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Vorwort. 


Es erscheint uns, um Missverständnissen vorzubeugeti, nothwepdig, uns über die Grund- 
sätze vorweg zu äussern, nach denen wir in diesem, und den folgenden Heften dieses Werkes die 
Wappen derjenigen Geschlechter zusammengestellt haben, welche wir als den ausgestorbenen 
Adel der einzelnen Provinzen des Preussischen Staates bezeichnen. Der Adel einer jeden derselben, 
zerfallt in einen eingeborenen und eingewanderten, und die letztere Kategorie umfasst zahlreiche 
Adelsfamilien , die bald mit mehreren oder vielen Generationen einer Provinz angehörten, 
hier ein oder mehrere Jahrhunderte lang sesshaft waren, bald mit dem Stifter des neuen 
(anderswoher eingewanderten) Zweiges oder seinen Nachkommen im ersten oder zweiten Gliede 
erloschen sind. So entsteht die Frage, ob unter dem ausgestorbenen Adel einer Provinz nur die 
specifischen Familien derselben (die eingebornen) zu begreifen, oder auch diejenigen zu sub- 
surriiren sind, die in Zweigen auswärtiger Stämme bestehen und nach längerer oder kürzerer Dauer 
in der neuen Heimath verdorrten. Hat man ferner, so lautet eine zweite Frage, bei solchen ein- 
gewanderten Geschlechtern einen Unterschied zu machen, zwischen denen, die nach längerer (Jahr- 
hundertelanger) Blüthe erloschen und denen, welchen nur ein kurzer Flor beschieden war? Und 
darf man eine bestimmte Zeitdauer als Kriterium aufstellen? Ist ferner der erloschene ( eingewanderte) 
Adel l'iner Provinz nur derjenige, welcher aus Familien besteht, deren Stamm mit einem in der 
betreffenden Provinz Lebenden erlischt, oder gehören dazu auch diejenigen lJeschlechter, die durch 
We,:!;ziehen aus der Provinz derselben wieder fremd werden? Dürfen wir nur den grundbesitzenden 
Adel im Auge haben, oder auch diejenigen Familien berücksichtigen, welche zum Militär- und 
Beamtenadel zählen, grundbesitzlos sind und einer bestimmten Provinz specifisch angehören? 
Dürfen wir Familien ausschliessen, deren bürgerliche Ahnen in einer bestimmten Provinz wur- 
zeln, die nach .Erlangung des Adelstandes hier in einer oder mehreren Generationen florirten, 
dann aber fortzogen, um in andern Provinzen oder Ländern entweder bis jetzt fortzublühen oder 
nach kürzerer oder längerer Zeit zu erlöschen? 
Die Antworten auf diese Pragen, welche den Umfang und Inhalt des Planes unserer Zu- 
sammenstellung berühren. sind leicht, wenn es darum zu thun ist, eine möglichst vollkommene 
U ebersicht aller innerhalb einer Provinz während verschiedener Zeiten blühender 
Adelsgeschlechter zu geben. Hiebei wird es keinen Unterschied machen können, ob eine Familie, 
die in der einen Provinz weder Grundbesitz hat, oder noch sonstwo mehr existirt, in der andern 
noch for
lebt, und ob die Dauer des Grundbesitzes derselben nach ihrer Einwanderung in die 
neue Hem18th ein Decennium oder ein Jahrhundert gewährt hat. Nur soIrhe )i'amilien werden 
billig ausgeschlossen sein von dem ausgestorbenen Adel einer Provinz, die in sie einwandernd eine 
Zeit lang in ihr grund besitzlos blühten, dann aber in einer amlem Provinz ihren Stamm sei es 
mit oder ohne Grundbesitz fortgesetzt haben. 
Würden nur diejenigen ausgestorbenen Adelsgeschleehter in Betracht kommen, welche 
zum eingebornen Adel einer Provinz zählen, so würde für eine sehr beträchtliche Anzahl von 
Familien der Ort zu ihrer Aufführung und PubIication ihrer Wappen mangeln, und wir würden 
niemals ein richtiges Bild von dem Adel oder der Ritterschaft erhalten, die einst zu dieser oder 
jener Zeit succesive in einer Provinz vorhanden war. Eine Adelsfamilie, die in einem Lande 
(zumal etwa ein halbes oder ganzes Jahrhundert lang) angesessen war und nicht mehr in einem 
einzigen Mitgliede in ihr zu finden ist, muss für sie als ausgestorben gelten, wenn sie auch 
anderswo Doch fortexistirt. 


c)
		

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			Wird nach diesen Grundsätzen nicht verfahren, so fehlt es an einer Stelle für die Publi- 
cation der Wappen einer langen Reihe von Adelsfamilien. Nehmen wir z. B. den Fall an, dW!s 
eine Familie aus Sachsen in die Provinz Preussen in einem Mitgliede einwandert, in ihrer Heimath 
ausstirbt, in Preussen nach zweihundert jährigem Flor gleichfalls, ebenso auch zuletzt ein von 
hier in einer andern Provinz etablirter Zweig nach zwanzigjährigem Bestehen: wohin wird diese 
Familie als eine erloschene zu rechnen sein? Sicherlich in allen drei Ländern und zweifelsohne 
auch in Preussen, wenn dies auch nicht ihre Heimath war. Ein gleiches wird der Fall sein mit 
einer zum eingebornen Adel einer Provinz gehörigen, aus dieser weggezogenen und in eine andere 
Provinz übergesiedelten, hier aber auch abgestorbenen Familie. Dasselbe wird auch von denjenigen 
Geschlechtern gelten müssen, die durch Nobilitirung in den Adelstand, bei dessen Erwerbung 
sie in einer Provinz Grundbesitz hatten. eintretend bald darauf abstarben. Schwieriger wird die 
Bestimmung hinsichtlich solcher nobilitirten ausgestorbenen Familien sich gestalten, welche grund- 
besitzlos waren. Hier muss die Heimath des Geschlechts, das Domicil des Adels-Erwerbers oder 
deR UItimus gentis entRcheiden. 
Im V ori'!tehen(
en haben wir die Grundsätze angedeutet, nach denen die folgenden Zu- 
sammenstellungen hinsichtlich des ausgestorbenen Adels der Preussischen Monarchie zu erfolgen 
haben, wobei wir auch an die Schwierigkeiten kurz erinnerten, die der Aufstellung einer gültigen 
Nomenclatur sich entgegenstellen. Die betreffenden Verhältnisse in den Provinzen des Preussischen 
Staates sind vielleicht verwickelter, als il'l andern Ländern Deutschlands. 
Die Abtheilung: Ausgestorbener Adel der einzelnen Provinzen des Preussischen Staates 
wird mithin enthalten: 
1) Die Wappen derjenigen Familien einer Provinz, welche in derselben mit Grundbesitz 
ansässig waren und nicht mehr in derselben vorhanden sind, gleichviel ob sie in ihr aus- 
gestorben waren oder aus ihr weggezogen sind und ob sie nach ihrem Abzuge anderswo 
auch erloschen sind oder noch fortblühen. 
2) Die Wappen derjenigen Geschlechter, die entweder in einer belltimmten Proviuz ausschlicsslich 
grundbesitzl08 oder in ihr allein bei ihrem Erlöschen gewohnt haben. 
3) Sind von einer auswärtigen Familie im Laufe der Zeiten mehrere Zweige in einer Pro- 
vinz sesshaft geworden und einige derselben ausgestorben, einer derselben, wenn er auch 
lange nach den sonstigen sich niederliess, aber noch in Blüthe, so werden die früheren 
erloschenen nicht berücksichtigt. 
Die Quellen für die Heraldik der ausgestorbenen Adelsgeschlechter sredell aufzuzählen, 
kann hier nicht der Ort sein; sie fliessen für die verschiedenen Preussischen Provinzen in sehr 
verschiedener Zahl und Fülle. Von einigen Provinzen sind bereits im Sicbmacher'schen Werke 
eehr bedeutende und vortreffliche Materialien in dieser Beziehung ans Licht gestellt, z. B. von 
Pommern und Schlesien, während Preussen, die Mark Branrlenburg, Sachsen u. ß. so gut wie gar 
nicht berücksichtigt sind. Auch spätere Publicationen - abgesehen z. B. von den Fahne'schen für 
Westphalen und einen Theil der Rheinprovinz - haben die Heraldik der ausgestorbenen Ge- 
schlechter in jenen Provinzen fast gar nicht gefördert. U ud doch ist für die heraldische .Wissen- 
8chaft die Kenntnis8 uradeliger Wappen gerade von höchstem Belang und es ergeben sich oft 
in überraschender Weise neue Beiträ
e für die theoretische Heraldik und zur Vervollkommnung 
heraldischer Theorien. Aus diesem Gesichtspunkte und da bei den mei8ten Provinzen Preussens 
eine sehr beträchtliche Anzahl von Wappen zum ersten Male publicirt werden wird, darf diesem 
Theile des gegenwärtigen Werkes in manchen Beziehungen eine höhere Bedeutung beigelf'gt werden, 
al8 denen, welche die mitunter schon ander8woher bekannten, resp. für die heraldische Wissenschaft 
wenig relevanten Wappen noch blühender Adelsfamilien bringen. 
. Im Allgemeinen können als die Quellen für die in Rede stehende Abtheilung hand8chrift- 
hche Wappen -, Stammbücher und Ahnentafeln bezeichnet werden, demnächst die Siegel an Ur- 
kunden in Archiven. Was die Provinz Preussen (Ost- und Westprcu8sen) anbelangt, so 
mü8sen wir 'hier lediglich auf das verweisen, was wir über die Quellen zur Heraldik ihres älteren 
Adels an einem anderen Orte - Neue Preussische Provincial-Blätter pro 1849 S. 432 ff. und 
Ebenda8. 1851 I. S. 405-419 - mitgetheilt haben. 


G. A. v. M. 


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SECHSTER BAND. 


VI e r t e Abt" e 11 u n 
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Abgestorbene 


Preusslsche Adels-Geschlechter 


(Provinz Preussen). 


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VI. 4.
		

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T. d. Albe, (Taf. 1.) 
Angeblich und 8ehr wahr8cheinlich Rheinländi8ches 
Oe8chlecht, da8 8ieh in der ersten Hälfte des 15. Jahrh. 
in Preu88en an8äS8ig machte und in der zweiten Hälfte 
de8 vorigen Jahrh. JJach ziemlicher AU8breitung erl08ch. 
E8 gab dem Preu88. Heere einen OeJJeral und Chef eineR 
Cuir.-Regiments, (Oeorge Friedrich v. d. A., t 1717) und 
1.e8a88 al8 Hauptgüter Condehnen im Samlande und 
W odungkeim im Ra8tenburgi8chen. Die ältt'8ten Almherren 
der Preus8. Linie tragm mitunter nach ihrem Sitzgut Lan- 
ganken im RaBtenburgi8chen die8en Namen (auch Langen- 
necken). 
Schild: R. mit w. Querbalken, worauf 2 :# Vögel 
nebeneinander. 
Hclm: Zwei Strau88federn, eine w. und eine r. 
Decken: R. u. w. 



 


Alexwangen I., (Taf. 1.) 
Die8 Oe8chlecht von altpreu88i8ohem Ursprunge, nach 

einem Stamm8itz im Kiroh8piel St. Lorenz im Samlande 
benannt, kommt bereit8 zu Anfang de8 15. Jahrhundert8 
urkundlich vor und zog, ob8chon e8 Landgüter (im Sam- 
lande und Amt PreuB8. Mark) hatte, theilwei8e in die 
:Städte, nam
n.tlich König8berg und Elbing, wo es im 
Rath BaB8. :SeID Aus8terben erfolgte zwiBchen 1630 und 
1640. Die iiltern handschriftlichen Quellen der Preu88. 
Adel
kun
e geben zwei verBchiedene Wappen an. 
:s c h 11 d: Von W. u. R. quergetheilt. darin oben 2 r. 
unte!l 
 w. R08e verbunden durch einen gr. 8tacbeligen 
Zwei/{ m Form eine8 Schächerkreuze8. 
He Im: Knorriger A8t mit abgehauenen dürren Zweig- 
8tümpfen. 
Decken: r. u. w. 


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xwallgen 11., (Taf. 1.) 
Siehe d. vorigen Artikel. 
S ch i I d: B. mit w. auf querliegenden , 8tumpfa8tigen 
g. Baum8tamm 8tehenden Vogel, dcr 8ich über dem gekr. 
Helm wiederholt. 
Decken: b u. w. 


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Ammert.hal, Vo.,;t T. AmmerthRI, (Taf. 1.) 
Zwei tapfereSöldnerfnhrer im Hülf8heer de8 D. Orden8, 
Albrecht u. Segil V,. v. A. erwarben nacb Beendigung 
deI! gros8en Bunde8knege8 1466 8ehr an8ehnliche Oüter in 

reu88en, da
 
tädtchen Leuneburg, Oallingen u. A , die 
Ihr Vetter Slglsmund T. A. .Herr der Stadt Tau8t" im 


J. 1494 an die Erbtochter Albrecht , Oemahlin Bothos 
Herrn zu Eylenburg cedirte, de8st'n Naohkommen die Oüte; 
noch jetzt be8itzen. Die Preu88. Oenealogen u. Heraldiker 

eben auch hier zwei (einander allerding8 etwa8 verwandte) 
Wappen an. 
Schild: Auf R. 3 w. ?de8Ber mit g. Oriffen neben- 
einander. 
Helm: Zwi8chen einem w. und einem r. Büffelhom 
ein naturfarbener Affe, in der Rechten einen w. ovalen 
Spie
el mit g. Rahmen haltend. 
Decken: R. u. w. 


Ammerthai , ,. öKte T. Ammerthai 11., 
('far. 1.) 
Siehe dcn vorig-en Artikel. 
Sc h i I d: Auf O. 8 b. lanzett- oder lindenblattförmig 
ge8taltete Spatenei8en 2. 1. 
Hel m: PfauenBchwanz. 
Decken: b. u. g. 
Amsfel, Ambstel. Alnbster, (Tat". 1.) 
Die8e8 8eit Ende de8 16. Jahrh. in Preu88en er8chei- 
nende, Imfanglich im In8terburgischen, naohher auch im 
Pr. Marki8chen und Oerdaui8chen Hauptamt begüterte 
Oe8chlecht erlosch Dm 6. Mai 1768 mit dem PreUB8. Ca- 
pitain Otto Friedrich v. A., einem Sohn de8 1757 in der 
!:Schlacht zu Prng erBeh088enen Generalmajors und Chef8 
eines Inf.-Regiments Oeorge Friedrich v. A. 
Schild: R. mit 2 w. Querbalken, deren jeder mit 8 
# 8chwebenden Andreaskreuzen beleIlt i8t. 
. Helm: 
eRchl088ener w. Flug, des8en Vorderflügel 
mIt 3 dergl. Kreuzen 1. 2. belegt i8t. 
Deoken: r. u. w. 


Arcieszeu\OOki, Cfaf. 1.) 
Altpolni8che8 7.um Wappen8tamm Prawdzic gehöriges 
8eit Ende de8 17. Jahrh. in Ma8uren pfand- und erbge- 
se88ene8 Ge8chlecht, de88en Letzter Joh. Daniel v. A. das 
Out Pohiebel im Ra8tenbur!!"i8ehen im J. 1800 besas8. 
Schild: Ein hinter einer r. ZinnenmBuer in dem 
oberen w. Feld hervorwach8ender g. Löwe I der einen g. 
Ring in der Pranke hält. 
Helm: gekr.; der Löwe wachsend. 
Decken: 1'. u. w. 


Arellswald, (Taf. 1.) 
Die8 im Sach8en - Weimar8chen und Hannöversohen 
noch blühende Ge8chlecht erlo.8ch in 8einer Preus8. Haupt-
		

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			4 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


linie nach einer fast dreihundertjihrigen Rlüthe (auf fast 
ebt>n80 lange con8ervirten I:!tammgütern im Rastenburgi- 
schen) und nach ziemlicher AU8breitun
 mit dcm PreuslI. 
Capitain JohallD Dietrich v. A. auf Oablauken am 19. 
Febr. 1750. 
Schild: B. mit w. mit 8 r. Rosen belegter Sellräg- 
recht8balken. 
He Im: Offener b. (aueh #) Flug, des8en linker Flügel 
mit einem 8chrä
rp(1htpn, der rechte mit einem sehräglinken 
l:ichrigbalken mit Rosen belegt ist. 
Decken: B u. w. 


Auerocht;!, (Taf. 1.) 
Ein aus }'ranken und dem Hennebergi8chen stam- 
mende8 in 8einer Heimath auf Oepf,'rshausen (im Amt Salza 
im Hennebergi8chen, nieht Langen8alza I) J ahrhllnderte 
lang und bis zu 8einem Erlöpchen mit dem Oeneral Oecrge 
Friedrich v. A. (t 31. Oetouer 1731) begüterte8 ritter- 
liches Oe8chlecht, von IIpm ein Mit
lied Titz A. flieh in 
der 2. Hälftl:> de8 15. J..hrh. in Preu880n im Labiuullchen 
niederliess auf IIhlttlid.len Oütprn, die 8eint> Erbtoehter dem 
Trencbchen Gellchlecht zubrachte, das eine8 davon noch 
jetzt besitzt. 
Schild: Auf W. schreitender # Auerochs mit w. 
Riemen um den Leib. 
Helm: Kopf und Hals den Auerochsen. 
Decken: # u. w. 
Anm.: Die fränkisehe Linie führte ein etwa8 abwei- 
chende8 Wappen, be80nder8 wa8 die Helmzier anbelangt. 
Ein Siegel Titzens A. v. J.1487 zeigt da8 WapIJen 80 wie 
angegeben, nur den Och8en etwa8 aufspringend, die hand- 
8chriftl. herald. u. geUl.al. Werke über den PreU88. Adel 
geben aber übereinptimmend den Ochsen 8tet8 8chrcitend 
und in ganzer Figur eben80 auf dem Helme an. 


OUkolek T. AUj;ezd, (Taf. 1.) 
Altböhmi8cbe8, muthmasslich den v. Kaunitz 8tamm- 
Terwandte8 Oeschlecht , von dom ein Zweig sich mit dem 
Churbrand. M8jor Han8 Wilhelm O. v. A. aU8 HrzoRowen 
in Preu88en um 1630 ansäs8ig machte, aber 8chon mit 
seinen Söhnen wieder erlosch. 
Sc h il d: Auf R. 2 auf langen gegeneinander geboge- 
nen unten gekreuzten Stielen sitzende w. Seeblätter. . 
Hel m: gekr.; die Schildfigur auf einem r. Adlerflilgel. 
Decken: R. u. w. 


A.ulac>k, Aulock, (Taf. 1.) 
Zwar in ihrem Stammlande Schle8ien noch gegen- 
wärtig blUhend, aber in den Preu88i8chen zu Anfange des 
lli. Jahrh. 8chon 8ich zeigenden, be80nders in den Haupt- 
ämtern Bartenstein, Brandenburg u. Angerburg auf Loyden, 
Milgen u. Rosin8ko an8äs8igen Zweigen am 9. Decbr. 1763 
mit dem Preu8s. Oberstlieutenant a. IJ. u. Oberforstmei8ter 
zu Colbitz Ludwig v. A. erl08chen. 
I:!child: Auf B. ein # schreitender Auerochs. 
Helm: Der Och8e wach8end. 
Decken: B. u. #. 
An m.: So nach Siebmacher I. 58; handschrift\. heral- 
dische u. genealogi8che Werke über den Preus8. Adel 
geben im Schilde den Ochsen mit einem Ourt um den Leib 
und ihn auch auf dem Helme in ganzer Figur sohreitend, 
womit auch 8iegelabdrüoke dl'r Preus8. Linie von lli4t1 u. 
1566, auch ein neuerer Abdruck der I:!chle8. Linie überein- 
stimmt. 


AUMtke, (Tar. 1.) 
Vermuthlich alteingeborne8 Oeschlecht Preussen8, seit 
Anfang de8 11'1. Jahrh. urkundlich nachwei8bar und von 


da ab bis zu seinem \bald nach 1650 mit Oeorge T. A. 
erfolgtem Erlöschen auf Windkeim im Ra8tenburgi8chen 
geses8 r n. 
Schild: Auf W. ein r. an jeder Seite mit einem 
herabhängenden Lindenblatt ver8ehener r. 8tumpf abgehaue- 
ner sehräglink8 gclegter ßaum8tamm. 
Helm: Zwei r. wie Kreb88cheeren ge8taltete dürre 
AeRte, unten 8picz zU8ammenge8etzt. 
Decken: r. n. w. 


A.xt, (Taf. 2.) 
Schle8i8che mit dem bekannten Dr. med. Basiliu8 A. 
nach Preus8en gezogene Adelsfamilie, die hier in den 
Aemtern Bolga u. Pr. Mark klcine OUter hatte und mit 
de8 Oenannten Enkeln zu Anfange de8 17. J ahrh. wieder 
erlosch. 
Sc h i I d : Von # u. W. quergetheilt, oben 2 in8 An- 
dreaskreuz ge8eh:te w. Aexte mit g. Stielen, unten ein 
qUt'rgelegter # oben zwei- unten einmal 8tumpf gea8teter 
Baumstamm. 
Helm: Die beiden Aexte. 
Decken: # u. w. 


ßähr, (Taf. 2.) 
Die Abkunft des Lieutenant L. Drag.-Reg. Pomeiske 
Carl Friedrich Wilhelm v. B., der zu Ende dcs vorigen 
Jahrhundert8 die Oüter Bündtken, Oergehnen u. Nehmen 
in Ostpreu8sen be8as8, i8t nicht bekannt; Nachkommen 
gleichfa1l8 nicht. Er bediente 8ich folgenden Wappen8: 
Sohild: O. mit # aufgerichtetem Bären mit w. 
Hai "band... 
Hel m: Der Bär wach8end inmittt'll eine8 offenen g. 
}'lug-es. 
Decken: :j:;: u., g. 
ßakker, (Taf. 2.) 
Unbekannten Ur8prungs, ang,'blich aus Livland; in 
We8tpreuR8en seit c. 1660 begütert, aber bald nach 1740 
mit dem Poln. Lieutenant Alex. Friedrich v. B. auf Oott- 
8chalk8dorf, Klölzen, Botzendorf und 'l'hymau Erb und 
Pfand gese88en wieder erloschen. 
Schild: R. mit w. 8chrägrechten Wellenbalken. 
Helm: W. linksgekehrte Taube mit erhobenem ge- 
schl088enen Fluge. 
Decken: R. u. w. 


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ßalblMkl, (Taf. 2.) 
Altpre\lfiRisI'he8, IJoloni8irte8 8eit Endc des 15. 
Jahrh. bekanntes, be80nders im Marienwerderschen 
beglit£'rtes, anscheinend mit den 8öhnen de8 1609 lpben- 
den Murienbur
ischen Landrichter8 Oeorge v. B. auf Jegel 
und 'folkwitz erlo8chene8 Oe8chlecht. 
Sc h i 1 d: Auf O. ein dreithürmiges # Ca8tell, vor 
dem unten ein r. 8chreit£'nder Löwe. 
Helm: Kopf u. Hals de8 r. Löwen. 
Decken: # u. g. 
Haltz, (Taf. 2.) 
Ein uralte8 eingeborne8 ritterliche8 Oe8chlecht, das 
zuer8t mit Hermllnn v. d. ß. auf Bultz im Morullgi8chen 
urkundlich erscheillt und Rchon um die Milte de8 15. Jahr- 
hunderts zahlreich un Mitgliedern war. 1<:8 war aber 
8päterhin besonder8 aU8gebreitet und ausschliesslich 
nur im Morungi8chen u. Osterodi8chen be
ütert, wo auch 
der Letzte 8eine8 Stammes, Christoph v. d. B. noch 18li7 
lebte. Hauptgüter: Baltz, Ziegenberg, Wargelitten. 
Schild: Auf B. ein w. link8hin 8prengendes # ge- 
sattelte8 u. ge.zöumtes R088. 


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Al180ES'fORHENBR PREUSSISCHER ADEL. 


Hel m: Pfaucn8chweif zwi8chen 2 nach Innen sichel- 
artig gebogE'nen, Ton W. u. R. übcr EI'k getheilten 
Hörnern. 
Decken: b. u. w. 
Anm.: Vorliegende Siegel haben al8 Helmzier auch 
statt der Hörner 2 w. wach8ende nach Aus8E'n gekehrte 
Rosse. 


IIRllkau, (Tar. 2.) 
Ein eingebornes Westpreu8sische8 Oe8chlecht, das 
wohl ohne Zwcifel mit den vielleicht noch blühenden v. 
N08tiz-B
kowski und v. Nostiz-J
kowski (die aber mit den 
8chlesi8chen v. Nostiz nicht8 zu 8chaffen haben) und den 
Pommerischen v. Janitz zU8ammcnhängt. Sio kommen 
urkundlich in der er8ten Hälfte de8 15. JallTh. im Dan- 
zig'schen, Dirschau8chen und Schwetziscbon vor, 80 Ritter 
Heinrich \'. B. 1412, Jenichen v. ß. 1440 und Hon8 T. B. 
äuf Bankau 1450. 
Schild: B. mit auf8prinll'E'ndem nntul"farbenem Luch8. 
Helm: 3 w. Lilien Buf II'r. I5tengeln. 
Decken: b. n. w. 


BarMt'hwitz, HerMt'h11"ifz, HarlilOwitz, (Taf.2.) 
W'ahrscheinlich ungal;8chen Ur8pnlDgs und mit Frei- 
berrlichem Prädicate genannt. Dcr ungarische Cunzler 
JIIartin Fl'hr Y. n. machte 8ich gegl'n Ende des 16. Jahrh. 
auf den Ll'istenaui8chen 0 ütern in 'Vestpreu88en ansäS8ig 
und hinterlie8s u. A. einen Sohn J ohunD, dessen Wittwe 
Dorothea, geb. 'V. Kozyski, die Oütcr um 1650 verkaufte. 
}fit ihm 8tarb die l<'amilie in Pl'BUSsen aus. 
Schild: Quadrirt: 1 u. 4 ein hinter einem Dreihügel 
hervorwachsender Steinbock, 2 u. B cin AdICl'. 
Den Sohild deckt eine gr088e adelige Krone. 



 


Hartel8dorf, (Taf. 2.) 
Eillgebomes Preu8sische8 Oe8chlecht, das den Y. d. 
Wickcrau-Krockow, Kinwanen u, a. 8tammverwandt ist, 
schon im 1.. Jahrb. urkundlich auftritt und anfänglich im 
Deutscb-J<:ylau'l!chen, zuletzt in MasRuren all8ässig war. 
Von drei Urüdern starb der Jüng8te, der l'reu88. Lieute- 
!lant a. D. Jakob ;Ludwig v. B., Erbh. auf Kamionken, 
1m J. 1764 0.18 ultImus genti8. 
Sc h il d : Von B. u. R. gespalten, mit # auf 2 g., 
# befiederten V ogelfü88l'n l'lhendem g.-be8chlagenem Jagd- 
oder Trinkhorn. ' 
Helm: 2 dergleichen Hörner (ohne die l<'ü88e) :auf- 
gerichtet und mit den Ocffnnngen nach aUS8en gekehrt. 
Decken: r. u. b. 


JlaY8eJl, (Taf. 2;) 
Die bisherigen Unter8uehungen (s. Neue PreU8S. Prov.- 
BlAtter 1853. I. 97 ff.) haben e8 mit ziemlicher Oewis8heit 
ergeben, da88 da8 auf dem gleichnamig'en Out im Erm- 
lande schon zu Anfang des 14. Jahrh. udc.undJich nach- 
wei8sbare Adelsgescblecht in PreU88en selbst seine Wiege 
hatte. Da8 15. Jahrh. war da8 seines höch8ten Olanzes, 
durch seine 80hr ansehnlichen Orundbe8itze in verschie- 
denen Theilcn Preu8sens 80wohl, als durch die :Macht- 
stellung: welche Han8 v. B., der eifrig8te Förderer de8 
Preu8s. Bunde8 und nach dem Abfall de88elben vom Orden 
Oubernator der Lande Preu880n mit 8einem Bruder Stibor 
einnabm. Um die Mitte des 16. Jahrh. begann der Ver- 
faU der Familie deren Mitgliederzahl 8ich Hehr veringerte. 
Damal8 8tarb 8chon die im Orden8lande zurückgebliebene 
Linie (im Uarten8tcinischen) aU8; der im Ermlande und 
be80nders im polni8chen 'I'heilc Preus8en8, hier auch mit 
dem Namen Baysen-Baz)'Dski blühende Hauptzweig im 
l'l. Jahrh. 
"fL .. 



 


Schild: W. mit r., an einer g. NU8H Ilagendem 
Eiehhorn. 
Hel m: Da8 :Eichhorn. 
Del'ken: R. u. w. 


Hehren, (Taf. 2.) 
Ein ursprünglich dem Hooh8tifte Mersebul'g ('ntsproe- 
Rene8, in seiner zuletzt auf Zöbigker se8shaften Htamm- 
linie in der 2. Hälfte de8 18. Jahrh. erloschene8 AdelIIge- 
schlecht, von dem sich eine Linie zu Ende de
 16. Jahrh. 
in Ostpreu88en mit don Gebrüdern Hcinrich und Bernhard 
v. ß. auf Schönwie8e und Sirmlauken in Pr. Eylau'8ehen 
ansä8sig machte. Sie starb aber 8ehon mit dt'1Il noch 
1655 lebenden Ern8t Heinrich v. B. auf Schönwiese und 
Tappelkeim aU8. 
S chi I d: Von B. u. O. gespalten mit 2 aufgerit1hteten 
Schlüs8eln in verwechselten Tinkturen. 
H cl m: Die beidcn Schlü88el, aber g. 
Decken: b. u. g. 


Hehrenrelter,'U..lart>nreU, ".II.-PrziemMkl, 
(Taf. 2.) 
Ein zum Wappen8tamm Rawicz gehöliges Polni8chee 
Adel8ge8chlecht, de88en cigentIil
ht'r polni8cher Name .durch 
den von 8einem Wappen genommenen deutschen fast ganz 
verdrängt ward. Es kommt 8chon zu Ende des 15. 
Jahrh. in Preussen, späteI' be80nders im Lieb8tädtischen 
und nahe dabei vor. Der Letzte de88elben lebte 1680 
TCrmiihlt mit eineI' geb. v. Lehwald 8. d. H. Ottlau. 
8 c h ild: U. mit # Biiren, auf dcm eine gekr. b. 
gekl. Frauen8person, dic Hände erhebend, qner nach vorn 
8itzend reitet. 
Hel m: gekr.; der Bär wach8end, in der rechten 
Pl'anke eine r. R08e haltend zwiseben 2 g. Hirsch8tangen. 
Deckcn: # u. g. 


8c.'III('u,0, (Tat: 2.) 
Ein, wie der Name anzl'igt, We8tphäli8ches oder Nie- 
dcrländi8che8 Oe8chltJcht, aus dem dcr Churbrand. Oberst 
und Commandant von Fl'iedeberg Oerhard v. B., später 
Chef eine8 Inf.-Regimcnts, Güter im Fi8chhau8i8chen Amt 
erwarb. ?tlit 8einem Sohne Jobann Hcinrich v. B., der 
1681 in Churbrand. Militärdien8ten 8tand, starb die8e 
Linie wieder aus. 
Schild: Oe8palten, vom balber an dio Tbeilungs- 
linie anlehnender Adlcr, hinten qnprgcthcilt, obon Siege.- 
lamm mit Fahne, unten 3 Sterne 2. 1. 
Helm: Mohrenrumpf mit ::\tirnbinde. 
Decken: 


IIP 


BereJltMen, Berenf
, (Taf. 3.) 
Preu8s. Adel8tand. Tom 5. Aug. 1669 für den Chur- 
brand. Ober8tlieutenant Johann B., der da8 Diplom auch 
auf 8eine beiden Brüder uuszudehnen bat. Die Familie 
8tammt aU8 Preu88en oder war in Preus8cn ansils8ig und 
ist längst erl08ohen. 
Schild: W. mit :1; gekr. aufgerichteten Biren. 
Helm: gekr.; inmitten eines offenen # Adlerßuges. 
2. 3. 2. g. ::\terne. 
Deoken: # u. g. 


Berfelde, (Tal. 3.) 
Ein tapferer Söldnerfübrer im Hilfsheere de8 D. OrdeDl 
in Preu88en, Friedrich v. B., aquirirte nach Beendigung 
des Bundeskrieges (1466) die Oüter Röder8dorf, Schönrade 
und Carben in 08tpreu8sen. Er lebtc noch 1481 und hin- 
terliel8 nur eine 'fochter, die die Oüter der Familie T. 
2
		

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			8 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Parck zubrachte. Der Obige war ein Spro!l8 dC8 noch 
blühenden Oeschlf'cht8, da8 aU8 der Neumark 8tammt. 
Schild: Von W. u. B. gespalten, in jedeOl Tbeil ein 
Stern mit verwechselter Tinktur. 
Helm: Einen w., oben mit # Hahnenfedern besteck- 
teIl Spickel ein8cblieRRend ein b. und ein w. Dülfelhorn, 
an deren Mündung oben je drei Sb-me übereinander mit 
verwech8elten Tinkturen 8chweben. 
Decken: b. u. w. 


Ht'rKt'r. Her
e, (Taf. 8.) 
Eine in den Hauptiimtern An!\,erburg und Barthf'n 
seit c. l!i{0 ansiis8ilte Linie de8 bekannten Schlesischen 
altadeligen Oe8chlechts v. :Berge odcr v. B. und Herren- 
dorf (von dem andcre Zwei go im vori
en Jahrh. vorüber- 
gehend in Preu88en bcgütert waren) führtc gemeinhin den 
Namen T. Berger und erlo8ch U1l1 die Mitte de8 vorigen 
Jahrh. mit Han8 Friedrich v. B. a. d. h. Gr. Rosin8ko, 
der !!eit 1786 Fähnrich beim Tnf.-Regiment Holstpin war. 
Schild: Von W. u. B. quergetheilt, oben ein wach- 
sender r. Steinbock. 
Helm: 2 w. aufgeriobtete lind halb 8ich deckende, 
nebeneinandergeBtt'Ute Mühl8teine, oben mit Pfauenfedel'll 
b8lteckt. 
Deoken: r. u. w. 


Herwaldt', (Taf. 3.) 
Der Markgrafschaft Meis8en entstammtes, nach Pl'eu88en 
durch den 13jähri!\,en Bunde8krieg vl'rpflanzh's Ritterge- 
schlecht, das im Bartensteinisphf'n ansehnliche Oüter hatte, 
von denen Kraftshagen dUl'ch dic Erhtochter de8 Letzten 
der Preuss. Linie, de8 1589 ver8tul'hf'nl'n Sigmund v. B., an 
die v. Canitz kam. 
I3child: W. mit # 8iti:l'1lI1pn Hären. 
Helm: Der Bär wie vor. 
Decken: # u. w. 


Bescht'ft'r, 1It't'hefer. (Taf. 3.) 
Preul'ls. Adel8tand vom 18. Jall. 170
 für Jakob B. 
aus Vitry, Preuss. Ober8tlieutenant zuletzt Of'nerallieu- 
tenant, Chef eines Inf.-Regiment8, Commandant zu Magde- 
burg, Amtshauptmann zu Bee8kow und Storkow, Ritter 
des !!chwarzen Adlororden8, der in Preu88en die Nahm- 
gei!!ti!!chen (in Pommern die Wuslleken8chen) Güter be8a8!! 
und 1731 8tarb. Da8 Oeschlecht erlo8ch im J. 1769 mit 
Carl Wilhelm v. B., Premierlieutcnant beim lnf.-Rcgiment 
von Bülow. 
Schild: W. mit r. Sparren, oben von zwei r. Adlern, 
unten Ton einer r. ROlle begleitet. 
Helm: 3 Strau88fedem w. r. w. 
Decken: R. u. w. 


Betseh, (Taf. 3.) 
Altadelige8 Oe8chlecht unbekannten Ur8prung8, das 
sich scbon zu Ende des 14. Jahrh. nls ansäs8ig in Preu88en 
auf Sil8keim im Barthcnschen nachwei8en lä88t. Die8es 
Out behieU es bi8 zu 8einem Erlö80hen, da8 zu Ende des 
11. Jahrh. erfolgte. Der Letzte war Andrea8 Dietrich 
v. B. auf Sil8keim und Döring8 1683, der nur Töchter 
hatte, zu denen wohl Catharina Dorothea v. B. gehörte, 
1691 Conventualin im Marienkl08ter zu König8berg. 
Schild: B. mit w. Kammrade, dall 8ich über dem 
Helm wiederholt. 
Decken: b. u. w. 
Anm.: Zwar gil'bt Siebm. I. 62 das Wappen eines 
8chle.i8chen Oe8chlechts T. B. ganz wie vor, nur mit 
anderer Schildfarbe, aber es liegen Beweise vor, da88 das 
Preu8s. Oe!!chlecht in Schle8len nicht seine Heimath hatte: 


Vielleicbt wurde I'Ipätl'r da8 Wappen der Schlesillehen 
Familie I1n
enommen, um cine I:!tnmme8glcichheit zu docu- 
mentiren, wie dergleichen l'Ionlt auch gesehah. 


ßeyersdorf, (Taf. 8.) 
Ein uraltl's Säch8ischeR Adl'lsge8chlecht. i!as im Chur- 
heise und Meis!\en hmgl' bliihte, im 13. Jalu'h. zuerst ur- 
kundlioh auftritt und im 17. erlosch. Roitzscb bei Bitter- 
felU war lanKe 8ein Hnupt8itz. Ein 
fitglied gewann um 
1570 in 08tpreussen Oüter im Hauptamt Angerburg, doch 
IItarb dieBe Linie bahJ darauf wiNler aUB. 
Schild: Gespalten, vorn Ruf W. ein # an die Thei- 
IU1Jgslinie sich anlehnemh'r hulber Adh'r, hinten von R. 
u. W. 8-9mal schrägrecht8 gcstrcift. 
Helm: Ein Busch # recht8 und link8hin gebogener 
Hahnf'nfedern. 
Decken: R. u. w. 


Hinhaeho'\nlki. ('raf. 3.) 
Vornehme8 polni8!'hps, im 16. u. 17. Johl'h. in West- 
preu88en be
ütertcs Geschlt'cht, das namentli{,h die Güter 
N"1\IIeck, Schillingsdorf nnd Krix('n besost!. 
Schild: B. mit w. 8ufwiirtl! gekchrtem Hufeisen, 
zwisl'hen dC88en Stollen ein w. Kreuz 8chwebt. 
He Im: J1;f'kr.; drei Strau
sfedern, eine w. zwi8chen 
zwei b. 
Decken: b. n. w. 


IUnloblo..ki, (Taf. 8.) 
Eine altpolni8che, im Or088h. P08en zwar noch blüh- 
ende, in PreU8sen aber, wo flie zuer8t 1541 mit Andreas 
v. B. auftritt und dann im 17. u.18. Jahl"h. im Culmi8cheD 
und Osterodi8chen an8ä8sig war, läng8t erloschene Fami- 
lie. Sie gehört zum Wappenstamm Ogonczyk. Der Letzte 
in Preu88en i8t Ignaz v. B. 1754 auf Czerlin und Klein 
Nappern. 
S ch i 1 d: R. mit w. auf w. halbem Ringe 8tehendem 
Pfeilei8en. 
Helm: gekr.; 2 r. gekleidete Arme den w. halben 
Ring haltend. 
Decken: r. u. w. 


-, 


ßiebersteill, (Taf. 8.) 
Des noch8tehcnden Wappen8 bedienen sich mehrere 
im 16. und 17. Jllhrh. besonders in We8tpreu8sen ansässige 
altadelige Geschlechter v. B., die noch besondere Neben- 
namen führten, z. B. Ka8imir8ki v. B. Jctzt sind 8ie läng8t 
erloAchen. B8 gleicht übrigcns ganz dcm, welches die 
Edelherren T. ß. in der Niederlausitz auf:Bee8kow, Fried- 
land u. 8. w. führten. 
Schild: G. mit r. Hir8chhorn. 
Helm: gekr.; das Hirschhorn. 
Decken: r. u. g. 


Blebersteln-PUt'howski, (Taf. 3.) 
Altpolni8ches Ad,'lsgeschlecht, von dem eine Linie 
8chon zu Ende des 16. Jahrh. in We8tpreu88en, wo ihnen 
nachher Oüter zu Warzel, Bonten und Kl. Trommenau 
gehörtcn, blühte uni! al8 deren Letzter Abraham Otto v. 
B.-P. erscheint, der 1745 als Prpus8. Lientellant bei Sorr 
blieb. Ein anderer Zweig Wal" in Ostpreus8en begütert, 
namentlich auf Czatzkowen und Pohiebf'18, wo dpr Capitiin 
Ludw. Wilhelm v. B. 1780 lebte, ein dritter ebendaselbt 
zu Czerlin und KI. Nappern. . 
Schild: Von # u. w. ge8palten, vom ein w. Hir8ch- 
horn, hinten ein :tI: Elephantenrü88el (Bülfelhom). 
Reim: 
 Strau88federn, abwech8elnd w. u. # 
Decken: :# u. w.
		

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			AUSGESTORBENER PREUSSIHCHER ADEL. 


Bleberlilteln -Orzochowski, auch Freiherrn, 
(Taf. 8.) 


Von die8em altpoln i
chen Adel8geschlecht (.rwarb Paul 
O. Frhr. ... B. die Giiter LeistemlU und Kobelkau in 
We8tpreu88en, die er 1663 besa8B. Seine Nachkommen8chaft 
iMt längst erl08chen. 
Schild: Quadrirt mit w. Mitt.ehiohild, worin ein r. 
beider8eit8 dreimal geRsteter Bchriigrechts licgendl.r Baum- 
IItamm. 1. von R. u. W. ge8plllten, vorn mit einem Hir8ch- 
horn, hinten mit einem }<
lephantenrüB8c1 in verwechselten 
Tinkturen (Wappen: Rogula). 2. r. mit w. unten ZU8ammen- 
ge8chlungener Feldbinde (Wappen: Nalencz). 3. # mit g. 
!ichwebendem Krpuz. 4. b. mit r. gekr. w. schrilgreehts 
mehrmal8 umwundener 8ällle. 
Hel m: gekr. j die Figuren de8 er8ten Feldes. 
Decken: r. u. w. 


Biesellrodf, (Taf. 4.) 
Die Blüthe der Preus8. Linie die8es alt811ch8i8chen, 
besonrler8 im Weissenfel8ischen auf Schkortleben ansä88igen 
Ge8chlecht8 war nur eine kurze. Sie erlosch mit dem Sohn 
ihres Stifters, de8 Oberburggrafen de8 Herzogth. Preu88en 
Hansens v. B., der mehrere Güter in Preu88en bella8s und 
1529 8blrb. 
Schild: Auf #- ein brauner (auch wohl richtigerw.) 
Mtumpfgea8teter, oben mit 2, unten mit 1 Blatt ver8ehener, 
IIchrägrecht8 gelegter Baumstamm. 
Helm: Drei # Binsenkolben auf gr. beblötterten 
8tengeln. 
Decken: # u. w. 


.. 


Hh'lin
ki, (Taf. 4.) 
Altpolnisches Tornehme8 zum Wappen8tamm Jun08za 
(doch mit etwas veriindcrtem Helmlichmuok) gebörige8, 
anfiinglich iu Westpreus8cn, dann aueb in den angren- 
7.enden Tbeilcn Ostpreussen8 ßU8ä88ige8, hier im 15. Jahl'h. 
7.uerst nachwei8bare8, in der 2. Hiilfte de8 17. Jahrh. er- 
108ehene8 Oe8chlecht. 
Schild: R. mit w. auf8pringendem Widder mit g. 
Hörnern. 
Helm: gekr.; der Widder waoh8end. 
Deoken: r. u. w. 


Hirt"klualm, (Tar. 4.) 
Ein zwar lInbegütert noch in wenigen Spros8en fern 
von seiner Heimath l'reus8en lebendes, hier 8eit Ende de8 
15, Jahrh. an8ä88iges, früher äus8er8t zahlreiche8 und in 
sehr vielen Linien ausgebreitete8 GeRchlecht, von unbe- 
kanntem Ursprunge. Die Begüterung fast aus8chlic88lich 
in den 8üdlichen 'fheilen Ostpreu88en8. 
Schild: W. mit # Birckhahn mit r. Kamm und 
Bart. 
Hel m: Kopf und Hals de8 Birekhahns. 
Decken: :j:j: u. w. 



 


Blrt"kholz, (Taf. 4.) 
Alte8 Neumärkische8 Adel8ge8chlecht, bercits erlo- 
lichen und in einer Linie (mit d"m Churbrand. Stallmei8ter 
und Hof junker Wolf Joachim v. B.) 1619 auch in Preu88en 
auf Pachutken im Riesenbllrgischcn an8ä88iges Ge8chlecht. 
Diese Linie erl08ch beld wieder. 
Schild: G. mit 3 w. Mützen mitr.Auf8chläge
2. 1. 
Helm: O.-gekl. bärtiger Manne8rumpf 8eitwärts ge- 
wendet mit einer der Mützen auf dem Haupte. 
Decken: r. u. w. 


'I.. 


"f 


Biroll, (Tat. 4.) 
Dies in einem Zweige auf den Curliindischen Herzog8- 
thron gelangte Oe8chlecht von noch nicht genü
end auf- 
geklärtem Urprunge maehte 8ich in der POl'son de8 k. Pol- 
ni8chen und Curfür8t. 8iichsi8chen Oeneral8 Otto Friedrich 
v. B. (t 1726., in Preussen an8ässig, doch erloseh dies\" 
Linie schon mit 8einen beiden Söhncn wieder. 
Schil d: Auf W. ein auf r. mit gr. Blatt ver8ehenem 
Baum8tumpf sitzender 1+ rück8chaucnder Vogel, der einen 
Eichelzweig im tlchnabel hält. 
H Alm: Der Vogel (ohne den Zweig) zwischen zwei 
lyraförmil( gebogenen grünen Ranken mit Eicheln. 
j)ccken: r. u. w. 


ßIOllekell, (Taf. 4.) 
Alteingpborne8 Ge8chlecht dC8 Hocb8tifts Ml'r8eburg, 
auch in Meis8pn vorkommend. In 8eincr Hpimath 8eheint 
e8 er8t im Anfllnge de8 vorigen Jahrh. t'rl08chcn 7.11 sein. 
Dietrich v. B., Kämmerer zu Caporn und dann zu 'V argen 
in Pl'eU8Sen (t 1550) hinterliess einen Sohn }'riedrieh v. 
B., der im l<'i8chha1l8isclll'n ein Gütchen hatte und al8 
Letzter der Preuss. Linie noch 1587 lebte. 
Schild: Auf B. einc aU8 dem linken Schildrande 
hervorf;tehende g. Feuerflamme , über der 2 und unter der 
1 w. Lilie. 
Helm: 2 b. Biift'elhörner, jedes oben mit einer g. 
Lilie be8teckt. 
Decken: b. u. w. 


Blo('k, (Tat 4.) 
Von unbekanntem Ur8prung und Heimath. In PreU88f'1l 
machte 8ich um 1660 und in den folgenden Zeiten der 
1658 al8 OberBtlieutenant beim Churbrand. Drag.-Regimt. 
stehende Abraham v. B. auf ver8chiedenen Oütern ansä88ig, 
die er thcils eigenthümlieh erwlu'b, theil8 in Pacht nahm, 
Heinrichau, KI. Rcdd('n, Münsterberg. Scine Nachkom- 
men blühten bi8 um die Mitte des yorigen Jahrh. in Preussen. 
Zu ihnen gt'hörte der Chursiich.ische Oberst Oottfried v. 
B. 1761 und der Preu8s. Fähnrich Wilh. Oottfried v' B. 
auf llaltz und Lichteinen t 1748, der letzte in Preu88en 
Begüterte von der Familie j al8 deren jÜngste8 Mitglied 
Johanna Carolina I.udowika v. Sehl8trang, geb. v. B., 1788 
er8cheint. Oanz unberechtigt i8t im v. Ledebur'schen 
Adelslex. I. S. 71 im ersten Artikel Block, die obige Fa- 
milie mit ganz fremden Stämmen vermischt. DlIs nach. 
stehende Wappen führte die Familie nach einem vorliegen- 
den Sipgel ihre8 Preu88. Ahnherrn de8 Ober8tlieutenanta 
Abrah..m v. B- 
Sc h i I d: 8 Würfel 2. 1 gesteHt. 
Hel m: Wachsend('8 Frauenbild. 
Decken: 


Blumellall, (1'af. 4.) 
Einem bekannten Rüddeut8chen Ge8chlechte gehörte 
der Dietrich v. B. an, dor bis 1524 Pfleger lJ. O. 7.U Lyk, 
eine kurze Zcit auch P{andherr der Stadt Pa88enheim war 
und noch 1542 lebte, als 8ein Vetter Oeorge v. B. in Preu8S. 
Hofdien8ten 8tand. Hierher wird auch Dietrich v. B., 
Burggraf zu Mehlsack 1530 
ehören. Dagegen war der 
in l'n';I8sen 8tehende Major und Chef einer Jnvaliden-Comp. 
Karl I"riedrich v. B. (t 1805) von anderer Herkunft, wie 
Rein Wappen aU8weil!t. Sein Stamm ist nicht fortgepflanzt 
worden. 
Schild: B. mit w. auf8pringendem Hirsch, oben in 
den Schildecken 2. g. Lilien. 
He Im: Der Hineh wachsend. 
Decken: b. u. yr.
		

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			8 


AUSOJ!:STORHI
NER PREUSSISCHER ADJ!:I,. 


BlumMtf"ln, (Tal. 4.) 
Die8 Oeschlecht, dR8 auch den Beinamen von Kwiat- 
kowzki theilwei8e führte, i8t von unbckanntem Ursprunge 
(au8 Polen oder Preu88en) und war im 17. 11. 18. Jahrh. 
zwar 8tark aU8gebreitet, aber IItots in dürftigen Verhält- 
Bi8sen. Sein Ahnherr Valentin v. B. lebte 1490. Eil 
wohnte aU8schlielllllieh in Mas8urün und war noch zu An- 
fange diese8 Jahrb. in Preu8s('n fa8t ganz olme Orund- 
be8itz vorbanden. 
Sc h i I d: W. mit gr. linkshinau8gebogener Maiblumen- 
staude, die an gr. Stengeln [) überoinander8tehende w. Mai. 
blum('n hat. 
Hel m: Die Schildfigur wiederholt. 
Decken: gr. u. w. 


Rod.sell, (Taf. ..) 
Ein uralte8 eingeborues ritterlichcs OeKchleeht, das 
Torniimlich im RaRtenburgischen seine Hauptgüter (Colnll'n 
und 
eeligenfeld holte) und mit Hans v. B. zu Ende d08 
14. Jahrh. urkundlich auftritt. Der Lotzte 8eines :Stam- 
me8, HildcbrRnd v. ll. auf Colmen und Sporwitten, lebte 
noch 163[,. 
Schild: Im :j::j: Felde ein r., ein g. und ein gr. Quer- 
balken, darüber 3 g. Lilien nebeneinander. 
Helm: Zwei mit den Balken des Schildes belegte 
:j::j: Büffehörncr über einem w. Dreihügel, der mit 3 Hosen 
einer r., einer g. und einer gr. bezeichnet i8t. 
Decken: # r. u. g. 


Ro('k, 11. 11. Pok('ziwlli('ki, (TRf. 4.) 
J!:in Polnisches, ur8prünglil
h d('n letzteren Namen tlih- 
rende8, 8eit Ende de8 17. J ahrh. in MaBuren angeBopsenes 
wenig aU8gebreitetes Oeschlecht , dall dem Preu88. Hcere 
mf'hrere behr tapfere Offiziere gcgeb.-n bot. J!:iucm der- 
Rclben 8011 das Gellchlecht den deutlichen Namen, deu K. 
Friedrieb 11. deli nach seinem Namen lI"efragtcn Offizier 
beigelegt habf', zu verdanken haben. 
Schi ld: Auf B. ein w. mit g. Kreuz be
tecktes Huf- 
ei8en, worauf ein Rabe mit g. Ring im 8c1mabel. 
Hel J\\: gekr.; der Rabf!. 
Decken: b. u. w. 


Hodek, (Tar. 4.) 
Die8 aU8 der Oegend von Frankfurt a. M. 8tammende 
Geschlecht machte 8ich mit Johann v. B., der 1637 Oüter im 
Hauptamt Pr. Holland kaufte, iu Preus8en an8äs8ig und starb 
am 27. Aug. 1829 mit dem LieutenRnt a. D. Albrecht Hein- 
rich Christoph Hans v. ß. auf .Marwitz, Hir8ehfeld, Gottes- 
walde und Neu Mün8terberg im Mann88tamme aUI!. 
Schild: Quadrirt: 1 u. 4 b. mit g. gemeinem Kreuze, 
2 u. 3 g. mit r. Löwen, der seinen S,'hweif übel' sich in 
den Racben hineingeschlagen hat. 
Helm: Der Löwe inmitten eine8 von U. u. B. über 
J!:ck getheilten Flul\'e8. 
Decken: J,ink8: b. u. g. 
Rechts: r. u. g. 


Homb('('k I., (Tat. 1'>.) 
Ein eingebornes Preuß8. OeRchlecht, das 8ich urkund- 
lich zu Anfange des 15. Jahrh. zeigt, im 17. Jabrh. stark 
ansgebreitet war u. 8eine Oüter hauptsächlich im Preu88. 
Oberlande zu Bchönforllt, Lichteinen und Poln. Oröben 
hatte. Als Letzter !leines Stamme8 er8cbeint Johann Oott- 
fried v. B. 1755, Preu88. Jt'älmrich im Inf.-Reg. Dohna, 
Sohn des Capitain8 Joh. Chri8toph v. ß. auf 8chönfor8t und 
der Maria BarbarQ T. Aulack a. d. H. Milgen. E8 8ind zwei 
Wappenformen bei dem Oe8chlecht gebräuchlich gewe8en. 


Schild: W. mit 4 r., zu je 2 Ilbereinandergestellten 
Rosen. 
Helm: Die Schildfigur wied.'rllOlt. 
Decken: r. u. w. 


Ho
be('k 11., (Tar. 1'>.) 
8. den vorigen Artikel. 
8child: Wie vor. 
Helm: 5 r. R08en auf gr. Stengeln rächerartig nebEill 
einander 8tehend. 
Decken: r. u. w. 


Bomuwlll, Hömeln, (Tar. 1'>.) 
Von niederländi8chem Ur8prung im Hauptamt Memel 
auf Tauerlauken, Nimmersatt und der nRch ibm benannten 
Bomel8vitte bei Memel 8eit c. 1560 ange8sen. Der J,etztt' 
8eines Stammes war Jobann Ern8t v. U., Herr der genann- 
ten Oüter 1712, Preu88. Lieutenant 1703. Da8 Oeschlecbt 
kommt auch in Danzig vor. 
S ch ild: Zwischen oben:! u. unten 1 R08e ein kleiner 
Schild mit eincr Lilie. 
Helm: Spitzt'r oder hoher Hut, oben mit einer Roilt' 
besteckt. 
Decken: ? 


BOlldeU (I<'reyherrn), (Tar. 5.) 
Die er8ton diese8 alten ange8ehenen Rerner Ge8chlechts, 
welche 8ich in Churbrand. Dienste }w
nhen , waren die 
Oebrüder Simeon Emanuel und Jobann Erhard v. B., Mit- 
glieder des gros8en Rathcs von Bern, welche nebllt ihrem 
öltern Bruder Oabl'if'l vom K. Friedrich l. von PreU!!8en 
unterm 17. April 171
 in den Freyherrn8tand erboben 
wurden. Der Letztere stift..te dip (08t-jPreusR. J,init' durch 
Erwerb der Oüter Kautern und l.inkau und war Preuss. 
Ober8t1ieutenant. Mit seinem Enkel Friedrich Albrecht 
"rhr. v. B., der 1765 Ueutenant beim Regiment T. 
lSybur
 war, erlosch dieBe Linie wieder; 8eine vor c. 
40 Jahren ge8torbene Tochter heirathete in die Familie 
v. Pöllnitz. 
Schild: Von O. u. B. quadrirt; in 1 u. 4 der # 
Preus!l. Adler mit g. Klcestengeln und g. Krone um den 
Hals, :! u. 3 mit w. Ankerkreuz (Stammwappen). 
n.-I m: a) gekr.; der Adler. . 
b) gekr.; einwärts gekehrter b. I<'liigel mil 
dem I{ reuz. 
Decken: Link8: # u. g. 
Reeht8: b. u. w. 



 


'"' 


Hraxf"ill, (Taf. 5.) 
Ein zum eingeborJlen Adel zählendes, im 15. Jahrh. 
unter obigem Namen im 80g. Oberlando (im Liebemübl- 
scben) nachwei88bare8 Ocschlecbt, da8 mit dem Neffen 
de8 1798 ver!ltorbenen Preuss. wirk\. geh. Etat8- und Kriegs- 
mini8ters Fabian Abraham v. B. auf Tharall 11. 8. w., dem 
zuerst in Preu88." 'Diensten al8 Lioutenant, dann in Eng- 
lischen als Capitain gestandenen Fabian Gottfried Wilbelm 
v. B. im J. 1814 erl08ch. 
Schild: W. mit 1=1: Birkhahn. 
Hel m: Der Birk hahn. 
Decken: :j::j: u. w 


Borkowlilki, (Taf. 1'>.) 
.t<:in Zweig der altpreU88i8chen v. Langheim auf Borken 
im Hauptamt Lyk führte den Bei-, auch wohl alleinigen 
Namen Borkow8ki im 16. und 17. Jahrh. Das Wappen 
die8er Linie ist etwas abweichend .,on dem Bonangn 
der v. L. 


...
		

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			AI, HHJ.:8'l'OlWJ<
1\ t:H P1UmSSISCHER A \)}j;L. 


Schild: Auf G. ein r. Hreif. 
Helm: a I:jtrllul!Bfpdern r. 11;. r. 
ne cken: r. u. g. 


ßorllelltl1ill, IluruUai.., ('I'uf. 5.) 
Ein eingcborlleR Hinterpommcri8ehe8 Gel!ehlecht, von 
dem I!ich 1614 der Churbrand. I.ieutenant, nachher Capi- 
tain-Lieut.pnuut Nicolau8 Joachim v. ß. in Preussen an- 
,di8sig macht.c (durcb Erwcrb des Out.eR Oblitt.cn). Mit 
Bl,inem Urenkel Oeorg Siegfried v. B., der am 12. Deebr. 
1762 al8 Preu8s. Stabs-Capitain beim Inf.-Regim. Fouqu6 
in Brel!luu 8tarb, erlosc.ll dit. l'reusB. Linie. 
Schild: 13. mit 3 auf gr. Hügel Btebenden gr. he- 
hliitterten u. g. beBaalllteu Lilil'n. 
Helm: 3 8trau88t'ed£'rn w. b. w. 
Decken: b. u. w. 


Horenu!!kl. (Tal'. 5.' 
Im Maricnwerder8chcn (bc8ondel'l! aut' Neudeck) dann 
am'h im SoldauiRchen im 16. und 17. Jahrh. ange8f'8Bene 
ßltpolni8ehe, in letzterm wieder £'rlo8chene Famili£'. 
Schild: Auf B. ein g. mit den Stollen, die ein 1\". 
Knmz einschlie88en aufwärt8 !\,pkehrte8 Hllfci8en. 
Hel m: gekr.; W. V og£'l mit ausgebreitpten J<'lü
eln 
im rechten J<'nH8, die Schildfigur haUend. 
Decken: b. u. g. 



 


Hredic'", (Tat'. CI.) 
Die8 Gel!Ullecht, 80n8t auch Haudrein g'enmlOt, kommt 
sohon im 15. Jahrh. im Be8itz 8eines Stammgutes Bre- 
dienen üetzt Brödienen) Loi Sensburg vor, 80 Berthold v. 
Ho 1460. Arnold v. R., Aruold (al. Albrecbt) v. B., 
beide uuch v. Reichenau genunnt. Der Preu88.-Liolltenant 
Oeorge W ilbelm Ern8t v. Ho auf Bredienen, geb. 171:17, t 
zwi80ben 1820 und Il:1aO,. war der Letzte 8eine8 Stamme8, 
du er Ilur eine Tochter, die Hj41:1 8tarb, hinterlie88. 
S eh i I d: Auf R. ein g. mit g. Krcuz bOBtecktel! Huf- 
eiNen, worauf ein w. Vogel mit aUl!gebreiteten Flügeln, 
einen g. R;n
 im I:jl'lmabcl, steht. 
He 1m: On;'ner Flug, der linkt, 1<'lil
el w., der 
reehtc r. 
DCI,kell: r. u. w. 


... 


IIrio.. Uarem," elC" I.ux. (Tat'. 5.) 
.Eiu altadt'lige8 Frullzll8i8chet! Oeschlecht, aUtI delJl 
CharleI! de ß. Baron dc L, in den ChUl'brand. 8taat kam, 
Militairdi..nste nahm, und 1724 (01. 1727) al8 Preu8s. 
Oenel'almujor u. Commandant der }'e8tllng Memel, auch 
Chef eine8 Invaliden-Butaillon8 8tarb. Ihm gChöl1t' Oötz- 
höfen im Hanptamt Meme!. I:jein lIruderJacqne8, Preu88. 
Obertlt, pflanzte I!eiu Oel1t'hlt'I'ht fort, da8 mit Adam Johann 
Jucob v. B., l'reu!!l!. }'iilulI'ich a. D., der 1777 aU88er 
Lunde8 ging, erlol!t,hcn i
t. 
Schild: Quadrirt mit w. Mittelschilde, worin ein w. 
,.or 8ich bin gekehrter Hirschkopf. 1. 8 g. Querbulkeu 
uuf R. 2. Auf B. 2 gekreuzte g. 8chlü8sel, über df'nen 
eine g. Lilie schwebt. 8. b. mit g. Schriigrecht8bal- 
kun, der mit S w. Löwenköpfcn bl.lf'gt illt. 4. g. mit r. 
Greifen. 
Den Schild deckt eine freyherrli,.Jw Kron,.. 
HritaJlJliC"lI, Melchior v. H., (Taf. 5.) 
Der Sohn erster Ehe deI! 1660 verstorbenen Churbrand. 
Preu8s. Münz- und Zoll-Intlpekt.or8 Chri8toph Melchior 
auf Skirbll uod Linkuhncn bei Till!it, nämlich Christoph, 
Oeh. Secl'etair, Zoll- und Bernl!tein-In8pector (t 1710) auf 
Kl. Britannien und Linkuhnen (beide "ei 'fillllit), CürI auf 
Rcichüu und JOhUIlD auf Skirb" wurden sm 18. JaD. 1701 
VI. , 


'" 


11 


resp. unter den .Namen .M. v. Britonnien, .M.,.. ReichMu 
und M. Y. ::)kirbl! in dl!ul'reuss. Adel8tand Cl'hobeu. Der 
Stamm de8 iHte8ten Bruder8 Chril!toph M v. B. erl08ch 
dchou mit dCI!8en Sohn Chri8toph Ern8t. v. B., gt'b. 1698, 
der 8eit 1716 abwesend, 1743 für todt erklärt wurde. 
I'Ichild: Von W. u # quergetheilt, oben der # 
befiederte FUll8 l'ineR Kranichs, der eineu 8tl'in hiHt. 00- 
ten auf gr. Boden ein gr. Pslmbaum. 
Helm: Der PalrnblllHn. 
Decken: #- u. \\. 
Urolllot"C"II. Brolhöt'Al', 
Ti\I'. 5.) 
(.;iu in Franken oder Bayern heilllßtLlil'hell Oellchlecht, 
von dem 8ich ein Zweig im 15. Jahrh. in PreU81!t\n se8S- 
haft macl1te, indesl!en sehon mit Sebu8tiun v. B. auf Po- 
naricn R,.iclum etc. 1576 llu8starb, da Cl' keine Kinder 
hinterlietll!. 8eiu Bruder war nal'h Liefland und Beine8 
Vaters Brudel' Huntl Dach Meissen gezogell ullll hatte hil'r 
seinen b'tamm fort
epflanzt, von d£'m Scbal!tian nod. 1582 
lebte. Von dieser odcr von der Stllmmlinie befauden sich 
.Nachkommcn an8cheincnd Iluch im 17. Juhrh. in 8ülldeutsch- 
luud ange8e
8eu. 
8 chi 1 d: Ho mit ..iuer g. mit 3 g. Ei.'heln UIII) .. 
r. 
Hlättel'1l ver8ehenen EicheI8taudt'. 
Helm: S g. Eiehein auf gr. 'whliittert..n r'twlpn neben- 
einander. 
1I..okeu: b. u. w. 
Anm.: Dat! Wappen wird 'fell dl'n I'I'eu.sM. Heraldi- 
kern und Genealol£ell in 8l,hr vi..len \ üriant..n an
<>gcben, 
der !:i<,hild von W. u. B. ge8palten, die Eiehel8taude ohne 
Blätter mit Eicheln, oder statt dt'r Eicheln 7 Blumen- 
kn08pen u. s. w. In Siebmacherll 1:!1l1'PI. [V. Tub. XX. 
NI'. 11 8teh..u nnriehtig- g. .\{'hren und 1:1: -I[. Hplmde,'k..n. 


UrIlUI8e', (Tut". 6.) 
Aueh Brll\11liee, Bröm8u, BrömllY in l'rellllSUn genannt, 
..igentlich Brüml!Y geheil!8ell, ein uraltes 8chwpizeriBchea 
Ue8chlecht, da8 I!ich 8chon 7.U }
ude des H. Jahrh. in 
Prcu88en in einem Zweige ni..derlie8t1 und zucrl!t die Giiter 
Labehnen, Uorl!chlaukeu und ltIarauneu crwarb. .Es blilhte 
hiar ill zil'mlich 8tal'kel' AU8breitull!! und mit nioht unan- 
I!chnlichem Urundbe8itz fallt 400 Jaht'e lanl('. bA80nrlers in 
den Hsuptilmtern l'r. Eylall, Hrnndenbllrg 11\\11 llalga. Ala 
Letzter der l'reUl!8. Linie "tarb im J. 1760 dl'r (
apitain 
heim Regiment I'Hopital Ludwig VI ilhelm v. H. 1\. d. H. 
Maraunen. 
Schild: Von # u. W. g""palten mit jp einembtern 
in verwechselten 'l'inktu1"l>n. 
Helm: 2 Bilfielhörner da8 rechte # mit 8 w., das 
andere w. mit 3 # 8ternen allllt1erhlllh Iwsutr.t. 
Decken: # u. w. 


HII('hwalde, (Tal'. IU 
I!;ill eiu
cborne8 Geschlecht W c811'reU!!t!eutI, de"."", 
8talliml!itz gleichen Namen!! im Christburgischt'n liegt, 11'(\ 
e8 wiihrend der ganzen Zeit l!eiDPs Bestehen8 ansäl!sig war. 
E8 tritt zuerl!t im 14. Jahrh. urkuntlli...h anf, wllr im 15. 
hÖC}ltlt ange8ehen, und stal'b ntwh in uoml!elben, oder zu 
Anfange deI! folgenden UU8. 
8chilll: Auf W. ein # Fa88leiterartiges Instru- 
ment. 
Hel m: DlllIl!elbe obell auf jeder 
pitze mit l'fauenfedem 
be8teckt. 
Decken: # u. w. 
UllrMkl, ('l'af. G.) 
Auch T. H. genunnt Habicht von polni8,'htJl' I!:xtraotion iu 
M.usureu aufWierbsau, 8ag8au, Kintenau, Gr. Uröben und 
BurlKJb gese8sen und 8eit der zweiten Hälfte dl'l! 16. Jahrh. 
!!
		

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			10 


Ausm;8TORB
NER PREU8SJSCHF:R ADEL. 


nachweisbar. Kurz Tor dt;m und bei d..m ße
inn des 
gt'genwörtigen Jahrh. Mtlmden noch mehrere dies('r Fami- 
li.. in Pl'CU88. Militairdiensten. Ob hiel'ber Ruch die v. U. 
l1uC Kaltenbof im Uie8enburgiscben (1608-1625) gehören, 
die auch T. Wantkow8ki, 80n8t T. B. genannt h('i8sen, hat 
!!lieh nieht feststellen la8s('n. 
Wappenbe8chreihunlt: Siehe BorowHki. 


Hutzkf'. (Taf. 6.) 
AlIhinterpommerisches, zur I:!ippe d..r v. Kleil!t gebö- 
rige8 Oeschlecht , von dem ein Zweig sich zu 1<
nde de8 
16. Jahrh. in Prou88en I auf Lodpinen) an8i188ij1.' machte, 
der aber 7.U Ende de8 17. Jahrh. im 
funnes
tamm aus- 
starb. Andere Oüter waren Pa80rthen, Dnmiek,.n und 
Oher-Zehren. 
Schild: W. mit r. Qucrl.alken, über und unter dv.m 
ein r. laufender Wolf. 
H f'lm: Gekr.; 3 je auf ('ine r. R08e gestürzte g. Jug(\- 
I!pil's(' mit w. Spitzf'n. 
D(J('ken: H. 11. ..... 


«'aden. (Tal'. 6) 
Der Prenbs. Ml\jor beim Cür.-Regim. Röder Johaml 
Friedrich v. C., Erbh. auf Schmig\\aldo, Na8teiken und 
Rf'inholdllgut unterm 26.8eptbr. 1764 vom K. Friedril'h 11. 
r()ßobilitirt. :Mit lIeiner einzigen Tochter Chrilltina 1I0ro- 
theo Charlotte vt'reh1. Köhn v. JOllld 8tUl'h dit. Famili.. 
....ip.dllr aU8. 
8child: Jn B. ein auf gr. Bodcn stehender w_-ge- 
harni!lchter Ritter vor Rif'h hingplu'hrt eine w. LanPJe 
haltem\. 
IIlIlm: Gekr.; Zwischen a *I: ::!trau8sfedern u. 1 # 
Adlerflügel ein w.-geharni
l'htel' I!in 
ch...ert 8ehwingl'n- 
der Arm. 
Decken: b. u. w. 


<:ü,m.n('r('r 
(,II. Pr('lt1IN. (TIII'. 6.) 
Unbekannion Ursprungs, wahrscheinlich zum i'inge- 
bornen Adel PreU88el1S gehörend, aU8 dcm der Orden die 
Landkämmerer aus8chlie8slich wählte, so das8 der Amts- 
zum Familiennamen ward. Begüterung im Fi8chhousischen ; 
um 1500 zuerst mit 8ylve8ter v. C. b"lIrkundet, der Letzte 
t o. 1635 alB Preuss. Lieutenant boi den Wibranzen und 
stammt a. d. H. Nickelsdorl im Tapiauischen. 
8 chi I d: A ur R. 3 g, mit der breiten Seite in8 Schiober- 
kreuz gesi'tzte Herzen: 
Hel m: Inmitten eine8 offenen r. J<'lugell, de8sen jeder 
Flügel mit einem g. Herzen belej!;t ist, ein derl\'l. Hcrz, 
eine b. Kugel tragf'nd, auf der ein # Vogel 8teht. 
Decken: r. u. g. 


(
RmplnK, (TaC. 6.) 
Unbekannten UI'Rprung8, lIeit Mitt.. deR 16. Jahrh. im 
Hauptamt BolgR angesesllen, hesonders Ruf Klinllbeck, spä- 
ter auch auf Walullen im RaWlit'l!chen u..d Kor8chellen und 
Cämmer8höfen im Brandenburll'isf'hen. Die Letzten ihres 
Stammes WB-ren George Hernhlud v. C 1668 und Friedr. 
T. C. 1679 aufNicbud7.en im Inl!terbur
ischen. Weibliehcr 
Seits lebte nooh 1703 8ibylla v. [{eUßu, gcb. Y. C. 
Schild: Auf B. ein 
. link8K..kehrtcr Halbmond, da- 
Tor ein g. Stern. 
Helm: Dcr 8tern. 
Decken: b. u. g. 
C."e, (TaC. 6.) 
da la CaTe kamen al1R }o'rankreil'b nach Preu!lsen mit 
dem berD.hmten Pierre df'! la C. (t 1679) Cburbrand, Gelle- 
ralmajor. Chef ('ines InC.-Regim., Oeh. Kriegsrath, Kammer- 


herr, Comm/lDdant 70U l'i11811 ptc., der 1644 alll8lallmeister 
und Capit-ain von der (ford,' das Indil!,"enat in Pr('UII8"n 
erhielt und u. .:.. die nidlack'Mf'\I..n Güter erwarb. I:\ehon 
mit 8ninem 80hn 'Wilhelm, d. r A"\i'ie,hfaU8 die GHnpruls- 
würdp erlaugte, erlo8ch daR Ul'schlecht in Preul!
l'n im 
J. 1731, da Meine Söhne jung Mtarhen. Dl'r 1782 ho-im y. 
Erlllch'8chen Rf'giml'nt 1!tehI'1lI1f' l'n'mierlieuhmunt de la C. 
"iLr anderen t:!!/tmme8. 
t:!chi) d: Auf R. ..in w. mit 3 1:1: Krf'1lZen b('It.stcr 
Schriigr('ch tb ball: ('n. 
Helm: Oeler.; eins der Kr'puze. 
Deoken: r. 11. w. 


(-ha,hL('. (1Iit'ZII" (Tat'. 6.) 
d.e la Chaise. d('lIu ChiczlI. Ein Müdl'rau7oö8iolll'fI ulld 
Piemontel	
			

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			.1 


I 
f 
I 


..,.. 


AUSGI<.:8TORBF.!iER PREUS81RCHER ADEL. 


den. lIich in Pret'!I!lon befanden und 8ich nach der 
Säculari!!irung de8 Orden8stoatee verheirüthetml. Sie 
und dcr viert£' Bruder erwurben Orundbt'lIitz in .Masuren 
und im ROllh'nburgi8chen. Die Familie blühtp wenig aus- 
gr-breitet nnd begütert 250 Jahrp lang in Preu8sen und 
erlo!'ch mit einem tapfcf('n Officierc, dem Preus8. Capi- 
tain ,11'8 Y. Lnbuth'lIc,hen Gr£'n.-ßat. Otto Ludwig v. C., 
der 1762 in der Schlacht bpi Fl'f'yberg den Heldentod 
lltarb. 
8child: W. mit 3 gr. ge8türzten I,indenblittern 2.1. 
Helm: Auf w. Pfallenschwanz die Blätter. 
Decken: gr. u. w. 


('fi»I..It"r, (Taf. 7.) 
Uauzigl1r Stadtg!'8chlecht, da8 al8 adelig anerkannt war 
und auch J.andJ::rundbf>8itz in Ost- und Westpreus8en hatte, 
namentlich im Pfand besitz de8 AmteK J.ieb2mühl war. 
Es erl08ch im .Mannesstamme in der zweiten Härte des 
n. Jahrh. 
8 c h il d: H. mit 3. g. Sternen 2. 1. 
Helm: Auf einpD\ I'fouen8ehweif ein g. Stern. 
lieeken: b. u. g. 


COUOltUt, Konopat, ('raf. 7.} 
U rllltes eingeborne8 Adclsge8ehlecht W e8tpreus8en8, 
an!! dl'm gleiohnaDligen Stamm8it:i: ent8pr088pn und beson- 
der8 im 15. Jahrh. 8ehr ange8ehen. Hauptgl'UDllbc8itz im 
I:Ichwetzi
ehen. Im 16. Jahrh. erloschen. 
Sch iId: R. Zinnenmauer auf W. 
Helm: Die Mauf1r oben mit einem # AdlerfJügel 
bf1Kteckt. 
1)"l,ken: r. u. w. 


. 


(
ollrltdl. Freihcrrn, (Taf. 7.) 
1<:duard Friel!rieh v. C., Preu88. Kriegsrath und Ober- 
bnrgermei
ter dcr Stadt Dnnzi!\" im Dirschaui8chen begü- 
terl, wurde unterm CI. Juni 1798 in den Preu8s. Freiherrn- 
IItand erhubeu. Mit 8einem l:;ollDe Carl J<'rhr. v. C. starb 
das Oe!lchlecht wieder aU8. 
Schill!: Anf R. 8 w. verschl08sene mit den Henkeln 
reoht8 gekehrte Hl'nkelkrüge 2. 1. 
Helm: a) l\lit Frciherrenkrone bedeckt; der gekr. 
Preu88. # Adler mitg. Klee8h'n!\,eln, Namens- 
chiffre auf der Brullt undSchw
rt und Reichs- 
apfel in den Klauen. 
b) geier.; einer der Krüge 7.willchen zwei r. 
Büffelhiirnern. 
(Jecken: r. u. w. 


('rendttell, (Tat. 7.) 
auch Grcmitten, ein urllltes eingeborne8 Oeschleoht 
Preu1l8ens aus dem gleichnlJmigen Ort im Tapiauschen 
Hauptamt 8tammend und schon im H. Jahrh. urkundlich 
erwähnt. Die Erbtochter des Letzten 8eine8 Stammes, der 
um die Mitte de8 lC1. Jahrh. 8tarb, heirathete den tapfem 
und unencllich reich begütertt'n Ritter Ocorg Y. Schlieben, 
dcn Ahnherrn dieBe8 OeKehlechts in Preu88en. 
Scbild: Auf W. cin r. mit 3 g. Herzcn (See- oder 
LindenLllittern) Lelegter Sehrligreeht8balken. 
Hel m: R. mit # Hahnenfl'dcr auf der Spitze an 
w. Knopf be8teckte zurückgebogene Nützp mit w. Stul)l. 
Decken: r. u. w. 


('rlnIUUz, (Taf. '7.) 
Der aU8 I:Il,hle.ien gebürtige Preu.s. Major l'irohsoken 
OarnisoB-Regiments Ernst L
opold .. C. bMal1l 1770 in 
OstpreUlBell dOI Gut Polleiken im Oerdaui8chen. Mit 


11 


scinem Sohne gl. N., den Major Y. C.. f!rünne,'k'sehcn 
Rf'Kiment8 Htnrb 1833 d;,) I"umilif' aus. 
Schild: R. mit 3 w. :::!ternpll 2. 1. 
Hel m: Uekr.; ein w. 
tern i'lmitten pine8 offenen r. 
Fluges. 
Decken: r. u. 'W. 


(;renller, (Tu 1". 1.) 
Im Ermlande als adeli!{ seit 120 Jahren vorkommen- 
de8 Oe8chlecht, aus dem .Mitglieder in Preu8s. Militair- 
diensten gestanden huben. E8 Moll vor 20 Jahren erln- 
Rchen !lein. Vermuthlich besa8R rlie J<'amilie den Polni8chen 
Adel. 
Hehild: QuergetJwilt, oben auf H. ein wach8ender 
w. Adler mit gr. Kranz um den Hals, unten auf R. cin w. 
Querblllkcn. 
Hel m: 
ekr.; Kopf und HalM eine8 # ))opp..lacUl'\'K 
mit g. SchnäLf'ln. 
Deck('n: r. u. w. 


('zs)lieki. (Taf. 7.j 
Altpolnischcs in cinem Zwpige in Pl'eussen blübeude!! 
Oeschlecht, da!! die GütCl' Or. RaUl;cbken und Czaplin zu 
Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrh, be8a8s. Der 
Letzte war hi"r Matthias v. C. auf Or. Rau8chken 1'714. 
Sohild: Von W. u. B. gespalten, vorn 8 r. Kreu
p. 
übereinander. 
Helm: Opkr.; waohsender w. Hirsch. 
Decken: b. I'. u. W. 


('z,,'slhma. (Taf. 7.) 
Altpolni8che8 8eit delD Anfango des 16. Jahrb. al8 in 
Masurun begütert urkundlich naehweisbare8 Geschlecht, 
das jedoch nie aU8gebrf'itet und wohlhabend war. Jm 
J. 1676 lebte noch Micbael v. Czw. auf :iokallen als 
Lotzter 8eines Stamme8. lSeine8 V otter8 Johann auf Czwa- 
linnen und Frankenau beido Söhne waren 1656 nach der 
Tartaray ge8chlep)lt worden. 
Schild: B. mit w. oben mit g. von 2 g. Sternen be- 
8eitetem Kreu7.e be8tecktem Hufei8en, durch das ein w. 
Pfeil 8chräglinks gesteckt ist. 
Helm: Oekr.; eine w. zwischen 2 b. Straus8fedem. 
(Jeoken: b. u. w. 


U"IIIsradzki, (Taf. 'l.) 
Altpolnisches und Litthaui8cbe8 Oe8chlecht, da8 sich in 
Prcu88en zuerst mit Peter v. D., dur 1597 im Ho.uptamt 
Ragnit Orundbesitz hatte, zeigt und de88en Sohn Paul v. D. 
Reisemarschall de8 Churf. Oeorge Wilhelm von Branden- 
burg war. Die v. D. gehörten bi8 7.ur Mitte des vorigen 
Jahrh. zum anp;e8e8Benen Adel in Preu8sen und erl08chen 
zu Ende des8elben mit N. N. v. D. der mit A. C. v. .MOl'- 
_tein a. d. H. Drie8el im Cr08snischcn vermählt war. 
Schild: Von B. u. R. quergetheilt mit w. mit den 
Stollen, die ein w. Kreuz ein
chlie8Il'l\, aufwärts gekehrtem 
Hufeisen. 
Helm: Oekr.; w. Vogel im rf'dltl'n }<'usse das Huf- 
..i8en erhebend ohne da
 Krenz. 
Decken: b. r. u. w. 


UU."Ibitz. (Taf. 1.) 
EILingi
ohes Stodtgf'lIchlecht, das auch in der Näh... 
Land!\,rundbe8itz hatt... und im 16. J/lhrh. erlo8chen ist. 
Sohild: W. roit 8 r. auf langen Stielen ncbencinan- 
d£!r 8tehenden l,imlenhlättern, 
Hehl: Die 8childfigur. 
Becken: r. u. w.
		

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			12 


A.UBGE8TnRH"
Nlm PRlmStlISf:HER ADEl,. 


J)a.....ra... Dombrowski, (Tal. 7,) 

ingeborne
, na.Jhlwr polonillhiirnel'. . 1 - f D n.hrto r
ac
1 Ihr£' d m d 
lit
fu d t don ll"llI p amen Sa u mplK l w l sk h l. 
J) k . \ . r leser "wOlg un amn UII ganze reuss. eHe. ec t 
nc ..n. r. u. w. ,.., .. starb mit dem Oh"l'st1ieutenant N. v. D., Sohn des kurz 
Uar"'Uz 1 ( T f 8 ) vor 1719 verHtorbenf'n I"riedrich v. D. - 8amplawski auf 
.... ., a. . Saiten lind Alhl'echtau hald nach 1724 aus. 
Hnb,.kannten U r
prullgs, Ilicltt mit .'\.'n IIltpreub8i
chen 1::1 e h i (d: Oesplllten und 5 mal von W. u. R mit ver- 
v. Dar
ewitz oder Tllrl!;owiseh oder den Mecklt'nburgisch.'n w(,,'hselteu Tinkturen quer getheilt. 
v. Dargaz zu vel'w,'cllliCln, obwohl behauptet wird, l1ass die 111'1 m: 2 ßüft'elhllrner. das eine von W. u. H., da, 
Familie autl Me('kl..nbm'g 8tamm... Dies Geschlecht maohto andere von ß. u. W. 5 mal quer f!,"etheilt. 
sich zuerst mit dem OberseeretärCaspal'v. D. auf Wende- Decken: b. u. w. 
 
nen im Rustenburgisehen ansäbsi!\" welches Gut eR bis zu · 
seinem vor c. 25 J. mit tJem Lieutenant a. D. Eduard v. 
\ nc'mbkc' I., Uamicke, (Tar 8) 
D. erfolgten AUksterben behauptete. Das Wappen wurde . . 
den vorhand'men gemalten Abbildungen und Siegeln zu- Ihre I[,.imath und Ursprung sind noch nicht fesEge- 
folge sehr versl'hieden gef"ührt, daher hi.! die drei Haupt- stellt. Han
 v. D. erAl'hcillt ZUCI'I!t um 1510 als Besitzer 
formen folg8fl, ,.... Ivon TargowiHr.h im H. Eylauschen; dann hutte die I,'amili., 
Sc h il d: B. mit w. 8chriigmclttllbulken beid"l"seits ling&- hauptsiiehli,'h das Gut }),'ntseh-G röbcll. 
rn Osterrodiscben 
aus mit je 3 g. Sternen besetzt. - his zu ihrem Aussterben inm'. Di.." el'f.,lgte nach ziem- 
Helm: gekr.; 3 8trau"sf,'dl'rn b. w, b. lieher noch im 18. Jahl'b. nicht geriJlJrer Ausbreitung am 
n,'ck"n: I.. u. 'W. lU. Dezbr. 1778 dm,,'h den Tod des OhCl'8tlienteJlants und 
CommandaJlten des Invaliden-Haus,,!! zn ßerlin George 
Christoph v. D. Die WafJp.mhüchcr nnd I:!iego-' IßA8IJII 
zwei verschiedene FOlmen des Wappunll sehell. 
I::!ehild: Qnürgeth..ilt, ob('n w. mit einomr.schmalen 
d"r oben und Zinnen8trieh, der sidl auf der Thcilunglllinie basirt, unten 
in entgegenge- quergetheilt, .tall obere I"eld g. b. g. gespalten, das un- 
tere r. 
Helm: 3 Stran8!	
			

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			j 



 


j 
. 


J 


J 
, 



 


... 


.\ rt)(;"
:S'l'ORßt:
Ek I'REUSSI8CHJ<:R AD.I<.:L. 


15 


:Schild: (jel!palte12, vom auf G. ein halber # an 
die Theilunglilinie 8ich 1IJlle1l1len.Jor .Adler, hinten 1'. mit 
2 w. ins Andreaskreuz. gell-gten Pfeilen. 
Helm: 
Decken: 


neppt".., ('1'af. 
.) 


Ein wülu'scheilllich eingeboreneB altadeliges Oe8ehlecht, 
des8en erster bekannter Almherr J,orenz v. D. die Oüter 
Banner8, Ka1li8t."n, Ncgluck, Berting u. a. im 80g. Ober- 
l\lllde um 1510 besass. Später war das Hauptgut Wal'- 
weyden. das der }'amilil' fa8t biB zu ihrem Erlö8chen gc- 
börte. Dies IIrfolll"te bill ,I noch ] 787 mit dcm Preuss. 
Capitain Immonuel Abrnham v. D., (einem von acht 
Brüdern) auf Koppeln im Lieb8tädtiBchell, der nur zwei 
Töchter hillterlie:S8, deren die jüngste el">,t ll:i08 verstor- 
bcn ist. 
8child: Auf ß. ein r. 
chriigrochtsliegender ohen 
mit drei, ullten mit zwei gr. Blättern verBehener lJaum- 
stamm. 
Hel m: R. vor sieh hin g-I'kchrter Hirschkopf, zwi80hen 
.1f's8en w. Hörnern dic Sdlildtigur. 
Decken: b. u. w, 


t 


U......iUen, D08nitten, ('l'\lf. 8.) 

ill uralte8 Pl'eu8S. Adel8ge8chlecht vom Stamm der 
Ul'cinwohner, nicht zu verwceb8elll mit deu nach ihrem 
:;itzgut De8nitten auch die8en Namcn tragcrlllen v. Ma- 
ohewitz. Die obigen t\'eten ",chon im 14. Jahrb. lIl'kUUlUich 
lAllt', stommen aU8 DeBnitten im Liebemühhwhen, wo sie bi", 
zu ihrem AU88terben be
ütCl't w1Iren. Der letzte seineB 
Stomme8 wal' Martin v. D., der noch 1559 lebte. 
Soh ild: Auf W. ein alter Preu88e mit # g,-aufg,,'" 
IItülpter Mütze, # 
.-Vl'rbrämten Itock und # Stiefeln, 
in deI' U"chten dnen :j::J: Bogen, in dCl' Linken 5 # Pfeile 
haltend. 
11 el D1: D"I' Rumpf dm' 8childfigur. 
lh'ek,'n: # u. w. 



 


I)t"uhwh-{'ÜIlIl....I.t'I'. ('1'111', 11.) 
.Altes ritterlichc8 Ge8chlecht in l'reussell da8 llingel'o 
Z.,jt das Rittergut Oeituu8 (j,.tzt Jiickni8B) im Hauptamt 
Bulga beBIIss und ",ohon im 16. JUhl'h. nach sehr geringer 
Ausbreitung aus8tarb. Dei' Namo ist. dahOl' tmt8tanden, 
"Weil der Almhef1', aU8 deut8ehem Geblüt stammelId, den 
Bcm8t VOll Mitgliedern de8 eingebornen Adels ver8ehe- 
nen Landkiimnwrerpo8ten in einem der l'ammeriimter be- 
kleidote. 
::Ichild: W. mit halh('1ll r. Stiel', dcr ein gr. Klee- 
hlatt im Maule biilt. 
11 el m: Die 8!'hildfigur. 
Decken; I'. u. w. 


Dieb...., (Taf. 9.) 
Unbekannten Ur8prung8, vielleicht ein
eborner .\dol 
und von jehel' auf TU8seinen, };i88eln und Tracken im 
Hauptamt Ragnit begütert. Da8 Oe8chlecht starb mit den 
::Iülmen Hansen8 v. D. auf Tusseinen, Ei81!1'1n, Tracken, 
Kalncn und Endruhnen, die ihren c. 168
 verstorbenen Vater 
überlebten. 
::I<:hilll: AI1f' W. ein :1+ vor Bieh hitlgekehrtel' Stier- 
kopf. 
Helm: R. 
äule oder Spickel oben mit 1:1: Huhn- 
federn besteckt. 
Decken: # u. w. 
\I. 4, 


Uieb..8 I., (Tat'. 9.) 
alt: Diewens, Diewis, Diwons d. h. DiwanB ßeil. filii ein 
vOl'ßehme8 eingeborne8 altpreuS8. Ocschle<:ht, dall von 
jeher im Amt Preu88. Mark, be80nder8 aut' Al'Diidorf, Bau- 
ditten. Barthen, Terpen, Petersdorf, Woritten u. 8. w. 
wohnto und sehon im 14. Jahrh. urkundlich nachweis- 
bar i8t. Nie bc
ond,-rs ausgebreitet erlosoh e8 mit Ilelll 
Amt8verwesel' zu Prcn
8. .Mark Joha1l1l Wilht'lm v. D. Ruf 
Uergehnen, Nehmen, VI ori tten t'tc., der bald nach 1770 
starb und 8eine KindCI' jung verloren hatte. .1<.:. sind zwei 
Wappenforml'n in Ocbrauch J{ewe8en. 
Se h il d: O. mit 8ehräglink8liegellllf'm w. abKekllrg- 
t.1'1ll Zinnonbnlken. 
Helm: Ein Bm!ch w, r,'ehtRhin!{l
kriinllnh"I' HahneD- 
fe.JI'I'u. . 
D,,('ken: w. u. g. 


U14"b(-", 11., (Tat'. 9.) 
\" erg'J. dcn \ "..igen _\rtikl'l. Die z\o,pite '" appell- 
lorm ist: 
::Ichild: O. u. 1:1: 1II1I'ch eineu w. I!{'hr
grechten drei- 
ziuuigen Halken getr'!ßut. 
Helm: Pf:1llcn
ehwuug. 
Decken: -1+ g. w. 


Ui..I.... t,.. tI.) I., .)'uf; 9.) 
;Alt: v. d. ni-lau, v. d. Dcle, ein{'!! .Im' an/.:esehelltl!ten 
und miil'htig8tcn Oe8chlcohtel' des Gebietc!! O
tcl'rolle, zum 
alteillgebol'ßen Adel 7Jäblend und schon I!eit der Mitte deB 
14. Jabrh. unter obig-em Num!'n urkundlich bekannt. J.
in 
Zweig führte den l'i:mwn Döri11g uml sa8S auf dem heu- 
ti
en Rittergut Döhring-ou im Ol!torrodischen. E8 wur im 
16. Jahrh. f'inigc1'l1m:St>cn 1\1I
gebreitet und verzweigt!' 
ich 
schon im Ja. J.abrh, uach llem Hauptumt Tupiau auf Popol- 
ken und Bclacken. Von dieRor Linio wurde dl'r ganze ::Itanllll 
durch den im lotzten Viertel des 17. Julll'h. ert'olgteu TOll 
Georgc 00tthard8 v. d. D. auf Zauder:sdoJ'r im }fauns- 
stamme , dUl'ch df'n Tod seiner Sehwe8ter 
11l1'ia v. d. D. im 
J. 17 1\1 im Weiberstamme beBchl088en. 
Sc h i I d: .Allf B. ein w. aU8 eiucr g. Kronc 111'1"\'111'- 
wachl!ender Hirsoh mit g. nnlshRnde. 
Hclm: gekr., dCl' wnchsl'lulo Hil's,
h. 
D eeken: b. u. w. 


UI("lIh- 11.. (Tuf. 9.) 
Vergi. deu vor. Artik{.1. 
Es ist mcrkwürdig, duss bei diesem G('8chlecht, ob- 
gleich die Coutinuitüt des ::!tlllllmeS nnchweil!lIbar ist, 8icll 
früher eine totale Wappl'm-Cl,
,'hied,'nheit findet. Oün- 
ther v. d. D., ein Hauptmitglicd d08 .Pl'OUI!II. Bundcti 
1440 sowie seine nächsten V CI'wandten fiillltell folg'{,ll.JlJ
 
Wappen: 
Schild: AufW.3r.abgchauello, link>! einmal, l'echt
 
zweimal gea8tete schrä
link8 liogonllo Baumstümme. 
Hel m: gekr.; allfeinem I'fauensehwanz 
wei der Haum- 
stiimme geheuzt. 
Decken: r. u. w. 
.Au m: Liu Si'-!\'i'l IUl", obiger Zeit zeigt aueb ",taU deI' 
Baumstiimmc dt'ntlich 3 8cbwerter. 


nier, t'l'af. 9.} 
80 tic.hl'ieb sieh ein Zweig dl'r 8chleBisdwn noch jotzt 
blühenden von Dyhrn, der im 15. Jahrh. da!! Gut Saiteu 
im Hohnsteiuisehen el'warb, da8 8ehr IUllge der Familit
 
verblieb. Ihr Aus8tCl'ben erfolgte mit .!t'1\1 J 7!6 im Preußs. 
Cadettencorps befilldlicluJß Chri>!toph Wilhelm \". D., einen. 

ohn de8 noch 1739 lebenden Plilmrich a, D. Wilh.-IDI 
Oottfried \". D. al\f. Ht\nllwalde. 


.
		

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			14 


AUSnE8T()Rln:
H:R PREUSSISCHUl AD}
L.. 


Sohild: B. mit w. mit 8 r. Rosen bestecktem SchrAg- 
l'ccht8balken. 
Helm: # Flügel mit der Schildfigur. 
Decken: b. w. r. 


'.omiRIl ". nit.trj('''",dor''. (Tu£. D.) 
Altpolnischel! , in !11l8urt"n lange und J.,i" zur loIittt. 
des 1'Ol'igpn Jollrh. begüt.ertes Ad('IIl
l'l\cl1lef'ht Näheres 
1'. Pomian. 


nitmal'Ndor", Ditm\l.r v. D., (Taf. 9.) 
Der Preuss. Ober8t und Commandunt von l'i11uu J.lurtin 
L>ittmar erhielt von Churfür8t Friedrich III. von Branden- 
burg unterm 23. Decbl'. 1692 ein Anerkl.'nmlDgsdiplom 
seinus Adels unter dem Nllmen v. Dittmar8dorf. Er haltl' 
nur eillen 80bn, 'fflr als l'reUl!8. }i'iibnrich im Krit'ge ge- 
fRllgl'n wurde und ver8chollen il\t. 
I:!child: Oespalten, vorn r. mit w. Spurren Ilarfibel' 
ein w. rechtsgekehrhw I.öwe, hinten b. mit w. linksge- 
kebrtcm Löwen, darunter ein w. Sparren. 
II e 1 m: ner /Spll\'ren bcstf'f'kt obcn mit S 8trRlll\sfedcl'D 
b. w. b. 
Dcckf>n: links b. u. W. 
l'pchtl! r. u. w. 


Uobell<"C'It., (Ta£. 11.) 
Altes vogtländisches ritterliches Oeschh'cht, das sieh 
mit Hans v. D., einem Söldnerfübrer im Hilfsheere des 
U. Ordens, um 1470 in Prel1ssen niederliess, ansehnliclll' 
Hüter im Oberlande und Westpl'ell8sen erwarb und nach 
ziemlicher Ausbreitung mit dem l'reuss. Major beim Ir,f.- 
!teg. }i'Urst I.eopold, Paul J.udclph ". D. a. d. H. Wehl- 
Rck bald nach 1741 erl08ch. 
8child: W. mit r. breitkl'ämpigem mit r. berabbän- 
!(ender mehrfach verschlungener Quastf'nse.lmllr ver8ehe- 
/lem Hut. 
H PI m: J.)er Hut oben mit eincm lluseh rechts- und 
linkshin gebogener *" ('LUch w.) HlI,lmenfedern besteckt. 
Decken: r. u. "\\. 


nobf"rwitz. nobruwitz I., J"I"Ciherren, ('ruf. 9.) 
Ein anscheinend böhmische8 edlcs Oeschlt'cht, das sieh 
mit Han8 v. D. einem Böldnerhauptmann im I1ilfsherr D. 
O. in })rel1ssen (1454-66), nach dem gros8en Bundeskriege 
in PrCUS8eTl niederliess und hier da8 Oebiet und Scl1loss 
Waldau, 2 M. von Königsberg, erwarb. I:!piitcr gehörtell 
der Familie auch die W ohnsdorfschen Oüter im 'l'apiuu- 
(.ellen. Die Letzten des Oeschlechts in Preussen waren 
Alexander v. D., der 1594 im Hauptamt Barthen be- 
g-ütert war und Dietrich v. D. auf Bawien und Dürings 
im Oerdauischen, der 1599 mit Hintcrla8sung nur einer 
Tochtcr starb. Anna Mariu v. D., verw. v. Berger, auf 
C'remlaek lebte noch 1648. Das Wappen wurde in zwei 
'I'" ormen gefüllft. 
8child: Auf W. 2 r. ins Andreaskreuz gelegte oben 
I1bgehauene stumpfästige Baumstämme, jeder mit einem gl'. 
Hlatt an der Aussenseite. 
Helm: Uekr.; R. gekl. wachsendcl! Frauenbild mit 
fliegendem Haar, in der ausgelltreckten Rechten eine w. 
l\:anne haltend. 
Decken: r. u. w. 


Uoberwitz, Uobrowitz 11., Freiherren, (Taf. 9.) 
Vergl. den vor. Artikel. 
S c h il d: R. mit 2 w. ins Andreaskreuz gelegten Kno- 
ohen, in den Winkeln von 4 
'. ßammenartigen Tippeln 
bogleitet. 


J1 el m: Oekl" i wschsendes r. gekl. Jo'rauenbiid mit 
f1iegcnden Haaren, in der ausgt'st.reckten Reohten einen g. 
Pokal haltcnd. 
Dcck,'II: r. u. w. 


nttbllt'I'. Debner, (Tat'. 10.) 
Ein altc;; MeisllniscllCs Adelsgeschlccht, '-ou d(.m t;ich 
ciu Zweig in .ler 2. Hälfte des 15. Jührh. im Sam lande 
niederliess und l1aehher besonders das Out N autzkcn im Kam- 
meramtCaymen besa8s. Der Lctztf' der Prcuss. Linie lcbte 
noch 1698 vermählt mit eincr Frl. v. Rautter a. d. H. Mehledpn. 
Schild: Auf # ein w. Qucrbulken, belegt mit einpm 
r. oben 2, unten 1 mal stumpfgcasteten BaumMtamm, aus 
dem übereinIInder gekreuzt 2 gr. Kleebliitter in dlls obere 
Feld hineinragen. 
Helm' # wie der Schild gezeichneter und tin
irt('r 
l?lügel. 
Deck..n: # 11. w. 
Dobrzt'nMkt. }.'\'ciherreu. (Taf. 10.) 
Ein altes Höhmi8ches, mit dem Churbrand. Oeh. Ruth 
und Oesandten Johann Ulrich Frh. v. D. auf Uderwang\Jn 
um 1656 nach Preu6sen verlJftanztes Oeschlecht, wo es 
über schon mit einem seiner I::!öhne, dem Kriegs-ltath und 
Kammerherrn }'riedrich llogislav v. D. am 12. April 17211 
wieder erlosch. E8 ist nicht mit dem Oeschlecht von Dobr- 
zinski zu verwechsf}\n, von deuen Amandus v. D. und sein 
Sobu Raphael \;. D., der 1624 lebte, Oüter im Osterrodi- 
sehen be88sMen. 
Schild: Auf B. ein w. Storch mit r. Selmabel und 
Beinen. 
Helm: gekr.; # Adlerßügel. 
Decken: b. u. w, 


DOIII8J'(0Iitz, (Taf. 10.) 
Der untCl'm 20. Juni 1642 in den Polni8chen Ad,'I- 
stand erllOh"\I{' J ollUnn v. D., k. Polnischer Advocat. in 
Kl'akllll, ü<]uirirto Güter im Gil
cnl)l\rgi8chen. Sein I::!tamm 
verblühte mit l!eincm Uren kai Joseph v. D., der 1752 in 
Polen lebte, als der Vater I::!tephans v. D., Erbh. aut 
Pllntzerl'Y im Ostf'rrodiscllPn ",turb. 
Schild: Von R. u. :t:t quergetheilt, oben und unten 
ein g. Siegelring, aUI! dem obprn 2 gr. Eicheln hervorgehend 
und nach beiden 8eitcn herabgebogen, aus dem untern ein 
dergl. gerade hCl'ausra
cnd. 
Helm: Oekr.; zwischen 2 von R. u. # über E,'k ge- 
theilten Büffelhörnern eine gr. StaudP mit" Eif'heln oben 
und un der 8eite mit 2 gr. Hliittern. 
DI'ckl'n: 1:1: g. )'. 
nombrowslt.i, ('l'af. 10.) 
Vergl. .Ien Artikel Damerau: Obgleich mit dieser 
Familie cinus Stammes, führten dIe v. D. doch ein etwas 
abweichendes Wappen. Sie besassen im 16. u. 17. Jahrh. 
Oüter im Marienwcrdcrschen und sollen angeblich noch in 
We8tpreussen blühen. . 
I::! chi I d: Auf R. cine w. ZmnenmauC\', hinter der ein 
gekr., w.-gekleidetes Fraueubild, 2 g. Hörner an den Mund 
8etzend, hervorwächRt. 
Helm: Gekr.; das }?rauenbild wach
enrt, mit jeder 
Hünd ein8 dcr Hörncr auf die lIelmkrOlU\ stützend. 
De<'ken: I'. u. W. 



 


Domblildort", (Tllf. 10.) 
auch Domsdorf, Dumbsdorf, ein Sächsisches, anschei- 
nend briefadeliges Oel!ehlecht, aus dcm der Notar und 
Beisitzer des pomesanischen Consistoriums Conrad v. D. 
1627 I)in üut im Hauptamt Preuss. Mark besass. Mit seinen 
Kindem erlosch die Familie wieder in PreusseD.
		

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			... 


_\(T80ESTORm:NI<:R PRI<.:USSISCHER ADlU.. 


Ir. 


Schild: Auf W. ein r. mit 8 g. abwiirts gekehrten 
Halbmonden belegter Schräglinkijbalken. 
Helm: Offener w. Flug, dessen linkcr :Flügel mit dem 
Balken wie im 8child schräglinks, der rechte bchrägrechts 
belegt iHt. 
Dueken: r. u. w. 


norellJ{owskl, v. Oleissen-U. (Tüt". 10.) 
Alteingebornes PommereIliscllt's Adelsgeschlecht , das 
eich 1585 in dcr Nähe um 'l'ilsit auf Senteinen begütert 
hattE>. Von diescr Linie lebte zuletzt Johann Alexander 
v. D. ]721:1; andcre Zweige kommen im 17. u. 18. Jahrh. 
in We
tpreussen (auf T
eheren u. s. w.) vor. Im Prt'uss. 
Hecre dientcn Mitgliedcr noeh zu Anfange dieses Jahrh.; 
jetzt scheint dio l?ümilie erloschen. 
Schild: Auf W. 2 # gestürzte über Krcm
 ver- 
lI\Jhränkte Hörner. 
Helm: Gekr.; oin dcrgJ. Horn mit w. SeImur. 
Duckun: # u. w. 


.
 


))orp""....., ))..))orl)01"",ki, (Taf. lU.) 
Alteingebornes Oescblecht "'estJ'I'oUI!Senl!, dall hicr ur- 
kundlich schon im 14 Jahrh. auftritt und sehr angellehen 
war. I<.:s war besonders im Marienwerderschcn begütert. 
Uie J.etzten die8er I.inic erscheinen zu Anfang des 17.Jühr. 
Ob die heutigen Herrcn v. D. von daher stammen, ist mir 
unbckannt. 
Schild: Auf B. ,.in g. aufwih1s gekel1l1erHalbmond, 
darüber ein g. Stern. 
Helm: Gekr.; die Scllildfigur auf einem Pfauen- 
J!chwanz. 
Decken: b. u. g. 
nor
..h, (Taf. 10.) 
Unbekannten Ursprungs, wahrscheinlich briefadelig. 
In Preu8sen belIaRS Carl 'l'heodor v.D. Preuijs Lieutenant, 
1799-1803 Platteinen und 11:105 Kuglackun. Sein Bruder 
Carl Oeorge v. D. t 1805 als Preuss. Lieutcnant, die :Fa- 
milie scheint überhaupt erloschen. 
Schild: Quergetheilt, oben ein Adler zwischen 2 
Sternen, unten ein einen Halbmond haltender Löwe. 
Hel m: Oekr.; wachsender bogenschiessender Mohr 
mit Stimbinde. 
Decken: 


... 



. 


Drahe, (Taf. 10.) 
Uraltes Wetterausches Rittergesehlecht, aus dem meh- 
l'ere Mitglieder dem D. Orden in Preussen angehörten und 
hohe Würden bekleideten. Zu Anfange des 16. Jahrh. 
erwarb die Familie ansehnlichen Grundbe8itz in OstpreulIsen, 
besonders im 8amlandl' und im Riesenburgisehen, starb 
jedooh mit don vier Enkeln (le8 ersten Erwerbers der 
Güter die zum Theil naoh Lieflal1l1 zogen, um 1577 wie- 
(ler aus. 
Schild: Auf # 8 w. ins Schächerkreuz gestellte 
Herzen. 
Hel m: Offener # Flug, dessen jed(.r Flügel mit der 

childfigur belegt ist. 
Decken: # u. w. 
Drausehwitz, (Taf. 10.) 
Unbekannten Ursprungs, nicht mit der ausgestorbenen 
Lausitzer Familie mit einer J:;'i8chotter im Wappen zu 
verwechseln. Sie lic,ssen sich in der 2. Hälfte des 15. Jahrh. 
in Preusllen nieder und wohnten faijt aU8schliesslich auf 
Gütern in den Masurischen Aemtern, besonders auf Bal- 
den und Lippau, Or. Koslau und Or. Gröben. Uas Oe- 
tlchlecht erlotlch mit einem der beiden Brüder (ein dritter 
war klein gestorben) Samuel Oottlieb und Simeon Carl 


Friedrich v. D. a. d. H. Crapelnau, die beim Beginll dieses 
Jahrh. in Preuss. Militai.'dienstpn IItundcn. 
Schil d: Auf R. 2. w. abwäl.ts gpkohrte ins Andreas- 
kl'euz ge8ctzte Schwertel' mit g. Oriffen. 
Hel m: 5 Strausllf('dcrn abwech8clnd w. 11. r. 
Deckcn: r. u. w. 


,. öKt.. 'Oll ))r(')'",,,,, (Ta£. 10.) 
Ein altes Wetterausches, besonders in der Herrschaft 
Münzenberg ehedem angesesllenes und angesehenes Oe- 
schlecht, aus dem lIich H..inrich Y. v. D. zu Anfang des 
]6. Jahrh. in Preussen nicderliellR, wo er Rauscbken im Nei- 
denburgischpn erwarb. 8chon mit seinem Sohn Michael starb 
(liello Linie 151:18 im :M..mll'
,tumme, mit IIciner Schwester 
Harbara verw. v. Przcworllki im J. 1604 überhaupt aus. 
Schild: B. mit 2 g. Querbalken. 
Hel m: Inmitten eines offenen w. uml judurseitll mit dem 
Wappl'nschil(l belegtpn Fluges eine von R. u. W. mehr- 
mal8 quergcstreifte obt'n mit 8 1'. }'euprflllmmen gekriinte 
Situla. 
Decken: b. u. J!;. 


nrit""'(.... (fuf. 10.) 
W ut;tphalon soll diu Ht'imatl1 dieses altadeligen Oe- 
schlechts sein, das sich im 15. JulIrh. in Cur- und I.ief- 
lalld zeigt und ur'prün
lieh T. d. Oest, genannt v. D., 
genannt gewet;en s('in soll. Hieronymus v. D., Churbrand. 
Rittmcister, dur um 16580iitel' im Mohrungischen erwarb, 
ist der Ahnherr dur I'reuss. Linie, die zu Ende des vorigen 
Jahrhunderts I'rloseht'n ist. Sie gab dem Preusl!. Heere 
den huchverdienten ('avlLllcrie-O,'nel'al Gcorg Wilhelm v. 
1). (t 111'18). 
8 dIi I d: Quergotheilt, unten von R. u. W. geschacht, 
oben auf W. der ltaabe. 
Helm: Inmitten eilw8 offenen w. J:;'luges der Raabe. 
Decken: r. u. w. 


DroNte, l<'reiherren, (Taf. 10.) 
Constnntia v. Droste, Gemahlin des Vieebürgermeisters 
der Stadt Kneiphof-Köni
sberg, crhielt nebst ihrer Deseen- 
denz unterm 30. Juli 1704 ein Adels-Renovations-Diplom 
und ihr Sohn Johann J:;'riedrich v. D., Preuss. 'l'ribunalll- 
Rath, auf Linkohnen und Starkl'nberg am 21. Jan. 1701) 
ein Auerkennungsdiplom seines Adels und Freiherrnstandes 
von K. Friedrich I. Durch den kinderlosen Tod des Ca- 
pitains a. U. Ludwig Friedrich Frhr. v. U. aufLinkehnen, 
Starkenberg und Kapkeim erlosch um 1825 das Geschlecht, 
dessen Name und Wappen nebst den Oütern auf einen" I 
Zweig der v. Knobloch übergegangen ist. ;; 
),
 1). . 
,Jf.. 
Schild: :1* mit w., gekröntem, r. -geflügeltem :I 
J:;'isch. 
Helm: Oekr.; einc von # u. W. gespaltene Fisc,h- 
reuse. 
Decken: # u. w. 


¥- 


DuderHberg, ('l'af. 11.) 
Von unbekannter Herkunft und Heimath. Der 1750 
gestorbene Major Philipp Christian v. D. besass die Kl. 
Kuglackschen Oüter im Tapiausehen, hatte a
er keine 
Leibeserben und nur zwei Hrüder, davon eIDer 1721 
Amtsverweser zu Labiau, der andere Preuss. Ml\ior 
1740 war. 
Schild: Auf B. ein g. Kammrad oben mit 2 w. Li- 
lien, unten mit 2 g. Pfeilspitzen in }'orm eines Andreas- 
krcu7.ps besteckt. 
Helm: 2 w.-geharnischte Arme, die das g. Kammrad 
halten. 
Decken: b. u. g.
		

/Pomorze_030_14_020_0001.djvu

			Iß 


AU:::;GE:STClRII\';NEH PREl"::;::;I
I."JIEH .\DEL 


nuhtld, (Tar. 11.) 
Altf'll vonlebnIes Polnisches Oeschlccht, das im 15. 
und 16. Jahrh. Güter in Westpreussen bcsas8, wo diese 
Linip zu Anfang des 17. Jahrh. erlosch. Albrecht T. D. 
kaufte c. 1630 ein Gut im Hauptl.mt Lyck, hat abcr 8pinen 
I:!tamm ni,'ht fortgepflanzt. 
Schild: Auf R. zwischen 2 w. abgekehrten Hulh- 
monden ein w. I:!chwC1.t mit g. Griff abwärts gekehrt. 
He Im: Uekr.; r. Dmche, aus dessen Racllt'n dio 
Schildfigur wagrecht hpryol'geht. 
DCI:ken: r. u. w. 


Uzial)...
ki, ('l'af. 11.) 
t;in sehr vornehmes Polnischcs Adel!!geschleeht, das 
im 15. Juhrh. sehr ansehnlich in Preu8sen begütert wal' 
und dessen Mitglieder zu hohen Stellen im J,ando p;elang- 
ten. Nicohl11s v. D. soll 1412 das Jndi
l'nat in I'l'cusscn 
erblllhm haben. Der Letzte dor 'Ve8tprousB. Linie sclIpint 
dor W oywod zu Culm lind Hauptmann zu Tolkcmit I:!tanis- 
laus v. D., deI' noch 1642 Icbte, gewesen zu sein. Er 
besas8 :N dau; ein underes }lit
lied der Familie, Johann 
v. D., WIll' 1663 im I:!oldauschen vorübergehend begütert. 
/:! chi ld: Auf R. ein w. halber Ring, aut' dem ein w. 
PI'.
ilei8en stpht. 
Helm: Oekr.; 2 w. geharnischto Arme, den halhen 
Ring haltend. 
Deoken: r. u. w. 


UZhIKf'I, 8" U ""'01' ". D., (Taf. 11.) 
Albrceht HaitIlsol' von Dzing'el fiuf Doliewpn lind 
Cheleben, Poln. _\
put des Amtes Oletzko und Land- 
lIehöft'enmeistpr, cin Sohn des tapt'ern, beim Stur1ll ant' 
Stettin 1677 Rchr schwer blesBil'ten Churbrand. J,ieutenants 
\)z. ('rhiclt "om K. J<'rieolrich Wilhelm I. d. d. 10. Jan. 
1716 den Adel seiner Vol'fi1hrcn bestätigt. Mit einem seinor 
t!ÖhDP, dip lIich als brave Officiere der PreUl!!'. Armee be- 
kanllt machten, dem IIlnjor Michael v. Dz., Erbherrn der 
obig(.n Ulitp.r, erlosch di(' l"uu,jJie wieder im J. 1766. 
t;cLil,l: Auf O. ..in w. I:!chweinskopf mit pinern 
w. Degen mit g. Oriff' nael, o!'en zu senkrecht dt\r('h- 
IItochen. 
11 el m: Oekr.; die Schildfigur, 
necken: r. u. g. 


DzierZRlIowJilki, rfaf. 11.) 
Polnisches AdclsgQschleeht, aus dem sich 'l'homRIi 
v.1I. in Preus8en begütm.t milchte, wo er 1634 im Oil
cn 
burKis,'hen an8ässig wal'. Mit ihm oder mit seinem :'ohm' ist 
die Familie wieder erl{l
chen. 
8.:hild: Auf R. 2 w. Lilien nebeneinander. 
HellII: Gekr.; die 8ehildfigur auf einem I'fauen- 
,n'hwcif. 
necken: I". u. w. 


nzh'rl!dll
ki, (Taf. 11.) 


tlllch ScllOrscbinski Itenannt, eiu polnisches Adolsge- 
lIohl.'cht, das sich mit Michael v. D. aufMiohelau im ltiesen- 
bur
8ehen in der 2. Hülfte des 16. Jahrh. pOlllle8sionirt 
mud.to und mit seinen 1607 noch lebenden Enkeln aus- 
8tarh. 
Schild: AufO. ein b. Hufeisen mit ucn ein b.Krenz 
,'ill"chliessenden t;tollen abwärt8 gokehrt. 
Helm: 2 g. je mit 2 r. Quel'balken br.'lpgte Biißi'I- 
hiirrllw. 
Uecken: b. n. g. 


10. 


