieses Stammwappen 
wurde ihnen 1207 vermehrt durch ein schwarzes Burgunderkreuz, in 
dessen Mitte ein Schild mit dem Stammwappen silbern umstrahlt in 
silbernem Felde. Vermehrt wurde dieses Wappen 1520 durch das 
Wappen Wadwicz. Dieses Wappen wurde dann Tryumf genannt. 
Krumhausen. - Schild blau-golden gespalten, rechts drei ??ber 
einander stehende Hirschk??pfe mit Hals, links ein halber schwarzer 
Adler. 
Krygier. - Schild gold-rot gespalten, rechts ein schwarzer, links 
ein silberner Adlerfl??gel, beide mit den Federn nach aussen gerichtet; 
Helmschmuck: zwei gleiche Fl??gel. Ein Zweig nannte sich Torunski. 
Kwos (Quoos). - In Rot ein .
chr??gerechts liegender, silberner 
Baumstamm mit vier gest??mmelten Asten, von einem silbernen Pfeile 
schr??gelinks nach oben durchschossen; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. In einem Zweige nannten sie sich Trzebski. 
Langheim (Langhemde). - In Blau ein roter Greif; Helmschmuck: 
der Greif wachsend. Ein Zweig nannte sich Borkowski, f??hrte dann 
das Feld golden, als Helmschmuck: drei Straussenfedern. 


8.
>>>
- 116 - 


Legendorf (Lehndorf, Maul, Legendorf-Mgowski). - In Rot ein 
schwarzer, abgehauener Baumstamm, querliegend, auf 
er oberen Seite 
mit drei, auf der unteren Seite mit zwei gest??mmelten Asten, zwischen 
denen je zwei und drei gr??ne Bl??tter sind; Helmschmuck: f??nf 
Straussenfedern. 
Lenski. - In Rot eine silberne Straussenfeder; Helmschmuck: die 
Straussenfeder. 
Lesgewang. - - In Rot drei sch??cherkreuzf??rmig gestellte, geharnischte 
Arme, in der Mitte derselben eine weisse Rose; Helmschmuck: ein 
offener Flug, inzwischen die drei Arme, von denen die bei den oberen 
die Fl??gel belegen. 
Lewalt (Lewald). - In Rot ein gepanzerter Arm, dessen Hand 
einen goldnen Ring h??lt; Helmschmuck: eine stehende Jungfrau, 
bekleidet, die linke Hand in die Seite gest??tzt, in der rechten einen 
Ring haltend, auf dem Haupte eine goldne Krone, auf welcher drei 
schwarze Birkhahnfedern stehen. Sie verzweigten sich in die G6rski, 
Jezierski und Powalski, welche alle, wie auch ein Zweig, der den 
Namen Lewalt weiterf??hrte, das Wappen Rogala annahmen, und in die 
Ptachecki, welche das Stamm wappen behielten. 
Lichtenstein. - Der Schild ist durch sechs kleine Spitzen gespalten 
und durch sechs kleine Spitzen geteilt, das erste und vierte Feld silbern, 
das zweite und dritte rot, alle leer. 
Lichtfuss (Lichtefoten, Litfus). - In schwarzem Felde ein rechts 
gekehrter weisser B??renkopf; Helmschmuck: ein aufwachsender, vorw??rts 
gekehrter, weisser B??r, der mit seinen Tatzen ??ber seinem rechts 
gewendeten Kopfe einen Blumenkranz h??lt, ??ber welchem drei Straussen- 
federn. 
Lichtyan. - In Rot ein silbernes Rad mit acht Zacken und vier 
Speichen; Helmschmuck: ein gleiches Rad. 
Lilien. - In Blau die linke H??lfte einer silbernen, heraldischen 
Lilie; Helmschmuck: ein achteckiges, blaues Schirmbrett, belegt mit der 
halben Lilie. 
Lilienfeld. - Schild geteilt, oben in Blau drei nebeneinander 
gestellte silberne Lilien, das untere dreimal silbern - gr??n gespalten; 
Helmschmuck: zwischen zwei Elefantenr??sseln eine silberne Lilie. 
Linda (von der Linde). - In Rot ein schr??gerechts gelegter 
goldner Lindenast, oben mit drei, unten mit zwei Bl??ttern; Helm- 
schmuck: zwei aufrechte Lindenzweige, der rechte mit zwei, der linke 
mit drei Bl??ttern. 
Linski. - Im Wappen ein spitzer Hut, auf der Spitze ein Knauf, 
unten eine zusammen geschlungene Schnur. Farben? 
Lipski. - In Rot drei gepanzerte Arme ??bereinander, jeder in der 
Hand ein silbernes Hufeisen haltend; Helmschmuck: zwei gleiche Arme, 
die zusammen ein Hufeisen hochhalten, zwischen den Armen ein Vogel. 
Loe (Lohen). - In schwarz-silbern quadriertem Schilde ein goldner 
Querbalken; Helmschmuck: zwei nach innen gebogene Ziegen h??rner. 
Loitz. - Schild geteilt, oben ein aufrechter Zweig mit acht Bl??ttern, 
unten drei Rosen; Helmschmuck: eine Lilie. Farben? 
Luzinski. - In Blau ein senkrechter, goldner Baumstamm, auf 
demselben oben eingepfropft drei durch einen Stengel f??cherartig 



 



-
>>>
- 117 -=- 


zusammengehaltene gr??ne Bl??tter; Helmschmuck: eine fast ganz 
aufwachsende, rot gekleidete Jungfrau mit aufgel??stem Haar, die Arme 
halb erhoben, in der rechten Hand ein Hirschgeweih von je vier Enden, 
in der linken drei gr??ne Bl??tter haltend. Sie stammen aus Deutschland, 
wo sie von Waiden, auch Wolde hiessen. 
Luzyanski (Marklichenrade, Luzyan, Losainen, Lesseinem, Luzyanski- 
Roesselin). - In Rot zwei senkrecht stehende Hecht-Kinnladen, mit 
den Z??hnen einander zugekehrt; Helmschmuck: ein Geierflug, jeder 
Fl??gel belegt mit einem gleichen Kinnbacken. Ein Zweig nannte 
sich Lysomicki. 
t.ukocz, Wappen. - In blauem Felde eine schwebende rote Mauer 
von vier Reihen und mit vier Zinnen, aus welcher ein Eber halb 
aufw??chst, der imnMaule zwei Weizen??hren h??lt; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Uber den Ursprung des Wappens wird gesagt: Als 
Mewe in Preussen belagert wurde (wann ?), schob einer der Belagerer 
einem Freunde in der Stadt, durch ein Loch in der Mauer heimlich 
einen Eber zu, dem er ??hren in das Maul gebunden hatte, in denen 
ein Brief versteckt war, in welchem er den Freund fragte, ob die Stadt 
mit Proviant versehen sei und sich noch halten k??nne; dieser antwortete 
auf demselben Wege, dass die Stadt wohl versorgt, aber von einer 
bestimmten Seite aus, die er bezeichnete, leicht zu nehmen sei, er 
deshalb einen Sturm anrate. Die Belagerer unternahmen den angeratenen 
Sturm, eroberten und befreiten die Stadt. Derjenige, der den Rat 
gegeben hatte, wurde mit diesem Wappen beliehen (von wem ?), das 
nach ihm t.ukocz genannt wurde. Dasselbe f??hren die: 
l.ukocki und l.uniewski. 
M
kierski (Mokierski). - In Blau ein goldner Halbmond, dar??ber 
ein Jagdhorn, ??berh??ht von einem goldnen Sterne. 
Marquard. - In Rot ein silbernes, aus einer goldnen Krone 
aufwachsendes Ross; Helmschmuck: das Ross wachsend. 
Melchendeiner
 - In Silber ein gr??ner, aufrechtstehender Rosen- 
zweig mit Bl??ttern, auf dessen Spitze eine halb rote, halb blaue Rose; 
Helmschmuck: drei solcher Rosen an Stengeln. 
Meldzynski (von AIden, von Allen, Melczynski). - In silbernem 
Felde drei wagerechte , rote Streifen, welche zwei neben einander 
senkrecht gestellte, an Fl??geln und F??ssen gest??mmelte, die K??pfe 
nach ausserhalb wendende, schwarze V??gel eingeflochten halten; 
Helmschmuck: ein beinahe ganz aufwachsender Mohr, silbern gepanzert, 
auf dem Kopfe eine Sturmhaube, die linke Hand in die Seite gest??tzt, 
in der rechten erhoben eine senkrechte Lanze haltend. 
Michorowski (M. Schmoltz, Michorzewski). - In goldnem Felde 
ein rotes Kameel; Helmschmuck: zwei gebogene Schwanenh??lse mit 
Kopf, die Schn??bel oben gegeneinander kehrend. 
Milewski. - Im Wappen ein Vogel, dar??ber zwei Rosen; Helm- 
schmuck: der Vogel. Farben? 
Milewski (von Milwe, von der Muelbe). - Schild geteilt, oben 
in Silber drei rote Zinnent??rme, unten rot-silbern geschacht; Helm- 
schmuck: ein schwarzer Fl??gel.
>>>
118 - 


Mochinger. - In Schwarz ein silberner, rechter Schr??gebalken, 
belegt mit drei roten Rosen; Helmschmuck: ein wachsendes Einhorn. 
Mogytowski (Mogilowski, Magilowski). - In Rot ein hinter einer 
silbernen H??rde hervorwachsender silberner Widder; Helmschmuck: 
der Widder wachsend. 
Mort-:ski. - In Rot zwei mit den befiederten Oberschenkeln ab- 
geschnittene Adlerbeine ??ber Kreuz gelegt; Helmschmuck: das Wappen- 
bild, nur die f??nge nach oben. Dieses Wappen wird auch Orlik 
genannt. 
Muehlheim. - In Blau ein auf gr??nem H??gel nach links schreitender 
Hirsch, dessen Hals mit einem silbernen Pfeil schr??gelinks durchbohrt 
ist; Helmschmuck: der Hirsch wachsend. 
Mumm. - In Blau zwei silberne Adlerfl??gel; Helmschmuck: ein 
blau bekleideter, auf dem Ellenbogen ruhender Arm, dessen Hand eine 
brennende fackel h??lt. Ein Zweig nannte sich Starzewski. 
Murzyii. - In Rot auf gr??nem Boden ein mit langem, gr??nen 
Rock bekleideter Mohr, stehend, in der rechten Hand einen schwarzen 
Bogen, in der linken einen mit Pfeilen gef??llten K??cher haltend; Helm- 
schmuck: ein halb aufwachsender Mohr, bekleidet, auf dem Kopfe eine 
M??tze mit herunterh??ngender Quaste. Dieses Wappen, das Murzyn 
(Mohr) genannt wird, f??hren, wenn auch teilweise etwas abweichend, die: 
Gustowski, Machcewicz, Machczynski, Machwicz, Mllckowski, Mocki. 
Nowakowski. - Schild quadriert, im ersten felde in Rot eine 
links gekehrte Gans, im zweiten und dritten felde in Gr??n je drei 
silberne Pfeile neben einander, im vierten blauen felde ein silberner 
Baum; Helmschmuck: eine Gans. 
Odwaga, Wappen. - In Gold eine rote Mauer von sieben Stein- 
reihen, auf derselben drei Planken; Helmschmuck: eine weisse fahne, 
deren Ende einmal um den schr??gerechts gestellten fahnenstock 
geschlungen ist. Der Ursprung des Wappens wird an die Eroberung 
eines festen saracenischen Schlosses zur Zeit des Kreuzzuges unter 
Gotfried von Bouillon gekn??pft; ein Vorfahr bestieg zuerst die Mauer 
und pflanzte auf derselben die fahne auf. Dieses f??r seine K??hnheit 
(odwaga) dem Ritter verliehene Wappen wurde Odwaga, sp??ter auch 
Mur (die Mauer) genannt. Dasselbe f??hren die: 
Konopacki, Kossowski, Milewski. 
Oppenkowski (Openkowski, Op
chowski). - In Rot drei silberne 
Lilien neben einander; Helmschmuck: ein silberner Geier mit aus- 
gebreiteten fl??geln. 
Ostau. - In Silber eine mit dem Ellenbogen nach oben gekehrte, 
also gest??rzte Armschiene, begleitet oben von zwei roten Rosen, unten 
von einer Rose; Helmschmuck: eine rote Rose, besteckt mit einem 
Busch schwarzer Hahnenfedern. 
Ostischau (Ostichau). - In schwarzem felde drei silberne, schr??ge- 
rechte Balken; Helmschmuck: ein fl??gel, belegt mit drei gleichen 
Balken. Sie nannten sich sp??ter Ostaszewski, und in Zweigen: 
Uzdowski, die das Wappen Boncza annahmen, - Bolominski, die das 
Wappen Leszczyc annahmen, - frankenowski und Selesinski. 
Otterfeld. - In Rot auf einem liegenden Baumstamm eine fischotter 
(wydra), die einen fisch im Maule h??lt; Helmschmuck: zwei rote Rosen 


.. 


....-
>>>
- 119 - 



 


an zwei gr??nen Bl??tterzweigen. Dieses Wappen heisst polnisch Wydra. 
Sie nannten sich sp??ter Rybinski. 
Pahl. - Schild geteilt, oben in Silber ein aufwachsender Mann 
in polnischer Tracht mit einem Szepter, das untere feld ist blau-silbern 
geschacht. 
Pakosz (Pakusch). - In Blau drei silberne, mit den Spitzen 
f??cherartig auf einen gest??rzten, goldnen Mond gestellte Schwerter; 
Helmschmuck: ein wachsender geharnischter Ritter mit einem Schwerte 
in der Rechten. 
Perband. - In Gold ein schwarzer aufgerichteter B??r mit goldnem 
Halsbande auf gr??nem H??gel, vor ihm ein kleiner ihm zugewendeter 
schwarzer B??r ohne Halsband. 
Petrykowski. - In Blau ein auf einer silbernen Zinnenmauer 
laufender fuchs, dar??ber ein goldner Stern; Helmschmuck: ein nach 
oben ge??ffneter Halbmond, dar??ber ein goldner Stern. 
Pilawski (Pfeilsdorf, felsdorf, Piletzki). - In Silber zwischen zwei 
schwarzen Adlerfl??geln ein goldner abgehauener Baum
tamm, der auf 
der einen Seite drei, auf der andern zwei gest??mmelte Aste hat; Helm- 
schmuck: zwei Adlerfl??gel. 
Ploiiski. - Schild rot-blau durch einen silbernen Querbalken 
geteilt, oben ein silbern geharnischter Arm, unten ein goldner, vorw??rts 
gekehrter, goldner L??wenkopf zwischen zwei goldnen Sternen; Helm- 
schmuck: ein Arm mit S??bel. 
Polencz (Polenz, Polentz). - In Blau ein geschlossener, mit den 
federn nach links gekehrter Adlerflug, belegt mit einem kurzen silbernen 
Querbalken; Helmschmuck: ein bis zum Knie aufwachsender, blau 
gekleideter Mann ohne Unterarme, auf dem Haupte eine Krone, ??ber 
welcher ein Pfauenschwanz. 
Poplawski. - In Blau ein silbernes Hufeisen, das einen silbernen, 
nach oben gerichteten Pfeil bedeckt; Helmschmuck: ein geharnischter 
hauender Schwertarm. 
Pr
tnicki. - In Blau ein den Schild teilender silberner fluss, 
??ber demselben drei silberne zu 1 und 2 gestellte Rosen, unter 
demselben zwei nebeneinander stehende Kavalierkreuze; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. 
Pudwels (Podewils). - Schild gespalten, rechts blau-gold geschacht, 
links in Blau ein aus der Teilungslinie springender, silberner halber 
Hirsch; Helmschmuck: ein Birkhahnschwanz oder drei fasanenfedern. 
Putten. - Schild silbern-rot geteilt, oben ein schwarzer Adler, 
aufwachsend mit gesenkten fl??geln, unten drei silberne Rosen, zu 2 
und 1 gestellt. 
Rabenstein (Rabiej). - In goldnem felde auf silbernem Dreih??gel 
ein Rabe. Ein Zweig nannte sich Gnojnicki. 
Radzimiiiski. - In Rot ein hinter einem silbernen Dreih??gel auf- 
steigender, silbergeharnischter Arm, der einen silbernen Pfeil schwingt. 
Rappe (Rapp, Rappen). - In silbernem oder blauen felde drei 
schwarze oder silberne, schwebende, ??bereinander gestellte, also 
verschieden grosse Sparren; Helmschmuck: drei Straussenfedern.
>>>
120 - 


j 
I 


Rautenberg (Rotenberg). - Ein links gekehrter, an Unterleib und 
F??ssen geschorener Schafbock; Helmschmuck: ein aufwachsender 
Schafbock. Ein Zweig nannte sich KlifIski. ' 
Rauter (Rautter). - In rotem Felde ein schr??gerechts liegender, 
die Schildesr??nder nicht ber??hrender, silberner Balken mit drei Zinnen. 
Regawski (Regawski- Tetzlaf). - In goldnem Felde an gr??nem 
Ufer eines blauen Gew??ssers ein silberner, mit einem Kranze gezierter 
Grabstein. 
Rembow, Wappen. - In rotem Felde ein senkrechter Wurfspeer, 
der von zwei mit den Spitzen nach oben gerichteten, gefiederten Pfeilen 
in einem Punkte schr??gerechts und schr??gelinks ??berkreuzt ist; Helm- 
schmuck: ein schwarzer, geschlossener Adlerflug. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Rembowicz, Rembowski, Sabinski. 
Rembow. - In rotem Felde eine silberne Rose; Helmschmuck: 
inmitten eines offenen silbernen Fluges ein geharnischter Arm, dessen 
Hand mit einer Rose bedeckt ist. Ein Zweig nannte sich SzadlifIski. 
Reszkowski (Reschken, Reszka). - In Rot ein goldnes Jagdhorn 
mit silbernen Beschl??gen, auf das zwei nach unten zusammenlaufende, 
silberne Pfeile gest??rzt sind, zwischen denen ein goldner Stern. Helm- 
schmuck: drei f??cherartig gest??rzte silberne Pfeile. 
Reuss. - In rotem Felde ein schr??gerechter, goldner Balken, aus 
welchem die schwarz gekleideten Brustbilder dreier Russen hinter- 
einander aufwachsen. 
Reyman. - In rotem Felde eine silberne, schwarz gefugte Mauer 
mit vier spitzen Zinnent??rmchen, jedes mit zwei Luken; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. 
Reyten (Reuten, Reitein). - In rotem Felde auf silbernem Pferde 
ein gepanzerter Reiter, der in jeder Hand eine Lanze h??lt, deren Spitze 
bis zur H??lfte des Schaftes in zwei Teile gespalten ist; Helmschmuck: 
ein gepanzerter Mann, der in der Rechten zwei solche Lanzen und 
einen Wurfspeer h??lt. Zweige nannten sich Karnicki, Kitnowski und 
Szynweski. 
Roeber. - In silbernem Felde ein blau geharnischter, aus dem 
rechten Obereck hervorgehender Arm, dessen Hand einen goldnen 
Schl??ssel h??lt; Helmschmuck: zwei solche aufgereckte Arme, jeder mit 
einem Schl??ssel in der Hand. 
Roebern. - Schild rot-blau gespalten, rechts ein halber, an die 
Teilungslinie gelehnter silberner Adler, links drei rote Rosen zu 2 und 1 
gestellt. Sie vereinigten dieses Wappen (doch die Rosen silbern) mit 
dem der Berzewicz (in Blau ein aus einem roten Felsen aufwachsender 
Steinbock) und nannten sich Sprengel von Roebern und Borzewicz. 
Rokosz, Wappen. - In blauem Felde auf nat??rlichen Wellen ein 
schwimmendes Meerpferd, dessen hintere H??lfte ein Fischschwanz ist; 
Helmschmuck: ein gleiches Meerpferd. Es wird jedoch auch wohl 
nur das halbe Pferd, ohne Fischschwanz gef??hrt. Es wird auch 
Hibrida und Polkonia (halbes Pferd) genannt. Dasselbe f??hren die: 
Brajczewski, Dzwierznicki, Rokosz, Rokoszewski, Stybihen. 
Rolbiecki (Rolbeck). - In Rot zwei silberne, ins Andreaskreuz 
gelegte Pfeile ??ber oder hinter einem goldnen Halbmonde; Helmschmuck: 


I 


I 


-
>>>
121 


I 


I 


ein wachsender silberner L??we. Auch f??hrten sie wohl statt der 
beiden Pfeile nur einen Pfeil ??ber dem Monde, dessen beide H??rner 
mit je einem goldnen Stern besetzt sind; Helmschmuck: ein senk- 
rechtes Schwert, oben auf der Spitze mit einem Stern besetzt. 
Ronow. - Zwei sich kreuzende schwarze, f??nfmal gest??mmelte 
Baum??ste. In einem Zweige nannten sie sich Krzynecki. 
Roskau. - In Rot ein blauer, rechter Schr??gebalken, belegt mit 
drei goldnen Sternen; Helmschmuck: ein Stern. Ein Zweig nannte sich 
Bajerski. 
Rothe (Rohte). - In Rot ein silberner rechter Schr??gebalken, in 
dem ein roter L??we, der Balken auf jeder Seite von drei goldnen 
Sternen begleitet; Helmschmuck: ein aufrechtes Schwert zwischen zwei 
H??rnern. 
Rozemberg (Rosemberg, Rosenberg). - Schild blau-silbern geteilt, 
oben drei goldne Halbmonde nebeneinander, unten drei rote Rosen an 
drei Zweigen eines beblatteten Stils; Helmschmuck: ohne Krone die 
drei Rosen. 
Rozycki. - In Blau ein goldner, nach oben ge??ffneter Halbmond, 
dar??ber ein kleines silbernes Kavalierkreuz; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. 
Rubach. - In Blau drei Pflanzen zu 2 und 1 gestellt, jede mit 
einer Wurzel und drei aus einem Punkt ausgehendt;.n Bl??ttern: Helm- 
schmuck: drei goldne, nebeneinander stehende Ahren auf hohen 
Stengeln. Ein Zweig nannte sich Pluskowenski. 
Rubit (Rubisch, Rubicz). - In Rot ein silberner Quer- (oder auch 
schr??gelinker) Balken, belegt mit drei roten Rosen. 
Ruediger (Ridger, Rhediger, Ruedger, Rydiger). - Schild silbern- 
rot gespalten, rechts drei rote rechte Schr??gebalken, links ein aus der 
Teilungslinie ragender gepanzerter linker Arm, dessen Hand ein S-f??r- 
miges Eisen h??lt; Helmschmuck: ein gleicher Arm zwischen zwei rot- 
silbern geteilten und gewechselten Adlerfl??geln. Sie nahmen in einem 
Zweige 1552 das Wappen Pomian an. 
Runge (Rungen). - In Blau zwei ??bers Kreuz gelegte silberne 
Rungen, ??ber denen eine rote Rose; Helmschmuck: ein wachsender, 
blau gekleideter Mann, der die beiden kreuzweisen Rungen vor sich 
h??lt, mit schwarzem Hut, auf dem sechs Straussenfedern. Ein Zweig 
nannte sich Sypniewski. 
Russen. - In Rot ein breiter, goldner Schr??gerechtbalken , der 
mit den Brustbildern von drei schwarz gekleideten Russen belegt ist, 
oder auch wohl ein gew??hnlicher Schr??gbalken mit den Brustbildern 
oben besetzt. 
Rustke (Rustken). - In Blau ein auf Wasser zwischen Schilf 
schwimmender Schwan. Ein Zweig nannte sich Rostkowski, auch 
Rustkowski. 
Rypp. - In Silber auf einem roten viereckigen Kissen mit vier 
goldnen Quasten ein schwarzer Hahn. 
Rys. Wappen (Tat. XV). - In Blau ein rechts laufender, den gold- 
gekr??nten Kopf links wendender Luchs (Rys); Helmschmuck: drei 
nat??rliche Lilien an beblaUeten Stengeln nebeneinander. der mitteiste 


t 


-
>>>
- 122 - 


Stengel bedeckt mit einem sechseckigen goldnen Stern. Dieses Wappen 
f??hren die: 
B
kowski, Drzewiecki, Jackow, Jackowski, Janicz, Kobierski, Lackoroiiski, 
Langnau, Lipowski, Nostycz, Rysiewicz, Tokarski. 
Sangerhausen. - f??hren drei L??wen zu 2 und 1 gestellt. Sie 
nannten sich sp??ter Zengwirski. 
Sartawski. - Schild durch zwei Stufen silbern-rot geteilt; Helm- 
schmuck: zwei schwarze Adlerfl??gel, zwischen denen zwei rote Stufen. - 
Aber auch: Schild geteilt, oben ein Stern, unten kein Bild; Helmschmuck: 
ein links ausgebogenes Jagdhorn, an dem f??nf Schellen h??ngen. - 
Sie nannten sich vordem auch Seibersdorf und Seiboldsdorf. 
Schak (Schack, Schach von Wittenau). - Schild gespalten, rechts 
in Rot ein aus der Teilungslinie halb hervorspringender blauer Wolf, 
links in sechs Reihen rot-blau geschacht; Helmschmuck: der Wolf 
wachsend. 
Schleinitz (Schleunitz). - Schild silbern-rot gespalten, rechts eine 
f??nfbl??ttrige goldne (rote) Rose, links zwei silberne Rosen; Helmschmuck: 
zwei B??ffelh??rner. Ein Zweig nannte sich Pleminski. 
Schlieben. - In Gold ein Querbalken in drei Reihen von je 
sieben feldern silbern-blau geschacht; Helmschmuck: zwei B??ffelh??rner. 
Schmied (Schmied v. Schmiedebach). - Schild schwarz-rot quadriert, 
im ersten und vierten felde je ein Pegasus, im zweiten und dritten 
eine silberne, gest??rzte eingebogene Spitze; Helmschmuck: der Pegasus 
in offenem fluge. 
Schmieden. - Schild rot-blau geteilt, oben ein aufwachsender, 
golden gekleideter Mann, in der erhobenen Rechten einen Hammer 
haltend, unten drei goldne Sterne, zu 2 und 1 gestellt. 
Schoenaich. - In Gold ein gr??ner Kranz, abwechselnd mit vier 
gr??nen Eicheln und vier gr??nen Zweigen besteckt; Helmschmuck: der 
Kranz. Ein Zweig nannte sich Krasnod
bski. 
Schweryn (Schwerin, Szweryn). - In Rot eine silberne Raute; 
Helmschmuck: f??nf Straussenfedern, belegt mit zwei Rauten neben- 
einander. 
S
pia gtowa, Wappen. - In Rot der Oberk??rper einer weiblichen 
Person, schwarz-weiss bekleidet, mit herunterh??ngenden Haaren, anstatt 
der Nase mit einem schwarzen Geierschnabel (S
pia Gtowa=Geier- 
kopf); Helmschmuck: zwei Elephantenr??ssel oder auch zwei rote, 
nach oben gestreckte Arme, die einen Siegelring halten. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Ciecholewski, Elzanowski, Samptawski. 
Sisslau (Silslau). - In Rot ein goldner, senkrechter, stumpf 
abgehauener Baumstamm, auf jeder Seite zwei Lindenbl??tter; Helm- 
schmuck: zwei B??ffelh??rner. Nannten sich sp??ter Sistawski und 
Zelstawski. 
Sowka. Wappen (Taf. XV). - In Blau auf einem an einem Baum- 
stamme mit f??nf Wurzeln befindlichen Zweige, der noch drei Zweig- 
enden hat, eine Eule sitzend, die fl??gel zum Auffliegen erhoben; 
Helmschmuck: f??nf Pfauen- oder auch Straussenfedern. Dieses Wappen 
wurde f??r besondere Wachsamkeit in der Nacht erteilt, wird deshalb 
auch Noctwa (von Noc = Nacht) genannt. Einige ersetzen die Eule 


. 


t 


- 


----
>>>
- 123 - 


t 


durch einen Star (szpak), darum wird das Wappen auch Szpak 
genannt. Es heisst aber auch Nieczuta. Dasselbe f??hren die: 
Bartlinski, Batocki, Czarlinski, Czerniewski, Knybawski, Piaskowski, Schedlin, 
Sowinski, Sowka, Szedlinski, Szpak, W
sierski. 
Stango (Stange, Stangen). - In Silber ein roter, schr??gerechts 
gelegter Eichenstamm, dreimal stumpf ge??stet, auf jeder Seite drei rote 
Bl??tter; Helmschmuck: ein rotes Kissen mit vier goldnen Quasten, 
besteckt mit einem Busch schwarzer Hahnenfedern. Sie nannten sich 
auch Wandowski und Stembarski. 
Stauden. - Zwei unten zusammenh??ngende, oben ??bereinander 
gelegte Stierh??rner. Ein Zweig nannte sich Jaromirski, nahm das 
Wappen Samson an. 
Steppholz. - In Blau ein silberner, rechter Schr??gebalken, belegt 
mit f??nf roten Rosen; Helmschmuck: eine rote Rose mit Wurzel und 
vier Bl??ttern. Zweige nannten sich Liskowski, I::.yskowski und 
Wisniewski. 
Strachowski. - Ein nach unten offenes Hufeisen; Helmschmuck: 
eine Taube mit ausgebreiteten fl??geln, ??ber der zwei Tauben mit den 
Schn??beln eine grosse Krone halten. 
Strumberg, Wappen (Sztumberg). - In Rot ein silberner, senk- 
rechter Anker, mit dem Stiel, der keine Querstange, nur eine Tau??se 
hat, nach oben; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Das Wappen 
f??hren die: 
Jesiotrowski, t.opacinski, t.opacki, Rychler, Strumberg, Sychowski. 
Sumowski. - In Rot drei goldne achtstrahlige Sterne zu 2 und 1 
gestellt; Helmschmuck: ein gleicher Stern. 
Swi??:sicki. - Auf einem Dreih??gel zwei B??ffelh??rner mit ab- 
gerissenem St??ck Kopfhaut; Helmschmuck: ein Greif, zwei gleiche 
H??rner haltend. 
Szachman (Schach man). - Schild geteilt, oben in Gold ein 
braunes Weinblatt, unten in f??nf Reihen golden-schwarz geschacht. 
Szczepanski. - In Blau ein gr??ner Palmbaum, dessen Stamm mit 
einem goldnen Hufeisen belegt ist, ??ber dem ein querliegender goldner 
Pfeil; Helmschmuck: ein geharnischter, hauender Schwertarm. 
Szembek. - In Deutschland vordem Schoenbeck und Schonberg 
genannt. Der Schild durch einen goldnen, mit drei roten Rosen be- 
legten rechten Schr??gebalken blau-rot geteilt, oben wie unten je eine 
schr??gerechts laufende Gemse; Helmschmuck: ein Adlerflug, innerhalb 
desselben eine wachsende Oemse. 
Taube. 
 In Schwarz eine silberne, fliegende Taube; Helmschmuck: 
die Taube auf einem schwarzen fl??gel. Dieses Wappen, das auch 
die Wenecki (Venediger) f??hren, wird auch Got(!b (die Taube) genannt. 
Tettau. - In Rot drei silberne ??bereinander aus dem linken 
Schildesrande hervorragende Wolfsz??hne; Helmschmuck: ein offener 
flug. Sie nannten sich dann Tettau v. Kinsky. 
Troczka (Troski, Troszka, Droschke, Troschke). - In Rot ein 
silberner Halbmond von einem silbernen Pfeile von unten nach oben 
durchbohrt, der mitunter auch auf dem Monde steht; Helmschmuck: 
ein schwarzer (mitunter auch roter) Adlerfl??gel, von einem Pfeile 


"'"--
>>>
- 124 - 


wagerecht durchbohrt, oder auch mit dem Wappenbilde belegt. Ein 
Zweig nannte sich t.otynski, auch lottinski. 
Troska (Troschke). - In Schwarz ein senkrechter, nach oben 
gerichteter goldner Pfeil mit silberner Spitze; Helmschmuck: ein schwarzer, 
mit dem senkrechten Pfeil belegter Adlerfl??gel. Dieses Wappen nahm 
auch ein Zweig der Brudzewski W. Nowina an, nannte sich dann 
Brause. 
Truchsess (Truchsess von Wetzhausen). - In Gold zwei rot- 
silbern in zwei Reihen geschachte Querbalken; Helmschmuck: zwischen 
zwei B??ffelh??rnern ein rotgekleideter frauenrumpf mit langem Haarzopf. 
Trzcienski (Trzcinski, Trzinski). - Sie hiessen urspr??nglich von 
Canden, Kanden, vermehrten ihr Stammwappen : in Blau zwei nach 
rechts laufende, ??bereinander gestellte silberne Jagdhunde, durch das 
??ber diese gestellte Wappen leliwa; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, 
belegt mit dem Wappen leliwa (d. i. ein Stern ??ber einem Halbmonde). 
Trzeszewski (Trzesiewski). - Ein auf einem gebogenen Aste 
stehender Vogel; Helmschmuck: ein Adlerfl??gel. 
Trzy Radla, Wappen (Taf. XV). - In Rot drei silberne Pflug- 
schare, mit den Spitzen nach oben, zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. Dasselbe f??hren die: 
Berawski, DJuhomil, RadJowski, Wilczewski, Winter. 
Wachschlager. - In Silber ein rechter Schr??gebalken, in drei 
Reihen blau - silbern geschacht. 
Wagner. - Schild geteilt, oben in Gold ein schwarzer leopard, 
in den Vorderpranken eine blaue lilie haltend, unten schwarz-gold 
viermal gestreift. . . 
Walka, Wappen. - S. Zukowski. 
Waselrot (Weisselrot, Wetzelrod, Watzelrode, Waldenroth, Walen- 
rodt, Waselrot-Adler). - Zwei vom Knie abgel??ste Ritterbeine mit 
Sporen, nebeneinander gestellt, beide oben gemeinsam besetzt mit 
Hals und Kopf eines Adlers; Helmschmuck: die beiden Ritterbeine. 
doch mit den f??ssen nach oben gekehrt. 
Wedelszted (Wedel se, Wedelsted, Wedelstaedt). - In Rot ein 
silberner, linker Schr??gebalken, oben begleitet von einem schr??gelinks 
liegenden, nach oben gerichteten silbernen Pfeil; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Es kommen aber Abweichungen vor: in Blau ein 
schr??gerechter Pfeil ohne Balken, oder in Blau ein schr??gerechter 
Balken, von dem Pfeil schr??gelinks nach oben durchbohrt. 
Wensing. - In Rot ein aufrechtstehender, silberner Spiess; Helm- 
schmuck: ein gleicher Spiess. Ein Zweig nennt sich Waldowski. 
Wernsdorf. - Schild rot-golden gespalten, darin zwei ins Andreas- 
kreuz gesetzte Lilienst??be In verwechselten farben; Helmschmuck: 
ein Adlerfl??gei, belegt mit dem Wappenbilde. 
Weyden (von der Weiden). - In Silber auf gr??nem H??gel ein 
Weidenbaum. Ein Zweig nannte sich Butowski, ein anderer Wierz- 
bowski, nahm das Wappen Dol
ga an. 
Zanthier. - In Rot ein silberner, rechter Schr??gebalken, belegt 
mit drei Zanderk??pfen; Helmschmuck: zwei rote, aufgerichtete, nach 
aussen gekr??mmte Zander. Ein Zweig nannte sich Woyski. 



 


L 


---
>>>
125 - 


Zie
enhals (Czeginhals). - Schild silbern-rot geteilt, darin ein 
stehe'1der Ziegel)bock, zur H??lfte oben schwarz, unten silbern. 
Zukowski (Zuchowski). - In Rot ein nach oben ge??ffneter, goldner 
Halbmond, auf welchem ein blankes, gest??rztes Schwert steht, dessen 
Handgriff rechts und links von je einem goldnen Stern begleitet ist; 
Helmschmuck: ein Pfauen schwanz , belegt mit dem ganzen Wappen- 
bilde. Das Wappen wird auch Walka genannt und f??hren dasselbe 
auch die Kowalewski. 


B. Die Wappen Pommerellens. 


Als in ganz Polen zu Ende des 15. und Anfang des 16. Jahr- 
hunderts Gebrauch wurde, dass der Adel nach seinem Besitz einen 
festen Familiennamen annahm, folgte diesem Gebrauch, ebenso wie in 
Preussen, auch der Adel in Pommerellen. Es sassen hier aber vielfach 
mehrere adlige Familien auf besonderen adligen Gutsanteilen in dem- 
selben Dorfe, nach welchem alle diese familien ihren neuen polnischen, 
also einen gleichen Namen annahmen; sie behielten aber, zur Unter- 
scheidung von einander, ihren alten Familiennamen als Beinamen bei. 
Es entstanden so Doppelnamen. Wenn nun aus diesen, wenigstens 
??berwiegend, der urspr??ngliche Familienname erkennhar ist, so ist nicht 
zu ??bersehen, dass auch noch Doppelnamen anderer Art vorkamen, 
sei es durch NebeneinandersteIlung des deutschen und polnischen 
Namens eines Gutes, nach welchem sich das Geschlecht nennt, sei es 
zur Unterscheidung der Zweige eines Geschlechts, die auf verschiedenen 
Anteilen in demselben Dorfe sassen und denselben Doppelnamen, 
sp??ter einen dreifachen Namen f??hrten, von dem sie mit der Zeit den 
Stammnamen fortliessen und nur den Unterscheidungsnamen dem 
neuen polnischen Namen beif??gten. In sp??teren deutschen Verh??ltnissen 
legten manche Geschlechter, wenn auch nur Zweige derselben, die 
polnischen Namen ab und nannten sich nur mit den alten Stamm- 
namen, die aber durch die deutsche Schreibweise vielfache Umgestalt- 
ungen erfuhren. Auch die erw??hnten Beinamen, die zur Unterscheidung 
der Zweige dienten, wurden dann mitunt
.r massgebender familien- 
name. Als einfacher galt auch mehrfach die Ubersetzung des polnischen 
Namens ins Deutsche. Es hatten viele pommerellische Familien polnische 
Wappen, zu denen sie adoptiert wurden, angenommen, und es nahmen 
die Zweige eines Geschlechts auch wohl verschiedene Wappen an, 
um sich zu unterscheiden. In der unteren Zusammenstellung ist der 
Wappenname dann in Parenthese angegeben. - Einzelne Familien auf 
selbst??ndigen G??tern, die sich von anderen Familien nicht zu unter- 
scheiden hatten, liessen bei Annahme des neuen polnischen Namens 
den alten Stamm namen auch wohl fort, wodurch dieser allm??hlich in 
Vergessenheit kam. Er trat h??chstens nur noch in irgend einem alten 
Schriftst??cke als Bezeichnung eines uradligen Geschlechts hervor. Hatte 
dieses Geschlecht sich verzweigt, bl??ht es unter anderem Namen fort,
>>>
126 - 


hat es ein besonderes Wappen gef??hrt? Das ist unbekannt geblieben. 
Hier bleiben f??r den forscher noch viele L??cken auszuf??llen. 
Erst in den letzten Dezennien haben Historiker der bisher nur 
wenig beachteten familiengeschichte Pommerellens, wie ??berhaupt der 
ganzen ehemaligen polnischen Provinz Preussen, gr??ssere Aufmerksamkeit 
geschenkt und wesentlich dazu beigetragen, Licht in das bisherige 
Dunkel zu f??hren. Manches Geschlecht ist dadurch der fast voll- 
st??ndigen Vergessenheit entrissen. Ergebnisvoll und darum nicht genug 
zu sch??tzen sind die forschungswerke der Herren: 
Benno von W i n c k I er: R??ckblick auf die Vergangenheit West- 
preussens, Danzig 1873; 
Reinhold er am er: Geschichte der Lande Lauenburg und B??tow, 
K??nigsberg 1858; 
Dr. Wojciech von K
trzynski: 
1. 0 ludnosci polskiej w Prusiech niegdys Krzyzackich (??ber die 
polnische Bev??lkerung im ehemaligen Ordens-Preussen) 
Lemberg 1882; 
2. Nazwy miejscowe polskie Prus zachodnich, wschodnich i 
Pomorza wraz z przezwiskami niemieckimi (die polnischen und 
deutschen Ortsnamen der Provinz Preussen und Pommerellen) 
Lemberg 1879; 
3. Przydomki szlachty Pomorskiej (die Beinamen des PommereI- 
lischen Adels). 
Dr. Stanislaw von K
trzynski: Taryfy Podatkowe ziem Pruskich 
z. R. 1682 (Steuer-Register der preussischen Lande vom Jahre 1682), 
Thorn 1901. 
Diesen Quellen ist das nachfolgende Verzeichnis der Pommerellischen 
Adelsfamilien und ihrer Verzweigungen vorzugsweise entnommen. 
Ahlebeck. - Schild geteilt, unten rot- silbern geschacht, oben in 
Blau ein aufwachsender silberner Hirsch. Zweige: Alebicki, Wolzowski. 
Aubracht (Obrach). - Schild geteilt, oben das Wappen Ksi
zyc, 
unten zwei gekreuzte Schwerter in Rot. Zweige: Lipinski, Prondzynski. 
Babka (Babk). - Zweige: Cz
stkowski, Gostomski, Lipinski. 
Bach. - In Blau ein aus einem auf seinen Spitzen mit je einem 
goldnen Stern besetzten, goldnen Halbmonde aufwachsender goldner 
Hirsch. Zweige: Gowinski, (W. Brochwicz 3), Kolkowski (W. Pomian; 
f??hrten nach dem Wappen bilde den Beinamen B??ffel), Lewinski (W. 
Brochwicz 3; f??hren Beinamen Royk), Paraski (W.-Schild rot-blau 
geteilt, in der Mitte ein Totenkopf, dar??ber zwei goldne Sterne, unten 
ein silberner Halbmond; Helmschmuck: drei goldne Sterne. - Auch 
wohl: in Rot ein Hirsch auf gr??nem Boden, ??berh??ht von drei Sternen), 
Poblocki (Pobolski, Poblocki Delk (Hirsch silbern, ??ber demselben in 
Blau einen mit zwei Sternen besetzten und einen Stern umschliessenden 
Halbmond; Helmschmuck: drei Straussenfedern), Wyszecki, Zelewski 
(W. Brochwicz 3; auch ver??ndert: der Hirsch aus gewelltem Querbalken 
aufwachsend, der oben von zwei Sternen, unten von einen Stern 
begleitet ist). 
Balga. - In goldnem felde ein quergezogener , leiterf??rmiger, 
roter Zaun, aus dem ein Hirsch, mit einem gr??nen Blatte im Maule, 
aufw??chst. Zweig: Gartkowski. 


-
>>>
- 127 - 


Bartke (Asdunen, Sdunen, Sdaske, Zdun). 
Bartusz (Bartusch, die Bartussen). 
Bastian. - Zweig: Brzezinski. 
Bayan (Bajan). 
Bergensin (Bergen ski, Berganski). 
Betschen. - In Blau ein goldner Bogen mit der Sehne nach 
unten, die mit drei goldnen Pfeilen f??cherartig belegt ist, darunter ein 
gest??rzter, silberner Halbmond, der einen goldnen Stern umschliesst. 
Bezoch. - Zweig: Gtowczewski. 
Bialk (Biala, Bialcke, Bialcky). - In silbernem Felde ein goldner 
Stern; Helmschmuck: ein goldner Stern. Zweige: Krz
piechowski 
(Kr
piechowski), Podjaski, Czarnowski (Weiss-Czarnowski). 
Blankenburg. - In Blau Kopf und Hals eines silbernen Bockes 
mit langem Bart und r??ckw??rts gebogenen H??rnern; Helmschmuck: 
ein Pelikan mit drei jungen. 
Blekot. - Zweige: Dembinski, Tuchlinski. 
Bobr (Biber). - In Rot ein schr??gerechts gelegter Baumstamm 
mit drei gr??nen Bl??ttern, auf dem ein goldner Falke mit goldnem 
Ringe im Schnabel sitzt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Nannten 
sich Patubicki, Kr
cki. 
Bochen (Boch, Bochow, Bogesken, Bochen, Lausdorf). - In 
silbernem Felde ein gr??ner Papagei auf einem Baumstamme. Zweige: 
Bochenski (Bochinski), Bozepolski, Parazinski. 
Bochen. - In Blau ein naturfarbener halber Fisch, ??berh??ht von 
einem goldnen Stern. Zweig: Chmielinski. 
Bogusz (Bogusch). 
Bojan. - Nahmen W. junosza an. Zweig: Pucdrowski. 
Bolost. - Zweig: Chetmowski. (W.Ostoja). 
Bonin. - In Blau eine offene goldene Krone, aus welcher vier 
schwarze B??ffelh??rner aufwachsen; Helmschmuck: ein halb auf- 
wachsender, nach links gekehrter, weisser Ziegenbock. Dieses Wappen 
wird auch Korona (die Krone) genannt. Zweige: Czeszewski (Cies- 
zewski), Sulicki (Zulicki), Stawianowski. 
Bonsewicz (Bonsewske, Bonsewitz, Bonsewski). 
Borski (Borek, Borsken). - In Rot ein schwebendes, nacktes 
Bein, dessen Wade von oben nach unten von einem Pfeile schr??ge 
durchbohrt ist; Helmschmuck: ein Adlerfl??gel. Dieses Wappen wird 
auch No ga (der Fuss) genannt. 
Borosz. - Zweig: Lipinski. 
Borzestowski (Borzostowski, Socha). - Ein nach oben ge??ffneter 
Halbmond, dessen jedes Horn mit einem Rehbock besetzt ist. 
Borzk. - Zweig: Niepoczotowski. 
Bronk (Bronken, Bronki, Brunneken, Brunicke). - In Blau ein aus 
einem Brunnen aufwachsender Hirsch; Helmschmuck: ein goldner 
Halbmond, ??berh??ht von zwei goldnen Sternen. Zweige: Bronski 
(Brunski), Barkowski, Lublewski, Msciszewski (W. jastrz
biec), 
Niesiotowski, Pierszczewski, Puzdrowski, W
sierski. 
Buchon (Buchanicz). - W. Ksi
zyc, der Halbmond ist rechts 
ge??ffnet, rechts von drei Sternen, zu 1, 1, 1 gestellt, begleitet. Zweig: 
Gliszczynski. 


10......-
>>>
- 128 


Bula. - Zweig: Cieminski. 
Burski (Borski). - In Blau eine silberne Lilie ??ber einem nach 
oben ge??ffneten goldnen Halbmonde; Helmschmuck: ??ber einem Halb- 
monde drei goldne Sterne, auf jeder Seite ein silberner Pfeil. 
Butosz (Butosch, Buetopsch). 
Bychow (Bichau, Byk, Pych, Pycz). - f??hren das Wappen 
Zadora. Zweige: Bychowski, Bychow, Strzebielinski, Byk, Ciminski, 
Pych (Pycz), Lipinski, Pych PrCldzynski. 
Chadyn. - Wappen: ein L??we; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Nannten sich Borzyskowski. 
Chamyr (Chamir, Chamier). - In silbernem felde ein goldner 
Anker; Helmschmuck: das Auge Gottes. Zweige: Cieminski (??nderten 
das Wappen: in Silber ein goldner Halbmond, dar??ber ein schwarzes 
Kreuz, rechts und links von je einem goldnen Sterne begleitet), 
Gliszczynski (W. Ksi
i:yc, in Blau der goldne Mond nach oben oder 
nach rechts ge??ffnet, von drei Sternen oben oder rechts begleitet; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern; - in einem Zweige auch: ein 
Pfeil; Helmschmuck: ein gest??rzter Halbmond), Kaminski. 
Chinan (Chinow). - In Blau ein roter Balken, dar??ber drei goldne 
Sterne. Nannten sich Chinowski. 
Chocewko. - Nannten sich Patubicki. 
Cieszyca. - Ein Halbmond, dar??ber ein Hufeisen, rechts und 
links von je einem Stern begleitet. Zweige: Pieczynski, W
sierski. 
Cisiewski (Ciszewski Betka). - Schild rot-schwarz geviert, ohne 
Bild; Helmschmuck: G??ttin der Gerechtigkeit mit Wagschale und Schwert. 
Cyra (Cyra Milkowski). 
Czarnota. - Nahmen.Wappen Usan. Zweige: Bojarski, Wiei:linski. 
Cz
stek. - Zweig: Zalinski, wohl Wappen Doliwa, doch Helm- 
schmuck: drei Rosen zwischen zwei Jagdh??rnern. 
Czirzon (Cyrzon, Cyrson, Zirsam, Czyrson, Szyrsam). - In Rot 
ein silberner L??we, in der rechten Pranke ein blankes .Schwert, in der 
linken eine grosse Krone haltend. Zweige: DClbrowski, Oustkowski 
(Oostkowski), Studzienski. 
Damirke. - Nannten sich DClbrowski. 
Damnos. - Nannten sich DClbrowski. 
Dargusz (Dargupseh). - Schild schr??gerechts geteilt, unten schr??ge- 
rechts blau-silbern geschacht, oben in Rot ein aufwachsender goldner 
L??we. 
Darzen (Darsen, Darsicke, Daisen, Darzyk, Dorzyn). - Schild rot- 
gr??n schr??gerechts geteilt, oben ein wachsender goldner L??we; Helm- 
schmuck: ein Halbmond, dar??ber drei goldne Sterne. Zweige: Cieminski, 
Dorzynski, Rekowski, Studzinski. 
Dc:bicz. - Drei, mit den Stielen f??cherartig zusammenstehende 
Lanzen; Helmschmuck: drei gleiche Lanzen. 
Depka. - (Wappen Ksi
i:yc). Zweige: Lipinski, Prondzynski. 
Domaros (Domarus, Damarus, Domarath, Dommer). - Wappen 
Ksi
i:yc, doch nur zwei Sterne nebeneinander ??ber dem Monde. Zweige: 
Chosnicki, DClbrowski, Niepoczotowski. 
Dorc:gowski (Beiname: Oleissen). - In Rot zwei goldne, kreuz- 
weise mit den Mundst??cken nach unten und nach innen gelegte Jagd- 



 


-
>>>
129 - 


h??rner; Helmschmuck: ein mit Mund- und Schalloch nach oben 
gekehrtes Jagdhorn. 
Drywa. - Zweige: Borucki, Zakrzewski (Wappen Brochwicz). 
Dutak (Dullak). - Wappen Ksi
zyc, der Mond nach rechts 
ge??ffnet, von den drei Sternen rechts begleitet; Zweige: Plachecki, 
W
sierski (Wappen Leliwa). 
Dunajec. - D. Gliszczynski. 
Dzif;i6t, Wappen. - , In Blau ein auf einem ??aumstubben sitzender 
Specht; Helmschmuck: der Specht (dzi
cz6t). Dasselbe f??hren die: 
Dzi
cielski (Diezelski, Dzengelski, Ziezelski), Kliczkowski, Persa, Poggentow, 
Setzke, Stawicki. 
Essen. - In Blau ein goldner Halbmond, ??berh??ht von zwei 
Sternen; Helmschmuck: ein Schwertarm. Zweig: Kistowski (Wappen 
Ksi
zyc, der Mond nach links ge??ffnet, rechts, links und unten von 
den Sternen begleitet; Helmschmuck: aufwachsender L??we mit einem 
Schwerte in der Pranke. 
falisz (fallis, falisz Dqbrowski). 
felstow (Velstow, Valstowe, Samke). 
finecke (finik). - Zweig: Dqbrowski. 
fisz (fiszk, fiszka, fiske, fisch, fischer). - Schild silbern-blau 
gespalten, rechts drei ??bereinander gestellte, die Spitze nach links 
kehrende, goldne Pfeile, ??ber denselben ein goldner Stern, links zwei 
goldne Sterne ??bereinander, ??ber denselben ein silberner Halbmond. 
Zweige: Zancke, fiszka Borzyszkowski (in Rot ein nach oben ge??ffneter 
Halbmond, ??berh??ht von einem aufrechten, oder auch wohl gest??rzten 
Pfeile, der von zwei Sternen begleitet ist). 
fisz (fisch, fischer). - Schild silbern-blau gespalten, rechts eine 
aufrechte rote Schlange, links drei silberne Karauschen untereinander; 
Helmschmuck: eine Meerjungfer mit einem Anker in der rechten Hand. 
freza (fryza, fresa, frese). - In Blau ein silberner Helm mit 
drei silbernen, je auf einer roten Kugel stehenden Straussenfedern 
geziert; Helmschmuck: drei Straussenfedern auf gleichen Kugeln. Zweig: 
Strzebielinski. 
??abrysz (Borzyszkowski). 
??arczynski. - G. Rautemberg. Wappen Sas Pruski. 
??awin (Gowin). - Gostomski (Wappen Paprzyca), Niesiolowski 
(Wappen Nal
cz). 
??f;sk (G
sk, Chosnicki, Niesiolowski, Podjaski). 
Gtusz. - 01. Ostrowski. 
??oddentow. - Schild rot-silbern gespalten, rechts ein Vogel auf 
einem Aste sitzend, links drei rote Querbalken. 
Golian. - G. Niepoczotowski, G. T okarski. 
??oltstein (Goldstein, Golsztein). - In Gold vier blaue Querbalken. 
Zweig: Kossowski (Wappen Jelita). 
Goncz (Gonschen). - Schild schr??gelinks geteilt, unten rot-silbern 
geschacht, oben in Blau ein halbwach sender, von einem Pfeil durch- 
bohrter Ziegenbock. Zweig: Czerniewski. 
??6rny. - G. Podjaski, G. W
sierski. 
Gosk (Gosz, Goszk). - In Blau eine die untere Schildesh??lfte 
ausf??llende silberne Mauer mit vier Zinnen, aus welcher ein goldner 
v. Zernicki, Die polnischen Stammwal'pen. 9 


.......
>>>
- 130 


L??we aufw??chst; Helmschmuck: ein gleicher L??we, in der rechten 
Pranke ein Schwert haltend. Zweige: Borski, Dtbrowski, Kaminski, 
Podjaski. , 
Grabla, Wappen Sas Pruski. - Zweige: Msciszewski, Sp
gawski, 
Tuchlinski. 
Grabowski. - G. Goetzendorf. In Blau ein goldner nach oben 
ge??ffneter Halbmond, an den Spitzen mit je einem siebenstrahligen, 
goldnen Sterne besetzt, der Mond ist von unten nach oben von einem 
Schwerte durchbohrt; Helmschmuck: ein gleicher Mond ohne Sterne 
und ohne Schwert, belegt mit einem schwarzen Kreuzritterkreuz, f??nf 
Straussenfedern umfassend. Dieses Wappen wird Wappen Zbicswicz 
genannt. 
Gran (Gron, Grzon, Grzanka, Grzonka). - In Blau ein goldner 
L??we mit einem goldnen nach rechts ge??ffneten Halbmonde in der 
Tatze, oben im Halbkreise von f??nf goldnen Sternen begleitet. Auch 
wird ihnen das Wappen Drzewica zugeschrieben. Zweige: Czapiewski, 
Zabinski, Zychcki. 
Grela. - In Rot zwei gekreuzte Turnierlanzen, oben und unten 
von je einem goldnen Sterne begleitet; Helmschmuck: eine wachsende, 
rot gekleidete, gekr??nte oder ungekr??nte Jungfrau, in jeder Hand eine 
Turnierlanze haltend. Ihr Wappen wird auch angegeben: ein nach 
oben ge??ffneter Halbmond, ??ber dem zwei Sterne nebeneinander. 
Gruba (Grubba, Gruben). - In Blau ein goldner L??we; Helm- 
schmuck: ein wachsender goldner L??we zwischen offenem, silbernen 
fluge. Zweige: Krz
piechowski (Krempiechowski), Niezuchowski, 
Slawkowski, W
sierski (Wappen Leliwa), Zdunowski. 
Gruchala (Gruchalla). - In Blau zwei gegeneinander springende, 
weisse Windhunde, dar??ber ein gest??rzter, goldner Halhmond. Zweig: 
W 
sierski. 
Grumbkow (Grumbkau, Grtbkowski, Grumkowski). - In Silber 
ein aufgerichteter blauer Pfeil; Helmschmuck: ein silberner Halbmond, 
??berh??ht von drei goldnen Sternen. 
Grzebin (Grebin, Grzebionek). - In Silber eine rote Rose, aus 
der drei rote Herzen hervorgehen; Hclmschmuck: eine rote Rose 
inmitten eines offenen, silbernen fluges, jeder fl??gel belegt mit einem 
roten Herzen. Zweig: Borzostowski. 
Gut (Gutt, Guta). - Wappen Sas Pruski. Zweige: Dargolewski, 
Radoszewski, Zapendowski. 
Gynz (Gyns, Guntz, Gtcz, Gonz). - Schild silbern-blau-silbern 
geteilt, im oberen felde ein roter Krebs, im Mittelfelde stehen, von 
rechts nach links nebeneinander, ein goldner, nach oben ge??ffneter 
Halbmond, ein goldner Stern, ein gest??rztes Schwert, ein zweiter Halb- 
mond und ein Stern, - in dem unteren felde ein nat??rlicher, zum 
Sprunge bereiter Luchs. Zweige: Dtbrowski, Puzdrowski, Rekowski. 
Hagenau. - In Blau eine rote Rose auf einem H??gel. Zweige: 
D
bnicki (Wappen Poraj), Zalinski (Wappen Poraj). 
Helma (Helm, Elma, Podlewski). 
Hennik (Heniga, Podjaski, Hennik P6tczynski). 
Herod. - H. -I::.tcki. 


...-
>>>
- 131 


Hirsch (Hirsz). - Schild blau-rot geteilt, oben ein wachsender, 
silberner Hirsch; Helmschmuck: ein gleicher wachsender Hirsch 
zwischen einem roten und einem blauen fl??gel. Zweig: Pomoyski. 
Holdau (Hulda). - In Silber ein Lindenzweig mit drei gr??nen 
Bl??ttern; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, der L??nge nach belegt 
mit f??nf gest??rzten Spiessen. Zweig: Hulda Lubodzki. 
jadunke (jadumke, jadomke). 
jakusz (jakuszek, jakuszyk, jakusz-Gostomski). - Ein Karpfen, 
aus dem drei Pfeile entspringen; Helmschmuck: ein Halbmond, dar??ber 
drei Sterne. 
janta. - In Blau ein goldner, sechsstrahliger Stern; Helmschmuck: 
ein gleicher Stern. Zweige: Czapiewski, Lipinski (ein Zweig f??hrt 
einen Halbmond, auf dem ein aufrechtes Schwert steht, rechts und 
links von je einen Stern begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedern), 
Polczynski (ein Zweig f??hrt ein laufendes Pferd auf gr??nem Boden). 
jarchow. - Nannten sich Warczewski (Warzewski). 
jark (jork, Oorka, Skorka). - In Rot ein silberner, schr??gerechter 
Wellenbalken. f??hrten auch wohl das Wappen Oryf. Zweige: 
Czenstkowski, Gostkowski (Wappen Drzewica), Gostomski (Wappen 
Drzewica), Gustkowski (Wappen Gryf), aber auch: Schild geteilt, unten 
in Rot eine silberne Lilie, das obere feld silbern-blau gespalten, rechts 
ein roter L??we, links eine silberne Lilie; Helmschmuck: eine halbe 
silberne Lilie zwischen schwarzem und rotem fl??gel), Lipinski, Skorka 
(auch Schurik genannt; Wappen Drzewica). 
jaroch. - j. Kistowski (Wappen Drzewica). 
jastrz
b. - j. Tuchlinski. 
jekel (JekeIl, jeckei). 
jd. - j. Lipinski. 
joeden. - Schild silbern-blau geteilt, oben ein ruhender Schwert- 
arm, unten ein goldner Leopard, zwischen den Vorderpranken eine 
rote Rose haltend; Helmschmuck: ein goldner Halbmond, dar??ber ein 
goldner Stern. Nennen sich j.-Koniecpolski. 
jordan. - In Rot drei schwarze Schweinsk??pfe, zu 1 und 2 
gestellt. 
jucha. - j. Palubicki. 
jutrzenka (Genderzika, sp??ter auch Morgenstern, M. jutrzenka). - 
Schild blau-silbern gespalten, rechts ein links ge??ffneter, goldner Halb- 
mond, links sechs goldne Sterne, zu 2, 2, 2 gestellt. - Auch wohl: 
in Gold ein blauer, rechter Schr??gebalken, belegt mit drei goldnen 
Sternen; Helmschmuck: ein blauer Pfahl, mit drei Sternen belegt, im 
offenen goldnen fluge. Zweige: Oliszczynski, Studzienski, Trzebiatowski 
(Schild blau, durch eine goldne Linie gespalten, rechts f??nf silberne 
Sterne, zu 1, 2, 2 gestellt, links ein goldner, nach innen ge??ffneter 
Halbmond; Helmschmuck: zwei nat??rliche Lilien f??cherartig gestellt). 
Kabsitz (Kabiskowski Kabiszewski, Kobzerdzki). 
Kaldrow. - K. Poblocki, K. Tokarski. . 
Karas. - K. Robakowski (drei gest??rzte Pfeile). 
K??:sowski (Kessowski, Keszowski, Bausendorf (Bautzendorf) 
K
sowski). - Wappen Poraj; Helmschmuck: Pfauenschwanz, belegt 
mit silberner Rose. 


9-
>>>
132 - 


K??:tych. - K. Przywidzki (Wappen Leliwa).. 
Kiemlada (Kimlada, K. Grabowski). - Wappen Przyjaciel, doch 
nur ein Herz, mitunter ist dieses von einem Ringe umgeben, der mit 
zw??lf Kugeln belegt ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern, jede mit 
drei Kugeln pfahlweise belegt. 
Kikut. - K. Koztowski. 
Kleist. - In Silber zwei laufende rote F??chse, getrennt durch 
einen roten Querbalken; Helmschmuck: drei gest??rzte, f??cherartig 
gestellte jagdspiesse, jede Spitze auf einer roten Rose ruhend. 
Kfopotek (Ktopotk). - Zwei laufende Hunde untereinander; Helm- 
schmuck: eine wagerecht liegende Flinte. Zweige: Dtbrowski (eine 
linie nahm Wappen Hotobok an), Dziembowski, Gtowczewski, 
Studzienski (Wappen Hotobok). 
Kocielk. - K. Ostrowski. 
Koepke. 
Kojtala (Koytala). - K. Kiedrowski. Schild quadriert, im ersten 
und vierten Felde drei Sterne, im zweiten und dritten Felde drei Rosen, 
alle zu 2 und I gestellt; Helmschmuck: ein wachsender L??we mit 
einem Pfeile in den Pranken. 
Kofdras. - K. Watdowski (Wappen Dtbrowa). 
Kompcow (Kompzow). 
Kord. - K. Gtowczewski. 
Koscianek (Kosciank). - K. Pobtocki. 
Koss (Kos, Kosseken). - In Blau zwei gegeneinander aufspringende 
weisse Windhunde, ??ber denselben ein jagdhorn; Helmschmuck: ein 
silberner, nach oben ge??ffneter Halbmond, ??ber welchem ein golden 
beschlagenes, schwarzes jagdhorn zwischen zwei Sternen. Zweige: 
Borski, Siemierowski (Szemirowski), Zakrzewski. 
Kostka. - K. Chosnicki, K. Gostomski (ein nach oben ge??ffneter 
Halbmond, auf dem ein Kreuz steht, das von drei Sternen begleitet 
ist, dar??ber ein nach unten ge??ffnetes Hufeisen), Lubanski, Msciszewski, 
Tuchlinski, W
sierski. 
Kowalek (Kowalik). - In Blau ein goldner Halbmond, ??berh??ht 
von drei goldnen Sternen (also Wappen Ksi
zyc); Helmschmuck: drei 
rote Rosen an Stielen. Zweige: Brzeszowski, Dtbrowski. 
Kozak. - K. Gt6wczewski. 
Krause. - In Blau drei goldne Halbmonde ??bereinander, der 
obere gest??rzt; Helmschmuck: ein geschlossener, schwarzer Flug, von 
einem goldnen Pfeile schr??gelinks aufw??rts durchschossen. 
Krokow (Krockow, Krokowski). - Wappen Wickerau: in Rot ein 
schwarzes, auf zwei Adlerf??ssen ruhendes jagdhorn, mit dem Mund- 
st??ck nach links gekehrt, mit vier goldnen Beschl??gen und schwarzem, 
eine Schleife bildenden Tragriemen; Helmschmuck: zwei Ritterarme, 
mit nach oben wie zum Gebet zusammengelegten H??nden. Ein gleiches 
Wappen f??hren auch die Bartuszewski Bartelsdorff. 
Ksi??:fyc, Wappen (Taf. XIV). - In Blau ein goldner Halbmond, 
nach oben ge??ffnet, von drei goldnen Sternen ??berh??ht; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. - Auch Ksi
zyc i Gwiazdy (Mond und Sterne), 
und Trzy Gwiazdy (drei Sterne) genannt. Es wurden die drei Sterne 
von K??nig Kazimierz IV. 1466, nach dem Frieden von Thorn, verdienst-
>>>
133 - 


vollen Kriegern verliehen. Als sp??ter in den Schlachten von Cecora 
1620 und bei Choczim 1621 das Aufgehot aus Pommerellen, unter 
den Wojewoden Gerhard Denhof und Jan Weyher sich durch besondere 
Tapferkeit auszeichnete, wurde zum Andenken an diese glorreichen 
feldz??ge von K??nig Zygmunt 111. einer gros sen Anzahl pommerellischer 
Geschlechter gestattet dieses Wappen mit Hinzuf??gung des Mondes 
zu f??hren, resp. in ihre Wappen Halbmond und Sterne aufzunehmen. 
Es wurden diese dem alten Wappen nun in passendster Weise angef??gt, 
wodurch Mond und Sterne mehrfach verschiedene Stellung erhielten; 
wurde dieses Wappen als selbst??ndiges Wappen gef??hrt, dann wurde 
das alte meist in den Helmschmuck gesetzt. Dieses Wappen f??hren 
die folgenden, meist preussischen und pommerellischen familien: 
Anbracht, Borne, Brodzki, Bronski, Brychta, Buchon, Cieminski, Czirson, 
D
browski, Domarus, Dullak, Eichholtz, Gliszczynski, Grzebieski, Gustkowski, 
Ines, jabtonowski, juszczakiewicz, jutrzenka, Kistowski, Kiwalski, Kuyk, Lipinski, 
Mach, Machowski, Milwinski, Miszewski, Mroczek, Msciszewski, Napadiewicz, Pluto, 
Podjaski, Prondzynski, Rekowski, Stuszewski, Studzienski, Styp, Sulerzycki, Szyc, 
Trzebiatkowski, Wantuch, Wietcki, Wnnk, \'\'ussow, Zmnda. 
Kudbrzyn (Kudbryn). - K. Msciszewski (Wappen Jastrz
biec). 
Kukietka (Kukyalka). - K. Sarnowski. 
Kuncza. - K. Stawicki. 
Kunter. - K. Petroch (Petrorch), (Wappen Leliwa). 
Kupittczek (Kupieczek). - K. Lganowski. 
Kupin. - K. Studzienski. 
Kuyk (Kuike, Koycke, Kwik, Kuyk Studzienski), - In blau-silbern 
gespaltenem Schilde ein nach oben ge??ffneter, goldner Halbmond, der 
in jedem felde von einem senkrechten Pfeile von oben nach unten 
durchstochen ist, jeder Pfeil ??berh??ht von einem Sterne; Helmschmuck: 
ein silbernes Kavalierkreuz. 
Lab (Labbun, t.abbun, Lebbin). - L. Gustkowski. 
Labanka (Lablka). - L. Czarnicki. 
Lanik. - L. Gliszczynski. 
Lantosz (t.antosz, Lantaw, Lantow, Lantosk). - Zweige: Lantoski, 
Kenstonowski. 
Lettow. - L. Vorbeck. In Blau ein roter Querbalken, durch 
welchen eine zerbrochene Ankerstange gesteckt ist; Helmschmuck: drei 
goldne Straussenfedern. 
Lindner. - Zwei sich kreuzende Lindenzweige, jeder mit einem 
Blatt und einer Bl??te. 
Liniewski. 
Lis (Lissow, Lis Strzebielinski). 
Lostin (Lostke, Loistek, Lastke, Lossgen, Loske). - Wappen 
Leliwa. 
Luebtow (Libstowski). - Schild silbern-blau geteilt, oben ein 
schwarzer, wachsender Eber, unten drei goldne Sterne zu 2 und 1 
gestellt. 
lukoczyn (Lukotzin). 
Mach. - Wappen Ksi
zyc, doch wurden in verschiedenen Zweigen 
die Sterne anders gestellt. Zweige: Machowski, Milwinski, Pobtocki 
(Wappen Leliwa), Podjaski, Stawkowski, Stuszewski.
>>>
134 - 