"
bc'r.. ('l'.
f. 11.) 
Von unbekanntem Ursprun
 und Heimatb, s..it End.. 
des 15. Jahrh. in Preussen be;;iitert nachwl\i
sbal' nn,1 
7.war im Barthenschen, namentlich auf Legienen und Ro- 
dehlen, Als Letzte des nie ausgebreiteten Geschlecht
 
erscheinen die Uebrüder Dietrich v. E. out' Rodehlen 169(0; 
und Chl"istoph v. Kauf Rogainou 1736; Söhne des Inster- 
bnrgi8clwn J,aDllriehterl'! George v. E. 
Sc h i I d: W. mit 1* mit w.-bet'iedel'tem, b.-8pitzigem 
Eisenpfeil belegter Almbrnst. 
Helm: #-gekleideter Mannesmmpf mit w. Kragen 
und 1* MÜtze mit w. 8tulp, oben mit 1* IIalmenfeder 
besteckt. 
Decken: # u. w. 


E('kf'llfeld I., (Tat' 11.) 
Heimat1. und Ursprung dieses Ge8<:hlcchts cO\l8tirell 
zur Zcit nicht. K untz v. E. er8oh,'int alli der Ersto diesel!! 
Geschlcdlt8 1469 in l'reusscn (auf M,'isterf..ld) angc8e8sen. 
Seine Nachkommonschaft war nie zahlreich und er- 
losch ums Jahr 1670 mit dem Churbrl\nd. Lieutenant bei 
der Preu!!s. Holländillchen Ll&llddrag.-Comp. Eustll.ch v. K 
auf 'VOl'ittcn, der nur zwei Töchter bintcrliess, derun ,'iue 
das Out ilu'em Gemuhl Fabi:UI v. Kuobelsdort' zubrachte. 
Die Preuss. ,\' appenbücher geben oin anderell W tippen 
an, als dio 8iPl
el tiUS llem 17. Jahl'h. zeigen. 
8,' h i I d; W. u. lt. (IUergethl.ilt, unten ein gelIßrnischtel' 
Arm, deI' tin g. Stil'l einen bl. Hammer, der in das obero 
I
eld hineinragt, hält unol geht iu d..ms"lhen aU8 dem I:!tipl 
linkshin ein gr. Eiclll'nhlatt hel'vur. 
Ildm: Die I:!ehildfigur. 
Decken: I'. 1/, W. 


"
c'kc'II"('ld 11., (Taf. 11.) 
Vergi. ,Ien vorigen Artikel. Ganz ander8 let das 
WÜppCll, wie es sich \llIch einem t;iegcl Joachillls v. E. 
von 16:!6 darstellt. 
I:!ehild: W. Init einem (r.) unten in 2 schl'iige t!eiten- 
balk..n auslaufenden Pfahl. 
11 ellll: 3 r. ROIi')J1 auf gr. bebli1ttertem Stengel. 
Docken: r. u. w. 


Ec.kc...ft"ltl 111., ('I'af. 11.) 
Ver
l. den vorigen Artikel. Ein 8iegel )J.Il,tins v. E. 
yon 1605 liisst folgend!.'s Wappen sehen. 
Schild: Auf der Mittlern von 3 schrillt Zusammen- 
gesetzten Weckcn oder Rauten eine Tumiorlo1llze anfge- 
lichtet. 
Helm: 3 Btrallssfedern. 
Decken: 


"
Klillgell, (Tar. 11.) 
A\t.hayerisches OeRchlecht, al1S dem sich Ulrich v. E. 
in den letztcn Jubren dcs 15. Juhl'l1. im 8amlomle an8äs8ig 
macht.> um 1!J12 auch zn HI'I1I1..hprg im Balgischen Oe- 
biet ansilsRig wal', aber bald dürlluf wieder aus dem Lande 
zog nuehdem sich scine bciden Töchter daselbst verhei- 
rathet hattcn. 
8 c h i1 d: B. mit w. aufl'echtgestellter Egge. 
ne 1\11: Halbel' w. Hadreifen, worauf ein hai bel" 
w. Hut, dessen blaucl' Knopf mit # Hahnenfedern be- 
steckt ist. . 
Decken: b. u. w. 


1;;1(
"holtz. ('I 'at". 12.) E.-Jab1onowski. 

chon im 15. Jahrb. in Westprenssen vorkommendes 
Adl'lsgeschlecl1t, anf Eichholz, erloschen in der 2. Hälfte 
des 17. Jakrh.
		

/Pomorze_030_14_021_0001.djvu

			.1 


. 


" 


.. 


... 


" 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


8 chi I d: R. mit 2 w. oben übereinandergelegten Sensen- 
klingen. 
Helm: 3 Stranssfedern, r. u. w. 
Deckeu: r. u. w. 


. 


Eh'hieht, ('faf. 12.) 
Alteingebornes V ogtlöndisches Adelsgeschleeht aus 
wendischem Stamme. Die Preuss. Linie, seit Mitte des 
16. Jahrh. etablirt, l!1ammte aUI! dem Hause Langenbrllck 
und besass vornehmlich das Gut Molsehnf'n im Samlande, 
auch Kindschen im Ragnitl!chen u. a. Oüter. Der Letzte 
des Preuss. Zweiges, Hans Albrecht v. E. lebte unver- 
mählt noch 1614. 
Schild: Auf W. eine r. gelbbesaamte Rose mitSgr. 
Eichenblättern im Schächerkreuz besteckt. 
H('lm: Kugel (ursprün
lich wohl Scheibe) von R. u. 
w. ge8palten oben mit w. Hllhnenfedern besteckt. 
Decken: r. u. w. 


Elsersdorfr, (Taf. 12.) 
J<:in aus dem Olatzischen stammendes altadeliges Oe- 
schlecht, das sich zu Anfunge deI! 16. Jahrh. in Preussen 
niederliess und hier das Out Cammerlack im Hauptamt 
Labiau besass. Dies Gut gehörte 1595 zwei Brüdcm, von 
denen der eine damals nach Schweden zog; der andere 
beschloss sein Oeschlecht in Preussen. Hier wurde das 
Wappen etwas anders geführt, all! in der Stammheimath. 
(S. 8iebm. I. 51.) 
Schild: Quergetheilt, obenaufW.ein r. gekr.Löwe, 
unten auf R. ein in 2 Reihen VOll O. u. B. gel!chachter 
Querbalken. 
Hel m: Dei' waehsende Löwe. 
Decken: b. u. g. 


..:1 bt-'II, (Tat". 12.) 
AU8 unbekannter Heimath kUl'z vor 1640 nach Preussen 
gekommen und im Samlande und Masuren begütert. Im 
letzten Viertel des 17. Jahrh. lcbten noch drei Brüder, die 
in Churbrand. resp. kaiserlichen }lilitairdiensten I!tanden. 
Zuletzt erl!cheint der Preuss. Oberstlieutcnant Christoph 
v. E. 1714 der nur eine Tochter hatte. Nach einem vor- 
liegenden Siegel führte die }'amilie (der Major Otto Friedr. 
v. E. auf Kallischken) folgendes Wappen: 
Sc h i I d: Oespalten vorn ein senkrechf gestl'lIter Fisch 
hinten ein Querbalken. 
H p.I m: Inmitten eincs offenen Fluges ein wachsender 
I.öwe. 
Decken: 


..
ltli itt"lI, (Tat: 12.) 
J<
igentlich Padcluch genannt, während der erstere 
Name von dem alten Sitz- und I::!tammgut E. im Ernllän- 
dischen hergenommen ist. Ein aus dem Blut der alten 
Urbewohner Preussens hervorgegangenes vornehmes Adels- 
ge8chlecht, das schon 1315 sich urkundlich nachweisen 
1ä&8t. Das Out Podlaehen hat von ihm den Namen. Nach 
ziemlicher AUl!breitung erlosch es im J. 1844 mit Karl 
Ludwig v. E. auf Windkeim, Jankenwalde, Podlachen, KI. 
Oalbulmen, Seelack Ul!d Wossau, nachdem seine beiden 
Söhne jung gestorben waren. 
Schild: Auf O. ein br. quel'gelegter 8tumpfästiger 
Baum8tamm, auf dem oben abgekehrt 2 # Vögel stehen, 
während einer desgleichen auf dem unten herabhängenden 
rankenförmigon Aste sitzt. 
Hel m: Inmitten eines offenen g. Fluges einer der 
Vögel. 
Decken: # u. g. 
YL ,. 


l'l 


Ellert. (Taf. 12.) 
Ein nicht mit den noch in 08tpreussen blühcnden aus 
Schloss Eller bei Düsseldorf stammenden v. Eller zu ver- 
wechselndes Oeschlecht von unbekannter Herkunft, das 
dem PreUS8. Heere mehrere verdiente Offiziere gegeben 
hat. Es machte sich um 1660 mit 2 Brüdern im Amt 
Hohnstein dnsässig und starb, nachdem der Grund- 
besitz schon verloren war, an8chcinend mit dem Obersten 
des Inf.-Regim. v. Zaremba Friedrich Wilhelm v. E. 1780 
im Mannsstamme aus. 
Schild: Von W. u. R. in 4 Reihen zu 4 geschacht 
und zwar die beiden w. Felder der 2. und das mittelste 
der 3. Reihe mit je einer I'. Kugel belegt. 
Helm: 8 Strall88federn r. w. r. 
Dccken: r. u. w. 


EllliM(
h, (Taf. 12.) 
Ein im Hochstift Pomesanicn im 14. und 15. Jahrh. 
reich angesessenes und ausgebreitetes Geschlecht, das sich 
eifrig zum Preuss. Bunde hielt, und in den ersten Jahren 
des 16. Jahrh. erlosch. 
S ch il d: Quergetheilt, oben ein rückschauender gehen- 
dOI" Löwe, unten 4mal qUeI'getheilt. 
Hel m: Ein Büffel- und ein Hirschhorn. 
Decken: 


.
Isellall, (Taf. 12.) 
auch EIsanowl!ki, ein altpreussisches, in Westpreussen 
heimisches Adelsgeschlecht , das im Marienwerderschen 
schon 1363 vorkommt. Im vorigen Jahrh. standen mehrere 
als Officiere in Preuss. Diensten, zuletzt Albrecht Jacob 
v. E., der 1797 in RU8s. Dienste ging. Seitdem ist Nie- 
mand von der Familie bekannt geworden. Eine Linie 
hatte zu Anfang des 17. Jahrh. naeh ihrem Out den Bei- 
namen Samplawl!ki. 
Schild: R. mit Kopf u. Hals eines w. Adlers. 
Helm: Oekr.; 2 r. mit 2. w. Balken belegte Büft'el- 
hümer. 
Decken: 1'. u. W. 


"
18holtz, Melsholtz, (Taf. 12.) 
Ein wahrscheinlich 1621 ausgestorbenes altes Pommer- 
Bches Oeschlecht, vcn dem sich Casper v. E. um 1560 
zuerst im Schakischen, dann im Liebstädtischen und 
Pr. Eylauschen in Preussen ansässig machte. Er war 
1580 bereits todt und zogen seine Nachkommen aus dem 
Lande. 
Schild: W. mit # gemeinem Kreuz. 
Helm: Drei Straussfedern w. g. # 
Decken: # u. w. 


"
lIgelke, E. v. Bildekau, (Taf. 12.) 
Eine vornehme Danziger im Besitz des Adels erschei- 
nende Familie, von der im letzten Viertel des 17. Jahrh. 
noeh Friedrich Oottlieb und Sigmund Ehrenfried Oebrllder 
v. E. am Leben waren. Ihre Schwestern heiratheten in 
die Familien v. OCl'sdorf und v. d. Oröben. 
I::!child: Von G. u. B. quergetheilt, oben ein Rabe 
mit w. Ring im Schnabel, unten 3 g. 2. 1. gestellte durch 
ein Olied verbundene Ringe. 
Helm: b. g. bewulstet; der Raabe zwischen 2 vou 
O. u. B. über Eck getheilten Büffelhörner. 
Decken: b. u. g. 
Entzebe(
k, E. v. Pangerwitz, (Taf. 12.) 
Ein angeblich Pommerise,hes Oeschlecht, das sich mit 
Hans v. E. um die Mitte des 16. Jahrh. im Insterburg- 
ischen ansässig maohte. Die Familie trat nachher zum 
fI
		

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			I1 


Al'SOE8TORBI,;NI<:R PREUSSI8CHBR ADEL. 


Theil in bürgerliche Verhältnitlse und führte den Namcn 
Pancritius. Unter dem N"men Y. K erseheinen die Letzten 
7.
schen 1640 und 1655. 
R chil d: Auf R. eine querdurehgehcndl' w. Leiter, 
auf der eine w. Oan8 steht. 
Helm: O
kr.; S Straussfedern b. w. r. 
Decken: b. w. r. 


:t;p.till.,;ell, (Ta£. 12.) 
l<:in nraltes Schwäbisches Rittergeschlecht, dCl!sen 
gleichnamiKes I;tammhaus im alten Creiehgllu liegt. Es 
hat dem Deut8chen Orden in Preussen mehrere hervor- 
ragende Ocbietiger gegl'ben und liess sich in Folge dessen 
hier in der ersten Hälfte des 15. Jahrh. und zwar zuerst 
in Westllreussen nieder, hielt sieh nicht zum PreusB. 
Bl1llde, ward deshalb vom König von Polen Keäl'htet und 
verlor seine Oüter. DieBe erhielt es nun in 08tprl'USsen vom 
Orden der seine Treue durch VerleihunJr des Ordens- 
kreuze
 in sein Wappen belohnte. Bs tllPilte sich in an- 
sehnlicher AusbreitlIng in zwei Hauptlinien , die Branden- 
burgische (im Amt B.) und die Osterrodische. Der LtJtzto, 
Oeorg Ernst v. E., fiel 1758 in der Schlacht bei Zorndorf 
als Prl'lIss. Capitain, doch 80llen noch 1761 Söhne von 
zwei in Dänischen Diensten stehenden Brüdcrn v. E., 
Orossvatersbruder8söhne des Vorgenannten 8ich in Preussen 
aufgehalten haben. Sie sind hier weder fl;eblieben, noch 
haben sie überhaupt ihren Stamm fortgepflanzt. 
Schild: In einem mit w. Herzschilde, worin das ein- 
fache # Ordenskreuz, belegten von R. n. W. gespaltenen 
"'eide 2 Hellebarden mit verwl'chselten 'I'inctul'en. 
Helm: Die den Ordel1sschild umschlies8enden Helle- 
barden, eine w. nnd eine 1". zwischen einem 1". und einem 
w. langen Ohr. (Reiherfeder!') 
Decken: r. u. w. 
)<;y"R('k, EY"'8X, (Tar. 13.) 
Uraltes eingebornes Oeschlecht des Bomlandcs, wo es 
"ich zu Anfange des 15. Jahrh. unter obigem Namcn zeigt. 
Katzenblick war !lein Stammgut. N('bcnlinien im Oilgen- 
burgischl'n und Osterrodi8chen, im 16. Jahrh. auch in der 
Pfalz. Die Ausbreitung war nic bedeutend. Der Letzte, 
Ueorg v. KaufReichenau, lebte noch 1646 und hatte nur 
eine Tochter. 
Schild: Auf vr. ein vor sich hin gokehrtes, bis zu 
den Knieen sichtbares, # gekleidetes, mit w. Umschlag 
versehenes Frauenbild, dessen Rock vom Gürtel ab mit g. 
Querstreifen besetzt ist und da
 2 # Hörner zum Blasen 
an den Mund sctzt. 
Helm: Die Figur wach8end. 
necken: # u. w. 
Anm: Etwas abweichend ist das Wlippen, wie es die 
Pfälzische Linie nach Siebmacher 11. p. 61 geführt zu 
babl'n 8cheint. 


"'"sold. '"81!!0Id, (Taf. 18.) 
Ein nicht mit dcm alten Thüringischcn Oeschlecht zu 
verwechselndt'8 Prt'US8isches, dliS tlich auch aus Thüringen 
herleittJte und eine Adclserkennung unterm 28. Septbr. 1661, 
die der Churfürst Fri"drieh Wilhelm von Bl'andenburg 
dem Rathsverwandten zu Königsberg in Preu8sen RUllolf 
1<'. ertheilte, I'rhielt. Es erlosch zu Anfang des 18. Jahrh. 
Schild: W. mit 2 "4 l'fählen. 
ReIm: Oeh.; 6 Strau8sfedern, abwechSl'lnd w. u. # 
Decken: 1+ u. w. 
.:edt"I'ßII, (Tlif. 13.) 
Altllreu8sitlches Adelsgeschlecht , von dem wenig be- 
kannt ist und dessen gleiehnllDliges Stammgut im ßalgi- 
8chl'n liegt. EH erlosch schon zu Anfunge des 16. Jubrh. 


mit Han 
 v. 1<'., der in den deuhlchen Or.len getretf'n war 
und 1520 lebte. Die Oüter fit'len durch die I<:rbtochter 
an die v. Oebnsch. 
Schil d: Von W. u. B. quergetheilt, oben ein wach- 
8ender r. Wolf. 
Helm: Der waeh"cnde Wolf. 
Deckt'n: b. u. w. 


,. d. )<'eld(' J., (Taf. 13.) 
Bin eillgeborues Preussiscl1es Adelsge8chlecht, das in 
WestpreusRen besonderR im CulmerlaJ1lle während des J4. 
und 15. J ahrh. sehr aneehnlich begütert war und naell dem 
Abfall W t'stpreussen8 vom Orden sich polonisirte und zu 
hohen Würden in seiner Heimatl1 gelangte. Eine Linie 
machte eich 7.U l<:nde de8 15. Jahrh. auch in Ostpreu8sen 
(im ßarthischen) se8shaft, starb aber bald IIlIl'h 1517 aU8. 
Die Wcstpreuss. Stammlinie erloRch im 17. Jllhrh. Ob die 
v. d. }'.-Zakrzewski, die im Murienwerdersl'hcn und Oster- 
rodi8chen Ruch im Pr. MarkiHch('n zu Endc des J6. und 
im 17. Jal1rh. beKütert waren znr }'umilie jl;ehörcn, wird 
ihr Wappen ausweisen. Die v. d. F.-Wypczinski blühten 
noch im vorigen Jllhrb. in Wcstprenssen, anch im El'm- 
lande auf Scharnigk). Andern I3tammes sind die v. 
Felden. 
Sc h il d: R. mit g. schrägrechtsgelegtem oben mit 3, 
unten mit 2 Blättern Tersehenem Baumstamm oder Ast. 
Hel m: 2 dergleichen Baum8tämme oder Ae8te neben- 
einander unten Rpitz zusammengeRetzt, der erste mit 2 
der andere mit 3 Blätter an der Aussenseite. 
Decken: R. u. g_ 


1 


'". d. "'eld(
 11., ('faf. 13. I 
Da8 Siegel eines in Westpreussen im 15. Jahrh. be- 
güterten Jenichcn v. d. F. zeigt das naehstehende Wappen 
80 dass zwei verschiedf'ne Familien diese8 Namens anzu- 
nehmen sind. 
Schild: Auf ß. 2 g. mit dem Rücken zllsammenge- 
kt'hrte Halbmonde. 
Helm: Die Schildfigur. 
Decken: b. u. g. 


j 


)<'elfb.tedt. (Taf. 13.) 
Ein im 15. Jahrh. in 'V cstpreus8en sich zeigendes 
Adelsgeschlecht, von dl'm ein Zweig aneh in Danz.ig lebt
, 
ein anderer zuletzt im Hauptamt Pr. Mark erschemt. J'!lit 
ihm erlosch durch den 1654 erfolgten Tod Hans Ernsts 
v. F. das ganze Ocschlecht. .... 
Schild: R. mit w., mit 3 r. Lowenkopfen belegten 
Querbalken. 
11 el m: Eine w. u. eine r. Straussfeder. 
Deeken: r. u. w. 


! 


Fill('k, ('faf. 13.) 
spiitf'r (spit ungefähr 1660) auch 1<'. v. Finckcn8tein) 
ein nicht, wie gefabelt i8t, aus Steyermark stam
ende
, 
sondern cingcbome8 Geschleeht PreuRsens, das l1:er seIt 
etwa der Mitte de8 14. Jahrh. urkundlich nachzuweisen ist 
und hauptsächlich im Neidenbllrgisehcn (namentlieb auf 
Roggenhausen und Seewalde) angesessen war. Im 16. u. 
17. Jahrh. sehr zahlreich; die Stammlinie ist erloschen; 
eiDer der Letzten derselben, wenn nicht der Letzte, war 
Christoph Albreeht v. F. auf Dosnitten, der noch 1715 
lebte. Die gräfliehe Linie blüht bekanntlich noch fort. 
Sc h i I d: Anf ß. 2 K. mit dem ßÜl'ken gegeneinander 
gekehrte Hulbmondf', darüber cin g. Stern. 
Helm: Die Schildfignr. 
Decken: b. u. g. 


I 
( 

 


) 
I 


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J 


J
		

/Pomorze_030_14_023_0001.djvu

			A {'
(; J<::--TORm::n:R I'RJ:(''''
I;'( 'Hlm ADEL. 



 


.'lttkHn, ('faf. la.) 
Altpl'eUl;8iHch(,!; Oeschlecht von ulitergeordneter Be- 
deutunJ{, im Samlandc bCl\'ütel't und im Ij. Jahrh. zuerst 
urkundlich genannt. Die L.,tzten ihreIl Stammes, Oeol'gc 
und HanR v. F. auf Fehrhof lebten im J. 1570. 
Schild: AufW.ein r. mit 8 w. ROllen belegter oben 
und unten von einem offenen :t:t: Fluge begleiteter Quer- 
balken. 
Helm: Offener # Flug. 
Deckcn: # w. r. 


.. 


1,.tanNS, (Taf. 13.) 
Altes ritterliche8 Gesohlecht der Orafschaft Orlamünde, 
von wo es 8kh im 15. Jahrh. nach der Mark Brandenburg 
und von da zu Anfan!\e des 16. Jahrh. nach Preu8sen 
verpflanzte. Hier besass es namentlich die ansehnlichen 
W ollllsdorfschen Oüter im Tapiauschen. Auch die 
Preu8s. Linie war ni,'ht arm an hervorragenden Männcrn. 
Sie erlosch bald naeh 1725 mit den Söhnen des 1724 ver- 
storbenen Capitains lJietl'ich Friedrich v. F. auf :Sehön- 
waltle. 
Schild: Auf W. ein # r. bewf'hrterAdler mit Kopf 
lind Hals eines r. Wolfes. 
Hel m: Uckr.; oflimer von # u. W. 4 mal quer- 
gestreifter mit 2 r. Schwertern belegter Flug. 
Decken: # u. w. 


J 


"'II
Menld('ln, ('faf. 1::1.) 
In WClltprcusscn im 15. Jahrh. vorkommende!! Addt;- 
geschlecht von unbcknnnter Herkunft und zu Anfange des 
16. Jahrh. erloschen. 
Sc h i I d: Schräglinkcr mit S lanzettfönnigcn Bliittern 
belegter Balken. 
Hel m: }'fauenschwanz. 
Decken: 


.. 


"'Iör(
k('. (Tuf. 13.) 
AmoM Dich'ich F., Preuss. lI1ajor beim Cnir.-Regim. 
v. Waldow (tah! Ob"I'lIt 1752), Jt.:rhh. auf I\lischen u. s. W., 
unterm 23 Juli 1732 in den I"'CIISII. Adclstand erhoben. 
Sein Stamm cdosch mit 8l'iu('m Bllk..J, dem Obersten Hein- 
rich v. F. im J. 1830; da Rein einziger Sohn jun
. ge!!tor- 
ben wal'. 
Sohild: Auf B. ein w. Greif, deI' in den Vorderpran- 
ken 2 gekreuzte :.:!tandarten hält. 
Helm: b.-w. bcwulstet, S w. reehtshin gebogene 
Straussfedcrn. 
Decken: b. u. w. 


I 
t, 


"'or8(
II"f4. (Taf. 1S.) 
DCl' kais. RusH. Major v. F. auf Schill.minken bei 
Tilsit erhielt unt""1D 1. Fl'br. 1776 lIen I'reulIs. Adp.Istand. 
Mit Hcincm Sohn, dem Lieutenant Joh. Friedril'h v. F., 
starb 1
07 dic Fall,i1ie wil'dl'r aUH. 
Schild: Von W. u. B. gespalten, vorn auf w. Drei- 
hügel ein gr. Baum, hinten ein aUS w. Wellen hervor- 
tauchender g. J.liwc. 
H ('Im: 8 Straus8fed('I'll. 
Decken: 


-" 


.'rt'Me, (Taf. 14.) 
Alte8 niedel'l!ächsisches Adel8geschlecht, noch jetzt im 
Hannöverillchen blühend. Eine Linie kam mit Johann 
Heimich v. }'. (t 1704) nach Proussen, wo Oüter im 
Oerdauischen nnd Rastenburgischen erworben wurden. 
Der GI'nannte hutte eine sehl' stBrke N allhkommensehsft,. 


! 


" 


!
 


von der 7.war 4 
öhn.. ihren Stamm rorrsetzten. dOl'h be- 
stand Ilcrselbe 11111 ::;chlusII .\ps vorigen Jahrh. nur aUR 
('im'rn in Polen lebendl'n Mit
liedp., daB ein('n Sohn .loseph 
v. ]<'. hatte, d..r alll Letzter der Linie anzusehen iRt. 
Schild: Auf B. ein w. Helm, geziert mit 3 w. je 
auf ('iner r. Kugel stehenden Straussfedern. 
II e Im: Die 8traussfl'dern auf den Kugeln. 
Deoken: b. u. w. 


"'r("!oI(-, (Taf. 14.) 
Altet Nied('rsäl'hsillches, uuch im Erzstift Brcmt'n be- 
gütcrtes Geschlecht, auf Weihe und Campe, aus dem ein 
Zweig, Hans JORchim v. F., sich 1685 in Preussen durch 
Aquisition von Ocrkeudorf im Amt Sehest nicderliess. 
Mit ihm starb schon di('se Linic wieder aus. 
Schild: Auf W. ein querliegender gr. Ast aus dem 
Ruf gr. beblättl1rten ::;teng-eln 3 r. Ros('n hervorgehen. 
Hel m: 5 ßtraus8f"dprn abwechselnd r. u. w., jcde 
mit einer Rose in v('rwechse!tpn Tinkturen belegt. 
Del'ken: r. u. w. 
A n 10.: Noch nieht aus
emacht ist, ob zu die8er Fa- 
mili(' /luch Ba1thasur }'riedl"ich v. }'. gehörte der PI('nsen 
und Hennenl\ll.gcn in PreUS8l'n besass, 16118 starb und von 
einl'm Sohn Adam Fri('lIrich T. F. Ilberlebt wIIl'de. 


"'rh-b('.., (Taf. 14.) 
I'rcu8s. Adelsdiplom ,'om 2
. Aug. 1753 für den 
l'reuss. Licutl'nant beim lnf.-Reg. Dohna, (zuletzt Oberst- 
Iicutl'nant) Gt'ol'ge Heiurich F. und seine Bruderssöhne 
Ocol'ge Ludwig, -Lieutenant und Johann Oottfried, Fähn- 
rich bei demsclhen Regiment. Das Ol'schlecht erlosch im 
J. 1
5
 dureh dl'u Tod des Capitains vom 14.lnr.-Regim. 
v. F. 
IS dl i Id: Von W. u. B. !\,espll!tt'n, vom ein einwärts 
gl'kehrtel' :j:I: Flügel des Preus8. Adler
 mit g. Kleestengel, 
hinten 3 g. Sterne 2. 1. 
Helm: #-w. bewulstet, zwischen 2 Bütf('lhörnern, 
deren er8t.ell von "'. u. 1*, da8 andere von B. u. G. quer- 
gl'theilt i
t, erh('bt 8ieh auf ein(,1I\ gr. Kranze ein gt!har- 
niHchter lumender Arm. 
Hcckl'n: links: # u. w. 
r,,<'hts: b. u. g. 


"'rob("lI, (Tar. 14.) 
Ein angeblich aus dem Orafschaft Hl'nneberg 8tammen- 
deB, dann nach Franken gezogenes und im 17. Jahl'hr. 
mit einil1;l'u Mitgliedern in dio ChUl"brand. Staate überge- 
siedelte8 Geschl..cht. Es besas8 in l'reussen da8 Out Quan- 
ditten unrl führte dcm Siegel des Oeh. Raths Fl"iedrich 
Ludy,iJ{ v. ..... (t 17
S) zufolge nicht das der Fomilie ge- 
wöhnlich zugt'theilte Wappen mit dem Mercurstabe, sonrlern 
das Nachlltehpnde. Die Familie erlosch zu Anfange die- 
Sel! Jahrh. in Pre'IRRcn. 
Schild: Auf R. ein w. mit'S r. Sternen belegter 
Schräglinksbalken aus dem ein w. Pferd herv01'wächst. 
H ..I m: Ookr.; da8 wachllende Pferd. 
D('cken: r. u. w. 


I"röbller. (Taf. 14.) 
Ein alteIl vOl'Dphmes, vielleicht eingeborncs Oeschlecht 
Preussens, das schon von Anfllng dcs 15. Jahrh. ab im 
Oel'dauisohen lind Uartbischpn begüt.ert erscheint, ziem- 
lieh ausgcbreitet wl\r und mit Fricdrich Wilhelm v. F. 
allf Rodehlen lind Schülz im Juni 1738 im Manne- und mit 
dpr l<:nkl'lin seines Brude1't\ Maria Charlotte v. KC'ith, geb. 
v. ....., am 1. May 1801 im Weiberstamme erlosch.
		

/Pomorze_030_14_024_0001.djvu

			,... 


.... 


20 


A USG ES'fORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Schild: 0, mit Kopf lind Hals eines linksgekehrten 
1:1: Widders mit r. Hj)rnern. 
Hel m: 3 Straussfedern g. # g. 
Decken: # u. g. 
j<'U('IUol, (Taf. 14.) 
Hans v. ]<'. a. d. H. Bimbach \t 1568) stand zuerst 
als Bernsteinmei8ter im Dienste des D. O. in Preussen, 
wurde weltlioh und besass ein Oütchen im Cammeramt 
Lochstedt. Seine nicht zahlreiche Nachkommt'n8chaft er- 
losch bald nach 1685 mit seinem Urenkel Chl'istoph v. F. 
auf Langbrüek, Chul'brand. Lieutenant, der aus seinen Ehen 
mit einer geb. v. Krösten und einer geb. v. Canitz keine 
Kinder hinterliess. 
Scllild: Auf G. ein r. auf
pringender Fuch8. 
Hclm: R Hut mit w. I:!tulp, darauf sitzend der 
Fuchs. 
Decken: r. u. g. 


.'II('hs, (Taf. 14.) 
Der Churbrand. Oeh. Rath (nachher wirkl. geh. Rath 
und wirkl. geh. Etatsmini6ter) Paul F. auf Fuchshöfen in 
Prcu6sen u. a. Oütern in der Mark erhielt nebst seiner 
Oemahlin lind Kindern den 4. Juni 1683 den Reichsadel- 
stand, was der Churfürst Friedrich Wilhelm von Branden- 
burg den 29. Dccbr.1684 anerkannte. Er wurde nachher 
in den Freiherrn8tand erhoben. Siehe den folgenden 
A l'tikel. 
I:!child: Von O. u. B. gespalten, vorn ein halber # 
an die Theilungslinie sioh anl{'hnender Adler, hinten ein 
gelbröthlicher rechtsgekehl'ter Fuchs. 
Hel m : Oekr.; der Fuchs inmitten eines offenen # Fluges. 
Deoken: link8: g. u. # 
rechts: b. u. w. 
FII(')IIiI, J!'reiherrn, (Taf. 14.) 
Der im vorigen Artikel Oenannte empfing am 10. 
August 1701 den Preuss. Fl'eiherrnstand. 1fit seinem Enkel, 
J!'ricdrich Frhrn. v. F. auf Wedderau und Fuchshöfen, 
Preuss. Lieutenant, erlosch dall Oe schlecht im October 1738. 
S chi I d: O.-gerändert quadrirt mit w. Mittelschild, worin 
ein gckreuzter Eichen- und Palmen zweig. 1 u. 4 g. mit 
dem halben Adlcr (s. oben), 2 u. 3 b. mit einem einwärts- 
gekehrten rückschauenden Fuchs (s. oben). 
Hel m: a) Oekr.; die Figur des Mittelschildes. 
b) Stammhelm, doch der Fuchs wachsend nnd 
linksgekchl't. 
Decken: link8 gr. u. w. 
rechts # u. g. 
Gabt"leutz, (Taf. 14.) 
Altsächsisches im Altenburgischen vornämlich früher 
und noch jetzt begütertes Oeschlecht , das 8ich mit Hanll 
v. d. 0., zuerst Oebietiger D. O. in Preussen, dann welt- 
lich und Besitzer ansehnlicher Oüter im Mohrungi8cheu 
(t 1540), in Preussen niede1'liess. Diese Linie erlosch im 
J. 1657 mit dem Poln. Oborstl. Christoph Friedrich v. d. 
O. aufBuchwaldc, der nur 2 'föchter hinterliess, die in dic 
Familien v. d. Mülbe und v. d. Gröben heiratheten. 
8 chi I d: W. mit gestürzter r. mit doppelzinkigm' Oabel 
belcgter Spitze. 
Helm: Offener Flug, der linke Flügel von R. u. W. 
schräglinks, der rechte schrägrechts getheilt. 
Decken: r. u. w. 


Gadelldort
 Oattendol'ff, (Taf. 14.) 
Dies altholsteinische Oeschlecht kam um 1540 mit 
Claus v. O. nach Preussen. Dieser bekleidete ansehnliche 
Aemter und besass Oüter im Salauschen, doch erlosch 


, 


seine Nachkommenschaft schon mit seinem Urenkel Clemenl! 
v. O. zu Anfange des 17. Jahrh. 
8 ch i I d: W. mit # Querbalken, worüber nebenein- 
ander 2 # Katzenköpfe. 
Helm: 2 von W. u. # über Eck gctheilte Büffel- 
hömel'. 
Decken: :1+ u. w. 


(,lall, (Tar. 14.) 
Unbekannter Horkunft. Peter Joseph v. 0., Preuss. 
I
ieutenant beim }'üs.-Bat. v. Oreiffenberg, be sass im J. 
1800 Oüter im Ortelsburgischen, doc.h sind Nachkommen 
von ihm nicht bekannt geworden. ' 
Schild: Auf W. 3 gor. Oalläpfel 2. 1. 
Hel m: gekr.; ein Oallapfel. 
Decken: gr. u. w. 


G811(1o I., ('far. 14.) 
Ein Zweig der thü1'ingisch - braun8chweigillchen v. O. 
liess sich mit den Brüdern Balthasar (t 1581) und Mel- 
chior v. 0., die Oüter im Waldausehen hatten, in Preussen 
nieder. Seine :Kachkommenschaft erlosch mit Friedrioh 
Wilhelm v. O. uuf Bieberstein, Oansenstein und Regn- 
lowken, der mit seinem Sohn 1710 starb. Es sind zwei 
Wappenformen im Oebrauch gewesen: 
8child: Auf O. ein£' w. Gans mit r. Füssen und 
Schnabel. 
Helm: Or.Kram:, auswendig besteckt mit 6 I:!trauss- 
federn, von denen die 1. 3. 4. u. 6. r., die anderen 
w. sind. 
Decken: gr. u. w. 


Gaus 11., (Taf. 15.) 
Vergl dcn vor. Artikel. 
Schild: In B. aut' gr. Dreihügel eine w. Oans mit 
w. Ring im Schnabel. 
He Im: Die GllDS mit ausgebreiteten Flügeln. 
Decken: b. u. w. 


(,IaUeullo"ell I., (Tat'. 15.) 
Altfränkisches ritterliches Oeschlecht von dem sioh 
2 lIrUder Chl'istoph herzogl. Preuss. Rath und Cammer- 
mei8ter und Hans '-. O. zu Anfange des 16. Jahrh. in Preussen 
niederliessen. Ihre ziemlich ausgebreitete Nachkommen- 
schaft besass. namentlich die Norkittischen Güter im Inster- 
burgisohen bis zu Anfange des 18. Jahl'h. Obschon 
damals noch recht zahlreich an Mitgliedern, erlosch die 
Familie dennoch im J. 1785 durch den kinderlosen Tod des 
Rittmeistel's Leopold Wilhelm v. O. aut'Pistken und Mnied- 
zien. Es sind zwei verschiedene Wappenformon im Oe- 
brauch. 
Schild: QuergetheiIt, oben W., unten auf :tj: 4 w. 
Spitzen. 
Hel m: Offener wie der Scbild gezeichneter um} tin- 
girter Flug. 
Decken: # u. w. 
(,Iattt"lIhofeu 11., (Taf. 15.) 
V crgl. den vor. Artikel. 
Schild: Quergetheilt, oben #, unten auf W. 8 # 
Spitzen. 
Hel m: Linksgekehl"ter wie der Schild gezeichneter 
und tingirter Flügel. 
Decken: # u. w. 
Gaudecker, (Taf. 15.) 
Diese zwar nicht überhaupt, aber doch in Preussen 
längst erloschene Adelsfamilie stammt aus dem Blute der
		

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			AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Eingebornen Preussens von den sogenannten Withingen 
und lässt sich urkundlich bis ins Ende des 13. Jahrh. zu- 
rückftlhren. Es lassen sich drei Hauptstämme unter deu 
Namen Gaudecker, Wargel und Sigler unterscheiden. Von 
der Vorzeit an bis zu Ende des 17. Jahrh. lebte sie vor- 
nämlich im Sam lande , wo Wargen, 'faukitten, Landkeim 
und Rogehnen ihre Hauptgüter waren. Sie breitete sich 
sehr zahlreich aus und zerfiel in vielc Linien. llie zu Part- 
heinen starb zu Ende des 17. Jahrh. im Mannsstamme aus, 
die zu Laserkeim-Rogehnen um die Mitte des vorigen 
Jahrh. ebenso die zu Taukitten, Rogehnen und Land- 
keim; die Kuglack-Michelau'sobe Linie blüht noch in Pom- 
mern. 
80 h il d: R. mit 3 w. ins Schächerkreuz geRetzten 
Hörnt'rn. 
Helm: Wachsender # Stier mit w. Hörnern. 
Deoken: r. u. w. 


... 


Gebeltzig, Gebeltzk, Gbelsk, (Taf. 15.) 
Alteingebornes Schlesisches Oeschlecht, aus dem Meh- 
rere im Hilfshcere des D. Ol.dens in Preussen während 
des Bundeskrieges 1454-66 al8 Söldnerführer fochten. 
Einer von ihnen erwarb die Oüter Wilm8dorf und Or. Quit- 
tainen in Preussen, hinterliess aber nur Töchter, die in 
die :Familien v. Brandt und v. Bombeck heiratheten. Die 
Familie ist viellcicht mit den v. Quooss eines Stammes. 
Schild: R. mit w. stumpfasti
em schräglinksliegendem 
Baumstamm, der von einem w. Pfoil schräKrechts durch- 
bohrt ist. 
Helm: 2 w. ins Andreaskreuz gesetzte Pfeile (oder 
2 w. unten spitz zutlllmmengcsetzte Pfeileisen). 
Decken: r. u. w. 


I 


(,Iebmwh, ('faf. 15.) 
Ein aItes Anhllltisches Adelsgeschlecht, von dem sich 
ein Zweig 7.U Ende des 15. Jahrh. in Preussen niederliess, 
doch erlosoh es schon mit dem Stifter dieser Linie, da die- 
ser nur 'l'öl,hter hinterliess, die in die Familien v. Massen- 
bach und von der Myhlen hciratheten. 
Schild: Auf R. ein g. Drutenfuss. 
Helm: Naturfarbene Eule. 
Decken: r. u. g. 


.. 


Gehre.., (Taf. 15.) 
Unbekannten Ursprungs. Bernhard und Erhard v. o. 
lebten 1580 im Schakischen, Tapiauschen und Taplack- 
isohen begütert. Der Letzte des Oeschlechts. Ernst v. G. 
auf Kipitten 1618. 
Sohild: W. mit r. Sparren, darunter ein r. Stern. 
Helm: Der Stern. 
Decken: r. u. w. 


" 


Gelllsehkau, Oengschau, (Taf. 15.) 
.Alteingeborncs Oeschlecht Westpreussens, aus dem Os- 
wald v. O. 1440 MitJ\"lied des Preuss. Bundes war. 
Schild: B. mit g. auf gr. Hügel sitzendem Eich- 
hörnohen. 
Helm: Die Schildfigur. 
Decken: b. u. g. 
Gerkiell I., Oörkien, (Taf. 15.) 
auch Jel'kien, Oi\'kien, ein uraltes eingebornes Preuss. 
Gesohlecht. Die Angabe alter Preuss. Oenealogen, dass 
die heute noch blühenden v. Aweyden in Preussen ur- 
sprünglich Oerike, Oerke geheil!sen, erhält durch den Um- 
stand, dass Mehrere des Oesohlechts v. Oerkien genau das- 
selbe Wappen wie JeDe führten, viele Bedeutung. Doch 
wird auffälligerweise von einem Mitgliede der Familie 
VI. .. 



. 


21 


im 17. Jahrh. ein ganz anderes Wappen geführt (vergi. 
v. Sixthin), das in dem folgenden Artikl'l beschrieben wird. 
Urkundlich lässt sich die Familie erst um 1520 aufOörk- 
ienen im Barthischen nachweisen, zeigt sich aber bald im 
Be8itz de8 Rittergut<'s Schwanhofen im Osterodischen, das 
sie bis zu ihrem Erlöschen behielt. Dies erJolgte 1782 durch 
den Tod des Stabsrittmei8ters beim Hus.-Regim. v. Use- 
dom Ludwig Wilhelm v. O. 
Schild: W. mit ff: vor sich hingekehrtem Büffelkopf. 
Helm: 8 # Reiherfedern. 
Deoken: 1:1: u. w. 


Gerkie.. 11., (Taf. 15.) 
Vergl. den vor. Artikel. 
Schild: W. mit 1:1: Birkhuhn auf gr. Hügel. 
Helm: S I3traussfedern, # w. # 
Decken: :t:j: u. w. 


Gerli!dortr, (Taf. 15.) 
Von dem bekannten und berühmten Oberlausitzischen 
Oeschlecht wandte sich ein Zweig a. d. H. Ruhland in der 
Person des Andreas v. O. zu Anfange des 16. Jahrh. nach 
Preussen, wo er die Oriebenscben Oüter im Neidenburg- 
ischen acquirirte, die dem Geschlecht bis gegen die Mitte 
des vorigen Jahrh. gehörten. Die Letzten der Preuss. 
Linie waren die Oebrürler Carl Ferdinand auf Illowo und 
Kl. Koschlau 1778 und Sigmund Heinrich Adam v. O. auf 
Kl. Tauersee 1780, die beiden rcep. unvermäblt und 
kinderlos stürben. 
Schild: Quergetheilt, obcn R., unten Ton W. u. # 
gespalten. 
Helm: Hoher r. Hut mit von w. u. # gespaltenem 
Stulp, oben besteckt mit links 4 w. abgehuuenen, rechts 
mit 4 # ganzen Hahnenfedern. 
Decken: # w. r. 


GeMler, Oessler, (Taf. 15.) 
Altschwäbiscbes rittediche. Oeschlecht, von dem sich 
ein Zweig zu Anfange des 17. Jahrh. in Pommern und 
von da um 1650 in Preussen niederliess, wo er die Schwäger- 
auschen Güter im Insterburgischen erwarb. Der Letzte 
in Preussen war der berühmte Preuss. Oeneralfeldmarschall 
Friedrich Leopold Oraf v. O. (t 1762), der sein Oeschlecht 
nach Schlesien verpflanzte, wo es noch blüht. Wir geben 
hier das Stammwappen, wie es die Preuss. Linie. die auch 
Meschken im Ragnit8chen besass, geführt hat. 
Schild: B.mitw.Querbalken, oben von 2, unten Ton 
einem w. Stern begleitet. 
Helm: Kopf und Hals eines b. Pfauen. 
Decken: b. u. w. 


Gibler. Giler, (Taf. 16.) 
Unbekannter Herkunft, im 16. und 17. Jahrh. in 
Preussen angesessen und in letzterem ausgestorben. Der 
Letzte, Hans v. O. auf Cllthrinhöfen, t 1609 in Wit- 
tenberg. 
Schild: B. mit w. mit Sr. Rosen belegtem Schräglinks- 
balken. 
Hel m : Wachsendes b.-gekleidetes Frauenbild mit flie. 
gendem Haar. 
Decken: b. u. w. 
Anm.: So wird das Wappen dieser Familie in verschie- 
denen handschriftlichen genealogischen und heraldischen 
Werken ilberden Preuss. Adel und in gemalten Ahnentafeln 
angegeben, wie wohl es nach den betr. Stammbäumen den 
Anschein hat, als wenn die Märkische Familie v. Oühlen im 
Ruppil1sohen gemeint sei. 


6
		

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			AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 

 .. 
G1880W, (Ta£. 16lt
'" 
Die noch heute in Preussen blühenden . O. auf 
Partheinen, aus Pommern stammend, sind nich t zu v
 - 
wechseln mit einem in Preussen eingebomen r rti; er Ircn en 
Oeschlecht, das sich im 14. und 15. Juhrh. in Westpreussen 
begütert und angesehen zeigt, ganz dem Bunde sich zu- 
wandte und zu Anfange des 16. Jahrh. erloschen ist. 
Schild: Schrägrechtsbalken mit S Sterncn belegt. 
Helm: S Lilienstäbe. 
Decken: 


22 


Glaubitz, (Tar. 16.) 
Aus dem Hause Brieg, dieses alten vornehmen schle- 
sischen Oeschlechts, liessen sich die Oevettern Christoph 

_"l. /' "'\ und Hans v. O. im zweiten Drittel, resp. der 2. Hälfte 
'( f.t,{ €1vt't11\. des 16. Jahrh. in Preussen nieder, wo sie Orundbesitz im 
I 
 J1. " Oletzkosehen und Johannisburgischen erwarben und ihren 
1/.. 41 1 .. Stamm fortpflanzten der zu Anfang deli vorigen Jahrh. 
J." mit dem Polnischen Lieutenant Johann Friedrich v. O. 
auf Olommen, dessen Bruder jung und unvermählt starb, 
erlosch. Eine zweite Linie macbte sioh in Preussen mit 
dem Oeneral Oeorge Rudolph v. o. (t 1740) auf 
VenedieD etc. ansässig; starb aber schon mit dessen 
Sohne aus. 
Schild: B. mit w. querliegendem mit r. Pfahl be- 
decktem Fisch. 
Helm: Der Fisch besteckt (oder vor) 3 Straussfedern 
r. w. b. 
Decken: b. u. w. 


Glauch, Gluclaa""8kl, (Taf. 16.) 
Eingebornes Westpreussisches Oeschlecht, das sich in 
Westpreussen im 15. Jahrh. begütert nachweisen lässt, 
und im 17. mit Oeorg v. O. erlosch, weloher wenigstens 
als Letzter seines Stammes erscheint. 
Schild: R. mit 2 w. übers Kreuz gelegtcn Sensen- 
klingen. 
Helm: gekr. w. geharniechtcs in die Höhe gekehr- 
tes Bein. 
Decken: r. u. w. 


GI('I1'4l«'lltllal, (Taf. 16) 
Ein altes, angesehenes Oeschlecht in Franken, das 
noch gegenwärtig in Doyern blüht, auch im 16. und 17. 
Jahrh. eine Linie in I:!achsen wohnen hatte und sioh mit 
Hans v. O. in der zweiten Hälfte des l1i. Jahrh. nach 
Preussen verzweigte. Die Preuss. Linie besass sehr lange 
die Güter Sonnenberg und Colmen und erlosch mit den 
Oevettern George Heinrich v. O. auf Brolost, Preuss. 
Oberst, der kurz vor 1737 starb und Oottfried Ehrentreich 
v. 0., Major auf Brolost und Bobrost, der 1733 mit Tod 
abging. Beide hinterliessen nur weibliche Nachkommen. 
Schild: Von W. u. # quadr., 1 u.4 mit tlchwarzem 
Schildeshaupt. 
He 1m: a) gekr. zwischen 2 w. mit einen in 3 Reihen 
von w. u. # geschachten Balken belegten Bütfelhömern 
ein # gekleideter weiblicher gekrönter Rumpf mit fliegen- 
dem Haar. 
b) # aufgl'schlagener w. Hut, besteckt mit einen 
geschlossenen wie der Schild gezeichneten und tingirten 
Fluge. 
Decken: # u. w. 


Glereaux, (Taf. 16.) 
Paul TheTenan des Olereaux, aus eincm franz. Adels- 
geschleoht stand im Jahre 1692 als Churbrand. Oberst- 
lieutenant beim Inf.-Regt. Dohna. Die Familie lebte stets 


inPreussen und erlosch mit des obigen Enkel Friedr. Ludwig 
am 19. April 1738. 
Schild: Quergetheilt; oben auf w.3 # an Schnäbel 
und Füssen gestümmelte Vögel (Merletten) nebeneinander, 
unten auf B. ein w. schreitendes Ross. 
Helm: gr. Kranz. 
Decken: b. u. w. 


Glo('kmRIlIl, (Taf. 16) 
Der Churbrandb. Capitän Fabiau Wilhelm von O. 
liess 8ich zuerst von seinem Oeschlecht im Liebstädtischen 
auf den Oilgehnischen Gütern nieder und starb 1693. 
Als letzter Sprosse findet sich der Preuss. Artillerie-Lieu- 
tenant Wilhelm Leopold v.O., der 1758 bei Zorndorf fiel. 
Sein Vetter der holländ. Oarde-Capitän Wilhelm Ewald 
v. O. lebte noch 1752. Das Wappen deutet auf einen 
Polnischen Ursprung. 
Schild: Auf R. ein w. abwärts gekehrtes Schwert 
mit gold. Oriff zwischen 2 gold. auswärts gekehrten Halb- 
monden. 
Helm: Pfauenschwanz. 
Deckcn: r. u. g. 


GUHdkau, Guadkow8ki, (Taf. 16.) 
auch Oniadkowski oder Onadkowie-Oolembiewski. Alt- 
polnisches angesehenes Oeschlecht aus dem Distrikt M1awa 
stammend und anfänglioh in einem Zweige im Löbau'schen in 
Westpreussen zu Ende des 16. Jahrh. begütert. Von 
hier machten sich zwei Brüder zu Anfange des folgenden 
J ahrh. in Ostpreustlen ansässig. Als letzter männlicher Spross 
erscheint Oeorg Friedrie,h v. O. auf Corben im Fisch- 
hausischen 1693, Churbrand. Lieutenant, als weiblicher 
1707 Anna Louise v. O. vermählt mit dem schwedischen 
l Fähnderich Paullini auf Sackstein. 
Sch ild: Auf R. ein w. am untern Arme rechts ge- 
stümmeltes unten auseinander gebogenes Patriarchenkreuz. 
Helm: 3 BtraussfeM. I'.--w. -r. _ t. 
I
 C>ecken: r....)1> 
. tlf ,!Jft
 f)fC.'" 
v. ' Of/;!!J Goltr I.,' Taf. 111.) ___ 
V
hmes Curländisches Oeschlecht, von dem sich 
Ernst Chri8toph v. 0., zuletzt IC Poln. und Chursächs. 
Oeneralmajor und Kammerhel'r um 1675 mit dem Oute 
Kosacken im Angerburgischcn in Preussen possessionirt 
machte. Er hinterliess, so viel bekannt, nur Töchter. 
Schild: Auf O. S # Hörner 2. 1. 
Hel m : Eines der Hörner, hinter dem 3 g. Strauss. 
federn hervorraj!en. 
Decken: # u. g. 
Gollr 11., (Tat. 16.) 
Von dem aItade\ichen Altmärkischen , noch jetzt in 
Bayern f10nrenden Oeschlecht dieses Namens, kaufte sich 
der Churbrand. Rittmeister Oeorge Christoph v. O. (t 1736). 
der auch aus Preussen heirathete, hier an und hinterliess 
eine zahlreiche Nachkommenschaft , die durch mehrere 
sehr verdiente PreuBs. Offiziere glänzt. Mit eincm der- 
lIelben, dem Capitän Johallll Chri8toph v. O. auf Rdzawen 
in Oletzkoschen starb dieser Zweig aber wieder zwischen 
1780 und 1788 au
. 
Sehild: Auf R. ein bl. rechter Schrägbalken, belegt 
mit einer abgeschnittenen gewundenen Weinrebe mit S 
Trauben und 5 Blättern. 
Helm: 3 Straussfedern r. b. r. 
Decken: r. u. w. 


" 


GO,",80W, (Taf. 16.) 
Ernst Oottlieb v. 0., Vicepräsident des OstpreulIs. 
Ober-Landes-Gerichts aufMaraunen wurde nnterm 5. Juni
		

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			'1 


AUSOESTORBENER PREUSSIBCHER ADEL. 


1798 in den Preuss. Adelstand erhoben, mit Reinem Sohne. 
dem Tribunals-Rath Friedrich August Ferdinand v.O., er- 
losch am 24. April 1826 wieder das Oeschlecht. 
Schild: Quadrirt; 1. u. 4. mit Sohwert und Feder 
nber Kreuz gelegt, 2 und 3 auf w. ein # Adlerflügcl 
mit g. Kleestengel. 
Helm: gekr. Eine vor sich hingekehrte Eule. 
Decken links: b. u. g. 
rechts: # u. w. 


.. 


Gotsch, (Tar. 16.) 
Von der Stammlinie der heutigen Oräfen Schafgotsch 
liess sich in der er8ten Hälfte des 16. Jahrb. 'fbomas 
v. O. allfSonnenburg im Rastenburgischen nieder, welches 
Out lange bei seiner niemals zahlreichen Nachkommen- 
8chaft blieb. Dietrichsdorf und Rutkowitz waren die 
andern Oüter der Familie, die im Preuss. Heere sehr 
ehrenvoll gedient hat. Durch die sämmtlich in Preuss. 
MilitArdiensten stehenden Söhne des 1755 verstorbenen 
Rittmeisters Oeorge v. O. auf Rutkowitz wurde das Ge- 
schlecht nach anderen Gegenden Preussens lind Deutsch- 
lands verpflanzt und erlosch in Ostpreussen. 
Schild: Auf w. 3 r. Pfähle. 
Helm: Vor gr. Baum mit g. Aepfeln steht ein w. 
Bchaaf mit g. Schelle um den Hals. 
Decken: r. u. w. 


. 


GotzlaW8ki, (Taf. 16) O. v. Wandkowitz. 
Altpolnisches, vorübcrgehend in Preussen begütertes 
Oeschlecht. Vier Oebrüder v. O. erbielten 1528 ein Out 
zu Sauerbaum im Hochstifte Ermland zu Lehn und die 
Oebrüder Andreas und Hans v. G. waren 1582 im 
Marienwerderschen angesessen. Im 17. Jahrh. erscheint 
die Familie in Preus8en erloschen. 
Schild: Von W. u. R. quergetheilt, oben ein 
wachsender # Adler, unten 3 w. Rosen 2. 1. 
Helm: der wachsende Adler. 
Deckcn: r. u. w. 


". 


GrabO'Ho\ki, (Taf. 16.) 
Polnisches in Polnisch-Litthauen, sowie Masuren und 
dem El'mlande eine Zeitlang, im 17. und 18. Jahrh., be- 
gütertes Oeschlecht. 
Sc h il d : In B. ein auf gr. Rasen springender w. 
Hirsch. 
Helm: Zwisohen 2 w. einwärts gekehrten Sensen- 
klingen ein g. Stern. 
Decken: b. u. w. 


, 


GraleW8ki, (Taf. 17.) 
Ein Polnisches, vor 110 Jahren in der Nähe von 
Danzig angeses8enes Oeschiecht , das noch im vorigen 
Jahrh. erloschen ist. 
WB ppen beschrei bung: Vergi. Olockmann. 


, 


Greell, (Taf. 1'2.) 
Josua Or., Englischer Kaufmann, wurde unterm 6. Mai 
1696 von K. Leopold I. in den Adelstand erhoben. Ein 
Naohkomme von ihm, der Preuss. Lieutenant Johann 
Friedrich Carl v. O. kaufte 1764 dill> Rittergut Schültz im 
Barthischen. Mit ihm ist, so viel bekannt, die Familie 
erloschen. 
Schild: Oespalten, vorn }<'ortuna auf einer Kugel 
stehend, den Schleier über sicb haltend, hinten 3 Hirsche 
2. 1. 
Hel m: gekr. wachsender Hirsch. 
Decken: 


28 


Gregor8ki, (Tar. 1'2.) 
Ein altes Litthauisches Oeschlecht, von dem der Pol- 
nische Kammerhcrr Oottlieb v. O. gegen Ende des vorigen 
Jahrhunderts mehrere Oüter im Hauptamt Memel erwarb. 
Mit ihm starb die Familie wieder aus, da er nur 4 Töchter 
hinterliess, die in die Familien v. Wrschowetz, v. WedelI, 
v. Marquardt und v. Creytzen heiratheten. 
Sc h il d: Sparreu, begleitet von 8 Sternen 2 1, unter 
dem ein laufender Hund. 
Den Schild deckt eine adeliche Krone. 


Grei8ldllKell, (Taf. 17.) 
Ein altes angesehenes Fränkisches Geschlecht, von 
dem sich George v. 0., der anfänglich zum deutschen 
Orden gehörte, in Preussen niederliess und Oüter im Sam- 
lande, dann im Mohrungischen erwarb. Er starb 149i 
und hinterliess drei Söhne, von denen Oeorge v. O. bald 
nach 1520 seinen Stamm in Preussen beschloss. Die Erb- 
tochter seines Bruders Philipp v. Or. (t 1520) heirathete 
in die Familie v. Borcke. 
Schild: O. mit Kopf und Hals eines r. Ebers. 
Hel m: die Schildfigur . 
Deckcn: r. u. g. 


Gremittell, (Taf. 17.) 
Verg!. Cremitten. Eine andere Wappen form ist die 
folgende: 
Schild: AufR. ein w.mit Sgr.Herzen(SeeblättemP) 
belegter Querbalken. 
Helm: W. Topf oder Urne. aus der 5 1:1: Schilf- 
kolben hervorragen. 
Decken: r. u. w. 


Grollladzki, (Taf. 17.) 
Polnisches, im Hauptamte Lyk in Preussen 1621 an- 
gesessenes, noch im 17. Jahrhundert hier erloschenes Oe- 
sohlecht. 
Schild: B. mit w. oben und an jeder Seite mit einem 
g. Kreuz bestecktes Hufeisen. 
Hel m: gekr.; t:I= Adlerflügel mit w. Pfeil wagrecht 
durchschossen. 
Decken: b. u. w. 


Grote, (Taf. 17.) 
Der zu Marienburg geborne Polnische Capitän Christian 
Wilhelm v. O. erhielt durch seine Ehefrau, geb. v. Nieke- 
ritz das Rittergut Lippitz im Hauptamt Mohrungen und 
besass es 1760, später (1794) sein einziger SohnFriedrich 
Wilhelm v. 0., Preuss. Lieutenant (der nooh 3 Schwestern 
hatte); mit ihm ist die }<'amilie hier erloschen. Dem von 
ihm geführten Wappen zufolge hat er sich zu der Meissnischen 
Familie v. Orosch zu Altenhayn gerechnet. 
Schild: Von W. und gr. quadrirt. 
Hel m: Eine Bischofsmütze. 
Deckcn: gr. u. w. 


Grothll88, (Taf. 17.) 
Ein altes Westphälisches Geschlecht, von dem eine 
Hauptlinie in Curland blühte, aus der sich Ernst Johann 
v. O. Ende des 17. Jahrh. in Preussen und zwar im Amt 
Memel niederlipss. Seine Nachkommen bes88sen die Po- 
dollischen GütCl" und erloschen 1815 durch den Tod des 
Hospitaldirektors und Kllmmerherrn Johsnn v. 0.. der 
nur zwei Töchter hinterliess. Ein anderer Zweig der 
Curländischen Hauptlinie besasl! gegen Mitte des vorigen 
Jahrhunderts Fei)enhof im Memel'schen. 
S c h il d: Auf W. ein 1:1: unterwärts gezinnter Schräg- 
rechtsbalken.
		

/Pomorze_030_14_028_0001.djvu

			, 


11. 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Helm: Offene1' Flug, dessen linker Flügel #, der 
rechte w. ist. 
Decken: # u. w. 


Gruber, G. T. Peterskirch, (Taf. 17.) 
Ein altbayerisches Oeschlecht, von dem Oeorge v. O. 
(t 1556) sich nach PreU8sen wandte, angesehene Hofchargen 
bekleidete und im Samlande Oüter erwarb. Er sowohl wie 
einer seiner Söhne hinterliess eine zahlreiche Nachkommen- 
schaft, die das OutKantten bei Pr. Mark besass; dennoch 
erlosch sein Stamm in Preussen mit den beiden Söhnen 
seines Enkels Friedrisch v. 0., Albrecht und Cl!.
par, von 
denen der Erstere bald nach 1635 anscheinend unvermählt 
starb. 
Schild: W. mit wildem Schweinskopf. 
He J m: Die SchildfIgur. 
Decken: # u. w. 


Grunenberg I., (Tar. 17.) 
Ein sehr angesehenes Geschlecht in Westpreussen, 
das zum Preuss. Bunde gehörte und namentlich Thomas- 
walde im Dirschauschen, Schrammendorf im Strasl!burg- 
ischen und Orunenberg im Schönsee8chen, das sein Stamm 
war, im 15. Jahrh. besass. Sein Erlö8chen erfolgte im 
16. Jahrh. 
So b i I d: Zwei mit den Rücken gegen einander ge- 
kehrte Sicheln. 
Helm: Die Sehildfigur. 
Decken: 


Grullenberg 11., (Taf. 18.) 
Eingebornes Geschlecht Westpreussens, von verschie- 
denem Stamme mit dem Vorigen. Seine Güter lagen in der 
Vogtei Leipe und scheint es mit den v. Orsechau zu- 
sammenzuhängen, die ein gleiohes Wappen führten. 
Sohild: Auf R. ein w.Büffel- und einw.Hirschhorn 
neben einander gestellt. 
Helm: Die Hörner in umgekebrter Ordnung. 
Decken: r. u. w. 


Grzebin. (Taf. 18.) 
Ein in Westpreussen im 15. Jahrh. begütertes ritter- 
licheM Oesohlecht, IIUS dem George und Heinrich v. O. 
1440 zum PreuB.8. Bunde gehörte. Es erlosch in den letzten 
Jahren des 15, oder Anfang des 16. Jabrh. 
Sohild: Auf W. eine r., g.-besaamte Rose mit drei 
r. Herzen im Schächerkreuz besteckt. 
Helm: Die Rose inmitten eines offenen w. Fluges, 
dt'.Bsen jeder Flügel mit einem r. Herzen belegt ist. 
Deoken: r. u. w. 


GUldpnstern, Oyllenstjerna (Taf. 18.) 
Freiherrliche Schwedische Familie von altem Adel. 
von der sich zwei Vettern Bigmund (t 1666) und Maximi
 
lian in Folge ihrer hohen Würden im Polnischen Reiche 
in Preussen sesshaft maohtan und Oüter in den Haupt- 
Imtern Brandenburg und lIalga erwarben. Die Preuss. 
Linie starb mit dem Sohn des Erstern Uladislaus Casimir 
v. O. 1687 aus. 
Schild: Auf B. ein g. Stern. 
Hel m: Oekr.; von 2 w.-geharnischrenArmen gehaltene 
an der iussern Peripherie mit 'l Pfauenfedern besteckte g. 
auf g. Stiel steokende bestrickte Kugel (Instrument zum 
Ballschlagen P) 
Deoken: b. u. g. 


GUllten, (Taf. 18.) 
Alteingebornes aus Ounten im Stubmsohen stamml'n- 
des ritterliches Oeschleoht Preussens, das unter den Va- 
sallen der Pomesanischen DiöceBe 8chon im 14. Jahrh. er- 
sllheint. Der Letzte seines Stammes HanR v. O. lebte noch 
1497 kinderlos. Die Familie blieb mehrentheils dem D. 
Orden im Bundeskriege treu. 
Schild: O. mit 2 b -gekleideten nebeneinander auf- 
gerichteten Armen. 
Hel m: Die Schildfigur. 
Decken: b. u. g. 


G)'lmnilkl, (Taf. 18.) 
Ein Polnisohes, vorübergehend in Masuren zu Anfange 
des 16. Jahrh. begüterte80esohlecht, aus dem 1528 Hans 
v. O. das nachstehende Wappen führt. 
Schild: Ein hintereinerr. Zinnenmauer in das obere 
w. Feld hervorwachsender g. Löwe, einen g. Ring in dan 
Pranken haltend. 
Helm: Oekr.; der wachsendfl Löwe. 
Decken: r. u. w. 


I1a...ke I., (Taf. 18.) 
Im Culmerlande wohnte im 15. Jahrh. eine angeb- 
lich aus Böhmen stammende Adelsfamilie v. H., deren 
Letzter, Hans v. H., zu Anfange des 16. Jahrh. mit He- 
lene v. Sohleinitz-Pleminski vermiihlt war. Die Preuss. 
Wappenbücher und gem. Ahnentafeln geben zwei verschie- 
dene Wappen dieser Familie an. 
S chi I d: O. mit einer gr. senkrecbt8tehenden Staude 
mit 3 gr. hopfenartigen Früchten; 2 linkshin ,1 rechtshin 
gebogen. 
Helm: Schildfigur. 
Decken: gr. u. g. 
Ha('ke 11., (Taf. 18.) 
Vergl. den vor. Artikel. 
Schild: W. mit br. mit den "'urzeIn ausgerissenem 
Baumstamme, aus dem von jeder Seite ein gr. Linden- 
blatt an nach aussen gebogenem Stengel hervorgeht. 
Helm: 8 w. Lilien auf gr.-bebliitterten Stengeln. 
Decken: gr. u. w. 



 


v. d. Hagen, (Taf. 18.) 
Eins der angesehensten Oeschlechter des Landes Rup- 
pin in der Mark Brandenburg , wo die Familie noch jetzt 
auf fast allen ihren alten Stammsitzen blüht. Miohacl v. 
d. H., Capitaine d'armes beim Inf.-Regim. Dönhoff besass 
1678 Trumpeiten im Hauptamt Tilsit mit ihm erlosoh diese 
Linie wieder. 
Schild: Auf R. ein mit einem g. Reifen zusammen- 
gehaltenes g. Wagenspree', über dem eine g. Krone 
schwebt. 
Helm: Oekr.; wachsendes r.-gekl. gekr. Frauenbild 
in der Reohten einen Büschel von 3 r. Rosen haltend. 
Decken: r. u. g. 


IIallD, (Taf. 18.) 
Von dieser vornehmen Mecklenburgischen Familie und 
7.war aus dem Curländischen Zweig derselben hat sich ein 
Mitglied in Preussen niedergelassen, nämlich Christoph 
Heinrich v. H. _!I!u(. L.angendorf im Tapiauschen, mit dem 
diese Branche aber wieder im J. 1750 erlosch. Ein Joh. 
Ernst v. H. kommt 1762 im Soldauschen angesessen Tor. 
Sohild: Auf W. ein r. Hahn. 
Helm: Oekr.; der Hahn. 
Deoken: r. u. w. 


c 


-t-
		

/Pomorze_030_14_029_0001.djvu

			. 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


25 


Halle, (Taf. 18.) 
Altes niedersiichsisches Oeschlecht, das sich zu Ende 
des 15. Jahrhll!1derts (nach andern erst um 1512) in 
Preussen niederhess, aUmählig ansehnlichen Orundbesitz, 
namentlich in d.en Hallptiimtern ßrandenburg, Oletzko, In- 
ster burg \1nd Tllsit erwarb, durch mehrere in Kriegs- und 
Frieden8diensten ausgezeichnete Miinner glänzte und im 
Manne8stamme 1721 mit Oeorge Wilhelm v. H. auf Hein- 
richswalde etc. in weiblicher Linie mit dessen Tochter 
Johanna Charlotte v. H. am 9. Dcbr. 1801 ausstarb. 
Schild: Auf # ein w. schrägrechter mit 3 r. Rosen 
belegter Balken. 
Helm: Der Balken vor einom Busch :j::I: nach beiden 
Seiten abgebogenen Hahnenfedern. 
Decken: # u. w. 


.. 


Hamberger, (Tllf. 18.) 
Muthmasslich Militair - Adel; Carl Friedrich v. H. 
Prcuss. Oeneralmajor und Chef eines Inf.-Regiments geb. 
1746 t 1 Juli 1811 zu Elbing war der Erste und Letzte 
seines Oe8chleehts und in Preussen mit dem Out Wilgai- 
ten ansiissig. Seine Oemal1lin war eine geb. v. Syburg 
verw. v. Wegnern. 
Schild: Auf B. ein w.Querbalken, oben 2 g.Sterne 
nebeneinander .unten ein w. Hahn. 
Helm: gekr.; Ein 
. Stern inmitten eines b offenen 
Fluges. 
Decken: b. u. w. 


.. 


Hauow, (Taf. 18.) 
Ein im Ermlande im 17. Jahrhundert angesessenes 
Oeschlecht , da8 zu Anfang des 18. wieder erloschen ist. 
8child: B. mit g. senkrechtstehendem Schlüssel. 
Helm: 3 Straussfcdcrn b. g. b. 
Decken: b. \1. g. 
I1Hrdt, v. d. H. (Taf. 19.) 
Reichsadel8tand vom 19. April 1698 für den Mecklenb. 
Amtmann a. D. Joachim v. d. H. Vorübergehender Onmd- 
besitz im Sanlande in Ostpreussen zu Ende des vorigen 
J ahrhullderts. 
Schild: O. mit 5 gr. Tannenzapfen 1. S. 1 oder ins 
Kreuz geBetzt. 
Helm: gekr.; 3 Tannenzapfen nebeneinander. 
Decken: g. u. gr. 
Anm.: So nach v. Lehsten der Mecklenb. Adel S. 
97.; v. Ledebur Adelslex. I. S. 319 giebt irrig dreihügelige 
Berge an. 


... 


UUMclall, (Taf. 19.) 
Unbekannten Ursprungs; in Diensten der Stadt Dan- 
zig stand 1743 ein CalJitän v. H. dessen Sohn Joh. An- 
dreas v. H. als dcr letzte Sprost!e dieses Oeschlechts er- 
scheint und zuerst in Danzigschen später in Preuss. Diensten 
als Lieutenant beim Inf.-Regiment v. Brünneck 1791 stand. 
S chi I d: J
öwe mit ausgerissener Haselnussstaude oder 
Stab in den Vorderpranken. 
Helm: offener Flug. 
Decken: 


.. 


lliäs<"ler v. HüUt"ophiH, (Taf. 19.) 
Von dieser aus Süddeutechland stammenden Familie 
kommt zuerst Oeorge H. v. H. Brandenb. Rath und Hof- 
IDarsehallals begUb'rt in Preussen (auf Hermenicken, Mark- 
hausen und Damerau nebst Oblitt.en) in den Jahren 1624 
VI. t. 


?( 


bis 1640 vor; es erlosch mit den [I Söhnen des um 1745 
desertirten Capitllins beim Jeetzischen Regiment Friedrieh 
Wilhelm v. H. aufHermenicken, von denen sämmtlich jede 
weitere Nachricht fehlt. 
Schi ld: Aufw. ein naturfarbener aufgerichteter Hase. 
Hel m: der Hase wachsend. 
Decken: r. 11. w. 


Hallbitz, (Taf. 19.) 
Siehe den folgendcn Artikel. Nach der in v. Lede- 
burschen AdeMex. I S. 326 benutzten öfter gut unter- 
richteten Polnischen QueUe soU diese8 Oeschlecht das nach- 
stehende Wappen gcführt haben. Wir haben in den Ur- 
kunden und Acten über die Familie keinen Beleg dafür 
finden können, vielmehr zu Ende des 17. und 18. Jahrh. 
nnr das im folgenden Artikel angegebene Wappen angetrof- 
fl'n, dessen sich auch die Letzten des Geschlechts bedienen. 
Schild: B. mit w. auffliegenden Falken der eine w. 
Taube in den Fängen hält. 
Hel m: !!,ckr.; I'fauenschweif. 
Decken: b. u. w. 


lIaubltz, (Taf. 19.) 
Altmeissnisches Oeschlecht , aus dem sich eine Linie 
zu Ende des 15.Jahrh. in Masuren niederliess und anfäng- 
lich den Beinamen Meuseki;nig führte. Wiersbau, Kosch- 
lau, Malsehöwen, Saluschken, Thymau und Warglitten 
waren ihre Hauptgüter. Das zicmlich ausgebreitete Ge- 
schlecht erlosch in den letzten ,Jahren dcs 18. Jahrhun- 
derts mit dem Preuss. Larid-Rath Samuel 8iegmund v. H. 
auf Saluschken, Orallau, Kosehlau, Seeben, Os
erwein etc., 
der zwar vermählt war, jedoch kinderlos starb. Obsohon 
eines 8tammes mit den v. Haugwitz wurde doeh die anti- 
quirte Namensform Haubitz und ein etwas abweichendes 
Wappen beibehalten. 
8child: R. mit #- vor sich hingekehrten gekr. 
Widderkopf und Hals. 
Hel m: gekr.; Kopf und Hals des Widders links gekehrt, 
die I\rone desselben mit 3 Straussfedern b. w. r. besteckt. 
Decken: r. u. # 


'.audrelll, (Taf. 19.) 
Ein 
idas H. zum Osterodischen Adel gehörig 
stand 1454 auf Seiten des Preuss. Bundes und Oeorge H. 
erhielt 1476 da8 Out Bredienen im Sehestischen, das vor 
ihm Berthold v. Bredienen besessen, vom Hochmeister ver- 
liehen. N..eh der gr08sen Aehnliehkeit des Wappens zu 
schliessen sind die v. Bredien (s. oben) die Nachkommen 
der obigen. 
8child: R. mit w. oben mit g. Kreuz besteckten 
Hufeisen. 
Hel m: Schildfigur inmitten eines offenen w. Fluges. 
Decken: r. u. w. 


Hallgwltz, (Taf. 19.) 
Altes Meissnisehes und Schlesisches Rittergeschlecht, 
aus dem viele im Söldner-Heere des deut8chen Ordens 
1410 und 1454.-66 dienten. Aus der MeiRsnischen Linie 
machte sich zu Anfange des 16. Jahrhunderts Nicolaus v. 
H. Bisch. Samländ. Hofrichtcr in Ostpreussen ansässig. 
SeineNachkommen theilten sicb in die Linien zu Klescho- 
wen und Paddeim. Erstere erlosch bald, letztere nach 
mässiger Ausbreitung gegen 1750 IDit dem erblindeten Se- k 
bastiall Albrecht v. H. auf Draupgen und Ouruischken im 
Hauptamt Ragnit. Seine Ehe mit eincr geb. v. d. Trenck nJ"n, 
war kinderlos geblieben. Ü(I/f'l r
'J..JJ"
		

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			.... 


26 


Schild: Nackter Arm quergelegt. 
Hel m: Zwei dergleichen Arme aufwiirts nebeneinan- 
der 
erichtet. 
Decken: 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Sohild: R. mit :j::j: lillksgekehrten Widderkopf mit 
g. Hörnern. 
Hel m: gekr.; waehsendel' gekr. # Widder, oben mit 
3 r. Straussfedern be8teckt. 
Decken: R. u. #. 


flausell, (Taf. 19.) 
Altritterliohes Ooschlecht 8chwabenR, in seiner Hei- 
math auch v. Ram
perg genannt, das sich zu Anfung 
des 16. Jahrh. mit Anton v. H zuerst Mitglied des D. 
Ordens, dann Kaiserl. Obristen in Preussen in einem Zweige 
sesshaft maohte, dcr im 8amlande Jahrhunderte lang die 
Rittergüter Powarben und Krumteieh besass. Eine Linie 
zweigte sich nach dem In8terburgiRchen ab und erlosch 
zu Anfang des vorigen Jahrhunderts, die Hauptlinie erst 
1818 mit dem Preuss. Oenerallieutenant und Chef eines 
Inf.-Regiments Fr. Wilh. Heinrich v. H. auf Po warben, 
Molsehlll'n und Wesseishöfen, dessen einzige Tochter Namen 
und Wappen auf ihren Oemahl übertl'Ug (s. :d. folgenden 
Artikel.) 
8 c h ild: W. mit springenden # Sohaafbock mit g. 
Hörnern. 
Helm: Der Bock wachsend. 
Decken: # u. w. 


HausclI.Aubier, (Taf. 19.) 
Der Preuss. Rittmeister Anton v. Aubier vom Hus.- 
Regiment v. Usedom, vermählt mit der einzigen Tochter 
des im vorigen Art. erwähnten Generallieutenants v. H. 
und von diesem unter Beifügung seines Namens und "'ap- 
pens adoptirt, erhielt die K. Preuss. Bestätigung hiezu 
nnterm 9. Mai 1805. Seine Gemahlin besass die Güter 
Sudnioken, Wesseishöfen und Krumteioh und sein einziger 
Sohn starb 1819. 
Schild: O.-gerändert und quadrirt: 1. u. 4, w. mit 
# auf8pringenden Widder, 2 u. S g. mit r. Sparren, oben 
von 2 b. Sternen unten von einem b. aufwärts gekehrten 
Halbmond begleitet. 
Helm: a) wachsender t+ Widder. 
11) gekr.; b. mit w. gemeinen Kreuz bezeioh- 
nete 
'ahne. 
Deoken: links: # u. w. rechts: r. 11. g. 


Hcilsberg, lTaf. 19.) 
Aus diesem stets in PreU8sen wohnhaften Oeschlecht 
erhielt der Preuss. Capitain beim Pannewitz'schen Drag.- 
Regiment Friedrich H. unterm 24.0ctbr. 1711 den Preuss. 
Adelstand. Späterhin erwarb die J!'amilie auch Orundbe- 
sitz in Masurcn im Hauptamt Oletzko. Die Nachkommen 
des Obigen zeichneten sioh hauptsächlich durch rühmliohe 
Tapferkeit aus. Nooh im Jahre 1815 erscheint als Letz- 
ter derselben der Capitän und int. Commandeur des Re- 
serve-Bat. des 2. Ostpreuss. Inf.-Regiments v. H. und 
1831 starb die Oeneralin v. KaU geb. v, H. 
Sohild: Von R. u. W. quadrirt; im 2. u. 8. ein 
blankes schrägrechts' gelegtes Schwert. 
Helm: gekr.: offener von R. u. W. nbereckgetheiltel' 
Flug. 
Decken: r. u. w. 


\ 


Helmsod, (Taf. 19.) 
Ein uraltes eingebornes Preuss. Oeschlecht, das sich 
im 14. und 15. J ahrh. im Marienwerdersohen und Culmerlande, 
besonders auf Breckau ansässig zeigt, zum Preuss. Bunde 
gehörte und wohl noch zu Ende des 15. Jahrhunderts er- 
loschen ist. 


)(("lflclIsteill, (Taf. 19.) 
Yornehmes ritterliches Oeschlecht am Niederrhein, 
das beim Erzstift Trier das Erbmarsohallamt bekleidete. 
Die Stammlinie erl08ch 1576 mit J ohann v. H.; ein Zweig 
machte sich nach Ende des Bundeskrieges 1466 in Ost- 
preussen 8esshaft, wo er in grosser Dürftigkeit auf einem sehr 
kleinen Oütchen, doch standesgemäs!! in Lehen8abhiingig- 
keit von den v. Schliebon blühte und mit Hans v. H. er- 
losch, der naeh Vcrkauf seines BesitzthnDls Meuling im 
Jahre 1574 nach der Hcimath seines Oeschleehts 8ich be- 
gab und hier 1623 seinen ganzen Stamm beschloss. Die 
Prellss. Linie hat ihr Wappen wio folgt gefülll,t. 
Schild: W. u. B. quergetheilt, oben wachsemler r. 
Löwe, uuten 6. g. Lilien 3. 2. 1. 
Helm: W. breitcr Ring oder Hutstulp besteckt mit 
5 Straus8federn r w. b. w. r. 
Decken: links: r. u. w. 
rechts: b. u. w. 


Hehuit....Gottbllr
. (Taf. 20.
 
011111-£. J<'riedrich Wilhelm von Brandenbllrg erhob 
unterm 13. Octbr. 1663 den Churbrand.-Preuss. Oberhaupt- 
mann, nachher Obristen der Artillerie Andreas H. in den 
Adclstand. Er war Pfandhorr auf Pregels"9lde in Ost- 
preussen, wo sein Oeschleoht mit st'inen Enkeln Christoph 
Wilhelm v. H.-G. 1719 - Sergcant beim Inf.-Regoiment 
BE'chefer und Job. Andreas v. H.-O. der 1731 in PiIlau 
lebte, erlosehen ist. 
Sohild: W. und gespalten, vorn 3 g. Sterne über- 
einander, der mitteiste eingeschlossen von 2 g. abwärtsge. 
kehrten Halbmonden, hinten auf gr. Boden ein # gekr- 
Löwe mit blos
en Schwert. 
Helm: gekr.; 3 # Straussfedern. 
Decken: # u. w. 


:..: 


H('l'!ele(...t J., (Taf. 20.) 
Ein altpreussiscbes eingebcrenes, aus Heselecht im 
alten Lande Sassen stammendes, in We
tpreussen mehrfach 
begüteI.tes, seit Anfang des 14. Jahrh. urkundlioh be- 
kanntes, zu Ende des 15. oder Anfang des 16. J ahrh. 
erloschenes Adelsgeschlecht. 
Schild: R. u. W. durch einen Zinnenschnitt quer- 
getheilt. 
Helm: Ein wie der Schild gezeichneter und tingirter 
Flügel. 
Decken: r. u. w. 


lIeseleclat 11., (Taf. 20.) 
V gl. den vorigen Artikel. Eine zweite Wappenform 
zeigt den Schild mit einen 8chrägbalken, dem Zeichen dor 
jüngern Oeburt, überdeckt. 
e child: R. u. w. durch einen Zinnenschnitt querge- 
theilt mit darubergelegtem # Schrägreohtsbalken. 
Hel m: Ein wie der Sobild gezeiohneter und tingirter 
J<'lügel. 
Deoken: r. u. w. 


I1eselecht.Leski, (Tat. 20.) 
EinemganzandernStamme, als dem vorgenannten, gehört 
dieses ritterlicbe Oeschlecht Westpreussens an. von dem
		

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			AUSOESTORBENER PREUSISISCHER ADEL. 


das v. Ledebur'sche Adelslexicon 11. S. 27 einige Nach- 
richten giebt. Wie der erste Name, ob durf'h den Besitz 
des Outes Heselicht, zu erklären ist, bleibt ungowiss. 
Den Westpreuss. Grundbel'itz fÜhrt die genante Quelle 
auf, der wir auch das folgende Wappen entlehnen. 
Schild: R. mit 2 w. mit g. Halsbändern versehene 
Windhunde, aufgerichtet und mit den Rücken gegeneinan- 
der gekehrt. 
Helm: gekr.; wachsender w. Windhund. 
Deoken: r. u. w. 


.. 


I1eM
t'n, (Taf. 20.) 
Unter Anerkennung der Abstammung aus dem 1659 
erloschenen altschlesischen Oeschlecht v. H. nndStein wUl'tle 
dem Amts-Rath Friedrioh Ludwig H, und Reinen Bru- 
dcrssöhnen den Lieutenants Johann }<'riedrich (vomDrag-.- 
Regim. RosenbuBch) Oottlieb Ferdinand (vom Hus.-Re- 
giment Wuthenow) und dem Fähndrich Johann Heinrich 
(v. Regiment Bonin) unterm 2.0ctbr. 1786 ein Erneunmgs- 
diplom ihres Adels zn Thei\. Der Zweite dieser Brüder 
starb 1832 als Obristlieutcnant a. D. und mit ihm, wie es 
scheint, die Familie wieder aus. Orundbesitz in Oster- 
rodischen und Holmstein'schcn. 
Schild: O.-gerändert, von B. n. W. quergetheilt mit 
g. gekr. Löwen. 
Helm: geier.' der Lüwe wachsend, in den Vorder- 
pranken 2 g. Lanz
n haltend mit einem von B. u. W. ge- 
spaltenen Fähnlcin, worauf ein g. Kreuz. 
Deoken: links: b. u. g. 
reohts: r. u. w. J. ' 
..-l:de('k, (Ta
. 20,).hJWI 
 
 
Altes vornehmes, frcihcrrliches, dureh mehrere ver- 
diente Kriegsmänner glänzendeR Oeschlecht, iu seinOl' Hei- 
math und der Oberpfalz stattlich begütert. Seinen Stamm 
verpflanzte Wolfgang Frhr. z. H., zuerst im deutschen 
Ol'dcn, dann wcltlich und zuletzt Landhofmeister des 
Herzogth. Preussen, Herr der grossenNeuhoff'schen Oüter 
bei Loetzen t 1564, nach Preussen. Hier blühte es 
in miissiger AU8breitung bis Zllm Jahre 1752, wo es mit 
dem Licutenant a. D. Wilhelm Oottfried Frhrn. v. H. auf 
Nenhoff, KI. Wolfsdorf, Plinkeim etc. erlosoh. 
Schild: Von R. W. u. B. quergetheilt. 
Hel m: gekr.; Kopf und Hals eines Strausses, wie 
der !Schild gezeichnet und tingirt, im Schnabel' ein w. 
Hufeisen haltend. 
Decken: links: r. u. w. recht!!: b. u. w. 


.. 


Heydekamptr, (Tat: 20.) 
Der Begründer des Preuss. Zweiges dieser angeblich 
aus lIamburg stammenden zur Zeit des Churf. Friedrich 
Wilhelm in hohem Ansehen durch verschiedene bedeutende 
Aemter stehende Familie, welohe verschiedeneNobilitirun- 
gen erfahren hat, ist dcr Chnrbrand. Rath und Oberkam- 
mermeister Christian 8iegmund v. H., der die Oüter Qued- 
nau, Pergusen, Wangb und Absintkeim iu Preussen besass, 
und sohon von K. Ferdinand In. geadelt worden sein soll. 
Bestlitigungs 
plom des K;ö l]i
---!.Q!l ..pre
vom 26. 
Septbr. 1701 uu d 1 8. J an. 1704 (nach v. LcdeburPreuss 
Adelslex. I. p. 358.) Die Preuss. Linie erlosch ums J. 
1785 mit dem Preuss. Rittmeister Carl Ludwig v. H. auf 
Wange. 
Schild: Quergetheilt, oben aufW. ein # Jagdhornmit 
g. Beschlägen und r. Schnur, unten auf R. ein auf gr. 
Boden spriessendes: gr. beblättertell Pflänzchen mit 3 bl. 
Blüthen mit g. Samen (Vergissmeinnicht). 
- I t - c/il alt 4- u( 
14' Ir.- 
.. <-{ (M-.. 



 


27 


Helm: r.-w. bewulstet; das Pflänzohen zwillohen ei- 
ner I'. und einer w. Straussfeder. 
Decken: r. u. w. 
Das ganze Wappen ruht 
uf einen :# g.-bewehrten 
Doppeladler. 


Heyden, Heidt'lI, (Taf. 20.) 
Ein auch mit FreiherrI. Prädioat zuletzt ersoheinendes 
altritterliches Oeschlecht in W cstphalen und am Nieder- 
rhein, dessen Huuptgut Bruch im heutigen Kreise Bochnm 
wal'; sonst bier und im Kr. Recklinghausen ansehnlich 
begütert. Ein Mitglied der Familie, der Oberstl. beim 
Drag. Regiment v. Wuthenow in Tilsit, v. H. (später zum 
Sonfeld'schen Drag. Regiment verHetzt), besasl! seit 1722 
das Out Kallchnen im Hauptamt Ragnit (nicht Labiau) 
Schild: Auf B. 3 w. Querbalken. 
Hel m: Offener wic der Schild gezeichneter und tin- 
girter }<'( ug. 
Deoken: b. u. w. 


lIe)"deu genannt HYliSch, (Taf. 20.) 
AltritterIiches Oeschlecht in We8tphalen und am 
Niederrhein noch jetzt in seiner Hcimath begütert. In 
Preussen besass 1725-34 der Preuss. Rittmeister Fried- 
rich Wilhelm v. H. g. R. das Rittergut Lixainen im 
Hauptamt Pr. Mark. Er hatte sich auch dort vermlihlt. 
Schild: W. mit r. Ringe. 
Hel m: Pfauenfederbusoh. 
Decken: r. n. w. 


He)'II, Hein, Hpyne, (Taf. 20.) 
Dieses im Churkreise Sachsens eingeborene Geschlecht 
schrieb sich eigentlich Heun oder Heuna und besass lange 
Zeit, zuletzt noch 1591 ein Rittergut zu Alt-Belgern (Kr. 
Liebenwerda) daneben auch Gütcr zu Martinskirohen und 
Mühlberg im 16. Jahrhundert. VgI. Hasohe Magazin für 
Sächs. Gel!ch. 11, S. 437 ft'. }<'riedrich v. H. zu Alt-Bol- 
gern siegelte 1550 mit einen schrligliegenden Fisch im 
Schilde. \:Ieinem Wuppen nach gehört zu diesem Oesohlecht 
der Churbrand. Oberst!. Hans Balthasar v. H. der sich 
mit den Oütern Baumgarten und Wehlaok im Hauptamt 
Barthen und Pakamohnen im H.-A. Tilsit ansässig machte 
und 1699 starb nur eine Toohter hinterlassend. Er stammte 
aus dem Hause Cropstedt in Sachsen. Auch der Ritt- 
meister Derflingschcn Regiments Philipp Ernst v. H. 1676 
f. ehört hierher. Hiernach ist das v. Ledebur'sche Adelslex. 
. S. 386 u. 3M zu verbessern. 
Sc h il d: W. mit blliulichen schrägrechtsgelegten Fisch. 
Helm: gekr.; derFisch quer vor einem dürren Baum 
liegend (ursprünglioh wohl Federbusoh.) 
Decken: b. u. w. 


I1e)'sell, Heyse, (Taf. 20.) 
Altes Säohsisohes Rittergeschlecht, de8sen Haupt- 
güter Reinsdorf und Fressdorf (oder j.'rassdorf), letzteres 
wäbrend mehrerer Jahrhunderte war. Vorübergehend auch 
imMansfeldischen und der Mark Brandenburg begütert. Aus- 
breitung stets nur sehr gering. Der Man8feldischen Linie 
gehörte der Preuss. 
ajor Leopold. v. H. .an, der das 
Rittergut Philippsdorf 1m RastenburgIschen bIS zum Jahre 
1801 besass von seiner Oemahlin Louise Juliane geb. v. 
Rosenstedt keine männlichen Naohkommen hinterliess und 
überhaupt als der Letzte seines Stammes ersoheint. 
Schild: W. mit gr. Weinrebe mit gr. Blatt u.
		

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			28 


AUSGESTORßENER PREUSSISCHER ADEL, 


bI. Traube zwischen zwei auswärtsgekehrten b. Sicheln mit 
r. Stielen. 
Helm: l1ie beiden Sicheln unten spitz zusammen- 
gesetzt. 
Decken: r. u. w. 


( 
HlndeDbur
, (Taf.;20,) 
Altpommerisehes, vornämIich auf Falkenberg und 
SchelIin Jahrh. lang begütertes Gcschlecht, von. dem 
sich ein Zweig in der Person des Preuss. Obristcn Inf.- 
Regiments v. Kalnein Otto Friedrich v. H. mit l1em Hut 
Limse bei Marienwerder in Preussen ansäesig machte, Er 
besass es 1748 und starb ohne männliohe Nachkommon 
und seine Familie überhaupt in dmnselben Jahrhundert 
aus; Name und Wappen ist durch Diplom vom 2. Januar 
1789 auf eine Linie der v. Beneckendorf übergegangen. 
Schild: W. mit naturfarbener Hinde die quer vor 
dcm Stamm eines gr. Baumes steht. 
Helm: Offener # Flug. 
Decken: # u. w. 


r:)
 


, lIobeck, (Taf, 21.) 
Alteingeborenes Geschleoht der Mark Brandenburg, 
hier zumeist im Beeskowschen und besonders auf Glowc 
sehr lange ansässig und im gegenwärtigen Jahrhundert 
erloschen, In Preussen besass die Güter Cornitten und 
Korkehnen im 8amlande 1726 der bald darauf verstorbcne 
Oberstlielltenant v. H., der so viel bekannt, koine Söhne' 
hinterlassen hat. 
80 h il d: Auf B. 8 g. ovale Ringe oder Hülsen- 
früchte. 
H cl m: Offener b. Flug, jeder Flügel belegt mit einer 
der Sehildfigurel1 I111d dgl. eine zwischen den Flügeln. 
D4oJcken: b. u, g. ( \ 
 
l.... -J 
I Hoebberg I., Taf. 21.) 
VOl"Dehmes, eingeborenes Geschlecht Schlesiens, hier 
früher sohr ausgebreitet uud in frciherrlichen und gräf- 
lichen Linien blühend. In Preussen liess sich zu Anfang 
des 16. Jahrhunderts eine Linie nieder, die Camwerlaok 
und Stangenwand besass. Als ihr Letzter lebte 1610 
Andreas v. H.{ der aus seinen beiden Ehen Sühne nicht 
hinterlassen hat. 
Schild: QuergotheiIt unten R. u. W. geschacbt, oben 
b. Dreihügel auf W. 
Helm: R. Rose auf hohem gr. Stengel zwischen 2 w. 
gestürzten FiRchen, deren der vordere mit einer r. zwi- 
schen 2 w., der andere mit oin6l' w. zwischen 2 r. Strauss- 
federn auswärts besteckt ist. . 111 \ } J 
Decken: r. u. w. -. \ 


Hoebberg 11., (Taf. 21.) I 
Als Wa'ppen der in Preussen sesshaft gewesenen Fa- 
milic v. H. loder eine zweite P) kommt in alten lmndseluift- 
lichen Wappenbüchern, welche die Wappen des 1'reuls, 
Adels enthalten das folgende vor: L 
Schild: quadrirt: 1. u. 4. g.mit r.Adler 2. u, 8- b. 
mit w. Mühlstein, .. 
Helm: a) gekr.; dE'r Adler. , · 
b) b.-gekl. wachsender Mann mit b. Hute, vor 
sich den Mühlstein haltend. 
Deoken: links: r, u. g., rechts: b. u. w, 


Ho('btiltetter, (Taf. 21,) 
Ein Augsburger Patricier Gesohlecht, das 1518 in den 
Reichsadelstand erhoben wurde und seit dem letzten 


. 


Viprtel des vorigen Jahrhunderts in Preuss. Militiir.Hensten 
vorkommt. Der Prcuss. Obrist a. D. ChrilStian Friedri,'h 
v. H. lt 1816) besasR 1803 das Rittergut Lichteinen in 
Preussen. Er hinterliess Sühne. 
S ch il d: G. u. B. schrägrechts in Bogenschnitten gu- 
theilt. 
Helm: Ein g. u. ein b. Büffelhorn, ersteres mit b. 
letzteres mit g. ßogenschnitten, die in Kleeblattspitzen 
auslaufen, auswärts besetzt, 
Deoken: b. u. g, 


t 


\ ,... Hon'Dlann I., (Taf, 21) 
Der 1'rel188, Stilbs-Rittmeister beim Hus.-Regiment 
v. Lossow Jnhallu Gottlob H. wurde unterm 27, Fobr, 
1770 in den Preu8s, AdelstaDlI erhoben. Er besass das 
Rittergut Elkinohlen ;n Preusen und starb kinderlos als 
Generalmajor a. D., im Juhre 1797. Name und Wappen 
gingon auf soinen geadl'lten Adoptivsohn Johann Leopold 
Sandes über. 
Schild: G.-gerändcrt und w. mit r. Löwen. 
Helm: gekr.; W. geharnischter Arm mit Schwert in- 
mitten eines offenen }<'ll1ges, dC811IJD vorderer Flügel r. der 
hintl're w. ist. 
Decken: r. u. w. 


\ 


\ 


Hoß'mann 11" (Tnf. 21.) 
Johann Jacob H., 1I0rr der Angerapp'sohen u. a. Güter 
in dpr Umgegend, wurde unterm 22. April 1752 in den 
Preuss. Adelstand erhoben. Er hatte nur einen Sohn 
Friedrich Jucob v. H. der 1759 als LieutenRnt dimittirt 
wurde und unvermählt starb. Die Güte-r kamen durch 
Heirath der Tochter an die v. }<'avenhcid. 
Sch ild: quudrirt; 1. w. mit Kopf nnd Hals des 
Preuss.Adlel's, 2. r. mit g. Anker S. r. mit g. Stern. .. w. 
mit +I: befiederten g. Al11erfuss. 
( Hel m: gekr.; inmitten des offenen Preuss. Adler- 
fluges 8 Straussfedern g. r. g., die mittlpre mit den g. 
Stern belegt. 
Decken: links: :1+ u. w. rechts: r. 11. g, 


. 


Hoti.ndor"
 (Taf. 21.) 
Uraltes Sächsisches, schon nm die ?tritte des 12. Jahr- 
hunderts urkundlich genanntes aus Hohendorf bei Calbe 
a/8. stammendes, den v. Saok und v. d. Gröben stamm- 
verwandtes Geschlecht, welches in seiner Heimath inl 15. 
Jahrhundert erlosch, übel' in .ln'i HauptJinien anderwärts 
fortblDbte, nämlich im ChurkreisE> in der l\furk Brand..n- 
burg und in Preussen. Der erste Zweig datirt vom Ende 
dei 14. oder Anfang des 15. Jahrhunderts, der zweite aus 
dem Anfunve des 15. Jahrh. und ebenso der dritte, von 
dem _ noch zweifelhaft ist, ob er aus dem Sächsischen 
oder Märkis,'ben horzuleiten ist. Die Familie erwarb in 
Preussen schr anschnliche und zahlreiche Güter und er- 
langte im 16, und 17. Jahrhundert "eine ungemeine Aus- 
breitung, BO dass sie fast als das an Mitgliedcrn zahl- 
reichste Adelsgeschlecht in Preussen zu erachten iRt. Die 
PreuBB. Linien, durch mehrere verdiente :Militär- und Civil- 
vel'l!enen ausgezeichnet, zumeist in den Hauptämtem .Rasten- 
burg, Brandenburg und Barthen Imgesessen, vernngerten 
Bich im 18. Jahrhundert an Mitgliedern und verarmten. In 
der 2. Hälfte des 18. Jahrh. ging der letzte Onmdbesitz 
verloren und durch die Militlirdienste kamen die letzten 
Mitglieder ganz aus dem Lande. Nachkommen derselben 
sind noch in Behr geringer Zal1l in lindern Theilon deB 
Preuss. Staates vorhanden. Die Märk. Linie erlosch zu 
Anfang des 18. Jahrh. (ihre Hauptgütcr waren Falken- 
hagen und Wohrin) die im Churkreise gleichfalls mivori- 


../' 


\:
		

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			A.USOESTORßENf
R PREUSSISCHER ADEL. 


.. 


gen Jahrb.; ihre Hauptsitze waren Scllmerckendorf, Uebigau 
und Falkenberg. Bei der Preuss. Linie zeigen sich zwei 
Wappenformen. 
I:')child: O. u. R. sech8mal pfahl weise getheilt mit 
darüber
elegtem b. Querbalken. 
Helm: gekr.; S Btraussfedern g. r. g. 
Decken: r. u. g. 
HohndorO., (Taf. 21). 
Siehe den vor. Art. Die zweite Form des Wappens 
wie es die Preuss. Linie führte, ist folgende: 
Schild: Allf O. 3 r. Pfähle überdeckt von.. einem 
b. Schrägrechtsbalken. 
Helm: gekrönt; 3 w. Lilien auf gr. beblätterten 
Stengeln. 
Decken: r. u. g. 
Anm. Das Stammwappen besteht eigentlich in 2 
SpiesBen, dem der v. Sack und dem Urstammwappen der 
von der Oröben (aus Grebuhna unweit Hohendorft' stam- 
mend) gleich, wie Siegel ausweisen, zum Zeichen der 
Linienabzweigung und jüngern Oeburt wurden die Lanzen 
mit eineJ,ll Quer- und Schriigbalken, nach vorliegenden 
Sipgeln, überdeckt und schliesslich gingen die derbgezeich- 
neten Spicsse in Pfähle über. 


« 


. 
b 


HollII
to('k, (Taf. 21.) 
Als Edelmann wurde Carl AUg'ust v. H. geführt, der 
von der untersten militiirischen Stufe bis zum Preus!!. Oe- 
neralmajor und Chef eines HU8aren-Regiments empnrstieg. 
Er t 1788 und besass in Preussen dic Oüter Ourren, 
Klimken und Dombrowken. Mit ihm erlosch sein St-amm 
wieder. Der Oeoeral bediente sich folgenden Wappens: 
S c h il d: Pyramide. 
Hel m: I,öwe mit Fischschwanz. 
Decken: P 


Ne('rhotl" "0" HolderbaK (Taf. 21). 
Sächsische J<'amilie, von der sich ein Zweig, Carl 
Fe\ix N. v. H. mit dem Gut Platteinen in Preuss('D pos- 
sessionirt machte. Doch ist naoh seinem vor 1797 er- 
folgten Tode sein Stamm in Preussen nicht weiter fortge- 
pflanzt worden. 
So h il rl: Quadrirt: 1 und 4 Löwe, 2 und S sieben 
blättriger Zweig. 
Helm: gekr.: waohsender Löwe. 
Decken: 


.. 


1I0ltz ge... GiUde..bah'k, (Tar. 21). 
Unbekannter Herkunft, dooh wol1l Briefadel. Jobann 
v. Holtze genannt Goldenbalck, Ritter und K(ini
l. Poln. 
Hofsekretär besass 1620 im Dirschau'sohen die Oüter Pa- 
lubin, Melkau und Klinsohau. 
Sc h i I d: von B. u. R. quadrirt mit w. leeren Mittel- 
schilde. 1 u.4 mit S gr. Bäumcn aufgr. Dreihügel. 2 u. 3 
g. Greif mit blauken Schwert in der rechten Vorder- 
pranke. 
Helm: gekr.; der Oreif wachsend. 
Decken: links b. u. w. 
rechts r. u. g. 
Jlo..sberg, Hohnsberg, (Taf. 21). 
Dieses alte Meissnische in seiner Hoimath im 14. und 
15. Jahrh. in gutem Ansehen stehende Ocschlecht war im 
16. Jahrh. vorübergehend in Preussen angesessen uod er- 
losch hier nach kurzer Dauer; die beiden El'btüchter hei- 
ratheten in die Familien v. Bombeck und v. Bolow. 
VIA. 


. 


" 


29 


Schild: W. mit gr. Papagey mit g. Ringe um den 
Hals. 
Helm: B. u. w geschachtes Schirm brett, oben mit g. 
Straul	
			

/Pomorze_030_14_034_0001.djvu

			so 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


IIUlldt, (Taf. 22.) 
In Ost- und Westpreussen in neuerer Zeit vorüber- 
p;ehend begütertes Oeschlecht, das dem Preuss. Heere ei- 
nen verdienten General gegeben hat. Directc Heimath: 
Mecklenburg. 
Schild: B. mit 3. w. Rosen 1. 2. worüber 2 ins 
Andreaskreuz gesetzte w. Widerhaken. 
Helm: w. wachRendor Bracke mit g. Halsband, vor 
sich senkrecht einen w. Spiess haltend. 
Decken: b. u. w. 


.JßbloIlO"'Mki, v. Eichloltz-J. (Taf, 22.) 
Altpolnisches, auch den Namen Wicholcz-Jablonowski 
führendes Adelsgeschlecht, das zu" Ende des 16. Jahrh. 
iJ? Culmisohen und Riesenburgi8chen ansä8sig war. Ob 
die v. J.. welche um 1700 im Hohensteinischen (zu Thy- 
mau) begiltert waren und gegen Ende des vorigen Jahr- 
hunderts im Osterodischen vorkommen zu obigem Stamm 
gehören, ist fraglich. - 
Schild: B. mit w. Hufeisen über das schräglinks ein 
blanker Säbel mit g. Oriff gelegt ist. 
Helm: 
Decken: b. w. 


.Ja."eDreutll, (Taf. 22.) 
. 
ltadeliges Oeschlecht Oesterreich
, auch in Bayern 
Im MIttelalter vOl'kommend und in semer Heimath erlo- 
schen, ebenso gegen Ende des 16. Jahrh. in Preussen 
wohin sich zu Ende des 15. ein Zweig gewandt und im 
:::!amlande an8ässig gemacht hatte. Siegmund v. J. war 
der Ahnherr dieser Linie, sein 80hn Oabriel hinterJiess 8 
Töchter, die in die Familien v.Bronsart, Hülsen, Troschke- 
Lüttwitz, Oersdodf, ßraxeiu, Auer, Debner und Diehlc hei- 
ratheten. 
Schild: Quadrirt 1. u. 4. w. mit r. Obercek (rechts 
resp. links) 2. u. 3. r. Schildesfuss, darüber auf B. ein g. 
schwebendes Oitter. 
Helm: a) gekr., recht8hingewendeter wie das Feld 4 
gezeichneter Flügel. 
b) geh., linkshingckehrter Flügel wie 2. u. 3. 
gezeichnet u. tingirt. 
Decken: links: r. n. w., rechts: b. u. w. 


.JßDUZ, Jantz, (Taf. 22.) 
Alteingeborenes Cassubi8ches und Pommerellisches 
Adelsgeschleoht, das erst im laufenden Jahrhundert erlo- 
8chen ist und in Westpreussen noeh zu Ende des vorigen 
mehrfach begütert war, so auf Onesdllu, Kl. 'furze Jel- 
lenger und Zeronia. Ein Preuss. Capitän v. J. - Lipowski 
t 1839 14. März. 
ach il d: B. mit gekr. Luchs oder Panther. 
HPlm: 3 w. Lilien auf langen gr.-beblätterten 
Stengeln. 
Decken: b. u. w. 


.JRlllle"Uz, (Taf. 22.) 
Alteingeborenes Oeschlecht Pommerellens, wo es na- 
mentlich da!' Gut Bol8chau Jahrhunderte lang besessen 
und mehrfach den Landrichterposten bekleidet hat. Ein 
Zweig machte sich auch in Ostpreussen auf Pachollen in 
der 2. Hälfte des 17. Jahrh. ansässig und später auch zu 
K
. Trom!"enau in Westpreussen. Ein dritter Zweig, der 
TIppeln 10 Ostpreussen beRass erlosch mit zwei Brüdern 
1819 resp. It!27. Als Letzte ihres Stammes erscheinen 
1836 Ernestine verm. Oräfin v. Krockow geb. v. J. Erbfrau 
aufBolschau und Charlotte Sophie Hcdwig v.Besser geb. v. J. 


S ch il d: B. mit # vor sich hingekehrton Büffelkopf 
mit w. Ringe durch die Nase. 
Jlelm: Busch # Hahnenfedern. 
Decken: b. u. # 


.Jallllol!l('hUz, (Taf. 22.) 
Ein vornehmes polnisches Adelsgeschlecht das in 
mässiger Ausbreitung seit dem Anfange des 15. Jahrh. in 
Preussen vorkommt und besonders in mehreren Distrikten 
Masurens begütert war. Seine Hauptgüter waren Lindenau 
und Olanden im Osterodi8chen. Als Letzter seines Stam- 
mes erscheint 1666 Alexander v. J. auf Davidts und Mal- 
schöwen, der aus seinen beiden Ehen mit Fräulein von 
Bartsch und v. Polentz nUl" Töchter hinter'liess. 
Schild: R. mit w. aufspringenden Widder. 
Hel m: gekr.; der Widder wach8cnd. 
Decken: r. u. w. 


.JaMehiDskl
 (Taf. 22.) 
Altes Polni!lches Adelsgeschlecht das schon in den 
ersten Jahrcn des 16. Jahrl1. sich in Ostpreussen und 
zwar besonders im Hauptamt Pr. Mark fmsiissig zeigt 
wo ihm Oericken lange gehörte. Eine andere Linie wa; 
in Masuren (im Johannisburgi8chen) ansiissil!" und erlosch 
bald nach 1787 durch den Tod des Preuss. Obristen und 
Commandeurs des Kür.-Regimcnts v. Bornstedt, Drosten zu 
Orsoy Oeorge Christoph v. J., der zwar vermiihlt war 
aber keine Söhne hatte. ' 
Schild: B. mit w. oben mit g. Kreuz besteckten 
Hufei8en, einen g. abwärt8gekehrten Pfeil einschliessend. 
Hel m: gekr.; # Adlerflügel mit einom g. Pfeil wag- 
recht durchschossen. 
Decken: b. u. g. 


.Iene, (Taf. 22.) 
Ein alteH eingeborenes Oeschlecht Westpreussens, im 
14. Jahrh. urkundlich auftretend, im 15. durch Grundbe- 
sitz und einige als Führer des Preuss. Bundes hervor- 
ragende Mitglieder sehr angesehen. Nach dem Abfall des- 
Bundes polonisirt und im 16. Jahrh. erl08chen. Haupt- 
begüterung im Dirschauschen. 
Schild: B. mit 2 g. mit den Rücken einander zu- 
gekchrten Halbmonden darühllr ein g. Stern. 
11 el m: Schildfigur . 
Decken: b. u. g. 



 


.JlowSki, ('far. 23.) 
Von polnischer Extraction, im 16. n. 17. Jahrh. im 
Hauptamt 80ldau beg-ütert, um 1650 in Preuss. erloschen. 
Sc h i I d: Ein hinter einer Zinnenmauer hervor- 
wachsender Löwe. 
Helm: Boot. 
Decken: 


St. .Ing brecht, Worning v. St. J. (Taf. 23.) 
Aus der IJfalz stammendes Adelsgeschlecht, (das dort 
Aspach und 8chönhof besass.) Friedr. Ludwig v. St. J. 
machte sich mit dem Rittergut Lackmedien in Ostpreussen 
ansässig und t 1804 als Oberstlieutenant a. D. Mit zweien 
seiner Söhne, von denen der ältere das Out besass, starb 
1816 die Preuss. I,inie willder aus, da der Letztere nur 
Töchter hinterlioss. 
. 
child: Zwei übereinandergelegte oben auf der Spitze 

It eIDern Stern besteckte Sparren, unter denen gleichfalls 
em Stern.
		

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			AUSOESTORBENER PREU
8ISCHER ADEl.. 


Helm: gekr.; Zwei eine I.ilie einsohliessende Büffcl- 
hÜl'ßer. 
Deoken: 


.J1I
ra.D1, (Taf. 23.) 
A1tschlesisches ritterliches Oeschlecht, aus dem zwei 
tapfere Söldnerfübrer im Hülfsheere des .deutschen Ordens 
sich nach den Frieden von 1466 in Ostpreussen nieder- 
liessen, Melchior und Christoph v. J., die Ounthenen im 
Bartensteinischen besassen, was sie 1492 gegen Wordom- 
men vertauschten. Mit ihnen erlosch wieder diese Linie. 
Schild: Schreitender Löwe, statt des Schweifes mit 
einem über sich geschlagenen Haarschweif versehen. 
Helm: 
Vecken: 


.JOhlllolOIl, (Taf. 23.) 
Unbekannter Heimath. Emst v. J. ehm. Preuss. 
Lieutenant beim Frei-Regiment v. Collignon wollte 1763 
adel. Oüter in Preussen kaufen. 
päter erscheint ein 
v. J. als Be8itzer des Rittergut8 Klimken; 8ein Sohn 
Hermann v. J. lebte noch vor 20 Jahron als der Letztp 
sein.J8 Stammes. 
Sohild: B. mit 3 w. Rosen 1. 2. 
Helm: gekr.; die 3 Rosen. 
Deoken: b. u. w. 


.. 


.Jordall, (Taf. 23.) 
Aus dem bekannten alten schlesisohen Adelsgeschleoht 
erwarb der Preuss. Rittmei8ter beim Cuir.-Regiment von 
Dewitz Joh. Wenzel v. J. das Out Britannien bei Tilsit 
durch Heirath mit Cath. Louise Melchior v. Britannien. 
Sein einziger Sohn Friedricb v. J. t 1716. 
Sohild: Auf W. 3 r. Jagdhörner mit g. Beschlägen 
ins Schächerkreuz gestellt. 
Helm: gekr.; 2 Bülfelhörner, ein w. und ein r. 
Decken: r. u. w. 


... 


Kalekreuth, (Taf. 23.) 
Alte ursprünglioh sohwäbische, dann im V oigtlande, 
Meisf\en und der Lausitz ausgebreitete Adelsfamilie, von 
dOl' sich ein Zweig in der Person des Carl Magnus v. K. 
in den allerletzten Jahren des 17. Jahrh. in Ostpreussen 
auf dom Gute Oudnicken im Hauptamt PreURS. Mark nie- 
derliess. Mit ihm erlosch diese J:!raDche wieder, auch der 
bekannte Generalfeldmarschall Oraf v. K. besass in Ost- 
preussen ein Out. 
Schild: W. u. # gespalten mit 2 g. ins Andreas- 
kreuz gesetzten Kalkreuthen. 
Helm: gekr.; wachsendes gekr. Frauenbild in von 
w. u. +t gespaltener Kleidung in jeder Hand eine der 
Schildfiguren haltend. 
Decken: # u. w. 


. 


Kameeke, (Taf. 23.) 
Von die8en alteingeborenen Pommerischen Oeschleoht 
haben sich im Laufe der Zeit mehrere nach kurzer Dauer 
erloschene Zweige in Prenssen niedergelassen, so wurde 
von verschiedenen Mitgliedern deI Familie 1739 das Ritter- 
gut Prenzlau im Marienwerderschen und 1753 Münsterberg 
bei Pr. Eylau besessen. 
Sc h il d: R. mit Kopf u. Hals eines w. linkshinge- 
kehrten Bockes. 
Helm: 8 gestürzte Knebelspiesse mit g. Stangen. 
Deoken: r. u. w. 


.. 


. 


SI 


Kalllill
ki, (Taf. 23.) 
Altpolnisohes seit Ende des 16. Jahrh. in den Haupt- 
ämtem PI.. Holland, Pr. Mark und Ol"telsburg auf Ki- 
witten, Dossnitten, Davidts; auch auf W odigahnen und 
Pantzerey in Ostprellssen begütert vorkommendes Oe- 
sohlecht, das um die Mitte des vorigen Jahrhunderts mit 
Oeorg v. K. auf Dossnitten und Hans Christoph v. K. 
auf Wodigehnp.n (t 1737) erlosch. 
Schild: R. mit w. auf w. Halbring stehenden Pfeil- 
eisen. 
Helm: gekr.; dieSchildfigur auf ein eID Pfauenschwanze. 
Decken: r. u. w. 


Kalllllick, (Taf. 23.) 
Ver 
ltme dieseR altadeligen Oeschlechts hat eine 
auf altpreussische Herkunft deutende Form, das Wappen 
indes8en eine gewisse Aehnlichkeit mit dem der Pom- 
merischen v. Kamecke, aus deren Stamme seine Abkunft 
jedoch bis jetzt nicht zu erweisen ist. Als Ahnherr er- 
scheint um 1480 N.:N. v. K. vermählt mit einer v. Spar- 
wein a. d. H. Sperwienen in Preussen. Als die Letzten 
ihres Stammes finden sich Jonas v. K. auf Seepothen und 
Thengen 167U und Johann v. K. aufOsskinnen im Tilsit- 
schen 1698. 
Sc h il d: W. mit halben r. Stier, der ein gr. Dreiblatt 
im Maule hält. 
Helm: 3 gestürzte Knebelspiesse mit g. Stangen. 
Deoken: r. u. w. 


Kalllplaek, (Taf. 23.) 
Alteingeborenes l'reuss. Oeschlecht, schon zu Ende 
des 14. Jahrh. urkundlich auftretend, eines 8tammes mit 
den v. Bronsart Ul,d v. Ka8sau. Kamplacken im Hauptamt 
Barthen war sein l:itamm- und Ahnsitz, demnäohst 8teffens- 
walde im Osterrodischen sein langjähriges Sitzgut. Die Familie 
erlosch mit Hans Christoph v. K. auf Steffenswalde kurz 
vor 1687. , 
Schild: B. mit 2 w. Querbalken, deren jeder mit 4 
r. Rauten belegt ist. 
Hel m: 2 w. Büffelhörner mit b. Querbalken belegt, 
über und unter denen 2 r. Rauten. 
Decken: r. 11. w. 
An me r k. Es findet sich auch das Wappen anders, 
nämlioh auf w. ein b. Querbalken, über und unter dem 
4 oder 4 und 3 r. Rauten, auch b. Schild mit w. Querbalken, 
worauf 7 r. Rauten zu 4, und 3 gesetzt. 