Maczka. - M. Czarnowski. 
M
dry (Mondry, Mandrey, Mundry, Mondroien, Moedry). - In Rot 
eine weissgekleidete Jungfrau mit fliegendem Haar und goldner Krone, in 
jeder Hand eine Trompete haltend, beide gleichzeitig an den Mund gef??hrt; 
Helmschmuck: eine gleiche Jungfrau ohne Trompeten zwischen zwei 
Elefantenr??sseln, diese haltend. Es wird dieses Wappen auch meist 
Wappen D'lbrowski genannt. Zweige: D'lbrowski, Studzienski. 
Malek (Malik). - In Blau drei silberne Pfeile, sternf??rmig mit den 
Spitzen nach oben gelegt, unter denselben ein gr??nes Kleeblatt mit Stiel; 
Helmschmuck: drei Pfeile. Zweige: Chosnicki, Cz
stkowski, Malecki, 
Podjaski. 
Malotka (Malotki, Matotka, Mtotek, Mtotyk). - In Silber (mitunter 
in Rot) drei schwarze Hammer, mit den goldnen Stielen unten f??cher- 
.utig zusammengestelltj Helmschmuck: ein gest??tzter, geharnischter 
Arm mit einem Hammer. Zweige: Trzebiatowski, Zakrzewski. 
Malschitz (Malszycki, auch Kokoske, Kokoschke, Kokoski genannt). 
- Wappen leliwa; Helmschmuck: inmitten eines Hirschgeweihes 
ein Stern. 
Mark. - M. Modrzewski. Schild blau-rot gespalten, rechts eine 
weisse Rose am Stiele, links drei goldne Sterne ??bereinander; Helm- 
schmuck: ein silberner Halbmond. 
Marszat (Marschall). - Wappen Mora; Helmschmuck: drei silberne, 
f??cherartig gestellte Pfeile. Zweig: Sulicki. 
Maryka. - M. Cz
stkowski, M. T okarski. 
Massow. - In Silber zwei rote Querbalkenj Helmschmuck: zwei 
silberne B??ffelh??rner, jedes belegt mit zwei roten Balken. Zweig: 
Czudnochowski. 
Mc:droch. - M. Borski. 
Meroszyn (Meroschin). 
Mc:iyk (Menzyk, Menzitz). - In Silber drei schwarze Kohlmeisen; 
Helmschmuck: eine Kohlmeise. 
Metzke. - M. D'lbrowski. 
Miodunka. - M. Robakowski. 
Misin. - M. Sikorski. Unter rotem Schildeshaupt in Gold drei 
silberne M??venj Helmschmuck: eine M??ve. 
Mistzin (Miscine, Mitzina, Msyna, Midzin). - Zweig: Modrzewski. 
Mitzlaf. - Schild silbern-schwarz gespalten, darin ein Adler in 
gewechselten Farben j Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Modrzewski. - In Blau im rechten Obereck eine gold ne Sonne, 
in der Mitte ein nach der Sonne ge??ffneter goldner Halbmond, links 
und unten von f??nf goldnen Sternen bogenf??rmig begleitet; Helmschmuck: 
geharnischter Mann mit Schwert. 
Mroczek (Mrosecke, Mrosicke, Mrozek). - Wappen Ksi
zyc, ??ber 
dem Monde nur zwei Sterne. Zweige: Gliszczyiiski, Rekowski, 
T rzebiatkows ki. 
Myk. - M. Brzezinski. 
Nagacz. - N. Czenstkowski (Wappen Pobog). 
Nagorny. - N. W
sierski. 
Natzmer. - In Silber ein roter l??we mit ausgeschlagener, roter, 
zackiger Zunge; Helmschmuck: drei Straussenfedern.
>>>
- 135 


Ocisk. - O. Trzebiatowski. 
Orlikowski. - In Silber ein querlaufender blauer Fluss; Helm- 
schmuck: ein auf dem Knie ruhendes gepanzertes Bein. 
Osseken. 
Ostrorog. - O. Zeromski. 
Pac (Paca). - P. Borski, P. Slawkowski, P. Wiecki. 
Pacholek (Pacholke). - P. Modrzewski. 
Parzkow. - Schild rot-gr??n geteilt, oben drei silberne Lilien 
nebeneinander, unten ein laufender, silberner Wolf; Helmschmuck: ein 
Pfauen schwanz. 
Paszk (Paske, Paschen, Pastke, Patiske, Patzke, Paszke, Packi, 
Paczki). - In Rot ein goldner L??wenkopf mit goldnem Nasenring. 
Zweige: Paczki Bialke, Paczkowski, Stuzewski (Wappen Ksi
zyc; Helm- 
schmuck: zwei Sterne zwischen drei f??cherartig gestellten Pfeilspitzen), 
Studzienski. 
Pawelsz (Pawelski, Powelski). - Schild blau-rot geteilt, oben drei 
silberne Rosen nebeneinander, unter denselben drei silberne, zu 1 und 
2 gestellte Sterne, unten ein aus gr??nem Geb??sch am linken Schildes- 
rande halb hervorspringender, goldner Hirsch. 
Pazlltka. - P. Lipinski (Wappen Ksi
zyc, ??ber einem Halbmonde 
ein Hochkreuz, der Querbalken an jedem Ende mit einem kleinen 
Halbmonde besteckt, unter welchem je ein Stern, ??ber dem Kreuze 
f??nf Sterne im Halbkreise), P. Piechowski (Wappen Monsztern), 
Pr'ldzynski. 
Pell (P. Niepoczotowski). 
Perlow. 
Pc:tk (P. Gostomski). 
Piechowski (Kossobut, Piechowicz). Wappen, welches 
Monsztern genannt wird: ??ber einem goldnen Halbmonde ein 
silberner, f??nfstrahliger Stern. 
Piegacz (pigatz, P. Cieminski). 
Pierzcha (Pyrsza, Pierzchlinski, Pierzchowski, Pyrcha, Pirch). - 
In Blau eine silberne Karausche oder Flunder; Helmschmuck: ein 
Pfauenschwanz zwischen zwei Schl??sseln. Zweige: Brodnicki, Kacki. 
Pic: ta . - P. Lubanski, Netarbowski (Wappen Pomian), Ustarbowski 
(Wappen Ostoja). 
Pioch. - P. Lipinski, P. P6tczynski, P. Tuchlinski. 
Plenchow (Plenchau). 
Plochnicz (Plochwicz, Plochanz, Blochentz, ptochnicki. 
Plumpe. 
Pluto (Pluta). - Zweig: Pr'ldzynski (Wappen Ksi
zyc, der Mond 
nach rechts ge??ffnet, an jeder Spitze mit einem Stern besetzt). 
Podkladk. - P. Wyszecki. 
Podlaski (Podlaske). - In Blau unter einem gest??rzten, goldnen 
Halbmonde ein goldner Stern; Helmschmuck: das Wappenbild. 
Polk. - P. Zabinski. 
P61panek (Polpanke). - P. Trzebiatowski. 
Potlacki (Pottlacke).
>>>
136 - 


Prebentow (Przebendowski). - In Gold ein nach rechts gekehrter, 
auf den Hinterf??ssen sitzender Marder (Kuna). Es wird dieses Wappen 
auch Kuna genannt. 
Pruszak (Prussak, Prusak, Preus, Pruski). - Wappen Leliwa. 
Przeworski (przyworski). 
Przewoski (przywoski, P. Ruthendorf). - In Blau drei gr??ne 
Rautenstr??usse nebeneinander; Helmschmuck: das Wappenbild. 
Przieski (Pryziewski). - SchildesfLlss schr??ge geschacht oder 
geweckt, dar??ber ein springender Hirsch; Helmschmuck: drei Lilien 
auf beblatteten Stengeln. 
Przytarski. - In Rot zwei goldne ins Andreaskreuz gestellte 
Schl??ssel, unter denselben .
in goldner senkrecht aufgerichteter Pfeil; 
Helmschmuck: drei goldne Ahren. 
Pupka. - In Blau ein rotes Herz, umgeben von einem Kranze; 
I}elmschmuck: drei Straussenfedern. Zweige: Gostomski, Liplllski, 
Zabinski. 
Rap (Rapik). - R. Gostomski. 
Rask (Raske). - R. Trzebiatowski. 
Reiske (Raiske, Reschke, Rayski, Rysk). 
Reka (Reck). - In Blau ein silberner Stierkopf; Helmschmuck: 
ein goldner Stern zwischen zwei Krebsscheren. Zweig: Trzebiatowski. 
Rekow (Reckow). - -In Silber ein schwarzer, schreitender B??r; Helm- 
schmuck: drei silberne, je auf einen goldnen Stern gest??rzte jagdspiesse. 
Rekowski. - In Blau ein nach links gekehrter roter Krebs, ??ber 
demselben ein gest??rztes Schwert, begleitet rechts von einem links 
ge??ffneten Monde, links von zwei Sternen untereinander. 
Rekowski. - In Blau zwei goldne Sterne untereinander, von einem 
silbernen Hufeisen umschlossen. 
Repke (Rebke, Ropke, Roepke). - In Silber ein blauer Querbalken, 
belegt mit einem kleinen goldnen Monde und zwei Sternen, unter 
demselben ein Rebhuhn; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Roggenbuk. - In Silber drei quergezogene blaue Fl??sse. 
Roggenpan. 
Rosen. - In Gold drei rote Rosen zu 2 und 1 gestellt; Helm- 
schmuck: ein Pfauenschwanz, begleitet von zwei silbernen Wieseln. 
Rostken. - In Blau ein vorw??rts gekehrter goldner L??wenkopf 
mit aufgerissenem Rachen; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Rostok (Rustok). - Schild silbern-schwarz gespalten, rechts ein 
halber, an die Teilungslinie gelehnter schwarzer Adler, links eine halbe, 
ebenfalls angelehnte, silberne Lilie. 
Royk (Roik). - Zweige: Lewinski (Wappen Brochwicz 3), 
Parszczycki. 
Rudgis (Rugis, Ruedgisch). - In Blau ein auf gr??nem Boden 
stehender Baum, begleitet im rechten Obereck von drei goldnen, zu 2 
und 1 gestellten Sternen, im linken Schildeseck von einem goklnen 
rechts ge??ffneten Halbmonde; Helmschmuck: ein Hirschgeweih. _ 
Auch wohl: in Silber drei goldne Sterne; Helmschmuck: der Halbmond. 
Rukoczin. 
Rulaw (Hirszgrin Rulaw). 
Ruman (Roman). - Wappen Leliwa. Zweig: Lipinski.
>>>
137 - 


Ruscinski (Ruszczyc, Ruszcinski). - In Rot ein silberner L??we 
mit einem Straussenkopf. 
Ruszk. - R. Siemierowski (Wsiemierowski). 
Rybka. - R. Podjaski, R. Rybinski. 
Sabotka (Sabotke). 
Sadzik. - Zweig: Puzdrowski. 
Sarbski (Sarpske, Szarbski, Zarbski, Zerbtiken). - In Blau auf 
silhernen Wellen ein halb aus denseihen hervorragender, ein gr??nes 
Blatt im Maule haltender Seehund, ??ber welchem drei goldne Sterne 
schweben. 
Saxen. - S. Nakielski. 
Sas Pruski. Wappen (Taf. XV). - In Blau ein silberner, nach unten 
ge??ffneter Halbmond, der die Spitze eines silbernen, senkrechten, 
gefiederten Pfeiles umschliesst, der rechts und links von je einem 
goldnen Sterne begleitet ist; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt 
mit einem aufrechten Pfeil. Es kommen auch kleine Abweichungen vor. 
Dasselbe f??hren die: 
Dargolewski, Garczynski, Gllssowski, Glinski, Grabla, Gut, Husarzewski, 
JlIszynski, Marczynski, Msciszewski, Mszanecki, Radoszewski, Somnicz, Sp
gawski, 
Tesmer, Zapendowski. 
Sawken. 
Schimburen (Schinbauren). 
Schlieff (S. Dreso, Schlieffen). - In Silber der Rumpf eines nach 
rechts gekehrten, rot gekleideten, b??rtigen Mannes mit weissem Hals- 
kragen und roter, mit Hermelin verbr??mter Zipfelm??tze. 
Schlochow. - In Blau ein vorw??rts gekehrter goldner L??wenkopf 
mit einem Ringe im Maule; Helmschmuck: drei rote Rosen an gr??n 
beblatteten Stengeln. 
Schotzow (Schoetzow). - Eine Zwiebel, aus welcher drei Lilien- 
stengel.mit Bl??ten hervorwachsen. 
Schwichow (Retzorken, Rezarger). - In Rot eine silberne Rose 
an gr??n beblattetem Stengel; Helmschmuck: zwei weissbefiederte, 
aufw??rts gekehrte, goldne Adlerklauen. 
Sekret. - S. Szotnowski. 
Selasinski (Sellasen , Sellosen, Zelazinski). - In Silher ein auf 
gr??nem Boden liegender, roter Ochs; Helmschmuck: ein goldner 
Halbmond, dar??ber ein goldner Stern. 
Sieracki (Siereke). 
Skoczek. - S. Piechowski. 
Skorka (Schuriken, Scuirken). - Wappen Drzewica. Zweige: 
Cz
stkowski, Oostomski, Gustkowski (Gostkowski). 
Smolka. - S. Llcki. 
Smukala. - S. Gostomski. 
Snieiko. - S. Btocki. (Wappen Leliwa). 
Somnicz (Wundeschen, Somnitz). - Wappen Sas Pruski. 
Spiczak, Wappen Zabawa. - Zweig: Brzezinski (Wappen Zabawa. 
Aher auch: ein Halbmond, besetzt mit einem gest??rzten Pfeil, auf diesem 
oben eine Kugel, begleitet rechts und links von je zwei Sternen). 
Stal. - S. Gostomski. 
Starosta. - S. Kaliski.
>>>
- 138 - 


I 


Starschke (Starzyfiski). 
Stendek (Stenek). - St. Modrzewski. 
Stojentin. - Schild schr??gelinks geteilt, unten blau - silbern 
geschacht, oben in Blau ein wachsender Hirsch. Zweige: Schwelzkow,- 
Stojentin (Stontin, Sztentyn) W'lglikowski (der Hirsch w??chst aus 
einer dreizinnigen Mauer; Helmschmuck: ein Halbmond, ??ber diesem 
drei Sterne), - Woyen (Woyan, Zweig von diesen: D'lbrowski). 
Stoschke (Stocki). - Wappen Brochwicz 11. 
Styp (Stiep, Stipp). - Wappen Ksi
zyc, Mond und Sterne sind 
silbern. Zweig: Rekowski. 
Suchy. - S. Lipifiski. 
Sultan. - S. Ustarbowski. Wappen Abdank, doch hesetzt mit 
einem Doppelkreuz, ??ber diesem ein Stern; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Zweige: Lubiafiski, Wiserski. 
Swi
tek. - S. Brzezifiski. 
Swic:ca (Szwenca). - In Blau ein gekr??nter roter Greif mit 
silbernem Fisch (St??r)schwanz. Zweige: Podkamer (Putkamer), von 
diesen die Lojow, Rexin, Tuchon. 
Sykala. - S. Lebifiski, Lembifiski. Ein nach oben offener Halb- 
mond, von oben nach unten von zwei Pfeilen senkrecht durchschossen, 
jeder ??berh??ht von einem Stern; Helmschmuck: ein Halbmond, jede 
Spitze mit einem Stern besetzt. 
Szada. - Sz. Borzyszkowski. Wappen: ein L??we; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. 
Szczc:ka. - Sz. Piechowski. 
Szela. - Sz. Piechowski. 
Szorfas (Szorptas). - In Rot zwei gekreuzte Schwerter, ??her den- 
seIhen ein goldner, nach oben offener Halbmond, ??berh??ht von einem 
goldnen Stern; Helmschmuck: eine silberne Rose mit beblattetem 
Stengel. Ein gleiches Wappen f??hren auch die Zweige: Witczech 
(Witczek, Witzon, Wiczonke, Witzahn), Gustkowski, Wyczechowski. 
Szpak. - Wappen Sowka, doch statt der Eule ein Star. Zweig: 
W
sierski (Wappen Syrokomla). 
Szpot (Spott, Spoth). - Wappen t:.ab
dz, doch hat der Schwan 
eine Krone um den Hals und einen goldnen Diamantring durch die 
Nasenl??cher; Helmschmuck: der Schwan, oder auch ein aufrechter 
Spiess zwischen zwei nach innen offenen Halbmonden. Zweige: 
Gliszczyfiski (Wappen t:.ab
dz, aber auch in Rot ein goldner Halbmond, 
??berh??ht von ein oder zwei goldnen Sternen), Studziefiski, Szpotafiski, 
Szpotowski. 
Sztynka. - Sz. Modrzewski. 
Szur. - Sz. Lipifiski. In Rot ein weisses Lagerzelt; Helmschmuck: 
ein wachsender, gepa!"zerter Arm mit einem S??bel. 
Szystek. - Sz. Zalifiski. 
Tadden. - In Blau zwei goldne, gest??rzte Halbmonde ??berein- 
ander, unter denselben ein goldner Stern; Helmschmuck: drei Pfeile 
und zwei Sterne. - Eine Linie f??hrt in Rot einen silbernen Greif, 
unter dem ein Stern, aber den genannten Helmschmuck. 
Tarmen. - Schild schr??gelinks blau-golden geteilt, oben ein 
goldner, wachsender L??we, unten kein Bild. 


.-.
>>>
- 139 - 


Tauenzin (Towenzin, Twencitowski, Tauentzien). - Schild geteilt, 
oben in Silber ein aufwachsender, naturfarbener Hirsch, unten schwarz- 
silbern geschacht; Helmschmuck: drei nat??rliche Lilien auf gr??n- 
beblatteten Stengeln. 
Tempski (Tamski, T
pski). - In Blau zwei goldne Halbmonde 
??bereinander, der obere gest??rzt, zwischen beiden links ein goldner 
Stern; Helmschmuck: drei silberne, gest??rzte Pfeile. Auch findet man 
statt des unteren Mondes eine silberne Sch??ssel mit dem Haupte 
Johannis des T??ufers. Zweig: Tempski Eisedun (Schild silbern-blau 
geteilt, oben ein nach rechts ge??ffneter, goldner Halbmond, neben 
demselben rechts ein goldner Stern, unten ein nach oben ge??ffneter 
Halbmond; Helmschmuck: drei aufrecht stehende Pfeilspitzen). 
Tesmar. - In Silber ein blauer, quer gezogener Fluss. 
Tesmer. - Wappen Sas Pruski. Zweige: T. (Ciesmer) Bukowski, 
T. Tuchlinski. 
Tessen (Tetzen, Tesken, Tessentzen). - In Rot ein weisser Ziegen- 
bock. Zweig: W
sierski. 
Tessmar. - Wappen Przyjaciel: in Blau ein rotes Herz von drei 
silbernen Pfeilen durchbohrt, und zwar von zweien von unten nach 
oben schr??gerechts und schr??gelinks, von dem dritten wagerecht von 
links nach rechts; Helmschmuck: die drei Pfeile f??cherartig. 
Thomeke. - Zweig: Tomicki. 
Tiedemann. - In Gold ein wellenf??rmiger, blauer Balken, ??ber 
welchem eine kriechende blaue Schlange mit erhobenem Kopfe, unter 
dem Balken ein Rabe; Helmschmuck: der Rabe. Zweig: Ruediger. 
Tondeszkow. 
Trestka, Wappen. - In Silber ein roter, schr??gerechter Balken, 
belegt mit drei goldnen Kavalierkreuzen: Helmschmuck: f??nf Straussen- 
federn. Es wird auch wohl Wappen Trzy krzyze (drei Kreuze) 
genannt. Dasselbe f??hren die: 
Cieleski, Luszkowski, Trestka, Tropp, Zembowski. 
Tuchotka. - Wappen Korzbog; Helmschmuck: ein geharnischter 
Schwertarm. 
Turno (Turnowski). - In Rot drei silberne Anker, mit den Armen 
nach oben, zu 2 und 1 gestellt, von f??nf Sternen begleitet; Helm- 
schmuck: drei silberne Rosen an gr??nen Bl??tterstielen. 
Uklej (Ukleja). - U. Czarnowski. 
Uszak. - U. Kliczkowski. 
Walcerz. - Wappen Msciszewski. 
Wannosten (Vannosten). 
Wedel (Wedelski, Tuczynski). - In Blau der rote Rand eines 
Zackenrades, innerhalb desselben, an statt der Speichen, das deutsche 
Ordenskreuz; Helmschmuck: eine aufrechte, rotgekleidete Frauengestalt, 
ohne Arme, mit aufgel??stem Haar und einem Kardinalshut auf dem 
Haupte. Es wird dieses Wappen meist Wappen Tuczynski genannt. 
Weiher (Weyher). - In Silber unter drei nebeneinander gestellten, 
roten Rosen zwei rote Querbalken, die an der inneren Seite je drei 
rote Z??hne haben; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen 
wird Wappen Skarzyna und auch Wappen Pomerzanin genannt.
>>>
140 - 


11 


Wentoch (W
toch, Vandoch, Wantoch, Wotoch Woytoch). - In 
Silber ein nach rechts gestellter, roter Krebs; Helmschmuck: zwischen 
blau-silbern gewechseltem flug ein goldner Stern. Zweige: Gust- 
kowski, Rekowski (der Krebs von einem goldnen Stern ??berh??ht; 
Helmschmuck: nur ein Stern; - auch: unter dem Krebs, ??ber einem 
Halbmonde ein gest??rztes Schwert, rechts und links von einem Stern 
begleitet; - und auch: Schild blau-silbern geteilt, oben ein goldner 
Stern, unten der Krebs, dieser zuweilen auch aufrecht gestellt). 
Witk (Witka, Wittk, Witke, Wyt, Wyta). - In Silber drei ge- 
st??rzte, rote Pfeile; Helmschmuck: drei f??cherartig gestellte Pfeile. 
Zweige: Borzyskowski, Chosnicki, Czarnowski (Wappen Sas), _ 
jezewski (Schild geteilt, unten rot-silbern geschacht, oben in Blau ein 
laufender, weisser Hund; Helmschmuck: drei Straussenfedern), Niepoc- 
zotowski (in Blau drei silberne, heraldische Lilien, zu 1 und 2 gestellt; 
Helmschmuck: ebenso), - Pobtocki, Tempski. 
Wnuk. - Wappen Ksi
zyc, doch ??ber dem Halbmond sieben 
goldne Sterne, zu 3, 3 und 1 gestellt; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Zweige: Cieminski, Dqbrowski, Lipinski. 
Wobeser. - In Blau ein goldnes Lindenblatt; Helmschmuck: drei 
weisse Lilien an gr??nen beblatteten Stengeln. 
Wodke (Woedtke, Wotike, Wotke). - In Silber zwei laufende, 
rote f??chse, getrennt durch einen roten Querbalken; Helmschmuck: 
drei f??cherartig gestellte, gest??rzte jagdspiesse, jede Spitze auf einer 
roten Rose ru hend. 
Wolbrecht. - Wappen Pr'ldzynski. 
Wolchow (Wolschow, Woltzkow, Voltzkow, Wolschewke). 
Wrank. - In Blau ein silbernes, nach unten ge??ffnetes Hufeisen, 
welches ein goldnes Kavalierkreuz einschliesst. 
Wrank (Wranka). - In Silber Kopf und Hals eines roten Hirsches; 
Helmschmuck: zwei gest??rzte, rote Pfeile. Zweig: Deminski. 
Wrycz (Wrycza, dann deutsch: fritzen, fritschen, Ruetzen, Ritz, 
Rutz). - In Silber ein von unten aus sich dreiteilender Rosenzweig, auf 
jeder Spitze eine rote Rose, jeder Stengel mit zwei gr??nen Bl??ttern; 
Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Zweige: Wrycz (Schild geteilt, 
unten das obige Wappen, oben ein wachsender Hirsch), Gorczycki, 
Koziczkowski, Rekowski (in Silber zwei nebeneinander stehende, rote 
Rosen an gr??nen Stengeln mit je zwei Bl??ttern; - dann auch: Schild 
rot-blau-silbern geteilt, oben zwei heraldische silberne Lilien, in der 
Mitte ein roter Krebs, unten ein links ge??ffneter, goldner Mond, neben 
dem drei goldne Sterne, zu 2 und 1 gestellt, - dann auch: Schild 
geteilt, oben ein wachsender Hirsch, unten die drei roten nat??rlichen 
Rosen), Ritz (Rietze) Rybicki, Trzebiatowski. 
Wulff. - Msciszewski. 
Wussow. - Schild blau-silbern geteilt, oben ein goldner Halbmond, 
??berh??ht von drei Sternen, unten drei blaue Neunaugen untereinander; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Wzdrc:ka (?dr
ka). - W. Sobanski. 
Zaba. - Z. Czarnicki. 
Zak. - Z. Lipinski. 


.....
>>>
141 


Zamek. - Z. Czapiewski, Z. Gliszczynski. In Rot ein silhernes 
Hufeisen, besetzt mit einem goldnen Kavalierkreuz; Helmschmuck: ein 
gepanzerter, ruhender Arm, in der Hand einen Dolch haltend. 
Zamory. - In Silber drei W??rfel, zu 2 und 1 gestellt, die beiden 
oberen rot, der untere gr??n; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Zan. - Z. Lipinski. 
Zayca. -- Z. Zychcki. Wappen Drzewica. 
Zdun (Sdunen, Bartke, Sduna). - Schild rot-blau geteilt, auf der 
Teilungslinie ein Totenkopf, oben zwei goldne Sterne, unten ein silberner 
Halbmond. Zweig: Parazynski. 
Zielonka. - Z. Wyczlinski. Zwei Windhunde, ein Halbmond und 
zwei Sterne. 
Zinne. 
Zipschke. 
Zitzwitz (Zitzewitz, Cytzwicz). - In schwarz-silbern gespaltenem 
Schilde ein doppelk??pfiger Adler von gewechselten farben. 
ztoszcz (liose, Zlop, Zlosz, Schlosch, Schluss, Schloesser). - 
Wappen Ostoja. Zweig: Zlop (liose) Czapiewski alias Czapillski 
(Wapp'en Brochwicz IV). 
Zmuda. - Wappen Ksi
zyc, ??ber dem Mond die Sterne zu 2 
und 1 gestellt, - oder auch: der Mond nach links ge??ffnet, von einem 
Stern 9berh??ht; Helmschmuck: drei rote Rosen an gr??nen Bl??tterstielen. 
Zmuda. - Wappen Pietyrog, Helmschmuck: ein schwarzer Vogel. 
Zweig??;: Cieminski, Trzebiatowski. 
Zmuda (Schmude, Schmudden). - I.r Blau ein goldner Querbalken, 
oben von vier, unten von drei goldnen Ahren begleitet; Helmschmuck: 
zwei B??ffelh??rner , jedes seitw??rts mit zwei Ahren besetzt. Zweige: 
Dlbrowski, Gustkowski. 
Zuchta (Zichta, Suchten). - Wappen Brochwicz 11. Zweige: 
Osso,??ski, Palubicki (Palbicki). 
Zuroch - Wappen Monsztern. Zweige: Czapiewski (Wappen 
Sas, ein Zweig: ein .Einhorn, unten von einem Halbmonde und einem 
Stern .begleitet),. - Z. Piechowski. 
Zyta. - Z. Piechowski. 


IV. Der dem polnischen Adel angeschlossene Adel 
in Livland. 


Der Adel in Livland und Kurland war fast ausnahmslos ein 
urspr??nglich deutscher Adel. Seine Wappen sind in deutschen Spezial- 
werken behandelt und dadurch bekannt geworden. Wenn darauf hin- 
weisend eine Beschreibung dieser Wappen hier unterlassen ist, so 
wird dieser Mangel wohl ersetzt durch das folgende Verzeichnis der 
Adelsgeschlechter , die Polen hinzutraten. Dasselbe ist entnommen 
dem Werke von Kuropatnicki: Wiadomose 0 Kleynocie Szlacheckim
>>>
142 


("Nachricht ??ber das Adelskleinod ) Warschau 1789, dem eine von 
Johann v. Hylzen (H??lsen), Wojewoden von Minsk, 1757- 71, extrahierte 
liste der im Jahre 1624 in der Ritterbank von livland und von Kurland 
eingeschriebenen adligen Geschlechter zugrunde lag. Es waren die: 
Ackerbaum, Ackerfeld, Ackershof, Aderkass, Ahlen, Albedyll, Aiden, Alerhausen, 
Almen. Alten - Bockum, Angren, Anrepp, Armus, Asburg, Aschenberg, Aschermann, 
Bankow, Bar, Baranow, Barberius, Barclai, Bartz, Beckem, Behck, Bell, Bellinghaus, 
Bensfeld , Benten, Berends, Berg-, Berg- de Carmel, Bergen, Berghorst , Berh??ffd, 
Bering, Berk, Binsdorf, Biring, Blanckfelden, Bluhm, Blumberg, Bocken, Bockler, 
Bodewitz, Boening, Bogenhusen, Bolten, Bonckendorf, Horch, Borgentreich, Brahek, 
Brakel, Brame, Brandt, Bredenthal, Bredow, Breidenbach, Bremen, Bretwitz, Briel, 
Brincken, Brochhausen, Brockhorst, Rromsten, Bruehl, Br??mmer, Bucholtz, Budberg, 
Buddenbrock, Buelaw, Bnldring, Burmeister, Butler, Camby, Camunitz, Capellen, 
Clept, Cluewer, Cronemann, Cronstern, Dahlen, Dannenfeld, Darlen, Delwig, 
Derelbach, Desfeldt, Diedrichs, Dinggrawen, Dolen, Dona, Donhoff, Donneberg, 
Dopenbroken, Dorcker, Dornenburg, Dorthen, Drachenfels, Drakenfieldt, Dranckewitz, 
Dreien, Dreling, Drenhausen, Drewen, Drolshagen, Duckern, Dumpian, Dunckelwald, 
Dungeln, Dunten, D??ren, Dussem, Dusterloh, Eckle, Edlenkirchen, Effern, Eichstedt, 
Einhorn, Eismuth, Elenhausen , Einer, Emden, Engels, Engelsdorf , Engelstedt, 
Engielhardt, Epdorf, Eppinghausen, Ergers, Ermessen, Esterse, Etrichhausen, Eyckeln, 
falckenauer, falckenberg, falken, farenholdt, farensbach, fegesak, feldbrug, felde, 
felitz, felkerzamb, fersen, fietinghof, fink, finkenaugen, fischbach, fischhausen, 
flingehl, focken, foersen, forschheim , francken, fransche, freitag, freymann, 
fromer, fuerstenberg, funcken, Gade, Gantzkoff, Gersdorf, Gerten, Gieysztor, Gisse, 
Gitdenfeld, Glasenapp, Goeseler, Goess, Gordian, Grapenbrok, Grassen , Grawe, 
Greiffensper, Griper, Grote, Grotenhelm, Grothusen, Gruenbladt, Grundis, Guldeboch, 
Guntersberg, Gutheim, Guttag-Gutakowski, Gutzleff, Gylden, Gyldesheim, Hagen, 
Hahn, Halswich, Hamben, Hanebohm, Hardung, Hartzfeld, Hassenkamp, Hastfern, 
Hawestworden, Heering, Heitor, Helfrich, Helmersen, Helmershausen, Hennefeld, 
Henning, Herschhegt, Hertzenrade, Heyde, Heydek, Heydemann, Heydenbroken, 
Heyking, liillebolten, Hilschen, Hissen, Hoewel, Hohberg, Holde, Holstfern, 
Holtzgrewen, Holtzschuer, Hopfen, Horlingen, Hostinghausen, Howen, Huelsen, 
Hulben, Hummel, Ingenhus, Issen, Jagenreuter, Jungen, Kampenhausen, Kanewer, 
Kannen, Karlewitz, Karrenhorst, Karsenbrok, Karthausen, Kaszman, Kawern, Kerral, 
Kettler, Kilinghausen, Kinitz, Kitlitz, Kleebeck, Kleist, Klingern, Klingsporn, Klodten, 
Kneyprade, Koehler, Koenigsfeld, Kojen, Korben, Korff, Korn, Kossebuden, Koszkul, 
Kreidelwig, Kronen, Kruedner, Krumess, Krusen, Kulen, Kursei, Laden, Lage, 
Lambsdorff, Landsberg, Langelen, Leewken, Lentzberg, Lepeln, Lettmatten, Leuen- 
husen, Leyon, Lichtenberg, Liebenwalde, Liebsterffen, Lietenhan, Liewen, Lindernan, 
Linden, Lindenstern , Linszwen, Linten, Lipperheide, Lisen, Lode, Loe, Loebel, 
Loewenwalde, Loewesternen, Loringhove, Losberg , Low, Ludeo, Ludinghausen, 
Lungenhausen, MaIlinggrad, Mandem, Mannerschitt, Marin, Massawen, Massenbach, 
Maydel, Mecken, Medern, Medinger, Meerfeiden, Megden, Meiercrantz, Meiners, 
Mek, Mellin, Mendstacken, Mengden, Meppen, Merbach, Mercknicht, Meyerfeld, 
Meyern, Meysser, Moeller, Mohl, Moller, Monheim , Mueller, Muenchhausen, 
Mulholm, Mumeln, Nadelstedten, Nagel, Nassaw, Neuhoff, Niebaum, Niederlanden, 
Niekercken, Nierothen, Nodeburg, Nodingen, Nolcken, NolI, Nonhadtken, Nordency, 
Norman, Ochtern, Oettingen, Offenberg, Oldenhusen, Olepe, Olsen, Orias, Orppe, 
Orter, Ossendorff, Osten, Osteyne, Ostinghausen, Oudemann, Owerlacker, Pahlen, 
Paland, Palekterkamp, Palmerberg, Palmstrauch, Parsewol, Patkul, Paykeln, Peluz, 
Pernegele, Persowen, Persthaw, Pfeil, Pistohlkors, Platen, Plater, Plettenberg, 
Pohhnan, Polencz, Popen, Porten, Prekel, Probsting, Puhrgolt, Putram, Puttekower, 
Puttenberg , Quad, Quarn, Qwiezow, Ramel, Ranschberg, Rappe, Rauthenschild, 
Rehbinder, Reichen, Reischen, Renneberg, Rennemann, Renschen, Rerman, Resen, 
Retten, Reuter, Reyher, Richter, Riebenitz, Riegemann , Riesebieter , Riesenbach, 
Ringmuth, Ritern, Ritter, Rodenburg, Roenne, Rohr, Romerin, Ronnewel, Ropp,
>>>
143 


Rosen, Rosenbaum , Rosenkampf , Rosenstrauch, Rosenthai, Roszkot, Rothausen, 
Rutenberg , Sacken, Saltzen, Salys, Samson, Sassen, Sassendorff, Schaafhausen, 
Schaffhofen, Schaffrad, Schall, Scharenberg, Schenking, Schilling, Schiiten, Schirstedt, 
Schlippen bach, Schmeling, Schoenbeck, Schoeneycher, Schomberg, Schreiten feld, 
Schulte, Schultzen , Schungieln, Schursten, Schwartz, Schwartzhoff, Schwelgen, 
Segebad, Seigren, Serbin, Sesswegen, Seulenberg, Sey, Siberg, Simern, Soll bach, 
Sollen, Spadkow, Spillen, Sprenge, Stahlen, Stakelberg, Stegeling, Steiffen, Stein, 
Steinrad, Steirath, Stern berg, Sternfeld, Sternhelm, Sternstrahl, Storckmann, Strahlborn, 
Straubitz, Streithorst, Strieken, Strokirch, Strom berg, Strom feld, Strukman, Sturtz, 
Swanenberg, Sz??gen, Tabor, Ta\ckenberg, Taube, Taubenheim, Tawe, Tepeln, 
Tepclshover, Tettaw, Thummen, Tiedewicz, Tilbach, Tile, Titwer, Todwen, To\cks, 
Torcken, Torney, Trapen, Traser, Trautweter, Treyden, Troppen, Trotta, Tulen, 
Twiwel, Tysenhausen, Uberfeld, Uberhusen, Uffler, Ulenbrok, Ulrich, Ungern, 
Uradern, Uxkuel, Vegesack, Veitz, Vergin, Vetern, Victing, Viereck, Vieren, Viricksen, 
Vithusen, Vitinghof, Voe\ckersam, Vogdten, Waem, Wahdenfeldt, Wahlen, Waiden, 
Waldenberg, Waldenburg, Wallengrad, Wallenrodt, Wallgarden, Walm. Walnis, 
Walschleben, Waltoni, Wanncken, Wartmann, Wehne, Wehren, Weichebrod, Weindte, 
Weipte, Welle, Werminghausen, Werthusen, Wesentaw, Wester, Westerholt, Wiecken, 
Wigand, Winhorst, Winhusen, Wittan, Wittenberg, Wittingen, Wittmannsdorf, 
Wolfenschild, Wolffstorf, Wrangei, Wulffen, Zahnen, Zeilitz, Ziegelheim, Zimmer- 
mann, Zweifel, Zwilling. 
Ausser einigen der obigen Familien, die in Kur I a n d und 
Sam 0 g i t i e n sassen, waren dort noch folgende Familien in die 
Ritterbank eingetragen: 
Adeling, Hehr, Berkien, Biron, Bistram, Blohm, Blomberck, Bodendieck, 
Bolschwing, Bruggen, Brunnow, Brynek, Denhof, Dorthofen, Eberhardt, Elmendorf, 
Fischer, Friesendorff, Hahbohm, Hahren, Haudring, Hewen, Hoerner, Hoff, Holtey, 
Huehnen, Kerschbrok, Kleebeck, Klopman, Knerren, Knigge, Koenigseck, Kuhnrad, 
Manteuffel, Mayer, Meerfeiden, Mirbach, Nettelhorst, Nolde, Piepen stock, Putkammer, 
Reck, Rehbinder, Reihen, Rhaden, Rosenberg, Rumei, Sass, Schelking, Schoping, 
Schroeder, Schwerin, Stempel, Tinen, Tippelskirch, Torhack, Tranckwitz, Werder, 
Weyss, Wildeman, Wocken, Wolff, Worder. 


Wappen des Orossf??rstentums Lithauen. 


In rotem Felde auf rechts jagendem Rosse, dass einen roten 
Sattel mit Brustgurt, einen Hintergurt mit zwei diesen verbindenden 
Querriemen und eine rote Schabracke mit drei mit goldnen Franzen 
besetzten und tief herunterh??ngenden Enden, tr??gt, sitzt ein Reiter in 
silberner R??stung mit hochgehobenem, wie zur Verfolgung gez??ckten 
Schwerte in der Hand des rechten Armes, mit der linken Hand den 
Z??gel haltend, am linken Arme einen Schild, auf dem in rotem Felde 
ein goldnes Doppelkreuz. Dieses Wappen wird POK9n, auch Pogonia 
(von PogOll, das Nachjagen, Verfolgen) genannt. Uber den Ursprung 
des Wappens wird gesagt: Rimund, Sohn des Orossf??rsten Trojden, 
war griechisch-katholisch und M??nch geworden. Als sein Vater 
Trojden durch dessen Bruder, also seinen Oheim Dowmund 1282 
ermordet war, trat er aus dem Kloster und sammelte Anh??nger, um 
diesen Mord zu r??chen. Er wurde 1283 zum Orossf??rsten erw??hlt, 
Iiess Dowmund t??ten, entsagte dann seiner W??rde und trat ins Kloster 


........
>>>
144 - 


zur??ck. Vorher berief er jedoch seine Untertanen und empfahl 
ihnen, sich nur einen tapferen und w??rdigen Mann zum Herrn zu 
w??hlen, der das Vaterland zu verteidigen verstehe. Um dessen stets 
eingedenk zu sein, befahl er ihnen das Bild des Reiters auf den fahnen 
zu tragen. 
Vordem herrschten in Lithauen abwechselnd die Dynastieen: 
der Litawon, die das Wappen Smok (ein schwarzer Drache in weissem 
felde) f??hrten, der Palemonen, die das Wappen Kolumna (eine 
goldne S??ule in Rot) hatten, und der Dorszprung mit dem Wappen 
Hippocentaurus (in silbernem felde auf gr??nem Boden ein nach 
links schreitender Hippocentaur, d. i. ein schwarzes Pferd, dem als Hals 
die H??lfte eines nackten Mannes, vom Nabel aufw??rts, aufgesetzt ist; 
der Mann ist nach rechts gewendet und schiesst von rotem Bogen 
einen silbernen Pfeil gegen den blauen Pferdeschweif ab, dessen Ende 
einen den Mann bedrohenden Schlangenkopf bildet). 


Die regierenden Grossf??rsten von Lithauen. 


Litawon oder Litaleon, um 366. Sein Bruder: 
Weidewut, f??rst von Preussen, um 367. Er hatte zw??lf 
S??hne, von denen elf sich in das Land Preussen teilen, ihm folgt 
in Lithauen. 
Litawon oder Litaleon, der J??ngere um 373. 
Es wird dann nach Ausgang dieser Dynastie der Litawonen 
ein selbst??ndiges Reich Lithauen f??r lange Zeit nicht genannt, es hatte 
sich wahrscheinlich mit Preussen oder Samogitien vereinigt. 
1. Palemon oder Publius Libo, kam nach 930 mit einem Gefolge 
von Rittern aus Italien in das Land, wurde dort, von Preussen oder 
Samogitien aufgenommen und gr??ndete von neuem ein Reich Lithauen, 
in welchem seine Nachkommen, die Palemonen, regierten. 
2. Borcus, Sohn des Palemon. 
3. Kunas, Sohn des Palemon. 
4. Spera, Sohn des Borcus. 
5. Kiernus, Sohn des Kunas, um 1140. Gr??ndet als Residenz 
die Stadt Kiernow. Er hatte nur eine Tochter Pojata, die sich ver- 
m??hlte mit 
6. Zywibund, f??rst von Samogitien, aus dem Geschlechte der 
Dorszprung-Dziewaltow, der Lithauen als Mitgift erh??lt, die 
Wappen Hippocentaurus und Kolumna vereinigt, um 1150. Sein Sohn: 
7. MingaiH, auch f??rst von Potock, erh??lt Lithauen, sein einer 
Bruder Algimond erh??lt Samogitien. Sein Sohn: 
8. Skirmund, um 1210. Hatte drei S??hne, die sich das Land 
teilten, aber kinderlos starben. 
9. Kukowojtys, Sohn des Zywibund, um 1221. Sein Sohn: 
10. Utenes 1., um 1227. Sein Sohn Utenes, noch minderj??hrig, 
regiert sp??ter. 


.......
>>>
145 - 


11. Ryngold, f??rst von Nowogrod, um 1235. Aus dem 
Geschlecht Palernon, Wappen Kolumna,. Sein Sohn: 
12. Mendog, 1240, wurde Christ, erhielt von Papst Innocenz IV. 
die K??nigsw??rde und liess sich 1253 kr??nen, doch wurde ihm diese 
W??rde wegen fernerer Verfolgung des Christentums wieder entzogen. 
Seiner Schwester Sohn: 
13. Troynat, 1264. Sein Vetter: 
14. Woysielk, Sohn des Mendog, 1264, wurde von Leo Daniel, 
f??rsten von Halicz, gefangen, und get??tet 1265. Er war der letzte 
des Ryngold-Zweiges der Palernonen. 
15. Utenes 11., Sohn des Utenes 1., 1265-1267, aus dem Hause 
Dorszprung. Sein Sohn: 
16. Swintorog, 1267-1270. Sein Sohn: 
17. Germund, 1270 1275. Sein Bruder: 
18. G iligin, 1275-1276. Sein Sohn: 
19. Romund, 1276 -1278. Sein Oheim: 
20. Trab, Sohn des Swintorog, 1278- -1279. Sein Grossneffe: 
21. Narimund, Sohn des Romund, 1279 -1281. Sein Bruder: 
22. Trojden, 1281- 1282. Sein Sohn: 
23. Rimund Lauras, wurde griechisch-katholisch und M??nch, 
trat 1283, zum Grossf??rsten erw??hlt, aus dem Kloster, ??bernahm die 
neue W??rde, trat dann aher bald wieder ab und ins Kloster zur??ck. 
Er hatte aher vorher das Wappen Pogon gestiftet, und, da er der 
Letzte der Dorszpru ng war, zu seinem Nachfolger bestimmt: 
24. Witenes Buiwid, 1283-1315. . Er war ein Sohn des f??rsten 
Lutuwer von Samogitien, ein Nachkomme des Pros per Cesarinus 
Palernon des Wappens Kolumna, best??tigte das Wappen Pogon 
als Reichswappen. 
Seine Witwe heiratete 
25. Gedym in, ein Grossw??rdentr??ger Lithauens, der die Herrschaft 
erlangt, 1315 - 1328. Wilna wurde Hauptstadt. Er ist Begr??nder der 
Dynastie der Gedyminen. Das Wappen Pogon blieb dauernd. 
Sein Sohn: 
26. jawnuta, 1329 -1330, wird entsetzt. Sein Bruder: 
27. Olgerd, 1330 1381. Sein Sohn: 
28. jagieHo, 1381, entsetzt von seinem Oheim: 
29. Kieystut, Sohn des Gedymin, 1381- 1382. 
30. jagieHo, wiederholt, 1382 -1387. Wurde Christ und 1386 
zum K??nige von Polen, als Wtadystaw jagietto erw??hlt, begr??ndete 
dort die Dynastie der jagiettonen. Lithauen hat ein festes B??ndnis 
mit Polen geschlossen. Sein Bruder: 
31. Kazimierz I. Skirgietto, 1387- -1392. Sein Vetter: 
32. Alexander I. Witold, Sohn des Kieystut, 1397- -1430. Sein 
Vetter: 
33. Bolestaw Swidrygietto, Sohn des Olgerd, 1430 -1432. 
34. Zygmuntl. Woydat, BruderdesAlexanderWitold, 1432 1440. 
35. Kazimierz 11., Sohn des jagietto, 1440- -1492, seit 1447 auch 
K??nig von Polen. Sein Sohn: 
36. Alexander 11., 1492- -1506, seit 1501 auch K??nig von Polen. 
Sein Bruder: 


. 


v. Zernicki, Die polnischen Stammwappen. 


10
>>>
. 


146 - 


37. Zygmunt 11., 1506- -1529, dann K??nig von Polen bis 1548. 
Sein Sohn: 
38. Zygmunt 111., August, 1529 Grossf??rst, seit 1548 auch 
K??nig von Polen, der Letzte der Gedymin - jagieHonen in Polen, 
vereinigte durch die Union von Lublin beide Staaten. Der K??nig von 
Polen war von nun an auch jedesmal Grossf??rst von Lithauen. Das 
Wappen Pogon wurde mit dem Wappen Orzet b"iaty als Staats- 
wappen vereinigt. 


Die Wappen Lithauens. 


Bis zu dem von den vornehmsten Lithauern und von dem 
polnischen Adel vereinbarten Versammlungstage von Horodto 1413, 
der eine Anbahnung fester Vereinigung beider L??nder zum Zweck 
hatte, bestand in Lithauen kein Wappengebrauch. Alle Kriegsfahnen 
f??hrten das Bild d??r Reichsfahne, besondere Abzeichen auf denselben 
gab es nicht. Besondere Bilder mochte der lithauische Ritter auf 
seinem Schilde f??hren, es waren diese aber nur pers??nliche, wechselnde, 
keine erblichen Abzeichen, also auch keine Wappen. Der polnische 
Adel hatte sich bereit erkl??rt zu seinen Privilegien den lithauischen 
Adel anzunehmen. Es waren nun aber in Lithauen wohl Kniasen, 
Bojaren, Verwalter und P??chter grosser Landg??ter, die einen privilegierten 
Vorrang und Einfluss hatten, sie bildeten aber keinen begrenzten 
Adelsstand. Es musste ein solcher dort erst geschaffen werden, dessen 
Geschlechter auch zu bestimmten Wappen berechtigt sein konnten. 
Es hatten sich auf diesem Versammlungstage zu Horodto viele der 
lithauischen Herren von den polnischen Herrn zu deren Wappen 
adoptieren lassen, die sie als Geschlechtswappen beibehielten, und 
ihrem Beispiele folgend nahmen in der n??chsten Zeit die einfluss- 
reicheren lithauischen Geschlechter besondere selbstgew??hlte Wappen 
an, oder bewarben sich um die Verleihung eines solchen. Es galt nun 
aber noch den Adel matrikelm??ssig zu begrenzen, was einer langen 
Zeit zur Durchf??hrung bedurfte und erst dem Grossf??rsten Zygmunt 
August, der dort seit 1530, dann seit 1548 auch als K??nig von Polen 
regierte, endg??ltig gelang, wodurch die Vereinigung Polens und 
Lithauens auf dem Unions-Reichstage zu Lublin 1569 gelang. Gleiche 
Verh??ltnisse wurden auch f??r die zu Lithauen und Polen geh??renden 
russischen Wojewodschaften giltig. Bei dieser Union wurde mehreren 
Geschlechtern, die ihrem in der Heimat gef??hrten Kniasen- (F??rsten)- 
titel nicht entsagen wollten, was viele andere Geschlechter getan hatten, 
dieser gew??hrt, unter der Bedingung, dass dieser Titel keine Bevorzugung 
vor dem ??brigen Adel nach sich ziehen durfte. Diese letzteren F??rsten- 
familien waren die: 
Czartoryski, -I:ukomski, Ostrogski, Radziwitf, Sanguszko, Wisniowiecki, 
Zbarazski. 
Akszak. - In silbernem Felde ein rotes, schr??gelinks liegendes 
Menschenherz, der L??nge nach von oben nach unten, also ebenfalls 


-
>>>
147 


schr??gelinks, von einem goldnen Pfeile durchbohrt; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Es gilt die Annahme, dass ein tapferer Lithauer einen 
Anf??hrer der feindlichen Tataren durch einen Pfeilschuss t??tete, wodurch 
die verwirrte feindestruppe zum R??ckzuge bewogen wurde. Der 
Lithauer und dieses ihm vom Grossf??rsten verliehene Wappen erhielten 
den Namen Akszak. ..Im Polnischen hiess das Wappen dann auch 
Obrona, d. i. die Ubersetzung des lithauischen Akszak (Schutz, 
Abwehr). - Man findet auch die Benennung Kara, f??r welche aber 
jeder Anhalt fehlt. Akszak und seine n??chsten Nachkommen sassen 
in Polesien (am Prypec auf Noryn), sp??ter war das Geschlecht in der 
Wojewodschaft Kiew. Dieses Wappen f??hren die: 
Akszak, Szwander, Wojtasiewicz. 
Alexandrowicz. - In rotem felde zwei silberne, mit den Spitzen 
nach oben, mit den Schneiden nach innen gekehrte, sich kreuzende 
Senseneisen , unter welchen zwei senkrechte, mit den Klingen sich 
deckende Schwerter so liegen, dass der goldne Griff des einen Schwertes 
oberhalb, der des andern unterhalb der Kreuzung der Sensen liegt; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wird auch Kruki 
genannt. Dasselbe f??hren die: Alexandrowicz. 
Ancuta. - In rotem felde ein senkrechter, mit der Spitze nach 
oben gerichteter, silberner Pfeil, rechts von einem achtstrahligen goldnen 
Sterne, links von einem nach innen gekehrter. goldnen Halbmonde 
begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Uber den Ursprung des 
Wappens ist nichts bekannt, doch ist er wohl in das Jahr 1432 zu 
verlegen, in welchem der Grossf??rst Zygmunt dem Geschlechte Ancuta 
den erblichen Besitz der Ancuta genannten G??ter im Kreise Bielsk in 
Podlachien best??tigte, die der Grossf??rst Witold einem Ritter Leon 1394 
f??r treue Kriegsdienste verliehen hatte. 
Baybuza. - In rotem felde auf gr??nem Boden ein senkrechter 
gest??rzter, silberner Pfeil, um den sich von oben nach unten eine 
Schlange windet, deren Kopf von der Spitze des Pfeiles durchstochen 
wird, rechts, links 
!1d unter der Pfeilspitze stehen auf dem gr??nen 
Boden je ein Pilz. Uber den Ursprung wird gesagt: Ein vornehmer 
Mohr, der lange Zeit an dem Hofe des Grossf??rsten Witold von 
Lithauen gute Aufnahme hatte, begleitete diesen auf der feldjagd; er 
bemerkte eine zwischen Pilzen schleichende Schlange und schoss seinen 
Pfeil so gl??cklich ab, dass er durch den Kopf der Schlange in den 
Boden ging. Zur Erinnerung gab der Grossf??rst dem Mohren dieses 
Wappen, dass nach den Pilzen, die dort standen, Hrybun (der Pilz) 
genannt wurde. Die Benennung Baybuza wurde erst sp??ter ge- 
br??uchlich. Dieses Wappen f??hren die: 
Ambrozewicz, Baybuza, Biekuiiski, Hrybunowicz, Kostrowicki. 
Beczka. - In rotem felde eine goldne Tonne (beczka); kein 
Helmschmuck. Dieses Wappen f??hren die: 
Beczkowicz und Warc:ski. 
Bielikoicz. - In Blau drei senkrecht nebeneinander gestellte, 
silberne Klammereisen. Die Bielikoicz, sp??ter Bielikowicz genannt, 
stammen aus Wolynien. 
Boreyko. - In silbernem felde ein schwarzes Balkenkreuz, dessen 
rechter Arm nach unten, der linke Arm nach oben, in ihnen gleicher 
10.
>>>
148 


L??nge rechtwinklig gebrochen sind, der obere Arm ist zuerst rechts 
in gleicher, dann nach unten in halber L??nge rechtwinklig gebrochen 
der untere Arm in gleicher Weise zuerst nach links, dann nach oben; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es ist wohl ein selbstgew??hltes 
Wappen. Es f??hren dieses Wappen die: Boreyko (deren Zweige ChodZko 
und Chodkiewicz das Wappen Kosciesza annahmen) und Borzym. 
Bratkowski. - In Rot ein silbernes, nach unten offenes Hufeisen, 
das wagerecht mit einem Schwerte, dessen Griff auf der linken Seite, 
belegt, und von einem silbernen Pfeile von unten nach oben senkrecht 
durchschossen ist; links und rechts von der Pfeilspitze ist das Hufeisen 
mit je einem silbernen Palmenzweige besetzt; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Bratkowski und Braun. 
Bronic. - In rotem felde zwei sich in form eines X kreuzende 
S f??rmige goldene Degengef??sse, Stichbl??tter (jelce); Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. Dieses Wappen, das auch J el ce genannt wird, 
f??hren die: 
Bronic, Bronicki, Bronisz, Hawszewicz, TlIrodowski. 
Brzuska. - In gr??nem felde ein silbernes Hochkreuz, dessen 
unterer Balken sich in der Weise spaltet, dass jedes Ende ein gleich- 
seitiges Dreieck formt, dessen Spitze nach unten liegt, deren obere 
Seiten aber eine gerade Linie bilden, welche an dem Spaltungspunkte 
unter dem rechten Ende fortgeht, das linke Ende aber bedeckt; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen, auch Rozmiar 
genannt, f??hren die: 
Brzllska, Dolmat, Dohnacki, t.osowicz, Rozbicki, Rozmiarowski. 
Charyton. - In rotem felde die lateinischen, goldnen Buchstaben 
N und E nebeneinander gestellt, doch so dass der letzte Strich des N 
mit dem senkrechten Strich des E zusammenf??llt, der Verbindungsstrich 
des N nicht schr??gerechts, sondern schr??gelinks liegt, so dass der 
Buchstabe einem V ??hnlich sieht; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. 
Es ist das Wappen um etwa 1416 aus Griechenland nach Lithauen 
gekommen. Dasselbe f??hren die: 
Charytonowicz und Obrynski. 
Drobysz. - In Rot ein silbernes Zeichen wie ein h, das von 
einem silbernen gefiederten Pfeile am oberen Ende von links nach 
rechts durchstochen ist, rechts vor der Pfeilspitze ein goldener Stern, 
ein zweiter Stern links neben dem Wappenbilde; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: Drobysz. 
Gieysz. - Schild silbern-rot gespalten, rechts ein mit den federn 
nach rechts gekehrter, schwarzer Adlerf??gei, links ein grosses goldnes 
Kavalierkreuz, dem der rechte Balken fehlt; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Dieses Wappen f??hren die: 
Dzid, Eliaszowicz, Gedygold Gibasiewicz, Gieysz, Orwid, Tytow. 
Gieysztor. - In rotem felde die beiden H??lften eines gespaltenen 
silbernen Pfeiles in schr??gem Kreuze ??bereinander gelegt, mit den 
halben, rechtwinklig nach aussen abgebogenen Spitzen nach oben 
gekehrt, unter jeder Spitze ein goldner Stern; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Buchowiecki, Dohkowicz, Gieysztor, Wic:ckowicz. 


-
>>>
- 


149 - 


Gieysztowt. - In rotem felde ein silbernes nach unten offenes 
Hufeisen, von oben nach unten von einem Pfeile durchschossen, dessen 
Gefieder gespalten ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses 
Wappen f??hren die: Gieysztowt Bernatowicz. 
Ginwitt. - In rotem felde auf gr??nem Boden ein goldner Baum- 
stubben, auf dem ein Habicht sitzt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Dieses Wappen f??hren die: GinwiH Piotrowski. 
Gtowa Bawola. - In rotem felde ein schwarzer, geh??rnter, 
vorw??rts sehender Stierkopf; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Dasselbe f??hren die: 
Bagniewski, Dowgird, losen, Pobikrowski, Ryc, Siesicki, Ztotkowski. 
Hippocentaurus (Taf. XIII). - In silbernem felde auf gr??nem 
Boden ein nach links schreitender Hippocentaurus, d. i. ein schwarzes 
Pferd, dem als Hals die obere H??lfte eines nackten Mannes, vom 
Nabel aufw??rts, aufgesetzt ist; der Mann wendet sich nach rechts und 
schiesst von rotem Bogen einen Pfeil gegen den blauen Pferdeschweif, 
dessen Ende einen den Mann bedrohenden Schlangenkopf bildet; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen stammt aus 
Italien und kam mit Palernon, der von dort nach dem n??rdlichen Ufer 
des Schwarzen Meeres und von dort n??rdlich nach Lithauen zog, wo 
er 930 zur Regierung kam. Dieses Wappen f??hrten die mit den ein- 
gezogenen R??mern sich wohl verschw??gert habenden f??rsten von 
Samogitien und Dziewattow, aus der Linie der Dorszprung, die um 
1150 auch in Lithauen zur Regierung kamen und bis 1283 dort herrschten. 
Die Geschlechter, welche sich von diesem Dynastengeschlechte ableiten, 
f??hrten dieses Wappen, und zwar die: 
Dorszprung, Dllbrowicki, Gedroje, GinwiH, Gojtus, Holszaiiski, Hornostaj, 
Hornostajski, Jamont, . Klllwiec, Mickiewicz, Mieciecki, Paliszewski, Rllkiewicz, 
!?otomiej, Strawiiiski, Swirski, Szawelski, Utenuszowicz, Wiazeiiski, Zdanowicz, 
Zywibunt. 
Holownia. - In rotem felde ein grosses, silbernes, lateinisches T; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Hotownia, Hotyiiski, Jakimowicz. 
Hurko. - In rotem felde ein silbernes, unerkl??rliches Zeichen, 
??hnlich zwei nach rechts und nach links ge??ffneten Halbmonden, die 
durch einen Querstab und unter demselben durch einen schr??gelinken 
Querstab verbunden sind, so dass zwischen beiden St??ben ein Loch 
bleibt, das ganze einem Ochsenjoch ??hnlich erscheint, auf eiern mittelsten 
Stabe steht eine senkrechte, nach oben gerichtete Pfeilspitze; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen auch wohl Haki 
(Haken) genannt, f??hren die: 
Chocimski und Hllrko. 
Hutor. - In rotem felde zwei silberne schwebende Querbalken, 
die durch einen kurzen, gleich starken senkrechten Balken verbunden 
sind, der obere Balken ist an bei den Enden zuerst rechtwinklig, in 
etwa der H??lfte seiner L??nge, nach oben, und dann wieder nach aussen 
rechtwinklig, aber k??rzer, gebrochen; der untere Balken bricht sich in 
gleicher Weise, nur zuerst nach unten, dann nach ausserhalb; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Es wird das Wappen mitunterKotwica
>>>
150 -, 


(Anker) genannt, w.
iI man das Wappen bild als Anker ansieht, womit 
es aber gar keine Ahnlichkeit hat. Dasselbe f??hren die: 
Hutor und Huttorowicz. 
Isiora. - Der Schild silbern-rot gespalten, rechts ein mit den 
Federn nach rechts gekehrter Adlerfl??gel, links ein goldnes Kreuz, 
??ber demselben ein goldner Stern; Helmschmuck: ein gleicher Adler- 
fl??gel. Dieses Wappen f??hren die: 
Isiora und Iskierski. 
jacyna. - In rotem Felde ein silbernes, nach unten offenes 
Hufeisen, innerhalb desselben senkrecht nebeneinander gestellt, rechts 
ein silberner, an dem unteren Ende gespaltener, ungefiederter Pfeil, 
links ein silbernes Doppelkreuz, dem der untere rechte Balken fehlt; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Gardocki, jackiewicz, jacyna, Onoszkowicz, Onyszkiewicz. 
jasieniecki. - In rotem Felde ein Eisen in Form eines lateinischen 
H, an dessen obere Spitzen die Spitze je eines schr??gelinks nach oben 
gerichteten, silbernen, gefiederten Pfeiles st??sst, w??hrend die unteren 
Spitzen sich mit der Spitze je eines schr??gelinks gest??rzten Pfeiles 
ber??hren, also vier Pfeile, von denen die Pfeile innerhalb sich in der 
Mittellinie des H mit dem Gefieder ber??hren und in gerader Linie 
liegen. Die Mittellinie ist oben mit einem senkrechten, silbernen Pfeile 
besetzt, ??ber dessen Spitze ein silberner Halbmond schwebt, der von 
einem goldnen Sterne ??berh??ht ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Dawda, jasiecki, Woyna jasieniecki. 
junczyk. - In rotem Felde ein silbernes Doppelkreuz, dessen 
Fussbalken gespalten ist und die beiden Spaltenden sich rund nach 
oben biegen, so dass das Wappenbild auch als Anker gedacht werden 
kann, dessen. Stange einmal durchkreuzt ist; Helmschmuck: f??nf 
Straussenfedern. Es wird ??ber das Wappen gesagt: ein k??hner Soldat 
Junczyk hatte, als er bemerkte, wo der heidnische Feind sein Lager 
aufschlug, dem Christen heere davon Nachricht gegeben, sich diesem 
bei dem Angriff auf den Feind angeschlossen, der zerstreut wurde. 
Junczyk wurde mit diesem Wappen ausgezeichnet, das nach ihm 
benannt wird. Dasselbe f??hren die: 
Boguszewski, Bolbas, jnnczyk, Krzyianowski, Krzyianski, Pietrzykowski, 
Rz
tkowski, Skrutkowski, Szulecki. 
Karc:ga. - Schild silbern-schwarz quadriert, ohne jedes Bild; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Das Geschlecht stammt aus 
Sicilien, wo es de Quarto hiess. 
Karp. - In Blau drei goldne, zu 2 und 1 gestellte Sterne; Helm- 
schmuck: vier Straussenfedern. Die Karp stammen aus Italien, wo sie 
Carpis hiessen. Dieses Wappen f??hren auch die: Zimlinski. 
Kirkor. - In Rot zwei silberne, schwebende Querbalken, der 
untere etwas l??nger als der obere, jeder an beiden Enden, um die 
H??lfte seiner L??nge, nach unten rechtwinklig gebrochen, zwischen 
beiden Balken ein dieselben auseinander haltender senkrechter Zwischen- 
pfahl, etwas l??nger als der halbe obere Balken; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. 


--
>>>
151 


Klamry. - In rotem Felde zwei schwarze (auch wohl silberne) 
Klammereisen (Klamry), welche entweder nebeneinander stehen, wie im 
Wappen Cholewa, oder kreuzweise ??bereinander gelegt sind; Helm- 
schmuck: drei Pfauenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Bielikowicz, Myszynski, Niekrasz, Niemierzyc, Niemirowicz, Niemirycz, 
Niemirzyc, Rabsztynski, Radtowski, Siennicki, Tarkowski, Terlecki, Woronowicz, 
Wyskiwiec. 
Klucz rozdarty. - ' In rotem Felde ein senkrechter, silberner Schl??ssel 
(Klucz), der keinen Bart hat, oben in Form eines T gespalten (rozdarty) 
ist, links von einem goldnen Sterne begleitet; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Czeczerski, Obuchowicz, Ochrymowicz. 
Kotontaj. - In rotem Felde ein senkrechter, silberner Anker, 
dessen unten befindliches Ohr f??r das Seil ein Dreieck bildet, oben 
bilden die beiden Arme des Ankers eine wagerechte, gerade Linie, an 
den Enden hat jede Ankerspitze ebenfalls die Form eines Dreiecks, 
dessen Spitze nach unten h??ngt. Es hat der Anker die form eines 
grossen T; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es f??hren dieses 
Wappen, das auch wohl Kotwica (Anker) genannt wird, die: Kotontaj. 
Komar. - In rotem Felde ein goldnes Kaval ierkreuz , dessen 
unterer Balken durch eine halbe silberne heraldische Lilie ersetzt ist; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es ist das Wappen der: Komar. 
Komoniaka. - In rotem Felde drei silberne gespaltene Pfeilschafte 
in verschr??nktem Dreieck ??bereinander gelegt, so dass zwei sich 
schr??ge kreuzen, der dritte unten wagerecht liegt; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. - Bogdan Komoniaka, Straznik von Weissrussland, 
wurde im Kampfe gegen die Tataren, nicht weit von Mozyr, von einer 
Uberzahl umringt und hatte seine Leute bis auf einen verloren. Mit 
diesem nahm er, da auch die Pferde get??tet waren, an einer Fichte 
festen Stand, beide verteidigten sich so lange als ihre Pfeile im K??cher 
ausreichten, t??teten etwa 40 Tataren, wurden aber doch ??berw??ltigt 
und get??tet. Seinen Nachkommen wurde dieses Wappen verliehen. 
Dasselbe f??hren die: 
Komoniaka und Pitudzki. 
Korsak. - In rotem Felde zwei schwarze halbmondf??rmig nach 
aussen, rechts und links, gebogene Ankereisen, die in der Mitte durch 
einen Ring zusammengehalten werden, wodurch das Wappenbild wie 
eine heraldische Lilie erscheint, der die mittleren Bl??tter fehlen; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen, das auch mitunter 
Kotwica (Anker) genannt wird, f??hren die: 
Borkotap, Hotubicki, Korsak, Poczapow, Udzielski. 
Korybut (Taf. XIV). - In rotem Felde ein silberner, gest??rzter 
Halbmond, unter welchem ein goldner Stern, der Halbmond oben 
besetzt mit einem silbernen Kreuze, dessen Balken, mit Ausnahme des 
unteren, mitunter auch eine Kreuzform haben. Es war dieses Wappen 
von dem Lithauischen Grossf??rsten Korybut, dem Bruder des K??nigs 
JagieUo angenommen, und es f??hrten dasselbe dann ??berwiegend nur 
Geschlechter, welche sich von Korybut ableiteten. Es f??hren dasselbe die: 
Daszko, Daszkiewicz, t.ahiszynski, Porycki, Sottan, Wisniowiecki, Woroniecki, 
Zbaraiki, Zdanowicz, Zernicki.
>>>
152 - 


Kostrowiec. - - In rotem Felde auf gr??nem Zweih??gel ein goldnes 
Hochkreuz, dessen Stamm von einem goldnen, nach oben offenen 
Halbmonde bedeckt ist; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. - Einem 
Ritter, der den Feind zwischen zwei H??geln schlafend wusste, ihn zur 
Nachtzeit bei Mondschein ??berfiel und vernichtete, wurde dieses Wappen 
nach einem Feldzuge in den russischen L??ndern verliehen. Dasselbe 
f??hren die: 
Hotowinski und Lwowicz. 
Koziel. - In rotem Felde ein silberner, nach unten offener Halb- 
mond, der oben an jeder Spitze und in der Mitte, also im ganzen mit 
drei, die Spitze nach oben kehrenden, senkrechten Pfeilschaften besetzt 
ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Jasieniecki, Kosawicz, Koziet, Poklewski. 
Kruniewicz. - In blauem Felde zwischen zwei ??bereinander 
stehenden goldnen Halbmonden, von denen der obere nach oben 
ge??ffnet, der untere aber gest??rzt ist, ein goldnes Kavalierkreuz, das 
beide Monde ber??hrt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses 
Wappen f??hren: 
Kruniewicz und Krllpicki. 
Krzycki. - In rotem Felde ein schwebender, gepanzerter, im 
Ellenbogen rechtwinklig gebogener Arm, dessen Hand einen Reiherbusch 
h??lt; Helmschmuck: das Wappen bild. Dieses Wappen ist nach Lithauen 
aus B??hmen gekommen, wo es einem Krzycki verliehen sein soll, der 
einen feindlichen F??hrer erschlug und dessen Reiherbusch dem F??rsten 
brachte. Dieses Wappen, auch Kita (der Federbusch) genannt, f??hren 
die: Krzycki. 
Krzyiostrzal. - In rotem Felde ein senkrecht gest??rztes, silbernes 
Hochkreuz, dessen nach oben stehender l??ngerer Balken von links 
nach rechts von einem silbernen, gefiederten Pfeil durchkreuzt ist; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Koryzna, Proskura, Szuszczanski. 
Kuniglis. - In gr??nem Felde eil] nach links springender Hase; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Uber den Ursprung wird gesagt: 
Im Kriege gegen die Russen hatte der K??nig, der einen offenen Kampf 
herbeif??hren wollte, vergeblich versucht, die Stellung des Feindes zu 
erfahren, er lag unt??tig im Lager. Mit seiner Erlaubnis wollte sich 
ein Ritter durch eine Hetzjagd auf Hasen erg??tzen; sein Hund hatte 
einen Hasen aufgest??rt und verfolgte ihn und durch Zufall bis an die 
feindliche Stellung, die der nachfolgende Ritter auf diese Weise entdeckt 
hatte. Er jagte zur??ck, brachte dem K??nige die Nachricht, der einen 
Angriff befahl, der vorteilhaft verlief. Der Ritter erhielt zur Erinnerung 
dieses Wappen. Dasselbe f??hren die: 
KlIniglis, Radlicz, Zajllc. 
Kurcz. - In rotem Felde ein silberner Bolzenpfeil, wie im Wappen 
Kosciesza, nur umgekehrt, der Schaft ist nach oben gegabelt, unten 
ist der Schaft auch gespalten, die beiden H??lften, die links und rechts 
auseinander gebogen sind, bilden zusammen eine wagerechte Linie, 
an deren Enden die halben Pfeilspitzen senkrecht nach oben stehen; 
der mittlere, nicht zersplitterte Teil des Schaftes ist von einem wagerechten 
Balken durchkreuzt, und unter diesem rechts von einem goldnen Sterne, 