Kalllla('her, ('l'af. 23.) 
Altes Nassauisches Oeschlecht, das sich zu Anfange 
des 16. Jahrh. in Preussen niederliess und schon durch 
seinen Ahnherren, den seiner Zeit sehr einflussreichen 
Oberburggrafen Martin v. K. (t 15M) sowie später durch 
andere verdienstvolle Beamte im HerzogtllUme PreUS8en und 
einen Preuss. Oeneral (im siebenjährigen Krie
e) glän:/Jt. 
Die Ansbreitung des Oeschlechts war nicht unbedeutend, 
seine Hauptgüter Or. Schwansfeld, Passlack, Schwaraunen u. 
Sporgeln im Rastenburgischen ; ausserdem S6SS eine 
Linie im Angel'burgi8chen. Noch Ende des vorigen Jahrh. 
blühte das Oesohlecht, von dem viele .Mitglieder im Preus.. 
Heere dienten. Orundbesitz in Preussen, wo die letzten 
mlinnlichl.'n Sprossen vor 3U Jabren vorkommen. 
Schild: O. mit # springenden Bock. 
Helm: gekr.: der Bock wachsend. 
Decken: :I;. u. g.
		

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			32 


AU:;GE
TORBENER l'REUS
IECllER Am:L. 


Kaut heu, lTaf. 23). 
Altps eingebornes (i-ei!cblecht PreUllllenS, stets in gel'in- 
ger Ausbreitung und in Dürftigkeit lebend. Kanthen im 
Liebenmüh1'8chen war sein Stammsitz. Der Letzte seines 
Stammes war der 1734 verstorbene Lieutenant des Beche- 
ferschen Regiments Christoph Albr!\cht v. K. auf Kan- 
then, dessen beide Brüder wohl schon vor ihm starben; 
von seinen Rchwestem heirathpte die jüngere den Fähn- 
rich .rohann Michael von Kerstki auf Warnehnpn. 

child: Ein mit kurzem Rock Stulpmütze und hohen 
Stiefeln bekleideter Bogenschütze (alter Preusse.P) 
II e Im: 3 aufwärts gekehrte fiicherförmig Kestellte 
Pfeile. 
Decken: 


Kariot, Karioth, (Taf. 24). 
Alr",ingebomes Preussische8, ausschliesslich im Sam- 
lande heimisches Oeschlecht von geringer Ausbrr.itung und 
BegUterung; Korben im Fischhausisohen war sein Haupt- 
sitz. Al8 die Lctzten ihres Stammes ersehpinen Hans 
Oeorge v. K., der 1615 Kurben verkaufte und Hein Vettel' 
Christoph v. K., 1622, der vermählt aber ohne ::;öhne 
wal'. 
S chi I d: R. mit g. Pfahl, vor den übereinander 3 1/:. 
Spatcneisen oder gestürzte Hämmer. 
Helm: offener # Flug. 
Decken: r. 11. g. 


Katol
au, (Tar. 24). 
Alteingebornes Oeschlpcht Preussens, dessen Stamm- 
gut Baumgarthen im Ocbiet Barthen lag und der Familie, 
die stets von geringer Ausbreitung war, schon 1365 gpbörto. 
Sie war eines 8tammes mit den v. Kamplack und v. Bron- 
sart, ihren nahen Nachbaren. Der I,ctzte war Hans v.1\.. 
auf Baumgarthen 1559, der nur 4 Töchter hinterliess, die 
in die Familien v. Fröbner, v. Oelssen und v. Sixthin 
heiratheten. 
Schild: W. mit b. Querbalken, über dem 4 und 
unter dem 3 r. Rauten. 
He Im: 3 Straussfedern r. w. r. 
Decken: b. w. r. 


Kaullma..u, (Taf. 2-1). 
Der Preul!s. Hofrath Daniel Friedrich K., f:l'bherr 
auf Pilwe und Loyden im Hartenstein!sohen erhielt unterm 
7. März 1805 ein ErneuerungsdiploJl\ 8eines Adels. Nach- 
kommen aus seiner Ehe mit Anna Maria, geb. v. Stahren- 
berg (t 18. August 1821) 8ind nicht bekannt geworden. 
Schild: g. gerändert und quadrirt, 1 u. 4 # mit 
g. Löwen, der einen g. Ring in der rechten Vorderpranke 
hält, 2 und 3 r. mit 6 w. Spitzen in zwei Reihen 
t1bereinander. 
Hel m : gekr. ; der Löwe wachsend, zwischen einem 
g. und einem von W. und R. quergetheilten Büft"elhorn. 
Decken: links: # u. g. 
rechts: r. u. w. 


KeKler, (Taf. 24). 
Diese kleine, nie zahlreiche und stets sehr gering be- 
güterte Familie ist weder, wie v. Ledebur's Adelslex. I. 
p. 421 behauptet, ein Zweig der uralten, reichsunmittel- 
baren Kechler v. Schwandorf, noch hat sie das ihr hier 
beigelegte Wappen geführt. Um 1620 erscheint Hans 
v. K. Waohtmeister auf dem Schlosse zu BartlIen in Preus- 
sen, später bis zum Capitän avancirend und 1635 Com- 
mandant des Schlosses Angerburg. Er acquirirte ein Out 
zu Rodehlen im Hauptamt Barthen. Seine Naohkommen 


besasscn auch Kl. Rogallcn und Reussendorf. Ende des 
vorigen Jahrh. warcn noch mehrere Söhne dieser Familie 
am Leben, 1800 aber nur noch Carl Albrecht v. K. auf 
ROJ?;alliken, dt'l' als der Letzte seines Stammes anzu- 
sphen ist. 
::;ohild: B. mit 3 w. Kugeln 2. 1, über deren jeder 
obercn ein g. Stern schwebt. 
He 1111: r.-g. bcwulstet; 3. r. Reiherfedern. 
Decken: r. u. g. 


I 

 


Keitl., (Taf. 24). 
Alt8chottisches Oeschlecht, das sich in einem Zweige 
im 17. Jahrh. in Pommern niederliess, von wo der Oeh. 
Rath un.) JU8tizdiroctor Johann Friedrich v. K. seinen 
Stamm nach Prcussen verpflanzte. Er besass mehrere 
GÜter in Preussen, hinterliess aber bei seinem 1793 er- 
folgten Tode nl1l' Töchter. 
Schild: Quergetheilt, oben 3 r. Pfähle auf 0., un- 
ten gl'. 
II e) m: r. wachsender Hirsch. 
De cken: r. u. w. 


I 
! 


Kt"lIer, (Taf. 24.) 
Ein l'hcinlämlisehes Gescblecht, das durch einen 
Söldnerführor im Hülfsheere des Deutschen Orden8, Hans 
v. K. dor für seine Soldford'-'l"1mg das Gut Hanswalde 
im Pr. :r.Iarki8chen crhi.,It, naeh Preussen vprpflanzt wurde. 
Hier blühte die Familie in geringer AusdehnunJ?; und Be- 
güterung bis ins vOl'iJ?;c Jahrh. hinein, wo die Preussische 
I,inie mit Chri8toph J<'riedrich v. K. auf H. und Splttels 
Preuss. CapitäJ1 17411 oder seinem einzigem Bruder Wpnzel 
Fplix v. K., 1750 LieutenaJ1t, ausging, Des Erstem ein- 
ziger Sohn Friedrich August v, K. starb an8cheinend 
jung. 
I:5child: W. mit r. dreimal abwechselnd gezinnten 
Querbalken. 
Helm: Kupf und Hals eines w. Bracken, mit der 
Sohildfi/.!Ur belegt. 
Decken: r. u. w. 


'" 


Keller, Keler, (Taf.24). 
Von ungarischer Extraction. Der Preuss. Major beim 
Husal'en-ltegt. v. Malachowski Andreas v. K. besass 1778 
dus Rittergut Kobulten im Ortelsburgischen. Von seinen 
beiden lSiihnen war der jüngere 1792 ausl!er Landes, der 
ältere 1796 Preuss. Fähnrich bei Pelkowski. 
Schild: w. mit # -geha1'I1ischtem Arm, der ein 
Schwert hält. 
Hel m: Sehildfigur. 
Decken: w. und # 


Kt'lnpheu, (Taf. 24). 
Den schwedisehen Adelstand erhielt unterm 13.0ctbr. 
1679 der Schwedische Capitän Jacob K., zuletzt Oborst 
und Comnlllndant zu Weichselmünde. Sein Sohn Christian 
Nicolaus v. K. machte sich 1743 durch Erwerb des Outes 
Siewken in Ostpreussen unsässig. Mit dessen Enkel, dem 
Preuss. Oeneral Johann Carl Jacob v. K. (t 1833) ver- 
80hwand die Familie wieder aus Preussen. 
8child: Von O. und ß. durch einen scbrägrechten 
Zinnenschnitt getheilt, darin ein nackter rechtsher kum- 
Mender Arm mit Keule. 
Helm: Zwischen 2 w. gelbbordh-ten Fahnen eine 
von O. u. B. sowie der Schild gethcilte, oben mit einem 
offenen Fluge besteckte Kugel, dcr erste Kügel b., der 
andere w. 
Decken: b. u. g. 


,
		

/Pomorze_030_14_037_0001.djvu

			I 

 


I 
.. 
I 



 


... . 


AUSOESTORBENER PREUSSI8CHER ADEL. 


Kerst('nl!ltein, lTaf. 24). 
Den Reichsadelstand erhielt Wenzel.K. vom Kaiser 
Siegmund 1437. VQn Polen aus kamen die Oebrüder 
_ Ludwig Christian und Siegmnnd v. K. nach Preussen, wo 
sie 1630 ff. die Oüter Rundewicse lim Marienwerder- 
!!chen), Pressen (nicht Prassen) und Dargau im Pr.-Hol- 
ländischen erwarben und Neu-Dollstedt in Pacht nahmen. 
Sie erhielten für sich und ihren Oheim Cri8pin vom Chur- 
fürsten Oeorge Wilhelm von Brandenburg unterm 14. :Mai 
1631 eine Adelsbestätigung und Anerkennung. Mit dem 
Kammm:iunker Ludwig C'hristian v. K. auf Rundewiese und 
Po wunden erlosch 1735 das Oeschlecht wieder da er nur 
zwei Töehtcr hinterliess. ' 
Schild: Oe8palten; vorn auf O. 2 r. recl,tshin seh- 
ende Hirsehköpfe übereinander, hinten auf B. ein g. 
Löwe. 
Helm: b.-g. bewulstet: Pfauen schwanz inmitten eines 
'.on B. und O. übereck getheilten offenen Fluges. 
Decken: b. u. g. 
Anm. Vorliegende Abbilduu
en und Siegelabdrücke 
zeigen Abweichungen, so ist der Flug #, der Löwe hält 
einen ästigen :Stab vcr sich u. s. w. 


Kt-'IO",el, (TaL 24). 
Ursprünglich Meis8nisches im 17. Jahrh. nach Schle- 
sien verpflanztes Adel8geschlecht, von dem zwei Zweige 
i,! Ostpreus
en ansässi
 ware.n, aber wieder abgezogen 
smd, der ellle 1701J mIt N. N. v. K., der Marie Elencre 
v . Weckhorst zur Ehe hatte. der andere durch dl:n PreuslI. 
Major Carl Oottlob v. K., der 171:j7 Oablauken erblich u. 
Kcrpen als Pfand besass. 
Sc h i I d: B. mit g. rothbeschlllgenen gelbbesehnürten 
Jagdhorn über 3 g. 2. 1 gestellten :Sternen. 
Helm
 O. Stern zwi8chen zwei naturfarbenen Hirsch- 
stangen. 
Decken: b. u. g. 


. 


Kt-'st('lott, l'l'af. 24). 
. A
geblich Ni
del'ländisehen Ur
prungs. Der Preuss. 
Capl
am Julllilln Ephruim v. K. (t 11;03) besass das Out 
Romltten, das aber nicht eonservirt wurde von seiuen 
Nachkommeu, die aus Preussen fortZo
en. 
Sc 1.1 i I d: W. mit 
inen r. über S nebeneinander auf gr. 
Boden hegenden # Kugeln hillwegspringenden Hirsch. 
Helm: p 
De cken: r. u. w. 


.. 


K(.tt It-'r, (Tar. 24). 
Aus der Curländischen Linie dieses alten bel'ühmtcn 
WestphiJlischen Adelsgeschlecht8 liess si(,h Eustach v.K. 
1560 in Preus8en nieder, wo er bis zu seinem 1581 er- 
folgten Tode 8perlingshof im S/lmlande besass. Aus sei- 
n!"n 
eide
 Ehen mit einer geb. v. Ncnningen und v. ßrax- 
elO hmterhe8S er 5 Kinder. 
Sehild: O. mit r. Kesselhaken. 
Hel m: gekr.; der W lIppenschild zwischen 2 g. 
Reiherfedern wiederholt. 
Decken: r. u. g. 


UiliOl, ('l'af. 25). 

illgeb?rnes Preu8S. Adelsgeschlecht. das 1408 ur- 
kun
hch mIt Otto v. K. auftritt, dem das DorfOr. 'fauer- 
see. Im Ost.erro.dischen Ge
iet gehörte. ::Jeine NachkomIDen 

relteten. sICh 1m Osterrodl8chen lind Oilgenbm'
i8chen. wo 
Ihnen ReIChem\U, Lobdau, Oarden Koschlau Diehlen u. a. 
gehöl'ten, nieht unbeträchtlich '/lus. Als' Letzte ihres 
. VI. 4. 


SB 


Stammes in Preussen erscheinen der Lieutenant Wolf 
Ernst v. K., 1155 Erbherr auf Steffenswalde, der 1759 
bei Kay gebliebene Oberst Quadtschen Regiment8 Johann 
Oottfried v. K. auf Koschlau, Oaynen, Rosoggen, Kamionken 
etc. der nur eine Tochter, Ve\'lll. v. Schpnkendol'ff hinter- 
liess und Carl Christiau v. K., der 1740 Hannswalde be- 
sass, sämmtlich Vt'ttern. 
Schild: R. mit g. Rose um die 8 w. geh/lrnischte 
Beine ins Schächerkreuz gestellt sind. 
Helm: 3 Stmussfedern w. r. w. 
Decken: r. u. w. 


Hhl1taIlJtt-'II, (Taf. 25). 
Vornehmes alteingebornes Geschlecht Preussens, dem 
gleichnamigen Hittersitz entstammt und schon im 14. Jahrh. 
urkundlich nl1chweissbar. Es ist eines Stammes mit den 
v. Krockow-" iekernu nnd v. Bartelsdorlf nnd war nie 
zahlreich an 
titgliedern. Au!!ser seinem Stammsitz ge- 
hörte ihm noch Gr. Wolfsdorf, Wangothen und Plehnen 
im Rllstenbmgischcn. Es erlosch 1603 durcb den Tod 
Caspllrs v. K. auf Wangothen, Plehnen und Spiegels- 
walde. 
Sc hild : :t+ mit r. g. beschldgenen auf 2 weissbe- 
fiederten g. Adlerfüssen ruhenden Hurn (Trinkgeschirr). 
Hel m : 2 r. gekL Arme, deren Hönde jede ein r. 
Herz halten. 
Decken: :f::I:. u. r. 


Kirst-'hendort", Kohndorf gen. v. K. (Taf. 25). 
Das Oeschlecht soll aus Steyermark stammen und 
kam um 1420 mit Paschalis v. K. nach Preussen, wo es 
Kirsteinsdorf im Osterrodischen erwarb. Ohne starke 
Ausbreitung blüthe es doch, stets im Osterodisehen 
und Hohensteinischen gese8sen, bis ins 18. Jahl"hundert 
hinein, wo es der Preuss. Capitön Holstein'schen Regts. 
Oeol'ge Andreas v. K. auf Damarau im Ortelsburgil!Chen 
durch seinen 1749 kinderlos erfolgten Tod beschloss. 
Schild: Von O. und R. gespaltt'n mit # g.-be- 
seblageneu an einem dürren auf gr. Hoden stehenden 
Baume aufgehängten Jagdhorn. 
Hel m: gekr.; die Schildfigur. 
Decken: r. u. g. 


HiUlitz, (Taf. 25). 
Dieses schlesische vornehme Oesohlecht "on altfrei- 
henlichcm Stando liess 8ich in einem Zweige um die l\litte 
des 15. Jaluhunderts in Preusseu nieder, wo es in IlIlhem 
Ansehen stand, sehr beträchtliche Güt.er (namentlich Or. 
Waldeck und Klingenberg) erwarb und durch eine Reibe 
hochgestellter Lundesbeamter geglänzt hat. Seine Aus- 
breitulIJl; war in Preu8sen uur eine mässige und erlosch es 
zwiscl...n 1760 lind 1770 durch den Tod Carl Ludwigs 
Frhrn. Y. K. auf Or. und KL Waldl'ck, c. p., der aus 
seiner Ehe mit einer geb. v. Quooss nur eine Tochters 
verm. v. Zastrow, hinterliess. 
S ch i ld: schräglinks getheilt, oben auf g. ein aus 
der Seotion hpruuswachsentlur # Stier, unten 3 w. Schräg- 
rechtsbalken auf ll. 
Helm: gekr.: der wachsende Stier inmitten eines of- 
fenen :Fluges, dessen erster r. Flügel von einer w., der 
andere w. von einer r. Roseukette III.Ilbkrpi8förmig durch- 
zogen ist. 
Decken: links: # u. g. 
rechts: r. u. w 


9
		

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			34 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


t(/ Klau('k I., (Taf. 25.) 
Ein altpreussisches, eingebornes Oeschlecht, das Jahr- 
hunderte lang dal! Gut Neu-Menzels im Liebl!tädtischen 
besessen hat, 8ich zu Ende des 14. Jahrh. urkundlich 
zeigt und in dcn droi Brüdern Thomas, Hans und AI- 
brecht v. K., die 1598 lebten, aUl!gegangen ist. 
Sch i ld: Ein alterthümlich geformter Anker, aus zwei 
nach oben keulenföl'mig aUl!laufenden übereinandergelegten 
Stan
en bestehend. 
Helm: 
Decken: 
Anm. Die einzigc (lueUe für das Wappen ist ein 
Siegel Oeorgs v. K. de 1440. Eine ganz ähnliche Oe8talt 
hat die Wappcnfigur dcr v. Lüderitz auf einem alten 
Siegel derselben aus dem Jahre 1401. Die Aelmlichkeit 
dieser Schild figur mit der, welohe die v. OIauch führen 
(s. oben), lässt aber annehmen, duss dal!selbe Oeschlecht 
gemeint ist. 


Klau('k 11., (Taf. 25.) 
Alteingebornes Samländil!ches Oeschlecht , welches 
das Rittergut Linkau im Fischhausischel1 lange besessen 
hat und mit Hans Heinrich und Seba8tian v. K., Söhne 
des kurz vor 1608 verstorbencn Adrian v. K. auf Linkau 
Rusge8torben ist. 
Schild: W. mit # Viertel Rade mit 2 Speichen. 
Hel m: Die Schildfignr wiederholt. 
Decken: tt u. w. 


Kleif08, (Tafel 25.) 
Von Fränki8cher Herkunft und seit Anfang des 16. 
Jahrh. in Preussen an8ässig. Ahnherr ist Hans v. K.. 
der 1530 Or. und KI. Stein im Hauptamt Pr. Marck be- 
sass. Als Letzter in Preussen Ol'l!cheint der 1730 (oder 
1732) verstorbene Rittmeister Wilhl'lm Ern8t v. K. auf 
Döringen im Osterrodisehen, dcr zwar ansser 3 Töchtern 
noch 2 Söhno hatte, aber von keinem derselben sind 
Nachkommen bckannt gcworden. Der ältere, Christoph 
Ernst v. K. war 1746 Rittmeil!ter beim Husaren-Regt. 
v. Natzmer, der Jiingere, Lieutenant beim Cuir.-Regiment 
Ocsler desertirte 1750 in Folge dcr EntJeibung deI! Ritt- 
meisters v. Stosch. 
Sc hil d: W. mit 3 aus dem Schildesfuss sich erheben- 
den r. Feuerflammen. 
Hclm: R. gekl. Mannesrumpf mit w. Knöpfen und 
w. Zipfelmützo mit r. Stulp. 
Deok en: r. u. w. 


KlitzinK, (Taf. 25). 
Altes Priegnitzillches Rittergeschlecht , aus dem der 
1672 verstorbene Oberst1ieutenant Caspar Christoph v_ K. 
Korben im Fisohhausischen erblich und andere Oüter 
pfandweise besass. Seine Kinder verkauften 1681 das 
erstere Out wieder. Ein anderes Mitglied des Geschlechts 
besass 1738 Neubertshöfchen im Tapianschen. 
Sohild: Auf O. 3 r. weiss aufgestülpte nach hinten 
abgebogene Mützen 2. 1. 
Helm: R. Mannesrumpf mit w. Kragen und einer 
solchen Mütze, wie im Schilde bodeckt. 
Decken: r. u. w. 


Kliiehtzner, (Taf. 25). 
Aus Curland stammend liessen sioh in der 2. Hälfte 
des vor. Jahrh. zwei Brüder, der Oberst Carl Ludwig und 
der Ca.pitän Joh. Ootthard v. K. rel!p. auf den Oütern 
Wodungkeim und Mitteldorf in Preusllen nieder. Die 
Naohkommen des Ersteren leben, nachdem der Orund- 


besitz längst aufgegeben, nooh ausserhalb Preussens, der 
andere hinterliells nur Töohter. 
Sc h i I d: B. mit g. Krone aus der 3 Straussfedern 
w. r. w. hervorragen. 
Helm: gekr.: Pfauenschwanz. 
Decken: b. u. w. 


Knebel, (Taf. 25). 
Altritterlichel! Oeschlecht des Saalkreises im Erzstift 
Magdeburg, von wo zwei Brüder Thilo und Martin, 
die dem D. Orden in seinem Kriege widcrPoll'n 1519 bis 
1521 dienten, nach Preus8en kamen. :Martin erwarb die 
Güter Borken und Schimpken im Lyck'schen, sowie Kal- 
lischken im Johannisburgischen. Letzteres blieb das 
Hauptgut der Familil', die nie ausgebreitet und zuletzt in 
sehr dürftigen Verhiiltnissen lebte. Mit den drei Söhnen 
Jakobs v. K. auf Borcken und Leegen im Lyck'schen, 
Johann, Christoph und Oottlieb, dcren die beiden letzten 
1753 im Cadettenhause zu Berlin warcn, ist die Familie 
erlosohen. 
Sc h il d: W. und R. durch eincn Zinnonschnitt quer- 
getheilt. 
Helm: Yon R. und w. quergetheilter, auf einen 
kurzen, von w. und R. schrägrechts gestreiften Stiele 
stehenden Ring, an der Aussens('ite mit Lilion besteckt, 
von denen die an der r. Hälfte w. die anderen r. sind. 
Decken: r. u. w. 


(. 


KObersee, (Taf. 25). 
Ein altes vornehmes, aber sehr wenig zahlreiches Oe- 
schlecht vom Adel der Ureinwohner Preussens. Es kommt 
zu End,> des 14. Jahrh. zuor8t urkundlich vor und hatte 
haupts81'hlich in Mal!uren seine Oüter. Die Familie erlosch 
1576 mit dem Amtshauptmann zu Neidenburg Sebastian 
v. K. auf Orlau und Lahna. 
I:!child: Auf R. und w. quadrirt eine ROBe mit ver- 
wechselten Tinkturen, ebem;o wie die Qnadrirung der 
Butzen. 
Helm: Die Schildfigur inmitten eines offenen von R. 
u. w. qURdrirten FInges. 
Decken: r. u. w. 


1 


{ 


<"2 
Kob)'Ii..
ki, (Taf. 25.) --L.. 
Ein Polnisches Adelsgesohlecht, von seinem Stamm- 
gute Kobylinnen im Lyck'8chen benannt, auf dem es sohon 
zu Ende des 15. Jahrh. ses8haft er8cheint. Hier und auf 
Borken, wovon sich eine Linie Rnch Borkowski nannte, 
hat die Familie sehr lange gcsesscn und sich ziemlich 
ausgebreitct. Als die Letzten ihres Stammes finde ich die 
Oebrüder Daniel und den Lieutenant a. D. Johann AI- 
brecht v. K. sowie ihrem Vetter Joh. Georg v. K. sämmtlich 
auf Borken im Jahre 1800 angesessen und s(lhon bejahrt. 
Sohild: Hufeisen, oben mit eincm Kreuz besteckt 
und ein grösseres durch einen Längenschnitt halbirtee 
Kreuz einschliessend. 
Helm: gekr.; Pfauenschwanz. 
Decken: 


Ko(')u,nski. (Taf. 26). 
Polnisches in Westpreussen im vorigen, in Ostprenssen 
(auf Nahmgeist) sohon im 17. Jahrh. begütertes Oeschleoht, 
das jedoch um die Mitte des vorigen Jahrhunderts hier 
wieder erlosohen ist. Es gehört zum Wappenstamm Ogon- 
zyk. 
Schild: R. mit w. auf halbem w. Ring steckenden 
Pfeileisen.
		

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			.. 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Helm: gekr.; 2 r. gekleidete 'Arme, den halben w. 
Ring haltelld. 
Deeken: r. u. w. 


Kö('k('rltz, (Taf. 26.) 
Von der Lausitz'schen Linie, dieses seinem Ursprunge 
nllch voigtländischen Geschlechts, erwarb um 1547 Baltha- 
sar v. K. a. d. O. Alt-Döbern in der Lausitz , Preuss. 
Jä
ermeister das Out HIlbersdorf (jetzt Finkenstein) im 
Schönbergischen. Von seinen Söhnen zog der Jüngere 
1566 wieder aus dem Lande, der ältere verkaufte sein 
Out W oritten im Morun
iwchen 1588 und hat seinen Stamm 
hier nicht fort
esetzt. 
Schild: H. u. w. gespaltcn mit 3 g. Lilien 2. 1. 
Hel m: gekr.; 2 Bi.ift'elhöl"ßer ein b. u. ein w. 
Decken: b. u. w. 


.. 


U.ölbel, K. v. Oeyssing, (Taf. 26.) 
Ein Böhmisches und Sächsisches Geschlecht, von dem 
sich ein Zweig durch Hans v. K., dcr 1551 das Lehngllt 
Karschwitz im Marienwerder'schen erhielt, in Preussen nie- 
dcrliess. l:3f'ine I:)öhne Friedrich und Hans besa8sen dieses 
Out. noch, aber des letzteren Söhne zogen wieder aus dem 
Lande. 
S ohild: g. mit r. Henckelvase mit 3 r., auf gr., be- 
blätterten I:3tengeln stehf'nden RORen. 
Helm: die drei Rosenstcngel. 
Decken: r. u. g. 


, 
. 


KOllnrfOki, (Taf. 26.) 
Polnisches, altes Gesohlecht, das im 16. und 17. Jahrh. 
mehrfat'h in Westpreussen begütert f'rsoheint, so Michael 
v. K. auf Tauer im Dirschauischen, Hauptmann zu Hammer- 
stein und Huldenbnrg 1597 und vielIeicht gehöl.t auch Sta- 
nislaus v. K. hierher, der 1640 Woywode zu !\{arienbnrg, 
Hauptmann zu Christburg und Erbherr auf Lichterfelde, 
Thiergarten u. 8. w. war. 
Schild: Auf R. der vierte Theil eines w. Rades mit 
zwei Speichen. 
Helm: gekr.; ausgestreckter b. gekl. Arm. 
Deeken: r. u. w. 


.. 


, 


KÖllig, (Taf. 26.) 
Der Preuss. Lieutenant Bechefer'schen Regiments 
Friedrich Wilhelm K., wurde nebst seinem Bruder Philipp 
Christian vom König von Preussen unterm 22. Juli 1721 
in den Adelstand erhoben. Er besass die Oüter Rosenau, 
Schodehnen und Oudnicken im Kr. Mohrungen. Sein Sohn 
Friedrich Ludwig v. K., Preuss. RittmeiRter, hinterliess 
keine männliche Nachkommenschaft. Die Oüter fielen 
durch Heirath der Erbtoehter an die v. Seistrang. 
8 chi I d: w. mit offenem # Fluge. 
Helm: w.-r.-# bcwulstet, S Straussfedern w.-#-r. 
Decken: links # u. w., rechts r. u. w. 
Das Oanze ruht auf 2 gekreuzten g. Espontons. 
KöuiJl;se"g, Königseok, (Taf. 26.) 
Dies votnehme, sohwäbische, jetzt noch in gräflicher 
Linie fortblühende Oeschlecht gehört zu denen, welches 
sich am frühesten vom deutschen Adel in Preussen nieder- 
liessen. Dies geschah schon in der 2. Hälfte des H. Jahrh. 
durch Eberhard v. K. Seine Nachkommenschaft wurde 
sehr zahlreich und breitete sich in verschieden('n auf statt- 
lichen Oütern, (meist im Rastenburgischen und Barthischen 
gesessenen) Hauptlinien aus, von denen die zu Korschen- 
Sporwienen, Skandau-Bkandlack, Modgarben und Roms40rf 
zu nennen sind. Noch im 18. Jahrh. war die Familie, 

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. 



 


welche viele hervorragende Männer zu ihren Mitgliedern 
zählt, ziemlich zahlrf'ich, erlol!ch aber am 2. October 1815 
durch den Tod des Preuss. Rittmeisters Hans Otto Moritz 
Fabian v. K. Jl.uf 

wi:e
 der aus seiner Ehe mit 
MuthildtJ v. Berge a. . . open keine Söhn(' hinter- 
liess. 
Sohild: Von R. u. O. schräglh1ks geweckt. 
Hel m: gekr.; 5. r. 8traussfedern. 
Decken: r. u. g. 
KOlloJl;etzki, Konijetzki, (Taf. 26.) 
Alte Prt'lIss. Wappenbücher geben als das Wappen 
einer in Westpl'eussen Rich im 16. und 17. Jahrh. spär- 
lich zeigenden }<'amilie v. K., die nicht mit dem v. Konyad 
oder Konyadzki zu verwechseln ist, das nachstehende, das 
ich aber, wie die }<'amilie für einen polonisirten Zweig der 
v. Kiinigsegg, für deren corumpirtes Wappen balte. 
Schild: R. mit 3 g. nebeneinander 'gestellten Wecken. 
Helm: die 3 Wecken. 
Decken: r. u. g. 
KOII,)'ad. Konyadzki, Konijetzki, (Taf. 26.) 
Ein altes, sehr angesehenes eingeborllel! Geschlecht 
Westpreussens, von dem ich zuerst Otto v. K. 1408 lind 
seinen Bruder Thymo v. K. 1408 finde, beide im Str8I1S- 
burgischelI, wo ihr Stammgut Or. und Kl. Konyad liegt. 
Auch im Rehden'schen hatte die Familie im 15. Jahrh. 
Orundbesitz; im 16. und zu Anfange des 17. Jahrh. starb 
sie aus. Ich finde zuletzt Felix v. K. 1578, Erbh. auf 
Ploföse und Kotelau im Riesenburgisehen. 
Schild: Ein hinter einer r. Zinnenmauer in den 
oberen b. Theil des SchildeR hcrvorwachsender g. Löwe. 
Hel m: gekr.; deI' wachsende Löwe. 
Decken: b. u. g. 


Körber, Körbener, (Taf. 26,) 
Von unbekannter Heimath. Der Major Hironymus 
v. K. crwarb um 1636 Janul!chau in WestpreUS8f'n, ver- 
tauschte es aber gegen Lomp im Mohrungischen 164K 
Als Letzter seines Stammes ersoheint der Lieutpnant Joachim 
Ernst v. K. 1792. 
I:) chi I d: Quergetheilt, oben wachsendes Einhorn, unten 
Lilie. 
Helm: wachsendes Einhorn zwischen 2 Büffelhörnern. 
Decken: 


Kornelunnu, (Taf. 26.) 
Johann Peter K., Preuss. geh. Rath und I. Direktor 
der Kriegs- und Domainenkammer zu Königsberg, wurde 
unterm 24. Novbr. l'i50 in den Pl'euss. Ad
lstand erho!-.en. 
Er bellass die Oüter Linkau, Oauthen und Corgeiten im 
Samlande. Mit seinem einzigen Sohn, dem Major a. D., 
Chri8toph Ernst Ludwig v. K., erloseh am 26. April 1825 
das Oe
ohlecht wieder. 
Schild: g.-gerändert und von O. und B. gespalten, 
vorn eine 
r. Kornstaude mit S Aehren, hinten ein w.-gek. 
Mann mit Zipfelmütze. 
Hel m: Offener # Flug, einen g. Stern einschliessend. 
Decken: # u. w. 


Korth, (Taf 26.) 
Heimath und Ursprung unbekannt. Der schwedisohe 
Oberstlieutenant Carl Gustav v. K. hatte 1760 ein Out im 
Lauenburgischen. Ein VerwandtCl' von ihm war allem 
An8chein nach Michael v. K., der liich mit dem Out 
Sackerau im Neidenburgisohen, das er IHOO besa8s, in 
Preussen possessionirt machte. Von seinen 3 Söhnen stan- 


85 


c- 
i. J ,/ ,,
"R., 

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'ßlU, V : h 
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			36 


AUSOEI:JTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


den damals zwei im Preuss. Militärdienste und kamen aus 
dem Lande. 
Schild: Eine J:<'eldbinde (Schärpe, wie dlis Poln. 
Wappenbild Nalt'ncz), darüber ein Rmg. 
Helm: 3 Straus
federn. 
Decken: 
Das Oanze ruht auf 2 gekreuzten Ulanelllanzen. 


K08{'l1kul, (Taf 26.) 
Von dieser alteingebornen Livländischen Familie haben 
8ich im Laufe ,1('r Zeit mt'hrere Zwcige in Preussen an- 
sässig gemar'ht. ZlIerst Hans von K. allf Kosarken im Anger- 
burgischen 1660 und Oerhard v. K. auf Hlanriau ehen- 
daselbst, d('
sen Sohn Oeorge (JS gegen Tilsewischken im 
Ragnit'8chen vertauschte und noch andere GUter in dieser 
Oegend besass. Diese Linie t'rlosch zu Anfang des 18. 
Jahrh., in dem Zweige der Familie vorübergehend Dum- 
pen (1713) und Hachmanns (1755), beide8 im Memc!'- 
schen, dallD auch Brosait'8chen im Angerburgi8chen besassen. 
Schild: R. mit 3 gr., ausgezackten, gestürzten Blät- 
tern 2. 1. 
Helm: Pfauenschwanz. 
Decken: gr. u. r. 
An m.: Die Blätter werden auch als Linden blätter ge- 
führt und zwischen den einzclnen Pfauenfedern stecken 
öfters lange schmale w. oder # Federn. 


KospoCh, K.-Pavlowski, (Taf. 27.) 
Ein vornebmes, voigtländisohes Geschlecht. von wo 
aU8 dem Hu.use 08chitv. Jacob v. K. sioh zu Ende des 
15. Jahrh. in Westpreu8sen aufPaulsdorf (Polni8eh-Pavlowo, 
daber der Beiname) Bauten und Prenzlau niederliess. Unter 
seiner ausgebreiteten Nuehkonllnen8ehaft glänzt der 1665 
verBtvrbene Kanzler Johann v. K., der auch Oüter im Inster- 
burgischen (Kieselkehnwn) und 'l'ilsit'schen (Senteinen, 
t!eh, illeninkl'n Plausl'bwalu'en und Moritzkehmen) erwarb, 
von des8en zahlreichen Kindern die 5 Söhne, alle jung 
und unvermählt starb,'n, zuletzt zwei im Jahre 1674. Alls 
Seitenlinien waren 1688 noch George Friedrich v. K. in 
Fri\nkt-eich und Samuel v. K. 1658 in Preus8en Hm Leben. 
Ob der Herr v. K.-P., der 18478uocomin in Westpr'pu8spn 
bellass, aue dem obigen Oeschlecht herstammt, i8t mir nicht 
bekannt. 
Sc hild: B. mit 3 w. Sternen 2. 1. 
H I' Im: Huher b., mit g. Knopf, der 5 # Hahnen- 
federn trägt, versehener Hut, dessen w. Stulp mit 2 w. 
Reiherfedern bestl'ckt ist. 
Deoken: b. u. w. 


KO
80,,
ki. (Taf. 27.) 
Von diesem alten, polnischen Geschlecht besass um 
die Mitte ues vorigen Jahrh. ein Zweig die Oüter Montowo 
(bei Löbau) und Tuszewo in W cstpreussen und 179" kliufte 
Andreas v. K., der 
ohn des Be8itzers jener Güter, in 
Ostpreussen, Czel'lin und Kl. :Nappern. Seitdem findet 
sich hier ,Iie .Familie nicht mehr. 
S eh il d: R mit w., unten mit einem Querbalken be- 
legten l'feileisen. 
Helm: gekr.; 3 Straussfedem r.-w.-r. 
Decken: r. u. w. 


KOfdka I., (Taf. 27.) 
Es sind zwei dem Stllmme nach verschiedene Adels- 
geschlechter zu unterscheidt'n, welohe in l'reuBsen einst 
ansä8sig waren. Da8 erstere, fast liusschliesslieh in West- 
preussen, besonders auf Staugenberg und Damerau 
begüterte, gelangte unter der Polnischen Oberherrschaft 


zu hohem Ansehen und zu bedeutenden Würden; das 
andere Oe8chlccht auf Skottau im Neidenburgischen, 
Hauptamt OstpreussenB, von der Mitte des 16. Jahrh. ab 
angeses8en, erhmgte jene Bedeutung nicht, obwohl sein 
GrundbeRitz nicht unbetröehtlich war. Die Preuss. Oenea- 
logen leiten die letztere Familie aus der erBten in sehr 
be8timmter Angabe ab, allein die durch vorliegende Siegel 
(und ältere Wappenbe8chreibungen) erwiesene Versohieden- 
heit der W apl'en beider J:<'amilien documentirt deren ver- 
verschiedenen Ursprung. Als Letztl'n der VI' estpreus8ischpn 
Familie finde ich Peterv. K. auf Damerau, Unterkiimmel'er 
zu Culm, der 1640 lebte und noch 3 Brüder hatte. Das 
Oeschlecht zu Stangenberg aber führt folgendes Wappen: 
Schild: B. mit w. an den Stollen und oben mit g. 
Kreuz bestecktem Huft'isen. 
Helm: gekr.; :t:I: Flügel mit einem w. Pfeil linksbin 
durchscho!l8en. 
Decken: b. u. w. 


. 
t 


Ko
tka 11., (Taf. 27,) 
V gl. den vorigen Artikel. Du.s Haus zu Skottau und 
Lippau polonisil't auch v. K.-Skotowski genannt, beginnt 
mit .Nicolaus v. K. auf :;kOttIlU, der 1557 starh. Als 
Letzter erscheint der PolniBche Rittmeister Alexander v. K. 
auf Skottau und Frankenau; der c. 1699 starb und nur 
2 Tö"hter hinterliess, die in die Familie v. Rentzell, v. 
Schöneieh und v. Paczkowski heiratheten. 
Schild: Auf B. ein hinter einer r. Zinnenmauer 
hervorwach8ender g. Löwe. 
Helm: gckr.; der wachsende Löwe. 
Decken: b. u. g. 


U.o!oOtoIUz. Kostolitzki, (Taf. 27.) 
Ein altes Wel!tpreul!siscbeB Adelsgeschlecht, das vom 
15.-17. ,Jabrh. in geringer Ausbl'eitung erscheint. 
Sc bi I d: R. mit w. auf w. balbem Ringe stehenden 
Pfeileisen. 
Helm: /lekr.; die Sehildfigur auf einem r. Flügel 
wiederholt. 
Deckcn: r. n. w. 
An m.: Eine andere iiltere hemldische Quelle zeigt 
auf dem Hf'11ll 2 aufgereckte r. gekl. Arme. 


lt..osCrze,..l8aa, K. v. Kottenberg, (Tu£. 27.) 
l<;in altes Masuri8ehes OeBchlecht, daB schon 1540 
im lksitz von Kottenberg im .Neidcnburg!Bcllen vorkommt. 
Im Jahre 1602 lebten nur 2 Brüder aus diesem Oeschlecht, 
der eine seiner Heirath wegen enterbt und ImS8{1r Landes, 
der allllen' blöd8innig, so daBs das Gut an dic j
ng8te 
ibrer mehreren, sämmtlich vermählten Schwestern fiel. 
Wappen: Ganz gleich dem der v. KosHowBki (siehe 
oben I) 
An m.: Nach einem Siegel kommt auoll im Schild das 
Pfeileisen, auf einem Halbringe stehend, vor. (Wappen: 
Ogonczyk). 


KöUt'rUz, (Taf. 27.) 
Altmeissni8cbes Geschlecht, von dem 8ich zwei Mit- 
glieder um die Mitte des 16. Jahrh. iu Preussen Hn!lässig 
gemacht hatten, der PreusB. Rath Wolf v: K. zu Bothkeim 
der W oiditken, Rosen, Kupgallen und Dllvldts, Bundien u. a. 
Güter im Halgischen und Pr.-Holländischen besß8s, sodann 
ChriHtoph v. K., der 1561 Kanthen und Nergau, gleich 
falls im letztgenannten Bezirk besRsB. Heide 'hab on ibren- 
Stamm in PreuBsen nicht fortgelletzt.
		

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AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Schild: O. mit w. Schrägbalkl'n. der mit einem, von 
einem I:!chwert schräglinks aufwärts durchstochenen r. Wolf 
bele!rt ist. 
Helm: gekr.; der durchstochene Wolf. 
Decken: r. u. w. 


. 


Kott,,'ifz, (Taf. 27.) 
Von diesem alten, in Schlesien und dl'n Lausitzen weit ver- 
zweigten Oeschlecht habon 8ich zum Theil gleichzeitig meh- 
rere verschiedene Linien in PreusBen niedergelassen. Der 
gröRste und am längsten hier blühende Zwei/{ liess sich mit den 
Briidern Melchior und Hans, der zuerst Pfleger des D. O. 
in Ortelsburg war, um 1530 in Preussen nieder und er- 
warb die Oüter Lippitz und Paudelwitz in Pr.-Markischen 
und Hoppendorf. Er erlosch mit dem Curbrandenb. 
Fähnrich Hans Caspar v. K. auf Paudelwitz, der 1674 
Doch lebte, wiihrend sein Vetter Chri8tian v. K. 1675 sioh 
schon 19 Jahre lanl( im Auslande verschollen befand. Der 
zweite Zweig, aUR Sachsen stammend, besass 1709ff. Plack- 
heim uml starb bald darauf aus j ,ein dritter Olauch im 
Neidenburgischen 1590, ein vierter ein Out im Pr.-Hollän- 
dischen 1543. Auch diese erloschen nach kurzer Dauer. 
Sc h il d: w. mit r. Querbalken. 
Helm: Halber w. :Mühlstein, vor einem r. Spickel 
mit # Hahnenfedern. 
Decken: r. u. w. 


Ko"alski, (Taf. 27.) 
Altes polnisches Oeschlecht, aus dem Johann Carl v. 
K. aus der Neumark gebilrtil(; seit 1725 Liekeim im Bar- 
tensteinischen besass und 1755 als Preuss. l\lijjor starb. 
Von seinen Söhnen besass der eine Joh. Ferdinand v. K. 
(t 1815) das Gut Spitzings, hat aber seinen Stamm nicht 
weiter fortgepflanzt. . 
Schild: R. mit schwobenden w. Zickzack balken. 
Helm: gekr.; Schildfigur. 
Decken: r. u. w. 


Ho" IIHtzki, (Taf. 271. 
Schon um die 1Ilitte des 16. Jahrh. erscheint ein Zweig 
dieser altpolnischen Familie im Hauptamt Osterrode in 
Preu8sen und bald darauf auf Schünwäldchen in Dl'utsch- 
Eylauschen EIngesessen. Ende des 17. Jahrh. besass die 
Familie Marionfelde und .MaI8chöwen. AIR dp\, Letzte sei- 
nes 8tamme8 in Preus8en erscheint 17M! JohElnn Jacob 
v. K. auf Marienfelde und Frankenau, aus dessen Ehe 
mit einer geb. von Wilhelmi Nachkommen nicht bekannt 
gewOl'den sind. 
Schild: Auf R. ein w. Beil mit g. Stiel. 
Hel m: gekr.; die I:!childfigur. 
Decken: r. u. w. 


Krac'l1t, (Taf. 27). 
Von diesem altritterlichpu berühmten, in der Nieder- 
lausitz und dem Brandenbnrgischen ehedem anselmlich be- 
güterten. eigentlich aU8 dem Mal(deburgi8chen stammenden 
GeschleclIt dienten Mohrero dem Deutschen Orden im Bun- 
deskliege (14ä4-66) mit Auszeichnung. Einer von ihnen 
erwarb für seinen 80ld die Oüter Glommen und Loyden 
im Bartenstcinischt'n. Seine Nachkommenschaft erlosch 
schon in der 3. Generation mit einem von zahlreichen 
Oeschwistern, dem Amt8hauptmann zu Oletzko, Heinrich 
v. K. auf Molbwitten, Glomslack, OaIlingen, der zwischen 
1580 und 1587 ohne Söhnc verstarb. 
Sc h ild: B. mit w. Vogelfuss ohpn besteckt mit w. 
Flügel, der mit einem r. Schräglinksbalken belegt ist. 
VI. .. 


37 


Hel m: r.-w. bewulstet, die Schildfigur. 
Decken: link8: b. u. w.. 
rechts: r. u. w. 


Krahn, auch Freiherrn von Krahn (Taf. 27). 
Wahrscheinlich von Westphälischer Extraction. Der 
Ahnherr der Preuss. Linil' ist der Urenkel des unterm 
28. Febr. 1648 in den schwedi8chen Freiherrnstand er- 
hobenen Schwed. Majors und Commandanton zu Wismar, 
Reinhold v. K., Joh. Ueinhold v. K., Preuss. Lieutenant, 
der das Rittergut Moll\\itten erwElrb. Als Letzter der 
Preuss. Linie erscheint der Lieutenant a. D. Thimotheus 
Friedrich Leopold v. K. (t 1825) auf Mollwitten, dessen 
einziger Sohn geb. 1803 in ausländische Dienste ging. 
I:!child: B. u. R. gespalten mit w. Kranich, der 
einen g. Stein im rechten FU8s hält. 
Hel m: b.-w.-r. bewulstet; der Kranich zwischen 2 
b. ausgezackten Fähnlein; die von einer linken b. und 
rechten r. Straussfeder eingeschlossen sind. 
Deoken: links b. u. w. 
rechts r. u. w. 


KrapUz, (Taf. 28.) 
Ein alteingebornes Oeschlecht WestPl'cussens, desspn 
vorhandene Stammbäume nicht weiter als his zu den 1495 
zum Bischofe von Culm erwählten Nicolaus v. K. reichen, 
der 1509 abdankte und 1513 zu Löbau starb. Ob er der 
Letzte seines Geschlechts gewesen sei, ist unbekannt. 
Schild: B. mit r. Rose, besteckt sohächerkreuz- 
förmig mit S w. ausj\"ezaokten Blättern. 
Helm: Waeh8ender b. gekleideter Mann mit g.lIute 
in jeder ausgestreckten Hand eineR der Blätter haltend. 
Deoken: b. u. w. 


Krasi"IoIki, (Taf. 28). 
Mehrere Zwei!re diese8 altadeligen vornehmen Polni- 
schen OpschlechtR liessen sich in Preussen oieder : zuerst 
König\. Polnische Hofmarschall und Castellan zu Warschau 
etc. Johann v. K., der 1644 die OrIau-Lahnaschen Oüter 
kaufte. Von seiner Nachkommensohaft lebte noch 1750 
ein Sohn; sodann der Polnische Kronschatzmeister v. K., 
der seit 1661 das Amt Willenberl\", wie auch 1676 scin 
Sohn besasR, endlieh Blasius Graf v. K., Starost zu Praz- 
nice, welchen 1746 Reussen und Thiergarten im Anger- 
burgischen gehörte. . 
Schild: B. mit w. Hufeisen besteckt mit g. Kreuze, 
worauf ein Rabe einen w. Ring im Schnabel haltend. 
Hel m: gckr.; der Rabe mit erhobenen Flügeln das 
Hufeisen im rechten }'U8SE' haltend. 
Decken: b. u. w. 


Kraut. (Tuf. 28). 
Der Preußs. Oeh. Cammerrath Christi an Friedrich v. 
K. (Bruder des 1703 in deu PreUS8. Adelstand erhobenen 
Preu8s. Etats- und Krieg8minister Johann Andrea8 v. K.) 
besass das Ritterj\'ut SchiUeninl(ken bei Tilsit und t 1714 
10. AUg'1l8t. Von seinen Erben wurde das Out wieder 
verkauft. 
:;child: Qnadrirt mit von B. und W., quergetheilten 
Mittelschilde, worin oben eine w. Lilie, unten 3 r. Kohl- 
köpfe 2. 1. Im 1. und 4. auf R. ein w. Patriarchenkreuz 
auf einem gr. gekr. Hügel stehend. 2. und 3. g, mit # 
gekr. Adlcr. 
Helm: gekr.; di
 Figur des 1. n. 4. Fl'ldcs. 
Decken: links b. u. w., 
rl'chts r. u. g. 


10
		

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			38 


A USOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Kriutz, (Taf. 28). 
Die drei aus einer Patrizierfamilie zu Königsberg in 
Pr. stammenden Oebl"Üder Johann, Heinrich und Theodor 
K. denen die Oüter Wickbold, Lichtenfelde und 
cbanwitz, 
unweit Königsberg I\'ehörten, wurden unterm 14. Juli 1663 
in den Churbrand.-Preu8s. Adel8tand erhoben. Ihre 1iach- 
kommenschaft erlosch mit den Gebrüdern Daniel Christoph 
auf Bchanwitz und dem Lieutenant Heinrich Dietrich v. K., 
die 1730 lebten. 
!Schild: Auf B. 2 gestürzte g. Sparren, darüber eine 
g. Kugel darunter 2 gekreuzte gr. Palmzweige. 
Helm: b.-g. bewulstet; wachsender g. gekr. Löwe, 
eine w. Lunze in den Y orderpranken haltend zwischen 2 
von O. u. R quadrirten Bütfolhörnern. 
Decken: b. u. g. 
.h.rolllollllt'll, (Taf. 28). 
Ein alteingebornes Geschleeht Preussens, das im Bal- 
gischen und Ra
tenburgiscben seine Güter hatte und um 
die Mitte des 16. Jahrhunderts mit Achatz v. K. erlosch, 
der nur 5 Töchter hinterliess, die in die Familien v.Schlu- 
butt, v. Taubenheim , v. Kulcke und v. Knobelsdorff hei- 
ratheten. 
Schild: W. mit # quergelegtem Krebs. 
Helm: gekr.; die Schildfigur. 
Deoken: # u. w. 


IirU",teu, Krö
sel, (Taf. 28). 
Ein von den Ureinwohnern Preussen8 abstammendes 
Adelsge8chlecht, das schon zu Ende des H. Jahrh. ur- 
kundlich nachweissbar ist und zuerst mit Diptrieh v. K. 
zu Wendehnen im Cammeramt Leuneburg 1418 ansä8sig 
erscheint. Es erlangte spiiter eine ziemliche Ausbreitung 
und besass seine Güter im Rastenburgisohen und in Ma- 
suren, als Plettnick, Jagodnen, Pi8tken und Ublick, beson- 
ders aber im Tapiau'schen zu Linckehncn und 8tarken- 
berg die ihm sehr lange gehörten. Als Letzte ihres 
Stammes erschcinen der noch 1746 lebende Fähnrich Wil- 
helm v. K. auf Pi8tken und der von 5 Brüdern zuletzt 
noch im Jahre 1752 erwähnte Preuss. Capitän Oeorge 
Albrecht v. K., dessen jüngerer damals schon verstorbener 
Bruder, der Rittmeister Heinrich Sebastian v. K. nur eine 
Tochter hinterlassen hatte. 
Schild: W. und R. gespalten mit gr. Papagey. 
Hel m : gekr. ; offener Flug, der erste Flügel r., der 
andere w. 
Decken: r. u. w. 
A nm. Mitunter ist der Vogel auch gekrönt und naeh 
vorn schauend, wie ein Oeyer, oder als Hahn oder Birk- 
hahn gestaltet und das 
'eld von R. und # gespalten, 
welche Farben auch die Flügel auf dem Helme haben. 


KruDlteif'h, (Taf. 28). 
Wohl ein eingebornes Preuss. Oeschlecht (und nicht 
aus Hol8tein, da die dortigen v. Krummendyk ein anderes 
Wappen führen). Im Jahre 1446 erscheint Heinrich v. K. 
auf Wolmen im SChaakischen, wo auch das Rittergut 
Krummteich liegt, angeses8en. Sein Sohn Leonhard, der 
1490 schon todt war, hinterliess nur Töchter, die in die 
Familien v. Eppingen und v. Lehendorf heiratheten. 
Sch ild: Auf R ein auf gr. Boden stehender gr. be- 
laubter Baum. 
Helm: 2 von O. und # übereok getheilte Büffel- 
hörner. 
Decken: b. u. w. 
Anmerk. Die Hörner sind auch von b. u. w. über- 
eck getheilt. 


l 


Krzikow IiIld, (Taf. 28). 
Es ist nicht ausgemacht, ob dieses Oeschleebt der 
polonisirte Zweig der alteingebornen Preus8ischen, im 
westlichen Lande8theil früher so milchtigen v. Krixen ge- 
wesen ist, deren Wappen aus einem einzigen sehr schlecht 
erhaltenen Siegel (RumselB v. K. de 1454) nicht deutlich 
ersichtlich ist. Lorenz v. K. besass Poln. Wiersbau im Sol- 
dau'schen 1627 und 1629 und Michucl v. K. 1637 Pil- 
gramsdorf im Neidenburgischen. Spätcr kommt die Familie 
nicht mf'hr in PreuBsen vor. 
Schild: R. mit w. aufspringenden Bock. 
Helm: gekr.; der Boek wacht!end. 
Decken: r. u. w. 


J..i
ehmeiNter ". Sterubcl'g, (Taf. 28). 
Ein altes schlesisches Adelsgcschlecht. das dem 
Deutschen Orden einen Hoohmeister und Regenten von 
PreusRen (zu Anfang des 15. Jahrh.) gegebcn hat. Es 
liess Bich in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in Preus- 
sen nicder und hat vornehmlich in .Masuren sehr bedeu- 
tenden und zuhlreichen Orundbesitz gehabt, besonders zu 
Reinswein, Malschöwen, Moythienen, Rogallen, Przitullen, 
Erbcn, Grodtken, Kobulton, l'fafl'el1dorf, wo Hauptlinien 
sassen. Auch im Rastenburgischen vorüb(.rgehend begü- 
tert. Das Oeschlecht erlangte eine 8ehr beträchtliche 
AU8breitung und war noch im vorigen Jahrhundert stark 
an männlichen Mitgliedern, doch war es zu Anfange des 
gegenwärtigen so zusammengesehmolzen, da88 vor 20 
Jahren nur als einziger männlicher bprosse, der HS40 in 
den Preuss. Orafenstand erhobene Johanniter-Ritter K. v. 
St. auf Orodtken lebte, der vor einigen Jahren ohne lSiihne 
als Letzter seine8 Geschlechts verstOl'bcn ist und Namen und 
Wappcn uuCseinen Schwiegersohn, den Lieutenant, nachher 
Rittmeister v. Wulffen auf Niederhof übertragen hat. Die 
Familio hat D1i
 Auszeichnung im ProuES. Heere gedient. 
:O;child: B. mit 3 w. t:!terllen, 2. 1. 
He Im: 5 I3trau8sfedern, abwech8tJlncl b. u. w. 
Decken: b. u. w. 


H 1I1('lIlallll, (Taf. 28). 
Angeblich aus Lübeck stammend. Der UberhoC- 
meister, vorher holsteini8che Capitön v. K. lebte 1770. 
Der kais. Russ. Etatsrath Johann Christoph v. K. besass 
1790 Borcken und Dlottowen in Ostpreussen starb 1793 
und mit ihm der Zweig in Preussen wieder aus. Ein Oe- 
schlecht v. K. lebte in Livland im 17. Jahrh. 
S 0 h i I d: Quadrirt; 1 u. 4 von 1+ und W. ge8chacht. 
2. Zwei ineivauder greifende aus Wolken hervorragende 
Hände, 3. rechtshinspl-ingender Hir8ch; 4. Kranich. 
Hclm: a) Kekr., ge8ohlossener einwärts gekehrter 
Flug; 
b) gekr.; wachsender Hirsch. 
Decken: 


KutzborJoiki I., Kotzeburski, Kosseburski, (Taf. 28). 
Ein Polnisch!'s, seit der Mitte des 16. Jahrh. in Ma- 
suren begütert wohnendeB Geschlecht, das hier nament- 
lich Fröliohshöfen oder Wessalowen be sass , später vor- 
übergehend zu Oalbuhnen und Sporwittcn im Rastenbur- 
gischen begütert war. Im Jühre 1652 befanden sich die 
beiden Söhne des v. K. auf Galbuhnen im Ausland; viel- 
leicht war einer von ihnen der 1656 als Churbrand. 
Fähnrich bei der Oarnison-Kompagnie v. Oelssen in 
Preussen stehende Hans v. K. Sie sind die zuletzt in 
Preus8en Vorkommenden. Ich finde zwei Wappenformen 
in Oebrauoh. 



 
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AUSOESTORBEER PREUSSISCHER ADEL. 


89 


Sc h i 1 d: Yiermal schrilglinks gestreift. 
Helm: gekr.; 3 Reiherfedern. 
Decken: 


I'-utzbor
ki 11., (Taf. 28). 
Vergleiche den vor. Artikel. Eine andere auf Siegeln 
eines I<'amiliengliedes erscheinende Wappenform ist die 
folgend£'j 
Sc h i I d: ?Im 2 Sternen nebeneinander belegter Quer- 
balken, darüber eine Lilie. 
Hel m: B Rcihcrfedern. 
Decken: 


Kutzborfolki 111., (Taf. 29.) 
Das an Wappen des Preuss. Adels überaus reiche 
alte und sehr werthvoUe Mahnt'sche Wappenbuoh theilt 
den v. K. das Wappen Ogonczyk zu. 
Wappen beschreibung: Siehe Dzialynski. 


U.uiatkouski, (Taf. 29). 
Altpolnisches, im 16. Jahrh. in Masurcn begütertes, 
auch im lnsterburgisehen ansässiges, kurz vor 1500 aber 
wieder erloschenes Oeschlecht, das sieh K. v. Roczioz schrieb 
und nicht mit den v. Blumstein zu verwechseln ist, von 
denen eine Linic auch den Beinamen v. K. führte. . 
Schild: R. mit Halbmond förmigen w. Haken, in- 
mitten dessen ein blanke!! ::ichwert mit g. Oriff gestürzt 
ruht. 
Helm: gekr.; w. geharnisohtes, auf das gebogene 
Knie gestürztes Bein. 
Decken; R. u. w. 


I.st'kt'.., Laken, (Taf. 29.) 
Altl;lD
ebornes Adelsgeschlecht Preussens, wo es 
meistens im Oberlande seine Güter hatte, besonders zu 
Panien, Oloboneinen, Kl'ikehnen und Barthen im Pr.-Marki- 
sehen. Als Letzter seines Stammes ersoheint Oeorge v. L., 
der sich. zu Anfange des 17. Jahrh. in Ungarn befand, 
ein zweIter Oeorge und Friedrioh v. L., der nooh 1615 
nach Verkauf seiner Güter in Preussen lebte. Zuletzt 
kommt Jungfrau Elisabeth v. L. 1677 vor. 
Schild: W. mit r. Löwen. 
Helm: deI' Löwe wachsend. 
Decken: r. u. w. 
La.('kllu'die.., (1'af. 29.) 
Von dcn Ureinwohnern Preussens abstammendes Oe- 
schlecht, dessen Stammgut gl. N. im Hauptamt Rastenburg 
liegt. Es erlosch im lIIannss!.amme sc
on zu Anfange des 
16. Jahrh.; die beiden Erbtochter heuatheten in die Fa- 
milie v. Strauss. 
Schild: R. mit :#, auf gr. 
oden sitzendem Bären, 
der einen w. Knochen im Maule halt. 
Helm: gekr.; der Bär. 
Decken: r. u. w. 


I.auge, Langen, (Taf. 29.) 
Unbekannten Ursprungs. In Preussen besass zuerst 
Anton v. L. 1770 das RittergutSappuhnen und war Burg- 
graf zu Warttenburg. Er hintediess Söhne, deren Nach- 
kommen wohl noch jetzt blühen mögen; in Preussen 
scheint die Familie aber erloschen. 
Schild: W. mit r., von einem r. Pfeil mit g. Spitze 
schrägrechts durchschossenem Herzen. 
Helm: Offener Flug, der linke Flügel w., der andere r. 
Decken: r. u. w. 


\ 


\ 


LUllge, Langen, (Taf. 29). 
Zwar erscheint sehon als Mitglied des Preuss. Bundes 
1440 Hans L. auf Fürstennau und ein Ritter Jacob L. im 
Marienwerder'schen angeseBsen 1439 und 1445, aber er ge- 
hörte schwerlich dem folgenden Oeschlecht an, das sich 
erst mit den fl'ühern Soldritter im Dienste des Ordens 
Hans L. in Prellssen bald nach 1466 niederliess und Güter 
im Hauptamt Balga eigenthümlich und auch pfandweise 
im Rastcnblll'gischen lSchauerkeim und Nonkein) besass. 
Das Oeschlecht ist dasjenige, welches in der Mßrk Bran- 
den burg Jahrhunderte lang', vornämlich Münchhofe und 
Neuendorf im Kr. Beeskow-Storkow besass und jetzt noch 
zum Theil unter deDl Namen v. L.-Steinkeller auf Birk- 
holz bei Friedeberg NIM. fortblüllt, wie das Siegel Han- 
sens v. L. uns ausweist. Ob zu desscn Nachkommen Lucas 
v. L., der 15B9 aucb im Hauptamte Balga wohnte und 
Hans v. L., der 1588 zu Oründen im Labiau'schen be- 
gütert war, gehörten, lässt sich für's Erste noch nicht 
entsebeiden. Welchem OeBchlecht Dominicus v. L. 1724 
auf Blandau im Angerburgischen angehört, ist auch nicht 
festzustellen gewesen. 
Schild: Quergf'theilt, nnten von # u. O. geschacht, 
oben auf B. ein g. Löwe. 
Helm: gekr.; der Löwe waohBend. 
Decken: b. u. g. 


I.a.ngensu 
 (Tal. 29.) 
Der Ahnherr der Preuss. Linie dieses altadeligen, 
vornehmen, zum Theil in gräflicher Linie blühenden Oe- 
schlechts, scheint Oeorge v. L. zu sein, der das Out Bo- 
gusch im Marienwerder'8chen besass und 1597 starb. Als 
Letzte dieser Linie erscheinen seine Ururenkel, die Oe- 
bruder Stephan Erdmann und Fabian Sebastian v. L., 
beide Capitain>!, die im Riesenburgischen und Marien- 
werder'schen begütert waren, und 1715 resp. 1725 noch 
am I.{>ben waren. Männliche Nachkommen bei der sin(l. 
nicht bckannt. 
Schild: B. mit w., mit 3 r. Rosen belegten 8chrilg- 
rechtsbalken. 
Hel1O: Wie der Schild, gezeichneter und tingirter 
I<'lügel. 
Decken: b. u. w. 


Lallgt"rmallu, (Taf. 29.) 
Dies Oeschlecht erwarb 1680 den Adelstand und in 
der Person der Oebrüder Adolph Friedrich und Ludwig 
Christoph v. 1.. we
en Abstammung aus dem Oeschleoht 
v. Erlenkamp weiblicher Seits unterm B. Juli 1776 vom 
K. J<'riedrich H. den Preuss. Freiherrnstand unter dem 
Namen v. L.-E. Der Erwerber des Adelsstandes, der 
Churbrand. Oberst Caspar Christoph v. L., besass in Ost- 
preussen seit 1682 das Out Spitzkllhnen und sein Sohn 
Adolph Friedrich, Preuss. Oeneralmajor und Chef eines 
Drag.-Regiments (t 1757) die Oüter Klimken, Dombrowken, 
Rosenau und Rosoggen. Auoh die beiden gen. Brüder, Er- 
werber des freihen'l. Standes warl'n in Preussen mit länd- 
lichem Orundbesitz angesessen. Hipr erlosoh die Familie 
aber zu Anfange dieses Jahrhunderts. 
Sohild: Quadrirt mit b. Mittelschihl. worin ein r. 
Schrägreoht8balken, belegt mit B. w. Sternen und oben 
von zwei, unten von 1 dergI. begleitet. 1. n. 4. g. mit r. 
gemoinem Kreuz. 2. u. B. b. mit g., einen biossen Säbel 
schwingenden Löwen. 
Helm: der Löwe wachsend. 
Decken: links: b. u. w. 
reohts: r. u. w.
		

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			40 


AUSOl<
STORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


LalnJ;('rlllann-Erl(,lIkamp, Freihel'ren, (Tar. 29.) 
V gl. den vorigen ArtikeL 
Schild: Quadrirt mit dem Mittelschild des nach- 
stehenden WUl'pens. 1. u. 4. g. mit 2 w. Querbalken, 
darübpr ein b. Löwe 2. u. a. w. mit r. k:!parren begleitet 
von 3 gr. belaubten Edpn. 
Hel ru: a) 
okr., offener Flug, jeder Flügel mit dem 
Emblem des 1. u. 4. Feldes. 
b) gekr. Gr. auf gr. Hügel stehende Erle, 
inmitten eines offenen, von W. u. R. übereck 
getheilten Fluges. 
Deeken: links: g. u. b. 
rechts: w. u. r. 


LSlIggarll, Langen, (Taf. 29.) 
Unbekanntl'r Herkunft. Einer v. L. besass 1520 ff. 
die Oüter PaulJeinen, Holmdorf und Lippelsdorf im Ober- 
lande und lebte noch 1553. Aus8er mehreren Töchtern, 
von denen zwei in die Familien v. Radau und v. Kanthell 
heiratheten, hatte er einen Sohn Oreltor v. L. auf Lippels- 
dorf 1553, mit dem dus Oeschlecht erloschen ist. 
So h i I d: R. mit 3 w. nebenl'inanderstl'henden Rauten. 
Helm: Kopf u. Hals eines w. Bockes. 
Decken: r. u. w. 


La
kl, (Lonski), (Taf. 29). 
Polnischen Ursprungs; Albrecht v. L., Burggraf zn 
Wartenberg 1604, besass Mainen und Fehlau im Ermlande 
und Samul'l v. L. 1590 Schönwalde. 
Schild: R. mit w. Boot, dl'ssen Mast oben mit Pfauen- 
federn besteckt ist. 
Helm: das Boot. 
Decken: r. u. w. 


I.all, (Taf. 29.) 
Christian Wilhelm I.., aus einer zuerst in Tilsit naoh- 
wei8baren, mit ländlichem Orundbesitz auf Rittergüt<>rn 
an
esessl'npn, angesehenen Familie stammend, wurde als 
l'reuss. CO\'Jll't b. Cür.-Regiment. P."jnz Albrecht unterm 
14. Aug.1729 in den Pr. Adel8tand erhoben. Er besa88 die 
gr08sen Angerapp'schen und Ournen'schen, auch andere 
Oüter, war zuletzt Rittmeillter und t 1750 unvermählt. 
Schild: Auf w. 3 # Pfäble, belegt mit 2 gekreuz- 
ten w. Degen mit g. Oefässpn. 
Hel m: :tt -w.bewulstct, mit einer Preus8. Cürassier- 
st anda!"te, g. bordirt, auf B. einen zur Sonne fliegenden 
Adler zeigend; dcr Schaft ragt unter dem Sehildesfuss 
hervor. 
Decken: links: *'= u. w. 
rechts: 1'. u. g. 


Lall!oiOIl, (Taf. 30.) 
Unbekannten, angcblich nicht deut8chen Urspruugs. 
Zuerst in l'reussen zeigt sich Jolumn Jacob v. L., Polni- 
nischer Oberst, der den Polnischen Adelstand unterm 
30. Mai 1685 erworben hatte, 1693 den Indigenat in Preus- 
Ben erhielt und mehrere Güter im Osterrodischen und 
Oilgenburgisehen acquirirte. .Mit seinl'm Enkel, dem Stabl!- 
kapitän Johaml Samuel v. L., der nur eine, erst 1846 vl'r- 
storbene Tochter. verw. Kriegs- und Domainen-Räthin 
v. d. Ooltz, hintcrliess, erlosch das Oes(\hlecht im letzten 
Viertel des 18. Jahrh. 
Schild: :5parren mit achtstrahligem Stern belegt nnd 
bpgleitet vun 3. Fed('rbällen gleiehenden .Figuren. 
Helm: dcr Stern. 
Deckl'n: 


I,allt('r I., I.alltter. (Taf. 30.) 
Unbekannten Ursprungs, jedenfa1l8 Deutschpn. Zwpi 
Söldcrführer im Hilf8heere des D. Ordens im Kriel1:e von 
1454-66 lie8sen sich in PreUS8en nieder und erWarben 
die Oüter Podlachen, 8iUginnen, I,an
brüok u. a. im 
Rastenburgischen und Barthischen. Der eine von ihnen, 
Huns v. L lebte noch 1481, aber Nachkommen siud von 
keinem derselbeu bekannt geworden. 
Schild: Aus dem rechten Schildrande hervorspringen- 
des, einem Wolf gleichendes 'fhier. 


I.allter 11., (Taf. 30.) 
Auch die HeimatlI und Ursprung dieses Oeschleehts 
sind unbekannt. Jaeob L. trat 1440 dem Preuss. Buude 
bei. Wahrseheinlich gehört zu dipser Familie Erhard v. L., 
der 1462 Oüter im Barthi8chen erwarb. No(\h im 15. Jahrh. 
ist dus Oeschlecht wieder erlos!'hen. 
8child: Eiu vor sich hingekehrtes Stierhaupt. 


I.alltll, v. d. L., (Taf. 30.) 
Nach alter Sitte wurde ein - durch ausgezeichnete 
Mitglieder hervorragender - Zweig des uralten, einge- 
bornen. 8eit Ende des 13. Jahrh. urkundlich nachwei8baren 
Oeschlechts v. Pröck, nach spinem Huuptgut Lauth im Oe- 
biet Brandenbur/1: so benannt. Dieser Name erscheint 
zuerst, so viel mir bekannt 1344 und wurde um die .Mitte 
des 16. Jahrh. obsolet, um die Oe8ohlecht8einheit nicht 
zu verdunkeln. Nachkommcn dieses Zweiges blühen noch, 
aber nieht mehr in der Provinz Preussen. 
:5ehild: W. mit *,=, flammendem Feuerkorb. 
Helm: die Schildfigur. 
Decken: # u. w. 


\ 


Lall",ifz, (Taf. 30.) 
Der aus der vorgenannten Familie Lau stammende 
Preuss. Hof- und Tribunal-Rath Johann Philipp L., Herr 
rl'icher Güter (Salau, Domnau, Regitten, 1'Ienkitten etc.), 
brachte den PreuslI. Adel8tand an sein Oeschlecht, der ihn 
unterm 28. Juli 1700 unter dem Namen v. Lauwitz zu Theil 
ward. Von seiner grosRen Nachkommenschaft starben fast 
alle Sühnp jung oder unvennählt und sein Enkel Oottfried 
v. L., ref. Prediger in Til"it, beschloss durch seinen, am 
4. SeI,t. ]795 erfolgtpn Tod sein ganzes Geschle('ht. 
8 chi Id: OI'Splllten, vorn auf W. ein halber :j+-gekr., 
an die Theilungslinie sich anlphnender Adler, hinten aufB. 
ein auf gr. Boden !!tehender /1:. einwärt8gckehrter I,öwe. 
Helm: gr.-w. bewul8tet; der Löwe wachsend, in- 
mitten eines offenen *'= Fluges. 
D ecken: links: # u. w. 
recht!!: b. u. g. 


. 



 


Laxd...IID, Laxdehnen , (Taf. 30.) 
Ein alteingebornes Preuss. O;schlecht, da8 im ße- 
sitz seines Stammgutes gl. N. im Brllndenburg-ischen Haupt- 
amt schon im 15. Jahrh. nachwcisbar ist und zum Stande 
der PreUS8. Freien gehörte. Den Adelstacd (oder Reno- 
vation desselben) erhielten zuerst unterm 
o. April 1731 
die Oebrüder Lieutemmt Michael }'ri"rlrieh, .Fähnrieh Jacob 
Ernst, Cornet Jacob Wilhehn und Christian Llldwig L., 
sodunn unterm 21. J'mi 1732 ihr Vetter, der Kapitän 
Johann v. L. vom Dockum'sehen Drag.-Reg. in 1'il!!it. 
Einif	
			

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			,. 


AUSOESTORBENER PREUSSI::;CHER ADEL. 


41 


Hel m: gekr.; :r+ u. ",. quadrirter Flügel. 
Decken: links: # u. w. 
rechts: r. u. w. 


Ledebur, (Taf. 80). 
Alteingebornes vornehmes Oeschlecht Westphalens, 
von dem ein Mitglied, der Preuss. Oberst Clamor Her- 
mann v. L. (t 1745) das Rittergut Brunal1 im Erbhaupt- 
amt Schönberg erwarb. Sein 80hn verkaufte das Gut 
1798 und die Linie ist erloschen. 
Schild: R. mit w. Sparren. 
Helm: gekr.; 2 wie der Schild gezeichnete und tin- 
girte Reiherfedern. 
Decken: r. u. w. 


.... 


".(ogeudorf, Logeudorf, (Ta£. 80.) 
Altpreussisches vornehmes, anfänglich aussohliesslich 
in 'Vestpreussen ansässiges, vielleicht den eingeborenen 
Stange stammverwandtes, in einer Linie auch Maul zube- 
nanntes Oeschlecht, das dem Preuss. Bunde anhing, an- 
sehnlich begütert war und seit dem 14. Jahrh. urkund- 
lich bekannt ist. Ein Mitglied desselben, Paul v. L., be- 
stieg 1460 den bischöflichen Stuhl von Ermland. Sein 
Erlöschen erfolgte im 16. Jahrh. 
S eh j I d: W. mit r. schräglmks liegenden Baumstamm, 
a:u s dem oben und unten je 3 r. Kleeblätter hervor- 
gehen. 
Helm: 2 unten spitz zusammengesetzte s. Baumiste 
an der Aussenseite mit 3 r. Kleeblättern versehen. 
Decken: r. n. w. 
tjtt l#t I..ehlldorf, (Taf. 30). 
 
,. - Dieses gleichfalls zum eingebornen Adel Primssens 
zählende Oeschlecht ist sehr wahrscheinlich eine Abzwei- 
gung der v. Legendorf und tritt unter seinem heutigen 
Namen in den ersten Jahren des 16. Jahrh. auf. Es 
zeichnete 8ich durch reichen Orundbesitz, besomlers im 
Sarolande, Bartensteinischen, und I!eit Mitte des 16. Jahrh. 
im Al1ge
burgischen, wo es die Steinorst'schen Oüter noch 
jetzt besItzt, 80 wie durch viele in Kriegs- und Friedens- 
diensten hochverdiente MänDer aus. Die adelige Stamm- 
linie des in einigen Zweigen 16t>7 und 1791 in den Ora- 
fenstand erhobenen Geschlechts ist mit Melchior Andreas 
v. L., 1708 Capitain beim Inft.-Rgt. Holstein, auf Elki- 
nehlen, oder einem seiner Brüder, die in holländ. Dien- 
sten standen, resp. der Sohn des Einen derselben, Fried- 
rich LudwiK von L. erloschen. 
S chil d: W. mit r. mit der Wurzel ausgerissenem, 
oben gabelförmig in 2 stu
pfe. Aes!e gespaltenem Baum- 
stamm, an dessen jeder SeIte slCh elD # herabhängender 
Flügel ansehliesst. 
Helm: Die Schildfigur. 
Decken: r. u. w. 



 


Lellgefeltl, (Taf. 80). 
Von den beiden Thüringischen Auelsgeschlechtem 
hat die noch heute blühende bedeutendere mit dem nach- 
ßtehenden Wappen einen in der Provinz Preussen an- 
sässigen Zweig gehabt, da sich der Pre
ss. Generallieute- 
uant und Chef eines Inf.-Regts., FriedrICh Wilhelm v. L. 
mit den Oüern Kinkaim, Nohnen, Wordommen, Fuchs- 
höfen, Bundien u. a. in der 2. Hälfte d
s vorigen Jahrh. 
in Preussen ansässig maohte. Mit semem Sohne, der 
den grossten Theil dieser Oüter bis 1822 besass. horte 
diese Linie wieder auf. 
Schild: Quergetheilt, oben g. unten von # u. w. 
gespalten. 
VI. 40. 


Helm: gekr.; r. oben mit # Hahnenfeder besteckter 
Hut oder kegelförmiger Spiekel, überdeckt von einem 
r. Jagdhorn. 
Decken: r. u. w. 


Leps, Lepss, (Taf. 80). 
Dieses alte Oeschlecht, von dem es noch nicht sicher 
ausgemacht ist, ob es zum eingebornen Adel Livlands 
oder Preussens gehört, erscheint urkundlich erst im Anfange 
des 17. J ahrh. in Preussen, wo es arm !In Mitgliedern 
und nur mit kleinem Orundbesitz in den Amtern Preusl!. 
Holland und Brandenburg lebte, bis es mit dem Letzten 
seines Stammes erglänzend, Friedrich v. L., Preuss. Oe- 
neral der Infanterie, Chef eines Infanterie- Regts. und 
Ritter des Schwarzen Adler-Ordens, durch dessen am 
9. Oktober 1747 erfolgten Tod beschlossen wurde. 
Schild: R. mit gewä8serten w. Pfahl, beseitet von 
2 g. einwärts gekehrten Halbmonden. 
Hel m: Aufwärts gekehrter Halbmond, hinter dem 
ein Pfauenschwanz. 
Decken: r. u. w. 


l
e8gewaug, Lesgewangen, (Taf. 30). 
Ein dem Blute der Ureinwohncr PreU8sens entspros- 
scnes, auf der höchsten Stufe deI! Ansehens stehendes, 
rpichbegUtertes und beträchtlich ausgebreitetes Geschlecht, 
dessen Stammhaus Liesken unweit Bartenstein liegt. Sein 
Stammbaum beginnt schon im 14. Jahrhundert. Liesken, 
Massaunen, Juditten, Kusitten und Zanderborken waren 
seine Hauptgüter, sämmtlich im Bartensteinischen gelegen. 
Eine im vorigen Jahrhundert in den Orafenstand erhobene 
Linie erlosch sehr bald. Zu jener Zeit war es noch reich 
an Söhnen, starb aber am 19. Febr. 1796 mit dem Hof- 
gerichts- und Tribunals-Rath Carl Ludwig v. L. anf Ku- 
sitten, del!sen einziger Sohn ihm vorangcgangen war, aus. 
Schild: R. mit w. Rose, an die sioh 3 w. gehar- 
nischte Arme im Schächerkreuz anschliessen. 
Helm: Offener r. Flug, inmitten dessen das Wappen- 
bild , so dass die obern beiden Arme die FlUgel be- 
legen. 
Decken: r. u. w. 


LeS8el, (Taf. 81). 
Ein altes angesehenes Oeschlecht Schlesiens, von dem 
sich ein Zweig aus dem Hause LiebenthaI im Oelsisehen 
stammend, sich in Preussen niederliess, nämlich der Lieu- 
tenant Heinrich Christoph Wilhelm v. L., der 1780-96 
das Rittergut KOWDatken im Neidenburgischen besass. In 
Preussen ist diese Linie wieder erloschen. 
Schild: R. mit w. Rechen, dessen Stiel sich in eine 
Pfei1spitze endigt. 
Helm: gekr.; Zwischen 2w.unten schräg ZUsammen- 
gesetzten unbefiederten Pfeilen ein Busch :1:1: Halmen- 
federn. 
Decken: r. u. w. 


Letto,,-, (Taf. 81). 
Von dieser Althinterpommerischen Familie liessen 
sieh fast gleichzeitig zwei Mitglieder gegen En
e des 
vorigen Jahrh. auf den Oütern Arnsdorf im Gerda
lschen 
und KI. Bandtken im lIIarienwerderschen nieder; heIde er- 
loschen jedoch bald wieder. 
So hiId: W. mit r. Querbalken, durch den ein oben 
und am rechten Arm gestümmelter # Anker gesteckt ist. 
Helm: r.-w. bewulstet; 3 g. rechtshingebogene 
Hahnenfedenl. 
Dccken: r. u. w. 


11
		

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			42 


.AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Lichtenhayn J., Lichtenhan I., (Taf. 31), 
Die in Ost- und Westprcussen vom 15-17. Jahrh. vor- 
kommenden hier begüterten Träger dieijes Namens ge- 
hören keineswe
s dem einen Stamme und der bekann- 
ten Sächsisoh- Meissnisohen Sippe ausschliesslich an, wie 
die vorhandenen alten Siegel ausweisen. Das letztere Oe- 
schleoht war sehr früh nach Preussen gekommen und 
hatte sich im 15. Jahrh. in Westpreussen niedergelassen; 
wo namentlich Leistenau im Marienwerderschen und Man- 
delm ihm gohörte, später hatte es in Ostpreussen die Oü- 
tel' Pültz, Stamm und Radekeim. Als Letzter seines 
Stammes erscheint Hanij v. L., einziger Slohn des 1597 t 
Oeorge v. L., Herrn der letztgenannten Oüter. Die iHte- 
ren Preuss. Oenealogen lassen aber die im folgenden Ar- 
tikel erwähnte Familie v. J
. auf Kintenau von einem .Mit- 
gliede der obigen abstammen. 
Schild: Auf R. ein w. Kammrad. 
Helm: gekr.; das Kammrad oben mit Pfauenfedern 
besteokt. 
Decken: r. u. w. 


Lichtenlut).u 11., Lichtenhan 11., (Taf.31). 
Vergl. den vorigen Artikel. Die v. L. dagegen, die 
wir auch schon im 15. Jahrh. im südlichen 'l'hlJile Ost- 
preussens, besonders auf Kintenau im Osterrodi8IJhen an- 
sässig nachweisen können, haben den ersten Namen nur 
durch eine Oermanisirung ihres eigentlichen von ihrem 
Stammgut Lichteinen im genanntcn Districkt abzuleiten- 
den Namens gewonnen. Auch diese, dem Wappen nach 
ursprünglich polnische, vielleicht aber auch in l'reussen 
eingeborne Familie, erlosch im 17. Jahrhundert. 
So h ii d: R. Zinnenmauer hinter der in B. ein g. Löwe 
hervorwächst. 
Helm: Der Löwe wachsend. 
Deoken: b. u. g. 
Liebtenstein , (Taf. 31).e 
Heimath und Herkunft unbekannt. In Preussen zeigt 
sich die Famile zuerst mit Christoph v. L., der 1613 
Schöndamerau im Ortelsburgischen besass. Zwei Naoh- 
kommen von ihm lebten 40 Jahre später in demselben 
Amte und der Ijine derselben, Caspar v. L. hatte einen 
1653 gebornenell Sohn, der andere hatte bis 1670 das 
Gut Davidshof in Pacht. Das Wappen ist nur aus einem 
Siegel bekannt. 
Schild: (anscheinend) ein Kissen mit S Quasten, mit 
a Spitzen besetzt. 
Helm: 
Decken: 


Licht('uwalde, (Tar. 31). 
1111 15. Jahrh. führte ein Zweig der alteingebornen 
in gräflicher Linie noch blühendon v. Kalnein in Preussen 
den obigen Namen. Das hier aufgeführte Wappen ist nach 
einem I::)icgel Caspars v. L. de 1487 gegeben und der 
OrundtJ'pus des Kalneinischen Wappens unverkennbar. 
Schild: Zwei an einem senkrecht stehenden dürren 
Baumstamm sich aufrichtende leupardirte Löwen. 
Helm: 
Decken: 


Lic..tfIlMM, «(Taf. 31). 
Jakob L., einem Thornischen Rathsgeschlecht ent- 
sprossen, soll 1457 vom Köni
e Erich von Dänemark den 
Adelstand und ein Wappen erhalten haben und seinem 
Enkel George v. L. wurde 1527 der Indigenat in Polen 
zu Theil. Die Familie, von der ich als Letzten den 


, 


Poln. Kammerherrn Friedrich v. L. finde, der 1691 den 
Indigenat in Preussen erhiclt, besa8s ansehnliche Oüter 
in Westpreussen besonders bei Thorn, 
Schild: Auf #- Kopf und Hals eines w. Bären mit 
r. aUijgeschlagener Zunge. . 
Helm: R. J;'ürstenhut hinter dem vor sich hm gekehrt 
ein w. Bär hervorwächst, über sich eincn gr. mit 8 Straubs- 
fcdem b. w. r. oben besteckten Lorberkranz haltend. 
Decken: # u. w. 


J.i
'pe, v. d. L. (Taf. 31). 
Ein ein
ebornes Oeschlecht der C}mrmark Branden- 
burg , das sich in einem Zweige in Preussen niederlies
, 
nilmlich mit dem Churbrandenb. Major, nachher Obristen 
beim Regt- Dönhof Geor
e }
rnst v. d. L., der zuerst 
Auklappen, dann seit 1708 Beisleiden besass. Im Jahr 
1709 erhielt er den Indigenat in Preuoilsen mit ihm en- 
digte sieh aber wieder diese Linie. 
Bch ild: W. mit r. Löwen. 
Helm: 3 Straussfedern w. r. w. 
Decken: r. 11. w. 


Lietze'l, (Taf. 31). 
Dieses altpommerische in einem Zweige auch märkische 
Oeschlecht machte sich in zwei Linien im vor. Jahrh. in 
U8tpreUl!8en ansässig, wo ihnen die .Güter Neumühl, Pl:U- 
schinowen, Gr. Borken, Staffken, Trimmau, Maraunen (Im 
Ermlande) Wessritten u. a. gehörte. Beide Zweige erloschen 
zu Anfange dieses Jahrh. wieder, nachdem dCl' Grund
e- 
sitz verloren gegangen war. Das Oeschlecht, von dem Im 
ersten Viertel dieses Jahrh. noch mehrere in der Preuss. 
Armee dienten, scheint überhaupt im Mannesstamme er- 
losche!! zu sein. Ein dritter Zweig hatte sich übrigens 
schon um 1730 vorübergehend in Ostpreussen ansässig ge- 
macht (auf Scharschau). 
Schild: B. mit w. aufwärts gekehrtem Halbmond, 
auf dem unten spitz zusammengesetzt 2 g. einen g. Stern 
oben einschliessende Pfeile stecken. 
Helm: Der Stern besteckt oben mit 3 w. Strauss- 
federn. 
Decken: b. u. w. 


Linde, v. d. L. (Taf. 31.) 
Altcingebornes Preuss. Oeschlecht, das seinen Namen 
dem Dorfe und Rittersitz Linde entlehnt, den Hans v. d. 
L. noch 1477 besass. Es tritt schon im 14. Jahrh. ur- 
kundlioh auf und ist nicht zu verwechseln mi t andern unter 
den Rathsgeschlechtern mehrerer Preuss. I::)tädte vorkom- 
menden J<'amilien gl. N.; auch nicht mit einer schwedischen 
in Preussen (auf Motheilen) um 1700 sich etablirenden 
Adelsgeschlecht v. d. L. Zu .Anfange dieses Jahrh. stan- 
den noch mehrere Sprossen des alten Preuss. Oeschlechts 
in Preuss. Militärdiensten, doch hat es in seiner Heimath 
den Orundbesitz eingebüsst und ist aus derselbon wegge- 
zogen. 
Schild: O. mit r. schrägrechten, oben mit 8, unten 
mit 2 r. Lindenblättern versehenen Ast. 
Helm: 2 r. Lindenäste unten spitz zusammengestellt,. 
der linke mit 2, der rechte mit 3 Blättern. 
Decken: r. u. g. 
, 
Lindenowskl, (Tar. 31.) 
Johann Christian L., l'reuss. Lieutenant a. D. und 
Kriegs- und Domainen-Rath, erhielt ein .Adels-Renovations- 
Diplom am 21. Decbr. 1799. Er besass das Rittergut Die- 
trichsdorf im H.A. Neidenburg und starb ohne Söhne zu 
hinterlassen. 


J 


..., 
... 


t 
1
		

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			" 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


48 


Schild: O.-gerändert und schl'äglinks getheilt, unten 
Ton W. und B. 4mal schräglinks gestreift, oben auf R. ein 
wachsender g. Löwe. 
Helm: Gr. Laubkranz, auf den eine r. g. b.-w. 
Wulst; der wachsende Löwe zwischen 2 von B. und R. 
quergetheilten Büffelhörnern. 
Decken: r. u. g. 
I.inski, (Taf. 31.) 
Ein eingebornes Geschlecht 'Vestpreussens, nicht mit 
den v. Lniski oder auch v.Ostau-Lniski genannt, zu ver- 
wechseln. Es ist vom Anfange des 15., bis gegen Ende 
des 16. Jahrh., indom es erlosch, bekannt und hatte seinen 
Hauptgrundbesitz im Schwetzischen. 
Schild: Spitzer, oben in einem Knopf au
laufender, 
unten breiter Hut, an dem eine zusammengeschlungene 
Schnur herabhängt. 


..., 


Lirehe, (Taf. 82.) 
Eine 
eitenlinie des noch jetzt blühenden, zum ältesten 
eingebornen Adel Preussens gehörenden Geschlechts v. Per- 
band, trug nach ihren speciellen Ahnherren dt'n obigen 
:Namen im 15. und 16. Jahrh., in welchem sie erlosch. Po- 
dollen war ihr Hauptsitzgut. 
Schild: O. mit # aufgerichteten, mit g. Halsbande 
versehenen Bären auf gr. Hügel, auf den vor ihm ein 
kleiner Bär ihm zugewandt steht. 
Hel m: gekr.; der gros se Bäl' angekettet an einem 
dürren braunen Baumstamm. 
Decken: # u. g. 
Li
icken, ('faf. 82.) 
Alteingeborues Geschlecht Preussens, von dem nur 
wenig bekannt ist. Tessmansdorf in Westpreussen war 
sein Hauptgut, da8 Thomas v. L. 1569 besass. :Noch in 
demselben Jahrh. scheint die Familie erloschen zu sein. 
Schild: R. mit 2 w. Windhunden. 
Helm: gekr.; ein wachsender Windhund. 
Decken: r. u. w. 
Löbt.U, v. L., gen. Leubel (Taf. 32.) 
Schlesien ist die Heimath dieses Oeschlechts, von dcm 
ein Zweig sich dort zu Ende des 15. Jahrh. in Preus- 
sen niederliess, aber mit Caspar v. L., Verwalter zu Oeor- 
genburg bald nach 1563 aU8sturb. Ein anderer Zweig 
aus Livland stammend, erwul'b um 1660 die Muldeitischen 
Oüter, erlosch aber schon mit den Söhnen des Erwerbers 
derselben. 
Schild: Oespalten, vorn von W. u. 
 schrägerechts 
getheilt, hinten r. 
Helm: r.-w.-# bewulstet; 5 Straussfedern it-,.-w.- 
1'.-# 
Decken: :#-w.-r. 
LöbeJl, (Taf. 82.) 
Von diesem vornehmen, in Schlesie
, besonders aber 
in der :Niederlausitz ungemein ausgebreIteten und früher 
äusserst ansehnlich begüterten, auch zum. Theil Fr
iherr- 
lichen und gräflichen Oeschlechte, haben vIer versch.ledene 
Zweige im vorigen Jahrh. vorübergehend GrundbesItz ge- 
habt, nämlich a) auf Kowalken, Nossutten 
nd Schafstett 
b) aufPetzdorf, c) auf Ribben, d) auf.War
btt:n, letzteres 
noch 1800 im Besitz. Alle diese ZweIge slDd 10 Preussen 
erloschen. 
Schild: Quergetheilt, unten von R. u. W. geschacht, 
oben auf B. eine aus dem unteren Felde hervorwachsende 
Mohrin mit w.-r. abflatternder Stirnbinde. 



 
'\ 


I 


'\. 


-I 


( 


....... 


Helm: gekr.; die wachsende Mohrin. 
Decken: b.-w.-r. 


Loeke, (Taf. 32.) 
Ein altes, angesehenes Adelsgeschlecht in Westpreu- 
sen, auf J egel, Tolkwitz, Ooiten, Tomerswalde u. s. w., 
aus dem 1631 noch t'inige männliche Sprossen lebten, die 
aber ihren Stamm nicht weiter fortgepflanzt zu haben 
scheinen. Es ist nicht zu verwechseln mit dem v. Lacken 
und hängt auch nicht mit dem Oeschlecht des Hauptmanns 
zu Schesten, J!'ritz v. Lockau auf Brosimdorf 1457 zusam- 
ml!n. Die älteren Pfl'uss. Oenealogen und Heraldiker 
geben der Familie das Wappen der v. Luck, ob mit Recht, 
muss dahingestellt bleiben, da Siegel der Familie noch 
nicht bekannt geworden sind. 
8child: Auf R. ein w. Elephantenrüssel u. ein w. 
Hirschhorn. 
Helm: Hoher spitzer w. 'Hut, r. aufgestülpt, oben 
mit :# Hahnenfedern besteckt. 
Decken: r. u. w. 


Lockotzin, lTaf. 82.) 
Lukoczin im DiI'schau'schen ist das Stammhaus dieser 
eingebornen Adelsfamilie Westpreussens, von der sich nur 
wenig :Nachrichten finden. Die beiden Erbtöchter des Ge- 
schlechts heiratheten im 16. Jahrh. in die Familien v. Legen- 
dorf und v. Rembow. 
Schild: Ein hinter einer r. Zinnenmauer, in das 
obere w. Feld hinaufwachsender :# Wolf, der 2 g. Achren 
im Maule hat. 
Helm: gekr.; der wachsende Wolf. 
Deck.en: r. u. w. 
Lockwin. ],uckowin, (Taf. 32.) 
Ein altes :Meissnisches Geschlecht, das sich in der 
zweiten Hälfte des 16. Jahrh. in Preussen niederliess, aber 
mit Cal'l v. L., Sohn Philipps und der Dorothea v. Hohen- 
dorfl' a. d. h. Laukitten, in der ersten Hälfte des 17. Jahrh. 
wieder aU8starb. 
Schild: Von O. u. B. quergetheilt, oben ein Rabe 
mit erhobenen Flügeln, einen g. Ring im Schnabel haltend. 
Helm: gekr.; deI" Rabe. 
Decken: b.-u.-g. 
Löl"t.u, (Tar. 82.) 
Churf. Friedrich von der Pfalz erhob 1604 unterm 
22. März den Churpfälz. geh. Rath J. U. D. Michael Lö- 
fenius in den Adelstand. Von seinen :Nachkommen er- 
warb der Preuss. Capitän Carl F
cdrich v. 
. .lt 1828) u
 
1794 das Rittergut Rothgerken 1m BartenstClDJSchen. 1Ibt 
ihm erlosch jedoch wicder diese Linie in Preussen. 
Schild: W. mit b. mit 3 w. Wecken, nebeneinander 
belegtem Querbalken. 
Hclm: gekr.; geschlossener, wie der Schild gezeich- 
neter und tingirter ]<'lug. 
Decken: b. u. w. 


LöhncYNeJl, (Taf. 82.) 
Aus diescm Braunschweigiscben Oeschlecht besass ein 
Mitglied in Preussen im 17. Jahrh. vorübergehend das 
Out :Neuguth. 
Schild: O. mit Kopf und Hals eines :# Adlers mit 
r. Sohnabel, von einem w. Pfeil schri1glinkshin dluch- 
schossen. 
Helm: die Schildfigur mit g. Schnabel. 
Decken: :# u. g.
		

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			44 


AUSGESTORBENER PREUSSISCIIER ADEL. 


Lötzeu, (Taf. 33.) 
Ein gleichfalls eingeborenes Geschlecht Preussens, 
welches anfänglich Sporwitten im Hauptamt Brandenburg, 
auch Klingenberg ebendaselbt, später Eiserwagen im Ta- 
piauschen und Güter im Tilsitschen und Insterburgis('hen 
besessen hat, Es war nie besonders ausgebreitet und er- 
losch um 1690 mit Hans Christoph v. L., Churbrand. 
Lieutenant', der zwischen Tilsit und Ragnit gesessen war 
und dessen Erbtochter den Lieutenant v, Mülverstedt 
ehelichte. 
Schild: G. mit 2 b, Schrägrechtsbalken. 
Helm: b.-g. bewulstet; auf g. Adlerfuss stehender, 
L08SSU 11., Lossow, (Taf. 32.) wie der Schild gezeichneter und tingirter Flügel, 
Alteingpbornes Geschleoht dea 
hgdeburger Landes,\ Decken: b. u. g. 
mit den v. Katte I'tammverwandt, mit dem es auch im ge- , 
sammten Lehen des Rittergutes Wust s&ss, insclner Heimath 
noch bis zu Anfang des I!:!. Jahrh. angesessen und später 
auch über andere Provinzen des preuss. Staates verbreitet, 
In Preussen liess sioh ein Zweig im 15. Jahrh, nieder; 
hier erscheint als der I.etrle der Lieutenant Halli Sigmund 
v. L. 1685 auf Woydehnen im Fischhausischcn, der noch 
1709 lebte. AUII anderen Stammlinien der Familie liessen 
sich späterhin nooh andere Mitglieder in PreUMen nieder, 
so im 18. Jahrb, der Oberstlieutenant J. G. v. L. auf Do- 
liewen, der bekannte Husarengeneral und scin Vetter der 
Kammerhel'r v. L., aber ihre Linien sind bald darauf wie- , 
dcr erloschen, I . 
Schi Id: Von B. und G. IIchriiglin
s getheilt mit 
naturfarbcnem Luchs. '. 
Helm: gekr.; der Luchs wachsend vor 6 Straus.- 
federn, linkt! 3 g., rechts 3 b. 
Decken: b. u. g, 
....1 Lötheu, {Taf. 32.} r f 
Ein eingebornes altpreussisches ritterliohcs Geschlecht, 
das 1'on Haus aus und bis zu seinem' nach ste
 geringer 
Ausbreitung mit Hans George v. L. um 1675 oder bald 
darauf mit einem seiner drei Kinder erfolgten Anssterben 
das Rittergut Wopen im Rastenburgischen besessen hat, 
Sohild: R. mit w, gekleidetem, mit 3 g. QlIerbimlen 
versehenen, umschleierten Menschenrumpf (Götzenbild
). 
Helm: Die Schildfigur. 
Decken: r, u. w. 


LOl!öMSU I" (Taf. 32), 
Nicht mit dem folgenden Geschlecht zu verwechseln, 
wie das einer Urkunde vom J. 1446 entnommene Siegel 
des an den Grenzen von Ost- und Westpreussen an- 
sässigen Jacob v. L. ausweisst. Seine nur splirlich 
vOl'kommende Nachkommenschaft erlosch noch im 15. 
Jahrhundert. 
S chi I d: Schrliglinks gelegter Fisch. 
Helm: 
Decken: 


) 
LoUun., Grafen v, Wylich u. L., {Taf. 33,} 
Aus diesem alten 'Yestphälischen Geschlecht, das 
eigentlich dem Stamme der v. Wylüch angehört, Cl'hidt 
Job. Christoph v. w, die Würde als Frhr. v. L. 1608. 
Seines Enkels, des preuslI, }'eldmarschalls Philipp Carl, Sohn 
der am 20. Januar 1701 in den Reichsgrafenst-llnd erho- 
bene, nachherige preusB, Generalmajor uud Chef eines 
Cuir.-Regimentes Ludwig Frhr v, L" erwarb in Preus8en 
die Güter WeBdehlen, Rippen und Fuchshöfen, starb aber 
1729 ohne Leibeserben, _ 
Schild: Quadrirt mit g. Mittelschild, worin ein r., \ 
gemeines, mit 9 g. Kugeln belegtes Krnuz. 1 u. 4 w. mit 
r, Sparren unter dem ein r. Ring, 2 u. 3 r. mit w. Schild- 
chen zwiBchen 3 w. Lilien (2. 1.). 
Helm: a} gekr; Kopf und Hals einesw.Hundes, um 
dcsBen Hals an einem r. Bande ein w. mit 
der Figur des 1. u. 4, Feldes bezeichneter 
Schild hängt. 
b) gekr.; (auch mit r. :Mauerkrone,) 2 g, mit 
dem Kreuz des 31ittelschildes bezeichnete 
Fllhnlein an w. !:5tangen. 
Decken: r. u. g, 


. Lo)deu I., (Taf, 3S.
 
Ein eingebornes Altpreussisches Gcschlecht, dessen 
Stammgut gleichen Namens im Bartensteinischen liegt und 
das schon seit dem 14. Jahrh. bekannt ist. Ein Siegel 
des Matthias v. L. auf L., Perschein und Lengen von 
1528 zeigt das nachstehende Wappen. Mit seinem Sohn 
gleichen Namens erlosch bald naeh 1554 das Geschlecht, 
dessen Kamen auch eine bür rerliche Familie in Brauns- 
berg trug. , 
S chi I d: Oben halb durcbbrochene Mauer. 
Helm: 
Decken: 


- 


Lo) d(,1I 11., (Taf. 
S.) 
\"ergl, den vor. Artikel. In älteren Prcuss. Wappen- 
büchern wird der Familie auch das fol
ende Wappen bei- 
gelegt. Möglich wäre es, dass dasl!elbe einem anderen, 
vom vorigen stammverschiedenen Geschlecht gleichen Na- 
mens zukäme, 
Schild: QlIergetheilt, oben von w. u. :J:j: gespalten 
mit g, auf der Theilungslinie liegenden Stern, unten :J:j:, 
Hel m: Inmitten eines offenen Fluges, desseu linker 
# und rechter w. Flügel jeder mit einem g. Stern belegt 
ist, eine r. Mütze mit w. Stulp. --.." 
Decken: links: # u. w. .,J 
rechts: r. u. w. ' 
"" 
Lubitz, LuLi&zsch, (Taf. 33,) 
Dieses alte polnische Geschlcel1t, das seinen gewöhn- 
lichen Namen von dem Waflpenstamm, zu dem es gehört, 
ableitct, hiess eigentlich v. Grosnice-Lubicz; andere Formen 
Heines Kamens sind auch Lippitz oder auch nach Beinem 
Hauptgut Rauschken im Osterrodischen v. Ruskowski. 
Hs erBcheint :allerst mit Nickel v. L. auf Kl. R. um 1530 
in Preu.sell 811sässig.. war hier nie ausgebreitet und er- 
10llCh bald nach 1713 durch den kinderlosen Tod Fried- 
riebs v. L. auf Kl. Rauscbken. 
Schild: B. mit w" ein w. schwebendes Kreuz ein- 
8chlies'lendem Hufeisen. 
Helm: gekr.; 3 Straussfedern b. w. b. 
Decken: b, u. w. 


", 


Lnbmul v. Lllleuklau, (Taf. 33,) 
Der Erwerber des (Reichs-) Adelstandes ist wohl dcr 
Vater der beiden Brüder Christian Lebrecht, Major, und 
Reinhold Lebrecht L, v. L" Rath und Bürgermeister der 
Altstadt Königsberg, die bcide mit Landgütern in Preussen 
angesessen waren. Von des Letztem 3 Söhne überlebte 
der b[jttlere, Reinhold, Preuss, Capitain, Erbherr auf 
Borchertsdorf und 'Yeissenstein , seine Brüder; er besass 


... 


1 


1 


I 


. 


4 


'\ 


-
		

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			AUSOE8'fORDEISER PHEUSSISCHER ADEL. 


nach dcm Verkauf dieser Oüter 1702-171i RothgörkeD 
als Pfand und binterlie8
, so ,iel bekannt, nur eine 
Tochter. 
Schild: Quadrirt, I u. 4 # mit g. Löwen, der eine 
w. Lilie in der rechten Vorderpranke hält, 2 u. 3. r. mit 
g. Rose. 
Helm: gekr.; der Löwe wachsend inmitten eines 
offenen }<'luges, dessen linker Flügel von # u. 0., der 
andere von R. u. G. quergetheilt ist. 
DeekQn: links: # u. g. 
rechts: r. u, g. 


Liidt'rUz, (Taf. ::13.) 
Von diesem eingebornen, noch im Besitz seines Stamm- 
gutes gl. N. befindlichen, sehr ausgebreiteten Oeschlecht 
dcr Altmurk liessen sich zu Anfange des 18. Jahrh. mehrere 
MitgUedcr au
 Oütem in Preusseu nieder, auf Tikri!\"elmen, 
Dohten, HenrlChowen, Arnsberg- u. a., allein diese Linien 
hattcn vor 1760 bereits sämmtlieh durch Veräu8serung der 
Gütcr und Wt'gzug wieder aufgehört. 
Schild: W. mit r. schrägrechtsliegenden Anker. 
Hel m: r.-w. bewulst#Jt; der Anker gestürzt, oben mit 
'1 Straussfedern abwechselnd r. u. w. besteckt. 
Decken: r. u. w. 


1 


LtidhlKllRUlöeJl, gen. "'o..r, (Taf. 33.) 
Aus der Curländischen Hauptlinie dieses alten vor- 
nC'hmen \Vestphälischen Oesehlechts liessen sich mchrere 
Zweigoe zu verschiedenen Zeiten in Preussen nieder; gegen 
die Mitte des vorigen Jahrh. Otto Friedrieh v. L. auf 
Naukritten, und gegen Ende des vorigen Jahrh. Oeorge 
Christoph T. L. auf Sausgarten und Alexander Magnus 
)j'rhr. v. L. auf Kukehnen. AUe diese Linien sind aber 
nach Aufhören des Orundbesitzes in Preussen wieder er- 
loschen. 
Schild: Auf W. 3 r. Querbalken, belegt mit b. 
gekr. Wolf. 
H c Im: gekr.; der W oIf stehend inmitten eines offe- 
nen w. mit 3 r. Querbalken belegten Fluges. 
Decken: links: r. u. w. 
rechts: b. u. w. 


,I 
-", 


I 



 


LU,Jret'ht J., Lipprecbt, (Taf. 33.) 
Diesen deutscben Tauf- (und Vor-) Namen empfing 
ein vornehmer SanIländi8cher Withing im 13. Jahrh. nach 
seiner Taufe und verpflanzte ihn auf seine Nachkommen. 
Im CamJDeramt War!\"e n lagen 
ie I:!tammgUter der }<'ami- 
lie, die ihren nachfolp:pnden, elDem Siegel des mächtigen 
OrdensvasaUen Simon L.. (1409-1440) entnommenen Wap- 
pen zufolge, mit den lD. derselben Oegend ursprünglich 
vorkommenden v. Eysack emes 
tammes i8t. Mednicken war 
ihr Hauptgut. Der Letzte semes Oeschlechts, Hans L., 
lebte noch 1492. 
Schild: Weibliche Figur mit fliegendem Haar in 
jeder Hand ein gestürztes Horn haltend. 
Helm: 
Decken: 


. 



 


Lupret-ht 11., (Taf. 83.) 
V crgl. den vor. Art. Einige ältere PrelIss. Oenea- 
logen beschrciben das Wappen dos Oeschl
ehts wie folgt, 
doeh bat sich für diese Angabe noch keme urkundliche 
QueUe durch ein Siegel anflinden lassen. 
Schild: Auf D. ein g. Löwe. 
Helm: Offener b. Flug, jeder }<'lügel mit einem aus- 
wärts gekehrten Löwen belegt. 
Decken: b. u. g. 
VI. 4. 


-4 


'I
 


-- 


45 


l.u
iHJI, (Taf. 53.) 
Ein Zweig des uralten Harzisehen Rittergpsehleehts 
v. !tIarkelingerode, naeh dem dicht bei Wernigerode liegenden 
Orte gl. N. genannt und schon sehr früh - in der letzten 
Hiilfte des 14. Jahrh. - in einer Linie naeh Preussen, 
wo sein Name gewöhnlich Merklichenrade geschricben 
wurde, verpflanzt, schrieb sich nach einem seiner vielen 
stattlichen Oüter Loseinen oder I.o8iencn bei Rössel mit 
polonisirter Form Lusian oder v. Lllseinen. Aus dieller 
Branche war der bekannte Ermländischc Bi8chof Fabian 
v. L. zu Anfang des 16. Jahrh., der Woywod zu Culm 
Hans v. L. zu gleicher Zeit u. a. hervorragende Würden- 
träger in Polnisch-Preussen. Dieser Zweig erlosch gegen 
Ende des 17. Jahrh., wenn zu ihm Joh. v. Lusian-Lisso- 
nicki gehört, der 1639 das Out Jaromiersz in Westpreussen 
besass, kurz vor 1668 starb und in letzterem Jahre noch 
eine Tochter lebeu hatte, die an Andreas v. Helden-Sar- 
nowski vermählt war. 
Schild: R. mit 2 w. nebeneinander senkrecht steb- 
enden zugekehrten Sägeblättern. 
Helm: Jede der I:!ehildfigur auf einem der Flügel 
eines offenen r. Fluges wiederholt. 
Decken: r. u. w. 


. 


T.titt".Uz, (Taf. 83.) 
Ein altes vornehmes ein
eborne8 Geschlecht Schlesiens, 
von dem sich ein Mitglied, Nicolaus v. L., zu Anfang des 
16. Jahrh. in Preussen niederliess. Seine Ausbreitung und 
sein Orundbesitz (Tikrigehnen, Olauthienen, Solknicken,) 
war hier nieht ganz gering; es erlosch aber bald nach 
dem Jahre 1752 mit Friedl'ich v. L., der damals als Pr. 
Oberstlieutenant in Anclum stand. 
Sehild: W. mit 3 # Flügeln, 2 unten einander zu- 
gekehrt, der dritte darüber gesetzt mit den Sachsen nach 
unten. 
Helm: 2 w. Kammräder nebeneinander vor 3 Strauss- 
federn. # w. #. 
Deeken: schw. u. w. 


ItIRdu'"Uz, (Taf. 54.) 
Trotz der Uebereinstimmung dieses Namens mit dem 
des sehr bekannten, ein8t angesehenen und ausgebreiteten 
Gescl1leehts im V oigtlande wei8st das \Vappen der Prcuss. 
Familie andere Embleme auf, als letztercs führt und es 
ist daher kcine Abstammung aus diesem anzunehmen. *) 
Die Preussi8chen v. M., seit 1317 urkundlich bekannt und 
zuerst im Ermlande, später im Oberlande und in West- 
preuBsen sellr anselmlicb begütert, waren zwar nie beson- 
ders ausgebretiet, jedoch im 15. Jahrh., in dem sie sich 
zum Preuss. Bunde hielt, durch mehrere hervorragende 
Führer desselben, die hohe Staatsämter erlangten, ausge- 
zeichnet und miichtig. Im 17. Jabrh. schmolz die Mit- 
gliedcrzahl noch mehr und die Familie verarmte, bis sie 
mit Caspar v. M. auf Tippeln bald naeh 1668 erloseh. 
Ein Zweig führte im 16. Johrh. vorübergehend den Ka- 
men v. Dosnitten naeh einem Sitzgut und ist nicht mit 
dcm eignen Oeschlecht dieses Namens zu Terwechseln. 
Aeltere Preus8. Oenealogen und W oppenbücher geben der 
Preuss. Familie zwar geradezu das Wappen der V oi
 
liindischen doch widersprechen dem alle bisher entdeckten 
Biegel. 
Sc h il d: W. mit 8 r. pfahlweise gestellten Rosen. 
Hel m: Hoher spitzer r. auf
e8tülptel' w. Hut mit den 
ROl!en belegt und oben auf g. Knopf mit 5 # Hohnen- 
federn besteckt. 
Decken: r. u. w. 


*' Vlfl. ab
r dIe Wappell der Vola1liD d . ... RÖd
r mU und ob... 
Rooell mil Quer- ulld 8cbrärIbeiluIIg. 


12
		

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			46 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Madelnll";cu, (Taf. 34.) 
Ein altes Hessisches, jetzt lAngst erloschenes Oeschlecht, 
aus dem sich gegen Ende des 16. Jahrh. Hans Oeorge 
v. M. in Preussen auf Oütern im Samlande niederliess. 
Seine 1604 lebenden Söhne verliessen wieder Preus8en. 
Schild: B. mit gebogenem Ton r. u. w. nach seiner 
Länge getheiltem Horn. 
Hel m: Das Horn oben mit l) # Hahnenfedern be- 
steckt. 
Decken: r. w. b. 


. 


Mal.,;edeill I., (Taf. 34.) 
Ein dem Stamme der Ureinwohner Preussens angehöriges 
Oel!chlecht, dessen Ahnherr den hier nicht seltenen Namen 
Miligede oder Miligaude führte, der zum Oeschlechts- 
und Adelsnamen ward. Es ist sehon im 14. Jahrh. als 
ein ansehnlichcs Oeschlecht des Samlandes, wo ihm Con- 
dehnen, Regitten u. a. gehörten, lIachweisbar. Schon im 
15. Jahrh. macht es sich auf Handels und Perschein im 
Bartensteinschen sesshaft, welches letztere Jahrhunderte 
lang sein einziges Sitzgut blieb. Nie ausgebreitet erlosch 
es um 1735 mit Hans I:!iegmund v. .M. auf Perschein, der 
von Johanna Louise v. Aulack, a. d. H. Milgen, keine 
Kinder hinterIiess. 
Schild: W. mit r. Rose. 
Hel m: 3 r. Rosen auf langen w. Stielen. 
Decken: r. u. w. 


Jlalgedeiu I1.
 (Taf. 34.) 
V gl. den vor. Artikel. Es sind noch mehrere andere 
Wappenformen im Oebrauoh, die sich theils durch die 
iltertJn Preuss. Oenealo
en und Wappenhücher, theils 
durch Siegel nachweisen lassen. So dic folgende: 
Schild: Von W. u. R. gespalten mit einem Ringe 
mit verwechselten Tinkturen. 
Helm: Auf grünbeblätterten Stengcln 3 von w. u. r. 
gespaltene Ringe, deren innere Fläche gleichfalls aber von 
R. u. W. gespalten ist. 
Decken: r. u. w. 


Malgedein 111., (Taf. 34.) 
V gl. den vor. Artikel. 

child: In w. u. r. gespaltenem Felde eine Rose 
mit verwechselten Tinkturen. 
Helm.: 3 w. gestürzte unten spitz zusammengesetzte 
Pfeile. 
Decken: r. u. w. 


"1Ial.,;edein IV., (Taf. 34.) 
Vgl. den vor. Artikel. 
I:!child: AufW. eine r.Rose, um die 6 dergi. kleine 
kreisförmig umherstehen. 
Helm: a r. Rosen auf gr. beblätterten Stengeln. 
Decken: r. u. w. 


MalMeiu
 (Taf. 34.) 
Die Preuss. ülteren Oenealogen und Wappenbücher 
geben als das Wappen dieses Geschlechts - ob mit Recht 
oder Unrecht muss dahin gelIteIlt bleiben - das der 
:Mecklenburgischen Malzan an. Eine Verändernng des 
Namens nach dem Preuss. Idiom wäre denkbar; der Name 
klingt in obiger }'orm durchaus altpreussisch und erinnert 
an Molsehnen (alt: MalReinen) im Samlande, als den Stamm- 
sitz des Oeschlechts desscn genealogischer Zusammenhang 
mit den v. :Malzan nicht zu erweisen ist. Es erscheint 


um die :Mitte des 15. Jahrh. auf Pchsten, Canditten und 
Lykeim angesessen und endigt sich mit zwei. Töchtern, 
Gregors v. M., auch v. Loyden zu benannt , die zu An- 
fang des 16. Jahrh. in die Familie von Birckhahn heira- 
theten. 
I:) ohild: Von B. u. O. gespalten, vorn 2 g. Hasen- 
köpfe auswärts gekehrt übereinander hinten ein g. län
1! 
der Theilungslinie geführter Stamm aus df'm eine r. Trau be 
und darüber und dßrunter ein gr. Weinblatt hervor- 
gehen. 
He Im: g. spitzig ausgezacktes Sohirmbrett, oben mit 
einem Pfauen schwanz besteckt. 
Deckcn: b. 11. g. 