-
>>>
153 - 


links von einem nach innen ge??ffneten, goldnen Halbmonde hegleitet; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen, das Kniaz, auch 
Kniaznin genannt wird, f??hren die: 
Bielski, Kurcz, Kurczewicz, Mazepa, Taras. 
Kusza. - In rotem felde eine gest??rzte Armbrust (Kusza), die 
entweder gespannt, oder nicht gespannt, mit einem Bolzen belegt, oder 
ohne Bolzen, gef??hrt wird; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses 
Wappen f??hren die: . 
Burnak, Bystrzycki, Koreywa, Maszkiewicz, Zmudzki, Zubrzycki. 
Lacki. - In rotem felde ein schwarzer, gefl??gelter, aber liegender 
Drache, dessen schuppiger, in einer Schleife nach oben gewundener 
Schweif als Pfeispitze endigt; der vordere Teil des Drachens ist aher 
der silberne Oberleib eines Greif, der seine Tatzen am Boden ausstreckt; 
zwischen dem Kopf des Greifs und den Drachenfl??geln ist ein goldnes 
Kavalierkreuz. Dieses Wappen, das Sm 0 k-G ryf (Drachen-Greif) 
genannt wird, f??hren die: 
Lacki und Zawichojski. 
Limont. - In rotem felde ein senkrechtes, gest??rztes Schwert, 
das auf einer Kugel steht, rechts und links von je einer gleich gros sen 
Kugel begleitet ist; Helmschmuck: ein aufrechtes Schwert zwischen 
zwei Straussenfedern. Dieses aus Italien eingef??hrte Wappen f??hren die: 
Limont und Liminski. 
lopot. - In rotem felde zwei kreuzweise, schr??ge ??bereinander 
gelegte Stangen, wie sie zum Befestigen des Stossbleches eines S??bels 
dienen, die eine Stange golden, die andre silbern; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen, auch Abszlang genannt, f??hren die: 
Bekowski, Bykowski, t.opata, t.opatka, t.opatynski, t.opot, Ptaszewicz. 
luk (Taf. XIV). - In rotem felde ein schwarzer Bogen (tuk), 
dessen unten befindliche Saite mit aufgelegtem, goldnen Pfeil, dessen 
Spitze nach oben gerichtet ist, zum Abschnellen gespannt ist; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Es soll im Kriege Lithauens gegen 
den Orden einem Lithauer verliehen sein, der seinen Gegner, der den 
Bogen auf ihn gerichtet hatte, niedermachte. Dieses Wappen f??hren die: 
Brzumienski, Derewinski, Eydziatowicz, Hulkiewicz, Kaminski, Kierszanski, 
Kosanowski, Kosarzewski, Koszycki, Kozarzewski, Krukowic, t.ukaszewicz, Narkiewicz, 
Paszyc, Piskarzewski, Podwinski, Przedrzymirski, Rodziewicz, Tatarowicz, Tm. 
Masalski (Taf. XIV). - In rotem (mitunter auch blauem) felde 
ein gros ses, silbernes (auch wohl goldnes) lateinisches M, das oben mit 
einem goldnen Hochkreuz besetzt ist; Helmschmuck: f??nf Straussen- 
federn. Dieses Wappen f??hren die: 
Baka, Bakanowski, Chmielnicki, Krzywiecki, Masalski, Puciata, Surr n , 
Swotynski, Tuchanowski, Wysocki. 
Mc:k. - In rotem felde ein auf gr??nem Boden stehender, silhern 
geharnischter Kriegsmann mit aufgeschlagenem Helme, die rechte Hand 
in die Seite gest??tzt, in der linken Hand eine auf den Boden gest??tzte 
Hellebarde haltend; Helmschmuck: ein gleicher, aufwachsender Kriegs- 
mann mit Hellebarde. Dieses Wappen f??hren die: 
M
k und Rubinkowski. 
Mikulicz. - In blauem felde ein silherner, nach oben offener 
Halbmond, der mit einem silbernen Hochkreuz besetzt ist, dessen 


--
>>>
154 - 


oberster Balken mit einer silbernen, halben heraldischen Lilie besetzt 
ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Markiewicz, Mikulicz, Radecki, Skumin. 
Mogila. - In schwarzem Felde ein viereckiger, silberner Grabstein 
(mogita), dessen unterer Rand etwas vorsteht; auf dem Grabstein steht 
ein kleines, silbernes Hochkreuz, zwei andere gleiche Kreuze liegen 
der wagerechten Oberfl??che parallel nach rechts und links, so dass 
sie nur mit dem Ende ihres Fussbalkens auf dem Steine liegen; 
Helmschmuck: drei oder auch f??nf Straussenfedern. Es kommen kleine 
??nderungen des Wappens vor. Dasselbe f??hren die: 
Andruszkiewicz, Bielewicz, Billewicz, Bogdanowicz, Bychowiec, Ciechanowicz, 
Dowgird, Maruszewski, Monstwil, Solouch, Stankiewicz, Szajewski, Wysocki, 
Zodeyko, Zygmanowski. 
Nalewka. - In rotem Felde eine' silberne Kanne (nalewka); 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Hrebnicki. 
Natarcz. - In rotem Felde auf einer schwebenden, roten Mauer- 
linie, von f??nf Ziegeln L??nge, auf welcher vier Planken liegen, von 
denen man aber nur die Kopfenden sieht, ein zwischen den Mittel. 
planken senkrecht stehender, befiederter, mit der Spitze nach oben 
gerichteter, silberner Pfeil; Helmschmuck: ein bewaffneter, wachsender 
Arm, dessen Hand einen wagerechten Speer h??lt. Dieses Wappen 
wurde von dem Grossf??rsten Giedymin (1315-28) dem Ritter Natarcz 
verliehen, der die Feste Krew gegen den Orden so tapfer verteidigte, 
dass dieser abzog, im Felde von dem heranziehenden lithauischen 
Entsatzheere geschlagen wurde. Dieses Wappen f??hren die: 
Bieniecki und Natarcz. 
Newlin (Taf. 
IV). - In blauem Felde ein senkrechter, befiederter, 
mit der Spitze nach oben gerichteter, goldner Pfeil, dessen Schaft 
einmal durchkreuzt ist, rechts und links von dem Gefieder von je 
einem goldnen, achtstrahligen Stern begleitet; Helmschmuck: ein 
schwarzer Adlerfl??gel, von links nach rechts von einem goldnen Pfeile 
wagerecht durchbohrt. Dieses Wappen wurde von K??nig Zygmunt 
August, der auch Grossf??rst von Lithauen war, den Ronneberg ver- 
liehen, von denen sich die Br??der Szymon und Ernst in der Schlacht 
von Newlin, wo Ernst fiel, ausgezeichnet hatten. Das Wappen wird 
nach dem Orte N ew I i n genannt. Dasselbe f??hren die: 
Klinski, t.ukowicz, Mazaraki, Ronneberg, Wagner. 
Nietecki. - In Rot ein goldner Stern, besetzt mit einem goldnen 
Doppelkreuz. Sie hiessen urspr??nglich Czyz, erhielten 1534 den 
lithauischen Adel mit dem Pr??dikate Nietecki. 
Nowicki. - In blauem Felde drei mit den Schaftenden in der 
Mitte des Schildes zusammenstossende, silberne Bootshaken (Os
ki), 
welche mit ihren Spitzen nach den bei den Oberecks und nach dem 
Schildesfuss gerichtet sind; mitunter sind zwischen den Bootshaken 
noch drei goldne Sterne; Helmschmuck: drei Straussenfedern, belegt 
f!lit dem Wappenbilde. Es wird das Wappen auch 0 s 
 k i genannt. 
Uher den, Ursprung wird gesagt: Ein an einem Fluss befindliches, 
lithauisches Lager wurde von dem Feinde ??berrascht, man gewann 
noch soviel Zeit, die R??stungen und Waffen ger??te eiligst in den Fluss 


.........
>>>
155 - 


zu werfen, um sie vor der Wegnahme zu sichern und sich dann 
zur??ckzuziehen. Demjenigen, der die Mittel ersann, die Sachen sp??ter 
mittels Bootshaken aus dem flusse zu ziehen, wurde dieses Wappen 
verliehen. Dasselbe f??hren die: Nowicki. 
Oginiec (Taf. XIV). - In blauem felde eine rote Lagerpforte, die 
oben mit einem silbernen Kreuze besetzt ist, dessen oberer Balken 
sich in zwei ausw??rtsgebogene Spitzen spaltet; ??b.
r dem Schilde eine 
f??rstenm??tze, oben mit einem Kreuze geziert. Uber den Ursprung 
wird gesagt, dass es von einem russischen f??rsten einem Mitgliede 
seines Hauses verliehen sei, der die durch die Lagerpforte bereits in 
das Lager des Hauptquartiers eingedrungenen Tataren zur??ckgetrieben 
und geschlagen hatte. Dieses Wappen wird Oginiec und auch 
B ra m a genannt. Dasselbe f??hren die: 
Fedorowicz, Ogitlski, Puzyna, Puzynowicz, Rafatawski. 
Okminski. - In blauem felde das silberne Zeichen des Wappens 
Abdank, das von der Spitze eines gest??rzten, silbernen Pfeiles belegt 
ist, dessen Schaft in der Mitte einen Ring tr??gt, oben statt des Ge- 
fieders mit einer zweiten Pfeil spitze versehen ist; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: Okminski. 
Olszewski. - In blauem felde zwei senkrecht stehende, mit den 
Spitzen nach ausw??rts gekehrte, silberne Klammereisen, zwischen denen 
das goldne Kreuz eines S??bels so gelegt ist, dass das Wappenbild 
wie ein N erscheint; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses 
Wappen f??hren die: Olszewski. 
Ostrozt:cki. -. In rotem felde drei silberne Abdank-Zeichen, von 
denen das oberste gest??rzt ist, deren Mitten durch einen silbernen 
L??ngenstab verbunden sind; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses 
Wappen f??hren die: Ostroz
cki. 
Pelikan. - In blauem felde auf gr??nem Boden ein links gekehrter 
Pelikan, der die fl??gel erhoben hat, mit dem Schnabel seine Brust 
??ffnet, um mit seinem.. Blute drei Junge zu n??hren; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. Uber den Ursprung dieses Wappens ist nichts 
bekannt, es wird als ein Sinnbild treuer Anh??nglichkeit ausgelegt. 
Dasselbe f??hren die: 
Boetticher, Ellert, fabrycy, Foltanski, Gerlee, Hoffmann, Jagmin, Kode., 
t.ahinski, t.akinski, Miednski, Murza, Pizar, Proszczewicz, Romainville, Rychter, 
Thllgutt. 
Pogonia. - Es ist dieses Wappen, das Reichswappen Lithauens, 
bereits voran beschrieben, auch sein Ursprung angegeben. Es wird 
vorzugsweise von f??rstenfamilien gef??hrt, die sich von dem lithauischen 
Dynastengeschlechte ableiten, und zwar f??hren dasselbe die: 
Bielski, Boremiski, Chowanski, Czartoryski, Giedymin, Izastawski, Kobrynski, 
Korecki, Koryatowicz, Korybllt, Koszyrski, Kowelski, Lingwieniewicz, t.ukomlski, 
Nowosielski, Olelkowicz, Olgierd, Prunski, Rybicki, Sanguszko, Trubecki, Zastawski. 
Pozniak. - In rotem felde ein vorw??rts stehender Mann, be- 
kleidet mit einem langen Rock und weiter Jacke ??ber demselben, auf 
dem Kopfe eine Zipfelm??tze, von einem Pfeile wagerecht von links 
nach rechts durchbohrt, so dass derselbe aus der Mitte der Brust 
heraustritt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen 
f??hren die: Pozniak.
>>>
156 - 


Pypka. - In blauem felde zwei ??bereinander schwebende, silberne 
Kavalierkreuze, von denen das untere auf seinem oberen Balken mit 
einer halben heraldischen Lilie, der das Mittelblatt fehlt, besetzt und 
rechts und links von je einem Stern begleitet ist; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Kokoszynski, Pypka, Radyszkiewicz. 
Rc;ka. - In rotem felde ein silbergepanzerter, rechter Arm (r
ka), 
dessen Hand drei goldne, silbergefiederte Pfeile h??lt, die kreuzweise 
gelegt sind, der mittlere Pfeil nach oben gerichtet, die beiden andern 
Pfeile gest??rzt. Dieses Wappen wurde, wie angenommen wird, von 
einem lithauischen Grossf??rsten einem Ritter erteilt, den er zu den 
T.ataren mit einer Kriegserkl??rung sendete, welche der Ritter durch 
Uberreichung dreier Pfeile den Tataren versinnbildlichte. Das Geschlecht 
des Ritters, der nicht genannt wird, scheint erloschen, das Wappen 
ein verlassenes zu sein. - R 
 k a wird auch ein Wappen genannt: 
in Rot ein aus einer Wolke ragender, silbergepanzerter Schwertarm, 
im Schildesfuss ein gr??ner Dreih??gel ; Helmschmuck: ein Pfeil inner- 
halb eines offenen fluges. Dieses Wappen f??hren die: W
stawski. 
Rozynski. - In Blau ein goldner, senkrechter Stab, dessen oberes 
Ende mit zwei kleinen Hochkreuzen besetzt ist, die schr??gerechts und 
schr??gelinks herunterh??ngen, die untere Spitze des Stabes tr??gt eben- 
falls zwei solche Kreuze, die den ersteren entgegengesetzt nach oben 
stehen; ??ber dem Schilde eine f??rstenm??tze, auf der ein Kreuz. Es 
ist dies das Wappen der um 1650 erloschenen f??rsten Rozynski. 
Rubiesz. - In rotem felde die drei sich nach unten verj??ngenden 
silbernen St??be des Wappens Roch 111., der obere ist besetzt mit dem 
Schaft eines silbernen Pfeiles, der oben eine Spitze und in der Mitte 
des Schaftes eine zweite Pfeilspitze hat; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Dieses Wappen f??hren die: 
Alabis, Alambi, Andryewicz, Gqtkiewicz, Rubiesz, Rubosz. 
Rustejko. - In rotem felde zwei schwarze Jagdh??rner, mit den, 
Mundst??cken senkrecht nach oben und nach aus sen gestellt, zwischen 
denselben ein senkrechtes, gest??rztes blankes Schwert; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. ??ber den Ursprung wird gesagt: Ein Vorfahr 
fiel gleichzeitig mit seinem Herrn in moskauische Gefangenschaft, aus 
der er aber bald befreit wurde. Er benutzte seine freiheit, um mit 
seinem Schwerte ein Loch in die Gef??ngnismauer zu machen und 
durch dasselbe seinem Herrn die flucht zu erm??glichen, mit dem er 
dann nach Lithauen zur??ckkehrte, wo ihm dieses Wappen erteilt 
wurde, das nach ihm Rustejko genannt wurde. Dasselbe f??hren die: 
Rustejko, Rydzewski, Rzewnicki. 
Scipio. - In rotem felde vier blaue St??be, zwei schr??gerechts, 
zwei schr??gelinks gelegt, die sich abwechselnd mit einem Ende be- 
legen und sich dadurch zu einem schwebenden Viereck verschr??nken, 
dessen Seiten je ein Drittel der St??be lang sind, deren Enden dann 
gleichm??ssig ??berstehen; Helmschmuck: ein Pelikan mit drei seiner 
Jungen. Dieses aus Italien stammende Wappen f??hren die: Scipio. 
Siekierz. - In Rot ein silberner senkrechter, nach oben gerichteter, 
ungefiederter Pfeil, dessen Schaft einmal durchkreuzt ist, sich unten 
aber nach rechts und links zu einer wagerechten Linie spaltet, die an 


11 
I 


- 


.......
>>>
157 - 


den Enden sich ein wenig rechtwinklig nach oben bricht; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. Es wird gesagt, dass dieses Wappen von einem 
Grossf??rsten von Lithauen einem Krieger Siekierz f??r bewiesene 
Tapferkeit bei dem Sturm einer festung verliehen worden sei. Das- 
selbe f??hren die: 
Cichinski, Fenikowski, Kimbar, Kuczuk, Siekierz, Siekierzynski, Siemionowicz, Wotk. 
Sielawa. - In rotem felde ein schwebender, querliegender, 
silberner fluss, mit seinem rechten, etwas breiteren Ende nach oben, 
mit dem linken Ende nach unten gebogen, oben besetzt mit einem 
aufrechten, ungrfiederten, silbernen Pfeil; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Dieses Wappen f??hren die: Sielawa. 
Sleporod. - ' In rotem felde ein silberner, w??rfelf??nniger Grabstein 
mit unten etwas vorstehendem Rande, oben in der Mitte besetzt mit 
einem nach oben gerichteten, unbefiederten Pfeil, dessen Schaft einmal 
durchkreuzt ist und zwischen zwei nach aussen geneigten, flatternden 
fahnen steht; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Von dem Gross- 
f,??rsten von Lithauep wurde dieses Wappen einem Vorfahren der 
Sleporod, die auch Snieporod gescl}rieben werden, f??r Tapferkeit im 
felde verliehen, es war wohl Jan Sleporod, lithauischer Oberst, der 
1564 mit 2000 Mann den moskauischen Heerf??hrer Tolkmak bei dem 
Schlosse Jezierzyszcz
 schlug. Dieses Wappen, auch Sn i e po rod 
genannt, f??hren die: Sleporod. 
Slizien. - In silbernem felde ein blauer Reichsapfel, der aber 
keinen Reifen, nur ein goldnes Kreuz hat; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn oder auch ein wachsender Arm, der von links nach rechts 
schr??ge nach oben von einem Pfeile durchb,ohrt ist. Dieses Wappen, 
das aus Siebenb??rgen stammt, f??hren die: Slizien. 
Suszynski. - In Blau ein nach unten offenes, silbernes Hufeisen, 
in dessen Mitte sich zwei gefiederte, silberne Pfeile schr??ge kreuzen, 
deren Spitzen am oberen Rande des Hufeisens erscheinen. Dieses 
Wappen f??hren die: 
Hanussowski, Sulzynski, Suszynski, Swi
tkowski. 
Szczaplina. - In Blau ein nach oben offenes, silbernes Hufeisen, 
in dessen Mitte zwei gekreuzte Schwerter, die Griffe nach oben, 
zwischen welchen die rechte H??lfte eines gebrochenen Hufeisens, ??ber 
welchem eine goldne Krone. Dieses Wappen f??hren die aus Sachsen 
stammenden Erdman, die schon 1397 unter dem lithauischen Gross- 
f??rsten Witold fochten, von diesem G??ter in den Kreisen Braslaw 
und Wilkomierz erhielten, die ihnen 1589 und 1633 von den polnischen 
K??nigen best??tigt wurden. Dieses Wappen wird, wohl nach einem 
Orte kriegerischer Auszeichnung Szczaplina genannt. 
Terebesz. - In rotem felde ein schwebender, gepanzerter, links 
gekehrter, im Ellenbogen gekr??mmter, linker Arm, dessen Hand ein 
erhobenes Schwert h??lt, auf dessen Spitze ein Manneskopf steckt; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen wurde einem 
Vorfahren verliehen, der einem feinde den Kopf abgehauen hatte. 
Dasselbe f??hren die: 


Naraczowski und Terebesz.
>>>
158 


Tomkowicz. - In gr??nem Felde ein silberner, schwebender 
Querstab, der am linken Ende in seiner halben L??nge rechtwinklig 
nach unten gebogen ist, an seinem rechten Ende, dieses etwas ??ber- 
stehen lassend, ruht der Balken auf einem Stabe, der ein wenig 
schr??gelinks steht, in der Mitte ruht der Balken ebenfalls auf einem 
Stabe, der aber senkrecht ist und dessen verk??rzter Fuss auf einer 
Kugel ruht. Es kann das Wappenbild als ein Schemel mit drei F??ssen 
gelten; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren 
die: Tomkowicz. 
Waga (Taf. XV). - In rotem Felde ein silbernes Hochkreuz, dessen 
Fussbalken sich nach unten spaltet, in seinen Spaltenden dann nach 
oben schr??gerechts und schr??gelinks soweit gebrochen ist, dass ein 
wagerechter Stab, der die Enden dieser nach oben gebrochenen Teile 
verbindet, genau unter dem ersten Spaltungspunkte liegt. Der Fuss- 
balken des Kreuzes ist mit einem silbernen, gest??rzten Halbmonde ??ber- 
legt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Abramowicz, Korzeniowski, Niepokojczycki, Pociej, Rys, Waga. 
Waskiewicz. - In blauem Felde ein goldnes Hochkreuz, dessen 
Stamm von der Mitte ab gespalten ist; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Dieses Wappen wurde von K??nig JagieUo f??r Tapferkeit gegen 
die Tataren verliehen. Dasselbe f??hren die: Waskiewicz. 
Wojeyko. - In silbernem Felde ein schwarzer, goldbewehrter, 
gekr??nter Adler, dessen Kopf gespalten ist; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: Wojeyko. 
Zatajony Miesi1\c. - In gr??nem Felde ein silbernes, nach oben 
offenes Hufeisen, das einen kleinen silbernen, nach oben offenen 
Halbmond einschliesst; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses 
Wappen f??hren die: 


Dolibowski, Domaradzki. 
Zdan. - In rotem Felde ein goldnes, nach unten offenes Huf- 
eisen, auf welchem ein S??bel, mit dem goldnen Griff nach unten 
gekehrt, steht; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen 
wird auch Koi I en czyk und Zda now i cz genannt. Dasselbe 
f??hren die: 
Dunski, Koilenski, Kozinski, Szymonski, Zdan. 
Zdzitowiecki. - In rotem Felde eine weisse Binde, wie im Wappen 
Nal
cz, nur ist dieselbe oben verschlungen und die Enden gehen nach 
oben auseinander, auf dem Knoten steht ein goldnes Hochkreuz, inner- 
halb der Binde ist ein goldner Stern; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Dieses Wappen f??hren die: Zdzitowiecki. 
Zienowicz. - In rotem Felde ein halber, nach unten offener, 
goldner Ring, auf welchem ein silbernes Maltheserkreuz steht; Helm- 
schmuck: ein auffliegender Rabe mit einem Ring im Schnabel. Dieses 
Wappen, das auch Deszpot..genannt wird, ist aus Serbien um 1420 
nach Lithauen gekommen. Uber den Ursprung wird gesagt: Die 
Heiden waren r??uberisch eingebrochen und einer derselben raubte 
sogar die Tochter des serbischen F??rsten. Ein Serbe jagte dem Ent- 
f??hrer nach, entdeckte ihn im Walde, t??tete ihn und befreite die 
Prinzessin, die ihm zum Danke einen Ring gab. Bei der Abnahme 
der Waffen von der Leiche verlor er indessen denselben. Er bemerkte
>>>
- 159 - 


dieses erst, als er die Prinzessin an einen sicheren Ort gebracht hatte, 
eilte dann zur??ck, um den Ring zu suchen. Er fand einen Raben auf 
der leiche sitzend, der den Ring im Schnabel hatte. Er erschoss den 
Raben mit dem Pfeil, eilte dann mit dem Ringe zur Prinzessin zur??ck, 
deren Hand er erlangte. Er erhielt von dem f??rsten dieses Wappen, 
das Deszpot (im Griechischen = = Jungfrau) genannt wurde, welchen 
Namen auch er erhielt. Von seinem Sohne Zeno stammen die 
Zienowicz, die kurze Zeit Hospodaren der Wallachei waren, aber 
verjagt wurden und nach Lithauen gingen. Dieses Wappen f??hren die: 
Kostrzenski lind Zienowicz. 
Zyzemski. - In Rot ein godner l??we; ??ber dem Schilde eine 
f??rsten m??tze mit Kreuz. Dieses Wappen f??hren die: 
Kurpski und Zyzemski. 


Das Wappen der russischen F??rsten. 


Die Dynasten aus dem Geschlechte Rurik f??hrten zuerst als 
Reichsfahne und eignes Wappen: einen nackten Mann auf einem 
ungesattelten Schimmel sitzend und mit einem Speere einen auf dem 
Boden sich w??lzenden Lindwurm durchbohrend, in blauem felde. Der 
Grossf??rst Oleg von Kiew (879- -912) nahm dann, nach einem Sieges- 
zuge bis Konstantinopel, 907, an statt des nackten Reiters den heiligen 
Georg, in ritterlicher R??stung, auf einem Schimmel, mit einem Speere 
den lindwurm durchbohrend, ins Wappen auf. Die Grossf??rsten von 
Moskau f??hrten den nackten Reiter wohl noch fort, nahmen aber end- 
g??ltig auch den heiligen Georg in ihr Wappen auf. Der Regierungs- 
stamm der Rurik schloss 1610, ihm folgten in der Regierungsgewalt die 
Romanow, welche das jetzt gebr??uchliche Wappen f??hren: in goldnem 
felde ein schwarzer, doppelk??pfiger, dreifach gekr??nter Adler, der auf 
der Brust ein Mittelschild tr??gt, in welchem das fr??here Wappen, der 
heilige Georg, ist. - Viele familien leiten sich von dem Geschlechte 
Rurik ab und f??hrten deren altes Wappen fort; die meisten von ihnen 
aber, die in dem polnischen Adel Aufnahme fanden, als die russischen 
Provinzen an lithauen und Polen fielen, ??nderten ihr Wappen in ein 
neues um. Die von den Rurick abstammenden familien sind in dem 
folgenden Text genannt. Auch die fr??heren russischen Teilf??rsten- 
t??mer, welche das russische (Ruski) Wappen gef??hrt hatten und unter 
Polnisch-lithauischer Herrschaft besondere Wojewodschaften wurden, 
erhielten andere Wappen. 


Die Wappen der russischen Provinzen. 


Arlamowski. - In rotem felde drei goldne, zu 2 und 1 gestellte 
Sterne; Helmschmuck: ein halb aufwachsender Ritter, von einem Pfeile 
durchbohrt.
>>>
160 - 


Baryczka. - In goldnem Felde auf gr??nem Boden zwei sparren- 
f??rmig gestellte schwarze St??tzen (Stangen), welche oben mit einem 
silbernen Kavalierkreuze besetzt sind, dessen gradlinig verl??ngerter 
unterer Balken sich zwischen den St??tzen mit einem zweiten silbernen 
Kavalierkreuze verbindet; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Das Ge- 
schlecht Baryczka kam mit diesem Wappen 1207 aus Ungarn nach 
Russinien. 
Bokij. - In rotem Felde ein silbernes, senkrecht und mit der 
Schneide nach rechts gestelltes Beil, das oben mit einem gol
nen 
Kavalierkreuz besetzt ist; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Uber 
den Ursprung wird gesagt: Als die Tataren 1244 verheerend in das 
land Przemysl eingedrungen waren, zog ihnen F??rst Daniel von 
Halicz entgegen und es kam am Flusse San zu einem Scharm??tzel. 
In diesem versuchte ein Tatar einen Angriff auf den F??rsten. Diesem 
eilte ein Ritter Bokij zu H??lfe; in dem Kampfe mit dem Heiden ent- 
fiel dem Ritter die Waffe und er schien des auf ihn eindringenden 
Ritters sich nicht erwehren zu k??nnen, griff jedoch nach dem am Sattel 
h??ngenden Beile und hieb damit den Gegner vom Pferde. Der F??rst 
verlieh ihm daf??r dieses Wappen, das Bokij genannt wird. Dasselbe 
f??hren die: 
Bokij, Godaczewski, Kotyski, Kuliski, Pecherzewski, Pieczychojski, Pieczyfortski. 
Chocimirski. - In goldnem Felde drei silberne Harken, jede mit 
7 Z??hnen, mit diesen nach dem rechten und linken oberen Schildeseck 
und nach dem Schildesfuss gekehrt, mit den Stielen in der Mitte in 
einem roten Ringe zusammenstehend; Helmschmuck: f??nf Straussen- 
federn. ??ber den Ursprung wird gesagt: Als die Tataren beutemachend 
in Podolien eingebrochen waren (wohl um 1452) und die Leute fingen 
und fortf??hrten, schickte der K??nig von Polen und Grossf??rst von 
Lithauen (wohl Kazimierz) Mannschaften dorthin, um sie zu vertreiben. 
Es gelang der Vorhut jedoch nicht, die raubenden Feinde aufzufinden, 
die sich in den W??ldern und Hohlwegen versteckten. Ein Zufall half 
hierzu. Drei Landleute waren auf ihrer Wiese, um Heu zusammen zu 
harken, als sie von drei tatarischen Reitern ??berfallen wurden, die von 
ihren Pferden gestit;gen waren und die Landleute zum Mitgehen auf- 
forderten. Diese weigerten sich und wehrten sich gegen die Gewalt 
mit ihren Harken. Der ??lteste, Grossvater der beiden andern, wurde 
von dem Tataren niedergeworfen, zog aber aus dessen K??cher einen 
Pfeil und stach ihm denselben in die Eingeweide, entriss ihm den 
S??bel und eilte den Enkeln zur H??lfe; es wurde ein zweiter Tatar 
ebenfalls get??tet, der dritte, der um Gnade bat, gebunden. Diesen 
brachten die Bauern zum Befehlshaber der Truppen, der durch den 
Gefangenen den Versteck der Horde erfuhr, die er umzingelte, dann 
niedermachte, so die Gefangenen befreite und die Beute zur??ckf??hrte. 
Vom K??nige wurde den Bauern, die in den Adelstand aufgenommen 
wurden, dieses Wappen, das auch Trzy grabie (drei Harken) genannt 
wird, erteilt. Sie nannten sich Chocimirski, sassen in Podolien. 
Chorllgwie. - In rotem Felde zwei goldne Fahnen unter einander, 
jede an einer wagerechten, an jedem Ende mit einem Knopf versehenen 
Stange h??ngend, jede unten mit drei viereckigen Lappen und mit Franzen 


tIo....-
>>>
161 


besetzt; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz, belegt mit einem goldenen 
Sterne. - Der Ursprung des Wappens wird in die Zeit der ersten 
russischen Alleinherrscher versetzt, es soll f??r die Eroberung zweier 
feindlichen Fahnen (ChorClgwie) verliehen sein. Dieses Wappen 
f??hren die: 
??ykowski, Czarnobylski, Czerlenkowski, Hryckiewicz, Jelec, Knzita, Kocmierowski, 
Olizar, Wortowski. 
Chrynicki. - In rotem Felde ein gest??rztes silbernes Hochkreuz, 
aus welchem oben ein silberner Angelhaken aufw??chst, dessen zwei 
oben befindliche Spitzen nach unten gebrochen sind; Helmschmuck: 
f??nf Straussenfedern. Es wird als Ursprung des Wappens .
ngegeben: 
Ein Ritter der auf Vorwacht war, f??hlte sich vor jedem Uberfall um 
so sicherer, als das klare Wetter ihm freie Aussicht gew??hrte. Er stieg 
deshalb vom Pferde, hielt es mit der einen Hand und warf mit der 
andern eine Angel ins Wasser nach Fischen aus. Pl??tzlich wird er 
von einigen Tataren ??berfallen, er schwingt sich aber unerschrocken 
auf sein Pferd, schl??gt einen der Feinde nieder und verjagt die andern, 
nimmt aber einen gefangen, den er seinem Hetman oder F??rsten zu- 
f??hrte. Es wurde ihm f??r seine Unerschrockenheit und Tapferkeit 
dieses Wappen erteilt, das auch W 
da (Angelhaken) genannt wird. 
Dasselbe f??hren die: 
Chrynicki und Chyczewski. . 
Czetwertynski. - Sie f??hren zwei Wappen, das eine ist das ur- 
spr??ngliche Wappen der russischen Alleinherrscher, von denen sie ab- 
stammen: in Rot auf nacktem, ungesatteltem, weissen Pferde ein nackter 
J??ngling, der einen auf gr??nem Boden liegenden schwarzen Drachen 
mit einem Speere durchbohrt. - Als sie 1569 dem polnischen 
Reiche angeh??rten, wo ihnen der F??rstentitel genehmigt wurde, nahmen 
sie zu diesem Stammwappen auch noch das etwas ver??nderte Wappen 
Korybut an: in rotem Felde ein goldner Stern, ??ber welchem ein 
silberner gest??rzter Halbmo.l)d, in welchen oben zwei Schwerter bis 
zur H??lfte versenkt sind. Uber jedem der Wappen ein F??rstenhut. 
Dederkalo. - In goldnem Felde ein schwarzes Sch??cherkreuz, 
dessen unterer Balken auf einem kurzen Querbalken steht; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. 
Denis. - In blauem Felde ein auf einem goldnen Sterne stehen- 
des Hochkreuz; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Denisko, Deniszewicz, Dmowski, Kasztuski, Kotyszko. 
Druck (Taf. XIII). - In Rot ein gest??rztes Schwert, das rechts und 
links von je zwei silbernen Halbmonden (also im Ganzen vier) begleitet 
ist, von denen die oberen gest??rzt sind, die Spitzen der Monde sich also 
zugekehrt sind. Anstatt des Helmes und der Krone ein F??rstenhut, 
??ber dem sechs Straussenfedern. Es wird von ehemaligen russischen 
F??rstenfamilien gef??hrt, von den: 
Drucki, Horski, Lubecki, Ojezierski, Ozierecki, Prychabski, Sokolinski, 
T otozynski. 
Dulicz. - In Rot ein starker halber goldner Ring, nach unten 
offen, auf dem der Buchstabe T. steht; Helmschmuck: f??nf Straussen- 
federn. Es wird angegeben, dass dieses Wappen den Dulicz verliehen 
v. Zernicki, Die polnischen Stammwappen 11 


iIo....-
>>>
- t 62 - 


worden sei, der Ring ein Zeichen der Treue sein solle und der grosse 
griechische Buchstabe Tau, oder ein Kreuz in dieser Form, eine An- 
deutung sei, dass sie zur griechichen Kirche geh??rten. Es wird das 
Wappenbild aber oft als ein Anker (Kotwica) angesehen und deshalb 
auch wohl Kotwica genannt. Dieses Wappen f??hren die: 
Dulicz, Duligow, Dwernicki, Juraha. 
Glinski. - In rotem Felde zwei schwebende senkrechte, goldne 
Balken, ein jeder an dem unteren Ende um ein Viertel seiner L??nge 
rechtwinklig nach aussen gebrochen; oben sind die Balken an ihren 
Enden durch einen wagerechten Balken verbunden, durch dessen Mitte 
ein silberner Anker geht, so dass seine Arme, die keine Widerhaken 
haben, sich rechts und links halbkreisf??rmig, ??ber dem Balken, bis an 
dessen Enden biegen, die Stange des Ankers aber nach unten h??ngt, 
gleich lang mit den senkrechten Balken, und in Kreuzform endet; 
Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Die Glinski stammen aus dem 
F??rstentum Siewierz, wo sie den Kniasentitel f??hrten. 
Iwanicki. - In rotem Felde ein goldner Vollmond mit Gesicht, der 
oben mit einem goldnen Kreuze besetzt ist, dessen Querbalken auch 
die Kreuzesform haben; Helmschmuck: drei Straussenfedern, neben 
denen links und rechts je ein blanker gekr??mmter S??bel, deren Griff 
unten und die Schneide nach innen steht. - Als der Lithauische F??rst 
Lu bart, der das Land WJodzimierz besass, dort von dem Polenk??nige 
Kazimierz 1341 bekriegt wurde, geriet das lithauische Heer in bedr??ngte 
Lage, wurde umzingelt und kein Ausweg schien demselben m??glich, 
Lubart sah sich verloren, wenn er solchen nicht finden konnte. Da 
entschloss sich der Ritter Bohdan aus Iwaniec, heimlich umher- 
zuschleichen, um die schw??chste Stelle der feindlichen Stellung oder 
eine L??cke derselben zu erforschen. Der Schein des Vollmondes war 
ihm hierbei beh??lflich. Er meldete dem F??rsten die g??nstigste Stelle 
zu einem Durchbruch, dieser wurde versucht und gelang. Bohdan er- 
hielt von dem F??rsten dieses Wappen, das auch PeJnia (der Voll- 
mond) genannt wird. 
Jakubowicz. - In gr??nem Felde, auf einem H??gel stehend, ein 
nach links gekehrtes, weisses, geh??rntes Lamm, das mit dem erhobenen 
rechten Fusse den Schaft einer von ihm getragenen Kirchenfahne h??lt; 
Helmschmuck: ein schwarzer Fl??gel, von einem wagerechten Pfeil nach 
links durchschossen. 
Jetowicki. - In rotem Felde ein kurzer, schwebender, schwarzer 
Balken, der nach unten schr??g gebrochen ist und sich nach aussen 
hin abrundet und zuspitzt. Diese Figur soll die Umrisse eines Lager- 
Tors bedeuten, das oben mit einem goldnen Hochkreuz besetzt ist; 
Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Dieses Wappen wird auch 
Bozeniec genannt, dasselbe f??hren die: 
Chawejfowicz und Jefowicki. 
Jeidziec. - In blauem Felde auf weissem ungesattelten Pferde, 
das nach rechts l??uft, ein Reiter in gr??nem Kleide, der mit einem 
Bogen nach r??ckw??rts schiesst; nur eine Krone ??ber dem Schilde. 
Es ist das Wappen der: Meszczeryn. 
Kalinowa. - In rotem Felde ein mit der goldnen Spitze aufrecht 
stehender, silberner Pfeil, dessen Gefieder gespalten und an jedem Ende 