MaltUz, (Taf. 34.) 
Die in Preussen auf Markienen, dann auf Rau- 
dischken u. a. Gütern zu Ende des vor. Jahrh. etablirte 
Linie dicses alten vornehmen Mcis8nischen Oeschlechts ist 
nach Verilusserung des Orundbesitzes in diesem Jahrh. 
wieder erlo8chen. 
Schild: Achtmal von # u. w. quergestreift. 
Helm: :tj:-w. bewllIstet; Busch # Hahnenfedem, 
querbelegt mit einem r. Ualken. 
Deckcn: # u. w. 


ManteuU.el, (Taf. 34.) 
Mchrere Mitglieder dieses vornehmen Hillterpommori- 
schen Oeschlechts haben sich zu verschiedenen ZeittJn auf 
Gütern in Preussen niedergelassen, so zuerst auf 0811- 
laucken im Pr. Markischen zu Anfang des 17. Jahrh., 
dann zu Ende desselben auf Friedriohswalde, im vorigen auf 
Salau im Hauptamt Brandenbllrg und in diesem auf Kir- 
steinsdorf. Alle diese Linien sind aber wieder mit den 
Stiftern oder deren nächsten Nachkommen erloschen. 
Schild: W. mit r. Querbalken. 
Helm: Offener # ]'lug. 
Decken: r. u. w. 


Mauteuß"e1 gen. Szöge
 (Taf. 34.) 
Aus diesem Curliindischen Oeschlecht und zwar a. d. 
H. Rosen liess sich um 1640 ein Zweig in Preussen auf 
Schulkeim nieder; ein anderer erwarb zu Ende des 17. Jhrh. 
ein Gut im Hauptamt Memel. Beide Zweige erloschen 
bald wieder. 
t:!child: Quergetheilt, oben auf W. ein # Adler, 
UI1ten von B. W. O. und 'V. q11ergetltreift. 
Helm: Offener # Flug; der linke Flügel mit einem 
b. und einem g. Schräglinks-, der andere mit einem g. und 
einem b. Schrägrechtsbalken belegt. 
Dccken: # u. w. 


Marquardt I., (Taf. 84.) 
Obscbon zuverlässige Nachrichten die Hcrkunft der 
ausgestorbenen Herren v. M. in Preussen aus dem Hause 
Rauschwitz im Or. Ologauischen angeben - wie auch 
die noch blühenden, Tornämlich im Ermlande angesessenen 
v. M. gleichfalls aus Schlesien sich herleiten, - so führen 
doch einige Mitglieder jener Familie ein ganz anderes 
Wappen als die Schlesische. Der Ahnherr jener, George 
v. M., erwarb gegen Ende des 16. Jahrh. ein Gut im Ta- 
piauschen; seine Nachkommen Oüter imAngerburgischen. 
Der Letzte derselben, Christoph Ernst v. M., lebte 1713 
in Polen. 
Schild: 3 ins Schächerkreuz gesetzte altertbUmliche 
Löffel (oder dergl. S Kugeln auf StielenP). 


t 



 


" 


......
		

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			'.. 
, 



 


" 


" 


A USOESTORßENER PREUSSISCHER ADEL. 


Hel m: Wachsende ManllAfigUl', einen Löffel (Kugel 
mit I:;tiel) in der Rechten haltend. 
Decken: 
Anm.: 1:)0 na('h ..einem Siegel alls dem 17. Jahr- 
hundert. 


Marqllardt 11., (Tar. 34.) 
Vgl. den vor. .Artikel. Das der Schlesischen Stamm- 
linie zukommende. von mchreren Gliedern der Preuss. 
Familie auch geführte Wappen ist folgendes: 
.schad: R. mit w. aus g. Kl'one hervorwachsendem 
ROlIs. 
Helm: gekr.; das wachsende Ross. 
Decken: r. u. w. 


, 


Barscha", (Taf. 35.) 
Von dem alten Oeschlecht der Thüringer Erbmar- 
schälle auf Alten - Gottern , Herren - 00sser8tädt u. s. w. 
besass ein Mit,zlied, Adolph WilheIm v. M., Preuss. Major 
beim Inr.-Reg. Rohenlohe, (t 1807 o. E.,) vorübergehenden 
Grundbesitz in Preussen, nämlich Kinwangen und Melut- 
wielle im Rastenburgischen. 
S ohild: W. mit 2 r. SchafAcheeren nebeneinander. 
Helm: gekr.; 2 von r. u. w. quergetheiIte Büffel- 
hörner , jedes auswärts mit 4 ausgezackten von w. u. r. 
quergetheilten Fähnlein besteckt. 
Decken: r. u. w. 


]fars('hRII "011 llieberfoltein, (Taf. 85.): 
Aus diesem alten angesehenen Meissnischen Oeschlecht 
besass der 1786 verstorbene Preußs. wirkI. geh. Etats- 
und K 'ieg8minister, Oberheroldsmeister, Gesandter in Lon- 
don, Ritter des schwarzen Adler- und Johann.-Ordens und 
Chursächsischer Kammerherr J oh. August M. v. B. die 
Oüter Wandlack, Eichen Onie u. a. in den Aemtern Ger- 
dauen und Tapiau. Mit seinem Sohn dem Legationßrath 
Albrecht Friedrich M. v. B., der 1753 ohne Leibeserben 
starb und 
ie obigen Oüter, dazu auch noch Tolksdorff im 
Rastenburg'lsohen be8ass, erlosch diese Linie wieder. 
Schild: W. mit r. Gitter. 
Helm: r.-w. bewl1lstet; zwischen 2 von 'W. und R. 
übereck getheilten lIüffelhörnern ein r. Spickel mit :t:t 
Hahnenfedern. 
Decken: r. u. w. 


Marwitz, v. der M., (Tar. 35.) 
Oleichfalls nur vorübergehend 'War der Grundbt'sitz 
den ein Mitglied dieses alten e
ngebornen Oeschlechts de; 
:Nenmark, der Pr. Oeneral.m
Jor, Cher eines Cuir.-Reg., 
Amtshauptmann zu Lyk, Hemnch Carl v. d. M. in Preussen 
erwarb. Es war das Rittergut Sehilleningken nebst Zu- 
behör zn Senteinen, Moritzkehmen, Rinduppen. Milch- 
bude, Plauschwarren, Kalkappen und Bel'neiten im '1'ilsit- 

chen. Er hatte unterm 27. Decbr. 1713 den Indigenat 
1D Preussen erhalten. - Oanz andern Stammes war eins 
der ältesten bekannten Adel
geschlecht'.:r P
'eussens gl. S.. 
den es von dem Gute Marwit7. 1m Pr.-Hollandlschen ableitete. 
Es erscheint schon in den ersten Jahren des 14. Jahrh. 
und starb im folgenden aus. Sein Wappen ist zur Zeit 
noch nicht bekannt. 
Schild: B. mit g. ausgerissenem oben z'Weigetheil- 
tem mit stnmpfabgehauenen Aesten versehenen Baum- 
stamm. 
Helm: G.-gekleidetes wachsondes Frauenbild mit gr. 
Kranz auf dem Haupte inmitten eines offenen b. Fluges. 
Decken: b. u. g. 


. 


,., 


)(88&0"', (Tar. 35.) 
Altes vornehmes Geschlecht Hinter- Pommerns, von 
dem mehrere Zweige in Preu8Ben, jedoch ohne lange Daner 
begütert waren, zueIrSt 1718 der Capitain Ernst Christian 
v. M. auf Pieragienen im Insterburgischen , dessen Sohn 
unverehelicht und sein Neffe der Oberstlieutenant Oeorge 
Adrian T. M. auf Sacherau im Samlande 1714 starb, mit 
dem sich auch diese L;nie schloss. Zweitens der Oberst 
Joachim Anton v. M. auf KI. Steegen etr. 1753. Auch 
dieBe Linie hatte nur kurzen Bostand. 
Schild: W. mit 2 r. Querbalken. 
Helm: 2 wie der Schild gezeichnete und tingirte 
Büffelhörner. 
Decken: r. u. w. 


M8.Jlein, (Tar. 35.) 
Aehnlich wie den v. ]falsein das Malzanische, 80 
wird diesem mit Acht preuss. Namensendung versehenem 
Geschlecht, von dem sich nur wenige Mitglieder im 15. und 
Anfang des 16. Jahrh. nachweisen lassen, vcn den Preuss. 
Genealogen und älteren Wappenbüchern das Wappen der 
v. Maxen in der Oberlausitz beigelegt. Ob mit Recht 
würdon noch nicht bekannt gewordene l3iegel lehren. ' 
Schild: W. mit 3 gr. LindenblAttern 2. 1. 
Helm: gr.-w. bewulstet, gestürztes Lindenblatt, oben 
mit einem Busch # Hahnenfedern besteckt. 
Decken: gr. u. w. 


MR) deli, (Taf. 35.) 
Der ans Curland gebürtige Polnische Ober-Jäger- 
meister, Oberst und Kammerherr Dietrich Johann v. M. 
Starost zu Riga, besass die Oüter Doben, Deguhn Und 
Faulheydt! im Lötzischen, die sein Sohn 1667 verkaufte. 
Schild: Auf B. ein w. 8chrAglinks geführter, oben 
von 4, unten von 8 g. Kugeln beseiteter Strom, worin über- 
einander 8 r. linksgekehrte Fische. 
Re) m: w.-b.-w.-r. bewulstet; zwischen 2 w. Straus8- 
federn ein mit 7 Kugeln, 8. 3. 1, belegter prauenschwanz. 
Decken: links: b. u. w. 
rechts: r. u. w. 


Medt'm, (Taf. 35.) 
Von diesem vornehmen CurlAndisehen Geschlechte 
lies8 sich schon zu Anfange des 17. Jahrh. ein Zweig in 
Preussen und zwar im Angerburgischen nieder und besass 
auch Tilsewischken im Ragnitschen und KowaIken im 
Oletzkoschen. Der letzte Lehenträger AIexander Andreas 
v. M. auf Blandau war nach CurIand gegangen uud 1734 
verschollen. 
Schild: B. mit r. Jagdhorn mit g. BeschlAgen. 
Helm: Zwischen 2 w. StraUBsfedem das Horn senk- 
recht gestürzt. 
Decken: links: b. g. r. 
rechts: b. w. r. 


Meerrettig, (Tar. 35.) 
Von diesem altsächsischen besonders im Stift Naum- 
burg, namentlich auf Oleina lange gesessenen Oeschlecht 
erwarb Caspar Otto v. M. Ct 1624) Orundbesitz im Inster- 
burgischen und heirathete auch aus Preussen. Mit ihm 
erlosch aber diese Linie wieder. 
Schild: R. mit w. Lilie. 
Helm: gekr.; sechs Straussfedern, abwechselnd r. 
und w. 
Decken: r. u. "w.
		

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			48 


AUSOESTORBENER PHEU8S1SCHER ADEL. 


Mehlbeek, (Taf. 85.) 
Johann v. M. aus Preussen stammend, Preuss. Major 
beim Drag.-Regim. v. Btosch, wurde unterm 15. Jan. 1746 
in den Preuss. Adelstand erhoben, 1750 dimittirt, machte 
mehrere Stiftnngell in Oumbinnen und starb 17M ohne 
Leiber.erbeu. 
Schild: O.-gerändert, von W. u. B. gespalten, vom 
ein halber ;I: an die Theilungslinie sich anlehnender Adler, 
hinten 2 g. Sparren. 
Helm: gekr.: zwischen 2 w. Büft'elhörnern eine r. 
Standarte mit g. Bordüre. 
Decken: links: w. u. # 
rechts: b. u. g. 


Deier, lTaf. 35.) 
Unbckanntcr Heimath. Der Preuss. Ohcrst des Poso- 
dowskischen Drag.-Regim. Carl Friedril'h v. M. be8ass 
1745 und noch 1753 das halbe Out Gr. Paradil'R im Marien- 
werderschen. Er war ein Sohn des 1741 verstorbenen 
Preu8B. Obristen v. M. und starb 1771 als Generallieute- 
nant und Chef eines Drag. - Regim. unverehelicht. Ein 
anderer Zweig dieser Familie besa8s Oppin im Saalkreise. 
Schild: Quadrirt, 1 u. 4 vier gewellte Schrägrechts 
balken, 2 u. 8 Löwe. 
Hel m: gekr.; der Löwe zwischcn 2 Büffelhörnem. 
Dceken: 


Mei"'Nller. (Taf. 35.) 
Die Heimath dieses durch eincn Söldnerführer im 
Hülfsheer des D. Ordens in einer Linie in Preussen (auf 
Krumteich eic.) um 1466 begründeten Oeschlechts ist un- 
bekannt. Dcr Stifter hinterliess nur Töchter, die noch im 
15. J ahrh. starben. 
Schild: W. mit b. Querbalkcn, oben und unten von 
8 b. Sternen begleitet. 
Hel m: Offener, wie der Schild gezeichneter und tin- 
girter Flug. 
Decken: b. u. w. 


:1h.ri('ke I.. (Taf. 35.) 
Ein sehr altes angesehenes aU8 dem lllute deI' U r- 
einwohner Preusseus und speciell von t'inem edeln Sam- 
ländischen Withing Namens Skardaune 8tammendes, daher 
aueh Skardaunen, Skordennt'n, Scharden genanntes Oe- 
schlecht, das 8chon zu Anfange des 14. Jahrh. urkundlich 
nachweisbar ist und fast ausschliesslich im 8amlande nahe 
bei Königsberg seinen OrundbcRitz gehabt hat, von dem 
das Hauptgut Strittkeim ihm lange Jahrhunderte gehört 
Jlat. liIii.chstdrm besass es vornehmlieh Prowehren im 
Hauptamt Schaacken. Nur zeitweise stark an Mitgliedern 
verarmte es zuletzt und erlosch mit einem tapfern Officier 
Hans Sebastian v. M., der Prowehren verkaufte, bald nach 
1727, wO er im Löbenichtschen Hospital zu Königsberg 
lebte ohne Kinder aus seiner Ehe mit einer geb. Stach v. 
Oolzheim zu haben. 
Schild: Von W. u. # gespalten mit 3 Ringen mit 
verwechselten Tinkturen. 
Helm: 8 # Reiherfedern. 
Decken: # u. w. 


Mericke 11., (Taf. 36.) 
Vergl. .den vor. Art. Ein vorliegendes mit Unter- 
schrift Tersehenes Siegel eines Mitgliedcs dieser }'amilie 
aus dem Ende des 17. Jahrh. lAsst folgendes Wappen 
seheD: 


Seil i I d : Quadrirt, 1 u. 4 Vogel, 2 u. S b. schraffirt 
(#P) und leer. 
Helm: 3 Lilien auf bebll1tterten Stengeln. 
Decken: 


Mericke 111., (Taf. 86.) 
Oanz verschiedcn von dem vorigen Oeschlr.cht sind 
die M. im Preuss. Obelande, nach ihrem Hauptbesitzgut 
Borchersdorf im Preuss. Holliindischen auch 111. v. B. ge- 
nannt. Im 14. Jahrh. erkennbar, waren sie nie zahlreich 
und erloschen schon um 1540 im MannsRtamme. Die 
Töchter des Letzten seines Stammes heiratheten in die 
Familien v. d. Oelsnitz, v. Eysack, v. Auenwald, v. Queiss, 
v. Rcimann und v. Deutschcämmerer. 
8ehild: R. mit 2 ncbeneinanderaufgerichteten, etwas 
ausgebogenen Armen, der linke mit b., dcr andere mit g. 
Aermel beklpidet. 
Helm: die Schild figur. 
Deeken: r. u. g. 
Mf"ricke ,. Bor('''erHdorf' 1'-., (Ta£. 36.) 
Gewissermassen nachträf!liph erscheint an dieser Stclle 
das Wappen derer v. Borchersdorff, die schlechthin mit 
diesem lSamen vorkommen und von denen es zweifelbaft 
8ein kann, ob sie zum Stamme der v. M. gehören, da ihr 
Wappen ganz von dem der :bl. v. B. abweicht. Das folgende 
Wappen fühl't Matthias v. B., ein Edclknecht im Culmer- 
lande, wo dic M. v. Ho sonst nicht vorkommen. Auf sei- 
nem Siegel 1440 und hier lautet die Umschrift nur S. 
Mathie czv Borgersdorf. Auch sonst erscheinen die v. B. in 
We8tpreu8sen 1409 und 1450. Aber ein anderer Matthias 
sitzt 1512 im Liebemühlschen, also da, wo die 111. v. B. 
sonst wohnen. 
Schild: 2 über einen Knebelspiess ins Andrraskreuz 
gelclrte Pfeile. 
Hel m: (Muthmasslich Pfauenschwanz). 
Decken: 


"\ 


Merklit.henrade, (Taf. 36.) 
Eigentlich Markelingcrodc, auch Tolk v. M. und Lu- 
sian oder Lusian v. M., einc Linie auch Powarsche oder 
v. Powarschen nach ihrem Sirzgut genannt. V crgl. den 
Art. Lusian. Das ganze Gcschlecht erl08ch in Prcussen 
mit Albrecht v. M. auf LUReinen bald nach 1550, da er 
von seiner Oemahlin Anna v. Königsegg a. d. H. Mod- 
garb..n kt'ine Nachkommcnschaf
 hintcrliess. 
Wappenbleschreibung: siehe Lusian. 
MetzrR'U. (Taf. 36.) 
Altes Oberlau8itzisches Oe8chlecbt, von dem Joaehim 
v. M. das Gut Perschein in Arrcnde besass. Mit ihm, 
der 1632 von einem v. Oelssen erstochen wurde, endigte 
sich wieder diese Linie. 
Schild: Von W. u. R. sehriigrechtsgetheilt mit 6. g. 
auf dem Theilungsstrieh liegenden Rauten. 
Helm: r.-w. bewulstet mit gesehlossenem, wie der 
Schild gezeichnetem und tingirtem }'lug. 
Decken: r. u. w. 


4. 



(e)'elltlIRI, lTaf. 36.) 
Eine alte angesehene Friinkische ritterliche Familie, 
aus der Einige Mitglieder des D. Ordens in Preul!sen wa- 
ren und .:iner, Heintz v. M. für seine Soldforderungen 
sus dem BlIndeskriege (1454-66) die 'fharau'scben Güter 
im Oebiet Brandenburg verschrieben erhielt. Er hinter- 
liess keinen Sohn; seine Töchter heiratheten in die Fami- 
lien v. Schlieben und v. Rautter. 


'\ 


....... 


---
		

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			ArSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


S c h il d: B. mit w . Wolfseisen. 
Hel m: B. Flügel mit der Schildfigur. 
Decken: b. u. w. 


Jle,J'ssel, Mayssel, (Taf. 36.) 
Ein wahrscheinlich eingeborene8 Preuss. Oeschlecht, 
das sich aber erst im 15. Jahrh. urkundlich erkennen lässt. 
Es hatte im Samlande 8eine Güter, war stets arm an Mit- 
gliedern und erlosch um 1590 durch den Tod Wilhelms 
v. M. auf Corgciten, der wegen der an Christoph v. 
Burken (Borgk) verübten Entleibung enthauptet ward. Seine 
Schwestern heiratheten in die Familien v. Elditten, v. Auer 
und v. Bartsch. 
Schild: R. mit w. geharnischten aus dem Schildes- 
fus8 in die Höhe sich reckenden, einen g. Siegelring hal- 
tenden Arm. 
H cl m: Die Schildfigur auf einen rechts und links 
hinabgebogenen Busch r. Halmfedern. 
Deckcn: r. u. w. 


Micrauder, Freihorren, (Taf. 86.) 
Dcr Churbrand. Obcrst Ocorge Adolph v. :rol. wurde 
unterm 20. April 1682 in den Reichsfreiherrnstand erhoben, 
und dies unterm 29. AUKust ej. a. Churbrandenburgi8cher 
Seits anerkannt. Er starb 1723 oder 1724 (al. 1717) alB 
Prcuss. Of'nerallioutenant und Oouverneur von Frankfurt 
a/O. mit HinterIas"mng einer Tochtcr, welche die Preuss. 
Oüter ihl'os Vatert! nIaustein und L6ngenbfÜck orbte, abcr 
1738 wieder verkaufte. . 
Sc h i I d: Quadrirt mit r. Mittelschild, worin ein w. 
geharnischter Ritter mit blankem Schwert. 1. Von R. und 
W. 6mal quergestreift. 2. g. Löwe auf #. 8. g. ein- 
wlirtsgekehrter Löwe auf gr. 4. r. mit 3 w. Lilien 2. 1. 
H{'lm: a) 
b) 
Decken: 


',. 


.... 


MilewHki I., (Tar. 36.) 
Es sind drei verschiedene Familien v. M. zu unter- 
scheiden; die eine ist ein poloni8irter Zweig des noeh 
blühenden früher sehr ausgebreiteten, ursprünglich aus 
We8tpreussen nahe bei Rie8enburg herstammenden, einge- 
borenen Oeschlechtes v. d. Jdülbe. I<'abian v. d. M.-Milewski 
besas8 1634 Oüter im H.-A. Preu8s. Mark, ein anderer Zweig 
im H.-A. Sehesten, wo ihm zuletzt Pustnicken und ßredienen 
1755-1764 gehörte. AU8 dicsem Hause lebten um diese Zeit 
und später noeh mehrere S
hne,. deren Nachkommenschaft 
vielleicht noch jetzt, aber DIcht. 10 Preussen, blüht. 
Schild: Auf W. eine r. ZlDnenmauer. 
Helm: # Flügel. 
Decken: r. u. w. 



 


'\. 


MilC1nlki 11., (Taf. 86.) 
Ein dem Stamm nach von dem vorigen völlig verschie- 
(lenes Geschlecht sind die v. :r.f. im Lykschen; hier war 
Lorenz v. M. 1656 und 1675 angesesscn; seine Söhne 
waren sämmt1ich 1656 beim Einfall der 'fartaren in Preus8en 
von diesen fortgeschleppt worden. Ob zu diesem Oeschlecht 
auch die v. .M., 1608 im Rastenburgisohen angesessen, u. a. 
Triiger desselben Namens in Preussen gehören, werden 
deren resp. Siegel, die noch nicht bekannt geworden sind, 
ausweisen. 
Schild: Vogel, darüber 2 Rosen nebeneinandcr. 
Helm: Der Vogel. 
Deckcn: 
VI. .. 


., 
. 


49 


Itlile,,'ski 111., (Taf. 36.) 
Im Haulltamt Johannisburg besass Simoll v. M. Sub- 
judex terrae Lomzensis seit 1613 das Rittergut RakoweD 
und hinterliess 3 Söhne, denen das Out bit! 1682 gehörte. 
Nachkommen von ihnen lassen sich in Preussen nicht 
nachwei8en. 
Sc h i I d: Blau mit w. Hufeisen besteckt mit g. Kreuze, 
worauf t'in Rabe mit g. Ring im Schnabel. 
Hel m: gckr.; der Rube mit erhobenen Flügeln. 
D e ck{)n: b. u. w. 


ltliltitz, (Taf. 86.) 
Der Orundbesitz, den ein Mitglied dieses alten Meiss- 
nischen Ge8chlechts in Preusscn erlangte, war nur vor- 
übergehend. Heinrich v. M., F. Preuss. Rath, der 1535 
ehne Leibeserben starb, hatte 1533 das Amt Barthen Ter- 
schricben erhalten nnd besass ausserdem die Güter Pöhlen, 
Polkitten und Wickendorf im PreusR. Eylauschen. 
Schild: W. mit 8 :1+ Querbalken. 
Helm: gekr.; 2 w. Bülfelhörner belegt mit dem 
Dalken. 
Decken: :tt u. w. 


Miuek,,'Uz, (Taf. 87.) 
Ein altes angesehenes, aus dem Stift Naumburg 
stammendes Adelsgeschlecht, von dem sich Erasmus v. M. 
im letzten Viertel des 16. Jahrh. in Preussen niedcrlie8S 
und mehrcre Oüter im Samlande, besonders Quullditten 
erwarb. Seino nie ausgebreitete Nachkommensehaft er- 
losch kurz vor 1737 mit dem Capitän v..M. im Mannes- 
stamm, der nur eine Tochter hinterlies8. 
Se h i I d : W. und # durch einen senkrechten dreifachen 
Spitzenschnitt getheilt. 
Helm: gekr.; Von W. und R. quadrirte Kugel, be- 
steckt mit 5 abwechselnd w. und # Strau8s- (oder auch 
Hahnen-) Federn. 
Decken: # u. w. 


Mocki, lTaf. 87.) 
Polnischen Ursprung8 und 8eit ca. 1740 in Preussen 
(Ermland) begütert, wo ihnen Parkitten gehörte. Der Lctzte 
war Stanislaus v. M. 1814 Capitän von der Landwehr, der 
nur eine Tochter hinterliess. 
Sohild: W. mit # stehenden links gekehrten bogen- 
schiessenden Mohren mit r. Haupt- und Stirn binde. 
Helm: Der Mohr wachsend. 
Decken: # u. w. 


MotUibok, (Taf. 37.) 
Ein im 15. Jahrh. in Westpreussen ansässiges altes 
Adelsgcschleoht, von dem nur wenig bekannt ist. Die 
Erbtochter heirathete in die Familie v. Balinski. 
Schild: B. mit 8 w. ins Schäoherkreuz gestellten 
Stierhörnern. 
Helm: fI Reiherfedern, abweohselnd b. u. w. 
Decken: b. u. w. 


Mogilo" ski, (Taf. 37.) 
Mogilowo im Sandomirschcn ist das Stammhaus dieses 
Ocschlecht!:!, aU8 dem sich Jacob v. M. 1717 durch Erwerb 
von Salluschken in PreU8sen nicderliess. Er erwarb nach- 
her noch mehrere andere Guter im Ncidenburgischen; cbenso 
auch sein Bruder. Beide hinterliess(>n Söhne, die zum TbeU 
in Preus!I. Militärdiensten standen. In Preussen ist diese 
Familie, so viel bekannt, erloschen und führte nicht da8 
'Wappen Lubicz, sondern das naehstchende. 
13
		

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			''t 


50 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Sc h il d: Ein hintcr einer Hürde hervorwachsender 
w. Widder auf R. 
Helm: gekr.; der wachsende Widder. 
Decken: r. u. w. 


Möhlen, (Taf. 37.) 
Ein altes eingeborenes Oeschlecht dcr Neumark Bran- 
denburg, daß hier und überhauI,t im vorigen Jahrhundert 
erloschen ist, nachdem es dem Preuss. Heere mehrere sehr 
verdiente Officieregeschenkt hatte. - Lichtenow und Hohen- 
Cartzig waren dort ihre Hauptgüter. :Nach Preussen wurde 
das Geschlecllt kurz vor 1632 durch J08chim v. M. Chur- 
brand. Capitän verpflanzt, dessen Sohn Ernst Ludwig v. M. 
Oberstlieutenant die Oüter Radnicken, Gautken und Damerau 
im Samlande erwarb. Er hinterliess einige Söhne, aber 
mit ihnen verschwand die Familie aus Preussen. 
Schild: W. mit # gestürzten Anker zwischen 2 
r. Rosen. 
Helm: 3 gr. beblätterte Rosenstengel, jeder oben 
mit 8 r. Rosen versehen. 
Decken: r. u. w. 


Mohr, (Taf. 37.) 
Unbekannter Herkunft und Hcimath. Nicolaus Heinrich 
v. }I. Poln. Rittmeiter (t 1688-) liess sich zuerst in Preussen 
auf dem Oute Bündtken bei Saalfcld nieder. Seine Nach- 
kommenschaft erlosch mit einem seiner 3 Enkel, dem 
Lieutenant George Adam v. :M., der bis 1771 Barschnicken 
im Fischhausischen besass und nur eine an den Lieutenant 
v. Scharden verheirathete Tochter hinterliess. 
Schild: O. mit einen linkshingewendeten bogen- 
schiessenden Mohren. 
Helm: 2 w. Pfeilspitzen aufwärts und unten spitz 
zusammengesetzt. 
Decken: :J:I: u. g. 


Mohrenberg, v. Baratowitz u. M., (Taf. 37.) 
Den Adelsstand erwarb Oregor v. M. vom Könige 
Wladislaw von Ungarn durch Diplom vom 15. Octbr. 1497. 
Einer seiner Nachkommen der auch in Schlesien auf Or.- 
Schottgau ansässig war, erwarb in verschiedenen Theilen 
Preussens mehrere Oüter und batte 1626 und 1630 das 
Amt Lochstädt in Pacbt. :Mit seinem Sohne, dem Preuss. 
Major Andreas Friedrich v. M., der besonders im Sam- 
ländischen Oüter besass, erlosch kurz vor 1713 wieder 
die!!es Oeschlecht in Preus!!en, da er nur zwei Töchter 
hinterliess. 
Schild: O. mit einem auf gr. Hügel stehenden, mit 
w. Kopf- und Hüftbinde versehenen vor sich hin ge- 
kehrten Mohren, der einen gr. Kranz in der erhobenen 
Linken hält. 
Helm: gekr.; der Mohr wachsend. 
Decken: :J:I: u. g. 


Möller, (Taf. 37.) 
Schwedischer Adel8tand für Heinrich M. vom 27. Jan. 
1654. Der Preuss. Oberst v. M. besass zu Or.-Lentzk im 
Soldau'schen ein Rittergut vor ca. 90 Jahren; mit ihm ist 
diese Linie wieder erloschen. 
Schild: Von R. und B. gespalten mit 3 w. (1. 2. 
gestellten) Figuren, die aus 3 ins gestürzte Schäcberkreuz 
ge8tellten zusammenhängenden Pfeilspitzen gebildet sind. 
Helm: g. b. w. r. bewlllstet: 3 Fahncll, eine g. 
zwischen 2 b., die beiden erstern linkshin flatternd, die 
mittlere von einer b. und einer w. Straussfeder einge- 
schlossen. 


Decken: links: b u. g., recbts: r. u. w. 
Anm.: Das Siegel des genannten Obersten zeigt die 
Schildfiguren, etwas anders gcformt, auch fcblen die 
Fahnen auf dem Helm. 


Mörller, (Taf. 37.) 
Ein bekanntes Brandenburgif\Ches noch blühendes 
Adclsgeschlecht, von dem ein Mitglied, der Churbrand. 
Oberst z. Pf. Oberforstmei!!ter der Altmark u. s. w. Wil- 
helm Adam v. M. 1682 den Indigenat in Preussen erhielt 
und das Out Blankenau erwarb. Mit ihm erlosch diese 
Linie wieder. 
Sc h il d: O. mit qllerliegendem stumpf geasteten br. 
Baumstamm, aus dem oben 3 gr. gezackte Blätter hervo'r- 
spriessen. 
Hel m: gekr.; inmitte cino!! offcnen g. Fluges ein 
dergi. Blatt. 
Decken: g. u. gr. 


ltlortanJ;en, (Taf. 37.) 
Vornehmes cingebol'nes Oeschlecht Preu8sens, dessen 
Stammsitz gl. N. boi Löbau liegt. Seit dem U. Jahrh. 
bekannt, gelangte es im 15. zu hohen Ansehen, besonders 
durch seine Stellung im Preust!. Bunde. Zahlreiche höhere 
Würdenträger in Poln. Preussen im 15. und 16. Jahr- 
hundert. Es erlosch mit Ludwig v. M., Hauptmann zu 
Oraudenz und Schön eck 1616. Hauptgrundbesitz im 
Culmerlandc, im Oraudenz'schen und theilweise auch in 
Masuren. 
S oh ild: O. mit 2 r. ins Andreaskreuz gesetzten Raub- 
vogelfüssen. 
Helm: Die Schild figur, jedoch umgekehrt, die Krallen 
nach oben geriohtet. 
Decken: r. u. g. 
Mosel, (Taf. 37.) 
AltritterIiches Oeschlecht Sachsens, wo sein gleich- 
namiger Stammsitz an der Mulde unweit Zwickaus liegt. 
Caspar v. d. M. erwarb die stattlichen Norkittischen Oüter 
im Insterburgischen und besass sie 1520; naoh seinem Tode 
kamen sie auf den zweiten Gemahl seiner Wittwe, den 
Preuss. Cammermeister Christoph v. Oattenhofen. 
Schild: B. mit 2 g. Schrägrechtsbalken, begleitet 
oben von 2, unten 3 g. Sternen. 
Helm: gekr.; geschl08sner b. Flug, dessen oberer 
:l!'lUg el wie der Schild gezeichnet und tingirt ist. 
Decken: b. u. g. 


, 4 


'" 


Moscwitz, (Taf. 37.) 
Unter diel!em Namen blühte ein Zweig des alten 
Lausitzischen Oescblechts v. Muschwitz in Preussen, wo 
zuerst der Söldner D. O. Hans v. M. das Out Oerlaohs- 
dorf im Balgischen als Pfand 1468 inne hatte. :::leine 
Nachkommenschaft, wenig zahlreich und in dürftigen Ver- 
hältnissen, erlosoh im Mannesstamm 1612 mit Heinrich 
v. M. auf Wilkenitten und Splendienen, von dessen Töch- 
tern eine in die Familie v. Kannacher heirathetc. 
Schild: B. mit r. vor sich hingewendeten Stierkopf. 
Hel m: Die Schildfigur zwischen 2 b. Büffelhörnern. 
Decken: r. u. b. 


.M.OM8C(')(, Mossegk, Taf. 38.) 
Eingeborenes Oescl1lecht Preussens, in Westpreussen 
in den Oebieten Stuhm, Oraudenz und Strass burg im 
15. Jahrh. mehrfach vorkommend und zur Bundesritter- 
schaft gehörig. Peter v. M., der als der Letzte seines 


, 


'"
		

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			AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


51 


Stammes erscheint, besass 1467 Laxdoyen im Rasten- 
burgischen. 
S ch Ud: # mit 3 w. Pfi\hlen. 
Hel m: Offener, wie der Schild gezeichneter und 
tingirter Flug. 
Decken: # u. w. 
Mroczek, (Taf.38.) 
Ein Polnisohes naoh Prel1ssen eingewandertes Oe- 
sohlecht von dem sich ein Mitglied 1665 M.-Mrocki genannt 
Kaminski schrieb
 Jacob v. M. liess sich um 1560 im 
Hal1ptal1lte Lyck n
eder. Als der Letzte .seines Stammes 
in Preussen erschelDt der 1744 lebende Lleutenant v. M., 
Sohn Christians v. M. auf Kutzen und der A. D. v. 
, Wegnern a. d. H. Ml\linowken. Die Preuss. Linie erhielt 
ihren Adel unterm 26. Septbr. 1685 von der Preuss. 
Regierung anerkannt. 
Schild: R. mit w., oben und auf dcn Stollen je mit 
einem g. Kreuz besteokten Hufeisen. 
Hel m: gekr.; =1* mit w. Pfeil querdurchschossener 
Adlerflügel. 
Decken: r. u. w. 


'
 


Mudschie(lIcr, (Taf. 38.) 
Auch Mutschidler, Modschidler, Mutschler, FI'änkisches 
aus dem Hause Oerau 
tammendes Oeseblccht, von dem 
zuerst der Stallmeister des Hochmeisters Markgrafen Albrecht 
N. N. v. M. um 1515 nach Preussen kam. Sein Sohn 
Heinrich erwarb Orundbesitz in Preussen mit dem Out 
pomehnen im Fischhausisohen. Seine Nachkommenschaft 
war einig-ermassen zahlreich und theilte sich in mehrere 
Linien. Der Hauptzweig erlosch zu Anfang des 18. Jahrh.; 
die Nebenlinie in Masuren auf Bogatschöwen, Kl.-Rogallen 
und Rakowen im Mannsstamme erst vor einigen Decennien. 
Schild: # mit g. sC]lwebenden Kreuz. 
Hel m: Das Kreuz inmitten eines offenen # Fluges. 
Decken: # u. g. 
An m.: Dieses und nicht das Wappen der M. v. 
Reinsbronn (v. Lededur Adelslex. II S. 128) führte das 
PreusR. Oesehleoht. 


" 


M1Hheim, (Taf. 88.) 
auch Mühlheim, nicht, wie oft geschehen, mit den v. 
MüUenbeim zu verwechseln. Die Familie stammt aus 
Deutschland' Johan n v. M. aus Cöln gebürti
, liess sich 
als Handelsherr in Königsberg und dann in Danzig nieder, 
wo er 1588 starb, nachdem ihn K. Siegmund III. von 
Polen unterm 8. Aug. 1569 renobilitirte und ihm den 
Indigenat in Polen und den incorporirten Landen verliehen 
hatte. Seine Nachkommenschaft crwarb stattlichen Grund- 
besitz in Preussen, blieb aber theilweise noch in Königs- 
berg wohnen. Capustigel und Wundlacken waren deren 
Hauptgüter. Nicht lange vor 1750 veschwand die Familie 
aus Preussen und liess sich in 
er Neumark nieder, wo 
ihr noch vor 20 Jahren Mohflm und Uulden im Kr. 
Königsberg gehörten. 
Schild: B. mit w. auf gr. Rasen schreitenden, mit 
einen w. Pfeil durch den Hals geschossenen Hirsch. 
Helm: gekr.; der Hirsch wachsend. 
Decken: b. u. w. 
An m.: Der Enkel des obigen J ohann,. der Churbrand. 
Preuss. Rath Friedrioh v. M. auf Capustlgel, Olommen, 
Or.-Scbwansfeld etc. Pfandherr der Aemter Oeorgen- 
burg und Salau erhielt 24. Novbr. 1647 ein Renobilitir- 
ungsdiplom und muss dabei sein Oeschleoht auf die EI- 
sässischen v. MüUenheim zurüokgeführt haben, denn sein 
Siegel zeigt einen gespaltenen Schild, vorn der Hirsch, 
hinten die Müllenheim'sche Rose. (S. d. folgend. Art.) 


'\. 


'J 



üllellheim, (Taf. 38.) 
Altes vorncbmes Oeschleoht des Elsasses, wo die 
Stammlinie noch zu Ende des 17. Jahrh. blühte. Gerhard 
v. M. a. d. h. Lohrhausen, zulctzt Poln. Oberkamrnerherr, 
Ober jägermeister etc. (t 1673) erlangte 1635 den ]ndigenat 
in Polen und erwarb späterhin bedeutende Oüter in Ost- 
preussen, namentlich im Samlande und bei Tilsit. Pusch; 
kaiten im Brandenburgischen wurde nachher das Hauptgut. 
Den Orundbesitz verlor die Familie in Prcussen in den 
ersten Jahren dieses Jahrhunders; Nachkommen sind noch 
jetzt ausserhalb Preussens vorhanden. 
Schild: W.Rose in r. mit g. Einfassung versehenem 
Felde. 
Hel m: Vor einem g. mit Pfauenfedern besteckten Schaft 
eine r. Mütze, hinter deren g. Stulp die w. Rose des 
Schildes halb hervorkommt. 
Decken: r. u. w. 


MtiJlchow, (Taf. 38.) 
Mehrere Linien dicses alten hinterpommerischen Oe- 
schlechts haben 8ich zu verschiedencn Zeiten in Proussen 
niedergclassen und bald wieder aufhörende Linie begründet. 
nämlich a) eine im Lyckschen und Pr. Holländischen, Ende 
des 16. Jahrh., b) im Pr. :Markischen kurz vor 1150, 
c) Ebendaselbst seit 1713 bis ca. 1740, d) im Neiden- 
burgischen kurz vor 1713. Alle diese Zweige sind nach 
kurzer Dauer wieder erloschen. 
Schild: w. mit 3m.g.Binden versehenen, 2.1. links- 
hingestellten Mohrenköpfen. 
Helm: 5 gr. gezackte Blätter oder Palmzweige. 
Decken: # u. w. 


Murra)", (Taf. 38.) 
Schottisches Oeschlecht, von dem der l'oln. und 
Schwedische Oberst Jacob v. M. 1649 die Oüter Oeriken 
und Bündtken im Hauptamt Pr. Mark acquirirte, aber 
bald darauf starb. Er hatte ausser 2 Töchtern (der Oe- 
neralin v. Gaudy und Majorin Horch) zwar einen Sohn, 
der noch 1652 lebte, von dem aber weiter nichts be- 
kannt ist. 
Schild: B. mit 3 w. Sternen 2. 1. 
Helm: 
Deoken: b. u. w. 


Myhlen, (Taf. 38.) 
auch Mylau, Milen, Mihla, jetzt Mühlau. Aus diesem 
bekannten angcsehenen Lausitzischen Oeschlechte, aus dem 
Mehrere delD D. O. im Bundeskriege (1454-66) als Söldner 
dienten, liess sich einer derselben Bernhard v. d. M. in 
Preussen nieder. Von seiner Nachkommenschaft die in 
den Hauptämtern Brandenburg und Memel ihre Oüter 
besass, zeigen sich die Letzten im Jahre 1591. Eine andere 
Linie die um 1550 Seifried v. M. auf Oilgenau begründete, 
erlosch mit den Töchtern des 1652 verstorbenen Felix v. M. 
auf Oilgenau. ' 
Schild: Gespalten; vorn auf W. ein r. einwärts auf- 
springender Wolf, hinten auf R. ein g. Querbalken. 
Helm: gekr.; der Wolf wachsend, ein # Schaaf im 
Maule tragend. 
Decken: links: r. u. w. 
rechts: r. u. g. 


, 


"1'len v. der M., (Taf. 38.) 
Die Preuss. Familie dieses Namens führte dasselbe 
Wappen, welches dem 1703 am 18. Aug. in den Preuss. 
Adelstand erhobenen, Preuss. Capitän Heinrich Ernst v. d. M.
		

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			52 


ACSOESTORßENER PREUSSISCHER ADEL. 


ertheilt wurde. Sie wurde von dem Churbrand. Preuss. 
Secretär J!"gidius v. d. M., der aus einem sltadel. hol- 
ländischen Oeschlecht zu I!tammen angab und 1681 das 
Out Oallgarben im Samlande erwarb und zuerst F. S. 
Lauenburgischer Kreis-Commissar gewesen war, begründet. 
Sein Sohn gl. N. Preu8S. Capitän erhielt 1715 den Preu6s. 
Indigenat. Mit den Enkeln de8 Letzteren, die auch andere 
Oüter besassen, starb die Preuss. Linie im. Jahre 
1788 aus. 
S c h il d : O. gerändert und b. mit r. senkrecht ge- 
stellten Degen mit g. Oefäss. . . 
Hel m: gekr.; ein geharDlschter, den Degen SChWlD- 
gender Arm. 
Deckcn: b. u. w. 


Nachtrab, (Taf. 38.) 
Ein seinem Wappen nach zu schliessen, ursprünglich 
polnisches nicht mit dem noch heute im Nas8auischen 
blühenden' Oeschlecht gl. N. zu verwechl!elndes, das sich 
zuerst zu Anfange des 16. Jahrh. im hcutigen Masuren 
und zwar im Amte Hohnstein auf Waplitz, Saiten und 
Wiersbau ansissig zeigt. Nach geringer Ausbreitung er- 
losch die Preuss. Linie in der ersten Hälfte des 17. Jahrh. 
Die Letzten waren die 1625 lebenden Vettern Samuel und 
Kilian d. J. v. N. und ihr Oheim George v. N., 
simmUich auf Lindenau. 
8child: Auf R. ein g.miteinl'mw.Kreuz bestecktes 
Hufeisen, auf dem ein Rabe mit g. Ring im 8chnabelsitzt. 
Hel m: Die Schildfigur ohne den Raben. 
!Jecken: r. u. g. 


l\"agel, (Tat. 88.) 
Anscheinend stammt aus Curland die Preuss. }'amilie 
obigen Namens. Seinen Ursprung hat das Oeschlecht in 
\Vestpl1alen, wo es noch jetzt, besonders im Krei8e Lü- 
dinghausen begütert ist, ausllerdem noch in der Uhein- 
provinz in dem Kreisen Duisburg und Oeldern. Der PreUBs. 
lIajorJou.c.him v. N. be.s8B8 Achthuben im Mohrungischen 
1694 und noch 1713. Er hatto keine Söhne, sein Bruder&- 
Mohn Caspar v. N. stand 1722 beim Inf.-Regiment v. 
Bechefer. 
Schild: W. mit r. sn der Peripherie mit halblilien- 
förmigen Ornamentcn besetzten Spange. 
Helm: Die Schild figur inmitten eines offenen w.Fluges. 
Decken: r. u. w. 


l\"arzi"uoIki, (Taf. 38.) 
Alte.s vornehmes .Polnisches OCl!chlecht, das von ca. 
1620 ab Biallutten bis gegen Ende des 17. Jahrh. besus. 
Die Erbtocbter vermählte lich viernlal mit Mitgliedern 
der F81IIiiien Y. I'ent.l:ig, v. Wernsdorf, v. Dembski und 
v. DraUBcbwitz. UngewiSB ist, ob zu dieser l<'amilie 
Hans v. N. gehört, der lli85 im Soldauise.hcn ein Out hatte. 
Sohild: B. mit w. oben mit w. Kreuz besteckten 
Hufeilleu, das einen r. abwärts gekehrten Pfeil ein- 
schliesst. 
Helm: # mit dem Pfeil wagrecht rechtshin durch- 
schossenen Flügel. 
Dccken: b. u. #. 



atftIi8, (Taf. 89.) 
Jean de N. aus Montauban gebürtig, ein Uefugie, 
trat in Churbrsnden burgische Kriegsdienste und t 1754 
als Oberst und Oouvel'neur von NeufchAtel. Von seinen 
drei Söhnen beS.SB Paul v. N., lliuletzt Pre8BB. Oeneral- 
major und Chef eines Garnison-Regiments l t 4. April 
1789) das Ritte11gUt Bllrsobnicken im FischbaDsisohen. 


11. 


Schild: B. mit einem w. auf WeUen sohwimmenden 
Boot (Arche :Noäh) oben von einem Halbkreise w. Kugeln 
(Regenbogen!') umgeben, darüber ein schwebender Adler. 
Den Schild deckt eine grosse ad€>lige Krone. 
l\"auen, N. gen. Kochen, (Taf. 39.) 
Auch Mauen gen. Cochen, unbekannter Herkunft und 
Heimath. Christian v. M. (N.) gen. K. erheirathete mit 
seiner Oemahlin geb. v. Medem verw. v. Koschkub und 
T. Marqusrdt das Rittergut Kosacken imAngerburgisohen 
und bellass es 1663. Nachkommen von ihm sind nicht 
bekannt geworden. 
Sc h il d: lSiebenblättcrige Pflanze mit ausgerissener 
Wurzel. 
Hel m: Schildfigur. 
Deoken: 


l\"eerltoJl. ". 1I0Iderbel'g, (Taf. 39.) 
Ein 10litglied dieser säcbsillchen }'amilie, der Capitän 
v. N. erwarb .die Oüter Warglitten und Platteinen im 
Amt- Hohnstein in Preussen, die er wiedcr im Jahre 1800 
verkaufte. 
Schild: Quadrirt; 1. u. 4. Löwe 2. u. 3. schräg- 
rechtsliegender beblätterter Zweig. 
Hel m: gekr.; der Löwe wachsend. 
Decken: 


Ne....illgen, Nenninger (Taf. 8\1.) 
Aus Schwaben stammend liess sich dies Oe8chlceht 
zu Anfange des 16. Jabrh. mit zwei Brüdcrn in Prcussen 
nieder, von dcnen der eine beim Bischof von Ssmland in 
Dien.sten stand, der andere Caspar v. N. (t 15M) das 
Rittergut Schwitten im C. A. Madenau erwarb. Sein 
Stamm erlosch in Preul!sen mit den Söhnen seines Enkels 
Wolf auf Schwittcn und Polennen (t 1605) Wolf und 
Wolf Ocrlach v. N.; von den Schwestern derselben brach- 
ten lliwei we Oüter ihren Ehemännern aus den Familien 
v. Wolffen und Köhn v. Jaski zu. 
Schild: G. mit halbem r. Hirscb. 
Holm: Schildfigur (der Hirsch wachsend). 
Decken: r. u. g. 
NeHse, lTaf. 89.) 
!Jur aus .Pommern gebürtige l'reuss. Major SiegmHnd 
Friedrich v. N., der bei Torgau 1760 als Commandeur 
eines Orenadierbataillons fiel, besasll die Oüter Kohsten, 
Paulienen und Schauklittcn im Pr. EylaU8chen. Seine 
Ehe mit einer geb. v. Ostau war kinderlos. 
S ch i 1 d: Oellpslton, vorn ein halber an die Theilunga- 
linie sich anlehnender Adler (# auf w. P) hinten ein 
Nesselblütt (gr. auf g. P). 
Helm: 
Decken: 


,. 


l\"ett4"l"orst., ('rsf. 39.) 
Vornehmes Curliindisohes Geschlecht, das sich mit 
den Brüdern Christoph und Eberhard (Curländ. Oberst- 
lieutenünt) v. N. auf l!tattliohen Oütern in den Haupt- 
ämtern !'r. Mark, Fischhau8en, Ragnit und Rüstenburg 
niederliess. Ihre Naohkommensohaft war sehr zaWreich 
und duroh mehrere höhere Civil- und Militärpersonen aus- 
gezeichnet. Als Letzter zeigt sich in .PreDsllen der Oberst 
und Chef eines Oarnisons-RogimentR George Ernst v. N., 
auf Rudwangen, der im Juni 1757 ohne Söhne starb. 
S eh ild: Gespalten, vom auf g. ein r. aufspringender 
Windhund mit w. HalRbande, hinten auf R. 8 w. pfahl- 
weise geRtellte Ro
en. 


, 


--
		

/Pomorze_030_14_057_0001.djvu

			\. 


-, 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


58 


Helm: R.-w. bewulstet; der Hund wachsend inmitten 
eines offenen Fluges. 
Decken: liuks: r. u. g., rechts: I'. u. w. 


. 


Ne.ulorß
 v. '1'II1Iluberg-N o,,'owie)'ski (Taf. 39.) 
Ein deutsches polonisirtes Geschlecht in Westpreussen, 
das sich bald v. Th., bald v. Tb. sonst v. N. und zuletzt 
v. Th.-Nowowieyski schl'ieb. Es erscheint zu Ende des 
15. Jahrh. in Preussen begütert, war stets arm an Mit- 
gliedern und erlosch bald nach 1640 mit Lukas v. Th.-N. 
Schild: Quergetheilt; aus der untern von B. und w. 
viermal quergestreiften Hälfte wächst in das obere g. Feld 
ein r. Löwe hervor, der einen r. Ring in der Vorde\'o 
pranke hält. 
Hel m: Der Löwe wachsend. 
Decken: b. u. w. 


! 



('..ellllo", Neuhofen, (Taf. 39.) 
80 schrieb sich det;jenige Zweig des alten West- 
phälisohen und CurläDllischen, 1811 erloschenen Oeschlechts, 
der sich mit Wigand v. N. in Preussen niederliess. Dieser 
erwarb hier das ansehnliohe Ritter
ut Markienen im Barten- 
steinischen 1469 und sodann auch Schll'nklitten. Das erstere 
brachte 8eine Enkelin als Erbtochter ihrem Oemahl Phi- 
lipp v. Prömock zu, aber noch 1552 wird ein Hermann 
v. N. im Bartensteinischen genannt, der jedoch aus West- 
phalen dorthin eingezogen gewesen sein muss. 
Schild: B. mit 10 g. in 3 Reihen zu 3. 4. 3 ge- 
stellten Ringen. 
Helm: 2 lange braune Ohren. 
D eoken: b. u. g. 


.. 


Nickeritz I., (Taf. 39.) 
Ein in seiner Hoimath Meissen wenig bekanntes und 
ausgebreitetes, im OrdensstaatPreussen durch mehrere höhere 
Beamte, darunter einen Orosscomthur, ausgezeichnetes Oe- 
schlecht, von dem im grossen Bundesk1-iege (14M-66) 
mehrere als Ordens8ö1dner dienten. Zwei derselben, Bal- 
thasar und Oeorge v. N. erwarbon Orundbesitz in Preussen, 
aber nur der erstere, dem Schönau und Protheinen im 
Pr. Markischen gehörte, pflanzte seinen Stamm weiter fort 
der zahlreiohe Sprossen trieb. Zuletzt schmolz dio Familie, 
der Lippitz, Paudelwitz, Lixeinell und Weskenitten zuletzt 
gehörten, sehr zusammen und erl08ch um das Jahr 1800 
mit den 1746 gebornen Preuss. Capitän Friedrioh Leopold 
v. N. auf Theerwisoh-Wolka u
d KOBchlau, der kinderlos 
starb. Sein Bruder lebto 1766 lD Curhmd, seine Schwester 
heirathete in die Familien v. Orote und v. Streng. 
S chi I d: B. mit 4 biirtigen mit turbanartigen Mützen 
bedeckten nach vorn gekehrten Köpfe? 1. 3. gestellt. 
Helm: Drei solche Köpfo nebeneIDander. 
Decken: b. u. w.P 
Anm.: So wurde das Wappen zuletzt geführt, andere 
zumeist in älteren Wappenbüohern angegebene Formen 
sind folgende. 


, 



 


NickerUz 11., (Taf. 39.) 
Verg!. d. vorigen Artikel. 
B 0 h i I d: Auf R. 3. weisse naoh vorn gekehrte bärtige 
Köpfe 1. 2. gestellt und mit w. turbanartigen Mützen bo- 
deckt. 
Hel m: Die 8 Köpfe neben einander gestellt jeder 
oben mit einer breiten Reiherfeder besteokt, die erste :f:I:, 
die mittlere w., die dritte r. 
Deoken: r. u. w. 
VI. t. 


&. 


-- 


Ni('kerUz 111., (Taf. 39.) 
Nach dem Hennebergerschen Adels-Manuscript (auf 
der Wallenrodtscben Bibliothek zu Königsberg in Pr.) 
ist der 
Schild: r. und enthält 6 w. Kugeln oder ?tlünzen 
3. 2. 1. gestellt. 
Die Helmzier ist dort nicht angegeben. 


NiebelschUtz, (Taf. 39.) 
Nur vorübergehend war der Orundbesitz, den einige 
Mitglieder dieses alten adeligen Schlesischen Oeschlechts 
in Preussen erwarbep. Es waren die drei Brüder Ludwig, 
Nicolaus und Urban v. N., die kurz vor Aufhebung der 
Ordensherl'schaft in Preussen dorthin 
ingen und zum Theil 
bei dem Herzoge Dienste nahmen. Sie stammten aus dem 
Hause Oiesmannsdorf bei Sprott8u und erwarben Poggen- 
dorf und Hasselberg im H. A. Brundenburg. Von keinem 
sind Nachkommen in Preussen geblieben. Hundert Jahre 
später liess sich aber noch ein anderes Familienglied vor- 
übergehend in l'reussen nieder. Wolf Christian v. N. der 
Burglehn Steinau und Kl.-Gafron in Schlesien besass. Er 
hatte das Gut Wilmsdorf im Pr. Markischen in Pacht, 
starb um 1644 und hatte anscheinend nur Töchter. 
Sohild: B. mit 2 w. einanderzugekehrten Schwanen- 
hälsen. 
Helm: Die Schildfigur, dazwischen ein r. oben mit 
3 Stral1ssfedern, einer w. zwischen zwei b. besteckten 
Schaft. 
Decken: b. u. w. 


N iederbacl1 I., (Taf. W.) 
Dem ältesten Theile ihres Stammbaumes zufolge stammt 
die Preuss. Linie aus Franken. Ihr Begründer war Nico- 
laus v. N., der 1508 das Out Markehnen in C. A. Thieren- 
berg im Samlande erwarb und 40 Jahre lang Kämmerer 
dieses Amtes war. Schon mit seinem Enkel, Christoph 
Oeorge v. N., der 1626 bIMsinnig lebte, erlosch die Predss. 
Linie wieder. Er hatte noch zwei Schwestern. 
Schild: Von g. und :f:I: quergetheilt; auf der Theil- 
ungslinie stehon nebeneinander 2 gr. Lindenblätter (oder 
Seeblittter!' ). 
Hel m: Ein dergl. Blatt zwischen 2 Straussfedern, einer 
g. und einer :f:I:. 
Deoken: g. u. #. 
:\" ied('rba('h 11., (Taf. 40.) 
Einige Preuss. handschriftl. Wappeubücher, namentlich 
die Raabischo ::3ammlung auf der v. Wallen l'odtschen Biblioth. 
zu Königsberg geben der PreusR. Familie v. N. das nach- 
stehende Wappen, was aber falsch ist, da Adrian v. N. 
1585 mit dem vorbeschriebenen Wappen siegelt. 
Sc h iI d: R. mit w. wellcnförmig gezogenen Schräg- 
rech(sbalken, worin 3 b. Fische übereinander. 
Hel m: Die Fische gestürzt und untcn spitz zus ammen- 

esetzt. 
. Decken: r. u. w. 
Anm.: Eine Variante zeigt den Schrägbalken, ohne 
die Fische, aber oberhalb und unterhalb von je 8 links- 
hingekehrten Fischen begleitet. 


Nicroth, (Taf. 40.) 
Livländisches Oesohlecht, von den Carl v. N. 26. Juni 
1706 den 8chwedischen Orafenstand erwarb. Ein Mitglied 
dieses Zweiges erheirathete mit seiner 
emahlin, einer geb. 
v. Knoblooh das Rittergut Losgehnen. SIe ersoheint als seine 
Wittwe 1790. Wir geben statt des sehr zusammengesetz- 
ten griiß. Wappens (8uea Rikes Vapenbook Tah. 8) das 
14
		

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			b4 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


einfache adelige, wie es sich in alten Preuss. Wappen- 
und Stammbüehern findet. 
8child: O. mit 3 b. Schrägrechtsbalken. 
Hel m: 2 Strau
sfedern, eine b. und eine g. 
Decken: b. u. g. 

iD.ptM('h, (Taf. 40.) 
Aus diescm sehr bekannten Schlcsiscben altritterlichen 
Oeschlccht stand Hans v. N. um die Mitte des 16. Jahrh. 
als Kammer-Rath im Dienste des Herzogs Albreeht von 
Preussen und ein anderes Mitglied FauHtin v. N., gleich- 
f'l.lls Rath und Kammer-Rath vefwaltete die Aemter RRgnit, 
Tilsit, Insterburg, Oeorgenburg und Salau und besass auch 
in den Jahren 1566 und 1584 die Oütcr Per14.pen, W.lfs- 
höfen und Zielkeim eigenthÜmlicb. Er hatte soviel be- 
kannt, keine Nachkommenschaft. 
Sc h il d : Von W. und R. quergcthcilt mit :t+ in einen 
w. Störschwanz endigendem Einhorn. 
Helm: gekr.; wachsendes # Einhorn. 
Decken: r. u. w. 



iDlpt!iIt'l. 11., (Taf. 40.) 
Seinem Wappen zufolge gehörte zu einem, in der 
.Adelslexiographie bis jetzt noch nicht bekannten Adels- 
geschlecht der Peter v. N., welcher im J. 1497 das Ritter- 
gut Regettein im El'JDlande besass. Von seiner Nach- 
kommenschaft verlautet nichts. 
Schild: Querliegendef Baumstamm, aus dem oben 
3 spitzige Blätter nebeneinander hervorkommen. 
Hel m: Die 8cbildfigur. 
Decken: 



i8chwitz, Nitzschwitz, (Taf. 40.) 
Ein altes Meissnisches Rittergeschlecht, dessen Stamm- 
sitz gl. 1\. bei Wurzen liegt und Hauptgüter Bohra, 
OrUba und Oppitzsch sämmtlich bei Strchlen, so wie 
TrUntzig bei Crimmitschau waren. In Preussen liess sich 
Valentin v. N. nieder, der 1567 Hofmarschall der Her- 
zogin war und zuerst Prilack, dann Mantau und Poduhren 
besRss. Mit seinem Sohne Hans v. N. erlosch diese 
Linie wieder, da er nur eine Tochter hatte, die nach 1632 
als verwittwete v. I:!allet lebte. 
Sohild: R. mit g. 8chrägrecl1tllbalken. 
Helm: wachsender r. Löwe. 
Decken: r. u. g. 



o"le I., (Taf. 40.) 
Ein vornehmes, noch jetzt in Curland blühcndcs Ge- 
schlecht, von dcm sich mehrere Zweige successive in 
Preussen niederliessen. Zuerst waren es zwei Söhne des 
Churbl'and. Oeh. Rathes Oerhard v. N. auf Hasenpoth 
lt 1598) die sich in Preussen mit den Oütern Wachsmuth 
(im Riesenburgischen) Bachmanns (im Memelschen) und 
Sassen (im Pr. Markischen) ansässig machten. Diese Linie 
beschloss der Churbrand. Oberst und Chef eines Inf.-Re- 
gimenti! etc. Levin v. N. auf Bachmanns (t 21. April 
1682). Zwei andere Linien 8tifteten Johann Oeorge v. N., 
Capitän auf Salzbach, das er 1671 verkaufte und Johann 
Friedrich v. N., der 1663 ein OIitchen im H. A. Barthen 
besass. Eine vierte Linie begründete der Lieutenant 
Joachim v. N., der 1700 im Barthischen und 1713 ff. auf 
Jauer im Neidenburgischen wohnte. Sein Enkel Carl Oott- 
friel} v. N., geb. 1763 ist der Letzte derselben. 
'erner 
besass 1694 Joachim v. N. Rundewiese im Marienwerder- 
scben. Ob zu seinen Nachkommen der 1747 anscheinend 
im Riesenburgischen begüterte Lieutenant v. N. (verm. 
mit einer geb. v. Wurmb) gehörte, bleibt zu untersuchen. 


Schild: W. mit 3 gr. Heuschrecken 2. 1. 
Helm: :Mohrenrumpf mit w. Binde um den Kopf. 
Decken: f. u. W. 


1 


Xold«." 11., lTaf. 40.) 
Verschiedene illtere Preuss. Wappenbücher geben als 
das Wappen einer Prpuss. Familie v. N. das nachstehende. 
Es hab eU sich aber über ein Geschlecht mit diesen Wappen 
überhaupt keine näbercn Nachrichten ermitteln lassen. 
auch i8t von allen im vorigen Artikel aufgeführten Per- 
sonen constatirt, dass sie zur Curliindischen Familie mit 
den Heus(\hrecken gchörten, ausgenommen die 
enannte 
Joh. George und Joh. Friedrich T. N., der 1663 mit 
einer geb. v. Klingsporn verw. v. Krösten vermählt war. 
Schild: Ein auf gr. Boden stehender gl'. belaubter 
Baum, den ein # rechtshinaufspringender Windhund mit 
g. Halsband berührt. 
Hel Dl: gckr.; r. gekl. wachsendes Frauenbild mit 
fliegenden Haaren in jeder Hand einen neben sich aufge- 
stützten gr. Baunl haltend. 
Decken: r. u. w. 


XOlditz, (TI\!. 40.) 
Eins der vornehmsten und ausgebreitetsten Ocschlechter 
Schlesiens und der Oberlausitz. Aus dem Hause Lampers- 
dorf stammte die Linie in Preussen die hier nur kurzen 
Bestand hatte. Ihr Stifter war der Preu8s. Rath Caspar 
v.- N., der die Arensdorlfschen, An
erapschen u. a. Oüter 
besass. Der einzige Sohn seines Sohnes Friedricll v. N. 
Preuss. Hof richter (t 11. Juni 1599) scheint jung verstorben 
zu sein. Ein Vetter Caspars v. N. hatte 1562 (vorüber- 
gehenden) Orundbesitz im Oletzkoschcn. 
Schild: B. mit 2 von W. und R. geschachtcn mit 
den Rücken gegen einander gekehrten Thierhörnern. 
Helm: Die beiden Hörner (al. Büffelhörnef in ge- 
wöhnlicher Darstellung). 
Decken: r. u. w. 


l\").z, Bulowice-Nyz, lTaf. 40.) 
Polnisches Oeschlecht, von dem ein bii! ins 16. Jahrh. 
zurück reichender Stammbaum vorliegt. Zu Anfange des 
18. J ahrh. liess sich Michael v. N. in PreWlBen auf Ramsau 
nieder, der mit einer geb. v. Knobelsdortfa. d. H. Mengen 
vermählt war. Seine Nachkommen bes88sen die Oüter 
Ramsau, Ballien, Kl.-Orünheyde und Schön bruch, meisten- 
theils im Ermlande gelegen. Als Letzter seines Stammes 
lebte vor 110 Jahren Hugo v. N., SolID deB Landstall- 
meisters Joachim Erasmus v. N. 
Sc h i I d: Aufwärtsgekehrtes ein Kreuz einschliessendes 
Hufeisen. 
Hel m: Vogel mit Ring im Schnabel. 
Decken: 


Oeb8chel\\ itz, (Taf. 40.) 
Eins der Hauptgeschlechter des Hochstifts Merseburg. 
zeitweise sehr ausgebreitet und mehrfach begütert, 
namentlich auf Or.- und KI.-Dölzig, Olesien und Witschers-. 
dorf. Der Preußs. Capitän Ernst Augustv. N. erheirathete 
mit s. Oemahlin F. J. M. geb. v. Keith das Rittergut 
Perschein im Amt Pr. Eylau, verkaufte es aber 1794 und 
t 1820 am 4. Juli ohne Leibeserben. 
Schild: W. mit # Hahn mit r. Kamm. 
Helm: 8 grüne Blätter nebeneinander. 
Decken: w. u. #. 
Anm.: So ungefähr wurde das Wappen zuletzt ge- 
führt; die früheren Darstellungen namentlich auf älteren 
Siegeln sind meistens sehr abweichend. Davon wird beim 
abgestorbpnen Sächllischen .Adel näher die Rede sein. 


'\ 


, . 


---
		

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			.. 


. 


Ar80ESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


55 


. Odertiki, O. T. LiederRu, (Taf. 40.) 
Von dieser alten Böhmi@e!len, auch in Schlesien 
sesshaften Familie erwarb ein lI1itglied, der Poln. Oberst- 
lieutenant Adam O. v. L. die Güter Gr. Trommenau und 
Ober-Tscheren im Marienwerder'schen als Pfand und be- 
saAs sie 1639. Mit ihm erlosehen beide Linien wieder. 
Schild: Achtspeichiges Rad. 
Hel m: Dasselbe oben mit 3 Straussfedern besteckt. 
Decken: 


, 
..., 


Oelseu, Oelsl!en, (Taf. 41.) 
Dies im 16. und 17. Jahrh. in Preussen ungemein 
ausgebreitete Geschlecht, das sehr stattlichen Orundbe8itz 
hatte, tritt hier zuerst 1294 urkundlich auf und ist eines 
der ältesten hier bekannten. Gleich bei seinem ersten 
Erscheinen i
t es sehr ansehnlich begütert. Es ist bis 
jetzt noch mcht auszumachen gewcsen, ob die Familie 
zum eingebornen oder eingewandcrten Adel Prt'ussens 
gehört, da das Wappen eincs Geschlcchtes gl. N. auf 
Cmden und Weissen-I:)chirmbaeh in 
achsen, dus noch im 
17. J ahrh. hier lebte, zur Zeit nicht bekannt geworden ist. 
Den Haupt-Orundbesitz erwarb die Faroilie im Amt SelIesten 
auf Oelland, Pustnicken und Almoyen. Demnächst wurden 
Oüter im Rastenburj!'ischen und Barthischen erworben, 
spRterhin auch in anderen Acmtern. Besondere Linien 
bildeten sich zu Glittelmen, Pluttwinnen-Maldeiten, Medenau, 
Kudwinnen u. a. m. AUe dieBe Linien erloschen im Laufe 
des vorigen Jahrhunderts bi8 auf eine, die sich 1538 in 
Curland etablirte, hier ansehnlichen Orundbesitz erwarb, 
aber mit einem Sohne des Stifters sich wieder nach Preussen 
wandte und hier die 2. Linie zu Olittehnen begründete. 
Diese Linie, von der die noch hcute in der Neumark 
ansässige Familie v. O. abstammt, erl08ch in Preussen mit 
den beiden Söhnen des zwischen 1790 und 1800 verstorbenen 
Major8 George 8igmund v. O. auf Olittehnen etc., Alexander 
August und Carl Ludwig v. 0., deren Ersterer 1811 am 
10. April als I.ieutenant a. D. und Erbh. anf Olittehnen, 
als Letzter seine/! Oeschlecbts in Preus8en starb. Ein 
dritter B
l1der war ganz jung verstorben. 
SehIld: R. mit w. geharnischtem Ann, dessen Hand 
einen g. Ring hält. 
Hel m : Der Arm vor einem g. Schaft mit Pfauen- 
federn. 
Decken: r. u. w. 



 



 


OISZe1\8ki, (Taf. 41.) 
Die heutigcn Herre
 .v.
. si
d i

em Wappen zufolge 
anderen Stammes als dleJemge FamIlIe v. 0., welche im 
heutigen Masuren im 17. und 18. Jahrh., besonders auf 
Sakrze im 80ldauischen und Pf
ffe.ndorf im Ortelsburgischen 
begütert waren. Die Letzten dIe Ich finde, sind Martin und 
Johann v. 0., die 1734 lebten und nüt zwei Schwestern 
v. Haubitz, a. d. H. Wiersbau vermilhlt waren. 
Sc h i 1 d: Oeharnischter Arm, dessen Hand eine kurze 
Lanze mit ausgeschnittenem Wimpel hält. 
Helm: 3 Straussfedern zwischen 2 dergl. Lanzen. 
Decken: 



 


0ltl1l, Opyn, (Taf. 41.) 
Von diesem altpreuss. Oeschlecht ist nur sehr wenig 
bekannt. Conrad v. 0 kommt al8 adel. Orundbesitzer 
im Ermlandc 1329 vor. Im Jahre 1434 zeigt sich ein Ordens- 
vasall v. O. im Insterburgischen und schliesslich tritt 1454 
ein Conrad v. O. auf. 
Sc h i I d: Drei pfahlweise gestellte Rosen. 


, . 


Oppell, (Taf. 41.) 
Von di
ser alten, aus d
n I.anden der H
rzöge von 
Sachsen- Wl
enberg zuerst (Im 13. Jahrh.) sICh zeigen- 
den, dann m der Mark Brandenburg ßuf ansehnlichen 
Oütern - besonders im 16. und 17. Jahrh. - stark 
ausgebreiteten Familie, die mehrere vorzügliche GenerIlle 
dem Preuss. Heere gegeben hat und noch jetzt blüht 
liessen sich mehrere Zweige in Preussen nieder. Zuerst 
um 15.{0 Wilhelm v. 0., der Warnikam, Schönfiies, 
P
elmen u. a.. im H. A. Ra8tenburg aquirirte, welche 
Oüter nach semes Sohnes Tode auf dessen beiJe Vettern 
(Vaterbrudersöhne) übergingen. Ihre Naohkommenschaft 
nie sehr zahlreich, erlosch gegen Ende des 17. Jahrh
 
EiI?e zweite Linie 8tammt von einem Bruder der obigen 
Belden . ab und zwar von dessen Urenkel Heinrich v. 0.. 
Oberstheutenant, der das Amt Waldau in Pfand hatte 
diese Linie .erlosch !"
t seine
 So
ne, dessen Sühne jung 
starben. EIDe 3. LIDle etabhrte sICh 1582 auf Oässkeim 
und Sepothen, eine 4. um 1680 mit Caspar Erhard v. O. 
Iluf Pru8keim, dessen Enkel deI" Major O. E. v. O. diese 
Linic beschlos8. 
Schild: B. von einem w. mit r. Rose in der Mitte 
belegten Andreaskreuz durohzogen. 
Helm: gekr.; b. von einem Kranze abweohselnd r. 
u. w. Rosen umgebener hoher Hut lSchaft) oben einen g. 
aufwärts gekehrten, mit 3 Pfauenfedern besteckten Halb- 
mond tragend. 
Decken: b. u. w. 


Oppenkowski, (Taf. 41.) 
. Polnisches, seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts 
Im Ermlande begütertes Oeschlecht, von dem nooh im 
Jahre 1800 mehrere männliche 
Iitglieder lebten. Als 
Letzten finde ich den }[ajor v. O. 1828, Commandeur des 
Landwehr-Bataillons des 88. Inf.-Regiments. 
Schild: R. mit 8 w. Lilien 2. 1. 
Helm: w. Taube (zuweilen auch mit erhobenen 
Flügeln). 
Deoken: r. u. w. 


Orsechau, (Taf. 41.) 
Ein mächtiltes und angesehenes RiUergeschlecht West- 
preussens aus Or. und KI. Orsechau (Orzechowo) im 
Schön8ee'schen stammend, welohes 1446 den v. Legendorf 
und v. d. Schebe gehörte. Auch im Culmi'schen und 
Oolub'schen hatte es Oüter und nahm hervorraj!'enden 
Antheil am PreusB. Bunde. Es erlosch wohl erst im 
15. Jahrhundert. 
Schild: Ein Büffel- und Hirschhorn nebeneinander 
gestellt. 
Hel m: Die Schildfigur in umgekehrter Ordnung. 
Decken: 


Oesterreieh, (Taf. 41.) 
Ein in PODlmern im 17. und 18. Jahrh. mehrfach 
begütertes Oeschlecht, aus dem verdiente Preu8s. Offiziere 
hervorgegangen sind. Aus dem HauBe Linde stammte 
Sigmund Christoph v. 0., Preuss. Oberstlieutenant, der 
Ripkeim und Barschnicken besass und 1755 am 27. Aug. 
starb, ohne Kinder zu hinterlassen. 
Sohild: W. mit b. Anker. 
Helm: 3 w. Lilien auf gr. beblätterten Stengeln. 
Decken: b. u. w. 


.. 


Osti@ehau I., (Taf. 41). 
Ein altes eingebornes Oeschlecht Preussens, das seit 
dem Ende des 14. Jahrh. auf Boleinen , Seelesen und
		

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			6 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


. 


Frankenau begütert war und im 16. und 17. Jahrh. in ziem- 
licher Ausbl'eitung erscheint. Einige Zweige der zum Theil 
ganz polonisirten Familie nannten sich Frankennowski 
und ßolominski. Im letzten Viertel des 17. Jahrh. noch 
ziemlich zahlreich, erlosch es doch zu Anfange des 18. Jahrh. 
Nebenlinien waren auch im Osterrodischen und Oilgen- 
hurgischen angesessen; ein Zweig hatte sich Im 17. Jahrh. 
nach Mähren gewendet. In Thorn zeigt sich auch ein Raths- 
gcschlecht v. 0., das jedoch seinem Wappen zufolge mit 
dem in Rede stehenden nicht zusammenhängt. 
Schild: Schrägrechtsbalken. 
Helm: Wie der Schild gezeichneter Flügel. 
Dccken: 


O!oltischall 11., (Taf. 41.) 
Eine andere Wappenform ist folgende: 
Schild: # mit 3 w. 8chrägrechtsbalken. 
Helm: Wie der Schild gezeichneter und tingirter 
Flügel. 
Decken: # u. w. , 
Oswald, lTaf. 41.) 
Der am 3. May 1823 kinderlos verstorbene Preuss. 
Generalmajor Oottlieb Friedrich v. O. besass das Ritter- 
gut Rauschnicken im H. A. Balga. 
Schild: R. mit w. Sparren, oben und unten von 
einem g. Stern begleitet. 
Helm: W. beiderseits 2mal stumpf geasteter Baum- 
stamm zwischen 2 r. Büffelhörnern. 
Decken: r. u. w. 


Ottlt",('h I., (Taf. 41) 
auch Ottisch, Ottocz, Ottetz, O. v. 'faulensee genannt. 
Eines der ältesten eingebornen Oeschlechter vom Preuss. 
Adel, zu den angesehensten Vasallen des Hochstifts Pome- 
sanien gehörig. Sein Heiname stammt von seinem Haupt- 
gute Tauersee oder Taulensee im Neidenburgischen. Auch 
Ur. Oröben gehörte ihm eine Zeit lang. Es war nie 
zahlreich an Mitgliedern, im 14. und 15. Jahrh. aber sehr 
anKesehen. Als Letzter seines Stammes erscheint der 
1543 verstOl"bene Marschall Christian v. T. auf Schrammen 
und OrkuRch im Riesenhurgischen. Seine Schwestern 
heiratlICten in die Familien v. Keller und v. Panthekau. 
Schild: =1+ mit w. schreitendem Ross. 
Helm: Ein # und ein w. Büffelhorn. 
Decken: # und w. 
OftibK'11 11., Ottisch, (Taf. 41.) 
Es muss noch ein zweites Geschlecht dieses Namens, 
gleichfalls in Westpreussen, gegeben haben, denn ein zum 
l'reuss. lIunde gehöriger Oeorge v. O. bedient sich auf 
seinem Siegel 1454 folgendl'n Wappens: 
Sc hil d: Schrigrechtsgelegter, beiderseits stumpf ge- 
asteter Baumstamm, aus dem oben 3 unten 2 vierblätterige 
Blumen hervorspriessen. 
Helm: 
Decken: 
A n m.: Dem Schilde nach eines Stammes mit den 
v. Legendorf. 


OttitM('h 111., (Taf. 42.) 
Vgl. d. vorigen Artikel. Unter der Bezeichnung von 
Ottoschen bringt ein altes handschriftliches Wappenbuch 
das folgende Wappen: 
Schild: Von O. u. # 4mal quergestreift. 
Helm: Zwei wie der Schild gezeichnete und tingirte 
ßüffelhörner. 
Decken: # u. g. 


.... 


OUlsu I., (Taf. 42.) 
Or. und KI. Ottlau im Marienwerder'schen sind die 
Ahnsitze dieses sehr alten eingebornen Preussengesohlechts, 
von dem 4 Mitglieder bereits 1303 urkundlich auftreten. 
Von ihren Nachkommen, deren Letzter sich um die Mitte 
des 15. Jahrh. zeigen, sind nur spärliche Nachrichten vor- 
handen. Es hat den Anschein, als wenn sich von Ottlau 
zwei verschiedene Adelsfamilien genannt haben; vgl. den 
folgenden Artikel. 
Sc h i I d: Zwei ins Andreaskreuz gelegte, oben keulen- 
förmig gestaltete gezahnte Figuren (8ägeblätterP) 
Anm. So nach dem Siegel Hansens v. 0., Pomesa- 
nischen Landschöppcn de 1396. 


O"lall 11., (Taf. 42.) 
Den v. Ottlau oder v. d. Ottlau legen Clmge ältere 
handschriftliche Preuss. Wappen bücher naehstehendes 
Wappen bei; wie es scheint derjenigen Familie, die im 
15. Jahrh. Fredungen (Virdungen) besass. 
Schild: B. mit 2 w. nebeneinandergestellten Büffel- 
hÖl'llern. 
Helm: gekr.; ein w. und ein b. Büffelhorn. 
Decken: b. u. w. 


/- 


Ozieulblowskl, Ozymblowki, (Taf. 42.) 
Matthias v. 0., 1636 auf Gielgudischken, ist vielleioht 
ein directer Vorfahr des Ersten, der sich in Preussen nieder- 
liess, des Poln. Oberstlieutenants Carl Heotor v. 0., der 
1698 Warnicken im H. A. Ragnit besRBs. Sein Sohn 
(t 1736) besass das Rittergut Raudonatschen ebendaselbst, 
hinterliess aber nur eine Tochter, welche es ihrem Oemahl, 
dem Lieutenant C. A. v. Collrepp zubrachte. 
Schild: Auf R. ein w. Jagdhol'D mit g. Beschlägen 
und Schnur, über dem ein kleines g. Kreuz schwebt. 
Helm: Zwei dergi. Jagdhörner mit dem Rücken 
gegeneinander gekehrt. 
Decken: r. u. w. 


.-Rckllloltr, (Taf. 42.) 
Dieses alteingeborne Oeschlecht Preussens führt einen 
Amts-, also appeUativischen Namen, wie die Putkamer, 
Cämmerel', Marschall u. a. m. Die ordentlichc Stamm- 
reihe bcginnt mit dcm Anfange des 15. Jahrh., wo es 
sich im Samlande zeigt und die Rittergüter Gauthen und 
Korjeiten im Fischhausischen besass, die e8 lauge behielt. 
Von mässiger AusbreitunI( und in die Samländische und 
Barthische Linie (zu Jeglack, Salzbach eta. sieh theilend, 
auch aURgezeiclmet durch manche höhere Beamte im 
vaterländischen Civil- und Kriegsdienste, erlosch es um 
1760 mit dem Major Julius Dietrich v. P. auf Maxkeim. 
Um dieselbe Zeit war lIein Vetter Andreas Juliu8 v. P. 
auf Oauthen und Stettenbruch, l'reuss. Rittmeister v. d. 
Husaren gestorben. Die Erbtöchter hciratheten in die 
Familien v. Zander, v. Taube, v. Losch und v. Be1.er. 
Schild: W. mit r. linkshin auffliegendem PfeIl. 
Helm: Kopf und Hals einer w. ßrake mit r. Ohr, 
besteokt mit einer r. ausgeschnittenen (doppelwimpeligen) 
Fahne. 
Decken: r. u. w. 



 


."atl(ler, (Taf. 42.) 
Eine anscheinend eingeborne l<'amilie Preussens, von 
der zu Ende des 15. Jahrh. zwei Linien, die eine auf 
Abbarten bei Friedland, die andere auf Urbanshöfen im 
H. A. Memcl bekannt sind. Der Letzte seines Stammes 
Wilhelm v. P. auf Bommels und Eberthienen lebte noch 


, 
1 


--
		

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			-, 


Al'"SOESTORBENER PRI<;USSISCHER ADEL. 


1634, war mit einer geb. v. Parthein ,'ermiihlt, aber ohne 
Söhne. 
Schild: R. mit '):., oben dreitheiligen Baumstamm, 
deBsen jede Spitze mit einem Kleeblatt besetzt i9t, auf 
deren jedem ein w. Vogel sitzt, dio beiden äuslleren einamlor 
zu-, der mittlere link8hin gekehrt. 

elm: 3 :tt, aUB w. Hülsen hervorgehende Tannen- 
zapfen oder 8on8tige Baumfrüchte nebeneinander, aus 
deren jeder oben 3 r. Fcuelilammen schlagen. 
Decken: r. u. w. 


Pakul!w", I-au'ku,"(''', (Taf. 42.) 
Diese Familie ist trotz der grossen Namensiihnlich- 
keit nicht identisch mit der altschlesisohen, noeh blühen- 
den v. Packisch oder T. P.-Festenbergj ob sie aus Polen 
odcr Sc1llesien nllch Prenssen kam, illt nicht ausgemacht. 
Ein N. N. v. Pakullch, der 1530 in Preussen mit einer 
v. Knobelsdorf aus dem H. 'Vilkaschen vermiihlt Wflr, 
heisst zwar ein Schle8ier, doch findct 8ich kein geneal. 
Zusammenhang mit ihm und dem 1550 im Ermlandl' be- 
güterten HeITn v. P., der eine v. 08tiehau zur Ehe 
hatte. Andere Güter der Familie waren KI. Albehnen, 
Klackendorf und Chostzöwen, welehes der Letzte ileines 
Stammes in Pl'eussen, OeorgE' v. P. noch 1638 bes8.8s. 
Sehild: Auf B. 3 w., mit der Spitze fiieherartig auf 
cinen gestürzten g. Halbmond gestellte Sehwerter. 
Helm: Wachsender w. gE'hurnillchtor Ritter. 
Decken: b. u. g. 


I' 


de la Palme du I-I'
, (Taf. 42.) 
Eine französis('he Refugie-Familie, die Ende des 
17. Jahrh. in die Brandenb.-Preuss. Staaten kam (wenn 
nicht schon Nicolaus de la P., Curbrand. Fähnrich beim 
lnf.-Reg. Schwerin 1657 zu ihr gehöl,t) und sich mit Peter 
Thomas de la 1'. auf dem Rittergut Spittels im H. A. 
Pr. Holland in Preussen 161;7 niederlicss. Er war 
Lieutenant beim Dohna'8chen Inf.-Reg., späterllin besassen 
seine Nachkommen andere Güter im Pr. Markischen und 
ist der Letv.te in PreuB8en der Capitiin Friedr. Heinrich 
Oottlieb de 16 P., der 1794 Bein Gut Nadrau verkaufte 
und am 7. Febr. 1813 in Bcrlin starb, so viel bekannt, 
nur zwei Töchter hinterlassend, die in die Familien v. Pelentz 
und v. Seydlitz heiratheten; . 
Schild: VonB. und\\..quadrlrt; 1 und 4 mitg. Halb- 
mond und g. - Stern nebenemander, er8terer naeh Innen 
gekehrt, den Stern einschliessend. 2 und S nach Innen 
gekehrter r. Löwe auf gr. Boden. 
Helm: gekr., der Löwe wachsend; ein blankes 
Schwert in der rechten Vorderpranke haltend. 
Decken: links r. u. w., rechts b. u. g. 
Pant..('kau, (Taf. 42.) 
Ein alteingebornes Geschlecht 
V estpreussens, das im 
15. Jahrh. zum Preuss. Bunde geh orte und nur spärlich 
in den Urkunden vorkcmmt. Gregor v. P., der Letzte 
Beines Stammes, lebte 1540. 
Se h i I d: Sehreitender Bock. 
Helm: 
Decken: 



 


t 



, 


Papstelu, (Taf. 42.) 
Die Preu8S. Linie dieses alten eingebornen Oeschlechts 
der Neumark, das dem Preuss. Hcere mehrere ausge- 
zeichnete Offiziere, dal'Unter mehrere Oenerale gegeben 
Ilat, war nur von kurzer Dauer. Der Preuss. Capitiin des 
Möllendorf'sc1len Drag.-Regiment8 EgidiuB Ernst v. p_ be- 
sass 1152 die Güter Lubeinen und 
euguth in H. A. Hohen- 
VI. .. 


I\t 


. 


---- 


51 


stE'in. Er hatte zwar zwei Söhne, aber die Oüter wurden 
nicht oonservirt. 
Sch i ld: Zwei ins Andreaskreuz gesetzte Kalkreuthen, 
überdeckt von einem mit I> Kugeln (auch Rosen) belegten 
Querbalken. 
Hel m: Drei Straussfedern, die mittlere mit I> Kugeln 
pfahlweisl' belegt. 
Decken: 


1- arck, ('faf. 42.) 
Preusscn selbst ist die Heimath dieses alten Ge- 
schleohts, dessen Stammbaum mit dem 15. Jahrh. beginnt 
und ur8prün
lich PareykE' hie8!1 j Pareiken im Labiau 'schen 
war seiu Ahnsitz. Es erlangte im 16. und 11. Jahrh. 
eine ziemliehe AU8breitung und nicht unbeträchtlichen 
Grundbesitz in don Aemtern Balga und Brandenburg , wo 
". urnikam, Freudenthai, Pottlitten u. a. seine Hauptgüter 
waren. Trotzdem da88 zu Anfange des vorigen Jahrh. 
6 Söhne dieses Oesohlechts, darunter [) Brüder vorhanden 
waren, erlosch es doeh mit dem einzigen 80hne eines der 
Letzteren, dem 1759 cassirten Fiihnrich ErD8t Bogislaf v. P., 
der in Russische Dienste ging und verschollen ist. 
Schild: B. mit w. seehsspeichigem Rade, aus dessen 
Nabe eine w. Straussfeder hervorragt. 
Hel m: Die ISl!hildfigur auf eincm b., am Rande bogig 
ausgeschnittenem, auf der 8pitze mit g. Knöpfehen be- 
setzten Schirmbrett, auf deren jedem 3 kleine # Hahnen- 
federn stecken. 
Decken: b. u. w. 


Pa1\'lowskl, (Taf. 42.) 
Die v.l'., welche sich zu verschiedenen Zeiten und in 
versohiedenen Bezirken begUtert in Preussen zeigen, sind 
wohl sehwerlich Angehörige einer Linie dieser polniBchen 
Familie. Zuerllt zeigt sich 1612 Michael v. 1'. im Pr. 
Markischen. Nahe Verwandte von ihm wohnten im Anger- 
burgischen 1644. Ein anderer Zweig be8ass Oüter im 
Osterrodillchen (z. B. Rauschken zwischen 1730 und 1760; 
aus dem Hause Frankenau im Neidenburgischen waren 
1746 noch drei Brüder vorhanden, deren I:)chicksal unbe- 
kannt ist. Der 1844 auf Pusta-Dombrowka in West- 
preussen begüterte Hf'rr v. P. gehörte wohl einer andern 
Familie an; das v. Lcdebursche Adelslex. 11 p. 185 gibt 
dieser letzteren :Familie das Wappen l'olkozic, während 
das Haus Rauschken sich P. de Tarnowa nennt), also 
zum Wappenstamm Leliwa gehörte. 
Schild: B. mit g. aufwärts gekehrteDl Halbmond, 
worilber ein g. Stern. 
Hel m: Pfauenschwanz mit der Schildfigur belegt. 
Decken: b. u. g. 


Paxleben , Paxlaf, (Taf. 43). 
Von dieser alten eingebornen Pommerischen Familie 
liess sich ein Zweig in Preusaen nieder, nämlich der 
{,hurbrand. Lieutenant Wallenrodtischen Cüir.-Reg. Joachim 
Henning v. P., der Kl. Klitten im Rastenburgischen kaufte, 
1661 Wilkenitten in Arrende hatte und 1677 nur mit 
Hinterlassung einer Tochter starb. I:)eine Wittwe ver- 
mählte sich mit O. F. v. Colbitz auf Passlaek. 
Schild: Auf O. ein b. blutig abgehauenpr Stör- 
schwanz, querüber 2 b., ins Andreaskreuz gesetzte Lilien- 
stiibe gele
t. 
11 elm: ül'ünbekriinztes b. gekleidetes Frauenbild mit 

.1tlieder, in der ausgestreckten Rechten eine b. (heraldische) 
Lilie haltend. 
Deeken: r. u. g. 


15
		

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			bS 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


(-ein, Peine, (Taf. 43.) 
Von diesem Braunschweigi8chen Adelsgeschlecht ging 
zu Anfange des 16. Jahrh. Johann v. P. nach Preus8en, 
wo er seit 1522 im Dienste dl's Hochmeisters Albrecht 
stehend, später durch dessen Vertrauen zu hohen Aemtern 
und reichem Orundbesitz gelangte. Er besa8s das ganze 
Amt Insterburg (de8sen Hauptmann er war) als Pfand, 
war Preuss. Rath und 1544 Admiral der Preuss. Flotte. 
Von seinen eigenthümlichen Oütern sind namentlich Plaok- 
heim, Karschau, Koppershag(on und Wipeningken zu nennen. 
Mit ihm erl08ch kurz vor Ib55 die Preuss. Linie, da er 
nur von 2 Töchtern beerbt wurde, die in die Familien 
T. Oross, gen. Pfersfelder, Truchsess v. Wetzhausen und 
T. Pröck heiratheten. 
Sc h i I d: R. mit in8 Andreaskreuz gelegten w . (Streit-) 
Hammer und w. Stachelkeule (I::!treitkolben oder Morgen- 
stern). 
Hel m: Die Schildfigur . 
Decken: r. u. w. 


Pelko" ski I., (Taf. 43.) 
Der Erste dieses polnischen Geschlechts, der sich in 
Preussen niederliess, war Hans v. P., der im heutigen 
Masuren sich ankaufte und hier um 1610 lebte. Sein Sohn 
hatte mehrere Güter im Oletzkoschen und machte sich 
aueh im Angerburgischen (auf Kl. Siewken) ansässig. In 
beiden Aemtern wohnten seine Nachkommen, in zwei 
Linien sich theilend. Der Orundbesitz ging um die Mitte 
des 18. Jahrh. verloren; die Söhne dienten fast simmtIich 
im Preuss. Heere (und zum Theil mit grosser Auszeich- 
nung), aber ausserhalb der Provinz, in der jetzt kein 
Mitglied der Familie lebt, die gegenwärtig nur auf wenigen 
Augen I!teht. EI! ist merkwürdig, dass drei Wappenformen 
in der Familie vorkommen; da8 nachstehende Wappen 
wird gegenwärtig und schon seit hundert Jahren geführt, 
während de8 Angerburgischen Landrichters Andreas v. P. 
auf Siewken Siegel de 1693, die Hub 2 bel!chriebenen 
Embleme zeigt. 
Schild: B. mit w., mit den ein w. Kreuz ein- 
echliessenden Stollen, nach oben gekehrtem Hufeisen. 
Helm: w. Geyer mit erhobenen Flügeln, im rechten 
Fuss die Schildfigur haltend. 
Decken: b. u. w. 


Pelko,,'ski 11., (Taf. 43). 
Verg\. den vorigen Artikel. 
Schild: Eine mit einem Kreuz oben besteckte Kirchen- 
fahne. 
Helm: Drei Straussfedern. 
Decken: 


Pelkowski 111., (Taf. .3.) 
Des im Artikel Pelkowski I. genannten Angerburgisehen 
Landrichters Bruder, Albrecht v. P. auf AU- und Neu- 
Jucha in H. A. Oletzko, bedicnt sich (gcgcn Ende des 
17. Jahrh.) eines gleichfalls abweichenden Wappens, das 
eich aber auch bei seinen Nachkommen nicht erhalten hat. 
S ch il d: Hufeisen, darunter ein Kreuz. 
Helm: Lanze mit ausgezacktem Wimpel. 
Decken: 


I-eilet, (Taf. 43). 
Diese französiche Refugi«'\ - Familie, die sicb jetzt 
T. P. Narbonne schreibt, war dem Languedoc entstammt 
und liel!s 8ich zu Ende des 17. Jahrh. in Königsberg 
nieder, erwarb bald darauf ansehnliche Oüter nnd erhielt 
unterm 1. Aug. 1741 vom Könige Friedrich 11., ein den 


Vettern Peter Wilhelm und Peter v. P. ertheiltes Adels- 
Renovationsdiplom. Zwei Söhne des Er8teren waren ver- 
diente Oenel"alc der Preus8. Armee. DiA Naehkommen 
des jüngeren, Friedr. Wilb. Heinrich v. P. bilden allein 
noch die Familie, die aber jetzt nicht mehr in Preussen 
lebt. 
Schild: Von R. und O. quadrirt mit Mittelschild, 
der oben b. mit 7 w. Lä.tzen unten w. ist; 1 u. 4 mit g. 
Lazaru8kreuz,' 2 g. mit naturfarbenen Löwen, 8 mit # 
auf8teigendcn Bären, der mit einl'm Säb(ll umgllrtet ist. 
Den Schild deckt eine grosse adelige Krone. 


Pentzi.,;, (Taf. 43.) 
Von diesem sehr bekannten und früher in seiner 
Heimath, der Oberlau8itz, sowie auch in den benach- 
barten Schlesien ansehnlich begüterten und mächtigen Oe- 
8chlecht, kKm ein Mitglied, Hans v. P., Ib69 nach Preussen. 
Seine Nachkommen erwarbon nicht unbeträchtlichen Orund- 
besitz im Oilgenburgisohen, Neidenburgischen und Oster- 
rodischen Hallptamt. Sie waren abcr nie zahlreich und 
erlotlch die Preuss. Linie (und wahrscheinlich das ganze 
Oeschlecht) mit dem Preuss. Major Wilhelm v. P., der 
am 3. Novbr. 1813 seinen bei Mäckern erhaltenen Wunden 
erlag. Er hinterliess aus seiner Ehe mit einer geb. v. Losch 
nur zwei Töohter. 
Sc h il d: B. mit einem von W. und R. gepehaehteD 
Flügel. 
Hel m: Schildfigur. 
Decken: r. u. w. 


Perschkl&", (Taf. 43.) 
Die Heimath dieses Oel!chlechts lässt sich noch nicht 
sicher feststellen. Es zeigt sich zuerst in Preu8sen 
Hans v. P., der gegen Ende des 15. Jahrh. um und nahe 
bei Tilsit die Oüter Sentheinen, Kalkappen und Oienefeld 
(nach seinem Sohne späterhin Moritzkehmen benannt) aber 
auch Grundbesitz im Rastenburgischen besas\!. Nie zahl- 
reioh, erlosch die Familie mit Wolf Friedrich v. P. auf 
8chilleninken, Schalteiken, Splitter und Sentheinen, der 
1628 Preuss. Ober8tlieutenant von der Trabantengarde 
war und bald darauf starb. Die Oüter fielen zum Theil 
an den Gemahl seiner Muhme, Peter v. Oleissen-Doren- 
gowski. 
Schild: Von R. und Gr. quergetheilt, oben 3 w. 
Lilien nebeneinander, unten ein w. laufendcr Wolf. 
Hel m: Pfauenschwanz. 
Decken: r. u. w. 


peterson, (Taf. 43.) 
Ein hol
teinisches Oeschlecht, von dem sich Pater v. P.. 
Prcus8. Rittmeister a. D., mit dem Rittergut Juckstein in 
Preussen ankaufte, das er im Jahre 1800 besass. Er 
hinterliess Nachkommen, von denen einem 1844 da8 Gut 
Carlsberg gehörte. 
Schild: W. mit 
 Adler. 
Helm: gekr.; offener Flug, der vordere FlUgel w.. 
der andere #. 
Decken: # u. w. 


I-e.z"orl
 (Taf. 43.) 
Ein trotz des deutschen Namens wohl undeutsche\! 
Oeschlecht, dessen Namen auch ein Dorf und Rittergltt, 
in dessen Besitz es jedoch nicht nachzuweisen ist. in 
Preu8sen trägt. Zuerst zeigt sich ein Mitglied dieser 
Familie im Jahre 1520 in Preu8sen angesessen auf Hohn- 
dorf im Soldau'schen. Ein Zweig besass Biothen in 
H. A. Tapiau. Zu Anfange. des 17. Jahrh. versohwindet 


" 


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			\ 


'f 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


fl9 


die Familie in Preussen; zuletzt kommen 1601'1 die Oebrüder 
Wilhelm, Pritzlow, Adrian und Petzsche v. P. vor. Nur der 
Erstere war lmit Emerentia v. Silberwäscher, d. h. War- 
gitten) vermllhlt, hinterliess aber anscheinend keine Kinder 
bei seine!" kurz vor 1606 oder 1607 erfolgten Tode. 
SchIld: R. mit w. Hufeisen über einer w. Lilie. 
Hel m: Ein w. und ein r. Bnffelhorn, einen Pfauen- 
schwanz einschliessend. 
Deoken: r. u. w. 


l
etzelsdorf. (Taf. 43.) 
Ein wenig bekanntes Oeschlecht Westpreussens von 
dem ein Mitglicd im Jahre 1440 den BundesbrieC mit 
untersiegelte. Die Familie scheint wohl schon im 11'1. Jahrh. 
edoschen zu 8ein. 
Schild: Doppclzinkigell Oabeleisen. 
Helm: 
Decken: 


Pfahler, (Taf. 43.) 
Der Adel der Familie wird auf den Wappenbrief 
zurückzufUhren sein, den Oeorge p, unterm }I'i. Jllli 11'131 
Ton K. Carl V. erhielt. 8eine Nachkommen, die nament- 
lich als Münzbeamte in verschiedenen Oegenden Deutsch- 
lands fungirten, liessen sich gegen die Mitte des 17. Jahrh. 
in Preussen nieder, wahrscheinlich mit Ernst v. P., Münz- 
wardein, der 1657 schon verstorben war und dessen Sohn 
Gt;orge Ernst v. P. da
 Rittergut W oiditken im H. A. Balga 
seIt 1670 besass. MIt Otto Ernst v. P., auf Laserkeim 
1730, erlosoh hier die Familie wiederum kurz vor 1742. 
Das nachstehende Wappen ist dem von der }<'amilie pro- 
ducirten Wappenbriefe entnommen. 
Schild: R. mit 4 w., aus der Mitte der 4 Schild- 
rinder hervorkommenden Lilien. 
Helm: Ein g, und ein r. Büft'elhorn. 
Decken: r. u. w. 



 


PfeIIUzer, gon. J.'rao('k, (Taf. 44.) 
Dieses alte Liv - und Curländische Oeschleoht ent- 
sandte sohon früh einen Zweig nach PreUBsen, wo 
Ewald v. P. auf Puhnen in Livland sich mit dem Oute 
Eiserwagen Rnsässig machte, es aber 1549 wieder ver- 
kaufte und fortzog. Er hatte aus Preussen geheirathet 
und einen Sohn und eine Tochte
. Zu Anfange des 18. Jahrh. 
besassen ausserdem noch zweI Herren v. F. in Preussen 
Oüter, der eine Hacke, der andere Palsohau aber mit 
ihnen erloschen diese Zweill,'e wieder und ist es' auoh nicht 
sioher, ob sie zur obigen Familie gehört haben. 
Schild: Auf O. S b. Pfeile senkrecht nebeneinander 
stehend. 
Helm: gekr.; 2 dergi. Pfeile inmitten eines offenen 
g. "fluges. 
Decken: b. u. g. 
I
feilsdor''', (Taf. 44.) 
Ein eingebornes, einst reichbegUtertes und sehr an- 
gesehenes Oeschlecht Westpreussens, das eines der vor- 
nehmsten des PreusRisohen Bundes war. Es ersoheint 
schon im 14. Jahrh. und war gleiohen Stammes, Sohildes 
und Helmes mit den von Lehndorff. Zu Ende des 15. Jahrh. 
hatte es auch Orundbesitz in Ostpreus sen und erlosoh im 
folgenden. 
Schild: W. mit r.. oben in zwei stumpfabgehauene 
Aeste sioh theilendon, mit den Wurzeln ausgerissenen Baum- 
stamm, von dessen Mitte zwei # Flügel herabhängen. 
Hel m: Die Schildfigur . 
Decken: w. u. r. 


. 


.. 



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4 1 



.l 


Pf"ersfelder, Oross, gen. P., (Taf. 44.) 
Eine so wohl in ihrer Heimath Franken, als in dem 
Preu8s. Zweige erloschene altadelige Familie, die eine 
Seitenlinie der noch blühenden Oross v. Trockau ist. Sie 
gab dem D. 0 in Preu1llsen mehrere hervorragende Beamte 
besonders im 15. Jahrh. und liess sich mit einem tapfe
 
Söldnerführer im Hilf8heere des Ordens Conrad O. -Po 
1469 duroh El'werb der Oüter Puschkaiten und Dommel- 
ke
m, wozu no
h Laokmedien kam, in Preussen nieder. 
Seme 
achkommensohaft blühte zwei Jahrh. in mässiger 
A
sbreltung uml 
atte. zum Theil im H. A. Tapiau ihre 
Güter. Es lAllst slCh DIcht genau feststellen mit wem sie 
erlosohen ist. Zwisohen 1630 und 161'10 war
n noch mehr 
als 6 Söhne aus diesem Oeschlecht am Leben zuletzt 
zeigen sich Oeorge Friedrich v. P. auf Ounthene
 Mark- 
ha!lsel!' Junkers etc. 16
2, der nicht lange vor 1662 starb, 
Fnednch v. P., der 16:>1 als Churbrand. Fähnrioh beim 
Inf.-Reg. Bellicum stand und Sebastian v. P., weloher 
1647 Puschkaiten o. p. verkaufte und nooh 161'13 lebte. 
Schild: W. und B. gespalten mit r. darüber gelegten 
Querbalken. 
Hel m: 2 r. ß'Ufelhörner an der Aussenseite mit # 
Hahnenfedern besteckt. 
Decken: r. u. w. 
Anm. Die IHteren Preuss. Wappenbüoher geben da. 
Wappen in vielen Varianten. 


Pförtner, P. v. d. Hölle (Taf. 44.) 
AItsohlesisches, in seiner Heimath noch blühende. 
Oeschlecht, von dem sich der Capitän Heinrioh Adolph v P. 
gegen Ende des vorigen Jahrh. mit den Reichenau'schen 
Oütern (im Osterrodi8chen) und Oottschalksdorf (im Marien- 
werder'sehen) in Preussen ankaufte. Mit ihm erlosch 
wieder diese Linie. 
Sohild: Quergetheilt, oben auf B. ein w. sitzender 
Hund mit g. Halsband, unten von B. und O. geschacht. 
Helm: gekr.; der Hund zwisohen 2 von G. und B. 
abwechselnd quergestreiften Büffelhörnern. 
Decken: b. u. g. 


prnel, Pfuhl, (Taf. 44.) 
Von dieRem alteingebornen Oeschlecht der Mark 
Brandeuburg liess sich ein Zweig, nämlich der Lieutenant 
Johann Friedrich Julius v. P., dessen Mutter Rohon aus 
Prenssen stammte, hier nieder und erwarb gegen Ende 
des vorigen Jahrh. die Oüter Wetterkeim, Pöhnen, Söllen, 
Rückgarbcn, Muhlack u. a. Nach Veräusserung der Oilter 
erlosch diese Linie wieder. 
Schild: B. mit S g. Regenbogen (aucb in den natür- 
lichen Farben, meistcns aber g.-b.-g.-r. abwechselnd). 
Helm: gekr.; über einen gr. Baum (eigentlich Spiokel 
oder Schaft mit Habnen- oder Pfauenfedern) einer der 
Regenbogen, der oben mit 3 g. Sternen halbkreisförmig 
besetzt ist. 
Decken: b. u. w. 


Plesz)'uski, Piesohinski, (Taf. 44) 
auch v. Renglinen-P., ein altpreussisohes eingebornes, im 
15. Jahrb. im Oebiet Dirschau begütertes Geschlecht, von 
dem bisher noch wenig bekannt geworden ist. Das Haupt- 
gut war Mehlau. Zuletzt finde ich Martin v. R.-P. auf M., 
der 1608 starb und 2 Söhne hinterliess, von denen der eine 
1638 starb. 
Sohild: W. mit r. Rose. 
Helm: # gepanzerte Hand. 
Decken: r. u. w.
		

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			60 


AUSGE::1TORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


. 


An m. Nach anderen Angaben besteht der Helm- 
schmuck in einem ausgestreckten Arm oder in einem 
offenen Fluge, dessen jeder Flügel mit einem, die Rose 
tragenden Querbp,lkell bezeic1lDet ist, 
Ple!!lzkow8kl, (Tat'. 44.) 
Cassubisches Gesclllecht, von dem dl'r Capitön von 
lIen Preuss. Landdra
onern. Johann v. P., 1715 das Ritter- 
gut Kanthen im Fischhausischen, demnii('hst auch sein Sohn 
Jok Wilhelm v. P., Lieutenant bei Lottum Drag. li27 
besass. Die 'rocllter des Letzteren hatte den Ober8t 
v, Korlzfleisch zur Ehe und t am 17. 1\0\: 1824. 
S ch ild: R. mit w" ollon und in der Mitte des unteren 
Schenkels mit einem Ringe ver
ehenen Dreiangel. 
Helm: gekr.; !S Sh'/lussI,'dern, abwechselnd w. u. r, 
Decken: r. u. w. 


'.. r 


)-lIe'zki, ('raf, 44.) 
Ein Pelrlieches, im 15. und 16. Jahrh. iD WestpreuIBen 
begütertes Ge8chlecht, von dem nur wenig bekannt i. 
und das l111r geringe A l1sbreitung hatte. . 
Sc h i I d: Auf H. ein g. aufwärts gekehrter Halbm nd, 
darilber ein g. Stern. · . 
H I' Im: 8 Stral1ssfedeJ'ß b.-w,-b., sämmtlicb rechttihin j 
gebo!\,en. J 
De('ken: b. u, g. . 
., 
Pil
rlnll I" (Taf. 44.) 
Von diesem Lautiitzil\chen Geschlecht, das namentlieh 
Drautzilo(k in slJinor Heimath bellass, dienten Mehrere 
wAhrend des Bundeskriellel! (1454-66) als Söldner des 
deutschen Ordens und würde es den Schein haben, dass 
einer dersl'lben sich in Preus8en niedergelR8scn, wenn diQ 
vorhandencn Stammbäume nicht schon im Jahre 1440 
Paul v. 1'., den Ahnherrn der Preuss. Linie, als dert an- 
lässig aufführten. Durch Vermählung mit I'iner v. Pröck'- 
scben J.:rbtocbter kam das Gut Gr. u. Kl. Lauth glei('h zu 
Anfange an die Familie, die es lunge be8ass, demnlich8t 
auch Hr. Parek und ISchrembehnen, sowie Bpiiter Walkeim. 
Die Preu". Linie war von nicht 
anz gerin
er Anl\breitung 
und erlosch aDl 28. :Mai 1754 durch den Tod des Lieute- 
nants Otto }'ricdrieh 1'.1'. Imf Kl. Lauth, l\iip:pn, Auklitten 
und Schrombehnen, dessen eiDzi
er 80hn an" slJiner Eh.
 
mit einer geb. v. Schmallenberg jnng starb. 
Sc h il d: R. mit 2 w. ins Andreohkreuz gc .7t
n ilger- 
oder Römerstiiben. .... 
Hel m: Brustbild eines bilrtigen Pilgers nach vom 
gekehrt, dessen :J::I: Gcwand /luf der Brnllt mit 2 tmd 
dessen :tt Hut auf der Krempe mit einer w. )IU6Chcl be- 
legt ist. - r 
Decken: r. u. w. _ 


PU
rßJU JI" (Taf. 44.) 
Schr merkwürdig i8t das Wappen, d£>s8en sif'h ein 
Herr v. P. auf Schrombehnen gegen Ende des 17. Jabrll. 
auf Beinem Siegel bediente. 
Sc h i I d: Quadrirt; 1. Adler, 2. zwei gegenelllallder 
aufspringende :FUchse, S. drei mit einem Kreuz bezcicllllote 
Bällp oder Kugeln, 4. .Weinstock. 
Hel m: Wachsender Pilger mit Muschelhut und Stab. 
D eeken: 


Plr(''', (Taf. 44.) 
Ein Cassubisches, in seiner Heimath einst sehr aUII- 
gebreitetes, am militärischen Ehrenhimmel Pl'eussens hell- 
strahlpndes Geschle('bt. Es fanden zu Ende des 17. und 
18. Jahrh. mehren> Niedl'rlassungen veflldliedener Zweige 


in Preussen statt, 811 ein tlbne lange- zu bestehen. Im 
Jahre 1690 besass d. 
r I.Jeut_nt v. P. vorübergehend 
Alkehnen und 1694 ko ufte Peter Heinrich v. P. die Güter 
Rogehnen , RockelkeilJ 
, Soheraebehnen u. a. in H. A. 
Schaaken , starb aber 17Q4 o. E. :Endlich prhielt der 
Capitiin Matthias Rein hold v, P. dureh lIeine VermiihJung 
mit D, Ch. v. Gleissen-Dorengowski die-Sehillenin
kisehen 
GUter bei Tilsit, verkallfte sie aber 1700 a. d. Russ. GeD0ral- 
major v. Kirchen. 
Schild: B. mit w. s.hrägJSegendem "'isch (Karpfen). 
Helm: b.-bewuJstet mit Pfauedehwanz übe... den 
2 w. SchlüSleI ins Andreaskrellz gelegt sillld. ' 
Decken: b. n. w. 


.., 


I-tron, (Taf. 44.) 
In der 2. Hälfle des vorigen Jahrh. besass eiD Herr 
v. P., der. als se
n Voterland "Datavia" angob, da&.Ritter- 
gilt Brasmcken m H. A.. SelaakeJl kune Zeit, Seinl:m 
Siegel zufolge war sein W apl'en f
lgendM: 
Sc h il d: Schriglinksbnlken begleitet oben und unten> 
von einem IIchräglinkBgelegben. dem ßalken zugltkehrtea- 
Halbmonde, 
Hel m: linksgekQbrter Adlerflügel. 
Decken: _ 


)-IaJ(lotft I" (Tar. 4,;).) 
Polnisches, im 16-19. Jahrh. in Masure. begütet:tea 
Geschleeht, von dem zuerst Hans v. P, 1619 in Preuollen 
er8chl'int. Johann v. P. hcsass 16
S Omulief in H. A. 
Nei.lenburg und war 1570 Landrichter des hinte. der 
Wildniss gelegenen Kreises. Zuletst zeigt sich O're/tor 
Samuel v. P. auf Kobulten, Capitln, der 1819 am :!. Mai 
starb und z1'\"0r verml\hlt war, aber keine Söhne hatte. 
}
s kommen :rn.ei WapIJenformen vor. 
S chi I d: B. mit w. geharniachtem wachsendoll Ritter 
in der Rechten ein geztlcktCB Schwert, m. der Linken eine
 
Halbmond haltend. 
II I' Im: geb.; hauender eharnischter Arm. 
Decken: 
Anm. Ein andere8 verliegendl's Eliegel des G. S. v. P. 
zeigt den Ritter ebenso. doob nDr mit dem Sohwerte 
gleichsam RUS einem KOTbe hervorwaehsend und in de; 
Mitte von 2 nacb Inneu. gekehrten HalbmOlIden beseitet, 
der Arm haut rechtshin. 


1-18In:;a 11., (Taf. 45.) 
Vgl. d. vorigen Artikel. 
. Schild: W. mit b., mit 3 aufwärt8 gekehrten g. 
HalLmonr1.en hf>I.
gten SchrägreehtRbalken. 
Hel m : Aufwlirtsgekehrter Halbmond, da hinter ein 
belaubtei' Baum. 
Decken: b. u. w, 


". 1-18't'0, (Tal. 45.) 
Von dem bekannten Priegnitzischen Geschleehte der 
Mark Brandenburg lies8en sich mehrere Zweigl' zu ver- 
schiedenen Zeiten in Pren8sen im 17. und 18. Jahrh. nieder 
hatten aber hier nur vorübergehenden Grundbesitz in de
 
Hauptömtem Pr. Mark und Sehesten. 
Sc h il d: W mit r. schrilgrechtsliej\'cndem abgestumpf- 
ten, oben mit 3, unten mit 2 gr. Blilttern ve1'llehenen 
Baum8tamm, 
II e Im: Offener 1:1: FluJr, dureh den oben in die Quere 
ein w. Kette durchJ(ezogen ist, deren Enden unten gemein- 
sam in einen grösseren w. Ring endigend, dreieckig 
herabhängen. 
Deckl'n: r. u. w. 


'\ 



.1_
		

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			.AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


PIt'min8ki I., T. Bohleinitz-P., (Taf. 45.) 
Ein im 15. Jahrh. in Weptpreussen, jedoch nioht sehr 
aUBgehreitet blühendes Oe\lchlecht v P., wird von den 
Preuss. Oenealogen als ein polonisirter Zweig der Meiss- 
nischen v. Schleinib: erklArt und mit obigem Doppelnamen 
benunnt. Sie geben ihm auch da8 v. S.'sohe Wappen. 
G. v. P. war 1540 Dirschau'8cher Landrichter. Nach 
anderen Angaben führte diese J:<'aruilie aber den Namen 
v. Scharlfenberg-P. 
Schi Id: Von W. und R. gespalten, vom eine r. 
hinten 2 w. pfahlwei\le gestellte R08en. 
Hel m: W. Rose :zwi\lchen 2 von R. und W. über 
Eck getlleilten ßüft'elhörnern. 
Deck£'n: R. u. w. 


Plemillfolki 11., (Taf. 45.) 
Nach einer im v. Ledebur'lIehcn AdeI81f'x. 11 S. :!04 
befindlichen Angabe soll ein mit dem Nn1Dpn v. Clementl'JI-P. 
beleA"te8 altpreuRRisches Oeschlecht im Dirßchau'schen und 
G
audenz'schen plwdem angest'ssen gewesen sein. Ihm 
'WIrd folgendes Wappen zll
t'theilt. 
Schild: R. mit gewelltem w. Querbalken, begleitet 
(>ben von 2, unten von 1 w. Rost'. 
Hel m: w. Rose Ruf gr. bebliittertem t:itengel z\\i80hen 
2 w. mit # Kreuz bezeichneten l<'ahnen. 
Decken: r. u. w. 


") 


PIt'Nj;lis (Taf. 45.) 
Der Polnische Lieutenant Johonn du P. besass 1683 
Di
trichsdorf, Salu8chken und Skudayen durch seine 
H"lrath mit einer /\,pb. v. Finck, verw. v. Pomian und 
lItJin Sohn Alexander (t 1707 im Decbr. kindel'108) die 
GUter I1\owo und Krl1sicwo. 
Schild: Quadrirt mit MittelschiliI, worin ein Quer- 
b
lken.. 1. Drei aufwArt8 gekehrte Halmonde 2. 1. 2. 
Lmk8h
ngekehrter Adler odl'r Oeyer mit gellenkten Flügeln. 
S. DreI Rosen 2. I. und SchildeRhuupt mit 2 einander 
zugek?h
ten Löwenköpfen. 4. I:)parren, darunter ein Stern. 
Den SchIld deckt eine groslle adelige Krone. 
Plt'uue('b...., (Taf. 45.) 
Ein 
ingeb
rne8 Geschl('cht W (,RtpreuRRcn8, aus 
Plenehou 1m Krel8.e Culm 8tammend, lI!'hon 8eit Ende des 
14. Jahrh. urk
udh('h bekannt, im 15. reieh und augepf'hen, 
11C1'VOrragend 1m Preul'
. BUlld.
, dem namentlich Ritter 
Otto v. P., der auch Im 8chnnReei8ehen begütert und 
CulmiBeh,'r Landrichter war, J4
fI angehörte. 
Sc h i I d: Schriigrechtsgethellt. 
Helm: 
Decken: 


I-Ioföse, t'l'af. 45.) 
Eingebornes, aU8 dem gleichnamigen Orte entstammtes 
AdelsA'eschlecht We8tpn'ussenll, von dem im Jahre 1440 
drei :MitA'lieder zum Prpups. Bunde gehörten. Einer der- 
tlelben besaHs Mersyn; 8päter wurde Kobol au im Marien- 
werderschen aoquirirt. Aus diesem Hause War der l.etzte 
seines Stamme8 Seba8tian v. d. P., der 1548 auf der 
UniverpitAt zu König8berg studilte. 
Schild: Drei Querbalken, darüber ein gestürzter 
Halbmond. 
Helm: 
Decken: 



 


.-lo,...ln\'Uz, (Taf. 45.) 
Vielleicht ist Meissen die Heimath die8es Oe8chlechts 
das sich mit Oregor v. P., welcher Schmigwalde acquirirte: 
VI. f.. 


.. .. 


61 


in Preussen in der 2. Hälfte des 1
. Jahrh. niederliess. 

eine Nach
ommensohaft, niemol8 zahlreich, conservirte 
Jenes Out bIs zum Jahre 1689. Der Verkäufer hatte zwar 
6 Söhne (und 5 Töchter) aber mit ihm i8t der Stamm in 
Preu88en erlosehen. Zwei derselben besassen die Oüter 
Damarau und kl. Rauschken, welches dem zuletzt vor- 
kommendeil LiClltenamt Christoph v. P. 1727 gehörte der 
au
 8ei
er E

 ";'it A. E. v. d. Albe a. d. H. W odung- 
keIm keme nlalmhche Nachkommenschaft hinterlassen zu 
haben scheint. 
Schild: H. mit 3 w. Schräglinksbalken. 
Hel m: b. (auch wohl #) Adlerllügel. 
Decken: b. u. w. 


.-10&1'0, (Taf. 45.) 
Die Ed..ln Herren v. P. aU8 dem Erzstift Magdeburg 

tammend, hatten nur ganz vorübergehend Orundbesit
 
ID Preushen, wo von Ende des 17. bis zu Ende des folgen- 
den Jahrh. Meh!'ere deH Oeschlechts in Oarnit	
			

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			t 
...... 


. 


62 


AUSOESTORBENER PREU8SIBCHER ADEL. 


Pokrzywulckl, (Taf. 46.) 
Ein Polnisches, nicht mit dem gleichnamigen in Ma- 
Buren auf Sagsau seit der Mitte des 16. Jahrh. blühen- 
den Geschlecht zu verwechselndes, das auch in :MaIlUren 
TorUbergehenden Grundbesitz zu Ende des 17. und Anfange 
des 18. Jahrh. hatte und zum Wappenstamm Boncza ge- 
hörte. 
Schild: R. mit w. springenden Einborn. 
Helm: gekr.; das Einhorn wachsend. 
Decken: r. u. w. 


Polkau, (Taf. 46.) 
Ein im 15. Jahrh. in Westpreussen spil.rlich vorkom- 
mendes eingt'boreneB Ade111geschlecht, dessen Stamm
ut Kl. 
PoikIlu heisst und das nach v. Ledebur Preuss. Adellex. 11. 
p. 214 folgendes Wappen gefnhrt haben BolI. 
Schild: B. mit w. gewellten Querbalken, ilber dem 
ein g. Stern schwebt. 
Helm: 
Decken: b. u. w. 


PöIIlItZ, (Taf. 46). 
Gerhard Bernhard v. P. a. d. H. Schwarzbach, Chur- 
brand. Oberst, Kriegsl'ath, Kammerherr und OberstalI- 
meister erwarb die GUter Reichau c. p. und Wildenau in 
Preussen und erhielt den lndigcnat unterm 3. April 1669. 
Seiu Sohn Wilhelm I.udwig v. P. Oberstlieutenant beRasB 
gleichfalls diese OUter, die fiber er oder seinc beiden Söhne 
Terkaufte. 
Schild: W. mit b. Sparren. 
Helm: gekr.; 2 von B. und W. Ubereck getheilte 
ßllfl'elhörner. 
Decken: b. u. w. 


Pollwitteu, (Taf. 46.) 
Ein eingeborenes Oeschlecht vom Preuss. Uradel, das 
aus den Samlande stammt und nie ausgebreitet war. Sein 
gleichnamiger Stammsitz liegt im Fischhausischen. Es 
zeigt sich zuerst im 11). Jahrh. und erlosch in Mannsstamm 
kurz vor 1548 mit Dionysius v. P. auf Reddenau, Wang- 
niskeim etc. Seine Schwestern heiratheten in die Fami- 
lien T. Tranckwitz, v.Oaudecker, v. 'faubenheim, v. Cil.m- 
merer und v. Niederbach. 
Schild: W. mit nacktem brll.unlichen Arm, dessen 
Hand 2 Straussfedern, eine # und eine g. hält. 
Helm: Schildfigur. 
Decken: # u. w. 


Pomt-Iske, (Taf. 46.) 
Ein in Westpreussen schon im 14. Jahrh. als sehr 
angesehen auftretendes Oeschlecht, dessen Stammgut Or. 
Pomeiske in Cassuben (Kr. Bütow) liegt. Es war nie 
zahlreich an Mitgliedern und erlosch am 20. Mai 1785 
mit dem Preuss. Oenerallieutenant und Chef eines Drago- 
ner Regiments Nioolaus Albrecht v. P. auf Pumei..ke. 
1::1 chi I d: Schräglinks getheilt, oben auf W. ein wach- 
sender naturfar\Jener Hirsch, unten von B. und W. ge- 
schacht. (Auch B. und G.) 
Hclm: Dpr Hirsch wachsend. 
Decken: b. u. w. 


..omiall, P. v. Dietrichsdorf, (Taf. 46.) 
Von polnischer Extraction, aber schon um die Mitte 
des 15. Jahrh. in Preussen angesessen, bellonders auf 
Dietrichsdorf in Neidenburgi!lchen, woher auch der Beiname. 
Andere 0 üter 'Waren Damerau, Oilgenau, PrzeUenk, be- 


sonders auch Kobulten im Ortelsburp;ischen. Nacb nicht 
ganz geringer Ausbreitung erlosch die J<'amilie, aus der 
im 7 jährigen Kriege mehrere mit Auszeichnung gedient 
haben, zu Anfange dieses Jahrhunderts mit den Nachkom- 
men der heiden tapfern Brüder, des Obersten Johann Ja- 
cob v. P. und des Majol"8 Oeorg Christoph v. P., dem 
1806 als Landrath zu Reell fungirenden Johann Albrecht 
v. P. der nachher für todt erklärt wurde und seinen Brüdern 
und Vettern. Die Letzte ihres Stammes wird Leopoldine 
T. P. vcrm. Majurin v. Beust gewesen sein. die am 24. Oe- 
tober 1880 starb. 
Schild: O. mit # vorsich hingewendetenStierkopr. 
der mit einem Schwert schräglinks durchstochen ist. 
Hel m: gekr.; hauender geharnischter Arm. 
Decken: # und g. 


Pörlein, (Tar. 46.) 
. Alt: Pörle, Pörl, Börl, ein eingeborenes Oeschlecht 
Preus8ens im Bartergau, das im 15. Jahrh. mit Hcinrich 
v. P. auftritt. Marklack war sein Hauptsit.z. Stets von- 
geringer AU8breitung erlosch es 1579 oder 1580 durch den 
Tod l3ebastians v. P. auf Marklack, Gurren, Sausgehrken 
und Plauen früher Amtshauptmanns zu Labiau, dessen Kin- 
der siimmtlich jung starben. Scine Schwestern heiratheten 
in die J<'amilien v.Oelssen, v. Königsegg, v. Rosenau und 
'v. Hohndorf. 
Schild: Von # nnd O. quergetheilt mit 3 neben- 
einandergestellten b. Spaten mit w. Stielen, der mittlere 
gestU rzt. 
Helm: 3 Straus8federn, g.-#-g. 
Decken: # u. g. 


" 


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Por.UKBI, (Taf. 46.) 
Alt: Partigal, desBen Stammgut gl. N. in H. A. Bran- 
denburg liegt. Es ist eins der Attesten und angesehensten 
Oeschlechter Preussens von eingeborenem Adel und war 
früher ziemlich ausgebreitet und ansehnlich begütert. Die 
ordentliche Stamm reihe beginnt mit der Mitte des 15. Jahrh. 
Mükiohnen, Keimkallen, Laxdoyen, Perscheln und Oab- 
dittcn waren seine HauptgIlter, die es allmählig einbüsste.. 
Den letzten Orundbesitz hatte der Capitain a. D. und nach- 
her Kasemeninspektor Carl Ernst v. P. auf Mükiehnen 
1800, der nur Töchter hinterliess, ebenso wie der eine 
seiner beiden Brüder. Die noch heute seit c. hundert 
Jahren in Westphalen blühenden v. P. stammen aus dem 
Hause Laxdoyen, das von den Erben des letzten Besitzers 
um das Jahr 1737 verkauft wurde. Die Familie hat mit 
grosser Auszeichnung im Preuss. Heere p;edient. 
Schild: R. mit w. Renkrecht stehenden Knebelspies8 
über dem 2 w. Pfeile ins Andrea8kreuz !l:elegt sind. . 
Helm: r.-w. bewulstet, Pfauen8chwanz. 
Decken: r. u. w. 


PotrUteu. (Taf. 46.) 
Aus dem gleichnamigen Rittergute im Ermlande Rtam-. 
mendes eingeborenes Adelsgeschlecht, das nie zahlreich 
an Milgliedern war, im 14. Jahrh. zuerst urkundlich auf- 
tritt und bald nach 1556 mit Philipp v. P. auf Potritten. 
dessen Ehe mit )(argarethe v. Tranckwitz ohne "ö\ane 
blieb, erlosch. Seine Bchwestern heiratheten in die }'ami- 
lien v. Jajl;enreuth, v. Zincken, v. Tranckwitz und v. Sack. 
Schild: O. mit einer hinter einer r. Zinnenmauer 
hervorwachsenden :t:I: gekleideten Frauenllperson die 2 ge- 
wundene w. H1a>lhörner an den Mund setzt und lange 
Ohren oder Hörner hat. (Oötzenbild P) 
Helm: Das Frauenbild wachsend. 
Decken: # u. g. 


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" ... 


.......
		

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			'. 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


88 


pötten, Putten, (Taf. 46.) 
Eingeborenes Oeschlecht Preuss('ns von geringer Aus- 
breitung, in I!pätcrer Zeit im Fischhaullisehen auf Linckau 
gese8sen, zulctzt im Ragnit8chen auf Or. und Kl. Walul- 
len und Wabbeln, demnächllt auf Nickelsdorf im 'l'apiau- 
scheu. Dies belIalls Christoph v. P.. der 1715 sein 
an- 
ses Gesohlecht beschl08s, da er aUII seinen beiden Ehen 
mit einer geb. v. Aulaek a. d. H. Mülgen und einer geb. 
Truchsess von Wetzhaullen a. d. H. Gr. Klitten, die ihn 
überlebte, keine Söhne hintcrliells. 
Sc h il d: Von O. und B. quergetheilt, oben wachsen- 
der # Adler, unten S w. Rosen 2. 1. 
Helm: Offener von o. und B. nbereck getheiIter Flug 
Ton dem die untere Hälfte jedes Flilgell'l mit einer Rose 
in verwechselten Tinkturen belegt ist. 
Decken: b. u. g. 


J 


Pra"da, (Tal. 46.) 
Polnillehes in Preussen schon in der 2. Hälfte des 
15. Jahrhunderts und zwar in Masuren be
ntertell, ziem- 
lich ausgebreiteteIl Oellohleoht. Hans v. P. auf Powirllen 
und Oorau im Neidenburgischen 1478. Nach let7.terem Oute 
Dannte eil sich auch Oorowski, nach einem andern Gute in 
jent'r Oegend auch Wiersbowki und nach Sedlauken in 
Pr. MarkiRohen auch Sedlnitzki. Im Anfange deli 17. Jahrh. 
war die FKmilie noch sphr zahlreich an Mitgliedern, doch 
seigen sich in der 2. Halft<, desselben nur noch Oeorge 
T. P. 1654 von der Pr. Markillchen und Jacob v. P. 1665 
"fon derNeidenburgisf'hen Linie aufThymau gesessen. Sie 
sind als die Letzten anzusehen. 
Schild: Ho mit einem g. hinter einer r. Zinnenmauer 
hervorwachsendnIl Löwen. 
Helm: gekr ; der Lllwe (wachsend). 
Decken: b. u. g. 


,- 


Prebentow, (Taf. 47.) 
Von dieser cassubischen, in ihrer Heimath in gräflicher 
Linie noch fortblnhenden Familie die für eines Stammes 
mit den v. Wilm8dorff gehalten wird, machte sicb Hans 
T. P. gegen Ende deB 16. Jahrh. in Preussen auf dem Rit- 
tergut Kauckern im )n8terburgi8chen ansässig. Er t 1608 
in Livland und hinterlie8s, so viel bekannt, nur {'ine an 
8ebastian v. Oötzen auf Kaukern und Kumehlen vermählte 
Tochter. 
Sc h il d: B. mit t+ aufllpringendem Wolf. 
Helm: Der Wolf wachsend. 
Decken: b. u. ;ft. 


.. 


Pregel ., (Taf. 41.) 
Diesel! auch Preger mitunter geschriebene Oeschlecht 
Preussens ist nicht ein Zweig der v. l'rejrer im Hochstift 
Iderseburg, wie das Wappen ausweist, sondern andern und 
zwar wohl Prcu8s. Ursprungs. Um die Mitte dos 15. Jahrh. 
zeigt es sich reich - denn ihm 

hörte das Städtchen 
Land8berg und die Pehstenllchen Guter. - aber von lIehr 
geringer Ausbreitung. AIII Letzter selD
s Stammes er- 
lichcint dcr bald nach 1547 verstorbene MIChael v. P., Horr 
der gedachten Güter, dio er 1547 lIämmtlich verkaufte und 
Terpfändete, nachdem er seinen einzigen Sohn Nicolaus 
T. P. jung verloren hatte. 
80 bild: # mit 3 Sparren, deren oberer g., die andern 
w. sind. 
Hel m: Wachllendes # gekleidetes, rechtshinR"l'kebrtes 
Frauenbild mit langen hintcn hinabhängende.n H..arzopf, 
in der Rechten 3 Straussfedern, cine # zWIschen 2 w. 
haltend. 
Decken: # u. w. 


'\ 



j- 


Pre.,;el .., (Taf. 41.) 
Vergl. den vorillen Artikel. Wie "forstehend geben 
das Wappen fast alle älteren handschriftl. Preuss. Wappen- 
bÜcher; in Praetorius PreuIIs. Schaubühne B. XVIII (Ms.) 
ist dall
elbe jedoch anders beschrieben und zwar so, das. 
8ich darnach nur diese zweite Abbildung entwerfen liess. 
Wir geben den schwer verständlichen Blason des Autors 
wörtlioh wieder. 
Schil d: ,,0., worin in der Mitten ein liegendes N., über 
dem Mittelstrich gehen zwei umgekehrte # Sparren, doch 
dass der letztere Sparren noch einen 8t1hrägbalken, auf # 
neben sich hat. Unter dem Mittelstrich zwei SchrAgbal- 
ken #." 
Helm: .Ein # Finge), worin das w. N." 


Pretla
k, (Taf. 47.) 
Ein urpreu8siscbes Oescblecht, von geringer Ausbrei- 
tung und Begilterung. 8ein Stammgut gl. N. liegt im H. 
A. Harthen, wo es, sowie im Oerdauischen mehrere Jahr- 
hunderte lang gesessen hat. AlB Letzte dieses Oeschlechts 
in PreU8sen el'lloheinen die GeblUder Wilhelm v. P. aufGr. 
Sobrost notlh 1630, der so viel bekannt nur eine Tochter 
verm. v. Bronsart hinterliells und Andrea8 v. P. auf Pret- 
lacken und MoItheinen 1621, dessen Ehe mit einer geb. 
T. d. Albe kinderlos gewesen zu sein scheint. Einer di&- 
lies Oeschlechts wandte sich, vermuthlich im 17. Jahrh. 
nach Franken, wo seine Nachkommenschaft noch Ende deI 
Torigen Jahrhunderts blühte. - 
Sc h il d: B. mit w. rechtshingekehrtem Halbmond, "for 
dem 8 g. übereinandergesetzte Sterne. 
Helm: 8 w. Lilien auf gr. beblätterten Stengeln. 
Decken: b. u. w. 


........ 


PreU88 I, (Taf. 41.) 
Dasjenige Polnische Oesohlecht v. P. welches im 
"forigen Jahrhundert Tengutten besass und in PreuKsen er- 
loschen ist, führt nach Ausweis der Siegel folgendes 
Wappen. 
Sohild: B. mit g. anfwArtsgekehrten Halbmond, auf 
dem ein g. Orabkreuz steht, das von 2 g. Sternen besei- 
tet ist. 
Den Schild deckt eine gr088e adelige Krone. 


Prell8'" .., (Taf. 47.) 
Ein gleichfalls Polnisches Ad
lsgeschlecht, .
a8 sich 
als in Masuren begütert, schon.I n der 1. Halfte. des 
16. Jahrh. nachweisen läs8t und hIer besonders KI. Tlrsen 
in Soldauischen, dann aber hauptsächlich Marien
elde im 
Osterrodischen Jahrhunderte lang besessen hat. DIe letzten 
Zweige dieser J<'amilie finden lIieh gegen Ende des 16. Jahrh., 
in dt'ssen erster Hälfte sie noch sehr stark an männlichen 
Mitgliedern war. Eil sind drei Wappenformen in Oe- 
brauch: 
Schild: R.mitW. auf 2 ringförmig übereinander zu- 
sammengelegten Scusenklingen IItehendo's Patriarcbcnkreuz, 
das am untern linken Arm gestümm{'lt ist. 
Helm: gekr.; autgerichtetes, geharnischtes und be- 
sporntes Bein. 
Decken: r. u. w. 


Pre"
8 111, (Taf. 47.) 
Vgl. den vorillen Artikel. 
8ehiId: R. mit 2 w. nebeneinander gestellten ge- 
stürztcn St'nscnklingen, fiber denen ein g. Kreuz schwebt. 
Helm: gekr.; 8 Btrau8sfedern r. u. w. 
Deoken: r. u. w.
		

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			8' 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


PreU88 IV, (Tar. 47.) 
Vgl. den Artikel Preuss 11. 
tichild: R. mit w. auf w. gestürzten Halbmond ste- 
henden Patriarchenkreuz, das an dem untern linken Arm 
gestümmelt i8t. 
Helm: gekr.; hauender geharniscbter Arm. 
Decken: r. u. w. 


.-rt"U88 ", (Tar. 47.) 
Die T. P., welche im 16. Jahrb. aur Pistkeim im Al- 
lensteinischen 8assen und von denen ein Zwei
 auch im 
17. Jahrh. in Westpreu8sen begütert war, fiihrtcn das 
Wal'pen Pomian. 
".appenbeschreibung: Siehe Pomian. 


Prömock, (Tar. 47.) 
Alteingeborenes Preussische8, vil'lleieht den v. Portu- 
gal Htammverwandtes Oeschlecht, das seine Hauptgnter 
Borcken und Markienen fast bis zu seinem Erlö8cben con- 
senirt hat. Dies geschah nach nieht bedeu
ender Aus- 
breitung der Familie durch den 1782 erfolgten Tod de8 
"Majors Ingerslebisclwn Garni80n-Regiments Johann Jacob 
T. P., der Oabditten bis 1768 besass. Sein Bruder war 
"bei Zorndorf gcblieben; von seinen Schwestern überlebte 
ihn Jobanna Charlotte v. P., die Stift8friiulein im v. Ca- 
nitz'schen Stift in Köni
8bcrg war und am 20. Januar 1801 
starb. 
Schild: B. mit w. Knebel
piess mit g. Schaft über- 
deckt im Andreaskreuz von 2 Pfeilen mit g. Schöften und 
w. Spitzen und Gefieder. 
Hel m: Zwei Straus8federn, eine w. uud eine :1:1:. 
Decken: b. u. g. 
'-rzleskl, (Taf. 47.) 
Ein in Westpreu8sen im 17. und 18. Jahrh. spärlich 
Torkommendes Oeschlecht das aus Cas8uben zli stammen 
scheint. 
Sc h i I d: Schildesfuss, schräg gescbacht oder geweckt; 
obun springemlür Hil'scb. 
Helm: 3 Lilien auf beblAtterten Stengeln. 
Uecken: 


.»..,wh, (Taf. 47.) 
Unter diesem Namen blühte ein Zweig des bekannten 
schlesischen Oeschlechts v. Dusch lÄngere Zeit iu Preu8sen 
Hans v. P., Amtshauptmann 7.U Ortel8bur
, dann zu An- 
gerburg (1542-60) erwarb Ei8erwagen in Tapiauschen, dann 
aber Siewken im H. A. Angerburg, das seine Nllchkom- 
men bi8 znletzt con8ervirten. Die Lctzten ihrcs Stammes 
in l'reussen waren die Oebrüder Fabian und Sebastian 
v. P., die 1704 Kl. Siewkon verpfändeten und Johann 
}t'riedrich v. P., 1704 noch unmündig. Von keinen dersel- 
ben Hind Nachkommen bekannt ge"Worden. 
Schild: B. mit g. aus einem HU8ch gr. Bäume her- 
vorspringenden Löwun. 
Hel m: 3 Straussfedern, eine g. zwischen 2 b. 
Decken: b. u. g. 


Q"Bt", (Taf. 48.) 
Von diesem altcn .Niederrheini8chen Oeschlecht stand 
ein :Mitglied Carl 8igruund v. Q. als Lieutenant beim Dra- 
goner-Regiment v. Plettenberg -in Tilsi und t 1753 am 
19. Januar, ein anderer als Capitän bei demselben Regiment 
t 1764 und besass Or. und Kl. Bredauen, Prusischken, 
Schwederlaucken nnd Oer,.isohkehmen im Insterburgischen. 
Schild: R. mit 2 w. abweoh
elnd gezinnten Quer- 
balken. 


Hel m : Inmitten eines offenen r. Fluges ein wacla- 
"sender w. Bär. 
Deoken: r. u. w. 


Haab, gell. ThiUell, (Taf. 48). 
Ein Curländisches Oeschlecht, da8 in Prenssen vor- 
übergehend Orundbesitz hatte indem der churplälzi8ehe 
Kammerherr "J<:1'D8t Johann v. R. g. Th. das Out Kora- 
lischken im 11. A. Memel bis 1794 besass. 
Schild: G. mit # aUR der 
Iitte des oberen Schild- 
rands herYorhängender Ringkette , die unten in 2 Wider- 
haken (Ankerhllken) endigt. 
Hel m: 2 Straussfl'dern, eine g. und eine #. 
Decken: g. u. #. 


Uabt", Raabe, (Taf. 48.) 
Wie es scheint hllt 8ich deI' Ahuherr der PreuslI. Linie 
dicses bekannten in seiner I1eimath, dcm "ogtlande, einst 
stlirk aU8gebreiteten, hier jctzt auch erlo
chenen alten Adt'ls- 
ge8chlechts, zuerst in Westprl'ulIsen und zwar schon in der 
I. Hälfte de8 15. Jllhrh. niudergelallsen. !Sf'in Sohn oder 
Enkel Matthia8 v. R. be8uss aber sehon Oüter in 08t- 
preu8sen wie auch des8en lilie Nllehkorumen, von denen 
mehrere Oenerationen noch die Westpreussiehen Güter, 
unter denen Crixen, Bandtken u. Waplitz die hauptsächlichsten 
warcn, consorvi!'teJJ. In Ostl'reu8Sell waren die vornehmstf'11 
Güter 8chettnienen, Klanckcndorf. KI. ßlaustein, Kanothf'n, 
und Brolost. Oll!! Gesl'hlecht hielt anfänglich zum Preuss. 
Bunde und diente dem Reiche Polen in mehreren hohen Char- 
gen im 15. und 16. Jahrh. Dic ISchettniener Linie erlosch 
im Deobr. 1713 mit dem Poln. Major Jl,)hann Dietrich T. 
R. dl'r 8chettnienen verpfändete, die H1austciner Linie 178& 
mit dem Preu8s. Cornet Oeorge Ehrentreioh (al. Oeorge 
Ernst) v. R.; aus der WaplitzMchen Linie war 1795 der 
Letzte Fähnrieh beim Hausenschen Infanterie-Regiment. 
Aber späte!' finden sich noch (11'106) einige Herren v. R. 
in der Prcuss. Anuee, die wshrscheiulich aus Preussen 
stammten; ob dies mit dem Obristen Christoph Rudolph 
v. R. der Fall war. der 1181 I:!onnenherg kaufte, ist un- 
gewills. 
Schild: Von O. und # vif'nnal quergestreift. 
Helm: Ein Rabe mit g. Ring im Sehnabel, zwischen 
2 wie der Schild gezeichncten und tingirlen Düffelhörnern. 
Decken: 4:t u. 
. 
Anm: SieR'el zeigen auch 2 fällig£' Querblllken, auoh 
steht der Rahe bisweilen auf einer r. mit Hermelin aufge- 
stülpten ?!I ütze. 


Rada.., (Taf. 4t!.) 
Ein alteingeborenos Geschlecht Preussens, dass nach 
seinem SitzgutAnl]:litten odcr Angnitten auch diesen Namen 
zeitwplse geführt hat. Niemals ausgebrl'itet erlosch die 
Familie mit dem einzigen noch 1650 lebcnden Sohn des 
Preuss. Rittmeisters Kurowski8chen Regiments Balthasar 
v. R.. dessen beide Tljchter in die Familien Gans zu Put- 
litz und v. Kikol heirathetpn. 
Schild: W. mit 8 b. Pfeilcn, zwei über den 3. senk- 
reobten ins Andrcaskreuz gclcgt, überdeckt von eincm r. 
Querbalkt'n. 
Hel m: 3 w. Lilien auf gr. hl'hlätterten Stengeln 
zwischen 2 b. nach unten spitz zusammengetietzten Pfeil- 
eisen. 
Decken: r. u. w. 


Hadeht"i..., (Taf. 48.) 
Ein wahrscht'inlich fränkisches Oeschlecht von dem 
Oorbard T. R. 1478 ein Out im Oebiet Balga besass und 


\ 


" 


\. 


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AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


65 


-nur eine Tochter hinterliess, die in die Familicn v. d. Mo- 
ael, v. Oattenhofen und v. Nostitz heirathete. 
Schild: R. mit 3 w. Ringen 2. 1. 
Helm: Zwischen 2 r. je mit 3 w. Ringen bezeiohne- 
ten Ohren 2 von W. und # quergetheilte Bi1ffelhörner, 
die einen # Hut mit w. Stulp cinschliessen. 
Deoken: r. u. w. 


RadiuK, (Taf. 48.) 
Unbekannter Herkunft und ßeimath. Im Jahre 1729 
priidentirte der Lieutenant Becheferschen Regiments Ale- 
xander Carl v. R. das Gut Rudzien im H. A. Angerburg 
und später besass der Capitän Albrecht Wilhelm v. R., 
der 1765 schon todt war, das Out Or. Lentzk im Soldau'- 
8chen, das nachher an seinen Schwiegersohn, einen Herrn 
v. Müller kam. 
S ch ild: Zwei gegen einandcr gekchrte Oreifenköpfe. 
Helm: . 
Decken: 


Radkau, (Taf. 48.) 
Auch Rndeck, Radtke, Radecke. Ein altes Oeschlccht 
unbekannter Herkunft, von dem lIich zuerst 1550 ein .J\.Iit- 
glied au( Michelau im H. A. Schönberg angesessen Zeigt. 
Seine wenig zahlreiche Nachkommenschaft wohnte in Ost- 
preussen, in don Aemtcrn Rastenbnrg, Pr. Mark, Barthen, 
Tapiau und Sehesten und erlosch kurz vor 1686 mit dem 
Polnischen Obersten Otto Friedrich v. R. auf Wangotten, 
Seelnck und Olodowen, sowie Pfandherrn aufOerkendorf, der 
Söhne nicht hinterla8sen hat, 
Schild: Inmittcn eines Hirschgeweihes ein wachsen- 
der Stier, zwisohen dessen Hörnern ein Stern blinkt. 
Helm: gekr.; die Schildfigur. 
Decken: 



 


Radzilnillskl, (Taf. 48.) 
Ob allo Träger dieses Namens die sich in Preussen 
zu versehicdenen Zeiten und in verschiedenen Oegenden 
zeigen, Nachkommen eines Ahnhorrn und des Stifters dor 
Preuss. Linien 8ir.d, lässt sich nicht sogleich entscheiden. 
Sclion 1540 kaufte Stanislaus v. R. das halbe Dorf Schmig- 
walde in Osterrodischen. Eine andere Linie sass zu Ende 
des 16. und im 17. Jahr. im H. A. Neidenburg, nament- 
lich auf Sagsau. Aus dem Hause Pentzken und Sa- 
chcn lebten 1800 7.wei Brüder Thomas und Oregor v. R. 
und um dieselbe Zoit besass PeteI' v. R. Lichtenhagen, 
nachdem er Pistkeim 1796 verkauft hatte. Der Letzte die- 
-ses Oeschlechts lebte noch vor 25 Jahren. 
Sc h i I d : Ein hinter eine!ll Dreihügel hervorkommen- 
der geharnischter Arm, der emen Pfeil schwingt. 
Helm: 
Decken: 


, 


Ramel, (Taf. .48.) 
Von diesem angesehenen pommerischen. in seincr Hei- 
math noch blühenden Oeschlecht, besass cin Mitglied das 
Gut Or. Boyden im H. A. Pr. Mark, das seine Wittwe im 
.Jahre 1679 verkaufte. 
Schild: Quergetheilt; obenauf R. eing.Stern, unten 
von # und W. geschacht. . 
Helm: #-g.-r. bewulstet; 3 von dIesen Farben schräg- 
gestreifte Spickel deren jeder oben 3 Hahnenfedorn, r.-#-g. 
trägt. 
Decken: linl,s: r. u. g., rechts: # u. w. 
RRIIChlll, (Taf. 48.) 
Eine französisohe Refugi
familie, aus .der der Preus8. 
Lieutenant Johann Heinrich v. R. (der mIt H. 8. v. Per- 
VI. 4. 


I 
T 


, 


-- 


bandt a. d. H. Nauten vermiihlt war) die Oüter Höfen und 
PlösBen im H. A. Pr. Holland kaufte; aber 1737 wieder 
verAusserte. Er lebte noch 1750 als CapitAn; NachkoDl- 
mon von ihm sind nicht bekannt geworden. 
Sch ild: Querbalken, darüber nebeneinander 3 Sterne. 
Den Schild deckt eine groB8e adelige Krone; Schild- 
halter 2 Engel. 


Raoul, (Taf. 48.) 
Französischen Ursprungs. Johann Heinrich v. R., 
Preuss. Rittmeister beim Bayreuth'schen Cürassier-Regi- 
ment erheirathete mit seiner Oemahlin geb. v. Staden das 
Rittergut Polennen im Fischhausischen. Er hatte 2 Söhne, 
von denen der ältere, Gottlieb v. R. 1750 Lieutenant 
Regiments Dohna das Out besass. Nachher zog die Fa- 
milie aus Preussen fort. 
S chi 1 d: Querbalken mit 3 Lilien. 
Helm: 
Decken: 


Rappen I, (Taf. 48). 
Von diesem bekannten Curliimlischen Geschlecht haben 
sich im Laufe der Zeit mehrere Linien in Pl'oussen etablirt, am 
frühesten die hier am längsten blühcnde, mit dem PreulIB. 
KanzlerChristoph v. R., der die grossen Bledau und Sudnicki- 
schen Oüte!' im Samlande acquirirte und 1619 starb. Seino 
Nachkommenschaft war ziemlich zahlreioh, stets wohlbe- 
gütert und in ansehnlichen Aemtern. Hier erlosch diese 
Linie mit Ernst Friedrich v. R., a. d. H. Sudnicken, Preuss. 
Cornet beim Cürassier-Regiment Buddenbrock, der 1742 ent- 
lassen wnrde und aus dem Lande ging, und nachher 1784, 
in Dänemark gelebt zu haben scheint. Aus dem Ange- 
rappischen Hause waren die Letzten die Oebrüder Fried- 
rich Fabian 1752. Stabsrittmeister beim Cürassier-Regiment 
Schönaich und Carl Andreas v. R., 1746 Unteroffizier 
beim Infanterie-Regiment v. Schlichting. Die anderen Linieu 
waren von kürzerer Dauer; die zu Korben, um 1700 etablirte 
erlosch gleichfalls um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, 
die seit 1698 zu Pötschendorf gesessene, endete schon mit 
dem Erwerber deR Guts, der nur eine Tochter hinterliess 
und die zu Perwissau um 1630 begründete, wurde 1657 
nur durch ein Mitglied Christoph v. R., Churbrand. Lieu- 
tcnant beim Cürrasier-Regiment v. Polentz reprässenlirt. 
Nachkommen von ihm sind nicht bekannt geworden. 
Schild: W. mit 3 # Sparren. 
Hel m: Ein # Sparren inmitten eines offenen Fluges, 
dessen erster Flügel, w. der andere # ist. 
Decken: w. u. #. 
RappeIl 11 a., (Taf, 49.) 
Von den beiden Adelsgesohlechtern dieses Namens, 
welche einst in Preussen blühten wird dem Andern von 
einigen Oeneralogen Thüringen zum Vaterlande gegeben, 
was abcr nach Ausweis der vorlie
enden Siegel falsch ist. 
Denn diese zeigen das nachstchende Wappen, währcnd 
das Thü,'ingische Oeschlecht einen vor sieh hingekehrten 
Stierkopf im Schilde und auf dem Helm 3 Lilienstäbe führte. 
Das hicr in Rede stehende Oeschlecht trat zuerst in 
der 1. Hälfte des 16. Jahrhunderts in Preussen auf und 
besass lange Zeit hindurch die Oüter Oilgebnen und WeB- 
kenitten im Oberlande. Nach mässiger Ausbreitung er- 
losch das Oeschlecht zu Anfanj\'e des 18. Jahrhunderts mit 
JohannFriedrieh v.R., der 1710 Bauditten und Girsteinen 
besass und dessen Schwestern in die Familie v. Kleiss und 
v. Below heiratheten. 
S oh il d: Oeharnischter mit einem Schwert bewehrter 
Arm. 
Helm: Der Arm. 
Decken: 


17
		

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.. 


" 
-- 


«16 


AUSOE8TORBENER PREU8SISCHER ADEL. 


Rappen 11 b., (Taf. 49.) 
Vergl. den vorigen Artikel. Es finden sich den Sie- 
geln zufolge zwei Wappenformen, die "ndere ist die fol- 
gende. 
Sc h il d: Quergetheilt, oben ein aus dcr Section her- 
Torkommender, geharnischter, ein Schwert schwingender 
Arm. 
Hel m: Der Arm wiederholt. 
Decken: 


Ratzen, (Taf. 49.) 
Unbekannten UrspnlDl!s; haben in Masuren elDlge 
kleine Oüter besessen und waren stets arm an Mitgliedern. 
Obgleich ein urkundliches Zeugniss auf eine frühere An- 
sässigkeit in Preus8en hindeUtet, so finde ich doch zuerst 
bier den Rittmeister Katt'schen Cürassier- Regiments 
v. Ratzen 1753, dessen Tochter einen Herrn v. Schorlemmer 
beirathete. Otto Oottfried v. R., Premierlieutenant beim 
Infantel'ie-Regiment v. Below starb 1758 an seinen bei 
Zomdorf empfanKenen Wundcn. 
Schild: Das Obertheil eines Oreifen, doch ohne die 
V orderfüsse. 
Helm: Zwei dergleichen Oreifenbilder gegeneinander 
gekehrt. 
Decken: 


Raul!iehke, (Taf. 49.) 
Auch früher bisweilen Rausky, Rauschkcn, früher Rus- 
kau, alteingeborenes Geschlecht dpr südlichen Oegenden 
Ostprellssens, wo zuerst Heinrich von R. 13ti4 auf Rauseh- 
ken, 1410 als Beisitzer des Hohnsteinillchen Landgerichts 
auftritt. Unter seiner nicht sehr zahlrciohen Nachkommen- 
Bchaft, die beträchtlichen Orundbesitz hatte, besonders 
zu Kirschnehnen, Nadrau, Eiserwagen u. a. befanden sich 
mehrere hervorraA'ende Männcr, zu dencn auch der Letzte 
Beines Stammes Christoph Albrccht v. R. gehört, der, 
nachdem sein einziger Sohn Ludwig im August 1702 ge- 
Btorben war, al8 Landhofmeister des Königreiches Preus8cn 
und Ritter des schw. Adlerordens durch seinen im Jahre 1725 
erfolgten Tod sein ganzes Oeschlecht beschloss. 
8 c h il d: Ein hinter einer r. Zinnenmauer in das obcre 
b. Feld hinaufwachsender g. Löwe. 
Helm: gekr.; der Löwe. 
Decken: r. u. g. 
Rauter, Rautter, (Taf. 49.) 
Ein altes österrt'ichisches Ocschlpcht, das Nicolaus 
v. R., ein Söldnerhauptmann im Hülf
heere des D. Ordens 
1454-66, nach Preussen verpflanzte. Er erwarb die 'Vil- 
kam'schen und Or. Wolff
dorf'schen Oüter, deren erstere 
seine Nachkommen, die sich beträchtlich ausbreiteten 
bis zum Erlöschen der Familie gehört haben. Diese zählte 
zu den angesehensten und wohlhabendsten in Preussen 
und hatten mehrere ausgezeichnete Civilbeamte und Kriegs- 
offiziere henorgebracht. Das Geschlecht erlosch mit dem 
ältesten von I) Brüdern, Oustav Ludwig v. u., Erbh. d. 
"Wilkam'schen Oüter, der ums Jahr 1815 mit Hinterlassung 
Ton nur zwei Töchtern starb, von denen die jüngste Auguste 
v. R. sich mit den Lieutenant v. Pressenthin auf Kanothcn 
'vermählte, auf 
en die Güter, sowie auch der Name und 
Wappen des Oeschleehts übergingen. 
t:!child: R. mit w. schrägrechtcn schwebenden Zinnen- 
mauer8trich. 
Hel m: Wie der Schild gezeichnetor und tingirter Ad- 
1erflügel. 
Deoken: r. o. w. 
An m.: Der Flügel wird auch öfters schwarz tingirt 
und dur Mauerstrich auch als ein knorriger, an der obern 
Seite S mal stompfgeasteter Baumstamm dargestellt. 


liSTen, (Taf. 49.) 
Aus dem Hause Or. Luckow stammte Oustav Ludwig 
v. R., Preostl. Lieotenant des Suter'schen Husaren-Regi- 
ments u. Erbh. auf Holtzendorf bei Pasewalk, der Bein 
altes Mccklenburgisohes und gegenwärtig in der Ukermark 
schon frühzeitig begütertes Oeschlecht vorübergehend nach 
Preussen verpflanzte. EI' acquirirte hier die Oüter Robit- 
ten, Oallingen und MaA'lren um 1785. Sein ältesteI' Sohn, 
der Lieutenant Otto Wilhelm Ludwig v. R. besass Damerau 
in Masuren im Jahre 1800. Der Orundbesitz ist längst - 
aufgegeben und die Familie in Preussen nicht mehr vor- 
handen. 
Schild: W. mit naturfarbenem Panther der ein gr. 
Lindenblatt im Maul hiilt. 
Helm: gekr.; 3 r. Straussfedem. 
Decken: r. u. w. 


RI111'a, (Taf. 49.) 
Ein schlesisches Oesohlecht, von dem ein Mitglied die 
Oüter Sczuplin und Neudorf im H. A. Gilg'enburg besass. 
Nach des Be8itzers nicht lange vor 1783 erfolgtem Tode 
worden die Oüter von sciner Wittwe wieder verkauft. 
Schild: W. mit g. Blumentopf aus dem an gr. Sten- 
geln S r. Rosen empor8priessen. 
Helm: Die Schildfigur. 
Decken: r. u. w. 


'" 


liedern, (Taf. 49.) 
Von diesem alten und angesehenen Mittelmilrkischen. 
noch jetzt in der Provinz Brandenburg ansehnlich begü- 
terten, ur8prünglioh aus dcm Anhaltischen stammenden Oe- 
schlecht habcn sich zwei Linien in Pl'eussen niedergelassen. 
Die ersto mit dem Churbrand. Obersten, Oouverneur und 
Amtshauptmann zu Memel, Adam Valentin von R. (t 1653). 
der das Gut Tauerlaucken besass, das aber seine Nach- 
kommen nicht conservirten, die andere mit dem Lieutenant 
Hans Sigmund v. R., der 1695 Loyden im H. A. Barten- 
stein kaufte, dies Out und Pilwe vermachte sein einziger, 
unvermählt gebliebener Sohn Wilhelm Ludwig v. R., 
Preuss. Major (i" S. September 17tH) seiner Cousine der 
Frau v. ßelow geb. v. d. Murwitz. 
Schild: W. mit r. mit 3 g. Sternen besetzten Sohräg- 
rechtsbalken. 
Helm: Wachsender Ritter in w. Rüstung, in jeder 
Hand eine r. mit 3 g. Sternen bezeichnete spitzige Fahne 
haltend" und auf dem Helmc mit einer derg\. rechtshin- 
wehendcn Fahne besteckt. 
Deoken: r. u. w. 


Redeutiell, (Taf. 49.) 
Ein dem gleiohnamigen Orte Westpreussens entspros- 
senes sehr angesehenes Uitterges(lhl(>cht, das sich zuerst 
im 14. Jahrh. zeigt und im 16. erloschen ist. Es gehörte 
zum Preuss. Bunde und wurde zuletzt ganz polonisirt. 
Die Letzte ihres Stammes war anscheinend Sophia v. R., 
die 1560 Andreas y. Lubitsch auf Rauschken zur Ehe 
hatte. 
Sohi Id: Tnrnierlanzeneisen oder Roohe. 


lCegetteln I., (Taf. 49.) 
Eines der vornehmsten und ältesten Oeschleohter des 
Ermlandes, aus dem gleichnamir,en Orte desselben entspros- 
sen, zuerst im ,14. Jahrh. auftretend. Niemals ausgebrei- 
tet erlosch es zu Anfan
e des 16. Jahrh. Die Töchter 
des Letzten hciratheten 1D die Familien v. Lesgewang. 
v. Prömock, v. Schlubutt, v. Löthen, v. Packmohr, v. Ko- 
bersec und v. Mcricke. 


, 


1 


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AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Schild: Drei Querbalken (R. auf W.!') 
Helm: 
Decken: 
Anm.: So siegelt der Ermländische Landrichter Jo- 
hann v. R. 1440 am Preuss. Bundesbrief. Es hat dem- 
Dach den Anschein, als ob dieses.Oeschleeht gleicher Her- 
kunft i8t mit den gleichfalls aus dem Ermlande stammen- 
den v. Kalckstein. 


Re
eUeln 11, (Taf. 49). 
Vergl. den vorigen Artikel. Uebereinstimmend geben 
aUe Preuss. Wappenbücher als dus Wappen die8es Oe- 
schlechts das fol
ende im Widerspruch mit dem einzigen 
bis jetzt zum Vorschein gekommenen Familiensiegel an. 
Schild: O. mit offenem r. von einem :tl Querbalken 
nberdeckten Flug. 
Helm: gekr.; offener r. Flug. 
Decken: r. u. g. 


.!> 


Regettein 111., (Taf. 49.) 
Vergl. den vorigen Arlikel. In der Raabischen gen. 
Sammlung auf der v. Wallen rod tischen Bibliothck zu Königs- 
berg ist das Wappen ganz anders, wie folgt, angegeben. 
Es walten gegen die Richtigkeit dieser Angabe aber viele 
Bedenken ob. 
S c h il d: Quadrirt mit w. Mittelschilde, worin ein b. 
Löwe 1 und 4 g. mit # halben an die Theilungslinie an- 
IItossenden Adler, 2 und 3 w. mit r. Querbalken. 
Helm: gekr.; #-gekr. Adler. 
Deckcn: links: b. u. w., rechts: r. u. w. 
Relebard, (Taf. 50.) 
Carl Abraham v. R., Poln. und Schwed. Obrist, acqni- 
rirte 1646 Runan im Samlande und war 1652 Pächter der 
Krafftshagischen Oüter. Nachkommen von ihm 8ind nicht 
bokannt geworden; es ist sphr zweifelhaft ob er zur Fa- 
milie des aus dem Hause Podelwitz in Sachsen stammen. 
den Preus. Majors Christi an Friedrich Wilhelm v. R. gehörte, 
der die Oüter Ulittehnen, Roschehnen und W onigkeim be- 
sass und am 16. Dezbr. 1819 anscheinend kinderlos (wie- 
wohl zweimal vermählt) verstorben i8t. Ein ganz anderes 
Wappen, als das folgende führen die v. R. zu Niemberg 
Imd Outenberg im 
aalkreise. 
Schild: Wachsamer Kranich. 
Hel m: geschlossener :Flug. 
Decken: 
Reit'hall, Melchior v. R., (Taf. 50.) 
Die drei Sö}.ne des CllUrbrand. Preuss. Münz- und 
Zollinspektors Christoph Melchior (t 1660) der die Oüter 
Skirbs und Linkuhnon bei Tilsit besa8s, wurden unter Bei- 
legung der Namen ihrcr resp Oüter und zwar der älteste 
als M. v. Britanien der mittlere als M. v. Skirbs und der 
jüngste Carl M. mit dem :Kamen M. v. Reichau vom Churf. 
Friedrieh IU unterm 10. Juni 1698 nobilitirt. Der Letztcre 
bcsass die Reichau'scbon Oüter im H.. A. Mohrungen und 
war Oberstlieutenant. Von seinen dreI Söhnen vermilhlte 
sich zwar der eine Carl v. R. auf Reichau, Capitän im 
Jahre 1754 mit einer Oräfin Fink von Finkenstein; hat 
aber keine Söhne hinterlassen und beschloss seinen Stamm. 
Schild: Auf W. ein # Adler mit g. Brustschildo, 
worin ein r. Stern. 
Hel m: 2 Büffelhürner, ein w. und ein #. 
Decken: w. u. #. 
Reiehenbaeh, (Taf. 50). 
Aus dieser bekannten Schlesischen Familie hatte 1635 
Heinrich v. R. das Out Fredenau im Oilgenburgischen in 


, 


1 


87 


Pacht. Hundert Jahre später, im Jahre 1746 besass der 
Oeneralpostmeister in Schlt'sien Heinrich Leopold Oraf T. 
R. die Oüter Schelecken, Olückshöfen und :Medlaucken im 
H. A. Labiau. 
Schild: B. mit w. Mithl8tein besteckt im SchAcher- 
kreuz mit 3 w. Mühlschlligeln. 
Hel m: gekr.; wachsender naturfarbener Esel. 
Decken: b. u. w. 


I1eit'henberg, (Taf. 50). 
Ein einj!'pborenes Oeschlecht WestpreulIsans, das be- 
sonders im Riesenburgischcn scine Oüter hatte und dem 
PreU81!. Bunde anhing. Es zeigt sich zuerst in der zwei- 
ten Hälfto des 14. Jahrh. Die Letzte war um 1550 mit 
einem Herrn v. d. Linde vermählt, der nach Livland zog. 
Das Wappen ist nach einem Siegel Stephans v. R., der 
1396 Pomesanischer Landschöppe war, gegeben. 
Sc h i I d: Schmalbordirtcr I::jchriiglinksbalken mit 8 Her- 
zen oder Secblätte1'll. 


Reidlmeb,ter, (Taf. 50.) 
Heimath und Ursprung sind zur Zeit noch unbekannt. 
Christoph v R. besass 1619 die Oüter Langenau und 
Orünhayo im H. A. Tapiau al8 Ahnherr der Preuss. Linie. 
Diese erlosch wenig ausgebreitet hier mit einem von 
4 Brüdprn, dem Preuss. Capitän Carl Heinrich v. R. auf 
Oenslnck der bei seinem, am 22. Novbr. 1773 erfolgten 
Tode keine Sühne aus seinen beiden Ehen hinterliess. 
Sein älterer Bruder Oottfried Salomon v. R., der 5 Jahre 
später starb, verpflanzte seinen Stamm nach dem Osna- 
brück'schen, wo er noch blüht. 
Schild: R. mit 4 w. Ringen, die durch 4 w.-blätt- 
rige Zweige kranzförmig verbunden sind, (odor: w.-blätt- 
riger Kranz, ins Kreuz belegt mit 4 w. Ringen.) 
11 e Im: gekr.; wachsendes # Ross. 
Decken: r. u. w. 


I1eimann I., (Taf. 50.) 
Die Preuss. Gcnealoj!'en gebcn an, dass die alte, wenn 
auch nicht besonders ausgebreitete, aber doch wohlbegü- 
terte und ange8ehene Familie u\'8prünglich den Namen 
Nase geführt habe. Dieses Namens finden sich auch 
wirklioh Edelleute in Preus
en im 14. und 15. Jahrh. aber 
vereinzelt und ohne erwci@lichen Zusammenhang mit den 
v. R.. die unter diesem Namen zuerst um die Mitte des 
14. J
hrh. auftreten Alles spricht für ihre }
ingeboren- 
heit in l'rcussen. Das Hauptgut der Hauptlinie Plensen 
(nebst Hcrmenhagen) im Bartensteinischcn, schon 1366 in 
ihrem Be8itz, wurde bis gegen die Mitte des 17. Jahrh. 
conservirt; die Nebenlinie zu Lablack und Gründen im 
H. A. Labiau erlosch um 1600. Als Letzte des Geschlechts 
erscheinen der Churbrand. Preuss. Oberst und Amtshaupt- 
mann zu Riesenburg Han8 v. R. auf Neudeck (t 1657) 
und seine beirlen Söhne (die noch Oeschwister hatten) Abra- 
ham und Hans Wilbelm v. R., die beide Neudeck be8assen. 
Ersterer, Churbrand. Fähnrich, lebte noch 1683 im Amt 
Balga, der andere, holländischer Cupitän, noch 1684 auf Neu- 
deck. Nachkommen von ihnen sind nicht bekannt geworden. 
Schild: # mit schmalem schwebenden g. dreimali- 
gen Zickzack, desllen Spitzen oben und unten je mit einem 
g. Kleeblatt be8etzt sind. 
Hel m: Offener # Flug. 
Decken: # u. g. 
An m. : So auch nach altcn Siegeln. Es findet sich 
anch das Wappen so angegeben, dass die 3 sparrenartigen 
Striche sich in einem r. Querbalken befinden (im # Felde) 
und dass die Flügel liuf den Helmen wie der Schild ge- 
zeichnet und tingirt sind.
		

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58 


AUSOESTORBENER PREUS8ISCHER ADEL. 


Reimann 11., (Taf. 50.) 
V gl. den vorigen Artikel. Die Preuss. handschriftl. 
Wappenbücher geben auch folgende Wappenform. 
Schild: tt. mit 3 g. Sparren. 
Helm: Wie der Schild gezeichneter und tingirtor 
AdlerflügeI. 
Decken: # u. g. 
Heimann-Golenbiewski, (Taf. 50.) 
Eine öfters gut unterriohtete Polniscbe Quelle, die der 
Notiz in v. Ledebur Preuss. Adelslex. II. 8.277 zu Orunde 
liegt, giebt als das Wappen dieser angeblich noch 1718 auf 
Szardau im Kr. Stuhm ansässig gewesenen Familie das 
nachstehende, welches anscheinend aus dem Reimann I. 
corrumpirt ist. 
Schild: "Auf R. eine w. Mauer (# ausgefugt) mit 
4 spitzigen Zinnen." 
Helm: gckr.; 3 Straussfedern (r.-w.-r.?) 
Decken: r. u. w.P 


Heischach, (Tar. 50.) 
Ein altes schwäbisches Rittergesohlecht, aus dem Jo- 
hann Friedrich Carl Frhr. R. von Reichenstein die Güter 
Klauckendorf und Kl. Trinkaus im Allcnsteinischen 1799 
kaufte und zwei Söhne hatte. Der Grundbesitz wurde 
nicht oonservirt und die Familie zog fort. 
Schild: W. mit Kopf und Hals cines # Ebers. 
Hel m: Schildfigur. 
Decken: # u. w. 


lCelthein, Reitein, (Taf. 50.) 
Es kann zweifelhaft sein, ob der NRme diese!'! altein- 
geborenen Oeschlechts einem Orte R<,tteinen (vielleicht 
auch dem Namen seines Uralmherrn Retteine) entlehnt, 
oder ein von seinem Wappenbilde hergenommener appel- 
lativischer (Beiname) ist. Es tritt znerst im 15. Jahrh. und 
zwar auch mit andern von den Sitzgütern (Carnitten und 
Kintenau) hergenommeuen Namen auf. Seine Oüter lagcn 
fast ansschliesslich in Masuren. Ausser den genannten 
waron noch Koschlau, Schildeck und Sackerau seiuc Haupt- 
güter. Nach ziemlicher Ausbreitung, besonders im 16. und 
17. Jahrh., schmolz es zuletzt bis auf die 3 Söhne Samuels 
v. R. auf .Kl. Koslau, Johunn Wilhelm, Melchior Leopold 
und FerdlDand v. R., welcbe bciden letzten den ältern 
und ihre Schwester überlebten. Johann Wilhelm v. R.t 
geb. 1744, lebte noch 1795 als Gutsbesitzer in Schlesien 
und seine Schwester damals noch in Preussen. Bald da- 
rauf ist der ganze Stamm verblüht. 
Schild: R. mit einem w.-geharnischten mit schwarz- 
befiedertem Helm versehenen, auf einem w. Rosse mit # 
Oeschirr einreitenden Ritter mit gesenkter g. Lanze. 
Hel m: Der Ritter wachsend in der Rechten die Lanze 
gesenkt haltend. 
Decken: r. u. w. 
An m.: Der Helmschmuck variirt; mitunter hält der 
Ritter in jeder Hand einen Speer; bald aufwärts, bald ge- 
stürzt; die Federn des Helmes haben andere Farben u. s. w. 


Heitzellsteln, (Taf. 50.) 
Altes angesehenes Oeschlecht des FrankenlandeB. 
V orllbergehenden Gnmdbesitz in Preussen erlan
te es durch 
den Erwerb der Rittergüter Oergehnen und Nehmen im 
H. A. Pr. Mark, die der Oberst und Commandeur des 
Finkenstein'sehen Dragoner-Regiments Carl Erdmann v. R. 
besass, aber 1765 seinem Schwieltervater, dem Major Zieten- 
schen Husaren-Regiments v. Reitzenstein cedirte. Bald 
darauf wurden die Oüter verkauft. 


Schild: R. mit w. Schrägrechtsbalken. 
. Hel m: gekr.; offener r. Flug, der linke FIngel mit 
emem sohriglinken, der andere mit eincm schrligrechwn 
w. Balken belegt. 
Decken: r. u. w. 


Hekowski, (Taf. 50.) 
Ein Cassubisches, in seiner Heimath noch blühendes 
und durch eine Reihe verdienter Offiziere in der PrenlB. 
Armee ausgezeichnetes Oeschlecht, von dem ein Zweig 
sich auch in Preussen ansässig machte, nämlich der Ca- 
pitän Carl Adam v. R. auf Kerschkow im Lauenburgischen 
der Agnittcn, Bilndtken und Marienthai gegen Ende de: 
vorigen Jahrh. in Preussen kaufte. Seine Nachkommen 
besassen das erstere Out noch vor 40 Jahren; jetzt scheint 
von der Familie Nicmand ml'hr in Preu6sen vorhanden zu 
sein. 
Schild: O. mit 2 r. Rosl'n auf gr.-beblättertenSten- 
geln nebeneinander. 
Helm: gckr.; 3 Strau8sfedern r.-g.-r. 
Decken: r. u. g. 


Rembow I., (Taf. 51.) 
Es sind mehrere altpreussisehe, anscheinend sämmt- 
lich in 'Vestpreussen eingeborene Oeschlechter dieses Na- 
mens zu untcrscheiden, die auch zum Theil durch beson- 
dere Beinamen gekennzeichnet sind. Die v. Rembow-Sa- 
binski (auch Sabin benannt) kommen in Westprenssen in 
mässiger Ausbreitung seit dem 15. Jahrh. vor. Ein Zweig 
dieses Oeschlechts f"ührte nach seinem Sitzgut Sedlinen 
im Marienwerderischen den Beinamen Sedlinski, so Oeorge 
v..R. auf S.1585-161O dessen Sohn Hans v. R. auf Sad- 
lin, Pächter zu Orla im Rhedenschen mit dem nachfolgen- 
den Wappen mit der Rose 1610 siegelte. Zuletzt finde 
ich Hans v. R. - es ist zweifelhaft ob identisch mit dem 
Vorgenannten - auf Sedlinen, Maricnwerder'scher und 
Riesenburgischer Landrichter, der, sowie auch sein ein- 
ziges Kind, eine Tochter, im Jahre 1643 starb. 
Schild: R. mit w. Rose. 
He 1111: Inmitten cines offenen r. Fluges ein geharnisch- 
ter Arm, dessen Hand mit eiDer w. Rose bedeckt ist. 
Decken: r. u. w. 


" 


Ht"mbow 11., (Taf. 51.) 
Verg\. den vorigen Artikel. Das Wappen, wclches im 
v. Ledebur'schen Adelslex. 11. S. 201 der Familie beige- 
legt ist, weicht hinsichtlich des Helmschmuckes etwas ab. 
Schild: R. mit w. Rose. 
Helm: gekr.; offener w. Flug, deI' vordere Flügel 
mit einem schriiglinken, der andcre mit einem schräg- 
rechten r. mit w. Rose belegtem Balken durchzogen. 
Deckcn: r. u. w. 


Henlbow 111 a., (Taf. 51.) 
Den. v.. Rembow in Westpreussen geben die iilteren 
handschrlfthchen Wappenbücher das nachstehende 'Vap- 
pen, das im v. Ledebur'schen Adelslex. 11. S. 2
0 den T. 
R.-Sabinski beigclegt wird. 
S ch ild: R. mit gestürztem w. Pfeil, über den 2 dergi. 
Pfeile ins Andreaskreuz gelegt sind. 
Helm: 2 Elephantenzähne (al. Federn) ein w. und 
ein r. übereinander geschränkt. 
Decken: r. u. w. 


Rembow III b., (Taf. 51.) 
Eine andere Wappenform ist die folgende: 
Schild: R. mit g. gestürzter Lanze, über der 2 b. 


, 


1
		

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'". 


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1 


AUSOESTOHBENER PREUSSISCHER ADIU.. 


Pfeile mit g. Schiften nnd Oefieder ins Andreaskreuz ge- 
legt sind. 
Helm: Pfauenschwanz. 
Decken: r. u. g. 
Rt'lDbow IV., (Taf. 51.) 
Auoh Rembow -Sabinski. Michael v. R., ein tapfe- 
I'er Offizier der Armee K. Friedriobs d. Or., 8tieg bis 
.um Oenerallieutenant und Chef des 2. Ostpr. Füsilier-Ba- 
tallions und erwarb nach einander mehrere. Oüter in Ost- 
preusaen (Auklappen, KirRchnehn(,n, Sergitten eto.). Er 
erhit'lt eine Anerkennung- seines Adelstandes und starb 
HilI:!. Von seinen beiden Söhnen, von denen der ältere 
auch ein OUt in Preussen J>esass und Oberst war, sind 
männliche Nachkommen nicht bt'kannt geworden. 
Sohild: W. mit gr. Sohildl'sfus8, aus dem sich 3 ;,\"r. 
Spitzen erheben, jede mit einen /1:. Stern be8etzt. 
Helm: gekr.; r. gekleideter wachsender Maon mit 
"w. Uebertichll1
e und Knöpfen, in der Hochten einen I::!ä- 
bel, in der Linken einen 
chlüssel haltend. 
Decken: gr. u. w. 


RemboW8ki, v. Borchel"sdorf-H., (Taf. 51.1 
Dieser nach dem v. Ledeblll'lIchen AdelIIlex. n. S.281 
noch zu Anfunge des 17. Juhrh. in Westpreussen blil- 
henden Familie, giebt diese (luelle ein Wappen das sie 
als einen polonisirten Zweig der v. Rembow (H.-Sabinski) 
darstellt. Vergi. aber alleh den Artikel v. BoreherBdorf, 
welc1\!' Familie das8elhe Wappen führte. 
8 chi I d: B. mit /1:. Knebelspiess, über dem 2 w. Pfeile 
mit g. Oefioder ins Andreaskreuz gelletzt sind. 
Hel m: gekr.; 2 8tl'Oussfed('rn, eille g. und eine b. 
Ueeken: b u. g. 


Rt"utzt'l, Rentzt'II, (Taf. 51.) 
E8 ist noch nicht genügend aufgeklärt, woher dielleI! 
alte Oes('hlecht. von dem ein Zweig allch längere Zeit in 

achllen blühte, 8tammt. Als Ahnherr der Preuss. Linie 
findet sich Mllrtin v. R., der anllehnliche Oüter im Pr. 
Ifarkillchen besa88: Mitteldorlf, Gablauken und Hombitten, 
welehes letztere bill zuletzt conscrvirt wurde, und meh- 
rere AmtshauptmannRcbuften verwaltete. Er t ]5;)3. Die 
Familie hatte .nur. eine lJ1
s..ige Allsbrt'itung und endigt 
in Preu8sen nut emem beruhOlten General der Armee K. 
}'riedrichs d. Ur. den Oenerallieutenllnt und Chef eines 
Infanterie-Regiments (Christoph Friedrich v. R., der 1717 
(al. 1778) starb. Er bellass no eh Rombitten; Nachkom- 
Dlen von ihm leben noch ausserhalJ. Preussenll, ebenso aucb 
wohl von Nebenlinien. 
Schild: Auf B. ein oben w. unten r. gekleidetes 
wachspndes Frauenbild, am Kopf ein w. Hirschgeweih. 
Helm: Die 8ohildfigur. 
Decken: b. u. w. 
An m. Einige Abbildungen h.aben statt dcs Frauen- 
bildes einen bärtigen Mann mit Hlrsohgeweih. 


Rt"ppit'hau, (Taf. 51.) 
Auch das uralte sichsische . dem Anhalter Lande 
«ltstammte Geschle('ht des Verfassers des Sachllenllpiegels 
hatte einen Zweig in PreUllllen wohnen, 
er sich hier 
mit einem in seiner neuen Heimath sehr emflussreichen 
und bedeutenden Mann dem Preuss. Rath. Oberkammer- 
herrn und Amtshauptmann zu Pr. Holland, Ecke (}
ckhard) 
'V. R. auf den Quitain'8Cben Gütern, 1526 etablirte. Als 
Letzter seiner nicht zahlreiohen Nachkommenschaft zoigt 
.ich Johann EUlltacb. v. H., der noch im Jahl'e 1794 
als .Major beim Uepotbatallion des lnfanterie-Hegiments v. 
\'I' .. 


51J 


Lattorlf stand und zu Anfang dieses Jahrhunderts ge- 
storben ist. 
Sc h iI d: # mit naturfarbenem Rcbhuhn auf gr. 
Hügel. 
Hel m: Das Rebhuhn. 
Deoken: # und g. 
R.'M('hke, Re
chken, (Taf. 51.) 
Es ist zweifelhaft, ob Iokusch v. Reschkau, der sich 
1436 in Weetpreussen ansässig zeigt, 7.U dem Oeschleoht 
v. Reschke gehört, welches s...it der Mitte des 16. Jahrh. 
auf Döringeu im H. A. Ollterrode in geringer Ausbreitung 
blühte. Zu Anfange des ] 7. Jalu'h. waren noch 3 Brüder: 
Georg auf Döringen, Wilhelm und Rufus auf Liohteinen, 
sowie ihr Vetter Han8 v. R. auf Bündtken am Leben. 
Dieser uud Georg starben kurz vor 1626 mit Hinterlas8ung 
von nur Töehtern und von den 8ndern Brüdern sind Naeh- 
kommen nieht bekannt geworden. DaR Oeschleoht 7.Öhlt 
zum eingpborenen Adel Preussens. 
Schild: R. mit g. Jagdhorn mit w. Besehliigen, auf 
das 2 w. Pfeile nach unten 8pitzzusammengesetzt, gestürzt 
sind, wozwischen ein 
. Stprn. 
Hel m: 3 \v. gestürzte, Ilut!'n spitzzu8ammengesetzte 
Pfeile. 
Deckon: r. u. w. 


nettn.., (Taf. 5t.) 
Man mmmt Franken als die Heimath dieses Oeschlechts 
an und auch sein Wappen hat einen deutschen Typus. 
Es zeigt. sich in Preusaen zuerst zu Anfange des 16. Jahrh. 
im Balgischen aut Rosen und Woiditken und hat daß Out 
Rettauen au eh von ihm den Namen. Naoh 11icht bedeu- 
tender AU8trt'itung war die Familie bei Beginn deI 18. 
Jahrh. auf nllr wenige mannliche Mitglieder reducirt, von 
denen der Capitiin Johaml Wilhelm v. R. auf Rosen kurz 
vor 1723 wie es heis8t ohne männliche Nachkommenschaft 
starb. Sein Bruder NN. v. R. war 1713 verschollen, Tiel- 
loicht ist er der Adam Friedrich v. R., der 1705 zum 
Fähnrich beim Holstein'schen Regiment ernannt wurde. 
Als der Letzte seinel! 8t.ammee erscheint Albrecht v. R., 
der 1750 ins grolllle Hospital zu König8berg aufgenommen 
wurde. 
Schild: W. mit r. Sehriigrecht8halken. 
Helm: Hoher w. Hut dcsllen Stulp mit dem SchriiK- 
balken bezeichnet iRt und der oben einen r. mit Pfaucnfedero 
besteckten Knopf trägt. 
Deoken: r. u. w. 


Itexill
 (Taf. 51.) 
Ein in seiner Heimath Hinterpommern und in Cassuben 
nooh blühendes altes ritterliches Oeschlecht , von dem 
Heinrich v. R. 1521 Podollen in Cammeramt Cremitten be- 
sass. 8ein 
ohn hinterliess nur 2 Töchter, deren eine 
den Peter v. Hexin von einer andern Linie ehlichte, der 
nun die UUtel' erhielt und 2 Söhne hinterliess, von denen 
sie um 1615 veriiussert ,\"Orden. 
Sohild: Auf B. ein r. O.'eif mit w. Stürschwanze. 
Helm: gekr.; 3 w. ::Sterne ].2. gestellt (oder halb- 
kreisförmig). 
Deoken: r. u. b. 
IUlei.., (Taf. 51.) 
Ein vorpommerisohes, kürzlich gänzlich erloscht'nes 
Oeschleeht, dessen Haul'tRt..mm
ut Wildenhagen in Pom- 
mern wür. Aus diesem Haulle stammte der Preuss. General- 
major und Chef eines D\'agoner-Re
iments Adrian Oott- 
lieb v. R. entsprossen, der 1605 Mtarb und einen Sohn, den 
Rittmeillter Wilhehu v. R. hinterliess, welchem Scharschall 
11:1
		

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			-- 


"l0 


AUSOESTORBEJliER PREUSSI"CHER ADEL. 


.. 


im H. A. Deutsch-Eylau gehörte. Durch seinen am 10. 
:November H!SO erfolgten Tod erlosch dip Preus!.. I.inie. 
Schild: W. mit S r. Rauten oder Wecken 2. 1. 
Helm: Eine dergl. Raute oder Wecke zwischen 2 w. 
8trauAllfedern. 
Decken: r. u. w. 


IUbbe('k, (Taf. 52.) 
AUI! dem Hau8e GJieoecke im Havellande, dem Haupt- 
KOt dieses alten märkilichen Oel!chlechtl! stammte Oeorge 
Friedrich v. R., der die Callisten'schen Oüter im H. A. 
Mohrungen bel!ass, Preuss. Major ","ar und kurz vor 
1713 8tarb. )Iit seinem Enkel Johann Friedrich v. R., 
der 1746 als Fihnrieh beim Dragoner-Regiment Alt-Mül- 
lendorf war, ist die Preu
s. Linie wieder erloschen. 
Schil d: O. mit dem Iinkshingekehrtcn Brul!tbilde eines 
r. gekleideten bärtigen Manncs mit 1'. Mütze und w. Stulp. 
Helm: gekr.; wachl!ender r. Rehbock. 
Decken: r. u. g. 


RippelI, (Taf. 52.) 
Meissen ist dos Yaterland dieses alten Oeschl('chtR, 
das sich mit zwei Söldnel'führern im Hilf
heere deR deut- 
schen Ordens zur Zeit nnd naeh Bcendigung des gros
en 
Bundeskriege8 (1454-- 66) in Preu8sen auf Walkeim, Pos- 
mahlen und Morittcn ni..derliellH und sich in der Folge an- 
sehnlicb ausbreitete. Lautb, Pel'kau, (Jel'llluken, Klingen- 
berg und Kuglacken \'laren Hauptgüter dieRer Nacbkom- 
menl!chaft, die mit den Major Han8 AILrceht v. R., der 
zwar vermählt, abcr ohne I:)öhnc war, zwischen 1760 und 
17iO erlol!ch. Er wUl'de 11m läng8ten von einer sein pr 
Schwestern Ch. E. v. R. überlebt, die als verw. v. Rei- 
thein erst am 2. Mai 1195 mit Tode abgin
. 
I:) c h il d: W. mit # auf I'. an den Enden mit Quasten 
besetzten Kissen stehendf'n Hahn. 
Helm: Die Schildfigur. 
Decken: # u. w. 


IU"otzki, (Taf. 52.) 
Es zeigen sich mehrere Linien dipses alten polnil!ehen 
Geschlechts in Preussen, doch ist ein Zusammenhang dersel- 
ben und eine Ab8tammung von eincm gemeinsamen Ahn- 
herrn, der sich in Preussen niedergelassen, nicht er8iclIt- 
lich. Sebon IMO war Stanil'lauR v. R im H. A. Soldau 
ansässig, wo das Geschlccht längere Zeit hindurch Oüter 
besass, 80 01', Lentzk, Hohendorff und K08chlau. Andere 
Oüter waren Pauleinen, Lichteinen uud l'autschkpn. Letz- 
tereR gehörte eine Zeit lang Samm'l v. R., der 1800 Preuss. 
CBpitän war. Er und seine beiden Brüder, die auch in 
Preuss. Militiirdiensten standen, sind die Letzten, die sich in 
Preu88en getunden haben. 
Schild: R. mit w. am obern rechten Arme gestüm- 
melten Patriarchenkreuz. 
Helm: Ein geharnischter, auf den Ellenbogen ge- 
stützter, ein Schwert haltender Arm. 
Decken: r. u. w. 


ICöb('r, (Taf. 52.) 
Einc anj!eblich aus Sehlesien stllmmende, nicht mit 
den }'ränki8chen v.RöLer (von dem ein Mitglied im 16. Jahrh. 
auch in Preusspn lebte) oder dem folgenden Oeschlecht 
oder den Jun
II('hultz v. Röbern zu verwechselnde Familie, 
die vorzüglich zum Patriciat der Stadt Thorn gehörte, aber 
auch in der t:'mgegend einigen Landgrundbesitz haUe und 
im 'vorigen Jllhrh. erloscben ist. 
Sc h i I d: W. mit b. geharnischten, aus dem rechten 
()bereck hervorgehenden, einen g. SchlüsRel haltenden Arm. 


Helm: Zwei dergl. aurgereckte Arme, jeder einen g. 
Schlüssel emporhaltend. 
Decken: b. u. w. 


IC.
berll, Sprengel v. R. u. Berzewicz, (Tar. 52.) 
Ein Patricier Oeschlecht deI' Stadt Elbing, das in der 
l"mgegpnd au('h Landgüter besass und in .ICl' Stadt sehr 
angeseh('n war. Der Poln. Burggraf und Biirgermeister zu 
ElhingJohaun Sprengel crhielt UnlCI"In 21. 
ovember 1576 
von K. !'tephan v. Pohlen den Adelstand unter Beilegung 
des Namens Sp. v. U. u. Herzewicz. Das Oe8chlecbt ist 
im 18. Jahrh. erloseh('n. 
S chi I d: Quergetht'iU, oben auf R. cin aus einem r_ 
Dreihügel hcrvorwachscnder w. 
teinbock (als das Wap- 
pen der ungarischen Familie v. llcrsewitz) untcn auf W. 
3 r. Rosen 2. 1. 
Helm: Der wachsende I::!teinbock. 
Decken: links: b. u. w., rechts: r. u. w. 
An m. Die Mecklcnburgische altadeli
e Familiev. Rpren- 
I!el führte eincn Schrägbalken mit S Rosen. - Ein an- 
dcres Elb!nger Oesehlecht v. Röbern hatte eiuen gcspal- 
tenen SchIld; vorn aufR. cin halber w.Adler, hinten auf 
B. 3 w. Rosen. 


ICoboUell, \Taf. 52.) 
Auch v. PI auen gt'nannt. Das eingeborne Oesohlecht 
zeigt sich zuerst im G..bi!'t Brandt'nburg zu Anfan
e des 
15. Jahrh., dann im Insterburgisellen 1435, besonders 
auf Persienen und zuletzt auf Plauen (wovon es seinen 
zweiten Namen erhielt) Schönbaum und Poduhren im Ta- 
piau'schen. Auch im Samlande und speciell im C. A. 
'Valdau fimll'n wir in den ersten Jahren des 15. Jahrh. 
die Familie ansäl!sig; die nicht mit den v. Robitten in 
Wcstpreul'sen zu verwechseln ist. Noch 1560 lebte Hans 
v. P. allch Hans Robotte genannt auf Plauen, Sehönbaum 
11. s. w. Zwei seiner 4 Söhne starben vor ibm, die an- 
dem beiden chne 
achkonlmen8chaft, jedenfalls vor 1580. 
Die Töchter heiratheten in die Familien v. Töpfer, v. Ncb- 
lingen, v. Kassau, v. Schwieder und v. Schatf8tedt. 

 chi I d: 2 nebeneinandergestelltc gestürzte Jagd- 
hörner. 


110('11 I., ('l'af. 52.) 
Man will diesem Oeschlecht einen polnischen Ursprung 
vindiciren, der aber nicht erweislich ist und dem auch sein 
Wappen widersprieht, das merkwürdigerwei8e in zwei ganz 
verschiedenen Formen vorkommt. Die }i'amilie kommt nicht 
früber, als gegen Ende' des 15. Jahrh. in Preussen wenig- 
stens unter obi
em Namen vor. Ihr Ahnherr ist Ni- 
colaus v. R. 1496 auf Jablonken im Ortelsbul'gischen, wel- 
ches Out seinen Nachkommen bis zum }:rlöschen des Oe- 
schlechts gehörte. Dies erfol
te durch den Tod Christophs 
v. R. am 24. Januar 1707. Er hinterlies nur 5 Töchter, 
welche in die Familien v. Aulack, v. Birkhahn, v. Hau- 
bitz lind v. Collrepp heiratheten. 
Schild: Orapen. 
Helm: 
Decken: 
Anm. So nach dem Siegel Christophs v. R. auf Jab- 
lonken de 1511. Vgl. G. A. Seyler Vierteljahrsschrift 
für Heraldick etc. l. S. 78. 


nodl 11., (Taf. 02.) 
Vgl. den vorigen Artikel. Der Hauptmann zu Ortels- 
burg Lorenz v. R. auf Jablonken 8iegeIte 1566 mit nach- 
stehenden Wappen, das sich mit dem Typus der jüngern 
Geburt oder Linie darstellt. 


, 


r 


---
		

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			, 


AUSOESTORBENER PREU881SCHER Am:L. 


71 


Schild: 3 Orapen 1. 2. gesetzt. 
Hel m: Grapen inmitten eines offenen Flug\:s. 
Decken: 


Ro('h I"., (Taf. 52.) 
Vergl. den vorigen Artikel. Im 11. Jahrh. und spä- 
ter bedienten die v. R. auf Jablonkeu sich aber eines ganz 
andern Wappens mit verschiedenen Varianten. 
Sc h i I d: B. mit :I r. in tichrägrechter Reihe senkrecht 
I!tehenden 8icbeln oder Winzermes8ern mit g. Stielen. 
Helm: Wachsendes b. gekleidetes, am Haupt gr. be- 
kränztes Frallenbild (Winzerin) in der Reehten ein w. Win- 
zermesser, in der Linken eine Weinrebe mit Trauben hal- 
tend. 
Deeken: b. u. w. 
A nm. Siegel aus den 17. Jahrh. z('igen die Schild- 
figuren bald quer, bald 1. 2. I(estellt und auf dem Helm 
einen wach8endcn ?tlann mit herabhilngender Miltze, ein 
Winzermess('r und eine Traube haltend. 


Ro('''o", (Tal'. 52.) 
Von diescm in der Zauche noch jetzt sehr an8('hnlich 
b('g'ilterten Geschlecht erwarb Dani('l v. R., Oberst auf 
Ooltzow und Orüneiche das Rittergut Kl. Priigsden (oder 
Prexten) im H. A. Mohrungen in Preussen. DR

elbe 
wurde aber von ihm oder seinem Sohne Friedrieh Wilhelm 
v. R., der 1764 Domberr zu Hulberstadt und Johannitter- 
ordens-Ritter war, wieder verän8sf'rt. 
Schild: W. mit S # Rochen, d. b. Turnierlallzen- 
eisen. 
Helm: 'Waebsender w. Ziegenbock. 
Decken: :ti: u. w. 


,- 


Ho('ku
, UOkllloi('I., U, ", S(...t"eldt"lI, (Taf. 52) 
Ein sehr angesehenps Westpreussiscl1l'8 Ueschlecht, 
das eifrig zum Preuss. Bunde hielt und im Culmerlande, 
I!owie deo Oebieten von Oraudeoz und Leipa im ]5. Jahrh. 
begütert war. Es kam nachh..l' unter polnische Uberherr- 
Rchaft nnd hat vielleicht noch im ]6. Jahrh. und länger 
fortgebliiht, wenig8tenl< gi('bt eine Polnische Quelle in v. 
Ledebul' Adplsle
. II. S. 3060rzywna im Strastiburgitichen 
noch 1689 al8 sem Be8itzthnm an. Dieselbe son
t gut un- 
terrichtete Quelle, m
eh
 uns aueh mit dem \Vappen der 
.'amilie bekannt, nämhch: in B. ein auf natürlicher 
Welle 8ehwimmendesjt. Meerpferd. Wir können aber diese 
Angabe nach dem a
Bundes
)rie.fvon 1440 hängenden Siegel 
des Han8 Rockus nIcht als rIchtig anerkennpn, da es die fol- 
gende Figur zeigt. Sonst gab es auch noch in \Vestpreussen 
ein altes Oeschlecht Rone v. 8 p efelden, auch blos v. S. 
genannt, dati aber ein anderes Wappen führte. 8. diesen 
Artikel. 
S ch i Id: Linkshinspl'ingendes, etwaslangohriges Thier, 
(Esel oder Pferd 
). 


" 


, 


.. 


Umlt", (Taf. 52.) 
Ein 80nst ",'enig bekanntes Geschlecht W estpreuss\:ns, 
&n8 dem 
icolau8 v. R. zu Ende des 14. Jahrb. lebte, und 
wie folgt 8iegelte. 
Schild: Zwei i08 Andrea8kl'euz gctietzte Hellebarden. 


, 


Höder, (Taf. 53.) 
Aus die8em alten berühmten Vogtllindischen Oeschlecht 
dienten zwei Brüder, Hans und Volkmar (VolkeI) dieser 
mit gr08ser Auszeichnung als Söldnerführer im Hülfsheere 
des D. Orden8 während des Bundeskrieges 1454-66. Des 
Ersteren Sohn Christoph T. R. erheirathete gegen Ende des 
I/). Jahrh. mit der Erbtochter des altpreus8. Oeschlechts 


f 


-- 


v. Metgebten die 
ctgethischen und Parnehnischen Oüter, 
erstcre im Sam lande, lt'tztere im H. A. Tapiau. Diese Oüter 
verhlieben dt'm Oeschleeht bis zu seinem Erlöschen in 
Prenssen, da8 nach an
ehnlicher Ausbreitung und Aus- 
zeiehnnn
 dur('h viele h('rvorragende Miinner, darunter eioen 
Pr('uss. Feldmsl'1'ehall. gegen Ende de8 vorigpn Jahrh. er- 
folgte, wo die Uüter veräus
f'rt wurden und die Familie 
au" dem J.ande zog. Sie bliiht jetzt hauptsächlich noch 
in 8chlesipn. 

child: Von W., R. und # qnergetheilt. 
Hel m: Ein wie der Schild ge7eichneter und tingirter 
Pfan('nschwanll: oder flieherartiges Schirmbrett. 
Uecken: links: w. u. r., rechts: # u. w. 
A nm. Bei d('r Preu8s. Lini(' kamen später auch die 
Helmzier- Variant('n vor, die sich bei der V ogtlll.ndischen 
8tammlinie finden, indem der H('lm8chmnck namentlich als 
"Apothckerbnchse" (!) dargestellt wird. 


Ho"", (Taf. a3.) 
Es illt noch nichtausgemaeht, "'oher .lieses Oesehlecht 
stammt, daR 8ich mit einem tapfern Söldneloführel' im Hülfs- 
heere des D. Ordens in Prou8s.m, Caspar v. R. 1467 auf 
dom RittCl'gut lio11ben und Legdon im Pr. Eylau'8chen 
niederlies8. Sein t
nkel der bald naeh 1570 litarb hinter- 
liess nur 2 Töchter, die seine Uüter :Seuken, Galben und 
Legden ihren Ehemiinnern aUI! den Familieu v. WaYb8el 
und v. Massenbaeh zubraehtell. 
Schild: In B. auf I(r. Boden 2 gr. abgebogene Mai- 
blumenstauden je mit S Blüthen übereinander (oder Stau- 
den mit je 3 w. Kne
l'en). 
Hel m: Die Stauden. 
Deoken: b. u. w. 


Koga.z, (Taf. 53.) 
rnb..kilnntcr (8ehle8ischer?) Herkunft. Lorenz v. R. 
erhielt 15tj5 eine Bestallung in Prcuss. Hofdiensten und 
haUe auch kleinen Orundbesitz daselbst. Weiter kommt 
die Familie hier nicht vor. 
Schild: 8chräl(rechts getheilt, oben auf W. ein r. 
Löwe mit einem breiten 8äbel, unten von B. aufW. 3 mal 
schrii
recht8 gestreift. 
H cl m: gekr"; der Löwe vor sieh hingekehrt, in jeder 
Vorderpranke einen Silbel haltpnd, inmitten eines von # 
und W. übereck getheilten (I'luges. 
Decken: B. u. g. 
lto
nI;O,"i.., (Tuf. 53.) 
Au('h Rog
I	
			

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			72 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Schild: Oe
palten; Yorn aufW. der-# gekr. Preuss. 
Adler, hinten aufOr. t'ine w. Rose auf beblAttertem Sten- 
gel. Den Schild deckt eine grosse adelige Krone. 


Rollte, (Taf. 58.) 
Ein angeblich "äch
isches Oe8chlE'rht, von dem lIich 
zuerst in Preussen Zaeharias v. R. als El'bherr auf Run- 
dewiese im H. A. Marienwerder 1680 zpigt. Demnächst 
besass dasselbe DiE'trieh v. R. (t 1735). Poln. und 
ChursAchs. Oberst. Ihm gehörten auch noch andere Oü- 
ter in Preussen. 8ein Sohn, der auch HundewiE'se besass, 
hatte zwar mehrere !:löhne, aber dielwlben kamen aU8 drm 
Lande und der Orundbesitz wurde nicht conservirt. Er 
fiel an den Schwager der LetzterE'n den Kanzler des Kö- 
nigreichs Preus8en C. W. Frhrn. v. Schröttt'r. 
Schild: Schrägrechtermit einem Löwen belegter Bal- 
ken, oben und unten von 3 nebeneinaudergesetzten Ster- 
nen heglE'itet. 
Helm: 
Decken: 


Röpe('ke, (Taf. 58.) 
Dieses alte Hinterpommerische und Callsubi'sche Oe- 
schleoht erlangte vorübergehenden Grundbe8itz in Preussen 
indem der Preuss. Major Oeorge Heinrich v. R. gegen 
Ende des vOligen Jahrh. das Ritterjrut Tilsewischken, im 
H. A. Ragnit acquirirte, das 8eine Wittwe ihrem 2. Oe- 
mahl, dem Amtmann Hoffmann zubrachte. 
Schild: .Auf W. ein b. Querbalken, der mit einem 
g. zwiachen 2 g. 8temen stehenden Halbmond belegt i8t; 
unten ein Rebhuhn. 
Helm: Das Rebhuhn. 
Decken: b. u. w. 


Roqllt'ttt', (Taf. 53.) 
Französischen Ur8pnmgs. Der Oenerallieutenant und 
Chef einee Dragoner-Regiments JohaDD Stephan v. R. be- 
lass das Rittergut Otten bei Zinten zu Anfanl{e die8E's Jahrh. 
Mit ihm hörte auch diese Linie in Preuesen wieder auf. 
Schild: W. bordirt; B. und # durch einen schma- 
len g. Schrägrechtsbalken getheilt; über dem oben eine 
'11"., unten eine g. Lilie. 
Helm: gekr.; inmitten t'ines oßenen # Fluges ein 
geharnischter, ein Schwert schwingender Arm. 
Decken: links; # u. g., recht8: b. u. w. 


ROM('II ('l'af. 53.) 
Ein berühmtes Livlilndischee Oeschlecht, von dem sich 
zuerst Reinhold v. R., Poln. und Schwed. Obriat und Cam- 
merherr in Preussen niederliess, wo er eillen hörhst .taU- 
lichen Orundbesitz - die Seewaldiechen Oüter, auch Fre- 
denau. Vierzighuben u. a. m. - erwarb. Er starb 1664. 
Sein Stamm erlosch mit seinem Urenkel, dem Amtshaupt- 
mann zu 08terrode Friedrich Reinhold v. R. auf 8eewalde, 
der im September H51 kinderlos starb. 
Schild: O. mit 8 r. Rosen 2. 1. 
Helm: Pfauenschwanz, an dem 2 w. Wiesel auf- 
steigen. 
Decken: g. u. r. 
ROMenau, (Taf. 53.) 
Ein si!chsisches, bp
onders in der Umgegend von Co- 
burg früher begütertes Oeschlecht, das lich im 16. Jahrh. 
in Preussen niederliesB. Hier wohnte zuerst Lucas v. R. 
im Jahre 1570 in den H. A. Rastl'nburg und Tapiau. Als 
Letzte erscheint Benigna T. R., die noch 1654 al8 Wittwe 
des Oberstlieutenant Friedrich v. Pobitz im Ortelsburgisehen 


lebte nnd vorher mit dem Rittmeister P. F. v. Oottborg 
vermählt gewe
en war. Nach andern Nachrichten war sie 
aber eine geb. v. Rosenhagen. 
Sc h i 1 d: Von W. und R. gespalten; in jedem Felde 
3 pfahlweise gesetzte Rosen mit Terwechee\ten Tinkturen. 
Helm: Ein w. und ein r. Bütfelhorn, jedes ausser- 
halb mit 3 Rosen in verwcchse\ten Tinkturen be8etzt. 
Deckcn: r, u. w. 


ROMt'lIber.,;, (Taf. 58.) 
Ein bekanntes Curländisches Oeschlecht, dae yorüber- 
gehl'nden Orundbeeitz in Preu
een hatte, wo der Lieute- 
nant und Kronförster Otto v. R. (t 1817) oie GüterEkii- 
ten und Ruddeilcn im Mcmel's('hen besas8. Ersteres erbte 
aueh noch einer seiner vielen Söhne, der Lieutenant Car! 
v. R.; da
 Out wurdl' aber YI'rAUs8ert und die Familie be- 
findet eich nicht mehr in Prrue8en. 
Schild: G. mit r. Quprbalken, begleitet oben von 2, 
unten von 1 r. Rose. 
Helm: gekr; 3 Strauli
federn g.-r.-g. 
Deckl'n: r u. g. 
ICOSt'lIhR.,;en, I., (Taf. 53.) 
Auch ROl!enhahn oder ROilenhayen, ('in bckanrltea 
Oberlau8itz'eches Oeschlecht, das sich mit Wenzpl v. R., 
der die Arnstein'8chen Oüter um 1-170 acquirirte, in Preussen 
Dll'derliees. Als der letzte Mann dl'r in Preus8. wenig aus- 
gebreiteten Linie er8cheint Wenzel v. R., der 8eine Oütt'r 
Kanthen und Tlllpitten 1635 verkaufte und wahrscheinlich 
aus dem Lande zog. E8 kommen verschiedene Wappenfor- 
men vor. 
Schild: Von W. und B. schräglink8 gl'theilt, oben 
eine r. Rose, untl'n eine w. Rose und einen g. Stern schrllg- 
links nebeneinander. 
Helm: 3 b. Straussfedern, unten von 2 w. Roscn be- 
seitet. 
Dcck en: b. u. w. 
An m. Eine andere Abbildung zeigt den Schild Ton 
B. und R. schriiglinks gethcilt und die Rosen beide w. 
Die Helmzier bilden 3 gtrauesfedern w., r. und w., die 
beseiteten Rosen siad r. 


I 


\ 


ICOMenhR,;e.. 11., (Taf. 54.) 
Vergl. den vorigen Artikel. Eine andere Wappenfol"D1, 
die sich in verschiedenl'n handschriftlich Preuss. Wappen- 
büchern findet, ist die folgende. 
Sc h il d: H. mit 2 w. Rosen nebeneinander über einen 
g. Stern. 
Helm: gekr.; 3 StraUl'sfedern r.-g.-b. unten beseitet 
von 2 r. Rosen. 
Decken: b. u. w. 
Anm. Einmal findet sich auch das Wappen ganz ab- 
weicht'nd von allen sonstigen Abbildungen angegeben, 
nämlich: aufW_ 3 r. Rosen 2. 1. und auf dem Helm 2 r. 
Rosen auf gr. beblätterten Stengeln. Wir halten diese An- 
gabe abcr für irrthÜIDlich. 
ICotilenl.oltz, (Taf. 54.) 
Schwedisches, 8m 13. März 1651 mit Clans v. R. no- 
bilitirtes, Oeschlecht von dem der Schwedieohe Capitin 
Oustav T. R. sieh 1720 nach l'reussen begab, 1722 Bpi81ei- 
den im H. A. Bartenstein kaufte, auch von 1720-21 Pöt- 
Bchendorf in Arronde hatte, aber 1728 nach Verkauf des 
ersteren Outes naoh lSamaiten ging. 
Schild: Von B. und Or. quergetheilt, oben 3 r. Ro- 
sen auf Stengeln, nach unten zu von einem g. Reifen, von 
dem 3 g. Zapf..n unterwärts herabgehen , umscblungen, 
unten 8 g. Kugeln 1. 2. 


'" 


1 


.......
		

/Pomorze_030_14_077_0001.djvu

			.AUSOESTORBENER PREUSBISCHER ADEL. 


Helm: W.-r.-b. bewnlstet; 2 w. gebarnisohte Arme, 
die ein blankes Schwert empor halten vor 4 doppelspitzi- 
gen Fahnen, deren 2 rechtshin, 2 linkshin flattern, ab- 
wechselnd b. u. r. 
Decken: b., r. u. w. 


Ho
kau, (Taf. 54.) 
Nach einer Poln. Quclle im v. Ledebur'schen Adels- 
lex. 11 S. 812. 318. wird diese Familie für die angeblich 
später mit eine
 Doppelnamen auftretende altpreussische 
berühmte, Namens v. Beyersee, (Beyenehe, Bayerze) gehal- 
ten, die zur Zeit des Preuss. Hundes (1440) eine bedeu- 
tende Rollo spielte. Aber bis jetzt spricht nichts für l1en 
Zusammenhang bcider Oeschlechter v. B. und v. R., von 
denen ioh als Ersten Jener einen Amelung v. B. 1409, der 
Letzteren Stibor v. R. im Dobrinschen 1457 begütert auf- 
finde. Die v. Ruskau oder Ruscbau, die um diese Zeit 
im Christburgischcn und im Rastenbul'gischen (auf Bor- 
quitten) 
assen, sind die von Rauschke. Mit der Angabe 
des v. R08kau'schen Wappens - es ist sehr wohl möglich, 
dass ein :Mitglied Bay(>rsee (Bajerze bei Thorn) erworben 
hat - in obiger Quelle wird es wohl seine Riohtigkeit 
haben, dasselbe gleicht dem der in Westpreu8scn ein ge- 
bornen v. Glasau. 
Sc bild: R. mit b. mit 3 g. Sternen belegten Sohräg- 
rechtsbalken. 
Hol m: gekr.: einer der Sterne. 
Decken: b. u. g. 


f' 


Rosseu, (Taf. 54.) 
Eines der ältesten und vornehmsten Oeschlechter vom 
Preussischen Uradel, das schon zu Ende des 13. Jahr- 
hunderts urkundlioh mit Oünther v. R. (t vor 1288) auf- 
tritt. Sein Stammhaus ist ROBBen im Balgasohen nahe der 
EnnländiBchen Orenze und der Stadt Braunsberg. Dies be- 
sass es noch gegen Ende des 15. Jahrhunderts, Regitten 
noch liinger. Ein Zweig wendete sich im 14. oder zu 
Anfang des 15. Jahl'hunderts nach dem Christburgischen, 
wo er das bedeutende Out Wapels erwarb und sich dar- 
nach nannte. Aus dieser Linie gingen mehrcre sehr be- 
deutende und zur Zcit des Preussischen Bundes, 1440, sehr 
einflussreiche Männer hervor. Der in Ostpreussen wohn- 
hafte Zweig blieb dem Orden treu, verarmte aber all- 
wählig. Zuletzt erseheinen Erbard v. R. auf Kirschittcn 
1562 (dessen Schwester eincn v. Dosnitten zur Ehe haUe) 
und der Burggraf zu Liebemühl Hans v. R. 1603, dessen 
Vater Michael v. R. auf Legde!l im Brandenburgischen, 
Löwenberg und Sollau nach Llvland ausgewandert und 
Hofmarschall des Erzbisohofs von Riga geworden war. 
Nachkommen seines Sohnes und des obigen Erhard v. R. 
sind nicht bekannt geworden. 
Schild: B. mit w. springenden Ross mit # Sattol 
und Zaumzeug. 
. Helm: Pfauenschwanz, neben dem 2 w. Rosse _ 
ungesattelt und ungezäumt - waohsend nach auswärts 
gekehrt emporsteigen. 
Decken: b. u. w. 


\. 


Hosto('k, (Taf. 54.) 
Ein polnisches oder schlesisches, weder mit den 
v. Rothstock im Sächsischen Churkreise, noch den v. Re- 
steok in Preussen oder von Rostke in Hinterpommern 
und Cassuben zu verwechselndes Oeschlecht, von dem Bern- 
hard Heinrich v. R. Preu8sischer Major beim FÜll. - BaL 
v. Tilly und Ritter des Ordens pour le merite das Out 
Craussen im Samlande 1802 - 1803 besass. Er hatte 
VI. i. 


1 


........ 


78 


mehrere Söhne und war aus Preussen gebürtig, wo aber 
die Familie nicht mehr vorkommt. 
Schild: Quadrirt mit w. .Mittelschilde, worin ein 
Rosenstock mit 5 r. Rosen; 1 u. 2 r. mit 3 w. Hufeisen 
1. 2. gestellt; 2 u. 8. # mit g. gekr. Oreifen. 
Helm: a) Zwischen 2 Büffelhörnern cin Arm mit 
einern Rosen8tengel in der Hand, 
b) gekr. ein wachsender Orcif, der einen 
mit 8 Straussfedern besteckten Holm trägt. 
Deoken: links: r. u. w.; rechtc: # u. g. 


UOSZ.J sze" ski (Taf. 54.) 
Ein Polnisches Oeschlecht, das sohon zu Anfange 
des 17. Jahrhunderts in den Hauptämtern Soldau (auf 
Or.-przellenk) und Osterode (auf Leipe) ansässig erscheint. 
Aus dem letzteren Hause scheint die Erhtochter das Out 
ihrem Gemahl Friedrich v. Kalckstein (t 1651) zugebracht 
zu haben. In Russland hatte gegen Ende des vorigen 
Jahrhunderts noch ein aus Preussen gebürtiger Herr v. R- 
in der Nähe von Pultu
k Ol'undbesitz. 
Se h il d: Schreitender Windhund. 


HottUen (Taf. 1\4.) 
Ein wenig bekanntes Oeschlecht in Preussen, von dem 
Bartke v. R. 1536 Orundbesitz im Amt Angerburg oder 
Barthen hatte. Viclleieht hängt der Familienname mit 
dem des Outes RohdelIlen im H. A. Barthen zusammen. 
Schild: Rose über einem Dreihügel. 
HUbitz, (Taf. 54.) 
Das einzige als Orundbesitzer in Preussen nachweis- 
bare Mitglied dieses Adelsgeschlechts, dessen Ursprung 
und Heimath noeh aufzudecken sind, ist Caspar T. R., 
der 1633 ein Out in Masurcn besass. 
Schild: W. mit b von 3 r. Querbalken überdeokten 
Pfeil. 
Helm: 8 Straussfedern r. w. r. 
Decken: r. u. w. 


HiUieke, (Taf. 1\4.) 
Ein eingebornes Oeschlecht der Neumark Branden- 
burg , von dem ein Zweig auch lange in Sachsen wohnte. 
Der PreusRische Lieutenant J oachim Friedrich v. R., der 
sioh mit einer geb. v. Oorck in Preussen verheirathete, 
kaufte 1723 das Rittergut Kloin-Reuschken im Ortels- 
burgischen, hinterliess aber nur zwei Töchter, von denen 
die ältere noeh 1800 lebte. 
Schild: Von W. u. # quergetheilte, injederFeldung 
ein laufemler Windhund mit verwechselten Tincturen. 
Helm: Sitzender # Windhund. 
Deoken: # u. w. 


Hummel, (Taf. 54.) 
Ein angesehenes Curländisches Oeschleoht. Die Preus- 
sische Linie ßtammt aus dem Hause Bornsaten aus dem 
sioh der dänische Major Hermann Cbristoph v. R., der 
nachher Amtsverweser zu Memel wurde, im Anfange des 
vorigen Jahrh. auf dem Rittergut Bachmanns nebst Linden- 
hof im H. A. Memel niederliess. Ihn überlebten 4 I:!öhne, 
die sämmtlich in Preussischen Kriegsdiensten standen, aber 
ihren Stamm in Preussen nicht fortgesetzt haben. Vor- 
übergehend wurde auch viel früher schon - im J. 1605 
- das Gut Rnndewiese im ?!Iarienwerderschen von der 
Familie (durch Heinrich v. H.) besessen. 
Schild: Auf W. eine r. mit 3 gr. Blättern im Schi.. 
cherkreuz besteokte Rose. 


19
		

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			r 


74 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Helm: W. Vogel mit g. Ring im Schnabel, inmitten 
eines oft'onen }'luges, dcssen erster Flügel r., der andere 
w. ist. 
Deoken: r. u. w, 


Rllnge, (Taf. M.) 
Ein neumiirki8ch-pommcrisches Oeschlecht, das im 
16. und 17. Jahrhundert eine Linie im Churkreise wohnen 
hotte. AUB dem Hause Sallenthin in Pommern stammte 
Peter Moximilian Frhr. v. R., der 1664 Basien in Ermland 
und später auoh Koppeln im Liebstädtischen acquirirte und 
einen Sohn Franz Ernst Frhrn. v. R. hinterliess, der 1684 
Koppeln gegen Lump vertauschte, aber seinen Stamm in 
Preussen nicht fortgepflanzt hat. 
Schild: B. mit 2 w. ins Andreaskreuz gesetzten Wa- 
genrungen, über denen oben eine w. Rose. 
Helm: Wachsender b. gekleideter }lann, vor sich 
die beiden Rungen gekreuzt haltend, mit einem # Hut, 
der mit 6 abwechselnd r. u. w. Straussfedern besteckt ist. 
Decken: b. u. w. 


HllliICilllilki, (Taf. M.) 
Unter diesem Namen führt das v. Ledebur'sche Adels- 
lexicon 11 S. 326 eine erloschene alte Westpreussische 
Familie, die in den Kreisen Neustadt und Danzig 1389 
begütert gewesen sei, auf. In Urkunden haben wir 
den Namen nicht gefunden, der aueh polonisirt also ver- 
Indert ist und da nicht an die Familie T. Russin (s. diese) 
zu denken ist, die v. Ruscinski aber Czepel besessen ha- 
ben, so ist mö
lioherweise das sehr angesehene Oeschlecht 
des letzteren Namens gemeint, das im 15. Jahrhuudert in 
den Oebieten Oraudenz u. Sehwetz angesessen war. Nach 
der obigen Quelle war das Wappen: 
Schild: Auf R. ein w. I,öwe mit einem Straussen- 
kopf. 
Holm: l' 
Decken: r. u. w. 


HIIMSill, RIIssoczill, (Taf. 55.) 
auch Ruchenzin, ein eingebornes Oeschlecht Westpreussens, 
aus dem sich Friedrich von R. 1401 und gleichzeitig Oa- 
briel und Peter v. R. 1412 als Vasallen des Dan- 
zig-Pommerischen Oebietes findon. Ein anderer Gabriel 
lebte 1440. Im 15. Jahrhundert ist das Oeschlecht an- 
scheinend erlosohen. Auf dem Siegel Peters und Oabriels 
v. R. ist der Name Ruchenczin geschrieben. 
S c h il d: Löwe, senkrecht aufsteigend. 


nlllilkowski, (Taf. 55.) 
Nicht zu verwechseln mit den v. Lubitsch, die nach 
ihrem Hauptgut Kl.-Rausohken auch obigen Boiuamen führ- 
ten, und mit den v. RouBchke, welche obigen polonisirten 
Namen erhielten. Das hier in Rede stehende Oeschlecht, 
von polnischer Extraction, war in Masuren sesshaft, wo 
es sich zuerst im 17. Jahrh. zeigt, und hat mit Aus- 
zeichnung im Preussischen Hecre gedient. Von der 
Preussischen Linie war der Letzte Adolph Friedrich v. R., 
der 1809 als Capitän beim Dragoner-Regiment v. Heycking 
stand, als sein Bruder Carl Ludwig v. R. Capitän beim 
2. Ostpreussischen Infanterie- Regiment starb. Die Fa- 
milie filhrte das Wappen Ogonczyk. 
Wappenbeschreibung: Siehe Dzialynski. 
Hutellberg, (Taf. 55.) 
Nicht mit den v. Rautenberg und den noch blühen- 
den v. Rautenberg-Klinski zu verwechseln. Es ist eines 


.. 


der ältesten Preussischen Oeschleohter und zeigt sich zu- 
erst im Ermlande, wo Barthel v. M. (t Tor 1297) lebte. 
Auf ihn folgt sein Sohn Martin auf Oabericken 1297, 
1318 und Matthiall v. R. 1311. Andere Zweige wohnten 
im Rchden'sohen und Oraudenz'schen. Christoph und 
Friedrich, deren Siegel bekannt sind, hingen 1440 dem 
Preussischen Bunde an. Das Oeschleoht erlosch ansohci- 
nend schon im 16. Jahrhundert. 
Schild: Drei Balken. 
He Im: 2 Büffelhörner, wie der Schild gestreift. 
Anm. Viellcioht eines Stammes mit den v. Kalck- 
stein und v. Regettein. 


Hlltko".ski, (Taf. 55.) 
Ob die versohicdenen Träger des Namens v. R., die 
von Anfang des 16. Jahrhunderts ab in verschiedenen Thei- 
len Preussens begütert erscheinen, sämmtlich Mitglicder 
eines Stammes sind, wird besonderR durch die Wappen 
zu entscheiden sein. Bekannt ist nur das Wappen der 
v. R. im Soldau'schen, die besonders und schon seit 
c. 1540 Rutckowitz daselbst besassen, von dem sie auch den 
Namen angenommen haben. Sie gaben ihren Ursprung 
aus Masovien an und waren zahlreich ausgebreitet. Das 
Stammgut R. gehörte noch 1747 dem kinderlos lebenden 
Jacob v. R. Eine Nebenlinie war noch 1800 zu Jägers- 
dorf im Neidenburgischen angesessen, aus der damals 
Matthias T. R. mit seinem Sohne Oottlieb und des Erstem 
Bruder, Christoph v. R., Preussischer Capitän Romber- 
gischcn Infanterie-Regiments lebte. Dem Siegel Jacobs 
v. R. allf Rutkowitz de 1669 zufolge, führte die Familie 
folgendes "appen: 
Schild: Mit eincm Kreuz besteoktes Hufeisen. 
Helm: Waohsender Windhund mit Halsband. 
Deoken: 


nuts, (Taf. 55.) 
Der Capitän Dohna'scben Relliments Jacob R. wurde 
1716 am 29. December in den PreussiRchen Adelsstand 
erhoben und starb 1746 als Obrist und Commandeur des 
Infant.-Regiments Puttkammer. Er besass das Rittcrgut 
Barschnicken im Fischhausischen. Dcr Orundbesitz wurde 
Teräussert nnd von seiner Nachkommensohaft blieb Nie- 
mand in Preussen. Das Diplom wurde unterm 26. Juni 
1721 auf seinen Bruder den Cornet Abraham R. exten- 
dirt. 
Sc h il d: W. mit b. mit g. Stern belegter Querbslken 
darüber 1 offncr # :Flug mit g. Kleestengeln , darunte; 
ein r. Thurm auf gr. Boden. 
Helm: # runder w. aufgeschlagener Hut, besteckt 
oben mit 5 Straussfedern # w. r. w. b. 
Decken: links: # u. w., rechts: r. u. w. 


t 


Säbis('h, (Taf. 55.) 
Ein bekanntes sohlesisches Oeschlecbt, aus dem meh- 
rere im vorigen Jahrhundert in preussischen Militirdiensten 
gestanden haben. Hans Oeorj1;e v. S. besass das Out 
Belschwitz bei Rosenberg in Westprenssen bis zum Jahre 
1646 als Pfand. Damit endigte sich die Preussisohe 
Linie. 
Sohild: B. mit eingeschobener r. einen w. Löwenfuss 
mit Schwert zeigenden Spitze, die von 2 g. Sternen beglei- 
tet ist. 
Hel m : gekr.; wachsender w. Adler, dessen linker 
Flügcl von B. und 0., der rechte von W. und R. quer- 
gethoilt ist. 
Decken: links b. u. g., rechts r. u. w. 


, 


I 


........
		

/Pomorze_030_14_079_0001.djvu

			AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Sa('hselldorf, (Taf. 55.) 
Altes Westpreussisches Ritterge8chlecht vom einge- 
gebornen Adel aUII dem gleichnamigen Oute im Strass- 
burgi8chen entstammt, wo sich zuerst Hans v. S. auf 8. 
1414 und 1417 zeigt. Es gehörte zum Preussischen Bunde, 
war arm an Mitgliedern und erlosch wenn nicht Ende des 
15., so doch sicher zu Anfange des folgenden Jahrhun- 
derts. 
Schild: Halbmond oben von 2, unten von 1 Stern 
begleitet. 


Sack, (Taf. 55.) 
Altschle8isches und Oberlausitzisches OeAchlecht aus 
dem Mehrere dem D. O. im Bundeskriege (1754-66) dien- 
ten, von denen sich Heinz S. nach Beendigung desselben 
in Preussen niedel"liess und Or. - Ootteswald erwarb zu 
dem seine Nachkommen noch mehrere andere, danlDte; be- 
s
nders Sarr
unen, Zanderlacken, Kl.-Steegen, Rödersdorf, 
Elchholz u. I\J.-Schwansfeld zu nennen, hinzufügten. Das 
Oeschlecht erlosch nach ziemlicher Ausbreitung in den 
ersten Jahren dieses Jahrhunderts mit dem Preussisohen 
KammerherfD Albrecht Sebastian v. 8. auf Eichholz und 
KI.-Schwansfeld, die er 1798 verkaufte. Er war unver- 
heirathet. Zwei Brüder starben vor ihm. . 
Schild: Auf R. 4 w. ins Andreaskreuz gestellte 
Säcke, öfter in der }Iitte mit einer Schleife zusammenge- 
bunden. 
Helm: Nackte wachsende Mohrin, das Haupt mit 
einer r.-w. abOatternden Stirnbinde umwunden, 
Decken: r. u. w. 


Saekerau I., Zackerau, (Taf. 55.) 
A \tcs Westpreussisches eingebornes Adelsgeschlecht, 
dem gleiohBRmigen Oute, das um 1450 mehrere Antheile 
umschloss, von denen einen Jokusch v. d. S. damals besass, 
im Culmerlande entlltammt. Es erloAoh im 16. Jahrhundert. 
Zu ihm gehören wohl die Mönch v. S., die zu An- 
fange des 15. Jahrhnndcrts im Comthureibezirke AlthaUB 
wobnten. 
S c h il d : Zwei ins Andreaskreuz gelegte Krücken, 
Hämmer oder Nägel. 


.... 


Sackerau 11., Zaokerau, Sackcrowski, Zackerowski, 
(Tar. 55.) 
Nicht mit dem vor!gen zu verwechseln, längere Zeit 
im Prenssisch - Hollän
lsche": und Osterodischen gesesRen. 
Zu ihm gehört vielleIcht Wdhelm v. S. 1402 im Ostero- 
dischen begütert, sicher Pet,:r v. d. S. auf Langguth im 
Prenssillch-Holländischen. Die Familie erlosch schon im 
16. Jahrhundert. 
Schild: Auf B. 2 g: mit dem Rücken gegeneinander 
gesetzte Halbmonde, zWIschen denen oben ein kleines g. 
achtspitziges Kreuz. 
Helm: Die Schildfigur. 
Deoken: b. u. g. 


, 


SRgsewski, (Taf. 55.) 
Deutsch: v. d. Sagsau geheissen, ein Oeschlecht, das im 
16. Jahrhundert in Masuren sich ansässig zeigt, wo ihr 
Stammgut Sagsau liegt, das 1550 Oeorg v. S. besass. 
Sein Sohn Caspar lebte nooh 16ül (war vermählt) jedoch 
sind Nachkommen von ihm nicht bekannt. Da8selbe ist 
auch bei den andern Mitgliedern des Oeschlechts der Fall, 
die 1589 zu Sagsau begütert waren. 
Schild. Hufeisen, darunter ein kleines Kreuz. 


.-.. 


75 


SRhme, (Taf. 55.) 
Preuss. Adelstand vom 11. August 1739 für Reinhold 
Friedrich S. J. L. D. Professor und Tribunals- und Con- 
sistorialrath zu Königsberg aus einer Klinigsberger Raths- 
familie stammend. Von seinen 9 Söhnen überlebten ihn nur 
zwei, deren einer nur einen Sohn Fricdrich Dietriob v. S. 
hatte, preuss. K"'pitiin und Erbherrn auf Or. und Kl. Drosten 
im Schaakischen, mit den .die Familie am 22. l\Iay 1803 
erloschen ist. 
Schild: O. gerändert, von b. und w. quadrirt 1 u. 
4 ein auf gefurchtem Jo'elde stehender schwarzgekleideter 
säender Mann, 2 u. 3 Kopf und Hals des # gekr. preuss. 
Adlers. 
Hel m: 3 g. Aehren. 
Decken: w. u. tt. 


Sall('t, (Taf. 56.) 
Zwar noch auf 7.wei Augen stehend, aber aus Preus- 
sen, seiner uraltcn Heimath, seit Mitte des vorigen Jahr- 
hunderts - in Folge von Militärdiensten und Verlust des 
Orundbesitzes - verschwunden. Der Ahnherr i8t ein im 
Samlande wohnendcr 8tammprcusse Salleide. der 1409 
Plost
ehn.en besass. Die ord,'ntliche 
tammreihe beginnt 
um dIe Mitte dcs 15. Jabrhunderts. Die Hauptgüter der 
nur mässig ausgebreiteten Familie waren Kirschappen, Kukeh- 
nen und Salleiden, später Krpmlack und 8tettenbruch 
im Bartiscben, Schwägerau im Interburgischen und Scho- 
rellen im Ragnitsehen. Die Familie hat mit Auszeich- 
nung im Preuss. Heere gedient. Die Letzten in Preussen 
waren 6 Brüder, die sämmtlich in Preuss. Militärdiensten 
standen uud von denen zwei 1758 bei Zorndorffielen. Nur 
einer von ihnen hat männliche Nachkommenschaft hinter- 
lassen, von der der jetzt nur noch allein lebende Sprosse die- 
ses Stammes übrig ist. (Dr. phil. Alfred v. S. in Berlin.) 
Schild: B. mit w. geharnischten auf dem Ellenbogen 
gestützten Arm, dessen Hand an g. Stiele einen w. Ham- 
mer hält. 
Helm: gekr.; die Schildfigur. 
Decke n; b. u. w. 


Sampla"ski, (Taf. 56.) 
Es zeigt sich im 15. Jahrhundert ein dem PreuslI. 
Bunde angehöriges rilterliche8 Oesehleebt v. der Samplau 
in Westpreussen, nach seinem Sitzgut gl. N. benannt. Ob 
dasselbe mit den in der Oegend von Mßrienwerder im 16. u.17. 
Jahrh. ansässigen v. Samplawski identisch ist, werden 
nur Siegel der ält('ren Familie ausweisen. Die anderen von 
der ich zuletzt Heinrich v. 8. auf Zigahnen 1609 finde, 
führt folgendes Wappen. 
Schild: R. mit 8 w. abgekürzten Querbalken, die 
sich nach unten zu verjüngen, 
Helm: 'Vachsender w. Hunt1. 
Decken: r. u. w. 


Sau.,;er..ausen, (Taf. 56.) 
Ein altes von der Burgmannschaft des gleichnamigen 
Schlosses in Thüringen herstammendes in seiner Heimath 
angesehenes (nicht mit den Dynasten gl. N. zu verwech- 
selndes) Oeschlecht, von dem ein Zwei
 sich in der Per- 
son Balthasars v. S. zu Anfange des 17. Jahrh. in Preus- 
sen niederliess. Einer seiner Söhne, die im Brandenburgi- 
schen Heere dienten, Wolf Dietrich v. S. wurde von sei- 
nem Schwiegervater, einem Herrn v. Colbitz 1642 entleibt u. 
hinterliess nur eine, in die Familie v. d. Oelsnitz ver- 
mählte Tochter. Er besa8s ein Out zu Skandau im ß. A. 
Barthen. 
Schild: 5 r. Hosen 2. 2. 1.
		

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			76 


.AUSGESTORBENER PREUSSl8CHER ADEL. 