......
>>>
163 - 


mit einem goldnen Sterne besetzt ist; Helmschmuck: drei Straussel1- 
federn, von links nach rechts von einem gleichen Pfeil mit Sternen, 
wagerecht durchbohrt. Dieses Wappen f??hren die: 
Cel und Kalinowski. 
Kaluszowski. - In rotem Felde zwei blanke krumme S??bel, mit 
den Handgriffen nach oben, mit den Schneiden nach innen gekehrt, 
die S??bel werden durch ein um beide Klingen gewundenes goldnes 
Band (oder Ring?) zusammengehalten; Helmschmuck: f??nf Straussen- 
federn. Dieses Wappen f??hren die: 
Katuszowski und Kondracki. 
Kisiel. - In rotem Felde ein auf dem Schildesfuss stehendes, 
offenes weisses lagerzelt, verziert mit schwarz-weissen Franzen, mit 
rundem weissen Dach, auf welchem ein goldner Reichsapfel mit Kreuz 
steht; Helmschmuck: drei gezinnte rote T??rme. - Swi
toldycz, Hetman 
des russischen Selbstherrschers Wlodzimierz, um 1040, verteidigte Kiew 
gegen die Pieczynger. Als diese die Stadt mit Gewalt nicht nehmen 
konnten, schlossen sie dieselbe ein, um sie auszuhungern, Swi
toldycz, 
der von dieser Absicht Kenntnis bekam, liess, als der Proviant der 
Stadt schon sehr knapp war, den gr??ssten Teil seines Mehles zu 
Brotteig eins??uren, diesen verbacken und die Brote in ein Zelt tragen, 
das er in das offene Stadttor stellen liess. Dann liess er, so dass 
die Feinde es bemerken konnten, Wagen mit Broten beladen und 
sendete durch Parlament??re mehrere Fuhren nach dem feindlichen lager 
als Beweis, dass in der Stadt reichlicher Vorrat an lebensmitteln sei. 
Die Feinde schenkten dieser Vorspiegelung Glauben, hielten ihre 
Absicht f??r unausf??hrbar und hoben die Belagerung auf. Wlodzimierz 
erteilte dem Swi
toldycz dieses Wappen, in welchem das Zelt an das 
feindliche lager, die drei T??rme an die Verteidigung der Stadt erinnern 

ollten. Das Wappen erhielt nach dem Empf??nger den Namen 
Swi
toldycz, dieser selbst aber den Namen Kisiel (von Kisic, Brot 
eins??uern). Auch wird das Wappen Namiot (das Zelt) genannt. 
Dieses Wappen f??hren die: Kisiel. 
Klinski. - In rotem Felde eine Weltkugel, auf welcher ein goldnes 
Hochkreuz (oder auch ein Pfeil) steht, dessen unterer Balken (oder 
Schaft) von zwei silbernen Klammereisen , das obere l??nger als das 
untere, durchkreuzt i
t; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses 
Wappen, das auch Swiat (die Welt), mit dem Pfeile aber Okun 
genannt wird, f??hren die: 
Ichnatowicz, Klinski, Okun, Pienkowski. 
Kmicic. - In rotem Felde ein senkrechter, mit den zwei Zinken 
nach unten gekehrter, silberner Anker, oben neben der Tau??ffnung 
rechts und links von je einem goldnen Sterne begleitet; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. Dieses Wappen, auch Radzic genannt, f??hren 
die: Kmicic. 
Kolodyn. - In silbernem Felde ein schwarzer mit dem Eisen 
nach oben gerichteter, senkrechter Pfeil, dessen ungefiederter Schaft 
der ganzen l??nge nach gespalten ist; die beiden rechts und links 
auseinander gehenden Teile sind in der Mitte durch einen Querstab 
verbunden, so dass das Wappenbild wie ein lateinisches A, besetzt 
mit einer Pfeilspitze, erscheint; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. 
11.
>>>
- 164 - 


Dieses Wappen wurde von einem russischen F??rsten den Kotodynski 
erteilt. Dasselbe f??hren die: 
Kotodynski und Puciata. 
Kornic (Taf. XIV). - In rotem Felde auf drei schwarzen Felsen- 
stufen ein silbernes Hochkreuz, welchem jedoch der obere Balken fehlt, 
auf den Enden der beiden Seitenarme ist je ein runder laib Brot 
aufgesteckt; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Das Wappen soll 
von den russischen F??rsten einem Ritter Kornic verliehen sein, der sich 
durch Tapferkeit gegen die Feinde ausgezeichnet hatte. Das Kreuz 
und die beiden Brote sollen den reichen Segen bedeuten, welchen seine 
Herren ihm zum Kampfe mitgaben und der ihm auch Erfolg brachte. 
Es wurde nach ihm Kornic, aber auch Hospody btogostaw (des 
Herren Segen) genannt. Dasselbe f??hren die: 
Biesiecki, B1udowski, Dembowski, Frydrychowski, Gorecki, Hunel, Kloeh, 
Inwaldzki, Jarosiewski, Jasieniecki, Koczenski, Kornaszewski, Kornic, Kornicki, 
Korowicki, I::.aszkowski, Por
bski, Rymuttowski, Satacki, Stop, Sobek, Sokot, 
Sokotowski, Szczepanowski, Walcerowski, Wilamowski, Zborowski, Zdanski. 
Kozika. - In rotem Felde ein silberner Tatarenbogen, auf dessen 
nach oben gekehrter Saite ein goldnes Hochkreuz steht. Dieses Wappen 
wurde einem Vorfahren der Kozika wegen Auszeichnung gegen die 
Tataren erteilt, als Deutung gilt, dass die Waffen der Ungl??ubigen dem 
Kreuze unterliegen mussten. Es wird Kozika, Kozeka, auch Zkrzy:Huk 
(Kreuz mit Bogen) genannt, wird von den Kozika gef??hrt. 
Kroszyiiski. - In rotem Felde ein silbernes Balkenkreuz, dessen 
Seitenarme, in ihnen gleicher l??nge, rechtwinklig nach oben gebrochen 
sind, der Kreuzesfuss steht auf einem kurzen wagerechten Balken, der 
an den Enden schr??ge nach unten gebrochen und hier sich rundend 
und spitz nach aussen biegt, so als ob er ein Klammereisen darstellen 
soll. Das ganze Wappenbild hat die ungef??hre Gestalt eines Arm- 
leuchters (Iichtarz) mit drei Lichtaufs??tzen , es wird deshalb auch 
Lichtarz genannt. Es ist das Wappen der Kroszynski. 
t.osiatyiiski. - In rotem Felde ein goldnes Kavalierkreuz, das von 
einem goldnen Ringe eingeschlossen ist, der oben mit einem gefiederten, 
mit der Spitze nach oben gerichteten, silbernen Pfeile senkrecht besetzt 
ist; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Zur Zeit des K??nigs ludwig 
(1370-82), der auch K??nig von Ungarn war, waren die Lithauer ver- 
w??stend in Masowien eingedrungen. In dem ihnen entgegen geschickten 
polnischem Heere zeichnete sich der Ritter I::.osiatynski durch grosse 
Tapferkeit aus; er erschlug im Kampfe einen feindlichen F??hrer, dessen 
Begleiter, um dessen Tod zu r??chen, einen Pfeil gegen ihn abschoss, 
den er aber mit der Hand auffing, auf seinen Bogen legte und mit 
demselben den Sch??tzen erlegte. Der K??nig verlieh daf??r dem 
I::.osiatynski, der aus Wolynien war, dieses Wappen, das seine Nach- 
kommen f??hren. 
Mikuliiiski. - In blauem Felde drei ??ber einanderstehende, sich 
etwas umfassende, silberne lateinische M, das oberste in der Mitte mit 
einem kleinen goldnen Hochkreuze besetzt; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Dieses Wappen f??hren die: 
Mikosz, Mikulinski, Milowicz. 



 


........
>>>
165 - 


Odyniec (Tat. XIV). - In blauem Felde ein senkrechter, silberner, 
unbefiederter Pfeil, dessen Schaft von kurzem Balken durchkreuzt, dann 
unten schr??gerechts gebrochen ist; mitunter ist der Pfeil noch von 

.inem goldnen Sterne ??berh??ht; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. 
Uber den Ursprung wird gesagt: In den K??mpfen gegen die Tataren 
befand sich in dem russischen Heere ein Soldat, der sehr stark war, 
es im Ringen mit dem st??rksten Menschen aufnahm, sich auch gegen 
die Feinde durch Tapferkeit und Erfolge auszeichnete. In den russischen 
L??ndern pflegte man einen sehr starken Mann Odyniec (wilder Eber) 
zu nennen, und so hiess auch allgemein der Soldat; in einem Kampfe 
erschoss er den F??hrer der Tataren, die sich fl??chteten; man fand die 
Leiche des F??hrers in der der Pfeil gebrochen war. Der F??rst verlieh 
dem Soldaten dieses Wappen, das er, wie ihn selbst, Odyniec nannte. 
Dasselbe f??hren die: 
Barynowski, Bohusz, Brozowiecki, Brzozowiecki, Burba, Holcowski, Odyniec, 
Odynski, Szostowicki, Szyszka, Wistouch. 
Ostrogski. - Das Wappen Leliwa, ??berh??ht von dem Wappen 
Ogonczyk; ??ber dem Schilde eine F??rstenkrone. Dieses Wappen wurde 
1530 von Konstantyn Ostrogski, der von den russischen F??rsten ab- 
stammte und deren Wappen, den Ritter Georg, einen Drachen t??tend, 
f??hrte, angenommen, weil er, der Wojewode von Troki war, in russischer 
Gefangenschaft grausam behandelt worden war und mit Moskau nichts 
mehr gemein haben wollte. Die Ostrogski sind erloschen. 
Oszczewski. - In blauem Felde zwei silberne, offene Triangel, 
die mit den Spitzen auf einander stehen, von denen das obere ein 
kleines silbernes Kavalierkreuz einschliesst; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. - Es soll dieses Wappen einem der Vorfahren der Oszczewski 
verliehen sein, der zuerst in das feindliche, in Form dieser Dreiecke 
angelegte Lager drang und dadurch den Nachfolgenden den Weg zum 
Siege bahnte. 
Pietyrog (T af. XIV). - - In blauem Felde ein goldner Drudenfuss, dessen 
oberste Spitze mit einer silbernen halben heraldischen Lilie besetzt ist; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Bokoinski., Cieminski, I1nicki, Kuniowski, Malinski, Mormifo, Pietyrog, 
Trzebiatowski, Zmuda. 
Radoszynski. - In rotem Felde ein wagerechter silberner Stab, 
der an jedem Ende rechtwinklig nach unten gebogen ist. Von diesen 
Enden, die etwas l??nger als das Mittelst??ck sind, endet das linke in 
Form eines Kavalierkreuzes, das rechte in einer halben, nur auf der 
rechten Seite vorhandenen Pfeilspitze; Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Dieses Wappen f??hren die: Radoszynski. 
Rudecki. - In Blau ein goldner, gest??rzter Halbmond, der einen 
goldnen Stern einschliesst, ??ber dem Monde sind 2 wagerecht ??ber- 
einander, mit der Spitze nach rechts liegende silberne Pfeile; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: Rudecki. 
Ruski. - Es ist das russische (ruski) Staatswappcn und Wappen 
der russischen F??rsten, das vorne beschrieben ist. Diejenigen Familien, 
welche sich von dem Dynastenstamme der Rurik ableiteten, f??hrten dieses 
Wappen, den heiligen Georg mit dem Drachen, doch die meisten von 
ihnen, die in dem polnischen Adel Aufnahme fanden, als die russischen
>>>
166 


Provinzen an Polen fielen, ??nderten ihr Wappen in ein anderes um, 
das hier im Text behandelt ist, f??hrten dieses auch wohl neben dem 
Stammwappen. Von den Ruryk leiten sich ab die: 
Czetwertynski, Krzczonowski, t.abanowski, Mirski , Nowosielski, Odnowski, 
Oginski, Ostrogski, Palecki, Pozarzycki, Prunski, Puzyna, Rostkowski, Starodubowski, 
Szuyski, Worotynski, Zaslawski. 
Sie??iuta. - In rotem Felde eine silberne, unvollst??ndige Kirchen- 
fahne, welche nur einen, rechts herunterh??ngenden Lappen hat, der 
linke fehlt ganz, der mittlere ist ersetzt durch ein blaues Kavalierkreuz; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. - Dieses Wappen wurde von 
einem Grossf??rsten von Wtodzimierz einem Ritter Sien f??r Tapferkeit 
erteilt. Dasselbe f??hren die: 
Lachowicki und Sieniuta. 
StO??. - In blauem Felde auf schwebendem gr??nen h??geligen 
Boden ein stehender Elephant mit erhobenem R??ssel. Dieses Wappen 
f??hren die: 


Paprocki, Sierawski, Sloniewski, Warteszowicz. 
Stotobot. - In rotem Felde ein schwebender silberner Balken, 
der an den Enden zuerst rechtwinklig nach unten, dann bogenf??rmig 
nach seiner Mitte zur??ck gebogen ist; dieses Wappenbild, das zwei 
an einer StaTjge h??ngenden Dreiecken gleicht, soll die Vorderseite eines 
tatarischen Zeltes vorstellen, das oben mit einem hohen silbernen Pfeil 
besetzt ist, dessen Schaft zweimal durchkreuzt ist; Helmschmuck: ein 
Pfauenschwanz. - Dieses Wappen wurde von dem Lithauischen Gross- 
f??rsten einem in dem moskauischen F??rstentum Siewierz ans??ssigen 
Ritter Stotobot f??r eine Waffen tat gegen die Tataren verliehen. Das- 
selbe f??hren die: 
Winko, Winogrodzki, Wojnarowski. 
Szatawa. - In blauem Felde ein grosser goldner Ring, der in 
seinem Innern mit drei goldnen, zu 2 und 1 gestellten Kavalierkreuzen 
besetzt ist; H
lmschmuck: ein wachsender, gepanzerter, hauender 
Schwertarm. Uber den Ursprung dieses Wappen wird gesagt: Als 
Wtodzimierz, F??rst von Russland, die Absicht hegte, Christ zu werden, 
entsendete er im Jahre 987 Abgesandte zum Kaiser nach Konstantinopel, 
um sich ??ber das Wesen der christlichen Kirche zu unterrichten. Die 
Abgesandten, unter diesen einer Namens Halka, wurden dort Christen, 
und als sie zur??ckkehrten r??hmten sie diese neue Religion vor ihrem 
F??rsten und seiner Umgebung. Von einigen der Hofherrn wurden 
diese Berichte mit Hohn beantwortet und sie spotteten ??ber das 
Christentum. Hier??ber erbittert, forderte Halka drei dieser Sp??tter zu 
sofortigem Zweikampf und bestimmte den Ort dazu durch einen Kreis, 
den er auf dem Boden zog. Der Zweikampf fand statt, Halka t??tete 
seine drei Gegner. Wtodzimierz schrieb diesen Ausgang lediglich dem 
Beistande Gottes zu, weil Alle Halka f??r szalony (verr??ckt) gehalten 
und genannt haben, einen Kampf gegen drei mit Gewalt zu verlangen. 
Der F??rst verlieh Halka dieses Wappen, das Szatawa (von szalony), 
aber auch Nawrotnik (Bekehrer) genannt wird. Dasselbe f??hren die: 
Alkiewicz, Halka, Jakuszewski, Kuczynski, Ledochowski, t.ebinski, t.opata, 
Nawrotynski, Romanowski, Skoryna, Strzyz, Swirski.
>>>
- 167 - 


Szaszkiewicz. - In Rot ein goldnes lateinisches M, dessen linker 
Fuss aber nach aussen rund gebogen ist; oben auf der mittleren Ver- 
tiefung steht ein goldnes Hochkreuz, dessen Querbalken aber schr??ge- 
links liegt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Es ist das Wappen der: 
Szaszkiewicz. 
Szeptycki. - In rotem Felde ein goldnes, nach unten offenes 
Hufeisen, oben mit einem goldnen Kavalierkreuze besetzt und auf der 
linken Seite von einem silbernen Pfeile von links schr??gerechts durch- 
bohrt, so dass die Pfeilspitze noch innerhalb des Hufeisens bleibt; 
Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren die: 
Szeptycki, Sztrem, Szystowski. 
Ulanicki. - In rotem Felde ein senkrechter silberner Stab, der 
oben mit einem nach oben offenen, unten mit einem gest??rzten kleinen 
silbernen Halbmonde besetzt, und in der Mitte mit der Klinge eines 
gekr??mmten, mit der Spitze rechts liegenden S??bels belegt ist; Helm- 
schmuck: f??nf Straussenfedern. - Es soll dieses Wappen einem 
Vorfahren verliehen sein, der den Tataren mehrere Niederlagen bei- 
gebracht und viele Gefangene gemacht hatte. Dasselbe f??hren die: 
Hulanicki, Ulanicki, Zabokrzycki. 
Wyszpolski. - In rotem Felde eine wagerechte, mit den Spitzen 
nach unten gekehrte silberne Eisenklammer , die senkrecht von einer 
kleineren, mit den Spitzen rechts gekehrten Eisenklammer durchkreuzt 
wird, ??ber dieser letzteren steht ein goldner Stern, und unter derselben 
stehen zwei goldne Sterne ??bereinander, das ganze Wappenbild ist 
dann rechts und links von je einem goldnen, nach ausw??rts offenen 
Halbmonde begleitet; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Dieses 
Wappen f??hren die: Wyszpolski. 


Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1700 
entstandene und eingef??hrte Wappen. 


Achinger. - In goldnem Felde auf gr??nem Boden ein sitzendes 
rotes Eichh??rnchen; Helmschmuck: ein gleiches Eichh??rnchen zwischen 
zwei schwarzen Elefantenr??sseln. Es ist 1547 aus Deutschland ein- 
gef??hrt. Dasselbe f??hren die: 
Achinger, Adamski, Barwinski, Berwinski, Ichnatowski, Pilchowski, Ryczewski. 
Alemanni. - Schild gespalten, rechts in Blau zwei silberne, aus 
der Mittellinie hervorgehende, verk??rzte, rechte Schr??gebalken, links in 
Gold drei rote Kugeln zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: eine wachsende, 
bekleidete Jungfrau, einen Lorbeerkranz auf dem Haupte, einen zweiten 
mit der rechten Hand hoch haltend, die linke Hand in die Seite gest??tzt. 
Die Alemanni, aus Florenz stammend, erhielten 1566 das polnische 
Indigenat. 
Andrault de Buy. - Schild gespalten, rechts in Rot ein an die 
Teilungslinie gelehnter, halber, silberner, gekr??nter Adler, ein Getreide-
>>>
- 168 - 


bund in der rechten Klaue haltend. Dieses Wappenbild wurde ihnen 
von dem K??nige jan Kazimierz (dessen eignes Wappen es war) 1658 
verliehen, als Vermehrung des in das linke feld gesetzten Stammwappens: 
von blau-rot geteilt, oben drei goldne achtstrahlige Sterne, zu 2 und 1 
gestellt, unten drei schr??gelinke silberne fliisse, ??berzogen von einem 
blauen, rechten Schr??gebalken, der mit drei silbernen Rosen belegt ist. 
Die A. de B. stammen aus dem franz??sischen Grafengeschlechte langeron, 
erhielten 1658 auch das polnische Indigenat. Dieses Wappen f??hren 
auch die: Antonowicz. 
Arcemberski. -- Schild geteilt, oben in Silber ein laufender Hirsch, 
unten rot-silbern geschacht; Helmschmuck: drei bis zur fahne in der 
Krone verschwindende, gest??rzte Pfeile. Die A. stammen aus Pommern, 
wo sie Hertzberg hiessen, kamen 1650 nach Polnisch-Preussen. Dieses 
Wappen soll 1630 von dem pommerschen f??rsten, der sich w??hrend 
einer jagd mit dem Schachspiel vergn??gte, einem johann Hertzberg 
erteilt sein, der einen vorbeilaufenden Hirsch durch drei Pfeilsch??sse 
erlegte. 
Arquin. - In Blau eine silberne lilie, die von zwei sich zu- 
gekehrten Hirschen gehalten wird; kein Helm, nur eine Krone. Marya 
Kazimierza d'Arquin de la Grange aus frankreich war Gemahlin des 
K??nigs jan Sobieski; ihr Bruder: ludwik erhielt 1685 das polnische 
Indigenat, hatte in Polen Nachkommen. 
Bawot. - In goldnem (auch wohl anders farbigem) felde ein 
schwarzer Ochs (bawot); Helmschmuck: ein gleicher Ochs wachsend. 
Dieses Wappen f??hren die: 
Aulogk, Baruth, Rocewicz, Tyzenhauz, Wotowski. 
Berzewicz. - In Blau ein aus einem roten felsen aufwachsender 
Steinbock. Dieses Stammwappen wurde den aus Siebenb??rgen 
stammenden Berzewicz 1583 von K??nig Stefan durch den polnischen 
Adler vermehrt, der in quadriertem Schilde in das erste und vierte 
feld gesetzt wurde, in das zweite und dritte feld kam das Stamm- 
wappen; Helmschmuck: der polnische weisse Adler. 
Bes. - In Rot ein schr??gerechts gestellter, gest??mmelter, silberner 
lindenbaum mit drei Wurzeln, auf jeder Seite ein abgehauener Ast mit 
einem silbernen Blatte; Helmschmuck: ein Busch von schwarzen Hahnen- 
federn. Die Heimat des Wappens ist Schlesien. 
Beziski. - In Blau ein aus einem roten Kahne aufwachsender, 
bewaffneter Mann, der in jeder Hand einen roten Pfeil h??lt; Helm- 
schmuck: ein roter flug. Aus Schlesien. 
Biatogtowski. - Drei, zu 1 und 2 gestellte Totenk??pfe; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Die B. hiessen fr??her Weiskop, erhielten 
1600 das polnische Indigenat. 
Biatokurowicz. - In rotem felde zwei silberne Pfeil spitzen ??ber- 
einander, die obere nach oben, die untere nach unten gekehrt, zwischen 
beiden ein schr??gerechts gestelltes St??ck eines Pfeilschaftes, unter der 
unteren Pfeilspitze ein silberner nach oben offener Halbmond; Helm- 
schmuck: drei Straussenfedern. Bazyli Biatokurowicz wurde f??r Aus- 
zeichnung in dem Kriege gegen Moskau von K??nig Stefan mit diesem 
Wappen beliehen, das Pociech und auch Pocisk (Wurf mit dem 
Speer) genannt wurde. 


......
>>>
169 - 


Bogaty. - Schild rot-blau geteilt, ohen zwei schr??g gekreuzte 
Pfeile, unten sechs silberne M??nzen, zu 3, 2, 1 gestellt. 
Bombek. - Schild rot-blau gespalten, rechts ein aufrechter. goldner 
L??we, links ein rechter silberner Schr??gebalken, belegt mit f??nf roten 
Rosen. Dieses Wappen f??hren die: 
Bombek und Matkowski. 
Borsnicz. - Schild in neun Feldern blau silbern geschacht; Helm- 
schmuck: ein Teil des Schildes. Heimat des Wappens ist Schlesien. 
Braun. - In Blau ein von einem silbernen Pfeil durchschossener 
B??renkopf, ??ber welchem drei ins Kreuz gelegte silberne Pfeile schweben. 
Die Braun erhielten 1620 den polnischen Adel und dieses Wappen. 
Braunschweig. ' - Schild rot-silbern geteilt, oben ein silberner L??we, 
unten drei goldne Sterne. Erhielten 1570 das polnische Indigenat. Ein 
Zweig nannte sich Milczewski. 
Breza. - Der Schild durch drei Linien, welche von dem Mittel- 
punkte nach den beiden Unterecks und nach der Mitte des oberen 
Schildesrandes gezogen sind, geteilt, rechts rot, links blau, unten silbern; 
kein Helmschmuck Aus Frankreich. 
Brisinowski. - Schild gespalten, rechts schwarz-silbern geteilt, 
oben ein silberner, unten ein schwarzer Balken, das linke Feld rot ohne 
Bild; Helmschmuck: zwei B??ffelh??rner, das rechte schwarz-silbern 
geteilt, das linke rot. Aus Schlesien. 
Bronikowski. - In Blau ein silberner, schr??gerechts mit der Spitze 
nach oben stehender Bootshaken (os
ka); Helmschmuck: drei Straussen- 
federn. Die Br. hiessen urspr??nglich von Oppeln, stammen aus Schlesien. 
Das Wappen wird auch Os
ka genannt. 
Buchwitz. - Schild golden-schwarz gespalten, ohne Bild; Helm- 
schmuck: ein wachsender, gekr??nter, schwarzer Greif. Aus Schlesien. 
Cromer. - Sie erhielten 1552 den polnischen Adel mit dem 
Wappen: in rotem Felde ein naturfarbener Adler, mit aufgeschwungenen 
Fl??geln und einem Lorbeerkranz um die Brust. Dieses Wappen wurde 
durch Kaiser Ferdinand durch einen roten Querbalken in silbernem 
Felde vermehrt; es wurde nun der Schild rot-silbern geteilt, oben der 
Adler wachsend, unten der Balken gef??hrt; Helmschmuck: ein schwarzer, 
doppelk??pfiger Adler wachsend. 
Czarnecki. - In Blau drei silberne, vorw??rts gekehrte Adler, zu 
2 und 1 gestellt; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Die Cz. stammen 
aus Deutschland, wo sie von Leiligen hiessen, erhielten 1618 das 
polnische Indigenat. . 
Czeki. - Schild rot-silbern gespalten, rechts ein halber, gold- 
gekr??nter, silberner, an die Teilungslinie gelehnter Adler, links ein auf 
einem gr??nen H??gel sitzender, r??cksehender schwarzer Hund mit 
gespaltenem Schwanze und einem Halsband. Die Cz. stammen aus 
Ungarn, erhielten 1589 das polnische Indigenat. 
Czirn. - In Rot zwei silberne, stufenf??rmig zusammengestellte 
verk??rzte, schwebende Pf??hle oder Ziegeln; Helmschmuck: Brustbild 
eines rotgekleideten Mohren ohne Arme, mit weisser Binde um den 
Kopf. Aus Schlesien. 
Czochron. - In Silber ein roter, verk??rzter Sparren, oben von 
zwei Eberk??pfen, unten von einem Eberkopf begleitet; Helmschmuck: 


.....
>>>
- 170 - 


auf einem schwarz-silbern gestreiften Brette ein weisses, nach links 
schreitendes Ross. 
Czorneborg. - In Blau drei goldne Gabeln, deren Stiele in der 
Mitte, von einer weissen Rose bedeckt, zusammenstehen; Helmschlfluck: 
zwei goldne Gabeln. Aus Schlesien. 
Dalibor. - - Schild rot-gold gespalten, rechts drei silberne M??nzen, 
zu 2 und 1 gestellt, links ein an den Spalt gelehnter halber, schwarzer 
Adler; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Aus Schlesien. 
Deboli. - In Silber zwei aufrechte, nach innen gekehrte goldne 
L??wen, welche einen blauen Kirchenleuchter halten. Sie stammen aus 
Frankreich, wo sie de Beaulieu hiessen, erhielten 1662 das polnische 
Indigenat. 
Dolaczko. - Ein nach links gekehrter Ritter, in der rechten Hand 
eine brennende Lunte haltend, in rotem Felde. Stammen aus Sieben- 
b??rgen, erhielten 1580 das polnische Indigenat. 
Dotszkiewicz. - In Rot zwei gekreuzte S??bel, mit den Spitzen 
nach oben gerichtet, der eine mit, der andere ohne B??gel, begleitet 
rechts von einem goldnen Stern, links von einem nach ausw??rts 
ge??ffneten Halbmonde. Erhielten 1661 den polnischen Adel. 
Dornagolicz. - Schild rot-schwarz geteilt, unten und oben ein 
goldner Siegelring, aus dem oberen zwei gr??ne, nach den Seiten herab- 
gebogene Eicheln hervorgehend, aus dem unteren eine Eichel gerade 
hervorragend; Helmschmuck: zwischen zwei rot-schwarz ??bereck 
geteilten B??ffelh??rnern eine gr??ne Staude mit zwei gr??nen Bl??ttern 
und oben drei Eicheln. Erhielten 1642 den polnischen Adel. 
Donat. - In Gold ein aus einer in dem rechten Obereck befind- 
lichen, blauen Wolke hervorkommender, links gekehrter, schwarz 
geharnischter Arm, der ein rotes Herz in seiner Faust h??lt. Erhielten 
1662 den polnischen Adel. 
Donhoff (Taf. XIII). - In Silber ein Eberkopf; Helmschmuck: ein 
halb aufwachsender Eber. Aus Liefland. 
Dzianott. - In Blau auf gr??nem Boden eine rote Mauer mit 
offenem Tor und mit f??nf gezinnten T??rmen, auf dem gr??sseren 
mittleren ein schwarzer doppelk??pfiger Adler mit goldnem Schein um 
den K??pfen; Helmschmuck: ein gleicher Adler. Aus Italien, erhielten 
1663 das polnischen Indigenat. 
Ebert. - In Silber eine schwarze Armbrust, belegt mit einem 
silbernen, befiederten Pfeile mit blauer Spitze; Helmschmuck: ein 
Mannesrumpf, schwarz bekleidet mit silbernem Kragen, schwarzer M??tze 
mit silbernem Stulp mit einer schwarzen Hahnenfeder besteckt. Stammen 
aus Deutschland, erhielten 1685 das polnische Indigenat. 
farensbach. - In silbernem Felde zwei voreinander stehende rote 
Mauern, jede mit vier Zinnen, unter denen eine goldne Gesimslinie, 
die hintere Mauer ragt ??ber der unteren um zwei Ziegelreihen hervor; 
Helmschmuck: zwischen einem schwarzen Adlerfluge ein aufwachsender 
Mann mit gros sem Schnurrbart, blauem, zugekn??pftem Waffenrock, die 
H??nde hinter dem R??cken haltend, auf dem Kopfe einen silbernen, 
rot aufgeschlagenen Kolpack mit roter Troddel. Stammen vom Rhein, 
erhielten 1588 das polnische Indigenat. Dieses Wappen f??hren auch 
die: Felker.
>>>
- 171 


fegesak (auch Vegesack geschrieben). - Schild geteilt. oben in 
Rot ein aufwachsender, goldner L??we, unten, ebenfalls in Rot auf 
gr??nem Rasen zwei mit den gr??nen Stengeln sich kreuzende blaue 
Blumen. Erhielten 1597 unter Anerkennung des Adels als Vermehrung 
des Wappens: in gespaltenem Schilde, in welchem das Stammwappen, 
wie oben, in das linke Feld gesetzt wurde, rechts in Blau ein gr??n- 
bekr??nzter wilder Mann, in der rechten Hand einen runden Kl??pfel, in 
der linken einen kleinen Sack haltend; Helmschmuck: wachsender L??we. 
fihauser. - Schild quadriert, in dem ersten und vierten schwarzen 
Felde auf einer auf gr??nem Boden stehenden Tonne ein silberner, 
auffliegender Reiher, im zweiten und dritten goldnen Felde je drei rote 
Kugeln; Helmschmuck: ein gleicher Reiher auf der Tonne zwischen 
zwei B??ffelh??rnern, das rechte rot-golden, das linke gold-schwarz 
geteilt, jedes in der unteren H??lfte mit den drei Kugeln belegt. Sie 
stammen aus Deutschland, erhielten 1633 das polnische Indigenat. 
flemming. - In Blau ein auf den Hinterf??ssen stehender Wolf 
mit hochgehobener Rute, in den Vorderklauen ein kleines, gez??hntes 
rotes Rad haltend; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Aus Deutschland. 
fogelweder. - In Blau ein schr??gerechts gelegter roter Balken 
(oder Ritterg??rtel?), belegt mit vier goldnen Sternen; Helmschmuck: 
ein bis zu den Knieen aufwachsender Mann in langem Gewande, ohne 
Kopfbedeckung, mit dem Sternen-G??rtel ??ber der Brust belegt, die 
rechte Hand in die Seite gest??tzt, auf der erhobenen linken ein 
sitzender Habicht. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 1589 den 
polnischen Adel. 
Gersztorf. - Schild geteilt, oben rot, unten schwarz-silbern 
gespalten, ohne Bild; Helmschmuck: eine rote, mit Pelz verbr??mte 
M??tze, auf derselben sechs Hahnenfedern. Sie stammen aus Deutschland, 
erhielten 1641 das polnische Indigenat. 
Gordon. - Schild blau-golden quadriert, im ersten Felde drei 
goldne Eberk??pfe, im zweiten drei rote L??wenk??pfe, im dritten drei 
rote Halbmonde, im vierten drei silberne Lilien. Stammen aus England, 
erhielten 1658 das polnische Indigenat. 
Grzybowski. - In Blau ein silbernes Balkenkreuz, an den vier 
Enden mit je einem goldnen Stern besetzt, ??ber dem Kreuz ein goldner, 
nach oben offener Halbmond. 
Guldenbalk. - In silbernem Felde auf gr??nem Boden drei Palmen- 
b??ume nebeneinander. Sie erhielten 1632 das polnische Indigenat und 
gleichzeitig als Wappen - Vermehrung: einen goldnen, gekr??nten, 
schreitenden L??wen, der in der rechten Tatze ein Schwert h??lt in rotem 
Felde; Helmschmuck: ein gleicher, doch ungekr??nter L??we. Es wurden 
in quadriertem Felde das Stammwappen der Guldenbalk von Holt, also 
die drei Palmb??ume in das erste und vierte, der L??we in das zweite 
und dritte Feld gesetzt. Sie stammen aus Livland. 
Guttry. - Schild geviert, im ersten und vierten Felde in Silber 
ein roter L??we, im zweiten und dritten in Blau eine aufgerichtete, 
goldne Garbe; Helmschmuck: ein wachsender goldner L??we mit der 
Garbe in der Tatze. Sie nahmen wohl sp??ter das Wappen Sas an. 
Sie stammen aus Schottland, erhielten 1673 das polnische Indigenat.
>>>
172 


??wagnyn. - Schild geteilt, das obere Feld golden-rot gespalten, 
rechts ein schwarzer, doppelk??pfiger, gekr??nter Adler, links der gekr??nte 
polnische weisse Adler, mit den verschlungenen Buchstaben SA. auf 
der Brust, das untere Feld ist schr??gerechts silbern-rot geteilt, unten 
ohne Bild, oben ein Igel. Erhielten 1571 den polnischen Adel. 
Haydes. - In silbernem Felde auf gr??nem Boden ein abge?tumpfter 
Baumstamm, links mit einem, rechts wit zwei gest??mmelten Asten, an 
denen je ein gr??ner Zweig, um den Baum ist der untere Teil eines 
schr??gerechts gestellten Ankers gelegt; Helmschmuck: zwischen offenem 
Fluge ein Schwertarm. Sie 'stammen aus Deutschland, hiessen dort 
von Genderych-Haydes, erhielten 1540 und 1576 das polnische 
Indigenat. 
Helt. - In schwarzem Felde ein linker, silberner Schr??gebalken, 
belegt mit einem nach oben gerichteten roten Pfeile; Helmschmuck: 
Kopf und Hals eines schwarzen Jagdhundes, der Hals belegt mit dem 
Balken, dieser mit dem Pfeil. Sie stammen aus Deutschland, erhielten 
1569 den polnischen Adel. 
Hendreich, - In Blau ein silberner Querbalken, durch den drei 
silberne Pfeile und zwar zwei ??ber den dritten gekreuzt, gesteckt sind; 
Helmschmuck: ein die drei Pfeile haltender, geharnischter Arm. Sie 
stammen aus Deutschland, erhielten 1631 und 1654 das polnische 
Indigenat. 
Kalkreuter. - In silbern-schwarz gespaltenem Schilde zwei ins 
Andreaskreuz gelegte, goldne, zweizinkige Gabeln; Helmschmuck: eine 
silbern-schwarz gekleidete Frauengestalt, in jeder Hand eine Gabel. 
Stammen aus Schlesien, erhielten 1676 das polnische Indigenat. 
Katmucki. - In gr??nem felde ein goldner L??we, in der Mitte 
von einem Pfeile von oben nach unten schr??gerechts durchbohrt, in 
der rechten Vordertatze ein aufrechtes Schwert haltend; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. Erhielten 1675 den polnischen Adel. 
Kanon. - In silbernem Schilde ein blaues Schildeshaupt, in 
welchem eine goldne Rose, auf jeder Seite derselben ein goldner Stern. 
Sie stammen aus Burgund, waren schon 1640 in Polen. 
Kantakuzen. - In Gold ein gekr??nter, doppelk??pfiger, schwarzer 
Adler. Sie stammen aus Griechenland, kamen 1636 nach Polen. 
Kierto. - In Blau drei goldne, feuerspeiende, goldne L??wenk??pfe, 
zu 2 und 1 gestellt; Helmschmuck: ein aufwachsender L??we oder zwei 
??ber Kreuz gelegte Jagdh??rner mit silbernen Beschl??gen, mit silbernem 
Bande zusammengehalten. Sie stammen aus Sachsen, ihr Stammwappen 
waren die Jagdh??rner; als Ludwig Kierto in dem Kriege der Deutschen 
gegen die Franzosen einen feindlichen, vornehmen Ritter, der einen 
L??wenkopf im Wappen f??hrte, get??tet hatte, erteilte ihm der Kaiser 
Rudolf um 1300 als Wappenvermehrung einen L??wenkopf, die Jagd- 
h??rner wurden in den Helmschmuck gesetzt. Sie erhielten 1528 das 
polnische Indigenat und als Wappenvermehrung noch zwei weitere 
L??wenk??pfe. Dieses Wappen wurde Ptomienczyk Sowity genannt. 
Kierszejsztein. - In rotem Felde ein senkrechter Eichenstamm, 
rechts mit zwei, links mit drei Astenden, an welchen sich links ein 
aufrechter, goldner L??we mit den Vordertatzen st??tzt, rechts vom Eich- 
stamm zwei goldne, nach links gekehrte Hirschk??pfe mit Hals, ??ber- 


I 
I 
, 
I 


j,."
>>>
- t 73 - 


einander; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz zwischen zwei Adlerfl??geln. 
Die K. stammen aus Deutschland, wo sie Kirschenstein hiessen. Die 
Hirschk??pfe waren ihr Stammwappen, das 1437 durch den L??wen mit 
dem Eichenstamm von Kaiser Sigismund vermehrt wurde. Sie kamen 
??ber Preussen um 1550 nach Samogitien und erhielten das Indigenat 
f??r Lithauen und Polen. Nach dem Vornamen Kryszpin des mit dem 
Indigenat Beliehenen, nannten sich dessen Nachkommen mitunter auch 
nur Kryszpin und es wurde dies der Name des Wappens. 
Kleszczynski. - In Rot ein silberner Greif, der in der rechten 
Tatze ein goldnes Kreuz h??lt; Helmschmuck: zwei gekreuzte Beile vor 
drei Straussenfedern. Maciej Puttkarner trennte sich von seiner Familie, 
die ihn unter Kuratel halten wollte, weil er katholische Andachten 
besuchte, ??nderte sein Wappen in den silbernen Greif um, trat in 
polnische Kriegsdienste und nannte sich Kleszczynski; vom Reichstage 
1685 erhielt er das polnische Indigenat und von K??nig jan Sobieski 
f??r Kriegs-Auszeichnung als Wappenvermehrung das Kreuz und die 
beiden Beile, auch wurde der angenommene Name K. best??tigt. 
Koninski. - Schild rot-silbern gespalten, in jedem Felde ein 
jagdhorn von gewechselter Tinktur, das vordere gest??rzt; Helmschmuck: 
ein wachsender, geharnischter Ritter, in jeder Hand ein Horn. 
Kreczynski. - In Blau ein schwarzer Pfeil; Helmschmuck: ein 
Hirschgeweih von acht Enden, das rechte Horn schwarz, das linke 
blau. Sie stammen aus Schlesien, erhielten 1685 das polnische Indigenat. 
Dieses Wappen f??hren auch die Mokrski. 
Krt: ski . - In schwarzem Felde unter einem Baum stehend ein 
weisser jagdhund mit goldnem Halsbande. Sie kamen um 1650 nach 
Polen aus Schlesien, wo sie Nadelwicz hiessen, wie auch dieses 
Wappen genannt wird. 
Kruszowski. ,- In blauem Felde ein aufrechter B??r, der zwei bis 
zur H??lfte in den Hals, von rechts und links geschossene Pfeile hat; 
Helmschmuck: ein gleicher B??r. Sie kamen aus Ungarn, wo sie 
Nedecki hiessen, um 1540 nach Polen. 
Kruzer. - In blauem Felde drei schwebende silberne Sparren 
??bereinander, begleitet oben von zwei silbernen Bechern, unten von 
einem Becher .sie stammen aus den Niederlanden, wo sie Croser 
hiessen, erhielten 1683 das polnische Indigenat. 
Kur. - In rotem Felde auf schwebendem gr??nen Boden ein 
silberner Hahn mit goldnem..Kamm und goldnen Lappen; Helmschmuck: 
ein gleicher Hahn (Kur). Uber den Ursprung des Wappens ist nichts 
bekannt, der Hahn gilt als Sinnbild der Wachsamkeit. Dieses Wappen 
f??hren die: 
Horodyiiski, Karszenski, Kurak, Kurek, Kurkowski, Kurski, Kurzewski, 
Szaprowski. 
Lacyozy. - Schild quadriert, im ersten und vierten Felde in Silber 
je ein gekr??nter, schwarzer Adler, im zweiten und dritten Felde in 
Blau je drei goldne f??nfstrahlige Sterne zu '1 und 1 gestellt. Erhielten 
1673 das polnische Indigenat. 
Laussen (Lauson). - Ein Sparren, in der Spitze mit einem Stern 
belegt, von drei Granatkugeln begleitet; Helmschmuck: ein Stern. 
Erhielten 1685 den polnischen Adel. 


J.....
>>>
- 174 - 


Lembinski. - Ein nach oben offener Halbmond von zwei senk- 
rechten Pfeilen von oben nach unten durchschossen, ??berh??ht rechts 
und links von je einem Stern; Helmschmuck: ein Halbmond, die Spitzen 
mit je einem Stern besetzt. 
Lindenowski. - Schild schr??gelinks geteilt, unten von Silber und 
Blau viermal schr??gelinks gestreift, oben in Rot ein wachsender, goldner 
L??we; Helmschmuck: der L??we wachsend zwischen zwei rot und blau 
quergestreiften B??ffel h??rnern. 
Linkiewicz (L. Pozhorski). - Ein an dem rechten unteren Balken 
gest??mmeltes Doppelkreuz auf einem H??gel. 
tabc:cki. - In rotem Felde ein querliegendes, mit der Spitze links 
gekehrtes Schwert, auf welchem ein gest??rzter goldner Halbmond ruht. 
Megieln. - Schild quadriert, im ersten Felde drei Sterne, im zweiten 
ein Hufeisen mit Kreuz, im dritten ein halber Adler, im vierten vier 
Monde. Nobilitiert in Brandenburg 1672 als Megelin von Weissenbach, 
erhielten 1673 das polnische Indigenat. 
Melcyan. - Schild gespalten, rechts in Blau zwei graue Hasen- 
k??pfe untereinander, links in Silber ein roter Baumstamm, auf welchem 
auf drei roten Weinbl??ttern zwei blaue Weintrauben liegen; Helmschmuck: 
drei Pfauenfedern. Aus Schlesien, dort Maltzan genannt. 
Mikusz. - Schild blau-rot quardriert, im ersten und vierten Felde 
je drei silberne Lilien zu 2 und 1 gestellt, im zweiten und dritten Felde 
je drei silberne Querbalken; Helmschmuck: innerhalb eines offenen 
Adlerfluges eine silberne Lilie. Aus Schlesien. 
Mlekicki. - Schild gespalten, vorne ein L??we, hinten ein nach 
oben offener Halbmond, besetzt mit einem durchkreuzten Pfeileisen. 
Mocarski. - In rotem Felde im Schildesfuss ein blauer Fluss, 
an welchem rechts ein gr??ner Baum steht, dessen Gipfel links von 
einem goldnen Sterne begleitet ist. 
MohyJa. - In rotem Felde zwei nackte, schr??gegekreuzte, mit den 
Schneiden nach unten gerichtete S??bel, deren Spitzen einen kleinen 
Kreuzbalken haben; Helmschmuck: ein gleicher S??bel gekreuzt mit 
einem Feldherrnstabe. Es ist das Stammwappen der Wallach ischen 
Hospodarenfamilie MohyJa, die 1593 das polnische Indigenat erhielt 
und nach dem Verluste des Thrones 1612 ganz nach Polen ??bersiedelte. 
Dieses Geschlecht ist erloschen, es f??hren dieses Wappen aber die: 
Maruchowicz und Stabniewicz. 
Montelupi. - Schild rot-golden quadriert, in dem ersten und 
vierten Felde je ein silberner Adler, in dem zweiten Felde ein Berg, 
in dem dritten drei Fl??sse, von oben nach unten fliessend. Sie stammen 
aus Florenz, erhielten um 1580 das polnische Indigenat, nannten sich 
dann Wilczog6rski. 
Morykoni. - Schild gespalten, rechts ein das Feld ausf??llendes, 
wallendes Meer, das von drei silbernen, schmalen Querstreifen in 
gleichen Abst??nden ??berzogen ist, links in Silber ein schwarzer, ge- 
kr??nter, eink??pfiger, heraldischer Adler, mit einem schr??gerechten blauen 
Bande ??ber der Brust, das mit drei goldnen Sternen belegt ist; zwei 
Helme, auf dem rechten ein nach links gekehrter, wachsender weisser 
Windhund, auf dem linken ein Mohrenkopf mit weisser Binde. Sie 
stammen aus Italien, erhielten 1673 das polnische Indigenat. 


.....
>>>
175 - 


Muelverstedt. - In Gold ein halber, roter Hirsch; Helmschmuck: 
ein goldner, schwarzbefiederter Vogelfuss, aufw??rts gekehrt, eine goldne 
Kugel haltend. Sie stammen aus Th??ringen, kamen um 1490 nach 
Preussen. 
Muryson. - In Silber drei Mohrenk??pfe, zu 2 und 1 gestellt. Sie 
stammen aus Grossbritannien, erhieltt'n 1676 das polnische Indigenat. 
Necz. - In Gold drei silberne Halbmonde zu 2 und 1 gestellt, 
??ber jedem Monde eine schwebende, rote Kugel; Helmschmuck: ein 
silbernes und ein rotes B??ffelhorn. Sie stammen aus Schlesien, er- 
hielten 1601 das polnische Indigenat. 
Neysztad. - In Schwarz ein goldner Querbalken, begleitet von 
drei goldnen Rosen. Sie stammen aus Deutschland, aus der Grafschaft 
Mark, erhielten 1673 das polnische Indigenat. 
Nosadyni. - Schild blau-rot gespalten, rechts ein von zwei 
goldnen L??wen gehaltener, auf gr??nem Boden stehender WalInuss- 
baum, auf dem ein Reiher steht, der in der rechten Hand einen Stein 
h??lt, links der gekr??nte polnische weisse Adler; Helmschmuck: ein 
gleicher Reiher. Sie stammen aus Venedig, erhielten 1673 das polnische 
Indigenat. 
Oderski. - In Blau ein goldnes Rad; Helmschmuck: ein gleiches 
Rad. Sie kamen aus Schlesien um 1640 nach Poln. Preussen. 
Olszewski. - Ein geharnischter Arm, der eine Lanze mit aus- 
gezacktem f??hnlein h??lt; Helmschmuck: drei Straussenfedern zwischen 
zwei Lanzen. Sie stammen wohl aus Deutschland, wo sie Wegier 
hiessen, sich in Preussen um 1650 Olszewski nannten, nach Masowien 
??bersiedelten. 
Orla glowa (Taf. XIV). - In goldnem felde ein schwarzer Adler- 
kopf (orla glowa) mit Hals und einem Teil der Brust, mit offenem 
Schnabel und ausgeschlagener Zunge; Helmschmuck: das Wappen- 
bild. Dieses Wappen f??hren die: 
Gwozdziecki, Myslanski, Nasierowski, Oppersdorff, Pikolar, Stablowski. 
Es f??hren das Wappen jedoch ver??ndert die Oppersdorf, die 
1663 das polnische Indigenat erhielten: den Adlerkopf silbern und 
gekr??nt in Rot. 
Pacholowiecki. - Stanistaw P., des Wappens Rownia, zeichnete 
sich 1581 bei dem Sturme auf Pskow aus, erklomm zuerst die in die 
Mauer geschlossene Bresche, verjagte den feind von dort, dr??ngte die 
nach dem Turm der festung Entfliehenden nach der Stadt, wo sie 
eingeschlossen waren. Durch sein Wagnis trug er wesentlich zur 
Einnahme der Festung bei. Daf??r erhielt er vom K??nig eine Wappen- 
vermehrung: in dem gespaltenen Schilde vorne in Rot ein halber, an 
die Teilungslinie gelehnter, gekr??nter weisser polnischer Adler, links 
das Wappen jelita, zu welchem der Hetman Zamojski ihn annahm; 
auf dem Schilde drei Helme, auf dem mittelsten ein Pfauen schwanz, 
belegt mit dem Stammwappen Rownia mit dem Halbmond und drei 
Sternen, auf jedem der beiden Nebenhelme ein runder, gezinnter 
Mauerturm, der rechte mit drei zu 2 und 1 gestellten, der linke ohne 
??ffnungen, auf jedem Turme ein senkrechter fahnen stock mit einer 
nach ausw??rts flatternden langen fahne, auf der rechten das Wappen 


,
>>>
- 176 - 


des K??nigs, d. i. drei Wolfsz??hne, auf der linken das Wappen Jelita. 
Dieses neue Wappen wurde Pskowczyk genannt. 
Peretyatkowicz. ' - Krzysztof P. wurde f??r Tapferkeit vom Reichs- 
tage 1659 nobilitiert und erhielt als Wappen: in blauem Felde ein 
silbernes, gesatteltes und gez??umtes, laufendes -Ross, dessen Kopf und 
M??hne mit je einem goldnen Stern besetzt sind; Helmschmuck: drei 
Straussenfedern. Dieses Wappen f??hren auch die: Perkowski. 
Pernus. - In Blau ein schr??gerechter, silberner Balken, belegt 
mit drei Birnen, jede halb rot, halb gold und mit einem Stengel mit 
zwei Bl??ttchen; Helmschmuck: Kopf und Hals eines silbernen Hahnes. 
Sie stammen aus B??hmen, wo sie Kippenhan hiessen, erhielten 1589 
das polnische Indigenat. In Zweigen nannten sie sich: Pyrnus, Spirn, 
P
tkowski. 
Petrowski. - In Blau ein roter, mit einem silbernen Schl??ssel 
belegter, rechter Schr??gebalken, oben und unten von je einem goldnen 
Stern begleitet; Helmschmuck: ein gleicher, senkrechter Schl??ssel inner- 
halb eines Fluges. 
ptaga (Plagga). - Ein wachsender, geharnischter Mann mit einem 
Schwerte in der Rechten, am rechten Schildesrande ein nach innen 
ge??ffneter Halbmond; Helmschmuck: ein geharnischter, hauender 
Schwertarm. Eine Linie f??hrt: einen Schr??gebalken, belegt mit drei 
nach oben ge??ffneten Halbmonden; Helmschmuck: ein Halbmond, 
dahinter ein belaubter Baum. 
Podchociwski. - Sie erhielten 1633 den polnischen Adel, als 
Wappen: in Rot der weisse polnische Adler mit dem Wappen Snopek 
auf der Brust. 
Pogorski. - In Rot ein goldner Hirschkopf mit Hals, der in 
einen Fischschwanz endet; Helmschmuck: das Wappenbild. Aus 
Schlesien 1500. Dieses Wappen f??hren auch die: Rudzki. 
Potota. - In rotem Felde ein schwebender, nach links gekehrter 
nackter Arm, welcher schr??gerechts von unten nach oben von einem 
Pfeil durchbohrt ist und in der Hand eine brennende Fackel h??lt; 
Helmschmuck: zwei nebeneinander stehende T??rme, jeder mit zwei 
Luken und einem spitzen Dach, aus den ??ussersten Luken der T??rme 
weht je eine aufrechte Fahne. Dieses Wappen wurde von K??nig 
Stefan an Walentyn W'lS verliehen, welcher bei dem Sturme auf Potock 
1579 mit grossem Wagnis eine brennende Fackel unter einen Turm 
legte, dabei durch einen Pfeil in den Arm verwundet wurde. Der 
Beliehene nahm den Namen Pototynski an, das Wappen wurde Potota 
genannt. Dasselbe f??hren die: 
Bursztin, Polotynski, Pomaski. 
Raes. - Schild schwarz-rot gespalten, rechts ein silbernes Hoch- 
kreuz, dessen oberer, rechter und linker Arm jeder mit drei Quer- 
sprossen, der untere Arm mit f??nf Sprossen durchkreuzt ist, links drei 
silberne, rechte Schr??gebalken; Helmschmuck: ein schwarzer und ein 
goldner Adlerfl??gel, beide sich halb deckend, die Schwingen nach links 
gekehrt. Sie stammen aus dem Herzogtum Luxemburg, kamen 1642 
nach Polen. Dieses Wappen f??hren auch die: Przedwojewski. 
Rarowski. - In Rot sechs goldne Ziegeln, zu 3, 2 und 1 (wohl 
auch zu 1, 2 und 3) gestellt; Helmschmuck: zwischen zwei mit den
>>>
- t 77 
 


K??pfen einander zugekehrten, den Schwanz nach oben richtenden 
t;?elphinen, der rechte rot, der linke silbern, ein Reichsapfel mit Kreuz. 
Uber den Ursprung wird gesagt: Als im 11. Jahrhundert die T??rken 
die Stadt Budzynia in Kroatien sich angeeignet hatten, unternahm ein 
Ritter Rhor mit der ihm untergebenen kaiserlichen Mannschaft einen 
Sturm auf die Stadt, bestieg als einer der ersten die Stadtmauer und 
liess diese durch Herunterwerfen von Ziegeln ersteigbarer machen. 
Daf??r erhielt er vom Kaiser dieses Wappen, die Ziegel sollen an die 
Abbrechung der Mauer erinnern, der Reichsapfel sollte als Zeugnis 
gelten, dass die Stadt durch die Heldentat des Rhor dem Kaiser wieder- 
gewonnen war. - Jan Rohr (Rohr, Rar) aus Schlesien erhielt 1580 das 
polnische Indigenat, nannte sich Rarowski. 
Rotermund. - Ein rechter Schr??gebalken, oben von einem schr??ge- 
rechten Pfeil, unten von einem schr??gerechts nach oben schwimmenden 
Karpfen begleitet. Stammen aus B??hmen, erhielten 1585 das polnische 
Indigenat. 
Salamandra (Taf. XV). - In blauem oder auch silbernem felde 
ein flammenfeuer, in dessen Mitte sich ein nach links gekehrter Sala- 
mander befindet; Helmschmuck: ein Pfauenschwanz. Der Sage nach 
wurde dieses Wappen von dem b??hmischen f??rsten einem seiner 
Ritter erteilt, der das von giftigen Schlangen verheerte B??hmen von 
diesen durch Anwendung von feuer, durch dessen Rauch die Tiere 
bet??ubt wurden und dann gefahrlos get??tet werden konnten, befreit 
hatte. Es wurde dieses Wappen, das nach dem Wappenbilde S a I a- 
man d ra genannt wurde, Ende des 15. Jahrhunderts in Polen ein- 
gef??hrt. Dasselbe f??hren die: 
Chrzllsz, Deszkowski, Kaszyc, Kaszycki, Pielesz, Sampolinski. 
Schampach. - In Gr??n ein goldner L??we, ohne Krone, in der 
rechten Pranke ein Schwert, in der linken eine weisse, heraldische 
Rose an einem Stengel haltend; Helmschmuck: ein wachsendes Einhorn. 
Sie stammten aus Deutschland, erhielten 1633 das polnische Indigenat. 
Schlichting. - In Silber ein schwarzes Hirschgeweih von zehn 
Enden, auf dessen Spitzen eine Hirschstange von vier Enden ruht; 
Helmschmuck: drei Reiherfedern. Urspr??nglich deutsches Geschlecht, 
erhielt 1567 in Polen von K??nig Zygmunt August Anerkennung und 
Erneuerung des Adels. 
Sierpy. - In rotem felde 
.in aus dem linken Schildesrande aus 
Wolken ragender mit weissem Armel bekleideter Arm, dessen Hand 
drei Sicheln (sierpy) h??lt, die f??cherartig mit den Griffen nach unten, mit 
den Schneiden nach links gekehrt stehen. Dieses Wappen f??hren die: 
Sierp und Sochanski. 
Slodkowski. - In Rot ein halber, nach unten offener, goldner 
Ring, oben besetzt mit einem goldnen, nach oben gerichteten, befiederten 
Pfeil, unter dem Ringe eine silberne Rose mit vier schwarzen Butzen; 
Helmschmuck: f??nf Straussenfedern, von einem Pfeil wagerecht durch- 
schossen. Die Stodkowski stammen aus dem f??rstentum Siewiers, 
das Wappen wird Gnieszawa genannt. 
Snopek. - In gr??nem felde eine aufrechte, goldne Garbe (snopek). 
Es ist das Stamm wappen der polnischen K??nige aus dem schwedischen 
Hause Wasa (1587-1668). 
v. Zernicld, Die polnischen StanllllWappen. 12
>>>
178 - 


Soltyk. - In silbernem felde ein schwarzer Adler mit einer 
goldnen Krone um den Hals und mit einem aus der Brust, oberhalb 
des rechten fl??gels herauswachsenden Ritterarm , dessen Hand einen 
krummen S??bel schwingt. Es ist dies das alte Wappen Preussens. 
Die SoHyk stammen aus dem alten Preussen, kamen ??ber Polen nach 
Russland, von dort um 1580 nach Polen wieder zur??ck. 
Sowinski. - In Blau ein goldnes, nach oben offenes Hufeisen 
(podkowa); Helmschmuck: drei Straussenfedern. Die Sowinski erhielten 
1591 den polnischen Adel und dieses Wappen, das Podkowa 
genannt wird. 
Stojenski. - In blauem felde zwei silberne, gest??rzte Pfeile und 
in deren Mitte ein gest??rztes Schwert f??cherf??rmig zusammenstehend; 
Helmschmuck: ein senkrecht stehender Anker. Sie stammen aus 
frankreich, wo sie Statorius hiessen, erhielten 1591 das polnische 
Indigenat. 
Stoma. - In Blau ein goldnes, lateinisches H, dessen Mittellinie 
mit einer halben, silbernen Lilie besetzt ist. Die Stoma stammen aus 
Samogitien, wo sie Stuman hiessen. Dieses Wappen f??hren auch die: 
Nornicki. 
Szwarcwald (Schwarzwald). - Schild schwarz-blau geteilt, oben 
ein goldner Eichenzweig mit drei Eicheln und zwei Bl??ttern, unten 
ein rechtsgekehrter, goldner L??wenkopf mit ausgeschlagener Zunge. 
Die Szwarcwald stammen aus Preussen, erhielten 1658 das polnische 
Indigenat. 
Trach I (Tat. XV). - Schild blau-silbern gespalten, rechts liegt 
auf der Spaltlinie ein goldner, gefl??gelter Drache, den Kopf und die 
zwei f??sse nach oben gerichtet, den Schwanz aufgebogen und in 
einer Pfeilspitze endend, in dem linken felde drei rote, rechte Schr??ge- 
balken; Helmschmuck: f??nf Straussenfedern. Dieses Wappen stammt 
aus Schlesien, dasselbe f??hren die: 
Brzeski, Gninski, Proski, Trach, Traczewski, Zel
cki. 
Trach 11. - In Rot ein silberner Adler mit einem. Hahnenkopf. 
Dieses, aus Schlesien stammende Wappen f??hren die: Zak. 
Trzy Butawy. - In blauem felde ein linker, silberner Schr??ge- 
balken , belegt mit drei goldnen Lilien und besteckt oben mit zwei 
goldnen, halben feldherrnst??ben (butawy), unten mit einem feldherrn- 
stabe. Dieses Wappen stammt aus Ungarn, dasselbe f??hren die: 
Karboth, Moczarski, Supinski. 
Twardost. - In rotem felde ein silbern-blau geschachtes Herz. 
Dieses Wappen f??hren die: Juszynski. 
Unrug. - In Gold ein roter, doppelschweifiger L??we; Helm- 
schmuck: ein Mahlstein, oben mit drei Straussenfedern besteckt, umfasst 
von zwei roten L??wentatzen. Die Unrug stammen aus Deutschland, 
wo sie Unruh hiessen, kamen 1594 nach Polen. 
Wal. - Schild gold-silbern gespalten, rechts ein halber, an den 
Spalt gelehnter schwarzer Adler, links ein schwarzer Querbalken, oben 
und unten mit je drei roten Spitzen besetzt. Sie stammen aus Danzig, 
schrieben sich dort Wahl, erhielten 1658 das polnische Indigenat. 
Walbach. - Schild gold-blau gespalten, vorne ein schwarzer 
einen felsen hinaufspringender Steinbock, links ein silberner fluss, 


......
>>>
179 
 


senkrecht oder auch schr??gerechts laufend; Helmschmuck: ein rtauen- 
schwanz. Sie stammen aus Deutschland, wo sie Wolbach, auch 
Wolbock hiessen. Sie erhielten 1569 den polnischen Adel. Ein 
Zweig nannte sich Bartlinski, nahm aber das Wappen Sowka an. 
Waxman. - In Gold eine rote, gezinnte, mit drei Schiessscharten 
versehene Mauer, aus der ein silbern ger??steter, b??rtiger Mann aufw??chst, 
den linken Arm in die H??fte gest??tzt, mit dem rechten ein Schwert 
schwingend; Helmschmuck: ein gleicher, aufwachsender Mann. Sie 
stammen aus der Schweiz, erhielten 1569 den polnischen Adel. Dieses 
Wappen, das Zbroyny MClz (bewaffneter Mann) genannt wird, f??hren 
auch die: Szotkiewicz. 
Wegner. - Schild rot-silbern geteilt, oben ein wachsendes, 
silbernes Einhorn, unten zwei schwarze Pf??hle, zwischen denen eine 
rote Rose. Sie sassen in Preussen, wo sie Wegnern hiessen, erhielten 
1635 den polnischen Adel. 
W-:grzynowiez. - In Rot ein goldner L??we, ??berh??ht von drei 
goldnen Sternen nebeneinander; Helmschmuck: drei Straussenfedern. 
Weselini. - Schild blau-silbern geteilt, oben ein auf der Teil- 
linie liegender, roter Seehund mit silbernem Schwanze, mit beiden 
Pfoten sich an einem auf der Teillinie stehenden Baumstumpf haltend, 
an den er mit einer Kette um den Hals gefesselt ist, unten ein rechts 
gekehrter Fisch; Helmschmuck: drei Straussenfedern. Die Weselini 
stammen aus Siebenb??rgen, erhielten 1590 das polnische Indigenat. 
Wesota, Wappen. - In Blau, auch wohl in Schwarz ein rechter 
Schr??gebalken, in z
ei Reihen silbern-rot geschacht; Helmschmuck: 
drei Straussenfedern. Dieses, auch Gau d i um genannte Wappen 
f??hren die: Wiese. 
Wiehert. - Schild silbern-blau quadriert, im ersten und vierten 
Felde ein aufgerichteter Pfeil, im zweiten und dritten Felde drei silberne, 
zu 2 und 1 gestellte Sterne. Sie erhielten 1667 den preussischen, 
1686 auch den deutschen Reichsadel und auch 1686 das polnische 
Indigenat. 
Wileza ??towa, Wappen. - In Blau ein Wolfskopf (wilcza gtowa). 
Dieses Wappen f??hren die: Klein (Kleyna), welche 1662 den polnischen 
Adel erhielten. 
Wilkaniee. - In Blau ein nach unten offenes Hufeisen, oben 
besetzt mit einem Kreuze, unter dem Hufeisen ein Wolfskopf. 
Wilmowski. - Schild geteilt, oben in Schwarz ein goldner L??we, 
unten golden-rot gespalten mit zwei einander zugekehrten, gest??rzten 
Jagdh??rnern in gewechselten Farben mit schwarzen Schn??ren; Helm- 
schmuck: der L??we wachsend zwischen zwei schwarzen B??ffelh??rnern. 
Die Wilmowski hiessen urspr??nglich Skoczowski, erhielten als solche 
1553 den polnischen Adel. 
Winter. - Schild gespalten, rechts in Gold ein blauer, linker 
Schr??gebalken, belegt mit zwei goldnen Sternen, links in schwarzem, 
mit silbernem Gitter durchzogenen Felde ein goldner Querbalken; 
Helmschmuck: ein wachsender Adler mit einem Eichenzweige im 
Schnabel. Die Winter sassen in Thorn, erhielten 1632 den deutschen 
Adel als Winter von Sternfeld, 1658 das polnische Indigenat. 
12*
>>>
180 - 


Winter. - In Blau auf nat??rlichem Boden links ein trockner 
Baum, rechts ein nach links schreitender, geharnischter Mann, der mit 
der linken Hand den Baum fasst, mit der rechten ein Beil schwingt. 
Die Winter erhielten 1650 den schwedischen Adel, dann 1659 das 
polnische Indigenat und gleichzeitige Wappenvermehrung: Schild ge- 
spalten mit einem Herzschild, in welchem in Silber die goldnen Buch- 
staben J. C. (Joh. Casimir), ??ber dem Herzschild eine goldne K??nigs- 
krone, in dem rechten rothen Felde ??ber einem mit drei goldnen 
Sternen belegten linken, wohl blauen Schr??gebalken ein aus Wolken 
am rechten Schildesrande hervortretender Schwertarm, unter dem Balken 
ein linksgekehrter, goldner, gekr??nter l??we, im linken Felde das 
Stammwappen: Mann und Baum. 
Wizemberg. - In blauem Felde zwei schwarze, goldgekr??nte, mit 
goldnem Halsband versehene F??chse mit hochgehobener Rute, welche 
nebeneinander, einer den andern halb deckend, einen vom halben 
Schildesfuss bis zum halben rechten Schildesrande reichenden Felsen- 
berg hinauflaufen; Helmschmuck: ein schwarzer, aufwachsender Hirsch 
innerhalb eines schwarzen Fluges. 
Zt;by, Wappen (Taf XV). - In rotem Felde eine silberne Wolfs- 
Kinniade mit drei auf der linken Seite derselben befindlichen, ??ber- 
und nebeneinander stehenden Z??hnen (Z
by). Es Jst dies das Stamm- 
wappen des K??nigs .Stefan Batory (1576 86). Uber den Ursprung 
des Wappens wird gesagt: Vitus, der um 900 in Ungarn lebte, t??tete 
einen Drachen, der in den S??mpfen beim Schlosse Eczed sich aufhielt 
und in der Umgegend gros sen Schaden anrichtete, mit seinem Spiesse, 
nachdem er ihn dreimal vergeblich angegriffen hatte. F??r seine Tat 
erhielt er die drei Drachenz??hne (also nicht Wolfsz??hne) ins Wappen, 
den genannten landesstrich als Eigentum, und wurde fortan Bator, 
d. i. im Ungarischen = Magnanimus, g-enannt. Das Wappen Z 
 b Y 
wird auch mit Trzy Z
by (drei Z??hne) und mit Wilcze KJy (Wolfs- 
z??hne oder Hauer) bezeichnet. 