Auch Sanskau, nicht mit dem Senskau zu verwechs- 
Beln, und in einem Zweige auch v. Wapels (nioht = Waplitz) 
genannt von seinem gleichnamigen Gute: ein altes 1'01'- 
nehmes Westpreussisches nie 'ausgebreitetes Geschleoht, 
Ton dcm Nicolaus v. S. 1440 zum Preuss. Bunde gehörte. 
Es erlosch zu Ende des 16. Jahrhundcrts. 
Sc h i I d: 5 Rosen 2, 1. 2. die durch Stiele zum An- 
dreaskreuz vcrbunden sind. (:! _ 
Sarscwskl, (Taf. 56. >V 
) 
Auch S. v. Olschau (Olsiewo) gl'nannt, welchen, Bei- 
namen dies Polnische Geschlecht naoh seinem in Masuren Uraltes eingebornes Preussisches Geschlecht im Rasten- 
belegenen Sitzgut führte. Zuerst erscheint Paul v. 8. u. burgischen ursprünglich jresessen. 8ein erBtel' bekannter 
sein Bruder Martin v. S. 1589. Von des Ersteren Nach- Anherr ist Jaoob v. S., dor 1866 Schwaraunen verschrie- 
kommen sind die Letz
 in Preussen die Gebrüdel' ben erhielt. Im 11), Jahrh. wohnte die Familie, die nie 
Johann u. Georg6 v. 8., ersterer auf KI. K08chlau, Czer- zahlreioh an Mitgliedern war im Bartensteinschen. Ihr 
lin u, KI, Napp6rn, der noch 1704 lebte, der andere in 8tammgut KI. 8chwaraunen besass sie noch lange, dann 
Schwedischen Krie
sdiensten stehend. Ihre Schwestern auch Kraftshagen. Gep:en MiUe des 16. Jahrh. etablirten 
heiratheten in die J<'amilien v. ZUl'awski u. v, Malowieski. sie sich im Pr. Markischen, wo ihr Plenkitten u. Simmenau 
80 hild: Hufeisen auf einen etwas sohrägreoht.s liegen. fast bis zu ihrem Erlöschen gehörte, dies erfolgte gänz- 
den Säbel gelegt. f 
 ' lich 1707 mit Elisabeth v. S., deren Schwester Christoph 
v. Görkien auf Plenkitten 1688 zur Ehe hatte. Als letz- 
SartowUz, 8artawski (Taf, 56,) j tel' männlicher Sprosse zeigt sich 16:>7 Christoph Albrecht 
· v. S. und Scbastiau v. S, auf Simmenau Preuss. Capitain- 
Auoh v. Seibprsdorf-Sartawski. Unter diesen heiden Lieutenant der 1658-64 Lippitz be»&IIs und noch 1679, 
letzten Namen gibt das v. Ledebur'sohe Adelslexikon mit Maria v. Schertwitz vermählt, am Leben war, Es 
ll. 8.841 Notizen von einem Adelsgeschleoht das in West- sind zwei Wappenformen im Gebrauch. 
preD8Ben U82 8artowitz im 8chwetzisohen, späterhin auch B c h il d: B. mit 8 g. Lilien 2.2:...1 
venohiedeneandere Güter in den Kreisen Schwetz undBerent He Im: Pfauenschwanz. I 
und zuletzt noch 1762 Artsohau und Borencin im Kreise Deoken: b. u. g. 
Danzig besessen habe. Als Wappen wird hier nach der Anm. Jacobs v. S. aufPlenkitten Siegel de 15!J9zeigt 
in vielen Fällen gutnnterriohteten Polnisohen Quelle, der drei Lilien 1. 2. gestellt und des Unterhauptmmann zu In- 
dieobigcMittheilung zuGrunde liegt, derI<'amilie ein dem der sterburg Peter v. S. Siegel de 1565 läast 8 Sterne 2. 1. 
altbayerischen v. Seiboltsdorf gleichendes Wappen gegeben; sehen, 
ob dieB richtig ist und mit den Siegeln übereinstimmt, 
muss dahin
estellt bleiben. In den im Deutsch.-Ordens- 
arohiv zu Königsberg befindlichen Urkunden kommt ein land- 
sässiges Preuss. Geschlecht v. Seibersdorf in Westpreussen 
nicht vor, sondern nur die y, Seiffersdorf, die auch einmal 
v.Seibersdorfheissen, im Rastenbul'gischen im 1
, und 
noch zu Anfaug deli 16. Jahrhunderts. Aber eine Adels- 
familie v. Sartowitz, die nachher polonisirt den Na- 
men Sartawski geführt haben mag, hat es in Westpreus8e 
zur Ordenszeit gell'eben, von ihr erscheinen urkundlich Otto 
v. S. 1899-1405 und Berthold y' S. 1409, beide im 
Schwetzischen begütert, Siegel deri!elben sind mir un- 
bekannt geblieben. 
Schi Id: Von w. il er R. mit 3 Sturen 8chrlgrechts 
getheilt. 


Helm: 2 Büffelhörner, ein r. und ein w, 
Deoken: r. u. w. 


Santzkau, (Taf 1)6.) 


- 
.-.. 
t
 
S
sscn I. (Taf, 56.) _ 
Ein Hans v, S. der 1340 lebte, hatto :! Söhne Mat- 
thias und Hcinrich Y. S., die 1860 Oüter zu PlIszen, 
Gausilauken, Kirschitten und Grossitten verschrieben er- 
hielten. Ohne ,Zusammenhang mit ihnen stehen Fubian 
v.I:)" 1480 J acob v.S. 1484 Amtmann zu Taplacken und Lorenz 
v. 8., der 1498 im 
ohaakischen wohnte und dessen beide 
Söhne Nicolaus und Peter v. S. die Letzten ihres Stam- 
mes sind. Ersterer besass Drosten, Bchillingshof und a. 
Güter im Samlande und hinterliess aus seinen beiden Ehen 
mit einer geb. v. Resohke und einer geb. v. prömok so- 
weit bekannt, keine Söhne. Es sind zwei 'Vappenformen 
in Gebrauch gewesen. 


Schild: 2 Büffelhörnernebeneinander oder auch ein 
Hirsch- und ein llütfclhorn nebeneinander gestellt. 
Anm.: So siegelt Nickel v. S, 1515. 


SHl>öSCn 11., (Taf. 1)6.) 
Die zweite Wappenfonn findet sich in den hand- 
schriftlichen Wappenbüchem des Preuss. Adels. 
Schild: Von G. undR. gespalten, vorn ein r. Hirsoh- 
horn, hinten ein gestürztes g. Büffelhorn. 
Hel m: Offener Flug, der erste r. Flügel wie lias vor- 
dere Feld, der andere wie das hintere bezeichnet und 
tingirt. 
Deoken: 1', u. g. 
r--- 
· Saugnln I" (Taf. 56.) 


I 

 


t 


Naugnin 11., (Taf, M.) 
V gl. den vol"igen Artikel. Ein handschrift!. Preuss. 
Wappenbuch gibt das Wappen folgendennusen. 
I::!ohild: B. mit w. oben von 2 unten von 1 g. Lilie 
begleiteten Querbalken. 
Helm: gekr. 8 Strau8sfedern b. w, b. 
Decken: b. u, w. . 


Saugnhl 111., (Taf. 56.) 
V gl. d. vorilfen Artikel, 
So hil d: B. mit 3 g. Sternen. 
Hel m: PfauenschwI\Dz, 
Decken: b. u, g, 
--- 
.. I ScbaßstctU I" (Taf. 1>6.) 
"- 
Das bekannte Sächsische, im Stift Halberstadt und 
der Herrsohaft Querfurt, hier schon seit der Mitte des 
18. Jahrhunderts bekannte Geschlecht ist nioht ,das Mutter 
gesohlecht des Preussisohen, wie die resp Wappen aus- 
weisen, da das erstene 7 oder 10 SohaRfe (8. 8. 1. oder 
8. S. 8, 1.) im Schild führte. Die Heimath des Preussi- 
schen, nach der ein Vorwerk im Bartenstein'sohen, wo sie 
zuerst auftritt, benannt ist, ist unbekannt, AU8 der Gleich- 
heit de8 Wappens mit dem, welohes ein Edelmann aus 
altpreuss. Geblüt, Tromitte führt, dessen Stammgut 
nahe den Schaffstedt'soben Erbgütern lag, und der auch 
in v. S.. 'schen Urkunden Zeuge ist, kann auf Eingeborenheit 


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...... 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


geschlossen werden. Dieses Wappen wurde aber nicht 
beibehalten. Die ältesten Ahnherm sind Johann nnd Hei- 
nike v. S., denen vom Hochmei8ter 1342 22 Hufen im Walde 
Lackmedien verschrieben wurden, .Matthias und Claus v. S. 
auf Laggarben, Schafstedt und Nohnen im Rastenburgi- 
schen und Bartenstein"schen 1371. 1375, dann folgt Man: 
v.S., 1409 Nicolausund Ambrosius v. S. aufSchienklack 1413 
sowie Hans v. S. auf Laggarben, Schaffstedt, Siedlauken 
(bei Leuneburg) Taberlack und Schönmohr 1411-1433 u. 
a. m. Ihr Stammgut Laggarben, neben dem noch andere 
Oüter im Rastenburgischen und Bartensteinschen besessen 
wurden, consenirte das Oeschlecht bis IIcgen die Mitte 
des 18. Jahrhunderts, wo die Hauptlinie aus8tarb, währcod 
noch zwei Nebenli
ien in Masuren, aufOoUubien und Da- 
niellen fortblühten. Aus dem letzteren Hause beschloss der 
Capitain a. Inf.-Regiments Oeorge Wilhelm Heinrich v. S. 
durch seinen am 9. Juny 1820 erfolgten Tod sein ganzes Oe- 
schlecht. Das Wappen des Mitte des 15. Jahrhunderts 
lebenden .Hans v. S'. auf 
aggarben ist Folgendes: 
So h 11 d : Vor Slell hmgekehrtes menschliches Brust- 
bild, neben dem 2 in Kleeblätter sich cndigende Ranken 
in die Höhe steigen. 


Schaß.stedt 11., (Taf.57.) 
V gl. den vorigen Artikel. Wie schon bemerkt wurde 
später ein ganz anderes und zwar redendes Wappen geführt. 
Sohild: W. mit r. mit sohrägrechtsschreitenden w. 
Widder belegten Schrägrechtsbalken. 
Helm: gekr.; der Widder wachsend. 
Decken: r. u. w. 
Anm.: 80 alle Preuss. Wappen bücher und auch z. B. 
die Siegel des Amtshauptmanns zu Taplacken, Christoph 
v. s: 1550 und Wilhelm J<'riedrich v. I:!. 1692. 


Schatlstedt 111., (Taf. 57.) 
Vgl. den vor. Artikel. Eine 3. Wappenform ist aus- 
Berdem nach dem I:!iegel Fabian Moritz v. tI. der 1588 
nachzuweisen. 
Schild: RechtshinschrE'itender Widder (W. auf R.) 
Helm: gekr.; der Widder wachsend. 
Decken: (r. u. w.) 
___ Sc'lIantz, Schantzen (Taf. 57.) 
Man kennt weder die Heimath noch die Oüter dieses 
altpreuss. Oeschlechts, von dem nur wenig bekannt i8t, 
Eberhard v. S., dessen Mutter eine geb. v. Kikol war hin- 
terliess aus seiner Ehe mit Dorothea v. Karioth a. 'd. H. 
Korben nur eine Tochter Marie v. S. die 1625 als Wittwe 
Christophs v. Taubenheim auf Zimmerbude und als Letzte 
ihres Oeschlechts lebte, das im Samlande gewohnt hat. 
Das Wappen erinnert an das der v. Alexwangen und von 
Zincken. 
Schild: w. mit r. beiderseits stumpfgeasteten halb- 
schräglinksgelegtem Baumstamme auf dem ein :A= V 0- 
gel sohräglinksgekehrt sitzt. 
Helm: Pfauenschwanz. 
Decken: #. u. w. 
Sebalnvltz, Schannewitz (Taf. 57.) 
Auch wohl Tschanwitz, dies bekannte Lausitzisohe, 
ursprünglioh aUS dem Sächsischen Churkreise, wo es in 
Urkunden des 13. Jahrhunderts mehrfach auftritt, vorkom- 
menden Ge8chlecht, liess sich mit einem Söldnerhauptmann 
im Hülfsheere des D. O. Alexius v. S. bald nach 1466 in 
Preussen nieder. Er erwarb Pr. Arnau im Waldauschen, 
seine Naohkommen noch Augken im Tapiauschen Jauth 
VI. &. 


77 


im Riesenburgischen und ein Out im Osterrodischen, das 
der 1650 verstorbene Heinrich v. S. besasR, der zwar neben 
2 Töchtern einen Sohn Christoph hinterliess, mit dem 
sich aber die Preuss. Linie endigt. 
Schild: W. mit 2 #. Schrij.grechtsbalken. 
Helm: Zwei aufreoht gestellte w. Mühlsteine, von 
denen der vordere den anderen balb deckt, an jeder 
Aussenseite je mit 4 abwechselnd w. u. #. Straussfedern 
besteckt, dazwischen ein dürrer Ast, an dessen einem 
Zweige auf der rechten Seite ein gr. Kranz hängt. 
Decken: w. u. #. 


Scbarden, (Taf. 57.) 
Aus diesem durch ausgezeichnete Civilbeamte in der 
Mark Brandenburg im 17. und 18. Jahrhundert glänzenden 
Oeschlecht wurde der Preuss. Geh. Kriegs-Rath, dann 
Director und Oeneralkommissarius Levin v. S. von Kaiser 
Karl VI. unterm IB. IIlai 1734 renobilitirt; sein zweiter 
Sohn Friedrich Johann v. S. Rittmeister, dann Kriegs- 
und Domänen-Rath erwarb Oruudbesitz in Preussen (Bal- 
den etc.) und pflanzte hier seinen Stamm fort, der indessen 
mit dem einzigen !Sohne des kurz vor ]809 verstorbenen 
Lieutenants Carl Wilhelm v. S., des8en Vatt'r mehrere 
Oüter im Sam lande und im Rastenburgischen besessen 
hatte, ausstarb. 
Sch ild: Mit 8 Rosen belegter Schriigrechtsbalken, 
oben und unten begleitet von einer halb auffiiegenden 
Taube. 
Hel m: Eine der Tauben zwischen 2 Büffelhömern. 
Decken: 


SC'llar.r v. '''erth, (Taf. 57.) 
Dies Königsberger von Kaiser Rudolph 11. geadelte 
Rathsgeschlecht erwarb in Preussen das Out Trenck bei 
Königsberg, auch Obrotten die der bis zum Posten eines 
	
			

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11 


78 


AUSOESTORBENER PREUSSI8CHER ADEL. 


in Preussen lebt, wo die Familie ihren Orundbesitz (zu- 
letzt nur in :Masuren) bald nach 1750 ganz verlor und 
duroh die Militärdienste, die viele derselben mit grosser 
Auszeichnung leisteten, aus dem Lande kam. Als die 
Letzten wohnten hier Christoph Albrecht v. S. 1775 auf 
Rakowen und seine Brüder, sowie deren Vettern die zahl- 
reiohen Söhne des um 1790 verstorbenen Oencralmajors 
Fabian Wilhelm v. S. 
Sc h il d: R. mit w. Löwen mit durch die Hinterpranken 
geschlagenem Schwanze. 
Helm: S Straussfedern w. r. w. 
Decken: r. n. w. 
Anm. Siegel des 17. und 18. Jahrhunderts zeigen 
mehrere Variationen. 


SchAtzel 11., (Taf. 57.) 
Eine aus der PreussiscLen Familie im 18. Jahrhundert 
nach Pommern abgezweigte Nebenlinie führte dagegen 
nach Brüggemann Be8chreibung von Pommern I. p. 172 
ein abweichendes Wappen. 
Sohild: W. mit g. Oreifen. 
Helm: Der Oreif waohsend (auoh 7 Straussfedern). 
Decken: P 
Anm. So soll es die evangelische Linie f"Ilhren, wäh- 
rend die katholische den Oreifen jederseits mit Weintrau- 
ben umgeben und auf dem Helm gleichfalls die Schild- 
figur führen soll. 


Schebe, v. d. Scheben, Scheven, (Taf. 57) 
auch Schieben, Schöbe u. s. w., eines der angesehensten 
Rittergeschlechter Westpreussens von ein
ebornem Adel 
ausgezeichnet durch mehrere bedeutende Männer, die zu 
den Häuptern des Preussischen Bundes gehörten, nnd 
hohe Aemter im Polnischen Preussen bekleideten. Ihr 
Stammhaus Scheben im Culmerlande. Der Erste Bekannte 
ist HtJrthold v. d. S. 1406. Dann folgen Oswald 1436. 
Jeschke und Augustin 1440, letzterer der berühmteste sei- 
nes Oeschlechts, auf Kl.-Orschkau und Redewisch im Schön- 
seeischen gesessen, Hauptmann zu Oraudenz (1433) zuletzt 
Woywod zu Culm. Im 16. Jahrhundert sank das Oe- 
schlecht und verlor seinen Wohlstand. Eine Linie etablirte 
sich zu Anfange des 16. Jahrhunderts auf Deutsch Orö- 
ben im 08terodiRchen und dann zu Wittichwalde; erlosch 
aber bald, eine andere, deren Ahnherr Marx v. d. S. 
auch Man: v. Schrammen heisst (was auf ein bekanntes 
Out in Westpreussen hinweist) erwarb Sorreinen im I,ieb- 
städtischen, wo sie in bescheidenen Verhältnissen 200 
Jahre lang in geringer Ausdehnung blühten und die Letz- 
ten ihres Stammes waren. Die beiden Söhne des Capi- 
täns Friedrichs v. d. S. auf Sorreinen, Friedrich Ernst, 
1728 Jt'ähnrich Regiments Orumbkow nnd Hans Egidius 
1746 gewesener Lieutenant des Rettbergischen Regiments. 
Nachkommen von ihnen sind nicht bekannt geworden. 
Ihre Schwester hatte einen Küchmeister v. Sternberg adf 
Oilgenau, der 1764 starb zur Ehe. 
Das Wappen wird nach Siegeln und handschriftlichen 
Wappenbüchern sehr verschieden geführt. V gl. die fol- 
genden Artikel. 
Schild: W. mit gr. mit den Wurzeln ausgerissener 
oben in eine Krone von S spitzigen Blättern endigende 
Staude. 
Helm: 
Deoken: 
Anm. So die Siegel Jesohkos und Angustins v. d. 
S. 1440. 


Sehebe 11., (Taf. 57.) 
V gl. dcn vorigcn Artikel Friedrich v. d. S. auf Sor- 
reinen bediente sich 1720 folgenden Wappens, das sich 
auf das ursprüngliche Stamm wappen augenscheinlich zu- 
rUckführen lässt. Als Grundtypus lässt sich hier wie in 
der fol
endcn Variante leicht ein Baum8tamm oder Ast bald 
mit S Blättern oder Eicheln, bald nackt erkenncn. 
Schild: W. mit S. auf gr. Boden stehenden natur- 
farbenen Eicheln auf beblätterten Stielen. 
Helm: Vie 8 Eiohelstauden. 
Decken: w. u. gr. 
An m. Dieses Wappens bedienen sioh die heutigen 
v. Schäwen in Preussen. 


Sehcbe 111., Schäwe. (Taf. 57.) 
Vgl. den vorigen Artikel. Nach dem v. Ledebur- 
schen Adelslexicon 11. S. 85S sollen die v. S. 1711 auf 
Lichtfelde im Stuhmischen folgendes Wappen geführt 
haben. 
Schild: W. mit r. an beiden Seiten stumpf geaste- 
ten mit den Wurzeln ausgerissenen Baumstumpf. 


Schebe IV., (Tat 57.) 
Ein sonst gut unterrichtetes handschriftliches Preuss. 
Wappenbuch gibt aber folgendes Wappen. 
Schild: W. u. # Querbalken. 
Helm: Wie der Schild gezeichneter und tingirter 
Flügel. 
Decken: # u. w. 


Schedei, Schedlin, (Taf. 58.) 
Während die noch blühende Familie v. Schedlin 
Czarlinski in Ost- und Westpreussen das Wappen ihrer 
Vorfahren, die sich mit Christoph v. 8. auf Sedlin im 
Dirschau'schen n. Balthasar v. Sch. auf Rockelkeim bald 
naoh der Mitte des 15. Jahrhunderts zeigen und zum 
eingebornen Adel gehören, allerdings in einiger Ab- 
weichung führen, in dem der auf einem Aste sitzende oder 
einem Hügel stehende linksgekehrte Vogel in eine vor sich 
hingekehrte Eule und in eine solche auch der sonstigs Helm- 
schmuck (4 Straussfedern oder ein Pfauenschwanz) ver- 
wandelt ist, geben Preuss. Wappenbücher einer Familie 
v. Schedel ein anderes Wappen, nämlich: 
Sohild: Mohrenbüste auf w. 
Helm: Desgleichen zwischen 2 w. Büffelhörnern. 
Decken; # u. w. 


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S('helbner, (Taf. 58.) 
Ein Herr v. S., der 1836 am 12. April starb, besass 
das Rittergut Contienen in Preussen. Der Orundbesitz ist 
seiner Familie nicht erhalten worden, die in der Person 

es Christoph Friedrich S. auf Ober- und Nieder-Beerberg 
10 Schlesien unterm 17. März 1796 den Preuss. AdelBtand 
erlangt hatte. Ein Rittergutsbesitzer S. hatte 1790 vom 
Curfürsten von !::lachsen als Reichsvicar den Adelstand er- 
halten. 
Schild: Quadrirt; 1. u. 4. b. mit g. achtspitzigen 
Ordenskreuz, 2. g. mit gr. Füllhorn mit Blumen, S. r. mit 
8 w. Schrägrechtsbalken. 
Hel m: gekr.; inmitten eines offnen # Fluges das Kreuz. 
Decken: links: b. u. g.; rechts: r. u. w. 


ScheUha, (Taf. 58.) 
Von diesem altschlesischcn Oeschlecht lebte Christopb 
v. S. (anch S. genannt v. Schilling) 1563 am Preuss. Hofß 


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.AUSOESTORBENER PREUSSISCHER .ADEL. 


und wurde 1566 zum Hauptmann bestallt. Ihm gehörte 
auch ein kleines Oütchen im Oletzko'schen; Nachkommen 
Ton ihm 8ind nicht in Preussen geblieben. 
Schild: W. mit r. aufwärts gekehrtem Halbmond. 
Helm: r.-w. bewulstet, 3 Straussfedern g. w. r. 
Decken: r. u. w. 


Hehellelldorß
 lTaf. 58.} 
Dieses vornehme schlesi8che, in seiner Heimath sehr 
angesehene begüterte und weit ausgebreitete, jetzt ganz 
erloschene Oesehlecht, liess sich um 1530 in Preussen 
auf Contiencn nieder. Dcr Stifter dieser Linie hinterliess 
zwar zwei Söhne, die aber beide ohne Naohkommen knrz 
vor 1540 starben. Ihre Schwestern heiratheten in die Fa- 
milien v. 8chönwiese, v. Mericke und T. Pötten. 
Sc h i I d : Von B. u. W. gerautet mit darüber geleg- 
tem r. Querbalken. 
Helm: 2 wie der Schild gezeichnete und tingirte 
Büftolhörner. 
Decken: linkR: r. u. w., rechts: b. u. w. 


Hehell('kelldorff, (Taf. 58.) 
Ein angesehenes Niederlausitzisches, jetzt auch in der 
Mark Brandenburg begütertes Oel'chlecbt, das vorüber 
gehenden Onmdbesitz in Preussen hatte, wo der Vater 
des bekannten Dichters Max v. S., der Salzinsppctor zu 
Tilsit, nachher Kriegs- und Domänen-Rath v. S. zuerst 
das Out Lenkonischken bei Tilsit, dann Nesselbeck bei 
Königsberg besass. Er t 1813 am 24. Januar. 
Schild: W. mit r. aufgerichteteu Stier. 
Helm: 8 Straussfedern r. w. r. 
Decken: r. u. w. 


HellertuUz, Tschertwitz, (Taf. f>8.) 
Ein altes noch blühendes, einst ausgebreitetes und 
angesehenes Oeschlecht dCl' Niederlausitz , aueh in den 
Herrschaften Heeskow und Storkow angesessen, von denen 
mehrere dem D.-Orden im Bundeskriege (1454- 66) um 
Sold dienten. Einer derselben erwarb 1466 die Schön- 
forstischen Güter in D.-Eylauischen und Juden in Pr.-Hol- 
ländischen und ward der Ahnherr einer ziemlich zahl- 
reichen Naohkommenschaft, der auch die Güter Kuppen, 
Schönfeld, Or.- u. Kl.-Quitteinen, Dargau, Petzdorf, Höfen. 
Pasorthen, Thymau und Kalthoff (im Preuss.-Hullllndi- 
schen gehörten. Die Letzten ihres l:itammes in Preussen 
waren die Oebrüder Adam Sigmund, Fähnrich, und Ca1'l 
Bogislaf v. S. 1746 auf Kalt.hoff, 8panden und Krikehnen. 
Fähnrich a. D. von denen elDe Jobanna v. 8., 1804 ver- 
mählt mit dem Lieutena
t .v. Tiedemann, stammt, die als 
die Letzte der Preuss. LlDle ver8torben ist. 
Schild: O. mit b...Adler mit r. Waffen und Zunge. 
Helm; Inmitten elD.es off
nen Fluges, dessen linker 
Flügel g. der andere b. 1st, elD gr. Stengel mit 3 r. ge- 
schlossenen Tulpen (Blumen). 
Decken: g. u. b. 
Scheurer, (Taf. 58.) 
Der Prauss. Rittmeister Lossowischen Husaren - Regi- 
ments v. S. erwarb um 1780 di
 Oüte! Or.- uncJ Kl.-Bre- 
danen, Spat
auken und SchurschIenen 1m Insterbnrgischen. 
Aus seiner Ehe mit einer geb. v. Polentz, nachher ver- 
mählten v. Rosenberg , sind keine Nachkommen bekannt 
geworden. Nach.v. Ledebur's .Adelslexicon 11. S. 362 
hat er f
lgendes 
appen geführt. 
SchIld: Sch1'agreohts getheilt, oben auf O. ein hal- 
bes Mühlrad, unt. n auf gr. Boden S gr. Bäume. 


. 


79 


Schierstedt, (Taf. f>8.) 
Dieses bekannte sächsische, zu allen Zeitcn wohl an- 
gesehene aus der Oegend von Aschersleben und des Hakel- 
waides stammende Oeschlecht liess sich mit Meineke v. S.. 
der aus dem Hause Oörtzke im Erzstift Magdeburg stammt 
und ansehnliche Aemter bekleidete um 1525 in Preussen 
nieder. Seine nicht sehr ausgebreitete Nachkommenschaft 
besass vornähmlich die Oüter Heeselicht und Schildeok 
und erlosch mit dem Lieutenant Johann Joachim v. S. 
1753 auf ::!childeck, der aus seiner Ehe mit einer geb. 
v. Wildenhayn a. d. H. Theerwisch nur drei Töchter hin- 
terliess. 
Schil d: AufB. 8 w. befiederte übereinander schräg- 
linkshinfliegende Bolzen. 
Helm: gr. belaubterBauRl, dessen Stamm von einem 
desgl. Pfeil schräglinkshin durchbohrt ist. 
Decken: b. u. w. 
An m. Der Baum ist wohl aus einem ursprünglichen 
Spickel mit Hahnenfedern hervorgegangen. 


S('ltieueu, (Taf- 58.) 
In den älteren Oenealogien altpreussischer Familien 
kODlmen einigemale die v. S. als ein Geschlecht vor das im 
15. Jahrh. in Preussen ansässig gewesen sein soh. Ver- 
mutblich sind die v. Schön oder 8chönau 1530 auf Pellen 
gemeint; als ihr Wappen geben handschriftl. Wappenbücher 
folgendes an. 
Schild: Quergetheilt mit einem aus dem untern r. 
in das obere # Feld wachsenden g. Löwen. 
Hel m: Der Löwe inmitten eines offenen r. Fluges. 
Decken: links: r. u. g., rechts: g. u. # 


S('hilling, Sehilllugeu, (Taf. 58.) 
Es werden zwei alteingeborne Prenss. Geschlechter 
zu unterscheiden sein, deren Ahnen bis ins Ende des 
13. Jahrhunderts zurück reichen. Die Schilling auf Con- 
dehnen u. Caymen im Samlande u. die v. S. im Oberlande 
z

e
zt au,f 
0!larien. Der 
igentliche Name ist Syriene, 
Sdleme, Schdeme, woraus dIe spätere verdeutschte Form 
entstand. Nur das Wappen der uberländischen Familie 
ist bekannt. Die bei den Halbbrüder Fabian und Moritz 
v. S. waren beide mit Fräulein v. Saucken vermählt, aber 
nur der erstere, der 1559 ertrank, hatte Nachkommen, 
nämlich eine Tochter, die in die Familien v. Rettau und 
v. Aweyden heirathete, der die Oüter zufielen. 
Schild: R. mit 3 g. Rosen 2. 1. 
Hel m: Eine der Rosen. 
Decken: r. u. g. 


. 


SchiDlDlelpf"ennlg, (Taf. 58.) 
Dieses Oeschlecht erhielt in der Person des Johann 
Christoph und Balthasar S. den Reichsadelstand unterm 
16. November 1650, etablirte sich im Ermlande und war 
katholischer Confession. Hier lebte sehon 1680 Alexander 
v. S. mit einer geb. v. Mericke vermählt. Seine Nach- 
kommen besassen Zechern, Maraunen und Schwenkitten. 
später auch Körpen, Sperwarten, Alt-Menzels, Bornetken, 
Schwengels u. andere. Als Letzter zeigt sioh der Lieute- 
nant Alexander v. S. auf Schwengels, geb. 1779, auf 
dessen Schwager, den Capitän J. T. v. Buhl auf Gr.- 
Körpcn, Name und Wappen des Oeschlechts überging. 
Sehild: W. mit 2 # ins .Andreaskreuz gesetzten 
Schlüsseln. 
Helm: Offner Flug, der linke Flügel w., der an- 
dere # 
Decken: # u. w.
		

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80 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


S<,hirlldingell, Scbirnding, (Taf. 58.) 
Ein V oigtländisohes und Fränkisohes, jetzt nooh in 
Bayern und Sacbsen blühendes Oeschlecht, von dem Rich 
zwei Brüder, Melchior und Caspar v. S.. in den letzten 
Jahren der Orden8herrschaft in Preussen niederliessen. 
Mit den Enkeln des Erstern, von denen Caspar v. S. 
1601 das Out ISchulkeim besass, erlosch dieser Zweig wie- 
der. Sie sind eines Stammes mit denen von Brandt. 
Schild: O. mit 3 # beiderseits 15tumpfabgehauenen 
auf gr. Boden steckenden Baumstümpfen odcr Aesten, die 
oben und an jeder 
eite r. flammen. 
Hel m: Die Scbildfiguren (ohne Hügen. 
Deoken: # u. g. 


SclAleKei, (Taf. 59.) 
Ein sehr bekanntes Anhaltisches Oeschlecht, in seiner 
Heimath auf Merzin, Zebringen, Pösigk u. s. w. begü- 
tert. Balthasar v. S., der dem D. O. um Sold diente, 
liess sich zu Anfange des 16. Jahrhunderts in Preussen 
nieder, erwarb Alkehnen im Samlande und lebte 1513, 
pflanzte aber in Preussen seinen Stamm nicht fort. 
Sohild: W. mit Kopf und Hals eines r. Pferdes. 
Helm: r.-w. bewulstet; r. Schlägel besteckt oben mit 
8 Spillen, einer r. zwischen 2 w. 
Deoken: r. u. w. 


Schleillltz, (Tar. 59.) 
Von diesem alten vornehmen Meissnischen Oeschlecht 
hat sich schon frühe ein Zweig in Westpreussen nieder- 
gelassen, der hier nachher den Beinamen v. Plemin8ki 
annahm, den er auch allein fübrt. Die vorhandene 
Stammtafel beginnt im 15. Jahrh. u. endi
 mit den Brüdern 
Achatz, Fabian auf Seeburg und Hans, der zwar vermählt 
war, aber kinderlos gewesen zn sein scheint. Ausserdem 
dienten mehrcre dem deutschen Ordon im Bundeskriege 
(1454-66) und Ebert v. S. besass Ludwigsdorf um 1525. 
Die neue Westpreussische Linie auf Falkenau. Ooldau, 
Peterkau und Ludwigsdorf etablirte sich hier gegen Ende 
des vorigen Jahrhundprts, hat jetzt aber keinen Grund- 
besitz mehr und lebt nicht mehr in Preussen. 
Schild: Von R. u. W. gespalten, vorn übereinander 
2 w., hiDten eine r. Rose. 
Helm: gekr.; 1 r. Rose zwisohen 2 w. Büffelhör- 
nem. 
Decken: r. u. w. 


Schleulile, (Taf. 59.) 
Unbekannter Herkunft, aber schon im 15. Jahrbundert 
in Preussen. wo sich zuerst Urban v. d. S. 1461 als 
Rathsverwandter zu Insterburg findet. Oregor v. d. S. 
besass 1500 Kuicklack im Tapiauschen, das seinen 
Nachkommen noch lange Zeit gehörte, andere Linien 
wohnten im Labiau'sohen u. zu Bilderweit'schen, Szabienen 
und Draupgen im Insterburgischen im 17. Jahrhundert. 
Zu dieser 
eit etablirte sich eine Linie in Tilsit, der zu 
Anfange dIeses Jahrhunderts zwei sehr verdiente höhere 
Officiere angehörten, deren eincr die Oeneralswürde er- 
langte. Männliohe Nachkommen von ihnen sind nicht 
mehr in Preussen vorhanden. 
Sohild: gospalten, und jedes Feld von B. und O. 
re8p. O. und B. 7mal abwechselnd quergestreift. 
Helm: Offener Fing, dcr linke Flügel g., der andere 
b. zwisohen 2 w. mit r. Kreuz bezeichneten Fahnen an 
g. Stangen. 
Decken: b. u. g. 


Reif'hsgrafell T. Nchlie"ell, (Taf. 59.) 
. Johann 'fheodor v. Schlieben a. d. H. Neuschloes 
Oerdauen, Starost v. Roggenhau8en, dann Woywod von Liv- 
land ErbamtRh. zu Oerdauen, NOl'denburg und 8ohönberg- 
Erbh. der Birkenfeldischen Uüter, auch auf Beynuhnen. 
Angerau, Korcklack, Sobrost, Albrechtau. Olaubitten, Ha- 
bersdorf eto., wurde unterm 11. Jan. 1660 in den Reichs, 
grafenstand erhoben. Seine ziemlich lJahlreiche Nach- 
kommenschaft erlosch mit dem Sohne seine8 Urenkels, 
dem am 19. October 1815 verstorbenen Reichsrafen Adolph 
v. S. auf ßirkenfeld. 
. .Schild: W. d
rch ein 
 g.-
ordirtesKreuz quadrirt, 
Jn Jeder Feldung eIn # gekr. eInwärts gekehrter Adler 
und in der Mitte ein g. Horzschild mit einem von B. und 
W. in 2 Reihen geschachten Balken. 
Helm: a) dpr mittlt're, gekr.; zwischen 2 g. wie der 
fllittelschild gezeichneten Büffelhörnern ein 
gekr. r. gekleidetes wach8pndes}<'rauenbild 
in jeder Hand eine w. abflatternde Fahne. 
b} der linke, gekr.; gekr. # Doppeladler mit 
Reichsapfel u. Sccpter. 
c} der rechte, gekr.; # gekr. Adler mit Soep- 
ter und Reichsapfel. 
D ecken: links: # u. w. 
rechts: b. u. g. 


SchUewitz I., Schlewitz, (l'af. 59.) 
Rlldolph v. S., zuerst Churbrand. Capitän des Sparr- 
schen Infanterie-Regiments, dann Scbwedischer und Pol- 
nischer OberstIieutenant, !raufte c. 1664 die Oüter Mittel- 
dorf nnd Kattern im H.-A. Preuss. Mark. Er hatte zwar 
8 Söhne, von denen sich zwei vermählten, aber keiner 
bat männliche Nachkommen hintcrlassen. Der jüngere, 
Adam Ernst v. S. auf M. und K., lebte noch 1733 als 
Oberst und Letzter seines Stammes. 
Schild: w. mit S # Sternen 2. 1. 
He Im: w. Mühlstein mit :tI: Stern belegt. 
Decken: # u. w. 


, 


\ 


Scltliewitz 11., Schlewitz, (Taf. 59.) 
Die Preuss. handschriftlichen Wappenbücher geben 
sllmmtlich in völliger Uebereinstimmung der in vorigem 
Artikel erwähnten Familie, jedoch da deren Wuppen nach 
einem Originalsiegel des Stifte re der Preuss. Linie mitge- 
theilt ist,. folgendes zweifelhafte Wappen: 
SchIld: Von B
u. O. gespalten; vorn 2 w. brennende 
Kerzen nebeneinander, hinten ein w. gekr. einwArts ge- 
kchrter Löwe. 
Hel m: Der Löwe wachsend, in jeder Pranke eine 
Kerze inmitten eines offenen w. Fluges. 
Docken: b., g. u. w. 


"\ 


Schlippe....ach, (Taf. 59.) 
Ein bekanntes vornebmes Curländisches Oeschlecht, 
aus dem Carl Ernst v. S., PreU8S. Capitän, Orabowischen 
Regiments, das Out Baug8koralIen bei Memel 1772 besass. 
Mit ihm erlosch diese Linie wieder. 
Schi
d: # mit w. aU8 4 Ringen bestehender, aus 
dem obern Schildrande hervorhängende Kette. 
Hel m: gekr.; die Kette inmitten eines offenen Fluges, 
dessen linker Flügel w., der andere 1:1: ist. 
Decken: w. u. # 


Schlubut, (Taf. 59.) 
auch Schlubhut, ein alte8 vornehmes OesChlecht aus dem 
Blute der Ureinwohner Preussens, de8,en Ahnherr ein 


.
		

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...... 


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Al't)OESTORBENER PREU"SSISCHER ADEL. 


edler Withing Slobothe WOI'. Ritter Slobothe (der einen 
Bauern zum Schildträger erhielt) lebto 1342. Hans Slo- 
bothe kaufte 1451 ein Out zu Warkeim im C. A. Rasten- 
burg. In Warkeim war das Hauptgut, das 1420 schon 
George v. S. besuss. Auf ihn folgcn Roland v. S. und 
seines Bruders Sander v. S., Kinder Nickel u. Hans v. S. 
auf Schlobitten 1446. Von obigem Oeorge v. S. beginnt 
die ordentliche Stamm reihe des Oeschlechts, das ausser 
W. noch Sehrandkeim (wovon auch die Familie zeitweise 
benannt ward) bcsass; spiiter gehörten ihm auch Weis- 
schnuren, Faulcn und Goldau, B08emb, Pültz u. a. m. 
Zu Anfange des 18. Jahrhunderts noch reich an männ- 
lichen Mitgliedern erlosch das Oeschlecht im Manns- 
stamme am 22. October 1740 mit dem dänischen Ob
rst 
Johann Heinrich v. S., nachdcm seine 8 Brüder, darunter 
der duroh sein tragisches Ende bekannte Kriegs- u. 1>0- 
mänenrath Albrecht Emst v. S. auf "Teisschnuren, vor 
ihm kindcrlos od/>r unvermählt gestorben war. 
Schild: B. mit W. nach vorn gekehrte SturmhaulJe. 
Helm: Die Schildfigur mit 3 gr. Straussfedern oder 
Pfauenfedern bedeckt. 
Decken: b. u. w. 
An m. Auf andern Abbildungen zeigen sich i!fters 
Varianten in den Farben, so dass der Schild auch W. und 
die Sturmhaube b. oder # ist n. s. w. 


S<,hutalensee. (Taf. 59.) 
Altes V orpommerisches, jetzt auch in seiner Heimath 
erloschenes Rittergeschlecht, von dem ein Zweig zu An- 
fange dieses Jahrhunderts das Out Pistken in Masuren 
besass. Diese Branche erlosch 
leich wieder, ebenso die 
Linie, welcher 'tor SO Jahren Or.-Paglau bei Schöneck 
gehörte. 
Schild: W. mit einer gr. fünfbliitterigen Staude. 
Helm: 2 # u. w. über Eck getheilte Bülfelhörner. 
Deoken: # u. w. 


Schlllallellberg I., (Taf. 69.) 
Von dieser eingebornen Neumärkischen, erst in 
ies
m 
Jahrhundert erloschenen Familie besass Otto FrICdrICh 
v. S., t 1754/5, Preu8s. Oberstlieutenant, die Oüter Nahm- 
geist, Leissen und Schönfeld im Oberlande. Mit seinem 
Sohne Johann Friedrich Eberhard v. S., Major a. D. und 
1789' Salzinspektor zu Labiau endigte sich diese Linie. 
Sc h i I d: Quergetheilt. oben wachsender Hirsch, unton 
6mal quergestreift. 
Helm: Pfauenschwanz zwischen 2 Knebelspiessen. 
Decken: 
An m. V orBtehendes Wappen noch Originalsiegeln. 
S<,hlllsllellberg 11., (Taf. 69.) 
VgI. den vorigen Artikel. Nach v. Ledebur's Adels- 
lexicon II. p. 881 soll das Wappen aber folgendes sein. 
Schild: Gestürzter Halbmond über dcm eine halbe 
Lilie begleitet von 3 Sternen. 
Hel m: Lilie inmitten eines offenen Fluges. 
Decken: 


liiclt'nidtkow, (Taf. 59). 
Angeblich 
us Bchwedisch-Po
lm
rn stammend, doch 
bediente sich dIe Familie des bel Slebmacher I. S. 87 
"Unter den Oesterreichischen mit dem Namen v. Schmidtaw 
gegebenen Wappens. Joh. Carl v. S., Preuss. Capitän und 
nachher Zollka. 8en -Rendant besass Keilholf im H. A. 
Marienwerder. Der Grundbesitz wurde nicht behauptet. 
Schi ld: QU\lodrirt; 1. u. 4. w. mit b. Querbalken, be- 
legt mikeinem darch einen LAngenschnitt in 2 getrennte 
VI. .. 


BI 


Theile zerlegten Kl'euz. 2. u. 8. # mit einem g. ein- 
wärts gekehrten Löwen. 
Hel m: gekr.; der Löwe wachsend inmitten eines 
offenen I<'luges, dessen linker Flügel von B. u. 0., der 
andere von W. u. :J+ quergetheilt ist. 
Decken: links: g. u. #; rechts: b. u. w. 


Scltmolallgen I., (Taf. 60.) 
Eines der ange8ehensten Oeschlechter Westpreussens 
zur Ordenszeit, von eingeborncm Adel. Ritter Gottschalk 
v. S. besass 1433 Oüter im Gebiet Mewe und ein anderer 
dieses Namens 1448 Lagischow, Labunke und Buchholz 
im Dirschau'schen. Hoyke v. S. war 1472 Unterkämmerer 
von Pommerellen, Im 16. Jahrhundert ist das Oeschlecht 
erloschen. 
S ch ild: Aufwärts gekehrter Halbmond, worllber ein 
Stern. 
Hel m: Zwei mit dem Rücken zusammengesetzte Jagd- 
hörner. 
Decken: 


Schmolaugen 11., (Taf. 60.) 
Vergl. den vorigen Artikel. Preu8s. Wappenbncher 
gebcn als das Wappen der Preuss. Familie das (auch in 
Siebmacher V. 175 abgebildete) folgende, welches jedoch 
einer liefländischen, eigentlich v. Schmüllingen heissenden, 
zuzukommen scheint. 
Schild: W. mit :I:f: schrAgrechtsgelegter Leiter mit 
5 Spros8en. 
Hclm: !!Iohrenrumpf mit abOatternder r.-w. Stirn- 
binde. 
Decken: # u. w. 
Anm. Andere Abbildungen zeigen fiber dem Helm 
die Leiter zwischen 2 Bülfelhi!rnern wiederholt. 


S<,hmude, (Taf. 60.) 
Ein oa8subisches Geschlecht, das vorübergehenden 
Orundbc8itz in W cstpreu8sen mit den Oütern Czornowo 
im Conitz'Rchen, Gli8no im Schlochauisehen und Zblewo im 
Kr. Pr.-Btorgard hatte. Das letztere Out gehörte noch 
vor 60 Jahren der Familie, die in Preussen erloschen 
scheint, 
Sohild: R. mit O. Drutenfuss. 
Helm: w. Vogel (Taube). 
Decken: 1'. u. g. 


S<,hnabel, (Taf. 60.) 
Ein Livländisches Oeschlecht , von dem sieh Ernst 
v. S. Ende des 16. Jahrhunderts in Preussen im Samlande 
niederliess. Er wird zuletzt 1604 erwiihnt und hatte aus 
seiner Ehe mit Benigna v. Schwerin , verw. v. Witmans- 
dorlf, nur Töchter. 
Schild: B. mit g. Rose. 
Helm: Die Rose inmitten eines offenen b. Fluges. 
Decken: b. u. g. 
ScllIlikrliug, (Taf. 60.) 
auch Schnlirlein. Nachdem die Familie in Prenssen auf 
dem nahe bei Ki!nigsberg belegenen Oute Aweyden 
Orundbesitz gewonnen, wurde der Besitzer Johann S. am 
18. May 1579 in den RE'ichsadelstand erhoben. Seinem 
Enkel Friedr. v. S., dcr Molsehnen besass, wurde der Adel 
vom K. JohaDn Casimir von Polen om 11. März 1652 u. 
vom Churfürsten Friedrieh Wilhelm von Brondenburg om 
7. December 1663 bestätigt. 


21
		

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I 


82 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Schild: VonB. u.O.quergetheilt, oben ein g.Löwe, 
unten S b. Querbalken. 
Helm: gekr.; Kopf und Hals des Löwen. 
Decken: b. u. g. 
Schönaich I., (Taf. 60.) 
Von diesem berühmten Oberlausitzischen Oeschlecht 
dienten Mehrere dem D. Orden im Hundeskriege (1454- 
66); Hans v. S. a. d. H. Linderode erwarb in Folj!e dessen 
die Schnellwalde- und Carnittischen Oüter im Jahre 1470 
in Preussen und pflanzte Beinen Stamm mit zahlreicher 
Nachkommenschaft fort, welche sich in mehrere Linien 
theilte und die genannten Oüter bis zuletzt conBervirte. 
AussCl'dem war noch Or. - Lentzk im Soldauischen ein 
Hauptgut, das ein Zweig bis Mitte des 18. Jahrhunderts 
besass, die Hauptlinie erlosch schon 1 'l29 im Manns- und 
1807 im Weiberstamm, die Carnittische Nebenlinie mit dem 
Major Friedrich Fabian v. 8. bald nach 1772; seine 
Schwestern heiratheten in die Familien v. Brzosowski, 
v. Pokrziwnicki u. v. Traoh. - Um 1629 liess sich aus 
der Lausitz auch ein anderer Zweig a. d. H. Linderode mit 
dem Capitän Benno v. S. in Preussen auf Saiten im H. A. 
Bohnstein nieder, erlosch aber wieder mit dem Stifter. 
Schild; O. mit grünem aus Zweigen geflochtencm 
Kranz, an der Aussenseite abwechselnd mit 4 gr. Eicheln 
und 4 gr. Blättern besteckt. 
Helm: Der Kranz. 
Decken: g. u. gr. 
Anm. In der Darstelluug deI! Kranzes, die Verthei- 
lung der Eicheln und Blätter zeigen sich viele Varianten, 
so dass die Eicheln auch innerhalb des Kranzes stehen, 
der oft abOiegende Blätter hat 
Schönaich 11., {Taf. 60.) 
V gl. den vorigen Artikel. Ein vermehrtes Wappen 
ist im 18. Jahrhundert auoh bei der Preuss. Linie in Oe- 
brauch gewesen. 
Schild: Qucrgetheilt, oben das Stammwappen, unten 
anf R. ein g. gekr. rechts gekehrter stehender Löwe, in 
der rechten erhobencn Vorderpranke ein Schwert schwin- 
gend. 
Helm: a) der Stammhelm; 
b) gekr. g. Löwenfuss, das Schwert schwin- 
gend. 
Decken: links: gr. u. g.; rechts: r. u. g. 
Anm. Das vermebrte Wappen 8011 auf einem Diplom 
K. Ferdinands I. vom J. 1548 beruhen. 


S<,hönbcrg, (Taf. 60.) 
Der Polnische und Chur8ächsische Kammerherr v. S. 
besass 1724 das Ritter
ut Woiditken im H. A. Balga. 
Naoh Veräusserung des Outs erlosch diese Linie in 
Preussen wieder. 
S c h il d : O. mit einem von R. und Gr. quergetheil- 
ten Löwen. 
Hel m: Kopf und Hals des Löwen. 
Deoken: r. u. g. 
Schönet.eck, (Taf. 60.) 
Ein altes Neumärkisches , in seiner Heiruath einst 
stark ausgebreitetes und ansehnlich begütertes, erst in 
diesem Jahrhundert erloschenes Oeschlecht, von dem sich 
ein Zweig in der Person Christoph Friedrichs v. S. in 
Folge einer Heirath in PreuBsen auf Seelack um If>S5 
niederliess, aber mit dem Stifter wieder erlosch. 
Sohild: Quergetheilt; aus dem untern von O. u. W. 
Bechsmal quergestreiften Felde wachBen in das obere w. 


zwei r. gekleidete Frauenbilder hervor, deren jedes auf 
dem Haupte mit 3 
traussfedern g. w. r. besteokt ist. 
Hel m: gekr.; eins der Frauenbilder. 
Deoken: r. u. w.. 


S('hönermark, (Taf. 60.) 
Altes Märkisches im Ruppinischen einheimisches, in 
einem Zweige auch im Jüterbockischen an8lissiges Oe- 
sohlecht, das nur vorübergehend in Preussen begütert 
war, nämlich durch den Besitz von Sobrost, das Cuno 
Ernst v. S., Capitlin ehemals beim Dönhoft'sohen Regi- 
ment 1731, besass. Mit ihm ist dieser Zweig wieder er- 
loschen. 
8 chi I d : R. mit gr. in einander schlangenförmig ge- 
wundenem Zweige, oben und an den Aussenseiten 2 w. 
tulpenartige Blüthen. 
Helm: gekl'.; waohsender. Rn Stirn und Hüften gr. 
bekränzter Mann mit Keule. 
Decken: r. u. g. 


Schöning, (Taf. 60.) 
Diesem alten Neumärkisohen Oeschlechte gehörte der 
Preuss. Oenerallieutenant und Chef eines Inf.-Regiments 
zu Königsberg Ernst 8igismund v. S. an, der die Tharau- 
schen Oüter acquirirte und 1823 am 2. August starb. Mit 
ihm hörte diese Linie in Preussen wieder auf. }'rüher 
hatte der Major v. S., Oesslor'8chen Cuir.-Regiments, der 
1742 bei Chottusitz fiel, das Out Bolden in Arrende ge- 
habt. 
So h il d: W. mit r. aus gr. Busch hervorspringendem 
Hirsch. 
Hel m: Der Hirsch wachsend. 
Decken: r. u. w. 


I 


S<,bönwiese, (Taf. 60.) 
Ein eingebornes Oeschlecht Preussens, das eigentlich 
den Namen v. der Zehende führte und den Namen vom 
Oute 8. annahm. Als sein Ahnherr erscheint Ritter N\tze 
v. d. S. 1399. Ritter Benediot v. der Zeh ende zu Schön, 
wiese und Oeorge v. S., waren beide Vasallen des Christbur- 
gischen Oebiets, waren Hauptmitglieder des Preuss. Bun- 
des 1440. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts zeigt sich 
dal! Oeschlecht im Fischhausischen auf Zacherau, später 
auch auf Linkau u. Polennen, ebendaselbst u. Nerfken etc. 
im Pr.-Eylauischen ansässig und erlosch nach geringer 
Ausbreitung mit Anna Dorothea v. S., die als Be!litzerin 
von Nerfken, Sirmlauken etc. noeh 160f> unvermählt lebte. 
Ihr Vater, der Obrist Oeorge v. S. aufNerfken war kurz 
vor 1584, ihr Oheim Hans v. S., der auch nur eine Toch- 
ter, verw. v. Packmohr, hinterliess, inl Jahro 1582 ge- 
storben. Es lassen sich mehrere Wappenformen nach- 
weisen. 
Schild: Von R. u. W. gespalten, vorn cine w. 
Hirschstange; hinten ein r. Büffelhorn: 
Helm: Ein Büffel- und ein HIrschhorn nebenein- 
ander. 
Decken: r. u. w. 
An m. Der obige Hans v. S. hat auf seinem Siegel 
vom J. 1566 vorn da8 Büffelhorn und dem entsprechend 
über dem Helm vorne die Hirschstange. 

('Ilorlen..ner, (Taf. 61.) 
Von diesem alten vornehmen WesWhälischen Oe- 
I!chlecht besass der Generallieutenant und Chef eines 
Dragoner-Reg. zu Königsberg v. S. die Oüter Schii.tzels 
und Laggarben 175'l als Pfand. DemniiChst lebte Frau 
v. S., geb. v. Ratzen, 1794 auf ihrem Oütc)1en zu Or.-Oröben 


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Al:SOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


nur von zwei Töchtern, die in die Familien v. Bareire u. 
v. Zbiko'll"ski geheirathet, beerbt und endlich besass der 
1822 ver8torbene Capitän Wilhelm v. S. zuerst Kornieten 
im Fischhausischen , dann 1800 Wolfshöfen, Hermenicken 
nnd Perkappen. Alle diese Linien sind in Preussen er- 
loschen. 
S chi I d: R. mit w. beider!leits 4mal gezinnten Schräg- 
rechtsbalken. 
Hel m: 8 w. oben je mit 8 :tt Hahnenfedern besteckte 
Spickel. 
Decken: # u. w. 
SC'bor..ee, (Taf. 61.) 
Eine wenig bekannte holsteinische Adelsfamilie, die 
sich mit dem Capitän Franz Ludwig v. S. in Preussen 
niederliess, der Stablack und Orasemarck im H. A. Rasten- 
burg besass und 1716 starb. Von seinen drei Söhnen 
hatten zwei zwar Güter in Preussen (Woiditken und Tau- 
kitten), aber diese wurden verkauft und die Familie zog 
fort. Sie erlosch ganz mit dem 1750 gebornen. Major 
Hans Ludwig v. S., der 1805 Major beim Inf.-Regiment 
T. Treuenfels war. 
Schil d: Auf W. ein von einer niedrigen Mauer um- 
gebener # Thurm mit Spitzen, r. Dache, Fenster und 
Schies8scharten. 
Helm: Der Thurm zwischen 2 w. Büffelhörnern. 
Decken: 1+ u. w. 


SC'hortz, (Taf. 61.) 
auch Sehortzen, Schurtz, ein altes eingebornes Prenss. 
Oeschlecht, dessen Stammreihe 1440 mit dem zum Preuss. 
Bunde gehörigen Hans v. S. auf Schrammen in West- 
preussen beginnt. Von stets nur geringer AU8breitung 
erlosch die Familie kurz vor 1665 durch den Tod Hanbens 
v. S. auf Schrammen, der nur eine Tochter hinterliess, die 
das Out erbte. 
Sc h i 1 d: W. mit linkshin gewendeten Mohrenkopf. 
Helm: Drei Straussfedern, eine w. zwischen 2 #- 
D ccken: w. u. # 


S(.b"albaC'h, (Taf. 61.) 
Ein zur Nieuerhessischen Ritterschaft zählendes Oe- 
schlecht, von dem sich Caspar v. S. im H. A. Bl'anden- 
burg niederliess und 1546 Lcreits verstorben war. Seine 
einzige Tochter - d
nn ob V?lprecht v. S. sein Sohn war, 
constil"t nicht - h
lrathc.te eIDen Bürger in König8berg. 
Schild: R. mIt 8 w. s.chrägrechts gestellten Ringen. 
Helm: Zwischen 2 r. Jedes mit einem w. Ringe be- 
zeichneten Ohren, 2 von w. und # quergetheilte Büffel- 
hörner. 
Decken: r. u. w. 


SC'hWRnder, (Taf. 61.) 
Das zu Ende des vorigen Jahrhunderts auf Wissulki 
im Kr. D. Cron
 begüterte Oesc
lecht hat nach v. Lede- 
burg's AdelslexlCon 11. S. 420 
1D ganz polnisches Wap- 
pen' nämlich aufB. ein w. HufeIsen, auf dcm ein Habicht 
mit erhobenen Flügeln sitzt und auf dem Hehn einen Flü- 
gel geführt. Aber Wenn der angeführte Capitän v. S. 
wirklich diesem Oeachlecht angchörte, so führte das- 
selbe nach vorliegenden Siegeln des Letztern ein ganz 
anderes Wappen, nämlich das folgende. 
Schild: Ein mit einem kleinen schwebenden Kreuz- 
chen bezeichnetes mit einem Busch von Hahnenfedern be- 
stecktes Herz. 
Helm: Busch von Hahnenfedern. 


88 


Decken: 
Anm. Nach einer anderweitigen Angabe ist das 
Feld '11'., das Herz r., das Kreuz darauf w. und nicht ein 
Federbusch steckt oben, sondern das Herz ist von einem 
g. oben # befiederten Pfeil senkrecht nach unten durch- 
schossen. Auf dem Helm ein w. Ordenskreuz. 


St'h"artzhoO; (Taf. 61.) 
Aus dieser alten in Curland schon im 15. Jahrhundert 
ange8essenen Linie besaHs der 1115 verstorbene Christoph 
Dietrich v. 8. einige Oüter im Erbamt Oerdauen. Er hin- 
terliess nur S Töchter, die in die Familien v. Heycking u. 
v. Stempel heiratheten. 
Schild: W. mit 1+ vom rechten Schildrande her quer- 
gelegten Bärentatze, begleitet von 3 r. Sternen 2. 1. 
Hel m: 2 Bärentatzen einen Stern haltend. 
Decken: w. u. #- 
Schwein.ehen I., (Taf. 61.) 
alt Swynichen, ein altes Rittergeschlecht in West- 
preu88en, nicht mit den Schle8ischen v. S. zu verwechseln. 
Zuerst finde ich den Ritter Adam (aufSerkoczin) und Jo- 
hann v. S. in Westpreussen 1412 und Jaku8ch S. eben- 
da8elb8t 1405 anJ!,'t'sesRen, im Dobrin'schen war Jakob S. 
1436 begütert. Die Hauptgüter des Oeschlechts waren 
Stangen berg, 8tangenau und Pickelwitz. Es erlosch noch 
im 15. Jahrhundert. 
Se h i 1 d : Aus dem Schildrande hervorkommender 
Eberkopf , dem ein unterhalb desselben in die Höhe ge- 
bogener .Arm in den Rachen fasst. 


SC'hweiuiC'hen 11., (Taf. 61.) 
Das bekannte Schlesische Oeschlecht, von dem Adam 
v. S. 1636 halb Schönforst im D. Eylauischen kaufte 
und 1648 mit Hinterlassung von 3 Söhnen, Hans, Ernst 
und Adam und zweicn Töchtern starb, worauf das Out 
Terkauft wurde. In der bekannten v. Schweinitz'schcn ge- 
druckten Genealogie werden diese Personen dem Oeschlecht 
v. Schweinitz zugezählt und bemerkt, dass David v. S. 
Schönforst verkauft habe. Dieser David v. S. auf Wiepers 
und Seifferdorf war aber der Vormund der Oebrüder 
v. Schweinichen und bei dem Verkauf des Outes thätig. 
Schild: R. mit w. aufspringendem Schwein. 
Helm: gekr.j das Schwein wachsend. 
Decken: r. u. w. 


Seh,,-einitz, (Taf. 61.) 
Vgl. Schweinichen. In der gedruckten Oenealogie 
dieses alt8chlesischen Oeschlechts wird das Out Schönforst, 
welches ein Zweig der v. Schweinichen in Preussen vor- 
übergehend besass, als Besitzthum Davids v. Schweinitz 
genannt: so viel steht fest, dass letzterer im Jahre 1680 
die Oüter Oablauken und Wepers in Preussen besessen 
resp. in Arrende gehabt hat. Der Orundbesitz wurde 
nicht oonservirt. 
Schild: Von R., # u. W. quergetheilt. 
Helm: 2 wie der Sohild gezeichnete und tingirte 
Büffelhörner. 
Decken: r. w. :1+ 


Seh,,'enten, (Taf. 61.) 
Ein altes vornehmes Oeschlecht in 'Vestpreussen, das 
zum Preuss. Bunde hielt und dessen Stammgut gl. N. im 
Uebiete Rehden liegt. Cunz, Hans und Jokusch v. S. 
lebten 1440. Sein Ansehen verschaffte ihm den Eintritt 
in den D. Orden, indem Jacob v. S. das Pflegeamt zu
		

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			84 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Neidenburg 1453 bekleidete. Das Oeschlecht erlosch zu 
Ende des 15.' oder Anfang des 16. Jahrhunderts. Sein 
Wappen deutet auf deutschen Ursprung (Thüringen?). 
Schild: Quergetheilt, oben gespalten. 
Helm: 2 Büffelhörner. 
Decken: 


Sellwieder J., (Taf. 61.) 
Unbekannten, wahrscheinlich Preu
sischen Ursprungs, 
sich zuerst 1470 in C. A. ßarthen begütert zeigend 
nachher die Oütor J,inde, Dombrowken, 8elkenicken und 
KI.-Rogallen besitzend, in geringer Ausbreitung blühend 
und im Mannsstamme bald nach 1637 mit Wilhelm v. S., 
der seine Oüter verkaufte, erloschen. Er hatte aus seiner 
Ehe mit Anna Maria v. Hülsen a. d. H. Plchnen nur eine 
Tochter, Marie v. S., die zuerst den Churs. Lieutenant 
Oülig, dann 1638 den Churs. Lieutenant Henediet Harffe 
aus Osterwiek ehelichte. 
Schild: O. mit b. Hufeisen, das 3 b. Lilien (2. 1.) 
einschliesst. 
Helm: Sturmhut von 0., R. und B. fünfmal quer- 
gestreift. 
Docken: b. u. g. 
An m. So eine alte Malerei am Chore in der Kirche 
zu Friedland in Preussen. 


Sdlwieder 11., (Taf. 61.) 
V gl. den vorigen Artikel. Dagegen zeigt das einzige 
aufgefundene Siegel der Familie, das des Urgrossvaters 
des vorhin erwähnten Wilhelm v. S., Leonhards v. S. auf 
Linde 1532, folgendes Wappen. 
S eh ild: Hirschgeweih. 
Helm: 
Decken: 



('h,dtt(.n, (Tar. 62.) 
Ein von einem Samlilndisehen Withinge abstammendes 
Oeschlecht , als dessen Ahnhen sich "Switte von der 
Meydenow" 1439 zeigt, auf Medenau im Samlande ge- 
sessen, wo auch ihr Hauptgut Schwitten liegt; sehr we- 
nig ausgebreitet und arm erlosch es mit Caspar v. S. um 
1540. Seine 8 Töchter heiratheten in die Familien von 
Nenningen (die Schwitten erhielt), v. Oaudeoker und 
v. Schellendorff. 
Schild: B. mit w. gekleidetem gekr. Frauenbild, das 
aus einer g. Krone hervorwächst, auf die es 2 # Jagd- 
oder Trinkhörner mit g. Beschlägen stürzt. 
Helm: gekr.; die Schildfigur. 
Decken: b. u. w. 


Seefeld, Seefelden, (Taf. 62.) 
auch Rockusch (al. Kukusch) oder aueh Rone v. S. ge- 
nannt im Culmerlande und der V ogtey Leipe in West- 
preussen gesessen, im 15. Jahrhundert besonders ange- 
sehen und zum Preuss. Bunde gehörig. Hans und Clauko 
v. S. sind zuerst bekannt und lebten 1399 u. 1403. Im 
15. oder Anfange des 16. Jahrhunderts erloschen. 
Schild; Zwei mit dem Rücken gegen einander ge- 
setzte aufsteigende Thiere (Biber?). 


Nee.,;uth J., (Tar. 62.) 
v. S.-Btanislawski, Zeiguth, v. Z.-Stanislawski, ein 
Tornchmes Polnisches Oeschlecht , von dem ich zuerst 
Albrecht v. S. auf Powundpn im H. A. Preuss. Mark 
1602 und I.udwig v. S.-Stanislawski auf Molditten, Bischöfl. 
Ermländischen Landvogt seit 1626, finde. Als Letzter 


... 


seines Stammes erscheint der Chursilchl'lische Kammerherr 
und OenerallJORtdirektor Albrecbt Biegmund v. S.-Bt., der 
in den Reichs
rafenstand erhoben wurde und Molditten 
nebst andern Gütern besass. Von seiner Oemahlin, einer 
Prinzessin von Schleswig-Holstein (t IJ78) hat er, so weit 
bekannt, Kindpr nicht hinterlassen. I!' 
Sohild: Quergetheilt, oben auf G. ein wachsender 
# Adler, unten auf B. 3 w. Rosen 2. 1. 
Hel m: Offener g. Flug. 
Decken: b. u. g. 


Seegutll 11., S.-Stanislawski (Ta£. 62.) 
V gl. den vorigen Artikel. In Preuss. ältern Wappen- 
bOchern findet sich auch folgendes Wappen angegeben. 
Schild: O. mit 3 r. Adlern 2. 1. 
Helm: offener r. .'lug. 
Decken: r. u. g. 


Grafen "W. Set"gutb (Zelgutll) StanlslawIOki 
l'faf. 62.) 
Vgl. die vorigen Artikel. Den Reichgrafenstand er- 
hielt den 14. Sept. 1736 Albrecht Siegmund v. Z.-St. auf 
Molditten etc. K. Poln. und Churtiächsischer Oeaeral- 
postmei8ter und Kammerherr, der das noch bestehende 
v. Zeiguth-St.'sche ötift zu Königsberg gründete und mit 
einer Prinzessin von Schleswig - Holstcin vermählt aber 
kinderlos war. 
B c h il d: Quadrirt, mit von O. und B. quergetheiltem 
Mittelschilde , oben der 
 doppelte Reichsadler, unten 
S w. Muscheln 2. 1. In 1 auf R. ein w. Löwe. 2 u. 3 
b. mit w. in den 4 Winkeln zu von einem g. Stern be- 
gleiteten Andreaskreuz. 4. r. mit w. gekr. Sohwan. 
Helm: a) gekr.; der wachsende Doppeladler. 
b) (links) gekr.; der Löwe wachsend. 
c) lrechts) gekr.; der Schwan. 
Decken: links: r. u. w.; rechts: b. u. w. 


Seel, (Taf. 62.) 
Oottfried v. S., der als Preuss. Major unterm 9. Jan. 
1742 in den Prcuss. Adelsstand erhoben worden war und 
1751 zu Soest als Oberst des Infanterie-Regimpnts v. Leps 
verstarb, besass in. Preussen das Out Orönfelde im Pr.- 
Eylauischen. Sein Enkel, der Capitän Christian Wilhelm 
v. S. beschloss durch seinen am 15. Juni 1822 erfolgten 
Tod die Preuss. Linie. Er war mit einer geb. v. Wall- 
brunn, verw. v. Seckendorff, vermählt und besass ausser 
Orönfeld noch Oerlauken, Bornehnen u. s. w. 
Schild: In B. auf gr. Boden ein geharnischter ga- 
loppirender Roiter mit befiedertem Helm, ein Schwort 
schwingend. 
Helm: gekr.; inmitten eines offenen # mit g. Klee- 
stengeln belegten Adlerfluges eine # brennende Granate. 
Decken: b. u. w. 


'" 


Selllstrallg, (Tar. 62.) 
auch Seistrang, Sielstrang, ein altes Märkisches und Lau- 
sitzisches Oeschleoht nie zahlreich an Mitgliedern, von 
denen mehrere dem D. Orden im Bundeskrie
e (1454- 
66) um Sold dienten. Von ihnen liess sioh Heintz v. B. 
in Preussen nieder, WO er das Out SoUeinen im Lieb- 
städtischen erwarb, das seine nie ausgebreitete Naohkom- 
menscbaft und ausserdem noch Rosenau, Pittehnen eto. bis 
zu ihrem Aussterben besessen hat. Pies erfolgte am 
17. December 1821 mit dem Lieutenant Philipp Friedrioh 
Ludwig v. S. auf Rosenau, Solleinen etc., der aus seiner 


t 
l
		

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10.- 


111 


AUSOESTORBENER PREUSSI8CHER ADEL. 


Ehe mit Christlieb v. Buttlar a. d. H. Oilgenau nur eine 
Tochter hinterliess, die fiich mit dem Landschaftsrath 
Wilh. v. Strachowski auf Elditten vermählte und am 
16. April 1845 verstorben ist. . 
EI c h ild: B. mit w. Querbalkcn, oben und unten mit 
6 abwechselnd g. u. b. Spitzen besetzt. 
Hel m: gekr.; S g. 80epterförmige Spickel mit Pfauen- 
federn. 
Decken: g. u. b. 
Anm. Viele Varianten in der Formation der Schild- 
figur und den :l<'arben. 


"'''I)otltell, (Taf. 62.) 
alt: Saputen , Sapiten , ein eingebornes Preuss. Oe- 
schlecht. das zuerst Ende des 14. Jahrhunderts vorkommt, 
Thomas v. S. war 1417 u. 1432 Bischöfl. -Ermländillcher 
Vogt. Sergitten und Mageinen waren die Hauptgüter der 
Familie, die in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts 
crloschen ist mit Nicolaus v. S., dessen Erbtochter den 
Nicolaus v. Sergitten ehelichte, der die Oüter erbte. 
Schild: W. mit r. mit 8 w. gestürzten See- oder 
Lindenblättern belegten Schrägrechtsbalken. 
Helm: Adlerflügei, wie der Schild gezeichnet und 
tingirt. 
Decken R. u. w. 


S..rgitt"lI, (Taf. 62.) 
alt: Surgitten, ein eingebornes Preuss. Oeschlecbt des 
Samlandes , wo auch sein gleichnamiges Stammgut liegt. 
Friedrich und Hans v. S. hatten 1434 ihre Güter in den 
C. A. Caymen und Rudau. Durch die Vermählung Nickels 
v. S. mit der v. Sepoth'schen Erbtochter kamen die Oüter 
Mageinen und Sepothen an die Familie, die nach sehr 
geringer Ausbreitung mit Friedrieh v. S. lauf Sergitten u. 
Mageinen If152 erlosch, nachdem kurz vorher seine Brü- 
der Michael und Wolf v. S. verstorben 
aren. Ihre 
Schwester heirathete in die Familie v. Lossau. 
Schild: H. mit g. Knebelspiess, über den 2 w. 
Pfeile in8 Andreaskreuz gelegt sind. 
Helm: Eine g. u. eine b. Straussfeder. 
Decken: b. u. g. 


S")'()Utz, (Taf. 62.) 
v. Kurtzbach 
enannt v. S. Altes Orosspolnisches 
Oeschlecht , das sICh schon früh in Schlesien und der 
heutigen Provinz Posen zeigt. Aus Schlesien stammte 
I Alexander v. K. u. S., der sich zuerst in Preussen Bieder- 
liess und 1544 die Sehmen'schen Oüter besass. Aus seiner 
Ehe mit einer geb. v.. Massenbach, verw. v. d. Oabelenz, 
hinterliess er nur cIDe Tochter, die in die Familien 
v. Heydeck u. v. Posadowski. heirathete. 
Schild: W. mit 3 r. Fischen übereinander. 
Helm: 2 von W. u. r. quergetheilte Büft'elhörner, hinter 
denen an g. Schaften 2 über Kreuz gelegte Fahnen stecken, 
die erste r. die andere w; 
Deoken: 1'. u. w. 


Seytrertitz, (Taf.62.) 
Ein altes angesehenes Oeschll'cht der Lausitz, später 
auch in Chursachsen bef1;ütert. Aus dem Hause.Mischlitz 
und Lindenburg liess sich Hans v. S., der Krausche und 
Goldberg besass, F. Brandenb. FeldmarschaIl in Preussen 
nieder und erwarb die umfangreichen Rosinskoschen Oüter 
im Angerburgischen um 1565. Er hinterliess aus seiner 
Ehe mit ciner geb. Freyin zu Eylenburg 2 Söhne, die aber 
die Oüter nach 1598 verkauften. 
VI. f. 


85 


So)hild: W. mit 3 r. gebogenen Balken, wie Regen- 
bogen, darunter eine g. Lilie. 
Helm: 2 r. Büffelhörner. 
Decken: r.. u. w. 


SiegIer, (Taf- 62.) 
Ein Zweig des uralten eingebornen Preussischen Oe- 
schlechts der Oaudeoker lS. d. Art.) führte diesen Bei- 
namen und zwar dio zu Wargen und Cornieten gesessene 
Linie, von der sich 1408 Sif1;ler, des Hochmeisters Diener, 
1429Zegelerv. Wargen u.14iJOMartinl3eglerv. Wargen auf 
Cornieten zuerst zeigen. Ihre unter obigem Namen 
blühende Nachkommensohaft erlosch zu Anfange des 17. 
Jahrhunderts. 
'Vappenbeschreibung: siehe Oaudecker. 
Sieglllllml I., (Taf. 63.) 
Ein eingebornes Oeschlecht des Preuss. Litthauens, 
das scine Oüter im H. A. Ragnit, niimlich I3katicken u. Ha- 
gelsberg besas8, aber auch ?u Sentheinen im H. A. Tilsit 
u. Niebudzen in H. A. Insterburg begütert war. Oeorge 
v. S. war 1582 Hurggraf zu Ragnit. Als Letzte ihres 
Stammt's erscheinen Wilhelm v. S. auf Hagelsberg 1682, 
der 1688 schon todt und zweimal vermiihlt war, und Wil- 
helm Friedrioh v. S. 1679 auf Or.-Niebudzen, sowie der 
Lieutenant v. S., Dönhoff'schen Regiments, um 16\10. Es 
sind zwei Wappenformen in Oebrauch gewesen. 
Sohild: H. mit w. !Steigbügel, begleitet von S w. 
Sternen 2. 1. 
Hel m: W. aufgerichteter Pfeil zwischen 2 nach 
anssen gebogenen Widderhörnern. 
Decken: b. u. w. 
Anm. So ist das Wappen, dessen sich 1666 Joh. 
Christoph v. S. auf Skatieken bediente. 
Siegmulld 11., (Taf. 63.) 
V gl. den vorigen Artikel. Die zweite Wappenform 
ist die, welche Wilhelm v. S. aufHagelsberg 1682 gebrauoht. 
Schild: B. mit w. Pfeileisen, dessen Schaft unten 
halbmondförmig auseinandergebogen ist, die Spitze oben 
von 2 g. Sternen begleitet. 
Helm: B. Reichsapfel mit g. Kreuz und Ring zwi- 
schen 2 w. Büffelhörnern. 
Decken: b. u. w. 


SilberwANclter, (Taf. 63.) 
Ein sehr wenig zahlreiches, altpreussisches, theilweise 
den Beinamen Wipemick führendes, zuerst 1399 auftre- 
tendes Auelsgeschleoht, das zuerst im Oeb
et Balga ge- 
sessen war seit Mitte des 15. Jahrhunderts Im C. A. Bar- 
then auf Wargitten wohnte und dieses Out bis um das 
Jahr 1650 conservirte. Nachher waren IImen bei Darkeh- 
men und Mehlkehmen im Insterburgischen seine Haupt- 
güter. Zu ElJde des 17. Jahrhunderts am zahlreichsten, 
schmolz es allmählig zusammen und verarmte. Zuletzt 
besass 1730 J ohann Fabian v. S. das Gut Schii.ltz und hinter- 
liess mehrere Kinder, zu denen vielleioht Oeorge Ludwig 
v. S. gehört, der als ultimus familiae 1782 auf einem 
kleinen Oütchen in Rakowen in grosser Dürftigkeit lebte. 
Schild: B. mit w. befiedertem g. aufwärtsgekehrten 
V ogelfuss, der sich auf dem 
Helm zwischen 2 b. Straussfedern wiederholt. 
Deckon: b. u. g. 
Silr,,'..r.,;r""II, (l Taf. 63.) 
Ein am 20. März 1647 in der Person des Nils S. in 
den Schwedischen Adelsstand erhobenes Gescl1lecht, das 
22
		

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86 


AUSOESTORBENER PREUSSIBCHER ADEL. 


'Vorübel'gehenden Orundbesitz in Preussen hatte, wo ihm 
kurze Zeit lang UWkau, nahe bei Danzig, zu Ende des 
vorigen Jahrhunderts gehörte. 
Schild: W. mit b. von 2 naturfarbenen Hirschstangen 
begleiteten Spitze, belegt mit einem w. geflügclten r. 
Herzen, aus dem eine w. Rose auf einem gr. Blätterstiel 
hervorwächst. 
Helm: b.-w.-r. bewulstet; zwischen 2 Hirschstangen 
drei w. Rosen an einem gr. beblätterten Stcngel. 
Decken: r., w. u. b. 


SlIslau, (Taf. 68.) 
Ein vornehmes eingebornes Adelsgeschlecht Preussens, 
dessen Hauptgüter im Dirschau'sohen lagen, darunter 
Sobowitz das beträchtlichste war. Die Ersten finde ich 
zu Anfange dcs 15. Jahrhunderts: 8taske (Stanislans), 
Paschke (Paschalis) und Paul v. S. In Ostpreussen be- 
sass bis 1515 Michael v. S., Bannertührer und Hauptmann 
zu Mcwe, das Out Drosten. :Mit seincm Sohn Franz v. S. 
auf Meselanz und Pfandherrn des Amts Riesen burg, Haupt- 
mann zu Mewe, erlosch 1572 die Familie. Poloni8irt hiess 
sie Zelilllaw oder Zelislawski und soll nach der Polnischen 
Quelle in v. Ledebur's Adel8lcxicon IH. p. 162 noch 
1760 auf Sobowitz im Kr. :5chwetz angesessen gewe- 
sen sein. 
Schild: Auf R. ein g. aufgerichteter stumpfabge- 
hauener Baumstamm, an jeder Scite mit 2 Lindenbliittern. 
Helm: 2 Bütfelhörncr, ein r. u. ein g. 
Decken: r. u. g. 
An m. Statt der BlAtter kommt auch der Baumstamm 
mit Eicheln vor. Das älteste Siegel Hansens v. S. aus 
der Mitte des 15. Jahrhunderts zcigt einen oben 2-, unten 
Smal beblätterten starken schräglinksliegenden Baumast. 


flijöholul, (Taf. 63.) 
Schwedisches Oeschlecht, aus dem dcr Preuss. Major 
Ferd. Ludwig v. S. das Out Lykeim im Bartensteinischen 
Ton UHO-,1820 besass. Er starb als Oenerallieutenant 
und hatte nur einen Sohn. Auch sein Bruder erlangte 
die Oeneralscharge. 
Schild: Von R. u. O. quergetheilt, oben w. Stern 
nmgeben von 6 w. Kugeln, unten auf gr. Hügel 3 r. Ro- 
sen auf gr. bebliltterten StenKeln. 
Helm: W. wachsender Windhund mit Halsband zwi- 
schen 2 r. Fahnen mit g. Bordüre. 
Deoken: r. u. g. 


SixtJtiu I., (Taf. 68.) 
Zwar blüht noch diese8 alteingeborne , ehemals auch 
Sextin geschriebene, von jeher im Hauptamt Uhein be- 
gütert gewesene und noeh be!tÜtcrte Oeschlecht in- und 
ausserhalb der Provinz Preussen, allein das Wappen, 
dessen es sich jetzt bedient und wohl sehr lan
e Zeit 
bedient haben wird (8 Sicheln quergelegt auf R. und 
auf dem Helm ein r. gekl. Mannsrumpf mit Zipfelmütze) 
weicht total von demjenigen ab, wie es im 17. und noch 
gegen Ende des vorigcn Jahrhunderts von einigen aus- 
gestorbenen Zweigen der Familic geführt wurde, weshalb 
hier seine Mittheilung gerechtfertigt ist. Hallau ist da9 
alte Hauptstammgut des Oeschlechts. Michael Albreoht 
v. S. auf Ballau siegelte mit folgendem Wappen. 
S ch i 1 d: Reohtshingekehrter Halbmond, daneben ein4;l 
Rose. 
Helm: Aufwärts gekehrter Halbmond, aus dessen 
Mitte sich ein Pfeil erhebt. 
Decken: 


Slxthhl 11., (Taf. 68.) 
VgI. den vorigen Artikel. Der Lieutenant Wilhelm 
v. S. auf Ballau bedicnte sich 1765 folgenden Wappens. 
Schild: Aufwärts gekehrter Halbmond, jedes Horn 
oben mit einem Stern besetzt. 
Helm: Der Mond mit den Sternen, vor drei Hahnen- 
federn, deren eine linkshin , die andern reohtshin gebo- 
gen sind. 
Decken: 


Skirbs, (Tar. 68.) 
Von drei Brüdern Melchior (vgl. die Artikel Britan- 
nien und Reichau) wurde der eine, Johann M., Erbh. auf 
Or.- und KI.-
kirbs im Kr. Niederung in Litthauen, un- 
term 18. Jan. 1701 in-den PreUS8. Adelstand erhoben. Seine 
nicht sehr zahlreiche Nachkommenschaft, die meistens in 
Militärdiensten gestanden hat u. die Güter lang conservirte, 
erlosch mit den beiden Brüdern Carl 
iegmund u. August 
Lebrecht v. S., die 1806 als Lieutenants bei zwei Ii'üsilier- 
Bataillons standen und ohne 8öhne: verstorben sind. Der 
Name ist jetzt wieder durch einen 1873 in den Preuss. 
Adelstand erhobenen Nachkommen ihrer an den Pfarrer 
Steinberg vermähltcn, erst 1834 verstorbenen Sohwester 
erneut worden. 
Schild: Quergetheilt, oben auf W. ein # nach un- 
ten gebogener Adlerfuss, in der linksbingekehrten Klaue 
eine r. Kugel haltend, unten in # auf gr. Hügel ein gr. 
Palmbaum. 
Helm: gekr.; der Palmbaum. 
Decken: linkR: 11: u. w.; reohts: gr. u. w. 


Skolmauu I., (Taf. 6S.) 
Alt: Skulman, Scholmann, auch nach seinen Hauptbe- 
sitzgütern v. Oelwalde, oder bloss Oillwald auch Sardin gen.. 
ein alteingebornes, nie ausgebreitetes Oeschlecht Preus- 
sens, das zuerst 1885 mit Jacob S. auftritt (dem Skolmen, 
dicht bei Oillwalde, vel'8chrieben wurde) und hauptsäcWich 
im Rastenburgischen, 8päter auf Stollen im Pr.-Hollän- 
dischen und Gelwalde im Liebstädtisohen wohnte, zuletzt 
Sardinen im Pr.-Eylauischcn u. a. m. besass. Der Letzte 
seines Stammes war Caspar v. S. auf Sardinen und Or.- 
Pikarten , der kurz vor 1586 starb, ohne von seiner Oe- 
mahlin Dorothea v. Canitz a. d. H. Mednicken Söhne zu 
hinterlassen. Seine Schwestern heiratheten in die Fami- 
lien v. d. Baltz, v. Kaschen (
) v. Königsegg, v. Hülsen 
und v. Knobelsdorff. Es kommen mchrere Wappenfor- 
men vor. 
Schild: W. mit # scbrägrechten mit 3 w. Todten- 
köpfen, aus deren jeden oben und unten je 3 r. Feuer- 
flammen schlagen, belegtcn Balken. 
Helm: 3 w. Lilien auf gr. Stengeln mit gr. Blät- 
tern. 
Decken: r. u. w. 
Anm. Andere Quellen haben ein b. Feld, eine statt 
dcr Todtenköpfe drei # Kugeln auf w. Schrägbalken. 


Skolma.... 11., (Taf. 68.) 
V gl. den vorigcn Artikel. Mit der vorhergehenden 
Darstellung. die sich in zahlreiohen alten heraldischen 
Quellen findet, stimmen aber die ältern Siegel nicht über- 
ein. Diese zeigen vielmehr folgendes Wappen. 
Schild: Aurrechtstehender durch den ganzen Schild 
gehender beiderseits dreimal stumpfgeasteter Baumstamm, 
jeder Ast flammend. 
Helm: (Die 8 Lilien. P) 
Decken: 



 


I 
f 


........
		

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			,. 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


87 


Anm. So das Siegel Hansens S. von 1501, das des 
1delchior S. von 1568 lässt einen schrägrechtsliegenden, 
oben 2- unten 3mal flammenden Holzstamm sehen. 


SkoUau, (Taf. 63.) 
Unter diescm Namen gibt ein zuverlässiges hand- 
schriftliches Preus8. \Vappenbuch da8 nachstehende Wap- 
pen einer Preu8s. Familie, deren Namen doch auf das 
grosse Rittergut Skottau im H. A. Neidenbllrg zu bezichen 
ist. Das Out gehörte sonst fast stet8 verschiedenen Adelsge- 
schlechtem, unter denen die v. Kostka das angesehenste 
waren, dic jedoch ein anderes Wappen führten, und aller- 
dings auch anfänglich (wiewohl selten) v. Skottau oder 
v. Skotow8ki oder v. K.-Skotowski heis8en. 
81' h ild: Oe8palten u. zweimal quergetheilt, oben R. 
u. W., in der Mitte W. und B., unten B. und R., darin 
eine w. Henkelvase, die ein r. oben mit # Hahnenfedern 
bestecktes Hprz trägt. 
Helm: Uauender geharnischter Arm. 
Decken; links: r. u. w.; rechts: b. u. w. 


Slauke, (Taf. 64.) 
auch Schlauke, Zlauke; ein eingebornes in 'Yestpreussen 
heimi8ches, aber auch 1440 im Ostertodischen ansäS8iges 
Oeschlecht, aus denen damals Ritter Peter und Hans zum 
Preussisehen Bunde gehörten, wie auch Stibor v. S., der 
im Oebiet von Putzig seine Güter hatte. WahrscheinJich 
erlosch es noch im 15. Jahrhundert. 
Schild: Blatt. 
Helm: 
Decken: 



 



 


Slommau, (Taf. 64.) 
auch Slumau, Schlommau, SChlommenau, ein altes Oe- 
sehlecht in Westpreussen, das im 14. Jahrhundcrt zuerst 
Torkommt. RitteI' Nitze v. S. besas8 Oüter im Birgelaui- 
schen; Han8 v. S. gehörte 1440 zum PreU8S. Bunde. Im 
15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts ist das Oeschleoht 
erloschen, das ein gleiches Wappen mit den v. Mosseck 
führte. 
Schild: S Pfilhle. 


,. 


Slomskl, (Taf. 64.) 
Ein zum Wappenstamm Abdank gehörendes Poln. 
Adcl8ge8chlecht, aus dem Johann Staniillaus v. S. das 
Rittergut Lippitz in Preus
en aquirirte I es aber 1652 
wieder verkaufte. Aus semer l<
he mit Helene Rosalie 
v. Kncbel8dorlf, verw. v. Wei
s, scheint er keine Söhne 
hinterlassen zu haben nnd endIgt sich mit ihm wieder die 
Preuss. Linie dieses Oeschlecht8, das von den v. S. mit 
den Fischen im Wappen zu unterscheiden ist. Zu letz- 
terem scheint der Landrath zu Osterode v. S. (1912) ge- 
hört zu haben. 
Schild: R. mit w., worin ein W. eckig gezogener 
abgekürzter Querbalken. 
Helm: 8childfigur. 
Decken; r. u. w. 


t 


Sobie1\oh.kl, (Tar. 64.) 
Ein im R:9senburgischen im 17. Jahrhundert an8äs8i- 
ges Oeschlecht, das jedoch seinen Orundbesitz nicht lange 
conservirt hat. Zacharias v. S. lebte 1669. 
Schild: W. mit auf8pringendem r. Hirsch. 
Hel m: S r. Rosen auf gr. bebllitterten Stenge\. 
Decken; r. u. w. 


.. 


( 


....... 


Sobobolin,.ki, (Taf. 64.) 
auch S. sonst Wilkowski genannt, vi!'lIeicht wegen des 
ehemaligen BesitzeR de8 Ritterguts Wilkau. Stenzel v. S. 
besass 1608 das Out Kroschwitz in Westpreu8sen. Noch 
im 17. Jahrhundert ist die Preuss. Linie erloschen. 
Schild: W. mit b. Hufeisen, oben mit g. kleinem 
Kreuz besteckt, auf dem ein Rabe mit g. Ring im Schna- 
bel sitzt. 
Hel m; Der Rabc mit dem Ring. 
Deckcn: b. u. w. 


SOjIU'IIISki, Sujatta v. S., (Tat: 64.) 
Die8es alte polnische Oeschlecbt liess sich mit Peter 
Franz v. S. zu Anfange des 18. Jahrhunderts in Preussen 
nieder. Er hinterliess 1) Söhne, die mit Ehren im Preuss. 
Heere dienten, und von denen einer bei Zomdorf fiel. 
Von ihnen besassl:)amuel Constantin v. S. da8 Out Kosarken 
und hinterliess einen Sohn Johann Heinrioh v. S, Lieute- 
nant beim Infanterie - Regiment Anhalt Bernburg 1779 
der al8 der letzte männliohe Spro!lse des Geschlcchts in 
Preussen erscheint, das wohl zum Wappenstamm l'rawdzic 
zählte, aber das entsprechende 'Vappen etwas andcrs ge- 
führt hat. 
Schild: quergetheilt; oben aufB. ein wachsender g. 
Löwe, unten von R. und W. geschacht. 
Helm: Der Löwe wach8end zwischen zwei von R. 
u. W. über Eck 
etheilten Büffelhörnern. 
Decken: links: b. u. g.; rechts: r. u. w. 


SOkolowskl, tTaf. 64.) 
Ein schon im 15. Jahrhundert in Westpreussen, beson- 
ders auf Fronza (Franze) - daher S. v. d. Franze ge- 
nannt - im Dirschauischen ansässiges, im 16. Jahrhun- 
dert zu hoher Blüthe gelangtes Geschlecht, das auch 
Zweige in Ostpreussen wohnen hatte, wo es im Johannis- 
burgischen u. Lykischen begütert war. Die Westpreuss. 

rallche, die auch Waplitz (das 1550 der Culmillche Land- 
rIChter Oeorge v. S. be8ass) und Oüter im Stuhm'schen 
hatte, scheint im 17. Jahrhundert erl08chen zu sein, wiih- 
rend die Lykische so viel ersichtlich durch Paul v. S. 
beschlossen wurde, dem 1746 ein Oütchen zu Kobylinnen 
gehörte. 
Schild: G. mit # vor sich hingekehrtem Stierkopf, 
der mit einem Schwert schriiglinks durch das Auge durch- 
stochen ist. 
Hel m: Pfauenschwanz. 
Decken: =1+ u. g. 


Soltahuba. (Taf. 64.) 
Ein altes LitttlJluisches Oeschleeht, aus dem der 
Litth. Oross-Sehat
rleister Johann v. S. ums Jahr 1700 
die Güter EndnlhneJ\ im H. A. Ragnit und Rogeinen im 
H. A. Insterburg besa8s. Mit ihm endigte sich wieder diese 
Linie. 
Sc h i I d: Quergetheilt, oben wachsender Löwe, unten 
8 Kugeln S. 8. 2. 
Helm: gekr.: der wachsende Löwe. 
Decken: 


SommerCeld, (Taf. 64.) 
Altsehlesisches und Oberlau8itzisches Oeschlecht, das 
nur vorübergehend in Preus8en begütert war, da allein 
der am 11. Mai 1800 verstorbene Preuss. Obcrst u. Chef 
eines Land-Regiments Frjedrich v. 8. das Oütchen Backeln 
im Laptauschen besas8.
		

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88 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


R. mit b. von 8 w. Rosen begleiteten 


Schild: B. mit 3 w. Fischen quer übereinander 
liegend. 
Hel m: Einer der Fische gestürzt. 
Decken: B. u. w. 


Nommer ". Noulmerl"eld, (Taf. 64.) 
Preuss. Adelstand vom 1. October 1786 für Christian 
Friedrich S. unter dem Namen v. Sommerfeld. Er t 1812 
als Oeh. Stiftsrath und hatte einen Sohn August Ferdinand 
Leopold v. S., der ein Oütchen zu Kobylinnen im H. A. 
Lyk besass. 
Sc h i I d: g. gerändert; quadrirt mit b. Mittelschilde, 
worin 3 w. übereinander liegende Fische 1 u. 4 r. mit 3 
g. Oarben 2. 1. gestellt. 2 b. mit 3 w. Sternen 2. 1. ge- 
stellt. 3 b. mit 3 w. Sternen 1. 2. gestellt. 
Hel m : gekr.; eine der Oarben inmitten des offenen 
:tI: Preuss. Adlerfluges mit g. Kleestengeln. 
Decken: r. u. w. 


No....e..berg, (Taf. 64.) 
Ein mächtip;es Oesehlec'ht Preussens vom eingebornen 
Adel, das im Riesenburgischen und Culmerlande Reine 
Oüter hatte, im 14. Jahrhundert zu('rst urkundlich auftritt 
und 1440 dem PreuHs. Bunde beitrat, für den namentlich 
Nikolaus v. S. thätig war. Im 16. Jahrhundert erl08ch 
die Familie, von der es zweifelhaft ist, ob sie mit dem 
im Ermlande auf Sonncnberg und Andreasdorf gesessenen 
Adelsgeschlecht, das mit Oottschalk v. B. im J. 1300 zu- 
erst auftritt, Stammesgemeinschaft hat. 
Schild: Zwei untel] verbundene übereinander gebo- 
gene Stierhörner. 
Helm: 
Decken: 
Anm. Vgl. d. Wappen der v. Klauck. 


Npar..eek, (Taf. 64.) 
Eines der angesehensten und hervorragendsten Ge- 
schlechter Frankens, in seiner Heimath cinst zahlreich 
ausgebreitet und auf 8tattlichen Schlössern sitzend. Meh- 
rere dientem dem D. Orden im Bundeskriege (1454-66) 
darunter Fritz v. Sp., der in Preussen die Oüter Key- 
dangen u. Hohenstein erwarb, die er aber bald nach 1490 
verkaufte. Er war auch Antheilspfandherr des Hau8es 
Bartenstein und hat seinen Stamm in Preu8sen nicht fort- 
gepflanzt. 
Schild: Von R. und W. dreimal sparrenwei8e ge- 
theilt. 
Hel m: gekr.; offener wie der Schild gezeichneter u. 
tingirter Flug. 
Decken: r. u. w. 


Nparrau J., {Tat
5.} 
Ein altes vornehmes Oeschlecht von eingebornem 
Adel, das von reichem Orundbesitz im 15. Jahrhundert 
ziemlioh ausgebreitct war und zu sehr hohem Ansehen 
gelangte. E8 i8t weder mit den v. Spirau, noch den 
T. Schrebernick genannt v. Sparr, die im Pr.-Markischen 
saS8en und zwischen 1625-30 erloschen, zu verwechseln. 
Die Stammgüter der T. Sparrau liegen im Barthenschen u. 
Oerdauischen lRollenberg) aber auch Cro8sen im Elbingi- 
schen und Tauer im Osterodischen gehörten ihnen. Der 
Letzte ihres Stammes war Caspar. v. Sp., der kinderlos 
war und Miohael v. S., 1480 im Oerdauischen begütert, 
der aus seiner Ehe mit Hedwig v. d. Wattlau nur 2 Töch- 
ter hinterliess, die in die Familien v. Lesgewang u. v.: Kö- 
nigsegg heiratheten. 


Schild: 

 
._parren. 
Helm: Flügel, wie der Schild gezeichnet u. tingirt. 
Decken: b. w. r. 
Anm. Einige handschriftliche heraldische Quellen 
geben den v. 8p. das Wappen der märkischen v. Sparr 
irrthümlich, nämlich auf B. ein w. Schildchen, umringt 
von 7 JIi. Sternen und auf dem Helm einen # Flügel, 
belegt mit einem r. Pfahl, der mit 3 g. Sternen pfahl- 
weise bezeichnet ist. 


NltRrraU 11., (Taf. 65.) 
V gl. den vorigen Artikel. Eine andere Wappenform 
ist die folgende. 
S chid: B. mit g. Sparren. 
Helm: Zwischen 2 Fahnen deren Tuch gelb, die 
'Vimpel b. ist, ein Pfauenscbwanz. 
Decken: b. u. g. 


Sparwei.., (Taf. 65.) 
Ein dem Blute der Ureinwohner PreU8sens entsprosse- 
nes, durch Ansehen, Macbt u. reiche Begüterung ungemein 
glänzendes Oeschlecht, das sich unter obigem Namen in der 
er8ten Hälfte deR 14. Jahrhunderts zuerRt zeigt, und zu 
Ende dieses Jahrhunderts ausserordentlich ausgebreitet 
war. Ihm gehörten viele Oüter, besonders im Oebiet 
Brandenburg (namentlich dem C. A. Zinten nnd Creuzburg); 
zu allen Zeiten hat es hohe Ehrenämter bekleidet. Spor- 
wienen im C. A. Leuneburg des Oebiete Brandenburg 
hat von ibm den Namen. Scine ältesten und Haupt- 
güter sind Sporwienen, Gelwischken (G<>lbisch), Sulpeyen, 
Bawien, Assaunen, Maraunen, Thomsdorf, Perschlauken, 
Klinthenen u. a. zum Theil auch in dcn Oebieten Balga 
Rastenburg und Bartenstein . belcp;en. Theilweise f"ührte 
das Oeschlecht den Beinamen Oirlach. Zu Anfange des 
16. Jahrhunderts schon sehr zU8ammengeschmolzen und 
auf eine Linie reducirt, erlosch es bald nach 1610 mit 
Jacob v. Sp. auf Klingbeck etc., Amtshauptmann zu 
Ragnit, der aus seincr Ehe mit einer geb. v. Rausohke 
nur zwei Töchter hinterlies8, von denen die ältere, Marie, 
8ich mit dem Tribunalsrath Hans v. Falkenhayn auf Mal- 
deiten vermählte. 
8child: # mit w. springendem R08s. 
Helm: gekr.; das Ross wachsend. 
Decken: # u. w. 
An m. So alle Siegel, während die Preuss. Wappen- 
bücher fast ohne Ausnahme den Scllild von W. u. # 
oder # u. W. quadrirt angeben. 



 


Sperliu
, (Taf. 65.) 
Ein altes eingebornes Oeschlecht , wenn es deren 
nicht mehrere gegeben hat, da sich Träger dieses Namens 
in sehr verschiedenen Theilcn l'reussens ansissig zeigen, 
so zuerst 1442 "Hans Sp. v. Morungen", dann Nico- 
laus v. Sp. auf Glitthenen im Rastenburgischen 1446, viel- 
leicht identi8ch mit dem gleichnamigen im Stuhmschen 
und im Soldauschen 1451 ansä8sigen. Der Letzte der 
nie sehr ausgebreiteten Familie, war Albrecbt v. Sp., der 
1584 seinen Stiefvater Hans v. d. Balz (im Morungi- 
schen) erschoss, der die Wittwe seines Vaters Albrecht 
v. Sp. auf Reichenau im Osterodiscben geehelicht hatte. 
Elchild: W. mit r. Mauer mit 3 Zinnen, von denen 
die äUS8ern nur halb sichtbar sind. 
Hel m: Flügel, wie der Schild gezeichnet und tingirt. 
Decken: r. u. w. 


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'fI, I 
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AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Spiegel, (Taf. 65.) 
Ein Oeschlecht, dessen Herkunft noch dunkel ist, ob- 
schon eine alte Nachricht es aus dem Anhaltischen stammen 
lässt, wo es aber zur Zeit seiner Utobersiedelung naeh 
Preussen, die kurz vor 1525 erfolgte, kein Adelsgeschlecht 
von Sp. l wenn ni(!ht die halberstädtischen von Sp. mit den 
8 Pickelhauben etwa damals Lchen im Anhaltischen be- 
sassen} gegeben hat. Au(!h gehörte die ?tllltter des Ahnherrn 
der Preuss. Linie einem bekannten schle8ischpn Geschlecht 
an. Dieser war Hans von Sp. der 1525 Oerkendorf und 
Kl. Stamm im H. A. Sehesten besass. Seine wenig 
zahlreiche Nachkommenschaft erlosch bald nach 1650 
mit dem :Major Mclchior v. Sp. auf Wilmsdorf oder dem 
Fähnrich v. Sp., der 1655 bei der Land-Musquetier 
kompagnie des Amts Oletzko angestellt war, wo ein andres 
Hauptgut det! Oeschlechts Chelchen, belegen war. 
Sc h i I d: W. mit # mit einen Spiegcl mit g. Rahmen 
belegten Pfahl. 
. Hclm: Hoher schwarze! Hut, auf dessen Spitze der 
Splel!:el. 
Decken: w. u. #. 
Spirall I., (Taf. 65). 
Ein eingebornes PreusRisches Oeschlecht , das zwar 
nie y,ahlreich an Mitgliedern, aber wohlbe/\,ütert war. 
Spirall ist sein Hau'ptgut, daneben gehörten ihm Schellen- 
berg nnd Klinthenen. Es tritt im 14 Jahrhundert zuerst 
auf und erlosch mit den Oebrüdern Leonhard und Oeorg 
v. S. die 1508 lebten. Ihre Schwester hatte einen v. Korbitz 
zur Ehe. Das Wappen gleicht im Schilde dem gewöhn- 
lichen der v. d. Diehle, wird aber verschieden ange
eben. 
Sc h i I d : Ein aus einer Krone hervorwachsender Hirsch. 
Hel m: (Die Schildfigur?) 
Decken: 
Anm. Naoh einen Siegel Georgs von Sp. 1440. Ein 
anderes aus derselben Zeit hat nur einen halben Hirsch 
ohne Krone. 


Spirau 11., (Taf. 65.) 
Vergleiohe den vorigen Artikel. Handschriftliche 
heraldische Quelien geben das Wappen, wie folgt: 
Schild: Auf b. ein w. springender Hirsch. 
Helm: 
Decken: 


Spott, (Taf. 65.) 
Ein eingebornes Preuss. G('sohlecht, das in West- 
preussen besonders an der Pommerelliscben Orenze sess- 
haft war' und zuletzt auch hierselbst wohnte. Es gehörte 
zum PrelIss. Bunde nnd bekleidete nach dem Abfalle 
Westpreussens wichtige Landesämter daselbst. Im 18 Jahr- 
hundert ist es erst erloschen. 
Schild: O. mit w. auf r. Kissen stehenden, am Kopf 
und um den Hals gekrönten Vogel {Oans oder Schwan} 
der einen g. Ring im Schnabel 
iUt. 
He 1 m: die l:ichildfigur vor elDem Pfauenschwanz. 
Decken: r. u. g. 
Sta('kelberg, (Taf. 65.) 
Ein bekanntes Livländisches Oeschleoht, von dem der 
Schwedische Obrist Carl Adam von St. um 1674 die 
Oüter Sehmen und Aplocken in Arrende hatte. :Mit ihm 
endigte sich wieder diese Linie. 
Sch ild: O. mit 3 8tumpf abgehauenen auf JrI'. Hügel 
steckenden Aesten oder Baumstümpfen, jeder links mit 2, 
I'echts mit 1 herabhängenden Eichel. 
Helm: Schil<1figur. 
Decken: g. u. r. 
VI. t. 


89 


Staden, (Taf. 66.) 
Michael St. der 20 Jahre lang in der Kais. Römischen 
und Preuss. Armee zuletzt als Capitän gedient hatte und 
das Out Polennen im Fischhausischen besass, wurde am 
18.Januar 1701 in denPreuss. Adelstand erhoben.' Er hinter- 
liess aus seiner Ehe mit einer geb. v. Berlichingen nur 
eine Tochter, die ihrem Oemahl v. Raoul das Out zubrachte. 
Schild: Oespalten, vorn auf R. ein im Elbogen ge- 
bogener geharniscMer Arm, dessen Hand einen w. oben 
eisen farbigen Pfeil mit aufwärts gekehrter Spitze hält, hint-en 
auf B. 3 g. Sterne pfllhlweise. 
Hel m: gekr.; der Arm mit dem Pfeil, darüber einer 
der l:iterne. 
Deck en: links: r. u. w., rechts: b. u. w. 


Stahrelllber.,;, (Taf. 65.) 
Anna Maria St., Pflegetochter des Oeh.-Rathes v. Elditt 
auf W4Ikerau, wurde unterm 17. September 1787 in den 
Preuss. Adelstand erhoben und vermählte sich darauf mit 
dem Hofrath Daniel Fricdrich v. Kaufmann auf T.oyden 
im Bartensreinischen. 
Schild: O.-gerändert und quadrirt 1 u. 4 w. mit 
# einwilrts gekehrtem Flügel. 2 g. mit br. stumpfge- 
asteten Baumstamm auf dem oben 2 abgekehrte # Vögel 
unten anf einem gebogenen dünnen Zweige ein dergleichen 
linksgekehrt sitzt (das von Eldittcnsche Wappcn) 8. g. 
mit # Vogel. (Staar). 
Hel m: Mit Perlen umwundene Krone (Marquiskrone). 
Decken: g. u. :f:I:. 
Stallge, (Taf. 65.) 
Ein im 16 Jahrhundert erloschenes altritterliches Oe- 
schlecht Preussens das den aItpreussischen Namen Stango 
ursprünglich allein führte und sehr bedeutende Besitzungen 
in Westprenssen hatte, unter denen die Oüter Stangenberg 
und Stangenau von ihm den Namen haben. Es ist eines 
derjenigen Adelsgeschlechter , die am frühesten urkundlich 
auftreten und zwar schon in der zweiten Hälfte des 13 Jahr- 
hunderts, wo Dictrich St. als Vasall des Hoeb8tifts Pome- 
anien 
ich zeigt. Sein grosses stattliches Siegel deutet schon. 
auf seme hervorragende Stellung und reichen Grundbe8itz 
den dcr Anherr (t vor 1285) für seinen wider die heid- 
nischen Preussen geleisteten Beistand durch Verleihung von 
200 Hufen Land empfing. Von den Oütern worden späterhin 
200 Hufcn dem Closter zu Oardscoou geschenkt. Noch im 
15. Jahrhundert war das Oeschlecht sehr mächtig und bes88S 
namentlich ausser Stangenberg noch Logendorf, Wandofen 
und Schönfeld , auch im Oraudenzischen Oüter. Es hing 
dem Preuss. Bunde an. Die v. Logendorf sind sehr wahr- 
scheinlich ein Zweig von ihm; dagegen ist es zweifelhaft 
ob das Oeschlecht v. Stangenberg , das Sokolow besass, 
zu ihm gehörte und ebenso Cunz v. St. der 1400 Gluben- 
stein im Rastenburgischen besass. Stangenberg kam im 
15. Jahrhundert an die v. Baysen. 
Schild: Schrägrechtsbalken, oben und unten besteckt 
mit je 8 an den Ecken. mit 3 Hahnenfederchen verzierten 
Rauten. 
Helm: Aufgeschlagenes halbkreisförmiges 8chirmbrett, 
durch das ein Spickel mit Hahnenfedern geht, rechts 
mit Ringen verziert nud ausserhalb mit kleinen Federchen 
besetzt. 
Deoken: 


Stallden, (Taf. 66.) 
später auch v. St.-Jaromierski genannt, ein eingebornes 
Preuss. Oeschlecht, das zum Stamme der Westpreussischen 
v. Klauck odel' T. Sonnen berg zu gehören scheint. Sein 
Stammgut Stauden lag im Brettenschen. Oottschalk v. St. 
23 


.
		

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90 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


lebte 1488 im Graudenziscben. Im 16. und 17. Jahrhundert 
besass es die Oüter Oermen (davon der obige Beinamen) 
Gottschalksdorfund Thymau. Der Letzte seineR Stammes war 
so weit ersiohtlich, Bartholomäus v. St. auf Oermen 1668. 
So h i I d: Zwei unten zusammenhingende übereinander 
gebogene Stierhörner. 
Helm: 
Decken: 


Ntechow, (Taf. 66) 
Es sind zwei Linien dieses alten havelländischen Oe- 
schlechts zu unterscheiden, die in Preussen florirt haben. 
Die ältere etablirte sich mit dem 1640 zu Taplacken ver- 
storbenen Churbrand. Oberjägermeister Balthasar Ludwig 
v. St. dt'r Beydritten in Preussen besas5 und nur eine 
Tochter hinterliess, die in die Familien v. Rauschken und 
v. Pröck heirathete, die jüngere gründete der 1846 zu 
Rastenburg verstorbene Landrath Friedricb Leopold v. St. 
auf Rehstall , Pasters und Stumplack. Auch diese Linie 
ist wieder erloschen. 
Schild: W.mitS :I:*: Schrägrechtsbalken, von denen 
der mittlere mit 4, die anderen mit je 8 g. aufwärts ge- 
richteten Kleeblättern belegt sind. 
Helm: ::;itzender in einen Apfcl beissender Affe. 
Decken: # u. w. 


Nteillberg, (Taf. 66.) 
Aus diesem alten lUneburgischen Oeschlecht besass 
ein Mitglied zu Anfange deI vorigen Jabrhunderts ein Oüt- 
chen in Masuren, das aber nicht conservirt werden konnte, 
da nur ein Sohn, Albrecht v. St., Preuss. Fähnrich 1720, 
1728, der aus dem Lande ging und eine Tochter verehl. 
v. Kownatzki hinterbliob. 
Schild; O. mit # springendem Steinbock. 
Helm: R. Spickel, dessen w. Knopf mit Pfauenfedem 
besteckt ist, inmitten eines offenen von g. u. :# über 
Eck getheilten Fluges. 
Decken: # u. g. 


PUt"mpel, (Tar. 66.) 
Ein bekanntes altes Curländisches Oe6chlecht, ans 
dem sich ein Zweig in Preussen niederliess, der 1800 die 
Güter Ekitten und Friedrichsgnade' im H. A- Memel be- 
sass. Er ist bald darauf hier erloschen. 
Schild: W. mit r. Stempel. 
Helm: Offener w. Flug, jeder Flügel mit der Schild- 
figur belegt. 
Decken: r. u. w. 


Stellgel, (Taf. 66.) 
Ein v. St. besass 1798 das Rittergut Doweyken in 
Preussen, mit dessen VeräusserunK diese Linie wieder hier 
erloschen ist. Er gehllrte vermuthlich zu dem Schlesisohen 
Oeschlecht d. N., das 1702 den böhmischen Ritterstand 
erhielt. Ob ihm dasjenige Wappen zukommt, welches 
in v. Ledeburs. Preuss. Adelslexicon 11. S. 482 den 
Y. St. beigelegt wird, bliebe zu untersuchen. 
Schild: # mit g. Schrägreohtsbalken. 
Anm. Andere Nachrichten nennen der Besitzer von 
Doweyken einen v. Stempel. 


Ntelltz8t"h, (Taf. 66.) 
Altes Schlesisohes nicht mit dem gleichnamigen Merse- 
burgischen , ein ganz anderes Wappen führenden zu ver- 
wechselndes Oeschlecht. J<
s war nur vorübergehend in 
Preussen ansilssig. da das Out Barken im Oletzkoschen, das 


der Rittmeister Rüsoh'schen Hus.-Regiments Carl v. S. 
1758 besass, verkauft ward. 
Sch ild: B. mit g. Radstück mit 8 Felgen. 
Helm: 8 Strausfedern b. w. g. 
Decken: b. u. g. 
Steutller ". Steril feld, (Taf. 66.) 
Heinrioh Steutner Churbrand. Preuss. Oberstlieutenant 
von d. Artillerie, Ober-Ingenieur und Oberhauptmann der 
Preuss. Festungen wurde unterm 8. März 1691 in den 
Preuss. Adelstand erhoben, was Churfürst Friedrich 111. 
unterm 12. Juny 1698 anorkannte. Sein einziger Sohn 
Friedrich Wilhelm v. St., der als Militär gedient hatte. 
und vor 1746 starb, hinterliess zwei Kinder, aber es ist 
nicht gewiss, ob sich Söhne darunter befanden. In der 
2. Hälfte des vorigen Jahrhunderts ist die Familie erloschen. 
Schild: Quadrirt, 1 u. 4 g. mit w. aus Quadel'll ge- 
bildeten Schrägliok8balken, 2 u. 8 # mit 3 g. achtstrah- 
ligen Sternen 2 1. 
H cl m: gekr.; einer der Sterne. 
Decken: # u. g. 
"'illter ". Sterllft"ld, (Taf. 66.) 
Kaiserl. Adelsdiplom vom 17. September 1682 ffir 
die Oebrüder Winter, nämlich Christian, Preuss. Rath und 
Senator, Hicronymus, Poln. Kammerherrn , Christoph. 
Kaiserl. Kapitän, Heinrich, Kai8erl. Lieutenant und Bern- 
hard Florian, Poln. Hof junker unter dem Namen W. v. 
Sternfeld. Der letztere hatte ein Out im Ermlande; später 
gehörte der Familie auch das Out Paulken im H. A. Mohr- 
ungen; sie erlosch ums Jahr 174.0 in Preussen. 
Sc h i 1 d: Oespalten, vorn O. mit schräglinken b. Balken, 
der mit 2 g. Sternen nebeneinander belegt i8t, hinten ein 
g. Querbalken in einem :tt mit w. Oitter durchzogenem 
Felde. 
Helm: Wachsender Adler einen Eichelzweig im 
Schnabel haltend. 
Decken: links b. u. g., rechts :# u. g. 
Nte)"etz ". (':örIlUz, (Tar. 66.) 
Eine in der Pfalz besonders auf Eschweiler und 
St. Laurenz angesessene Adelsfamilie , von der ein Mit- 
glied schon zu Anfange des vorigen J ahrhundert8 in Preuss. 
Diensten stand, der Capitän Joh. Bernhard v. I:!t. Dem- 
nichst erwarb der Preuss. Major Huimich Oottfried v. St. 
Ootteswalde im H. A. Pr. Mark und Louisenthal, Kom- 
metschen u. a. Oüter im Insterburgischen. Von seinen 
drei in Preuss. Militärdiensten stehenden, sämmtlich ver- 
mählten Söhnen, die ausserdem noch die Güter Stablacken 
im Rastenburgischen und Oablauken besassen, hatte keiner 
männliche Nachkommenschaft, so dass der mittlere den 
Kriegs- und Domänen-, naohher Geh. Rath Joh. Albr. 
Friedrioh Rosenfeld auf Augstkummetsohen adoptirte, der 
1788 unter Beilegung des Y. St.schen Namens und Wappens 
in den Preuss. Adelstand erhoben wurde. Auch er hinter- 
liess nur eine Tochter, verm. v. Billerbeck. 
Schild: Quadrirt mit w. Mittelsohilde, worin der ge- 
krönte # Preuss. Adler mit Scepter und Reichsapfel. 
1 r. mit schwebenden w. Krtouz 2 w. mit S r. Schräglinks- 
balken. 3 von B. und R. quergetheilt, oben auf B. 2 r. 
Rosen nebeneinander, unten auf R. eine w. Lilie. 4, b. 
mit g. Sonne. 
Helm: a) Pfauenschwanz. 
b) waohsender g. Löwe, eine r. Rose in den 
Vorderpranken haltend. 
Decken: links r. u. w., reohts b. u. w. 


.1 


. .) 
, 


.........
		

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			l 


AUSOESTORBENER PRETJBSISCHER ADEL. 


91 


SHft, St. gen. ('letz, (Taf. 66.) 
Alteingebome8 Preuss. Adelsgeschleoht, das stets in 
Westpreu8sen b£'gütert war und zuerst mit Simon de Cletz 
auf Klötzen bei Freystadt 1373 auftritt. Seine nicht zahl- 
reiche Nachkommenschaft, die auch im Stuhmschen vor- 
übergehenden Orundb£'sitz hatte, besass ihr Stammgut 
Klötzen bis ins 17. Jahrhundel't hinein, wo sie erlosch. 
Schild: Drei in.. Schächerkreuz gestellte Stifte. 
Hel m: Offener Flug, jeder Flügel mit der Schildfigur 
belegt. 
Decken: 


Stolterfoth, (Taf. 66.) 
Friedrich Jacob v. S. Preus8. Lieutenant beim Hus. 
Regiment v. Wolki, erhielt unterm 8 October 1788 die 
Renovation seines Adels und besass Oulbien in Westpreussen. 
Er war zuletzt Major und t 1812 anscheinend kinderlos. 
Sein Bruder Oottfried v. S. wurde 1792 als Lieutenant 
beim Hus. Rcgiment v. Köhler für seine Bravour bei 
Grandpre renobilitirt. 
Schild: W. mit naturfarbenem Menschenbein, de8sen 
Oberschcnkel # beflügelt, der untere mit einem b. Anker 
ins Andreaskreuz gesetzt ist. 
Hel m: gekr.; das Bein rechtshin gekehrt und beflügelt 
ohne den Anker. 
Decken: 1+ u. w. 