......
>>>
Die Namen der aufgef??hrten Wappen, 
unter Hinweis auf die Seitenzahl. 
Abdank. . 14 Boreyko . 147 Czasza . 39 
Abszlang . 153 Borzym . 24 Czawia . 50 
Achinger . 167 Boycza . 18 Czerwnia 21 
Akszak . 146 Bozawola 18 Czewa 50 
Alabanda 15 Bozeniec 162 Czwalina 65 
Alba Luna . 16 Bozezdarz 100 Dqb . 21 
Amadej . 16 Bradacice 58 Dqbrowa 21 
Amadrow 16 Brama 155 Dqbrowski . 134 
Ancuta 147 Bratczyc. 58 Dangiel . 101 
A wdancz 14 Bratkowski . 148 D
bno 22 
Baran. 37 Brochwicz . 19 D
bor6g 101 
Baryczka 160 Brodzic . 19 Dekaloga 44 
Bawot . . 168 Br6g. . 45 Denis 161 
Baybuza . . 147 Bronic . 148 Deszpot . 158 
Beczka . 147 Brudne Misy 75 Doliwa. 23 
Belina . . 16 Brzuska . 148 Dot
ga . 24 
Betty . 16 Budwicz . 100 Donhoff . 170 
Berszten . .100 Budzisz . 62 Drobysz. 148 
Biata. 21 92 Buyny 83 Drogomir 24 
Biatynia . . 17 Bychawa 63 Drogostaw . 24 
Bibersztein . 17 Bzura. 46 Druck 161 
Bielikoicz 147 Chaby 96 Druzyna. 25 
Bielina 55 Charyton 148 Drya. 25 
Bielizny . 55 Chocimirski . 160 Drzewica 25 
Bogorya . 17 Cholewa 20 Duboroch 101 
Bokij. . 160 Chom'lto . . 108 Dulicz . 161 
Bolescic . 34 Chorqgwie . 160 Dziatosza 26 
Bolesta . 34 Cielqtkowa . 20 Dzi
ci6t . . 129 
Boleszczycy 34 Cielepele 62 Edele. . 96 
Bonarowa 100 Cietrzew 108 Gqska 62 
Boncza . . 18 Ciotek 21 Gaudium 179
>>>
- 182 
G
s . 62 Hrybun . 147 Kotda 59 
Geschaw . 101 Hurko 149 Kotka. 91 
Gewdancz . 14 Hutor 149 Kotontaj . 151 
Gieralt . 59 Ibrida. 100 Komar 151 
Gieysz . 148 Isiora. 150 Komnaty 87 
Gieysztor 148 jacyna 150 Komoniaka. 151 
Gieysztowt. 149 janina 32 KOIlcZYC. 102 
Ginwitt . 149 jasienczyk 33 Kopacz . 90 
Gissa. . 112 jasieniec. 33 Kopasina 38 
Glaubicz 26 jasieniecki 150 Korab 38 
Gleszyn . 44 jasiona 33 Korczak . 38 
Gtowa Bawola 149 jastrz
biec . 33 Kornic 164 
Gtowa Trupia. 26 jaxa 29 Korona 127 
Gnieszawa . 177 jelce . 148 Korsak 151 
Godula . 17 leien . 19 Korwin 40 83 
Godziemba 26 jelita . 35 Korybut . 151 
Got'lb 123 lei. 36 Korzbok. 41 
Got'lbek . 110 jezierza 36 Kos . 115 
Gotocki . 112 I junczyk . . 150 Kosciesza 41 
Gotpacz . 90 junosza. . 36 Kostrowicz. 78 
Gonczy . 113 Kaganiec 114 Kostrowiec. 152 
Gozdawa 27 Kaja 76 Kosy. . . 42 
:1 Gozdowo 27 Kamiona 34 Kot . 42 
Gozdzic . 27 Kaniowa 34 Kotwica 149 151 162 
Grabie 28 Kara . 147 Kotwicz . 42 43 
Groty. 28 Kar
ga 150 Kownaty 87 
Gryf . 28 Karp. . . 150 Kownia . 43 
Gryzima. 29 Kierdeja . 37 Koziegtowy 99 
Grzymata 30 Kietlicz 101 102 Koziet . 152 
Gzdow . 27 Kirkor . 150 Kozika . 164 
Habdan k 14 Kita 152 Kozlar6g 36 
Haki . . 149 Kizinek 102 Kroje . . 43 
Haubicki 110 Klamry 151 Kruczyn . . 44 
Helm. . 31 Klucz. 33 Kruki. . 147 
Herburt . 31 Klucz rozdarty 151 Kruniewicz. 152 
Hibrida . 120 Ktopot 31 Krupka . 102 
Hippocentaurus Kniaz. . 153 Kryszpin 173 
144 149 Kniaznin 153 Krzywasn 25 
Hotobok . 31 Knieja . 65 Krzywda 43 
Hotownia . 149 Kocina 28 Krzywos'ld . 55 
Hospody btogostaw Koilenczyk . 158 Krzyz . . 44 
164 Kolumna .79 144 Krzyzostrzat 152
>>>
- 183 
Ksi
zyc . . 132 Mi
szaniec . 51 Ogonczyk 57 
Ksi
zyc i Owiarzdy 132 Mikulicz. 153 Okminski . 155 
Kucze 20 Milan. 83 Oksza 58 
Kudborz. 34 Modzele. 18 Olawa 59 
Kudbryn 34 Mogita 154 Oliwa 59 
Kuna. 136 Monsztern . 135 Olszewski 155 
Kuniglis . 152 Mora. 51 Olobok 31 
Kur 173 Mozgawa 17 Opala 16 59 
Kurcz 152 Mur 118 Opola 59 
Kusza 153 Murdelio 102 Opole 19 
Kuszaba. 63 Murzyn . 118 Orla 59 
Lacki . . 153 Murzynowa 51 Orla Olowa 175 
Larysza . 44 86 Mutyna . 25 Orlik . . 118 
Laska. . 45 Mzura 46 Orzet bialy. 1 1 
Lawsowa 86 Nabra 52 Orzi - Orzi 46 
Lazanki . 34 Nabram . 51 Orzyw'ls 56 
Leszczyc 45 Nadelwicz . 173 Os
ka 169 
Lewart . 45 Nagody . 36 73 Os
ki 154 
Lichtarz . 164 Nagora . 34 Osmina . 59 
Lilia . 27 Nalewka. 154 Osmor6g 59 
Limont 153 Nal
cz . 52 Osorya . 60 
Lis 46 Namiot . 163 Ossolinczyk 60 
Liszki 29 Napiwon 53 Ostoja . 60 
Luba. 47 Nast
p 81 Ostrzew. 61 
Lubicz 47 Natarcz . 154 Ostroz
cki . 155 
Lubiewa 93 Nawrotnik . 166 Owada . 62 
Lubrza 34 Newlin . 154 Paparona 62 
t.ab
dz 48 Nialko 19 Paprzyca 62 
t.ada . 49 Nieczuja. 54 Paw
za 31 
t.agoda 49 Nieczula . 122 Pelikan . 155 
t.ebno 95 Niemczyk 55 Pelnia 162 
t.odzia 50 Niesobia 54 Persztein 95 
t.opot 153 Niezgoda 55 Piaszczna 18 
t.ososia . 31 Noctwa . . 122 Pielesz 63 
t.uk . 153 Noga. 127 Pien 62 
t.ukocz . 117 Nowicki . 154 Pierzchala 79 
t.zawa 50 Nowina . 55 Piestnik . 64 
M'ldrostki 50 Obrona . 147 Pietyrog . 165 
M'ldry 134 Odrow'lz 56 Pilawa 64 
Mancz 49 Odwaga. 118 Pldnik . 64 
Masalski 153 Odyniec . 165 Ptomienczyk . 97 172 
M
k . . 153 Oginiec . 155 Pnieinia . . . 65
>>>
184 
Pobodze 65 Ratuld 77 Sokola 84 
Pobog . 65 Rawicz 77 Sowka 122 
Poboze . 65 R
ka . 156 Sreniawa 84 
Pochodnia . . 107 Rembow 120 Srocznik. 104 
Pociech . 168 Roch. 79 80 Sroka 104 
Pocisk . . 168 Rogala 80 Stankar . 104 
Podkowa .47 178 Rokosz 120 Starykon 85 
Pogania. 67 Rola . 81 Starza . 60 85 91 
PogOll .66 143 R6wnia . 43 Stern berg 85 
PogOllczyk . . . 57 Roza. 69 Stolo bot 166 
Pogonia . . . 143 Rozmiar . 148 Strempacz 46 
Pogonia Litewska 66 Rozynski 156 Strumberg . 123 
Pogonia Polska . 67 Rubiesz . 156 Strzala 43 
Pokora 67 Rudnica. 81 Strzegomia . 41 
Polkonia . 120 Ruski. . 159 Strzemi
 . 86 
P61kozic . . 68 Rustejko 156 Suchekomnaty 86 
Polo ta . . 176 Rys 121 Sulima . 87 
Pomerzanin . 139 S . 99 Suszynski . 157 I 
Pomian . . 68 Salamandra. 177 Swiat. . 163 
Pomloszcz . 53 Samson . 103 Swienczyc . 87 
Poraj . 69 Sas . 82 Swierczek 87 
Poronia . 70 Sas Pruski . 137 Swi
toldycz 163 
Poswist . 60 Saszor 59 Swinka . 87 
Powala . 57 Schilling 103 Syrokomla . 88 
Pozniak . 155 Scipio 156 Szachownica 95 
Prawdzic 70 S
pia Glowa 122 Szalawa . 166 
Pros na 75 Siekierz . 156 Szarza 60 
Protwicz 53 Sielawa . 157 Szaszor . 59 
Prowana 103 Siestrzeniec 43 Szczaplina 157 
Prus . . 71 73 Skarbek . 15 Szeliga . 89 
Przegonia 74 Skarzyna 139 Szmiara . . 51 
Przerowa 74 Skowinia 43 Szpak . 122 
Przestrzal' 103 Skrzynno 48 T aczala . . 104 
Przosna . . 74 Skuha 14 Tarnawa 90 
Przyjaciel 75 Sleporod 157 T 
pa Podkowa 90 
Pskowczyk . 176 Slepowron . 83 T erebesz . 157 I 
Puchala . 76 Slizien 157 T omkowicz . 158 
Pypka 156 Slon . . 166 T opacz 90 
Radoniski 103 Smok. . 144 T op6r 91 
Radwan . 76 Smok-Gryf 153 T rlby 92 
Radzic 163 Snieporod 157 Trach 178 
Ramult . 77 Snopek . 177 Trestka 139
>>>
185 
Tryumf . . . 115 Wesofa 179 Zagroba . . 98 
Trzaska . . . 92 W
zyk 94 Zapale . 59 
Trzy Butawy 178 Wickerau . 132 Zaprzaniec . 85 
- Grabie. 160 Wieniawa 95 Zaremba 98 
- Gwiazdy . 132 Wieruszowa 96 Zaroze . 86 
- Krzyze 139 Wierzbna . . 104 Zatajony Miesi
c 158 
- Ksi
zyce . 104 Wierzbowa 76 Zatorze . . 94 
- Radfa . 124 Wierzbowczyk 76 Zbicswicz . . . 130 
- Rzeki 96 Wietzynkowa . 50 Zbroyny Mlz . . 179 
- Z
by 180 Wieze . 105 Zdan. . . 158 
T rzywdar 93 Wilcza Gfowa 179 Zdanowicz . . 158 
Tuczyfiski 139 Wilcze Kfy. 180 Zdarbozec . 67 
Turzo 104 - Kosy 72 Zdzitowiecki 158 
Turzyma 72 Wfoszek 96 Z
by . . 180 
Twardost 178 W ojejko . 158 Zerwikaptur 98 
Wadwicz 93 W ojnia 55 99 Zetynian 105 
Waga 158 Wr
by 38 Zgraja . 99 
I Waldorf . 52 Wukry 96 Zienowicz 158 
Walka 125 Wydra 119 Zkrzyzfuk 164 
Walny 46 Wyskota 97 Ztota W olnosc 105 
Warnia . 93 Wyszogota. 97 Zfotogolenczyk 55 99 
Waskiewicz 158 Z . . 99 Zmiara . 51 
Watta 103 Zabawa . 97 Znin . 99 
Wlz . 94 Zach6rz . 94 Zyzemski 159 
W czele 94 Zadora 97 
W
da 161 Zagfoba . 97 


I
>>>
--
>>>
Druckfehler. 


Seite 17 Bodula (Taf. I) - (Taf. I) muss fehlen. 
" 25 Druzyna (T af. 111) - - (T af. 111)" " 
" 28 Groty (Taf. 111) - - (Taf.lII) " "
>>>
..-.
>>>
In gleichem Verlage ist erschienen und durch alle Buchhand- 
lungen zu beziehen: 


Der polnische Adel 


und die demselben 


hinzugetretenen andersl??ndischen Adelsfamilien. 


General- Verzeichnis 


von 


.. 


, 
Emilian von Zernicki-Szeliga. 


Das ??ber 1000 Lexikon-Oktav Seiten umfassende Werk enth??lt 
ausser einem Verzeichnis der benutzten Quellen und einer in die 
Geschichte des Polnischen Adels einf??hrenden Abhandlung, die 
alphabetische Auff??hrung der einzelnen Familien. wie der. Pol- 
nischen Stammes- und sonstigen Gesellschaftswappen. Bei jeder 
familie ist, soweit es zu erforschen war, angegeben: das Wappen, 
Ort und Zeit, wo die Familie zuerst genannt wird, 
etwaige Verzweigungen, Beinamen einzelner Zweige, 
Erlangung h??herer Adelspr??dikate und dann alle 
Quellen, welche die Adelsqualit??t der Familie be- 
tonen und sonstige Notizen ??ber dieselbe enthalten. 


.....
>>>
Der Deutsche Adel ist zu keinem Adel irgend eines landes 
in so vielfache und intime Wechselbeziehungen getreten wie zu dem 
Polnischen Adel. Die alten schlesischen, jetzt deutschen Geschlechter 
haben vorwiegend ihre Wurzel im alten Polen, ebenso pflanzten schon 
im 11. und 12. Jahrhundert Deutsche ihre St??mme in Polen fort, die 
jetzt zu den Altpolnischen gez??hlt werden, der in Preussen und Lief- 
land sesshaft gewordene Adel polonisierte bei dem ??bergange unter 
polnische Hoheit vollst??ndig, nahm polnische Namen und vielfach auch 
polnische Wappen an, auch die Adels- und Indigenatsverleihungen 
betrafen vorzugsweise Deutsche. Es gibt ve
h??ltnism??ssig nur wenige 
polnische Stammb??ume, in denen nicht die Namen deutscher oder 
urspr??nglich aus Deutschland stammender Geschlechter vorkommen, 
und umgekehrt sind auch die polnischen Namen in den deutschen 
Stammb??umen nicht vereinzelt zu finden. 
Viele polnische Geschlechter sind ganz germanisiert, der fr??heren 
Muttersprache nicht mehr m??chtig, und diesen, wie ??berhaupt den 
bezeichneten deutschen Geschlechtern d??rfte dieses Werk f??r genea- 
logische forschungen ein nutzbarer f??hrer, den Heraldikern ein will- 
kommenes Nachschlagebuch sein. 


2 B??nde Preis Mk. 20, in 2 feine Halbfranzb??nde geb. Mk. 25. 


I 


Einige Urteile der Presse. 


, . . . wird es zur ersten Orientierung bei familiengeschichtlichen Forschungen 
sehr brauchbar sein, besonders da es das erste derartige Werk in deutscher Sprache 
ist und auch den Adel der Nachbarl??nder in viel umfangreicherer Weise heranzieht, 
als es die polnischen heraldischen Werke tun. 
Historische Monatsbl??tter f??r die Provinz Posen. 1901. No. 2 


Vor allem aber finden die nach Auskunft ??ber ihre Familie Forschenden bei 
jedem Namen mit gewissenhaftester Sorgfalt die Werke zusammengestellt, dem 
weitere sie interessierende Nachrichten zu entnehmen sind. 
Wochenblatt des Johanniter-Ordens. 1901. No. 51.
>>>
Das Werk muss als eine grossartige Leistung bezeichnet werden und wird 
fortan ein unentbehrliches Hilfsmittel, f??r jeden in diesem Zweige der Historiographie 
t??tigen Forscher und ??berhaupt f??r Jedermann bilden, der sich in diesem Betreff 
Rats erholen will. WeIch immense M??he die Ausarbeitung und Zusammenstellung 
dem Verfasser gekostet haben mag, l??sst sich wohl aus dem Einblick in diesen 
Wald von Namen und Daten einigermassen erkennen. 
Das Vaterland. 1901. No. 107. 


Es ist ein Quellenwerk, dass von grossem SammeIfleisse Zeugnis ablegt und 
das niemand entbehren kann, der sich f??r den polnischen Adel und seine Geschichte 
interessiert. Der Reichsbote. 1901. No. 146. 


Der Herr Verfasser hat mit grossem Fleiss und Ausdauer einen wirklichen 
Schatz von heraldischen und genealogischen Angaben ??ber den polnischen Adel 
zusammengetragen. Das im Druck wie im Papier vornehm ausgestattete Werk. . . 
Der Wappensammler. 1901. No. 8. 


Ces deux gros volumes constituent un repertoire, apparement tres complet, 
des familIes de la noblesse polonaise, precede d'une dissertation fort interessante 
sur I'histoire, la royaute et la noblesse de Pologne . . . Bref, c'est un vaste 
compendium, qui signale aux interesses les sources imprimes ou i1s pourront puiser 
des elements sur I'historie de la noblesse polonaise . . . un livre comme celui 
que nous avons sous les yeux a sa raison d'eire et peut eire fort utile a qui sait 
s'en servir. Revue bibliographique Beige. 1902. No. 12. 


-- --- 

 - \)\\I L1C j E.r 
 "'- 

 nl!JlJUMJ 
" '_ :"'I!1rr.sr""
. 
----;;- .. 



 m 
.. 
i
>>>
Druck von Gebr. Vogt, Papierm??hle bei Roda S.-A.
>>>
Tafel I. 



 
?? 
 


Abdank. 


Amadej. 


Retina. 


'\:'V
 


,M-
J 'J 
1" 
!j. 


" 


., 


t; 


Betty. 


Biatynia. 


Bibersztein 


1'
 . 


\i
 


\. 
l 



 


.. 


Bogorya. 



 


Boncza. 


Boycza. 


" 'J 
'I :1 


" 



 


Boiawola. 


??rochwic7 11 


Brochwicz 111. 


- .....
>>>
. '
>>>
.
 


E)
')' 

\ 
,' r
'ro 


o 


.., 


Brodzic. 


Cholewa. 


.. I.
 



 '.,.. 
, . 
 
N I, 



 


Ciotek. 


Czerwnia. 


.. 


...' 


D
browa. 


D"bno. 
t(

 ") 
\ '!tl 


," 


Dot"ga. 


Drogomir. 


...... 


Tafel 11. 


t(-r
 -... 
U
\ t.

J 

1' 4 


r- 


Ciel
tkowa. 


DlI b . 


: } 


Doliwa. 



h 


Drogostaw. 


-
..fI'._ 


-
>>>
I 


t 


I
>>>
Tafel 111. 
" .. "1 'iI} 
il 
0 "-IV. r' 



' y:
 
I 
1.) 
}: 
Drya. Drzewica. Dziafosza. 

'r'Y;,':, r .. 
l. T "I.... 
" 
.... 11 ,
 


..... 



..;. 


Olaubicz. 


Godzlemba. 


Gozdawa. 


I 


'. " 


,} 
..;;J 


,
/J 



-J' ' 


Grabie. Gryf. Oryzima. 
'F1IT '" 
- "J-) 
,-. 
. 'fr' ( 
I 
11 1 
.. 
\.,,-
 I ?? ,- 
- 

 " 
I ,..J 
Grzymala. Helm. Herburt.
>>>
I 
I 
- 


.......
>>>
Tafel IV. 


.l I 
1II 



f 
 

 ,
 
-( ',l ,)., 
, 
 


l....,J 


Hotobok. 


janina. 

 


jasienczyk. 


\ f 


{IJ 


jastrz
biec. 


 
1.",,
"'" 
 :., 

.
!-. ..AJ 


jelita. 

 

,' ;... 


jezierza. 
:
 -I) 
\ ; t 


junosza. 


Kierdeja. 


Kopasina. 

 
, 
 
, 

., t 


!J:-J. 

,
 


11 ' 
'-. 
tl; 


Korab. 


Korczak. 


Korwin. 


lt
>>>
-
>>>
Tafel V. 


I I 
 I 
. } 
I / 


r 
r 


.' 


Konhok. Kosciesza. Kotwicz I. 

, f;
 ,...., 
I - , 
, I 
 "fI, ": 
I 'i 1.11.[ 
, 


Kolwicz 11. Kownia. Kroje. 
..,
 ,".1 'j 


f 

'/ 
-'" 


Krzywda. 


Krzyz. 


larysza. 


. 
 
,. . 



 . 


. 


Leliwa. 


Leszczyc. 


lewart.
>>>
. 


.......
>>>
Tafel VI. 
9 
" 
.
. V 
J'\.. \. 
.j 
 
Us. Lubicz. t.ab"di. 
\\ 
 f! 
...... 
,,
J 
!
 
t . 'I /' 
 
Ii' I 
J 


t.ada. t.odzia. t.zawa. 

1
 


'; 


 
) 
I ' f . 

,\rl 
\ 


Mlldrostki. 

\i-_ 

1
 


Mora. 


Nabram 


. 
 14' I '" 
::' \I\} '\ 
. \\ f 


I
 


Nat"cz I. 


Nat"cz 11. 


Napiwon. 


- ..&
>>>
, I 
'l 
I ' 


. -- ..
>>>
Tafel VII. 


t 


w
 
\,'fg; 



1.1) 
, {i 


Nieczuja. 


Niesobia. 


Niezgoda, 


'.. 
"La. ' 
{, 
i 


t 


"t: 

 


Nowina. 


Odrow
z. 
(1' .
 ;,. 
Q;

\.4 'Jb 


Ogoiiczyk. 


, ' 


Oksza. Orla. Osmorog. 
\"""t
 
';) 

,,,;p 
, '

\tl

r 
 
" :) , , 
, , , 
" { / 


.....L 


Osorya. 


Paparona. 


Ostoja. 


---
>>>

>>>
,\) 


f 


..1 I;.. 
.i I!." ".:. 
; ::i
!W::,:::::;";' 


Paprzyca. 


l 


Pnieinia. 
!'-" 


\. 


Pokora. 


\ 


'\, 


Poraj. 


Tafel VIII. 



 
 (1\ 
\ . 
, 


\.. 


.,,
 
"I
 V 
 



 


-.1 
;:':Ir: 
.., 


Pielesz. 


Pilawa, 



 


L. 


Pobog. 


Pogonia Polska 



 


P6tkozic. 
"'"', 


Pomian. 


\ 


Poronia. 


Prawdzic.
>>>
, 


I 


I
>>>
Tafel IX. 


I 


."J 


Prus I. Prus 11. Prus 111. 
..... 

1
 T \t f 
 
" 
 
) 
u 11 I 
I Przegonia. Przerowa. Przosna. 
". J) 

, t 
..,I 
J 
t 
" ]' 
.-... 
Przyjaciel. Puchala. Radwan. 
"f 
I .1 
@ I 
Ramult. Ratuld. Rawicz. 


..........
>>>
f 


# 


Ii 
I
>>>
Tafel X.' 
f 

:} 
. ,Ot'\' '
 
r.{j 

 
I. 
 
----. 
Roch I. Roch I
. Roch 111. 
. . 
' . 

 - 
'Y 
Rogala. RoJa. Rudnica. 
eo 
I; , 
, 'i'" 
. 
. . 


1; 


'\ 
, 


" 


Sas. 



Iepowron. 


Sokola. 


." 


.. 
-= 


. 
 'r '.... 
-,. -/... 
\ " 
. '1":'. 
\
 ' 


n. 


Sremawa. 


Starykoii. 


Sternberg.
>>>

>>>
Tafel XI. 


??. ....
 - , 
 
 
'I 11\ {
 
I 
t:: 


Strzemi??;. 


Suchekomnaty 


Sulima. 


7-:', I 
 


rr.
' 


jl 


I 
Swic:czyc. Swierczek. Swiiika. 
"" 

 

t" ., t' 
', L 
'
'l 

 ,r, 
",! ' .. .
 
 
'I .: .t 
I \. i 
Syrokomla. Szeliga. Tarnawa. 
t -",tt 


.... 


T
pa Podkowa. 


Topacz. 


Top6r.
>>>
l... 


I
>>>
Tafel XII. 
l ,
 f_ 
.
 '?1) 
-' J} , 
' 
fli. 
..". 
\..- .
I .. 
,. 
,)' 
'!
 -,\ 
,"'j. 
Trliby, T rzaska. Trzywdar. 
ff
f'" 

 
. .' ;
J T} tt. '
, ! 
,'. 3 '" t. 
 'I ( "\ 
.. 
.. 



 


Wadwicz. 


Wamia. 


WIiZ. 


1\ }
i(1I 


_ ...1....1-\
 
t. 

, 


f 


Wieruszowa. 
I.;.
J 
l 
"
') 
'-\\! .}) 
,\ I 


Wczele. 


Wieniawa. 


'
 


Wukry. 


Wyszogota. 


Zabawa.
>>>

>>>
Tafel XIII. . 



 


. 
. 


Zadora, 
tt
 
1 


Zagtoba. 

 .,
,, 
\1. ''It
 
\ 


Zaremba. 


" . 
t 


I, 


'.. 


Zerwikaptur. 


Ztotogoleiiczyk. 


Bozezdarz 



 


c 


Cho.!.??:tto. 
.,,1' }- 


Cietrzew. 


Donhoff. 
t '.
 'j 71) 


. ' 
" 
.. r.t:..L..,. 
. \.
 
. j 
.
 " 


Druck. 


Hippocentaurus. 


Kietlicz I.
>>>
I 
J 


J 
:1 


I 

 


I 
I 
I.. 


.. a
>>>
Tafel XIV. 
I ,
 

 \ .... 

'-') . ' i 
., , ,'\ J 
"-'
 t / 

 'lf?? L.,'JL") 

 

 
Kornic. Korybut. Kos. 
\' 
'11' i. tr 
' .(" , ,) " \ 
" , lJ . .
: ' ,
 



 1
 
J 
Ksi
iyc. l:uk. Masalski. 

 :1# '''"''ih 
, ,
".-,.} 
",., 'j , 


t; J 
't. I '\. 
M urdelio. Newlin. Odyniec. 
:;
,....
 (

 
 
,-" \, , '\ I J 
\'1 \ , ' . 
a ' ., 

 
I \- 

 

 Oginiec. Orla gtowa. Pietyrog.
>>>
.. 
1 


I... 


. _&
>>>
,': \..,(")\ 


Przestrzal. 


Rys. 


" 


. 
i J. ,1 
.. 


Samson. 
.
'..... 

' \ (I 
 


Sas ruski. 
t 
WJJ( ,1', 
.
, ' 
4 
l ,I' 


" 


....... 


T aczata. 


??
 


Trach I. 


". 


" 



 


Waga. 


Wierzbna. 


Tafel XV. 



 


.. 


Salamandra. 
.. -!.'1 ") 
\.i

 
, 
q p 


Sowka. 
,
 


Trzy Radla, 


.'
 
\, 


.. 


Zt:by.
>>>
\)\\'1\.\01["11 } 

 '=J 1U\1".
,,?? /1 
.
, r
11 .
I" -"1 1 \ ....... 


Biblioteka G16wna UMK 


1I11111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111 


300002549274 


 

 


t 


. .
>>>
. 



 


. 
f 
1 -, 


I 
I. '-. 


I , 
I _ 
I 
I
>>>
t
 
t
 
:
 
.$; 
 : 
*' 

 
.
 
.1 
fJ1 


 
.??
 

 

 
',p 
.
 

 

 
lij 
;
 


t 
.' ( 
:0,-' 
".t.. 

 
-'
 
:
.:.l. 
'f 
i)t 
'-tJ, 
h
:
>>>
. . 


??: I 
r 


 
'1.1.,. 

II
 
ID
 
-4 

I 
ijll
' 


 
t 
-r 


 

) 

\ 

.I 

. 
- 

, 

. 

I 

.I 
-I 

; 

,
: 
-. 

(: 

 -I 
I I 
. 
-. 

 " 

 

. 

,} 

 : 
_. 

. 

'j 
_. 

.i 



 
-i 

 

.. 


'l ,'. 
fi' . 
. , 
.. . \'. 
. " 


: '. .
. 
.. . 



 
. t., 


. 



"" 


.
, . 


ft 
v .... 

.' 


:k. 


: , I' 
. L, 
f,,,: 



f 
-1-" . 
.
. ..: 
.} 
. ,
{
 
l. 


.i\
 1,:- 


, 
:: 
4. . 


'. 
:f-:" .', 


:". \ 


(,' 


'

" 


. 

 " 
.
 


Yi ',.." 


..." $h'; 


.Ii". 
.(;f 



 .- 

. . 


.; , 


-), 
 .
 


, ?? .. 
., .{. . t .' " 

 
". "i" 
"
{ 
.. t 
,. 
\
 
'r:. s. 
;:J:. 


."
 


. . t 
. .:::'t++- ..
. 
 + 
'. ....
'..
. ,-.; 
. ..' . , ' .:t ... .. , 
..
.r t."" 1:' 
"', . .. 

 .
, , j: \ 
,:' .'s. .{ ". "l: \. 
. 'c""
 .'. 
.. .
: 
'" . i'
 

t..::, 



 
. 
:). . 


".:..
 


., t " . 
0.. 
 . 


.
 


. . 
:*
.. 
. 
.J.. 
:.:.J;.... ,. 


.. "'
 ." 
, , 
 . " ..
 . 

" 


"'? :. 


.. ':", 


.. . 


... 


...J\' J, 


" 
.." .............. 


t. 


t l 
. .. 
......... .
 


;. 
. 


;: 


., 


..:
.

 


I . . 
... 


...... 


'. 
, . t . 
,. . 


., 


.;,{". 


'. v 
t"' ,. 0.' .r.-.. ..... ...,. 
,,'"'' 
,.'
..' ,:" . 
':
' ,:.:. 
..
. . 
",  ,;, 
.' 'i
!l 
..... ....,.
. 
,\;
 
'r
 .. 
??i
'!:' 
.
 " 
I f 
 .,.... 
.
 Jo. ..
 .. .; "'\: 
". i'" .... .. '.... 
" 


" $ 


@ 
". 


....;;.. 


, "! t 
 
.
 .' 
.
. . 
 {\ 
.
 .' . 


. 
". 


.:
...; .1.''(. 


,,. 


.:j;
\ 
".'t.;t. 


., "J.. 
 
....\ V 


'..t. 
' 
 . 
. .. 
... .p; 



 


(, ,.,' 
k.", 



 


..:.: 

, . 


".\ ...(. 



. 


?? t,f. 
..' .. .. t '., 
. ,: 
-". 
.. 


. 
 


rt ,. 


.
 . 


.. 


'. 
.., 


'v' 



 
, I
. 
.... .,...... . 

i""" .. 
 . 
r . " ,
,

 
.F 
.':''-''
 ..:
,".' 


'"( l .  

 j ': 

 
:
 . . ,.j 
....... """ .' .. 
." f.:;"'''- 
. .- ?? 
'1:. 
('. 


.. / 


t 


" .. 

, 



'.. _.".... ".i. '. j.;: 


.
. y
. 


" \. 
"'
'. 
'::t 


.,,/' {...... 


. 
9
.......r . ., 


.; .): :
$: 


,v 
: 
- 


. 
. 
" 


. '.
. . 


'. . 

. 



. 


" ...., 


, -t 


} 
.. 


.-,' ". 


, ' 

. :'\ ..... 

.:
. 
'''i. !., 



. ".' 


Jt 
..A _.... 


'. ...
. . 



 t 


:
,/' :....; 
:.
 . 


..: .
 
:,,
 (
: 


'??:,\ 


':
'i' 
(-.! ;) 


V' i " 
, . 
,"d. "' 


-:-0," 


.. .f ,..; 


". 



 .1". 


. . 


. .
 ":- 


'"t:"'Y" 


., ..... 

.... ..}. .;.,. 


i 


. : 


. , 


.' 


't 


,..:. 


". 
h. 1." 
. 


" 


",'\" 


.
. 


?? 


,\ 


?? 

 


. .:.... 


'(.C'. 


., 


-. 

 ..,
, 


:.'.,.. 

 ,..' \ . ,", . ... 
, ,


 
 .
,,

 . 
ft.. .'t;'" ;' 1 
., ' Io. 
G 'I{ \, . ';i' 
., 


. 
.,,, ... 


'1 
J 


... ...,;;;,,\."" "-", 


V
 ,..:.: 'j' .
 
.
l;. 


t 


. '. 


....:-.
. .;,". 


\f.. 


..
 
. 



 v:. 


." ....... . 
,.. . 


. '.1' 


;\ '.
!:. 


'\ ", 
\'. ......'1. 


( ..., 


"...\ \. 
..... " .. ' . .. , 
. ,;.:", 't. 
o 
.. ,J:f!"J' . 


\' 


.. ....,..::. 


 
0.;0.. 


" , 


! "'
 '" .;.:*:;.
r
 :;',:,:_ 

.,.' I 
 '.. 
, ::
 S t 
.:,:. /':. 
, 
. . 
. 
 


.u ,. 
.,
. i.. 


..e 


'. " 


.0:. .\..: 


5: CH 


.
. .:.:: 


%-. 




1" 
.
." : .:r:. 
4\:., 


.,
 
 
, 


.' 
'. .::{. 


.,:\ ..... 


.
.
* 
.,\...... '''';; 


."..,. 


.;.
 
, 
.
 :
 


t.. ,t. 


, I 
. '. ;... . t 
)
.. I .." .:'.{ 
, . 
',. 
. 
-
:'\ 
.i( . H" 
l" 
:: ." .
) 
.) 


" 
, 


" {' 


+I 
, 
. 
 


, 
.
 .. 
 


.. ','. 


,. . ...4 
. .',;


' 
 '..: 
.. . r' . -., 
. \.t
 ,
. 
..... ..lv 
.
 .
. 


",:. 
 


.,. t 
.;. 
 
l.. 


\.'
:v 
:f
 
, } 
, " 
. v 


..,
:. .
 


' 
.. 
. ,).:.. 
'. .... 
-.: 


.... 


,. ..; 
 ...' ..'


. ':,:" 
./.? . . . 
',
.' :.i{. .
 


;,.' . 
,. 



'.' 


": '" '. 1 
. 

; .t .-- . 
 : 
(...t:..1. ... 
\' ., 
.. ' t....... 
.;' .
 
,..,. 
 . 


.. 


. 
,.\ 
.'" '. 



. . 


\ . 



 


.. 


'\'.,' . .'.:.-. 


.
. 


.. . :.,.l 


';i : 


,
 '\- 


. \,' 
. . 't
. 
i' . 
'd", '.;', , 
. ;.
,
.,
...... 
; ;a: 
'r 


.......' '.' 


.. 


...
 
'...t.: 


'..',\..
 . 


.,...\.:: . 


'" .,.. 
\'. "" .  
- ..,. 
. \
 


., 


. t ' 
. -
. . 
'" \\ 


..
 "
. 


*.... 


'1\. :... 


,. 


'; t f 
... 
:; \" 



.." 


. 


'.;- '"' 


"r. 


.
"" .(:' "'.. 


;. ... 
,'" " . 


:1.: 




 . 


._\.
:.
 I. . 
. ..'
 .-'. ..fi??": 
':f-. .
>>>
. 


. 
, 


.--- 


........ 


J 


1- 


,. 


" 


"
>>>