, 
\ 


Ntössel, (Taf. 66.) 
Altes vornehmes schlesisches Oeschlecht, das sich mit 
Christoph v. St., der kurz vor 1535 das Out Parkitten im 
Ermlande erwarb, in Preussen niederliess. Seine nicht 
zahlreiche Nachkommenschaft, die auch
BUndtkon, Lopitken, 
Komalmen , 8charnick, meistens im Ermlande besass, er. 
losch zu Ende des 17. Jahrhunderts mit dem Lieutenant 
Gottfried Friedrich v. St. auf Komalmen, der aus seiner 
Ehe mit einer geb. v. Lehndorll' nur eine Tochter verm. 
v. Borcke auf Rambten etc. hinterlie8B. 
Schild: R. mit Mohrenkopf mit w. Stirn binde, links- 
hingekehrt. 
Helm: Schildfigur. 
Decken: r. u. #. 
NtraufiI"', (Taf. 67.) 
Ein altes 'for
ehmes einst antiehnlich beglitertes und 
zahlreich aU8geb
eltete8 Oeschle
ht der N eumark, das jetzt 
ganz erloschen 1st. Mehrere dIenten dem D. Orden im 
Bundeskriege (1454-66) . als S?ldner, von denen sich Bern- 
hard v. St. in Preussen mederhel!s. Seine Söhne erwarben 
Kinwangen, welches Jah
hunderte lang in der Familie blieb 
bei seiner ziemlioh zablreIchen Nachkommenschaft, der auch 
Mickclnick im Rastenburgischen gehörte. Die letzten ihres 
Stammes in Preussen waren Hector v. St. auf Hernowen im 
Insterburgischen 1680, dessen Tochter das Out ihrem Oemahl 
Ludwig v. Berger zubrachte und Daniel v. St. auf Kin- 
wangen der noch 1701 lebt
. -:- Oanz andern Stammes 
sind die v. Str. die sich mIt elDem Polnischen Capitil.n 
Adrian v. Str., auch Str. von Tirschow genannt in Preussen 
auf einem kleinen Oütchen, Oronden im Amt PopioUen, 
niederliessen. Von dieser Familie sind die Letzten Carl 
Friedrich v. Str. geh. 1'171 und Wilh. Ludwig v. Str. geb. 
1793, Söhne Joh. Friedrichs v. Str., dessen beide Brüder 
in Preuss. Militärdiensten gestanden hatten. 
Schild: W. mit 3 1:1: g. beschlagenen mit r. Schnüren 
und Ringen versehenen Jagdhörnern, die tibereinander 
gesetzt sind. 
Helm: 3 Straussfedern, eine #: zwischen zwei 11. 
Decken: w. u. #. 



 


, 


.- 
I 


.... 


StrelO' .... Lanenstein. (Taf. 67.) 
Ein Pfälzisches Oeschlecht , dem der Churbrandenb, 
Obrist und Oouverneur von Marienhurg Johann Str. v. L. 
(t 1632) angehörte, welcher im H. A. Ragnit die Oüter 
Eigarren und Kamschen besass. Er war zwar vermählt, 
aber Nachkcmmen von ihm sind nicht bekannt geworden. 
Schild: Ein auf einem dürren Aste sitzender rück- 
schauender Vogel mit halberhobenen Flügeln. 
Hel m: Der Vogel zwischen 2 Pfau- oder Straussfedern. 
Decken: 


Streh.., (Taf. 67.) 
Lausitzisches Oeschlecht, das sich mit dem Preuss. 
Obristen, Siegmund Friedrich v. S., der 1688 den Indigenat 
in Preussen erhielt, hier niederliess und die Oüter Leistenau 
im Marienwerderschen, Kinkeim und Nohnen im Rasten- 
burgischen und Or. Sausgarthen u. a. im Brand£'nburgischen 
erwarb. Seine Linie erlosch schon mit seinen Enkeln 
Joh. Friedrich und Carl Siegmund v. St, von denen der 
Letztere 1759 als Lieutenant des Lehwaldschen Regiments 
8tarb. Ihre Schwestern heiratheten in dieJ<'amilien Y. Kurowski 
und v. Müllenheim. 
Schild: Quer
etheilt oben Ruf W. ein schwarzge- 
harnischter nach unten gebogener Arm, dessen Hand eine 
# r. flammende Oranate hält unten von R. und # in 
4 Reihen sechsmal geschacht. 
Helm: Busch #: Hahnenfedern. 
Decken: # u. w. 


Strein ,-. Schwarzellau, (Taf. 61.) 
Altes landsässiges Niederösterreichisches Oeschlecht, 
von dem der Churbrand. Oberst, Chef eines Cuir.-Re
iments 
und Commandant zu Memel Joh. George v. Str. zu S. 
(t 1668) 1637 verschiedene Oüter in Preussen acquirirte 
und 1644 das Amt Neuhausen in Arrende hatte. Der Grund- 
besitz ward nicht conservirt. 
Schild: Quadrirt 1 u. 4 von B. u. O. quergetheilt 
2 u. 8 r. mit w. Lindenblatt. 
Helm: a) Geschlossener von B. u. G. übereck ge- 
theilter Flug. 
b) r. Krempenhut mit w. Bande, besteckt mit 
8 # Straussfedern. 
Decken: links b. u. g., rechts r. u. w. 


Streit horst, (Taf. 67.) 
Aus dem Hause Schliestedt liess sich der Lieutenant, 
nachher Capitiin Röderschen Regiments Ernst George 
v. d. Str. (1757) auf Brolost im Oerdauisohen nieder, 
das er mit seiner ersten Gemahlin geb. v. Oleissenthal 
erheirathet hatte. Sein einziger Sohn aus 2. Ehe Samuel 
Ernst. Wilhelm v. d. Str., Preuss. Fähnrich, desertirte 
1771. - Ausserdem bes88s im vorigen Jahrhundert Carl 
Friedrich Wilhelm v. d. Str., Preuss. Capitän. die Ram- 
tenschen Oüter, die aber nicht conservirt wurden. 
Schild: R. mit 2 w. dreuackigen Oabeln mit g. 
Stielen ins Andreaskreuz gelegt. 
Helm: Die Schildfigur. 
Decken: r. u. w. 


Stresch, (Taf. 67.) 
Streschen, altes eingeborneB Oeschlecht Preussens, 
das sioh zuerst im 15. Jahrhundert iu Westpreussen zeigt, 
nie sehr zahlreich an Mitgliedern war und so viel ersicht- 
lich mit den Oebrüdern Anse1m, Hans, Oeorge und Nickel 
v. Str. erlosch, deren einige noch 1590 lebten. 
Schild: r. mit g. Löwen.
		

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			I 


92 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Helm: gekr.; der L6we wachsend. 
Decken: r. u. g. 
An m. Einige Quellen geben ein b. Feld und 
entsprechend auch die Helmdecken b. 11, g, an. 


dem- 


S'rombt"rg, lTaf. 67.) 
Ein altes angesehenes Cl1rländisches Geschlecht, das 
vorfibergehend Grundbesitz in Preussen hatte, den der 
Capitän beim Henkclschen Regiment Carl Christoph v. St., 
zuletzt Major, erwarb. Ihm gehörtp 1792 Sausgarthen. 
Er t am 16. Mlirz 1811 und hinterliess einen Sohn; das 
Gut wurde nicht conservirt, 
S eh iI d: Quergetheilt, oben auf W. ein r. auf 4 r. 
Spitzen gehender Löwe, unten auf W. 2 gewcllte b. Quer-- 
balken. f' \ 
He Im: Offcner Flug, dessen er8ter Flügel r., der 
andere b, i8t, 
Decken: w. u. r. 


S'rube, (Taf. 67.) 
'.. t 
Ein alte8 eingeborene8 Ge8chlecht Preussens, von dem 
Hans St. 1869 da8 Gut Langheim im Ra8tenburgi8chen 
be8as8; 8päter zeigte e8 8ich im Pr. Holllindi80hen (auf 
:Marwitz) und Elbingi8chen Gebiet, auch im Pr. MarkiBchen 
(aufHan8dorf bi8 1458) reich beglitert. Es war eines der 
angesehen8ten die dem PreU8S, Bunde anhingen und er- 
I08ch im 16. Jahrhundert. 
S chi I d: Adler, de88en linker Flügel mit den Schwung- 
federn aufrecht gekehrt ist (verkehrter Flügel) der andere 
regelrecht herabhängt, 
Hulm: 
f Decken: 


rf 


,,:. S'ubeuvoll, (Taf. 67.) 
Ein sllch8i8chc8, jetzt erlollchene8 Ge8chlecht, von dem 
der PreU88. Lieutenant Augu8t v. 8., der im siebenjährigen 
Kriege furchtbar bles8irt eine Civilver80rgung in Preussen 
erhielt und 8ich mit dem Gute Kopicken im Lyk8chen 
ankaufte, das seine Wittwe nach seinem Tode 1795 wieder 
verAU88erte. 
Schild: Quadrirt, 1 u. 4 g. mit S *I: Balken, 2 u, 
S r. mit aufBteigendem w. Wolf. 
Helm: gekr,; der Fuch8 inmitten eine8 offenen Fluges, 
de88en rechter Flügel von g. und *1:, der linke yon r. u. 
'W. quergetheilt iet. 
Decken: link8: *I: u. g., rechts: r. u. w. ____ 
S'udnUz, (Taf. 67.) 
 " , 
Ein bekanntes altadeliges Geschlecht Schlesiens, das 
in Preu88en vorübergehenden Grundbe8itz hatte, den der 
Rittmei8ter Chri8tian Conrad Baronel v, 8., durch Ankauf 
de8 Gute8 Gr. Nadrau, das er 1791 beSM8, erwarb. Er 
hinterlie88, 80 viel bekannt, nur zwei Töchter. 
Schild: B. mit g. oben und unten 4 IT (auch ab- 
wechselnd) gezinntem Querbalken. t 
Helm: gekr.; w. Ente vor einem Busch # Hahnen- , 
federu (auch Schilf). 
 """ 
Decken: b, u, g. ".,- 
\''-' 


S'urm, (Taf, 67.) 
auch Storm, Stormen, E8 fand nur ein vorübergehender 
Grundbesitz in Preu88en statt, den Johann Friedrich 
v. Sturm lStormen) K. Poln. :Major hatte. Ihm gehörte 
das Gut Gallemm im Marienwerdersehen, Er hatte e8 mit 
seiner Gemahlin geb. v. d. :Mülbe erheirathet, starb vor 
1722 und hinterlie88, so viel bekannt, nur eine Tochter 


Maria Eli8abeth v, Bt. verm, v. Bancel8. Er gehörte wohl 
zu der Ende de8 17, Jahrhundert8 in den Reich8adel8tand 
erhobenen Familie, deren Adel, Churbrandenbur
i8cherSeit8, 
am 11), September 1699 anerkannt wurde und die in der 
Mark Brandenburg und im Heuogthum Sach8en (auf 
GÖ8tewitz) einllt begütert war. 
Sc h i I d: Quadrirt; 1 u. 4 zwei Querbalken, 2 u. 3 
ge8palten, in 2 vorn ein recht8gekehrter Mann8kopf, hinten 
ein von 8 Sternen begleiteter Sparren, in 8 vorn der Sparren, 
hinten der Kopf. 
Den Schild deckt eine gros8e adelige Krone. 


,......,., Suckau, (Taf. 67.) 
Altes Westpreu8si8che8 im Dirschaui8chen begütertes 
Geschlecht, von dem nur wenig bekannt ist. Han8 v. S_ 
war Mitglied d. Preus8. Bunde8 1440. E8 scheint noch 
im 15. Jahrhundert erlosch£'n zu Rein. 
Schild: 2 Greifenköpfe nebeneinander. 
Helm: ... 
Decken: 


,- 
Sodeck. fit,. ,nlczt",n.ki, (Taf. 68.) 
Ein in We8tpreu88en, anscheinend erst im 16. Jahr-- 
hundert einl(ezogene8 Geschleeht, das lange Golmen im 
Marienwerderscben (1590) und Gulbien im D. Eylaui8chen 
be8a88, 8ich in mehrere Linien theilte und im 18. Jahr- 
hundert erl08chen i8t, Im Jahra 1740 lebten 4 Brüder, 
von denen der eine, Poln. Obri8t 1711 Janu8chau kaufte. 
Schild: Drei Blätter (oder Spateneisen P) 2. 1, 
Hel m: Drei Strau88federn. 
Decken: 


- 
.. 
SulUzkl, Mar8chall v. S. (Taf. 68.) 
Cassubi8che8 Adel8ge8chlecht, noch jetzt blühend. 
In Preussen be8a88 der Capitän Peter v. S. 1787 das 
Gut Geyerswalde im 08terodi8chen. Dieser Zweig i8t 
wieder erloschen. 
Schild: W. mit linkshingewendetemMohrenkopf mit 
r. Kopfbinde. 
Helm: S w. aufwärt8gekehrte iächerartig gestellte 
Pfeile, \ 
Decken: *I: u. w. .('0. 


SurTillt", Surwillen (Taf. 68.) 
Ein ritterliche8 Geschlecht aU8 dem Stamme der Ur- 
bewohner Preu88en8, dellBCD Ahnsitz da8 heutige Sunvillen 
im H. A. Barthen i8t. Zuer8t zpigt 8ich der Ritter Thoma8 
v. S. 1897 auf Survillen und Taberlack. Einzelne Mit- 
glieder de8 mAcbtigen Ge8chlecht8 hingen dem PreU8S. 
Bunde an, meisten8 blieb eil aber dem Orden treu und 
erlosch in den letzten Jahren des 15, oder den ersten des 
16. Jahrhundert8. 
Schild: Schräglinksbalken mit S abwärt8 gekehrten 
Herzen (oder Seeblätter P) belegt. 
Helm: 
, Decken: 


lSu'f'r. (Taf. 68,) 
Ein aU8 der Pfalz 8tammendes Ge8chlecht, von dem 
die Gebrüder Carl Wilhelm, Lieutenant beim Garni8- Re- 
giment v. Mütz8chefal, Arud. Ludwig, Unterofficier beim 
Hus. Regt. Putkamer, Friedrich Wilhelm, Unteroffioier 
beim HU8. Regt. Rue8ch und Ernst .
ugen, Unterofficier 
beim HU8. Regt. v, SeydJitz am 80. März 1756 eine Adt>18- 
renovation erhielten, Der dritte Bruder besas8 da8 Gut 
Kalgen im Fi8chhau8i8chen und t 6 May 1815 al8 Preuss. 
Generallieutenant, Er hinterlies8 zwei Söhne und eine 
Tochter verm. v. Belo",. 


r 


.....
		

/Pomorze_030_14_097_0001.djvu

			}- 


... 


.,. 


I -. 



. 
, 


r 


... 


AUSOESTORBENER PRErSSISCHER ADEL. 


Schild: O. mit naturfarbenem Oeisbock, der hinter 
einem r. Oitter hervorwächst. 
H (' Im: Gekr.; der Bock wach8end. 
Decken: r. u. g. 
Siiwerek, (Taf. 68.) 
Ein Colbergisches Salzjunker Geschleoht, aus dem 
Mehrere im vorigen Jahrhundert in Preuss. Militärdiensten 
standen. Damals be8Rss ein Mitglied des Oeschlechts ein 
kleines Out im H. A. Til8it. 
Sc h il d: Oespalten , vorn nackter wilder nach vom 
gekehrter Mann (mit Kcule !'), hinten g. mit schwebendem 
Kreuz. 
Helm: Iumitten eines offenen Fluges S Rosen an 
Stengeln. 
Decken: 
An m. So nach einem vorliegenden alten Siegelabdruok. 
Swarziu, Swaroczyn, (Taf. 68.) 
Swarozynski, v. Woysnar-S. Unter diesem Artikel giebt 
das v. Ledebursche Adelslexicon 11. S. 505 aus einer oft 
gut unterrichteten Polni8chnen Quelle die Nachricht, dass 
diese Familie ein8t Swaroczyn im Kr. Preuss.-Stargard be- 
sessen habe nebst Be8chreibung des 'Vappcns. Im deutschen 
Ordensarchive wird urkundlich nur eine Frau Anna 
v. Swarzin auf Swarzin 1451 erwähnt. 
Schild: R. mit einer w.-grauen sitzenden Meerkatze 
mit g. Ringe um den Leib. 
H cl m: gekr.; 3 Strau8sfedern. 
Decken: r. u. w. 


Swelliu, (Taf. 68.) 
Altpreussisches Oescblecht, von dem nur wenig be- 
kannt ist. Stenzel S., ein hervorragendes Mitglied des 
Adels im Oebiet Rhein untersiegelte als Abgeordneter 
der Ritterschaft seines Bezirks 1487 die Constitutio 
Truch8essiana. Die :I<'amilie wird zu Anfange des 16. Jahr- 
hunderts erloschen sein. 
Schild: Patriarchenkreuz, deslIen unterer Arm links 
gestümmelt ist. . 
S,,-irkoczi.. I, Swierkoozin. (Taf. 68.) 
Es sind den \Vappen nach zwei verschiedene altein- 
geborene Preussische Adel8ge8chlechter zu untersoheiden 
die sich nach dem gleichnamigen Rittersitz im Orauden
 
zischen genannt haben. Es gehörte ihnen auch Cladau um 
1440. Sie erscheinen zuerst im 14. und erloschen im 16. Jahr- 
hundert. Ob zu diesem oder dem folgenden Oeschlecht 
die v. S., welche im 15. Jahrhundert im Strassburgischen 
und Michelaudischen begütert waren, gehören, bleibt zu 
untersuchen. 
Schild: Drei ins Schäoherkreuz gesetzte Spillen. 
Anm. So naoh einen Siegel Simons v. S. aus dem 
Anfange deli 16. Jahrhunderts. 
Swlrkoczhl 11, (Taf. 68.) 
V gl. den vorigen Artikel. Ei
e andere Wappenform 
ist die, welche eine alte gutunter
chtete Polnische heral- 
dische Quelle (v. Ledeburs AdelslexlCon 11. S. 506) angiebt. 
Schild: B. mitg. Stern um den 8g. Weoken(Spillen) 
ins Sohächerkreuz gesetzt sind. 
S1tirkoezin 111, (Taf. 68.) 
Vgl. Swirkoczin I. Die andere Familie d. N. war 
im 15. Jahrhundert lIehr zahlreich und besass betrilchtliche 
Oüter im Danzigsohen, wo Nicolaus v. S. den Land richter- 
posten verwaltete, und im Dirschauischen. Ritter Paschke v. S. 
VI. I. 


98 


war 1440 ein thätiges Mitglied des Preu8s. Bundes. Auch 
diese Familie erlosch zu Anfange des 16. Jahrhunderts. 
Schi ld: Zwei mit den Rücken gegeneinander gekehrte 
Halbmonde. 


S,"bllrJ;, (Taf. 68.) 
Der 1770 verstorbene Oeneralmajor Fril.'dl'ich Wilhelm 
v. S., Chef eines Inf.-Regiments, besass das Out Wackern 
im Rastenburgischen, hinterliess aber 110 viel bekannt nur 
2 Töchter, (die in die Familien v. Reibnitz, v. Trabenfeld, 
v. Wegnern und v. Hamberger heiratheten) so dass mit 
ihm diese Linie erlosch. In v. L e d e bur s Preuss. Adels- 
lexicon 11. p. 507 wird er und seine Geschwister ganz 
bestimmt zu der bekannten Westphälischen und Cur- 
ländischen sowie Livliindischen Familie v. Syberg ge- 
rechnet, mit der Angabe, dass letztere sich Syburg ge- 
schrieben. Ich finde aber das Oegentheil. Dagegen florirte 
in Magdeburg ein des Adel8prädicats sich bedienendes 
Bürjl;ergeschlecht v. Syburg, das zu Anfange des 17. Jahr- 
hunderts sehr angesehen und wohlhabend war, das jedoch 
andere Embleme führte, als der obige Oeneral, der 8ich 
des Wappens der We8tphälischen Familie anscheinend 
bedient hat. 
S chil d: # mit g. seehsspeichigen Rade. 
Helm: g.-# bewulstet, das Rad oben schwebend 
zwischen einer g. und einer # Straussfeder. 
Decken: O. u. #. 
Szt'gediu, Szegedyi (Taf. 68.) 
Ein Ungarisches Oeschlecht, aus dem der Preuss. 
Rittmeister J oh. Andreas v. S. die Oüter Oablauken und 
Frödenau 1768 be8asR, aber sein Oeschlecht nur mit einer 
Tochter, verm. v. Bangels, fortpflanzte. 
Schild: Löwe mit Schwert in der rechten Vorder- 
pranke. 
Szekllli, (Taf. 69.) 
eigentlich Szekelyi; ein Ungarisches Geschlecht, von dem 
die Erben des Preuss. Obersten und Commandeurs des 
Hus. Regiments Trenck Johann Adam Friedrich v. S. 
(t 5 October 1794 bei Bromberg) eine Zeit lang das Ritter- 
gut Oehlweiden bei Oletzko be8assen. 
Schild: B., über 3 w. Kugeln (2. 1) ein Fuchs, in 
der rechten V ordertatzA ein Sehwert haltend, begleitet oben 
links von einem g. Halbmonde, rechts von einem g. Stern. 
Hel m: Der Fuchs wachsend. 
Decken: 


Tanlel, Daniel (Tar. 69.) 
Ein schlesisches (nach andern Sächsisches) Oeschlecht, 
aU8 dem sich ein Zweig zu Anfange des 16. Jahrhunderts 
in Preussen ansässig maohte mit den Brüdern l3iegmund 
u. Hans v. T. Der Erstere, Unterhauptmann zu Pr. Mark 
dann zu Rhein besass Warnikam und Schöofliess im H. A. 
Rastenburg auch Hauswalde im H. A. Pr. Mark, das er 
aber 8einem Bruder abtrat und kurz vor 1542 starb mit 
Hinterlassung von nur einer Tochter, verm. v. Schlieben 
auf Tharau. Der jüngere Bruder, 1548 bereits verstorben, 
hatte zwar Nachkommen, aber diese haben ihren Stamm 
nicht fortgesetzt. 
Schild: Auf B. das w. geharnischte Brustbild eines 
nach vorn gekehrten Mannes mit r. Mütze mit w. Stulp, 
an der rechten Seite des Halses mit einem Schwerte halb 
schrägrechts durchbohrt. 
Helm: b.-w. bewulstet; zwei geharnischte über ein- 
ander gekreuzte Arme, von welchen der rechte das Schwert, 
der andere an g. Oriffe ein breites w. Mes8er hält, welche 
beide Waffen auch ins Andreaskreuz gelegt sind. 
Decken: b. u. w. 


24
		

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			9. 


AUSOESTORB1
N£R PREUSSISCHER ADEL. 


'I'allll('nberg, (Taf. 69.) 
Altes in Ostpreussen anslissiges Oeschlecht, das hier 
, Tannenberg (woher es den Namcn fnbrte) und Seewalde 
schon 1330 be8ass. Spilter zeigt sich David v. T. 1407 
im Oilgebur,:-i8chen, sowie Conrad, Bertbold und Jeremias 
v. T. im Osterrodi8cheli 1454. Ob Oeorge v. '1'.1550 und 15M 
Hauptmann zu Conitz hierller gehört, ist zweifelhaft. 
S ch i I d: 1:1: mit gr. auf gr. Boden 
tehenden belaubter 
Tanne, von deren Krone ein r. Jagdhorn an g. um den 
Stamm p;eschlun
cner 8cbnur herabhjjngt. 
Hel m: Pfauensehwanz. 
Decken: # u. r. 
An m. Viele Wappenbül'her geben dieser Familie irrig 
das Wappen einer anscheinend df:>utschen Familie v. T. mit 
einem r. Dreihügel auf O. u. auf den Helm eincn Manns- 
rumpf in w. Kh.idung und mit w. Mütze mit r. Stulp. 



 Taube, (Taf. 69.) 

 
 t. Nicht mit dem bekannten Cur- und Livländisohen, 
rN
Vr\"" r.-: \. ehemals auoh in Sachsen florirenden, jetzt noch in Würten- 
\ berg wohnendem GescnIecht zu \'erwechseln. Der Ahnberr 
r. \ \ '.\.,\.. . . 
ahY'rh der Preuss. Linie w.ar der k. Polni8che und Chursächsi8che 
'- 
 
 -vf Obrist und Chef eIDes Dragoner Regiments Oeorge v. T. 
Er hinterliess mehrere Söhne, von dent'n zwei zwar ihr 
Oesehlecht, aber nur mit Töchtern fOltpflanzten. Der eine, 
Hans Friedrich v. T. besass Bauten um 1750, hinterliess 
nur eine Tochter, verm. v. Steinwehr, der andere, 
Jacob Ernst v.T., Preuss.Lieutenant, Btarb bald nach 
1730 und wurde auch nur von einer Tochter beerbt, die 
sioh mit Carl Albrecht v. d. Treuck auf Scharlack im Jahre 
1756 verheirathete. 
Sohild: # mit w. Taube. 
Helm: # Flügel mit der Taube. 
Decken: w. u. #. 


THubenhelm. (Taf. 69.) 
Ein bekanntes vornehmes Oeschlechtdes Meissnerlandes. 
das hier seit dem 13. Jahrhundert zahlreich ausgebreitet 
und wohlbe
ütert florirt. Schon zu Anfange des 15. Jahr- 
hundertll liess sich Heinrich v. T. in Preussen nieder, wo 
ihm 1415 Saussienen verschrieben ward. Er ist der Stamm- 
vater einer äusser8t zahlreichen Nachkommenschaft, die 
in vielen Linien blühte, namentlich zu Zimmerbude im 
I:!amlande, Oornenfeld und Alkehnen, Sausseinen, W orlack 
und W otterlack , Barsnicken , Kanthen, Bareucken, Pust- 
nicken, Colmen u. a. m. in verschiedenen Aemtern. Diese 
Linien erl08chen zu sehr verschiedener Zeit. Von der zu 
Kanthen lebte nocb 1766 der Obristlieutenant Oeorge 
Friedrich T. T., dessen Wittwe erst 1792 und eine Tochter 
Louise Henriette v. T. verm. Capitain v. Wedelstedt als 
die Allerletzte ihres Stammes in Preussen am 27. Novbr. 
1825 mit Tode abging. Von der Linie zu Colmen 
war die Letzte Christoph Ludwig v. '1'., Preuss. Major 
a. D. und Hauptlazareth-Direktor t 1797; von dor Pust- 
nick er Linie waren 1762 auch noch 2 Brüder am Leben; 
kurz vorher war das Haus Worlack erloschen. 
Schild: Oespalten links von R. u. W. viermal pfahl- 
weise getheilt, rechts auf R. ein w. gekr. Löwe auf g. 
Krone stehend. 
Hel 01: gekr.; der Löwe bald wachsend, bald stehend. 
Decken: b. u. w. 
Anm. Es würde hier zu weitführen, die zahlreichen 
Varianten aufzuzählen, die sich in farbigen Darstellungen 
und auf den Siegeln finden, da das vordere Feld bald 
von R. u. W. längsgestreift oder schräggetheilt, der Löwe 
g. ist, die Krone im Felde fehlt, die Felder verwechselt 
sind 1\1.11. w. 


'J'auernitz I, (Taf. 69.) 
Aueb Thuernitz, Tbürnitz, ein eingebornes Preuss. 
Oeschlecht, von dem gleichnamigen Sitzgute benannt und 
hauptsächlich im Osterrodischen und Gilgenburgischeo 
begütert. Es ist schwer von den v. Teuernitz oder Thuer- 
nitz zu untcr8cheiden. Hans v. d. T.. Va'lall des Hoch- 
stifts Pomesanien lebte 1878, Batllllch v. d. '1'., 1440. 
Nach mDssiger Ausbreitung erlosch das Oeschlecht im 
16. Jahrhundert. 
Sc h il d: Von W. n. R. durch einen Zinnenschnitt quer- 
getheilt. 
He Im: Flügel, wic der Schild gezeichnet und tingirt. 
Decken: r. u. w. 


j 


'l'auernUz 11, Teuernitz (Taf. 69.) 
aUl'h Türnitz, Thürnitz, gleichfalls ein alteingebomes Oe- 
schlecht Preussens, das irnl5. Jahrhundert in Westpreussen. 
besonders im Oraudenzisohen ziemlich aU8gebreitet und 
im hohcn Änsehen lebte. Sander T. d. T. kommt 1416 
urkundli{'h vor, Otto 1439, Oeorge, Bartusch und Matthias 
v. d. T. 1440 und 1454. Auch d!e8es Oeschlecht ist im 
16. Jahrhundert ausgestorben. 
Schild: 2 stumpfabgehauene, stumpfgeastete Baum- 
stämme nebeneinander. 
Helm: 
Decken: 


THllernUz 111, (Taf. 69.) 
Es bat noch ein drittes Oeschlecht dieses Namens 
gegeben, gleichfalls auch Teuernitz geschrieben, das viel- 
leicht erst 8päter seinen 8tammnamen mit dem vom Oute 
hergenommenen vertauschte. Ich vermag mit Sicherheit nur 
den Hans v. d. T. nahmhaft zu macben, der 1521 als 
Polnischer Hauptmann zu Rehden fungirte und des folgenden 
Wappens sich bediente, das bekanntlich mehrere Preussi- 
sche, besonders Westpreussisohe Adelsgeschlechter führten. 
Der obige hatte noch einf:>n Bruder Oeorge v. d. '1'.. 
der 1540 lebte und Lippitz und Kelteimen verkaufte und 
eine Schwester vel'm. v. d. Baltz. 
Schild: Zwei mit dem Rücken gegeneinander ge- 
kehrte Halbmonde, darüber ein kleines Kreuz. 
Hel m: (Schildfigur 1') 
Decken: 


J 
I 


'I'auerlolet", (Taf. 69.) 
auch später Taulensee, Tuchelsee, nicht mit den Ottitscb 
v. Taulensee zu verwechseln. Das Stammgut dieseB alt- 
eingebornen GeBohlcchts, das zeitweise sehr mäohtig war 
und dem Preuss. Bunde anhing, ist Tauersee im Gilgen- 
burgischeu. Hier sass der Oilgenburgische Landrichter 
Paschke v. T. 1476, der auf seinem Siegel Paul v. Bolsau 
heisst. Im 16. Jahrhundert erlosch das Oeschleoht; die 
Letzten scheinen Jacob v. 'f. und Valentin v. T. gewesen 
zu sein, die im Neidenburgischen , Oilgenburgischen 
und Hohnsteinischen zu Januschau, Tauer und Wapels- 
dorf ihre GUter hatten. 
Sc h il d: Stiergehöm, oben durch ein Band krcnz- 
weise verbunden. 
Helm: 
Decken: 


Tet.k, . T. d. T. (Taf. 69.) 
nicht mit den v. d. Decken zu verwechseln, unbekannten 
Ursprungs. Christoph Ernst Y. T. Oeneralpichter des Amts 
Orünhof, bcsass die Oüter Ounthenen und WiImsdorf. 
sowie 1746 Bilshöfen und t 1750 mit HinterlasBuog TOD 


lo..
		

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			-- 


AUSOESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


zwei Töchtern und zwei Söhnen, dito beide in Preuss. Militär- 
dienstt'n IItanden und von df>nen Cbristoph Ernst v. d. T. 
1759 als Förster zn Borckt'D angestellt wurde. Er war 
der Letzte seines Oesoblechts in Preussen. 
Schild: Von R. und G. gespalten; vorn ein w. Sparren, 
hinten eine # Schaafscheere. 
Hel m: W. Wassermühlrad mit senkrecht stehender 
Wellc. 
Deoken: links: r. u. w.; rechts g. u. #. 
Tes8war, Tesmar (Taf. 69.) 
Pommerellisches Ade111geschlecht, von dem im hi. und 
17. Jahrhundert mehrer(\ Zweige in Westpreussen wohnten, 
so Matthias v. T. 1604 und die Oebrüder Oeorge und 
Jacob v. T. im Marienwerderschen oder der Umgegend 1640; 
ihre Scbwester Anna v. T., verw. v. Kospoth lebte 1657. 
Sc h i I d: W. mit r. von 3 b1. Pfeilen fächerartig durch- 
bohrten Herzen. 
Hel m: Die 3 Pfeile gleichfalls fiicherartig gestellt. 
Deoken: r. u. w. 


... 


Tettelba('h, (Taf. 69.) 
Ein bekanntes Schwäbisches Adelsgeschlecht, von 
dem sich zwei Zweige in Preussen sesshaft machten, der 
eine mit Christoph v. '1'., der Wilgaiten in Arrende hatte 
und 1591 starb, der andere mit Wilhelm v. '1'., der sich 
hier verehelichtc und von dessen drei Söhnen zwei Orund- 
besitz (Schönau bei Elbing) in der Zeit von 1600-1637 
hatten. Der Letzte seines Stammes in Preussen war der 
in grosser Dürftigkeit auf seinen kleinen Oütchen Hohen- 
brück und Langenbrllck im Angerburgischen wohnende 
Albrecht Friedrich v. T., der noch 1688 lebte und ver- 
heirathet war, aber es scheint nicht, dass er männliohe 
Nachkommenschaft hinterlassen hat. 
Schild: O. u. B. schrägrechts dnrch zwei Zinnen 
getheilt. 
Hel m: B.-g. bewulstet, 2 Büffelhörner, das linke duroh 
eine halbe Zinne von O. und B. schrägrechts, das andere 
von B. u. O. ebenso 8chräglinks getheilt und jedes in der 
Oeffnung mit 5, b. Straussfedern besteckt. 
Deoken: b. u. g. 
An m. 80 nach dem gemalten W. des Nicolaus v. T. 
mit seiner Unterschrift vom 4. Dcbr. 1631 in einem 
v. Ostauisohen Stammbuche. 


, 
... 


t' 


TeUNlbnrll, (Tar. 70.) 
Ein altes bekanntes und in seiner Heimath im 14.- 
17. Jahrhundert sehr ausgebreiteteR, jetzt wobl erloschenes 
Oeschlecbt in den Orafschaften HollDstein, Clettenberg 
und Lohra von dem der Preuss. Oenerallieutenant und 
Chef eines' Infanterie-Regiments Hans v. T. zuerst die 
Güter Holstein und Condehnen im H. A. Scbaaken, später 
auoh WindkaiIn acquirirte. Dies wurde an seine kinderlose 
Wittwe geb. T. Pestel verkauft, nachdem die ersteren von 
ihm selbst bereits veräussert waren. 
Schild: W.mit # schriigrechtsliegenderWolfsangel. 
. Helm: Offener #- Flug. 
Deoken: # u. w. 
'1'euß"eI, (Taf. 70.) 
Nächst den v. Perbandt und v. Stange das älteste 
bekannte Oeschlecht aus altpreussischem Uradel, von einem 
der Withingsgeschlechter des Samlandes s
mme!1d und_bier 
bis zu ihrem Erlösohen blühend. Sicken, Jetzt Slckenhofen, 
und Maxkeimwaren ihre Hauptgüter, die A;l
recht '1'..' auoh 
T. Sicken genannt, 1296 besass. Die FamilIe war nIe aus- 
gebreitet oder wohlhabend und hatte v.on Änfang an treu 


r 
I 


-- 


95 


zum D. Orden gehalten. Sie erlosch mit dem Churbrand. 
Lieutenant Prinz Ludwigschen Rejtiments Heinrich v. T. auf 
Siekenhöfen, ilf'r tapft'r klLmpfend in der Schlacht bei 
Oennep den Heldentod fand, fIberlebt von seinen beiden 
Sehwestern, von denen die eine in die Familie v. Wallenrodt 
heirathete. 
Schild: R. mit w. gekleidetem gekr. aus einer g. 
Krone hervorw8ehsenden Frauenbilde das mit jeder Hand 
ein # Horn mit g. Beschlligen auf die Krone stürzt. 
Hel m: gekr.: die !:!childfigur. 
Decken: r. u. #. 


Te,J'ler, (Taf. 72.) 
(eigentlich Taylor) auch Tbeyler, ein englische80eschlecht, 
von dem der frühere in holländischen Diensten stehende, 
dann Churbrandenburgiscber Oberst (zuletzt Oeneralmajor) 
Rüdiger v. T. zuerst 1678 Samsdorf, dann Friedrichswalde 
bei Königsberg (noch 1703) besass. Er hinterliess eine 
Tochter und 3 Söhne, Ton denen nur einer, O. A. v. '1'., 
Preuss. Capitän, R08enstein im Angerburgischen in Pfand 
hatte, ein Ilnderer W. H. v. T. Sporwienen pfundweise 
besaslI und gleichfalls zum Obri8ten avanoirte. Es waren 
aber noeh anderc Zweige zu der angegebenen Zeit in 
Prcussen, theils mit (Pfandgut Schettnienen), theils ohne 
Orundbesitz. Um 1740 war die ganze Familic in Preussen 
erlosohen. 
So h i I d: Ein mit einem Kreuzohen zwischen 2 auf- 
wArtsgekebrten Halbmonden belegter Querbalken, oben 
und unten von einem laufenden Wolf oder Fuohs begleitet. 
Helm: wachsender Löwe. 
Deoken: 
Anm. So das Wappen nach einem vorliegenden 
Siegelabdruck des Obristen v. T. Eine ganz andere An- 
gabe macht v. Ledeburs Preuss. Adelslexicon Ill. S. 6. 


Thaddeu, (Taf. 70.) 
Ein bekanntes, in Preuss. Militärdiensten ausgezeich- 
nete8 in 8einer H(oimath und in Hinterpommern noch 
blühendes Gesohlecht. VOll dem der Oenerallieutenant, Chef 
eines Infanterie-Regiments und Gouverneur von Glatz 
Reinhold v. T. (t S Dcbr. 1784) das Gut Babentz im 
Marienwerderschen besass, das von ihm der Oberst Ernst 
Dietrich v. T. erbte aber 1796 verkaufte. Aussel'dem be- 
sassen nocb andere Olieder der Familie vorübergehend 
Oüter in Preussen, so zwischen 1790 und 1800 41er Cupitän 
Carl Friedricb v. T. die Oüter Dohten und Sperglienen 
\VId von 1717-:!7 hatte Martin Reinhold v. T. die Güter 
Motheilen und Hohendorf in Arrende. 
Schild: R. mit w. gekr. Oreifen, unter dem ein g.Stern. 
Helm: gekr.; 3 w. aufwärtsgekehrte unten spitz zu- 
sammengesetzte Pfeile, der mittlere oben Ton 2 g.lStemen 
begleitet. 
Decken: r. u. w. 


.'.I'halslI, (Taf. 70.) 
Ein altes SBmländisches Withing8geschlecht, das sohon 
um die Mitte des 14. Jahrhunderts unter obigem Namen 
urkundlich auftritt und im C. A. Pobethen seine Güter 
hatte, zu denen N uskern, W osegau, Wiskiauten und Ant- 
keim vornimlich gehört9n. Fast alle sind bis zu seinem 
AURllterben conservirt worden, das nach geringer Äns- 
breitung im' Mannsstamm mit dem zwischen 1688 und 
1693 verstorbenen Hans Erhard v. T. auf Auerfliess im 
Insterburgischen erfolgte, der aue seiner Ehe mit einer 
geb. v. Wallenrodt keine Leibeserben hinterliess. und 
von seiner Base Bal'bara v. T. verm. v. Perbandt überlebt 
wurde, die erst 1698 mit Tode abging.
		

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			96 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 



..
\

\
 


S chi I d: B. mit w. J ugdhorn mit g. Beschlägen, von 
dem mitunter auch von den Beschlägen 2 g. kurze Bänder 
herabhängen. 
Hel m : 3 w. befiederte Pfeile mit b. Spitzen und g. 
Schäften aufwärts gekehrt und unten spitz zusammengesetzt. 
Decken: b. u. w. 
Anm. In den verschiedenen Quellen differiren sehr 
die Tinkturen des Horns; bald ist es von # u. w. ab- 
wechselnd län
sgestreift (also etwa mit # Beschlägen), 
bald # mit g. Beschlägen. Auf SieJo(eln hat das Horn 
wohl eine Schnur in gewöhnlicher Form, auch zeigt Georga 
v. T. Siegel de 1574 auf dem Helme nur 2 Pfeile ohne 
Gefieder. das auch auf andren Siegeln fehlt. 

 Thiemen, (Taf. 70.) 
oder Thymen, Tymen oder Tiemen, ein alteingebornes 
altpreuss. Geschlecht, de
sen Ahnherr den altpreuss. Namen 
Time, Tieme führte. l3ie sind nicht mit den Sächsischen 
v. Thümen zu verwechseln, was hinsichtlich ihres Wappens 
öfters VOll den Preuss. Heraldikern geschehen ist. Ebenso 
ist auch vor einer Verwechselung mit den v. d. Thyme 
im Osterrodischen und Hohnsteinischen (auf 'fhymau) die 
auch im Oilgenburgischen begütert und im 16. Jahrhundert 
erloschen, zu warnen. Das obige Geschlecht wohnte aus- 
schliesslich im Samlande und den nächst angrenzenden 
Landschaften und hat dcm Orte Thiemsdorf den Namen 
gegeben. Zuerst el'!lcheint ein Edelmann Thyme (ohne Tauf- 
namen) 1386 lind 1409, dessen Tochter einen v. 8parwein hatte, 
demnächst abermals ein Thyme, buch Hans Th. genannt 
in C. A. Caymen begütert 1432 und 1448. Nach geringer 
Ausbreitung erlosch die Familie mit Valentin v. Th. Erb- 
herrn auf Podollen und Michelau, der noch IM8 lebte 
und 1573 bereits verstorben war. Er hinterliess aus seinen 
beiden Eben nur Töchter. 
Elchild: Gespalten, vorn auf W. eine r. halb 
durch den Theilungsstrich durch8chnittene Lilie, hinten 
auf R. Kopf und Hals eines wei88en rundohrigen Thieres 
(wohl auch einer Oans oder Schwanes). 
Helm: Thierkopf und Hals. 
Decken: r. u. w. 
Anm. Oft werden allch die Felder in umgekehrter 
Ordnung geführt und statt de8 fraglichen Thieres eine 
halbe aUB dem Section8strich hervortretende Gan8. Am 
Chore der Kirche zu Friedland in Prellssen findet 8ich 
das Wappen so gemalt, dass im von R. und W. ge8pal- 
tenen Schilde 8ich eipe graue Ente oder Gan8 zeigt, die 
sich über dem Helme sitzend wiederholt. 
ThieNel ". Daltltz, (Taf' 70.) · 
Ein vogtländisches in seiner Heimath nicht oftge- 
nanntes Geschlecht, das 8ich um 1550 im Samlande nieder- 
liess, wo damals der Rittmeister Sebastian Th. T. D. 

s Rittergut Powayen acquirirte, das fast bestlLndig bei 
selDen Nachkommen verblieb, die in ziemlicher Ausbrei- 
tung blühten. Eine Hauptlinie besass 8chönrade und 
Kukehnen, eine Nebenlinie Marklack. Die Hauptlinie zu 
Powayen erlosch 1720, aus der 8chönradischen waren die 
Letzten Otto Wilhelm v. Th., Lieutenant beim Inf.-R. 
Fouquet der 1748 desertirte und Johann Heir.rich v. Th. der 
1727 lebte, sowie ihr Neffe Carl Heinrich T. Th. der 1748 
im Cadettenbause zu Berlin sich befand. Seine Schwester 
Belene Charlotte v. Th. verm. Majorin v. Bültzingslöwen 
beschl08s durch ihren erst am 2. Novt'mber 1822 zu Königs- 
berg erfolgten Tod ihr ganzes Geschlecht in Preussen. 
Schild: Von R. und W. quadrirt 2 ins Andreaskreuz 
gelegte mit den b. Eisen aufwärts gekehrte Spaten, deren 
Stiele und Krücken verwechselte Tinkturen haben. 
Helm: Busch. # Hahnenfedern. 
Decken: r. u. w. 


Tholtzig, (Taf. 70) 
Polnisches nach einigen UngariRches Geschlecht, von 
dem ?uerst Siegmund v. Th. 1746 Dlugikont im H. Ä. 
Jobannisburg be8as8. Seine Nachkommen dienten zahl- 
reich in der Preu8s. Armee, sind abcr durch den Militär- 
dien8t aus der Provinz gekommon, wo auch in der 
2. Hälfte de8 vorigon Jahrhundert8 Theel'wisch- Wolka der 
Familie gehörte. 
Wappen beschrei bung: S. Pomian v. Dietrichsdorf. 
ThUIlJl;ell, (Taf. 70.) 
Ob8chon dies kleine, arme Geschlecht des SamlandeR, 
das zum Ahnherrn einen Eingeborenen mit dem häufigen 
Namen Tunge hat und dessen Adel im 16. und 17. Jahrh. 
noeh bestritten wurde, sioh auch anfänglich Tungen oder 
Thingen schrieb, sicher mit dem berühmten Fränkischen 
Geschlecht keine Gemeinschaft hat, so 1:.at es doch de8sen 
Wappen im 17. u. 18. Jahrh. adoptirt und als das ihm 
zukommende producirt. Die Freigüter Perkoppen, 
Miohelau und Wargenau in H. A. Schaaken hat es von 
jeher und lange besessen. Sein nachweislicher erstor 
1520 lebender Ahnherr Lorenz T. heisst auch L. Podriske. 
Der Letzte seines Stammes, dessen Adel naehher von der 
Preuss. Regierung anerkannt war, heisst Wolf Hl'inrioh 
v. Th. der 1745 als Lieutenant beim Regiment Blankensee 
stand und wohl ohne Söhne oder unvermählt verstorben ist. 
Schild: W. mit r. mit S g. rechtshin ausgebogenen 
Pfählen belegten Querbalken. 
Helm: Der Rumpf eines r. gekleideten bärtigen 
linkshingewendpten Mannes mit einem w. Wehrgehänge 
und einer r. Mütze mit r. Stulp, der auf jeder Seite, so 
wie die Spitze der Kappe oben mit je 3 # Hahnenfedern 
besteckt ist. 
Decken: r. u. w. 


TidmaufoIdorf, Tittmansdorf (Taf. 70.) 
nicht mit den v. Tesmansdorf und v. Tittmansdorf in West- 
preussen zu verwechseln, sollen, was dem Wappen nach auch 
riehtig scheint, ein Zweig der altpreussischen v. Kalok- 
stein gewesen sein. Otto v. T. besasR 1429 und noch 
1435 Gedau und Marallnen im Balgischen. Im 15. Jahrh. 
erlosch dieser Zweig wieder. 
Sehild: W. mit 3 r. Balken. 
Helm: Zwei wie der Schild gezeichnete und tingirte 
Büffelhörner. 
Decken: r. u. w. 


Tit>sseuhauseu, (Taf. 70.) 
Ein vornehmes Cur- und Livländisches Geschlecht, 
von dem mehrere Zweige TorUbergehenden Grundbesitz in 
Preussen gehabt haben. Zuerst hatte um 1580 Dietrich 
v. T. ein Gut im Schaakischen; Heinrich v. T. 1612 das 
Gut Osterwein in Pacht, ebenso der Oberstlieutenant Ernst 
v. T. 1655 - 60 das Gut Riohthöfen im Samlande; am 
länltsten wurde das Gut Moszeikenin H. A. Memel besessen 
d
s 1746 dem Georl\'e ChriRtoph v. T. und 30 Jahre später 
eIDem seiner zahlreichen Söhne gehörte, die es aber ver- 
kauften. 
Schild: G. mit # sohreitenden Stier. 
Helm: gekr.; Pfauenschwanz zwischen 2 tt Büffel- 
hörnern. 
Decken: # und g. 
Tiune, (Tar. 70.) 
Ein in Cnrland einst sesshaftes, hier wenig ausge- 
breitetes Geschlecht, von dem sich Gotthard v. d. T. in 
Preussen niederliess und 1624 im H. A. Neidenburg wohnte. 


'\
		

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			). 
. 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


R 


wAhrend eein Bruder Heinrich die Gtlter Lasdehnen nnd 
Lasdenehlen im H. A. Ragnit 1615 besus. Er hat nur 
T6chter hinterlassen. 
Schild: Quadrirt, 1 u. . w. mit r. Zinnenbalken 
2 u. S r. mit 3 g. an den Füssen gestümmelten pfablweise 
gestellten Enten. 
Hel m: gckr.; 2 w. spitzige Federn, die beide mit 
.. r. Balken, die erste schrAglinks, die andere 8chrägrechts 
belegt 8ind. 
Decken: w. u. r. 


, 
. 


TIppelskireh, (Taf. 71.) 
Alte8 Bayeri8ches Geschlecht, das eich in der Person 
Eglof8 (oder Ewalds) v. T. der die Güter Seepothen, 
Gae8keim und Trimmau im Brandenburgi8chen und resp. 
Tapiau80hen im er8ten Viertel de8 16. Jahrh. erwarb, 
an8äeeig machte. Sein Bruder war D. Ordeusherr und 
stieg bi8 zum Comthur von Rhein. Scine ziemlich aus- 
gebreite Nachkommen8chaft be8a88 auch Ei8erwagen im 
Tapiau8chen und Wilgaiten im Fillohhau8i8chen dann auoh 
Barschnicken , Compehnen u. a. m. Sie haben mit AU8- 
zeichnung im Preu88. Heere gedient. Den letzten Grund- 
be8itz in Preu8110Il hatte der 1827 ver8torbene Major Joh. 
Sigmund Carl v. T. auf K08arken und dcr 1806 ver- 
etorbene H08pitaldirektor Capitän a. D. Fricdr. BOl(i81aw 
v. '1'., deren Nachkommen8chaft durch Civil- und Militär- 
dien8te aU8 dem Lande gekommen ist, nachdem der 
Grundbe8itz verloren war. 
Sohild: Auf W. eine auf gr. Hügel 8tehende w. 
Kirche mit :tt }'en8tern, r. gedeckten Haupt- und eben- 
80lcbem Dachthurm. 
Hel m: Die Schildfigur auf # Flügel. 
Decken: r. u. w. 
An m. Zahlreiche Varianten geben die alten hand- 
BchriftJichen Wappenbücher und Siegel, be80nders wa8 die 
Form der Kirche anlangt; auch wird die Schildfigur über 
dem Helm inmitten eine8 offenen Fluge8 geführt. Die 
ilte8te heraldische Quelle für Preussen hat gar ein drei- 
thürmiges CastelJ mit offenem Thor statt der Kirche und 
d.ie Cur
ndisch
 Linie eine doppelthünnige Kirche, die 
BICb zWI8chen eIDern ge8chlo88enen Fluge zur Hälfte auf 
dem Helme zeigt. 


T 


, 


Tirftu. Thierau (Taf. 71.) 
Ein _ Westpreu8sisches ein
ebol"nes Ge8chlecht von 
dem sehr wenig bekannt i8t. Bendi80h v. der Tira
 hing 
1440 dem Preus8. Hunde an. Bald darauf 8cheint die 
Familie erloschen zu sein. Sie 8cheint den v. Or8echau 
und v. Grunenberg 8tammverwandt zu sein. 
Sc h il d: Ein Büffel. und cin Hirschhorn nebcm'inan- 
der ge8tc IJ t. 
. Hel m: Die Schildfigur. 
Decken: 


'\ 


'('U "uansdorf, (Taf. 71.) 
auch Tidmansdorf, Dittmansdorf, nicht mit den v. 'l'idmansdorf 
zu verwechseln; ein eingebome8 Geschlecht Preu8sens, du 
8ich nur in Westpr!'ussen ansässig zeigt und zu den Va- 
8allen de8 Hochstifts Pcme8anien gehörte, wo Halls v. '1'. 
1396 Landschöppe war. Ende de8 15. Jahrh. scheint dic 
Fnmilie erloschen zu scin. 
Schild: Ein Büffel- und ein Ilirscbhom nebcneinan- 
der ge8etzt. 
Helm: (de8gl!'ichen p) 
Decken: 
"VI. ,. 



 


Tolck I., (Taf. 71.) 
Bei der Bedeutung des Namens ist es erklArlich, das8 
er in der Nomenolatur der altpreus8. Ge8chlechter 8ich 
wiederholt. Die zahlreichen Träger diese8 Namens vom 
adeligen Stande, die 8ich zerstreut in Urkunden de8 1.. 
u. 15. Jahrh. zeigen, 8ind 8ehr 8chwer unter die verschie. 
denen Familien v. T. zu vertheilen, die e8 gegeben hat. 
Eine war die sonst den Namen v. MerkJichelJrade oder 
v. LU8ian f"ührendc, die jene Namen 018 Beinamen einer 
Linie trug, von der das gro8se Ritterj\'ut Tolk8dorff seine 
Benennung erhalten hat. Das Weitere vergleiche unter 
Merklichenrade. Peter v. M. nennt sich auf seinem Siegel 
Peter Tolek. 
Wappenbe8chreibung: 8. Merklichenrade. 
Tolck 11., TolJden (Taf. 71.) 
V gl. den vorigen Artikel. Ein zweites Geschleoht 
",ar im Brandenburgisohen und Borten8teini8chen, auoh 
vielleicht i!" Labiauschen ansA88ij\' und zei
 8ich bis in 
da8 erste Viertel des 16. Jahrhunderts hinein. Matthias T. 
besasB 1440 Borken, Spittehnen, Ardappen u. a. m. 
Cunz T. hatte 1454 GUter im Bartensteini8chen Jacob um 
dill8elbe Zeit Soliden (P) im ßrandenburgischen, Ritter 
Nitsche T. war IH5 im Bartensteini8chen ansäs8ig und 
Matthias T. be8os8 U7r> Gründen im Labiau8chen. Auch 
in Livland kommt im 15. Jahrhundert ein Ge8chlecht dieses 
Namen8 vor. 
Sc h il d: W. mit # Fas81eiter (oder fa88leiterartigen 
In8trument). 
Helm': Die Schildfigur. 
Decken: # und w. 


Töpfer, (Taf. 71.) 
Es 8ind in Deut8chland zwei Iltere GC8chlechter d. N. 
zu unterscheiden, du in Thilringen in der Umgegend von 
Erfurt begüterte mit S Fillchen im Schilde, da8 kurz .,or 
175G erlollch und da
 im Vogtland im Amt Amshaugk, 
besonders auf Lumpzlg ge8es8ene, welche8 8ich um die 
Mitte des 16. Jahrhunderts in Preussen an8i88ig machte 
und die Güter Augkam, Schönbaum und Plauen im '1' a- 
piau8chen be8a88. Heinrich v. T., der Besitzer die8er 
Gilter, dic er kurz vor 157. verkaufte, zog aus dem 
Lande. 
Sc h iI d: Quergetheilt, unten b., oben gespalten von 
1* u. w., vorn ein gr. zacki
es motto 
Hel m : Offener Flug, der erste Flügel 1* mit dem 
Blatt, der andere g. 
Decken: links: # u. g.; rechts: b. u. w. 
Tra('b, (Taf. 71.) 
Altes l'chle8i8che8 Rittergeschlecht, du vorilbergehen- 
den Grundbe8itz hatte, den der Lieutenant George Adolph 
}<'hr. v. T. erwarb, nämlich die GUter Lippau und Kir- 
8tcinsdcrf im 08terrodischen, die er jedoch 1793 wieder 
verkaufte. 
S. chi I d : Gespalten; vorn auf B. ein g. einwArtB ge- 
kehrter Drache aufsteigend. hinten w. mit 3 r. SchrAg- 
rechtsbalken. 
Halm: gekr.; 3 w. Stroll8sfcdem. 
Decken: links: b. u. g.; rechts: r. u. w. 


'I'rauck ,,'Uz, (Taf. 71.) 
Ein alteingebornes Preu88. Ge8chlecht, mit den von 
Wandtkau gleichen Stammes, und lIeit der Mitte de8 15. 
Jahrhunderts unter der Ritterschaft des 8amlandell .,or- 
kom
end, wo noch sein Stammgut Tranckwitz unwei
 
25
		

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			118 


AUSGESTORBENER PREU8SISCHER ADEL. 


Königsberg lie
t im C. A. Wargen. Noch hat durch Ge- 
nealogie und Wappen nicht festgestellt werden können, 
ob die in Westpreussen seit Anfange des 15. Jahrhunderts 
sehr mächtigen, dem Preuss. Bunde anhängenden Hcrren 
v. T. im Dirschauschen und Christburgischen (Niclns und 
Sil'\'IDund v. 'r. 1440. 1454) ein Zweig der 8amliindischen 
Familie waren. Diese war von mittelmässigcr Ausbreitung 
nnd hatte eine Nebenlinie anf Ankern im H. A. Pr. Mark 
seit der Mitte des 16. Jahrh. wohnen. Die Lctzten ihres 
Stammes waren der Fähnrich George Christoph T. T., der 
1104 Draupgen im 11. A. Ragnit besass und der Lieute- 
nant Christoph Friedrich T. T. holsteinischen Regiments, 
der 1711 vom Lieutenant v. Borcke erstochen wurde. 
Schild: R. mit 2 w. an w. Ringe mit w. Riemen 
hängende nach nnten auseinanderftiegenden Steigbügeln. 
Helm: Pfauen schwanz. 
De ck en: r. u. w. 
Anm.: Oft sind auch die Steigbügel schrägrechts ge- 
legt und der Pfauenflchwanz w. tingirt. Der Curländischen 
Linie wird ein g. Feld und b. Steigbügel, so wie auf dem 
Helme 3 gr. Straussfedem gegeben. Ein vorliegendes 
Siegel Georgs v. T. de 1628 zeigt einen aufgekrempten Hut 
mit 6 rechts- nnd linkehin gebogenen StraU8sfedern be- 
steckt. 


Tr('bllitz. (1'af. 71..) 
Ein wenig bekanntes Adelsgeschlecht in Westpreussen, 
Ton dem Rüdiger v. T. und Hcintz v. T., letzterer im 
Gebiet Tuchel gesesscn, zum PreU8S. Runde 1440 gehörte. 
Ganz richtig giebt die Polnische Quelle in v. Ledebur's 
Adelslexieon In. S. 25 der in Westpreusllen noch gegen 
Ende des vorigen Jahrhunderts auf Jelenieo und Storlus 
im Kr. Culm begüterten Familie das Wappen Poray, 
denn nach dem Siegel Rüdip:erB v. T. am Bundesbriefc war 
eine grosse Rose sein Schildzeichen. Ob hiezu auch die 
auf Kobulten, Fehlau und Krämershof in Ostpreussen 
lD den letzten Decennien des vorigen Jahrhunderts be- 
güterten v. T. gehören, bleibt noch zu prüfen. 
Schild: Rose (w. auf R. P). 
Helm: (Rose P) 
Decken: (r. u. w.) 
TresC'kow, (Taf. 71.) 
Sehr ausgebreitetes Geschlecht des Herzogthums Magde- 
burg, einst hier reich begütert und durch mehrere in Pr. 
:Militiirdiensten ausgezeichneten Generale Kliinzend. Der 
Oberstlieutenant Chri
toph Friedr. v. T., Pelkowskischen 
Inf.-Regiments, al'qu;,'irte Eiserwagen im H. A. Tapian 
und Paplaucken im ß. A. Brandenburg, ....elche Güter noch 
zu Anfauge dieses Jahrhunderts sein Sohn und seine 
Tochter besassen, die flie aber verkauften. 
I:!ohild: W. mit 3 # Entenköpfen mit g. Halsbän- 
dem 2. 1. 
11 e Im: Einer der Entenköpfe oben ruit 3 Pfauen- 
federn besteckt. 
Deck('n: # u. w. 


TreMtka. (Taf. 71.) 
Nach v. Ll'debur's Preuss. Adelsle][icon 111. S. 27 
sass f.'Üher in Westpreussen dies Geschlecht auf Cielencin 
und Zembowo im Kr. Schwetz, wonach es die Beinamen 
v. Cieleski und Zembowski führte. 
Nähere Daten über sein Erlöschen fehlen. Der Ahnherr 
ist vielleicht der nicht zu der bekannten erst später in 
Preussen sich niederlassenden Familie v. Tr08chke ge- 
hörige Nielas Troske in Westpreussen, der 14M dem 
D. Orden absagte. 


Schild: W. mit r. mit 3 g.KreuzenbelegtenSchrll.g- 
rechtsbalken. 
Hel m: gekr.: 5 Straussfedern. 
Decken: r. u. w. I' 


Tretscller. (Taf. 71.) 
Unbekannter Heimath und nur vorübergehend in PreulI- 
sen begütert. Johann Peter v. T., geb. 1749 zu Gerdauen, 
zuletzt Preuss. Major, besass zuerst Drachenstein und Pose- 
wangen im Rastenburgischen , die er 1787 verkaufte und 
dann das Gütchen Langenbrück im H. A. Barthen. Er 
t am 23. Nov. 1810 mit Hinterlassung mehrerer Kinder. 
Doch ist jetzt in Preusseu kein Mitglied der Familie mehr 
vorhanden. 
Schild: R. mit w. aufspringendem Wolf. 
Hel m: Der Wolf wachsend zwischen zwei in den 
Mundlöchern mit je 3 Straussfedern (oder Blumen 1') be- 
steckten Büffelhörnern. 
Deoken: 


-- 'I'roDIUten. (Taf. 71.) 
Ein altein
ebornes Preuss. Geschlecht, dessen Stamm- 
gut gl. N. im Bartensteinischen liegt. Es kommt nur 
spärlich in Urkunden vor und erlosch in der 2. Hälfte dl's 
J5. Jahrhunderts. Zuerst erscheint Peter Tromitte 1346 
als Diener dps Comthurs zu Leuneburg. Er ist de8 Herrn 
Juden teines altpreussischen Ritters, von dem wohl Ju- 
ditten bei Bartenstein den Namen hat) Schwestersohn und 
erhielt 1346 und J354 Versehreibungen über vcrschiedl'ne 
Güter bei Tromitton. Der Umstand, dass die Familie das- 
selbe Wappen wie die mit dem Namen von Schaffstcdt in 
derselben Gegend auftretenden, mit dor sie znsammen 
urk. vorkommen, läset auf Stammesgemeinsehaft schließ- 
sen. Zuletzt erscheint lIans v. T. 1451. 
Sc h i I d: Nach vom 
ekehrtes weibliches unbekleide- 
tes Rrustbild mit gelockten Haaren. umgeben von zwei 
Ranken oder zackigen Zweigen. 


'l'romm('lIa... v. der T. (Taf. 72.) 
auch Trommeney. ein angesehenes altprenssisches von dem 
gleichnamigen Ort in der Nähe von Riesenburg benanntes 
Geschleoht, als dessen Ahnherren LudwiK und Poter tIde 
Trumpnia", Vasallen des Hochstifts I'omesanien 1370 
anzusehen sind. Es hing dem Preuss. Bunde an und er- 
losch vielleieht erst im 16. Jahrhundert. :\fichael v. d. T. 
blieb 1456 dem Orden treu. Michael v. der alten Trom- 
meney lebte 1458. Das nachstehende Wappen nach von 
Ledebur's Preuss. Adelslexicon III. S. :!8 aus einer pol- 
nischen Quelle. 
Schild: B. mit der vorwärts gekl'hrten Rüste eines 
geharnischtl'n bii"tiF;en )l'allnes, dessen Haupt mit einer 
w. KaPIJe mit # Stulp bedeckt ist. 
'froJoic.ltkt>, (Taf. 72.) 
Zu den angl'l!ehensten Adelsgesehlechtern Preussene 
zählte der seit der letztpn Hälfte des 15. Jahrhunderts 
hier hegüterte Zwei
 dieses alten in seiner Heimath 
er 
Niederlausitz sehr ausA'ebrciteten Gesehlechts, uns sich 
mit George v. '1'. in PreUlIsen nied...rliess. I:)pine zahl- 
reiche Nachkommenschaft theilte sich in eine katholische 
und evangelische Linie. Erstere wohnte im Ermlanue 
u£ 
Catreinen, Potrittpn u. s. w., die andere besass vornämhch 
Junkerchen, Lincken, Arnstein, Schitzels u. s. w. Der 
letzte seinel! 8tammes in Preussen war der Lientenant 
Friedrich Heinrich Ernst v. T. auf Thiergartl1n. der um 
1800 gestorben zu sein seheint. Seine 8chwestem hei- 
ratheten in die Familien v. Bülow und v. I'olentz. Die 


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AUSGESTORBENER PREU88ISCHER ADEL. 


Abzweigung einer in Westpreussen ehemals blühenden 
polonisirten Familie v. Troszka-Lotynski (v. Lottin im 
Conitzschen) benannt (s. Ledebur's Adelslexicon III. S. SO) 
lAsst sich nicht erkennen. 
Schild: R. mit w. aufwirtB gekehrtem Halbmonde, 
womber ein w. befiederter Pfeil. 
Helm: Sohildfigur auf einem # (auoh 1'.) FlIlgel 
wiederholt. . 
Decken: r. u. w. 
An m.: In den Farben dei' Figur und Stellun
 des 
Mondes und des Pfeiles viele Varianten. Die v. T.-Lo- 
tynski haben ein :tt Feld und auf dem Helm einen # 
mit dem Pfeil wagrecht durchschossenen Flügel, welches 
letztere auch vielfach bei der Ostpreussischen und Lau- 
sitzischen Linie vorkommt. 


Troye, (Ta£. 72.) 
Ein früher sehr mächtiges schlossgesessenes, jetzt ganz 
erloschenes Geschlecht in dQr Neumark und in Hinter- 
pommern, von dem sich Wilh. Curt v. T., a. d. H. Schlön- 
witz im Schievelbeinschen, Pr. Capitän Posadowskischen 
Dragoner-Regiments in Preussen niedl'rliess. Er besass 
die Güter Laggarben und Mamlack 1780, hatte aber von 
seiner Gemahlin Marie Charlotte v. d. Trenck, verw. 
'f. Bergfeld und vorher v. Berge, so viel bekannt, keine 
Söhne. Sie starb am 9. März 1810. 
Sc h il d: B. mit springendem w. Einhorn. 
Helm: Das Einhorn wachsend. 
Deoken: b. u. w. 


Tru('llsellll, (Taf. 72.) 
Aus dem alten vornehmen Geschlecht der Truchsessen 
Y. Borna und v. Wellers walde in Sachsen und Meissen, 
die zuletzt in der Oberlausitz Güter hatten, liess sich ein 
Zweig in der Person des Capitäns, nachherigen Majors 
Carl August v. T. in Prenssen nieder, wo er das Gut Ger- 
lachsdorf im H. A. Balga bis 1798 und später Zelgno bei CuJm 
besass. Sein einziger Sohn, der Capitän August v. T. auf 
ßregorsz hat, so viel bekannt, nur eine Tochter hinterlassen. 
Sehild: B. mit einem von R. und W. gcschachten 
Adler. 
H I' Im: geh.; b. gekleideter Frauenrumpf mit ab- 
stehendem Haarzopf zwischen 2 von R. und W. querge- 
streiften Büffelhörnern. 
Decken: b., w. u. r. 


Tru('lllIeSII .... Wald burg, Freiherrn und Grafen 
(Taf. 72.) , 
Dieses vornehme Schwlibische Dynastengeschlecht , in 
seiner Heimath noch blühend, sandto einen Zweig nRch 
Preussen, dessen Ahnherr Friedrich Erbtruchsess Freiherr 
'f. W. war, weleher werst Ritter D. Ordens, dann welt- 
lich durch Al'quiHition mehrerer Landgüter in den Hcrren- 
stand des Horzogthnms Preussens trat. Seine zahlreiche 
Nachkommenschaft besRss schI' ansehnliche Güter, unter 
J denen die W ildenhoffschen mit der Stadt Landsberg, und 
das von der Familie gegründete Sehloss F,'iedrichstein 
c. p. und Capustigal zn nennen siml. Es war ausgl'zl.jch- 
net durch mehrere hochgestellte und verdil'nte 1tlänner, 
namentlich Prouss. Geuerale. Die Preuss. Linie ist erst 
vor nicht langer Zeit erlos/Jhen. Den ReichRgrafenstand 
erhielt von der Preuss. Linie der Churbrand. Generalmajor 
Wolf Christoph Erbtrucbsess Frhr. v. W. unterm 1ft. :Mürz 
1686. welche Erhebung Churfür.lt Friedric'h 111. für seine 
Nachkommen unterm 7. Septembpr 1700 bestätigt hat. 
Schild: Quadrirt mit r' Mittelschild, worin ein g. 


99 


Reichsapfel. 1. u. 4. g. mit S :#: leopardirten Löwen 
übereinander 2. b. mit g. strahlender Sonne fiber einem 
# Dreihl1gel 4. b. mit 3 g. Tannenzapfen 2. 1. 
Helm: a) Reichsapfel auf einem r. Kissen mit g. 
Einfassung und Quasten. 
b) Pfauenschwanz auf einem desgl. Kissen, 
daneben links eine in 2 spitze Wimpeln 
rechtshinflatternde g. Fahne mit r. Haupt, 
worin der Reichsapfel, unten die 3 Löwen. 
c) gekr.; gr. Tannenbaum mit g. Zapfen. 
d) gekr.; offener b. Flug, jeder FI11gel mit der 
Sonne bezeichnet. 
Decken: links: # u. g.; rechtB: b. u. g. 
Schildhalter: 2 In ach Römischer Art geharnischte 
Krieger mit befiederten Helmen, und Speere in der Hand, 
der auf der reohten Seite hält eine b. Tartsche mit g. 
Rande, worin das Medusenhaupt. 


'rrlwhlleMM 
. "'etzIIRUllen, (Taf. 72.) 
Vornehmes noch blühendes Bayerisches Geschleeht, 
yon dem 8ich zu Ende des 1ft. Jahrh. ein Verwandter de8 
damaligen Hochmeisters D. O. Martin Truchses8 v. W., 
nämlich Cunz T. v. W. a. d. H. Dachsbach in Preussen 
niederliess und anfänglich Keydang u. Hohenstein , dann 
aber die Langheimischen Güter im Ra8tenburgillchen acqui- 
rirte. Seine anselmlich ausgebreitete Nachkommenschaft 
theilte sich in mehrere Linien, denen aus8erdem noch 
Glaubitten, L08gehnen, Gr.-Klitten, Ramsen, Wetterkei- 
men, Moldittpn u. R. m. gehörtpn. Die J,anghcimisehe Li- 
nie erlosch 1699 mit EIlstach Erhard T. v. W., da8 ganze 
Geschleoht in Preusscn 1740 mit dem im H08pital zu 
Königsberg verstorbenen Capitän Heinrich Albrecht T. 
v. W. auf Gr.-Klitten, dessen einziger Hnlder nach Deutsch- 
land gpgangen war und dessen t!chwestern in die Familien 
v. l'lotho und v. Belleveau heirathetcn. Das Geschlecht 
brachte mehrere hervorragende }Iöuner hervor. von denen 
der K. K. General feldzeugmeister, auch Schwed. und 
Poln. Cammerherr, Hans Anselm T. v. W. mit 8einen Ge- 
schwistern in den Rpiehegrafenstand erhobcn wurdl'. In- 
dessen hinterliess keiner der Brüder männliche :Kachkom- 
menschaft. 
Schilll: G. mit 2 von R. u. W. in zwei Reihen ge- 
schachten Querbalken. 
Helm: Zwischen zwei wie der Schild gezeichneten 
und tingirten Büfl'ell1örnern ein linkshin gekehrter r. ge- 
kleideter gekr. Frauenr1'mpf mit langem lIaarzopf. 
Decken: r. u. g. 


Grafen TrllcbHell1l ". \\'('tzbllll
"II, (Taf. 72.) 
V gl. den vorigen Artikel. 
Sc h i I d: Quadrirt mit Mittclschild, welcher qllergetheilt 
oben aus einer g. Krone zwischen 2 b. (!) Büflelhörnpm 
einen 1'. gekleideten linksgekehrten gekr. Frauenrumpf, 
unten auf g. die Schachbalken des StammschildeIl zeigt 
1 1'., 2 b., 3 g., 4 w., je mit einem # einwärtssehenden 
Adler. 
Helm: a) (dermittJere)dCl'Stammbelm (8. d. vorigen 
Artikel) aber mit b. Hüfl'elhörnem, dahinter 
2 gekreuzte Fahnen mit viereckigen Tfi- 
chern, das linke w. mit 1'., das andere r. 
mit w. gemeinen Kreuz bezeichnet. 
b) (links) der gekr. # Doppeladler mit Schwen 
und Reichsapfel. 
c) trechts) # Adler mit Schwert u. Reichs- 
apfel. 
Decken: links: w. u. #; in der Mitte: b. u. w.; 
rechts: b. u. g.
		

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			100 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Trfttschler, Trlitzschler (Taf.72.) 
Ein bekanntes in leiner Heimath Sachsen Itark aus- 
gebreitetel Gelchlecht, auch im Vogtlande einlt wohl be- 
gfitert. EI hatte in Preulsen vorübergehenden Grund- 
besitz, den der Churbrand. Ober8t1ieutenant und K. Poln. 
Cammerherr Hans George v. T. erwarb. Ihm gehörte 
Rundewiese im Marienwerderschen, dal er durch leine 
Gemahlin, geb. v. Roth, erhalten zu haben scheint. Er 
Itarb kurz vor 1691 ohne Leibeserben. 
Schild: G. mit # Schrigrechtsbalken. 
Helm: Bärtiger Mannesrumpf mit g. Knöpfen und 
Kragen. 
Decken: # u. g. 


Trzeslewskl, (Taf. 72.) 
PolniBcheB Adelsgesohlecht, von dem zuerst Luca8 
v. T. 1689 auf Thurau und Browien im GilgenburgiBchen 
ansässig erscheint. Seine Nachkommenschaft blühte hier 
nooh faBt hundert Jahre spiter und 1712 besaBB Samuel 
v. T. auch da8 Gut Pentzken im Neidenburgischen. Der 
zu dieBer Familie gehörige Capitin a. D., früher im Re- 
riment Prinz Louis, Ferdinand AndreaB v. T., bediente 
lich 1816 folgenden Wappens. 
Sc h i I d: Auf einem Alt sitzender Vogel mit erhobenen 
FlOgein. 
Helm: Ein Adlerflügel. 
Decken: 


Trzhlskl, v. Kaftthen-T., (Taf. 72.) 
oder Canden- T., nicht zu verwech8eln mit den in WeBt- 
preuBlen noch blfihenden v. Rohr-Trzin
ki, besaBlen noch 
gegen Ende des vorigen JahrhundertB verschiedene Gfiter 
im Kreise Carthau8, namentlich Mariensee, Klanau und 
Pomlau. Ob zu dieser oder der andern Familie v. T. der 
1790 auf Licbtenbagen und W orplack (1794 verkauft) im 
Ermlande begüterte Cal'imir v. T. gehört, können wir 
nicht be8timmen. 
Sohild: B. mit 2 auf gr. Boden nebeneinander lau- 
fenden w. Jagdhunden. worüber ein g. einen g. Stern ein- 
Ichliessender Halbmond. 
Helm: gekr.; Pfallen8chwanz, belegt mit Halbmond 
nnd Stern. 
Decken: b. u. 'W. 


Tschananaer, (Taf. 72.) 
Sehr angeseheneB Geschlecht Sohlesiens, hier noch. 
blOhend. Moritz v. T. und Osten hatte 1645-49 das Gut 
Linkenau im H. A. Preuls. Mark in Pacht und zog nach- 
her aUB dom Lande. 
Schild: Von W. u. R. geBpalten, vorn ein Hinob 
hinten ein Bütrelhorn mit verwechselten Tinkturen. 
Hel m: Die 8childfigur. 
Decken: r. u. w. 


Twardowskl, (Taf. 78.) 
Altea Polniaches AdelsgeBcblecht, von dem noch jetzt 
.Mehrere in Preuss. MilitArdiensten stehen. Die PreusB. 
Linie ist erloschen, da der Grundbesitz verloren gegangen 
und die Famile weggezogen ist. Albrecht v. T. besa8s 
1690 Carlau im H. A. Deutsch Eylau, ebenso 1722 sein 
Sohn, der von seiner Gemahlin, geb. v. Dier (Dyhm) a. 
d. H. HanBwalde, einen Sohn Friedrich v. T. hatte, der 
alB der Letzte seiner Linie erscheint. 
Wappenbeschreibung: Siehe Dzialynski. 


Tyba, (Taf. 78.) 
Angeblich aus Ungarn stammend. Der Rittmeister 
HUB.-Regiments v. Malachowski v. T. be8888 1789 die 
NeuhofBchen Güter bei Oletzko und kaufte noch Baitkowen 
und Gronden im H. A. Lyk. Er t bald nach 1790 und 
hinterliess nur 2 Töchter, die in die Familien v. Glaso.... 
und v. Dorsch., heiratheten. 
8 e h iI d: Schwertschwingender Löwe. 
Helm: Der Löwe wachsend. 
Decken: 


Varchnaln, (Taf. 78.) 
HinterpommeriBches, seit dem Ende des 13. Jahrh. 
urkundlich bekanntes, einst in seiner Heimath ansehnlich 
begütertes jetzt nur noch in wenig 
litgliedern besitzlos 
blühendes Geschlecht, von dem George Ernst v. V., 
zuletzt Capitän beim v. Polentzischen Landregiment (171)8) 
um 1728 die Güter W orlack und W otterlaok im Rasten- 
burgisohen acquirirte und 1740 den Preuss. Indigenat er- 
hielt. Die Söhne Beines zweiten Sohnes bes88sen gegen 
Ende des vorigen Jahrhunderts mehrE're OOter, als Pist- 
keD, :61niedzien, Bothkeim und Trimmau, aber keines von 
denselben wurde oonservirt und die hinterbliebenen Söhne 
kamen aus dem Lande. 
Sc h i I d: R. mit drei zu 2. 1. gesetzten Paaren gestürzt 
verschränkten g. Jagdbllrnern. 
Helm: 1> Pfauenfedern (Pfauenschwanz) unten von 
einem Kranze r. Rosen umgeben. 
Decken: r. u. g. 


, 


"asold I., (Taf. 78.) 
auch Vasolt, FaRold, ein altes Thüringisohcs, besonders 
im Gothaischen und der Um
egend von Erfurt begfitert08 
Geschlecht, aus dem zwei Brüder, Paul und Wolf v. V., 
sich zu Anfange des 16. Jahrh. nach Preussen begaben 
nnd ansehnliche Güter in den Aemtern D. Eylau und Pr. 
Mark erwarben. Der IUtero, welcher das ganze Amt D. 
Eylau eine Zeit lang in Pfand hatte, ging nachher wieder 
aUB dem Lande; des andem Nachkommenschaft erlosch 
noch vor Ablauf des 16. Jahrhunderts; die Erbtoohter 
Dorothea v. V. vermählte sich 1597 mit Friedrich v. Grn- 
ber auf Kanthen. 
Sohild: W. mit einem auf gr. Hügel Itehenden 
Pfauen. 
Helm: #-w. bewulstet, der Pfau zwischen 2 BOtrol- 
hörnern, deren enltes von # u. w., das andere von w. 
u. # quadrirt i.t. 
Deoken: g. u. #. 
Anm.: Siebmaoher V. p. 100 giebt irrig g. und w. 
Decken an und BteJIt den Vogel als einen Pfau dar, wlLh- 
rend andere Quellen und Siegel ein gewöhnliches Huhn 
zeigen, W88 mir auch alB das Richtige erscheint. 


/ 


Va
old 11., Fasolt (Taf. 78.) 
Die Söhne eineB Erfurter Rathsherrn George Heinrich 
F., nämlich der Griiß. Waldecksche Geh. Rath und Ober- 
hauptmann zu Tonna und der RathRverwandte zu Königs- 
berg (nachher (16671 Tribunalsrath daselbst) Rudolph f'., 
die von dem letzten der Pr. Linie detl vorgenaDnten Ge- 
schleohts v. V. abzustammen behaupteten, erhielten untenn 
25. .März 1655 von Kaiser Ferdinand 111 den Adel erneuert. 
Dies erkannte Churfürst Friedrich Wilhelm von Branden- 
burg 1661 an, verlieh aber dem Letzteren ein völlig an- 
dereB Wappen (s. d. folgenden Artikel). Er starb 1674 
und hatte nur einen Sohn Heinrich v. F., der 1660 Raths
 
herr im Kneiphof-Königsberg war. 


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... 


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AU8GESTORBENER I'REUSSISCHER ADEL. 


Schild: Quadrirt; 1. u. 4. w. mit Pfau (Huhn) auf 
querliegendem braunen Baumstamme stehend. 2. u. 8. r. 
mit g. g-ckr. Löwen. 
Helm: a) der Vegel zwisohen 2 BüfFelhörnern, das 
erste yen :t:t u. W., das andere ven w. u. 
# qnadrirt. 
b) Pfauensohwanz. 
Decken: links: :J:I: u. w.; rechts: r. u. g. 
"asold 111., (Tar. 73.) 

ewöhnlich Faseld, vgl. den verigen Artikel. Das dem 
Rathl!verwandten Rudelph v. V. bpi der Anerkennung und 
Bestätigung seines Adelstandes durcb ChurfürBt Friedrich 
Wilbelm ven Branrlenburg unterm 28. September 1661 
verliehene Wappen ist felgendes: 
Schild: W. mit 2 # Pfählen. 
Hel m : geb. ; 6 Struussfcdern ZII je 8 rechts- und 
linkBhingebegen, die ersteren w. # w., die anderen # w. #. 
Dpcken: # u. w. 
,. (-uedlger I., (Taf. 73.) 
eigentlich ven Venedien, ein alteingebornes Gescblecht 
Preussens, von Reinem t:!tammsitz, dem glcichnamil\"en 
grossen Rittergut u. Dorfe V pnedien im J.iebemühlscben 
benannt. ER tritt zu Anfange des 15. Jahrh. urkundlich 
auf und etablirte I!ich auch auf den Rittprgütern Drachen- 
stein und POl!ewangen im H. A. Rastenburg. Der letzte 
seines Stammes war der einzige Sohn Huge Friedrichs 
v. V. auf Petteinen, Amts-Verwesers zu Memel (t 1788) 
und der Derotbea Leuise v. Nettplherst a. d. H. Pottei- 
nen. Friedrich Alexander v. V., der 1750 Lieutenant 
beim Inf.-Regimpnt Forcade, später Capitän beim Garni- 
son-Bataillon v. Grare und 1760 Strand-Inspectiens-Be- 
amter in Preussen war. Das Haus POlIewangen wurde 
1740 im Mannesstamme beschloRsen. 
S<,hild: # mit w. Vogel (Taube P) mit ausgebrci- 
teten FIngein. 
Hel m: S<,hildfigur. 
Decken: # u. w. 
,. enedlgt"r 11., (Taf. 73.) 
V gl. den voril\"en Artikel. Ein herverr&gpndeB !lHt- 
glied dps Gpsrhlecht!l, der 11)74 verstorbene Bischef ven 
Pomesllnien Oeorge v. V., bediente sich des nachstehenden 
auch von pinigt'n !leiner Nachkommen geführten Wappens, 
das mit den t;mblemen seiner Mutter, geb. v. Rauschke 
und seiner 2. Gemllhlin, geb. v. Tessmer, vermehrt ist. 
S ch ild: Quadrirt; 1. und 4. # mit w. auf gr. Drei- 
hügel nach Innen 
ekehrten Vogel (Taube P); 2 w. mit 
r. hinter einer r. Zmnenmauer hervorwachsenden Löwen' 
3 w. mit r. ven 2 # Pfeilen andrellskreuzweise duroh: 
&chessenen Herzen. 
Helm: a) geb.; der Vogel. 
b) gekr.; der wacbsende Löwe. 
Decken: # u. w. 
"("xklml. (Taf. 78.) 
auch Uexküll oder Yxkül, eingphornes Iifländisches Ge- 
schlecht, aus dem der F. Prp
ss. Marschall und Ober- 
hofmeister Volmar Y. U.. der mcht lange vor 1593 starb, 
das Gut Lauenburg oder Löwenberg im H. A. Balga be- 
sass. Er vermäbIre sicb zweimal in l'reussen, hintt'rliees 
aber nur eine Tochter, die sich mit einem v. Tiessenhau- 
sen im Sohaakischen verehelichte. 
Schild: Quadril't; 1. u. 4. g. mit r. I,öwcn, 2. u. 8. 
# mit g. Krone, durch die 2 w. Hellebarden einwärts 
ins Andrcaskreuz gesteckt sind. 
Helm: a) gekr.; l'fauensehwanz zwischen 2. w. Si- 
cheln an g. Stielen. 


VI. .. 


101 


b) Itekr.; der Löwe wachsend, eine der 
Hellebarden in der Vorderpranke haltend. 
Decken: links: g. u. :#; 
rechts: r. u. g. 


Vlere('k, (Taf. 73.) 
auch Vieregge, aus Mecklenburg stammend. Den Jndige- 
nat im Herzegthum l'reussen erhielt 1693 Adam Otto Y. V., 
Preuss. Geh. Rath und Ober-Kriegs-Commissarius, der 
nachher wie auch sein Sohn g!. N. zum wirk!. Geh. 
Etats - und Kriegs - Minister und Ritt.er des Schwarzen 
Adler-Ordens emporstieg. Der erlangte Gnmdbesitz wurde 
nicht lanl\"e consenirt. In neuerer Zeit besass auch der 
Preuss. Major v. V. das Rittergut Postehnen bei Fried- 
land in Preussen, hinterliess aber bei seinem 1829 erfolg- 
ten Tode, se viel bekannt, nur eine Tochter. 
Schild: W. mit 3 # schräglinks zu 2. 1. gestellten 
Jagd- (P ursprünglich Haken- oder Gemsen- P) Hörnern, 
deren jedes mit einem r. :Nagel oder Nadel schrAglinks 
überdeckt ist. 
Hel m: geb.; # wachsender Jagdhund mit g. Hals- 
bande. 
Decken: 1* u. w. 


\'It'Uughof, (Taf. 78.) 
v. V. gen. Scheel, allch Vittin
her. Von der Cllrländischen 
Linie dieses ursprünglich Westphölischen Geschlechte 
haben sich zu verschiedenen Zeiten mehrere Zweige in 
Preussen begütert jtemacht, die aber alle theils gänzlich 
erloscben sind, theils nach Verlust des Grundbesitzes nicht 
mehr in Preus!len leben. So hatte in den ersten Jahren 
des vorigon Jahrhunderts ein Major v. V. das GutNeuhef 
bei Memel in Arrpnde nnd spAter erwarben von zwei 
Bmdern, der eine, der Cernet Christoph Engelbrecht y. V. 
1786 die Barthischen Güter im Tapiauschen und später 
Umen, Gurnen u. a. m... und der andere. der Lientenant 
Otto Wilhelm Carl v. V. die Güter Kowalken, Sidden 
und Wensöwen. Später gehörte der Familie auch eine 
Zeit lang Eichheltz bei Pr. Eylau. 
Schild: W. ,mit # mit 3 g. Muscheln belegteJI 
SchrAgrechtsbalken. 
Helm: # Hut mit w. Stulp, worauf ein r. Fuchs 
(bald springt, bald steht) inmitten eines offenen w. Fluges. 
Decken: w. u. #. 


Ullfrlt"d. ('I'ar. 73.) 
Von diesem in der Person deli Joachim Scultitus mit 
dem Beinamen v. U. unterm 24. November 1678 in den 
Reichsadelstand erhobenen und vem Churfürsten ven 
Brandenburg am 17.0ctober 1698 als adelig anerkannten 
Geschlecht, hatte der Major und Ingenieur (nachher Oberst- 
lieutenant) Emil v. U. um 1738 vorübergehenden Grund. 
besitz in Prellssen. 
S t' h il d: Quadrirt; 1. 1L 4. r. mit blanken aufgerich- 
tetem Schwert zwischt'n 2 w. Hufeisen. 2. 11. 8. b. mit 
2 w. rechtshinßiegenden Pfeilen übereinander. 
Hel m: gekr.; dae Schwert zwi!lchen den beiden 
Pleiten. 
Decken: b. w. r. 


l"lIgt"ru. 
TBf. 74.) 
Ein vornehmes Livlilndisches Geschlecht, aus dem 
Johann v. U. Freiherr zu Pirkel im Jahre 1553 die Güter 
Milnsterberg und Falkenborst im H. A. Pr. Holland acqui- 
rirte, aber nicht IlInge behielt. Ein anderer Zweig liess 
sich mit George v. U. im HauptamtFischhausen um 1560 
nieder und erlosch schon wieder mit seinen Söhnen, die 
26
		

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			... 


102 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


keine Böhnc hinterliessen und von denen einer auch ein 
kleines Gütchen im Tapiauschen besass und nocb 1613 
lebte. Kurz vorher wird aucb ein Albreoht v. U. als im 
H. A. Rn..tenburg begütert genannt. 
Schild: G. mit r. mit 8 gr. Blättern ins Schäcber- 
kreuz besteckten Rose. 
Helm: gckr. Plauenlohwanz. 
Decken: r. u. g. 
(Jnruh, (Tal. 74.) 
auch Unruhe, ein sebr bekanntes, angesehenel Scblelilches 
und Grosl-Polnisches Gescblecht, einst aucb in der Nie- 
derlaulitz stark ausgebreitet, sowie im Ztillicbauschen. 
Mehrere Zweige desselben haben sich in Preussen begü- 
tert gemacht, so der Preuss. CapitAn Holsteinisohcn Re- 
giments Carl Siegmund v. U., der 1'i26 und nooh 1738 
Perscheln bei Preuss. Eylau besass, aber nur Töchter 
hinterliess, dann die beiden BrUder Christian und Wolf 
Heinrich v. U., welchem letzteren 1688 Otten bei Zinten und 
später andere GUter in der Niibe pfandweise und eigen- 
thümlich gehörten. Der Grundbesitz wurde nooh bis in dieses 
Jahrh. hinein conservirt, zu wcloher Zeit die J<'amilie im 
Mannsstamme hier erlo..ohen i
t. In I"tzterer Zeit (1800- 
18
0) bellass aUB einel'dritten Linie Wilb. Georg Gottl. v. U., 
Lieutenant a. D. und Landschaftsrath, das Gut Lippau in 
Preussen, aber auch dieser Zwei
 illt hier nicht weiter fort- 
gepflanzt worden. 
Schild: G. mit r. Löwen. 
Helm: gekr.; 3 Straus
federn g. r. g. 
Decken: r. u. g. 
VOKf"I, (Taf. 74.) 
Ob die adeligen TrAger dieses Namens in Pr(\ussen 
im Ib. und 16. Jahrhundert einem oder mehreren Ge- 
sohleobtern angehören, wird weiter zu untersuchen sein. 
Im Jabre 1401 war ein Edelmann, Namens V. im C. A. 
Vierzighuben ansässig. Hans V. gehörte 141
 und 1413 
zur Osterrodisohen Ritterschaft und Ritter Nicolaus V. 
Mitglied des Preuss. Bundes, war 144.0 im Gebiete Grau
 
denz gesessen. George V. besass Hi21 Carlon und Thum- 
gonen im Bartensteinschen. Ein Alhrecht V., der vielleicht 
zu dem in der V ogtey Engelsburg ansässigen Geschlecht 
gehörte, bediente sich des folgenden Wappens 1440. 
Sc b i I d: Querliegender Fisoh. 
Helm: 
Decken: 
VollaJld v. "ollaJldMeltg, (Tal. 74..) 
Ein Scbwäbiscbes, in seiner Heimatb auch schon er- 
loscbenes Adelsgeschlecht, aus dem sioh Hans Philipp 
v. V. in Preussen nicht lange vor 1621 und zwar im H. 
Ä. Angerburg . auf eincm kieinen Gütchen niederlieBs , wo 
er noch 1660 1m hohen Alter lpbte. Ihn überlebten nur 
zwei Töchter, von denen die iilt!'re Anna Catharina v. V., 
"Wittwe dcs 1642 verstorbenen lIans v. Mericke auf 8a- 
kautschen 1I0ch 1690 hoohbetagt am Leben war. 
Schild: G. mit # Deokelkanne. 
Helm: zwei # Büffelhömer. 
Decken: :J+ u. g. 
Volskl, (Taf. 14.) 
Ein WestpreuBsiscbes, anscbpinend scbon im 17. Jabr- 
hundert erlollchenes Gescblecht, aus dem Fabian 'f. V. im 
Jahre 1600 Culmisoher Landschöppe war. 
Schild: Pfeil, über den zwei Pleile gestUrzt ins 
.Andreaskreuz gelcgt sind. 
Helm: 
Decken: 


VorhaJler, (Tal. 74.) 
Ein alte8 eingebornes Geschlecht der Neumark Bran- 
denburg mit sehr interessantem Wappen. Burgleim Wol- 
denberg, Drehnow, Wutzig, KI.-Gandcrn und Raddacb 
waren seine Hauptgüter in sciner Heimath. In PreUSRen 
fand nur ein vorübergehender Grundbesitz statt, indem 
der Lieutenant Heinrich Ehrentreich v. V., der 174.0 den 
Indigenat in Preus
en erbielt, si<;b mit dem Gute Bredie- 
nen im H. A. Schesten ansässig macbte und hier Amts- 
hauptmann l'ibl und 17b3 war. 8öhue ..iud von ihm 
nicht bekannt, oder nicht in Preussen gf.blieben. 
Schild: Von B. u. W. gespftlten, vorne ein w. 
Hirschhorn. hint!'n 3 r. Rosen pfablweise gestellt. 
Helm: gekr.; wachsendes Frauenbild mit w. Mieder 
und b. Rock, in der Rechten das Hirchhom, in der Linken 
einen Stengel mit S r. Rosen übereinander haltend. 
Decken: links: b. u. w.; recbts: r. u. w. 


(TrldJlUM v. BAr, (Taf. 74.) 
Dies ausserhalb der Provinz nooh blühende Ge80blecht 
erhielt seinen Adel von K. Fricdrich I.. dE'r unterm 18. Ja- 
nuar 1'iOb den evang.-reform. Bischof Benjamin Ursinus, 
der ihn zum Könige gesalbt hatte, nebst seiner Gemahlin 
geb. von Huss, nobilitirte. Er erhielt nooh in dem8elben 
Jahre den Indigcnat in Preu8sen, wo seine Nachkommen 
auch mehrfachen Grundbe8itz erwarben. Der Letzte, wel- 
oher in der Provinz Preussen lebte, war dcr Lieutenant 
Friedrich U. 'f. B., der gegen dall Ende dcs vorigen Jahr- 
hundCl,ts starb und mit einer ge bornen v. Pröok a. d. H. 
Arklitten vermAhlt war. 
Schild: W. mit g. eingeschobener Spitze, worin 
auf 
r. Hoden ein # aufgeriohteter Bär; links der :1:1: 
Preuss. gckr. Adler mit Soepter und Reichsapfel, rechts 
eine gr. (smaragdcne) Salbbüchse. 
Hel m: gekr.; der Här wachsend. inmitten eines offe- 
nen # mit w. Querbalken belegten Fluges. 
Deoken: links: # u. w.; rechts: 1=1: u. g. 


... 


('
d8U, (Taf. 74.) 
auch Uzdan, ein altpreussisches Gcschleeht, von dem nur 
wenig bekannt ist. Heilmann v. U. kommt 1402 alll Mit- 
glied der Ol!terrodischen Ritterschaft und oinige Jahre' 
darauf mohrmals als in Westpreussen ansä8
ig, zugleioh 
auch mit Beinem Sohne vor. Hans v. U. war Mitglied deli 
Preuss. Bundes 1440. Dcm Wappen nach zu urtheilen, 
war das Geschleoht den v. Olssau stammverwandt; die 
v. Usdowski (Uzdowski), die Ende des 16. Jahrhunderte 
im Liebstädtisohcn und im 17. Jahrb. im. Soldnuischen 
wohnten, lIind ein anderes Geschlecht. 
Sc h i I d: Schriigrecbter scbmal bordirter Balken mit S. 
Sternen (oder Spornriidcrn ?). . 
Helm: 
Decken: 


('U<>Jlhoff"", (Tal. 74..) 
auch Nottenhofen, .JS'ittenhofen. Ein Sächsisches, Vogt- 
lilndiechl1B lind J<'riinkil!ches Gescblecht, von dem Mehrere 
,lem D. Orden im BlIndeskriege (1454-66) al8 Söldner- 
führer dienten und auoh Icleinen Grullflbesitz in I'reus8en 
_ im I<:rmlande und im C. A. Schaaken - erlangten. 
Doch erlosohen diese Linien naoh kurzer Dauer schon zu 
Anfange des 16. Jahrh. und vor Ib80. 
Schild: W. mit tt Zinnenbalken. 
Hel m: 1i gekleideter Mannesrumpl mit # Mütze 
roit w. 8tulp, IItatt der Arme mit 2 w. Flügeln, deren 
jeder die Schildfigur trägt. 
Decken: :1+ u. w. 


.. 


I 
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			I 


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... 


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., 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


"Ulow, (Tor. 74.) 
In einer Urkunde dcs Domkapitels zu Marienwerder 
de 1886 kommen die GebrUder Tietzke und Hl'inrich v. V. 
(oder Bulow) und ihres Bruderß Sohn, Johann, vor. Das 
Siegel, dessen der Entere sich hier bedient. ist dasselbe, 
weicheM 1892 Titze v. Droschin gebl'aucht, aiR er mit Jo- 
hann v. Dorpusch zu Kemenick den Verkauf ihrer Güter 
an das Pomesanische Domkapitel bekundet. Ein Heinrich 
Y. Dr. kommt noch 1409 vor. 
Schild: Durch einen Zinnenschnitt quergetheilt. 
Anm.: Es zeigt sich also dasselbe Emblem, wie es 
die v. d. Mülbe, v. Konopat u. a. Geschlechter Wellt- 
preussens haben. 


"'aldt"II-I.uzlnskl, ('raf. 74..) 
:Nach einer im Allgemeinen gut unterrichteten Pol- 
nischen Quelle nennt v. Ledebur's Adelslexicon 11. p. 66 
diese Familie ein aItes Preussisches Geschlecht und giebt 
ohne Hinzufügung einer Zeitbestimmung - an, dass sie 
das Gut Luzino im Kr. :N eustadt in WestpreuBsen einst be- 
sessen habe, aber das beschriebene Wappen lässt sie als 
keine altpreussische, sondern als einen polonisirter Zweig, 
der noch heute blühenden Pommerischen v. Wo I d e er- 
kennen. Urkundliche :Nachrichten üb",r die Existenz dieses 
Zweiges in W estpreusBen fehlen mir. Es scheint mir aber 
ziemlich zweifellos, dass der polnische Beiname nicht 
"Von Luzino bei NcuBtadt, sondern von Lat8in, jetzt Lotzin- 
ken im Kreise Schlochau, das die v. Wolde 1522 besassen, 
(s. v. Ledebur I. c. IH. p. 18I) hergenommen sei, woraus 
auch die Identität mit den v. W olde und der Nicht-Existenz 
eines alten Preuss. Geschlechts v. Wahlen folgt. 
Schild: ß. mit g. mit den Wurzpln aUR
erissenen, 
oben ahgehauenen Baumstamm, aus dem ohen 8 gr. Blätter 
hel'vorspriessen. 
Helm: B.-gekleidetes gakr. wachsendes Frauenbild, in 
der Rechten ein Hirschgeweih , in der Linken eine drei- 
blätterige gr. Staude haltend. 
Decken: b. u. g. 
Wu,ldow, (Taf. 74.) 
Ein sehr angesehenes Geschlecht der Neumark, hier 
einBt sehr stark ausgebreitet und noch jetzt in mehreren 
Zweigen blühend. AUR dem Hau8e Klinigswalde stammte 
die ältere Preuss. Linie, die kurze Zeit das Gut Curau 
in Preus8en in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. besass. 
Ein anderer Zweig war um 1750 im Besitz "Von Mitschullen 
und Sakautschen im H. A. Angerburg , erlosch aber bald 
darauf worauf 1760 die Güter verkauft wurden. Auch 
die in' neuester Zeit in Westpreussen angesessene Linie 
scheint nicht mehr fortzubestehen. 
S chi I d: R. mit w. schrägrechtsliegcnden Pfeileisen. 
Helm: W. hoher spitzer Hut mit. r. 8tulp und oben 
mit # Hahnenfedern besteckt. 
Decken: r. 11. w. 


"'u,ld01Ulkl, ('1'af. 75.) 
Diejt'1lige AdelRfamilie. deren W RI'pen nach einem 
Siegel Hansens v. W. auf Waldau de J:,38 gel\'eben wird. 
war nur in W estpreu!!sen IlDsä8si
 uml zeiKt !!ich hicr im 
16. u. 17. Jahrhundert, WO Rie anschcinend erloschen i8t. 
Waldau im Rosenbergischen (oder Wald
wo im Cu 1- 
mischen P) war ihr Stammsitz. Dennoch \\Ird, "ach der 
grossen Aehnlichkeit der Schild figur . ZH schli
ssen, doch 
an eine Identität mit den" Waldowski v. Wensmg genannt 
v. Kramptenherr K gedacht werden kllnnen. die j('nes Gut 
na('h v. I.edebnr's Pr. AdelslexiconlII. S. 74 besassen und 
}lach {'iner offenbar Poln. Tradition a118 Bayern stammen 


lOS 


und noch blühen sollen. Zu beal:hten ist aber docb die 
grosse Achnliohkeit der Schildfigur mit der der Neumllr- 
ki!!chen v. Waldow. Von zwei andern Geschlechtern 
v. Waldowski blühte das eine noch vor 20 Jahren auf 
Montowo bei Lllbau, das andere angeblich 1660 auf WaI- 
dowo bei Flatow und 1720 zu Slupy gesessen, scheint 
erloschen, sein Wappen wäl'e aber nooh sicher zu con- 
8tatiren. 
80 h i 1 d: Ein unten auseinandergebogenes preileisen, 
unten daran ein kleines Ordenskreuz. 
Helm: 
Decken: 


"'nllenrodt, Gr. T. (Taf. 75.) 
Dies berilhmte Fränkische in seiner Heimath im 17. 
Jahrhundert erloschene, in Preussen seit Ende des 15. 
Jahrhundert ansässige. hier noch jetzt, doch ohne Grund- 
besitz blühende Geschlecht, welches durch die grosse Zahl 
im Krieg und FI'ieden ausgezeichneter Männer mit die 
erste Stelle nnter dem Adel Preussens einnimmt, erlangte 
in einem Zweige den Preuss. Grafenst.and, der wo 18. Ja- 
nuar 1101 dem damaligen Obermar8chall, nachher Landhof- 
meistor de!! Königreichs Preussen, Ritt'-r des # Adler- 
Ordens Christoph v. W. auf Wilkühnen zu Theil ward. 
.Mit seinen Enkeln erlosch der gräfliche Zweig wieder ge- 
gen Ende des vorigen Jahrhunderts. 
Schild: R. mit w. Spange. 
Helm: 
okr.; geschlossener # Flug mit der Schild- 
figur bezeichnet. 
Decken: r. u. w. 


"'SlIlbko,,'skl, (Taf. 75.) 
richtiger Wantkowski (Wl!tkowski), ein polonisirter Zweig 
,Ier glei('h zu erwlihnenden v. Wa11dtkau, namentlich zu 
HanR{'n b..i Rössel, Rnch zu Kaltf'nhof und Zigahncn 
(im Kr. Marienwerder) im 16. u. 17. Jahrh., wo er wie- 
der erlosch, gesessen. Chrilltoph v. Wambkowski aufBan- 
sen siegelte 1550 und 1568 in Bezug auf die Schildfigur 
etwas abweichl'nd von der Stammlinie. 
Sl'hild: R. mit w. an w. Riemen aus einem w. 
Ringe senkrecht hcrabhängenden Steigbügeln. 
Hel m: Pfauenschwanz. 
Decken: r. u. w. 


"'8I1tlof('lI, (Taf. 75,) 
Dies zu den angesehensten Westpreussens zlihlende 
Geschlecht tritt im 14. Jahrhundert in dil1 Geschichte ein 
und entlehnte seinen Namen von dem glcicbnami
en Gute, 
das nachher die v. 8tange besassen, Hans v. W., Pome- 
sanischer Landschöffe, lebte 1896, DBniel v. W. 141I>. 
Im 15. Jahrh. ist es anscheinend erloschen. 
S chi I d: Drei aus den Schildeswinkeln hervorgehende 
in Lindpnbllittern sieh endigende in der Mitte des Schilds 
zusammenstossende Spitzpn. 
Helm: 
Decken: 


. 


U'u,mltku,u, (Tar. 75.) 
al1ch Wantkau, Wawbkau, polonisirt Wambkowski, cin 
altes cingebornes Preuss. Geschlecht, dessen ursprüng- 
liche Heimath Westpreussen zu aein scheint, wo sich 1440 
Stepban v. W. als Vasall des Dirschawschen Gebietes 
findet. Seit Ende des Ib. Jahrhunderts wohnte die Fa- 
milie aber fast ausschlicsslioh in Olitpreussen, wo ihr lange 
Zeit Bothau im 8ehestischen und Plosskeim im Rasten- 
burgischen gphörtp, Fowie Ban sen im f:nnlllnlle. Sie war 
nie ausgebreitet un') verarmte zuletzt. Die Letzten ihres
		

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			- 


10. 


AUSGEBTORBENER PREU8BISCHER ADEL. 


StammeIl waren dcr Lieutenant Friedrich Siegmund v. W., 
der um 1 '13C1 iOB I/;r08se Hospital zu KönigBberg kam, und 
der im AngerburKiRchen mit einem kleinen Gütchen an- 
«esellBene Capitän HolsteiniBchen Regiments Georg Chri- 
Btoph v. W., welcher 1'l42 in der Schlacht bei Czaslau 
enchoBsen wurde. Das Wappen IIsst an einen I/;emein- 
Bamen Unprung mit den v. Trankwitz denken. 
Schild: R. mit 2 w. an w. oben in einen Ring ge- 
knüpften Riemen Bchrägrechts gelegten Steigbügeln. 
Helm: Pfauenschwanz. 
Decken: r. u. w. 


"'speis I., (Taf. '1Cl.) 
anch Waplis, Waplitz, nicht mit dem folgenden Geschlecht 
zu verweohseln, daB ein Zweig der v. ROBBen war. Jene 
kommen Dur in WestpreuBsen vor und Bcheinen zum 
Stamme der v. SenskalI zu gehören. Budisch v. W. lebte 
1390 und hatte minnliche Nachkommen. zu denen viel- 
leioht auch Martin v. W. gehörte, der 1454 dem D. Orden 
ahBllgte. Im 15. Jahrhundert erlosch das Geschlecht. 
Vgl. auch v. Bombeck. 
Bchird: Fünf ins AndreaBkreuz geBebte Rosen, Ilie 
durch schmale, nackte Stengel verbunden sind. 

{'hild: 
Helm: 


\\ speIs II., (Taf. 15.) 


auch Waplis, Waplitz. Dieser sehr mächtige und ange- 
.ehene Zweig des alteingebomen GeschlechtB v. ROBBen 
hatte Beine Behr betTll{'htlichen Besitzune:en namentlich im 
O@terrodisohen la:lorquitten, Stamm, M:ilucken, Almoyen, 
Pllstnicken lind PaBterB) und im ChriRtburgiBchen. V gl. 
v. ROBBen. 
egenand v. W. war das hervorragenrlste dem 
PreuBs. Bunde michtig anhilngende Mitglied dieBes Ge- 
Bobleohhl, das Bchon im 15. Jahrh. erloBchen iBt. 
Schild: W. mit # Bchreitendem w. gesattelten Ross 
mit r. Zaumzeug. 
Helm: Pfauensohwanz, aus dem zwei # Rosse her- 
ausspringen. 
Decken: # u. w. 


. 


"H"
el ... (Tuf. 15.) 
Mit diesem :Namen zeigen lIich im Sam lande im 13., 
14. und 15. Jahrhundert zahlreiche I<;d.,lleute, die mei- 
Btens im C. A. Wargen und im }'iBchhallsischen begütert 
sind und ihren Namen von ihrem Ahnherm, einem Wething 
Wargula, fortführen. Ob sie alle zu einem Stamme ge- 
hören, ist ebenBo IIchwer auszumaohen, als ihr£> Unter- 
scheidung von denl VaBallengeBchlecht v. 'Wargen, das 
gleichfalls aUB dem J:eidnischen Blute der Ureinwohner 
PreuBBenll Btammt, nnd die Trennung derjenigen v. W., 
welche zu dem hier in Rede .tehenden GeBchlecht mit 
dem Bärenwappen gchören, von denen, welche dem 
Stamme der v. Gaudeckel' angehören. Die "v. Wargen" 
sind zum Theil auch Mitglieder der v. MerickeBchen oder 
LuprechtBchen 8ippe. Nach dem Wappen zu IIchliessen, 
möchte man eine t5tammeBgemeinschaft der in Rede Btehen- 
den v. W. mit den v. Perbandt (auB dem 8tamme deli 
edeln. Withings Bclode von Quedenau) annehmen und es ist 
bezeichnend, dass eine Urkunde von 1419 einen Gaudicke 
v. Wargen unter den nlchBten Verwandten Pauls v. Winde- 
keim (d. h. v. Perbandt) aufführt. Ritter Johann Wargel, 
der schon 1482 erwähnt wird, siegplt 1440 mit dem nach- 
stehenden Wappen. DieBeB Oechlecht ist jedenfallB Bohon 
im 15. Jahrhundert erloBchen. 


Sohild: Sitzender einen dürren BaumBtamm mit ab- 
gehauen an Apsten in den Vordertatzen haltender oder an 
ihm emporklett.ernder Bär. 
Helm: 
Decken: 


I 


"'al'gel 11., (Taf. '15.) 
VgI. den vorigen Artikel und den Artikel Gaudccker. 
Der grosse I5tamm deB letztem GeBchlechts theilt sich in 
drei HauptöBte, die Gaudeckel' x!J.'t' £
ox-fj\l, die Siegier 
und die W ar
pl , dflren Namen, wiewohl Buch auf den 
Stammvater Wargule zurückzuführen, doch auch mit dem 
Namen der Orte Wargen und Wargenau, wo die Gaudecker 
zuerst be
üt('rt erBcheinen, im ZUBammenhange zu stehen 
scheint. Und BO heisset dieBe Linic auch "v. Wargen", 
wie d('nn Dietrich und Jacob v. W. 1375 Güter zu Cor- 
nieten, einem alten Hauptgut der v. Gaudeckcr verschrie- 
ben erhalten, eben80 137'l Güter zu Taukitten und 1389 
zu Condchnen, zum Theil in Gemeinsohaft mit ihrem 
dritten Bmder Augustin v. Wal"gen. DeB tapfem Helfen 
deB D. OrdenB Warjp1le Söhne Picte und Preydol" em- 
pfingen 1302 die Gaudeckenchen Hauptgüter zu Wargen, 
Rogehnen und Alkehnen versohrieben. Die heute nur 
noch in Pommern florirenden v. Gaudecker Btammen aus 
dem Wargelschen Zweigo; der Name oder Beiname Wargel 
kam in PreuBsen gegen Ende deB 16. Jahrhunderts aWlBer 
Gebrauch. 
WappenbeBchreibung: Siehe Gaudecker. 


'" argelItten. (Taf. '15.) 
Ein altes SamländiflcheB Withingsg08chJeoht, welches 
das gleilchnamige Gut im Samlande be8ass, im lC1. Jahr- 
hundert zuerst erkennbar auftritt und mit Hans v. W., 
de8Ben Güter die v. Wolfen durch Heirath einer Erb- 
tochter crhielten um 1530 erloschen iBt. Denn e8 ist 
fraglich, ob Stenzel v. W., der im Oberlande das Gut 
HansVl'alde acquirirte und dessen Söhne AuguBtin und 
Valentin es 1546 beBassen, zum erBtem Geschlecht gehör- 
ten. Auch ihr Stamm iBt abgestorben. Eine alte genea- 
logische Quelle nennt dip v. W. auch v. WiernnBken 

Wierunski) und bei der Aelmlichkeit dieseB NamenB mit 
dem der v. Worcin im Ermlande und der Ueberein8tim- 
mung des WappenB der Letztem mit dpm, welches 
den v. Warglitten zugetheilt und hier b(,8ohricben wird, 
iht eB anzunehmen. dasB dieses der Oberlilldillchen Familie 
und nicht der Samlindi8chen zukomme, zumal es keinen 
streng-altpreuBBischen, sondern mehr einen 
lavisch-pol- 
nischen Typus hat. 
Schild: R. mit w. Schlü8sel. 
Hel m: Pfauensohwanz. 
Decken: r. u. w. 


\\"arkso. (Taf. '15.) 
auch Warkoy. Mit dieBem Namen tritt ein Adelsgesclllecht 
erBt im 1'1. Jahrhundert im Insterburgi8chen, wo ein Dorf 
und Rittcrgut Itl. Namens liegt, auf. Zu Anfanlte deli 
vorigen Jahrhunderts gehör
e der Familie Bialla im H. A. 
Oletzko. AI8 letztes Mitglied der Familie in PreuBBen 
findet Bich N. N. Y. W., der 17'11 zum Comet beim H?s.- 
Reg. vcn LOBBow 61"1IallOt wurde. Mit dem Namen '" ar- 
kowski findet sich in Pr. handllchr. Wappenbüchern daB fol- 
gende Wappen, welches vielleicht den v. Warkau zusteht. 
E! chi I d: R. mit VI'. mit 1:1: Sternen belegten Sparren. 
über dem ein aufwArts gekehrter g. Halbmond. 
Helm: Der Mond. 
Decken: r. u. g. 


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---, 


AUSGESTORBENER PREU881BCHER ADJ:<;L. 


Warnin, (Taf. '15.) 
In Mecklenburg kommt allerdings im Mittolalter ein 
Geschlecht d. 11. und zu Anfange des 1'1. Jahrhunderts 
auch in Pommern vor, wo wir noch jetzt ein Mitglied der 
Familie ansässig finden, aber die spärlichen Nachsichten 
über diese wenig ausgebreitete Familie lassen ihre Hei- 
math und Ursprünge ohne weitere UntersucbllnK noch 
nicht sicher erkennen, denn in PreusBen zeigt sich gleioh- 
falls ein Geschlecht v. W. liingere Zpit, im Samlande und 
H. A. Insterbllrg stets in kleiner Mitgliedel'zühl und mit 
einem Wappen, dessen Schild völlig mit dem der altein- 
gebornen Preussischen v. Werner oder Warner auf 8chlo- 
dien übereinstimmt. Im Bcsitze des Ritterguts Warneinen 
16ssen sich die v. Warnin jedoch nicht nachweisen. Viel- 
mehr zeigt sich zuerst Augllstin v. W.. Hofmeister des 

omthur8 zu Mem
I, Herzo
 Erich von Braunschweig, der 
Jhm 1523 das Gut Rmgelshof Im Samlande verschreiben Iie88. 
Er hinterliess zwei Söhne, Marous und GeorKe v. W, die 
1512 lebten; gleichzeitig kommt auch ein Ambrosius v' W. 
vor. I::!päter beBass die Familie Grundbesitz in den H. A. 
Ragnit und Insterburg (hier Szitkebmen) zuletzt 1669. 
Dietrich v. W. ist der Leb:te, den ich in Preussen finde. 
Nach v. Ledebur's Adelsll'xicon rH. S. IH wiiren die 
POll1l11erischl.>n v. W. 1630 erloschen; im PreuBs. Heere 
noch jetzt und im vorigen Jahrhundert. 
Schild: B. mit w. halben Hirsch. 
Hel m: B. gekleidetes wachsendes Jungfrauenbild mit 
ßiegendem Haar, das Hkupt mit S StrallBsfedern r. w. r. 
besteckt. 
Decken: b. u. w. 


"aUau, (Tar. '16) 
auch WatUau. Mehrere Träger dielle8 Namens vom 
Adelstande er8cheinen im I.. und ]5. Jahrhundert, doch 
stets in W estpreus
en begütert, im Lautenburgischen und 
dem Bezirk der Vogtey Papau (zuerst Jacob v. d. W., 
Cämmerer des Oross-Comthurs, 1399). so dass an einen 
Zusammenhang mit dem bekannten Vorwerk d. N. im Kr. 
"\\" ehlau nicht zu denken iBt. eB mÜBBte denn dieser Ort 
von einem Mitgliede dieser Familie ge
ndet sein, oder 
auf den Fritz Hocke Bezug habon, der auoh F. Hocke 
v. d. W. oder blos v. d. W. heisst, dem Orden beim Ab- 
falle der Ritterschaft treu blieb und dafür 1410 mit 
W orienen, Hohenhagcn u. a. Gütern in OBtpreuBsen be- 
gnadigt wurde. A
er der anscheinend eigentliche Fami- 
lienname Hocke wIrd den WeBtpreussiBchen v. d. Wattlau 
nicht gegeben. Des Letztgenannten, der noch 1518 lebte 
noch erhaltenes Siegel zeigt das nachstehende Wappen. ' 
Sehild: 3 Grapen 2. ]. 
Hel m: Adlerflügel mit den Schildfiguren. 
Decken: 


}. 


\\'aYIiI!i!el, (Taf. '16.) 
auch Weibsei. Weyssel. Wail'sel, ein alteingebornes Pr. 
Geschlecht, dessen 
ammvater den Namen Wayssil führte. 
Weslienen und WesselBhöfen. im H. A. Brandenburg 
verdanken dlJm GeBchlechte Ihren Namen und sind in 
deBsen Besitz geweBen. Als El'8ter bestimmt erkennbarer 
Ahnherr zeigt Bich George Wayselyn v. d. Wedel'au 
(d. b. Feddorau) im Gebiet Balga besessen 1405. Das 
Geschlecht in nicht unbeträchtlicher Ausbreitung blühend, 
war jedoch nie im Besitz gröSllerer Güter; zu ihnen ge- 
hörte besonders Sperwienen, WeBBeishöfen, Weslienen, 
Polwitten, Galben, Pokarben und Pillupöhuen. Im 18. 
Jahrhundert, in dessen Mitte der GrundbeBitz Bchon ver- 
loren gegangen war, war das Gesohlecht noch nicht arm 
an Söhnen. Im letzten Drittel des vorigen JahrhundertB 
VI. .. 


106 


dienton Mehrere in der PreuBs. Armee als Officiere, zu- 
letzt einer 1806 als 8tabscapitin beim Inf.-Regiment Alt- 
LariBch in Berlin, der 1818 im PenBionsstande, wohl als 
ultimus gentis verstorben ist. 
Schild: W. mit g. aufgestülpten # hohen Hut, 
oben mit 3 Straussfedern # w. # beBteckt. 
Hel m: Die Schildfigur. 
Decken: # u. w. 
An m.: Die Siegel zeigen viele Varianten in der Form 
des Hutes und der Federn; die Wappenbücher auch in 
den Farben. 


WeKier, (Tar. '16.) 
Dem Wappen nach zu schliessen, ist dieses Geschleoht 
von Polnischer Extraotion. J:<;s zeigt sich zuerst in der 
2. Hälfte deB 1'1. Jahrhunderts im H. A. Neidenburg be- 
gütert, wo ihm nachher Or.-8ehlefken, das ]6'13 Bans 
Georg v. W. besass, gehörte. Zuletzt finde ich den Pr. 
Capitän boim Garnison-Regiment J ung-Putkamer Friedrioh 
v. W., der als Sohwiegel'8ohn des Generalfeldmarschalls 
v. Lehwald 116'1 Btarb. 
Schi I d: R. mit w. Feldbinde. 
Helm: gekr.; zwiBchen zwei HirBchstangen oin ge- 
harnischter, einen SpiesB mit Fahne haltender Arm. 
Decken: r. u. w. 


'''eier, (Taf. '16.) 
auch Weyer, ein Fränkisches, nicht mit einem der beiden 
Pommerischen zu verwechselndes Geschlecht, daB Bich 
durch Erwerb der bedeutenden 8chloss- W ohnsdorfsohen 
Oüter (im H. A. Tapiau) gegen Ende des 15. Jahrh. in 
PreusBen Besshaft maohte. Aber Bchon mit deB ErwerberB, 
Michel v. W., Sohn HanB v. W., der gegen Mitte des 
16. Jahrh. starb, endigte sich Bein Stamm in PreU88eIl, 
da er nur zwei Töchter hinterlieB8, die in die Familien 
v. Gross. gen. Pfersfelder und v. Perschkau heiratheten. 
Schild: B. mit w. Reiher mit erhobenen Flügeln. 
Helm: Schildfigur. 
Decken: b. u. w. 


W..inbeer. (Taf. '16.) 
stammen nach eigener Angabe aus MeiBBen und kamen 
mit Martin v. W. geben Ende des 15. Jahrhunderts nach 
Preussen, wo sie sich im Samlande (auf Alkehnen, Se- 
pothen und Hermenicken) ansässig machten und im 11. 
Jahrhundert auch Blankenau im H. A. Brandenburg be- 
sassen. Eine Linie war in Königsberg anBäBsig und ge- 
hörte zu den dortigen Rathsgeschlechtern. Der Letzte 
seines Stammes scheint Heinrioh v. W. gewesen zu sein, 
der 1652 Blankenau besass. Christoph und Peter v. W. 
lebten 1631; ersterer verkaufte damals Hermenicken. 
S eh i I d: R. mit # springendem Bock. 
Helm: #-11'. bewulstet, der Bock waohsend. 
Decken; # u. r. 


WeisliI I., (Taf. '16.) 
Rheinlindisches, in Reiner Heimath auch W. v. Feur- 
bach genanntes, gegen Ende dell 15. JahrhundertB nach 
PreuBsen gekommenes Gescblocht, das sieh hier zwar mit 
der Zeit Btark ausbreitete, aber niemals bedeutende Güter 
beBeBsen hat u. zuletzt verarmte. Schweida. Matzweissen u. 
Antheile von Plenkitten, Simnau und DOBBniUen im H. 
A. Pr. 1tlark waren ihre HauptbeBitzungen, die zum Theil 
bis zuletzt conBervirt wurden. Die Letzten ihres Stammes 
waren Johann Christoph v. W. a. d. H. Simnau, der 1'1n 
in Preuss. Militilrdiensten stand und der 11.. verstorbene 
Wilhelm v. W. a. d. H. DossnittcD. 


2'1
		

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			106 


AUSGESTORBENER PREUSS1SCHER ADEL. 


J 


Schild: W. mit b. Löwen. 
Helm: Der Löwe inmitten eines geschlossenen w. 
Fluges herworwachsend. 
Decken: b. u. w. 


"'('11;11'1 11., (Taf. 76.) 
r< Dem Wappen (Poray) nach von PolnischerExtraction 
und im mrigen Jahrhundert im Ermlande, besonders auf 
Klsukendorf, KI.-Trinkaus und Gr.-Tromp ansiissig. Das 
Geschlecht ist zu Anfangp dieses Jahrhunderts erloschen. 
Die noch jetzt in Preussen blühenden v. W. auf Plaupn 
bei Allenburg (nicht Altenburg, wie es im v. Ledebur's 
Adelslexicon BI. p. 94 irrig heisst. wo sie nach dem 
"oigtlande versetzt werden), silid ein ganz anderes Gp- 
schlecht. 
Schild: R. mit w. Rose. 
Helm: 5 Straussfedern, abwechselnd r. u. w. 
De!'kf>1 P r. u. w. 


"'t>lss...lrodt. (Taf. 76.) 
auch Watzelrode, v. Allen, sonst v. W. genannt, ein alt- 
eingebornes Geschlecht, von dem indessen nicht viel be- 
kannt ist. Der BischofLucss vorn Ermland (t 1512) wsr 
diesem Geschlecht entsprossen und siegelte 1505 mit 
dem unten beschriebenen 'Vappen. Er war anscheinend 
der Letzte seines Stsmmes; sein Bmder Bartholomiius 
soll 1490 Ritter des D. Ordens gewesen sein. Zuletzt 
wird noch Cordula v. AIl!'n a. d. H. Weisselrodt genannt, 
die sich 1504 mit Reinhold v. Feldstedt, Hauptmann zu 
Dir8chau und Schal-pau vermöhlte. Eine Linie wohnte im 
15. Jahrhundert in Thorn und trieb bürgerliche .Nahrung, 
so Lucas "'atzelrode 1433. 1451. 
Schild: Von W. u. R. quergetheilt, oben Kopf und 
Hals eines # Adler, unten 2 aus dem Theilungsstrich 
hervorgehende w. geharnischte und gespornte Beine. 
Helm: Die Beine in die H,ihe gerichtet. 
Decken: links: r. u. w.; rechts: # u. w. 


UtoilJOlilbul..l, (Taf.76.) 
Ein eingebornes wenig ausgebreitetes und bekanntes 
GesohlecJJt Preussens, das diesen scinen Nomen ,,'ohl von 
seinem Wappenbilde entlehnt hat und wahrscheinlich zu- 
erst unter anderm Namen vorkommt. Zuerst finde ich 
Albrecht W., Diener (d. h. Cömmerers) des Hochmeisters 
Heinrich Reuss, dcr ihm c. 1468 das Gut Marwitz im Ge- 
biet Pr. Holland verschrieb. Er lebte noch 1484 und war 
auch im Osterrodischen und ltlcrungischen begütert. Auch 
Hirschfelde im Pr. Holländischen gehörte 1525 der Fa- 
milie, die im 16. Jahrhundert odcr zu Anfange des 17. 
erloschen ist. 
Schild: R. mit 3 w. Hühnern 2. 1., die obern von 
einander abgewendet. 
Hel m: Eines der Hühner. 
Decken: r. u. w. 
A nm.: Das Wappen in v. Ledebur's Preuss. Adels- 
lexicon HI. p. 95 ist unrichtig. 
"'t>ifilSkol)f, (Taf. 76.) 
alt: Witkopf, Witkol', W. v. Targowisch, Jlach ihrem 
alten HllUptgute im Gebiet Osterrode. Dss Geschlecht, 
zuerst im 14. Jahrhundert urkundlicll auftretend, ragte 
durch seinen ausnehmend grossen Gnmdbesitz llOrvor. Ritter 
Nikolaus W. v. T. besass 1408 SSS Hufen, grossentheils 
Wüstung im OrtelsburgisclJen und A Jlgerburgischen. Sein 
gleichnamiger Sohn, glciclJfalls Ritter, verarmte trotz des 
lJmfanges seiner Güter und hinterliess eine zahlreiche 
Nachkommenschaft, die ilJren Stamm aber nur in geringer 


:Mit
Iiederzahl fortpflanzte. Im Jahre 1619 war MiclJaeJ 
v. W. d. Aeltere auf KlosclJehnen (Kr. Friedland) der 1.In- 
zige seines Stammes, hinterliesll aber aus !'einer Ehe mit 
einer geb. v. Oelsen Naellkommen, zu denen Leonhard 
v. W. gehörte, der jenes Gut 16r.S besass. Jakob v. W., 
dem 1649 Pachutkpn im UiesenburgisclJp.n gelJört.e, hinter- 
lies!' einen 80hn Michael AlbreclJt v. W. auf Pachutken, 
der 170S als der Lctzte seines Stammes erscheint, da er 
nur 4 Töchter hinterliess, von dpnen drei in die Familien 
v. Borowski, v. Zalleski und '1'. Konogedzki heiratlJeten. 
8ehild: G. mit b. Stern. 
Helm: Der Stern zwischen 2 g. Pfeilspitzen. 
Decken: b. u. g. 


"'t'rdt'1I I., (Taf. 76.) 
Hans v. W., Amtshauptmann zu Pr. Mark, bedient& 
sich 1560 des fol
enden Wappens. Er hatte das ganze 
Amt Pr. Mark nebst der Stadt Salfeld u. a. rn. seit 1551 
in Pfand, besass auch Münsterberg und Dollstedt und war 
F. Preuss. Cammerherr. Ueber seine Herkunft und bis 
wie lanl\'e sich sein Stamm fortgesetzt hat, cor.stirt zur 
Zeit nichts. Im 17. JalJrlJundert erscl1eint die Familie 
ausgestorben. ' 
Schild: YOl\'e] mit ausgebreiteten Flügeln lGans P) 
Hel m: Pfauenschwanz. 
Decken: 


"'erdell 11., (Taf. 76.) 
Nach clem Wappen, dessen sicn 1557 JolJann v. W., 
K. Polnischer Burggraf zu Danzig bediente, gab es noch 
eine zweite }'amilie dies('s Namens in Preußsen, die I\'leich- 
falls im 17. Jahrhundert erlosclJ£'n sein wird. Der Letzte, 
den icb. finde, war Johann v. W., 16r.0 Hauptmann zu 
Neuenburg und Pommerellischcr rnterkiimmerer. Der 
Genannte war auclJ Bürl\'ermeister zu Danzig und besass 
seit 1544 die Güter Jankendorf und Heinrichsclorf als 
Pfand. Das Wappl.'nbild ist das Polnische Odrowancz. 
Schild: Auf einem Bogen (ohne Sehne) steckendes 
Wurfeisen. 
Helm: Die Schildfigur auf einem PfauensclJwanz. 
Decken: 


, 


"'t>rller I., (Taf. 77.) 
Es liegen keine Anzeichen vor, dass dies Geschlecht 
aus DeutsclJland nach Preussen eingewandert sei und wird 
daher zum Preussischen Uradel gezählt werden müssen. 
Das Hauptgut der Familie, die nur in sehr gelinger Mit- 
gliederzahl geblülJt hat und zu Anfange des 17. Jahrh. 
mit Fclix v. W., 1592 Hauptmann zu Pr. Holland, dessen 
'fochter Margarethe an Sigmund \'. "'ildenau vermählt 
war, erloschen ist, war Sehlodien im H. A. Pr. Holland; 
zu Ende des 15. Jahrhunders gehörten ihm auch l'idmans- 
dorf und Sadlucken. Vergl. übrigens \'. Warnin. 
Schild: R. mit halbl'm w. Hirsch. 
Helm: r.-w. bewulstet; wachsender r. Hinc1l. 
Decken: r. 11. w. 


"....rller 11., (Taf. 77.) 
Gottfried "'., Preuss. Hofrath und Lehns-Secretir in 
Pl'eussen wurde unterm 18. Januar 1701 in den Preuss. 
Adelstand erhollen, der unterm 14. September 1726 auf 
seinen Brudersohn, den Kriegs- und Domiinen-RatlJ Lud- 
wig Reinhold v. W. ausgedehnt "urde. Ihm gehörten ver- 
schiedene kleine Güter in mehreren Amtsbezirken Preus- 
sens, die auclJ eine Zeit lang von den Nachkommen be- 


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AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


seBBen wurden. Seit 50 Jahren iBt von der Familie Nie- 
mand mellr in Preussen ansäBsig oder wohnhaft. 
Schild: Vcn W. und B. fP;espalten, vorn der halbe 
g
kr. Pr: # Adler an die Theilun
slinie Bich anlehnend, 
bmten em schwebendes w. gemeinf's Kreuz. 
Helm: gekr.; # rechtshingekehrter Adlerflügel. 
Decken: # w. u. b. 


""ertller J., (Taf. 77.) 
DaBB dies Geschlecht, daB Bicll in Preussen zu Anfauge 
des 16. Jahrh. im heutigen Masuren ansässig machte und vor- 
n
mlich die Rittersitze Kobulten im Ortelsburgischen und 
GlIgenau und Wittigwalde im Osterrodischen inne hatte 
von welch

 letzteren. es au
h schle.chtweg v. Wittigwald
 
oder v. "I/?walde 
elsst, em Zweig der Thüringischen 
v. Werther Ist, die BICh erst nach den beiden Rittergütern 

r. und KJ. Werther (unweit v. NordhauBen) v. Werthern 
1m 17. Jllhr
undert zu nennen anfingen, wird sich un- 
sc
wer .bewelBen lasBen, Bchon nach dem grosse Aelmlich- 
kelt mit. dem der Thüringischen zeigenden Wappen und 
,,!en
 
Ie Angabe der PreusBiBchen iiltern Genealogen 
nchtlg Ist, dass der hochmeiBterliche Canzler Dietrich 
v. W. in PreusBen 11506), der mit dem alten ächten 
W.'Bchen Wappen siegelt und ein ThÜringer war der 
Drudel' der Ahnherren deB Preuss. HauseB ist. Da
Belbe 
erlangte 
ie eine grilBBere Ausbreitung oder betriichtlichen 
GrundbeBltz. UmB Jahr 1640 war die Famile biB auf den 
Enkel. des Lu
s v. W., Samuel v. W. reducirt, der sich 
auf emem kIemen Gütohen zu Wipeningkf'n im H. A. 
Insterburg niederJieBB. DeBsen Enkel HanB Heinrich v. W 
PreuBs. Capitän war der Stifter der NeumärkiBchen nooh 
blübenden Linie, die dem Pr. Staate zwei Generale einen 
StaatBminiBter und den gegenwärtigen Botschafter 'Frhrn. 
v. W. 
egeben .hat. - Die Siegel der PreuBB. Linie zeigen 
sehr vIele Varianten, ebenso die handBchriftJ. Wappen- 
bücher. 
S.ch i I d: W. mit b. Schriigrechtsbalken, begleitet oben 
von emer g. und unten von einer r. Rose. 
Helm: Offener von G. u. B. übereck getheilterFlug. 
Decken: IJ. u. w. 
A DIll.: And
re Quellen geben den Schriigbalkcn von 
B. und G. gethellt und beide ROBen r. an u. a. m. 


""ertllt>r 11.. (Taf. 77.) 
. ygl. den vorigen Arti
el. Ein.e andere Wappenform 
IBt 
Ie folgende. welche Blch !-uf 
m

 8!egel des Lucas 
v. "W. de !560 Imd SamuelB v. ". auf" 'penmken 1676 zeigt. 
Sc h 11 d: Querbalken ,oben und unten von je einer 
ROBe begleitet. 
Helm: Offener Flug. 
Decken: 


"'(»"clt> I., (Taf. 77.) 
. Von Polniscller E:draction und nicht mit eincm der 
m DeutBch lan d vorkommenden GeBchlechter dieBeB Namens 
zu verwechBeln. Sie waren vcrniimlich im Marienwer- 
derischen auf Bauten, Gallenhu und Klötzen im ]6. und 
]7. Jahrhundert anBäBBig. 1m Ictzteren odor den erBten 
Jahren deB vori
en Jahrhunderts Bind sie hier erloRchen. 
Schild: R. mit w. Hufeisen, mit dem ein w. ge- 
stünter Pfeil belegt ist. 
Helm: r. Flügel. 
Decken: r. u. w. 


Ut>ycle 11., (Tar. 77.) 
B. den vorigen Artikel. Ein BieRel Martins v. d. W. 
de ]575 zeigt indesB eine etwaB abweichende DarstelIung. 


107 


Sc 11i I d: Ein mit einem Kreuz oben besteckteB Huf- 
eiBen, deBBen Stollen einen geBtürzten Pfeil einsehlieBsen 
Helm: 
Decken: 


".tt.lI..rt, (Taf. 77.) 
Christoph W. erhielt von ChurfürBtFriedrich Wilhelm 
von Brandenburg unterm 15. Januar 1667 und von dem- 
selben der Hof- und Legationsrath AndreaB W. unterm 
2]. Februar 1667 den PreuBB. Adelstand. Von seinen 
4 Söh.nen wurde ChriBtoph v. W., gleichfallB Hof-und 
LegatlOnBrath u. Resident am Hofe zu Warschau vom KaiBer 
am 30. AUguBt 1686 in den ReichsadelBtand erhoben. Der 
Familie gehörten die Güter Nadrau und Browien in Ma- 
Buren. Im siebenjiihrigen Kriege dienten noch mehrere 
Söhne dieBes HauBes in der PreuBs. Armee. Nachkommen 
von ihnen Bind nicht bekannt geworden. im Jahre 180!) 
wurde eine noch blühende Seitenlinie nobilitirt. Ein Ver- 
wandter der beiden Nobilitirten, der Cammerrath HanB W. 
hatte seit 1657 das Cammeramt LochBtedt in Pfand. 
Schild: Quadrirt; von W. und B. in 1 und 4 ein 
r. Pfeil, in 2 lind 3 drei w. Sterne 2. 1. gestellt. 
Helm: gekr.; der Pfeil zwiBchen 2 w. StrausBfedern. 
Decken: r. u. w. 
. Anm.: So nach Köhne'e Preuss. Wappenbuc1l' ein 
SIegelabdruck d':B Residenten Christoph v. W. zeigt' aber 
an der AussenBelte der StrausBfedern noch die 3 Sterne 
übereinander nach unten hin Bpitz zu geBetzt. 
"'icll"lalll;Jdorf, (Taf. 77.) 
Ein UckermärkiBcheB längBt erloscheneIL- GeBchlecht 
dOBsen PreuBBiBcher, auf Ekritten im H. A. FischhauBe
 
zu Anfange deB 16. JahrhundertB etabJirter Zweif\' in die- 
Bem oder buld nach Beginn deB folgenden erloschen iBt. 
Der Letzte war Paul v. W., desBen gleichnamiger Vater 
1570 ein Gütchen im C. A. "Taldau beBaBs. 
. S
hild:. Auf einem viereckigen Postament rullende 
8pl
zBaule, die. oben eine Kugel trägt und hinter der zwei 
breite MesBer IDB Andreaskreuz gelegt sind. 
Helm: 
Decken: 
. An m.: S? n
ch eine!f1 iiltern Siegelllbdruek. Viel- 
leICht solIen die Figuren hmter der Säule Fische sein und 
es fände !Jann eine ge....isse Aehnlichkeit mit dem im 
v. Ledcll11T's A,lelskxicon BI. S. 110 angegebenen statt. 
'U{'kt>rau, (Taf. 77.) 
Ein vornehmes aUB dem Blute der Ureinwohner PreuB- 
senB entsproBBenes GeBchlecht, deBsen Stammgut GI'. und 
KI. Wickerau im Gebiet Elbin
 liegt. Es war auch im 
Pr. Holländischen begütert. Im 14. und 15. Jalll'hundert 
kommen zahlreiche 
Iitglieder dieses mächtigen GeBchlechtB 
vor, die dem PreusB. Bunde anhingen und den Eintritt in 
d
n D. Ritterorden erllm
ten, in dem Friedrich v. d. W. 
blB zur Würde eines ComthurB zu Botzen und dann dOll 
La
!J-ComthqrB an der l-:tsch emporatieg. Von den beiden 
Brüdern Paul und Georg v. d. \V. auf GI'. Wickerau er- 
warb der Letztere nach dem AUBsterben deB Gesehlechts 
'!. Kmckow, deBBen gleiohnamigeB Stammgut bei lieuRtadt 
In WeBtpreusBen und nannte sich !Jarna('h, doch blieb sein 
alter Stamm name unvergesBen, der durch MiBBverständnisB 
als Beiname deB Gr. v. Krockow in Wiekerode lWicke- 
rowe) in neuerer Zeit verwandelt wurde, ..bel' ganz kürz- 
lkh wieder richtig hergestelIt ist. Die Stammlinie erlosch 
zu Ende deB ]5. oder in den ersten Jahren deB 16. Jahrh. 
 
DaB GeBchlecht ist eineB Schildes und zum Theil auch 
 
gleichen Helml1 mit den v. BarteIRdorf und v. Kinwangen ..
\ 11 (f ; 
von denen die Ersteren auch zuerst in W eBtprenssen (\uf
 
treten. 


'-J,
		

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AUSGESTORBENER PREIT8S18CHER ADEL, 


Aus diesem Schlesischen alten no('h blühenden Adels- 
gelchlecht focht Bemhard v. W. all Söldnerhauptmann 
im Hülfsheere des D. Ordens in Pn'u88en während dei 
Bundeskrieges (1454-661 und erwarb 14711 die beträcht- 
lichen Blausteinschen Güter im C. A. Harthen für sein!! Sold- 
und Schadenforderung. Naoh etwas mehr als hundert- 
jähriger Dauer erlosch dieeer Zweig wieder mit Balthll.llar 
v. W. auf Blaustein, dall durch die Heirath der Erbtochter 
an die v. Klingsporn fiel. 
S ch i I d: B. mit von W. und R. in zwei Reihen ge- 
schachten l5ehrilgrcchtsbalk!!n. \ ' 
Hel m: Drei I:Itraussfedern b, w. u. r" " 
Decken: b. w. u. r. 
'\"Ildenau I., (Taf. 77.) 1 
.... ,- 
Das Oellchlecht v, W., dessen Ursprünge und Heimath 8 
noch zu untf'rsuchen sind, kommt als ein mächtiges und reich 
begütertes im 14. und 15, Jahrhundert und zwar fast 
ausl('hlielslich in den südlichen Theilen Ostpreussens vor, 
während im 16. und 17. Jahrhundert, wo es erlosch, seine 
Bedeutung ganz verringert war und sein BeRtand nur 
stets auf wenigen Mitgliedern bernhte. Zuerst v.eigt. sich 
PhiJipp v. W. (Sohn Menzels v. W.) mit Gütl'rn im 
BarthcnRl'hen 1857, dann ein zweiter Philipp, dem 850 
Hute im Urtelsburgischen 1387 gebörten. Im 15. Jabr- 
bundprt ist das Geschlecht Rucb im Neidenburgischen zu Rucb Wilkantz. Polnisches in l'reussen wiihrend des 18. 
Brodow, Krassau (Krasiewo), Sunckow u. a. m. und im Jahrhuuderts mehrfach. zuletzt auf Preilowo bei Allenstein 
Osterrodischen begütert. Im Jahr 1395 beisst OUo v. W. begütertes Gcscblecbt, das zn Anfange dieses Jahrhunderts 
Erbherr auf Wildenau, doch findet sich dieser Ort nicht wil'der erloschen ist, und nicht das in v. Ledehurs Pr. 
mehr in der Preuss. Topographie. Der Letzte der a1l- Adelslexicon IIl. p. 117 anJ1;cgebene Wappen ORtrzew, son- 
mählig verannten Familie oder einer der Letzten war dem einem vorliegenden l:Iiegelabdruck zufclge das nach. 
8i
mund v. W., dem 1628 Maratken hei Sensburg gehörte. stehende führte. , 
Es ist merkwtirdig, dass zwei ganz verschiedene Wappen Schild: O
en mit einem Kreuz bp
te
kt
s Hu.feisen, 
dem Geschlccht beigelegt werden. Nach des Pr. ältellten dessen Stollen emen abwärts gekehrten I fml elDschhessen. 
und H auptjrenealogen J. Hennen berger's Angabe war das......... Hel m : "- 
Wappen folgendes: Decken: ., 
Schild: H. mit 3 g. nach vorn gekehrten I.öwen-" 
, 
köpfen 2. 1. r .... '''Ilkau, (Taf. 'it!.) 
Helm: Einer dcr Köpfe nrischen einem # Hirsch- 
I. ...... d . 
geweih. au.... ."Ike. Dem Wappen nach kann leses Geschlecht 
D k b ' 
 - r - von Polnischer Nationalität sein. Es ist wenig von ihm 
ec en: . u, g. r b ,. d b . 0 d . W 
\ 8..annt un 0 es zuerst.ft 
t- 0 er m estpreussen 
Wlldt'nou 11., lTaf. 77.) - begntert gewesen ist. Der Ritter Nicolaus v. W. (der 
I!ich auch N. Wilke nsnnte) kommt zuerst 1487 vor und 
in Prä- \erhidt vom Hochmeister D. O. die Stadt Gilgenhurg 1496 
yenchrieben. Er starb zu Anf.lßge des 16. Jahrhunderts, 
nach ihm wird keincr mehr in OstpreulIsen genannt. wo 
ich zuerst 1409 ADlJreas Wilke als adeligen Va6allen 
des Ordens im C. A. Harthen finde. Von ihm hat wohl 
Wilkenhöfen in dortiger Uej;tend den Namen, aber dass 
er ein Vorfahr des Ritterll Nickel W. gewesen sei, constirt 
nicht. Das Geschlechtswappen, welche8 das an der Con- 
stitutio 'fruchsessiana vom Jahre 1487 hilngende Siegel 
des Ritter Nicolaus W. zeigt, j;tleicht dl'm der v. Rauschke. 
Sch i I d: Durch eine r. Zinnenmauer quergetheilt, hin- 


Sc h i I d: Ein anf 2 V ogelfüslen ruhendes Trinkhorn, 
delsen Mundstück in ein lilienförmiges Ornament endigt. 
Hel m: Zwei geharnisohte Arme, welche ein Herz 
balten. 
Decken: 
Anm.: Eine alte Malerei des Wappenll des obigen 
Comthurs Friedrich v. d. W. in Botzen zeigt ein r, Feld, 
das Horn von G. u. W. seiner Längendimension nach ge- 
streift, die V ogelftlsse und Lilienornamente , deren sich 
eines such auf dem andcrn Ende hefindet, g., und über 
dem Helm die Schildfigur auf einem r. Flügel wiederholt. 
Wle
e, (Taf. 77.) 


V gl. den vorigen Artikel. Nach der Angabe 
torius Preuss. Sohauhnhne ist da
 Wappen: 
S chi I d: B. mit linksgekehrten Kopf und Hall eines 
g. Löwen inmitten eines w. Hirschgeweihes. , 
Helm: Die Schildfigur. '" 
Decken: b. u. g. 


Wlldensu 111., (Taf. 77.) 


Vgl. Wildenau I. DagA
en lAsst das Siegel dei er- 
wähnten 8igmund v. W. 1622 folgende8 Bild seben: 


Scbild: Schmaler Pfahl, rechtl und linkl yon je 8 
pfahlweise gese
zten Sternen begleitet. 
Helm: Einer der Sterne zwischen 2 Bülfelhörnem. 
Decken: 


Wildt'DlUI IV _, (Taf. 78.) 


V gl. Wildenau I. Zu beachten ist aber die von der 
vorigen abweichenden Darstellung. welche sich in mehreren 
handschriftl. PreulIs. Wappenbüchern findet. 
Schild: Von W. u. R. gespalten, in jeder Feldung 
8 pfahlweise gesetzte Rosen mit verwechselten Tinkturen. 
Helm: Zwei Hülfelhörner. ein r. u. ein w. 
Decken: r. u. w. 
--... 
. 


1\'lIdenbayn, (Taf. 78.) 


oder Wildenhabn, ein Meissnisches, in seiner Heimath 
seit dpm 18. Jahrhundert bekannteR Geschlecht, das zn 
Endc des 15. Jahrh. naoh Preussen ging und hier in Ma- 
suren sich Grundbesitz erwarb, der hauptsächlich in den 
Theerwi6chschcn Gütern hestand. Das Geschlecht erlangte 
hier einige Ausbreitung und war noch vor 150 Jllhren 
nicht arm an Mitgliedern, Als die Letzten ihres Stammes 
erscheinen die Söhne Caspar Christophs v. W. auf Mickel- 
nick aus seinen beiden Ehen mit einer geb. v. d. Mülbe 
und v. Körbcr CSllpar ütto und ChriRto"h Ludwig v. W., 
auf Lomp., Preu8s. LieuteftRnt, dil' beide noch 1797 am 
Leben waren und ihren Stamm hirr bpschlollsen habf'n. 
Sc h iI d: Gespalten; vorn auf g. ein :# Löwe, hinten 
'1'1. SchrägrechtRbalken ouf R. 
Hel m: Der J,öwe wachsend. 
Decken: linkR: g u. #; rechts: b. u. w. 
An m.: Die Tinkturen kommen auch anderR vor. und 
das 2. Feld ist mitunter schräj;tlinkllgf'streift. DaR älteste 
Siegel in Fraustadt Gesl'h. der v. Bchönberg. Leipzig It!70. 


1\'ilkl1l1iee, ('J.'af. 78.) 


., 


......
		

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			} 



 


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..... 


--, 


AUSGESTORBENER PREUSSJSCHER ADEL. 


ter der ein g. Löwe in die obere b. Feldung hinauf- 
wächst. 
Hel m: Der wachsende Löwe. 
Decken: b. u. r. 


\t'ilkau 11., (Taf. 78.) 
Praetorius Preuss. Schaubühne, die über die Wappen 
des ältem Preuss_ Adels meist gut unterrichtet ist, giebt 
als das einer Adelsfamilie v. W. in Preussen das nach- 
stehende. Ob es dem obigen Barthillchen oder einem 
dritten Geschlechtv. W. zukomme, steht dahin. Die obige 
Quelle zählt zu diesem Geschlecht Nicolaus W. 1484 
PomerelIischen Woywoden (wenn der im vorigen Artikel, 
so mit Unrecht) und Hans v. W. PomereIlischen Unter- 
Cämmerer. 
Schild: Auf G. 2 b. BüfFelhörner. 
Helm: Die tlchildfigur aber als Tromben oder EIe- 
phantenrüssel gezeichnet. 
Decken: b. u. g. 


\t'lo('kelmano, (Taf. 78.) 


Der Rittmeister Christian Friedrich W. des Winterfel- 
dischen Cürassier- (nicht Hus.-) Reg. (vorher bei du 
Portail), ein geborner Neumirker erhielt den PreulIs. Adel- 
stand unterm 14. Jan. 1721 und war im H. A. Balga be- 
gütert, als dessen Verweser er im November 1740 starb, 
ohne dass sein Stamm in Preussen fortgepflanzt wurde. 
Schild: G.-gerändert u. quadrirt; 1. u. 4. w. mit g. 
Adlerbein mit **= Gefieder (vom Preuss. Adler) linkshin- 
gekehrt 2. u. S. b. mit w. linkshingekehrten 8 g. Sternen 
2. 1. einschliessendem Winkelma88s. 
Helm: gekr.; der Adlerfuss aufwärts gekehrt, dal 
Winkelmaass mit den Sternen haltend. 
Decken: links: # u. 11'.; rechtB: b. u. g. 


"ltmanfoldorf I., (Taf. 78.) 


Wittmansdorf, ein vornehmes altpreusllischel, niemals 
ausgebreitetes und. auch nicht stark (meistens in Masuren, 
aber auch zuletzt,Jm Tapiauschen) begütertes Gellchlecht, 
das um die Mitte des 17. Jahrhunderts erloschen ist. Als 
die Letzten erscheinen Hans v. W. auf Schläfken geb. 
1587, der unvennählt starb und die Gebrüder Fabian auf 
Golembken und Nicolaus v. W. auf KI. Nappern die beide 
zwar 'l"ennählt waren, aber männliche Kachko
en nicht 
hinterla88en haben. Unter obigem Namen tritt das Geschlecht 
nicht früher als zu Ende deli 15. Jahrh. auf, und obgleich 
alle urkundl. Nachrichten nur auf ein Geschlecht dieses 
Namens deuten und so auch die alten vorhandenen Stamm- 
baume, so sind doch erweislich zwei 'l"erschiedene Wappen 
im Gebrauch gewesen (I. den folgenden Artikel). Dal 
2. Wappen (mit dem Baum und Jagdhorn) gebraucht 
George '1". W. 1528 und 1584, lowie Kicolaus v. W. 1548' 
wenn el nicht etwa wegen der Heirath einer v. Tannen
 
bergischen Erbtochter (vorübergehend) J[eführt ilt, 10 mag 
es möglicherweille das der '1". Witramsdorf sein, deren 
Zusammenhang mit den v. W. indessen noch zu beweisen 
ist. Von dieser Familie zeigen sich die Gebrüder Clauko, 
Cunz, Witram, lIans und Zander v. W. 1387 auf Bysslau 
(im Tucheischen P) begütert und Hans v. W. 1402. 
Dal folgende Wappen ist als das ächte durch zahlreiche 
bill 1519 zurückreichende Siegel und Abbildungen in alten 
PreusI. WappenbOchem beglaubigt. 
Schild: B. mit g. Querbalken. 
Helm: **= Adler. 
Decken: b. u. g. 
VL ,. 


109 


WUmaosdorf 11., (Taf. 78.) 
V gl. den vorigen Artikel. Das andere Wappen, wie 
es zwischen 1528-43 dreimal geführt wird, ist folgendes: 
Schild: W. mit gr. auf gr. Boden stehenden Baum, 
von dessen Krone an g. Bändern ein **= Jagdhorn mit 
g. Beschlägen berabhängt. 
. Helm: Schildfigur. 
Decken: w. u. brr. 


Wltten, (Taf. 78.) 


Ein vornehmeIl Curlindischel, ursprünglicb aus West- 
phalen stammendes, hier bereits im 16. Jahrhundert er- 
loschenes Gesohlecht, von welchem sich Zweige um die 
Mitte deli vorigen Jahrhunderts in Preussen niederliclllen, 
wo sie Güter in verschiedenen Theilen des Landes be- 
sassen, u. a. die Schloss Domnauachen Güter während 
deI letzten Viertels des 18. Jahrh. Ums Jahr 1820 ist 
die Familie in Preussen erloschen. 
Schild: R. mit w. im Schildesfuss befindlichen Quer- 
balken, worüber zwei von einander abgekehrte g. Löwen 
mit in einander verwickelten Schweifen. 
Helm: gekr.; offener Flug, dessen linker Flilgel g., 
der rechte r. ist. 
Decken: r. u. g. 


\HUlg, (Taf. 78.) 
Unbekannter Herkunft und Heimath, im Ermlande 
auf Ganglau und Cranz gegen Ende des vorigen Jahr- 
hunderts begütert und allem Ansohein nach im laufenden 
erloschen. 
S ch i ld: Schildeshaupt mit 8 Rosen nebeneinander, 
darunter ein Fuchs oder Wolf mit einem Pfeile nach un- 
ten duroh den Leib geschossen. 
Hel m: Der Fuchs oder Wolf zwischen 2 Büffel- 
hörnern. 
Decken: 
An m.: So nach einem vorliegenden beglaubigten Siegel- 
abdruck; im v. Ledebursohen Adelslex. III. S.127 ist als 
Wappen im w. Schilde ein :h: gesatteltes gehendes Pferd 
und auf dem gekr. Helme 2 # Flügel angegeben. 


"'Uth.
kl I., (Taf. 78.) 


Dem Wappen nach werden zwei, dem Stamme nach 
'l"erschiedene Geschlechter v. W. zu sondern sein, von denen 
eines mit den v. Kobylinski im LyckBchen identisch ist, 
die mit mehreren andern Geschlechtern auf Antheilsglitern 
in den Dörfern Wittinnen, Kobylinnen u. Leegen im Lyck- 
schen im 16. und 17. Jahrh. S88sen. Nach dem zweiten 
Besitzthum wurde dann der Name Wittinski allein ange- 
nommen und geführt, während die sm letztem Orte seS8- 
bafte Linie sich auch v. Lega- Wittinski schrieb. Be- 
deutung hat die Familie nie gehabt und stets in besohei- 
denen Verhältnillsen, doch standesgemäss gelebt. Um die 
Mitte des 17. Jahrhunderts oder bald darauf ist sie er- 
loschen. Der Letzte seines Stammes wird "Ludwig Wit- 
tinski v. Lega" auf Krummenort im H. A. Sehesten ge- 
wesen sein. 
Schild: Mit den Stollen aufwärts gekehrteIl Hufeisen, 
unten daneben 2 senkrcht herabhängende Steigriemen mit 
Bügeln. 
Helm: Das Hufeisen, dazwischen ein Kreuz auf 
hohem Fusse. 
Decken: 


28
		

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AUSGESTORBENER PREUSSI8CHER ADEL. 


"'lttin8ki. (Taf. 79.) 
Vgl. den vorigen Artikel. Zum gleiohen Stamme mit 
dem v. Kobylinski auf Kobylinnen und Leegen gehörte 
Philipp v. W., der 1603 und 1622 das folgende Wappen 
auf seinem Siegel führte. 
S ohild: Oben mit einem Kreuz bestecktes Hufeisen, 
unter dessen Stollen ein kleines am linken Querarme ge- 
stümmeltes Kreuz. 
Helm: 
Decken: 


WoJanowl!lkl, (Taf. 79.) 
v. d. Damerau-W. Dem Wappen nach nicht ein alt- 
preussisches, sondern ein Polnisches Geschlecht, obschon 
der 8tammname Damerall es als ersteres legitimirt. Nach 
einer mehrfach gut unterrichteten Polnischen Quelle bei 
.... Ledebur's Adelslex. III. S. 130 soll dieses Geschlecht 
das Wappen Leliwa aber mit anderer Helmzier geführt 
haben, doch wird ihm hier mindelltens der 1490 lebende 
W oywod von Danzig Christoph v. d. D. beigezlhlt, der 
dem Geschlecht mit dem Frauenbilde im Wappen ange- 
hört hat. Urkundliches über die v. W., die nach obiger 
Quelle nach 1782 in Westpreussen begütert gewesen sein 
sollen, habe ich aus älterer Zeit nicht finden können. 
Schild: B. mit aufwlirts gekehrtem g. Halbmond, 
mit darllber gesetzten g. Stern. 
Hel m: gekr.; 7 Straussfedern, abwechselnd b. u. g. 
Decken: b. n. g. 
Anm.: Vielleicht sollen mit der Familie die v. Woy- 
naw gemeint sein, von dem sich 8tephan v. D. 1409 als 
Ordensvasall delI Danzigschen Gebiet zeigt. 


\\"old('ek. (Taf. 79.) 
Von den beiden Adelsgeschlechtern d. N. war es das 
unlängst erlollchene im Ruppinschen (besonders auf Gne- 
Tikow) beimische. weIcheIl vorübergehenden Grundbesitz 
in Preuslen erlangte und im letzten Viertel des ...origen 
Jahrhundert8 be8a8s, nämlich Bauditten im H. A. Moh- 
rungen, dem Landrathe v. W. gehörig, mit dessen Tode 
sich diese Linie wieder endigte. 
Seh ild: R. mit w. Schrägrechtllbalken, belegt mit 
3 # schrigrechts gestellten Adlern. 
Helm: 5 Straussfedern, abwechselnd r. u. w. 
Decken: r. u. w. 


".o.....eld. (Taf. 79.) 
oder Wulffeld. Die8em Geschlecbte geben alle Pr. herald. 
Quellen übereinstimmend das nachfolgende Wappen, dem- 
zufolge es also nicht da!! Bremische d. N. sein kann, wie 
das v. Ledebursche Adelslex. III. p. 133 vermeint. Seine 
Heimath und Url'prünge sind zur Zeit noch unbekannt 
und war seine Existenz in Preussen, von wo es allein die 
Güter Schönhofstedt und Rogownen im H. A. Oletzko be- 
sass, nicht von langer Dauer. Zuerst findet sich in Preus- 
sen Friedrich v. W. auf Schönbofstedt 1570, als Letzte 
Johann Casimir und Stephaß v. W. um 1670; ihr Gut 
besassen 1683 die Wittwe Fabians v. Hohendon und Gott- 
bard .... Bllddenbrock. 
Sohild: Von O. u. B. quergetheilt, oben Kopf und 
Hals eines r. Wolfei, unten' 3 w. Rosen 2. 1. 
Helm: gekr.; 2 
 Straussfedem. 
Decken: r. u. w. 


\\"011'('11 J.. (Taf. 79.) 
auch Wolft'en, Wulft', Wulft'en. Es sind zwei alte Adels- 
geschlechter d. N. in Preussen zu unterscheiden, von 


denen das hier in Rede stehende im H. A. FischhausAn 
und C. A. Medenau, das andere im H. A. Schaaken C. 
A. Wargen seinen Grundbesitz hatte. Zuerst zeigt sich 
Caspar v. W., der gegen Ende des 15. Jahrhunderts Pol- 
witten nrsohrieben erhielt. Ausserdem waren 8chwitten 
und Polennen ihre Hauptgüter. Als die Letzten ihres 
Geschlechts zeigen sich 1682 die Gebrüder HanB Christoph 
und Gottfried v. W.; 'das erste Gut wurde 1694 nach seinem 
Tode von seinen Erben verkauft. Ein SieJ(el Hans Chri- 
stophs v. W. de 1688 lässt das folgende Wappen sehen. 
Schild: W. mit 8 r. ins Schächerkreuz gestellten 
Boots- oder Feuerhaken. 
Helm: Geschlossener w. Flug. 
Decken: r. u. w. 


W oU"eu 11., (Taf. 79.) 


auch Wulf, Wulft'en, Wolfen, v. W. genannt Preuss. 
VgI. den vorigen Artikel. Nach illteren Genealogen sollen 
sie aus Thüringen, und speciell aus der Grafschaft 
SchwarzburK stammen, wie denn auch der Vater deli Ahn- 
herrn der Preuss. Linie mit einer gebe v. Weberstedt, aus 
einem bekannten Adelsgeschlecht bei Langensalza ver- 
mählt gewesen lIein soll. Das Wappen weist, von den 
Farben abgesehen, mehr auf die M agdeburgisch. v. W ulften 
hin, aber ein gehender Wolf zeigt sich in dem Schild 
eines bis jetzt in der Adelsliteratur ganz unbekannten 
Geschlechts der v. Wulfen oder WoIfen in Sacbsen auf 
Radegast, von dem Hans v. W. auf R. 1574 Haupt- 
mann zu Quedlinburg war. Diese führt aber auf dem 
Helm zwei Bären - oder Löwentatzen , wie aus einer 
flachen 8cbaale hervorragend, und ein anderes Wappen 
diese8 Geschlechts zeigt auf dem Helmc einen runden auf- 
gestülpten Hut zwischen zwei Federn oder Ohren. - Das 
hier in Rede stehende Preuss. Geschlecht besass vornäm- 
lich Zielkeim und Wargelitten im I:!chaakischen und war 
seit Anfange des 16. Jahrhunderts hier ansässig. Caspar 
v. W. auf Sielkeim (t 1598) pflanzte zwar seinen Stamm 
mit 3 Söhnen. Seba8tian, Christoph u. George, fort, aber 
keiner von ihnen hat seinen Stamm fortgesetzt, auch 
nicht Caspars Bruder Wilhelm, der eine Linie im Lieb- 
städtischen auf Retteinen und Windecken begründete und 
dessen Söhne vor 1650 bereits sämmtIich verstorben waren. 
Um diese Zeit war dRS ganze Geschlecht in Preussen er- 
loschen. 
Sc h i I d: G. mit b. schreitendem Wolfe. 
Helm: Der Wolf wachsend. 
Decken: b. u. g. 
An m.: Dieses und das andere Geschlecht ist nicht 
mit den v. W. zu werwechseln. von welchen Jacob W. 
1453 im Rastenburgischen und Stephan W. 1442 im C. 
A. Worinen ansilssig war, und Hans Wulf schon 1484 im 
C. A. Caynen als Ordens vasall vorkommt. 


'''olfra.....tlor'', (Taf. 79.) 


Ein bekanntes Sächsisches, meistens im Voigtlande, 
wo ihr Stammhaus Teichwolframsdon liegt, ansehnlich be- 
gütertes Geschlecht, das zu Ende des 15. Jahrhunderts 
mit George v. W., der Elisobeth v. Pilgram a. d. H. 
Lauth zur Ehe nahm. sicb in Preussen etablirte. Ohne 
grolse Ausbreitung zu erlangen, blühten seine Nachkom- 
men über 200 Jahre in preussen, wo Postehnen bei Fried- 
land ihr Hauptgut war. Heinrich v. W. auf Seligf'nfeld 
lebte 1704 als ultimus gentis mit Louise Philippine v. Pode- 
wils vermählt. 



 
I
		

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,\ 


i 


11I 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Schild: W. mit # aufspringenden Wolfe, der im 
bluttriefenden :Maule ein r. Hirschgeweih hält. 
Hel m : gekr.; offener Flug. dessen linker Flügel 
Bchrägrechts, der andere Bchräglinks v. W. und R. ge- 
theilt ist. 
Decken: r. u. w. 



 'Volks.., (Taf. 79.) 


Ein altes eingebornes Westpreussisches Geschlecht, 
von dem ich znerstAlbrecht v. W.1401 und George v. W. 
1406, sodann Nicolaus v. W. 14811 und 1446 im 8chwetzi- 
Bchen begütert finde. Es hing dem Preuss. Bunde an und 
bekleidete nach dem Abfalle des Landes zu Ende des 
15. und Anfange des 16. JahrhundertB hohe Ehrenämter 
in PolniBchen Diensten. So war 1496 NicoltmB v. W. 
Woywod von Pomerellen. Noch im 16. Jahrhundert wird 
es erloschen sein. 
Schild: W. mit 1:1: FaBsleiter (oder 2 durch zwei 
Binder zUBammengehaltene Stierhörner). 
Helm: Die Schildfigur auf einem r. betroddelten 
Kissen. 
Decken: # u. w. 


\\'oreln, (Taf. 79.) 



 . 


später auch polonisirt: Woreinski. Ein eingeborneB Preus- 
sisches, meist im Ermlande vorkommendeR GeBchlecht, von 
dem nur wenig bekannt ist. SamBon v. W. I. U. d., Dom- 
herr und Official deB HochBtiftB Ermland 1582 und gleich- 
zeitig Wilhelm v. W. auf "Prayli8". Zuletzt kommt 1682 
George v. W. vor. 
Sc h il d: Schlü8sel. 
Helm: Pfauen8chwanz. 
Decken: 


"'os'r01n
kl, (Taf. 79.) 


,I 


Ein Polni8ches ange8ehene8, in anderen Provinzen de8 
Preus8. Staale8 noch blühendeB, häufig im PreuB8. Heere 
dienende8 Geschlecht, von dem 8ich ein Zweig Ende de8 
vorigen Jahrhunderts im Ernllande auf KI. Grünheyde 
bei W ormditt anBässig machte, daB aber 1804 verkauft 
wurd!'. Später gehörten noch andere Güter (wie Parkitten 
und Wolka) im Ermlande dem Geschlecht. das aber jetzt 
in PreuB8en erlo8chen 8cheint. 
Schild: R. mit 2 w. FiBchen übereinander. 
Hel m : gekr.; die Fi8che ge8türzt und unten spitz 
zU8ammenge8etzt. 
Decken: r. u. w. 


"'''!oIen, (Taf. 79.) 


r 


Ein altes vornehmeB Ennländische8 AdelsgeBchlecht, 
dem gleichnamigen Orte im Ermlande enstammt, und na- 
mentlich im 15. Jahrhundert hochange8ehen. Es kommt 
8chon im 14. Jahrhundert in ErmländiBchen Urkunden 
vor. HanB v. W. war 1404 Vogt de8 HochRtift8 Ermland 
8ein Oheim Sander v. W. Als hochange8ehener VaBalle 
des Hoch8tiftB Ermland \\ar 1454 Fabian v. W., der e8 
eine Zeit lang mit dem PreUBB. Bunde hielt. Auf ihn 
folgt Sander v. W., der 1481 j\'enannt wird. Zu Anfange 
des 16. Jahrh. i8t da8 Ge8chlecht erloBchen. 
Schild: VOI' 8ich hingekehrter Thier-(Pferde-)kopf, 
von zwei Flügeln einge8chloB8en. 
Helm: 
Decken: 



 


111 


ZakobieJ..ki, (Taf. 79.) 
Polni8che8 im 17. Jahrhundert in Westpreu88en an- 
sä88ig 8ich zeigende8, im 18. auch in OBtpreus8en (:Ma- 
8uren) vorübergehend begütertes Ge8chlecht, da8 hier noch 
vor 1760 erlOBchen ist. 
Schild: R. mit ge8türztem blanken w. Scbwert mit 
g. Griff, beBeitet von 2 g. mit den Rücken nach innen 
gekehrten Halbmonden. 
Hel m: Pfauen8chwanz. 
Decken: r. u. g. 


Zander, (Taf. 80.) 
Jobann Z., K. Schwedi8cher Kriegll-Commi88ariu8 em- 
pfing den SchwediBchen AdelBtand angeblich 1631 nach 
Eroberung der Stadt Erfurt. Sein Urenkel Carl Friedrich 
v. Z. ging aUB Livland 1766 nach Preu88en und erwarb 
hier da8 Rittergut Linkau im H. A. FiBchhau8en. Er ver- 
mählte 8ich mit einer geb. v. Sallet. Sein Sohn wird 
wohl der zu Graudenz am 29. September 1820 verstorbene 
Capitän a. D. Carl Heinrich v. Z., der früher beim Fü8.- 
Bataillon v. Hinrich8 ge8tanden hatte, gowe8en sein, mit 
dem die Familie in Preu8sen erl080hen i8t, die das Gut 
1793 verkaufte. Die Familie i8t nicht mit einer andern 
SchwediBchen 1715 und 1718 ncbilitirten Familie zu ver- 
wech8eln. 
Schild: Auf R. ein w. geharni8chter Ritter mit be- 
fiedertem Helme, eine Hellebarde in der Rechten. 
Helm: WachBamer Kranich inmitten eine8 offenen 
Fluges, de8Ben jeder Flügel mit einer Kugel (oder Stein ?) 
belegt i8t. 
Deoken: r. u. w. 


Zakrze"ski, (Taf. 80.) 
v. d. Felden-ZakrzewBki, ein altpreu88i8che8, nach dem 
Abfall Preus8ens poloni8irteB Ge8chlecht, nicht mit den 
v. W Y8sogota-Z. oder andern PolniBchen allein den letztem 
Namen führenden Familien zu verwechseln. Im 16. 
Jahrhundert zeigt PS 8ich in Westpreu8sen z. B. auf Zi- 
gahnen begüterte,abel'üuch in 08tpreussen im 08terrodi8chen 
1556 ff., auch im 17. kommt es in "\Vestpreussen vor, in 
OBtpreuB8en besa8B e8 1684 Sackrenthen im H. A. PreUB8. 
:Mark. In WeBtpreu88en Boll e8 noch 17t!2 (im Kr. Stras- 
burg) begütert geweBen sein. 
Schild: Auf R. S g. 8chrägrechts übel'einanderlie- 
ger.de oben drei- unten zweimal 8tumpfgea8tete Baum- 
8tämme, von denen der obere oben 8, der untere unten 
2 Ifr. Lindenbiätter hat. 
Hel m: Die drei BaumBtämme nebeneinander gesteckt. 
Decken: r. u. g. 


ZIt,,-Sdzkl, (Taf. tlO.) 
auoh v. Bieber8tein-Z" polniBche8 in 08t- und We8tpreus- 
Hen im 17. und 18. Jahrhundert mehrfaph begüterte8, an- 
geBeheneB GeBchlecht, von dem Mehrere in We8tpreussen 
höhere EhrenBtellen bekleidet haben. Im 17. Jahrhundert 
gehörte ihm Sarnowo unweit Culm und Pachutken im 
RieBenbllrgi80hen. Im Jahre 1780 be8a88 :Marienfelde im 
OBterrodi8chen Franz v. Z. In Ostpreus8en i8t die 
Familie schon im vorigen, in Westpreussen anschcinend 
vor 30 Jahren erl08chen. 
Schild: Ein Büffel- und ein Hirschhorn nebeneinan- 
der g{:Btellt. 
Helm: Die Schildfigur. 
Deeken: 
Anm.: So nach zwei Siegelabdrücken Johanns v. Z. 
de 1629 und 1680.
		

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			112 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


ZblkoWlilkl, (Taf. 80.) 
Ein angesehenes Polnisohes Gesohleoht, du sich zu 
Ende des 17. Jahrhunderts in Preussen niederlie88 und 
in Masuren mehrfachen Grundbe8itz, namentlioh zu Gr.- 
und KI.-Gröben, KI.-Lentzk, Wameinen und Wilmsdorf 
erlangte und sich nicht unbetrAohtlioh ausbreitete. E8 
hat vieltach im PreussilJchen Heere gedient und verlor 
seinen Grundbcsitz zu Ende de8 vorigen und Anfang 
dieses Jahrhunderts. Als der Letzte in Preo88en er- 
scheint Carl Friedrioh Samuel v. Z. auf Saokerau 1191. 
In Preu8sen waren vor 20Jahren nur noch weibliche Mit- 
glieder der Familie vorhanden, wAhrend aus8erhalb der 
Provinz noch um diese Zeit und nicht lange vorher nooh 
Söhne dieses Hau8es (Kinder des 1811 verstorbenen Post- 
meisters Carl Ludwig Bodo v. Z.) lebten. 
Schild: B. mit w. Hufei8en, das oben mit einem g. 
Kreuz besteckt ist, auf dem ein Rabe mit g. Ring im 
Schnabel sitzt. 
Helm: geb.; der Rabe. 
Decken: b. u. w. 
Anm,: Die Wappen angabe in v. Ledebur's Adels- 
lexicon III. p. 151 ist unrichtig. 


Zborowlilld, (Taf. 80.) 
Polnisches, zum Wappenstamm Jastrzembieo (mit ab- 
weichenden Farben) gehöriges, in Masuren im 17. und 18. 
Jahrh. vorüber/tehend begütertes Geschlecht. 
Schild: R. mit w. aufwärts gekehrtem Hufeisen, 
zwischen dessen Stollen ein kleines g. Kreuz schwebt. 
Helm: W. Falke, die Schildfigur im rechten Fusse 
haltend. 
Decken: r. u. w. 


Zebltz, (Taf. 80.) 
auch Zewitz, anscheinend Fränkischer Herkunft, nicht mit 
den v. Zedwitz zu verwechseln. Christoph v. Z., Haupt- 
mann zu Lyke, erhielt 1589 die Ublickscben Güter im 
H. A. Jobannisburg verschrieben, bat aber nicht seinen 
Stamm mit Söhnen fortgepflanzt, sondern nnr mit zwei 
Töchtern, deren älteste das Gut ihrem Gemahl Anton 
v. Lehwald Eubrachte. Im Jahre Hi'll wurde ein Jobst 
Heinrich v. Z. zum Rittmeister in Preussen bestallt. Die 
älteren Preuss. Genealogen geben diesem Geschlecht das 
Zedwitzsche Wappen und führen daneben noch die v. Zed- 
witz als in Preussen begütert auf; nach einem Siegel des 
obigen Christophs v. Z. war dessen Wappen aber das 
folgende. 
Sohild: Zwei Querbalken, dessen oberer eine Krone 
trägt. 
Helm: 
Deoken: 


Zedlltz, (Taf. 80.) 
Von diesem berühmten Schlesischen Ge8chleohte ha- 
ben einige im 16. und 17. Jahrhundert in l'reu8son vor- 
übergehenden Grundbesitz gehabt, nämlich Caspar v. Z. 
das wüste Gut Steinfliess im Osterrodischen , da. er kurz 
vor 1528 an Albrecht v. Finck verkaufte und nooh andere 
Güter daselbst, die ihm noch 1548 gehörten, namentlioh 
Deutsch-Gröben. Mit ihm endigte sich aber diese Linie 
wieder. Christoph v. Z. hatte 1680 Gablauken im Amt 
Pr. Mark in Paoht. 
Schild: R. mit w. Schnalle, deren Dom durch den 
Schild gesteckt ist (und dadurch zerbrochen ersoheint). 
Helm: Offener w. Flug. 
Decken: r. u. w. 


Zedmar, (Taf.80.) 
Von die8er Familie und seiner Heimath ist sehr we- 
nig bekannt. Als geborene Preussen erschienen Jacob 
Theodor v. Z., bis 1118 Seoondelieutenant, und Johann 
Chriptoph v. Z., bis 1121 Capitän Dönhoffschen Regiments. 
Um diese Zeit besass das Geschlecht ein Gütchen im H. 
A. Angerburg. Als der Letzte erscheint ader 1160 im 
Kriege gebliebene ltJajor des Zietensohen dls.-Reg. v. Z. 
(dessen 8chwester die Generalin v. Lossow war), ein Sohn 
des Majors v. Z., Natzmersohen Husaren-Regiments, und 
der Marie Hedwig v. Mörner, vorw. v. Gattenhofen auf Nor- 
kitten. "- ",..
 Wv-i\'1. 
Schild: Drei Ordenskreuze 2. 1. ". 
 
Helm: 
Decken: 


Zedwltz, (Taf. 80.) 
Aeltere Preuss. Genealogen la8sen auch einen Zweig 
dieses alten V oigtIändi8ehen Ge8chlechts in Preussen (im 
16. Jahrh.) geblüht haben und geben als Ahnherrn dieser 
Linie einen mit einer v. K08poth vermählten George 
v. Z. an, dessen einzige Tochter sieh mit einen v. Dobe- 
neok vermählte. Die Güter des Geschlechts sollen nach- 
her die v. Sack erhalten haben. 
Schild: Von W., R. u. #: quer
etheilt. 
H I' Im: Hoher spitzer wie der Schild gezeichneter und 
tingirter Hut zwiachen zwei dergleichen BOffclhörnem. 
Decken: #, w. u. r. 


Zt"hnlen, (Taf. 80.) 
Ein in seiner Heimath Sachsen noch blühendes Ge- 
schlecht, das sich zu Anfange des 16. Jahrhunderts in 
einem Zweige in Preussen niederliess und auf der Grenze 
von Ost - und Westpreussen einen sehr betrAchtlichen 
Grundbesitz erwarb, namentlich Stadt und Amt Christburg, 
Altstadt im Osterrodisohen, Gilgenau, Hohendorf im H. A. 
Pr. Holland und Lautensee im Stuhmischen. Das Ge- 
schlecht, dessen Ahnherr in Preussen Nicolaus v. Z., 
Hauptmann zu Christburg , war, hielt sich fast ganz zur 
Polnischen Herrschaft und Krone und bekleidete in Pol- 
nischen Diensten die ansehnlichsten Landesimter in West- 
preussen im 16. und 11. Jahrhundert. Gegen die Mitte 
des 11. Jahrhunderts verschwindet es aus Ostpreussen und 
blühte in Westpreussen unter Polnischer Herrschaft an- 
scheinend bis ins 18. Jahrhundert fort. Wer der Letzte 
seines Stammes war. ist unbekannt. 
Schild: #: u. W. geschacht von zwei b. Querbalken 
überdeckt. 
Hel m: 5 Straus8federn, # w. b. w. ff. . 
Decken: links: #: u. w.; rechts: b. u. w. 
An m.: Einige Abbildungen geben auch umgekehrt 
Schaohbalken und ein b. Feld. 


r : 



 


ZeUt'rll, (Taf. 80.) 
auch Zeutern. Ein altadeliges Gesohleeht, über das nur 
sehr wenig bekannt und du allen Anschein nach nicht 
einj!eboren, sondern in Preu8sen eingewandert ist. Im 15. 
Jahrhundert erscheint es zuerst und hatte seine Güter im 
Barthillchen und Rastenburgischen , wo es zu Gudnioken 
und bei Beeslack und Durgewangen begütert war. Zuerst 
finde ich 1516 Roman v. Z. im Brandenburgischen Gebiet 
erb- und im Bartensteinisohen pfandgesessen. Der Letzte 
seines Stammes, George v. Z., war ohne Leibeserben oder 
unv('rmählt 1 denn seine Güter wurden 1531 denen v. Diebau 
zum Anget'iLIIe verschrieben. Er lebte noch 1542 und 
starb bald darauf. Seine Schwester war an einen v. Kick- 
stein verehelicht. 


.. 


..
		

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			-
 


J 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Schild: W. u. :I:*: quergethpilt mit g. Löwen. 
Helm: r. Hirschgeweih. . 
Decken: # u. w. 
Zen
er, (Taf. 80.) 
Ein angesehenes Altbayerisches Geschlecht, von dem 
Mitglieder dem D. Orden in Pr.angehörten, nach.de8Ben!Auf- 
hebung dasell}ij; 1525 der Ordensherr Sebastian v. Z. welt- 
lich wurde, s1t!1t vermählte und der Ahnherr des Preuss. 
Zweiges w8t'd, dem namentlich Wilkaschen im Pr. Ey- 
lauischen und Lehnarten (Lehuartowen) im H. A. Oletzko 
gehörten. Zu Anfange des 17. Jahrhunderts lebten noch 
Sebastian, Hans Wolf auf Kelmlauken, Hans Albrecht und 
Sigmund v. Z. auf Lehnarten. Der Letztere wurde 1622 
von Friedrich v. d. Gröben erstochen. Bald darauf star- 
ben auch die übrigen Mitglieder des Geschlechts in ziem- 
lich bedrängten Verhältnissen. 

chi1d: G. mit # Schildeshaupt, worin eine w. 
querhegende Zange. 
H.e 1 !ll: Geschlossener. wie der Schild gezeiohneter 
und bnglrter Flug, dazWIschen Kopf und Hals eines 
Bracken. 
Deoken: # u. g. 
Ziegenb('rg J., (Taf. 80.) 
alt: Zegenberg. Ein eingebornes Geschlecht Westpreus- 
sens, dessen Stammsitz gl. N., jetzt Cymborg im Kr. Culm 
liegt; es tritt im 14. Jahrhundert zuerst urkundlich auf' 
Ritter Au
ustin v. Z. war 1410 Culmischer Landrichte; 
und der Ritter Johann v. Z., näohst Hans v. Baysen das 
einflussreichste und mächtigste Mitglied des Preuss. Bun- 
des und sein Hauptförderer, auch 1433 Bannerruhrer des 

ulmischen Landes war. Er besass ausser Ziegenberg auch 
im Rehdenschen Bogdansdorf. Im 16. Jahrh. ist das Ge- 
IIchlecht, das nie ausgebreitet war und zuletzt viel von 
seinem A.nsehen eingebUsst hatte, erloschen. 
Sc h II d: Zwei durch Bänder verbundene Büffelhörner. 
Helm: 
Decken: 
Zlegellber,; 11., (Taf. 81.) 
V gl. den vorigen Artikel. Anscheinend hat es zwei 
verschiedene Geschleohter d. N. gegeben, denn ein Hans 
v. Z. führt 144
 auf seinem Siegel das folgende Wappen. 
Näheres über diese Branche ist mir nicht bekannt. 
Schild: 8chrägrechtsgetheilt, in jedem Felde ein 
schrilgrechtsliegendes Beil, das obere mit der Schneide 
auf-, das andere abwärts gekehrt. 
Helm: 
Deoken: 


. 


l' 
. 
r 


Zielinski, (Taf. 81.) 
In Ostpreussen war von ungefähr 1650 ab bis nach 
1808 ein altes Polnisches Geschlecht v. Z. auf Kallischken 
im H. A. Johannisburg ansässig; zuletzt gehörte es im 
Jahre 1800 dem damals kinderlos lebenden JohannJaoob 
v. Z. Aus diesem Geschlecht sind eine Menge Preuss. 
Officiere im 18. und diesem Jahrh. hervorgegangen und 
blüht es Doch, jedoch kaum mehr in Preussen. Ob zu 
diesem Geschlecht auch die v. Z., welche 1146 auf Lee- 
g
n im Ly
kischen .und 1702 i
 Soldaui

hen saSllen, ge- 
horen, bleibt fraglIch; wenn Jene FamilIe auf Kallisch- 
ken aber das Wappen Doliwa geführt haben soll (v. Lede- 
bur's Adelslexioon 111. p. 166), so gehört keinesfalls zu 
ihr, wie hier angegeben ist, der Lieutenant Johann Big- 
mund v. Z., weloher 1764 Thiergarten im H. A. Anger- 
burg besass, denn dieser bediente sich auf seinem Sie- 
gel nachstehenden Wappens: 
VI. .. 


....10...- 


118 


. S c 
 il d: .l\lit dem Stollen aufwärts gekehrtes Huf- 
eisen eIDen Stern (oder Kreuz P) einschliessend hinter 
welcher Figur zwei übereinander gekehrte Pfeil
 in An- 
dreaskreuz gesetzt sind. 
Helm: Sohrägliegender stumpfabgehauener Baumast 
auf dem ein Vogel mit Ring im I:!chnabel steht. · 
Decken: 


Zierenbt"rg, (Taf. 81.) 
Naoh einer ältern Polnisohen Quelle findet sioh ein 
Geschlecht d. N. im v. Ledeburschen Adelslexioon 111. 
S.. 167 .als zu
 alten Preuss. Landesritterschaft gehörig und 
früher Im Besitze. des Gutes Storlus (Kr. Culm) angegeben. 
Ich habe UrkundlIohes über das Gesohleoht nicht auffinden 
können. 
Schild: W. mit :I:*: springenden Einhorn mit hinter- 
wärts gebogenem g. Horn. 
Helm: Das Einhorn wachsend. 
Decken: # u. w. 


Ziemietzkl, (Taf. 81.) 
. Pol
isch!!s an.l
'e
ehenes zum 
 appenstamm Starykon 
(DIcht NleczuJa, wie Im v. Ledebur s Pr. Adelslexicon 111. 
S. 161 steht) gehöriges Gesohleoht, das sich um die Mitte 
de
 18. Jahrhunderts in Preussen niederliess und im H. A. 
Neidenburg verschiedentlich Gnmdbesitz hatte. Im Jahre 
18
 besass der Lieutenant Bardelebischen Dragoner- 
RegIments Johann Friedrich v. Z. die Bialuttischen GUter 
im H. A. Soldau, dann Gr.- und Kl.-Ko8chlau und Go- 
lom
ken (oder Taubendor£). Die Güter gehörten zum 
Thell nooh 1818 den Erben. Jetzt ist von der 
'amilie 
Niema
d. in 
reu8sen vorha
den, wo das Wappen Stary- 
kon hIDslchthoh der HelmzIer etwas abweichend geführt 
wurde. 
Schild: R. mit schreitendem w. Ross. 
u Hel m: 
ekr.; da8 Ross wachsend, dahinter ein ge- 
sturztes auswärts gekehrtes Beil. 
Deoken: r. u. w. 


ZIII('ke, (Taf. 81.) 
oder Zincken; ein eingebornes Geschlecht Preu.seDs das 
im Samlande seine Hcimath hatte und zu Anfange' des 
15. Jahrhunderts unter seinem obigen Namen urkundlioh 
auftritt. Nadrau war sein Hauptsitzgut. Nie ausgebrei- 
tet erlosch es zu Ende des 16. Jahrhunderts mit Thomas 
v. Z. auf Nadrau, der aus seiner ersten Ehe mit Barbara 
v. Myhlen nur eine Tochter Hedwig hinterlie8s, welohe 
an Friedrich v. Dobeneck vermählt wurde. 
Sc h i 1 d: G. mit 1+ 8chräglinks den Schild durchziehen- 
d
n Ba
tamm mit stumpf abgehauenen Aesten, auf denen 
hlDteremander S b. Vögel mit # Flügeln sitzen. 
Hel m: Aufgerichteter beiderseits stumpfgeasteter 
Baumstamm, auf dem oben einer der Vögel mit erhobenen 
Flügeln steht. 
Deoken: # u. g. 
Anm.: Ein Siegel des obigen Thomas v. Z. de 1566 
zeigt einen sohrögreohten Baumstamm und auf dem Helme 
den Baumstamm zwar beiderseits stumpf geastet , aber mit 
einem dürren Zweige versehen, auf dem je ein Vogel ein- 
wärts gekehrt sitzt. Im v. Ledebursohen Adelslex. 111. 
p. 169 ist dit:s alte Geschleoht gar mit dem am 8. April 
(Dicht August) 1804 geadelten confundirt. 
Zmit"'H'Ikl, (Taf. 81.) 
oder Zmijewski; polnisches Geschlecht, als dessen Stamm- 
gut Zmijewo im Kr. Strassburg in Westpreussen aus- 
gegeben wird. In Ostpreussen bcsass es im 17. und 18. 
29
		

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			1 


das sich in Preussen mit Johann v. Z. zu Anfanlre des 
16. Jahrhunderts niederliess und vornehmlich iu den Haupt- 
Amtern Fischhausen und Pr. Eylau (auf Alkehnen und 
Gerlauken) sich anslissig machte. Die Preuss. Linie WQr 
wegen ihrer durch alle Generationen forterbenden Körper- 
kraft berühmt. August Adolph v. Z. hinterliess von Anna 
Re
ina v. Auer a. d. H. Zacherau zwei Söhne, August 
Ernst v. Z., der als Preuss. Capitän beim Infanterie-Re- 
giment Alt Braunschweig 1760 bei Lie
z blieb und 
George Ludwig v. Z., der 1750 als Lieutenant beim Dra- 
goner-Regiment v. Schorlemmer stand, aber wegen eines 
Todtschlages flüchten musste. Von seiner etwaigen Des- 
cendenz ist nichts Näheres 
kannt. Die Sächsische Linie. 
blüht noch gegenwärtig fort. 
Schild: W. mit r. springendem Hirsch. 
Helm: r.-w. bewulstet; der Hirsch wachsend. 
Decken: r. u. w. 


t 


114 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


Jahrhundert Woritten im H. A. Morungen und Güter im 
Osterrodischen und Gilgenburgischen. In Preussen ist es 
im 18. Jahrhundert erloschen. Es f'lihrte nicht das Wap- 
pen Slepowron, sondern nach dem Siegel Hansens v. Z. 
de 1636 das folgende: 
S ch i I d: B. mit g. aufwlirtsgekehrten ein g. Kreuz 
einschliessenden Hufeisen. 
Helm: gekr.; w. Geier, die Schildfigur im rechten 
erhobenen Fusse haltend. 
Decken: b. u. w. 


Zorawskl I., lTaf. 81.) 
Es sind zwei verschiedene, im v. Ledeburschen Adels- 
lexicon III. S. 173 vermischte auch nicht zum Wappen- 
stamm Trzaska gehörige Geschlechter zu unterscheiden, 
die beide nur vorübergehenden Gl1Jndbellitz in Preussen 
im 18. Jahrhundert gehabt haben. Die im Ermlande auf 
Lichtenhagcn bei Rössel und in Westpreussen gesessene 
führt folgendes Wappen: 
Schild: Schrägrechtsliegender unten 2-, oben Imal 
stumpfgeasteter Baumstamm, auf dem ein Vogel mit Ring 
im Schnabel sitzt. 
Helm: gekr.; 3 Straussfedern. 
Decken: 


Zorawski 11., (Taf. 81.) 
Die andere, aus dem Plocbchen stammende, Familie, 
welche gegen Ende des vorigen Jahrhunderts Haasen- 
berg im Osterrodischen , das 1779 J osephine Marianna 
v. Rosv.iszewski geb. v. Z. besass, bediente sich des 
Wappens Nalencz. 
Schild: R. mit w. unten zusammengeschlungener 
Feldbinde. 
Helm: gekr.; wachsendes w. gekleidetes Frauenbild, 
zwischen 2 braunen Hirsohstangen, die es mit den Händen 
angreift. 
Decken: r. u. w. 
ZornbauJolt"o, (Taf. 81.) 
oder Zahrenhausen, im Stift Bremen von jeher gesessen 
auch im Stift Verden. Aus Ersterem kam Franz Y. Z. zu 
Anfange des 16. Jahrhunderts nach Preussen und machte 
sich im Ermlande ansässig, wo Sonnen berg nahe bei 
Braunsberg sein einziger Sohn Hans v. Z. besass. Mit 
ihm erlosch das Geschlecht bald nach 1581. 
Sc h i I d: 8 Fische übereinander. 
Helm: 
Decken: 


ZlIebowJolkl, (Tar. 81.) 
Polnisches Geschlecht, das vorübergehenden Grund- 
besitz in Ostpreussen hatte, wo 1642 Albrecht v. Z. Ke- 
veinen im Ermlande besass, und längst erloschen ist. Ob 
dieser Familie das Wappen zukommt, welches nach 
v. Ledebur's Preuss. Adelslex. IH. S. 174 von dem auf 
Stawislra im Kr. Berent in Westpreussen 1782 angesesse- 
nen Geschlecht geführt zu sein scheint, bleibt zu unter- 
suchen. 
Schild: R. mit g. aufwArts gekehrtem Halbmond, 
auf dem ein blankes w. Schwert steht, das oben von 8 
g. Sternen, 1. 2., be
leitet ist. 
Helm: gekr.; Pfauenschwanz. 
Decken: r. u. g. 
Zweifel. (Taf. 81.) 
in Preussen alt auch Zweibel oder Zwiebel genannt, ein 
Jüliohsches in seiner Heimath 1768 arloschenes Geschlecht, 


Oowitz, (Tar. 82.) 
auch Dowitzen. Das nachstehende Wappen befindet sich 
unter gemalten Ahnenwappen eines Preuss. Edelmanns in 
der Kirche zu Medenau im Samlande. Ueber die Familie- 
selbst habe ich Urkundliches nicht ermitteln können. Sie 
kommt aber einif1;emal im 15. Jahrhundert in den Stamm- 
bäumen Preuss. Fllmilien vor. 
Schild: W. mit 3 r. Schriiglinbbalken. 
Helm: w. Adlerßügel. 
Decken: 1'. u. W. 


(,Ilall('b, (Taf. 82.) 
Vgl. den frühern Artikel unter diesem Namen. Das 
Wappen der Samländischen v. O:Jauch findet sich in der 
Kirche zu ;Germau im Samlande an dem Epitaphium 
eines Preussischen Edelmannes, jedoch wie fdJgt dar- 
gestellt. 
Schild: G. mit r. mit 2 # Pfeilen im Andreaskreuz 
Ilurchschossenen Herzen. 
Helm: G. Pfauenschwanz. 
Decken: r. u. g. 
Kownatzkl, (Taf. 82.) 
Es werden zwei verschiedene Familien d. N. in Preus- 
sen zu unterscheiden sein, da die v. K. auf Schönwäld- 
chen (im Kr. Osterrode) nicht mit dem von uns schon an- 
gegebenen Wappen Topor (auch nicht mit dem Wappen 
Slepowron, wie im v. Ledeburschen Adelslex. 11. p. 478 
angegeben ist) sondern nach einem Siegel vom J. 1591 
das folgende Siegel f'lihren. 
Schild: Mit einem Kreuz bestecktes Hufeisen, unter 
dem gleichfalls ein Kreuz. 
Hel m: aufwiirts gekehrter Halbmond. 
Decken: 


Platen, (Tar. 82.) 
Die v. P., welche im 17. Jahrhundert Mitteldorf und 
Kattern besassen und längst ausgestorben sind, führten 
ein von denen der sonst bekannten Adelsgeschlechter d. N. 
abweichendes Wappen. 
Sc h il d : Gespalten vorn Kopf und Hals eines Hir- 
sches, linkshingekehrt hinten zwei PfählE!. 
Helm: Hirschgeweih. 
Decken: 



j!!liekell, (Taf. 82.) 
Ein altpreussisches Geschlecht, das in den Stamm- 
tafeln altpreussischer Geschlechter im 15. Jahrhundert 


, 
\ 


r 


....
		

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			..1 


u 


. 


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I .. 


.. 
L 


\ 


AUSGESTORBENER PREUSSISCHER ADEL. 


'Yorkommt und dessen nachfolgendes Wappen sich unter 
den Ahnenwappen eines Preuss. Edelmanns in der Kirche 
zu Medenau im Samlande befindet. 
Schild: R.mit 3 w. achtblätterigen (Mispel- ?) Blu- 
men 2. 1. 
Helm: Eine dergleiche Blume zwischen 2 w. über 
Eck getheiIten Büffelhörnern. 
Decken: r. u. w. 
Im handAIriftl. Hennenbergerschen geneal. Werke 
findet sich dieses Wappen mit dem Namen v. Knisbeck. 


"'Otl8U, (Taf. 82.) 
Vgl. den obigen Artikel dieses Namens. Abweichend von 
dem dort beschriebenen durch ein Siegel beglaubigtes Wap- 
pen findet sich das nachstehende gemalt an einem Epita- 
phium in der Kirche zu Medenau im Samlande unter den 
Ahnenwappen eines dort begrabenen Preuss. Edelmannes. 
Schild: R. mit einer w. ROBe, begleitet oben von 2 
unten von 1 w. Stern. 
Helm: S w. Straussfedern. 
Decken: r. u. w. 


'\'ejs
enfels, (Taf. 82.) 
Diejenige Familie v. W., welche in Preussen 1727 
auf Spittels im Hauptamt Preuss. Hollantt und. dann im 
H. A. Marienwerder begütert war, f"ührte nach dem Siegel 
des 1741 bereits als verstorben genannten Capitän Carl 


115 


George v. W. das nachstehende, sie von der 1648 unter 
den Schwedischen Adel aufgenommenen Familie unter- 
scheidende Wappen (s. v. Ledeburs Preuss. Adelslex. Irr. 
S. 95). Der Genannte hinterliess ausser zwei Töchtern 
noch zwei Söhne, Joh. Heinrich und Joh. Friedrich v. W., 
mit denen sicl. diese Linie wieder geendigt hat. 
Schild: W. Felsen (auf B. !'). 
Helm: Zwei krenzweise übereinander gelegte Palm- 
zweige. 
Decken: (b. u. w. P) 


"'olfsdorf, (Taf. 82.) 
Diese in Ostpreussen im 14. u. 15. Jahrhundert vor- 
kommende Adelsfamilie, welche Gr. und Kl. Wolfsdorf 
(von denen es zweifelhaft ist, ob diese Orte von ihr ge- 
gründet sind, oder ob sie ihr den :Namen gaben) im Rasten- 
burgischen besass, ist nicht mit den v. W olfersdorf (in 
Sachsen) zu verwechseln, die früher auch zeitweise v. W olCs- 
dorf hiessen. Das GeBchlecht, von dem 1361 Conrad v. W. 
zuerst auftritt, erlosch im 1I:annsstamm noch im 15. oder 
den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts. Das Gut kam 
nachher an die v. Rautter. Einige Preuss. Wappenbüoher 
geben als sein Wappen das folgende an: 
Schild: B. mit'g. Adlerflügei. 
Helm: Offener Flug, der linke Flügel b., der an- 
dere g. 
Decken: b. u. g.
		

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			REGISTER 


1 
i 


. 


Über den ausgestorbenen Preussischen Adel (Provinz Preussen) 


Albe. S. 1. 
Alexwangen I. 3. 1. 
Alexwangen 11. 3. 1. 
AmmertlIal, Vogtv.A. I. S. 1. 
- - 11. 3. 1. 
Amstel. S. 1. 
Arcieszewski. 3. 1. 
Arenswald. 3. 1. 
AueroclIs. 4. 1. 
Ottkolek v. Augezd. 4. 1. 
Aulack. 4. 1. 
Austke. 4. 1. 
Axt. 4. 2. 


Dähr. 4. 2. 
Bakker. 4. 2. 
Balinski. 4. 2. 
Baltz. 4. 2. 
Bankau. 5. 2. 
Bär, Ursinus v. B. liehe U. 
Barschwitz. 5. 2. 
Bartelsdorf. 5. 2. 
Baysen. 5. 2. 
Behren. 5. 2. 
Behrenreiter, B. - Prziemski. 
5. 2. 
Bellicum. 5. 2. 
Berentsen. 5. 3. 
Beneide. 5. S. 
Berger. 6. 3. 
Berwalde. 6. 3. 
Beschefer. 6. 3. 
Betsch. 6. 3. 
Beyersdon. 6. 3. 
Bialachowski. 6. 3. 
Bialoblocki. 6. 8. 
Bieberstein. 6. 3. 
- .Pilchowski. 6. 3. 


Band VI, Abtheilung 4. 


Die vordere Zahl bedeutet die Seite. die hintere die TatelnumDler. 


Bieberstein-Orzechowski. 7. S. 
Bielinski. 7. 4. 
Biesenrodt. 7. 4. 
Birckhahn. 7. 4. 
Birckbolz. 7. 4. 
Biron. 7. 4. 
Blancken. 7. 4. 
Block. 7. 4. 
Blumenall. 7. 4. 
Blumstein. 8. 4. 
Bocbscn. 8. 4. 
Bock, B. u. Pokrziwnicki. 8. 4. 
Bodek. 8. 4. 
Bombeck I. 8. 5. 
- 1I. 8. 5. 
Bommeln. 8. 5. 
Bondeli. 8. 5. 
Borkowski. 8. 5. 
Bornentbin. 9. 5. 
Borowski. 9. 5. 
Braxein. 8. 5. 
Bredien. 9. 5. 
Brion Baron de Lux. 9. 5. 
Britannien. 9. 5. 
Brolhofen. 9. 5. 
Brumse. 9. 6. 
BuclIwalde. 9. 6. 
Burski. 9. 5. 
Butzke. 10. 6. 
Uaden. 10. 6. 
Cämmerer gen. Preis. 10. 6. 
Camping. 10. 6. 
Cave. 10. 6. 
Chaise. 10. 6. 
Chleboswski. 10. 6. 
Ciechowski. 10. 6. 
Claussen. 10. 6. 


Colbitz. 10. 7. 
Cölmer. 11. 7. 
Conopat. 11. 7. 
Conradi. 11. 7. 
Cremitten.ll. 7. vgl.Gremitten. 
Crimnitz. 11. 7. 
Cromer. 11. 1. 
Czaplicki. 11. 7. 
Czwalinna. 11. 7. 


Damaradzki. 11. 7. 
Dambitz. 11. 7. 
Dameran. Dombrowski. 11.7. 
Dargitz I. 12. 8. 
- 11. 12. 8. 
- 111. 12. 8. 
Da8kiewicz. 12. 8. 
Datteln. 12. 8. 
Deben, Döben. 12. 8. 
Dembke I. 12. 8. 
- 11. 12. 8. 
Dcmuth. 12. 8. 
Dennemark. 12. 8. 
Deppen. 13. 8. 
Desnitten, Dosnitten. 13. 8. 
Deutsch-Ciimmerer. 18. 9. 
Dieben. 13. 9. 
Diebes. 13. 9. 
- 11. 13. 9. 
Diehte I. 13. 9. 
- 11. 13. 9. 
Dier. 13. 9. 
Pomian v.Dietrich8dol'f. 14.9. 
Ditmar8don. 14. 9. 
Dobeneck. U. 9. 
Doberwitz,Dobrowitzl. 14.9. 
- - 11. 14. 9. 
Döbner. 14. 10. 


Dobrzenski. 14. 10. 
Domagolitz. 14. 10. 
Dombrowski. 14. 10. 
Dombsdorf. 14. 10. 
Dorenltowski. 15. 10. 
Dorpu9ch. 15. 10. 
Dor8ch. 15. 10. 
Dowitz. 114. 82. 
Dralte. 15. 10. 
Dl'IIU8Chwitz. 15. 10. 
Vögte von Dreyss. 15. 10. 
Driesen. 15. 10. 
Dro8te. 15. 11. 
Dudel'llberg. 15. 11. 
Dul8ki. 16. 11. 
Dzialyn8ki. 16. 11. 
Dzierzanow8ki. 16. 11. 
Dzie1'8inski. 16. 11. 
Dzingel. 16. 11. 
Ebert. 16. 11. 
Eckenfcld I. 16. 11. 
-- 11. 16. 11. 
- IU. 16. 11. 
Eglingen. 16. 11. 
Eicbholtz. 16. 12. 
Eiobicht. 17. 12. 
Ei8ersdorf. 17. 12. 
Eiben. 17. 12. 
Elditten. 17. 12. 
Ellert. 17. 12. 
Elni8ch. 17. 12. 
Elsenau. 17. 12. 
Elsholtz. 17. 12. 
Engelke. 17. 12. 
Entzebeck. 17. 12. 
Eppingen. 18. 12. 
Eysack. 18. 13. 


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... 


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Fasold. 18. 13. s. auch Vasold. 
Federau. 18. 18. 
Felde I. 18. 13. 
- 11. 18. 13. 
Feldstedt. 18. 13. 
Finck. 18. 13. 
Fittkau. 19. 13. 
Flanss. 19. 18. 
}'lissensteiu. 19. 18. 
Flörcke. 19. 13. 
Forselius. 19. 13. 
Frese I. 19. 14. 
Frese 11. 19. 14. 
Frieben. 19. 14. 
Froben. 19. 14. 
Fröbner. 19. 14. 
Fuchs I. 20. 14. 
- 11. 20. 14. 
- IlI. 20. 14. 


Gabelentz. 20. 14. 
Gadendon. 20. 14. 
Gall. 20. 14. 
Gans I. 20. 14. 
- 11. 20. 16. 
Gattenhofen I. 20. 15. 
- 11. 20. 15. 
Gaudecker. 20. 15. 
Gebeltzig. 21. 15. 
Gebusch. 21. 15. 
Gehren. 21. 15. 
Genischkau. 21. 15- 
Gerkien I. 21. 15. 
- 11. 21. 15. 
Gersdorf. 21. 15. 
Gesler. 21. 15. 
Gihler. 21. 16. 
Glasow. 22. 16. 
Glaubitz. 22. 16. 
Glauch I. 22. 16. 
- 11. 114. 82. 
GleissenthaI. 22. 16. 
Glereaux. 22. 16. 
Glockmann. 22. 16. 
Gnadkau. 22. 16. 
Gohr I. 22. 16. 
- 11. 22. 16. 
Gossow. 22. 16. 
GotBoh. 23. 16. 
Gotzlawski. 23. 17. 
Grabowski. 23. 17. 
Gralewski. 28. 17. 
Green. 23. 17. 
Gregorski. 23. 17. 
Greissingen. 23. l'l. 
Gremitten. 28. 17. ...gL Cre- 
mitten. 
Gromadzki. 28. 17. 
Grote. 23. 11. 
Grothuss. 28. 17. 
Gruber. 24. 11. 
Grunenberg. I. 24. 17. 
- 11. 24. 18. 
Grzebin. 24. 18. 
Güldenstern. 24. 18. 
Gunte... 24. 18. 
Gylowski. 24. 18. 
Hacke I. 24. 18. 
- n. 24. 18. 
IV. .. 


Hagen, v. d. 24. 18. 
Hdhn. 24. 18. 
Halle. 25. 18. 
Hamberger. 25. 18. 
Hllnow. 25. 18. 
Hardt. 25. 19. 
Haselau. 25. 19. 
Häseler v. Hüttenphül. 25. 19. 
Haubitz. 25. 19. 
Haudrein. 25. 19. 
Haugwitz. 25. 19. 
Hausen. 26. 19. 
- -Au bier. 26. 19. 
Heilsberg. 26. 19. 
Heimsod. 26. 19. 
Hclffenatein. 26. 19. 
Heimisch-Gottburg. 26. 20. 
Heselecht I. 26. 20. 
- 11. 26. 20. 
- -Leski. 26. 20. 
. Heasen. 27. 20. 
.f.(ttI

,.deck. 27. 20. 
Heydekampfl'. 27. 20. 
Heyden. 27. 20. 
- -Rynsch. 27. 20. 
Heyn. 27. 20. 
Heysen. 27. 20. 
Hindenburg. 28. 20. 
Hobeck. 28. 21. 
Hoohberg I. 28. 21. 
- 11. 28. 21. 
Hochstetter. 28. 21. 
Hoffmann I. 28. 21. 
- 11. 28. 21. 
Hohndorft' I. 28. 21. 
- 11. 29. 21. 
Hohnstock. 29. 21. 
Neerhoffv. Holderbag. 29. 21. 
Holtz genannt Güldenbalck. 
29.21. 
Honeberg. 29. 21. 
Hordziewitz. 29. 21. 
Hornsberg, H.-Pomilia. 29.22. 
Hülsen. 29. 22. 
Hundertmarck. 29. 22. 
Hundt. 30. 22. 


Jablonowski. 30. 22. 
Jagenreuth. 80. 22. 
Janitz. 30. 22. 
Jannewitz. 30. 22. 
Jannoschitz. 30. 22. 
Jaschinski. 30. 22. 
Jene. 30. 22. 
Jlowski. SO. 22. 
St. Jngbrecht. 30. 23. 
Jngram. 81. 23. 
Jolmson. 81. 23. 
Jordan. 31. 23. 
Kalckreuth. 31. 28. 
Kamecke. 31. 23. 
Kaminski. 31. 23. 
Kamnick. 31. 28. 
Kamplack. 81. 28. 
Kannacher. 31. 28. 
Kanthen. 32. 23. 
Kariot. 32. 24. 
Kassau. 82. 24. 


REGISTER. 


Kauffmann. 32. 24. 
Kegler. 32. 24. 
Keith. 32. 24. 
Keller 1. 32. 24. 
- 11. 32. 24. 
Kemphen. 32. 24. 
Kerstenatein. 83. 24. 
Kessel. 83. 24. 
Kestelott. 33. 24. 
Kettler. 33. 24. 
Kikol. 33. 25. 
Kinwangen. 38. 25. 
Kirschendorf. 3". 25. 
Kittlitz. 38. 25. 
Klauck I. 34. 25. 
- 11. 34. 25. 
Kleiss. 84. 25. 
Klitzing. 34. 25. 
Klüchtner. 34. 25. 
Knebel. 84. 25. 
Kobersee. 34. 25. 
Kobylinski. 34. 25. 
Kochanski. 84. 26. 
Köckeritz. 35. 26. 
KölbeI v. Geyssing. 85. 26. 
Konarski. 35. 26. 
König. 35. 26. 
Königsegg. 85. 26. 
Konogetzki. 35. 26. 
Konyad. 35. 26. 
Körber. 35. 26. 
Kornemann. 35. 26. 
Korth. 35. 26. 
Koscbkul. 86. 26. 
Kospoth. 36. 27. 
Kossowski. 36. 27. 
Kostka I. 36. 27. 
- 11. 86. 27. 
Kostolitz. 36. 27. 
Kostrzessa, K. .... Kottenberg. 
86. 27. 
Kötteritz. 86. 27. 
Kottwitz. 37. 27. 
Kowalski. 37. 27. 
Kownatzki I. 87. 27. 
- 11. 114. 82. 
Kracht. 87. 27. 
Krahn. 37. 27. 
Krapitz. 37. 28. 
Krasinski. 37. 28. 
Kraut. 37. 28. 
Krintz. 38. 28. 
Kromobnen. 38. 28. 
Krösten. 38. 28. 
Krumteich. 88. 28. 
Krzikowski. 38. 28. 
Küchmeister von Sternberg. 
38.28. 
Kulemann. 38. 28. 
Kutzborski I. 88. 28. 
- 11. 39. 28. 
- III. 89. 29. 
Kwiatkowski. 39. 29. 


Lacken. 39. 29. 
Lackmedien. 39. 29. 
Lange I. 89. 29. 
- n. 89. 29. 
Langenau. 39. 29. 


-, 


11'1 


Langermann. 89. 29. 
- -Erlenkamp. 40. 29. 
Langgarn. 40. 29. 
Laski. 40. 29. 
Lau. 40. 29. 
Lauson. 40. 80. 
Lauter I. 40. 80. 
- 11. 40. 80. 
Lauth. 40. 80. 
Lauwitz. 4.0. 80. 
Laxdehn. 40. 80. 
Ledebur. 41. 80. 
Legendon, Logendorf. 41.80. 
Lehndorf. 41. 80. 
Lpngefeld. 41. 30. 
Leps. 41. SO. 
Lesgewang. 41. 30. 
Lessel. 41. 81. 
Lettow. 41. 31. 
Lichtenhayn I. 42. 81. 
- 11. 42. 31. 
Lichtenstein. 42. 81. 
Lichtenwalde. 42. 81. 
Lichtfuss. 42. 81. 
Liepe. 42. 31. 
Lietzen. 42. 31. 
Linde. 42. 31. 
Lindenowski. 42. 31. 
Linski. 43. 81. 
Lirche,Perbandt geo.L. 43.32. 
Lisicken. 43. 82. 
Löbell. 43. 32. 
Löben. 43. 82. 
Locke. 48. 82. 
Lockotzin. 48. 82. 
Lockwin. 43. 82. 
Löfen. 48. 82. 
Löhneysen. 48. 32. 
Lossau I. 44. 32. 
-- 11. 44. 32. 
Löthen. 44. 82. 
Lottum. 44. 82. 
Lötzen. 44. 38. 
Loyden I. 44. 88. 
- 11. 44. 38. 
Lubitz. 44. S8. 
Lubnau v. Lilienklau. 44.83. 
Lüderitz. 45. 33. 
Lüdinghllusen, gen. Wolf. 
45.83. 
Luprec.ht 1., 45. 3S. 
- 11. 45. 38. 
Lusian. 45. 38. 
Lilttwitz. 45. 38. 
Machewitz. 45. 34. 
Madelungen. 46. 84. 
Malgedein I. 46. S4. 
- 11. 46. 84. 
- 1lI. 46. 34. 
- IV. 46. 84. 
Malsein. 46. 84. 
Maltitz. 46. 84. 
Manteuffel. 46. 84. 
- gen. Bzöge. 46. 84. 
Marquardt I. 46. 84. 
- 11. 47. 34. 
Marschall. 47. 85. 
- .... Bieberstein. 47. S5. 
30
		

/Pomorze_030_14_122_0001.djvu

			118 


Marwitz. 41. 35. 
Massow. 41. 35. 
Maxein. 41. 85. 
Maydell. 41. 35. 
Medem. 41. 85. 
Meerrettig. 41. 35. 
Mehlbeck. 48. 85. 
Meier. 48. 35. 
Meissner. 48. 35. 
Mericke I. 48. 35. 
- 11. 48. 36. 
- 111. 48. 86. 
- v. BorcbersdorflV. 48. 36. 
Merklichenrade. 48. S6. 
Metzradt. 48. 86. 
Meyenthal. 48. 36. 
Meyssel. 49. 36. 
Miorander. 49. 36. 
Milewski. I. 49. 36. 
- 11. 49. 86. 
- 111. 49. 36. 
Militz. 49. 36. 
Minckwitz. 49. 31. 
Mocki. 49. 37. 
Modlibok. 49. 37. 
Mogilowski. 49. 31. 
Möhlen. 50. 31. 
Mohr. 50. 31. 
Mohrenberg, M. v. Barato- 
witz. W. 87. 
Möller. 50. 31. 
Mörner. 50. 31. 
Mortangen. 50. 81. 
Mosel. 50. 31. 
Mosewitz. 1'>0. 31. 
Mosseck. 50. 38. 
Mroczek. 51. 38. 
Mudsohiedlel'. 51. 38. 
Mülheim. 51. 38. 
Müllenheim. 51. S8. 
Münchow. 51. 38. 
Murray. 51. 88. 
Myhlen. 51. 88. 
Nylen. 51. S8. 
Nachtrab. 52. 38. 
Nagel. 52. 88. 
Narzimski. 52. 38. 
Natalis. 52. 39. 
Nauen. 52. 39. 
Neerhoff von Holderberg. 
52.39. 
Nenningen. 52. 39. 
Nesse. 52. 39. 
Nettelhorst. 52. 39. 
Neudorf, v. Thumberg-No- 
wowieyski. 53. 89. 
Neuenhof. 53. 39. 
Nickeritz I. 53. 39. 
- II. 53. 39. 
- 111. 53. 39. 
Niebelscbütz. 53. 39. 
Niederbach I. 53. 40. 
- 11. 53. 40. 
Nieroth. 53. 40. 
Nimptsch I. 54. 40. 
- 11. 54. 40. 
Nischwitz. 54. 40. 
Nisicken. 114, 82. 


Nolde I. 54. 40. 
- 11. 54. 40. 
Nostitz. 54. 40. 
Nyz. 54. 40. 
Oebschelwitz. 54. 40. 
Oderski , O. von Liederau. 
55. 40. 
Oelsen. 55. 41. 
Olszewski. 55. 41. 
Opin. 55. 41. 
Oppen. 55. 41. 
Oppenkowski. 55. 41. 
Orsechau. 55. 41. 
Oesterreioh. 55. 41. 
Ostisohau I. 56. 41. 
- 11. 56. 41. 
Oswald. 56. 41. 
Ottisch I. 56. 41. 
- H. 56. 41. 
- 111. 56. 42. 
Ottlau I. M. 42. 
- 11. 56. 42. 
Oziemblowski. 56. 42. 
Paokmohr. 56. 42. 
Padder. 56. 42. 
Pakusch. 57. 42. 
Palme du Pre. 51. 42. 
Panthekau. 51. 42. 
Papstein. 51. 42. 
Parck. 51. 42. 
Pawlowski. 57. 42. 
Paxleben. 51. 43. 
Peine. 58. 43. 
Pelkowski I. 58. 43. 
- H. 58. 43. 
- 111. 5t!. 43. 
Pellet. 58. 43. 
Pentzig. 58. 43. 
Persobkau. 58. 48. 
Peterson. 58. 43. 
Petzdorf. 58. 43. 
Petzelsdorf. 59. 43. 
Pfahler. 59. 43. 
Pfeilitzer gen. Franck. 1'>9. 44. 
Pfeilsdorf. 59. 44. 
Pfersfelder, Gross, gen. P. 
59.44. 
Pförtner. 59. 44. 
Pfuel. 59. 44. 
Pieszynski. 59. 44. 
Pieszkowski. 60. 44. 
Piletzki. 60. 44. 
Pilgram I. 60. 44. 
- H. 60. 44. 
Pirch. 60. 44. 
Piron. 60. 44. 
Plagga I. 60. 45. 
- 11. 60. 45. 
Platen I. 60. 45. 
- 11. 60. 45. 
- 111. 114. 82. 
Pleminski I., v. Scbleinitz.- 
P. 61- 45. 
- 11. 61. 45. 
Plessis. 61. 45. 
Pleunechau. 61. 45. 
Ploföse. 61. 45. 
Ploschwitz. 61. 45. 


REGISTER. 


Plotho. 61. 45. 
Poburski. 61. 45. 
Pogwisch. 61. 45. 
Pohl. 61. 46. 
Pokrzywnicki, vgl. Bock-P. 
62.46. 
Polkau. 62. 46. 
Pölnitz. 62. 46. 
Pollwitten. 62. 46. 
Pomeiske. 62. 46. 
Pomian, P. v. Dietricbsdorf. 
62.46. 
Pörlein. 62. 46. 
Portugal. 62. 46. 
Potritten. 62. 46. 
Pötten. 63. 46. 
Prawda. 63. 46. 
Prebentow. 63. 41. 
Pregel. I. 63. 41. 
- 11. 63. 41. 
Pretlack. 6:f. 41. 
Preuss 1. 63. 47. 
- 11. 63. 41. 
- 111. 63. 41. 
- IV. 64. 41. 
- V. 64. 41. 
Prömock. 64. 41. 
przieski. 64. 41. 
Pusch. 64. 41. 
Quadt. 64. 48. 
Baab, gen. Thülen. 64. 48. 
Rabe. 64. 48. 
Radau. 64. 48. 
Radeheim. 64. 48. 
Rading. 65. 48. 
Radkau. 65. 48. 
Radziminski. 65. 48. 
Ramel. 65. 48. 
Ranchin. 65. 48. 
RaouI. 65. 48. 
Rappen I. 65. 48. 
- Ha. 65. 49. 
- 1Ib. 66. 49. 
Ratzen. 66. 49. 
Rauschke. 66. 49. 
Rautter. 66. 49. 
Raven. 66. 49. 
Rawa. 66. 49. 
Redern. 86. 49. 
Redemin. 66. 49. 
Regettein I. 66. 49. 
- H. 61. 49. 
- 111. 61. 49. 
Reichard. 61. 1'>0. 
, Reiohau , Melohior von R. 
61. 50. 
Reichenbach, 61. 50. 
Reichenberg. 61. 50. 
Reiohmeister. 61. 50. 
Reimann I. 61. 50. 
- II. 68. 50. 
- -Golenbiewski. 68. 50. 
Reischach. 68. 50. 
Reithein. 6t!. 50. 
Reitzenstein. 68. 50. 
Rekowski. 68. 50. 
Rembow I. 68. 51. 
- 11. 68. 51. 


Rembow lIla. 68. 51. 
- IIIb. 68. 51. 
- IV. 69. 51. 
Rembowski, v. Borchersdorf- 
R. 69. 51. 
RentzeI. 69. 51. 
Reppichau. 69. 51. 
Reschke. 69. 51. 
Rettau. 69. 51. 
Rexin. 69. 51. 
Rhein. 69. 51. 
Ribbeck. 69. 52. 
Rippen. 10. 52. 
Riwotzki. 10. 52. 
Röber. 10. 52. 
Röbern, Sprengel v. R. 10. 52. 
Robotten. 10. 52. 
Roch I. 70. 52. 
- 11. 10. 52. 
- I1l. 11. 52. 
Rochow. 11. 52. 
Rockus. 11. 52. 
Rode. 11. 52. 
Röder. 71. 58. 
Roff. 11. 53. 
Rogatz. 11. 53. 
Roggosin. 11. 53. 
Rohd. 71. 53. 
Robte. 12. 53. 
Röpecke. 12. 53. 
Roquette. 12. 53. 
Rosen. 12. 53. . 
Rosenau. 12. 53. 
Rosenberg. 12. 53. 
Rosenbagen I. 12. 53. 
- 11. 12. 54. 
Rosenholtz. 12. 54. 
Roskau. 73. 54. 
Rossen. 13. 54. 
Rostock. 13. M. 
Roszyszewki. 73. 54. 
Rottilen. 13. 54. 
Rubitz. 13. 54. 
Rülicke. 13. M. 
Rummel. 13. 54. 
Runge. 14. 54. 
Ruscinski. 14. 54. 
Russin, Russoczin. 14. 55. 
Ruskowski. 74. 55. 
Rutenberg. 14. 55. 
Rutkowski. 14. 55. 
Rüts. 14. 54. 
Säbisoh. 14. 55. 
Bachsendorff. 15. 55. 
Sack. 1b. 55. 
Sackerau I. 15. 55. 
- 11. 15. 55. 
8agsewski. 75. 55. 
8ahme. 75. 55. 
Sallet. 75. 55. 
Samplawski. 75. 56. 
8angerhausen. 15. 56. 
8antzkau. 76. 56. 
8arsewski. 76. 56. 
Bartowitz. 16. 56. 
8assen I. 76. 56. 
- 11. 76. 56. 
Saugnin I. 76. 56. 


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8augnin H. 76. 56. 
- III. 76. 56. 
Schaft'stedt I. 76. 56. 
- 11. 77. 57. 
- III. 77. 57. 
Schantz. 77. 57. 
Schanwitz. 77. 57. 
Scharden. i7. 57. 
Scharft' v. Werth. 77. 57. 
Schätzel I. 77. 57. 
- 11. 78. 57. 
Schebe I. 78. 57. 
- 11. 78. 57. 
- BI. 78. 57. 
- IY. 78. 57. 
SchedeI. 78. 58. 
Scheibner. 78. 58. 
Schcliha. 78. 58. 
Sehe lien dorf. 79. 58. 
Schenckendorff. 79. 58. 
Schertwitz. 79. 58. 
Scheurer. 79. 58. 
Schierstedt. 79. 58. 
Schienen. 79. 58. 
Schilling. 79. 58. 
Sd}immelpfennig. 79. 58. 
Schirndingen. 80. 58. 
Schlegel. 80. 59. 
Schleinitz. 80. 59. 
Schleuse. 80. 59. 
Schlieben, Reichsgrafen. 80. 
59. 
Schliewitz I. 80. 59. 
- 11. 80. 59. 
Elchlippenbach. 80. 59. 
Schlubut. 80. 59. 
Schmalensee. 81. 59. 
Schmallenberg I. 81. 59. 
- n. 81. 59. 
Schmidtkow. 81. 59. 
Schmolangen I. 81. 60. 
- H. 81. 60. 
Schmude. 81. 60. 
Schnabel. 8l. 60. 
Schnürling. 81. 60. 
Schönaich I. 82. 60. 
- 11. 82. 60. 
Schön berg. 82. 60. 
Schönebeck. 82. 80. 
Schönermarck. 82. 60. 
Schöning. 82 60. 
Schönwiese. 82. 60. 
Schorlemmer. 82. 61. 
Schorsee. 83. 61. 
Sohortz. 88. 61. 
Schwalbach. 83. 61. 
Schwander. 83. 61. 
Schwartzhoft'. 83. 61. 
Schweinichen I. 83. 61. 
- H. 83. 61. 
:::Ichweinitz. 83. 61. 
Schwenten. 83. 61. 
Schwieder I. 84. 61. 
- n. 84. 61. 
Schwitten. 84. 62. 
Seefeld. 84. 62. 
Seeguth I. 84. 62. 
- 11. 84. 62. 
- -Stanislawski(Graf).84.62. 


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Seel. 84. 62. 
Sehlstrang. 84. 62. 
Sepothen. 85. 62. 
Sergitten. 85. 62. 
Seydlitz. 85. 62. 
Seyft'ertitz. 85. 62. 
Sieg leI'. 85. 62. 
Siegmund I. 85. 63. 
- 11. 85. 63. 
Silberwös!'her. 85. 63. 
SilfwElrgreen. 85. 68. 
Si\slau. 85. 63. 
Sjöholm. 86. 63. 
Sixthin I. 86. 63. 
- 11. 86. 63. 
Skirbs. '86. 63. 
Skolmann I. 86. 63. 
- 11. 86. 63. 
Skottau. 87. 63. 
Slauke. 87. 64. 
Slommau. 87. 64. 
Slomski. 87. 64. 
Sobiewolski. 87. 64. 
SoboboIinski. 87. 64. 
Sojacinski. 87. 64. 
Sokolowski. 87. 64. 
Soltabuba. 87. 64. 
Sommerfeld. 87. 64. 
Sommerv. Sommerfeld. 88.64. 
Sonnenberg. 88. 64. 
Sparneck. 88. 64. 
Sparrau I. 88. 65. 
- 11. 88. 65. 
Sparwein. 88. 65. 
Sperling. 88. 65. 
Spiegel. 89. 65. 
Spirau I. 89. 65. 
- 11. 89. 65. 
Spott. 89. 65. 
Stackelberg. 89. 65. 
St-aden. 89. 65. 
Stahremberg. 89. 65. 
Stange. 89. 65. 
Stauden. 89. 66. 
Stechow. 90. 66. 
Stein berg. 90. 66. 
Stempel. 90. 66. 
StengeI. 90. 66. 
Stentzsch. 90. 66. 
Steutner v. Sternfeld. 90. 66. 
Winter v. Sternfeld. 90. 66. 
Steyetz v. Görnitz. 90. 66. 
Stift. 91. 66. 
Stolterfoth. 91. 66. 
Stössel. 91. 66. 
Strauss. 91. 67. 
Streift' v. Lauenstein. 91. 67. 
Streim. 91. 67. 
Strein v. Schwarzenau. 91. 67. 
Streithorst. 91. 67. 
Stresoh. 91. 67. 
Stromberg. 92. 67. 
Strube. 92. 67. 
Stuben voll. 92. 67. 
Studnitz. 92. 67. 
Sturm. 92. 67. 
Suckau. 92. 67. 
Sudeck. 92. 67. 
Sulitzki. 92. 68. 


REGISTER. 


Surville. 91. 68. 
Suter. 91. 68. 
Süwerck. 92. 68. 
Swarzin. 93. 68. 
Swellin. 98. 68. 
Swirkoczin L 93. 68. 
- II. 93. 68. 
- III. 98. 68. 
Syburg. 93. 68. 
Szegedin. 98. 68. 
Szekuli. 93. 69. 
Taniel. 98. 69. 
Tannenberg. 94. 69. 
Taube. 94. 69. 
Taubenheim. 94. 69. 
Tauernitz I. 94. 69. 
- 11. 94. 69. 
- 11 I. 94. 69. 
Tauersee. 94. 69. 
Teck. 94. 69. 
Tesmar. 95. 69. 
TetteIbach. 95. 69. 
Tettenborn. 95. 70. 
Teuft'el. 95. 70. 
Tevler. 95. 72. 
Thadden. 95. 70. 
ThaInll. 95. 70. 
Thiemen. 96. 70. 
ThiesElI v. Daltitz. 96. 70. 
Tholtzig. 96. 70. 
Thüngen. 96. 70. 
Tidmannsdorf. 96. 70. 
TiessenhauBen. 96. 70. 
Tinne. 96. 70. 
TippeIskirch. 97. 70. . 
Tirau. 97. 71. 
TittmannBdorf. 97. 71. 
ToIck I. 97. 71. 
- 11. 97. 71. 
Töpfer. 97. 71. 
Trach. 97. 71. 
Tranokwitz. 97. 71. 
Trebnitz. 98. 71. 
Treskow. 98. 71. 
Trestka. 98. 71. 
Tretsoher. 98. 71. 
Tromitten. 98. 72. 
Troschke. 98. 72. 
Troye. 99. 72. 
Truchsess. 99. 72. 
- v. Waldburg. 99. 72. 
- v. Wetz hausen , Grafen. 
99. 72. 
TrütschIer. 100. 72. 
Trzesiewski. 100. 72. 
Trzinski. 100. 72. 
Tschammer. 100. 72. 
Twardowski. 100. 72. 
Tyba. 100. 73. 
Varchmin. 100. 78. 
Vasold I. vgI. F88oId. 100. 78. 
- II. 100. 73. 
- 11I. 101. 78. 
Venediger I. 101. 73. 
- 11. 101. 78. 
Uexhul. 101. 78. 
Viereok. 101. 73. 


. 


119 


Vietinghof. 101. 73. 
Unfried. 101. 78. 
Ungern. 101. 74. 
Unruh. 102. 74. 
Vogel. 102. 74. 
Volland v. Vollandsegg. 102. 
74. 
V olski. 102. 74. 
Vorhauer. 102. 74. 
Ursinus v. Bär. 102. 74. 
Usdau. 102. 74. 
Uttenhofen. 102. 74. 
Vülow. 108. 74. 


"'aIden, v. W. -Luzinski. 
108. 74. 
Waldow. 103. 74. 
WaIdowski. 108. 75. 
Wallenrodt, Grafenv. 108.75. 
Wambkowski. 108. 75. 
Wandofen. 108. 75. 
Wandtkau. 103. 75. 
WapeIs I. 104. 75. 
- 11. 104. 75. 
Wargel I. 104. 75. 
- 11. 104. 75. 
Wargelitten. 104. 75. 
Warkau. 104. 75. 
Wamin. 105. 75. 
Watlau I. 105. 76. 
- 11. 115. 82. 
WaysseI. 105. 76. 
Wegier. 105. 76. 
Weier. 105. 76. 
Weinbeer. 105. 76. 
WeisB I. 105. 76. 
-- 11. 106. 76. 
WeissEllrodt. 106. 76. 
WeissenfeIs. 115. 82. 
Weisshuhn. 106. 76. 
Weisskopf. 106. 76. 
Werden I. 106. 76. 
- 11. 106. 76. 
Werner. 106. 77. 
- 11. 106. 77. 
Werther I. 107. 77. 
- 11. 107. 77. 
Weyde I. 107. 77. 
- 11. 107. 77. 
Wiohert. 107. 17- 
Wichmannsdorf. 107. 77. 
Wickerau. 107. 77. 
Wiese. 108. 77. 
Wildenau I. 108. 77. 
- 11. 108. 77. 
- 11I. 108. 78. 
- IV. 108. 78. 
WiIdenhayn. 108. 78. 
Wilkaniec. 108. 78. 
Wilkau I. 108. 78. 
- II. ]09. 78. 
WinckeImann. 109. 78. 
Witmannsdorf I. 109. 78. 
- 11. 109. 78. 
Witten. 109. 78. 
Wittig. 109. 78. 
Wittin8ki I. 109. 78. 
- 11. 110. 79. 
Wojanow8ki, 110. 79.
		

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Woldeck. 110. 79. 
Wolffeld. 110. 79. 
W olfen I. 110. 79. 
- H. 110. 79. 
Wolframsdorf. 110. 79. 
Wolfsdorf. 115. 82. 
W olkau. 111. 79. 
Worein. 111. 79. 
W ostrowski. 111. 79. 


Wusen. 111. 79. 
Zakobielski. 111. 79. 
Zander. 111. 80. 
Zakrzewski. 111. 80. 
Zawadzki. 111. 80. 
Zbikowski. 112. 80. 
Zborowski. 112. 80. 
Zebitz. 112. 80. 


REGISTER. 


Zedlitz. 112. 80. 
Zedmar. 112. 80. 
Zedwitz. 112. 80. 
Zehmen. 112. 80. 
Zeitern. 112. 80. 
Zenger. 113. 80. 
Ziegenberg I. 113. 81. 
- 11. 118. 81. 
Zielinllki. 118. 81. 


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Zierenberg. 118. 81. 
Ziemetzki. 113. 81. 
Zincke. 113. 81. 
Zmiewski. 118. 81. 
Zorawski I. 114. 81. 
- 11. 114. 81. 
Zornhausen. 114. 81. 
Zuchowski. 114. 81. 
Zweifel. 114. 81. 


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			Del 17 
 


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PROVIN1. fAEUSSE:N. 


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ABGESTORBENEft ADEL. 
PROVINZ PREUSSEN 


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			Ba Tl /;- 


ABGESTORBENER ADEL. 
PROVIN2. PREUSßEN. 


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			Btl 17 #- 


ABGE5TORBENER ADEL. 
PROVINZ fREUSSEN. 


Tar. 6+ 


SL1\UKE. 


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SLOMNAU. . 


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			]Jd 11 '¥- 


ABCESTORBENEA ADEL. 
f'ftOVINZ PREUSSEN. 


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			ABGESTORBENER ADEL. 
Bd H /{. PROVIN1. PREUSSEN. TaF.'b6 
STAUDEN. STECIibw STEINBERG. 


STEMPEL. STENGEL. STENTZSc;H. 


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ABCESTORBENER ADEL. 
PROVINl fREU5SEN. 


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			ABGESTORBENEfI ADEL. 
Od.l1..Lf- PROVIN7 rJll E US 5 [N . Zurt/I) 
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			ABGESTORBENEft ADEL. 
PROVIN'l fREU5SEN. 


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			A8CESTORBENER ADEL. 
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			A8GESTOFlBENER ADEL. 
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			ABGESTDflBENEn ADEL. 


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			ABGESTORBENER ADEL. 
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